MPV Medien- und Prospektvertrieb GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Ulbrich seit 4.7.2025 | Geschäftsführer |
Tino Borde seit 16.12.2020 | Geschäftsführer |
Matthias Ritz seit 9.4.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LVZ Post GmbHLeipzigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die LVZ Post GmbH hat ihren Sitz in Leipzig und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Leipzig (Registernummer HRB 4536) Der Jahresabschluss ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Sofern es der Übersichtlichkeit dient, sind bei Wahlrechten die Angaben im Anhang gemacht. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB und hat die Erleichterungen gemäß § 288 HGB teilweise in Anspruch genommen. B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten einschließlich eventueller Anschaffungsnebenkosten, vermindert um die planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen, bewertet. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden entsprechend § 253 Abs. 3 HGB außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz weggefallen sind, werden entsprechend § 253 Abs. 5 HGB Zuschreibungen vorgenommen. Die Nutzungsdauern orientieren sich an den amtlichen AfA-Tabellen. Für geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten EUR 800,00 (netto) nicht überschreiten, wird das Sofortabschreibungswahlrecht in Anspruch genommen. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten. Sie werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Soweit die Gründe für eine Wertminderung nicht mehr bestehen, erfolgt eine Wertaufholung auf den beizulegenden Wert, maximal bis zu den Anschaffungskosten. 2. Umlaufvermögen Die Vorräte werden durch Einzelfeststellung der Anschaffungskosten gem. § 253 Abs. 3 HGB bewertet. Erforderliche Wertberichtigungen werden vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Weiteren erkennbaren Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen begegnet. Aufrechenbare Forderungen und Verbindlichkeiten werden verrechnet. Die Bewertung des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt mit dem Nominalbetrag. 3. Rechnungsabgrenzungsposten Hierunter werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Sie sind nur für wesentliche Posten gebildet worden. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist in voller Höhe eingezahlt und wird mit dem Nennbetrag bilanziert. 5. Rückstellungen Erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen wird durch die Bildung von Rückstellungen in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme Rechnung getragen. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags und unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen passiviert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden nicht abgezinst. 6. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 7. Latente Steuern Als Organgesellschaft ist die LVZ Post GmbH keine ertragsteuerliche Steuerschuldnerin und weist daher keine tatsächlichen und latenten Steuern aus. Tatsächliche und latente Steuern werden gem. DRS 18 Tz. 32 bei der Organträgerin ausgewiesen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben grundsätzlich unverändert. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist - unter Angabe der Abschreibungen - im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter dem Posten Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 8) ausgewiesen und betreffen Mietkautionen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Verlustübernahme gemäß Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 710 (Vorjahr: TEUR o) abzüglich saldierter Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR o). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren - wie im Vorjahr - in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen. In Fremdwährung valutierende Forderungen bestehen wie im Vorjahr nicht. 3. Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 40), für Tantieme in Höhe von TEUR 32 (Vorjahr: TEUR o) sowie für Resturlaub in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 30) enthalten. Die Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 4. Verbindlichkeiten Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - in voller Höhe Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR o (Vorjahr: TEUR 891) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.326 (Vorjahr: TEUR 2.435) entfallen im Wesentlichen mit TEUR 3.324 (Vorjahr: TEUR 1.540) auf die konzerninterne Finanzierung über Geldaufnahmen bei der Konzernmutter sowie auf Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 783). Darüber hinaus sind in dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 114) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 17) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). In Fremdwährung valutierende Verbindlichkeiten bestehen wie im Vorjahr nicht. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten mit TEUR 1.075 (Vorjahr: TEUR 1.581) im Wesentlichen Erträge aus Kostenweiterberechnungen. In dem Posten sind TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 55) auf periodenfremde Sachverhalte zurückzuführen. Sie betreffen im Wesentlichen mit TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 45) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie mit TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 8) Lieferungen und Leistungen des Vorjahres. 3. Personalaufwand In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR o (Vorjahr: TEUR o) enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergeben sich unter anderem aus konzernintern weiterberechnetem Aufwand in Höhe von TEUR 1.074 (Vorjahr: TEUR 1.581) sowie aus periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 118 (Vorjahr: TEUR 26), in denen Lieferungen und Leistungen des Vorjahres in Höhe von TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 13) sowie Buchverluste aus Anlagenabgängen mit TEUR 42 (Vorjahr: TEUR o) enthalten sind. 5. Zinsergebnis Das Zinsergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
E. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing und Dienstleistungsverträgen in Höhe von TEUR 3.598 (Fristigkeit unter einem Jahr), davon gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 2.314. Daneben bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit einer Fristigkeit von über einem bis fünf Jahren in Höhe von TEUR 1.705 und von mehr als 5 Jahren von TEUR 320. 2. Zahl der durchschnittlich Beschäftigten
3. Konzernzugehörigkeit Die Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG Hannover, erstellt einen Konzernabschluss mit Konzernlagebericht für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die LVZ Post GmbH einbezogen wird. Der vorgenannte Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht. 4. Nahestehende Personen und Unternehmen Mit nahestehenden Personen und Unternehmen sind alle Geschäfte nur zu marktüblichen Konditionen zustande gekommen. 5. Geschäftsführung Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 6. Ergebnisverwendung Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Muttergesellschaft, Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft mbH & Co. KG, Leipzig, wird der Jahresfehlbetrag von der Gesellschafterin übernommen.
Leipzig, den 21. Mai 2024 LVZ Post GmbH, Leipzig Tino Borde, Geschäftsführer Björn Steigert, Geschäftsführer Anlagenspiegel
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen 1.1. Geschäftsmodell Die LVZ Post GmbH, eine hundertprozentige Tochter der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft mbH & Co. KG, akquiriert und koordiniert die Zustellung von Zeitungen, Katalogen, Kundenzeitschriften, Paketen und Post. Im Rahmen der Lizenznummer P 98/325 der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahn ist die Gesellschaft als privater Postdienstleister tätig. Die LVZ Post GmbH unterhält ein Sortierzentrum am Hauptstandort in Leipzig. Die LVZ Post GmbH in Leipzig ist seit 2018 Mitglied des Zertifizierungsverbunds von MADSACK-Postgesellschaften. Das gemeinsame "Integrierte Managementsystem für Qualität und Umwelt", bei dem die international gültigen Normen "DIN EN ISO 9001" und "DIN EN ISO 14001" ihre Anwendung finden, wurde bei der bereits vor der Verbundmitgliedschaft einzelzertifizierten LVZ Post GmbH im November 2018 auch im Rahmen der Verbundmitgliedschaft auditiert und erfolgreich zertifiziert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben die CITIPOST GmbH und alle Verbundmitglieder (Austritt DEBEX GmbH per 12/2023) im alle drei Jahre stattfindenden Rezertifizierungsaudit den DEKRA- Auditoren erfolgreich belegt, dass sich das gemeinsame Managementsystem trotz neuer und noch bestehender Herausforderungen (u. a. Corona-Pandemie, Cyberangriff, Datensicherheitsmaßnahmen und Energiekrise im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine) bewährt hat. Im Auditgesamtergebnis hat sich die DEKRA (DEKRA Certification Stuttgart) daher erneut für die Rezertifizierung des Zertifizierungsverbundes ausgesprochen. Die neu erteilten Zertifikate für die DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 14001 sind gültig bis zum 24. November 2026. 1.2. Steuerungssystem Bei den finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam in 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Coronajahr 2020 nicht weiter fort. 1 Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 um -0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung -0,1 %. 2 Gemessen am Ausmaß der Belastungen und Unsicherheiten konnte sich der Arbeitsmarkt aber nach wie vor gut behaupten. Die Erwerbstätigkeit und Beschäftigung waren so hoch wie nie zuvor und zählten zu den Jahren mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung. 3 Die Erwerbslosenzahl erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr lediglich um +0,4 % 4. Die Bruttolöhne und -gehälter sind im Durchschnitt um +6,1 % gestiegen 5. Der Verbraucherpreisindex fiel mit +6,0 % geringer aus als im Vorjahr, liegt aber weiterhin auf hohem Niveau. 6 Die Teuerung für 2023 wurde wie im Vorjahr von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituationen beeinflusst, was sich insbesondere auf hohe Energiepreise und Preise für Nahrungsmittel niederschlug 7. Die Umsätze des für die Medienbranche wichtigen Einzelhandels in Deutschland sanken gegenüber dem Vorjahr deutlich um -3,3 % 8. Die fortschreitende Digitalisierung und die damit einhergehende elektronische Substitution tragen zu einer weiterhin rückläufigen Entwicklung sowohl im lizenzpflichtigen als auch im nicht-lizenzpflichtigen Briefbereich bei. Dieser Trend scheint unumkehrbar. 9 Aktuell befinden sich rund 400 aktiv tätige Unternehmen im Bereich lizenzpflichtiger Briefsendungen auf dem deutschen Briefmarkt 10. Laut vorläufiger Daten der Bundesnetzagentur liegt die Briefsendungsmenge im lizenzpflichtigen Briefbereich in 2023 bei 11,02 Mrd. Sendungen 11. Weiterhin eindeutig marktbeherrschend ist dabei die Deutsche Post AG mit einem Anteil von 85,1 % am Gesamtsendungsaufkommen. Der Anteil der privaten Postdienste an der Sendungsmenge beläuft sich dementsprechend auf 14,9 % (Vorjahr: 14,3 %) 12. Damit verlor die Deutsche Post AG im marginalem Umfang Marktanteile an die privaten Postdienste.
1 Destatis: Pressemitteilung Nr. 019 V.
15.01.2024
Der Gesamtumsatz im Briefmarkt sank nach vorläufigen Angaben in 2023 auf 7,4 Mrd. Euro (-3,9 %). Der Umsatzanteil der Deutsche Post AG liegt dabei bei 6,3 Mrd. Euro (Vorjahr: 6,6 Mrd. Euro) und der der Wettbewerber bei 1,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,1 Mrd. Euro) 13. 2.2. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 intensivierte das Unternehmen seine Bemühungen, in der Zustellung neue Wege zu gehen. Dazu gehörte der weitere Ausbau und die weitere Zusammenführung von getrennten Zustellschienen zur Effizienzsteigerung im Rahmen des Logistikprojektes OneRoute. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die Sendungsmenge der Gesellschaft von 51,4 Mio. im Vorjahr auf 48,3 Mio. Sendungen (einschließlich der an die Deutsche Post AG zum Zwecke der Zustellung weitergeleiteten Briefe) verringert. Die Umsätze aus Postdienstleistungen stiegen hingegen leicht um TEUR 149 bzw. 0,7 % auf TEUR 22.468 (Vorjahr: TEUR 22.319). Im Wesentlichen wurden aufgrund des Kostendrucks infolge der Steigerung des gesetzlichen Mindestlohnes Preisanpassungen bei nationalen und regionalen Kunden sowie bei nationalen Einspeisern vorgenommen. Bei einem um TEUR 1.406 deutlich gestiegenen Materialaufwand und einem um TEUR 125 leicht erhöhten Personalaufwand wurde ein Jahresergebnis vor Verlustübernahme von TEUR -710 (Vorjahr: Jahresergebnis vor Gewinnabführung: TEUR +783) ausgewiesen. 2.3. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 111 bzw. 0,5 % auf TEUR 23.471 (Vorjahr: TEUR 23.360) gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Preisanpassungen bei nationalen und regionalen Kunden sowie bei nationalen Einspeisern zurückzuführen. Zusätzlich hat die LVZ Post GmbH eine Preisanpassung des Dienstleistungsauftrages für die Sortierung von Sendungen für den Konsolidierer freesort GmbH umgesetzt. Der Materialaufwand ist um TEUR 1.406 bzw. 8,1 % auf TEUR 18.748 (Vorjahr: TEUR 17.342) gestiegen. Maßgeblichen Einfluss auf den Anstieg hatten insbesondere die um TEUR 1.968 höheren Kosten bei den Zustelldiensten (Postzustellung eigenes Gebiet und DPAG). Die Kosten der Postzustellung mittels Kooperationspartnern sanken hingegen um TEUR 453. Die Kostensenkung resultiert aus der Sendungsstromverteilung. Der Anstieg des Personalaufwands um TEUR 125 bzw. 3,9 % auf TEUR 3.326 ist im Wesentlichen durch allgemeine und individuelle Gehaltsanpassungen im abgelaufenen Geschäftsjahr bedingt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt:
Der Anstieg der Betriebskosten ist mit TEUR 55 vor allem auf höhere Miet- und Leasingkosten zurückzuführen. Die Entwicklung der Verwaltungskosten resultiert mit TEUR 17 aus erhöhten Aufwendungen für Rechtsberatung und einem Anstieg der Geschäftsbesorgungskosten für kaufmännische Dienstleistungen um TEUR 22. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren mit TEUR 1.074 (Vorjahr: TEUR 1.581) vor allem aus Aufwendungen für Weiterberechnungen. 2.4. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 5.322 (Vorjahr: TEUR 4.380). Die Aktiva setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.046 (Vorjahr: TEUR 3.361) sowie dem Anlagevermögen in Höhe von TEUR 497 (Vorjahr: TEUR 605) zusammen. Die Passiva umfassen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit TEUR 3.326 (Vorjahr: TEUR 2.435) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.462 (Vorjahr: TEUR 1.364). Die Investitionen der LVZ Post GmbH erfolgten im abgelaufenen Geschäftsjahr mit TEUR 14 ausschließlich in andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Bei einer Analyse der Verbindlichkeiten ist zu berücksichtigen, dass die formal kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Wesentlichen der Finanzierung der Gesellschaft dienen (Cash-Pool), so dass eine kurzfristige Rückforderung der Mittel nicht geplant ist. Die Finanzlage ist durch den Ergebnisabführungsvertrag vom 11. November 1991 mit der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft mbH & Co. KG, Leipzig, und durch die Cash-Pool-Vereinbarung mit der Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG, Hannover, gekennzeichnet. Die Grundlage der Finanzierung ist das zentrale Cash-Pooling der MADSACK Mediengruppe. Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling der Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG einbezogen. Dadurch ist die Liquidität jederzeit gesichert. 2.5. Gesamtwürdigung Das Ergebnis der LVZ Post GmbH ist im Geschäftsjahr 2023 trotz der Steigerung der Umsatzerlöse aufgrund von Preisanpassungen hinter den ursprünglichen Erwartungen geblieben, da die enormen Mehrbelastungen für Energie, Material und Treibstoffe sowie die Erhöhung der Personalkosten nicht kompensiert werden konnten. Darüber hinaus hat sich der Rückzug des Kooperationspartners FUNKE-Post in Thüringen aus dem alternativen Postmarkt zum 28. April 2023 und die Einstellung des damit verbundenen Sendungsaustauschs negativ auf das Gesamtergebnis der Gesellschaft ausgewirkt. Zudem haben sich durch notwendige Umstrukturierungen bei dem Kooperationspartner City-Post Chemnitz zur Aufrechterhaltung des dortigen Geschäftsbetriebs und zur Sicherstellung des in Sachsen flächendeckenden Angebots an privaten Postdienstleistungen seit Juli 2023 zusätzliche Materialaufwendungen für die LVZ Post GmbH in Höhe von monatlich TEUR 28 ergeben. Aus Sicht der Geschäftsführung ist das Geschäftsjahr 2023 trotz dieser zusätzlichen und nicht vorhersehbaren ergebnisbelastenden Einflüsse dennoch zufriedenstellend verlaufen. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Gemäß des Jahreswirtschaftsberichts 2024 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz rechnet die Bundesregierung nach einer negativen Entwicklung im 4. Quartal 2023 für das laufende Jahr 2024 mit einem Zuwachs des BIP von +0,2 %. Die Inflation wird im Jahr 2024 mit 2,8 % prognostiziert und gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgehen. Den Arbeitsmarkt schätzt die Bundesregierung als robust auf Vorjahresniveau ein. 14 Für 2024 sind Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 42.065 und ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von TEUR 343 geplant. Die Planung für das Geschäftsjahr 2024 weist bei einem leichten Rückgang der Sendungsmenge steigende Umsatzerlöse aus Postdienstleistungen aus. Dieser Anstieg betrifft hauptsächlich Preisanpassungen in den Erlösbereichen eigene Kunden, Kooperationspartner und nationale Einspeiser sowie Erlöse aus nationaler Vermarktung. Eine weitere Umsatzsteigerung ergibt sich durch die Integration der Zeitungszustellung in den Geschäftsbereich der LVZ Post GmbH ab Januar 2024. Damit verbunden ist der weitere Ausbau und die Etablierung der OneRoute- Zustellung, d .h. die Zusammenführung von den bislang getrennten Zustellschienen für die Produkte Tageszeitung und Post. Somit können die höheren Belastungen durch den erhöhten gesetzlichen Mindestlohn und durch die Energiepreise kompensiert werden.
14 Bundesministerium für Wirtschaft und
Klimaschutz: Jahreswirtschaftsbericht 2024
3.2. Chancen- und Risikobericht 3.2.1. Risiken Die aggressive Preispolitik der marktbeherrschenden Deutsche Post AG erschwert weiterhin den Ausbau der Marktanteile und stellt das größte Risiko für die weitere Geschäftsentwicklung dar. Ein weiteres Risiko für die Unternehmensentwicklung ist die Ausdünnung des privaten Postdienstleistungsmarkts in Deutschland und der damit verbundene Wegfall von Kooperationspartnern. Darüber hinaus ist festzustellen, dass die zunehmende Digitalisierung nicht nur bei den A-Kunden, sondern auch bei klein- und mittelständischen Unternehmen zu leicht rückläufigen Briefmengen führt. Der damit unmittelbar zusammenhängende Mengenrückgang bei den Bestandskunden liegt jährlich mittlerweile bei schätzungsweise 5 bis 7 %. Das Risiko des grundsätzlichen Mengen- und Umsatzverlustes bei eigenen Kunden der LVZ Post GmbH wird aber als gering eingeschätzt, da die rückläufigen Mengen bisher durch das regionale und zunehmend auch durch das nationale Neukundengeschäft sowie durch die stetige Erweiterung des Leistungsumfangs um das Produkt "digitaler Postausgang" (Hybridpost) kompensiert werden können. Bei der LVZ Post GmbH besteht ein mittleres Risiko aufgrund moderater Abhängigkeit von regionalen Großkunden (i.d.R. Aufträge, die dem öffentlichen Vergabeverfahren unterliegen) und von nationalen Großkunden. Der Verlust einzelner Großkunden würde sich nachteilig auf die Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Dem grundsätzlich bestehenden Forderungsausfallrisiko aus der laufenden Geschäftstätigkeit begegnen wir durch ein stringentes Forderungsmanagement. Wesentliche Rechtsstreitigkeiten sind nicht anhängig. Bestandsgefährdende Risiken für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft sind nicht zu erkennen. Ein zusätzliches Risiko ergibt sich durch die aus heutiger Sicht unsichere Rechtslage in Zusammenhang der bevorstehenden Novellierung des Postgesetztes. Am 24. November 2023 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz einen Referentenentwurf zur Reform des Postgesetztes vorgelegt. Spätestens im II. Quartal 2024 wird die Verabschiedung des Postrechtsmodernisierungsgesetztes im Bundestag und die Zustimmung im Bundesrat erwartet. Zentrale Elemente sind u. a. angepasste Brieflaufzeiten, erweiterte Befugnisse der Bundesnetzagentur zur Missbrauchsaufsicht, Regelungen zur Entgeltgenehmigung sowie die Umsetzung des Konsistenzgebotes. Im Referentenentwurf ist jedoch auch die Erweiterung der Universaldienste auf standardisierte Teilleistungen enthalten, was der Deutsche Post AG Umsatzsteuerfreiheit auf weite Teile der Geschäftspost einräumt. Diese Änderung hat unzweifelhaft dramatische Folgen für den alternativen Postmarkt, denn etwa 60 % der Geschäftspost entfällt auf die nicht-vorsteuerabzugsberechtigen Auftraggeber wie staatliche Stellen, Finanzdienstleister oder Versicherungen. Um für diese Auftraggeber wettbewerbsfähig zu bleiben, müssten die alternativen Briefdienste ihre Portoentgelte erheblich reduzieren, womit weder kurz- noch langfristig eine wirtschaftliche Perspektive gegeben wäre. Den steuerfinanzierten Preisvorteil von 19 % können die Wettbewerber nicht ausgleichen. Der Bundesverband Briefdienste e. V. (bbd), in dem sich die führenden privaten Briefdienste und Anbieter der Postbranche zusammengeschlossen haben, führt derzeit intensive Gespräche mit Vertretern des Bundesministeriums der Finanzen sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, mit dem Ziel, eine Gleichbehandlung aller Postdienste im Bereich der Mehrwertsteuer zu erreichen und somit die Wettbewerbsfähigkeit der alternativen Briefdienste sicherzustellen. 3.2.2. Chancen Zum 1. Januar 2024 wurden die Preise der LVZ Post GmbH für alle Kunden um ca. 5 % erhöht. Der Preisvorteil für die Kunden der LVZ Post GmbH im Vergleich zum DPAG-Porto beträgt damit noch 7 %. Zudem hat die LVZ Post GmbH den Zuschlag des wichtigen Ausschreibungskunden Stadt Leipzig zur Erbringung von Postdienstleistungen für weitere sechs Jahre bis einschließlich 28. Februar 2030 erhalten. Neben einer deutlichen Preisanpassung im Vergleich zu den Preisen des abgelaufenen Leistungszeitraums sind mit der Zuschlagserteilung weitere bisher nicht im Ausschreibungsumfang enthaltene Produkte, wie Postzustellungsaufträge, Einschreiben oder Infopost sowie umfangreiche Aktionsaufträge im Zusammenhang mit Wahlen enthalten. Die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit im Bereich des digitalen Postausgangs (Hybridpost) mit dem Partner Lettershop Customized Business Services GmbH ermöglicht zusätzliche Wachstumsimpulse. Zudem wird sich auch im Geschäftsjahr 2024 der Lohnsortierauftrag für die freesort GmbH positiv auf die Ergebnisentwicklung auswirken. Der weitere Ausbau des Precodings, die Briefkastenverdichtung im eigenen Marktgebiet, die Hinzunahme weiterer Service-Points sowie Mehrwertleistungen, wie z. B. der Hybridpostversand, schaffen neue Marktpotenziale und sollen zu einer weiteren Verbesserung in der Briefabfertigung und zu einem Wachstum an regionalen Neukunden führen. Zum 1. Oktober 2023 wurde im Konzernbereich Post der MADSACK Mediengruppe ein Team mit dem Ziel etabliert, eine eigene nationale Vermarktung (Key Accounting) aufzubauen. Durch diese Strategie ergeben sich direkte Chancen auf Erlöse aus der Vermarktung sowie aus den im Rahmen der Vermarktung gewonnenen Sendungen nationaler Großversender, die zusätzlich in die Briefdienste zur Zustellung fließen und somit für Erlöse aus Zustellvergütung und Kosteneffekte aus der zusätzlichen Verdichtung in der Logistik sorgen. Dies setzt direkt auf das bereits seit 2019 bei der Nordbrief GmbH durchgeführte nationale Großkundengeschäft auf und soll dabei helfen, dieses Geschäft insgesamt noch deutlich auszubauen. Durch eigene Akquise von nationalen Großversendern sinkt dabei auch die Abhängigkeit von externen Sendungsmaklern. Im Herbst 2023 hat die LVZ Post GmbH zwei neue Hochleistungssortiersysteme des Herstellers BlueCrest geleased und in Betrieb genommen. Aufgrund der höheren Produktivität ermöglichen die neuen Sortieranlagen Effizienzsteigerungen in der Produktion und umfassende Optimierungen in den Produktionsabläufen. Darüber hinaus sind Produktivitätssteigerungen in der Zustellung durch die Umsetzung der maschinellen Feinsortierung auf die Gangfolge der Zusteller in ihren Zustellgebieten zu erwarten. Durch die Übernahme der Verantwortung für die Logistik der lokalen Tageszeitungsverlage im eigenen Zustellgebiet zum 1. Januar 2024 und die damit verbundene Zusammenlegung von lokaler Tageszeitung und Briefpost in einen Zustellgang ergeben sich durch die weitgehende Verdichtung der Zustelllogistik ab 2024 zunehmend Einspareffekte in der Logistik, die die Marktfähigkeit und Ergebnissituation direkt positiv beeinflussen werden.
Leipzig, den 21. Mai 2024 LVZ Post GmbH gez. Tino Borde gez. Björn Steigert BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die LVZ Post GmbH, Leipzig PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der LVZ Post GmbH, Leipzig - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LVZ Post GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 21. Mai 2024 BDO
AG
Horn, Wirtschaftsprüfer Peiffer, Wirtschaftsprüferin |
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