Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 739600
Vorher
Lupus Handelsgesellschaft mbH - C + C Großmarkt
Eingetragen
21.12.1970
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: die Verwaltung eigenen Vermögens.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Sara Maria Mirabella
seit 18.3.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Kaufland Dienstleistung GmbH & Co. KG
Germany
1.000.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kaufland Stiftung & Co. KG

Neckarsulm

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2016 bis zum 28.02.2017

Konzernabschluss und Konzernlagebericht 28. Februar 2017

Konzernabschluss und Konzernlagebericht

Geschäftsjahr 2016

Inhalt

 

Konzernbilanz zum 28. Februar 2017

 

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2016 bis zum 28. Februar 2017

 

Konzernanhang

 

Konzernlagebericht

Konzernbilanz zum 28. Februar 2017

Mio. € Anhang 29.02.2016 28.02.2017 Veränderung
Anlagevermögen S. 6 5.412 6.374 17,8%
Immaterielle Vermögensgegenstände   3 1  
Sachanlagen   5.207 5.278  
Finanzanlagen   202 1.095  
Umlaufvermögen S. 8 2.317 2.233 -3,6%
Vorräte   559 552  
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände   1.107 1.157  
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   651 524  
Rechnungsabgrenzungsposten S. 8 6 7  
    7.735 8.614 11,4%

Passivseite

       
Mio. € Anhang 29.02.2016 28.02.2017 Veränderung
Eigenkapital   2.976 3.408 14,5%
Kommanditeinlage   11 11  
Rücklagen   3.136 3.565  
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung   -171 -168  
Rückstellungen S. 8 348 382 9,8%
Verbindlichkeiten S. 9 4.408 4.820 9,3%
Rechnungsabgrenzungsposten   3 4  
    7.735 8.614 11,4%

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2016 bis zum 28. Februar 2017

Mio. € Anhang 2015 2016
Umsatzerlöse S. 10 8.498 8.983
sonstige betriebliche Erträge S. 10 42 72
Materialaufwand S. 10 5.720 6.000
Personalaufwand S. 10 779 827
Abschreibungen   401 396
sonstige betriebliche Aufwendungen S. 11 1.301 1.461
Erträge aus Beteiligungen   75 72
Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen   0 1
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens   2 0
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT)   416 444
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge S. 11 23 21
Zinsen und ähnliche Aufwendungen S. 11 56 46
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag S. 11 10 65
Konzernjahresüberschuss   373 354

Konzernanhang

Erläuterung der Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Kreis der einbezogenen Unternehmen

Erläuterung der Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Erläuterung der Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Allgemeine Hinweise

Der Konzernabschluss der Kaufland Stiftung & Co. KG, Neckarsulm (Amtsgericht Stuttgart, HRA Nr. 102851) zum 28. Februar 2017 wurde nach den Vorschriften des PubIG aufgestellt.

Der Kreis der einbezogenen Unternehmen einschließlich der Veränderung zum Vorjahr sowie der Hinweis auf die Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften sind ab 5. 13 dargestellt.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses wurden einzelne Posten der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die Posten sind im Konzernanhang gesondert erläutert. Die für die einzelnen Posten geforderten Zusatzangaben wurden ebenfalls in den Konzernanhang übernommen. Die Angaben im Konzernanhang erfolgen in Mio. €.

Im Geschäftsjahr 2016 erfolgte die Erstanwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG). In diesem Zuge wurde der Umsatzbegriff erweitert, so dass teilweise sonstige betriebliche Erträge nun bei den Umsatzerlösen ausgewiesen werden. Das Vorjahr wurde in Höhe von Mio. € 875 angepasst. Weiterhin werden ab Geschäftsjahr 2016 die sonstigen Steuern innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend dargestellt und im Anhang erläutert.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Finanzanlagen wurden zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bzw. bei dauerhafter Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurden nach der At-Equity-Methode unter Anwendung des Buchwertverfahrens bilanziert. Die Fortschreibung des At-Equity-Ansatzes erfolgte in Höhe des anteiligen Jahresergebnisses abzüglich der Ausschüttungen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Durch die angewandten Bewertungsverfahren wurde die Einhaltung des strengen Niederstwertprinzips sichergestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert.

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit Zinssätzen von 2,6% bis 3,1% abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Teilweise wurden aus Bankdarlehen sowie Zins- und Währungsderivaten Bewertungseinheiten gebildet. Die sich ausgleichenden Wertschwankungen von Grund- und Sicherungsgeschäften wurden bilanziell nicht erfasst.

Die vermerkpflichtigen Haftungsverhältnisse wurden mit dem am Stichtag valutierten Betrag des besicherten Grundgeschäfts ausgewiesen. Soweit Gewährleistungen für Rahmenkredite Dritter gewährt wurden, erfolgte der Ausweis in Höhe des Haftungshöchstbetrages. Mithaftungen aufgrund sonstiger Verträge wurden mit einem Jahresbetrag der laufenden Verpflichtung angesetzt.

Erläuterung der Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses 1 5

Bei der Ermittlung latenter Steuern gem. § 274 HGB wurden temporäre Differenzen zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen sowie steuerliche Zins- und Verlustvorträge, soweit diese zeitnah verrechnet werden können, berücksichtigt. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen wurden mit Steuersätzen zwischen 10,0% und 21,0% bewertet. Die sich im Wesentlichen aus dem Anlagevermögen, den Vorräten und Rückstellungen ergebenden latenten Steuern wurden verrechnet. Ein verbleibender Überhang aktiver latenter Steuern wurde in Ausübung des gesetzlichen Wahlrechts nicht angesetzt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Bezüglich des auf S. 15 genannten assoziierten Unternehmens wurde das Wahlrecht gem. § 310 HGB nicht ausgeübt.

Währungsumrechnung

Die Bewertung von auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenständen und Schulden erfolgte gem. § 256a HGB. Währungseffekte aus der Bewertung von konzerninternen Darlehen in Euro werden bis zur Rückzahlung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Erträge und Aufwendungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkurs im Zeitpunkt der Entstehung umgerechnet.

Die Währungsumrechnung der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gem. § 308a HGB. Die funktionale Währung des Konzerns ist Euro.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Immaterielle Vermögensgegenstände

Mio. € AHK 01.03.2016 Währungsumrechnung Zugänge Abgänge Umbuchungen
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 17 0 0 -6 0
Geschäftswerte 8 0 0 -8 0
  25 0 0 -14 0
Mio. € AHK 28.02.2017 AfA 01.03.2016 Währungsumrechnung Zugänge Abgänge Umbuchungen
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 11 14 0 2 -6 0
Geschäftswerte 0 8 0 0 -8 0
  11 22 0 2 -14 0
Mio. € AfA 28.02.2017 Buchwert 29.02.2016 Buchwert 28.02.2017
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 10 3 1
Geschäftswerte 0 0 0
  10 3 1

Sachanlagen

Mio. € AHK 01.03.2016 Währungsumrechnung Zugänge Abgänge Umbuchungen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 5.541 10 146 -15 11
Technische Anlagen und Maschinen 64 0 5 -3 0
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.376 3 267 -166 9
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 31 0 78 0 -20
  8.012 13 496 -184 0
Mio. € AHK 28.02.2017 AfA 01.03.2016 Währungsumrechnung Zugänge Abgänge Umbuchungen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 5.693 1.334 3 163 -16 0
Technische Anlagen und Maschinen 66 48 0 5 -3 0
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.489 1.423 2 226 -126 0
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 89 0 0 0 0 0
  8.337 2.805 5 394 -145 0
Mio. € AfA 28.02.2017 Buchwert 29.02.2016 Buchwert 28.02.2017
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.484 4.207 4.209
Technische Anlagen und Maschinen 50 16 16
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.525 953 964
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 31 89
  3.059 5.207 5.278

Finanzanlagen

Mio. € AHK 01.03.2016 Währungsumrechnung Zugänge Abgänge Umbuchungen
Beteiligungen 202 0 0 0 0
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 893 0 0
Zinssicherungsgeschäfte 47 0 0 0 0
  249 0 893 0 0
Mio. € AHK 28.02.2017 AfA 01.03.2016 Währungsumrechnung Zugänge Abgänge Umbuchungen
Beteiligungen 202 0 0 0 0 0
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 893 0 0 0 0 0
Zinssicherungsgeschäfte 47 47 0 0 0 0
  1.142 47 0 0 0 0
Mio. € AfA 28.02.2017 Buchwert 29.02.2016 Buchwert 28.02.2017
Beteiligungen 0 202 202
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 893
Zinssicherungsgeschäfte 47 0 0
  47 202 1.095

Anteilsbesitz

Gesellschaft Sitz Eigenkapital Ergebnis Kapitalanteil
Mio. € Mio. € %
SIV Immobilien-Holding GmbH & Co. KG Kreuzbruch 496 90 80

Vorräte

Mio. € 29.02.2016 28.02.2017
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9 11
unfertige Erzeugnisse 2 2
Waren 548 539
  559 552

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Mio. € 29.02.2016 28.02.2017
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6 4
Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen * 314 294
sonstige Vermögensgegenstände 787 859
davon mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr 2 2
  1.107 1.157

Durch die Umsetzung des BilRUG wurde der Umsatzbegriff erweitert. Hierdurch wurden mit den Umsätzen korrespondierende Forderungen nicht mehr bei den sonstigen Vermögensgegenständen, sondern bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden in Höhe von Mio. € 6 angepasst.

Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Unterschiedsbeträge gem. § 250 Abs. 3 HGB in Höhe von Mio. € 1 (Vorjahr Mio. € 1) ausgewiesen.

Rückstellungen

Mio. € 29.02.2016 28.02.2017
Steuerrückstellungen 54 54
sonstige Rückstellungen 294 328
  348 382

Von den Rückstellungen haben Mio. € 53 eine Restlaufzeit größer einem Jahr. In den sonstigen Rückstellungen sind Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen enthalten. Diese wurden mit den entsprechenden Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen saldiert. Die Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsansprüche betrugen am Bilanzstichtag Mio. € 1. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Verpflichtungen betrug Mio. € 2.

Verbindlichkeiten

29.02.2016
Mio. € < 1 Jahr Gesamt < 1 Jahr
Verbindlichkeiten aus Finanzierungen 297 2.669 387
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 607 607 628
sonstige Verbindlichkeiten 1.132 1.132 1.610
davon aus Steuern 43 43 48
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 19 19 20
  2.036 4.408 2.625
28.02.2017
Mio. € 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Verbindlichkeiten aus Finanzierungen 1.671 524 2.582
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 628
sonstige Verbindlichkeiten 0 0 1.610
davon aus Steuern 0 0 48
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 20
  1.671 524 4.820

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestanden außer den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten keine weiteren Sicherheiten. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen sind durch Grundpfandrechte (Mio. € 1.373) besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen setzen sich folgendermaßen zusammen:

Mio. € 29.02.2016 28.02.2017
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.656 2.582
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 13 0
  2.669 2.582

Haftungsverhältnisse

Mio. € 29.02.2016 28.02.2017
aus Bürgschaften 800 650
aus Gewährleistungen 4.881 5.938
für fremde Verbindlichkeiten 0 10
  5.681 6.598

Den Haftungsverhältnissen stehen Rückgriffsforderungen in Höhe von Mio. € 3.084 (Vorjahr Mio. € 2.403) gegenüber. Aufgrund der Bonitätseinschätzung der Haftungsnehmer lag kein erkennbares Risiko für eine Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt Mio. € 226. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst ausgewiesen.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten Handelswarenerlöse in Höhe von Mio. € 8.044 (Vorjahr Mio. € 7.623) sowie sonstige Umsatzerlöse in Höhe von Mio. € 939 (Vorjahr Mio. € 875).

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungsgewinne in Höhe von Mio. € 5 (Vorjahr Mio. € 4) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten folgende periodenfremde Erträge:

Mio. € GJ 2015 GJ 2016
Auflösung Rückstellungen 10 25
Anlageabgänge 5 12
Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen 1 3
  16 40

Materialaufwand

Der Materialaufwand beinhaltet ausschließlich Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren.

Im Materialaufwand sind keine Fremdwährungsgewinne bzw. -verluste enthalten (Vorjahr Fremdwährungsverluste in Höhe von Mio. € 1).

Personalaufwand

Mio. € GJ 2015 GJ 2016
Löhne und Gehälter 641 676
soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 138 151
  779 827

Durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer:

GJ 2015 GJ 2016
Arbeitnehmer 92.147 90.129
davon Angestellte und Arbeitnehmer, Vollzeit 51.256 51.785
davon Angestellte und Arbeitnehmer, Teilzeit 22.136 19.428
davon Zeitungsausträger 18.755 18.916
Auszubildende 168 161
  92.315 90.290

Umgerechnet auf Vollzeitkräfte (ohne Zeitungsausträger) wurden im Geschäftsjahr 2016 durchschnittlich 59.864 (Vorjahr 59.672) Mitarbeiter beschäftigt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungsverluste in Höhe von Mio. € 6 (Vorjahr Mio. € 6) sowie sonstige Steuern in Höhe von Mio. € 47 (Vorjahr Mio. € 47) enthalten.

Zudem sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Mio. € 10 (Vorjahr Mio. € 9) enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Verluste aus Anlageabgängen.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den Zinsen und ähnlichen Erträgen betreffen Mio. € 2 (Vorjahr Mio. € 0) periodenfremde Erträge.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen Mio. € 1 (Vorjahr Mio. € 1) periodenfremde Aufwendungen.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen in Höhe von Mio. € 1 (Vorjahr Mio. € 1) aus der Aufzinsung von Rückstellungen enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Posten beinhaltet periodenfremde Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von Mio. € -6 (Vorjahr Mio. € -66).

Sonstige Angaben

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken wurden von den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Die Ermittlung der Marktwerte für alle derivativen Finanzinstrumente erfolgte nach allgemein anerkannten Bewertungsmethoden.

Zum Bilanzstichtag bestanden Zinssicherungsgeschäfte (CAPs) mit einem Nominalvolumen von Mio. € 3.000. Die CAPs, die in den Finanzanlagen ausgewiesen sind, besaßen am Bilanzstichtag einen Marktwert in Höhe von Mio. € 2. Die CAPs wurden in Vorjahren vollständig abgeschrieben, da nicht davon auszugehen war, dass die vereinbarte Zinsobergrenze im Absicherungszeitraum zur Anwendung kommt. An dieser Einschätzung ergab sich in diesem Geschäftsjahr keine Änderung.

Für Swap-Vereinbarungen mit einem Nominalvolumen von Mio. € 248 wurden auf Einzelvertragsebene Bewertungseinheiten gebildet. Für sämtliche Bewertungseinheiten stimmten während der gesamten Laufzeit des jeweiligen Derivats die wesentlichen bewertungsrelevanten Konditionen in Grund- und Sicherungsgeschäft überein. Damit lagen hochwirksame Sicherungsbeziehungen vor, aus denen während der Laufzeit der Sicherungsbeziehung keine bilanziell relevanten Unwirksamkeiten entstanden sind.

Mio. € Nominalvolumen Marktwert
Zinsswaps 108 1
Cross-Currency-Swaps 89 7
Währungsswaps 51 1
  248 9

Zur Absicherung von Währungsrisiken wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Das Nominalvolumen aller Devisentermingeschäfte betrug am Bilanzstichtag Mio. € 92. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgte zu Marktwerten. Der Marktwert aller Devisentermingeschäfte betrug zum Bilanzstichtag saldiert Mio. € 0. Für negative Marktwerte wurden Drohverlustrückstellungen gebildet. Diese sind in den sonstigen Rückstellungen enthalten.

Honorare des Konzernabschlussprüfers

Die Honorare des Konzernabschlussprüfers für im Geschäftsjahr erbrachte Leistungen betrugen:

Mio. € GJ 2015 GJ 2016
Abschlussprüfung 0,2 0,2
sonstige Leistungen 0,1 0,1
  0,3 0,3

Nachtragsbericht

Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns wesentlich wären, sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Kreis der einbezogenen Unternehmen

Einbezogen wurden alle Gesellschaften, auf die ein beherrschender Einfluss ausgeübt werden konnte.

Der Kreis der einbezogenen Unternehmen zum 28. Februar 2017 ist im Folgenden tabellarisch dargestellt. Die mit 1 gekennzeichneten Gesellschaften wurden erstmalig einbezogen. Die mit 2 gekennzeichneten Tochterunternehmen nehmen die Erleichterungen des § 5 Abs. 6 PubIG i.V.m. § 264 Abs. 3 bzw. des § 264 Abs. 4 i.V.m. Abs. 3 HGB in Anspruch. Die 3 kennzeichnet die Tochterunternehmen, die die Erleichterungen des § 264b HGB in Anspruch nehmen.

Bei den ausgeschiedenen Unternehmen ist das Vermögen durch Anwachsung bzw. Verschmelzung innerhalb des Konzerns verblieben.

Die Veränderung des Konsolidierungskreises hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Vergleichbarkeit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

 

Neckarsulm, den 2. Juni 2017

Familienstiftung Schwarz

Patrick Kaudewitz, Vorstand

 

Familienstiftung Schwarz

Frank Schumann, Vorstand

 

Kaufland Geschäftsführungs-GmbH

Patrick Kaudewitz

 

Kaufland Geschäftsführungs-GmbH

Frank Schumann, Geschäftsführer

 

PVG Geschäftsführungs-KG

Hermann-Josef Hoffmann, Geschäftsführer der PVG Geschäftsführungs- und Verwaltungs-GmbH (phG)

Kreis der einbezogenen Unternehmen

Name der Gesellschaft Sitz
Vollkonsolidierung (100% Anteilsbesitz)      
Kaufland Stiftung & Co. KG   Neckarsulm Deutschland
B & F Warenhandel GmbH   Neckarsulm Deutschland
Beta International GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
FMRS Warenhandel GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Kaufland Bulgarien Beteiligungs-GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Kaufland Bulgarien Warenhandel GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Kaufland Moldau Beteiligungs-GmbH   Neckarsulm Deutschland
Kaufland Moldau Warenhandel GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Kaufland Kroatien LOG GmbH   Neckarsulm Deutschland
Kaufland Kroatien Warenhandel GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Kaufland Ost-Europa Beteiligungs-GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Kaufland Serbien Warenhandel GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Kaufland Rumänien Warenhandel GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Kaufland Slowenien Warenhandel GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Kaufland Tschechien Warenhandel GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
KMOR-C-Warenhandel GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
RAMSA Beteiligungs GmbH   Neckarsulm Deutschland
Kaufland Dienstleistung GmbH & Co. KG 2 Neckarsulm Deutschland
Absolut Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH   Neckarsulm Deutschland
Beta Finanz GmbH   Kreuzbruch Deutschland
Beta Finanz Zweite GmbH   Kreuzbruch Deutschland
Beta Finanz Dritte GmbH   Kreuzbruch Deutschland
famila Energie-Dienst GmbH   Pforzheim Deutschland
Grundstücksgesellschaft DoBo GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Grundstücksgesellschaft Duisburg, Friedrich-Ebert-Strasse mbH 2 Neckarsulm Deutschland
HANIS Grundbesitzverwaltung GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Kaufland 593 GmbH 2 Neckarsulm Deutschland
Kaufland Beta Mobilien Vermietung GmbH & Co. KG 3 Neckarsulm Deutschland
Kaufland Dienstleistung Geschäftsführungs-GmbH   Neckarsulm Deutschland
Mnemosyne Immobilien GmbH & Co. KG (94%)   München Deutschland
Rhume Lagergesellschaft mbh 2 Neckarsulm Deutschland
Kaufland Helios GmbH & Co. KG 2 Neckarsulm Deutschland
KL - 97 - Geschäftsführungs-GmbH   Neckarsulm Deutschland
KSTR-2 GmbH 1 Neckarsulm Deutschland
KSTR-3 GmbH 1 Neckarsulm Deutschland
Kaufland Česká republika v.o.s.   Prag Tschechien
Immo - Log - CZ Alpha Beta s.r.o.   Prag Tschechien
Kaufland Management CR s.r.o.   Prag Tschechien
Kaufland Slovenská republika v.o.s.   Bratislava Slowakei
Immo - Log - SK Alpha s.r.o.   Bratislava Slowakei
Kaufland Management SK s.r.o.   Bratislava Slowakei
KAUFLAND HRVATSKA k.d.   Zagreb Kroatien
Europa - upravljanje nekretninama d.o.o.   Zagreb Kroatien
Europa Alfa LOG d.o.o.   Zagreb Kroatien
Kaufland Management d.o.o.   Zagreb Kroatien
Kaufland Polska Markety Sp. z o.o. Sp. k.   Wroclaw Polen
Immo - Log - Retail Sp. z o.o.   Wroclaw Polen
Kaufland Polska Markety Sp. z o.o.   Wroclaw Polen
Kaufland Romania SCS   Bukarest Rumänien
Kaufland Romania S.R.L.   Bukarest Rumänien
Kaufland S.R.L.   Chisinau Republik Moldau
Kaufland Bulgaria EOOD & Co. KD   Sofia Bulgarien
Kaufland Bulgaria EOOD   Sofia Bulgarien
Kaufland Service EOOD   Sofia Bulgarien
MPTG Property Pty. Ltd. 1 Melbourne Australien
Assoziierte Unternehmen      
SG Finance & Treasury Limited (27,26% Anteilsbesitz, 50% Stimmrechte) 1 Dublin Irland
Im Geschäftsjahr aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedene Unternehmen      
POLIMAR 1 Sp. z o.o.   Wroclaw Polen
POLIMAR 13 Sp. z o.o.   Wroclaw Polen
POLIMAR 14 Sp. z o.o.   Wroclaw Polen
POLIMAR 6 Sp. z o.o.   Wroclaw Polen
POLIMAR 9 Sp. z o.o.   Wroclaw Polen
Immo - Log - Polus Sp. z o.o.   Wroclaw Polen
KL - 95 - Geschäftsführungs-GmbH   Neckarsulm Deutschland
Management RS d.o.o.   Belgrad Serbien
B & F RS Maloprodaja KD   Belgrad Serbien

Konzernlagebericht

Grundlagen des Konzerns

Wirtschaftsbericht

Geschäftsentwicklung

 

Ertragslage

 

Vermögenslage

 

Finanzlage

Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen

Chancen- und Risikobericht

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Prognosebericht

Grundlagen des Konzerns

Geschäftstätigkeit

Der Konzern ist ein international agierendes Handelsunternehmen und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr unter der Marke "Kaufland" Einzelhandelsumsätze in sechs Ländern innerhalb Mittel- und Osteuropas erzielt.

Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1

Die Konjunktur in der Europäischen Union hat sich annähernd dem Vorjahr entwickelt und konnte einen Anstieg um 1,8% verzeichnen. Diese Entwicklung wurde vor allem durch die binnenwirtschaftliche Nachfrage getragen. Der private Konsum nahm weiter deutlich zu, insbesondere aufgrund steigender Beschäftigung und gesunkener Energiepreise. Die Unternehmensinvestitionen entwickelten sich trotz anhaltend günstiger Finanzierungsbedingungen nur moderat. Die Arbeitslosenquote sank im Euroraum von 10,9% auf 10,0%.

Im Jahresverlauf 2016 erhöhten sich die Energie- und Rohstoffpreise, so dass die Verbraucherpreise sowohl im Euroraum als auch in der Europäischen Union knapp über Vorjahresniveau lagen.

Die konjunkturelle Entwicklung fiel in den einzelnen Ländern der Europäischen Union sehr unterschiedlich aus. Während in Deutschland ein Wirtschaftswachstum von 1,8% erzielt wurde, verzeichnete die Wirtschaftsleistung in den osteuropäischen Mitgliedstaaten erneut höhere Zuwächse im Vergleich zum Euroraum. Insbesondere in Bulgarien und Rumänien verzeichnete die Wirtschaftsleistung ein etwa doppelt so hohes Wachstum.

Branchenentwicklung im Einzelhandel

Die Umsätze im Einzelhandel der Europäischen Union profitierten von der konjunkturellen Erholung und stiegen um 2,8%. In Rumänien und Polen konnten die höchsten Zuwächse verzeichnet werden, während Deutschland unter dem Niveau der Europäischen Union lag.

Die positive Entwicklung zeichnete sich auch bei den Umsätzen im Lebensmitteleinzelhandel in der Europäischen Union ab. Der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre konnte beibehalten und der Umsatz in 2016 um 1,9% gesteigert werden. Die Entwicklung der Umsätze im Lebensmitteleinzelhandel liegt in Rumänien (13,3%), Bulgarien (10,6%) und Slowakei (4,2%) weit über dem Durchschnitt der Europäischen Union.

1 Die Angaben beruhen auf der Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2017 vom 12.04.2017 der Arbeitsgemeinschaft deutscher wirtschaftswissenschaftlicher Forschungsinstitute.

Verbraucherpreise, Einzelhandels- sowie Lebensmitteleinzelhandelsumsätze

(Veränderung gegenüber dem Vorjahr)

Verbraucherpreise 2 Einzelhandel 3
in % in %
2015 2016 2015 2016
Deutschland 0,1 0,4 2,9 1,4
Slowakei -0,3 -0,5 1,7 2,2
Euroraum 0,0 0,2 2,7 1,9
Kroatien -0,3 -0,6 3,6 1,5
Polen -0,7 -0,2 6,6 6,0
Tschechien 0,3 0,6 5,9 5,1
Rumänien -0,4 -1,1 8,8 13,3
Bulgarien -1,1 -1,3 0,8 3,8
Europäische Union 0,0 0,3 3,3 2,8
Lebensmitteleinzelhandel 4
in %
2015 2016
Deutschland 2,4 1,2
Slowakei 2,3 4,2
Euroraum 1,7 1,3
Kroatien 2,4 -4,3
Polen 4,7 3,1
Tschechien 4,1 2,7
Rumänien 19,1 13,3
Bulgarien -1,9 10,6
Europäische Union 2,0 1,9

2 Harmonisierter Verbraucherpreisindex.
3 Einzelhandelsumsätze ohne Handel mit Kraftfahrzeugen; entnommen aus den Angaben des statistischen Amtes der EU (EuroStat) mit Stand 10.04.2017.
4 Einzelhandelsumsätze mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren; EuroStat mit Stand 10.04.2017.

Geschäftsentwicklung

Ertragslage

Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr von Mrd. € 8,5 auf Mrd. € 9,0 gesteigert werden, was einem Zuwachs um Mrd. € 0,5 oder 5,7% entspricht.

GJ 2015 GJ 2016 Veränderung
Mio. € Mio. € absolut in %
Umsatzerlöse 8.498 8.983 485 5,7
Materialaufwand 5.720 6.000 280 4,9
Rohertrag 2.778 2.983 205 7,4
Rohertragsquote 32,7% 33,2%    
Personalaufwand 779 827 48 6,2
sonstiger Aufwand abzgl. Ertrag 1.182 1.316 134 11,3
EBITDA 817 840 23 2,8
Umsatzrentabilität EBITDA 9,6% 9,4%    
Abschreibungen 401 396 -5 -1,2
EBIT 416 444 28 6,7
Umsatzrentabilität EBIT 4,9% 4,9%    
Zinsaufwand abzgl. Zinsertrag 33 25 -8 -24,2
Ertragsteuern 10 65 55 >100,0
Konzernjahresüberschuss 373 354 -19 -5,1
Umsatzrendite 4,4% 3,9%    

Rohertrag

Der Rohertrag erhöhte sich von Mio. € 2.778 auf Mio. € 2.983. Bezogen auf die Umsatzerlöse erhöhte sich die Rohertragsquote von 32,7% auf 33,2%.

EBIT

Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um Mio. € 28 auf Mio. € 444. Die Umsatzrentabilität EBIT liegt mit 4,9 % auf Vorjahresniveau.

Konzernjahresüberschuss

Der Konzernjahresüberschuss verminderte sich um Mio. € 19 auf Mio. € 354. Die Umsatzrendite hat sich entsprechend von 4,4% auf 3,9% reduziert.

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen stieg von Mio. € 7.735 auf Mio. € 8.614. Das entspricht einer Steigerung von 11,4%.

29.02.2016 28.02.2017
Mio. € % Mio. € %
Anlagevermögen 5.412 70,0 6.374 74,0
Immaterielles Vermögen 3 0,0 1 0,0
Sachanlagen 5.207 67,4 5.278 61,3
Finanzanlagen 202 2,6 1.095 12,7
Umlaufvermögen 2.317 29,9 2.233 25,9
Vorräte 559 7,2 552 6,4
Forderungen 1.107 14,3 1.157 13,4
Liquide Mittel 651 8,4 524 6,1
Rechnungsabgrenzungsposten 6 0,1 7 0,1
Gesamtvermögen 7.735 100,0 8.614 100,0
Veränderung
Mio. € %
Anlagevermögen 962 17,8
Immaterielles Vermögen -2 -66,6
Sachanlagen 71 1,4
Finanzanlagen 893 >100,0
Umlaufvermögen -84 -3,6
Vorräte -7 -1,3
Forderungen 50 4,5
Liquide Mittel -127 -19,5
Rechnungsabgrenzungsposten 1 16,7
Gesamtvermögen 879 11,4

Investitionen

GJ 2015 GJ 2016 Veränderung
Mio. € Mio. € absolut in %
Investitionen 553 1.389 836 >100,0
Investitionen in Sachanlagen 552 496 -56 -10,1
davon in Immobilien 302 224 -78 -25,8

Im Geschäftsjahr 2016 lag das Investitionsvolumen in Sachanlagen mit Mio. € 496 unter dem Vorjahresniveau. Dabei betreffen Mio. € 224 Investitionen in Immobilien.

Der Anstieg im Finanzanlagevermögen resultiert aus der Beteiligung an der SG Finance & Treasury Limited, Dublin/Irland.

Das Umlaufvermögen ist mit einem Rückgang um Mio. € 84 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die wesentliche Veränderung ergab sich aus der Abnahme der liquiden Mittel.

29.02.2016 28.02.2017
Mio. € Mio. €
Eigenkapital 2.976 3.408
Anlagevermögen 5.412 6.374
Deckungsgrad I 55,0% 53,5%
lang- und mittelfristiges Fremdkapital 2.424 2.248
Deckungsgrad II 99,8% 88,7%

Im Geschäftsjahr 2016 wird das Anlagevermögen mit 53,5% durch Eigenkapital gedeckt (Deckungsgrad I). Unter Einbeziehung des lang- und mittelfristigen Fremdkapitals ergibt sich eine Anlagendeckung in Höhe von 88,7% (Deckungsgrad II).

Der durchschnittliche Warenbestand stieg im Geschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um Mio. € 9 auf Mio. € 544 an. Die durchschnittliche Umschlagshäufigkeit konnte auf 11,0 gesteigert werden.

GJ 2015 GJ 2016
Mio. € Mio. €
durchschnittlicher Warenbestand 535 544
Materialaufwand 5.720 6.000
durchschnittliche Lagerdauer in Tagen 33,7 32,6
durchschnittliche Umschlagshäufigkeit 10,7 11,0

Finanzlage

Der Konzern weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital von Mio. € 3.408 aus.

29.02.2016 28.02.2017
Mio. € % Mio. € %
Eigenkapital 2.976 38,5 3.408 39,6
lang- und mittelfristiges Fremdkapital 2.424 31,3 2.248 26,1
kurzfristiges Fremdkapital 2.332 30,2 2.954 34,3
Rechnungsabgrenzungsposten 3 0,0 4 0,0
Gesamtkapital 7.735 100,0 8.614 100,0
Veränderung
absolut %
Eigenkapital 432 14,5
lang- und mittelfristiges Fremdkapital -176 -7,3
kurzfristiges Fremdkapital 622 26,7
Rechnungsabgrenzungsposten 1 33,3
Gesamtkapital 879 11,4

Die Eigenkapitalquote konnte von 38,5% auf 39,6% erhöht werden. Ursache hierfür waren vo r allem die Thesaurierung wesentlicher Teile des Jahresüberschusses sowie Kapitaleinlagen der Gesellschafter.

Das lang- und mittelfristige Fremdkapital hat sich um Mio. € -176 auf Mio. € 2.248 verringert. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Das kurzfristige Fremdkapital nahm um Mio. € 622 zu. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen durch die Zunahme von Darlehens-verbindlichkeiten verursacht.

Liquidität

GJ 2015 GJ 2016 Veränderung
Mio. € Mio. € absolut in %
langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungen 553 524 -29 -5,2
mittelfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungen 1.819 1.671 -148 -8,1
kurzfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungen 297 387 90 30,3
Summe Verbindlichkeiten aus Finanzierungen 2.669 2.582 -87 -3,3
abzüglich liquide Mittel 651 524 -127 -19,5
Nettofinanzverschuldung 2.018 2.058 40 2,0

Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich im Geschäftsjahr 2016 um 2,0% auf Mio. € 2.058.

Plan-Ist-Vergleich

Im Vorjahr wurde von einer weiterhin positiven Unternehmensentwicklung ausgegangen. Aufgrund der Erweiterung des bestehenden Filialnetzes sowie gezielter Werbeaktionen konnten im Vergleich zum Vorjahr die Umsatzerlöse um Mrd. € 0,5 und damit wie geplant gesteigert werden. Der Konzernjahresüberschuss blieb dagegen unter Vorjahresniveau.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die positive Entwicklung der Einzelhandelsumsätze in Mittel- und Osteuropa spiegelte sich auch in der Geschäftsentwicklung des Konzerns wider. Die Umsätze konnten im Jahresvergleich um 5,7% erhöht werden.

Der Konzernjahresüberschuss sank von Mio. € 373 auf Mio. € 354 .

Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen

"Wir übernehmen in unserem täglichen Handeln ökonomische, soziale und ökologische Verantwortung". Gemäß diesem Grundsatz setzen wir uns kontinuierlich dafür ein, Nachhaltigkeit in den Bereichen Sortiment, Umwelt, Gesellschaft und Mitarbeiter zu verbessern.

Sortiment

Im Rahmen unserer Sortimentsgestaltung übernehmen wir aktiv Verantwortung für Mensch und Natur. Im Einkauf verschiedener Rohstoffe, wie beispielsweise Kaffee, Tee, Kakao, Palmöl sowie tierischer Erzeugnisse wie Fisch oder Schalentiere, setzen wir auf Nachhaltigkeit. Dabei arbeiten wir gezielt mit anerkannten Initiativen und Siegelorganisationen, wie beispielsweise "Fairtrade", "UTZ Certified", "Rainforest Alliance" oder "MSC", zusammen. Als Schnittstelle zwischen Hersteller und Kunde hat sich der Konzern freiwillig zur Einhaltung von Grundsätzen für faire Geschäftspraktiken im Lebensmittelhandel im Rahmen der europäischen "Initiative Lieferkette" verpflichtet.

Green Building

Unser verantwortungsvolles Handeln zeigt sich bereits beim Bau unserer Gebäude. Durch eine nachhaltige Bauweise können wir im späteren Betrieb der Filialen und Lager unseren Energiebedarf signifikant reduzieren und damit einen Beitrag zur Ressourcenschonung sowie zum Klimaschutz leisten. Wir setzen dabei neben hochwertigen Baustoffen mit optimalen Dämmeigenschaften auf LED-Beleuchtung zur Verminderung des Stromverbrauchs, den Einsatz von Kälte-Klima-Verbundanlagen zur Nutzung von Abwärme, Photovoltaikanlagen auf den Dächern und auf natürliche Kältemittel in den Kühlmöbeln.

Transport und Logistik

In der Logistik liegt der Fokus neben einer optimalen LKW-Auslastung und einem optimierten Tourenplan auf der LKW-Technik. Wir fördern Elektro-Mobilität und engagieren uns für den Klimaschutz. So unterstützen wir die Verkehrsinfrastruktur durch den Bau von Elektro-Tankstellen, die für unsere Kunden kostenlos zur Verfügung stehen. Für unsere Maßnahmen zur CO 2-Reduktion in der Logistik wurden wir mit dem "Lean and Green Star" ausgezeichnet.

Gesellschaftliches Engagement

Durch unterschiedliche Maßnahmen übernehmen und fördern wir auch außerhalb unseres Kerngeschäfts soziale Verantwortung. So werden beispielsweise soziale Einrichtungen durch Lebensmittelspenden unterstützt. Darüber hinaus engagieren wir uns im Rahmen zahlreicher weiterer Projekte für Mensch und Natur. Als Partner der Initiative "Deutschland rundet auf" werden des Weiteren soziale Projekte in Deutschland gefördert.

Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen 1 24

Mitarbeiter

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind einer unserer wichtigsten Erfolgsfaktoren. Daher betreibt der Konzern kontinuierliche Personalentwicklungsmaßnahmen sowie eine vorausschauende Personalpolitik.

Veränderung
GJ 2015 GJ 2016 absolut in %
Mitarbeiteranzahl 92.315 90.290 -2.025 -2,2
Mitarbeiteranzahl auf Vollzeitbasis 59.672 59.864 192 0,3

Im Geschäftsjahr 2016 waren im Konzern durchschnittlich 90.290 Mitarbeiter beschäftigt.

Einhaltung des Mindestlohns

Bereits 2010 hat das Unternehmen als erster Lebensmitteleinzelhändler einen internen Mindestlohn eingeführt, der kontinuierlich an die Arbeitsmarktsituation angepasst wird. In allen operativen Ländern, in denen ein gesetzlicher Mindestlohn besteht, übersteigen wir diesen in der Regel sowohl bei unseren Filial- als auch bei unseren Lagermitarbeitern.

Personalkennzahlen

Veränderung
GJ 2015 GJ 2016 absolut in %
Personalaufwand Mio. € 779 827 48 6,2
Personalaufwandsquote in % 9,2 9,2    
Umsatz je Vollzeitkraft T€ 142,4 150,1 7,7 5,4

Insgesamt stieg der Personalaufwand des Konzerns von Mio. € 779 auf Mio. € 827 und lag damit erwartungsgemäß über dem Vorjahr. Der Anstieg spiegelt im Wesentlichen die Entwicklung der Mitarbeiteranzahl auf Vollzeitbasis aufgrund gestiegener Umsätze sowie Lohn- und Gehaltsanpassungen wider. Bezogen auf den Umsatz ist die Personalaufwandsquote mit 9,2% auf Vorjahresniveau. Der Umsatz je Vollzeitkraft hat sich hingegen positiv entwickelt.

Chancen- und Risikobericht 1 25

Chancen- und Risikobericht

Branchenbezogene Chancen und Risiken

Als international agierender Einzelhändler ist der Konzern vor allem von der wirtschaftlichen und politischen Situation in den Ländern abhängig, in denen er tätig ist. Diese kann z. B. durch Schuldenkrisen oder Arbeitslosigkeit den privaten Konsum beeinträchtigen. Dadurch kann es zu Auswirkungen auf das Umsatzwachstum und das Ergebnis in dem jeweiligen Land kommen.

Um dem entgegen zu wirken, wird vor allem auf stärkere Werbeaktivitäten und ein noch attraktiveres Angebot im Bereich der Markenartikel sowie im Aktionsgeschäft gesetzt. Durch die internationale Ausrichtung wird die Abhängigkeit von der Entwicklung einzelner Märkte reduziert.

Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Die Liquidität des Konzerns wird kontinuierlich beobachtet, um Chancen und Risiken daraus frühzeitig zu erkennen. Über den erwirtschafteten Cash Flow sowie den Abschluss von Finanzkrediten wird die Liquiditätsversorgung sichergestellt.

Bei Wareneinkäufen in Fremdwährung wirken sich Wechselkursänderungen auf Zahlungsströme und Ergebnisse aus. Die Wechselkursentwicklungen werden hinsichtlich Chancen und Risiken laufend analysiert. Mögliche Risiken, die überwiegend aus dem Einkaufsvolumen in Fremdwährung resultieren, werden mit Devisentermingeschäften reduziert. Insgesamt bestanden am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von Mio. € 92.

Bei kurzfristigen Zinsbindungen kann ein verändertes Zinsniveau das Ergebnis beeinflussen. Die Zinsentwicklung wird aus diesem Grund kontinuierlich analysiert. Um mögliche Risiken daraus zu begrenzen, sind rd. 35% der Finanzkredite mit langfristigen Zinsbindungen versehen.

Weiterhin waren zum Bilanzstichtag Zinssicherungsgeschäfte in Form von CAP-Vereinbarungen über ein Nominalvolumen von insgesamt Mrd. € 3,0 abgeschlossen, deren Absicherungszeitraum noch rd. vier Jahre beträgt. Durch die vereinbarten Zinsgrenzen zwischen 4,5% bis 5,0% ist das Zinsänderungsrisiko des Konzerns begrenzt.

Lieferantenchancen und -risiken

Bei der Auswahl der Lieferanten und deren Waren können sich Reputationsrisiken ergeben. Durch die sorgfältige Überprüfung der Lieferanten sowie durch die Vorgabe von Qualitätsstandards und Zertifizierungen wird eventuellen Image-Schäden vorgebeugt. Um die Qualität der bezogenen Waren sicherzustellen, führt der Konzern selbst eine Vielzahl von Warenanalysen durch.

Weiterhin kann der Einzelhandel saisonalen Nachfrageschwankungen unterliegen. Längere Lieferzeiten oder Preiserhöhungen können zu möglichen Versorgungsengpässen führen. Aus diesem Grund werden Markt- und Ausfallrisiken laufend beobachtet bzw. neue Lieferanten akquiriert. Durch die Ausweitung des Lieferanten-Portfolios können Abhängigkeiten und Lieferengpässe minimiert und neue Produkte zur Kundengewinnung angeboten werden.

Personalchancen und -risiken

Bedingt durch die demografische Entwicklung und den immer intensiveren Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte, können sich Engpässe bei der Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ergeben.

Die weiterhin starke Expansion bietet die Chance, aus einer Vielzahl von geografischen Regionen qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Ein attraktives Arbeitsumfeld sowie regelmäßige Weiterbildungen schaffen Entwicklungsmöglichkeiten sowohl für die berufliche als auch die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter und tragen somit zu einer langfristigen Bindung an das Unternehmen bei.

Rechtliche und steuerliche Risiken

Rechtliche Risiken resultieren vor allem aus arbeits- und zivilrechtlichen Verfahren. Für diese Risiken wurde, sofern die Verpflichtung hinreichend konkretisiert ist, eine angemessene Risikovorsorge gebildet.

Steuerliche Risiken entstehen vornehmlich im Zusammenhang mit Außenprüfungen, in deren Verlauf Sachverhalte und Transaktionen unterschiedlich gewürdigt werden können. Die Risiken werden regelmäßig geprüft und bei hinreichender Konkretisierung durch Bildung einer Rückstellung berücksichtigt.

Informationstechnische Risiken

Die Anforderungen unserer Geschäftsprozesse an die Informationstechnologie (IT) steigen kontinuierlich, unter anderem durch neue Vertriebskanäle wie den Internethandel oder durch zunehmende Regulierung wie beispielsweise beim Datenschutz. Hieraus resultieren unterschiedliche Risiken, z. B. hinsichtlich der Verfügbarkeit (IT-Notfälle), Vertraulichkeit und Integrität von Informationen.

Daher wurde, angelehnt an das international anerkannte Rahmenwerk ISO/IEC 27001, ein Managementsystem zur Erkennung und Minimierung dieser Risiken etabliert. Modernste Sicherheitstechnologien werden zum Schutz der IT-Systeme und unserer Daten eingesetzt. Darüber hinaus wurden Vorkehrungen getroffen, um Ausfallzeiten unserer Systeme auf ein Minimum zu verkürzen.

Beurteilung der Gesamtrisiken

Auf den obersten Verantwortungs- und Entscheidungsinstanzen werden wesentliche Chancen und Risiken diskutiert und grundsätzliche Entscheidungen zur Risikovermeidung bzw. Risikoreduzierung getroffen, die durch die operativen Ebenen umgesetzt und durch die interne Revision überwacht werden.

Aus derzeitiger Sicht ergeben sich keine erkennbaren Risiken, die eine direkte Auswirkung auf den Fortbestand und die Liquidität des Konzerns haben. Grundlegende Änderungen der Risikolage werden derzeit nicht erwartet.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der Kaufland Stiftung & Co. KG dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der externen Rechnungslegung, indem mögliche Risiken, die zu einem fehlerhaften Abschluss führen können, erkannt und minimiert werden. Das interne Kontrollsystem unterteilt sich dabei in vorgelagerte Steuerungskontrollen, Kontrollen im Rahmen des Abschlusserstellungs- bzw. Konsolidierungsprozesses sowie in unabhängige Kontrollen durch interne bzw. externe Revisoren.

Kontrollen im Rahmen des Steuerungsprozesses

Kern der Kontrollen im Rahmen des Steuerungsprozesses sind die gruppenweit gültigen Bilanzierungs- und Konsolidierungsrichtlinien. Diese werden jährlich überarbeitet, mit dem Abschlussprüfer abgestimmt und den dezentralen Landeseinheiten vorgestellt. Innerhalb dieser Richtlinien werden gruppenweite Mindestvorgaben zur Durchführung von rechnungslegungsbezogenen Kontrollen definiert, die von den jeweiligen Landeseinheiten zu berücksichtigen sind. Weiterhin wird zur Planung und Steuerung der Abschlusserstellung ein zentraler Terminplan definiert. Dabei werden die Erstellungs- und Prüfungszeiträume mit den dezentralen Landeseinheiten und mit dem Abschlussprüfer im Vorfeld abgestimmt. Die Termineinhaltung wird zentral überwacht, so dass jederzeit eine Statusverfolgung der Abschlusserstellung sichergestellt ist.

Um die Sicherheit der Informationstechnik zu gewährleisten, sind Zugriffsregelungen in den rechnungslegungsbezogenen EDV-Systemen definiert, die zentral verwaltet werden. Durch die zentrale Vergabe von Berechtigungen wird sichergestellt, dass die Nutzer nur auf die Systeminformationen Zugriff haben, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen.

Kontrollen im Rahmen des Abschlusserstellungs- und Konsolidierungsprozesses

Die Erstellung der Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen erfolgt in SAP ERP-Systemen. Haupt- und Nebenbuchhaltungen, wie zum Beispiel die Anlagen- oder die Warenbuchhaltung, sind organisatorisch getrennt. Durch die konsequente Umsetzung von Funktionstrennungen in Verbindung mit definierten Genehmigungsprozessen wird das Vier-Augen-Prinzip bei allen wesentlichen rech nu ngslegungsrelevanten Prozessen gewährleistet.

Die originäre Erstellung des Abschlusses der Kaufland Stiftung & Co. KG erfolgt in einem zentralen SAP-Konsolidierungssystem (SAP SEM-BCS). Die Datenbereitstellung aus den SAP ERP-Systemen erfolgt durch automatisierte Datenflüsse ohne die Möglichkeit manueller Eingriffe. Im SAP SEM-BCS werden auf allen Ebenen des Erstellungsprozesses umfangreiche Prüf- und Validierungsroutinen durchgeführt. Darüber hinaus werden die einzelnen Konsolidierungsschritte sowohl systemtechnischen als auch manuellen Kontrollen unterzogen, die in einem SAP basierten Risiko- und Kontrollsystem hinterlegt sind. Diese Kontrollen werden jährlich überarbeitet und stehen dem Abschlussprüfer zur Verfügung. Weiterhin werden vom Abschluss der Kaufland Stiftung & Co. KG Analysen erstellt und Veränderungen einzelner Positionen im Vergleich zum Vorjahr auf Plausibilität geprüft.

Interne Revision

In Abstimmung mit den Vorständen entwickelt die Interne Revision einen jährlichen Prüfungsplan, der rollierend die wesentlichen Führungs- und Geschäftsprozesse beinhaltet. Darin enthalten ist die Prüfung des Abschlusserstellungsprozesses in jährlich wechselnden Ländern. Die Prüfung erfolgt dahingehend, ob die gruppenweit vorgegebenen Mindestvorgaben an Kontrollen durchgeführt und die Bilanzierungs- und Konsolidierungsrichtlinien angewendet wurden.

Externe Prüfung

Der zentrale Abschlussprüfer der Kaufland Stiftung & Co. KG prüft im Vorfeld die Bilanzierungs- und Konsolidierungsrichtlinien und stellt sie den dezentralen Abschlussprüfern zur Verfügung. Diese prüfen die wesentlichen Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen daraufhin, ob die anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften eingehalten wurden und bestätigen schriftlich deren vollständige Anwendung. Danach prüft der zentrale Abschlussprüfer den Abschluss der Kaufland Stiftung & Co. KG und erteilt den Bestätigungsvermerk.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 5

Die konjunkturelle Erholung in der Europäischen Union wird sich in 2017 voraussichtlich auf gleichem Niveau fortsetzen. Der private Konsum wird durch steigende Einkommen und geringere Arbeitslosigkeit auch weiterhin eine wichtige Stütze der Konjunktur sein. Das Wirtschaftswachstum wird durch politische Risiken beeinflusst. Insgesamt kann trotzdem mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 1,9% für die Europäische Union gerechnet werden.

Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiterhin in einem moderaten Aufschwung. Der private Konsum, der vom anhaltenden Beschäftigungsaufbau und höheren Einkommen profitiert, wird voraussichtlich um 1,1% steigen. Auch die zunehmenden Exporte und die Investitionstätigkeit werden zum Produktionszuwachs beitragen. Das Bruttoinlandsprodukt wird in 2017 voraussichtlich um 1,8% zulegen.

Entwicklung des Konzerns

Aufgrund einer positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Europa ist die Geschäftsleitung der Kaufland Stiftung & Co. KG zuversichtlich, auch im Geschäftsjahr 2017 die positive Unternehmensentwicklung fortsetzen zu können. Für das Geschäftsjahr 2017 werden ein moderates Umsatzwachstum sowie ein stabiles Jahresergebnis erwartet. Um dies zu erreichen wird nach wie vor auf eine konsequente Modernisierung und Erweiterung des bestehenden Filialnetzes gesetzt.

 

Neckarsulm, den 2. Juni 2017

5 Die Angaben beruhen auf der Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2017 vom 12.04.2017 der Arbeitsgemeinschaft deutscher wirtschaftswissenschaftlicher Forschungsinstitute.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der Kaufland Stiftung & Co. KG, Neckarsulm, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzernanhang -und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. März 2016 bis 28. Februar 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 14 PubIG i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Heilbronn, 7. Juni 2017

Ernst & Young GmbH
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