Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 736759
Eingetragen
17.6.2020
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaftenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Die Entwicklung, der Vertrieb, die Einführungsberatung und die Schulung von Software-Lösungen vor allem im Bereich Corporate Governance, Compliance und Risk Management unter besonderer Berücksichtigung der Integration zu führenden ERP- und Business Intelligence Systemen. Ebenfalls Unternehmensgegenstand ist die Vermittlung, Weiterentwicklung, Einführungsberatung und Schulung von Fremdsoftware und eventuell notwendiger Hardware/Systemsoftware zur Sicherstellung von ganzheitlichen Systemlösungen.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Harald TschiraAGUTH Holding GmbH
50.00%
Udo TschiraAGUTH Holding GmbH
50.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
3.959.332 €
76.32%
Germany
1.228.763 €
23.68%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

zetVisions GmbH

Heidelberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für 2023

Allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Deutschland ist in 2023 in eine Rezession gerutscht. Das Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt) fiel um -0,3% im Vergleich zum Vorjahr geringer aus. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2022 bereits geringer aus, 2023 kam es sodann zu einer Rezession. Im Jahreswirtschaftsbericht 2024 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz geht der Wirtschaftsminister Robert Habeck davon aus, dass sich die wirtschaftliche Lage im Jahresverlauf stabilisiert, mit einer deutlichen Erholung sei aber nicht zu rechnen. Gründe dafür seien vielfältig und reichen vom Krieg in der Ukraine, über den Konflikt in Nahost bis hin zur Inflations- und Zinspolitik der EZB.

Markt für Beteiligungsmanagement-Produkte

zetVisions entwickelt und vertreibt Softwareanwendungen für das wissensintensive Gebiet Beteiligungsmanagement. Die Beteiligungsmanagement-Lösungen bieten erhöhte Transparenz in den verschiedenen Geschäftsprozessen und im Informationsmanagement und helfen Unternehmen bei der Verwaltung, dem Controlling und der Steuerung ihrer häufig umfangreichen Beteiligungsportfolios. Laut durchgeführter Kundenbefragungen in den Vorjahren sind die Auswertbarkeit von Beteiligungsdaten und die Nutzung der gleichen Daten im Konzern sowie die wachsenden Anforderungen an gesetzliche Meldepflichten und deren elektronische Einreichung die Hauptgründe für eine Investition in die zetVisions-Software. Die notwendige Aktualität und Verlässlichkeit lässt sich ohne Softwareunterstützung nicht mehr gewährleisten.

Die gedämpfte Stimmung in der Wirtschaft und der Wegfall von Förderungen für die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes trägt dazu bei, dass viele Unternehmen und Organisationen in der Region DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) ihre IT Budgets nicht erhöhen. Es kommt aber auch nicht zu massiven Kürzungen. Unternehmen investieren jetzt einen größeren Anteil der IT Budgets in die Implementierung und Entwicklung neuer Systeme, während der öffentliche Bereich an dieser Stelle kürzen muss. Die Ziele für die IT sind in diesem Jahr die Erhöhung von Sicherheit und Geschwindigkeit sowie die bessere Integration von Anwendungen und Systemen. Das zeigen Ergebnisse der diesjährigen IT-Trends-Studie von des Beratungshauses Capgemini. Trotz unsicherer Konjunkturaussichten werden die meisten Projekte fortgeführt und Unternehmen investieren weiterhin in neue Technologien. Die Prognosen für 2025 lauten ähnlich. Darüber hinaus zeichnet sich ab, dass die Wirtschaft ihren Budgetanteil für die Entwicklung und Implementierung neuer, zusätzlicher Anwendungen und Systeme erhöht. Unternehmen investierten im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld in die Modernisierung bestehender Systeme, als in die Implementierung neuer Anwendungen und Systeme.

Als weitere relevante Fokusthemen benennt die Capgemini IT Trends Studie 2024 die Nutzung intelligenter Technologien und ein steigender Anteil an Cloud Services. Von den 26 abgefragten Technologien und Methoden schreiben CIOs in diesem Jahr dem Sicherheitskonzept Zero Trust, dem Schutz gegen Angriffe mit KI-Lösungen, Multicloud-Lösungen, Generativer Künstlicher Intelligenz sowie intelligenter Prozessautomatisierung die höchste Bedeutung zu.

Prozessoptimierungen sowie eine größere Aktualität, eine höhere Verlässlichkeit und eine bessere Transparenz gesellschaftlicher Daten für die Mitarbeiter im Unternehmen bei der Bereitstellung von beteiligungsrelevanten Informationen über Abteilungen und Systeme hinweg, aber auch eine erhebliche Kostenreduktion durch Standardisierung zählen zu den meistgenannten Gründen bei der Entscheidung, eine Standardsoftware zu implementieren. Auch die fortschreitende Digitalisierung im Rahmen von gesetzlichen Meldepflichten rund um den Anteilsbesitz ist als Treiber für eine Implementierung zu nennen.

Markt für Stammdatenmanagement-Produkte

Die zetVisions entwickelt und vertreibt Softwareanwendungen für Stammdatenmanagement. Die Software bietet Unternehmen einen "Single Point of Truth" (SPoT), also ein zentrales Management von Stammdaten in all seinen Facetten (z.B. Finanz-, Lieferanten-, Kunden- Material- und frei definierbare Stammdaten). Die Anwendung verbessert damit die Qualität und Aktualität der Stammdaten über die gesamten Geschäftsprozesse hinweg. Gleichzeitig implementieren Unternehmen einen einheitlichen und kontrollierten Ablauf, also eine Data Governance für die Pflege ihrer Stammdaten. Immer wichtiger wird dabei, interne Prozesse korrekt abzubilden.

Unternehmen sind heute datengetrieben. Es gibt praktisch keinen Prozess ohne Daten. Daten treiben und steuern Prozesse. Es kommt hinzu, dass sich die Anforderungen an Unternehmen rasant ändern. Diesem Änderungsdruck können nur die Unternehmen erfolgreich begegnen, die in der Lage sind, mit hoher Prozess- und Datenqualität schnell zu reagieren. Nach nunmehr neun Jahren an der Spitze der IT Trends wird das Stammdaten- und Datenqualitätsmanagement in diesem Jahr abgelöst durch den Top Trend Datensicherheit und Datenschutz. Datenqualitätsmanagement bildet in diesem Jahr den zweit wichtigsten IT Trend und bleibt damit weiterhin sehr wichtig. Dieses Management von Daten ist im Einklang mit der stabilen Bedeutung der Data Governance, welches zum zweiten Jahr in Folge den dritten Platz einnimmt. Die "datengesteuerten Kultur" hat sich etabliert, verliert aber in diesem Jahr an Bedeutung und fällt in diesem Jahr von Platz zwei auf den vierten Platz zurück. Seit Einführung in den Trendmonitor im Jahr 2019, rangiert dieser Trend immer unter den Top fünf und behält damit weiterhin seine Bedeutung. Dies lässt sich durch das wachsende Bewusstsein erklären, dass die Förderung einer "datengesteuerten Kultur" entscheidend ist, um das volle Datenpotenzial eines Unternehmens auszuschöpfen.

Trotz einer sich abkühlenden Weltwirtschaft bleibt die IT-Trend Spitze nahezu unverändert. Neben des neuen Trends Datensicherheit und Datenschutz, belegen weiterhin die Themen Stammdaten- und Datenqualitätsmanagement sowie Data Governance und "datengesteuerte Kultur" die darauffolgenden Plätze der IT-Trends 2024 in der Studie "BARC BI Trend Monitor 2024". Die Stabilität dieses Trends zeigt, dass es für Organisationen nach wie vor von hoher Relevanz ist, eine gute Datenqualität zu erreichen, spiegelt aber auch die Tatsache wider, dass viele Unternehmen diese Ziele bislang noch nicht erreicht haben. Dieser Trend stellt für Organisationen eine langfristige Mission dar, die mit der Notwendigkeit einer guten Data Governance eng verzahnt ist, welche in der Studie auch in diesem Jahr den dritten Platz belegt.

Laut der Studie "IT-Trends 2024" des Beratungshauses Capgemini, ist die Nutzung intelligenter Technologien eines der Fokusthemen für 2024. Eine Voraussetzung dafür sind Daten. In Unternehmen und Behörden können immer weniger Daten organisationsweit genutzt werden: Ihr Anteil ist von durchschnittlich 53 auf 41 Prozent gefallen. Die Ursachen sind Datensilos sowie Gesetzesvorgaben und interne Vorschriften. Der Wandel zur Data-driven Organization könnte das Problem verringern oder lösen.

Gerade beim Umstieg auf SAP S/4HANA mit dem sogenannten Greenfield-Ansatz (Grundlegende Neuplanung eines Systems mit Neudefinition der Prozesse) oder aber mit dem Brownfield-Ansatz (Umstellung eines bestehenden ERP-Systems auf SAP S/4HANA mit Übertragung bestehender Prozesse) kann zetVisions SPoT bei der Sicherstellung der Datenqualität und der Zusammenführung der Stammdaten aus der alten SAP R/3 Welt in die neue SAP S/4HANA Welt unterstützen. Als Beispiel dient hier der SAP Geschäftspartner.

Geschäft und Strategie

Die in 2022 initiierten Maßnahmen und Investitionen in die Wachstumsstrategie wurden in 2023 fortgeführt und umgesetzt. Der Mitarbeiteraufbau ist dabei entscheidend. Ressourcen und damit Kapazität konnte in nahezu allen Bereichen aufgebaut und verstärkt werden. Neukundenabschlüssen konnten im Beteiligungs- und Stammdatenmanagement mit namhaften Unternehmen abgeschlossen werden. Dabei hat sich das Verhältnis der Neukunden- zu Bestandskunden Lizenzumsätze erneut in Richtung Erstlizenzierung verschoben. In 2023 konnten mit Neukunden 74,8 % (VJ. 68,8 %) der Lizenzerlöse realisiert werden. Über den Ressourcenaufbau und die verbesserte fakturierbare Auslastung konnte der Beratungserlös deutlich gegenüber Vorjahr um 23,5 % gesteigert werden. Auch Wartungserlöse konnten gegenüber Vorjahr um 6,4% wachsen. Der Rückgang in den Lizenzerlöse (-37,8%) ist der Grund für das geringere Wachstum gegenüber Plan. Entsprechende Maßnahmen wurden bereits umgesetzt, sodass der Vertrieb in 2024 wieder auf Wachstumskurs ausgerichtet ist.

Die zetVisions Produkte zum Beteiligungsmanagement (zetVisions CIM, zetVisions AMI und zetVisions Insighter) wurden in Abstimmung mit der Bestandskundenbasis weiterentwickelt. In allen Produkten konnten Neuerungen in den fertiggestellten Releases, oder sogenannten Service Packs (Zwischenstände) an die Bestandskunden ausgeliefert werden. Dabei ist zetVisions Insighter das erste der drei Produkte, welches als SaaS (Software as a Service) angeboten wird. Neben einem klassischen Lizenzverkauf wurde ein Modell zur Subscription (Miete) erarbeitet, dies kann alternativ angeboten werden. Lizenzverkäufe 2023 aller Produkte, sowohl an Neu- als auch an Bestandskunden, belegen das Vertrauen der Kunden in unsere Produktstrategie. Über das "Customer Success Management" wurde die Zusammenarbeit mit den Bestandskunden intensiviert Neben zwei Usergroups wurden Arbeitskreise etabliert, um die Produkte mit direktem Feedback weiter zu verbessern, aber auch die Nutzung von zetVisions Produkten bei den Bestandskunden zu intensivieren oder auszubauen.

zetVisions SPoT (Single Point of Truth), unser Produkt zum Stammdatenmanagement, wurde auch in 2023 mit Unterstützung externer Ressourcen intensiv weiterentwickelt.

Der Fokus wurde dabei auf Stabilität und Performance im Produkt gelegt. Positive Rückmeldung der Bestandskunden zum Jahresende bestätigen gute Lösungen gefunden zu haben. Die Anbindung von Partnerservices im Standard konnte fertiggestellt werden. Zum Beispiel können externe Services zur Adressvalidierung an unsere Produkte zetVisions CIM und SPoT angebunden werden. Die Datenpflege über mobile Endgeräte wurde ebenfalls weitergeführt. Teile des Stammdaten- und Beteiligungsmanagements über die SAP BTP (Business Technology Plattform) nutzbar machen zu können, wurden erfolgreich getestet.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Mitarbeiterzahl von durchschnittlich 90 auf 118 Mitarbeiter gesteigert werden. Für den Recruiting Prozess hat der in 2022 eingeschlagene Weg der Transformation in Richtung Selbstorganisation u.a. mit Hinblick auf "New Work" weitere Argumente geliefert, Talente gewinnen zu können. Die meisten Teams arbeiten bereits selbstorganisiert, wenngleich der Weg in 2024 nicht abgeschlossen sein wird. Im Jahr 2024 werden die Führungskräfte gezielt weitergebildet, um die Selbstorganisation in allen Bereichen bestmöglich unterstützen zu können. Ziel der Transformation bleibt es die Produktivität, die Innovationskraft, aber auch die Mitarbeiterzufriedenheit in den Teams im Rahmen von Selbstorganisation weiter zu steigern.

Die Wachstumsstrategie mit Fokus auf Stammdatenmanagement wird weitergeführt. Über den Ausbau des Partnerökosystems wird diese Wachstumsstrategie sowohl vertriebs- als auch implementierungsseitig unterstützt. Die Vertriebspipeline für 2024 im Vergleich zum Vorjahr ist qualitativ hochwertiger.

Ertrags- und Finanzlage

Der Nettoumsatz im Jahr 2023 betrug TEUR 10.382 und konnte gegenüber dem Vorjahr um 1,9 % gesteigert werden. Das im Vorjahr prognostizierte Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich wurde dabei deutlich verfehlt. Die Bruttoumsätze setzen sich im Wesentlichen aus Lizenzerlösen (TEUR 1.256), Wartungserlösen (TEUR 6.111) und Beratungserlösen (TEUR 2.987) zusammen. Bei den Lizenzerlösen liegt das Verhältnis zwischen Neu- und Bestandskunden bei 74,8% (VJ. 68,8%) zu 25,2 % (VJ. 31,2 %).

Die Gesellschaft weist in 2023 ein Ergebnis nach Steuern von TEUR -2.340 nach TEUR -1.458 im Vorjahr aus. Das negative Ergebnis resultiert weiterhin aus den Investitionen in die Weiterentwicklung und Wachstumsstrategie des Unternehmens. Entsprechend sind die Kosten für Personal, und externe Dienstleister deutlich gestiegen. Die Steigerung der Kosten wird gemäß Planung in 2024 nicht analog fortgesetzt. Es wird in nur geringem Umfang weiter investiert. Zunächst werden in 2024 die Potentiale aller Mitarbeiter gehoben und der Umsatz entwickelt. Höchste Kostenpositionen 2023 sind Personalaufwendungen (TEUR 9.692), gefolgt von Fremdleistungen für externe Ressourcen zur Weiterentwicklung der Produkte (TEUR 1.371), Mietaufwendungen (TEUR 766), als auch Werbekosten (TEUR 436). Vor dem Hintergrund des weiteren Personalaufbaus in 2023 sind die Kosten für Löhne und Gehälter um TEUR 1.592 oder 24,8% gestiegen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR -1.375 und ist damit gegenüber dem Vorjahr (TEUR 214) um TEUR 1.589 gesunken, was im Wesentlichen durch das um TEUR -881 verschlechterte Jahresergebnis sowie Effekte aus dem Bereich Rückstellungen (Abweichung TEUR 693) und Umlaufvermögen ohne flüssige Mittel mit einer Abweichung von TEUR +291 verursacht wurde. Dem steht ein Effekt aus der Veränderung der Verbindlichkeiten von TEUR 86 gegenüber. Aus den übrigen Bereichen ergibt sich eine Veränderung von TEUR -35.

Die Gesellschaft war in 2023 jederzeit dazu in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen der Gesellschaft beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 5.663. Hauptbestandteile sind nach der Aktivierung von Eigenleistungen mit der Fertigstellung des zetVisions CIM Rel. 4.0 in 2019, der Fertigstellung des zetVisions CIM Rel. 4.1 in 2021, sowie der Fertigstellung des zetVisions CIM Rel. 4.2 in 2023 immaterielle Vermögensgegenstände. Neuinvestitionen, über die normalen Ersatzinvestitionen hinaus, wurden in 2023 zur Herstellung eines offenen Raumkonzepts in den Büros getätigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber 2022 zurückgegangen (TEUR -376). Im Vorjahr wurde zum Jahresende ein Umsatz Peak erzielt. Rückstellungen sind im gleichen Zeitraum ebenfalls gesunden (TEUR - 692). Im Vorjahr wurde hier ein Sondereffekt abgebildet. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr gesunken (TEUR -120).

Die Eigenkapitalquote (75,8 %) hat sich gegenüber dem Vorjahr (75,7 %) unwesentlich verändert Somit ist das Anlagevermögen weiterhin vollständig durch Eigenkapital finanziert.

Die Liquiden Mittel sind im Geschäftsjahr um TEUR -3.855 von TEUR 7.545 auf TEUR 3.689 gesunken.

Risikobericht und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die zetVisions hat sich auf die Entwicklung, den Vertrieb und die Implementierung von Software in den Bereichen Beteiligungsmanagement und Stammdatenmanagement spezialisiert. Die Entwicklung der Geschäftstätigkeit wird von der Entwicklung des Softwaremarktes an sich und der Investitionsbereitschaft der Unternehmen in den Bereichen Prozesse, Data Governance, Compliance und Corporate Governance begünstigt. Investitionsstopps bei potenziellen Kunden im Bereich der IT-Budgets sowie eine zu zögerliche Erholung der generellen Konjunktur könnten direkte Auswirkungen auf die Umsatz-, Ertrags- und Liquiditätssituation des Unternehmens haben.

Laut der Roland Berger Studie "Die deutsche Konjunktur 2024" ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr (2022) sinkt das Bruttoinlandsprodukt sogar um 2,1 %. Auch für das Jahr 2024 seien angesichts geopolitischer Unsicherheiten und einer sich abkühlenden Weltwirtschaft ebenfalls keine nennenswerten Wachstumsimpulse zu erwarten. Für das Jahr 2024 geht das Roland Berger Institute von einem erneuten Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,1 % aus. Trotz offiziellem Ende der Corona-Pandemie war die Gesamtwirtschaftliche Lage geprägt durch Herausforderungen, wie die weiterhin hohen Energiepreise, gestiegene Materialkosten und gestiegene Zinsen. Darüber hinaus bleibt der Fachkräftemangel eines der drängendsten Probleme. Die Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft bleiben in 2024 weiterhin schwierig.

In 2023 fanden externe Veranstaltungen und Messen wieder wie vor der Pandemie statt. Diese sind für die Neukundengewinnung und den Pipeline Aufbau wichtig. Die deutsche Wirtschaft zeigt sich 2023 zurückhaltend - insbesondere die Industrieproduktion schwächte sich weiter ab, was für zetVisions einen wichtigen Markt bedeutet. Energieintensive Industriezweige zeigen eine leichte Erholung, liegen aber dennoch 3,9 % unter dem Niveau von November 2022.

Im Hinblick auf die weitere ungewisse Entwicklung sieht die Gesellschaft ein Risiko für die Ertragslage. Dabei könnte das Risiko darin bestehen, dass Unternehmen möglicherweise keine zusätzlichen Investitionen für Software im Bereich Stammdaten- und Beteiligungsmanagement bereitstellen oder verschieben. Kurzfristig wurden Ressourcen im Projektgeschäft umverteilt, noch ist die Auslastung in der Dienstleitung gegeben.

Die Gewinnung von Neukunden, der Abschluss von Lizenzverträgen und damit einhergehenden Implementierungsprojekten sind ebenso für den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft notwendig, wie auch der Verkauf von Zusatzlizenzen und Dienstleistungen an Bestandskunden. Neben den Wartungserlösen bilden die Geschäfte mit Bestandskunden die Basis des Gesamtumsatzes und damit den Erfolg der Gesellschaft.

Die Studie "IT Trends 2024" des Beratungshauses Capgemini gibt an, das es trotz gedämpfter Stimmung in der Wirtschaft nicht zu massiven Kürzungen der IT Budgets kommen wird. Unternehmen investieren jetzt einen größeren Anteil der IT Budgets in die Implementierung und Entwicklung neuer Systeme. Die Ziele für die IT sind in diesem Jahr die Erhöhung von Sicherheit und Geschwindigkeit sowie die bessere Integration von Anwendungen und Systemen.

Das Potenzial durch den Einsatz einer Beteiligungsmanagement- bzw. Stammdatenmanagementlösung und die dadurch resultierenden Datenqualitäts- und Prozessverbesserungen hin zur besseren Informationsauswertung sowie Effizienzsteigerungen in Unternehmen ist erkannt, so dass die Erreichung der gesetzten Umsatzziele durch Lizenzneugeschäfte grundsätzlich realistisch ist. Speziell im Management von Kunden- und Lieferantenstammdaten über die Stammdatenmanagement Lösung zetVisions SPoT, kann die Gesellschaft Unternehmen dabei unterstützen, dass genannte Ziel, sich stärker an den Bedürfnissen von Kundinnen und Kunden auszurichten, erreichen.

Ausfallrisiken werden für 2024 als gering eingeschätzt, da die Gesellschaft Geschäfte in der Regel mit namhaften und finanzstarken Kunden abschließt. Wegen der Tätigkeit schwerpunktmäßig im europäischen Raum, ist die Gesellschaft derzeit keinen wesentlichen Wechselkursrisiken ausgesetzt. Ungewöhnliche oder außerordentliche Risiken, insbesondere bestandsgefährdende Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden von der Gesellschaft derzeit und für die Zukunft nicht gesehen.

Geopolitische Spannungen aufgrund der andauernden Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine haben noch keine direkten Auswirkungen auf das Geschäft der zetVisions. Sollte sich allerdings die politische Lage weiterhin verschlechtern, könnte dies weitere Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Lage haben und damit auch auf das Neukundengeschäft der zetVisions.

Ein bestandsgefährdendes Risiko sieht die Geschäftsführung nicht.

Prognosebericht

Das Geschäftsmodell der zetVisions ist unverändert und legt weiterhin den klaren Fokus auf die Gewinnung von Neukunden. Dabei spielt das Stammdatenmanagement mit zet- Visions SPoT eine strategische Rolle, ohne jedoch das Beteiligungsmanagement zu vernachlässigen. Das Partnerökosystem der zetVisions erzielte in 2023 erste Erfolge, 2024 möchte man daran anknüpfen, nicht nur vertrieblich, sondern auch Mehrwertservices anbinden.

Beratungserlöse sind fester Bestandteil des geplanten Umsatzes. Das Umsatzwachstum in der Dienstleistung 2023 soll auch im Jahr 2024 weitergeführt werden, ein Ausbau an Ressourcen ist in diesem Bereich nicht geplant. Bestandskunden- und Neukundenerlöse sind gleichermaßen relevant. Die kontinuierliche Weiterentwicklung aller Softwareprodukte sichert die Wettbewerbsfähigkeit. In Geschäftsjahr 2023 hat man u.a. in die Stabilisierung der Produkte investiert, dies wird bedingt auch in 2024 fortgeführt, positive Bestandkundenrückmeldungen bestätigen die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ständige Marktrecherche der Trends, sowohl technologisch als auch fachlich / inhaltlich, wie auch die Beobachtung der Konkurrenz sind weiterhin relevant, um strategisch unsere Produkte in die Zukunft zu führen.

Man strebt im Rahmen der Planung für das Geschäftsjahr 2024 ein deutlich zweistelliges Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr an. Die Fokusfelder "Umsatzziel erreichen" und "Potentiale aller Mitarbeiter entfalten" sollen auf diese Planung einzahlen. In 2023 konnte die Kapazität deutlich gesteigert werden, nun gilt es diesen Ressourcenaufbau in Umsatz zu wandeln. Die Auswirkungen des andauernden Kriegs in der Ukraine und gleichfalls der Konflikt in Nahost sind in Deutschland spürbar. Die Implikationen auf die Marktsituation und damit auf die wirtschaftliche Entwicklung unserer Neu- und Bestandskunden sind möglich. Die Investitionsbereitschaft in Software in der DACH-Region scheint dennoch positiv, das geplante Umsatzwachstum sollte zu erreichen sein. Weiterhin gilt, dass aufgrund der komplexen Vertriebs- und Einkaufszyklen der Kunden, einzelne Verzögerungen direkte Auswirkungen auf die Zielerreichung haben können. Gleichfalls kann die politische Lage direkte Auswirkungen auf unser Neukundengeschäft haben. Potenzielle Ressourcen- und Know-how Engpässe in der Beratung könnten über verschiedene Beratungspartner abgefangen werden.

Neukundenabschlüsse bilden den Großteil des geplanten Lizenzwachstums, die Beratung ist analog geplant und durch die verfügbare Kapazität verprobt. Das Customer Success Management konnte in 2023 etabliert werden, erste Lizenzverkäufe an Bestandskunden sollen in 2024 erzielt werden. Die Kundenzufriedenheit hat maßgeblichen Effekt auf die positive Entwicklung von zetVisions.

In 2024 liegt der Fokus klar auf den strategischen Zielen "Umsatzziel erreichen" und "Potentiale aller Mitarbeiter entfalten", was der Zielerreichung nicht dient, wird vernachlässigt. Diese Strategie ist eng mit den Vertretern der Gesellschafter abgestimmt, ein regelmäßiger Austausch ist gewährleistet. Der in 2023 überarbeitete Vertriebsprozess wird stringent gelebt, die Organisation wird bestärkt, Neukundengewinne bestmöglich zu unterstützen. Im Rahmen einer ISO-Zertifizierung nach ISO 27001 wurde ein ISMS (Informationssicherheit Management System) eingeführt, das Zertifikat wird im ersten Halbjahr 2024 erwartet. Diese Zertifizierung ist sowohl relevant für Bestands-, als auch Neukunden und wird im Vertriebsprozess helfen.

Der Personalaufbau aus 2022 und 2023 wird nicht weiter vorangetrieben, sondern die Potentiale aus dem Ressourcenausbau sollen zunächst realisiert werden. Ebenfalls werden die Investitionen über externe Ressourcen in die Produktweiterentwicklung eingestellt. Das bedeutet nicht, dass die Produktentwicklung nicht vorangetrieben wird, sondern der interne Aufbau der Ressourcen diese Investition nicht mehr erfordert. Damit kann das Ergebnis nach Steuern (EAT) in 2024 geringfügig positiv ausfallen.

Der unverändert enge Arbeitsmarkt, speziell in der Softwarebrache, stellt eine große Herausforderung dar, bewiesen mit dem Personalaufbau 2023, kann die zetVisions dennoch Anreize schaffen, gute Arbeitskräfte zu gewinnen.

Die in 2022 begonnene Transformation "Vision Possible" wird fortgesetzt. Dabei liegt der Fokus weiterhin darauf die Teams in Richtung Selbstorganisation zu entwickelt, mit dem Ziel, Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern. 2024 sollen im Rahmen der Transformation die Führungskräfte weiterentwickelt werden.

Im Jahr 2024 sind im operativen Geschäft keine überdurchschnittlichen Sachinvestitionen insbesondere Erweiterungsinvestitionen geplant.

 

Heidelberg, 15. April 2024

Christian Sohn, Vorsitzender der Geschäftsführung

Erik Tischner, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 5.065.417,98 2.296
2. Entgeltlich erworbene Schutzrechte und Lizenzen 16.475,53 17
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 364
4. In Entwicklung befindliche selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 143.622,80 1.620
5.225.516,31 4.297
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 282.126,03 242
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 155.540,20 89
437.666,23 331
5.663.182,54 4.628
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 2.939,93 6
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.124.989,44 1.501
2. Sonstige Vermögensgegenstände 56.746,82 18
1.181.736,26 1.519
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.689.318,46 7.545
4.873.994,65 9.070
C. Rechnungsabgrenzungsposten 268.147,72 219
10.805.324,91 13.917

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.188.095,00 5.188
II. Kapitalrücklage 39.060.429,68 39.061
III. Bilanzverlust -36.057.600,71 -33.718
8.190.923,97 10.531
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.625.325,68 2.318
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 83.188,47 203
2. Sonstige Verbindlichkeiten 149.646,55 116
- davon aus Steuern: EUR 118 (Vj. TEUR 116)
232.835,02 319
D. Rechnungsabgrenzungsposten 756.240,24 749
10.805.324,91 13.917

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023 2022
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 10.381.827,08 10.192
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -3.074,11 3
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.194.417,00 1.514
4. Sonstige betriebliche Erträge 167.300,86 176
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 0 (Vj. EUR 278,42)
12.740.470,83 11.885
5. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 43.637,16 22
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.005.539,51 6.414
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.686.121,98 1.269
- davon für Altersversorgung: EUR 151 (Vj. TEUR 135)
9.691.661,49 7.683
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.444.353,46 1.665
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.991.383,67 3.979
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 356,19 (Vj. EUR 430,86)
9. Zinsen und ähnliche Erträge 90.916,04 6
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0
11. Ergebnis nach Steuern = Jahresfehlbetrag -2.339.648,91 -1.459
12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -33.717.951,80 -32.260
13. Bilanzverlust -36.057.600,71 -33.719

Anhang für 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 264 Abs. 2 HGB).

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Angaben zur Identifikation

Die zetVisions GmbH mit Sitz in Heidelberg ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB Nr. 736759 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Selbst geschaffene und erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 5 Jahren um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Firmenwert aus der vergangenen Verschmelzung beträgt am 31. Dezember 2023 TEUR 0, dieser wurde linear über 15 Jahre abgeschrieben. Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer geht einher mit dem prognostizierten Erlöszeitraum für die den Firmenwerten zugehörigen Verkaufsprodukte. Entwicklungskosten die nach dem 31. Dezember 2009 angefallen sind und die Ansatzvoraussetzungen erfüllen, werden gemäß § 248 Abs. 2 HGB aktiviert und über einen Zeitraum von 5 Jahren ab Fertigstellung linear abgeschrieben. Bestandteile sind nach der Aktivierung von Eigenleistungen mit Fertigstellung 2019 das zetVisions CIM Rel. 4.0, mit Fertigstellung in 2021 das zetVisions CIM Rel. 4.1, sowie das zetVisions CIM Rel. 4.2, welches in 2023 fertiggestellt wurde.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen basierend auf der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Anlagegegenstände vermindert. Anlagegüter mit einem Wert bis EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung als Aufwand erfasst. Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt. Aus Vereinfachungsgründen wird das steuerliche Sammelpostenverfahren auch in der Handelsbilanz angewendet. Der jeweilige Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel ergebniswirksam aufgelöst.

Vorräte

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Stundensätze beruhen, zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden auch angemessene Teile der Gemeinkosten sowie der Abschreibungen einbezogen. In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, indem den Herstellungskosten die voraussichtlichen Erlöse gegenübergestellt werden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert, notwendige Wertberichtigungen werden gebildet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme mit dem Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung erwarteter Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag entsprechend § 256a HGB bilanziert.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Die Gesellschaft hat im aktuellen Geschäftsjahr einen Aktivüberhang der latenten Steuern und verzichtet auf den Ausweis der aktiven latenten Steuern.

Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dieses Anhangs dargestellt.

Der Gesamtbetrag der Entwicklungskosten des Geschäftsjahrs belaufen sich auf 4.310 TEUR, der davon auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens entfallende Betrag beläuft sich auf 2.051 TEUR.

Die Abschreibung wird nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögengegenstände linear vorgenommen.

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte: 5 Jahre
Entgeltlich erworbene Schutzrechte und Lizenzen: 3 bis 5 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen: 5 bis 8 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung: 2 bis 15 Jahre

Forschungs- und Entwicklungskosten

Im Geschäftsjahr 2023 sind keine Forschungskosten angefallen. Für aktivierte Entwicklungskosten besteht eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von insgesamt TEUR 5.065.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital (Stammkapital) beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 5.188.095,00.

Das Stammkapital ist in 5.188.095 Geschäftsanteile eingeteilt. Jeder Geschäftsanteil gewährt eine Stimme. Das Stammkapital ist in voller Höhe einbezahlt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen solche für Vertragsauflösungen, variable Vergütungen und Urlaubsansprüche.

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR

31.12.2023 31.12.2022
Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit bis 1 Jahr gesamt Restlaufzeit bis 1 Jahr gesamt
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 83 83 203 203
2. Sonstige Verbindlichkeiten 150 150 116 116
233 233 319 319

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert, sie unterliegen insbesondere keinen Pfandrechten oder ähnlichen Rechten.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse unterteilen sich wie folgt (in TEUR):

Erlösherkunft 2023 2022
Inland 8.644 8.546
Ausland 1.738 1.649
Erlösschmälerungen 0 -3
10.382 10.192
Lizenzerlöse 1.256 2.020
Wartungserlöse 6.111 5.743
Beratungserlöse 2.987 2.418
10.382 10.192

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 14 betreffen im Wesentlichen Auflösung von Rückstellungen.

Steuern

Im Rahmen der globalen Mindestbesteuerung (MinStG) ergibt sich ein tatsächlicher Steueraufwand oder Steuerertrag nach dem Mindeststeuergesetzt für das Geschäftsjahr 2023 nicht, da das Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (MinStG) gem. Art. 1 § 101 MinStG erst für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen, Anwendung findet. Bei Anwendung des MinStG erwartet die Gesellschaft keine Auswirkungen hieraus auf den Steueraufwand oder Steuerertrag.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen für die folgenden Geschäftsjahre umfassen vor allem Mieten für Büroräume in Heidelberg in Höhe von TEUR 3.625 sowie jährliche Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 125.

Weiterhin besteht eine aufschiebend bedingte Verpflichtung aus einem seitens eines Gläubigers erklärten Forderungsverzicht mit Besserungsschein in Höhe von TEUR 53.557.

Mitarbeiter

Die zetVisions GmbH beschäftigte im Jahresdurchschnitt im Geschäftsjahr 118 (Vorjahr 90) Angestellte (ohne Aushilfen, Auszubildende und Geschäftsführung).

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr 2023 fanden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen statt.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Christian Sohn, Büttelborn
Erik Tischner, Heidelberg seit 1. Januar 2023

Herr Sohn verantwortet u.a. den Vertrieb, Herr Tischner u.a. den Bereich Finanzen. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Honorare des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers betrug 2023 TEUR 33 für Prüfungsleistungen und TEUR 6 für Steuerberatungsleistungen für das Geschäftsjahr 2023.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust von EUR 36.057.600,71 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Heidelberg, 15. April 2024

Christian Sohn, Vorsitzender der Geschäftsführung

Erik Tischner, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Schutzrechte und ähnliche Rechte 9.785.385,61 2.050.794,20 0,00 1.620.316,22 13.456.496,03
2. Entgeltlich erworbene Schutzrechte und Lizenzen 5.203.575,00 13.590,69 2.714,91 0,00 5.214.450,78
3. Geschäfts- oder Firmenwert 6.843.674,83 0,00 0,00 0,00 6.843.674,83
4. In Entwicklung befindliche selbst geschaffene immaterielle Schutzrechte 1.620.316,22 143.622,80 0,00 -1.620.316,22 143.622,80
23.452.951,66 2.208.007,69 2.714,91 0,00 25.658.244,44
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 855.404,54 166.865,81 43.616,73 0,00 978.653,62
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 273.627,68 104.708,79 73.472,93 0,00 304.863,54
1.129.032,22 271.574,60 117.089,66 0,00 1.283.517,16
24.581.983,88 2.479.582,29 119.804,57 0,00 26.941.761,60
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Schutzrechte und ähnliche Rechte 7.489.763,39 901.314,66 0,00 8.391.078,05
2. Entgeltlich erworbene Schutzrechte und Lizenzen 5.186.273,52 14.416,64 2.714,91 5.197.975,25
3. Geschäfts- oder Firmenwert 6.479.650,25 364.024,58 0,00 6.843.674,83
4. In Entwicklung befindliche selbst geschaffene immaterielle Schutzrechte 0,00 0,00 0,00 0,00
19.155.687,16 1.279.755,88 2.714,91 20.432.728,13
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 613.333,61 126.810,71 43.616,73 696.527,59
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 185.009,40 37.786,87 73.472,93 149.323,34
798.343,01 164.597,58 117.089,66 845.850,93
19.954.030,17 1.444.353,46 119.804,57 21.278.579,06
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Schutzrechte und ähnliche Rechte 5.065.417,98 2.295.622,22
2. Entgeltlich erworbene Schutzrechte und Lizenzen 16.475,53 17.301,48
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 364.024,58
4. In Entwicklung befindliche selbst geschaffene immaterielle Schutzrechte 143.622,80 1.620.316,22
5.225.516,31 4.297.264,50
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 282.126,03 242.070,93
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 155.540,20 88.618,28
437.666,23 330.689,21
5.663.182,54 4.627.953,71

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die zetVisions GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der zetVisions GmbH, Heidelberg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der zetVisions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 15. April 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sieder, Wirtschaftsprüfer

Filev, Wirtschaftsprüfer

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