Stammdaten

Register
Amtsgericht Würzburg HRB 1565
Eingetragen
13.12.1972
Branche
Herstellung von Gipserzeugnissen für den BauGewinnung von Kaolin und anderem kaolinhaltigen Ton und LehmHerstellung von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von Steinen, Beton und sonstigen mineralischen Stoffen
Gegenstand
a) das Aufsuchen und die Gewinnung sowie die Verwertung von Bodenschätzen aller Art, insbesondere von Gips, Kalk und anderen Mineralien; b) die Herstellung und der Vertrieb sowie die Ein- und Ausfuhr von Baustoffen, Bauelementen und Fertigteilen; c) Vertrieb von Maschinen und Anlagen, Werkzeugen und sonstigem Zubehör für die Bauindustrie, insbesondere von Putzmaschinen und fördertechnischen Anlagen; d) der Erwerb von Grundstücken, deren Bebauung, Verpachtung, Vermietung und Verwaltung; e) die Forschung und Entwicklung auf dem Baustoffsektor; f) der Betrieb der Land- und Forstwirtschaft, insbesondere der Anbau und der Vertrieb von Wein. Die Gesellschaft ist berechtigt, Unternehmen aller Art zu gründen, zu erwerben, zu pachten oder sich an solchen zu beteiligen. Sie kann alle Geschäfte betreiben, die geeignet sind, den Zweck der Gesellschaft zu fördern, insbesondere weitere Niederlassungen und Betriebsstätten im In- und Ausland errichten.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Jan Dr. Ellringmann
seit 21.1.2026
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Gebr. Knauf KGEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Gebr. Knauf KG
Germany
14.400.000 DM
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gebr. Knauf KG

Iphofen

Verkürzter Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

KONZERNLAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

DER GEBR. KNAUF KG

GRUNDLAGEN DER KNAUF GRUPPE

GESCHÄFTSMODELL

Die Knauf Gruppe ist eine vollständig in Familienbesitz befindliche Unternehmensgruppe mit Sitz in Iphofen, Deutschland. Knauf zählt zu den führenden Herstellern von Baustoffen und Bausystemen weltweit. Knauf ist auf fünf Kontinenten in mehr als 90 Ländern an über 300 Standorten mit Produktionsstätten und Vertriebsorganisationen vertreten.

Knauf Werke produzieren moderne Trockenbausysteme, Putze und Zubehör, Deckensysteme, Fließestriche und Bodensysteme sowie Maschinen und Werkzeuge für die Anwendung dieser Produkte. Die Herstellung von nachhaltigen Dämmstoffen und Wärmedämm-Verbundsystemen ergänzt das hochwertige Baustoffsortiment. Ein weiterer Unternehmenszweig widmet sich der Produktion von Isolierbaustoffen und Formteilen aus Kunststoff sowie der Produktion von Polystyrolverpackungen für die Lebensmittel- und Elektroindustrie.

STRATEGIE UND ZIELE

Die Knauf Gruppe verfolgt das strategische Ziel, nachhaltig profitabel zu wachsen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Sicherung sowie der weitere Ausbau der globalen Marktführerschaft.

Knauf ist ein Familienunternehmen. Als solches denkt Knauf nicht in kurzfristigen Maßstäben, sondern von Generation zu Generation. Langfristiges Denken gilt für alles, was Knauf tut - den verantwortungsvollen Umgang mit den Mitarbeitern, mit der Umwelt und mit dem Kapital.

Knauf setzt auf eine dezentrale Organisation. Dabei erschließt man die Märkte seit jeher mit Mitarbeitern aus den jeweiligen Regionen und Ländern. Der Respekt und der offene Umgang mit anderen Kulturen stehen im Einklang mit den Knauf Werten Menschlichkeit, Partnerschaft, Engagement und Unternehmergeist. Diese bilden das gemeinsame Fundament für ein nachhaltiges Wachstum sowie den partnerschaftlichen und verantwortungsvollen Umgang mit Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten.

Als starke Marke mit hohem innovativem Anspruch orientiert sich Knauf in besonderer Weise an den Bedürfnissen des Marktes und seiner Marktpartner. Qualität geht für Knauf deshalb über die Erfüllung von Normen und gesetzlichen Vorgaben hinaus. So unterliegen sämtliche Produkte einem permanenten Prozess der Gütesicherung und Optimierung. Darüber hinaus verschreibt sich Knauf dem Ziel, zukünftige Entwicklungen des Marktes zu erkennen, diese positiv zu gestalten und daraus frühzeitig abgestimmte Systemlösungen abzuleiten.

Wichtiger Bestandteil der gesamten Knauf Unternehmenspolitik ist es, die für den Verwendungszweck und die damit verbundenen Kundenwünsche nachhaltige und optimale Qualität zu liefern und die Qualitätssicherung aktiv zu betreiben. Die ständige Verbesserung und damit einhergehende Innovation sind permanentes Ziel jeder Knauf Gesellschaft.

UNTERNEHMENSINTERNES STEUERUNGSSYSTEM UND WESENTLICHE KENNZAHLEN

Das unternehmensinterne Steuerungssystem der Knauf Gruppe besteht im Wesentlichen aus der operativen Jahresplanung, der unterjährigen Kontrolle und Steuerung mit Hilfe einer monatlichen Berichterstattung, den mindestens vierteljährlichen Sitzungen der Gruppengeschäftsführung und einem zentral koordinierten Investitionsprozess. Darüber hinaus kommt der Gesellschafterausschuss mindestens viermal im Jahr zusammen, um sich zur laufenden und künftigen Geschäftsentwicklung informieren zu lassen und um wesentliche Investitionen sowie Akquisitionen zu beschließen.

Die unterjährige Kontrolle und Steuerung der Knauf Gruppe sowie der wesentlichen Tochterunternehmen werden anhand standardisierter Berichte zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durchgeführt. Die dazu verwendeten Kennzahlen werden gruppenweit einheitlich ermittelt und präsentiert. Im Rahmen der Berichterstattung werden Berichte zur Umsatz- und Ertragslage, zur Entwicklung des Umlaufvermögens, zum Finanzstatus, zu Absatz- und Produktionsmengen sowie zu Preisentwicklungen wichtiger Produktgruppen erstellt. Abgerundet wird dies durch Vor-Ort-Gespräche bei einzelnen Gesellschaften und Regionalverantwortlichen.

Bei den finanziellen Steuerungskennzahlen liegt der Fokus auf der kontinuierlichen Überwachung und Optimierung der Umsätze und des operativen Ergebnisses (EBITDA). Auf Ebene der Geschäftsbereiche und Regionen findet eine Steuerung im Wesentlichen auf Basis der Umsatzentwicklung statt. Die Entwicklung dieser Kennzahlen wird im Wirtschaftsbericht ab Seite 5 im Abschnitt "Vermögens-, Finanz- und Ertragslage" beschrieben.

Neben den bereits genannten Steuerungsgrößen stellen die ständige Verbesserung der vorhandenen Produkte und Produktionsprozesse ebenso wie die Erforschung und Entwicklung neuer Produkte und Produktionsverfahren wichtige Erfolgsfaktoren für das Erreichen der Ziele der Knauf Gruppe dar. Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen im Bereich zentralgesteuerter Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Höhe von 54 Mio. EUR (Vorjahr 49 Mio. EUR) an, was den Erwartungen entsprach. 389 Personen (Vorjahr 347 Personen) bearbeiteten Forschungs- und Entwicklungsprojekte in den vier Geschäftsbereichen der Knauf Gruppe Gips, Dämmstoffe, Deckenlösungen und Sonstiges.

Zum Ende des Geschäftsjahres beschäftigte die Knauf Gruppe in den Gesellschaften des Konsolidierungskreises 38.515 Mitarbeiter. Im Vergleich zum Vorjahresende (34.959 Personen) entsprach dies einem Anstieg um 10,2 %. Dieser resultierte hauptsächlich aus der Einbeziehung der USG-Boral-Gesellschaften in den Konzernabschluss. Die Knauf Gruppe hat im Geschäftsjahr für Leistungen an das Personal sowie an Sozialsysteme und für die Altersvorsorge 2.113 Mio. EUR aufgewandt. Im Vorjahr betrug der Vergleichswert 1.868 Mio. EUR. Dies entsprach einem Anstieg um 13,1 %. Die Personalaufwandsquote betrug 16,8 % und lag damit 1,0 Prozentpunkte unter dem Vorjahr (17,8 %).

WIRTSCHAFTSBERICHT

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Nachfolgende Ausführungen zum wirtschaftlichen Umfeld erfolgen auf Basis von Publikationen des Internationalen Währungsfonds und des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel.

Im Geschäftsjahr war die weltwirtschaftliche Entwicklung weiterhin durch die Corona-Pandemie beeinflusst. Allerdings verliefen die Infektionswellen weltweit weniger synchron. Auch waren die wirtschaftlichen Auswirkungen unterschiedlich; vor allem in den Ländern mit einer hohen Impfquote wurden auch höhere Inzidenzen toleriert, ohne dass Eindämmungsmaßnahmen ergriffen wurden, die die Konjunktur stark gedämpft hätten. So führte im Sommer ein verstärktes Infektionsgeschehen vor allem in vielen asiatischen Ländern zu konjunkturbelastenden Einschränkungen, während die Auswirkungen auf die Produktion in den Vereinigten Staaten und in Europa zumeist gering waren. Die Baubranche entwickelte sich entsprechend der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Berichtsjahr über alle Regionen hinweg positiv.

Im Laufe des Geschäftsjahres waren die Preise vieler Rohstoffe auf ein im historischen Vergleich hohes Niveau gestiegen. Im Herbst 2021 wurde das Geschehen an den Energiemärkten von einem drastischen Anstieg des Gaspreises geprägt. Die hohen Gaspreise strahlten auch auf den Ölpreis aus, der im November des Berichtsjahres auf rund 85 USD/Barrel der Sorte Brent stieg, das höchste Niveau seit 2014. Die Nachricht über das Aufkommen der neuen Virusvariante Omikron ließ dann aber die Notierungen deutlich sinken, weil negative Auswirkungen auf die Konjunktur und insbesondere den Luftverkehr befürchtet wurden. Zum Ende des Geschäftsjahres lag der Ölpreis wieder bei etwa 75 USD/Barrel.

Im Geschäftsjahr stieg das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 5,8 % (Vorjahr Rückgang um 3,3 %), womit in Summe die im Vorjahr verzeichneten Verluste wieder wettgemacht wurden. So war die Weltproduktion im Berichtsjahr bereits höher als vor der Pandemie im Jahr 2019. Der Welthandel zog angesichts nachlassender Probleme in den globalen Lieferketten zum Ende des Geschäftsjahres kräftig an. Die im Sommerhalbjahr verzeichnete ausgeprägte Schwäche wurde überwunden. Das Welthandelsvolumen erhöhte sich im Berichtsjahr um 10,3 %, nachdem es im Vorjahr um 5,4 % schrumpfte. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften - und in geringerem Umfang auch in vielen Schwellenländern - wurden mit Ausbruch der Corona-Pandemie im Vorjahr umfangreiche staatliche Mehrausgaben und Steuerstundungen beschlossen, um die wirtschaftlichen Folgen der zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ergriffenen Maßnahmen zu mildern. Angesichts immer neuer Infektionswellen wurden auch im Geschäftsjahr fiskalische Stützungsprogramme wirksam.

In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften war ein Anstieg des BIP in Höhe von 5,2 % (Vorjahr Rückgang um 4,8 %) zu verzeichnen. Gleichzeitig erhöhten sich die Verbraucherpreise im Verlauf des Berichtsjahres um 3,2 % kräftig (Vorjahr Anstieg um 0,8 %).

Im Euroraum stieg das BIP um 5,3 %, womit das BIP-Wachstum um 12,1 Prozentpunkte über dem Vorjahr lag. Mit dem Fortschreiten der Impfkampagne und den sinkenden Fallzahlen ab dem Frühjahr 2021 konnten viele Beschränkungen zur Infektionskontrolle zurückgenommen werden. Die Wirtschaftsleistung im Euroraum stieg im zweiten und dritten Quartal 2021 kräftig um jeweils mehr als 2 %. Ein erneuter Anstieg der Infektionszahlen im Herbst und Winter, die rasche Ausbreitung der Virusvariante Omikron sowie hartnäckige Probleme in den internationalen Lieferketten bremsten die Erholung zum Ende des Geschäftsjahres jedoch zunächst wieder aus.

Das BIP in den Entwicklungs- und Schwellenländern erhöhte sich im Berichtsjahr um 6,9 %, was im Vergleich zum Vorjahr ein um 7,1 Prozentpunkte höheres Wachstum bedeutete. Vor allem in Asien zog die wirtschaftliche Aktivität im Herbst kräftig an, nachdem sie im Sommer in vielen Ländern durch pandemiebedingte Einschränkungen gebremst worden war. In China kam hinzu, dass wieder ausreichend Energie bereitgestellt werden konnte, sodass die Produktion von dieser Seite nicht mehr beeinträchtigt wurde.

Zur Region Europa/Naher Osten/Afrika gehören neben den Ländern Europas, des Nahen Ostens und Afrikas auch die Nachfolgestaaten der Sowjetunion. In der Region stieg das Wirtschaftswachstum um 10,3 Prozentpunkte auf 5,0 %. In Deutschland stieg das Wirtschaftswachstum um 9,1 Prozentpunkte auf 3,1 %. Nachdem sich die privaten Konsumausgaben mit dem Rückgang des Pandemiegeschehens im Sommerhalbjahr des Berichtsjahres kräftig erholten, gingen sie mit dem Anstieg der Fallzahlen im letzten Quartal wieder zurück. Das seit dem Beginn der Corona-Pandemie zu beobachtende Muster großer Einbußen, insbesondere bei den kontaktintensiven Dienstleistungen, setzte sich bei zunehmendem Infektionsgeschehen fort. Insgesamt nahmen diese Belastungen aber von Pandemiewelle zu Pandemiewelle ab. Die Bauinvestitionen schwächten sich in der zweiten Hälfte des Berichtsjahres über alle Geschäftsbereiche hinweg ab. So stagnierten sie im vierten Quartal lediglich, nach einem deutlichen Rücksetzer im dritten Quartal. Im Jahresdurchschnitt 2021 stiegen die Bauinvestitionen dennoch verhalten um 0,6 Prozentpunkte. Die Materialengpässe beim Bau und die stark gestiegenen Rohstoffpreise führten zu weiter anziehenden Baupreisen.

Im Vereinigten Königreich stieg das Wirtschaftswachstum um 16,6 Prozentpunkte auf 6,8 %. Die britische Wirtschaft expandierte im vierten Quartal des Geschäftsjahres recht kräftig und erreichte zum Ende des Jahres nahezu das Produktionsniveau von vor der Krise. Impulse kamen von den Exporten, von einer verstärkten Investitionstätigkeit und höheren Staatsausgaben, während der private Verbrauch an Schwung verlor. Ende des Berichtsjahres kam es im Zuge der Ausbreitung der Omikron-Variante zu einer starken Corona-Infektionswelle. Vor allem eine hohe Zahl an Fehlzeiten durch Quarantänefälle bremste zeitweise die wirtschaftliche Aktivität spürbar, sodass die britische Regierung angesichts der geringen Krankheitslast dieser Virusvariante die Quarantäneregeln im Zusammenhang mit Corona aufhob.

In Frankreich stieg das Wirtschaftswachstum um 16,1 Prozentpunkte auf 6,3 %. Die Bereiche Handel, Verkehr und Gastgewerbe blieben über lange Zeit belastet von der Corona-Pandemie, erst in der zweiten Jahreshälfte des Berichtsjahres konnte die Wachstumslücke in weiten Teilen geschlossen werden.

Das BIP-Wachstum in Russland erhöhte sich um 8,8 Prozentpunkte auf 4,7 %. Die russische Wirtschaft befand sich im Geschäftsjahr in einer Phase moderater Expansion, wobei vor allem die Aktivität im Dienstleistungssektor durch die Corona-Pandemie gebremst wurde, während das Wachstum in der Industrie deutlich aufwärtsgerichtet war.

Die Region Amerika setzt sich aus den Staaten Nord- und Südamerikas zusammen. Im Geschäftsjahr erhöhte sich das Wirtschaftswachstum um 15,2 Prozentpunkte auf 7,1 %. In den USA stieg das Wirtschaftswachstum um 10,3 Prozentpunkte auf 6,0 %. Die im dritten Quartal verzeichnete Verlangsamung der Konjunktur erwies sich als vorübergehend, das BIP legte im vierten Quartal des Berichtsjahres wieder stark zu. Im Jahresdurchschnitt ergab sich für das Berichtsjahr der höchste Anstieg seit 1984. Die Wirtschaft in den USA erholte sich damit fast vollständig von dem Corona-Schock des Vorjahres.

In Südamerika erhöhte sich die Wirtschaftsleistung um 16,4 Prozentpunkte auf 7,7 %. Nachdem sich die Erholung von dem im Vorjahr verzeichneten pandemiebedingten Produktionseinbruch in Südamerika überraschend schnell vollzog, verlor die wirtschaftliche Dynamik im Geschäftsjahr deutlich an Fahrt. Dies lag vor allem an den beiden größten Volkswirtschaften der Region Brasilien und Mexiko. Hingegen setzte sich die kräftige Expansion in Chile, Peru, Kolumbien und bis zum dritten Quartal auch in Argentinien fort. Um der steigenden Inflation zu begegnen und den Abwertungsdruck auf die heimische Währung gegenüber dem US-Dollar stabil zu halten, wurden die Leitzinsen in den meisten Ländern bereits ab dem Frühsommer schrittweise angehoben.

Die Region Asien/Pazifik setzt sich neben Australien und China aus den weiteren Ländern des asiatisch-pazifischen Raums wie beispielsweise Indien, Indonesien, Malaysia, Thailand und den Philippinen zusammen. In der Region stieg das Wirtschaftswachstum im Berichtsjahr um 8,7 Prozentpunkte auf 4,8 %. Das BIP-Wachstum für Australien erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,7 Prozentpunkte auf 3,5 %. In China trat im Berichtsjahr der gesamtwirtschaftlich sehr wichtige Immobiliensektor in eine Phase der Konsolidierung ein. Zudem wurden Konsum und Produktion immer wieder durch Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gebremst. Dennoch wurde im Geschäftsjahr ein Wirtschaftswachstum von 8,0 % erreicht, was um 6,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert lag.

VERMÖGENS - , FINANZ - UND ERTRAGSLAGE

ERTRAGSLAGE

In den Konzernabschluss der Knauf Gruppe wurden erstmalig die im Berichtsjahr vollständig erworbenen USG-Boral-Gesellschaften einbezogen. Die Vergleichbarkeit des Abschlusses mit dem Vorjahr ist daher eingeschränkt. Zur besseren Vergleichbarkeit der aufeinanderfolgenden Abschlüsse wurden in der nebenstehenden Tabelle wesentliche Posten der Gewinn- und Verlustrechnung jeweils bereinigt um die neu erworbenen Unternehmen dargestellt.

in Mio. EUR Knauf Gruppe 2021 davon UBBP Knauf Gruppe ohne UBBP Knauf Gruppe 2020
Umsatzerlöse 12.550 678 11.872 10.486
Materialaufwand 5.613 377 5.236 4.279
Personalaufwand 2.113 98 2.015 1.868
Jahresergebnis 1.179 −9 1.188 1.031
EBITDA 2.532 60 2.472 2.304

Die Einbeziehung dieser Gesellschaften in den Abschluss der Knauf Gruppe führte im Berichtsjahr zu einem Umsatzbeitrag in Höhe von 678 Mio. EUR. Die entsprechenden Materialaufwendungen betrugen 377 Mio. EUR, die Personalaufwendungen lagen bei 98 Mio. EUR.

Die Knauf Gruppe wies im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 12.550 Mio. EUR aus. Somit wurde ein Anstieg um 19,7 % erreicht. Durch eine besser als erwartet eingetretene Auftragslage und eine erfolgreiche Preispolitik konnte die Prognose des Vorjahres mit einem vor allem akquisitionsbedingten Anstieg der Umsatzerlöse im mittleren einstelligen Prozentbereich übertroffen werden. Auf Basis der Umrechnungskurse des Vorjahres hätte die Knauf Gruppe im Berichtsjahr um 271 Mio. EUR höhere Umsatzerlöse ausgewiesen. Die Kursveränderungen der Währungen hatten somit einen negativen Einfluss auf die Umsatzentwicklung. Im Wesentlichen war dies auf die Fremdwährungen US-Dollar, russischer Rubel und türkische Lira zurückzuführen.

Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen erhöhte sich um 92 Mio. EUR. Im Vorjahr reduzierte sich dieser um 95 Mio. EUR.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um 23,4 % auf 267 Mio. EUR. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus dem Wegfall von Erträgen aus der Restrukturierung und Neufassung von Pensionsverpflichtungen im Vorjahr, gegenläufig wirkte im Geschäftsjahr ein um 94 Mio. EUR höherer Ertrag aus dem Abgang von Anlagevermögen.

Der Materialaufwand war im Berichtsjahr um 31,2 % höher als im Vorjahr und betrug 5.613 Mio. EUR. Die Materialaufwandsquote stieg insbesondere durch höhere Preise für Rohstoffe und Energie um 3,9 Prozentpunkte auf 44,7 %. Die Personalaufwendungen stiegen um 13,1 % auf 2.113 Mio. EUR. Die Personalaufwandsquote sank dagegen um 1,0 Prozentpunkte auf 16,8 %. Neben der Erhöhung der Löhne und Gehälter durch Tarifsteigerungen wirkten im Geschäftsjahr insbesondere die aus der Akquisition neu hinzugekommenen Mitarbeiter aufwandserhöhend. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich auf 798 Mio. EUR und lagen damit 5,5 Mio. EUR über dem Wert des Vorjahres. Die unterjährige Akquisition der USG-Boral-Gesellschaften erhöhte die Abschreibungen um 69 Mio. EUR, gegenläufig wirkte der Wegfall von außerplanmäßigen Abschreibungen im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Berichtsjahr um 15,9 % auf 2.663 Mio. EUR. Im Wesentlichen erhöhten sich die Frachtaufwendungen, ursächlich hierfür waren die gestiegenen Verkaufsmengen in Verbindung mit gestiegenen Frachttarifen. Darüber hinaus reduzierten sich die coronabedingten Sparmaßnahmen aus dem Vorjahr, sodass sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen insgesamt erhöhten.

Das Finanzergebnis, d. h. Beteiligungs- und Zinserträge abzüglich Abschreibungen auf Finanzanlagen, Verlustübernahmen und Zinsaufwendungen, verringerte sich im Berichtsjahr um 37 Mio. EUR und betrug −154 Mio. EUR. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betrugen 183 Mio. EUR und lagen damit um 31,6 % über dem Vorjahreswert. Ursächlich hierfür waren insbesondere um 63 Mio. EUR auf 102 Mio. EUR gestiegene Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen, die im Wesentlichen auf Pensionen entfielen. Gegenläufig verringerten sich im Wesentlichen die Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens um 27 Mio. EUR auf 0,0 Mio. EUR. Den um 8,0 Mio. EUR höheren Erträgen aus assoziierten Unternehmen standen unter anderem um 7,0 Mio. EUR geringere Erträge aus Beteiligungen und um 22 Mio. EUR niedrigere sonstige Zinsen und ähnliche Erträge gegenüber. Insbesondere reduzierten sich hierin die Erträge aus der Bewertung von Deckungsvermögen bei Pensionen.

Der Konzernjahresüberschuss stieg um 148 Mio. EUR auf 1.179 Mio. EUR. Die Knauf Gruppe erwirtschaftete im Berichtsjahr ein EBITDA von 2.532 Mio. EUR, das damit um 9,9 % über dem Vorjahreswert lag. Im Vorjahr wurde für das Berichtsjahr mit einem vor allem akquisitionsbedingten Anstieg des EBITDA im mittleren einstelligen Prozentbereich gerechnet. Insbesondere durch die hohe Auslastung, Preisanpassungen und geringere Verwaltungskosten aufgrund der länger anhaltenden coronabedingten Sparmaßnahmen lag das tatsächlich erzielte EBITDA über dem prognostizierten Wert. Insgesamt reduzierte sich die EBITDA-Quote im Berichtsjahr von 22,0 % auf 20,2 %.

Entwicklung der Geschäftsbereiche

Umsatz nach Geschäftsbereichen
in Mio. EUR
2021 2020 Δ% VJ Anteil
in %
Gips 9.064 7.339 +23,5 72,2
Dämmstoffe 2.214 1.994 +11,0 17,6
Deckenlösungen 846 802 +5,4 6,7
Sonstiges 426 350 +21,5 3,4
Knauf Gruppe 12.550 10.486 +19,7 100,0

Die Geschäftstätigkeit der Knauf Gruppe wird unterteilt in die vier Segmente Gips, Dämmstoffe, Deckenlösungen sowie Sonstiges. Im Berichtsjahr wurde eine Änderung in der Zuordnung der Umsatzerlöse zu den Geschäftsbereichen vorgenommen, um die durch die Akquisitionen veränderte interne Steuerung widerzuspiegeln. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

Die Entwicklung verlief im Berichtsjahr in allen Geschäftsbereichen positiv. Neben dem positiven Beitrag des vollständigen Erwerbs der USG-Boral-Gesellschaften im Geschäftsjahr trugen Preisanpassungen sowie höhere Absatzmengen zu dieser Entwicklung bei.

Mit Erlösen von 9.064 Mio. EUR erhöhte sich der Umsatz des Geschäftsbereichs Gips um 23,5 % gegenüber dem Vorjahreswert. Das Umsatzwachstum übertraf damit im Berichtsjahr das Wachstum der Knauf Gruppe von 19,7 %. Einen wesentlichen Beitrag lieferten die Neuzugänge im Berichtsjahr. Die Einbeziehung der USG-Boral-Gesellschaften erhöhte den Umsatz um 678 Mio. EUR beziehungsweise 9,2 %. Der Anteil des Geschäftsbereichs Gips am Gesamtumsatz erhöhte sich entsprechend von 70,0 % im Vorjahr auf 72,2 % im Berichtsjahr.

Der Geschäftsbereich Dämmstoffe verzeichnete im Berichtsjahr einen Umsatzanstieg von 11,0 % auf 2.214 Mio. EUR. Der Anteil am Gesamtumsatz sank von 19,0 % auf 17,6 %.

Im Geschäftsbereich Deckenlösungen stiegen die Umsatzerlöse um 5,4 % auf 846 Mio. EUR. Auf das Segment entfielen 6,7 % des Gesamtumsatzes (Vorjahr 7,7 %).

Im Geschäftsbereich Sonstiges sind neben dem Geschäft mit Formteilen und Spritzgussprodukten die Aktivitäten zusammengefasst, die sich keinem der drei übrigen Geschäftsbereiche zuordnen lassen. Hier sind vor allem der Maschinen- und Anlagenbau, die Herstellung von Karton, Rohsteinverkäufe sowie Dienstleistungs- und Holdingaktivitäten zu nennen. Die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs verzeichneten im Berichtsjahr einen Anstieg um 21,5 % auf 426 Mio. EUR. Der Anteil der in diesem Geschäftsbereich zusammengefassten Aktivitäten am Gesamtumsatz betrug 3,4 % (Vorjahr 3,3 %).

Entwicklung der Regionen

Umsatz nach Regionen
in Mio. EUR
2021 2020 Δ% VJ Anteil
in %
Europa/Naher 7.176 6.249 +14,8 57,2
Osten/Afrika
Amerika 4.309 3.776 +14,1 34,3
Asien/Pazifik 1.065 461 +131,1 8,5
Knauf Gruppe 12.550 10.486 +19,7 100,0

Die Knauf Gruppe ist in den Regionen Europa/Naher Osten/Afrika, Amerika und Asien/Pazifik tätig. Im Berichtsjahr wurde eine Änderung in der Zuordnung der Umsatzerlöse zu den Regionen vorgenommen, um die durch die Akquisitionen veränderte interne Steuerung widerzuspiegeln. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

In der Region Europa/Naher Osten/Afrika, der größten Region der Knauf Gruppe, wurde im Berichtsjahr ein Anstieg der Umsätze um 14,8 % erwirtschaftet. Mit Umsatzerlösen von 7.176 Mio. EUR verringerte sich der Anteil am Gruppenumsatz von 59,6 % auf 57,2 %.

Die Region Amerika verzeichnete Umsatzerlöse von 4.309 Mio. EUR. Dieses entsprach einem Anstieg von 14,1 %. Der Anteil am Gesamtumsatz lag mit 34,3 % unter dem Vorjahreswert von 36,0 %.

In der Region Asien/Pazifik wurden Umsatzerlöse in Höhe von 1.065 Mio. EUR erwirtschaftet, was einem Anstieg um 131,1 % entsprach. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen der vollständige Erwerb der USG-Boral-Gesellschaften im Berichtsjahr. Der Anteil am Gruppenumsatz erhöhte sich entsprechend auf 8,5 % (Vorjahr 4,4 %).

VERMÖGENS - UND FINANZLAGE

Entwicklung der Vermögenslage

Im Berichtsjahr wurden in den Abschluss der Knauf Gruppe erstmalig die vollständig erworbenen Anteile an den USG-Boral-Gesellschaften einbezogen. Für eine bessere Vergleichbarkeit der Geschäftsjahre wird auf das Kapitel im Anhang "Erläuterungen zur Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen" auf Seite 12 verwiesen. Diese Änderung des Konsolidierungskreises führte zu einem Anstieg der Bilanzsumme in Höhe von 1.853 Mio. EUR. Das Anlagevermögen erhöhte sich um 1.494 Mio. EUR, das Umlaufvermögen stieg um 348 Mio. EUR. Daneben erhöhten sich die Verbindlichkeiten um 118 Mio. EUR, und die Rückstellungen sind um 75 Mio. EUR angestiegen.

Die Bilanzsumme der Knauf Gruppe stieg gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 14,4 % auf 14.620 Mio. EUR.

Das Anlagevermögen stieg um 929 Mio. EUR auf 9.654 Mio. EUR. Der Anstieg der immateriellen Vermögensgegenstände um 622 Mio. EUR auf 3.167 Mio. EUR wurde insbesondere durch den Geschäfts- oder Firmenwert, der sich aus dem Erwerb der USG-Boral-Gesellschaften ergab, verursacht. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich um 868 Mio. EUR auf 5.960 Mio. EUR. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen durch Investitionstätigkeit betrugen 565 Mio. EUR und lagen damit unter den Abschreibungen in Höhe von 603 Mio. EUR. Positiv wirkte im Berichtsjahr die Entwicklung der für die Knauf Gruppe wichtigen Fremdwährungen zum Bilanzstichtag. Auf Basis der Vorjahreskurse wären das Sachanlagevermögen um 244 Mio. EUR und die immateriellen Vermögensgegenstände um 185 Mio. EUR niedriger ausgewiesen worden. Innerhalb des Sachanlagevermögens stiegen insbesondere die Beträge für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken um 412 Mio. EUR und für technische Anlagen und Maschinen um 364 Mio. EUR.

Die Finanzanlagen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 561 Mio. EUR auf 527 Mio. EUR. Die in der Bilanz ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind um 29 Mio. EUR auf 149 Mio. EUR gesunken. Ausleihungen an verbundene Unternehmen reduzierten sich um 6,3 Mio. EUR auf 21 Mio. EUR. Die Anteile an assoziierten Unternehmen reduzierten sich im Wesentlichen aufgrund der USG-Boral-Gesellschaften, die im Berichtsjahr nach Erwerb der ausstehenden Anteile erstkonsolidiert wurden um 545 Mio. EUR auf 258 Mio. EUR. Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wiesen im Berichtsjahr einen im Vergleich zum Vorjahr um 13 Mio. EUR höheren Wert von 22 Mio. EUR aus. Die sonstigen Ausleihungen betrugen 30 Mio. EUR und lagen damit leicht über dem Vorjahreswert von 28 Mio. EUR.

Das Vorratsvermögen erhöhte sich sowohl durch Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie als auch durch Mengenanstiege um 476 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr und wies zum Bilanzstichtag einen Betrag von 1.481 Mio. EUR aus. Die Bestände unfertiger Erzeugnisse und unfertiger Leistungen stiegen um 34 Mio. EUR auf 99 Mio. EUR. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erhöhten sich um 288 Mio. EUR auf 780 Mio. EUR. Fertige Erzeugnisse und Waren erhöhten sich um 147 Mio. EUR auf 584 Mio. EUR. Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte stiegen um 71,4 % auf 17 Mio. EUR.

Im Wesentlichen aufgrund des höheren Geschäftsvolumens und der erstmaligen Einbeziehung der USG-Boral-Gesellschaften war der Forderungsbestand um 32,8 % auf 1.344 Mio. EUR gestiegen, während sich die sonstigen Vermögensgegenstände um 9,6 % auf 352 Mio. EUR erhöhten.

Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 1.439 Mio. EUR. Das entsprach einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 13,0 %, welcher auf die positive Geschäftsentwicklung und die damit verbundenen Mittelzuflüsse im Berichtsjahr zurückzuführen war. Durch die Veränderung der Bewertungsparameter gemäß den Vorschriften des HGB reduzierte sich der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung um 127 Mio. EUR auf 114 Mio. EUR.

Das Eigenkapital stieg um 21,9 % auf 8.445 Mio. EUR. Der Anstieg war vor allem auf den Konzernbilanzgewinn des Geschäftsjahres in Höhe von 976 Mio. EUR und die Einstellung des auf Ebene der Obergesellschaft der Knauf Gruppe erzielten Jahresüberschusses in Höhe von 190 Mio. EUR in die Gewinnrücklagen zurückzuführen. Eigenkapitalerhöhend wirkte auch die Veränderung des negativen Ausgleichspostens aus Währungsumrechnungsdifferenzen. Grund hierfür waren die vorteilhaften Wechselkursveränderungen wichtiger Fremdwährungen, insbesondere des US-Dollars, des russischen Rubels und des chinesischen Yuans, zum Bilanzstichtag.

Die der Knauf Gruppe von den Gesellschaftern und sonstigen Familienmitgliedern zur Verfügung gestellten Darlehen erhöhten sich um 62 Mio. EUR auf 1.261 Mio. EUR. Die Fälligkeit dieser Darlehen beträgt grundsätzlich unter einem Jahr.

Die Rückstellungen erhöhten sich insgesamt um 222 Mio. EUR auf 1.657 Mio. EUR. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stiegen, im Wesentlichen aufgrund der Verminderung des Diskontierungszinssatzes, um 26 Mio. EUR. Die Steuerrückstellungen erhöhten sich um 16 Mio. EUR. Sonstige Rückstellungen nahmen, unter anderem aufgrund der erstmaligen Einbeziehung der USG-Boral-Gesellschaften sowie höherer Kundenboni, um 181 Mio. EUR zu. Die Verbindlichkeiten reduzierten sich um 47 Mio. EUR und betrugen zum Bilanzstichtag 2.960 Mio. EUR. Innerhalb der Verbindlichkeiten sanken die Anleihen durch Rückkäufe um 55 Mio. EUR auf 5,7 Mio. EUR. Die Bankdarlehen sind durch Tilgungen um 373 Mio. EUR auf 1.221 Mio. EUR zurückgegangen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen, im Wesentlichen bedingt durch ein insgesamt deutlich gestiegenes Geschäftsvolumen, um 322 Mio. EUR auf 1.078 Mio. EUR. Sonstige Verbindlichkeiten erhöhten sich um 49 Mio. EUR auf 583 Mio. EUR.

Die Knauf Gruppe verfügte zum Bilanzstichtag über ungenutzte Liquiditätszusagen für allgemeine Betriebsmittel in Höhe von rd. 1,8 Mrd. EUR.

Entwicklung der Finanzlage

Zum Ende des Geschäftsjahres erhöhte sich Finanzmittelfonds um 165 Mio. EUR auf 1.419 Mio. EUR. Die liquiden Mittel betrugen 1.439 Mio. EUR. Aus laufender Geschäftstätigkeit resultierte ein Mittelzufluss von 1.928 Mio. EUR, aus der Investitionstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von 1.202 Mio. EUR insbesondere durch die Akquisition der restlichen Anteile der USG-Boral-Gesellschaften und Investitionen in das Sachanlagevermögen. Die Finanzierungstätigkeit war einerseits geprägt durch einen hohen Tilgungsanteil an Bankdarlehen aber gleichzeitig auch durch die Aufnahme neuer Bankdarlehen im Rahmen der Akquisition der USG-Boral-Gesellschaften. Insgesamt erfolgte ein Mittelabfluss in Höhe von 606 Mio. EUR. Durch Erst- und Entkonsolidierungen sind die liquiden Mittel per saldo um 45 Mio. EUR gestiegen.

Die Finanzierungsstruktur der Knauf Gruppe ist durch eine hohe Eigenkapitalquote geprägt. Sie belief sich zum Bilanzstichtag auf 57,8 %.

Wesentliche Investitionen

Knauf investierte im Geschäftsjahr weltweit in Projekte, die der Erhaltung beziehungsweise der Steigerung der Produktionskapazitäten dienten.

Mit Wirkung zum 31. März des Geschäftsjahres wurden für 866,8 Mio. EUR die ausstehenden Anteile an den bisherigen Gemeinschaftsunternehmen USG Boral Building Products Pty Ltd., North Sydney sowie USG Boral Building Products Pte. Ltd., Singapur erworben.

RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Die Knauf Gruppe ist mit ihrer Tätigkeit einerseits vielfältigen Chancen, andererseits einer hinreichenden Anzahl von Risiken ausgesetzt. Das Chancen- und Risikomanagement orientiert sich an dem Ziel, den Unternehmenswert kontinuierlich zu steigern und somit das Fortbestehen der Knauf Gruppe langfristig zu sichern. Die beschriebenen Risiken und Chancen werden anhand der dargestellten Matrix bewertet:

Die Bewertung der Risiken und Chancen erfolgt dabei anhand von zwei Dimensionen: den möglichen finanziellen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Knauf Gruppe einerseits und den Eintrittswahrscheinlichkeiten dieser Auswirkungen andererseits. Die Knauf Gruppe teilt die Risiken und Chancen anhand dieser Bewertung in jeweils vier Kategorien ein: gering, moderat, wesentlich und gravierend.

RISIKOBERICHT

Der folgende Abschnitt erläutert neben den wesentlichen Risiken, die Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Knauf Gruppe haben können, auch die bereits ergriffenen beziehungsweise geplanten Maßnahmen, um diesen Risiken entgegenzuwirken. Dabei wird ein Risiko als das potenzielle Eintreten eines internen oder externen Ereignisses (beziehungsweise einer Folge von Ereignissen) verstanden, welches das Erreichen der Geschäfts- oder Finanzziele negativ beeinflussen kann. Eine Chance wird definiert als das potenzielle Eintreten eines internen oder externen Ereignisses (beziehungsweise einer Folge von Ereignissen), welches das Erreichen der Geschäfts- oder Finanzziele positiv beeinflussen kann. Die Einteilung der Risiken und Chancen wird anhand von vier Kategoriefeldern vorgenommen, die dem Risikomanagementsystem zugrunde liegen:

Finanzielle Risiken,

Strategische Risiken,

Operative Risiken,

Rechtliche und Compliance Risiken.

Finanzielle Risiken

Währungsrisiken

Geschäftsvorfälle in Fremdwährung führen zu Währungsrisiken, welche in Abhängigkeit von der Höhe des Fremdwährungsvolumens sowie dem Ausmaß der Währungsschwankungen die Profitabilität von Unternehmen beeinträchtigen können. In der Knauf Gruppe werden deshalb zur Reduzierung beziehungsweise Eliminierung von Währungsrisiken entsprechende Währungsderivate eingesetzt, welche unter Berücksichtigung der Vorgaben der gruppenweit geltenden Finanzrichtlinie abgeschlossen werden. Absicherungen gegen Währungsrisiken erfolgten im Berichtsjahr über Devisentermin- und Devisenswapgeschäfte. Zum Bilanzstichtag hatten abgeschlossene Devisentermingeschäfte ein Volumen von 200 Mio. EUR, das Volumen der Devisenswapgeschäfte belief sich auf 68 Mio. EUR.

Zinsänderungsrisiken

Zinsänderungsrisiken resultieren aus möglichen Änderungen der Zinsniveaus an den Geld- beziehungsweise Finanzmärkten. Hierdurch können sich bei festverzinsten Finanzpositionen negative Änderungen des beizulegenden Zeitwertes ergeben.

In der Vergangenheit finanzierte sich die Knauf Gruppe aufgrund ihrer hohen Innenfinanzierungskraft weitestgehend über eigene Mittel. Infolge des somit nur geringen Finanzierungsvolumens mit externen Kreditgebern hatten potenzielle Zinsänderungsrisiken im Hinblick auf den Unternehmenserfolg nur eine untergeordnete Bedeutung. Die Darlehensaufnahmen bei externen Kreditgebern aufgrund der realisierten Unternehmensakquisitionen der letzten Jahre konnten im Berichtsjahr weiter deutlich zurückgeführt werden. Dies hatte zur Folge, dass das Zinsänderungsrisiko für den Unternehmenserfolg der Knauf Gruppe erneut nur eine untergeordnete Bedeutung hatte, auch wenn sich in verschiedenen Währungsräumen eine Zinswende hin zu einem höheren Zinsniveau bereits abzeichnet.

Dem verbleibenden Zinsänderungsrisiko wurde durch den Einsatz von Zinsderivaten begegnet.

Liquiditätsrisiken

Die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hat in der betrieblichen Praxis höchste Priorität, da eine nicht ausreichende Liquidität die Handlungsmöglichkeiten eines Unternehmens stark einschränken kann oder im schlimmsten Fall das Risiko einer Insolvenz droht. Neben der Liquidität, die die Knauf Gruppe aus der operativen Tätigkeit generiert, wurden Rahmenkreditlinien abgeschlossen, welche sicherstellen, dass ein gegebenenfalls auftretender Finanzbedarf jederzeit abgedeckt werden kann. Unabhängig hiervon wurde dem Liquiditätsrisiko in der Knauf Gruppe bereits in der Vergangenheit mit einem effektiven Cash- und Working-Capital-Management Rechnung getragen. Zu den eingesetzten Instrumenten zählt eine standardisierte rollierende Liquiditätsplanung. Die Planwerte sind dabei in ihrer Ursprungswährung einzugeben, sodass neben potenziellen Liquiditätsdefiziten auch mögliche Währungsrisiken ermittelt und analysiert werden können.

Kreditrisiken

Als Adressenausfallrisiko beziehungsweise als Bonitätsrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass ein Vertragspartner seine eingegangenen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht erfüllen kann und es in der Folge zu einem Forderungsausfall kommt. Aufgrund des sowohl zahlenmäßig als auch geografisch breit gestreuten Kundenstamms sind die möglichen Auswirkungen dieser Risikoart für die Knauf Gruppe jedoch begrenzt. Darüber hinaus werden bei Bedarf Kreditversicherungen und Bankbürgschaften eingesetzt, um Forderungen gegenüber Kunden abzusichern und das Risiko möglicher Zahlungsausfälle weiter zu reduzieren. Der im Rahmen der Corona-Pandemie verabschiedete Maßnahmenkatalog der Knauf Gruppe sieht neben einem weiterhin konsequenten Forderungsmanagement auch eine zeitnahe Anpassung der maximal möglichen Forderungsbestände auf die von den Versicherungsgesellschaften gewährten Limits vor.

Nachhaltigkeitsrisiken

Im Rahmen ihrer "Sustainable Finance"-Strategie werden Kreditinstitute zukünftig die Bewertung von Nachhaltigkeitsrisiken auf Seiten der Kreditnehmer in ihre Kreditentscheidungsprozesse aufnehmen. Somit wird es künftig erforderlich sein, Kreditinstituten bei entsprechenden Kreditanfragen Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie und zu umweltrelevanten Aspekten der Geschäftstätigkeit bereitzustellen. Um diesem Risiko zu begegnen, wurden Arbeitskreise gebildet, welche die potenziellen Nachhaltigkeitsrisiken identifizieren und Maßnahmen ergreifen, diese Risiken zu minimieren, und somit Knauf in dem Streben nachhaltig zu wirtschaften unterstützen. Die Knauf Gruppe wird somit künftig gut aufgestellt sein, um sich ergebende regulatorische Anforderungen externer Kreditgeber und Geschäftspartner erfüllen zu können.

Steuerrisiken

Knauf ist in zahlreichen Ländern der Welt tätig und unterliegt damit vielfältigen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Änderungen der Steuergesetze und Steuerregelungen können Einfluss auf Steuerforderungen und

-verbindlichkeiten sowie auf die aktiven und passiven latenten Steuern haben. Künftige Auslegungen beziehungsweise Entwicklungen der Steuersysteme können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen. Knauf wird regelmäßig von den Finanzbehörden geprüft und identifiziert und bewertet entsprechende Risiken fortlaufend.

Laufende oder künftige Rechtsstreitigkeiten

Den sich aus Rechtsstreitigkeiten insbesondere für Gewährleistungen ergebenden finanziellen Risiken wird durch die Bildung entsprechender Rückstellungen Rechnung getragen.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Höhe des Ausmaßes sämtlicher finanziellen Risiken auf die Vermögens- und Ertragslage werden als moderat eingeschätzt.

Strategische Risiken

Wettbewerbsumfeld

Rund 86 % ihres Umsatzes erwirtschaftet die Knauf Gruppe im Ausland. Damit muss sie bei ihrer Geschäftstätigkeit dem von Land zu Land verschiedenen und sich ändernden wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Unternehmensumfeld Rechnung tragen.

Folglich ist das Geschäft der Knauf Gruppe sowohl durch die inländische als auch die internationale Konjunkturlage, vor allem in der Baubranche, beeinflusst.

Unternehmensstrategische Ziele

Maßgebliche unternehmensstrategische Ziele der Knauf Gruppe sind die Internationalisierung und das Wachstum auf dem Baustoffsektor in den Geschäftsbereichen Gips, Dämmstoffe, Deckenlösungen und Sonstiges. Fehleinschätzungen zukünftiger Marktentwicklungen, technologischer Neuerungen oder veränderter Gesellschaftstrends stellen strategische Risiken dar. Es werden alle Anstrengungen unternommen, diesen u. a. durch intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen, regelmäßige Strategiegespräche mit Kunden und Lieferanten, Mitgliedschaften in Verbänden und Partnerschaften mit Hochschulen zu begegnen. Strategien werden kontinuierlich angepasst und überprüft, sobald neue Informationen zur Verfügung stehen.

Investitionsobjekte unterliegen einer Prüfung hinsichtlich der strategischen Ausrichtung und Entwicklung sowie ihrer potenziellen Ertragskraft. Durch eindeutige Zuständigkeiten, Genehmigungs- und Freigabeprozesse sowie eine standardisierte Berichterstattung werden diese fortlaufend überwacht.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Höhe des Ausmaßes sämtlicher strategischen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage werden als moderat eingeschätzt.

Operative Risiken

Volatilität von Energie - und Rohstoffpreisen

Die dynamischen Preisentwicklungen wichtiger Rohstoffe und Energieträger sind beeinflusst durch Handelsabkommen, Verfügbarkeit sowie geopolitische Ereignisse. Im Berichtsjahr bestimmte eine starke globale Nachfrage bei sehr knappem Angebot den Energiemarkt. Sehr niedrige Füllstände bei den Erdgasspeichern in Europa sowie der sich zu diesem Zeitpunkt bereits abzeichnende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sorgten zusätzlich für Aufwärtspotenzial an den Energiemärkten. Dazu kam ein Preisanstieg der europäischen CO 2 -Zertifikate.

Preisrisiken begegnet die Knauf Gruppe mit einer Vielzahl von typischen Instrumenten wie flexible Beschaffungsmodelle, kostenoptimierte Verteilung der Beschaffungszeitpunkte, alternative Beschaffungsmöglichkeiten, langfristige Lieferverträge, Sicherungsgeschäfte sowie der Bildung von Warengruppen.

Verfügbarkeit von Roh - und Zusatzstoffen

Um der rückläufigen Verfügbarkeit von wichtigen Rohstoffen, wie z. B. REA-Gips oder Bruchglas, zu begegnen, erfolgten enge Kooperationen oder gemeinsame Investitionen mit Lieferanten. Weiterhin werden weltweit zusätzliche Naturgipsvorkommen gesichert. Zunehmend kommt es zum Einsatz von recycelten Rohstoffen, um die umweltpolitischen Ziele Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz zu erreichen. Den damit einhergehenden Qualitätsproblemen wird durch ein gruppeneinheitliches umfangreiches Qualitätsmanagement und mit entsprechenden Forschungsinitiativen begegnet.

Produktionstechnische Risiken

Die qualitativ hochwertige Produktion sowie das Abdecken einer breiten Produktpalette, sowohl von gipsbasierten Erzeugnissen als auch von Dämmstoffen, bedingen kapitalintensive Produktionsanlagen sowie ausgereifte und reibungslos ablaufende Herstellungsprozesse.

Dem Risiko ungeplanter Produktionsunterbrechungen wird innerhalb der Knauf Gruppe durch vorbeugende Instandhaltung und Wartung sowie das Vorhalten strategischer Ersatzteile unmittelbar vor Ort in den Werken begegnet, um somit das Risiko auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Zusätzlich bietet sich vielfach die Möglichkeit, längere Stillstandszeiten durch verfügbare Kapazitäten anderer Werke zu kompensieren. Durch den Ausstieg aus der Kohleverstromung verringert sich die verfügbare Menge an REA-Gips sukzessive. Diesem begegnet die Knauf Gruppe mit einer Strategie zur Umstellung auf alternative Gipse, z. B. auf Naturgips oder Recycling-Gips. Um ein unkontrolliertes Ausbreiten des Coronavirus in den Werken zu verhindern, wurden umfangreiche Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Geschäftspartner eingeführt.

Qualitätsrisiken

Durch die Verlagerung der Fertigung von Anlagen- und Maschinenherstellern in Niedriglohnländer können Qualitätsprobleme auftreten, welche oft zu Nachbesserungen und verspäteten Inbetriebnahmen führen. Durch die gezielte Weiterentwicklung alternativer Lieferanten wird das Risiko in diesem Bereich begrenzt.

In vielen Märkten steigen die Anforderungen an die Produkthaftung. Diesem Umstand wird mit intensiven Qualitätssicherungsmaßnahmen und einem zentralen gruppenweiten Qualitätsmanagement begegnet. Das Risiko von Qualitätsmängeln kann durch solche Maßnahmen zwar reduziert, allerdings nicht vollständig ausgeschlossen werden. Zusätzlich besteht das Bestreben, durch ein weltweites Versicherungsprogramm die Haftung aus Produktrisiken gegenüber Dritten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden zu begrenzen.

IT - Risiken

Die externe und interne Kommunikation sowie wesentliche Produktions- und Geschäftsprozesse bauen zunehmend auf komplexen und untereinander vernetzten Informationstechnologien auf. Ein Ausfall oder eine gravierende Störung der globalen, regionalen oder lokalen Systeme kann zu Datenverlusten und einer Beeinträchtigung dieser Prozesse führen. Um diesem Risiko zu begegnen, werden umfassende Maßnahmen zum organisatorischen und technischen Schutz gegen Datenverlust, unbefugte Manipulation und Diebstahl ergriffen. Es kommen modernste Hard- und Softwarelösungen wie mehrstufige Firewall- und Virenschutzeinrichtungen oder Datenverschlüsselungsverfahren zum Einsatz.

Mit der zunehmenden globalen Bedeutung von leistungsfähigen IT-Werkzeugen für alle Bereiche der Knauf Gruppe steigt der Bedarf nach Softwarelizenzen. Im gleichen Maße nimmt die Komplexität des Lizenzmanagements zu. Um eine potenzielle Lizenzüber- beziehungsweise -unterdeckung zu erfassen und zu steuern, erfolgt durch die Knauf IT eine Analyse der Lizenzierungssituation. Für den Lizenzerwerb bestehen Richtlinien, welche fortlaufend geprüft und bei Bedarf angepasst werden.

Personalrisiken

Der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter, Experten und Talente ist intensiv. Qualifizierte und engagierte Mitarbeiter sind eine entscheidende Voraussetzung für den Unternehmenserfolg. Durch ein internes Qualifizierungsprogramm sowie ein strukturiertes Weiterbildungskonzept für die fachliche und persönliche Entwicklung von qualifiziertem Personal sollen Mitarbeiter dauerhaft an das Unternehmen gebunden werden. Internationale Austauschprogramme ermöglichen eine gruppenweite Zusammenarbeit und eine Förderung der Persönlichkeitsentwicklung. Zur Sicherung von Nachwuchskräften für Fach- und Führungspositionen wurde ein weltweites Qualifizierungsprogramm aufgebaut.

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz ist ein wesentlicher Bestandteil aller Arbeitsprozesse. Nur gesunde und motivierte Mitarbeiter können ihre Potenziale vollumfänglich in ihre tägliche Arbeit einbringen. Mithilfe eines ganzheitlichen betrieblichen Gesundheitsmanagements sowie der Knauf Sicherheitsstandards wird ein gesundheitsgerechtes Arbeitsumfeld geschaffen, um präventiv das Auftreten von Arbeitsunfällen zu minimieren.

Um den Ausfall beziehungsweise die Ansteckungsgefahr von Mitarbeitern aufgrund des Coronavirus zu reduzieren, wurden die Möglichkeiten für Arbeiten außerhalb des Büros ausgeweitet sowie umfangreiche Hygienemaßnahmen ergriffen.

Nachhaltigkeitsrisiken

Risiken, welche sich aus Nachhaltigkeitsthemen ergeben können, sind bisher nur schwer finanziell bewertbar und wirken sich vor allem mittel- bis langfristig auf die Geschäftstätigkeit aus. Die Baubranche steht als ressourcenintensive Branche weltweit vor großen Herausforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit und ist diesbezüglich vermehrt im Fokus der Öffentlichkeit. Aus dem Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit ergeben sich zukünftig zum einen Risiken durch zusätzliche Kosten aufgrund neuer Regelungen bzw. Auflagen und zum anderen Reputationsrisiken. Für die Knauf Gruppe ist Nachhaltigkeit in den Unternehmenswerten fest verwurzelt. Dauerhaft nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können. Die drei Säulen der Nachhaltigkeit - Ökologie, Ökonomie und Soziales - dienen dabei als Leitlinien für nachhaltiges Handeln und sollten nicht isoliert betrachtet werden.

Der Druck auf Nationen, Branchen und Unternehmen wächst besonders in diesen Zeiten zunehmend. Die Ausrichtung der Wirtschaftstätigkeit wird zukünftig nicht allein durch interne Regeln und einen selbstgewählten Anspruch, sondern zunehmend durch maßgebliche globale oder transnationale Rahmenwerke geprägt werden, wie z. B. EU-Taxonomie und Ausweitung der nicht finanziellen Berichterstattung auf große Unternehmen.

Die pandemiebedingten Disruptionen der Lieferkette schärfen das Bewusstsein des Einzelnen, dass ein Umdenken erforderlich sein wird. Laut World Green Building Council stammen ca. 40 % der CO 2-Emissionen einer Volkswirtschaft aus dem Gebäudesektor. Als wichtiger Akteur der Wertschöpfungskette übernimmt die Knauf Gruppe Verantwortung und trägt zur Dekarbonisierung und Risikominimierung unvermeidbarer Einflüsse bei.

Im laufenden Jahr ist die Zielstellung der Knauf Gruppe, für den Bereich Nachhaltigkeit ein abgestimmtes Zielbild zu entwickeln. Dies umfasst die Definition des Inhalts, die Skizzierung von Abhängigkeiten und Dringlichkeiten sowie einen abgestimmten Vorschlag für die Steuerungsstruktur.

Recycling - Risiken

Durch den vermehrten Einsatz von recycelten Baustoffen besteht einerseits das Risiko von Qualitätsproblemen aufgrund von Verunreinigungen. Andererseits stellen die derzeit noch nicht ausreichenden Kapazitäten von Sammelstellen und Aufbereitungsanlagen für diese Materialien einen Engpass dar. Mit der Vorstellung des Europäischen Grünen Deals im Dezember 2019 und des Circular Economy Actions Plans im Sommer 2020 wurden Weichen für den Übergang zu einer modernen und ressourceneffizienten Wirtschaft gestellt. Im Zuge dieser Konzepte wird eine nachhaltige Ressourcennutzung etabliert. Mit Blick auf das Recycling in der Baustoffindustrie ist die Einführung von Anforderungen an den Recyclinganteil für bestimmte Produkte, unter Berücksichtigung ihrer Sicherheit und Funktionalität, denkbar. Der Rohstoff Gips wird in diesem Zusammenhang eine besondere Stellung einnehmen, da er multirecyclingfähig ist und damit das Potenzial besteht, hierbei den abfallwirtschaftlichen Kreislauf zu schließen.

Zwar kann Recycling-Gips die rückläufigen REA-Gipsmengen von heute nicht vollständig ersetzen, aber die Knauf Gruppe kann durch Einsatz von Recycling-Gips einen Teil der Nachhaltigkeitsziele erfüllen und darüber hinaus den Kunden einen Lösungsansatz zur Entsorgung von Plattenabschnitten bieten.

Neben Gipsabfällen fallen in den europäischen Ländern auch beträchtliche Mengen von Dämmstoffabfällen an. Derzeit wird der Großteil dieser Abfälle auf Deponien entsorgt. Diese wiederzuverwenden, zu reduzieren und zu recyceln ist nicht nur moralisch geboten, sondern auch wirtschaftlich von Nutzen.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Höhe des Ausmaßes sämtlicher operativer Risiken auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage werden als moderat eingeschätzt.

Rechtliche und Compliance - Risiken

Die sich ändernden ökonomischen Rahmenbedingungen bringen immer wieder neue absatz- beziehungsweise umsatzbezogene Risikosituationen hervor. Zudem können sich Risiken aus nationalen und internationalen Regularien, Verordnungen und Gesetzen, wie z. B. die Änderung von relevanten Förderprogrammen, ergeben. Sie können die gesamte Wertschöpfungskette der einzelnen Gesellschaften betreffen. Mögliche Export- und Importbeschränkungen sowie außerordentliche innen- und außenpolitische Entwicklungen stellen dabei Handelshemmnisse dar. Die Entwicklungen werden aufmerksam verfolgt und, wo nötig und möglich, werden Maßnahmen zur Anpassung an die neuen Gegebenheiten vorbereitet und umgesetzt.

Für die Geschäftstätigkeit der Knauf Gruppe ist eine Vielzahl öffentlich-rechtlicher Zulassungen und Genehmigungen Voraussetzung. Der Rahmen für deren Erteilung wird maßgeblich durch nationale Umwelt- und Bergrechtsgesetzgebungen gesteckt. Die Bedeutung dieser rechtlichen Rahmenbedingungen wird künftig weiter zunehmen. Für alle genehmigungsbedürftigen Tätigkeiten besteht nach Erteilung das Risiko, dass von dritter Seite Rechtsmittel gegen diese eingelegt und die Genehmigungen durch Gerichte aufgehoben werden. Darüber hinaus können Verlängerungen oder Neuerteilungen inhaltlich begrenzt, zeitlich befristet, dauerhaft verändert beziehungsweise versagt oder mit weiteren Auflagen versehen werden. Mithilfe von regelmäßigen Schulungen und Workshops zum Thema Compliance sowie der Bestimmung von Compliance-Beauftragten in den einzelnen Regionen beziehungsweise Geschäftsbereichen soll diesem Risiko begegnet werden. Die Maßnahmen haben zum Ziel, das rechtmäßige, verantwortungsbewusste und nachhaltige Handeln der Mitarbeiter sicherzustellen.

Die Einhaltung der Gesetze sowie interner und externer Vorschriften ist unerlässlich. Die Nichteinhaltung kann zu Unternehmensstrafen, Bußgeldern oder dem Verfall des durch den Gesetzesverstoß erzielten Gewinnes führen. Jeder Mitarbeiter der Knauf Gruppe ist verpflichtet, im Rahmen seiner Tätigkeit korrekt zu handeln und Gesetze sowie interne und externe Bestimmungen einzuhalten.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Höhe des Ausmaßes sämtlicher rechtlichen und Compliance-Risiken auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage werden als moderat eingeschätzt.

Konflikt in der Ukraine

Der Konflikt in der Ukraine bremst die Expansion der Weltwirtschaft. Das Ausmaß und die Dauer der Beeinträchtigungen sind indes kaum zu prognostizieren. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind schon eine starke Volatilität des russischen Rubels, massive Import- und Exportbeschränkungen sowie eine drastische Verschlechterung des Investitionsklimas in Russland zu verzeichnen.

Die Knauf Gruppe hält in der Ukraine nur in geringem Umfang Tochtergesellschaften und Beteiligungen, hat allerdings in Russland mehrere Produktionsstandorte sowie Vertriebseinheiten. Diese können vor allem durch die derzeit bereits beschlossenen, aber auch durch mögliche neue Sanktionen, im Bereich von Dienstleistungen und im Zahlungsverkehr, und die allgemeine Entwicklung in Russland beeinträchtigt werden.

Es ist nicht auszuschließen, dass die weitere Eskalation des Konflikts die globale Konjunktur, die Baubranche, insbesondere hinsichtlich der Energieversorgung beziehungsweise der Energiepreise, sowie des Rubelwechselkurses und damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Knauf Gruppe weiter belastet.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken aus dem Konflikt in der Ukraine wird als wesentlich und die Höhe des Ausmaßes dieser Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage wird als moderat eingeschätzt.

CHANCENBERICHT

Unter den im Folgenden dargestellten Chancen sind mögliche zukünftige Entwicklungen und Ereignisse zu verstehen, die zu einer positiven Abweichung von der Prognose führen können. Eine Bewertung der Chancen erfolgt in der Regel nicht, da die Eintrittswahrscheinlichkeiten nur sehr schwer abzuschätzen sind.

Finanzielle Chancen

Den unter den finanziellen Risiken genannten Währungs- und Zinsänderungsrisiken stehen auch Chancen in der Weise gegenüber, dass sich die genannten Einflussfaktoren in eine für das Unternehmen vorteilhafte Richtung entwickeln. Bei Schwankungen der Wechselkurse kann sich für einen Käufer beziehungsweise Verkäufer von Fremdwährungen die Chance ergeben, dass Währungssicherungskontrakte auf günstigeren Kursniveaus abgeschlossen werden können, als dies gegebenenfalls zu früheren Zeitpunkten der Fall gewesen wäre.

Strategische Chancen

Der Ausbau der globalen Präsenz bei gleichzeitiger Stärkung und Diversifizierung der länderspezifischen Produktportfolios birgt zahlreiche Chancen. Wachstum soll dabei sowohl organisch als auch durch Zukäufe von Unternehmen erfolgen. Im Berichtsjahr wurden die ausstehenden Anteile an den bisherigen Gemeinschaftsunternehmen USG Boral Building Products Pte. Ltd., Singapur und USG Boral Building Products Pty Ltd., North Sydney erworben.

Operative Chancen

Die Professionalisierung hinsichtlich Verhandlungen, Strategieentwicklung auf Basis von Warengruppen und Lieferantenmanagement wird im globalen Einkauf weiter vorangetrieben.

Die zunehmende Bedeutung der Nachhaltigkeit in Verbindung mit der steigenden Knappheit an Rohstoffen erfordert einen immer effizienteren Ressourceneinsatz. Hieraus ergeben sich zahlreiche Chancen, welche sich in verschiedenen Optimierungsprojekten niederschlagen.

Im Rahmen der Produktion wird der Energieverbrauch durch Energiemanagementsysteme in Verbindung mit Energieeffizienzprojekten reduziert.

Chancen, Produktionsprozesse effizienter zu gestalten und Prozessschwankungen zu verringern, werden in der Digitalisierung und in dem Einsatz von Produktionsleitsystemen gesehen.

Kontinuierliche Verbesserungsprozesse dienen als eine wesentliche Säule zur weiteren Effizienzsteigerung.

Durch die engere Verzahnung der Prozesse innerhalb der Knauf Gruppe können gemeinsame logistische Lösungen erarbeitet und genutzt werden, die zu einer Erhöhung der Kundenzufriedenheit und zu einer Reduzierung der Kosten führen können. Aufgrund der Digitalisierung der Prozesskette und der verstärkten Präsenz auf Kundenplattformen können die logistischen Leistungen transparenter dargestellt werden. Dies kann zu einer Reduzierung der Rückfragen und einem Wettbewerbsvorteil führen.

Die Informationstechnologie bietet Chancen durch neue Anwendungen und Technologien wie die Verarbeitung großer Datenmengen für schnellere, aussagekräftigere Analysen und Berichte sowie die flexiblere Nutzung neuer mobiler Endgeräte. Weitere Chancen werden in der Standardisierung und Harmonisierung von Applikationen gesehen, um den Grad der Wiederverwendbarkeit zu erhöhen und eine möglichst große Kosteneffizienz zu erzielen.

ZUSAMMENFASSUNG

Als bedeutsam werden solche Risiken und Chancen eingeschätzt, die einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Knauf Gruppe haben können. Dabei ist zu beachten, dass sowohl Risiken als auch Chancen mit gegenwärtig geringeren Eintrittswahrscheinlichkeiten stärkere Auswirkungen haben könnten als solche Risiken und Chancen, deren Eintritt derzeit wahrscheinlicher erscheint.

Die Zusammensetzung der Risikomatrix hat sich im Vergleich zum Vorjahr, mit Ausnahme der Risiken aus dem Konflikt in der Ukraine, nicht wesentlich verändert. Die Gesamtrisikosituation hinsichtlich der Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit der Risikokategorien zeigte ihren Schwerpunkt für beide Ausprägungen im Bereich moderat. Die Chancenlage, die sich mittelfristig bietet, ist gegenüber dem Vorjahr ebenfalls nahezu unverändert.

Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeiten und der potenziellen finanziellen Auswirkungen der erläuterten Risiken und Chancen wird zum jetzigen Zeitpunkt keine zukünftige Entwicklung erwartet, bei der Risiken einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken zu einer dauerhaften und bestandsgefährdenden Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Knauf Gruppe führen könnten.

PROGNOSEBERICHT

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Der Internationale Währungsfonds erwartet für das laufende Jahr ein weltweites Wachstum von 3,6 %.

Für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird ein Wachstum von 3,3 % erwartet, während für die Schwellen- und Entwicklungsländer ein Wachstum von insgesamt 3,8 % prognostiziert wird. Grundsätzlich wird erwartet, dass sich die Baukonjunktur ähnlich dem gesamtwirtschaftlichen Verlauf in der jeweiligen Region entwickeln wird.

Am 24. Februar 2022 griff Russland die Ukraine an, und ein Ende der militärischen Auseinandersetzung ist gegenwärtig noch nicht abzusehen. Die westliche Staatengemeinschaft reagierte mit umfangreichen Sanktionen, die in ihrer Schärfe fast ohne Vorbild sind. Weltwirtschaftliche Auswirkungen ergeben sich zum einen über den Handelskanal, wobei der Ausfall von Exporten vor allem in einigen europäischen Ländern - insbesondere in Osteuropa - gesamtwirtschaftlich von erheblicher Bedeutung ist. Zudem drohen sich die Lieferengpässe, die seit einiger Zeit die wirtschaftliche Aktivität behindern, durch fehlende Vorleistungen und den Wegfall wichtiger Transportwege wieder zu verschärfen. Der wohl gewichtigste Kanal, über den der Krieg auf die Weltwirtschaft wirkt, ist der drastische Anstieg der Rohstoffpreise, der die Produktion verteuert und in vielen Bereichen reduziert, was über die Lieferketten auch auf die übrige Wirtschaft ausstrahlen wird.

Der Krieg in der Ukraine bremst die Expansion der Weltwirtschaft, Ausmaß und Dauer der Beeinträchtigung sind indes kaum zu prognostizieren. Gegenwärtig sind die Kriegshandlungen in vollem Gange, und es ist nicht vorherzusehen, wie sich der Konflikt weiterentwickelt. Daher ist die Prognose für die Weltkonjunktur von besonderer Unsicherheit geprägt.

Risiken für eine Abschwächung des globalen Wachstums bestehen insbesondere durch eine Ausweitung des Ukraine-Kriegs, eine weitere Verschärfung der Sanktionen gegen Russland sowie eine stärker als erwartete Abschwächung des Wachstums in China aufgrund der dortigen Null-COVID-Strategie. Darüber hinaus könnte das Auftreten einer neuen, ansteckenderen Variante des Coronavirus die weltweite Pandemielage verschärfen.

PROGNOSE

Die Knauf Gruppe erwirtschaftete im ersten Quartal des laufenden Jahres Umsätze in Höhe von 3.547 Mio. EUR. Damit generierte sie im Vergleich zum Vorjahreswert ein Plus von 27,5 %. Das EBITDA erreichte 661 Mio. EUR und übertraf den Vorjahreswert um 6,5 %. Die EBITDA-Quote verringerte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 3,7 Prozentpunkte auf 18,6 %.

In allen Geschäftsbereichen konnten deutliche Umsatzsteigerungen gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden. Im Geschäftsbereich Gips lagen die Erlöse nahezu um ein Drittel über dem Vorjahreswert. Im Geschäftsbereich Dämmstoffe fielen die Erlöse um etwa ein Viertel höher als im Vorjahr aus. Auch für den Geschäftsbereich Deckenlösungen wurde ein entsprechender Umsatzzuwachs ausgewiesen. Dieser lag im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Die Erlöse im Geschäftsbereich Sonstiges legten im hohen einstelligen Prozentbereich zu.

Die Geschäftsentwicklung in den Knauf Regionen verlief durchweg positiv.

In der Region Asien/Pazifik konnten die Umsätze mehr als verdreifacht werden. Dieser Anstieg ist jedoch ausschließlich auf die Umsätze der USG-Boral-Gesellschaften zurückzuführen, die im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch nicht der Gruppe angehörten. In der Region Europa/Naher Osten/Afrika sowie auch in der Region Amerika konnten die Erlöse um jeweils etwa ein Fünftel gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert werden.

Die Knauf Gruppe erreichte in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres trotz der anhaltenden Beeinträchtigungen durch die Corona-Pandemie und des beginnenden Konfliktes in der Ukraine Umsätze, die oberhalb der ursprünglich für das laufende Jahr geplanten Werte liegen. Trotz der deutlichen Preissteigerungen bei der Beschaffung von Rohstoffen und insbesondere bei Energie konnten die geplanten Erträge übertroffen werden. Im weiteren Jahresverlauf dürften die Einflüsse der Corona-Pandemie auf die Geschäftsentwicklung weiter in den Hintergrund treten. Dagegen werden die Auswirkungen des Ukraine-Konfliktes auf die Entwicklung der Preise für Energie und wichtige Rohstoffe überwiegen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wird in allen Geschäftsbereichen und Regionen mit Umsätzen und einem EBITDA im mittleren einstelligen Prozentbereich über dem Niveau des Berichtsjahres gerechnet. Aufgrund der unterjährigen Einbeziehung der USG-Boral-Gesellschaften wird der prozentuale Zuwachs in der Region Asien/Pazifik am größten ausfallen.

Risiken für die Erreichung der Budgetziele stellen in erster Linie eine mögliche Eskalation oder Ausweitung des Konfliktes in der Ukraine sowie ungünstige Entwicklungen insbesondere der neben dem Euro wichtigsten Währung US-Dollar dar.

Die Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung werden sich voraussichtlich auf dem Niveau des Berichtsjahres bewegen. Mit der Ausweitung der internationalen Personalstrategie stellt sich Knauf der Herausforderung, auch in Zukunft die besten Fachkräfte zu finden, langfristig an das Unternehmen zu binden und ihnen Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen. Die Initiativen zur Qualifizierung von Fach- und Führungskräften werden auch im laufenden Jahr weiter intensiv verfolgt. Das Thema Nachhaltigkeit wird in Zukunft noch mehr in den Fokus rücken und stellt bei Knauf inzwischen auch eines der fünf strategischen Handlungsfelder dar. Bei der Rohstoffsicherung liegt der Schwerpunkt im laufenden Jahr erneut auf der Identifizierung strategischer Rohstoffreserven sowie deren Sicherung und Erschließung, um die Versorgung der Knauf Werke langfristig zu sichern. Die Initiativen in den strategischen Handlungsfeldern Mitarbeiter, Digitalisierung, kommerzielle Exzellenz, kontinuierliche Verbesserung und Nachhaltigkeit werden auch in Zukunft die Basis für den nachhaltigen Erfolg der Knauf Gruppe darstellen.

KONZERNABSCHLUSS für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2021

DER GEBR. KNAUF KG

Aktiva

in Tsd. EUR 31.12.2021 31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 213.620 209.411
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 2.952.730 2.334.443
3. Geleistete Anzahlungen 565 812
3.166.915 2.544.666
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.903.029 2.491.121
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.193.993 1.830.105
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 313.775 270.819
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 549.140 500.375
5.959.937 5.092.420
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 149.032 178.085
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 20.578 26.913
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 257.742 803.058
4. Beteiligungen 36.184 33.320
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 22.135 9.356
6. Wertpapiere des Anlagevermögens 11.483 9.221
7. Sonstige Ausleihungen 30.298 28.400
527.452 1.088.353
9.654.304 8.725.439
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 780.238 492.241
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 98.738 64.548
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 584.302 437.413
4. Geleistete Anzahlungen 17.237 10.057
1.480.515 1.004.259
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.283.699 973.820
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 43.866 25.298
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 16.147 13.002
4. Sonstige Vermögensgegenstände 352.208 321.282
1.695.920 1.333.402
III. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere 24 65
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.438.537 1.273.101
4.614.996 3.610.827
C. Rechnungsabgrenzungsposten 108.328 90.962
D. Aktive latente Steuern 127.789 113.454
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 114.238 241.734
14.619.655 12.782.416

Passiva

in Tsd. EUR 31.12.2021 31.12.2020
A. Eigenkapital
I. Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens 8.413.987 6.912.549
II. Nicht beherrschende Anteile 31.378 18.497
8.445.365 6.931.046
B. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und sonstigen Familienmitgliedern 1.260.828 1.198.408
C. Sonderposten für Investitionszuschüsse 12.781 15.334
D. Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene Emissionsberechtigungen 12.039 13.752
E. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 274.274 248.319
2. Steuerrückstellungen 103.786 88.158
3. Sonstige Rückstellungen 1.278.988 1.098.473
1.657.048 1.434.950
F. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 5.665 60.905
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.221.338 1.594.040
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 19.753 15.198
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.078.494 756.000
5. Wechselverbindlichkeiten 94 55
6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.764 24.089
7. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 27.114 23.472
8. Sonstige Verbindlichkeiten 583.233 534.188
2.960.455 3.007.947
G. Rechnungsabgrenzungsposten 2.184 1.429
H. Passive latente Steuern 268.955 179.550
14.619.655 12.782.416

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

in Tsd. EUR 2021 2020
1. Umsatzerlöse 12.550.112 10.485.991
2. Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen 91.762 -95.198
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 12.118 8.973
12.653.992 10.399.766
4. Sonstige betriebliche Erträge 266.709 348.240
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -5.511.127 -4.198.742
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -101.472 -80.526
- 5.612.599 - 4.279.268
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.742.137 -1.603.312
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -371.276 -264.728
(davon für Altersversorgung 124.246 Tsd. EUR; Vorjahr 30.078 Tsd. EUR)
-2.113.413 -1.868.040
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -797.851 -792.395
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.663.007 -2.297.160
1.733.831 1.511.143
9. Erträge aus Beteiligungen 2.063 9.016
(davon aus verbundenen Unternehmen 796 Tsd. EUR; Vorjahr 488 Tsd. EUR)
10. Erträge aus assoziierten Unternehmen 10.190 2.195
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.735 2.428
(davon aus verbundenen Unternehmen 567 Tsd. EUR; Vorjahr 434 Tsd. EUR)
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.402 35.939
(davon aus verbundenen Unternehmen 47 Tsd. EUR; Vorjahr 39 Tsd. EUR)
(davon Erträge aus Abzinsung 598 Tsd. EUR; Vorjahr 26.821 Tsd. EUR)
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 -27.181
14. Aufwendungen aus Verlustübernahme -682 -731
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -182.613 -138.735
(davon an verbundene Unternehmen 127 Tsd. EUR; Vorjahr 51 Tsd. EUR)
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung 102.125 Tsd. EUR; Vorjahr 38.732 Tsd. EUR)
-153.905 -117.069
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -400.602 -363.009
17. Ergebnis nach Steuern 1.179.324 1.031.065
18. Konzernjahresüberschuss 1.179.324 1.031.065
19. auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn -13.792 -8.644
20. Konzerngewinn 1.165.532 1.022.421
21. Zuweisung zu den Gewinnrücklagen -189.770 -226.950
22. Konzernbilanzgewinn 975.762 795.471

Anhang

ALLGEMEINE ANGABEN

Die Gebr. Knauf KG mit Sitz Am Bahnhof 7, 97346 Iphofen, Deutschland, eingetragen im Handelsregister Würzburg (HRA 2771), ist eine Kommanditgesellschaft nach deutschem Recht und Mutterunternehmen der Knauf Gruppe. Der Knauf Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Publizitätsgesetzes aufgestellt. Der Konzernabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang.

Im Interesse einer übersichtlicheren Darstellung sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert.

Für die konsolidierte Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Mit drei materiell unbedeutenden Ausnahmen ist der Bilanzstichtag der Unternehmen des Konsolidierungskreises der 31. Dezember 2021.

Die Angabe der in den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen enthaltenen Erträge beziehungsweise Aufwendungen aus Währungsumrechnung erfolgt in Ausübung des Wahlrechts nicht mittels eines Davon-Vermerks in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Anhang.

Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen im Konzernabschluss der Knauf Gruppe nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Der Konsolidierungskreis umfasst eine Obergesellschaft in der Rechtsform der Kommanditgesellschaft und alle wesentlichen nachgeordneten in- und ausländischen Gesellschaften, auf die die Obergesellschaft mittelbar oder unmittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann (§ 11 Abs. 1 PublG).

Die Obergesellschaft befindet sich vollständig im Besitz der Familie Knauf.

Im Berichtsjahr wurden 34 ausländische Gesellschaften erstmals vollkonsolidiert. 11 Gesellschaften schieden im Berichtsjahr aus dem Konsolidierungskreis aus. Eine ausländische Gesellschaft ist erstmals nach der Equity-Methode (Buchwertmethode) bewertet worden.

Für die wesentlichen Auswirkungen der Veränderungen des Konsolidierungskreises auf die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres verweisen wir auf das Kapitel "Erläuterungen zur Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen".

Insgesamt wurden in den Konzernabschluss einschließlich der Obergesellschaft 316 (im Vorjahr 293) Gesellschaften einbezogen. 311 (im Vorjahr 288) Gesellschaften wurden nach der Methode der Vollkonsolidierung einbezogen. Fünf (im Vorjahr fünf) Gesellschaften wurden nach der Methode der anteilmäßigen Konsolidierung bilanziert, da diese jeweils gemeinsam mit einem nicht in den Gruppenabschluss einbezogenen Unternehmen geführt werden. Die USG Corp., Chicago wird als Teilkonzern einbezogen.

131 (Vorjahr 115) Tochterunternehmen wurden gemäß § 13 Abs. 2 Satz 1 PublG i. V. m. § 296 HGB nicht in den konsolidierten Abschluss einbezogen, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe auch insgesamt von untergeordneter Bedeutung waren.

Gemäß § 313 Abs. 3 HGB wurde auf die Angabe von fünf Gesellschaften verzichtet.

Im Konzernabschluss wurden 38 (im Vorjahr 83) Gesellschaften, auf deren Geschäfts- und Finanzpolitik ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann (assoziierte Unternehmen), gemäß § 13 Abs. 2 Satz 1 PublG i. V. m. § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB nach der Equity-Methode (Buchwertmethode) bewertet.

Die folgenden Gesellschaften haben hinsichtlich der Offenlegung des Jahresabschlusses und des Lageberichts (sofern ein solcher aufzustellen gewesen wäre) die Befreiungsvorschrift des § 264b HGB in Anspruch genommen:

Danogips GmbH & Co. KG, Neuss

Gipswerk Embsen GmbH & Co. Baustoffproduktion KG, Embsen

Knauf Ceiling Solutions GmbH & Co. KG, Grafenau

Knauf Aquapanel GmbH & Co. KG, Iserlohn

Knauf Bauprodukte GmbH & Co. KG, Iphofen

Knauf PFT GmbH & Co. KG, Iphofen

KNAUF Riessler GmbH & Co. KG, Wolpertshausen

Marbos GmbH & Co. KG, Dortmund

Richter-System GmbH & Co KG, Griesheim

Rump & Salzmann Gipswerk Uehrde GmbH & Co. KG, Osterode am Harz

Sakret Bausysteme GmbH & Co. KG, Neuss

VG-Orth GmbH & Co. KG, Stadtoldendorf

Die folgenden Gesellschaften haben hinsichtlich der Offenlegung des Jahresabschlusses die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. Ferner waren sie von der Erstellung eines Lageberichts (sofern ein solcher aufzustellen gewesen wäre) befreit:

Knauf (UK) GmbH, Iphofen/Sittingbourne

Knauf Danogips GmbH, Iphofen/Åhus

Knauf GmbH, Iphofen/Madrid

Knauf Information Services GmbH, Iphofen

KNAUF-Trans GmbH, Iphofen

Knauf V.V.G. Versicherungsservice und -Vermittlungs-GmbH, Iphofen

Knauf Digital GmbH, München

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Jahresabschlüsse der in den konsolidierten Abschluss einbezogenen Unternehmen basieren mit unwesentlichen Ausnahmen auf einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen. Ausländische Gruppengesellschaften haben grundsätzlich ihre nach jeweiligem Landesrecht erstellten Einzelabschlüsse, soweit diese von den nachstehenden Grundsätzen in Gliederung, Ansatz und Bewertung abweichen, für Zwecke der Einbeziehung in den Gruppenabschluss entsprechend angepasst. Soweit bei ausländischen Gesellschaften nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen beziehungsweise nach international anerkannten Bilanzierungsstandards (IFRS) aufgestellte Abschlüsse unverändert übernommen wurden, ist hierdurch das tatsächliche Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gruppenabschlusses nicht wesentlich beeinträchtigt.

Die Kapitalkonsolidierung wird für Erstkonsolidierungen seit dem 1. Januar 2010 nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 HGB durchgeführt. Die bis zum 31. Dezember 2009 angewandte Buchwertmethode wird für die Kapitalkonsolidierungen, die bis zu diesem Zeitpunkt durchgeführt wurden, weitergeführt (Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB). Bei der erstmaligen Aufstellung des Gruppenabschlusses (zum 31. Dezember 1994) wurde als Zeitpunkt für die Ermittlung der Wertansätze bei der Kapitalkonsolidierung einheitlich der 1. Januar 1994 gewählt; im Übrigen gelten für die Kapitalkonsolidierung die Wertansätze zum erstmaligen Einbeziehungszeitpunkt beziehungsweise Erwerbszeitpunkt.

Nach der Kapitalaufrechnung verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen. Im Geschäftsjahr wurden Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung, die aus Erstkonsolidierungen und dem Erwerb weiterer Anteile an bereits einbezogenen Gesellschaften resultierten, in Höhe von 638,9 Mio. EUR erstmals aktiviert; es wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 16,0 Mio. EUR vorgenommen.

Die passiven Unterschiedsbeträge, die überwiegend durch die Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen nach dem Wegfall der untergeordneten Bedeutung entstehen und aus Gewinnthesaurierungen aus der Zeit vor der Erstkonsolidierung resultieren, besitzen Rücklagencharakter und werden mit den Gewinnrücklagen saldiert. Diese betrugen zum Bilanzstichtag 183,0 Mio. EUR (Vorjahr 183,0 Mio. EUR).

Aus der ergebniswirksamen Fortschreibung der nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen zum 31. Dezember 2021 ergaben sich Erträge aus assoziierten Unternehmen in Höhe von 10,2 Mio. EUR (Vorjahr 2,2 Mio. EUR), die in einem gesonderten Posten im Finanzergebnis ausgewiesen wurden. Die Buchwerte der Anteile an assoziierten Unternehmen entsprachen grundsätzlich dem anteiligen Eigenkapital der assoziierten Unternehmen (historische Anschaffungskosten fortgeschrieben um das anteilige Ergebnis der Gesellschaften). Die fortgeschriebenen Buchwerte enthielten Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von insgesamt 134,0 Mio. EUR (Vorjahr 266,3 Mio. EUR).

Die übrigen Beteiligungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst.

Ausleihungen, andere Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen und sonstige finanzielle Verpflichtungen zwischen einbezogenen Gesellschaften der Knauf Gruppe, gruppeninterne Umsätze sowie andere interne Aufwendungen und Erträge werden eliminiert. Führen Konsolidierungsmaßnahmen zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen und bauen sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ab, so werden hierauf latente Steuern gebildet. Bei der Quotenkonsolidierung gemäß § 310 HGB erfolgen die Schulden- sowie die Aufwands- und Ertragskonsolidierung anteilsmäßig. Die Eliminierung von gruppeninternen Zwischenergebnissen wurde für wesentliche Sachverhalte vorgenommen.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Briefkurs im Zugangszeitpunkt oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Geldkurs am Einbuchungstag beziehungsweise mit dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag passiviert. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die Bilanzen der ausländischen Gruppenunternehmen mit Sitz in einem Staat außerhalb der Euro-Währungszone sind grundsätzlich einheitlich zu den am 31. Dezember 2021 gültigen Devisenkassamittelkursen in Euro (funktionale Währung) gemäß § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet worden. Das Eigenkapital - mit Ausnahme des zum Durchschnittskurs umgerechneten Jahresergebnisses - wird mit den historischen Kursen umgerechnet. Die hieraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden innerhalb des Eigenkapitals nach den Gewinnrücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

Sämtliche Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit den gewichteten Monatsdurchschnittskursen umgerechnet.

Die Währungsdifferenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Betriebsstätten von deutschen Tochtergesellschaften werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten und die der Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die Herstellungskosten enthalten keine Fremdkapitalzinsen. Neben den Einzelkosten werden auch notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens einbezogen. Abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens werden entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit notwendig, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen sind, werden erforderliche Zuschreibungen vorgenommen. Alle aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens haben eine begrenzte Nutzungsdauer.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über eine Nutzungsdauer zwischen 5 und 25 Jahren abgeschrieben. Die Schätzung der Nutzungsdauern der Geschäfts- oder Firmenwerte entspricht den Einschätzungen des Managements, welches grundsätzlich Transaktionen vor dem Hintergrund einer langfristigen Integration tätigt. Die Baustoffbranche ist traditionell langfristig ausgerichtet und zeichnet sich durch lange Produktlebenszyklen, hohe Bestandsdauern und Halteabsichten aus. Insbesondere aufwendige Zulassungsverfahren verbunden mit langfristigen Beschaffungs- und Absatzverträgen sind Gründe für eine langfristige Integration. Die Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse erfolgt auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- oder Firmenwerte. Diese Komponenten repräsentieren insbesondere Kundenstämme, Technologien und Know-how, die im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen übernommen wurden. Auf Basis dieser Einschätzungen wurden Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Restbuchwert von 0,9 Mio. EUR über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Restbuchwert von 4,6 Mio. EUR wurden über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Der Restbuchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte, die über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben werden, betrug 714,4 Mio. EUR, während der Restbuchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte mit einer Nutzungsdauer von 20 Jahren 2,6 Mio. EUR betrug. Der Restbuchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte mit einer Nutzungsdauer von 25 Jahren belief sich auf 2.230,1 Mio. EUR.

Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände werden nach Maßgabe der wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear über 3 bis 25 Jahre abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden für Gebäude über eine Nutzungsdauer von 20 bis 50 Jahren vorgenommen. Bewegliche Anlagegüter werden nach Maßgabe der wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben; diese liegt zwischen 6 und 15 Jahren. Bei beweglichen Anlagegütern erfolgt die Abschreibung - soweit erforderlich - im Anschaffungsjahr pro rata temporis.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu 800 EUR werden bei den deutschen Gruppenunternehmen sofort aufwandswirksam erfasst. Ausländische Gruppengesellschaften haben teilweise von anderen landesrechtlichen Vereinfachungsregelungen Gebrauch gemacht.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Stichtagswerten bilanziert. Sofern erforderlich erfolgen Zuschreibungen bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten. Im Berichtsjahr erfolgten wie im Vorjahr keine Zuschreibungen. Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wurden ebenfalls keine vorgenommen (Vorjahr 27,2 Mio. EUR). Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen bestanden nicht.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Gesunkenen Wiederbeschaffungskosten und Gängigkeitsrisiken wird durch angemessene Abwertung Rechnung getragen. Bei Handelswaren wird zudem die Preisentwicklung auf dem Absatzmarkt berücksichtigt. Der Wertansatz der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Grundsatzes der verlustfreien Bewertung. Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse enthalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Lohnkosten angemessene Teile der betrieblichen Gemeinkosten. Allgemeine Verwaltungskosten, Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersvorsorge sowie Vertriebskosten werden nicht aktiviert. Den Bestandsrisiken wird durch den jeweiligen betrieblichen Gegebenheiten entsprechende angemessene Abwertungen Rechnung getragen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden grundsätzlich nicht aktivisch von den Vorräten abgesetzt, sondern passivisch unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Geleistete Anzahlungen und erhaltene Anzahlungen werden zum Nominalwert angesetzt.

Emissionsrechte werden innerhalb der Vorräte unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (67,4 Mio. EUR; Vorjahr 30,9 Mio. EUR) ausgewiesen. Unentgeltlich gewährte Emissionsrechte werden bei Zugang zum Zeitwert bewertet. In Höhe des aktivierten Zeitwertes wird ein Passivposten gebildet, der nach § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB gesondert als "Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene Emissionsberechtigungen" ausgewiesen wird. Entgeltlich erworbene Emissionsrechte werden mit den Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle eines niedrigeren Marktwertes am Abschlussstichtag erfolgt eine Abschreibung auf diesen Wert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag beziehungsweise den Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken werden durch Einzelwert- oder Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zum Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die flüssigen Mittel (Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks) werden zum Nennwert ausgewiesen.

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert bilanziert und beinhalten Ausgaben beziehungsweise Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Soweit in den Einzelabschlüssen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden aktive beziehungsweise passive latente Steuern angesetzt, die in den Konzernabschluss übernommen werden. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf bestehende steuerliche Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist.

Auf erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen, deren Ergebniseffekte sich im Zeitablauf ausgleichen, werden auf Gruppenebene latente Steuerabgrenzungen vorgenommen. Die Ermittlung dieser latenten Steuern erfolgt auf Basis eines gewichteten durchschnittlichen Steuersatzes aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften. Dieser betrug im Geschäftsjahr 21,6 % (Vorjahr 20,9 %).

Im Falle eines Aktivüberhanges der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Soweit zulässig, werden aktive und passive latente Steuern saldiert ausgewiesen.

Zur Ermittlung der latenten Steuern werden die Steuersätze angewendet, die nach der derzeitigen Rechtslage für den Zeitpunkt gültig oder angekündigt sind, zu dem sich die temporären Differenzen wahrscheinlich abbauen werden. Die Bewertung der Bilanzdifferenzen auf Ebene der Einzelabschlüsse und die Bewertung aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge erfolgt mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen der jeweiligen inländischen und ausländischen Gesellschaften. Für Deutschland betrugen die Steuersätze im Wesentlichen 11,2 % für Personengesellschaften und 27,0 % für Kapitalgesellschaften. Die jeweils länderspezifischen Steuersätze der ausländischen Gesellschaften zur Berechnung der latenten Steuern lagen zwischen 0,0 % und 34,9 %. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden nicht abgezinst.

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung enthält ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogene Vermögensgegenstände, sofern der beizulegende Zeitwert dieser Vermögensgegenstände den Betrag der verrechneten Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen übersteigt.

Der ausgewiesene Sonderposten für Investitionszuschüsse wird auf Basis handelsrechtlicher Vorschriften gebildet. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt analog der Wertentwicklung der bezuschussten Vermögensgegenstände.

Die Rückstellungen decken in ausreichendem Maße die ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und tragen allen erkennbaren Risiken Rechnung. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden in der Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrages, d. h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich zum Erfüllungszeitpunkt geltenden Preis- und Kostenverhältnisse, gebildet. Langfristige Rückstellungen, mit Ausnahme von Pensionsrückstellungen, sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, wie er von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird. Pensionsrückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst, wie er ebenfalls von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird. Hieraus ergaben sich zum 31. Dezember 2021 Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 274,3 Mio. EUR. Diese lagen um 25,2 Mio. EUR unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, wie er sich zum 31. Dezember 2021 bei Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre ergeben hätte.

Wie im Vorjahr entfielen die Pensionsrückstellungen überwiegend auf die deutschen und US-amerikanischen Tochtergesellschaften der Knauf Gruppe. Die Rückstellungen der deutschen Tochtergesellschaften werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Rechnungszinssatz gem. § 253 Abs. 2 HGB für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren (die gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB i. d. R. pauschal und laufzeitunabhängig bei der Abzinsung von Altersversorgungsverpflichtungen und anderen langfristig fälligen Verpflichtungen unterstellt werden kann) betrug zum Bilanzstichtag 1,9 % (Vorjahr 2,3 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % (Vorjahr 2,5 %) und Rentensteigerungen von jährlich 2,5 % (Vorjahr 2,5 %) zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation von 5,0 % p.a. (Vorjahr 5,0 % p.a.) unterstellt.

Die Pensionsrückstellungen der US-amerikanischen Tochtergesellschaften werden ebenfalls auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method, unter Berücksichtigung der "Pri-2012 Blue Collar with Scale MP-2020" der amerikanischen Aktuarvereinigung) bewertet. Der Bewertung wurde zum Stichtag 31. Dezember 2021 ein Rechnungszinssatz von 4,0 % (Vorjahr 4,2 %) zugrunde gelegt. Die hierbei unterstellte pauschale Restlaufzeit der Altersversorgungsverpflichtungen betrug ebenfalls 15 Jahre. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,5 % bis 5,0 %, in Abhängigkeit vom jeweiligen Pensionsplan (Vorjahr 3,5 % bis 5,0 %), sowie analog zum Vorjahr keine jährliche Rentensteigerung zugrunde gelegt. Es wurde eine altersabhängige Fluktuation angenommen, die zwischen 0,0 % und 33,8 % (Vorjahr 0,0 % und 31,4 %) lag.

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Betragsmäßig unwesentliche Pensionsrückstellungen von ausländischen Tochterunternehmen werden in der Regel unverändert nach lokalem Recht übernommen. Die Bewertung basiert im Wesentlichen auf versicherungsmathematischen Grundsätzen.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Abweichend von der gemäß § 275 Abs. 2 HGB vorgeschriebenen Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die sonstigen Steuern in Höhe von 64,7 Mio. EUR (Vorjahr 69,1 Mio. EUR) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR VERGLEICHBARKEIT DER VORJAHRESZAHLEN

Die Zusammensetzung der in den Konzernabschluss der Knauf Gruppe einbezogenen Unternehmen hat sich aufgrund der vollständigen Akquisition der USG-Boral-Gesellschaften sowie durch Verkäufe beziehungsweise Entkonsolidierungen im Berichtsjahr wesentlich verändert. Zur besseren Vergleichbarkeit der aufeinanderfolgenden Konzernabschlüsse werden im Folgenden wesentliche Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung jeweils bereinigt um die neu erworbenen Unternehmen dargestellt.

Bilanz

in Mio. EUR Knauf Gruppe 2021 davon UBBP Knauf Gruppe ohne UBBP Knauf Gruppe 2020
Anlagevermögen 9.654 1.494 8.160 8.725
Vorräte 1.481 88 1.393 1.004
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.696 142 1.554 1.333
Rückstellungen 1.657 75 1.582 1.435
Verbindlichkeiten, passive Rechnungsabgrenzungsposten und passive latente Steuern 3.232 159 3.073 3.189

Der Rückgang des Anlagevermögens der Knauf Gruppe ohne USG-Boral-Gesellschaften im Vergleich zum Vorjahr resultierte aus der Erstkonsolidierung der im Vorjahr noch hierin enthaltenen Anteile an den USG-Boral-Gemeinschaftsunternehmen.

Die Vermögensgegenstände und Schulden der veräußerten australischen Gesellschaften sowie der sonstigen entkonsolidierten Gesellschaften sind in der Bilanz per 31. Dezember 2021 nicht mehr enthalten. Im Vorjahr belief sich deren Anlagevermögen auf 97,3 Mio. EUR, das Umlaufvermögen inkl. Rechnungsabgrenzungsposten auf 62,0 Mio. EUR, die Rückstellungen auf 12,1 Mio. EUR sowie die Verbindlichkeiten auf 11,4 Mio. EUR.

Gewinn - und Verlustrechnung

in Mio. EUR Knauf Gruppe 2021 davon UBBP Knauf Gruppe ohne UBBP Knauf Gruppe 2020
Umsatzerlöse 12.550 678 11.872 10.486
Sonstige betriebliche Erträge 267 5 262 348
Materialaufwand 5.613 377 5.236 4.279
Personalaufwand 2.113 98 2.015 1.868
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.663 140 2.523 2.297
Jahresergebnis 1.179 -9 1.188 1.031

Der Personalaufwand entwickelte sich entsprechend der Veränderung der Mitarbeiterzahlen.

Der Anstieg der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen war im Wesentlichen auf die Abschreibungen des im Rahmen der Akquisition erworbenen Sachanlagevermögens zurückzuführen.

ERLÄUTERUNG ZUR BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

KONZERNBILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt:

in Tsd. EUR Bruttowerte 01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 397.034 4.599 -3.711 2.078
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 3.264.410 638.945 -15 0
3. Geleistete Anzahlungen 812 463 0 -1.243
3.662.256 644.007 -3.726 835
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.418.961 44.887 -11.305 84.916
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.025.391 114.316 -79.833 216.290
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.072.643 55.545 -27.494 46.031
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 523.661 349.931 -1.130 -348.072
13.040.656 564.679 -119.762 -835
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 209.299 17.922 -1.132 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 26.913 6.613 -1.719 0
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 803.058 12.473 1 -18.530 1 143
4. Beteiligungen 33.370 903 0 -20
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 9.356 3.337 -348 0
6. Wertpapiere des Anlagevermögens 10.734 1.734 -8 -123
7. Sonstige Ausleihungen 28.502 135 -136 0
1.121.232 43.117 -21.873 0
17.824.144 1.251.803 -145.361 0
in Tsd. EUR Währungsumrechnungsdifferenzen Veränderungen Konsolidierungskreis u. a. Bruttowerte 31.12.2021 Abschreibungen zum 01.01.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.683 10.890 422.573 187.623
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 183.763 -48.198 4.038.905 929.967
3. Geleistete Anzahlungen 24 509 565 0
195.470 -36.799 4.462.043 1.117.590
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 198.360 360.840 5.096.659 1.927.840
2. Technische Anlagen und Maschinen 293.958 479.620 8.049.742 5.195.286
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.490 24.844 1.202.059 801.824
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.074 13.358 554.822 23.286
539.882 878.662 14.903.282 7.948.236
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 -72.318 153.771 31.214
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 615 -11.844 20.578 0
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 17.873 -557.275 2 257.742 0
4. Beteiligungen 425 1.556 36.234 50
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 107 9.683 22.135 0
6. Wertpapiere des Anlagevermögens 755 0 13.092 1.513
7. Sonstige Ausleihungen 1.991 -93 30.399 102
21.766 -630.291 533.951 32.879
757.118 211.572 19.899.276 9.098.705
in Tsd. EUR Abschreibungen (+) Zuschreibungen (-) lfd. Jahr Abschreibungen auf Abgänge Umbuchungen Währungsumrechnungsdifferenzen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.639 -3.519 -7 3.515
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 172.101 0 0 15.736
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
193.740 3 -3.519 -7 19.251
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 141.556 -8.239 -214 75.260
2. Technische Anlagen und Maschinen 386.122 -73.266 -6.553 204.973
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 73.902 -25.792 6.789 20.582
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.717 -6 -15 1.003
603.297 4 -107.303 7 301.818
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 316
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0
4. Beteiligungen 0 0 0 0
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0
6. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 96
7. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 -1
0 0 0 411
797.037 -110.822 0 321.480
in Tsd. EUR Veränderungen Konsolidierungskreis u. a. Abschreibungen zum 31.12.2021 Netto-Buchwerte zum 31.12.2021 Netto-Buchwerte zum 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -298 208.953 213.620 209.411
2. Geschäfts- oder Firmenwerte -31.629 1.086.175 2.952.730 2.334.443
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 565 812
-31.927 1.295.128 3.166.915 2.544.666
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 57.427 2.193.630 2.903.029 2.491.121
2. Technische Anlagen und Maschinen 149.187 5.855.749 2.193.993 1.830.105
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.979 888.284 313.775 270.819
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -20.303 5.682 549.140 500.375
197.290 8.943.345 5.959.937 5.092.420
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -26.791 4.739 149.032 178.085
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 20.578 26.913
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 257.742 5 803.058 6
4. Beteiligungen 0 50 36.184 33.320
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 22.135 9.356
6. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 1.609 11.483 9.221
7. Sonstige Ausleihungen 0 101 30.298 28.400
-26.791 6.499 527.452 1.088.353
138.572 10.244.972 9.654.304 8.725.439

1 darin enthalten Equity-Fortschreibung in Höhe von-5.816 Tsd. EUR

2 darin enthalten Abgänge von 733.044 Tsd. EUR und Zugänge von 175.526 Tsd. EUR

3 darin enthalten keine Zuschreibungen

4 darin enthalten Zuschreibungen von 814 Tsd. EUR

5 darin enthalten Anteile an Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 202.667 Tsd. EUR

6 darin enthalten Anteile an Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 771.200 Tsd. EUR

Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 16,0 Mio. EUR ausgewiesen. Dies war aufgrund der negativen Ertragsentwicklung der betroffenen Gesellschaften erforderlich. Aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen in Höhe von 26,0 Mio. EUR (Vorjahr 85,1 Mio. EUR) vorgenommen. Finanzanlagen mussten im Berichtsjahr nicht außerplanmäßig wertberichtigt werden (Vorjahr 27,2 Mio. EUR).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in Tsd. EUR Insgesamt 31.12.2021 Davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr Insgesamt 31.12.2020 Davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.283.699 141 973.820 42
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 43.866 286 25.298 284
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 16.147 0 13.002 0
Sonstige Vermögensgegenstände 352.208 31.801 321.282 42.053
1.695.920 32.228 1.333.402 42.379

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultierten im Wesentlichen aus Darlehen in Höhe von 23,1 Mio. EUR (Vorjahr 9,1 Mio. EUR), aus Cash-Pool-Forderungen in Höhe von 10,4 Mio. EUR (Vorjahr 7,6 Mio. EUR) und dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von 9,5 Mio. EUR (Vorjahr 6,1 Mio. EUR). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthielten Forderungen gegen assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen von 16,1 Mio. EUR (Vorjahr 13,0 Mio. EUR). Diese wiederum beinhalteten Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von 6,0 Mio. EUR (Vorjahr 4,3 Mio. EUR).

Latente Steuern

Latente Steuern resultierten im Wesentlichen aus Bruttodifferenzen zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz, die sich aus der unterschiedlichen Abschreibung von Sachanlagen und der unterschiedlichen Bewertung von Forderungen, Rückstellungen für Pensionen, sonstigen Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten ergaben. Sie führten auf Einzelgesellschaftsebene in Summe sowohl zu aktiven als auch zu passiven latenten Steuern. Zudem wurden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge, die voraussichtlich innerhalb der nächsten fünf Jahre genutzt werden können, sowie auf andere Steuervorteile angesetzt. Aus Konsolidierungsmaßnahmen ergaben sich ebenfalls aktive latente Steuern. Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die aktiven latenten Steuern um 14,3 Mio. EUR sowie die passiven latenten Steuern um 89,4 Mio. EUR.

Die latenten Steuersalden im Geschäftsjahr sind nachfolgend dargestellt:

in Tsd. EUR 31.12.2021 31.12.2020
Aktive latente Steuern 127.789 113.454
Passive latente Steuern 268.955 179.550

Eigenkapital

Nicht beherrschende Anteile

Der Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile (31,4 Mio. EUR; Vorjahr 18,5 Mio. EUR) beinhaltete die Anteile gruppenfremder Gesellschafter am Eigenkapital (einschließlich Währungsumrechnungsdifferenzen) sowie am Jahresergebnis der einbezogenen Gruppengesellschaften.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und sonstigen Familienmitgliedern

Die der Knauf Gruppe von den Gesellschaftern und sonstigen Familienmitgliedern zur Verfügung gestellten Darlehen erhöhten sich um 62,4 Mio. EUR auf 1.260,8 Mio. EUR (Vorjahr 1.198,4 Mio. EUR) und haben aufgrund der grundsätzlich jederzeit möglichen Abrufbarkeit eine Fälligkeit von unter einem Jahr.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Zum 31. Dezember 2021 bestanden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von 274,3 Mio. EUR (Vorjahr 248,3 Mio. EUR). Zum Bilanzstichtag wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB bestehende Verpflichtungen mit Deckungsvermögen mit einem Zeitwert von 138,8 Mio. EUR (Vorjahr 113,2 Mio. EUR) verrechnet.

Neben den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde im Berichtsjahr ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung von 114,2 Mio. EUR (Vorjahr 241,7 Mio. EUR) ausgewiesen. In diesem auf der Aktivseite der Bilanz auszuweisenden Posten wurde zum Zeitwert bilanziertes Deckungsvermögen mit Pensionsverpflichtungen in Höhe von 823,4 Mio. EUR (Vorjahr 1.106,9 Mio. EUR) verrechnet. Bei den Deckungsvermögen handelte es sich um zweckgebundene und insolvenzgeschützte Wertpapiere des Anlagevermögens sowie um von verschiedenen Vermögensverwaltern gehaltene Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Aktien und Immobilien.

Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens beliefen sich auf 1.056,9 Mio. EUR (Vorjahr 1.368,9 Mio. EUR). Der beizulegende Zeitwert wurde im Wesentlichen anhand von Marktpreisen auf einem aktiven Markt bestimmt.

Im Berichtsjahr wurden Pensionsverpflichtungen sowie das zugehörige Deckungsvermögen mit 385,3 Mio. EUR an Dritte ausgelagert beziehungsweise übertragen.

Sonstige Rückstellungen

Innerhalb der sonstigen Rückstellungen wurden insbesondere Rückstellungen für Personalaufwendungen (402,3 Mio. EUR; Vorjahr 340,7 Mio. EUR), Rückstellungen für Kundenboni (312,1 Mio. EUR; Vorjahr 257,5 Mio. EUR), Rückstellungen für Rekultivierung (131,8 Mio. EUR; Vorjahr 117,5 Mio. EUR), Rückstellungen für Prozessrisiken, Rechts- und Beratungskosten (67,5 Mio. EUR; Vorjahr 67,9 Mio. EUR), Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen (52,8 Mio. EUR; Vorjahr 49,7 Mio. EUR), Rückstellungen für Bergschäden (34,2 Mio. EUR; Vorjahr 30,7 Mio. EUR), Rückstellungen für Palettenrücknahmeverpflichtungen (22,7 Mio. EUR; Vorjahr 13,2 Mio. EUR) und Rückstellungen für Abbruchverpflichtungen (20,5 Mio. EUR; Vorjahr 15,9 Mio. EUR) ausgewiesen.

Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten

31.12.2021
Mit einer Restlaufzeit
in Tsd. EUR Gesamtbetrag von bis zu 1 Jahr von mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
Anleihen 5.665 0 5.665 5.665
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.221.338 270.508 950.829 606
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 19.753 19.719 35 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.078.494 1.073.139 5.355 5.248
Wechselverbindlichkeiten 94 60 34 34
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.764 24.623 131 131
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 27.114 23.271 3.843 3.843
Sonstige Verbindlichkeiten 583.233 448.684 134.551 14.386
(davon aus Steuern) (146.094) (146.094) (0) (0)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (35.101) (35.101) (0) (0)
2.960.455 1.860.004 1.100.443 29.913
31.12.2020
Mit einer Restlaufzeit
in Tsd. EUR Gesamtbetrag von bis zu 1 Jahr von mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
Anleihen 60.905 0 60.905 60.905
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.594.040 587.521 1.006.519 608
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 15.198 15.193 5 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 756.000 756.000 0 0
Wechselverbindlichkeiten 55 48 7 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.089 20.092 3.997 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 23.472 23.472 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 534.188 429.134 105.054 2.856
(davon aus Steuern) (139.783) (139.776) (7) (7)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (34.034) (34.034) (0) (0)
3.007.947 1.831.460 1.176.487 64.369

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultierten im Wesentlichen aus Dividendenansprüchen und Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von insgesamt 29,2 Mio. EUR (Vorjahr 23,9 Mio. EUR), aus Cash-Pool-Verbindlichkeiten in Höhe von 13,7 Mio. EUR (Vorjahr 11,1 Mio. EUR), dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von insgesamt 8,7 Mio. EUR (Vorjahr 8,2 Mio. EUR) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 0,4 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthielten Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr 2,1 Mio. EUR), wovon 0,9 Mio. EUR (Vorjahr 2,0 Mio. EUR) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr resultierten.

Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos von Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die in Fremdwährung fakturiert werden, und Zahlungsströmen im Zusammenhang mit der Vergabe von gruppeninternen Darlehen sowie sonstigen Geschäftsvorfällen in Fremdwährung sind einzelfallbezogen Devisentermin- und Devisenswapgeschäfte abgeschlossen worden. Hierbei handelte es sich um Derivate, die bis zum Bilanzstichtag zur Absicherung von Transaktionen in US-Dollar, japanischen Yen, australischen Dollar, tschechischen Kronen, Schweizer Franken, norwegischen Kronen, polnischen Zloty, britischen Pfund, schwedischen Kronen und in Euro abgeschlossen wurden. Die Vertragspartner bei derivativen Finanzinstrumenten sind Banken, deren Bonität stetig überwacht wird.

Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorlagen, wurden Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wurde die sog. Durchbuchungsmethode angewendet. Im Zusammenhang mit zulässigen Grundgeschäften wurden somit die Derivate mit den sich gegenläufig verhaltenden Fremdwährungstransaktionen in Bewertungseinheiten (Mikro-Hedge) zusammengefasst. Soweit sich während der Laufzeit der Sicherungsbeziehungen die bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft nicht änderten und von einem vollständigen Ausgleich der Wertänderungen auszugehen war, wurden die gegenläufigen Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von Grund- und Sicherungsgeschäft bilanziell und ergebniswirksam berücksichtigt. Die Fälligkeiten der Sicherungsgeschäfte erstrecken sich über einen Zeitraum vom 10. Januar 2022 bis zum 29. Dezember 2023.

Bei schwebenden Grundgeschäften wurden ebenfalls Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB gebildet, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt waren. Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten erfolgte mittels der sog. Einfrierungsmethode. Im Zusammenhang mit zulässigen Grundgeschäften wurden auch hier die Derivate mit den sich gegenläufig verhaltenden Fremdwährungstransaktionen in Bewertungseinheiten (Mikro-Hedge) zusammengefasst. Soweit sich während der Laufzeit der Sicherungsbeziehung die bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft nicht änderten und von einem vollständigen Ausgleich der Wertänderungen auszugehen war, wurden die gegenläufigen Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von Grund- und Sicherungsgeschäft weder bilanziell noch ergebniswirksam berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag waren keine aktiven Sicherungsgeschäfte zur Absicherung schwebender Grundgeschäfte im Bestand.

Zum Bilanzstichtag wurden Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von 126,5 Mio. EUR (Vorjahr 937,1 Mio. EUR) in Bewertungseinheiten einbezogen. Devisenswapgeschäfte, die in Bewertungseinheiten einbezogen wurden, hatten ein Nominalvolumen von 67,9 Mio. EUR (Vorjahr 113,8 Mio. EUR). Die Nominalwerte waren die Summe aller den Geschäften zugrundeliegenden Kauf- oder Verkaufsbeträge. Aus der Mark-to-Market-Bewertung aller in Bewertungseinheiten einbezogenen Fremdwährungsderivate ergab sich zum 31. Dezember 2021 per saldo ein negativer Marktwert von 1,1 Mio. EUR (Vorjahr negativer Marktwert 30,7 Mio. EUR).

Um das Zinsrisiko von variabel verzinsten Bankkrediten in Euro und US-Dollar abzusichern, wurden Zinsswaps in entsprechender Höhe abgeschlossen. Das Nominalvolumen zum 31. Dezember 2021 belief sich auf 843,5 Mio. EUR. Der Sicherungszeitraum endet am 30. September 2023. Für die Mark-to-Market-Bewertung der Derivate zum 31. Dezember 2021 ergab sich ein negativer Marktwert in Höhe von 5,3 Mio. EUR (Vorjahr negativer Marktwert 14,1 Mio. EUR). Zur Absicherung des Zins- und Währungsrisikos eines internen Darlehens in chilenischen Peso wurde im Berichtsjahr ein Zinswährungsswap abgeschlossen. Das Nominalvolumen zum 31. Dezember 2021 belief sich auf 6,9 Mio. EUR. Der Sicherungszeitraum erstreckt sich bis zum 30. September 2025. Für die Mark-to-Market-Bewertung des Derivates zum Bilanzstichtag ergab sich ein negativer Marktwert in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vorjahr negativer Marktwert 0,5 Mio. EUR). Für das interne Darlehen in chilenischen Peso und den Zinswährungsswap wurde gemäß § 254 HGB eine Bewertungseinheit (Mikro-Hedge) gebildet.

Die ineffektiven Anteile der Sicherungsbeziehungen, also sich nicht ausgleichende Wertänderungen, sowie nicht gesicherte Fremdwährungspositionen werden nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen behandelt und durch die Bildung von Drohverlustrückstellungen bilanziell berücksichtigt. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv durch den Abgleich wertbestimmender Komponenten (Critical Terms Match) festgestellt.

Das Nominalvolumen der Devisentermingeschäfte, welche zum Bilanzstichtag nicht in Bewertungseinheiten einbezogen wurden, betrug 73,5 Mio. EUR (Vorjahr 44,3 Mio. EUR). Aus der Mark-to-Market-Bewertung aller nicht in Bewertungseinheiten einbezogenen Fremdwährungsderivate ergab sich zum 31. Dezember 2021 per saldo ein negativer Marktwert von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr negativer Marktwert 0,9 Mio. EUR). Negative Marktwerte von nicht in Bewertungseinheiten einbezogenen Derivaten wurden grundsätzlich durch die Bildung einer Drohverlustrückstellung bilanziell berücksichtigt.

Gesellschaften der Knauf Gruppe sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Rohstoffpreisrisiken, wie z. B. schwankenden Preisen für Gas, ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgte teilweise durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich um außerhalb der Börse gehandelte Instrumente (sogenannte OTC-Geschäfte) in Form von Commodity Swaps, bei denen der variable Rohstoffpreis gegen einen fixen Rohstoffpreis getauscht wird. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt auf die Absicherung des operativen Geschäfts beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Schwankungen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Marktpreisen zurückgehen. Die Knauf Gruppe hat monatliche Gaslieferungen mit einem Gesamtvolumen von 44,5 Mio. MMBTU über Commodity Swaps zu einem Fixpreis in Höhe von durchschnittlich 2,76 USD/MMBTU bis Dezember 2025 abgesichert. Gemäß Mark-to-Market-Bewertung zum 31. Dezember 2021 ergab sich per saldo ein positiver Marktwert von 21,6 Mio. EUR (Vorjahr negativer Marktwert 3,5 Mio. EUR). Weiterhin benötigt Knauf für den Produktionsprozess Dextrose, die aus Mais gewonnen wird. Zur Absicherung des Preisrisikos dieses Rohstoffs wurden Commodity Swaps abgeschlossen. Das gesicherte Volumen für die Periode bis März 2022 betrug zum Bilanzstichtag brutto 240 Tsd. BU zu einem Fixpreis in Höhe von durchschnittlich 5,53 USD/BU. Gemäß Mark-to-Market-Bewertung zum 31. Dezember 2021 ergab sich ein Marktwert von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,0 Mio. EUR). Für die Grund- und Sicherungsgeschäfte wurden jeweils gemäß § 254 HGB Bewertungseinheiten (Mikro-Hedge oder Portfolio-Hedge) gebildet. Durch den Portfolio-Hedge-Ansatz konnte die Anzahl der Rohstoffderivate zur Absicherung gleichartiger Grundgeschäfte reduziert werden. Die Marktwerte entsprachen den beizulegenden Zeitwerten der derivativen Finanzinstrumente, die mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten ermittelt wurden.

Die Knauf Gruppe hält die Mehrheit der Anteile an verschiedenen verbundenen Unternehmen, an denen neben Knauf noch ein Minderheitsgesellschafter beteiligt ist. Knauf hat sich verpflichtet, die Anteile des anderen Gesellschafters an einem vertraglich festgesetzten Zeitpunkt zu einem fest vereinbarten Kaufpreis von dem anderen Gesellschafter zu erwerben. Der andere Gesellschafter hat sich verpflichtet, seine Anteile an dem festgesetzten Zeitpunkt zu dem fest vereinbarten Kaufpreis an Knauf zu veräußern. Auf Grundlage der bestehenden, gegenläufig verpflichtend auszuübenden Kauf- beziehungsweise Verkaufsoptionen werden Knauf wirtschaftlich bereits 100 % der Anteile an diesen Gesellschaften zugerechnet. In Höhe der fest vereinbarten verzinslichen Kaufpreise wurden entsprechende Verbindlichkeiten passiviert. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung erfolgte für die konsolidierten Gesellschaften somit kein Ausweis von Minderheitenanteilen.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Nettoumsatzerlöse von 12.550,1 Mio. EUR (Vorjahr 10.486,0 Mio. EUR) teilten sich wie nachstehend dargestellt auf die Regionen und Geschäftsbereiche auf:

Aufgliederung nach Absatzregionen
in Mio. EUR
2021 2020
Europa/Naher Osten/Afrika 7.176 6.249
Amerika 4.309 3.776
Asien/Pazifik 1.065 461
Knauf Gruppe 12.550 10.486
Aufgliederung nach Geschäftsbereichen
in Mio. EUR
2021 2020
Gips 9.064 7.339
Dämmstoffe 2.214 1.994
Deckenlösungen 846 802
Sonstiges 426 350
Knauf Gruppe 12.550 10.486

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken im Geschäftsjahr um 81,5 Mio. EUR auf 266,7 Mio. EUR (Vorjahr 348,2 Mio. EUR). Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus einem Rückgang der übrigen sonstigen betrieblichen Erträge um 172,4 Mio. EUR auf 24,7 Mio. EUR (Vorjahr 197,2 Mio. EUR). Im Vorjahr war hierin ein Ertrag im Zusammenhang mit der Restrukturierung von Pensionsverpflichtungen enthalten. Zudem verringerten sich die Auflösung von Rückstellungen um 10,3 Mio. EUR auf 33,4 Mio. EUR (Vorjahr 43,7 Mio. EUR) sowie die Erträge im Zusammenhang mit Versicherungsentschädigungen um 2,2 Mio. EUR auf 4,9 Mio. EUR (Vorjahr 7,1 Mio. EUR).

Dagegen erhöhten sich die Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen um 94,0 Mio. EUR auf 108,2 Mio. EUR (Vorjahr 14,2 Mio. EUR), die Erträge aus Fremdwährungsgeschäften um 4,7 Mio. EUR auf 75,9 Mio. EUR (Vorjahr 71,2 Mio. EUR) sowie die Erträge aus öffentlichen Zuwendungen um 3,8 Mio. EUR auf 9,9 Mio. EUR (Vorjahr 6,1 Mio. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalteten periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt 45,6 Mio. EUR (Vorjahr 50,9 Mio. EUR).

Personalaufwand

Der Personalaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr um 245,4 Mio. EUR auf 2.113,4 Mio. EUR (Vorjahr 1.868,0 Mio. EUR). Aus der Auslagerung von Pensionsverpflichtungen resultierten Aufwendungen in Höhe von 29,6 Mio. EUR.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Geschäftsjahr um 365,8 Mio. EUR auf 2.663,0 Mio. EUR (Vorjahr 2.297,2 Mio. EUR). Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg der Frachtaufwendungen um 207,8 Mio. EUR auf 1.281,4 Mio. EUR (Vorjahr 1.073,6 Mio. EUR) und der Aufwendungen für Rechte und Dienste um 75,0 Mio. EUR auf 578,1 Mio. EUR (Vorjahr 503,2 Mio. EUR). Außerdem stiegen die Aufwendungen für Verwaltung, Kommunikation, Reisen und Werbung um 26,2 Mio. EUR auf 189,5 Mio. EUR (Vorjahr 163,3 Mio. EUR) sowie die Aufwendungen für Beiträge und Versicherungen um 17,9 Mio. EUR auf 63,4 Mio. EUR (Vorjahr 45,5 Mio. EUR). Darüber hinaus erhöhten sich die Instandhaltungsaufwendungen um 12,2 Mio. EUR auf 167,6 Mio. EUR (Vorjahr 155,4 Mio. EUR), die sonstigen Personalaufwendungen um 9,2 Mio. EUR auf 64,2 Mio. EUR (Vorjahr 55,0 Mio. EUR) sowie die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 17,8 Mio. EUR auf 124,0 Mio. EUR (Vorjahr 106,2 Mio. EUR).

Demgegenüber gingen die Aufwendungen aus Währungsumrechnung um 5,9 Mio. EUR auf 102,8 Mio. EUR (Vorjahr 108,7 Mio. EUR) und die Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände um 4,6 Mio. EUR auf 10,6 Mio. EUR (Vorjahr 15,1 Mio. EUR) zurück. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalteten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 20,9 Mio. EUR (Vorjahr 4,6 Mio. EUR).

Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen. Im Vorjahr wurden Anteile an nichtkonsolidierten Gesellschaften in Höhe von 27,2 Mio. EUR wertberichtigt.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Zinsen und ähnliche Aufwendungen haben sich nach 138,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 182,6 Mio. EUR erhöht. Die rückläufigen Bankzinsen aus Finanzierungstätigkeiten wurden durch gestiegene Zinsen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen überkompensiert.

Aufwendungen, verrechnet mit Erträgen, im Zusammenhang mit der Bewertung von Pensionsrückstellungen erhöhten die Zinsen und ähnliche Aufwendungen um insgesamt 76,1 Mio. EUR (Vorjahr Ertrag 21,9 Mio. EUR).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthielten Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von 23,4 Mio. EUR (Vorjahr 69,0 Mio. EUR). In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag waren periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von 3,7 Mio. EUR (Vorjahr Steuerertrag 0,2 Mio. EUR) enthalten. Der ausgewiesene Steueraufwand des Geschäftsjahres von 400,6 Mio. EUR war um 58,9 Mio. EUR höher als der zu erwartende Steueraufwand von 341,7 Mio. EUR, der sich bei der Anwendung des durchschnittlichen gewichteten Steuersatzes über alle Gruppengesellschaften von 21,6 % ergeben hätte. Der Anstieg der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist neben den erstmals konsolidierten Gesellschaften auf ein insgesamt gestiegenes zu versteuerndes Einkommen auf Ebene der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften zurückzuführen.

Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Aufgrund des vollständigen Erwerbs der Gemeinschaftsunternehmen USG Boral Building Products Pty Ltd., North Sydney sowie USG Boral Building Products Pte. Ltd., Singapur erfolgte im Berichtsjahr ein kartellrechtlich notwendiger Verkauf der bisherigen Geschäftstätigkeit in Australien. Hieraus resultierte ein sonstiger betrieblicher Ertrag in Höhe von 103,8 Mio. EUR.

Darüber hinaus gab es im Berichtsjahr weder Erträge noch Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung.

Nicht beherrschende Anteile

Die Anteile gruppenfremder Gesellschafter am Ergebnis betrugen 13,8 Mio. EUR (Vorjahr 8,6 Mio. EUR). Es handelte sich dabei um anteilige Erträge in Höhe von 14,9 Mio. EUR (Vorjahr 8,8 Mio. EUR) und anteilige Verluste in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR).

SONSTIGE ANGABEN

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Zum 31. Dezember 2021 ergaben sich Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen aus der Begebung und Übertragung von Wechseln (0,2 Mio. EUR; Vorjahr 0,8 Mio. EUR), aus Gewährleistungsverträgen (449,1 Mio. EUR; Vorjahr 342,4 Mio. EUR) sowie aus Bürgschaften und Wechselbürgschaften (0,1 Mio. EUR; Vorjahr 0,3 Mio. EUR). Für die aufgeführten, zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, da die zugrundeliegenden Verbindlichkeiten voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gruppe nicht zu rechnen ist.

Ferner bestanden Verpflichtungen aus langfristigen Vereinbarungen mit Lieferanten (583,3 Mio. EUR; Vorjahr 452,6 Mio. EUR), langfristigen Miet- und Pachtverträgen (155,0 Mio. EUR; Vorjahr 39,0 Mio. EUR) und langfristigen Leasingverträgen (110,2 Mio. EUR; Vorjahr 161,5 Mio. EUR). Der Vorteil dieser Miet- und Leasingverträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte vor Ablauf der Laufzeit nicht mehr oder nicht mehr vollständig genutzt werden können. Hierzu gibt es derzeit keine Anzeichen.

Honorar für
in Tsd. EUR
2021 2020
Abschlussprüfungsleistungen 1.654 1.227
Steuerberatungsleistungen 0 0
Sonstige Leistungen 868 869

Gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen bestanden zum Bilanzstichtag Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,1 Mio. EUR).

Gegenüber assoziierten Unternehmen beziehungsweise nicht quotal einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen bestanden zum Bilanzstichtag weder Haftungsverhältnisse noch sonstige finanzielle Verpflichtungen.

MITARBEITER

Zum 31. Dezember 2021 waren beschäftigt:

2021 2020
Angestellte 15.858 14.103
Arbeiter 22.657 20.856
Insgesamt 38.515 34.959

Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr beschäftigt:

2021 2020
Angestellte 15.363 14.272
Arbeiter 22.141 20.862
Insgesamt 37.504 35.134

Durch Zugänge aus Erstkonsolidierungen erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter um 3.211 Personen. Bei den quotal einbezogenen Unternehmen waren im Jahresdurchschnitt 191 (Vorjahr 192) beziehungsweise zum Bilanzstichtag 192 (Vorjahr 190) Mitarbeiter beschäftigt. Aufgrund von Entkonsolidierungen verringerte sich die Zahl der Mitarbeiter um 445 Personen.

HONORAR UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Im Berichtsjahr entstand der Knauf Gruppe folgender Honoraraufwand für die Leistungen des Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main:

GESCHÄFTE MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Im Berichtsjahr gab es keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen vereinbart wurden.

GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG

Das Jahresergebnis der Obergesellschaft des Knauf Konzerns, Gebr. Knauf KG, Iphofen in Höhe von 189,8 Mio. EUR wurde wie in den Vorjahren vollständig in die Gewinnrücklagen eingestellt.

NACHTRAGSBERICHT

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Berichtes besteht das Risiko, dass sich die jüngsten Entwicklungen im Russland-Ukraine-Konflikt negativ auf die Geschäftstätigkeit von Knauf auswirken. Die konkreten Auswirkungen lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilen.

Knauf hält in der Ukraine nur in geringem Umfang Tochtergesellschaften und Beteiligungen, hat allerdings in Russland mehrere Produktionsstandorte sowie Vertriebseinheiten. Diese können vor allem durch die derzeit bereits beschlossenen, aber auch durch mögliche neue Sanktionen, im Bereich von Dienstleistungen und im Zahlungsverkehr, und die allgemeine Entwicklung in Russland beeinträchtigt werden.

Es ist nicht auszuschließen, dass die weitere Eskalation des Konflikts die globale Konjunktur, die Baubranche, insbesondere hinsichtlich der Energieversorgung beziehungsweise der Energiepreise, sowie des Rubelwechselkurses und damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Knauf Gruppe weiter belastet.

Am 26. April 2022 wurde ein Tender-Offer-Verfahren mit dem Ziel, weitere 25,0 % der Anteile an der Chiyoda Ute Co. Ltd., Kawagoe-Cho zu erwerben, gestartet.

Daneben sind nach Ablauf des Geschäftsjahres keine Ereignisse bekannt geworden, die für den Knauf Konzern von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen würden.

GESCHÄFTSFÜHRUNG DER KNAUF GRUPPE

Geschäftsführer der Gebr. Knauf KG waren im Geschäftsjahr die Herren:

Prof. Manfred Grundke (bis 31.12.2021) Geschäftsführender Gesellschafter

Lohr am Main

Alexander Knauf

Geschäftsführender Gesellschafter

Iphofen

Jörg Kampmeyer

Geschäftsführender Gesellschafter

Würzburg

Dr. Uwe Knotzer (ab 01.06.2021)

Geschäftsführender Gesellschafter

Marktbreit

Vorschüsse und Kredite an die Mitglieder der Geschäftsführung wurden weder durch die Obergesellschaft noch durch deren Tochterunternehmen gewährt. Haftungsverhältnisse zugunsten der Mitglieder der Geschäftsführung wurden nicht eingegangen.

 

Iphofen, den 29. April 2022

Jörg Kampmeyer, Geschäftsführender Gesellschafter

Alexander Knauf, Geschäftsführender Gesellschafter, Sprecher

Dr. Uwe Knotzer, Geschäftsführender Gesellschafter

ANTEILSBESITZLISTE

Vollkonsolidierte Unternehmen

Regionen, Länder, Gesellschaften Anteilsquote
in %
Gebr. Knauf KG, Iphofen * 100,00
Europa/Naher Osten/Afrika
Ägypten
Knauf Ltd. & Partner, Kairo 100,00
Algerien
Knauf Plâtres SARL, Benfreha 100,00
Belarus
OAO Belgips, Minsk 50,00
OOO Danogips BEL, Minsk 100,00
Belgien
B. en N. Knauf & Cie. Isolava G.C.V., Wielsbeke 100,00
Gabriel Technologie SA, Tertre 100,00
Knauf Insulation SPRL, Visé 100,00
N. et B. Knauf et Cie. S.C.S., Engis 100,00
Bulgarien
Knauf Bulgaria EOOD, Sofia 100,00
Knauf Insulation EOOD, Sofia 100,00
Dänemark
Knauf A/S, Hobro 100,00
Knauf Insulation A/S, Værløse 100,00
Deutschland
Bahnhofsbetriebsgesellschaft BBG Stadtoldendorf GmbH, Stadtoldendorf 57,06
C & G Verwaltungs GmbH, Iphofen 100,00
Claire O. Acéti GmbH, Griesheim 100,00
climowool GmbH, Bernburg 100,00
Danogips GmbH & Co. KG, Neuss 100,00
Danogips Verwaltungs GmbH, Neuss 100,00
Eurogips Produktions- und Vertriebs-GmbH, Südharz 100,00
Gipsbergwerk Lamerden GmbH & Co. KG, Liebenau-Lamerden 100,00
Gipswerk Embsen GmbH & Co. Baustoffproduktion KG, Embsen 50,00
Hanse Spedition GmbH, Neuss 100,00
Isogranulat GmbH, Iphofen 100,00
KCS Verwaltungs GmbH, Grafenau 100,00
KMH GmbH, Iphofen 100,00
Knauf Aquapanel GmbH & Co. KG, Iserlohn 100,00
Knauf Astra GmbH, Iphofen 100,00
Knauf Bauprodukte GmbH & Co. KG, Iphofen 100,00
Knauf Ceiling Solutions GmbH & Co. KG, Grafenau 100,00
Knauf Ceilings Holding GmbH, Iphofen 100,00
Knauf Deutsche Gipswerke KG, Rottleberode 100,00
Knauf Digital GmbH, München 100,00
Knauf Engineering GmbH, Iphofen 100,00
Knauf Gips KG, Iphofen 100,00
Knauf Holding GmbH, Iphofen 100,00
Knauf Information Services GmbH, Iphofen 100,00
Knauf Insulation GmbH, Iphofen 100,00
Knauf Insulation GmbH, Simbach 100,00
Knauf Insulation Holding GmbH, Iphofen 100,00
Knauf Insulation Operation GmbH, Simbach 100,00
Knauf Integral KG, Satteldorf 100,00
Knauf International GmbH, Iphofen 100,00
Knauf Mineral KG, Iphofen 100,00
Knauf Performance Materials GmbH, Dortmund 100,00
Knauf PFT GmbH & Co. KG, Iphofen 100,00
KNAUF Riessler GmbH & Co. KG, Wolpertshausen 80,00
Knauf V.V.G. Versicherungsservice und -Vermittlungs-GmbH, Iphofen 100,00
KNAUF-Trans GmbH, Iphofen 100,00
Marbos GmbH & Co. KG, Dortmund 100,00
Richter-System GmbH & Co. KG, Griesheim 100,00
Richter-System-Verwaltungsgesellschaft mbH, Griesheim 100,00
Rump & Salzmann Gipswerk Uehrde GmbH & Co. KG, Osterode am Harz 100,00
Sakret Bausysteme GmbH & Co. KG, Neuss 100,00
SHS Servicegesellschaft mbH, Stadtoldendorf 60,51
USG Ventures Europe GmbH, Viersen 100,00
VG-Orth GmbH & Co. KG, Stadtoldendorf 60,51
VG-Orth Verwaltungs-GmbH, Stadtoldendorf 60,51
Estland
Knauf Tallinn UÜ, Tallinn 100,00
Finnland
Knauf Insulation Oy, Helsinki 100,00
Knauf Oy, Espoo 100,00
Frankreich
Home Pratik SAS, Saint-Soupplets 100,00
Isobox Technologies SAS, Saint-Philbert-du-Peuple 100,00
Isolava France SARL, Lille 100,00
Knauf Building Services SAS, Wolfgantzen 100,00
Knauf Ceiling Solutions Dreux SAS, Dreux 100,00
Knauf Ceiling Solutions SAS, Pontarlier 100,00
Knauf Ceiling Solutions Valenciennes SAS, Rouvignies 100,00
Knauf Centre Est SASU, Ungersheim 100,00
Knauf Fibre SAS, La Côte 100,00
Knauf Ile de France / Ouest SASU, Marolles 100,00
Knauf Industries Centre SASU, Dreux 100,00
Knauf Industries Est SAS, Saint-Etiennne-de-Geoirs 100,00
Knauf Industries Gestion SAS, Wolfgantzen 100,00
Knauf Industries Nord SAS, Dainville 100,00
Knauf Industries Ouest SAS, Guémené-sur-Scorff 100,00
Knauf Industries SAS, Wolfgantzen 100,00
Knauf Insulation Lannemezan SAS, Lannemezan 100,00
Knauf Insulation SAS, Levallois-Perret 100,00
Knauf Isba SAS, Auxerre 100,00
Knauf La Rhénane SAS, Issy-les-Moulineaux 100,00
Knauf Plâtres et Cie. SCS, Saint-Soupplets 100,00
Knauf SAS, Wolfgantzen 100,00
Knauf SSC SAS, Ungersheim 100,00
Knauf Sud SASU, Colomiers 100,00
L´Anhydrite Lorraine SARL, Koenigsmacker 100,00
Quickciel SARL, Ungersheim 100,00
Richter System SAS, Creutzwald 100,00
SCI du Mittelfeld, Wolfgantzen 100,00
SCI St. Luc, Wolfgantzen 100,00
Georgien
Sh.P.S. Knauf Gips Tbilisi, Tiflis 100,00
Griechenland
Knauf Aquapanel A.B.E.E., Athen 100,00
Knauf Gypsopiia A.B.E.E., Athen 100,00
Knauf Insulation A.E., Kallithea 100,00
Irak
Knauf Company for Trade and Manufacturing of Construction Materials Ltd., Erbil 100,00
Italien
Knauf di Knauf S.r.l. S.a.s., Castellina Marittima 100,00
Knauf Industries Italia S.r.l., Cantarana d'Asti 100,00
Knauf Insulation S.p.A., Volpiano 100,00
USG Italia S.r.l. in Liquidazione, Mailand 100,00
Kasachstan
TOO ISI Gips Inder, Inderborskij 60,00
TOO Knauf Gips Kaptschagaj, Kaptschagaj 60,00
TOO Knauf Gips Taras, Taras 60,00
TOO Knauf Insulation, Almaty 100,00
Kroatien
Knauf d.o.o., Knin 100,00
Knauf Insulation d.o.o., Novi Marof 100,00
Lettland
SIA Knauf, Riga 100,00
Luxemburg
USG ChinaLux S.a.r.l., Luxemburg 100,00
Marokko
KNAUF INDUSTRIES MAROC NORD S.A.R.L, Tanger 100,00
Knauf Industries Maroc S.A.R.L., Agadir 100,00
Moldawien
ICS Knauf-Gips S.R.L., Bălţi 100,00
Mongolei
Knaufgips HHK, Ulan Bator 100,00
Niederlande
Armstrong Building Products B.V., Sappemeer 100,00
Knauf B.V., Utrecht 100,00
Knauf Ceiling Solutions B.V., Reeuwijk 100,00
Knauf Insulation B.V., Oosterhout 100,00
USG Netherlands Global Holdings B.V., Amsterdam 100,00
Nordmazedonien
Knauf dooel Skopje, Skopje 100,00
Knauf Radika AD, Debar 99,57
Norwegen
Knauf Insulation AS, Oslo 100,00
Norgips Norge AS, Drammen 100,00
Oman
USG Drywall SFZ LLC, Salalah 100,00
Zawawi Gypsum LLC, Shati Al Qurum 55,00
Österreich
Knauf Ceiling Solutions Deckensysteme GmbH, Ferndorf 100,00
Knauf Ceiling Solutions Metalldecken GmbH, Rankweil 100,00
Knauf Gesellschaft m.b.H., Weißenbach 100,00
Knauf Insulation GmbH, Fürnitz 100,00
Knauf Shared Services GmbH, Fürnitz 100,00
Polen
climowool Sp. z o.o., Świdnica 100,00
Knauf Bauprodukte Polska Sp. z o.o., Rogowiec 100,00
Knauf Bełchatów Sp. z o.o., Rogowiec 98,90
Knauf Industries Polska Sp. z o.o., Adamowice 100,00
Knauf Insulation Sp. z o.o., Warschau 100,00
Knauf IT Services Polska Sp. z o.o., Katowice 100,00
Knauf Jaworzno III Sp. z o.o., Jaworzno 89,00
Knauf Service Sp. z o.o., Jaworzno 100,00
Knauf Sp. z o.o., Warschau 100,00
Norgips Sp. z o.o., Warschau 100,00
VG-Orth Polska Sp. z o.o. Jaworzno 60,51
Rumänien
Knauf Gips S.R.L., Bukarest 100,00
S.C. Knauf Insulation S.R.L., Bukarest 100,00
Russland
OAO Knauf Gips Baskuntschak, Baskuntschak 100,00
OOO Armstrong World Industries, Moskau 100,00
OOO KG Stroj Sistemy, St. Petersburg 100,00
OOO Knauf Aquapanel, Novomoskovsk 100,00
OOO Knauf Ceiling Solutions, Moskau 100,00
OOO Knauf Gips Baikal, Novonukutskij 100,00
OOO Knauf Gips Dserschinsk, Dserschinsk 100,00
OOO Knauf Gips Kolpino, Kolpino 100,00
OOO Knauf Gips Kuban, Psebaj 100,00
OOO Knauf Gips Kungur, Kungur 100,00
OOO Knauf Gips Novomoskovsk, Novomoskovsk 100,00
OOO Knauf Gips Tscheljabinsk, Tscheljabinsk 100,00
OOO Knauf Gips, Krasnogorsk 100,00
OOO Knauf Insulation, Stupino 100,00
OOO Knauf Penoplast, St. Petersburg 100,00
OOO Knauf Service, Moskau 100,00
ZAO Knauf Petroboard, Kommunar 100,00
Schweden
Knauf Danogips GmbH, Iphofen/Åhus 100,00
Knauf Insulation AB, Göteborg 100,00
Norgips Svenska AB, Örebro 100,00
Schweiz
Armstrong Metalldecken AG, St. Gallen 100,00
CSM Industrial Development SA, Reinach 100,00
Knauf AG, Reinach 100,00
Knauf Insulation GmbH, Egerkingen 100,00
Knauf Insulation Holding AG, Reinach 100,00
Richter System GmbH, Reinach 100,00
Serbien
Knauf Insulation d.o.o., Belgrad 100,00
Knauf Zemun d.o.o., Belgrad 100,00
Slowakei
Knauf Bratislava s.r.o., Bratislava 100,00
Knauf Insulation s.r.o., Nová Baňa 100,00
Slowenien
Knauf Insulation d.o.o., Škofja Loka 100,00
Spanien
Knauf GmbH, Iphofen/Madrid 100,00
Knauf Insulation S.L., Barcelona 100,00
Knauf Interiors España S.L., Madrid 100,00
Knauf Miret S.L., Vilafranca del Penedès 100,00
Yesoval SA, Madrid 100,00
Tansania
Knauf Gypsum Tanzania Ltd., Daressalam 100,00
Tschechische Republik
Armstrong Building Products Czech Republic, s r.o., Prag 100,00
Knauf Insulation spol. s r.o., Prag 100,00
Knauf Insulation Trading spol. s r.o., Brno 100,00
Knauf Praha spol. s r.o., Prag 100,00
Tunesien
Knauf Africa Trade SARL, Fouchana 100,00
Knauf Plâtres Tunisiens SA, Fouchana 100,00
Knauf Tunisie System SARL, Fouchana 100,00
Türkei
Knauf Inşaat ve Yapi Elemanlari Sanayi ve Ticaret A.Ş., Ankara 100,00
Knauf Insulation Izolasyon Sanayi Ve Ticaret Anonim Şirketi, Eskişehir 100,00
Ukraine
TOV Knauf Gips Donbass, Soledar 100,00
TOV Knauf Gips Kiev, Kiev 100,00
TOV Knauf Gips Skala, Borschtschov 100,00
TOV Knauf Insulation Ukraina, Kiev 100,00
Ungarn
Knauf Építóipari Kft., Budapest 100,00
Knauf Industries Hungary Kft., Székesfehérvár 100,00
Knauf Insulation Kft., Zalaegerszeg 100,00
Usbekistan
IP Knauf Gips Buchara OOO, Buchara 75,00
SP Bucharagips OAO, Kogon 74,67
Vereinigte Arabische Emirate
Armstrong Middle East DMCC, Dubai 100,00
B M E T Building Materials Trading L.L.C, Dubai 49,00
Boral Middle East FZE, Ajman 100,00
International Resources Ltd., Dubai 100,00
Knauf LLC, Dubai 100,00
Knauf RAK FZE, Ras al-Khaimah 100,00
Vereinigtes Königreich
Armstrong (U.K.) Investments, Uxbridge 100,00
Knauf (UK) GmbH, Iphofen/Sittingbourne 100,00
Knauf (UK) Ltd., Sittingbourne 100,00
Knauf AMF Ceilings Ltd., Peterlee 100,00
Knauf Ceiling Solutions Ltd., Stafford 100,00
Knauf Insulation Ltd., St. Helens 100,00
Zypern
Knauf Cyprus Ltd., Limassol 100,00
Amerika
Argentinien
Yesos Knauf GmbH, Iphofen/Buenos Aires 100,00
Brasilien
Knauf do Brasil Ltda., Rio de Janeiro 100,00
Knauf Isopor da Amazônia Ltda., Manaus 100,00
Knauf Isopor Ltda., São Paulo 100,00
Britische Jungferninseln
China Plasterboard Corporation, Tortola 100,00
Chile
Knauf Chile SpA, Santiago de Chile 100,00
Knauf de Chile Ltda., Santiago de Chile 100,00
Yesos Andinos SpA, Santiago de Chile 100,00
Costa Rica
Interiors Centroamericanos S.A., San José 100,00
Honduras
Knauf Centroamérica, S.A. de C.V., Choloma 100,00
Knauf de Honduras S.A. de C.V., Choloma 100,00
Knauf Distribuidora de Honduras S.A. de C.V., San Pedro Sula 100,00
Kaimaninseln
USG Manufacturing Worldwide Ltd., George Town 100,00
Kanada
176707 Canada, Inc., Mississauga 100,00
CGC, Inc., Mississauga 100,00
Knauf Insulation, Ltd., Brossard 100,00
Manson Insulation Products, Ltd., Brossard 100,00
Tusket Mining, Inc., Bedford 100,00
Kolumbien
Knauf de Colombia S.A.S., Cartagena 100,00
Knauf Distribuidora S.A.S., Bogotá 100,00
Paneltec S.A.S., Zona Franca en Barranquilla 100,00
Mexiko
Distribuidora Calply de Mexico S.A. de C.V., Tijuana 100,00
Exploracion de Yeso, S.A. de C.V., Lomas de Santa Fé, Mexiko-Stadt 100,00
USG Holdings de Mexico S.A. de C.V., Lomas de Santa Fé, Mexiko-Stadt 100,00
USG Mexico S.A. de C.V., Mexico-Stadt 100,00
USG Operaciones, S.A. de C.V., Lomas de Santa Fé, Mexiko-Stadt 100,00
Peru
USG Peru S.A. En Liquidacion, Lima 100,00
Uruguay
AIS Uruguay S.A., Montevideo 100,00
USA
AIS International, LLC, Miami 100,00
Alabaster Assurance Co., Ltd., Burlington 100,00
All Interior Supply, LLC, Miami 100,00
Beadex Manufacturing, LLC, Chicago 100,00
BHI International, Inc., Chicago 100,00
B-R Pipeline Company (Rainier), Chicago 100,00
Gypsum Engineering Company, Chicago 100,00
Knauf Digital, LLC, Chicago 100,00
Knauf Insulation Development, Inc., Shelbyville 100,00
Knauf Insulation e-Services US, Inc., Shelbyville 100,00
Knauf Insulation, Inc., Shelbyville 100,00
La Mirada Products Co., Inc., Chicago 100,00
Otsego Paper, Inc., Chicago 100,00
US Gypsum Company, Chicago 100,00
USG Ceilings Plus, LLC, Chicago 100,00
USG Corp., Chicago 100,00
USG Foreign Investments, LLC, Chicago 100,00
USG Foreign Investments, Ltd., Chicago 100,00
USG Industries, Inc., Chicago 100,00
USG Interiors, LLC, Chicago 100,00
USG International, Ltd., Chicago 100,00
USG Latin America, LLC, Chicago 100,00
USG Pipeline Company, LLC (Bridgeport), Chicago 100,00
USG Structural Technologies, LLC, Chicago 100,00
Asien/Pazifik
Australien
Knauf Gypsum Pty Ltd., North Sydney 100,00
Knauf Insulation Pty Ltd., Viktoria 100,00
China
Armstrong Building Products (SuZhou) Co., Ltd., SuZhou 100,00
Armstrong World Industries (China) Ltd., Shanghai 100,00
Danogips (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai 100,00
Guangdong Knauf New Building Material Products Co., Ltd., Dongguan 100,00
Knauf Gypsum (Chongqing) Co., Ltd., Chongqing 100,00
Knauf Gypsum (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai 100,00
Knauf Management Services (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai 100,00
Knauf New Building Material (Shandong) Co., Ltd., Taian 100,00
Knauf New Building Material (Wuhu) Co., Ltd., Wuhu 100,00
Knauf New Building System (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin 100,00
Knauf Plasterboard (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai 96,80
Knauf Plasterboard (Jiangsu) Co., Ltd., Taicang 100,00
Worthington Armstrong Metal Products (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai 100,00
Hongkong
Knauf Ceiling Solutions (Hong Kong) Ltd., Hongkong 100,00
Knauf Hong Kong Ltd., Hongkong 100,00
Indien
Knauf Ceiling Solutions (India) Private Ltd., Takawe Bk 100,00
Knauf India Private Ltd., Neu Delhi 100,00
Indonesien
PT Knauf Gypsum Indonesia, Jakarta 100,00
PT. Knauf Plasterboard Indonesia, Jakarta 100,00
Japan
Knauf Insulation GK, Minato-ku, Tokio 100,00
Malaysia
Knauf Holding Sdn. Bhd., Petaling Jaya 100,00
Knauf Holdings Ltd., Labuan 100,00
Knauf Insulation Sdn. Bhd., Kuala Lumpur 100,00
Knauf Sdn. Bhd., Petaling Jaya 100,00
Neuseeland
Eco Insulation Energy and Installation Limited, Christchurch 100,00
Knauf Insulation Limited, Auckland 100,00
Philippinen
Boral Plasterboard Philippines, Inc., Quezon City 100,00
Knauf Gypsum Philippines, Inc., Makati City 74,95
Singapur
Knauf Ceiling Solutions (Singapore) Pte. Ltd., Singapur 100,00
Knauf Insulation Pte. Ltd., Singapur 100,00
Knauf Singapore Holding Pte. Ltd., Singapur 100,00
Knauf Singapore Pte. Ltd., Singapur 100,00
Südkorea
Knauf Gypsum Co. Ltd., Seoul 100,00
Knauf Insulation Ltd., Seoul 100,00
Taiwan
Knauf Co. Ltd., Taipeh 99,99
Thailand
Boonyavajara Mining Co., Ltd., Bangkok 100,00
Boonyawatchara Holding Co., Ltd., Bangkok 49,00
Gypsum Business Ltd., Bangkok 100,00
Knauf Gypsum (Thailand) Ltd., Saraburi 100,00
Knauf Plasters Co., Ltd., Chonburi 100,00
Knauf R&D Center Co., Ltd., Bangkok 100,00
LB Siam Holding Co., Ltd, Bangkok 100,00
The Siam Gypsum Industry (Saraburi) Co., Ltd., Bangkok 71,00
The Siam Gypsum Industry (Songkhla) Co., Ltd., Bangkok 71,00
The Siam Gypsum Industry Co., Ltd., Bangkok 71,00
Vietnam
Knauf Gypsum Co. Ltd., Ho-Chi-Minh-Stadt 100,00
Knauf Vietnam Co. Ltd., Haiphong 100,00

Nicht einbezogene verbundene Unternehmen

Regionen, Länder, Gesellschaften Anteilsquote
in %
Grund der Nichteinbeziehung
Europa/Naher Osten/Afrika
Ägypten
Knauf Ltd., Kairo 100,00 1
Albanien
Knauf Tirana Sh.p.k., Tirana 100,00 1
Armenien
Knauf Armenia LLC, Eriwan 100,00 1
Aserbaidschan
Knauf Marketing Baku MMC, Baku 100,00 1
Belgien
Knauf Ceiling Solutions bvba, Antwerpen 100,00 1
Resulation Belgium srl, Visé 100,00 1
Bosnien und Herzegowina
Knauf d.o.o., Sarajevo 100,00 1
Bulgarien
Knauf Ceiling Solutions EOOD, Sofia 100,00 1
Deutschland
AGF Abbaugesellschaft Franken GmbH & Co. KG, Markt Nordheim 100,00 1
AGF Verwaltungs GmbH, Markt Nordheim 100,00 1
Armstrong Europa GmbH, Münster 100,00 1
Gipsbergwerk Lamerden GmbH, Lamerden 100,00 1
Gipswerk Embsen GmbH, Embsen 50,00 1
Gipswerk Uehrde GmbH, Osterode am Harz 100,00 1
Hilliges Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Osterode am Harz 60,51 1
Hilliges Gipswerk GmbH & Co. KG, Osterode am Harz 60,51 1
Knauf Bauprodukte Verwaltungs GmbH, Iphofen 100,00 1
Knauf Kalkhütte GmbH, Urbach 100,00 1
Knauf PFT Verwaltungsgesellschaft mbH, Iphofen 100,00 1
Knauf Riessler Verwaltungs GmbH, Wolpertshausen 80,00 1
Knauf UAE Management GmbH, Iphofen 100,00 1
Knauf Verwaltungs GmbH, Iserlohn 100,00 1
Marbos Verwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund 100,00 1
Opitz Holzbau GmbH & Co. KG, Neuruppin 100,00 1
Opitz Holzbau Verwaltungs GmbH, Neuruppin 100,00 1
PFT Systems Vertriebs-GmbH, Iphofen 100,00 1
R. Richter Verwaltungs GmbH, Griesheim 100,00 1
Sakret Bausysteme Verwaltungsgesellschaft mbH, Neuss 100,00 1
Sakret Trockenbaustoffe Verw. GmbH, Iphofen 100,00 1
Tambur Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH, Iphofen 100,00 1
Verkehrslandeplatz Giebelstadt Holding GmbH, Giebelstadt 90,00 1
Estland
Knauf Eesti OÜ, Tallinn 100,00 1
Frankreich
BMG Dunkirk SAS, Dunkerque 95,00 1
BMG Holding France SAS, Dunkerque 95,00 1
Building Material Group Fos-Marseille SAS, Rousset 95,00 1
Knauf Façades EURL, Wolfgantzen 100,00 1
Knauf Plâtres EURL, Saint-Soupplets 100,00 1
PFT SARL, Saint-Soupplets 100,00 1
PFT SCS, Saint-Soupplets 100,00 1
SCI Le Pharaon, Saint-Soupplets 100,00 1
Ghana
Knauf Ghana Limited, Accra 100,00 1
Griechenland
Knauf Ceiling Solutions Ltd, Athen 100,00 1
Irak
Alem Al Binaa for Material Trading, Marketing and Training LLC, Bagdad 100,00 1
Italien
Knauf Ceiling Solutions S.r.l., Mailand 100,00 1
Knauf S.r.l., Castellina Marittima 100,00 1
Kasachstan
TOO Knauf Gips Buryltau, Kaptschagaj 100,00 1
Kenia
Knauf (Kenya) Ltd., Nairobi 100,00 1
Kirgisistan
Kirgizskij Knauf Marketing, Bischkek 100,00 1
Kroatien
Knauf Krapina d.o.o., Krapina 100,00 1
Lettland
Knauf AMF SIA, Riga 100,00 1
Libanon
Knauf Lebanon SARL, Beirut 98,67 1
Litauen
UAB Knauf, Vilnius 100,00 1
Luxemburg
Knauf Insulation Luxemburg, Luxemburg 100,00 1
Knauf Luxembourg SARL, Luxemburg 100,00 1
Knauf Re AG, Luxemburg 100,00 1
Mauritius
Armstrong World Industries Mauritius, Port Louis 100,00 1
Worthington Armstrong Venture Mauritius, Port Louis 100,00 1
Marokko
Knauf Maroc SARL, Casablanca 100,00 1
Montenegro
Knauf d.o.o., Podgorica 100,00 1
Nigeria
Knauf Drywall Nigeria LTD, Lagos 100,00 1
Polen
Amarantus Sp. z o.o., Kraków 100,00 1
Knauf Ceiling Solutions Sp. z o.o., Warschau 100,00 1
PFT Systems Polska Sp. z o.o. w likwidacji, Jaworzno 100,00 1
Portugal
Knauf GmbH Portugal, Soc. Unipessoal Lda, Lissabon 100,00 1
Russland
OOO Knauf AMF, Krasnogorsk 100,00 1
OOO Knauf Energija, Moskau 100,00 1
OOO Kungur Agro, Kungur 100,00 1
OOO Novij Dom, Krasnogorsk 100,00 1
OOO Svenigovskij Zavod Stroitelnovo Gipsa, Svenigovo 100,00 1
Schweiz
Elosa Trading AG, Liestal 100,00 1
Serbien
Knauf Ceiling Solutions d.o.o., Belgrad 100,00 1
Knauf Sh.p.k., Prishtina 98,87 1
Slowenien
Knauf Ljubljana d.o.o., Ljubljana 100,00 1
Knauf stropni sistemi d.o.o., Vrhnika 100,00 1
Spanien
Compania Minera Fuente del Peral SA, Madrid 100,00 1
Heradesign España S.L., Gijon 100,00 1
Knauf Ceiling Solutions S.L., Madrid 100,00 1
Syrien
Knauf Lattakia J.S.C., Lattakia 65,00 1
Tadschikistan
OOO Knauf Marketing Duschanbe, Duschanbe 100,00 1
Tschechische Republik
Knauf AMF s r.o., Prag 100,00 1
KNAUF Prefab Construction CZ, spol. s r.o., Prag 100,00 1
Tunesien
Knauf Chargement et Logistiques de Plâtres, Meknassy 100,00 1
Knauf les Carrières SARL, Fouchana 100,00 1
Knauf Plâtres Tataouine S.A, Tataouine 100,00 1
Türkei
Knauf Tavan Çözümleri Limited Şirketi, Istanbul 100,00 1
PFT Siva Sistemleri A.Ş., Ankara 99,97 1
Ukraine
DF Knauf Marketing Bauprodukti, Soledar 100,00 1
Privatunternehmen Urotschyschtsche Trojany, Iwano-Frankowsk 100,00 1
TOV Domas, Artemovskij 100,00 1
TOV KD Service, Soledar 100,00 1
TOV Knauf Gips Fastiv, Kiev 100,00 1
TOV Knauf Service Ukraina, Kiev 100,00 1
TOV Skala und K, Borschtschow 100,00 1
TOV Soledar - Service, Soledar 100,00 1
Ungarn
Knauf Ceiling Solutions Kft., Budapest 100,00 1
Usbekistan
OOO Noviy Dom Tashkent, Taschkent 100,00 1
Vereinigte Arabische Emirate
Ceiling Solutions Armstrong FZE, Dubai 100,00 1
Vereinigtes Königreich
Armstrong Building Products, Uxbridge 100,00 1
Danogips Ltd., Upton Lovell 100,00 1
Marmorit UK Ltd., Sittingbourne 100,00 1
Richter System Ltd., Sittingbourne 100,00 1
Zypern
Knauf Systems Limited, Limassol 100,00 1
Amerika
Brasilien
Knauf Ceiling Solutions Ltda., São Paulo 100,00 1
Chile
Knauf Aquapanel SpA, Santiago de Chile 100,00 1
Dominikanische Republik
Fallon Investment, SRL., Santo Domingo 100,00 1
Inversiones Praydun SRL., Santo Domingo 100,00 1
Honduras
Canteras de Sula, S.A. de C.V., San Pedro Sula 100,00 1
Kaimaninseln
USG Cayman Holdings Ltd., George Town 100,00 1
Peru
Knauf de Peru S.A.C., Lima 100,00 1
Asien/Pazifik
Afghanistan
Knauf Afghanistan Trade Limited Liability Company, Kabul 100,00 1
Australien
Knauf Plaster Fixing Pty Ltd., North Sydney 100,00 1
Lympike Pty Ltd., North Sydney 100,00 1
USG Interiors Australia Pty Ltd., North Sydney 100,00 1
China
Knauf New Building Material (Shandong) Co., Ltd., - Beijing Branch, Peking 100,00 1
Taicang PFT Machinery Equipment Co., Ltd., Taicang 100,00 1
Hongkong
USG Boral Building Products Sdn. Bhd. - Hong Kong Branch, Hongkong 100,00 1
Indien
Knauf AMF India Private Limited, Mumbai 100,00 1
Knauf Gypsum India Private Limited, Chennai 100,00 1
USG India Private Limited, Neu Delhi 100,00 1
Malaysia
Boral Plasterboard (Marketing) Sdn. Bhd., Petaling Jaya 100,00 1
Siamsum Corporation, Labuan 100,00 1
South Korean Plasterboard Corporation, Labuan 100,00 1
USG Interiors (Far East) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur 100,00 1
Neuseeland
Knauf Gypsum, Auckland 100,00 1
Singapur
Knauf Plasterboard Pte. Ltd., Singapur 100,00 1
Pacific Interiors Supply Pte. Ltd., Singapur 100,00 1
Südkorea
Knauf Korea Co., Ltd., Seoul 100,00 1
Thailand
Kirikao (Holding) Co. Ltd., Bangkok 49,00 1
Kirikao (Thailand) Co. Ltd., Bangkok 85,26 1
Kirikao Gypsum Co. Ltd., Bangkok 73,99 1

Gemeinschaftsunternehmen quotal einbezogen

Regionen, Länder, Gesellschaften Anteilsquote
in %
Europa/Naher Osten/Afrika
Deutschland
GFR Gesellschaft für die Aufbereitung und Verwertung von Reststoffen mbH, Hannover 50,00
Rocal Boxberg GmbH & Co. Anhydritproduktion KG, Boxberg 50,00
Kroatien
Cemix Croatia d.o.o., Đurđevac 50,00
Ungarn
Cemix Hungary Kft., Veszprém 50,00
Vereinigte Arabische Emirate
Knauf Exeed Insulation LLC, Abu Dhabi 49,00

Assoziierte Unternehmen / Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode einbezogen

Regionen, Länder, Gesellschaften Anteilsquote
in %
Europa/Naher Osten/Afrika
Ägypten
Knauf Mining S.A.E., Kairo 44,80
Aserbaidschan
Gilan and Knauf Gipso-karton MMC, Baku 25,00
Belgien
Knauf Energy Solutions SA, Brüssel 50,00
Bosnien und Herzegowina
KOMAR-Tvornica gipsa Z.D.D., Donji Vakuf 21,00
Deutschland
GbR Zivile Mitbenutzung Flugplatz Giebelstadt, Würzburg 33,33
promaterial GmbH, Düsseldorf 30,00
Rocal Boxberg Verwaltungs GmbH, Boxberg 50,00
Sakret Trockenbaustoffe Europa GmbH & Co. KG, Berlin 43,64
Sakret Trockenbaustoffe Europa Verwaltungsgesellschaft mbH, Berlin 45,46
Tecnokarton GmbH & Co. KG, Mayen 26,00
Tecnokarton GmbH, Mayen 26,00
Zivile Mitbenutzung Flugplatz Giebelstadt GmbH, Würzburg 33,33
Griechenland
EECOM-AG, Athen 30,00
Marokko
C.M.P.E. SA, Safi 40,00
Rumänien
Cemix Romania S.R.L., Sibiu 50,00
Russland
OAO Gipsopolymer, Perm 25,00
ZAO Karjer "Vadskij", Wad 50,00
Saudi - Arabien
USG Middle East, Ltd., Dammam 45,00
Schweiz
Cocoon System AG, Basel 50,00
Singapur
Rondo Metal Products Pte. Ltd., Singapur 50,00
Slowakei
LBK PERLIT s.r.o., Lehôtka pod Brehmi 50,00
Türkei
Madinsan Madencilik Sanayi ve Ticaret A.Ş., Ankara 33,21
Maget Madencilik Sanayi ve Ticaret A.Ş., Ankara 33,14
Vereinigtes Königreich
Diamond Gypsum Wallboard Ltd., Sittingbourne 50,00
Knauf DIY Ltd., Sittingbourne 50,00
Knauf Ltd., Sittingbourne 50,00
Amerika
Mexiko
Gas Natural Caxitlan, S de R.L. de C.V., Mexico City 50,00
Asien/Pazifik
Australien
Gypsum Resources Australia Pty Ltd., North Sydney 50,00
Rondo Building Services Pty Ltd., Erskine Park 50,00
China
Armstrong Metal Ceilings Products (GuangDong) Co., Ltd., Foshan 25,00
Star-USG Building Materials Co., Ltd., Langfang City 50,00
Zhangjiakou Star-USG Building Materials Co., Ltd., Zhangijakou City 50,00
Indien
Rondo Metal Systems Private Limited, Mumbai 50,00
Japan
Chiyoda Ute Co. Ltd., Kawagoe-Cho 50,00
Seizan Co. Ltd., Kawagoe-Cho 50,00
Malaysia
Rondo Metal Products Sdn. Bhd., Selangor 50,00
Rondo Metal Systems Sdn. Bhd., Selangor 50,00

Nicht einbezogene Beteiligungen

Regionen, Länder, Gesellschaften Anteilsquote
in %
Grund der Nichtangabe EK/JÜ
Europa/Naher Osten/Afrika
Deutschland
Flugplatz Giebelstadt GmbH, Giebelstadt 9,06 2
IGEPA Gewerbepark GmbH & Co. Vermietungs KG, München 10,00 2
Plan.One GmbH, Bielefeld 10,00 2
planen-bauen 4.0 - Gesellschaft zur Digitalisierung des Planens, Bauens und Betreibens mbH, Berlin 0,68 2
Russland
OAO Gips, Wolgograd 11,00 2
OAO Kamskoje Ustje, Kamskoje Ustje 12,50 2

* oberste Konzerngesellschaft

1 = untergeordnete Bedeutung für die Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Konzerns

2 = unwesentliche Bedeutung für die Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Konzerns

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

(Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den unverkürzten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 und unverkürzten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021)

An die Gebr. Knauf KG, Iphofen

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Wir haben den Konzernabschluss der Gebr. Knauf KG, Iphofen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Gebr. Knauf KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den nach § 13 PublG anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Entgegen der gesetzlichen Verpflichtung gem. § 13 Abs. 2 Satz 1 PublG i. V. m. § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstaben a) und b) HGB wurden im Konzernanhang die Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und der ehemaligen Mitglieder des Geschäftsführungsorgans sowie die für die ehemaligen Mitglieder des Geschäftsführungsorgans gebildeten Pensionsrückstellungen nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 14 PublG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den nach § 13 PublG anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 14 PublG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 29. April 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thorsten Neumann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Heiner Ketelhut, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

42 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.