Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 472276
Vorher
EIcoteq Communications Technology GmbH
Eingetragen
2.9.2003
Branche
Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
1. die industrielle Entwicklung, das Design, die Herstellung, der Verkauf und der Vertrieb von elektrischen, elektronischen und mechanischen Komponenten, Apparaten und technischen Systemen, sowie die damit verbundenen Beratungsdienstleistungen. 2. Die Gesellschaft darf alle Geschäfte und Handlungen vornehmen, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind, andere Gesellschaften gründen oder erwerben oder sich an ihnen beteiligen.

Historie

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Management

NameRolle
Klaus-Dieter Frank
seit 7.9.2011
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert3.60% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Baikap Holding 030807 GmbH
3.60%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Baikap Holding 030807 GmbH
Germany
700.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Xenterio GmbH

Offenburg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009

Xenterio GmbH, Offenburg

Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Firma Xenterio ist im Bereich Electronic Manufacturing Services (EMS) tätig und beson-ders auf die Produktion von Baugruppen und Systemen für den Kommunikations-Infrastrukturmarkt spezialisiert. Die Dienstleistungspalette des Unternehmens erstreckt sich von der Industrialisierung der Produkte über Serienproduktion bis zu Serienauslauf und After-Sales Services. Umfangreiche Dienstleistungen im Supply Chain Management runden das Angebot ab.

Im vergangenen Geschäftsjahr sah sich die Gesellschaft gleich mehreren Herausforderungen ausgesetzt, die den Geschäftsverlauf in besonderem Maß bestimmten. Die Verlagerung der Produktion von drei großen OEM Kunden, Ericsson, Motorola und Huawai, hat die Umsätze in 2009 ganz wesentlich beeinträchtigt. Die Verlagerung der Produktion ging einher mit dem Abverkauf von kundenspezifischen Komponentenbeständen. Das Reparaturgeschäft der verlagerten Baugruppen und Systeme ist bei Xenterio verblieben.

Die dringend notwendige Gewinnung neuer Kunden zur Kompensation der weggebrochenen Umsätze verlief im vergangenen Jahr problematisch. Die anfänglich noch sehr einseitige Aus-richtung der Xenterio auf Kunden in der Telekommunikation - und dort auch nur in bestimmten Nischenmärkten - war nicht geeignet, genügend schnell neue Kunden zu gewinnen und neue Umsätze zu generieren.

Die weltweite Rezession in den wichtigsten Industrien und insbesondere in der Telekommunikation hatte einen weiteren negativen Einfluss auf die Entwicklung der Erlöse der Gesellschaft.

Die fehlende Diversifizierung wurde als Schwäche erkannt und in einem ersten Schritt wurde die Zertifizierung für die Luft- und Raumfahrt nach DIN EN 9100 erworben.

Weitere Bemühungen zielten auf einen größeren Bekanntheitsgrad im Markt und Ansprache breiterer Kundensegmente. Die Aktionen wurden jedoch zu spät initiiert, waren nicht ausreichend zielgerichtet und konnten daher den Umsatzrückgang nicht aufhalten.

Auf der Kostenseite stand die weitere konsequente Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen. Ein striktes Kostencontrolling stand im Fokus und an größerer Effizienz der Ablaufprozesse wurde in 2009 gearbeitet, wodurch aber das Ziel der Konsolidierung des Ergebnisses nicht vollständig erreicht wurde. Dennoch wurden Grundlagen geschaffen, das Unternehmen wettbewerbsfähiger zu machen und handlungsfähig in das neue Jahr zu führen.

Personal

Die bereits im Vorjahr mittels einer Betriebsvereinbarung in die Wege geleiteten Sozialplanmaßnahmen bestimmten im Wesentlichen die Personalstruktur und Beschäftigungsquote des Unternehmens in 2009. Die Kurzarbeitsregelung wurde maßgeblich in Anspruch genommen und der in 2008 geplante und in 2009 vorgesehene Personalabbau konnte dadurch vermieden werden. Der Personalbestand von anfänglich 327 Mitarbeitern stieg leicht um 2.1 % auf 339 Mitarbeiter zum Jahresende, unter Berücksichtigung von 22 Auszubildenden.

Umwelt & Qualität

Der Standort Offenburg wurde erfolgreich rezertifiziert nach den Qualitätsnormen DIN ISO 9001, der Umweltmanagement-Norm nach DIN ISO14001. Außerdem wurden zahlreiche Kunden-Audits erfolgreich bestanden.

Seit 28. Oktober 2009 ist das Unternehmen nach DIN EN 9100 zertifiziert und damit ein Qua-litätsmanagementsystem nach den Qualitätsnormen für die Luft- und Raumfahrt nachgewiesen.

Lage des Unternehmens

Ertragslage

Das Unternehmen verzeichnete im Betrachtungszeitraum Netto-Umsatzerlöse i. H. von EUR 44,1 Mio. (Vj. EUR 80,8 Mio.). Der Einbruch der Umsätze um 45 % ist im Wesentlichen auf die Verlagerung eines Großteils der Produktion von drei Großkunden in Niedriglohnländer zurückzuführen. Diese Entscheidung wurde aus strategischen Gründen bei den OEM Kunden getroffen und die Umsetzung in 2009 abgeschlossen.

Als Folge der geänderten Kundenstruktur und des damit einhergehenden Produktmixes betrug der umsatzbezogene Materialanteil 64,5 % (Vj. 68,8 %).

Die sonstigen betrieblichen Erträge i. H. von EUR 1,7 Mio. (Vj. EUR 4,4 Mio.) beinhalten vor allem Währungsgewinne, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Zinserträge auf ausstehende Kundenforderungen i. H. von EUR 0,3 Mio.

Die Gesamtsumme der Gemeinkosten belief sich in 2009 auf EUR 23,5 Mio. (Vj. EUR 35,6 Mio.).

Darin enthalten sind der Personalaufwand mit EUR 12,9 Mio. (i. Vj. EUR 19,4 Mio.), Abschreibungen mit EUR 1,7 Mio. (Vj. EUR 1,7 Mio.) und sonstige betriebliche Aufwendungen mit EUR 8,9 Mio. (Vj. EUR 12,5 Mio.). Der Personalaufwand verringerte sich in 2009 um EUR 6,5 Mio. (Vj. EUR 129 Mio.), vor allem ein Ergebnis der Kurzarbeitsregelung im Unternehmen. Eine einvernehmliche Regelung mit der Belegschaft zum Verzicht auf die Auszahlung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld ermöglichte ein zusätzliches Sparpotential.

Zum Jahresende waren 182 (Vj. 189) direkte und 135 (Vj. 129) indirekte Mitarbeiter beschäftigt. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl, inkl. Auszubildende und Praktikanten, betrug während des Jahres 349. Im Vergleich zum Vorjahr verließen in 2009 29 Mitarbeiter (7,7 %) das Unternehmen.

Die Verringerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 28,8 % auf EUR 8,9 Mio. (Vj. EUR 12,5 Mio.) konnte durch ein optimiertes Kostenmanagement im Gemeinkostenbereich erreicht werden. Wesentliche Einsparungen ließen sich bei dem Bezug von Fremdleistungen sowie den Miet- und Instandhaltungskosten erzielen.

Zum Abschlusszeitpunkt betrug das Zinsergebnis EUR 0,1 Mio. (Vj. EUR 0,4 Mio.). Nachdem im vergangenen Jahr ein Teilforderungsverzicht der EMS Holding Bavaria GmbH, Gräfelfing, auf das der Gesellschaft gewährte Darlehen ausgesprochen wurde, fiel die Zinsbelastung geringer aus und das Zinsergebnis verbesserte sich insgesamt um EUR 0,3 Mio. gegenüber Vorjahr.

Der im Vorjahr geplante Abbau von Mitarbeitern in 2009 konnte vermieden werden, weil man sich aus strategischen Gründen für die Kurzarbeit entschied. Die gebildete Rückstellung für Restrukturierung wurde konsequenterweise aufgelöst und führte zu einem außerordentlichen Ertrag von EUR 3,3 Mio. Insgesamt waren außerordentliche Erträge von EUR 3,7 Mio. (Vj. EUR 0) festzustellen.

Das Unternehmen weist zum Jahresende 2009 einen Jahresfehlbetrag von EUR -3,4 Mio. (Vj. EUR -12,8 Mio.) aus. Intensive Sparmaßnahmen waren in 2009 die wesentlichen Hebel, um trotz der einbrechenden Auftragslage - die durch die weltweite Rezession noch verschärft wurde - der Verschlechterung des Ergebnisses zu begegnen. Die Maßnahmen gingen jedoch nicht weit genug bzw. waren nicht schnell genug ergebniswirksam umzusetzen und daher konnte ein ausgeglichenes oder gar positives Ergebnis nicht erreicht werden.

Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2009 wurden EUR 0,3 Mio. in Anlagegüter investiert. Neben den erforderlichen Ersatzinvestitionen wurde das bestehende Anlagevermögen überwiegend um bislang geleaste Bestückungsautomaten erweitert.

Das Vorratsvermögen betrug zum Jahresende EUR 3,9 Mio. (Vj. EUR 14,8 Mio.) und Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände summierten sich auf EUR 7,5 Mio. (Vj. EUR 19,8 Mio.). Die Reduzierung der Vorräte betraf mit EUR 8,3 Mio. die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie mit EUR 2,1 Mio. die unfertigen und mit EUR 0,2 Mio. die fertigen Erzeugnisse.

Der deutliche Abbau der Vorräte wurde im Wesentlichen erreicht durch Materialverkäufe an Ericsson. Die Reduzierung des Forderungsbestandes war eine Folge des geringeren Gechäftsvolumens. Die starke Reduzierung der Bestände trug wesentlich zu einer Verbesserung der liquiden Mittel bei und zwar um 86 % auf EUR 7,5 Mio. (Vj. EUR 4,0 Mio.).Die Rückstellungen beliefen sich zum Jahresende auf EUR 10,8 Mio. (Vj. EUR 15,9 Mio.), davon EUR 9,2 Mio. (Vj. EUR 8,6 Mio.) für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten betrugen EUR 13,2 Mio. (Vj. EUR 25,9 Mio.). Während die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen um EUR 1,3 Mio zunahmen wurden die Lieferantenverbindlichkeiten erheblich um EUR 14,1 Mio. reduziert.

Das Stammkapital der Gesellschaft blieb unverändert bei EUR 0,7 Mio. Bei einem festzustellenden Jahresfehlbetrag von EUR -3,4 Mio. (Vj. EUR -12,8 Mio.) weist das Unternehmen erstmals einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag i. H. von EUR 2,8 Mio. aus.

Unter Berücksichtigung einer Rangrücktrittserklärung der EMS Holding Bavaria GmbH, Gräfelfing, tritt die alleinige Gesellschafterin der Xenterio GmbH, zur Vermeidung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung, von ihrem Anspruch auf die Bedienung Ihrer Darlehensforderung i. H. von EUR 9,1 Mio. zurück. Die Rangrücktrittserklärung vom 15. Januar 2010 gilt unbefristet. Von wesentlicher Bedeutung für diese Entscheidung war offensichtlich die Überzeugung von einem Geschäftsplan für das Jahr 2010, der mit der konsequenten Umsetzung von Strukturmaßnahmen, einem effektiven Kostenmanagement, einer neuen Vertriebsstruktur und einem völlig neuen Vertriebskonzept die Weichen für einen positiven Geschäftsverlauf gestellt hat.

Finanzlage

Das Vermögen des Unternehmens ging im Jahr 2009 erheblich zurück um 49 % auf EUR 24 Mio., wobei sich insbesondere das Vorratsvermögen um EUR 10,9 Mio. und der Forderungsbestand um EUR 13,0 Mio. verringerte.

Das Unternehmen verzeichnete einen Cash Flow aus operativer Tätigkeit i. H. von EUR 3,7 Mio. (Vj. EUR 3,0 Mio.), sowie aus Investitionstätigkeit i. H. von EUR -0,3 Mio. (Vj. EUR -1,1 Mio.).

Die Kassen- und Bankbestände zum Jahresende belaufen sich auf EUR 7,5 Mio. Unter Be-rücksichtigung des Rangrücktritts der Gesellschafterin in der Ausprägung einer unbefristeten Stundung ihres Forderungsanspruchs aus einer Darlehensvergabe über EUR 9,1 Mio könnte eine fiktive indirekte EK Quote von 38 % abgeleitet werden. Diese Kreditlinie und der relativ hohe Bestand an liquiden Mitteln gewährleisten die Handlungsfähigkeit des Unternehmens in 2010. Die Liquiditätsplanung für das folgende Geschäftsjahr bestätigt, dass die Bedienung der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus laufender Geschäftstätigkeit gewährleistet sein wird.

Insgesamt ist festzustellen, daß sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2009 gegenüber dem Vorjahr verbessert hat.

Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft führt Entwicklungstätigkeiten ausschließlich im Rahmen der technischen Umsetzung neuer Kundenprodukte durch, wobei hier im Wesentlichen die Analyse und Optimierung der Fertigungsfähigkeit neuer Produkte, sowie die Testbarkeit als Dienstleistung für den Kunden erbracht wird.

Risikomanagement

Den Liquiditätsrisiken, denen die Gesellschaft hauptsächlich durch Währungskursschwankungen (vornehmlich bez. USD) und durch Zahlungsverzögerungen einzelner Kunden ausgesetzt war, wurde durch eine monatlich angepasste Liquiditätsplanung und die Durchführung geeigneter Maßnahmen zur Liquiditätssicherung, z.B. die Einführung zielführender Währungskurssicherungsinstrumente und einem stringenten Forderungsmanagement begegnet.

Das Bonitätsrisiko der bestehenden Kunden wird als gering angesehen, da die überfälligen Forderungen in wöchentlichen Detailanalysen überwacht und mit den Kunden geklärt werden; diese Vorgehensweise hat seit Beginn des Sanierungsprogramms zum massiven Abbau der Altforderungen geführt. Potenzielle Neukunden werden einer Kreditprüfung und interner Auswertung vorgelegter Kundendaten unterzogen.

Die Eigenkapitalausstattung wird zusammen mit der Muttergesellschaft z.B. durch Rangrück-tritt bzw. Forderungsverzicht bez. des Gesellschafterdarlehens gesteuert, wobei bei einer zu erwartenden Konsolidierung des Geschäfts- und Ergebnisverlaufs in 2010 davon auszugehen ist, dass o.g. Maßnahmen nicht mehr notwendig sind.

Im monatlichen Reporting werden die operativen Hauptrisiken und Schlüsselgrößen zur Steu-erung des Unternehmens im Management Team analysiert und evtl. Korrekturmaßnahmen festgelegt.

Risikobericht

Das Neukundengeschäft und die entschlossene Entwicklung neuer Geschäftsfelder werden im Jahr 2010 und 2011 die entscheidenden Themen für die positive Entwicklung der Gesellschaft sein. Der Standort Offenburg befindet sich in günstiger regionaler Nähe zu vielen innovativen OEM Kunden, die mit ihren Entwicklungskapazitäten an lokalen EMS Partnern Interesse haben. Im Bereich NPI und entwicklungsnahe Services für OEM hat Xenterio eine hervorragende Ausgangsbasis. Es wird entscheidend sein, inwieweit diese auf dem Markt anerkannte Kompetenz in Serienproduktion und größere Umsatzanteile übersetzt werden kann.

Die Materialverfügbarkeit auf dem Elektronikmarkt hat sich Ende 2009 und Anfang des Jah-res 2010 verschlechtert, was sich in längeren Lieferzeiten und nachlassender Termintreue der Lieferanten niederschlägt. Xenterio konnte durch eine sehr effektive Strategie in der Kompo-nenten - Beschaffung mit intelligenten Planungsmechanismen, deutlich längerem Forecast-Horizont, Aufbau von Puffer-Beständen, und sehr frühzeitiger und enger Zusammenarbeit mit den OEM Auswirkungen auf die Belieferungen weitgehend abfedern. Wir gehen daher davon aus, dass Xenterio auch in Zukunft durch enge Zusammenarbeit mit seinen Kunden und die Nutzung von sehr guten Beziehungen in den Beschaffungsmarkt eine überdurchschnittliche Lieferperformance erzielen wird.

Das Unternehmen genießt das uneingeschränkte Vertrauen Ihrer alleinigen Gesellschafterin und verfügt über liquide Mittel, die die Handlungsfähigkeit zum derzeitigen Kenntnisstand im Jahr 2010 nicht gefährden. Von Bedeutung wird allerdings sein, wann die neue Vertriebsmannschaft erfolgreich neue Kunden und Aufträge akquiriert und welche Umsätze daraus in 2010 und 2011 generiert werden können. Die Betriebsvereinbarung aus dem Jahr 2008 ermög-licht eine Kurzarbeiterregelung bis Ende Juni 2010, eine Verlängerung bis zum Ende des Jahres 2010 bzw. bis zur Ausschöpfung des gesetzlichen Rahmens ist wahrscheinlich notwendig und muß bis Juni vereinbart werden.

Prognose

Die wichtigste Aufgabe besteht im Jahr 2010 darin, die in den Vorjahren negative Umsatz-entwicklung durch die Gewinnung neuer Kunden umzukehren und eine deutlich positive Ent-wicklung auf der Umsatzseite im Jahresverlauf zu erreichen. Der Aufbau eines sehr kompe-tenten, EMS-erfahrenen und eng mit potentiellen Kunden vernetzten Vertriebes ist eine der entscheidenden Schwerpunkte für 2010. Die Integration des Vertriebes und interne Supportorganisation ist eine weitere wichtige Erfolgskomponente. Die Unterstützung durch externe Mitarbeiter ergänzt und erweitert die Reichweite und das Kompetenznetzwerk in den Markt. Die Lage im Südwesten Deutschlands, inmitten einer sehr starken, mittelständisch geprägten Industrieregion und die räumliche Nähe zu Frankreich und der Schweiz eröffnet Xenterio einen sehr interessanten Zugang zu einem wichtigen Markt, der in der Vergangenheit nur teilweise genutzt wurde. Sales und Business Development wurden Anfang 2010 neu ausgerichtet und verstärkt, um dieses Kundenpotenzial besser zu erschließen.

Für 2010 wird mit einem Umsatz von EUR 34 Mio. und einem Jahresfehlbetrag von EUR -6 Mio. gerechnet. In 2010 liegt der erwartete Umsatz aufgrund der Auswirkungen der Wirtschaftskrise deutlich unter Vorjahresniveau und es sind weitere Einsparungen in allen Kostenbereichen geplant. Dazu gibt es eine Detailplanung zum Geschäftsplan 2010, erstellt in Abstimmung mit der Gesellschafterin.

Die Finanzierung des Unternehmens erfolgt weiterhin aus eigenen Mitteln, die Liquiditätsbe-darfsplanung berücksichtigt die Umsatz- und Materialanteilsplanung. Neben dem aktiven For-derungsmanagement soll vermehrt auch durch das Management die Bestände und Lieferan-tenkonditionen die Liquiditätslage verbessert werden. Insgesamt kann die Liquiditätssituation des Unternehmens aus heutiger Sicht als gesichert gesehen werden.

 

Offenburg, den 31. März 2010

Xenterio GmbH

Hans-Joachim Hermann, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2009

XENTERIO GMBH, OFFENBURG

AKTIVA

  31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 2.239.197,00 3.684.104,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 222.074,00 323.107,00
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 222.074,00 323.107,00
II. Sachanlagen 2.017.123,00 3.360.997,00
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.423.002,00 2.249.813,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 594.121,00 1.111.184,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 18.919.248,77 38.646.377,28
I. Vorräte 3.930.336,71 14.833.272,97
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.559.555,81 10.895.636,68
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.025.267,71 3.167.687,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 343.326,65 489.107,68
4. Geleistete Anzahlungen 2.186,54 280.841,61
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.516.321,20 19.796.122,03
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.025.462,14 19.001.039,89
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.490.859,06 795.082,14
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.472.590,86 4.016.982,28
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 1,00
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 2.824.309,36 0,00
  23.982.755,13 42.330.482,28

PASSIVA

   
  31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
A. EIGENKAPITAL 0,00 541.222,34
I. Gezeichnetes Kapital 700.000,00 700.000,00
II. Kapitalrücklage 12.650.000,00 12.650.000,00
III. Verlustvortrag -12.808.777,66 0,00
IV. Jahresfehlbetrag -3.365.531,70 -12.808.777,66
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.824.309,36 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN 10.777.535,06 15.885.577,68
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.225.111,00 8.641.410,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.552.424,06 7.244.167,68
C. VERBINDLICHKEITEN 13.205.220,07 25.903.682,26
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 300.333,00 10.663,16
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.831.099,84 15.955.297,32
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.954.017,24 9.682.969,02
4. Sonstige Verbindlichkeiten 119.769,99 254.752,76
- davon aus Steuern: EUR 103.970,83 (Vorjahr: EUR 252.555,33)    
  23.982.755,13 42.330.482,28

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009

  2009
EUR
2008
EUR
1. Umsatzerlöse 44.115.881,09 80.813.190,56
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.288.200,32 -1.438.495,59
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 23.005,46 19.769,57
4. Sonstige betriebliche Erträge 5.402.484,69 4.377.280,44
5. Materialaufwand -26.989.698,55 -54.617.078,49
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -26.989.698,55 -54.617.078,49
6. Personalaufwand -12.917.479,34 -19.432.819,74
a) Löhne und Gehälter -10.393.613,33 -15.281.199,88
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.523.866,01 -4.151.619,86
- davon für Altersversorgung: EUR 583.701,00 (Vorjahr: EUR 584.362,56)    
7. Abschreibungen -1.666.326,94 -1.731.485,21
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs -1.666.326,94 -1.731.485,21
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.927.617,56 -12.499.281,20
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 353.961,19 348.892,67
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -467.467,16 -773.911,87
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -3.361.457,44 -4.933.938,86
12. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 -7.825.448,41
13. Außerordentliches Ergebnis 0,00 -7.825.448,41
14. Sonstige Steuern -4.074,26 -49.390,39
15. Jahresfehlbetrag -3.365.531,70 -12.808.777,66

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009

Xenterio GmbH, Offenburg

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Der Abschluss der Xenterio GmbH zum 31. Dezember 2009 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung.

Die Xenterio GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der EMS Holding Bavaria GmbH, Gräfelfing, die wiederum als hundertprozentige Tochter der Bavaria Industriekapital AG, München, in deren Konzernabschluss einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird in deut-scher und englischer Sprache veröffentlicht und ist über die Xenterio GmbH erhältlich.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Anla-gegüter mit einem Wert bis EUR 150,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ge-ringwertige Anlagegüter mit einem Wert von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 werden seit dem 1. Januar 2008 entsprechend den steuerlichen Regelungen in einen Sammelposten einge-stellt und über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten. Die unfer-tigen und fertigen Erzeugnisse sind mit ihren Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Ermittlung der Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse erfolgt nach der retrograden Methode ausgehend vom Verkaufspreis. Die Herstel-lungskosten umfassen neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen auch die Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, die nach den Bestimmungen des Steuerrechts aktivierungspflichtig sind. Waren werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Abschläge hauptsächlich auf die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden in Höhe von TEUR 930 gebildet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag abzüglich einer Pauschalabwertung für das allgemeine Kreditrisiko bewertet. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Fremdwährungsforderungen werden zum Einstandskurs oder zum niedrigeren Stichtagskurs (Mittelkurs) bewertet.

Die Berechnung der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen erfolgt nach den Grundsätzen von IAS 19 des International Accounting Standards Board mit einem Rechnungszinsfuß von 5,25 %.

Bei den sonstigen Rückstellungen wird erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtun-gen angemessen und ausreichend Rechnung getragen.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Einstandskurs bzw. dem höheren Stich-tagskurs (Mittelkurs) bewertet.

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist aus der Anlage zum Anhang (Anlagenspiegel) ersichtlich.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben Restlaufzeiten bis zu 1 Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2009 TEUR 700 und ist in voller Höhe einbezahlt.

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2008 in Höhe von TEUR 12.809 führte zu einer Verringerung des Eigenkapitals auf TEUR 541. Durch den Jahresfehlbetrag im Jahr 2009 in Höhe von TEUR 3.366 ergibt sich eine bilanzielle Überschuldung von TEUR 2.824. Zur Ver-meidung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung erklärt der Gesellschafter mit Wirkung zum 31. Dezember 2009 einen Rangrücktritt in Höhe von TEUR 9.150 auf sein Gesellschaf-terdarlehen in Höhe von TEUR 10.056.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 1.552 (Vj. TEUR 7.244) und gliedern sich wie folgt auf:

  31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
ERA-Fond 584 584
Mitarbeiterjubiläen 398 432
Arbeitgeberanteil zur Sozialaversicherung 131 239
Erstellung, Prüfung u. Veröffentlichung des Jahresabschlusses 82 96
Abfindungsansprüche 81 3.781
Berufsgenossenschaftsbeiträge 75 120
Gleitzeitübertrag 64 428
Sonstige Rückstellungen 41 8
Ausstehende Lieferantenrechnungen 31 788
Garantieverpflichtungen 30 179
Schadensersatz 24 320
Urlaubsansprüche 11 269
Summe 1.552 7.244

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegen die Gesellschafterin EMS Holding Bavaria GmbH, Gräfelfing, in Höhe von TEUR 10.056 (Vj. TEUR 9.589), für die am 15. Januar 2010 in Höhe von TEUR 9.150 ein unbefristeter Rangrücktritt erklärt wurde. Weiterhin umfassen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten gegenüber der Bavaria Industriekapital AG in Höhe von TEUR 896, die im Wesentlichen eine Vergütung für Management Leistungen enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 120 enthalten vor allem in Höhe von TEUR 104 die Lohn- und Kirchensteuer und haben ebenfalls eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Zusammenfassend haben sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und betragen TEUR 13.205. Die in den Rangrücktritt einbezogenen Verbindlichkeiten sind ursprünglich kurzfristiger Natur.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Einer der wichtigsten Kunden der Xenterio GmbH war im Geschäftsjahr die Firma Ericsson (vormals Marconi). Vom Gesamtumsatz entfallen 58,0 % (Vj. 35,9 %) auf Deutschland, der Rest auf andere EU-Länder.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 709 (Vj. TEUR 342) enthalten. Die periodenfremden Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung der Rückstellung für Erstattung von Einfuhrumsatzsteuer (TEUR 296), aus der Auflösung von Garantierückstellungen (TEUR 149), aus der Auflösung einer Rück-stellung für ausstehende Rechnungen (TEUR 120) und aus der Reduzierung der Pauschal-wertberichtigung (TEUR 126).

Der angedachte Abbau von Mitarbeitern musste nicht realisiert werden und führte zu einer Auflösung der Sozialplanrückstellungen (TEUR 3.279). Mit dem früheren Gesellschafter konnte im Rechtsstreit ein positiver Vergleich erzielt werden (TEUR 400).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 134 (Vj. TEUR 217) enthalten. Diese Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen (TEUR 69) und Aufwendungen mit Leis-tungsdatum aus dem Vorjahr (TEUR 65).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Zinsen an die Gesellschafterin EMS Hol-ding Bavaria GmbH, Gräfelfing, in Höhe von TEUR 467 (Vj. TEUR 774).

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

  31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
Miet- und Leasingverträge (Restverpflichtung) 1.762 1.530

Personalverhältnisse

Zum Jahresende 2009 waren 182 (Vj. 198) direkte Mitarbeiter und 135 (Vj. 129) indirekte Mitarbeiter beschäftigt. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (inkl. Auszubildende und Prakti-kanten) betrug 349 (Vj. 378).

Geschäftsführung und Vertretung

Zu Geschäftsführern der Xenterio GmbH, Offenburg sind bestellt:

Gerhard Kleineidam, Lauf, Dr.-Ing. (ab dem 1. Juni 2008 bis zum 30. September 2009)

Harald Ender, Landsberg (ab dem 1. Oktober 2009 bis zum 7. Januar 2010)

Hans-Joachim Hermann (ab dem 7. Januar 2010)

Die Geschäftsführer sind stets alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nach § 285 Satz 1 Nr. 9 a und b HGB ist unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Die Angaben über das Gesamthonorar des Abschlussprüfers sind in dem die Xenterio ein-bezogenen Konzernabschluss zum 31.12.2009 der BAVARIA enthalten (§ 285 Nr. 17 HGB).

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird seit dem 1. Januar 2008 in den Konzernabschluss der Bavaria Indust-riekapital AG, München einbezogen.

 

Offenburg, den 31. März 2010

Xenterio GmbH

Hans-Joachim Hermann, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Xenterio GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht in den Abschnitten "Lage des Unternehmens" und "Prognose" hin. Dort ist angeführt, dass die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2009 massive Umsatzeinbußen hinnehmen musste und keine ausreichend schnelle Neuausrichtung gelungen ist, was letztlich einen Jahresfehlbetrag von EUR -3,4 Mio zur Folge hatte.

Erstmals ist dadurch ein "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" in Höhe von EUR 2,8 Mio entstanden. Die insolvenzrechtliche Überschuldung konnte nur durch eine Rangrücktrittserklärung der alleinigen Gesellschafterin EMS Holding Bavaria GmbH, Gräfelfing, bezüglich deren Forderung in Höhe von EUR 9,1 Mio. vermieden werden. Die Geschäftsführung sieht für den Fall, dass die Geschäftsentwicklung den im Businessplan für das Folgejahr dargestellten Verlauf nimmt, keine Gefahr für den Fortbestand des Unternehmens.

Wir weisen darauf hin, dass der Fortbestand der Gesellschaft nur dann nicht gefährdet ist, wenn die im Lagebericht dargestellten Annahmen der Geschäftsführung zutreffen und die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung aufgrund der eingeleiteten und geplanten inhaltlichen und konzeptionellen Maßnahmen eintritt sowie weiterhin das Vertrauen und die Unterstützung der Gesellschafterin besteht."

Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei der Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; insbesondere weisen wir auf § 328 HGB hin.

 

München, den 31. März 2010

RP RICHTER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Matthias Appel, Wirtschaftsprüfer

Peter Schill, Wirtschaftsprüfer

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