billerbeck Home Collection GmbH

Eppinger Straße 40, 76703 Kraichtal, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 715743
Eingetragen
15.11.2012
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnEinzelhandel mit WohnmöbelnHerstellung von Matratzen
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt in: Die Vermarktung sowie der Vertrieb und Verkauf von Matratzen und Heimtextilien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Simon Day
seit 14.11.2024
Prokura
Susanne Hufeld
seit 14.11.2024
Prokura
Ingrid Ermert
seit 15.11.2012
Prokura
Lutz Geldmacher
seit 15.11.2012
Prokura
Thomas Ermert
seit 15.11.2012
Prokura
Friedrich E. Ermert
seit 15.11.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ermert Holding GmbH

Kraichtal

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernbilanz zum 31.12.2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
Anhang TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 860 550
II. Sachanlagen 12.373 11.853
III. Finanzanlagen 63 55
(1) 13.296 12.458
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (2) 14.978 17.072
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 7.686 6.661
III. Wertpapiere 0 0
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 9.495 11.027
32.159 34.760
C. Rechnungsabgrenzungsposten 100 139
D. Aktive latente Steuern (4) 7 11
45.562 47.368

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
Anhang TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100 100
Nennbetrag eigener Anteile -35 -35
Ausgegebenes Kapital 65 65
II. Kapitalrücklage 22 22
III. Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung -3.712 -3.420
IV. Konzerngewinnvortrag 29.040 25.166
V. Konzernjahresüberschuss 4.498 4.874
(5) 29.913 26.707
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 2.335 2.266
2. Steuerrückstellungen 812 1.537
3. Sonstige Rückstellungen 3.384 3.401
(6) 6.531 7.204
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.498 7.431
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 77 15
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.523 3.855
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.095 1.142
(7) 8.193 12.443
D. Passive latente Steuern (8) 908 995
E. Rechnungsabgrenzungsposten 17 19
45.562 47.368

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2022

2022 2021
Anhang TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse (9) 50.549 50.109
2. Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -381 552
3. Sonstige betriebliche Erträge (10) 968 950
4. Materialaufwand (11) -22.753 -23.351
5. Personalaufwand (12) -13.839 -13.144
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.298 -1.428
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (13) -7.381 -7.136
8. Finanz- und Beteiligungsergebnis (14) -199 -100
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (15) -1.101 -1.520
10. Konzernergebnis nach Steuern 4.565 4.932
11. Sonstige Steuern -67 -58
12. Konzernjahresüberschuss 4.498 4.874

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeines

Die Konzernmuttergesellschaft Ermert Holding GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 232768 eingetragen und hat ihren Firmensitz in der Eppingerstr. 40 - 44, 76703 Kraichtal, Deutschland.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurden einheitlich auf den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung haben wir im Konzernabschluss einzelne Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die Posten sind im Konzernanhang jeweils gesondert in TEUR ausgewiesen.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt in Euro als funktionaler Währung des Mutterunternehmens.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung und Bewertung im Konzernabschluss der Ermert Holding GmbH erfolgt nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen. Im Einzelnen kommen die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Vom Wahlrecht, Entwicklungskosten zu aktivieren, wurde kein Gebrauch gemacht.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen bei den beweglichen Sachanlagen nach der linearen Abschreibungsmethode. Bei den inländischen Konzerngesellschaften finden die steuerlichen Vereinfachungsregeln für geringwertige Wirtschaftsgüter entsprechend auch in der Handelsbilanz Anwendung. Bei den ausländischen Konzerngesellschaften werden geringwertige Wirtschaftsgüter entsprechend den landesrechtlichen steuerlichen Regelungen aufwandswirksam abgeschrieben.

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden zu durchschnittlichen Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden in Anlehnung an die im Inland geltenden steuerrechtlichen Vorschriften zu Herstellungskosten angesetzt, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten in angemessenem Umfang Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten enthalten.

Ist der beizulegende Wert der Vorräte aufgrund von gesunkenen Wiederbeschaffungs-kosten, Überbeständen, Ungängigkeit oder verlustfreier Bewertung am Abschlussstichtag niedriger als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zweifelhafte Forderungen werden mit ihrem wahrscheinlichen Wert angesetzt, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird auf den um die einzelwertberichtigten Forderungen gekürzten Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden nach § 253 Abs. 4 HGB zu den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen wurden bei einem inländischem Konzernunternehmen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens bewertet. Der Ermittlung der Barwerte der Pensionsverpflichtungen liegt der durchschnittliche Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt, zugrunde. Die Bewertung erfolgt mit Hilfe der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Die Bewertung zum 31.12.2022 basiert auf folgenden Rechnungsgrundlagen:

• Abzinsungssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung: 1,79 % p. a.
• Rentendynamik: 1,00 % p. a.

Der Unterschiedsbetrag aufgrund der Umstellung auf BilMoG zum 1.1.2010 in Höhe von EUR 474.676,00 gegenüber der Bewertung nach dem Teilwertverfahren (§ 6a EStG) wurde gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB bislang in Höhe von EUR 411.393,00 (11/15-Methode) passiviert. Aufgrund der Inanspruchnahme der Übergangsregelung besteht eine Unterdeckung in Höhe von EUR 63.283,00.

Der Zinsanteil aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 43.455,00 (Vorjahr: EUR 44.621,00) wird unter dem Posten Zinsaufwand, und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen.

Der Zinssatz entspricht danach dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Der zu bilanzierende Betrag beläuft sich auf EUR 2.398.440,00 bei Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre (1,79 %). Der nicht bilanzierte Betrag beläuft sich auf EUR 2.478.751,00 bei Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre (1,45 %). Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag beträgt EUR 80.311,00 und ist ausschüttungsgesperrt.

Für eine kongruent rückgedeckte Versorgungsverpflichtung wurden der Aktivwert aus einer Rückdeckungsversicherung und die Verpflichtung jeweils mit dem Zeitwert (EUR 381.544,92) bewertet und nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden Pensionsaufwendungen in Höhe von EUR 36.771,09 erfasst und mit den korrespondierenden Erträgen aus der Rückdeckungsversicherung verrechnet.

Sonstige Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und decken alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten ab.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Anteilsbesitz und Konsolidierungskreis

Anteilsbesitz

Fußnote Anteil am Kapital
Gesellschaft, Sitz %
Unmittelbare Beteiligungen
Billerbeck Schweiz AG, Fischbach-Göslikon, Schweiz (1) 100
billerbeck Home Stores GmbH, Kraichtal (1) 100
billerbeck Home Collection GmbH, Kraichtal (1) 100
Mittelbare Beteiligungen
Billerbeck Betten-Union GmbH & Co. KG, Kraichtal (1) 100
Betten - Union Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Kraichtal (1) 100
Billerbeck Rheumalind-Traumalind GmbH, Wien, Österreich (1) 100
Billerbeck Budapest Kft., Budapest, Ungarn (1) 100
RAMONIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kraichtal KG, Düsseldorf (1), (2), (3) 0

(1) Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung

(2) Vorläufiger, nicht geprüfter Jahresabschluss zum 31.12.2022

(3) Verbundenes Unternehmen nach § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB

Für folgende Gesellschaften werden die Offenlegungserleichterungen nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB in Anspruch genommen.

billerbeck Home Collection GmbH, Kraichtal

billerbeck Home Stores GmbH, Kraichtal

Billerbeck Betten-Union GmbH & Co. KG, Kraichtal

Konsolidierungsgrundsätze

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für erstkonsolidierte Tochterunternehmen bis 2009 nach der Buchwertmethode und anschließend nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Beteiligungsansätze mit dem (anteiligen) Eigenkapital auf der Grundlage der Wertansätze (Zeitwerte) zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile.

Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ist der 2.10.2003 bzw. der jeweilige spätere Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde gemäß § 309 Abs. 1 HGB über die voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren planmäßig abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2013 erfolgte die letzte planmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes.

Zwischengewinneliminierung

Die im Anlagevermögen sowie bei den Vorräten zu eliminierenden Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen wurden erfolgswirksam erfasst.

Schuldenkonsolidierung

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden gemäß § 303 Abs. 1 HGB aufgerechnet. Die sich aus der Aufrechnung ergebenden Differenzen werden erfolgswirksam behandelt.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Erlöse aus Innenumsätzen sowie sonstige konzerninterne Erträge werden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

Latente Steuern aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen

Entsprechend § 306 Satz 6 HGB werden latente Steuern auf temporäre Differenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen mit den nach § 274 HGB in den Einzelabschlüssen bilanzierten latenten Steuern nach Berücksichtigung von Wertberichtigungen zusammengefasst und in der Konzernbilanz gesondert ausgewiesen.

Latente Steuern im Konzernabschluss werden mit einem einheitlichen Steuersatz von 30 %, solche in den Einzelabschlüssen mit den jeweiligen landestypischen Steuersätzen berechnet.

Die landestypischen Steuersätze betreffen

Deutschland mit 30 %,
Schweiz mit 25 %,
Ungarn mit 10 % und
Österreich mit 25 %.

Grundsätze der Währungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen der inländischen Gesellschaften werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs im Entstehungszeitpunkt umgerechnet. Verluste aus Kursänderungen, die bis zum Bilanzstichtag eingetreten sind, werden berücksichtigt.

Die Umrechnung der Bilanzposten der ausländischen Tochterunternehmen erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Hiervon ausgenommen sind das Eigenkapital und die Anteile an verbundenen Unternehmen, die mit historischen Kursen (Stichtagskurs im Erstkonsolidierungszeitpunkt) umgerechnet werden. Umrechnungsdifferenzen aus Kursveränderungen zum Bilanzstichtag werden gesondert als Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausgewiesen.

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen und die Jahresergebnisse der ausländischen Tochterunternehmen werden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Sich dabei ergebende Differenzen werden innerhalb des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung ausgewiesen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die angegebenen Textziffern verweisen auf die entsprechenden Posten in der Konzernbilanz bzw. in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist in der Anlage zum Konzernanhang dargestellt.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 34)

Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr.

(3) Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren mit TEUR 7 aus Konsolidierungsmaßnahmen.

(4) Eigenkapital

Zur Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Geschäftsjahr 2022 verweisen wir auf den Konzerneigenkapitalspiegel (Anlage 5).

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital des Mutterunternehmens beträgt EUR 100.000,00. Von der Muttergesellschaft werden eigene Anteile in Höhe 35,0 % gehalten. Das ausgegebene Kapital beträgt demzufolge EUR 65.000,00.

(5) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich, für Gewährleistungsverpflichtungen sowie für sonstige zum Bilanzstichtag bekannte ungewisse Verbindlichkeiten und Risiken.

(6) Verbindlichkeiten

Gesamt Restlaufzeit bis 1 Jahr
31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
Art der Verbindlichkeiten TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.498 7.431 261 2.866
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 77 15 77 15
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.523 3.855 2.523 3.855
Sonstige Verbindlichkeiten 1.095 1.142 1.095 1.142
(davon aus Steuern) (551) (902) (551) (902)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (421) (90) (421) (90)
8.193 12.443 3.956 7.878
Restlaufzeit größer 1 Jahr davon Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
Art der Verbindlichkeiten TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.237 4.565 50 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0
(davon aus Steuern) (0) (0) (0) (0)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (0) (0) (0) (0)
4.237 4.565 50 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:

• Grundpfandrechte:

Billerbeck Schweiz:

Grundschulden lastend auf dem Grundstück in Fischbach-Göslikon in Höhe von TCHF 18.000. Die Grundschuldeintragung dient der Sicherung des Grundpfandkredits (Kreditrahmen: TCHF 7.600) und der Kontokorrentlinie.

Billerbeck Ungarn:

Grundschulden lastend auf den Grundstücken in Budapest und Szeghalom in Höhe von THUF 1.022.439. Die Grundschuldeintragung dient als Teil der Absicherung eines Darlehens in Höhe von TEUR 700 sowie eines Kreditrahmens in Höhe von TEUR 1.500.

RAMONIA:

Auf den Grundstücken mit aufstehendem Gebäude der Gemarkungen Gochsheim, Münzesheim und Oberacker lastet eine Grundschuldeintragung in Höhe von TEUR 3.200.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

(7) Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern resultieren mit TEUR 908 ausschließlich aus Überleitungseffekten von HB I zu HB II und betreffen insbesondere Bewertungsunterschiede beim Anlage- und Vorratsvermögen.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt:

2022 2021
TEUR TEUR
Inland 18.639 17.318
Ausland 31.910 32.791
50.549 50.109

(9) Personalaufwand

In den Personalaufwendungen sind Erträge aus erstatteten Sozialversicherungsbeiträgen im Zusammenhang mit der Beantragung von Kurzarbeitergeld in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 89) enthalten.

(10) Steuern vom Einkommen und Ertrag

2022 2021
TEUR TEUR
aufende Ertragsteuern (Aufwand -/Ertrag +) -1.218 -1.273
atente Ertragsteuern (Aufwand -/Ertrag +)
Überleitung HB I auf HB II 112 -251
Kapitalkonsolidierung 0 0
Schuldenkonsolidierung 5 0
Zwischengewinneliminierung 0 4
117 -247
-1.101 -1.520

Ergänzende Angaben und Erläuterungen

Angaben zu außerbilanziellen Geschäften

Operate Leasing:

Insgesamt davon innerhalb 1 Jahres fällig
TEUR TEUR
Gebäude 127 48
Fahrzeuge 259 123
Summe 386 171

Bei den außerbilanziellen Geschäften im Bereich Operate Leasing handelt es sich um Gebäude und um Fuhrpark. Diese Verträge stellen eine Finanzierungsalternative dar, durch die im Wesentlichen eine Liquiditäts- und Eigenkapitalbindung sowie die Übernahme wesentlicher wirtschaftlicher Risiken vermieden werden. Weiterhin besteht Planungs- und Kalkulationssicherheit im Hinblick auf die für die Laufzeit fest vereinbarten Leasingkonditionen. Ein Risiko besteht darin, dass über die übernommenen Gegenstände, insbesondere im Falle mangelnder Auslastung, nicht frei verfügt werden kann.

Mitarbeiter

Aufgliederung der Arbeitnehmer nach Gruppen:

Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter
2022 2021
Gewerbliche Arbeitnehmer 232 234
Angestellte 117 101
349 335

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung beim Mutterunternehmen wurde im Geschäftsjahr 2022 von Herrn

 

Friedrich Emil Ermert, Kraichtal-Münzesheim,

wahrgenommen.

Für ehemalige Geschäftsführer bestehen Verpflichtungen aus Versorgungszusagen von insgesamt TEUR 2.326.

Honorar des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar belief sich auf

TEUR 40 für die Abschlussprüfungsleistungen,

TEUR 30 für Steuerberatungsleistungen.

Ereignisse nach dem Stichtag

Zu Beginn des Jahres 2023 haben Unternehmen wie Galeria und P&C Insolvenz angemeldet, Galeria wird rund 50 Filialen schließen. In welchem Ausmaß die Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft hiervon negativ beeinflusst werden wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht konkret eingeschätzt werden. Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf den Konzernlagebericht.

 

Kraichtal, 29.03.2023

Ermert Holding GmbH

Die Geschäftsführung

Friedrich Emil Ermert

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 (in TEUR)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2022 Währung Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.224 14 163 25 -167 2.259
2. Geschäfts- oder Firmenwert 585 0 0 0 0 585
3. Geleistete Anzahlungen 109 0 260 -25 0 344
2.918 14 423 0 -167 3.188
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.004 362 406 0 0 19.772
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.112 42 595 24 0 12.773
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.057 35 406 0 -180 7.318
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 141 5 526 -24 -83 565
38.313 444 1.933 0 -263 40.428
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 55 0 8 0 63
55 0 8 0 0 63
41.287 458 2.364 0 -430 43.679
Abschreibungen
Stand 1.1.2022 Währung Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.783 8 116 -164 1.743
2. Geschäfts- oder Firmenwert 585 0 0 0 585
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
2.368 8 116 -164 2.328
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.577 450 239 0 12.266
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.866 89 557 0 9.512
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.018 32 386 -159 6.277
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
26.461 571 1.182 -159 28.055
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
28.829 579 1.298 -323 30.383
Restbuchwerte
31.12.2022 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 516 441
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 344 109
860 550
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.506 7.427
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.261 3.246
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.041 1.039
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 565 141
12.373 11.853
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 63 55
63 55
13.296 12.458

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022 2021
TEUR TEUR
Periodenergebnis 4.498 4.874
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.297 1.428
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 7 187
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 92 -81
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.108 -2.689
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.319 1.506
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 116 28
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 252 305
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag -83 267
-/+ Ertragsteuerzahlungen -724 163
= Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 5.244 5.988
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.914 -231
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -423 -1.053
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -6 -6
= Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -2.343 -1.290
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 0 0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -2.933 -2.433
- Gezahlte Zinsen -208 -260
+/- Ausschüttung an Gesellschafter -1.000 -2.600
= Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -4.141 -5.293
+/- Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -292 56
-1.532 -539
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 11.027 11.566
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 9.495 11.027
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:
Liquide Mittel 9.495 11.027

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital (Stammkapital) Eigene Anteile Summe
TEUR TEUR TEUR
Anfangsbestand 1.1.2021 100 -35 65
Ausschüttung 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0
Endstand 31.12.2021 100 -35 65
Anfangsbestand 1.1.2022 100 -35 65
Ausschüttung 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0
Endstand 31.12.2022 100 -35 65
Eigenkapital des Mutterunternehmens Konzerneigenkapital
Rücklagen Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag Konzernjahresüberschuss Summe
Kapitalrücklage nach § 272 (2) Nr. 4 HGB
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anfangsbestand 1.1.2021 22 -3.476 22.389 5.377 24.377
Ausschüttung 0 0 -2.600 0 -2.600
Währungsumrechnung 0 56 0 0 56
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 4.874 4.874
Endstand 31.12.2021 22 -3.420 19.789 10.251 26.707
Anfangsbestand 1.1.2022 22 -3.420 30.040 0 26.707
Ausschüttung 0 0 -1.000 0 -1.000
Währungsumrechnung 0 -292 0 0 -292
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 4.498 4.498
Endstand 31.12.2022 22 -3.712 29.040 4.498 29.913

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell des Konzerns

Die billerbeck-Gruppe wurde im Jahr 1921 gegründet. Sie ist Markenhersteller von hochwertigen Bettwaren mit hohem Marktanteil. Die billerbeck-Gruppe verfügt über Produktionsstandorte in Kraichtal/Deutschland, Fischbach-Göslikon/Schweiz und Budapest/Ungarn bzw. Szeghalom/Ungarn sowie über eine Vertriebsgesellschaft in Wien/Österreich. Die billerbeck-Gruppe ist mit der Herstellung, dem Handel und dem Vertrieb von Bettwaren, Matratzen sowie Textil- und Bettwaren verwandten Produkten beschäftigt.

Zum Kundenkreis der Gruppe zählen im Wesentlichen Möbel- und Warenhäuser, der Facheinzel- und Großhandel sowie Versender und Onlinehändler.

Gegenstand der Ermert Holding GmbH ist als Beteiligungsholding die Verwaltung zur Gesellschaft gehörender Unternehmen. In ihr ist das Management der zur Gruppe gehörenden operativen Gesellschaften mit dem Geschäftsführer Friedrich Ermert integriert.

Zum Konzernkreis gehören unverändert die operativ tätigen Gesellschaften Billerbeck Schweiz AG (billerbeck Schweiz), Billerbeck Betten-Union GmbH & Co. KG (billerbeck Deutschland), billerbeck Home Collection GmbH (billerbeck Home Collection), billerbeck Home Stores GmbH (billerbeck Home Stores), Billerbeck Budapest Kft. (billerbeck Ungarn), Billerbeck Rheumalind-Traumalind GmbH (billerbeck Österreich) sowie die RAMONIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kraichtal KG (RAMONIA).

Über einen gut ausgebauten, internationalen Vertrieb werden Absatzmärkte in Deutschland, Europa und weltweit bedient.

In der billerbeck-Gruppe sind zum 31.12.2022 insgesamt 348 (Vorjahr: 335) Mitarbeiter beschäftigt.

1.2. Ziele und Strategien

Einer der zentralen Erfolgsfaktoren der billerbeck‐Gruppe sind die Marken. Über viele Jahrzehnte konnten sich vor allem die Marken "billerbeck" und "Dauny" in ihren Märkten im oberen Premiumsegment platzieren. Die billerbeck‐Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, die Marken zu pflegen und die Positionierung zu stabilisieren. Voraussetzung dafür ist es, der Produktqualität weiterhin einen hohen Stellenwert einzuräumen. Somit soll es auch in Zukunft möglich sein, sich attraktiv im Wettbewerb zu positionieren.

Ziel der billerbeck‐Gruppe ist es, sowohl die Umsätze, aber auch die Profitabilität weiter zu steigern. Dazu ist es unter anderem notwendig, ein umfassendes, an den Bedürfnissen der Kunden orientiertes Produktprogramm anzubieten. Diesen Weg wird billerbeck durch Forschung und Entwicklung auch in Zukunft konsequent fortsetzen. Ebenso werden weitere Exportmärkte erschlossen, um den Absatz der Gruppe international noch weiter zu diversifizieren. Hierbei ist die Anpassung auf lokale Gegebenheiten besonders hervorzuheben.

Das Unternehmen profitiert in starkem Maße von den internationalen Standorten der Gruppe. Ein weiterer Strategiefokus liegt daher auf der permanenten Optimierung der Zusammenarbeit innerhalb der billerbeck‐Gruppe. Besonders hervorzuheben ist hier der derzeitige Ausbau des Produktionsstandortes in Ungarn, um unter anderem die Lieferfähigkeit innerhalb der billerbeck‐Gruppe weiter zu verbessern. Ebenso wie unternehmensübergreifend, werden auch die Geschäftsprozesse an den einzelnen Standorten weiterhin optimiert. Dadurch soll auch langfristig die bereits jetzt wettbewerbsfähige Kostenstruktur gesichert werden.

1.3. Forschung und Entwicklung

Die billerbeck-Gruppe führt an allen 3 Produktionsstandorten in Deutschland, Schweiz und Ungarn Produktentwicklungstätigkeiten durch. Basierend auf diesen Tätigkeiten und den Erkenntnissen aus der Stiftung Schlaf und Gesundheit werden neue Entwicklungsprojekte umgesetzt. Diese konzentrierten sich im Geschäftsjahr 2022 im Wesentlichen weiterhin auf die Herstellung von nachhaltigen Produkten, den Umweltschutz und die dazugehörige Ausrichtung der Abläufe in der gesamten Organisation. Hierzu erfolgt eine intensive Zusammenarbeit mit anerkannten Prüfinstituten.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchensituation

Deutschland

Das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 lag bei 3.867,1 Milliarden Euro und somit preisbereinigt um 1,8 % höher als im Vorjahr.

Auf der Nachfrageseite war nach dem zweiten Corona-Jahr der private Konsum 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Preisbereinigt stiegen die Ausgaben für privaten Konsum um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichten fast das Vor-Corona Niveau 2019. Die Ausgaben wurden geprägt von Nachholeffekten im Zuge der Aufhebung nahezu fast aller Corona Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022. Besonders deutlich stiegen die Ausgaben für Hotel-Gaststättendienstleistungen, sowie im Bereich der Freizeit, Unterhaltung und Kultur. Die Konsumausgaben des Staates stiegen um 1,1 %, besonders viel wurde für die Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Ländern für die Verpflegung und Unterbringung ausgegeben.

Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im 2022 zu. Deutschland exportierte preisbereinigt 3,2 % mehr Waren- und Dienstleistungen als im Vorjahr. Die Importe nahmen parallel dazu um 6,7 % zu. Insgesamt dämpfte der Außenbeitrag das BIP-Wachstum.

Der Arbeitsmarkt war trotz des schwierigen Umfelds weiter robust. Die Wirtschaftsleistung wurde 2022 von 45,6 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland erbracht, das entspricht gegenüber 2021 einer Zunahme von 1,3 % oder 589.000 Personen und so vielen, wie noch nie in Deutschland.

Der Beschäftigungsaufbau fand besonders bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und im Dienstleistungsgewerbe statt. Hingegen nahm die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe nur leicht zu und konnte in Summe die Verluste der beiden vorausgegangenen Corona Jahre nicht ausgleichen.

Die Bettwarenbranche schloss 2022 mit einem Plus in Höhe von 2,9 % oder rd. EUR 60 Mio. ab, insgesamt wurde ein Umsatz in Höhe von rd. EUR 2,0 Mrd. erzielt. 2022 schloss nach Auskunft der Interessengemeinschaft der Deutschen Heimtextilien-Industrie GmbH das Geschäftsjahr bei fasergefüllten Bettwaren mit einem Plus von 1,3 % ab. Der Inlandsumsatz ging um 5,0 % oder TEUR 748,9 zurück, im Export stieg die Exportquote von 2021 33,5 % um 2022 4,4 % auf 34,6 %. Die Entwicklung der Umsätze zeigte unterjährig starke Abweichungen im Vergleich zum Vorjahr, die aus der Corona-bedingten Entwicklung des Bettwarenmarkts 2021 und den damit verbundenen Schwankungen resultiert. Eine besonders starke Abweichung war im Juni mit -22,7 %, ein hohes Umsatzplus im Februar mit 34,5 % zu verzeichnen.

Schweiz

Im 4. Quartal 2022 stagnierte die Schweizer Wirtschaft. Das Sportevent-bereinigte BIP wuchs kaum nach 0,2 % im Vorquartal. Damit fügt sich die BIP-Entwicklung der Schweiz in das europäische Bild ein. So wuchs Frankreich um 0,1 %, Deutschland (−0,4 %) registrierte einen Rückgang des BIP. Das eingetrübte internationale Umfeld hemmte die Warenexporte und lastete auf den konjunktursensitiven Bereichen der Schweizer Industrie. Die Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes ging leicht zurück, allerdings ausgehend von einem sehr hohen Niveau. Die chemisch-pharmazeutische Industrie erwies sich dabei abermals als stützender Faktor.

Der Schweizer Arbeitsmarkt entwickelte sich bis zuletzt positiv. Die Beschäftigung stieg im 4. Quartal substanziell an, die Arbeitslosigkeit ging bis zuletzt leicht zurück. Bei den Arbeitnehmerentgelten setzte sich das moderate Wachstum der Vorquartale fort, während die Konsumpreise auf dem Niveau des Vorquartals blieben. Vor diesem Hintergrund wuchsen die Konsumausgaben im 4. Quartal ungeachtet der historisch negativen Konsumentenstimmung erneut, wenn auch etwas schwächer als im historischen Mittel. Demgegenüber deuten die bislang verfügbaren Daten auf einen Rückgang der privaten Konsumausgaben im Euroraum, wo sich die stark angestiegenen Konsumentenpreise deutlicher auswirken.

Wichtige Konjunkturindikatoren im In- und Ausland haben sich in den vergangenen Monaten auf verhältnismäßig tiefen Niveaus stabilisiert oder leicht erholt. Der Tiefpunkt der Stimmung könnte international überschritten sein. Insbesondere stellt sich die Energielage in Europa weniger angespannt dar als noch im vergangenen Herbst. Der Index der Schweizer Konjunkturstimmung verharrt seit Sommer 2022 unter dem historischen Mittelwert. Dazu tragen maßgeblich die Indikatoren aus dem Bereich der Industrie bei, passend zur rückläufigen Entwicklung der Wertschöpfung. Demgegenüber hat sich die Einschätzung der Konsumenten und Konsumentinnen zuletzt aufgehellt. Die Wertschöpfung des Detailhandels stagnierte im 4. Quartal (0,0 %) auf hohem Niveau. Während die Umsätze in den meisten Warengruppen zurückgingen, gewannen jene mit Treibstoffen gegenüber dem Vorquartal weiter an Dynamik. Die Daten zu den Debit- und Kreditkartentransaktionen lassen für den Jahresbeginn eine Fortsetzung der verhaltenen Entwicklung erwarten. Nichtsdestotrotz schätzen die Detailhändler ihre Geschäftslage weiterhin zuversichtlich ein. Aufgrund der positiven Entwicklung im Großhandel, gestützt insbesondere durch die Entwicklung des Automobil- und Transithandels, resultierte für den Handel insgesamt ein Wachstum von 0,4 %. Mit der Normalisierung der pandemischen Lage stieg die Nachfrage der Konsumentinnen und Konsumenten nach Dienstleistungen. Gleichzeitig ließ der Bedarf nach Wareneinkäufen aber nach, ausgehend von einem hohen Niveau. Dies widerspiegelt sich in einem leichten Rückgang der Wertschöpfung im Detailhandel (−0,6 %). Die übrigen Dienstleistungsbranchen entwickelten sich unterschiedlich und trugen in der Summe kaum zum BIP-Wachstum bei. Auf der Verwendungsseite zeigten sich die Aufholeffekte nach der Corona-Krise insbesondere bei den privaten Konsumausgaben. Diese wuchsen mit 4,0 % so stark wie noch nie seit Beginn der Datenerfassung 1980. Zwar kam die Inflation mit 2,8 % im Jahr 2022 auf den höchsten Wert seit den 1990er-Jahren; im internationalen Vergleich blieb sie aber moderat. Zudem stützte die gute Lage am Arbeitsmarkt die Einkommen. Schließlich dürfte zumindest ein Teil der Haushalte in den zwei Vorjahren zuvor erhebliche Ersparnisse gebildet haben. Neben dem privaten Konsum erholte sich der Außenhandel mit Dienstleistungen deutlich von der Krise. So stiegen die Dienstleistungsexporte um starke 10,5 %, wozu maßgeblich die Bereiche des Fremdenverkehrs und der Transportdienste beitrugen.

Ungarn

Ungarn kann sich dem negativen Sog, der durch den Ukrainekrieg ausgelösten Wirtschaftskrise, nicht entziehen. Die ungarische Wirtschaft hat die Folgen der Coronapandemie relativ gut überstanden und nachdem das BIP im Jahre 2021 um 7,1 % gewachsen ist, setzte sich der starke Aufwärtstrend auch in dem ersten dreiviertel Jahr von 2022 mit einer Zunahme von 6,1 % gegenüber dem Vorjahr fort, was aber vor allem den großzügigen einkommensfördernden Maßnahmen der Regierung in der Vorwahlperiode zu verdanken ist. Ab dem viertem Quartal 2022 kam es zu einem starken Rückgang des Konsums der privaten Haushalte, was vor allem auf die extrem hohe Inflation zurückzuführen ist. Der Krieg bremste die Konjunktur der wichtigsten Handelspartner in der EU, und schmälerte so die Absatzchancen der exportorientierten ungarischen Industrie. Die stark steigenden Preise - besonders bei Energie und Lebensmittel - schränkten die Konsumbereitschaft der Bevölkerung und die Geschäftsaussichten der Unternehmen ein. So hat die ungarische Wirtschaft im vierten Quartal einen BIP-Rückgang von -0,4 % verzeichnen müssen, was schließlich das jährliche BIP-Wachstum auf 4,8 % reduzierte.

Das Ausbleiben der EU-Gelder (Wiederaufbaufonds und Kohäsionsfonds) löst erhebliche Unsicherheiten aus, es geht in Summe um 13 Milliarden Euro. Diese beträchtliche Summe kann erst dann abgerufen werden, wenn die ungarische Regierung eine Liste wichtiger Reformen umsetzt, die die ordnungsgemäße Verwendung der EU-Gelder garantieren. Diese fehlenden Mittel schränken den Spielraum der ungarischen Regierung enorm ein, ihre aktive Wirtschafts- und Investitionsförderung fortzusetzen. Der Staatshaushalt steht unter Konsolidierungsdruck.

Die Staatsverschuldung betrug 76,4 % des BIP, und das Haushaltsdefizit machte 6,5 % aus.

Die Arbeitslosigkeitsrate ist zwar niedrig geblieben (3,9 %), aber die Inflationsrate hat den höchsten Wert in der EU.

Die durchschnittliche Inflationsrate 2022 war mit 14,8 % extrem hoch, im Dezember erreichte sie fast 25 %. Besonders kritisch war die Auswirkung auf die Preise der Lebensmittel, am Ende des Jahres machte diese knapp 50 % aus (den weitaus höchsten Wert in der EU).

Die Regierung versucht zwar dem Kaufkraftverlust durch Regulierung der Preise in bestimmten Segmenten entgegenzuwirken (Kraftstoffe, einige Grundnahrungsmittel, Energie), aber dies nur unzureichend, die hohe Inflationsrate hat in der Folge das Realeinkommen der Bevölkerung stark beeinträchtigt.

Wirtschaftliche Lage des Bettwarenmarktes Ungarn

Die Strukturveränderung des Einzelhandels infolge der Coronakrise setzte sich weiter fort, so ist der Anteil des Online-Handels weiter gestiegen.

Die internationalen Möbelketten haben ihren Online-Handel in Ungarn stark ausgebaut.

Jysk entwickelte sich sehr stark und hat sein größtes und modernstes europäisches Lager in Ungarn (in der Nähe von Budapest) aufgebaut.

Der Einzelhandel hat in den ersten 9 Monaten von den einkommensfördernden Maßnahmen der Regierung profitieren können, im vierten Quartal ist die Nachfrage stark eingebrochen.

Billerbeck Budapest Kft. war 2022 sehr erfolgreich, sowohl mit den eigenen 3 billerbeck Markenläden in Budapest als auch im eigenen Webshop konnten die Umsätze deutlich gesteigert werden.

Billerbeck Budapest Kft. konnte in nahezu allen anderen Marktsegmenten zulegen.

Im Interesse der Pflege und der Erhöhung des Bekanntheitsgrades der Marke "billerbeck" haben wir unser Loyalty-Programm im Jahr 2022 weiter fortgesetzt.

Unser Hotellerie Geschäft konnte seine Wachstumsdynamik der vorigen Jahre mit unseren spezifisch für diese Branche entwickelten Kollektion fortführen und umsatzmäßig zulegen.

2.2. Geschäftsverlauf und Lage

Geschäftsverlauf

Die Umsätze der billerbeck-Gruppe konnten im Geschäftsjahr 2022, trotz der Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Märkte, insbesondere der Steigerung der Inflationsraten, auf dem gleichem Niveau wie 2021 gehalten werden.

Zu beobachten ist im Inland, aber auch im Export, eine weitere Konzentrierung der Kundenstruktur. Im Möbelhandel setzt sich die Konzentration weiter fort und weitet sich immer mehr auch international aus. So hat sich im Geschäftsjahr 2022 vor allem in der Schweiz die starke Konzentration und die Internationalisierung des Möbelhandels fortgesetzt. Unser Kunde XXL Lutz übernahm weitere Möbelhäuser und baut weitere Möbelhäuser in der Schweiz.

Der Umsatz auf dem inländischen Markt hat sich mit 9,9 % deutlich gesteigert. Außerhalb Deutschlands entwickelte sich das Geschäft negativ, die Umsätze nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 % ab, in der Schweiz konnten die hohen Umsätze aus 2021 nicht erreicht werden. Wie in den vergangenen Jahren sind im außereuropäischen Export erhebliche Schwankungen festzustellen. Während sich einige Märkte erholen, sind in anderen Ländern Rückgänge zu verzeichnen. Der europäische Markt ist im Wesentlichen von solchen Schwankungen nicht betroffen, wenn auch vereinzelt bei kleineren Kunden Auftragsverschiebungen von einem zum anderen Jahr verzeichnet werden.

Die Situation der Rohstoff- bzw. Materialpreise war wie auch in den vergangenen Jahren wichtiger Einflussfaktor auf den Geschäftsverlauf. Hierbei ist zu beachten, dass nicht nur die qualitative und quantitative Verfügbarkeit den Preis beeinflusst, sondern auch die Kursschwankungen des US-Dollars. Im Jahresverlauf konnte festgestellt werden, dass die Preise für Federn und Daunen nach einer Preissenkung 2021 am Anfang des Jahres 2022 deutlich gestiegen sind. Im Jahresverlauf 2022 gingen die Preise geringfügig zurück.

Die Kostenentwicklung verlief auch im Jahr 2022 zufrieden stellend. Die Planwerte konnten eingehalten werden, in verschiedenen Bereichen wurden Kostensenkungen durchgeführt. Umsatzabhängige Kostenpositionen entwickelten sich mit dem Umsatz.

Die Kapazitätsauslastung der Produktion wurde wiederum bestimmt durch das saisonal stark schwankende Geschäft. In allen unseren Unternehmen in Deutschland, der Schweiz und Ungarn war die Produktion ganzjährig gut ausgelastet.

Auftragslage und -entwicklung

Die Auftragslage zeichnet sich traditionell durch eine hohe Kurzfristigkeit aus. Dieser Trend hat sich weiter fortgesetzt. Die Liefertermine ab Auftragseingang sind kurz, die Kunden sind sehr darauf bedacht, Lagerkosten zu minimieren und erwarten höchste Flexibilität von den Lieferanten. Die kurzfristigen Auftragsbestände haben daher den weitaus höchsten Anteil am Gesamtauftragsbestand.

Auftragsrückstände bestanden im gesamten Geschäftsjahr 2022. Diese nahmen nochmals im vierten Quartal deutlich zu, hervorgerufen durch einen überdurchschnittlich hohen Auftragseingang im Vergleich zu den Vorjahren - so kam es zu Engpässen in der eigenen sowie der Produktion unseres wichtigsten Lieferanten in Ungarn. Die Auftragslage zum Jahresende hat sich nicht wie in den Vorjahren auf ein niedriges Niveau reduziert, so dass erhebliche Auftragsbestände in das Jahr 2023 übertragen wurden.

Ertragslage

Die billerbeck-Gruppe erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 Umsatzerlöse in Höhe von rd. EUR 50,5 Mio., ein geringes Plus zu 2021 in Höhe von TEUR 440 oder ca. 0,9 %. Dieses Ergebnis verteilt sich mit 36,9 % auf den Inlandsumsatz und 63,1 % auf den Umsatz ausländischer Märkte.

Die Gesamtleistung des Konzerns liegt mit EUR 50,2 Mio. bzw. rd. 1,0 % unter dem Vorjahreswert von EUR Mio. 50,7. Die sonstigen betrieblichen Erträge blieben nahezu unverändert.

Die Rohertragsquote in Höhe von 55,9 % vom Vorjahr konnte im Konzern erneut erreicht werden und liegt mit 56,0 % minimal über dem Vorjahresergebnis. Der Materialaufwand mit 45,8 % wurde unter anderem aufgrund niedriger Beschaffungskosten auf dem Feder- und Daunenmarkt gesenkt, absolut gesehen ist der Wert von TEUR 22.351 auf TEUR 22.753 zurückgegangen.

Die Personalaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 13.144 um TEUR 695 auf TEUR 13.839. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die geringere Inanspruchnahme staatlicher Maßnahmen zur Reduzierung der Personalkosten zurückzuführen (Kurzarbeit in Deutschland). Weiter wirken sich besonders die Erhöhung der Lohn- und Gehaltskosten in Deutschland sowie in der Schweiz aus, in Ungarn wirkten sie die Lohnerhöhungen durch die Abwertung des Forints zum Euro nur gering aus.

Die Kapazitätsauslastung der Produktion wurde an allen Produktionsstandorten wiederum bestimmt durch das saisonal stark schwankende Geschäft. Es wurde auch in diesem Geschäftsjahr flexibel auf veränderte Auslastungen reagiert. Es wurden Modelle wie flexibilisierte Arbeitszeit und Leiharbeit eingesetzt, um die Lieferfähigkeit zu gewährleisten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zur Vorjahresperiode um TEUR 245 gestiegen. Bei den umsatzabhängigen Kosten wie Frachten und Verpackung sind die Kosten gestiegen, die steigenden Preise für Kartonagen und Benzin wirkten sich hier stark aus. Die Erhöhung der Energiekosten konnte durch die firmeneigenen Photovoltaik Anlagen in Deutschland und in der Schweiz kompensiert werden. Im Bereich der Werbung wurde in die Endverbraucherwerbung und so in die Marke billerbeck investiert. Weitere Kosten konnten durchweg auf einem akzeptablen Niveau gehalten werden. Teilweise wurden in Einzelbereichen aufgrund dauerhafter und nachhaltiger Kostenkontrolle Reduzierungen realisiert.

Im Vorjahr waren im Finanzergebnis noch Erträge aus Wertpapieren in Höhe von TEUR 227 ausgewiesen. Die Zinsaufwendungen habe sich gegenüber dem Vorjahr leicht verringert, das Finanzergebnis ist per Saldo mit TEUR 199 (Vorjahr: TEUR 100) negativ.

Die billerbeck-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Konzernjahresüberschuss von TEUR 4.498 (Vorjahr: TEUR 4.874).

2.3. Vermögens- und Finanzlage

Cashflow und Finanzierung

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug TEUR 5.265 (Vorjahr: TEUR 5.988). Die im laufenden Geschäftsjahr getätigten Investitionen konnten über Einzahlungen aus dem operativen Cashflow finanziert werden.

Durch die Eigenfinanzierungskraft der Gesellschaft und die ausreichend bestehenden Kreditlinien ist die Finanzlage des Unternehmens gesichert. Die Eigenkapitalquote liegt bei 65,7 % (Vorjahr: 56,4 %).

Investitionen

Das Anlagevermögen hat sich im Berichtsjahr insgesamt bei Abgängen zu Restbuchwerten von TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 28), Zugängen zu Anschaffungskosten von TEUR 2.364 (Vorjahr: TEUR 1.290), Abschreibungen von TEUR 1.298 (Vorjahr: TEUR 1.428) sowie Währungsumrechnungseffekten von TEUR 121 um insgesamt TEUR 838 erhöht. Die Schwerpunkte der Investitionstätigkeit lagen auf Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen, sowohl im Bereich der Fertigungsanlagen, als auch bei Gebäuden.

2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren verwenden wir in der billerbeck-Gruppe die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie das Konzernergebnis nach Steuern.

2.5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Unsere Leistungsfähigkeit zeigt sich nicht nur in wirtschaftlichen Kennziffern, sondern auch in der Nachhaltigkeit unseres Handelns. Wir entwickeln effiziente Produkte unter besonderer Berücksichtigung der verarbeiteten Ressourcen, der Umwelt und des Klimas. Tierschutz in Verbindung mit Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit steht im Fokus. Die billerbeck-Gruppe beachtet alle umweltschutzrechtlichen Gesetze und Auflagen. Voraussetzung für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung sind leistungsfähige Mitarbeiter - daher investieren wir in gute Aus- und Weiterbildung sowie hohe Arbeitssicherheit.

Zum 31.12.2022 waren bei unserem Unternehmen 348 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 343), davon waren 232 Lohnempfänger (Vorjahr: 231). Zum Jahresende befanden sich konzernweit sechs junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis, davon drei bei billerbeck Deutschland und drei bei billerbeck Schweiz. Das entspricht einem Anteil von rd. 1,8 % der Belegschaft.

3. Chancen- und Risikobericht

Beschaffungsrisiken

Die Geschäftsrisiken der Unternehmen resultieren aus einer hohen Abhängigkeit vom Preisniveau der verwendeten Rohstoffe. Als wichtigste Rohstoffe sind Gewebe und Füllungen, speziell Federn, Daunen, Naturhaare und Synthetik Fasern zu nennen. Nachdem die Preise für Federn und Daunen in den Jahren 2013 und 2014 stark angestiegen sind, sanken sie danach wieder und pendelten sich auf einem Niveau ein, das zwar höher war als vorher, aber eine gewisse Stabilität zeigte. Im Verlauf der beiden Geschäftsjahre 2017 und 2018 zeigte sich wieder eine deutlich angespanntere Situation, die erhebliche Preissteigerungen bei bestimmten Qualitäten zur Folge hatte. Ende 2019 und Anfang 2020 konnten Preisreduzierungen realisiert werden. Ende 2020 stiegen die Preise aufgrund von sinkender Nachfrage nach Geflügel auf dem Lebensmittelmarkt wieder an. Durch eine hohe Eindeckung mit Federn und Daunen konnte diese 2021 weitestgehend kompensiert werden. 2022 stiegen die Preise am Anfang des Jahres und reduzierten sich unterjährig wieder. Bei den für das Unternehmen wichtigen Baumwollpreisen ist eine Volatilität nach wie vor gegeben, wenn auch ein plötzlicher Ausschlag nach oben wie im Jahr 2011 nicht mehr aufgetreten ist. Sank der Baumwollpreis im März 2020 noch auf den tiefsten Wert des Jahres, stieg er danach kontinuierlich an und erreichte am Jahresende 2021 den höchsten Wert der letzten 5 Jahre. 2022 stieg der Preis weiter bis zum März auf das höchste Niveau der letzten 5 Jahre und nahm dann zum Jahresende wieder ab. Die Preise für Baumwollgewebe nahmen zeitversetzt ab und befinden sich aktuell auf einem niedrigen Niveau. Abhängig von der Nachfrage und von den Ernteerträgen bei der Baumwolle, kann es wieder zu Preissteigerungen kommen.

Wechselkursrisiko

Schwankende Währungskurse können gerade im internationalen Einkauf zu erhöhten Preisen und somit zu Währungsrisiken führen. Um dieses Risiko zu mindern, werden bei Bedarf Währungsabsicherungsgeschäfte getätigt.

Operative Risiken

Risiken bestehen in der unternehmensspezifischen Kunden- und Lieferantenstruktur mit Ausrichtung auf einige große Vertragspartner. Besonders im Bereich der Kunden zeigt sich hier ein immer größer werdendes Klumpenrisiko. Weiter bestehen Risiken durch Schließungen im stationären Einzelhandel, bei dem billerbeck den weitaus größten Teil des Umsatzes realisiert. Zu Beginn des Jahres 2023 haben Unternehmen wie Galeria und P&C Insolvenz angemeldet, Galeria wird rund 50 Filialen schließen.

Personell ist die billerbeck-Gruppe gut aufgestellt. Es kann jedoch aufgrund des Fachkräftemangels und der wirtschaftlich guten Situation im Allgemeinen, aber auch aufgrund der Abwanderung von Arbeitskräften aus Ungarn in westliche EU-Länder im Speziellen durchaus von einer schwierigen Arbeitsmarktlage auf der Beschaffungsseite gesprochen werden.

Zur Zukunftssicherung der billerbeck Gruppe wurden auch im Geschäftsjahr 2022 wesentliche Investitionen getätigt. Durch drei modern ausgebaute, örtlich getrennte Fertigungsstandorte mit einem modernisierten Anlagenpark werden Fertigungsrisiken abgefedert und Flexibilität ausgebaut.

Um Forderungsausfällen vorzubeugen, besteht - ausgenommen für die Lieferverhältnisse der billerbeck Schweiz - ein Warenkreditversicherungsvertrag.

Für die internen und externen Geschäftsrisiken hat das Unternehmen - soweit diese Risiken durch Präventivmaßnahmen gesteuert werden können - in angemessenem Umfang Vorsorgemaßnahmen (Versicherungsschutz, bilanzielle Risikovorsorgen, interne Qualitätssicherungsmaßnahmen und Kontrollsysteme) getroffen.

Das interne Berichtswesen ermöglicht es der Geschäftsführung durch die Überwachung wesentlicher externer, marktbezogener Kennzahlen (beispielsweise Rohstoffpreisentwicklungen, branchenkonjunkturelle Daten) sowie interner, unternehmensbezogener Auswertungen (Auftragsdaten, Kosten- und Qualitätskontrollen, unterjährige Ergebnisrechnungen) zeitnah über die Unternehmensentwicklung informiert zu sein.

Konjunkturelle/Politische Risiken

Gerade das Geschäftsjahr 2022 hat gezeigt, dass ein Ereignis von weltweiter Auswirkung wie der Krieg in der Ukraine die Geschäftstätigkeit massiv beeinflussen und gefährden kann. Dieser Krieg wirkt sich besonders stark auf die europäischen Märkte aus. Es tritt eine allgemeine Verunsicherung, die Unsicherheit bei den Lieferketten der Überseetransporte und die Schließung von Produktionsunternehmen in Risikogegenden als Folge eines solchen Ereignisses, ein. Es kommt zu Engpässen in der Energieversorgung, zu stark steigenden Energie- und Rohstoffpreisen und Lieferengpässen durch Materialverknappung. Dies führt zu einer stark steigenden Inflationsrate, die sich auf das Kaufverhalten der Endverbraucher auswirkt.

Staatliche Maßnahmen können in unterschiedlichem Umfang die Geschäftstätigkeit der billerbeck-Gruppe beeinflussen. Im Besonderen ist auf Steuerveränderungen und Mindestlohnerhöhungen in Ungarn hinzuweisen, die zu Schwierigkeiten gerade bei der Beschaffung von Fachkräften, aber auch bei der Höhe der Personalkosten führen können. Durch steigende Effizienz aufgrund höherem Automatisierungsgrad und Investitionen im Bereich Digitalisierung wird dieser Entwicklung begegnet.

Liquiditätsrisiken

Die aufgrund des saisonalen Geschäftsverlaufs schwankende Liquiditätssituation ist den Hausbanken seit Jahren bekannt und wird gegebenenfalls durch vertraglich geregelte kurzfristige Zwischenfinanzierungen abgesichert.

Die Geschäftsführung überwacht die laufende Liquiditätssituation permanent und sorgte dafür, dass der Konzern im Geschäftsjahr 2022 jederzeit in der Lage war seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Chancen

Billerbeck setzt verstärkt auf die Ausweitung der Umsatzanteile im E-Commerce. Dazu werden die aktuellen Webshops im laufenden Jahr 2023 auf einen neuen Stand gebracht und in Österreich ein weiterer Shop unter der Domäne "AT" eingerichtet. Wir gehen davon aus, dass dadurch ein zusätzlicher jährlicher Umsatz in Österreich in Höhe von TEUR 600 bis TEUR 800 erzielt werden kann. Das Umsatzpotential der bestehenden Shops kann um weitere TEUR 500 erhöht werden, was insbesondere die Ausweitung des besonders ertragreichen "Downy" Shops in der Schweiz betrifft.

Die Marke billerbeck wird von unseren Kunden stark nachgefragt. Die Erfolge bei der Vermarktung sind für unsere Kunden dabei von großer Wichtigkeit, die Kunden können dadurch zusätzlich zu den Umsätzen Kundenfrequenz am POS generieren. Unsere Markenpräsenz werden wir durch gezielte Werbung weiter steigern können.

Zudem arbeiten wir an Innovationen, die der Markt aufnimmt und uns als kompetenten Partner des Handels herausstellt. Beispiele dafür sind die neu eingeführten Produktserien die unter dem Siegel "blauer Engel" verkauft werden und eine neue Produktserie, die mit Hanffasern gefüllt ist.

Wichtig sind zusätzliche Umsätze durch Shop in Shop Platzierungen im Handel. Hier planen wir eine Ausweitung der Präsenz, besonders in den verbleibenden Galeria Filialen.

Die Präsentation der Kissen in der Schweiz bei unserem Kunden "Livique" ist in einer Testfiliale erfolgreich umgesetzt worden. Wir werden die Präsenter in allen 21 Filialen einbauen, das Umsatzziel beträgt hierbei TCHF 250.

Durch den Rückgang der Frachtkosten beim Bezug der Materialien und Fertigware aus China unserer Produkte wird sich die Kalkulation deutlich verbessern. Die Kosten je Container ab China sind von 18.500$ auf aktuell 1800$ gefallen, weiter sind die Materialpreise für Baumwollgewebe zurückgegangen. Dagegen stehen steigende Kosten, insbesondere für Personal und Energie. Eine Umstellung der Fertigung von Eigenfertigung auf Fremdbezug der Fertigware aus China wirkt sich auf die Lieferfähigkeit und die Kosten der Produkte aus. Wir gehen davon aus, die Rohertragsquote um ca. 1,5 % bis 2 % steigern zu können.

Durch die Stärke der Marke billerbeck und die damit verbundenen Chancen am Markt werden wir weitere Marktanteile dazu gewinnen. Es ist unser Ziel durch Umsetzung verschiedener Maßnahmen unsere Kompetenz als Marktführer zu stärken, dabei setzen wir auf die Entwicklung und Einführung eines Recyclings und die umweltneutrale Herstellung unserer Produkte.

4. Prognosebericht

Deutschland

2022 war trotz des Kriegs in der Ukraine und den damit verbundenen Einflüssen auf das Konsumverhalten der Endverbraucher der Geschäftsverlauf ganzjährig sehr zufriedenstellend. Die Entwicklung 2023 hängt wesentlich von der Stimmung der Endverbraucher ab, ob oder in wie weit sich die Inflation und den damit verbundenen Preissteigerungen auf ihr Konsumverhalten auswirkt. Die Erhöhung der Tariflöhne, mindestens in Höhe der Inflationsrate, wird das Einkommen der Konsumenten steigern, so dass die Kaufkraft zunehmen wird. Der Gaspreis und die Energiepreise sind gesunken und der Staat hat zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen auf die deutsche Bevölkerung zu begrenzen.

Auch 2022 konnte billerbeck seine Marktposition im inländischen Markt weiter behaupten. Als wichtigster Markenhersteller im Premiumbereich wird weiterhin auf qualitativ hochwertige Produkte und professionelles Auftreten gesetzt. Neben der Fortführung einer zielorientierten Kostensenkung konnte bei der Rohertragsquote eine positive Entwicklung erzielt werden. Der wichtigste Baustein ist weiterhin die Intensivierung der Kundenbeziehungen, um die Umsätze auch längerfristig zu stabilisieren. Durch Verstärkung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit vielen Kunden im Zusammenhang mit zusätzlichen Aktionen wurde die Basis auch für die zukünftige Zusammenarbeit weiter erhöht. Dies geht einher mit der weiterhin wichtigen Stärkung der Marke "billerbeck" und dem Ausbau der personalisierten Shops in den großen Waren-, Möbel- und Einrichtungshäusern. Im Export wird neben der Fokussierung auf den wichtigsten Auslandsmarkt Österreich weiter nach Wachstumspotential gesucht.

Die Ertragssituation des Unternehmens gilt es im kommenden Geschäftsjahr vor dem Hintergrund des derzeitigen Preisniveaus und dessen Entwicklung im Rohstoffbereich zu stabilisieren, wenn möglich auszubauen. Hierzu bedarf es einer intensiven Analyse der Marktgegebenheiten. Hohe Flexibilität und Professionalität im Rohstoffeinkauf sind genauso notwendig wie Preisgestaltungen der eigenen Produkte. Bei zu erwartenden Rohstoffpreisschwankungen ist eine intensive Auseinandersetzung mit Lieferanten unumgänglich. Ein Ausbleiben solcher Bemühungen könnte bei dem extremen Ausmaß der Preisschwankungen zu Ertragsausfällen führen. Insbesondere die Preisveränderungen für Federn und Daunen sind von großer Bedeutung. Hier könnte sich im Jahr 2023 wieder ein höheres Niveau der Preise entwickeln. Ebenso von großer Bedeutung ist die Entwicklung des Dollarkurses. Eine Schwächung des Euro gegenüber dem US-Dollar führt zu Einkaufspreiserhöhungen, die sich direkt und negativ auf den Rohertrag auswirken würden. Als besonderes Risiko muss die Versorgung mit Materialien und Fertigprodukten aus China gesehen werden. Nach erheblichen Preissteigerungen der Materialien und Erhöhung der Frachtkosten 2021 und 2022 sind diese 2023 wieder deutlich gefallen und ermöglichen so den Bezug von Fertigwaren, die mit eigenen Kapazitäten in der Produktion nicht hergestellt werden können. Der Grund ist nicht die installierte Maschinenkapazität, sondern das fehlende Personal. Arbeitskräfte am Arbeitsmarkt zu finden ist nur begrenzt möglich, auf keinen Fall in Höhe der erforderlichen Arbeitskräfte, um die Kapazität der Produktion auf das notwendige Niveau zu erhöhen.

Das Ziel 2023 ist, das Umsatzniveau des Jahres 2022 zu halten. Das wird eine besondere Herausforderung unter dem Aspekt des Wegfalls der rund 50 Galeria Filialen. Die Kosten für Material werden zurückgehen, wir erwarten weiter fallende Preise, insbesondere auch der Energiepreise. Den Rohertrag erwarten wir auf dem Niveau von 2022. Lohn- und Gehaltskosten werden wir nicht auf dem Vorjahresniveau halten können, die Gewerkschaft wird mindestens Steigerungen in Höhe der Inflationsrate einfordern, entsprechend ist eine Steigerung ab 01. Juni 2023 eingeplant.

Schweiz

Die Expertengruppe Konjunkturprognosen bestätigt ihre bisherige Einschätzung. Für das Jahr 2023 prognostiziert sie ein deutlich unterdurchschnittliches Wachstum der Schweizer Wirtschaft von 1,0 %, gefolgt von 1,6 % im Jahr 2024 (Sportevent-bereinigtes BIP). Diese Prognose geht unter anderem davon aus, dass eine Energiemangellage sowohl im laufenden als auch im kommenden Winter ausbleibt.

Im 3. Quartal 2022 lag das BIP-Wachstum der Schweiz im Rahmen der Erwartungen, gestützt insbesondere durch die Binnennachfrage. Der private Konsum stieg robust, getragen u.a. von Aufholeffekten der Corona-Krise in den Bereichen Tourismus und Freizeit. Zuletzt haben sich die Konjunkturindikatoren etwas abgeschwächt. Für das laufende 4. Quartal ist von einer unterdurchschnittlichen Entwicklung der Schweizer Wirtschaft auszugehen.

Der weitere Konjunkturverlauf hängt entscheidend vom Gang der Weltwirtschaft sowie von der Energieversorgung ab. Für ihre Prognose geht die Expertengruppe davon aus, dass eine Energiemangellage mit breitflächigen Produktionsausfällen sowohl im laufenden als auch im kommenden Winter ausbleibt. Die Energielage in Europa dürfte aber angespannt bleiben und die Preise für Gas und Strom hoch. Zusätzlich dürften die international hohe Inflation und die Straffung der Geldpolitik die Nachfrage bremsen. In der Summe geht die Expertengruppe für die kommenden zwei Jahre von einer verhaltenen Entwicklung der Weltnachfrage aus. Dies bremst auch die exponierten Bereiche des Schweizer Aussenhandels.

Die hohen Energiepreise tragen dazu bei, dass auch in der Schweiz mit verhältnismässig hohen Inflationsraten zu rechnen ist. Nach 2,9 % im Jahr 2022 dürfte die Inflationsrate 2023 bei 2,2 % liegen (Prognosen von September: 3,0 % respektive 2,3 %). Von entsprechenden dämpfenden Effekten auf die Konsumausgaben ist auszugehen; gleichzeitig dürften steigende Zinsen international die Investitionstätigkeit dämpfen.

Vor diesem Hintergrund prognostiziert die Expertengruppe für das Jahr 2023 ein Wirtschaftswachstum in der Schweiz von 1,0 % (Prognose von September: 1,1 %), nach 2,0 % im Jahr 2022 (unveränderte Prognose). Damit würde sich die Schweizer Wirtschaft schwach entwickeln, ohne aber in eine schwere Rezession zu geraten. Die konjunkturelle Abkühlung dürfte sich auch am Arbeitsmarkt bemerkbar machen und die Arbeitslosigkeit allmählich steigen lassen. Nach 2,2 % im Jahresdurchschnitt 2022 würde die Arbeitslosenquote 2023 bei 2,3 % liegen.

Nach einem nochmals angespannten Winter 2023/24 sollte sich die Energielage in Europa im weiteren Verlauf allmählich normalisieren. Gleichzeitig sollten die Inflationsraten global zurückgehen und die Weltwirtschaft graduell an Schwung gewinnen. Dann würde auch in der Schweiz eine Erholung einsetzen. Die Expertengruppe prognostiziert für das Gesamtjahr 2024 ein leicht unterdurchschnittliches Wirtschaftswachstum von 1,6 % bei einer Inflationsrate von 1,5 %. Die Arbeitslosenquote dürfte noch weiter ansteigen und im Jahresdurchschnitt bei 2,4 % liegen.

Konjunkturrisiken Schweiz

Eine Energiemangellage in diesem Winter ist zuletzt weniger wahrscheinlich geworden. Dagegen sind entsprechende Risiken für den kommenden Winter 2023/2024 in den Vordergrund gerückt. Die Lage könnte sich insbesondere dann zuspitzen, wenn die europäischen Gasspeicher bereits in den kommenden Monaten stark beansprucht würden. Sollte es in Europa zu einer ausgeprägten Energiemangellage mit Produktionsausfällen auf breiter Basis und einem deutlichen Abschwung kommen, wäre auch in der Schweiz mit einer Rezession bei gleichzeitig hohem Preisdruck zu rechnen (Negativszenario*).

Daneben besteht das Risiko, dass sich die Geldpolitik stärker auf die Realwirtschaft auswirkt als angenommen. Die Inflation könnte sich international als persistenter erweisen als bislang unterstellt, womit ein noch restriktiverer Kurs der Geldpolitik nötig werden könnte. Angesichts steigender Zinsen haben sich auch die Risiken im Zusammenhang mit der global stark angewachsenen Verschuldung erhöht. Die Risiken von Korrekturen an den Finanzmärkten bleiben weiter groß. Im Immobiliensektor bestehen im Inland wie international ebenfalls weiter Risiken.

Rückschläge bei der Pandemie, z. B. aufgrund neuer Virusvarianten, sind nicht auszuschliessen. Stark einschränkende Corona-Massnahmen könnten insbesondere die chinesische Wirtschaft weiter schwächen - mit Auswirkungen auf die globale Konjunktur.

Möglich ist aber auch eine günstigere Entwicklung als in der Konjunkturprognose unterstellt. Dies etwa, falls sich die Energielage in den kommenden Quartalen glimpflicher als erwartet entwickelt bzw. schneller entspannt. In einem solchen Positivszenario* wäre mit tieferen Inflationsraten und einer robusteren Nachfrage im In- und Ausland zu rechnen.

billerbeck ist am Schweizer Markt breit platziert und die Marke besitzt einen hohen Bekanntheitsgrad. Die Umsätze werden mit einem ausgeglichenen Mix der Marken "billerbeck" und "Dauny®", den Aktionssortimenten "SWISS DREAM", "billerbeck EDITION" und "feelings by billerbeck", aber auch unter Eigenmarken des Handels erzielt. Diese breite Aufstellung kompensiert Schwankungen in einzelnen Marktsegmenten. Rund 60 % der Produkte werden in der Schweiz produziert und unter dem Label "SWISS MADE" verkauft. Der Endverbraucher legt auf die Fertigung der Produkte in der Schweiz größten Wert, so dass Importe hochwertiger Ware in nur eingeschränktem Umfang am Markt zu finden sind.

Die billerbeck Schweiz AG strebt für das Jahr 2023 eine leichte Umsatzsteigerung zu 2022 an, um die steigenden Kosten, insbesondere im Material- und Personalbereich kompensieren zu können.

Dabei bremsend wirkt sich die Übersättigung, aufgrund der hohen Absätze während der Pandemie-Jahre, sowie durch die neu gewonnene Freiheit aus. Nicht zu unterschätzen ist die Marktbearbeitung der wachsenden Konkurrenz sowie die wettbewerbsrechtlichen und preispolitischen Themen mit Blick auf die in 2021 angepasste Preisbekanntgabeverordnung. Auch im letzten Jahr vorgenommene und folgende Preiserhöhungen, können sich ebenfalls hemmend auswirken.

Ungarn

Die Wirtschaftsprognosen sind leicht pessimistisch, was die Entwicklung Ungarns für 2023 betrifft. Die meisten Ökonomen sind der Meinung, dass für 2023 ein Abrutschen in die Rezession zu befürchten ist. Sogar Optimisten erwarten höchstens einen Zuwachs des BIP von 1-1,5 %.

Als kleinere offene, exportorientierte Volkswirtschaft ist Ungarn sehr stark von den internationalen Entwicklungen und Konjunktursituationen abhängig, die gegenwärtig überwiegend von den weltpolitischen Ereignissen, hauptsächlich von den Auswirkungen des Ukrainekrieges geprägt werden.

Die ungarische Regierung rechnet damit eine Rezession vermeiden zu können und hofft, dass das Realeinkommen der Bevölkerung nicht zu stark beeinträchtigt wird. Wir rechnen damit, dass unsere Zielkunden weiterhin ihre Zahlungsfähigkeit und Kaufneigung behalten.

Da aber der ungarische Markt - sowohl was seine Größe als auch was sein zahlungsfähiges Kaufkraftpotential betrifft - limitiert ist, muss sich die Billerbeck Budapest Kft. weiterhin verstärkt auf die Erweiterung der Exportmärkte fokussieren, um ihre Umsatz- und Ergebnisziele weiter erreichen zu können.

Gruppe

Die Ertragssituation der billerbeck-Gruppe gilt es im kommenden Geschäftsjahr vor dem Hintergrund des derzeitigen Preisniveaus und dessen Entwicklung im Rohstoffbereich zu stabilisieren, wenn möglich auszubauen. Hierzu bedarf es einer intensiven Analyse der Marktgegebenheiten. Hohe Flexibilität und Professionalität im Rohstoffeinkauf sind genauso notwendig wie Preisgestaltungen der eigenen Produkte. Bei zu erwartenden Rohstoffpreisschwankungen ist eine intensive Auseinandersetzung mit Lieferanten unumgänglich. Ein Ausbleiben solcher Bemühungen könnte bei dem extremen Ausmaß der Preisschwankungen zu Ertragsausfällen führen. Insbesondere die Preisveränderungen für Federn und Daunen sind von großer Bedeutung. Hier könnte sich im Jahr 2023 wieder ein höheres Niveau der Preise entwickeln. Ebenso von großer Bedeutung ist die Entwicklung des Dollarkurses. Eine Schwächung des Euro gegenüber dem US-Dollar würde zu Einkaufspreiserhöhungen führen, die direkte, negative Auswirkungen auf den Rohertrag haben würden.

Dies alles wird weiter überschattet von den negativen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine, was die Versorgungssituation betrifft, insbesondere im Bereich der Energieträger wie Gas, Öl und Kohle. In der Zeit bis sich die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen wieder normalisieren, kann das erheblichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf des Jahres 2023 haben. Trotzdem ist billerbeck für 2023 verhalten optimistisch. Ziel ist es, die Umsätze des Jahres 2022 zu wiederholen. Wir erwarten 2023 ein positives Konzernjahresergebnis, aber leicht unterhalb des Niveaus von 2022. Wir sind der Überzeugung, dass - unabhängig von den Kriegsschäden - die von uns durchgeführten Maßnahmen sowie die operative und strategische Ausrichtung des Unternehmens und der Marke dazu Anlass geben und hoffen, dass der Facheinzel- und Möbelhandel sowie die Warenhäuser so unbeschadet durch die Krise kommen, dass ein Weiterführen der Geschäftstätigkeit möglich ist.

 

Kraichtal, den 29.03.2023

Ermert Holding GmbH

Friedrich Ermert, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Ermert Holding GmbH, Kraichtal

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Ermert Holding GmbH, Kraichtal, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapital-spiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Ermert Holding GmbH, Kraichtal, für das Geschäftsjahr vom 1.1.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.1.2022 bis zum 31.12.2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzern-abschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 29.03.2023

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