I do - by you GmbH
Selbe AdresseErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Roman Molch seit 16.12.2022 | Geschäftsführer |
Benjamin Bading seit 24.1.2022 | Prokura |
André Hieronymus seit 8.1.2016 | Prokura |
Robert Braun seit 25.2.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
gevekom GmbHDresdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022der gevekom GmbH, Altplauen 19, Dresden1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell Die gevekom GmbH ist ein Call- und Contactcenter Betreiber mit Sitz in Dresden. An sechs Standorten, in Berlin, Chemnitz, Dresden, Frankfurt am Main, Leipzig und Neubrandenburg übernehmen derzeit bis zu 1200 Mitarbeiter die Kommunikation mit Kunden für Auftraggeber aus verschiedenen Branchen und unterschiedlichsten Anforderungen. Die Gesellschaft sieht sich dabei nicht als klassisches Call-Center, sondern als eine Dialogmarketing- Manufaktur mit besonderem Augenmerk auf Qualität und Flexibilität sowie Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2022 wuchs das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 1,8% auf rund 3,87 Billionen Euro. Im Jahr 2021 betrug das Wachstum noch 2,6%. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus. Anhaltende Lieferengpässe erschwerten die Produktion und die Verfügbarkeit von Gütern. Die hohe Inflation von 7,9% im Jahr 2022 (der höchste Stand seit 1948) führt zu steigenden Preisen und belastet sowohl Verbraucher als auch Unternehmen. Das IFO-Institut geht in seiner Konjunkturprognose für 2023 von einer leichten Rezession durch Engpässe bei Belastung durch einen gewaltigen Angebotsschock aus. Engpässe bei Energie, Vorprodukten und Arbeitskräften belasten die Wirtschaft und treiben die Inflation auf Rekordhöhen. Erst für 2024 rechnet das IFO wieder mit einem Zuwachs des BIP von 1,6%. Das Kerngeschäft der gevekom GmbH sind Contact Center Dienstleistungen, also das Bereitstellen von Outsourcing-Dienstleistungen im Kundenmanagement. Die Gesellschaft tritt dabei im Namen und Auftrag ihrer Auftraggeber auf und bietet IT- und Telefonie gestützte Kundenservice- und Vertriebsdienstleistungen an. In den letzten Jahren hat die Branche einen kontinuierlichen Wandel durchlaufen, der durch technologische Fortschritte und sich ändernde Kundenerwartungen vorangetrieben wurde. Die COVID-19-Pandemie und den damit verbundenen Maßnahmen und Einschränkungen haben den Kundenservice über alle Branchen hinweg verändert. Dies führte in den Vorjahren zu einem erhöhten Kontaktvolumen bei Unternehmen und Behörden, was wiederum die Nachfrage nach externen Contact Center Dienstleistungen steigen ließ. Die Contact Center Branche reagierte darauf mit einem deutlichen Umsatzzuwachs in den letzten Jahren. Allerdings war im Jahr 2022 ein geringeres Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr zu beobachten, da COVID 19 indizierte Sondereffekte wegfielen. Trotzdem profitierte die Outsourcing-Branche weiterhin vom Wachstum im Kundenservicebereich. Die PWC-Studie "Customer Service & Engagement - Wie die digitale Transformation den Kundenservice der Zukunft beeinflussen wird" rechnet mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 4,64% für den Kundenservice Markt und 3,9 % für outgesourcte Kundenservice Dienstleistungen. Hauptgrund für dieses Wachstum sieht PWC jedoch in steigenden Marktpreisen, getrieben durch höhere Lohnkosten und Investitionen in neue Technologien. Der Trend zum "Nearshoring", der Verlagerung von Customer Service Dienstleistungen in Niedriglohnländer, ist weiter ungebrochen. Gründe dafür sind sowohl die durch Mindestlohnerhöhungen steigenden Personalkosten und die weiter zunehmend angespannte Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt, als auch die rechtlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich Sonn- und Feiertagsarbeit in Deutschland. 2.2. Geschäftsverlauf 2.2.1. Wesentliche Ereignisse während des Geschäftsjahres Der im Jahr 2021 begonnene Umbau der gevekom Gruppe, der mit Übertragung der Gesellschaftsanteile der gevekom GmbH in die gevekom ONE GmbH begann, wurde im Jahr 2022 in struktureller und organisatorischer Hinsicht fortgesetzt. Rückwirkend zum 1. Januar 2022 wurde zwischen der gevekom GmbH und der gevekom ONE GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. 2.2.2. Geschäftsentwicklung Im Jahr 2022 konnte das Ergebnis und der Umsatz des Vorjahres erwartungsgemäß nicht übertroffen werden. So sank im Geschäftsjahr der Umsatz der gevekom GmbH von 48.903,3 TEUR auf 44.592,4 TEUR. Dies entspricht einem Rückgang des Umsatzes um -8,8 % (Vorjahr: +59,40%) gegenüber dem Vorjahr. Die Entwicklung wird durch gesetzliche Mindestlohnerhöhungen, steigende Energiepreise und die Inflation belastet. Trotz anhaltend guter Auftragslage konnte der durch Sondereffekte gestützte Umsatz des Vorjahres erwartungsgemäß nicht übertroffen werden. Der Wegfall der COVID-19 indizierten Dienstleistungsprojekte wurde durch Neukundengeschäft und die Erweiterung von Bestandskundengeschäft teilweise, jedoch nicht vollständig, kompensiert. Dies hatte einen Umsatzrückgang zur Folge. Im Vergleich der letzten drei Jahre konnte jedoch der Wachstumstrend sowohl im Umsatz als auch im Ergebnis fortgeführt werden. Laut Statista belief sich der Umsatz im B2C-E-Commerce in Deutschland im Jahr 2022 auf 84,5 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz um 2,5 Prozent gesunken, hält sich jedoch weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Gleichzeitig konnten die Umsätze mit digitalen Dienstleistungen, wie zum Beispiel Urlaubsbuchungen nach der Pandemie wieder deutlich an Zuwachs verzeichnen. Die gevekom GmbH konnte unter anderem auch in diesen Bereichen von der Neuanbahnung und Ausweitung der Zusammenarbeit mit Unternehmen in dieser Branche profitieren. Das Ziel der gevekom GmbH, auf langfristige und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Auftraggebern zu setzen, spiegelt sich auch in der Steigerung der Auftragsvolumen im Bereich der Bestandskunden wider. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Im Jahr 2022 wurden keine Kreditfinanzierungen eingegangen. Die für 2023 geplanten Investitionen werden weitestgehend aus dem laufenden Cashflow und aus eigenen Mitteln finanziert. Die Aufnahme neuer Kreditverbindlichkeiten ist vorerst nicht geplant. Personal- und Sozialbereich Der Bedarf an Kundenservice Dienstleistungen steigt weiter stetig. Unternehmen setzen weiterhin vermehrt auf outsourcing ihrer Kundenservices. Kundenservice Dienstleister wurden verstärkt eingesetzt, um Kundenanfragen zu bearbeiten, technischen Support zu bieten und Verkaufsgespräche zu führen. Dies führte zu einer erhöhten Nachfrage nach Callcenter-Dienstleistungen und schuf neue Beschäftigungsmöglichkeiten. Laut dem Statistischen Bundesamt steigt die Zahl der Serviceanfragen von Kunden seit 2010 kontinuierlich an. Besonders in den letzten Jahren vergrößerte sich die Wachstumsrate. Ursächlich dafür sind fortschreitende Digitalisierung und Automation von Prozessen, wie zum Beispiel im E-Commerce. Kunden und Auftraggeber verlangen immer stärker nach hoher Qualität und nach innovativen Dienstleistungen. Mit steigenden Anforderungen der Kunden und Auftraggeber steigen auch die Anforderungen an das Skill-Set der Mitarbeiter im Contact Center. So verwundert es nicht, dass laut Investitionsstudie 2020 des Contact-Center-Network die Investitionen im Bereich "Personalschulung und -entwicklung" bei 44,7 % der befragten Führungskräfte als Investitionsziel gilt. Auch im Jahr 2022 stellten die Investitionen in die Mitarbeiterentwicklung, die Personalbeschaffung und in den Sozialbereich die wichtigsten Investitionen der gevekom GmbH dar. Dies wird auch durch das Unternehmensleitbild "Der Mitarbeiter und die Mitarbeiterzufriedenheit stehen im Mittelpunkt unseres Handelns" unterstrichen. Durch kontinuierliche und individuelle Schulungen der Mitarbeiter, die Beschäftigung von ausgebildeten Inhouse Trainern und die Fortentwicklung und Messung von Qualitätskennzahlen konnte das Qualitätsniveau weiter verbessert werden. Die Personalbeschaffung zur Realisierung des weiteren Wachstums stellte auch im Jahr 2022 die größte Herausforderung der Gesellschaft dar. Der steigende Fach- und Führungskräftemangel wurde durch die Erholung der Wirtschaft nach der Corona Krise weiter verschärft. Dies führte dazu, dass Vakanzen nicht immer zeitnah besetzt werden konnten. Jedoch ist es der gevekom GmbH gelungen im Laufe des Geschäftsjahres um netto 12 qualifizierte Mitarbeiter im Vergleich mit dem Vorjahr zu wachsen. Erfreulich ist, dass auch in diesem Jahr wieder offene Vakanzen durch die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter in Form von externen und internen Fortbildungen sowie internen Traineeprogrammen unternehmensintern besetzt werden konnten. Durch die fortlaufende Verbesserung der Arbeitsbedingungen gehört die gevekom GmbH laut dem Portal XING seit mehreren Jahren zu den attraktivsten und familienfreundlichsten Arbeitgebern Deutschlands im Bereich der Call- und Contact Center. Gesamtaussage Das zurückliegende Geschäftsjahr 2022 konnte entsprechend der Planungen das überdurchschnittlich gute Geschäftsjahr 2021 nicht übertreffen. Durch den Wegfall von Sonderprojekten im Bereich Corona-Informations- und Impftermin-Vergabe-Hotline kam es zu erwartungsgemäßen Umsatzrückgängen, die nur bedingt durch den Aufbau von Neu- und Bestandskundengeschäft kompensiert werden konnten. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der vergangenen und bevorstehenden Entwicklung wird weiterhin als sehr gut eingeschätzt. 2.3. Wirtschaftliche Lage des Unternehmens 2.3.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 % auf 44.592,4 TEUR gesunken. Damit wurde die Umsatzprognose des Vorjahres leicht verfehlt. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 21,4 % auf 12.710,4 TEUR gestiegen und beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für den Betrieb von Dialern und Verbindungskosten sowie Aufwendungen für die Durchführung von Callcenter-Dienstleistungen durch verbundene Unternehmen. Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,0% und stieg im Verhältnis zur Gesamtleistung von 54,0% auf 60,4%. Die Personalaufwendungen beinhalten alle Aufwendungen, die mit Löhnen und Gehältern verbunden sind, einschließlich Aufwendungen für Leiharbeitnehmer, Altersversorgung, soziale Aufwendungen und Mitarbeitergewinnung. Ursächlich dafür sind höhere Aufwendungen für Lohn- und Gehaltszahlungen, sowie gesteigerte Aufwendungen für Personalgewinnung. Demgegenüber stehen geringere Stundensätze je bezahlte Arbeitszeit im Vergleich zum Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich auf 464,4 TEUR (4,8 % der Gesamtleistung/ Vorjahr 5,4 %). Sie beinhalten unter anderem Aufwendungen für Raumkosten, Reparaturen und Instandhaltungen, Fremdleistungen sowie Werbe- und Reisekosten. Seit dem Jahr 2022 besteht eine körperschaftliche und gewerbesteuerliche Organschaft mit der gevekom ONE GmbH als Organträger. Damit verringern sich die Ertragsteuern auf 0,0 TEUR. Das Ergebnis vor Steuern ist im Vergleich zum Vorjahr um 6.435,1 TEUR auf 3.217,6 TEUR gesunken und bewegt sich damit in etwa auf dem Niveau der Geschäftsjahre vor der Pandemie. Trotz der vorsichtigen Planungen für das Jahr 2022, in denen wir von einer deutlichen Verringerung des Ergebnisses ausgegangen sind, wurden die Planzahlen nicht erreicht. Die Umsatzrendite vor Steuern verringerte sich von 19,74 % auf 7,22 % und lag damit unter dem Niveau der letzten Jahre. 2.3.2 Finanzlage Ergänzend zu den Ausführungen zur Investitionsfinanzierung lässt sich feststellen, dass im Geschäftsjahr 2022 auf eine Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien verzichtet werden konnte. Der Cashflow ist im Vergleich zum Vorjahr um 34,7 % gesunken. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt -423,3 TEUR (Vorjahr: +6.510,1 TEUR). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ins Anlagevermögen beträgt im Berichtsjahr 540,2 TEUR (Vorjahr: -2.293,2 TEUR). Die Auszahlungen an Unternehmenseigner haben zu einem Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 4.714,5 TEUR geführt. Insgesamt sind im Geschäftsjahr 2022 Mittel in Höhe von 1.360,5 TEUR abgeflossen, sodass die liquiden Mittel zum 31. Dezember 2022 2.565,0 TEUR betragen. 2.3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich von 15.882,4 TEUR auf 16.485,2 TEUR erhöht. Das Sachanlagevermögen hat sich im Berichtsjahr um 11,8 % auf 230,6 TEUR reduziert. Die Anlagenzugänge liegen im Geschäftsjahr zwar betragsmäßig über dem Gesamtbetrag der Abschreibungen, jedoch stehen dem mehrere Anlagenabgänge im Fuhrpark der gevekom GmbH gegenüber. Das Finanzanlagevermögen verringerte sich von 3.348,2 TEUR auf 2.785,2 TEUR um 16,8%. Die als langfristig ausgereichten Darlehen wurden planmäßig getilgt. Dies führte zu einer Abnahme der Finanzanlagen. Der Forderungsbestand ist im Jahr 2022 um 1.402,9 TEUR auf 9.184,0 TEUR gestiegen. Im Berichtsjahr hat sich die durchschnittliche Außenstandsdauer der Forderungen auf 75 Tage erhöht (Vorjahr: 58 Tage). Dies resultiert aus dem Aufbau großer neuer Projekte, bei denen Zahlungsziele von zwei Monaten vereinbart sind. Der Anstieg der Forderungen gegen Gesellschafter und sonstigen Vermögensgegenstände resultiert aus den, infolge des Ergebnisabführungsvertrages entstandenen, Erstattungsansprüchen für geleistete Steuervorauszahlungen. Die Abnahme des Bestandes an liquiden Mitteln auf 2.565,0 TEUR ist auf die Ausreichung von Darlehen und erfolgte Gewinnausschüttungen für das Vorjahr zurückzuführen. Das Eigenkapital verringerte sich aufgrund getätigter Ausschüttungen in Höhe von 1.500,0 TEUR. Die Eigenkapitalquote fiel von 65,7 % auf 54,2 %. Aufgrund des geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages mit der gevekom ONE GmbH beträgt der Jahresüberschuss 0,0 TEUR. Die Verringerung der Rückstellungen von 720,8 TEUR auf 670,6 TEUR liegt im Wesentlichen an der Reduzierung der Steuerrückstellungen sowie der Rückstellung für Personalkosten. Zum Abschlussstichtag bestanden keine Kreditverbindlichkeiten. Die Lieferverbindlichkeiten erhöhten sich um 331,7 TEUR auf 1.528,8 TEUR. Grund dafür ist die Erhöhung der Aufwendungen für bezogene Leistungen durch verbundene Unternehmen. Die Abrechnung der Leistungen erfolgt im Folgemonat der Leistungserbringung. 2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren Die gevekom GmbH nutzt zur Steuerung und Überwachung ihrer eigenen Geschäftstätigkeit sowie der Geschäftstätigkeit der verbundenen Unternehmen ein wertorientiertes Steuerungssystem. Das übergeordnete Ziel der gevekom GmbH ist die kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswertes über eine nachhaltige Verbesserung der Ertragskraft bei einem gleichzeitig effizienten Kapitaleinsatz. Bedeutendste Leistungsindikatoren wie Gesamtumsatz, EBIT und Rentabilitäten dienen der unmittelbaren Beurteilung der laufenden Geschäftsentwicklung. Zudem werden unternehmensspezifische Kennzahlen entwickelt. So wird unter anderem der Umsatz je Produktionsstunde auf Projektbasis betrachtet. Anhand dieser Indikatoren wird die strategische bzw. operative Zielerreichung in regelmäßigen Abständen überprüft. Die für die Gesellschaft bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren stellen wir im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
2.4.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Nicht zum wertorientierten Steuerungssystem zählen die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Aufgrund einer bislang nur eingeschränkten Messbarkeit können keine unmittelbar quantifizierbaren Aussagen zu Wirkungszusammenhängen und Wertsteigerungen getroffen werden. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden daher bisher nur bedingt zur Steuerung des Unternehmens und der Tochterunternehmen verwendet, gewinnen aber zunehmend an Relevanz. Derzeit werden vor allem Leistungsindikatoren hinsichtlich der Arbeitnehmerbelange, wie zum Beispiel Mitarbeiterfluktuation, durchschnittliche Beschäftigungsdauer, Krankenstandsquote, Mitarbeiterzufriedenheit und Betriebszugehörigkeit betrachtet. 3. Prognose-, Chance- und Risikobericht 3.1 Risikobericht 3.1.1 Risikomanagement Die gevekom GmbH bewertet regelmäßig alle internen und externen Risiken. Über das unternehmensweite Berichtssystem und das interne Kontrollsystem werden alle Entscheidungsträger rasch und umfassend über den Grad der Zielerreichung und über Markt- und Wettbewerbsveränderungen informiert. Das Risikomanagement wird zentral durch den Finanzbereich gemeinsam mit den weiteren Mitgliedern der Geschäftsleitung in Deutschland gelenkt. Nach der Identifizierung werden entsprechende Controlling Instrumente eingesetzt, um Risiken frühzeitig zu monitoren. Die externen Risiken und Chancen bestehen im Wesentlichen in den Bereichen Personal, Markt, Geschäftsmodell, Digitale Transformation, Regulatorik, Forderungsausfall und Währung. Derzeit sehen wir ein zusätzliches Risiko einer drohenden Rezession am Wirtschaftsstandort Deutschland, welche durch die Nachwirkungen der Corona Pandemie, den Krieg in der Ukraine, eine hohe Inflation und hohe Energiepreise weiter befeuert wird. 3.1.2 Personalrisiko Die Personalbeschaffung qualifizierter Mitarbeiter wurde als Risikofeld identifiziert. Besonders im Bereich der Fach- und Führungskräfte zeigt sich, dass nicht alle Vakanzen zeitnah besetzt werden können. Die gevekom GmbH geht davon aus, dass die Verfügbarkeit von qualifizierten Mitarbeitern in den nächsten Jahren weiter sinken wird. Durch die digitale Transformation steigen auch die Anforderungen an Service Center Agenten. Zunehmende Digitalisierung und Virtualisierung von Geschäftsmodellen steigert die Kommunikationsnotwendigkeit über Kontaktkanäle wie E-Mail, Chat und Social Media weiter. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass ein Teil der Kundenservice-Anfragen durch automatisierte und intelligente Services bearbeitet werden wird und der Anteil persönlicher Kontakte sinkt. Der Anteil der komplexen Kundenservice-Anliegen, welche durch persönlichen Kontakt bearbeitet werden müssen, wird hingegen deutlich zunehmen. Dies wird auch die Anforderungen an das eingesetzte Personal weiter erhöhen. Um dem Risiko des Fachkräftemangels entgegenzuwirken, setzt die gevekom GmbH auf die Qualifikation von Mitarbeiter in Fachberufsausbildungen, dualen Studiengängen sowie auf interner und externer Weiterbildung von Mitarbeitern. Für die Entwicklung stehen interne und externe Trainer, sowie regelmäßige Trainings zu Kommunikationsgrundlagen, fachlichen Themen und Projektinhalten auf der Agenda, welche auch zertifiziert werden. Als Partner für externe Weiterbildungen steht der gevekom GmbH die IHK im Bereich Verwaltung und betriebswirtschaftlicher Ausbildung (vor allem Personalkaufleute, Betriebswirte, Finanz-/Bilanzbuchhaltung, Ausbildereignung) zur Seite. Des Weiteren pflegt die gevekom GmbH eine enge Zusammenarbeit mit brancheninternen Ausbildungs- und Weiterbildungsinstituten. Um die Expansion der gevekom GmbH voranzutreiben, Fluktuationen aufzufangen und die Umsetzung der Aufträge sicherzustellen, hat die gevekom GmbH ein zentralisiertes Social Media- und Recruiting Team am Headoffice Dresden. Eine der wichtigsten Aufgaben ist die Fortführung des Aufbaus der Arbeitgebermarke "gevekom - your better place to work". Zu den Recruiting-Kanälen zählen Stellenanzeigen in verschiedenen Online -Medien, Social Media, Active Sourcing, Empfehlungsmarketing und die Zusammenarbeit mit Headhuntern, Personaldienstleistungsunternehmen und der Agentur für Arbeit. Die gevekom GmbH setzt auf einen ausgefeilten Recruitingprozess, in dem bereits das Thema Employer Branding und ein stark bindendes Onboarding fester Bestandteil sind. Neben der finanziellen Absicherung des Arbeitnehmers durch einen festen Stundenlohn, welcher nicht erfolgsabhängig ist, bietet die gevekom GmbH eine Reihe von Benefits an. Dazu zählen u.a. vermögenswirksame Leistungen (betriebliche Altersvorsorge, Incentives, Fahrtkostenzuschüsse), aber auch betriebliches Gesundheitsmanagement, kostenlose Mitgliedschaften im Fitnessstudio, betriebliche Kinderbetreuung sowie aktive Angebote für jeden Mitarbeiterkreis. 3.1.3 Absatzmarkt Risiko Ein mittleres Risiko sehen wir in der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und im europäischen Umfeld. Die Nachwirkungen der Corona Pandemie, der Krieg in der Ukraine, eine hohe Inflation und hohe Energiepreise werden die rückläufige Entwicklung der Wirtschaft voraussichtlich weiter verstärken. Die gevekom GmbH ist als Dienstleister für Kunden im Wesentlichen von deren wirtschaftlicher Entwicklung abhängig. Jedoch hat die Vergangenheit auch gezeigt, dass in Zeiten wirtschaftlicher Schwäche verstärkt auf Outsourcing zurückgegriffen wird. Durch den Wegfall größerer Auftraggeber könnten sich negative Auswirkungen auf die Liquidität und Ertragslage der gevekom GmbH ergeben, da aufgebaute Kapazitäten nicht kurzfristig reduziert werden können oder nicht zeitnah in vollem Umfang neu ausgelastet werden können. Diesem Risiko begegnet die gevekom GmbH durch intensive Kundenkommunikation und enge Kundenbindung. Zudem werden mit Auftraggebern Ramp Down Szenarien vertraglich vereinbart, um gegebenenfalls benötigte Kapazitäten sukzessive zu reduzieren. Bei der Akquisition neuer Kunden wird auf eine Branchendiversifikation und limitierten sukzessiven Aufbau des Projektvolumens geachtet. 3.1.4 Ausfall Risiko Das Ausfallrisiko aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen besteht in der Gefahr des Ausfalls eines oder mehrerer Vertragspartner. Dem Risiko von Forderungsausfällen wirkt die gevekom GmbH mittels des laufenden Monitorings der Bonität der Auftraggeber vor Auftragsanbahnung und während der laufenden Partnerschaft entgegen. Der Ausgleich von Forderungen innerhalb vereinbarter Ziele wird wöchentlich überwacht und führt in Verbindung mit einem effektiven Mahn- und internen Berichtswesens zur Reduzierung von Ausfallrisiken. 3.1.5 Regulatorische Risiken Mögliche Mindestlohnerhöhungen in den Folgejahren werden die Ertragslage stark beeinflussen. Die Effekte sind im Wesentlichen quantifizierbar, hängen jedoch in Teilen noch davon ab, in welchem Ausmaß die gevekom GmbH in der Lage sein wird, die aus der Gesetzgebung resultierenden Kostensteigerungen über Preiserhöhungen zu kompensieren. Kurz- und mittelfristig begegnet die gevekom GmbH dem steigenden Kostendruck mit der Erhöhung des Angebotes an Near- und Offshore-Lösungen, das heißt der Verlagerung der Dienstleistungserbringung ins Ausland. Datenschutz hat für die gevekom GmbH weiterhin eine hohe Risikorelevanz. Die gevekom GmbH begegnet etwaigen datenschutzrechtlichen Risiken mit einer frühzeitigen Einschätzung der gesetzlichen Veränderungen und leitet zeitnah Maßnahmen ein, die das Risiko, welches sich aus den Veränderungen ergeben könnte, minimieren. Insbesondere die kontinuierliche Überwachung der Datenschutzrichtlinien durch qualifizierte Datenschutzbeauftragte und die Weiterentwicklung und Anpassung interner Qualitätsstandards unterstützen dies. Das hohe Maß an Informationssicherheit wird durch die TISAX, ISO 27001 und ISO 9001 Zertifizierung belegt und durch regelmäßige Überwachungsaudits sichergestellt. 3.1.6 Währungsrisiko Die Vermögensgegenstände und Schulden der Gesellschaft bestehen größtenteils in Euro. Zur Absicherung von Währungsrisiken aus Fremdwährungsverbindlichkeiten hat die Gesellschaft derivative Finanzgeschäfte in Form von Devisentermingeschäften (FX Forwards) abgeschlossen. Aus den FX-Forwards bestehen Kursrisiken zwischen Euro in Serbischen Dinar insofern der vertraglich vereinbarte Terminkurs unter dem am Tag der Fälligkeit geltenden Devisenkassakurs liegt. 3.1.7 Zusammenfassung Risikolage Die vorgenannten Risiken werden als gering bzw. mittelgroß, sowie branchenüblich eingestuft. Im Eintrittsfall wären die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens erkennbar, jedoch im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel beherrschbar. Bestandsgefährdende Risiken, welche die Fortführung der Geschäftstätigkeit der gevekom GmbH beeinträchtigen können, sind bis heute nicht bekannt. 3.2 Chancenbericht Einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil sieht die gevekom GmbH auch weiterhin in ihrer Flexibilität und ihrem Verständnis, eine Dialogmarketing-Manufaktur zu sein. Durch das Beibehalten der kleinen und mittleren Projektteams mit diversen Skill-Sets, ist die gevekom GmbH in der Lage agil und schnell auf geänderte Kundenanforderungen und Sonderaufträge zu reagieren. Mit dieser Strategie ist es der gevekom GmbH auch möglich Aufträge anzunehmen, welche aufgrund der zu geringen Auftragsvolumen und Kurzfristigkeit der Beauftragung durch die Top 10 Marktbegleiter nicht angenommen werden würden oder könnten. Laut Statistischem Bundesamt stieg die Zahl der Serviceanfragen seit 2010 kontinuierlich an. Die Zunahme des Interaktionsvolumens führt für die Unternehmen auch zu einer starken Zunahme der Kosten. Aus diesen Gründen wird eine Reduzierung der Kosten je Servicekontakt für den Kundenservice Markt zu einer immer größeren Herausforderung. Dabei sind im Markt verschiedene Lösungen zur Erreichung der Kostenreduzierungen zu erkennen. Zum einen besteht der Trend ungebrochen, Aufträge auch oder ausschließlich durch Dienstleister in Near- und Offshore Regionen realisieren zu lassen. Zum anderen bekommen die Themen der KI gestützten Bearbeitung und vollständige KI Bearbeitung von Kundenkontakten eine immer stärkere Bedeutung. Der Entwicklung von steigenden Serviceanfragen wird durch den Einsatz von Selfservice Lösungen, Prozessautomationen, intelligenten Chatbots und IVRs begegnet, um trotz steigender Serviceanfragen das persönliche Kontaktvolumen zu reduzieren. Der PWC Analysebericht "Der deutsche Contact-Center und CRM-Service Markt" geht von einem Umsatzvolumen bis zum Jahr 2023 von 12 Mrd. Euro (Jahr 2017, 10 Mrd.) aus. Besonders davon profitieren demnach der Outsourcing Bereich, welchem eine jährliche Wachstumsrate von 8,5 % vorausgesagt wird. Den Wandel der Kundenservice Branche sieht auch PWC und beschreibt in ihrer Marktanalyse als Top Trends im Customer Service Sektor die steigende Kundenerwartung, die Self-Service Optimierung, die Hyperpersonalisierung und das verbessertes Arbeitsumfeld. Daraus ergeben sich neue Umsatzpotenziale sowohl für die gevekom GmbH als auch für die gesamte Branche. Die steigenden Kundenerwartungen und der Trend zur Self-Service-Optimierung eröffnen neue Möglichkeiten für die gevekom GmbH, ihr Portfolio zu erweitern und sich als ganzheitlicher Customer Service Anbieter zu positionieren. Durch die Integration von Beratungs-, Konzeptionierungs- und Digitalisierungsdienstleistungen arbeitet die gevekom GmbH daran, zukünftig ihre Kunden auf dem gesamten Customer Lifecycle begleiten zu können und so weiterhin langfristige Kundenbindung aufzubauen. Dabei spielt auch die Hyperpersonalisierung eine wichtige Rolle. Durch den Einsatz von KI können Callcenter-Agenten Kundenprofile und -präferenzen analysieren und so Potenziale für Cross-Selling und Upselling identifizieren. Dies steigert nicht nur die Kundenzufriedenheit, sondern schafft auch zusätzliche Absatzpotenziale für die Auftraggeber. KI sorgt zunehmend auch für eine Effizienzsteigerung durch automatische Beantwortung von Kundenanliegen. Dadurch reduzieren sich Wartezeiten und Kunden können schneller und zufriedener bedient werden. Gleichzeitig können virtuelle Assistenten die Mitarbeiter bei der Bearbeitung von Kundenanliegen unterstützen und so die Produktivität steigern. Dies führt zu einer höheren Qualität der Bearbeitung und einem besseren Kundenerlebnis. Für die gevekom GmbH ergeben sich daraus vielfache Chancen. Zum einen kann die Qualität des Kundenservices weiter gesteigert werden, was zum einen zu zusätzlichen Umsatzpotenzialen in Form von Qualitätsboni und höheren Verrechnungssätzen führt, zum anderen aber auch zu einer höheren Auftraggeber- und Kundenzufriedenheit. Zudem sind Mitarbeiter zusätzlich motiviert. Durch den Einsatz von digitalen Assistenten können Callcenter-Agenten entlastet werden und sich auf anspruchsvollere Aufgaben konzentrieren. Das verbessert ihre Arbeitsbedingungen und sorgt für eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sind auch zukünftig entscheidende Attribute der gevekom GmbH, um sich schnell auf ändernde Kundenanforderungen und Marktbedingungen einstellen zu können. Insgesamt ergeben sich für die Callcenter Branche in den nächsten Jahren zahlreiche Umsatzpotenziale. Durch die Integration von KI und die Erweiterung des Portfolios können Callcenter sich als ganzheitlicher Customer Service Anbieter positionieren und langfristige Kundenbeziehungen aufbauen. Die Digitalisierung verändert die Art und Weise, wie Unternehmen ihre Kunden erreichen und betreuen, grundlegend. Die Kunden erwarten heute digitale Erlebnisse, die sie begeistern und ihnen einzigartige Markenerlebnisse bieten. Das bedeutet, dass Unternehmen ihre Dienstleistungen neu ausrichten müssen, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Dabei spielen Qualitätsstandards und die Kundenzufriedenheit eine immer wichtigere Rolle bei der Vergabe von Aufträgen. Unternehmen, die hier erfolgreich sind, haben die Chance, langfristige und verlässliche Partnerschaften aufzubauen. Ein wichtiger Faktor für den Erfolg ist der Einsatz von empathischen Serviceagenten. In Zeiten der Digitalisierung sind menschliche Interaktionen umso wertvoller und tragen zu einer ausgezeichneten Servicequalität bei. Dies führt zu besonderen Kundenerlebnissen und stärkt die Bindung zwischen Unternehmen und Kunden. Auch in der Mitarbeitergewinnung ergeben sich durch die Digitalisierung neue Chancen. Durch die Flexibilisierung der Arbeitsplätze und Arbeitsorte kann die gevekom GmbH geographische Restriktionen bei der Mitarbeitergewinnung aufheben. Cloudbasierte Kommunikationslösungen und die Einrichtung von Work at Home-Office und Hybrid Arbeitsplätzen ermöglichen es, dass Mitarbeiter von überall aus arbeiten können. Dies bietet nicht nur Potenziale für die Konsolidierung von Mietflächen, sondern auch die Möglichkeit, großzügige und moderne Arbeitswelten zu schaffen. Die gevekom GmbH hat bereits die ersten "gevekom Arbeitswelt 4.0" Büroflächen eröffnet. Das Konzept schafft moderne und produktive Themen Arbeitswelten. In den nächsten Geschäftsjahren wird der Umbau der Büros hin zu Arbeitswelten weiter fortgesetzt. Dies ist ein wichtiger Baustein, um die gevekom GmbH als modernen und innovativen Top-Arbeitgeber zu präsentieren und durch angenehme Arbeitsbedingungen neue Mitarbeiter zu gewinnen. Insgesamt bietet die Digitalisierung viele Chancen für Unternehmen, die bereit sind, sich anzupassen und neue Wege zu gehen. Unternehmen, die auf die Bedürfnisse ihrer Kunden eingehen und moderne Arbeitswelten schaffen, haben die Chance, langfristig erfolgreich zu sein und sich als Top-Arbeitgebermarke zu etablieren. Die gevekom GmbH ist auf diesem Weg bereits erfolgreich und wird auch in Zukunft innovative Lösungen entwickeln, um ihre Kunden und Mitarbeiter zu begeistern. 3.3 Prognosebericht 3.3.1. Erwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Prognose des IFO Instituts für die deutsche Wirtschaft sieht eine spürbare Eintrübung der Stimmung in den letzten Monaten. Diese Beeinträchtigung erstreckt sich auf nahezu alle Wirtschaftsbereiche. Im Gegensatz zu früheren Prognosen wird keine Erholung im Jahr 2023 mehr erwartet, sondern eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Abkühlung. Der private Konsum wird sich im zweiten Halbjahr voraussichtlich allmählich erholen. Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr 2023 voraussichtlich um 0,4% zurückgehen. In den kommenden beiden Jahren wird ein Wachstum von 1,4% und 1,2% erwartet. Die konjunkturelle Schwäche wird vorübergehend den Beschäftigungsaufbau stoppen und die Arbeitslosigkeit vorerst weiter steigen lassen. Die Arbeitslosenquote wird in diesem und im kommenden Jahr durchschnittlich um 0,3 Prozentpunkte höher liegen als 2022. Erst 2025 dürfte die Quote wieder auf 5,3% zurückgehen. Die Inflationsrate wird voraussichtlich weiter zurückgehen, von durchschnittlich 6,0% in 2023, auf 2,6% im Jahr 2024. Insbesondere Gas- und Strompreise werden für Verbraucher günstiger. Die Kerninflationsrate wird sich langsamer zurückbilden und in den kommenden beiden Jahren über der Gesamtinflationsrate liegen. 3.3.2. Erwartete Geschäfts- und Ertragsentwicklung Für das kommende Geschäftsjahr 2023 wird derzeit davon ausgegangen, dass die negativen gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen mit den Gefahren der Energiekrise, dem Hochinflationsumfeld und außenpolitischer Spannungen aufgrund der bestehenden und neuen Kundenbeziehung und Preisanpassungen nicht zu Umsatzeinbrüchen führen werden. Eine mittelfristige Prognose zur Entwicklung ist weiterhin schwierig. Wir gehen jedoch in unseren Planungen davon aus, dass die gevekom GmbH entgegen dem allgemeinen negativen wirtschaftlichen Trend weiter positiv entwickeln wird. Die gevekom GmbH verfügt über ein differenziertes Auftraggeber Portfolio. Im Customer Service Bereich ergeben sich zudem neue Wachstumspotenziale durch das breite Dienstleistungsangebot der gevekom GmbH. Für das Geschäftsjahr 2023 plant die gevekom GmbH trotz der oben genannten Risiken mit Zuwächsen im Bestands- und Neukundengeschäft. Zudem ist mit Umsatzzuwächsen im Bereich der Customer Service Konzeptionierung und Beratung zu rechnen. Der im Jahr 2019 begonnene Weg der zielgerichteten Internationalisierung zur Erweiterung und Flexibilisierung des Dienstleistungs-Portfolios, wird weiter fortgeführt. Der Ausbau der Kapazitäten in Deutschland ist für das Geschäftsjahr 2023 hingegen nur geringfügig geplant. Auf Basis der vorliegenden Planung prognostiziert die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von ca. 56.000 TEUR und eine Erhöhung des EBIT auf 4.500 TEUR. Trotz stetig steigender Personal- und Betriebskosten geht die gevekom GmbH von einer um 0,8% auf 8% steigenden Umsatzrendite vor Steuern aus.
Dresden, den 30.06.2023 Roman Molch, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAngaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der gevekom GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Berichtsjahr nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und zur Bilanz Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, werden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Bei der Aufstellung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: AKTIVA Anlagevermögen Die Entwicklung des in der Bilanz dargestellten Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungkosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu drei Jahren) bewertet. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Die Berechnung der Anschaffungskosten oder Herstellungskosten erfolgt ohne Einbeziehung von Fremdkapitalkosten. Sachanlagen Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- (einschließlich Nebenkosten) oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Die Berechnung der Anschaffungskosten oder Herstellungskosten erfolgt ohne Einbeziehung von Fremdkapitalkosten. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer (von zwei bis 23 Jahren) linear vorgenommen. Soweit notwendig, erfolgten Abschreibungen auf den niedigeren beizulegenden Wert. Die Abschreibungen auf Zugänge und Abgänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 (geringwertige Wirtschaftsgüter) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Finanzanlagen Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten (ohne Fremdkapitalkosten), - Ausleihungen zum Nennwert. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Beteiligungen liegen wie folgt vor:
Umlaufvermögen Vorräte Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Berechnung der Anschaffungskosten oder Herstellungskosten erfolgt ohne Einbeziehung von Fremdkapitalkosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert der Forderungen und Ansprüche der dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko sowie dem internen Zinsverlust wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% des um die zweifelhaften Forderungen bereinigten Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen. Zweifelhafte Forderungen wurden einzelwertberichtigt bzw. abgeschrieben. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten EUR 550.922,35 (Vorjahr: EUR 101.088,99) Forderungen gegenüber Gesellschaftern. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 85.367,15 (Vorjahr: EUR 30.257,18). In dem Posten sonstige Vermögensgegenstände ist die Vorsteuer im Folgejahr abzugsfähig in Höhe von EUR 46.140,48 (Vorjahr: EUR 30.723,73) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entsteht (§ 268 Abs. 4 Satz 2 HGB). Zur Absicherung von Währungsrisiken aus zukünftigen Eingangsrechnungen wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften (FXForward) eingesetzt. Das abgesicherte Volumen beträgt zum Bilanzstichtag RSD 464 Mio. Zu den offenen Devisentermingeschäften wurde der Barwert und der Terminkurs zur Endfälligkeit ermittelt. Der Barwert spiegelt den aktuellen Marktwert auf den Bewertungsstichtag wieder. Da dieser zum Bilanzstichtag einen negativen Wert in Höhe von EUR 27.126,61 aufweist, wurde in dieser Höhe eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert bewertet. Bankbestände in Fremdwährung und mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden mit dem jeweiligen Stichtagskurs angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Der Wert der Rechnungsabgrenzungspostens entspricht dem Zeitanteil der Zahlungen, die wirtschaftlich dem folgenden Geschäftsjahr zuzuordnen sind. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Berichtsjahr u. a. Versicherungen, Anzeigenschaltung, Leasingsonderzahlungen und Beiträge. Temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten bestehen wie folgt:
Bei der Bewertung daraus resultierender latenter Steuern wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 31,55% (15% für Körperschaftsteuer, 0,8% für Solidaritätszuschlag und 15,75% für Gewerbesteuer). Zu berücksichtigende steuerliche Verlustvorträge bestanden nicht. Die sich insgesamt ergebende aktive latente Steuer wurde unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach § 274 HGB nicht aktiviert. PASSIVA Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 25.000,00 ist zum Nennwert bewertet (§ 272 Abs. 1 S. 2 HGB). Es wird entsprechend § 42 Abs. 1 GmbHG als gezeichnetes Kapital ausgewiesen. Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 11.02.2022 erfolgte im Berichtsjahr eine Gewinnausschüttung aus den Gewinnvorträgen in Höhe von TEUR 1.500. Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag nach Verwendung in Höhe von TEUR 5.115. Die Gesellschaft hat am 02.12.2022 mit der gevekom ONE GmbH mit Sitz in Dresden, einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Die Gesellschaft verpflichtet sich demnach, ihren ganzen Gewinn entsprechend aller Vorschriften des § 301 AktG an die gevekom ONE GmbH abzuführen. Im Gegenzug verpflichtet sich die gevekom ONE GmbH jeden entstehenden Jahresfehlbetrag auszugleichen, soweit dieser nicht dadurch ausgeglichen wird, dass den anderen Gewinnrücklagen Beträge entnommen werden, die während der Vertragslaufzeit in sie eingestellt worden sind. Rückstellungen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Die Steuerrückstellungen betrafen im Vorjahr die Nachzahlungen zur Körperschaftsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag sowie zur Gewerbesteuer und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt worden. Ab dem Jahr 2022 werden aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages keine Steuerrückstellungen mehr gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für offene Urlaubsansprüche (EUR 62.584,35), für Kosten der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (EUR 29.000,00), für Kosten der gesetzlichen Aufbewahrungsverpflichtungen (EUR 7.233,44), drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (EUR 27.126,61), Prozessrisiken (EUR 481.217,20) und ausstehende Rechnungen sowie ausstehende Beitragsrechnungen (EUR 63.406,00) gebildet. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten (Restlaufzeiten und Art der Besicherung) in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen im Wesentlichen die Beträge aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der gevekom ONE GmbH vom 02.12.2022. Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Die Gesellschaft erzielt ausschließlich Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen im Dialogmarketing. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 580) beinhalten Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 85. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR 76,60 (Vorjahr EUR 0,00). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Kosten für Personalleasing und Personalgewinnung sind abweichend von der Normalgliederung in Höhe von TEUR 1.204 (Vorjahr TEUR 2.075) im Personalaufwand enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von EUR 3.948,80 sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 7.985,64) enthalten. Im Berichtsjahr sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 64,16 (Vorjahr EUR 127,67) sowie keine Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen (Vorjahr EUR 0,00) entstanden. Im Berichtsjahr wurde bezüglich latenter Steuern von dem Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Sich ergebende aktive latente Steuern (TEUR 13,8) wurden mit passiven latenten Steuern saldiert. Sonstige Angaben Anzahl der Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 445 Mitarbeiter in Vollzeit sowie 643 Mitarbeiter in Teilzeit, ohne Geschäftsführer und Auszubildende. Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung durch: Herrn Roman Molch (Geschäftsführer). Von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der Angabe über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird Gebrauch gemacht. Angabe Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist gemäß § 290 Abs. 5 HGB von der Pflicht, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen befreit, da es nur Tochterunternehmen hat, die gemäß § 296 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden brauchen. Haftungsverhältnisse Aufgrund der bestehenden Mietverhältnisse, der gewährtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens schätzen wir die Inanspruchnahme als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Mietverpflichtungen) gem. § 285 Nr. 3a HGB betragen EUR 451.380,05 (Vorjahr: EUR 455.843,55). Zur Absicherung von Mietverhältnissen bestehen Bankbürgschaften in Höhe von TEUR 74,6. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Berichtsjahr wie folgt zusammengekommen:
Abschlussprüferhonorar Für das Berichtsjahr wurde ein Gesamthonorar für die Abschlussprüfung in Höhe von TEUR 13 vereinbart. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten.
Dresden, den 5. Juni 2022 gevekom GmbH Roman Molch, Geschäftsführer
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 16.10.2023 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2022gevekom GmbH, DresdenAn die gevekom GmbH, Dresden Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der gevekom GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der gevekom GmbH, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Königstein, den 27. September 2023 SGK
Auditnet GmbH
Martin Fuß, Wirtschaftsprüfer Florian Klenke, Wirtschaftsprüfer |
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