Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 382420
Eingetragen
14.1.2003
Branche
BeteiligungsgesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich Internet-Sicherheit. Er umfasst auch die Beratung und Schulung in diesem Bereich. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art erwerben, vertreten oder sich an solchen Unternehmen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Jan Frederic Theil
seit 14.7.2015
Prokura
Sebastian Schreiber
seit 20.12.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

PhönIXX2020 Vermögens GmbH & Co. KG
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SySS GmbH

Tübingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die SySS GmbH (im Nachfolgenden "SySS" oder "Gesellschaft") ist einer der führenden Anbieter von Dienstleistungen im Bereich der IT-Sicherheit. Durch zahlreiche Kundenprojekte verfügt die SySS über umfangreiche Erfahrung in den folgenden Geschäftsbereichen:

• Penetrationstests: Gezieltes ethisches Hacking im Rahmen von Penetrationstests im Kundenauftrag, dokumentiertes Eindringen in IT-Systeme, Analyse von Schwachstellen und Sicherheitslücken, Empfehlung zur Sicherheitsverbesserung (ohne Produktempfehlung).

• Digitale Forensik: Aufklärung akuter IT-Sicherheitsvorfälle und Erfassung gerichtsverwertbarer Daten.

• Red Teaming: zielgerichtete Angriffe gegen Unternehmensnetzwerke zur Prüfung von IT-Sicherheitsmaßnahmen.

• Schulung: Seminare für Kunden, Fortbildung in IT-Sicherheit, Wissensvermittlung auch durch Print- und Fernsehmedien.

• Live-Hacking: Angriffe erlebbar machen, Sensibilität steigern.

Als erfahrener Anbieter in der Durchführung von Penetrationstests ist die SySS überaus erfolgreich im Aufdecken von IT-Sicherheitslücken bei kleinen und mittleren, sowie Großunternehmen bis hin zu DAX-Gesellschaften, Bundesbehörden und Universitätseinrichtungen, Banken und Versicherungen. Darüber hinaus unterhält die SySS ein 100%iges Tochterunternehmen in Österreich, mit Sitz in Wien.

2. Forschung und Entwicklung

Die SySS beschäftigt ein Research-and-Development-Team, um neue Technologien im Bereich der IT-Sicherheit zu entwickeln und dem dynamischen Marktumfeld gerecht werden zu können. In diesem Bereich sind 3 Mitarbeiter tätig.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaftsleistung ist 2023 leicht zurückgegangen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank um 0,3 %. Hauptgründe für diese Entwicklung waren die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise und ungünstige Finanzierungsbedingungen. Diese gingen einher mit einer schwachen Nachfrage aus dem In- und Ausland1.

Bei den IT- und Informationsdienstleistern lässt sich seit Ende 2020 ein kräftiges Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich beobachten, das sich 2023 fortgesetzt hat. Das gilt besonders für die Informationsdienstleister. Hier dürfte der Megatrend Cloud-Computing eine große Rolle spielen. Auch bei den IT-Dienstleistern setzt sich der Aufwärtstrend fort, seit Mitte 2023 allerdings mit etwas geringeren Veränderungsraten. Hier macht sich bemerkbar, dass mehreren Kunden der IT-Dienstleister vor allem der Industrie zunehmend Aufträge ausgehen und sie so bei manchen externen Dienstleistungen sparen müssen2.

Mit der zunehmenden Digitalisierung steigt auch die Nachfrage im Bereich IT-Security.

Die SySS ist Marktführer für Penetrationstests in Deutschland. Um diese Marktführerschaft auszubauen ist die Gesellschaft breit aufgestellt. SySS bietet den Kunden außer den Penetrationstests auch Schulung der IT-Verantwortlichen in digitaler Forensik (Aufklärung akuter Sicherheitsvorfälle) und Red-Teaming an. Im Beisein des Verantwortlichen werden gezielte Angriffe (Advanced Persistent Threat = APT) aus der externen Perspektive simuliert. Da sich das Sicherheitsbedürfnis auch im Rahmen von Smart-Home-Anwendungen in schnellem Maße ausbreitet, positioniert sich die SySS durch Live Hacking in den visuellen Medien äußerst werbewirksam.

Die branchenbezogenen Rahmenbedingungen sind somit erfolgversprechend und die SySS ist durch die aufgezeigten Dienstleistungsangebote gut aufgestellt.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die SySS ist auch im Geschäftsjahr 2023 weiter deutlich gewachsen.

Gegenüber dem Vorjahr konnte der Rohertrag um 1.891 T€ gesteigert werden, dies entspricht einem Gesamtrohertragswachstum von 9,40 % im Vergleich zum Vorjahr.

3. Lage

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Rohertrag 22.012 20.120 1.891 9,40
Personalaufwand 14.309 12.820 1.489 11,61
Sonstiger betrieblicher Aufwand 3.076 2.833 243 8,59
Jahresergebnis 3.072 2.963 110 3,71

Das Jahresergebnis ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Der Jahresüberschuss mit 3.072 T€ beträgt 13,96 % des Rohertrags.

Die Personalkosten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 1.489 T€ an, die Personalkostenquote ist im Vergleich zum Vorjahr von 63,72 % auf 65,01 % leicht gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben im Vergleich zum Vorjahr um 243 T€ zugenommen.

b) Finanzlage

Die Finanzlage wird als sehr gut eingeschätzt. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Es konnten im Berichtsjahr alle eingeräumten Skonto-Abzüge realisiert werden.

Im Jahr 2023 wurde ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 4.787 T€ erzielt. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf -1.186 T€. Für Auszahlung aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten wurden -104 T€ aufgewendet. Gewinnausschüttungen wurden in Höhe von -4.000 T€ vorgenommen.

Das Eigenkapital reduzierte sich im Jahr 2023 von 5.396 € auf 4.468 T€ zum 31.12.2023. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 32,15 %.

Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen keine. Das Unternehmen finanziert sich aus den bestehenden liquiden Mitteln.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen sind durch liquide Mittel gedeckt.

Die SySS GmbH ist personalkostenintensiv und dadurch raumkostenintensiv. Da die SySS GmbH die Räumlichkeiten angemietet hat, fließen sowohl die Personalkosten als auch die Raumkosten regelmäßig ab.

Aufgrund umfassender Miet- und Leasingverträge wird kein zusätzliches Kapital gebunden, wodurch die Finanzplanung erleichtert wird.

c) Vermögenslage

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Sachanlagevermögen 486 590 -104 -17,63
Anteile an verb. Untern. 35 35 0 0,00
Wertpapiere 1.836 739 1.097 148,44
Vorräte 233 360 -127 35,28
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.948 3.420 528 15,44
liquide Mittel 7.054 7.346 -292 -3,97
ARAP 307 253 54 21,34
Passiva
Gezeichnetes Kapital 25 25 0 0,00
Gewinnrücklagen 700 1.700 -1.000 -58,82
Gewinnvortrag 671 709 -38 -5,36
Rückstellungen für Pensionen 203 197 6 3,05
Sonstige Rückstellungen 4.420 3.619 801 22,13
Verbindlichkeiten 4.632 1.714 2.918 170,25
PRAP 122 1.112 -990 -89,03
Bilanzsumme 13.899 12.742 2.853 -14,93

Das Anlagevermögen hat sich bei Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen i.H.v. 135 T€ erhöht. Nach Abschreibungen i.H.v. 239 T€ (im Vorjahr i.H.v. 240 T€)

auf 486 T€ vermindert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögengegenstände sind um 528 T€ von 3.420 T€ auf 3.948 T€ gestiegen.

Der Barmittelbestand hat um 292 T€ auf 7.054 T€ abgenommen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf:

• Gesamtleistungsentwicklung;

• dem Betriebsergebnis;

• der Branchenentwicklung.

Für die interne Unternehmenssteuerung werden u.a. nachstehende Kennzahlen herangezogen.

• Gesamtleistungsrendite und

• Gesamtleistung pro Mitarbeiter.

Der Rohertrag pro Mitarbeiter beträgt im Berichtsjahr 137,57 T€ (Vorjahr 135,95 T€).

Die Umsatzrendite (Jahresüberschuss nach Steuern durch Rohertrag) ist im Vergleich zum Vorjahr von 14,72 % auf 13,96 % zurückgegangen.

5. Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird als sehr gut eingeschätzt. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist konstant positiv, mit weiterer Steigerung.

III. Prognosebericht

Das Management geht davon aus, dass das Unternehmen den starken Wachstumskurs der vergangenen Jahre fortsetzen wird. Nachfolgend ist die Management-Prognose für die Jahre 2023 und 2024 dargestellt.

Kennzahl 2023 Ist 2024 Plan 2025 Plan
Rohertrag in TE 20.012 T€ 21.013 T€ 22.063 T€
Rohertragswachstum im Vergleich zum Vorjahr in % 9,40 % 5,00 % 5,00 %
Jahresergebnis T€ 3.072 T€ 3.150 T€ 3.300 T€
Umsatzrendite in % 13,96 % 14,99 % 14,96 %
Mitarbeiter 160 162 165
Rohertrag pro Mitarbeiter in T€ 137,57 T€ 129,7 T€ 133,7 T€

Mit der voranschreitenden Digitalisierung in den Unternehmen, wird der Schutz vor kriminellen Eingriffen immer wichtiger. Die Nachfrage nach IT-Sicherheit wächst kontinuierlich. Die SySS GmbH passt sich der Nachfrage an und baut ihren Personalbestand kontinuierlich aus. Der Standort Tübingen ist durch die Nähe zur Universität besonders geeignet. Die in Tübingen angesiedelten Institute der Max-Planck-Gesellschaft für künstliche Intelligenz (KI), sowie weitere Ansiedlungen entsprechender IT-Unternehmen wie Biotechnik, Medizintechnik und Logistikunternehmen (Cyber-Valley) bieten in Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart und Universität Hohenheim ein ideales Umfeld, um junge Informatikspezialisten als Mitarbeiter zu rekrutieren. Das Berichtsunternehmen plant die Mitarbeiterzahlen von 160 in 2023 auf 165 aufzustocken.

Für das Jahr 2024 wird in der Planung bei einem Wachstum von 5,0% mit einem Rohertrag i.H.v. 21.013 T€ gerechnet. Aufgrund der Fixkostendegression wird ein Anstieg der Umsatzrendite auf 14,99 % erwartet.

Für das Jahr 2025 erwartet das Management ein Wachstum des Rohertrags im Vergleich zum Vorjahr von ca. 5 % bei nahezu gleichbleibender Umsatzrendite von 14,96 %.

IV. Chancen- und Risikobericht

Bei den Unternehmen und Haushalten in Deutschland ist die Stimmung schlecht und die Unsicherheit sehr hoch. Im Vergleich zu anderen großen europäischen Ländern fällt Deutschland spürbar ab. Dennoch sind Informations- und Kommunikationsdienstleistungen, kurz: IKT-Dienstleistungen, in der digitalisierten Welt von heute mehr denn je gefragt3.

Insgesamt haben sich Umfang- und Gefährdungspotential von Risiken für die Ertragslage nach Einschätzung der Geschäftsführung aufgrund der wirtschaftlichen Lage und der anhaltenden Krisen und anderen Risikofaktoren gegenüber dem Vorjahr nicht verringert. So sind die nominalen Umsätze bei den IT- und Informationsdienstleistern 2023 kräftig gewachsen. Auch für das Jahr 2024 wird in der Branche mit einem positiven Umsatzwachstum gerechnet, allerdings mit etwas schwächeren Veränderungsraten4.

Das Risiko verzögerter Zahlungseingänge durch die krisenbedingten Bonitätsverschlechterungen bei den Kunden wird als gering eingeschätzt. Dies ist zum einen auf die zeitnahe Fakturierung von Dienstleistungsrechnungen und ein gut funktionieredes Mahnwesen zurückzuführen.

Somit ist nach Einschätzung der Geschäftsführung auch in den kommenden Jahren mit einer weiterhin positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Infolgedessen sind Forderungsausfälle erfreulicherweise die absolute Ausnahme. Durch die langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden können sich abzeichnende derartige Risiken frühzeitig erkannt werden.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten. Darüber hinaus werden Wertpapiere im Anlagevermögen langfristig gehalten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen einen konservativen Ansatz.

VI. Zweigniederlassungsbericht

Das Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Tübingen über nicht eingetragene inländische Niederlassungen in Frankfurt und München.

 

Tübingen, den 11. Dezember 2024

gez. Sebastian Schreiber, Geschäftsführer

1 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15.01.2024

2 Quelle: VR Branchen special, IKT-Dienstleistungen 4.09 vom April 2024

3 Quelle: VR Branchen special, IKT-Dienstleistungen 4.09 vom April 2024

4 Quelle: VR Branchen special, IKT-Dienstleistungen 4.09 vom April 2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.356.506,39 1.363.590,39
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 38.191,00 65.184,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 38.191,00 65.184,00
II. Sachanlagen 447.586,50 524.637,50
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.583,00 2.196,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 446.003,50 522.441,50
III. Finanzanlagen 1.870.728,89 773.768,89
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 35.000,00 35.000,00
2. sonstige Finanzanlagen 1.835.728,89 738.768,89
B. Umlaufvermögen 11.235.187,23 11.126.128,47
I. Vorräte 233.010,48 359.854,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.947.941,97 3.420.071,37
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.279.565,53 2.983.279,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 531.938,23 306.392,53
3. sonstige Vermögensgegenstände 136.438,21 130.399,84
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.054.234,78 7.346.202,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 307.120,58 252.730,37
Bilanzsumme, Summe Aktiva 13.898.814,20 12.742.449,23

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.468.552,41 5.396.166,92
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen 700.000,00 1.700.000,00
III. Gewinnvortrag 671.166,92 708.632,03
IV. Jahresüberschuss 3.072.385,49 2.962.534,89
B. Rückstellungen 4.675.645,75 4.519.775,51
C. Verbindlichkeiten 4.632.590,27 1.714.058,52
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 926.061,70 822.167,71
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.706.528,57 891.890,81
D. Rechnungsabgrenzungsposten 122.025,77 1.112.448,28
Bilanzsumme, Summe Passiva 13.898.814,20 12.742.449,23

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 22.011.635,35 20.120.238,09
2. Personalaufwand 14.308.784,96 12.819.917,99
a) Löhne und Gehälter 12.395.110,64 11.239.832,63
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.913.674,32 1.580.085,36
3. Abschreibungen 239.171,61 239.947,12
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 239.171,61 239.947,12
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.076.095,72 2.832.729,96
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 45.098,06 12.882,79
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.669,50 11.079,63
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.821,07 223,50
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.346.206,32 1.288.303,05
9. Ergebnis nach Steuern 3.085.323,23 2.963.078,89
10. sonstige Steuern 12.937,74 544,00
Jahresüberschuss 3.072.385,49 2.962.534,89

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die SySS GmbH hat ihren Sitz in Tübingen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 382420 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 HGB. Der Jahresabschluss der SySS GmbH wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242ff HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu 800,00 Euro (geringwertige Wirtschaftsgüter) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, wobei aus Vereinfachungsgründen im Jahr des Zugangs ein Abgang unterstellt wurde.

Die unfertigen Leistungen wurden zu Herstellkosten (Einzelkosten und angemessene Teile der Gemeinkosten) bewertet.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Finanzanlagen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersvorsorgeverpflichtungen dienen, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen saldiert.

Flüssige Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach dem versicherungsmathematischen modifizierten Teilwertverfahren gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

1. durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82% (im Vorjahr: durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,78%), der von der Dt. Bundesbank bekanntgemacht wurde 2. Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0% nach den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit sowie ein Rententrend von 0% und eine Fluktuation von 0%

3. Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"

Darüber hinaus wurden für Altersversorgungsverpflichtungen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizuliegenden Zeitwert von Wertpapieren im Sinn des § 266 Abs. 2 A. III. 5. bestimmt, Rückstellungen zum beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherung angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern sowie Gewerbesteuer- und Körperschaftsteuernachzahlungen für Vorjahre.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anteile an verbundenen Unternehmen

2023
Euro
2022
Euro
SySS Cyber Security GmbH, 100% der Anteile 35.000,00 35.000,00

Die Schutzklausel nach § 286 Abs.3 HGB wurde in Anspruch genommen.

Angaben zu Finanzanlagen nach § 285 Nr. 18 a) und b) HGB

Die folgenden Finanzinstrumente wurden über ihrem beizulegendem Zeitwert (Kurswert) ausgewiesen:

Buchwert 31.12.2023
Euro
Kurswert 31.12.2023
Euro
DEKA-Stiftungen Balance CF 260.740,14 245.029,20
DEKA-Rentenstrategie Global PB 126.508,75 102.011,00

Eine außerplanmäßige Abschreibung nach § 253 Abs. 3 S. 6 HGB ist unterblieben, da der Wert der Finanzinstrumente in den vergangenen sechs Monaten nicht um mehr als 20% gesunken ist und der Durchschnittswert der letzten zwölf Monate nicht um mehr als 10% gesunken ist.

Angaben zu Forderungen und Verbindlichkeiten gg. verbundenen Unternehmen

Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte 2023
Euro
2022
Euro
Forderungen gg. verbundene Unternehmen 531.938,23 306.392,53
davon mit einer Restlaufzeit über einem Jahr 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gg. verbundene Unternehmen 926.061,70 822.167,71
davon mit einer Restlaufzeit über ein Jahr 0,00 0,00

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Kautionen in Höhe von 124.045,32 Euro (Vorjahr 124.044,48 Euro) mit einer Restlaufzeit über einem Jahr.

Pensionsrückstellungen

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 7.824,00 Euro. Dieser Unterschiedsbetrag ist gem. § 253 Abs. 6 HGB für die Ausschüttung gesperrt.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden
Euro
Erfüllungsbetrag der Schulden 707.177,04
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 504.107,03
verrechnete Aufwendungen 8.345,00
verrechnete Erträge 5.794,57

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Sonstige Rückstellungen

Stand zum 31.12.2023
TEuro
Stand zum 31.12.2022
Euro
Veränderung ggü. dem Vorjahr
Euro
Rückstellung für Personalkosten 4.032,5 3.270,4 762,1
Urlaubsrückstellungen 278,3 223,3 55,0
Rückstellungen für Abschluss und Prüfung 84,5 106,4 -21,9
Sonstige Rückstellungen 21,4 19,1 2,4
Rückstellung f. Archivierungspfl. 3,6 0,00 3,6

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer i.H.v. 680.449,37 Euro (im Vorjahr 144.849,38 Euro) und aus sozialer Sicherheit i.H.v. 11.382,62 Euro (im Vorjahr 12.225,36 Euro) sowie aus Verbindlichkeiten aus Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuer i.H.v. 938.878,86 Euro (im Vorjahr 0,00 Euro).

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
TEuro kleiner 1 J.
TEuro
größer 1 Jahr
TEuro
erhaltene Anzahlungen 1.919,4 1.919,4 0,0
Vorjahr 577,8 577,8 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 121,7 121,7 0,0
Vorjahr 81,9 81,9 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 926,1 926,1 0,0
Vorjahr 822,2 822,2 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 1.665,4 1.665,4 0,0
Vorjahr 232,2 232,2 0,0
Summe 4.632,6 4.632,6 0,0
1.714,1 1.714,1 0,0

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für die Altersversorgung i.H.v. 19.012,48 Euro (im Vorjahr 30.666,51 Euro) enthalten.

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Erträge aus Vermögensgegenständen i.H.v. 5.794,57 Euro und Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen i.H.v. 8.345,00 Euro nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB miteinander verrechnet.

VI. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Art der Verpflichtung Gesamtbetrag Bis 1 Jahr größer 5 Jahre
Leasingverpflichtungen 156,9 79,7 0,0
Mietverpflichtungen 2.410,0 740,5 0,0
Summe 2.566,9 820,2 0,0
davon ggü verb. UN 2.354,5 689,1 0,0

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Lohnempfänger 13
Angestellte 141
Aushilfen und Praktikanten 6
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 160
davon teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 43

Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Sebastian Schreiber ausgeübter Beruf: Dipl. Informatiker

Herr Sebastian Schreiber war während des abgelaufenen Geschäftsjahres alleiniger einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer.

Bezüglich der Bezüge wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Außer dem Geschäftsführer waren im Berichtsjahr keine weiteren Organe bestellt.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit dem Gesellschafter die folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss 2023 beträgt 3.072.385,49 Euro.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags von 671.166,92 Euro ergibt sich ein Bilanzgewinn von 3.743.552,41 Euro, der verwendet werden kann.

Die Geschäftsführung beschließt, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Tübingen, 11. Dezember 2024

gez. Sebastian Schreiber, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 454.684,71 10.042,40 0,00 464.727,11
454.684,71 10.042,40 0,00 464.727,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.517,31 0,00 0,00 5.517,31
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.563.062,72 125.091,21 45.995,19 1.642.158,74
1.568.580,03 125.091,21 45.995,19 1.647.676,05
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 35.000,00 0,00 0,00 35.000,00
2. Werpapiere des Anlagevermögens 738.768,89 1.096.960,00 0,00 1.835.728,89
773.768,89 1.096.960,00 0,00 1.870.728,89
2.797.033,63 1.232.093,61 45.995,19 3.983.132,05
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Abschreibungen Geschäftsjahr
Abgänge
Zuschreibungen
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 389.500,71 37.035,40 0,00 0,00 426.536,11
389.500,71 37.035,40 0,00 0,00 426.536,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.321,31 613,00 0,00 0,00 3.934,31
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.040.621,22 201.523,21 45.989,19 0,00 1.196.155,24
1.043.942,53 202.136,21 45.989,19 0,00 1.200.089,55
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Werpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.433.443,24 239.171,61 45.989,19 0,00 1.626.625,66
Buchwerte
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.191,00 65.184,00
38.191,00 65.184,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.583,00 2.196,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 446.003,50 522.441,50
447.586,50 524.637,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 35.000,00 35.000,00
2. Werpapiere des Anlagevermögens 1.835.728,89 738.768,89
1.870.728,89 773.768,89
2.356.506,39 1.363.590,39

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19.12.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SySS GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SySS GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SySS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Reutlingen, 18. Dezember 2024

Mauer Unternehmensberatung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Stephan Mauer, Wirtschaftsprüfer

gez. Prof. Dr. Stefan Marx, Wirtschaftsprüfer

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