Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 204413
Eingetragen
3.6.1994
Branche
Herstellung von SchuhenGroßhandel mit SchuhenHerstellung von orthopädischen Erzeugnissen
Gegenstand
der Vertrieb und die Herstellung von orthopädischen Hilfsmitteln, Schuhen und Zubehör sowie die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Hilfsmittelversorgung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Petters
seit 12.5.2025
Prokura
Senta Petters
seit 12.5.2025
Prokura
Sorella Petters
seit 27.1.2012
Prokura
Uwe Petters
seit 3.5.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Schuh-Petters GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Schuh-Petters GmbH
Germany
25.600 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schuh-Petters GmbH

Gera

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

Schuh-Petters GmbH Schuhverkauf und Orthopädie, Berliner Str. 136, 07545 Gera

Inhaltsverzeichnis

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

C. Prognosebericht

D. Chancen- und Risikobericht

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die Schuh-Petters GmbH wurde am 29.12.1993 gegründet und hat ihren Sitz in Gera. Die Geschäfte wurden zum 01.01.1994 aufgenommen.

Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt geändert: Die Tochtergesellschaften Eberhardt Mackrodt Orthopädieschuhtechnik GmbH und Hanf Orthopädie Schuhtechnik GmbH wurden mit Wirkung zum Jahresbeginn mit der Schuh-Petters GmbH verschmolzen.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Schuh-Petters GmbH liegt bei der Herstellung orthopädischer Hilfsmittel und der Versorgung von Patienten mit orthopädischen Hilfsmitteln zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren wir hauptsächlich im Bereich Orthopädieschuhtechnik und Orthopädietechnik tätig.

Die Schuh-Petters GmbH ist spezialisiert auf die individuelle Anfertigung von orthopädischen Hilfsmitteln, insbesondere von:

- Orthopädischen Maßschuhen

- Einlagen

- Prothesen

- Orthesen

Wesentliche Standorte im Vertrieb sind:

- Gera

- Leipzig

- Weißenfels

- Halle

- Bitterfeld

- Berlin

- Arnstadt

- Ohrdruf

- Erfurt

Produktionsstandort:

- Gera

Vertriebsgesellschaften:

- Petters Orthopädie-Schuhtechnik GmbH

Die Schuh-Petters GmbH unterscheidet sich deutlich vom Markt durch:

- Zentrale Fertigung der Hilfsmittel

Die Strategie der Schuh-Petters GmbH bezieht sich auf:

- Qualitätsorientiertheit

- Kundennutzen

- Ausbau der Marktanteile

- Nutzung von Rationalisierungsmöglichkeiten in der zentralen Fertigung

Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Gegenüber dem Jahr 2019 (dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie) war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Gesundheitswirtschaft hat eine erhebliche ökonomische Bedeutung für den Standort Deutschland.

Entwicklung der Branche

Die Entwicklung der Gesamtwirtschaft hat keinen unmittelbaren Einfluss auf die Entwicklung der Branche.

Im Gesundheitswesen zeichnen sich drei Trends für 2023 ab: Ausbau einer intersektoralen Versorgung, Nachhaltigkeit und steigender Fachkräftemangel. Auch im vergangenen Jahr hat die Pandemie das Gesundheitswesen weiterhin belastet und den Druck auf die ohnehin knappen personellen und finanziellen Ressourcen verstärkt.

Lediglich 58 % der Gesundheitshandwerke schätzen die aktuelle Geschäftslage mit gut bzw. befriedigend ein und damit so wenige wie in keinem anderen Gewerk. Selbst der Tiefpunkt vor einem Jahr (65 %) wird weiter unterboten. Die Konjunkturindikatoren sind entsprechend durchweg schwächer als im übrigen Handwerk: 16 % verzeichneten mehr Aufträge und 12 % einen höheren Umsatz im vergangenen halben Jahr. Dem stehen jedoch 64 % mit einem Auftragsrückgang und 62 % mit einem Umsatzrückgang gegenüber. 23 % der Betriebe tätigten mehr Investitionen (50 % weniger). Kein einziger Betrieb erhöhte die Zahl seiner Beschäftigten! Gleichzeitig verzeichneten 35 % einen Rückgang ihrer Beschäftigten - so viele wie in keinem anderen Gewerk. Mit 44 % konnten nur vergleichsweise wenige Betriebe ihre Verkaufspreise steigern (übriges Handwerk: 54 %). Die Auftragsreichweite im Gesundheitshandwerk liegt bei 1,8 Wochen und ist damit deutlich geringer als in jeder anderen Gewerbegruppe - der Durchschnitt über alle Gewerke liegt bei 8,3 Wochen.

Im Geschäftsjahr haben sich die Vergütungen durch die gesetzlichen Krankenkassen erhöht. Die Erhöhungen entsprechen nicht der allgemeinen Kostenentwicklung. Insbesondere im Bereich der Personalkosten.

Einschätzung der Unternehmensleitung

Im Berichtsjahr konnten die verfügbaren Produktionskapazitäten ausgelastet werden.

Der Geschäftsverlauf war im Geschäftsjahr gekennzeichnet von Kostensteigerungen in allen Unternehmensbereichen.

Die Geschäftsentwicklung der Schuh-Petters GmbH war unter diesen Umständen insgesamt sehr gut.

Die Eberhard Mackrodt GmbH und die Hanf Orthopädie-Schuhtechnik GmbH wurden erfolgreich zum Stichtag 02.01.2023 mit der Schuh-Petters GmbH verschmolzen.

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ist der Umsatz um 15,54 % gestiegen. Diese Steigerung ist zum Teil auf die Verschmelzung mit der Mackrodt GmbH und der Hanf Orthopädieschuhtechnik GmbH zurückzuführen. Bereinigt um diese Umsätze würde die Umsatzsteigerung bei 6,1 % liegen.

Das Betriebsergebnis konnte um 290.593 € gesteigert werden.

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Schuh-Petters GmbH übertraf im Geschäftsjahr 2023 unsere Erwartungen.

1. Ertragslage

Ergebnisquellen

Geschäftsjahr
In TEUR
Vorjahr
In TEUR
Veränderung absolut
in TEUR
Veränderung
in %
Betriebl. Rohertrag 6.319 5.377 942 17,5
Betriebsergebnis 1.222 876 346 39,5
Jahresüberschuss 882 592 290 49,1

Betrieblicher Rohertrag (Gesamtleistung, sonstige betriebl. Erlöse, Materialaufwand), Betriebsergebnis (betriebl. Rohertrag, Abschreibungen, sonstige betriebl. Aufwendungen) und Jahresüberschuss entsprechen der Definition laut Datev BWA.

Der Rohertrag hat sich Im Vergleich zum Vorjahr um 17,5 % erhöht.

Das Betriebsergebnis hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr verbessert. Wesentliche Ursache dafür liegt in der Verschmelzung mit der Mackrodt GmbH und der Hanf Orthopädieschuhtechnik GmbH sowie dem gestiegenen Rohertrag.

Die Gesamtleistung erhöhte sich um 14,68 %.

Bei der Versorgung mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen traten im abgelaufenen Geschäftsjahr keine nennenswerten Störungen auf.

Die Entwicklung der Beschaffungsmarktpreise war durch einen leichten Anstieg gekennzeichnet.

Unsere Beschaffungs- und Vorratspolitik war darauf ausgerichtet, die zur Fertigung erforderlichen Einsatzstoffe mit geringstmöglichen Beschaffungs- und Lagerkosten zum Bedarfszeitpunkt termingerecht bereitzustellen.

Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von 882.228 EUR ab. Der Anstieg des Jahresüberschusses war, aufgrund eines gestiegenen Ertragsteueraufwand, geringer als der Anstieg des Betriebsergebnisses.

2. Finanzlage

Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr sehr gut. Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich um 1.215 TEUR verringert. Im Januar 2023 wurde eine Gewinnausschüttung beschlossen.

Wir rechnen damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

Die Vermögens- und Kapitalstruktur zeigen die solide Struktur unserer Unternehmensfinanzierung.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen keine.

Die Investitionen im Berichtsjahr konnten ohne die Aufnahme von Fremdmitteln finanziert werden.

Unsere Investitionsvorhaben der kommenden Jahre werden weiterhin aus eigenen Mitteln durchführbar sein.

Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können.

Unsere Finanzierung erfolgte in wesentlichen Teilen aus Eigenmitteln.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme von Schuh-Petters GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf 7.281.121,21 EUR

Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr 2022 (8.520.979,70) um 17,03 % verringert.

Das Sachanlagevermögen erhöhte sich um 106.540,30 EUR. Im Wesentlichen wurde in Maschinen und Geschäftsausstattung investiert.

Aufgrund der Verschmelzungen der Tochtergesellschaften verringerte sich das Finanzanlagevermögen.

Die Kapitalstruktur ist durch einen Anteil vom Eigenkapital an der Bilanzsumme von 62,08 % gekennzeichnet.

Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 109 TEUR ist stichtagsbedingt. Auf Grund der Ausschüttung haben sich die liquiden Mittel, die Bilanzsumme und das Eigenkapital leicht verringert. Die Erhöhung der Rückstellungen ist im Wesentlichen auf die höheren Steuernachzahlungen für das Jahr 2023 zurückzuführen.

Bilanz zum 31.12.2023 Bilanz zum 31.12.2022 Änderung ggü. d. Vorjahr
TEUR in % TEUR % TEUR %
AKTIVA
Immaterielles Anlagevermögen 12,0 0,2 11,1 0,1 0,9 8,1
Sachanlagen 2.901,7 39,9 2.795,1 32,8 106,6 3,8
Finanzanlagen 35,6 0,5 276,5 3,2 -240,9 -87,1
Vorräte 641,9 8,8 616,1 7,2 25,8 4,2
Forderungen 1.202,7 16,5 1.093,5 12,8 109,2 10,0
Sonstige Vermögensgegenstände 80,8 1,1 104,5 1,2 -23,7 -22,7
Flüssige Mittel/Wertpapiere 2.294,8 31,5 3.509,8 41,2 -1.215,0 -34,6
Rechnungsabgrenzungsposten 111,6 1,5 114,3 1,3 -2,7 -2,4
Summe Aktiva 7.281,1 100,0 8.521,0 100,0 -1.239,9 -14,6

Rundungsbedingte Differenzen

Bilanz zum 31.12.2023 Bilanz zum 31.12.2022 Änderung ggü. d. Vorjahr
TEUR in % TEUR % TEUR %
PASSIVA
Eigenkapital 4.520,0 62,1 5.637,7 66,2 -1.117,7 -19,8
Sonderposten mit Rücklageanteil 37,9 0,5 47,3 0,6 -9,4 -19,9
Rückstellungen 2.319,5 31,9 2.245,7 26,4 73,8 3,3
Lieferverbindlichkeiten 40,9 0,6 43,4 0,5 -2,5 -5,8
Sonstige Verbindlichkeiten 362,8 5,0 546,7 6,4 -183,9 -33,6
Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 0,0 0,1 0,0 -0,1 -100,0
Summe Passiva 7.281,1 100,0 8.521,0 100,0 -1.239,9 -14,60

Rundungsbedingte Differenzen

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage schätzen wir als gut ein.

Zum Jahresende 2023 waren 88 Mitarbeiter, 2 geringfügig Beschäftigte und 5 Lehrlinge beschäftigt.

C. Prognosebericht

Wir erwarten im Jahr 2024 einen stabilen Auftragseingang im Bereich unserer Endverbraucher sowie der Fertigung für Kollegenbetriebe (Fremdfertigung).

Die Vergütungen für orthopädische Maßschuhe werden nur sehr leicht steigen. In Summe erwarten wir einen stabilen bis leicht steigenden Umsatz.

Gleichzeitig erwarten wir Kostensteigerungen, insbesondere im Bereich der Lohnkosten.

Dementsprechend erwarten wir einen sinkenden Rohertrag, einem etwas schlechteren Betriebsergebnis und einen niedrigeren Gewinn im Jahr 2024.

Für die Anteile an der Petters Orthopädieschuhtechnik GmbH in München wurde ein Käufer gefunden. Zum 01.07.2024 gehen die Anteile an den neuen Besitzer. Die geschäftlichen Verbindungen (Fertigung von orthopädischen Schuhen) sollen weitergeführt werden.

Die bürokratischen Belastungen werden zunehmen.

Die Geschäftspolitik wird beibehalten.

D. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementziele und -methoden

In Anbetracht einer ausgeprägten Abhängigkeit vom gesetzlich regulierten Hilfsmittelmarkt ist das Ziel:

- Finanzielle Unabhängigkeit beibehalten

- Hohe Liquidität beibehalten

Die Risikomanagementmethode besteht:

- Regelmäßige Auswertung der BWA

- der aufmerksamen Verfolgung der Entwicklungen und Tendenzen im Hilfsmittelmarkt

- Verbindlichkeiten innerhalb der Skonto-Zahlungsfristen begleichen

- Außenstände werden monatlich überwacht und Differenzen zeitnah geklärt

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Preisänderung-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken spielen im Bereich des gesetzlich regulierten Hilfsmittelmarktes eine untergeordnete Rolle.

Weitere wesentliche Risiken und Chancen

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken und Chancen

- Mangel an Nachfolgern für niedergelassene Arztpraxen und damit Verordnern

- Fachkräftemangel

- Abhängigkeit vom gesetzlich regulierten Hilfsmittelmarkt

Viele Verordnungen werden durch niedergelassene, freiberufliche Ärzte ausgestellt. Viele von ihnen gehen in den nächsten Jahren in Rente und finden keine oder nur schwer Nachfolger. Es besteht das Risiko, ausreichend Fachkräfte für unser Unternehmen und zu gewinnen. Dem wirken wir durch intensive Ausbildung entgegen. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass Mitarbeiter in besser vergütete Branchen wechseln.

Aufgrund des zunehmenden Alters der Bevölkerung steigt der Bedarf an medizinischen Hilfsmitteln. Aufgrund unserer Positionierung im Markt sehen wir hier weiter Wachstumschancen. Da viele kleinere Wettbewerber zunehmend Probleme haben, die Unternehmensnachfolge erfolgreich im eigenen Haus zu gestalten, sehen wir auch durch möglich Unternehmenskäufe einen Wachstumstreiber.

Produktrisiken

Entfall der Produktgruppe Einlagen aus dem Festbetragssystem der gesetzlichen Krankenkassen.

Personalrisiken

Die Schuh-Petters GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen.

Fachkräftemangel prägt auch unsere Branche zunehmend. Wir intensiveren deshalb unsere Bemühungen in der Ausbildung, um unseren Mitarbeiterstamm stabil zu halten.

Es werden 5 Auszubildende eingestellt.

Rechtliche Risiken

Es besteht das Risiko, auf Grund der komplexen Gesetzgebung der EU und der Bundesregierung, dass nicht alle Gesetze rechtzeitig und vollständig umgesetzt werden.

Cyber-Risiken

Durch die zunehmende Digitalisierung werden die administrativen Vorgänge störanfälliger, insbesondere bei gezielten Hackerangriffen. Die Einführung des elektronischen Rezeptes wird diese Risiken verstärken.

 

Gera, 29.05.2024

Uwe Petters

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.949.329,12 3.082.743,82
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 12.007,50 11.102,50
1. Geschäfts- oder Firmenwert 10.104,00 11.076,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.903,50 26,50
II. Sachanlagen 2.901.681,62 2.795.141,32
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.324.971,62 2.265.028,32
2. technische Anlagen und Maschinen 117.844,00 152.678,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 458.866,00 377.435,00
III. Finanzanlagen 35.640,00 276.500,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.000,00 256.500,00
2. Sonstige Finanzanlagen 22.640,00 20.000,00
B. Umlaufvermögen 4.220.217,59 5.323.925,88
I. Vorräte 641.924,21 616.102,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.283.522,81 1.197.993,70
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 15.342,05 18.583,51
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.294.770,57 3.509.829,69
C. Rechnungsabgrenzungsposten 111.574,50 114.310,00
Aktiva 7.281.121,21 8.520.979,70

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.519.973,43 5.637.744,85
I. Gezeichnetes Kapital 51.400,00 51.400,00
II. Gewinnrücklagen 61.146,00 61.146,00
III. Bilanzgewinn 4.407.427,43 5.525.198,85
davon Gewinnvortrag 5.525.198,85 4.933.563,42
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 37.860,00 47.325,00
C. Rückstellungen 2.319.528,74 2.245.734,88
D. Verbindlichkeiten 403.716,54 590.094,97
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 403.316,54 587.501,01
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 400,00 2.593,96
E. Rechnungsabgrenzungsposten 42,50 80,00
Passiva 7.281.121,21 8.520.979,70

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.391.110,81 5.387.552,67
2. Personalaufwand 3.655.834,33 3.217.947,48
a) Löhne und Gehälter 2.899.456,87 2.611.583,92
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 756.377,46 606.363,56
davon für Altersversorgung 145.163,18 129.473,91
3. Abschreibungen 342.381,66 322.438,84
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 342.381,66 322.438,84
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.137.844,30 969.841,53
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 43.412,73 2.591,13
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 306,50 760,57
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 415.930,73 283.986,95
8. Ergebnis nach Steuern 882.226,02 595.168,43
9. sonstige Steuern -2,56 3.533,00
10. Jahresüberschuss 882.228,58 591.635,43
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.525.198,85 4.933.563,42
12. Ausschüttung 2.000.000,00
13. Bilanzgewinn 4.407.427,43 5.525.198,85

Anhang

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Schuh-Petters GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Gera
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Jena
Register-Nr.: 204413

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Schuh-Petters-GmbH Schuhverkauf und Orthopädie wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen nach § 267 i.V.m. §§ 276, 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Aufgrund der Verschmelzung mit Tochtergesellschaften ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen im Hinblick auf die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen. Insoweit wurde auf eine Anpassung/Ergänzung verzichtet.

Darüber hinaus wurden Offenlegungserleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurden 3 Jahre festgelegt.

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 15 Jahre festgelegt. Aufgrund der Branche mit einer sehr langen Kundenbeziehung ist dieser Zeitraum angemessen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Die Nutzungsdauer für Bauten beträgt zwischen 8 und 33 Jahren, die für technische Anlagen 5 bis 13 Jahren und die für andere Anlagen 3 bis 14 Jahren.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen und Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einschließlich der Gemeinkosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Wertpapiere sind zu ihren Anschaffungskosten angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Bankguthaben sind zum Nennwert bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 1.859.790 EUR. Die Bewertung beruht auf der "projected unit credit method" (Methode der laufenden Einzelprämien).

Der Berechnung für den Erfüllungsbetrag liegen das vertragliche Pensionierungsalter sowie folgen de Bewertungsannahmen zugrunde:

I. ein Rechnungszins von 1,84 % p. a. gemäß § 253 Abs. 2 HGB für eine pauschale Restlaufzeit (Duration) von 15 Jahren auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre

II. für den Vergleichswert zur Ermittlung des Unterschiedsbetrages gem. § 253 Abs. 6 HGB ein Rechnungszins von 1,78 % p. a. für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre; aus der Differenz ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Betrag i.H.v. 55.043 Euro

III. © Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck, Lizenz Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln

IV. ein Rententrend gemäß der vertraglich garantierten Dynamisierung, unabhängig davon, ob diese der Hohe nach explizit festgelegt wurde.

Fluktuationswahrscheinlichkeiten © Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck, Lizenz Heubeck Richttafeln-GmbH, Köln (basierend auf den Auswertungen des Rentenversicherungsbestandes in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht, Betriebszugehörigkeit), bei beherrschenden GGF davon abweichend lediglich 50 % dieser Werte; branchen- oder arbeitgeberspezifische Vorgaben liegen nicht vor.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Es wurde lediglich die Umgliederung von Beteiligung auf Genossenschaftsanteile vorgenommen.

Angaben zur Bilanz

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
EUR
Eigenkapital
EUR
Petters Orthopädie-Schuhtechnik GmbH 52,00 % - 15.275,67 65.884,56

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angabe zu Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 15.342,05 EUR (Vorjahr: 18.583,51 EUR).

Sonderposten für Zuschüsse

Für Investitionen wurden Zuwendungen i.R. der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" gewährt. Der Sonderposten wird entsprechend der Laufzeit der angeschafften geförderten Vermögensgegenstände aufgelöst.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen belaufen sich auf 4.507.292,00 EUR (Vorjahr 4.347.814,00 EUR). Der Betrag wurde i.H.v. -2.647.502,00 EUR (Vorjahr: -2.454.731,00 EUR) mit Deckungsvermögen (Rückdeckungsversicherungen) verrechnet. Es erfolgt eine Bewertung mit den fortgeführten Anschaffungskosten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen den Bereich Personalkosten i.H.v. 196.151 EUR (Vorjahr: 186.281 EUR) und Abschlusskosten i.H.v. 40.110 EUR (Vorjahr: 43.660 EUR).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Rahmen der Verrechnung von Planvermögen wurden Erträge aus dem Deckungsvermögen i.H.v. 49.848,50 EUR (Vorjahr: 159.882,50 EUR) mit Zinsaufwendungen verrechnet.

Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen beträgt 23.768 EUR (Vorjahr: 160.343 EUR).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 38,00
Angestellte 45,00
leitende Angestellte 1,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 84,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 65,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 19,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Uwe Petters Ausgeübter Beruf: Orthopädieschuhmachermeister

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten:

Mit Datum vom 23.05.2024 wurde die Beteiligung an der Petters Orthopädie-Schuhtechnik GmbH mit Wirkung zum 01.07.2024 verkauft. Wesentliche Auswirkungen auf die Finanzlage ergeben sich dadurch nicht.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss beträgt 882.228,58 EUR.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages i.H.v. 5.525.198,85 EUR ergibt sich, unter Beachtung der Vorabausschüttung für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 2.000.000 EUR (ausgeschüttet am 13.01.2023), ein Betrag von 4.407.427,43 EUR, der zu verwenden ist.

In die Rücklagen werden 0 EUR eingestellt.

Der Bilanzgewinn i.H.v. 4.407.427,43 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Gera, 29.05.2024

Uwe Petters

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Schuh-Petters GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schuh-Petters GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schuh-Petters GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gütersloh, den 25. Juli 2024

Winkelmann GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wilhelm Winkelmann, Wirtschaftsprüfer

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