CCC Cellex Collection Center GmbHLiquidiert

50829 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 35420
Eingetragen
26.4.2016
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenErbringung von Dienstleistungen von medizinischen LaboratorienHerstellung von orthopädischen Erzeugnissen
Gegenstand
Gewinnung von peripheren Blutstammzellen sowie die Entnahme von Knochenmark.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

CCC Cellex Collection Center GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

CCC Cellex Collection Center GmbH mit Sitz in Dresden (nachfolgend auch kurz "CCC" oder "Gesellschaft" genannt) ist ein Unternehmen, welches sich auf die Gewinnung von peripheren Blutstammzellen sowie die Entnahme von Knochenmark spezialisiert hat.

Das Entnahmezentrum CCC führt für Spender deutscher Knochenmarkspenderdateien Spendervoruntersuchungen in Form von Apheresen sowie operative Knochenmarkentnahmen durch. Ziel ist die Herstellung von Blutstammzell- bzw. Gewebezubereitungen, die jeweils zur gerichteten, für eine bestimmte Person vorgesehene Anwendung, bestimmt sind.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Hinsichtlich der Branche ist nicht mit einer nennenswerten Veränderung der derzeit geltenden Bedingungen zu rechnen. Allerdings ist langfristig ein Rückgang der Stammzell-Apheresen zu erwarten, da die medizinische Bedeutung von Stammzelltransplantationen zurückgehen wird. Andere Therapieformen, beispielsweise mit Antikörpern, gewinnen zunehmend an Bedeutung und werden die Stammzelltransplantation zunehmend entbehrlich machen.

Die CCC als größtes Entnahmezentrum versorgt ca. 70 % der Stammzellspender der DKMS, da die Kapazitäten an den Standorten in Köln und Dresden wesentlich höher sind als bei den Konkurrenten (Universitätskliniken, DRK).

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Gesellschaft hat im Wege der Ausgliederung zur Aufnahme gemäß Ausgliederungsvertrag vom 24. Juli 2019 den Teilbetrieb DKMS von der alleinigen Gesellschafterin Cellex Cell Professionals GmbH (nachfolgend auch kurz "Cellex GmbH") mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2019 übernommen. Der Treuhandvertrag vom 28. November 2016 zwischen CCC und Cellex GmbH wurde im Rahmen der Ausgliederung des Teilbetriebes DKMS mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2019 beendet.

Dem Teilbetrieb DKMS waren u.a. sämtliche Geschäftsanteile an der CMS Cellex Medical Services GmbH zugeordnet, die mit der Ausgliederung somit ebenfalls auf die Gesellschaft übergegangen sind. Aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 19. August 2019 wurde CMS Cellex Medical Services GmbH auf CCC mit Wirkung zum Beginn des 1. Januar 2019 verschmolzen.

Die CCC mit den Entnahmezentren in Köln und Dresden hat im Berichtsjahr 4.049 Entnahmen durchgeführt (Vorjahr 3.927), davon 3.780 (Vorjahr 3.738) mit der größten Knochenmarkspenderdatei und liegt damit deutlich über der vertraglich vereinbarten Mindestentnahmezahl.

73 % der Entnahmen erfolgten in der Klinik in Köln, 27 % in Dresden.

Die seitens der Geschäftsführung erwartete Entwicklung zum Geschäftsverlauf im Jahr 2019 wurde leicht übertroffen. Die Entwicklung der Apheresen, Knochenmarkentnahmen und Lymphozytenspenden verläuft nun schon seit mehreren Jahren konstant auf einem hohen Niveau. Diese Zahl der durchgeführten Zellentnahmen ist der Hauptindikator für die Höhe des Gewinns vor Steuern. Die Blutstammzellspende (Apherese) ist mit einem Anteil von ca. 75 % die größte Entnahmeart und gleichzeitig auch die mit der größten Marge für die CCC.

Gemäß den Zahlen der beiden größten Register von Markspendern, der DKMS und des NMDP (National Marrow Donor Program) steigt die Anzahl der Stammzellspenden noch leicht an, allerdings nicht mehr so stark wie noch vor 5-10 Jahren. Die CCC, als größtes Entnahmezentrum weltweit, partizipiert im Verhältnis zu diesen Änderungen.

a. Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:

01.01. bis 31.12.2019
TEUR %
Umsatzerlöse 17.516,9 100,0
+- Bestandsveränderungen 109,6 0,6
+ sonst. betriebl. Erträge 85,9 0,5
- Materialaufwand 5.439,2 31,1
- Personalaufwand 3.571,9 20,4
- Abschreibungen 57,8 0,3
- sonst. betriebl. Aufwand 5.253,4 30,0
+ Finanzerträge 6,1 0,0
- Finanzaufwand 11,8 0,1
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.384,5 19,3
- Abgeführte Gewinne -3.383,8 -19,3
- Verlustvortrag -0,7 0,0
Bilanzgewinn 0,0 0,0

Die Umsatzerlöse resultieren aus ca. 4.000 Stammzellentnahmen, der Rohertrag beträgt 68,9 %.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich mit 4,6 Mio EUR hauptsächlich aus den Umlagen der Cellex GmbH zusammen.

b. Vermögenslage

Die aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 abgeleitete Darstellung der Vermögenslage der Gesellschaft stellt sich folgendermaßen dar:

Bilanz zum 31.12.2019
TEUR %
AKTIVA
Immaterielles Anlagevermögen 2,5 0,1
Sachanlagen 109,9 1,5
Finanzanlagen 0,0 0,0
Vorräte 542,1 7,3
Forderungen 3.729,3 50,1
Sonstige Vermögensgegenstände 30,9 0,4
Flüssige Mittel/Wertpapiere 3.013,4 40,4
Rechnungsabgrenzungsposten 13,8 0,2
Summe Aktiva 7.441,9 100,0
Bilanz zum 31.12.2019
TEUR %
PASSIVA
Eigenkapital 3.047,3 40,9
Rückstellungen 525,8 7,1
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 0,0 0,0
Lieferverbindlichkeiten 379,8 5,1
Verbundverbindlichkeiten 3.438,0 46,2
Sonstige Verbindlichkeiten 51,1 0,7
Summe Passiva 7.441,9 100,0

Die Forderungen setzen sich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 791 TEUR und Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 2.937 TEUR zusammen. Hier existiert ein Vertrag über einen Kontokorrentkredit, der einen Saldo von 1.758 TEUR gegenüber der Cellex GmbH ausweist.

Die Verbundverbindlichkeiten betreffen hauptsächlich die Abführungsverpflichtung aus dem Ergebnisabführungsvertrag.

c. Finanzlage

Die Gesellschaft kann ihren Zahlungsverpflichtungen problemlos Folge leisten. Sie verfügt über Finanzmittelreserven, die die Fortführung des Unternehmens im heutigen Zuschnitt zulassen.

3. Gesamtaussage

Die Ertrags- und Liquiditätssituation der Gesellschaft ist derzeit sehr stabil positiv. Gleiches gilt für die Kapitalstruktur. Die Gesellschaft ist überwiegend durch langfristige Eigenmittel finanziert, die liquiden Mittel decken alle Verbindlichkeiten.

III. Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Dresden und eine Niederlassung in Köln.

IV. Prognosebericht

Die Verhandlungen über einen geplanten Gesellschafterwechsel wurden im September 2020 dahingehend beendet, dass es bis auf Weiteres keinen Gesellschafterwechsel geben wird. Auf die Anzahl der Stammzellentnahmen hatte diese Verhandlung auch keinen negativen Effekt.

Die Anzahl der Spender für Apheresen und Knochenmarkentnahmen erwarten wir auf dem Niveau der Vorjahre; demzufolge rechnen wir auch mit einem gleichbleibenden EBIT für 2020.

Für 2021 wird mit einem stagnierenden Marktumfeld gerechnet. Eine rückläufige Entwicklung ist für diesen Zeitraum nicht erkennbar, da auch die Immuntherapie auf Stammzellspender für Forschungszwecke angewiesen ist.

V. Chancen- und Risikobericht

Mittelfristig ist medizinisch bedingt mit einem Rückgang der Stammzell-Apheresen zugunsten der Antikörper-Therapie-Entwicklung zu rechnen.

Wegen der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht absehbar.

Währungsrisiken bestehen aufgrund nationaler Beauftragungen in Euro-Valuta nicht.

Die Gesellschaft arbeitet derzeit mit einem solventen und bonitätsstarken Hauptkunden zusammen, so dass nennenswerte Forderungsausfälle nicht zu erwarten sind.

Wir sind in durchschnittlichem Umfang vom allgemeinen Fachkräftemangel betroffen, konnten jedoch wesentliche offene Stellen bislang weitgehend zügig wiederbesetzen.

Die von beiden Parteien unterzeichnete Absichtserklärung, die vorsah, dass das CCC Cellex Collection Center an die DKMS verkauft wird, wurde im September 2020 wieder zurückgezogen. Der Vertrag mit der DKMS endete am 31. Dezember 2019. CCC und DKMS haben sich zum 6. November 2020 darüber geeinigt, das bestehende Geschäftsmodell bis zum 31. Juli 2023 so fortzuführen, wie es vor der Unterzeichnung der Absichtserklärung stattgefunden hat. Aufgrund dessen besteht für die Gesellschaft bis zu diesem Zeitpunkt weiterhin hohe Planungssicherheit.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt erfolgten die Stammzellenentnahmen in 2020 auf einem stabilen Niveau. Daher gehen wir auch für die Zukunft davon aus, dass sich aufgrund der Covid-19-Pandemie keine signifikanten Rückgänge der Stammzellenentnahmen und damit auch keine gravierenden negativen Auswirkungen auf unser Ergebnis ergeben werden.

 

Dresden, 9. November 2020

Carla Kreissig, Geschäftsführerin

Prof. Dr. Gerhard Ehninger, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen 112.414,00 0,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.477,00 0,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 2.477,00 0,00
II. Sachanlagen 109.937,00 0,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 109.937,00 0,00
III. Finanzanlagen 0,00 0,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
B. Umlaufvermögen 7.315.775,44 658.619,71
I. Vorräte 542.123,88 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.760.235,88 634.319,71
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.937.674,79 0,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 822.561,09 634.319,71
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.013.415,68 24.300,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.753,74 0,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 7.441.943,18 658.619,71

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital 3.047.263,56 24.300,00
I. gezeichnetes Kapital 30.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 3.017.263,56 0,00
III. Gewinn- /Verlustvortrag 0,00 -700,00
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 525.770,00 90.007,40
C. Verbindlichkeiten 3.868.909,62 544.312,31
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.438.001,62 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.438.001,62 0,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 430.908,00 544.312,31
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 430.908,00 544.312,31
Bilanzsumme, Summe Passiva 7.441.943,18 658.619,71

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1. Rohergebnis 12.273.294,17 0,00
2. Personalaufwand 3.571.943,00 0,00
a) Löhne und Gehälter 2.999.912,10 0,00
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 572.030,90 0,00
davon für Altersversorgung 1.091,50 0,00
3. Abschreibungen 57.856,97 0,00
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 57.856,97 0,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.253.366,62 0,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.195,49 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen 6.195,49 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.800,00 0,00
davon aus Abzinsung 11.800,00 0,00
7. Ergebnis nach Steuern 3.384.523,07 0,00
8. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 3.383.823,07 0,00
9. Jahresüberschuss 700,00 0,00

Ergebnisverwendung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
9. Jahresüberschuss 700,00 0,00
10. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 700,00
11. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0,00 0,00

Anhang

1. Allgemeines

Die CCC Cellex Collection Center GmbH, mit Sitz in Dresden, (nachfolgend auch kurz "CCC" oder "Gesellschaft" genannt) ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB und wird beim Amtsgericht Dresden unter der Registernummer HRB 35420 geführt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften - unter Beachtung der Vorschriften des GmbHG - aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen der §§ 276, 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Gesellschaft hat im Wege der Ausgliederung zur Aufnahme gemäß Ausgliederungsvertrag vom 24. Juli 2019 den Teilbetrieb DKMS von der Cellex Cell Professionals GmbH, Köln, (nachfolgend auch kurz "Cellex GmbH") mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2019 übernommen. Der Treuhandvertrag vom 28. November 2016 zwischen CCC und Cellex GmbH wurde im Rahmen der Ausgliederung des Teilbetriebs DKMS mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2019 beendet.

Dem Teilbetrieb DKMS waren u.a. sämtliche Geschäftsanteile an der CMS Cellex Medical Services GmbH zugeordnet, die mit der Ausgliederung somit ebenfalls auf die Gesellschaft übergegangen sind. Aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 19. August 2019 wurde CMS Cellex Medical Services GmbH auf CCC mit Wirkung zum Beginn des 1. Januar 2019 verschmolzen.

Die Posten der Bilanz- und der Gewinn- und Verlustrechnung sind aufgrund der Übernahme des Teilbetriebs DKMS von der Cellex GmbH nicht mit denen des Vorjahres vergleichbar. Für Zwecke der Vergleichbarkeit sind nachfolgend Vergleichszahlen für die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.

Ein Vergleich der wesentlichen Bilanzpositionen nach Ausgliederung und Verschmelzung zum 1. Januar 2019 ist der folgenden Übersicht zu entnehmen:

AKTIVA 01.01.2019 vor Ausgliederung und Verschmelzung
EUR
Ausgliederung/ Verschmelzung
EUR
01.01.2019 nach Ausgliederung und Verschmelzung
EUR
immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 30.404,00 30.404,00
Sachanlagevermögen 0,00 91.661,00 91.661,00
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 335.014,25 335.014,25
unfertige Erzeugnisse/Leistungen 0,00 147.256,00 147.256,00
Forderungen aus Lieferung und Leistung 0,00 690.157,36 690.157,36
Forderungen g. verbund.Unternehmen 0,00 61.419,22 61.419,22
sonstige Vermögensgegenstände 634.319,71 -630.608,58 3.711,13
Kassenbestand, Bank 24.300,00 2.535.093,06 2.559.393,06
Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 6.884,64 6.884,64
Summe Aktiva 658.619,71 3.267.280,95 3.925.900,66
PASSIVA 01.01.2019 vor Ausgliederung und Verschmelzung
EUR
Ausgliederung/ Verschmelzung
EUR
01.01.2019 nach Ausgliederung und Verschmelzung
EUR
Gezeichnetes Kapital 25.000,00 5.000,00 30.000,00
Kapitalrücklage 0,00 3.017.263,56 3.017.263,56
Verlustvortrag -700,00 0,00 -700,00
sonstige Rückstellungen 90.007,40 100.857,51 190.864,91
Verbindlichkeiten aus L. und L. 490.704,48 9.002,34 499.706,82
Verbindlichkeiten g. verbund. Unternehmen 0,00 129.310,33 129.310,33
sonstige Verbindlichkeiten 53.607,83 5.847,21 59.455,04
Summe Passiva 658.619,71 3.267.280,95 3.925.900,66

Die wesentlichen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung des Teilbetriebs DKMS und der CMS Cellex Medical Services GmbH stellten sich im Geschäftsjahr 2018 wie folgt dar:

Umsatzerlöse: 17.337,1 TEUR

Materialaufwand: 2.615,3 TEUR

Personalaufwand: 4.298,4 TEUR

sonstige betriebliche Aufwendungen: 1.852,8 TEUR

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 EUR erfolgt die vollständige Abschreibung im Jahr des Zugangs.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Unfertige Leistungen wurden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und sind in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Die im Wege der Ausgliederung zur Aufnahme gemäß Ausgliederungsvertrag vom 24. Juli 2019 von der Cellex GmbH übernommenen Vermögensgegenstände werden im Anlagenspiegel gesondert dargestellt. Gleiches gilt für die aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 19. August 2019 von CMS Cellex Medical Services GmbH übernommenen Vermögensgegenstände.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind sonstige Forderungen in Höhe von 2.845.415,57 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 92.259,22 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) enthalten.

Der Wert der in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthaltenen Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 2.848.615,57 EUR (Vorjahr unter den sonstigen Vermögensgegenständen: 634.349,7EUR).

Eigenkapital

Die Gesellschafterversammlung hat am 24. Juli 2019 im Zusammenhang mit der Ausgliederung zur Aufnahme gemäß Ausgliederungs- und Übernahmevertrages vom 24. Juli 2019 die Erhöhung des Stammkapitals um 5.000,00 EUR auf 30.000,00 EUR und die Änderung des § 3 Gesellschaftsvertrages beschlossen.

Die Kapitalrücklage resultiert aus der Einbringung des Teilbetriebs DKMS von der Cellex GmbH.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen i. H. v. 525.770,00 EUR setzen sich aus Rückstellung für Aufbewahrungspflichten i. H. v. 228.300,00 EUR, Rückstellungen aus ausstehenden Rechnungen i. H. v. 126.370,00 EUR, Rückstellungen für Personalkosten der Cellex GmbH i. H. v. 98.530,00 EUR sowie Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten i. H. v. 72.570,00 EUR zusammen.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 3.415.645,62 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von 3.415.645,62 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) sonstige Verbindlichkeiten sowie in Höhe von 22.356,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

4. Sonstige Angaben

Angaben zu den in § 251 HGB bezeichneten Haftungsverhältnissen

Die Gesellschaft ist durch Schuldbeitritt dem Haftungsverbund gegenüber einem Kreditinstitut beigetreten. Der Kreditrahmen beträgt 2.000.000 EUR. Am Bilanzstichtag erfolgte keine Inanspruchnahme der Kreditlinie.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 1.461.302,28 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen den auf 5 Jahre abgeschlossenen Mietvertrag mit einer monatlichen Vergütung von 18.231,90 EUR in einer Gesamtvergütung in Höhe von 1.075.682,10 EUR, den auf 6 Jahre abgeschlossenen Mietvertrag mit einer monatlichen Vergütung in Höhe von 5.842,73 EUR in einer Gesamtvergütung in Höhe von 385.620,18 EUR sowie aus dem zwischen der Gesellschaft und der Cellex GmbH bestehenden Umlagevertrag über Dienstleistungen in nicht konkret ermittelbarem Umfang. Die Ermittlung der Umlage (in 2019: 3.511.327,56 EUR) erfolgt jährlich auf Basis von variablen Komponenten. Der Umlagevertrag kann unter Einhaltung einer sechsmonatigen Kündigungsfrist zum Ende des Geschäftsjahres der Cellex GmbH gekündigt werden.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Personengruppen Zahl
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 64,50
geringfügig entlohnte Beschäftigte 2,00
Werksstudenten 1,50
Die Gesamtanzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 68,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Hr. Prof. Dr. Ehninger, Gerhard ausgeübter Beruf: Arzt
Fr. Kreissig, Carla ab 20. August 2019 ausgeübter Beruf: Ärztin

Auf die Befreiung gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird verwiesen.

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der CCC wird in den Konzernabschluss der Cellex GmbH mit Sitz in Köln einbezogen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Das Vertragsverhältnis mit dem Hauptkunden der CCC, eine der größten deutschen Knochenmarkspenderdatei, endete am 31. Dezember 2019. Zum 6. November 2020 wurden neue Verträge unterzeichnet. Danach wird das bisher bestehende Geschäftsmodell bis zum 31. Juli 2023 mit diesem Hauptkunden fortgeführt. Aufgrund dessen ist zu erwarten, dass CCC weiterhin positive operative Cashflows wie 2019 erzielen wird.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahrs, über die zu berichten wäre, haben sich nicht ergeben.

 

Dresden, 9. November 2020

rof. Dr. Gerhard Ehninger, Geschäftsführer

Carla Kreissig, Geschäftsführerin

Anlagespiegel

Stand 01.01.2019
EUR
Zugänge aufgrund Ausgliederung und Verschmelzung
EUR
Zugänge / Abgänge
EUR
Stand 31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten unf Werten 0,00 30.404,00 0,00 30.404,00
0,00 30.404,00 0,00 30.404,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 91.661,00 48.205,97 139.866,97
0,00 91.661,00 48.205,97 139.866,97
0,00 122.065,00 48.205,97 170.270,97
Abschreib Stand 01.01.2019
EUR
ungen Zugänge / Abgänge
EUR
Stand 31.12.2019
EUR
Buchwert Stand 31.12.2019
EUR
Buchwert Stand 31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 27.927,00 27.927,00 2.477,00 0,00
0,00 27.927,00 27.927,00 2.477,00 0,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 29.929,97 29.929,97 109.937,00 0,00
0,00 29.929,97 29.929,97 109.937,00 0,00
0,00 57.856,97 57.856,97 112.414,00 0,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 01.12.2020 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die CCC Cellex Collection Center GmbH, Dresden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CCC Cellex Collection Center GmbH, Dresden - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CCC Cellex Collection Center GmbH, Dresden für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, den 10. November 2020

concredis
Schlegel, Middrup & Weser Partnerschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Thomas Weser, Wirtschaftsprüfer

Dirk Schlegel, Wirtschaftsprüfer

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