moot Verwaltung GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Florian Martin Gutmann seit 3.2.2023 | Geschäftsführer |
Ottmar Erwin Gutmann seit 18.4.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
5 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 5 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Color Metal GmbHHeitersheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Color Metal fertigt mit modernen CAD- und CAM-Systemen im Prototyp vorgegebene Präzisionsformen zur Herstellung von Spritzgussteilen, die für alle in Frage kommenden Marktsparten mit den Schwerpunkten Automobilbau, Elektrotechnik, Elektronik, Uhrenindustrie, Medizintechnik, Consumer-Produkte, IT-Branche und TK-Systemen Verwendung finden. Color Metal bietet immer eine durchgehende Prozesskette, aus der Kunden nach Wunsch verschiedene Module nutzen können. Wir investieren kontinuierlich in unser Unternehmen. Color Metal ist in fünf Bauabschnitten auf eine Fläche von 3.500 Quadratmetern angewachsen und zu einem hochmodernen Anbieter im Präzisionsformenbau geworden. Unsere Mitarbeiterzahl wuchs von einst 17 auf mittlerweile knapp 100. Zur Sicherung unseres Produktions-Know-Hows investieren wir stetig in verbesserte Technologien, junge ausbildungsbereite Menschen und das Know-how von morgen. Wir schätzen die langfristigen und partnerschaftlichen Beziehungen zu unseren Kunden in vielen Ländern. Präzision beginnt bei der Planung und endet mit der Serienreife. Deshalb stehen wir in kontinuierlichem Dialog mit unseren Kunden und unterstützen sie durch intensive Beratung. Wir entwickeln komplexe Geometrien und Präzisionsformen nach strengsten Kriterien. Von Anfang an betrachten wir jede Aufgabe im Gesamtkontext und unterstützen unsere Kunden bereits in der Planungsphase durch intensive technische Beratung. Unsere Konstrukteure stehen in ständigem Dialog mit unseren Entwicklern und den Anwendern: produkt- und prozessorientierte Werkzeugkonstruktion inkl. rheologischer Berechnungen, Machbarkeitsstudien und Bauteiloptimierungen. Mit modernsten Maschinen für die Draht- und Senkerosion realisieren wir filigrane Konturen und komplexe geometrische Formen. Dabei arbeiten wir in Größenbereichen von bis zu 1200 x 1400 mm. Als Elektrodenmaterial verwenden wir ausschließlich Graphit und Kupfer. Wir drahterodieren alle elektrisch leitfähigen Materialien. Dabei fertigen wir die Werkstücke mit Genauigkeiten im μm-Bereich. Der kleinste Drahtdurchmesser beträgt 0,1 mm. Wir garantieren kürzeste Durchlaufzeiten und werden auch bei komplexen Geometrien und Abmessungen höchsten Anforderungen gerecht. Sowohl beim Vor- als auch beim HSC-Fräsen setzen wir die hochmoderne 5-Achs-Bearbeitung ein. In unserem Technologiecenter erproben und optimieren wir die gefertigten Spritzgießwerkzeuge unter Praxisbedingungen und produzieren für die Bemusterung. Für die Erprobung unserer Formen stehen in unserem Kunststoff-Technikum sechs Arburg-Spritzgießmaschinen mit 1K- und 2K-Technologie und Schließkräften zwischen 25 und 600 Tonnen bereit. Bei der Werkzeugbemusterung arbeiten Technikum und Werkzeugbau eng zusammen, um schnelle Korrekturen und zeitnahe Änderungen zu ermöglichen. Alle Parameter der Spritzgießmaschine werden erfasst und unseren Kunden zur Serienfertigung übergeben. Wir profitieren von unserer flexiblen Betriebsorgansation und sind dadurch in der Lage, auf Kundenwünsche extrem flexibel zu reagieren. Dies führt zu einer hohen Kundenbindung. Aufgrund der umfassenden Erfahrung ist Color Metal in der Lage, sämtliche Arbeitsschritte intern auszuführen. 1.2 Forschung und Entwicklung Das Unternehmen betreibt Entwicklung lediglich produktions- und prozessorientiert. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 weiter von den Folgen des Kriegs in der Ukraine und den extremen Energiepreiserhöhungen geprägt. Es gab weniger bis keine Liefer- und Materialengpässe und massiv steigende Preise. Die deutsche Wirtschaft kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um -0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum -0,1%. Die lange Zeit drückenden Probleme rund um Engpässe bei Zulieferungen oder Preisanstiegen bei Rohstoffen und Komponenten haben sich im Verlauf des Jahres 2023 deutlich vermindert. Dafür rücken die geopolitischen Herausforderungen mit dem Krieg Russlands in der Ukraine, dem Nahostkonflikt und den schwierigen Beziehungen zu China weiter in den Vordergrund. Auch die hohe Bürokratie, verursacht durch die Gesetzgebung in Deutschland und der EU, bildet ein großes Hemmnis. Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie blickt auf ein gespaltenes und insgesamt schwieriges Jahr 2023 zurück. Weltwirtschaft und Industrie durchlaufen eine Schwächephase, die durch hohe Inflation und Zinsen in Europa und den USA gekennzeichnet ist. In Europa und insbesondere auch in Deutschland belasten hohe Energiepreise in Folge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine die Unternehmen. Nach dem Marktbericht der VDW für 2023 sinken die Aufträge der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Jahresverlauf deutlich um insgesamt 11%. Außerdem ist die Entwicklung von der hohen Inflation geprägt. Real, also preisbereinigt, ergibt sich ein höheres Minus von 16%. Als Gegenpol stützen hohe Auftragsbestände, die sich im Nach-Corona-Aufschwung aufgebaut haben, Umsatz und Produktion der Branche. Diese Bestände sind jetzt das große Asset und tragen durch eine schwierige Phase. Produktion und Export können um ca. ein Zehntel gesteigert werden. Real sind dies allerdings nur ca. 3% Zuwachs. Der Erzeugerpreis war für Werkzeugmaschinen gemäß dem Statistischen Bundesamt für 2023 im Jahresdurchschnitt um 2,4% niedriger als im Jahresdurchschnitt 2022. Einen stärkeren Rückgang im Vorjahresvergleich hatte es zuletzt 2009 gegeben (-4,2% gegenüber 2008). 2.2 Geschäftsverlauf und Lage Mit diesem schwierigen Trend konnte sich unser Unternehmen im Jahr 2023 im Branchenumfeld gut behaupten. Das Unternehmen profitiert von einer zunehmenden Modellvielfalt und kürzeren Modelllebenszyklen unserer Auftraggeber. Die gefertigten Werkzeuge werden zu einem deutlichen Anteil im Bereich der Modellpflege und designrelevanter Ausstattungsmerkmale als Life Cycle Impulse bzw. Produktaufwertung eingesetzt. Die Investitionsbereitschaft unserer Kunden war im Jahr 2023 zurückhaltend, jedoch weiter mit positivem Trend. Die Auslastung war durchgehend gegeben. Es haben weniger anspruchsvolle Entwicklungsaufträge die Produktivität belastet. Es gab einige Aufträge für Zweitwerkzeuge, für die von den bisher erarbeiteten Kenntnissen profitiert werden konnte. Die Gesamtleistung konnte annähernd gehalten werden (leicht rückläufig mit T€ -10,2). Dies entspricht einer leichten Abnahme von -0,1% gegenüber dem Vorjahr. Mit den gewonnenen Erfahrungen aus den letzten Jahren werden wir in der Zukunft als erfahrener Präzisionsformenbauer unsere Marktposition weiter festigen können. 2.2.1 Ertragslage Auf Grund unserer langjährigen Personalentwicklung verfügt das Unternehmen über bestens ausgebildetes Fachpersonal und profiliert sich am Markt durch eine spezialisierte und höchsten Qualitätsanforderungen genügende Fertigungstiefe. Ein seit vielen Jahren eingeführtes Qualitätssicherungsprogramm verschafft uns die notwendige Nachhaltigkeit. Im Hinblick auf den Materialaufwand bezogen auf die Gesamtleistung konnte die Wareneinsatzquote aus dem Vorjahr im Jahr 2023 deutlich verbessert werden. Die Materialeinsatzquote sank um 6,7%-Punkte. Einige bisher beauftragte Fremdkonstruktionen konnten in 2023 von eigenen Mitarbeitern erbracht werden, was zu deutlich fallenden Kosten für Fremdleistungen führte (T€ -451,31). Der Wechsel zu einem neuen Lieferanten führte zu günstigeren Konditionen. Die bestehenden Lieferanten und Kooperationsbeziehungen sind stabil. Das Jahr 2023 schließt auf Grund der stabilen Gesamtleistung bei verbesserter Kostenstruktur besser als im Vorjahr ab. Das Jahresergebnis fällt im Vorjahresvergleich um T€ 729,6 deutlich besser aus. In 2023 konnte von den in Vorjahren gewonnenen Erkenntnissen aus anspruchsvollen Entwicklungsaufträgen profitiert werden. Die Personalkostenquote ist, bezogen auf die Gesamtleistung von 40,9% im Vorjahr auf 43,0% gestiegen. Unter dem Einfluss stärkeren Preisdrucks im Branchenumfeld konnten wir ein Rohergebnis von 68,4% der Gesamtleistung erzielen. Im Vorjahr konnte ein Rohergebnis von 60,5% erwirtschaftet werden, dies entspricht einer Steigerung von 7,9%-Punkten und einem tatsächlichen Verbesserung des Rohergebnisses um T€ 1.151,4. 2.2.2 Finanzlage Die Finanzierung des Anlagevermögens der Gesellschaft erfolgt durch langfristige Bankdarlehen sowie durch Eigenkapital. Die Tilgung der Darlehen erfolgte auch 2023 planmäßig. 2023 betrug unser Finanzierungssaldo (Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit) T€ -494,0. Das kurzfristige Vermögen wird durch Anzahlungen und Kontokorrentkredite finanziert. Bei den Kundenforderungen ist das durchschnittliche Zahlungsziel 2023 auf 41,29 Tage (im Vorjahr 28,05 Tage) gestiegen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei den Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Der Finanzmittelfonds zum Ende der Periode ist im Vorjahresvergleich leicht verbessert. Aus laufender Geschäftstätigkeit konnte ein Mittelzufluss 2023 in Höhe von T€ 1.395,9 erwirtschaftet werden. 2.2.3 Vermögenslage Unsere jahrelangen hohen Investitionen in leistungsstarke Maschinen haben die Voraussetzungen für eine Steigerung sowie für die Fortführung und Sicherung der Produktivität geschaffen. Die Investitionsquote liegt 2023 bei 17,5% des Anlagevermögens. Die Investitionen sichern unserem Unternehmen nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit in unserem Branchensegment. Die Investitionen des Berichtsjahres konnten aus dem Mittelzufluss der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden. Die bilanzielle Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag 17,85% des Gesamtkapitals gegenüber 9,86% im Vorjahr. 2.3 Finanzielle Leistungsindikatoren Für Zwecke der internen Unternehmenssteuerung bedienen wir uns finanzieller Leistungsindikatoren. Die Geschäftsführung zieht hierfür im Wesentlichen den Umsatz, die Gesamtleistung (Gesamtbetrag aus Umsatz und Bestandsveränderungen), die Wareneinsatzquote sowie einen vereinfachten, pauschal ermittelten Cash Flow heran. Sowohl Umsatz wie auch die Gesamtleistung konnten plangemäß erreicht werden. Die Gesamtleistung liegt um -0,07% unter dem Vorjahr. Der vereinfachte Cash-flow zeigt einen Zugewinn um T€ 303,8 im Vorjahresvergleich. 2.4 Gesamtaussage Risiken für die künftige Entwicklung sehen wir lediglich in den konjunkturellen Rahmenbedingungen, die von zahlreichen Sachverhalten wie beispielsweise dem Krieg Russlands, der Energiekrise und Lieferengpässen beeinflusst werden. Wegen der damit einhergehenden nicht unerheblichen Auswirkungen ist eine genaue Beurteilung aktuell nicht möglich. Vor dem Hintergrund unserer Finanzierungsfähigkeit und der noch günstigen Ausstattung mit wirtschaftlichen Eigenmitteln sehen wir uns für die Bewältigung künftiger Risiken gerüstet. Insgesamt wird die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens auch in Anbetracht der zahlreichen Einflüsse als vorsichtig optimistisch beurteilt. Die für 2023 gesteckten Ziele, insbesondere die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren, konnten umgesetzt werden. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung den Verlauf des Geschäftsjahres aufgrund der dargestellten Ergebnisse als positiv. Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als angemessen ein. 3 Zweigniederlassungsbericht Zweigniederlassungen bestehen nicht. 4 Prognosebericht Die Hersteller von Präzisionswerkzeugen haben die Folgen der Corona-Pandemie weitestgehend aufgearbeitet. Die zahlreichen weiteren Einflussfaktoren wie der Russlandkrieg in der Ukraine und die Energiekrise stellen uns immer wieder vor weitere Schwierigkeiten. Für 2024 erwarten wir jedoch, den positiven Trend fortzusetzen. Die schrumpfende und alternde Erwerbsbevölkerung verursacht einen zunehmenden Fachkräftemangel, der die Wirtschaft und speziell technologieintensive Sektoren wie den Maschinen- und Werkzeugmaschinenbau vor große Herausforderungen stellt. Durch den Einsatz von Robotik und intelligenten Systemen können Produktionsprozesse effizienter und flexibler gestaltet werden, was den Mangel an Fachkräften teilweise kompensieren kann. Wir hoffen auch durch KI-gestützte Systeme künftig effektiver zu werden. Unser Unternehmen soll auch in der Zukunft den höchsten Anforderungen unserer Kunden an das Fertigungs-Know-How und die eingesetzte Technologie erfüllen. Ziel unserer Personalentwicklung bleibt die Erhaltung von Qualifikation und Zufriedenheit unserer Mitarbeiter. Der betrieblichen Ausbildung kommt dabei eine erhebliche Bedeutung zu. Die erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb Excellence in Production in 2021 als Finalist bestätigt die zukunftsorientierte Ausrichtung. Daran halten wir auch weiter fest. Die Unternehmensentwicklung verfolgt Festigung und Ausbau unserer starken Position in einer innovationsgetriebenen Branche. Mit der Stärkung vor allem der Bereiche Montage und Technikum sind wir gut aufgestellt. Dort werden auch größere Teile bemustert oder in Serie gefertigt. Außerdem wird der Bereich Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle durch neue Messverfahren weiter größere Aufmerksamkeit erfahren. Dieser Prozess wird fortgeführt werden. Aufgrund der eher gebremst optimistischen Aussichten ist es umso wichtiger uns durch zunehmende Optimierung und Präzisierung am Markt abzuheben. Unser Ziel ist es die Gesamtleistung 2024 stabil zu halten. Die Konsolidierung der Ertragssituation wird von einem anhaltenden Preiswettbewerb beeinflusst sein. Unsere Investitionspolitik soll daher das Unternehmen in die Lage versetzen, Produktionsabläufe effizienter zu gestalten und eine gleichbleibend hohe Qualität sicher zu stellen. Gleichzeitig wollen wir damit dem ungebrochenen Termindruck, den die Branche prägt, begegnen. Die wesentliche Herausforderung wird sein, die Materialeinsatzquote konstant zu halten. Die aktuelle Entwicklung des Geschäftsjahres 2024 zeigt sich konstant positiv gegenüber dem Vorjahr. Wir erwarten eine weiterhin angemessene Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. 5 Chancen- und Risikobericht 5.1 Risikobericht Operative Risiken Nach wie vor sind Risiken einer konjunkturellen Eintrübung aus weltweiten und europäischen Turbulenzen an den Finanzmärkten gegeben. Sollte sich dadurch die Konjunktur abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten beeinflussen. Risiken der künftigen Entwicklung sind in der Marktentwicklung, der Konkurrenzsituation aus Osteuropa und Asien, chinesische Investitionen in deutsche Industrieunternehmen und der künftigen Auftragsentwicklung zu sehen. Branchenübergreifend schlägt sich auch bei den Werkzeug- und Formenbauern der Fachkräftemangel bei steigendem Bedarf durch. Diesem Trend wirkt Color Metal verstärkt durch Investitionen in die eigene Ausbildung und auch durch verstärkten Einsatz von intelligenten Systemen entgegen. Einem möglichen Lieferantenrisiko begegnen wir durch langjährig gepflegte partnerschaftliche Beziehungen. Dabei legen wir auch Wert auf die Verlässlichkeit der Bearbeitungsqualität der bezogenen Werkstoffe. Ertragsorientierte Risiken Sinkt die Nachfrage bei unseren Kunden, werden deren geplante Investitionen verschoben oder nur noch unter sehr strengen Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen ausgeführt. Diese Situation hätte zur Folge, dass zum einen der Preisdruck steigt. Zum anderen gibt die Nachfrage nach und sinkt in der Folge unsere Auslastung. Eine Reaktion hierauf ist nur mit zeitlicher Verzögerung möglich. Ergebnisrisiken liegen vor, wenn in einem Ausbringungsrückgang die Personal- und Strukturkosten nicht verhältnismäßig abgebaut werden können. Das Ausmaß der damit einhergehenden Ergebniseinbußen lässt sich nicht überblicken. Der weitere Verlauf des Ukrainekrieges sowie die Folgen auf den Geschäftsverlauf werden laufend überwacht und entsprechende Maßnahmen zur Anpassung der Kostensituation umgesetzt. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Potentielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, vermeiden wir durch die ausschließliche Fakturierung in Euro. Längere Zahlungsziele erhöhen das Ausfallrisiko. Zudem stellen eine verschlechterte Zahlungsmoral und Insolvenzen zusätzliche Risiken dar. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld und dem belasteten Absatzpreisniveau. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung dieser künftigen Risiken aber unverändert gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. 5.2 Chancenbericht Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Die Tiefe unseres aktuellen Produktionsprogramms und die Diversität in den belieferten Branchen bieten auch unter erschwerten Rahmenbedingungen gute Chancen. Durch hohe Investitionen in Maschinen und die Aus- und Fortbildung unserer Mitarbeiter in den letzten Jahren bieten wir unseren anspruchsvollen Kunden einen sehr hohen Qualitätsstandard. Unsere Präzisionsformen sind das Ergebnis konsequent geplanter, sorgfältig aufeinander abgestimmter Arbeitsschritte. Von der Konstruktion bis zur Produktion ist unsere Systemfertigung in allen Phasen vernetzt: Eine Wertschöpfungskette, von der unsere Kunden profitieren und die wir konsequent weiterentwickeln, um Marktvorteile zu erarbeiten oder zu festigen. Schließlich bietet unsere vollklimatisierte Fertigung neben der Sicherung der Produktionsqualität für unsere Mitarbeiter ein im Branchenvergleich herausragendes Arbeitsumfeld. 6. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Es besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem großen Teil der Kunden. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels erhaltener Anzahlungen, Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.
Heitersheim, den 13. Dezember 2024 gez. Otmar Gutmann gez. Florian Gutmann BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben Color Metal GmbH hat Ihren Sitz in Heitersheim. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter HRB 310251 eingetragen. Der Jahresabschluss der Color Metal GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung waren die Vorschriften des Gesamtkostenverfahrens zu beachten. Nach den in § 267 HGB für das Jahr 2023 angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Zugänge werden ausschließlich linear abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, gleichzeitig wird ein Abgang im Anlagevermögen unterstellt. Für Werkzeuge der Spanntechnik wurde die Bildung und Aktivierung eines Festwertes gem. § 240 Abs. 3 Satz 1 HGB gewählt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Ermittlung erfolgte durch Einzelfeststellung. Die Herstellungskosten wurden mit den unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung von erkennbaren und latent vorhandenen Ausfallrisiken bewertet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch die Bildung einer Einzel- und Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen € 1.713.276,00. Zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurde die PUC-Methode angewendet. Der Berechnung lagen die Richttafeln 2018 G, ein Zinsfuß von 1,82% und ein Rententrend von 1,5% p.a. zu Grunde. Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit anrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen 10 Jahre und dem Ansatz nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren beträgt € 17.241,00. Dieser Betrag unterliegt nach § 253 Abs. 6 HGB der Ausschüttungssperre, sofern die freien Rücklagen zuzüglich Gewinnvortrag und abzüglich eines Verlustvortrags diesem Betrag nicht mindestens entsprechen. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Bruttoanlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagespiegel zu entnehmen.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungen enthalten keine Abgrenzungen aus Disagiobeträgen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten Aufwendungen für unterlassene Instandhaltungen, Gewährleistungen, Kosten der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses, Grundwasseruntersuchungen und für noch ausstehenden Urlaub. Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind hinsichtlich des Erwerbs von Maschinen jeweils durch Sicherungsübereignung, hinsichtlich der Errichtung neuer Betriebsgebäude durch Grundschulden gesichert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. Zu sonstigen Verbindlichkeiten liegen Eigentumsvorbehalte vor. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von € 34.206,00 (i.Vj.: 36.490,00). Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen gegenüber Leasinggesellschaften in Höhe von insgesamt T€ 109,6 über eine Restlaufzeit von längstens 54 Monaten. Die monatliche Höhe der Leasingzahlungen beträgt maximal T€ 4,7. Der Abschluss der Leasing- und Mietverträge dient der Verbesserung der Liquidität und der Eigenkapitalquote des Unternehmens. Neben dem branchenüblichen Bestellobligo bestehen keine zusätzlichen finanziellen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2023. Aufwendungen für Altersversorgung Im Personalaufwand enthalten sind Aufwendungen für Altersversorgung mit € 20.359,74 (i.Vj.: € -3.270,68). Sonstige Pflichtangaben Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Otmar Gutmann, Ballrechten-Dottingen Florian Gutmann, Ballrechten-Dottingen Monika Gutmann, Ballrechten-Dottingen (abberufen am 23.01.2023) Hinsichtlich der Bezüge wird die Befreiung des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Beide Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Gewährte Bezüge für frühere Geschäftsführer bzw. deren Hinterbliebenen Früheren Geschäftsführern wurden laufenden Bezüge in Höhe von T€ 5,49 gewährt. Diesen gewährten Bezügen stehen keine Gegenleistungen im Geschäftsjahr gegenüber. Gebildete Rückstellungen für frühere Geschäftsführer Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Geschäftsführern und deren Hinterbliebenen sind voll durch Rückstellungen abgedeckt. Die Rückstellungen betragenT€ 122,0 (i.Vj.: € 263,0). Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer Für die laufende Verrechnung mit dem Gesellschafter-Geschäftsführer Otmar Gutmann besteht ein Verrechnungskonto. Die Verzinsung erfolgt mit 5,0% p.a.
Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbH Gesetz Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:
Durchschnittliche Zahl während des Geschäftsjahres beschäftigter Arbeitnehmer Während des Geschäftsjahres wurden 89 Arbeitnehmer beschäftigt. Außerordentliche Aufwendungen und Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Auflösungsbeträge für Pensionsrückstellungen in Höhe von € 265.390,00 enthalten. Versorgungsansprüche der Hinterbliebenen wurden durch gerichtlichen Vergleich vom 25. April 2023 in Höhe von € 95.000,00 abgefunden. Ergebnisverwendung Entsprechend dem Vorschlag der Geschäftsführung wird der Jahresüberschuss in Höhe von € 665.837,45 mit dem bestehenden Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von € 731.858,22 verrechnet. Von den Gewinnvorträgen in Höhe von € 1.397.695,67 werden € 1.100.000,00 in die Gewinnrücklagen eingestellt. Der Bilanzgewinn beträgt danach € 233.924,13 und wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Heitersheim, den 02. Dezember 2024 gez. Otmar Gutmann gez. Florian Gutmann sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 02.12.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkFür den vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurden die Erleichterungen des § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023, der am 02. Dezember 2024 festgestellt wurde, und dem Lagebericht 2023 wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Color Metal GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Color Metal GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Color Metal GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschbach, den 02. Dezember 2024 MTRwp
GmbH
gez. Buhl, Wirtschaftsprüfer |
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