Dessauer Verkehrs- und Eisenbahngesellschaft mbH
Selbe AdresseBetrieb von Verkehrswegen für Schienenfahrzeuge
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Torsten Henze seit 27.1.2023 | Prokura |
Fred Kitzing seit 27.1.2023 | Prokura |
Dino Wolfgang Höll seit 12.10.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH DVV - Stadtwerke AG Stendal | 74.00% |
Wohnungsgenossenschaft Dessau eG AG Stendal | 23.50% |
Wohnungsverein Dessau eG AG Stendal | 2.50% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH - DVV - StadtwerkeDessau-RoßlauKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. Geschäftsmodell, Rahmenbedingungen und GeschäftsverlaufDie Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH - DVV - Stadtwerke (DVV) war im Geschäftsjahr mit ihren Mitarbeitern unverändert ein zuverlässiger Partner bei der Versorgung der Kunden im jeweiligen Versorgungsbereich der DVV mit Gas, Strom, Wasser, Fernwärme, Telekommunikationsleistungen und im öffentlichen Personennahverkehr, ebenso wie bei der Entsorgung und Reinigung von Abwasser. Damit erfüllen alle Konzerngesellschaften in Übereinstimmung mit dem Unternehmensgegenstand ihre öffentliche Zwecksetzung. Die Energiebranche wird sowohl auf europäischer als auch nationaler Ebene in hohem Maße von politischen Vorgaben geprägt. Neben der Einführung von markt- und wettbewerbsorientierten Regelungen sorgt zusätzlich das weiter gestiegene Umweltschutzbewusstsein für eine starke Dynamik bei politischen und regulatorischen Entscheidungen. Die Energiepolitik übt einen großen Einfluss auf die Geschäfts- und Unternehmensstrategien der Gesellschaften dieser Branche aus. Auch die Dessauer Energieversorgungsunternehmen sind vor diesem Hintergrund mit sich ständig ändernden Anforderungen konfrontiert, denen die Unternehmen möglichst mit flexiblen und langfristig orientierten Lösungen im Gas-, Strom- und Fernwärmebereich gerecht zu werden versuchen. Das Jahr 2022 war ein sehr turbulentes Jahr. Die Entwicklungen in der Energiewirtschaft waren durch die Folgen des Ukraine Krieges mit stark steigenden und volatilen Preisen gekennzeichnet. Die Bundesregierung steuert mit staatlichen Hilfen (Dezemberhilfe, Preisbremsen) dagegen. Der Stromverbrauch der Industrie sank um rund 5,1 Prozent und der Stromverbrauch des Sektors Gewerbe, Handel und Dienstleistungen moderat um 1,5 Prozent und der Stromverbrauch der privaten Haushalte um 2,3 Prozent. Grund für die Entwicklungen sind zum einen die stark gestiegenen Energiepreise, verhaltensbedingt Einsparungen und die milden Außentemperaturen. Der Gasverbrauch im Sektor Gewerbe, Handel, Dienstleistungen sank um fast 15 Prozent, die Nachfrage durch die Industrie ging ebenfalls um ca. 14 Prozent zurück und der Absatz an private Haushalte hat deutlich mit rund 15 Prozent abgenommen. Grund für die Entwicklungen sind zum einen die stark gestiegenen Erdgaspreise und die Umstellung von Produktionsprozessen auf andere Energieträger soweit es möglich war. Bei den privaten Haushalten nahm der Verbrauch auch aufgrund der milden Witterung ab. Der Rückgang wurde durch die verhaltensbedingten Einsparungen und die gestiegenen Preise verstärkt. Im Konzernverbund einschließlich des Verkehrsbetriebs ist im Berichtsjahr ein Ergebnis vor Ertragssteuern in Höhe von 12.181 TEUR abzubilden. Hierin enthalten ist ein negatives Ergebnis aus Sondereinflüssen in Höhe von 717 TEUR. Abzüglich der Ertragssteuerbelastung in Höhe von insgesamt 6.462 TEUR weist der DVV-Konzern ein positives Jahresergebnis in Höhe von 5.560 TEUR aus. Im Berichtsjahr waren erhebliche Investitionen notwendig, deren Auftragsvergabe auch zur Stärkung des regionalen Wirtschaftsraumes beitrug. Die Konzessionsabgaben für Strom, Gas, Fernwärme und Trinkwasser sind in Höhe von insgesamt 3.593 TEUR erwirtschaftet worden. Absatz- und Umsatzentwicklung Der Gasabsatz der Gasversorgung Dessau GmbH war im Berichtsjahr im regionalen und überregionalen Tarif- und Sondervertragskundenbereich rückläufig. Die verkauften Mengen sanken im regionalen Bereich um 34,5 GWh (-7,1 Prozent). Ein deutlicher Rückgang ist im überregionalen Bereich um 200,1 GWh (-49,9 Prozent) zu verzeichnen. Der Stromabsatz der Dessauer Stromversorgung GmbH entwickelte sich im regionalen Bereich um 1,07 GWh und im überregionalen Sektor um 64 GWh weiter rückläufig. Dies führte insgesamt zu einem verringerten Absatz um 65,07 GWh. Die nutzbare Wärmemengenabgabe der Fernwärmeversorgungs-GmbH Dessau einschließlich Eigenverbrauch ist im Berichtsjahr um 29.750 MWh auf 204.640 MWh gesunken. Der Rückgang der verkauften Fernwärmemenge um 12,7 Prozent ist im Wesentlichen durch die milden Temperaturen verursacht. Die Dessauer Wasser- und Abwasser GmbH (DESWA) versorgte als hundertprozentige Tochter der DVV im Berichtsjahr die Einwohner im Stadtgebiet Dessau-Roßlau sowie die hier ansässige Industrie und das Gewerbe mit 3,3 Mio. m 3 Trinkwasser und entsorgte 3,1 Mio. m 3 Abwasser. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft aus den Hauptleistungen Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Niederschlagswasserableitung erhöhten sich im Berichtsjahr preisbedingt leicht - nach Bereinigung der Auswirkungen periodenfremder Einflüsse - auf 22.928 TEUR (Vj.: 22.003 TEUR). Das Mobilitätsverhalten hat sich seit dem Ausbruch der Pandemie im Jahr 2020 verändert - so auch bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Die angebotenen Fahrplanleistungen haben zwar das Niveau von vor Corona und entsprechen dem aktuellen Mindestbedienstandard des Nahverkehrsplanes. Dennoch entfalten veränderte Arbeitsplatzbedingungen wie beispielsweise Homeoffice ihre Wirkung. Das Geschäftsjahr 2022 der Daten- und Telekommunikations - GmbH Dessau war durch einen Anstieg der Umsatzerlöse auf 5.269 TEUR (Vj.: 5.118 TEUR) geprägt. Investitionen Im Geschäftsjahr 2022 wurden im DVV-Konzern 17,1 Mio. EUR (Vj.: 11,4 Mio. EUR) in Sachanlagen und in immaterielle Vermögensgegenstände investiert. Die Schwerpunkte der Investitionstätigkeit bildeten im Berichtsjahr in den Bereichen der Medienversorgung und der Abwasserentsorgung die Erschließungsmaßnahmen, Mitwirkungshandlungen im Straßenbau, Maßnahmen zur Anschlussverdichtung sowie zur Erhöhung der Versorgungssicherheit, zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und des Umweltschutzes. Personal Zum 31. Dezember 2022 haben die Stadtwerke Dessau im Konzern - einschließlich der Geschäftsführer - 396 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Den Mitarbeiterzugängen standen im Berichtsjahr vorrangig altersbedingte Austritte gegenüber. Im Vergleich der Bilanzstichtage ist insgesamt eine Erhöhung zu verzeichnen. Im Konzern erhöhten sich die Personalkosten zum Vorjahr um 840 TEUR (3,4 Prozent). Der DVV-Konzern bildet weiterhin über dem betrieblichen Bedarf liegend aus. Mit durchschnittlich 15 Auszubildenden leistet die DVV einen wesentlichen sozialen Beitrag. Zunehmend werden Möglichkeiten für betriebliche Praktika, Bachelor- und Masterarbeiten angeboten. B. Vermögens- Finanz- und ErtragslageVermögens- und Finanzlage Die Vermögens- und Finanzlage ist im Vergleich zum Vorjahr durch einen Anstieg der Bilanzsumme um 14.596 TEUR (3,86 Prozent) auf 393.076 TEUR gekennzeichnet. Das Anlagevermögen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2.562 TEUR (0,83 Prozent). Hier stehen den Anlagenzugängen aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 17.083 TEUR und Finanzanlagen in Höhe von 435 TEUR planmäßige Abschreibungen in Höhe von 19.729 TEUR, außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 198 TEUR und Abgänge in Höhe von 153 TEUR gegenüber. Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Vergleich der Bilanzstichtage um 17.224 TEUR. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Vorräte um 5.859 TEUR, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 4.061 TEUR, den sonstigen Vermögensgegenständen um 4.268 TEUR und den liquiden Mitteln um 3.022 TEUR zurückzuführen. Die Konzernverbindlichkeiten verringerten sich im Berichtsjahr um 3.813 TEUR auf 156.497 TEUR (Vj.: 160.310 TEUR). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und kurzfristigen Rückstellungen übersteigen die Summe aus kurzfristigen Forderungen und Finanzmittelbeständen um 30.836 TEUR. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich dieser Wert um 10.512 TEUR. Die bestehenden Kreditlinien stellen sicher, dass die DVV kurzfristige Darlehen bei Kreditinstituten in Anspruch nehmen kann. Die Unterdeckung resultiert im Wesentlichen aus den kurzfristigen Rückstellungen. Die Vermögensstruktur ist nach wie vor durch eine sehr hohe Anlagenintensität von 79,39 Prozent gekennzeichnet (Vj.: 83,1 Prozent). Die bilanzielle Eigenkapitalquote veränderte sich zum Bilanzstichtag nicht und beträgt 28,2 Prozent (Vj.: 28,2 Prozent). Unter Einbeziehung der branchenüblichen eigenkapitalähnlichen Mittel errechnet sich eine Eigenkapitalquote von 39,33 Prozent (Vj.: 40,4 Prozent). Finanzierung Die Entwicklung im Finanzierungsbereich des Konzerns zeigt folgende zusammengefasste Kapitalflussrechnung, deren Einzelheiten der zum Konzernabschluss gehörenden Kapitalflussrechnung entnommen werden können:
Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit deckte die Mittelabflüsse aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit im Berichtsjahr vollständig ab und erhöhte den positiven Finanzmittelfonds um 3.022 TEUR auf 32.650 TEUR. Dieser beinhaltet ausschließlich liquide Mittel in gleicher Höhe. Die Liquidität des Konzerns war im Berichtsjahr jederzeit gesichert. Es bestehen konzernweite Kreditlinien in Höhe von insgesamt 23.000 TEUR. Eine Inanspruchnahme der bestehenden Kreditlinien erfolgte durch den Konzern im Geschäftsjahr nicht. Ertragslage Die Ertragslage des Konzerns ist wesentlich durch die Ergebnisse der Tochtergesellschaften, die mit Ausnahme der DVE aufgrund bestehender Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge von der DVV übernommen werden und im Konzern konsolidiert sind, geprägt:
In der Gesamtbetrachtung der Konzernertragslage - nach Bereinigung um Sondereinflüsse - wird im Wesentlichen bei einem Umsatzerlösrückgang um 2.606 TEUR (-1,3 Prozent) und einem Anstieg des Materialaufwands um 1.911 TEUR (1,6 Prozent) ein Rohertragsrückgang um insgesamt 4.143 TEUR (5,2 Prozent) sichtbar. Bei einem Anstieg der planmäßigen Abschreibungen um 604 TEUR (3,1 Prozent), der sonstigen Steuern um 8 TEUR (5,3 Prozent) und der Personalaufwendungen um 840 TEUR (3,4 Prozent) sowie eine Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 291 TEUR (1,8 Prozent) ist ein Konzern-Betriebsergebnis in Höhe von 14.560 TEUR (Vj.: 23.447 TEUR) abzubilden. Unter Berücksichtigung des um 568 TEUR (20,7 Prozent) verbesserten negativen Finanzergebnisses ist im Konzernverbund ein positives Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit in Höhe von 12.386 TEUR (Vj.: 17.705 TEUR) auszuweisen. Das negative Ergebnis aus dem Saldo der Sondereinflüsse verringerte sich im Berichtsjahr um 5.121 TEUR auf 717 TEUR und führte insgesamt betrachtet zu einem Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von 11.743 TEUR (Vj.: 11.867 TEUR). Nach Abzug der Ertragsteuern in Höhe von 6.183 TEUR (Vj.: 6.813 TEUR) beträgt das im Konzern erwirtschaftete Jahresergebnis 5.560 TEUR (Vj.: 5.054 TEUR). Nach der durchgeführten Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen beträgt der auszuweisende Bilanzgewinn 3.400 TEUR. Die Ertragslage des Konzerns ist stabil. Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses als ausgewogen. Finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung wird der Konzernjahresüberschuss verwendet. Das Jahresergebnis (5.560 TEUR) liegt im Wesentlichen aufgrund positiver Effekte aus dem Portfoliomanagement über dem Planansatz (3.338 TEUR). C. RisikoberichtIm Rahmen der Geschäftstätigkeit der DVV und ihrer Tochtergesellschaften besteht eine Vielzahl von Risiken, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Vor diesem Hintergrund hat die DVV ein Risikomanagementsystem installiert, welches im Zusammenspiel mit den rollierenden Strategie-, Planungs- und Controllingprozessen eine fortlaufende Überprüfung und Aktualisierung der Risikosituationen der DVV und ihrer Tochtergesellschaften sicherstellt. Durch systematische Erfassung und Bewertung werden neben Verlustrisiken auch Gewinnchancen ermittelt. Im Rahmen eines Reportingsystems erfolgt zudem eine umfassende und regelmäßige Information an die Entscheidungsträger. Ziel des gesamten Risikomanagementsystems ist es, frühzeitig ergebnisbeeinflussende Entwicklungen zu identifizieren und geeignete Steuerungsmaßnahmen zu ergreifen. Die Effizienz des Risikomanagementsystems wird durch kontinuierliche Identifizierung, Bewertung, Überwachung sowie entsprechende Steuerung der Risiken im Unternehmen und seinem Umfeld gewährleistet sowie methodisch weiterentwickelt. Für die strukturierten Beschaffungsaktivitäten im Strom- und Gasbereich, die neben Chancen auch Risiken beinhalten, hat die Gesellschaft separate Risikomanagement-Handbücher erstellt. Infolge der Liberalisierung der Energiemärkte können sich Marktrisiken in Form von Preis- und Absatzrisiken ergeben. Diesen Risiken begegnen wir durch marktorientierte Vertriebsstrategien, strukturierten Energieeinkauf sowie durch Maßnahmen zur Kostenoptimierung. Hinsichtlich des Ausfallrisikos der Handelspartner in der Strom- und Gasbeschaffung werden bestehende Risiken mit folgenden Maßnahmen gemindert:
Geopolitische Risiken können zukünftig Auswirkungen auf viele Bereiche der deutschen Wirtschaft haben. Welche konkreten Auswirkungen aktuelle Krisensituationen auf die Gesellschaft haben, ist derzeit nur bedingt prognostizierbar und hängt wesentlich vom weiteren Verlauf ab. Bezüglich der bestehenden Forderungen ist der DVV-Konzern Ausfall- (einschließlich der Risiken aus Insolvenzanfechtungen) und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Zur Minderung der Ausfallrisiken von Kunden ist ein effizientes Forderungsmanagement mit einem kontinuierlichen Controlling, adäquater Verfahrensbegleitung und ein aussagefähiges Berichtswesen eingerichtet. Erkennbare Risiken werden durch entsprechende Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen berücksichtigt. Mit systematischen Verfahren der Wartung und Qualitätssicherung beugen wir möglichen Betriebsrisiken in Form von Betriebsstörungen und Anlagenausfällen (u. a. auch durch Vandalismus) vor. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, werden hier die Schadensauswirkungen auf Versicherungen transferiert. Im Rahmen des operativen Geschäftes sind die DVV und ihre Tochtergesellschaften auch Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Diese Risiken werden u. a. durch ein systematisches Finanzmanagement und ein zielgerichtetes Portfoliomanagement begrenzt und abgesichert. Betreffend Zahlungsstromrisiken aus Finanzverbindlichkeiten bzgl. Zins- und Tilgungsleistungen erfolgen ein aktives Zinsmanagement hauptsächlich mit fest vereinbarten Zinssätzen sowie die grundsätzlich langfristige Vereinbarung von Krediten mit festen Tilgungsplänen. Durch permanente Liquiditätssteuerung wird einem Liquiditätsrisiko entgegengewirkt. Für den kurzfristigen Liquiditätsbedarf stehen freie Kreditlinien zur Verfügung. Umfeldrisiken können durch Veränderung der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere auch vor dem Hintergrund zukünftiger Veränderungen in der Energiewirtschaft, entstehen. Aus diesem Grund ist eine genaue Beobachtung der weiteren Entwicklungen erforderlich. Im Zusammenhang mit den derzeitigen Rahmenbedingungen auf den Energiemärkten resultieren für die Gesellschaft neue Risiken aus Absatzrückgängen infolge eines geänderten Verbrauchsverhaltens und dem Ausfall von Lieferanten bzw. Liefermengen. Das Risikomanagementsystem benennt keine den Bestand des Konzerns oder der Unternehmen gefährdende Risiken. Die operative Umsetzung der beschlossenen Gas-, Strom und Wärmepreisbremsen wird die Gesellschaften vor große operative Herausforderungen stellen, welche auch zu mindestens temporären Liquiditätslücken führen kann. D. ChancenberichtAuf den Energiemärkten ist die Wettbewerbsintensität deutlich spürbar. Ein zunehmend intensiver werdender Wettbewerb wird erwartet. Um sich nach wie vor gegenüber den auf dem regionalen Energiemarkt vertretenen Anbietern behaupten zu können, ist es Unternehmensstrategie, eine sichere und störungsfreie Energieversorgung zu konkurrenzfähigen Abgabepreisen einschließlich Dienstleistungskompetenz direkt vor Ort anzubieten. Die Ertragslage des Konzerns und des Unternehmens wird in den nächsten Jahren maßgeblich durch die Vertriebsmargenentwicklung und die Einflussnahme der Regulierungsbehörde auf die Netznutzungsentgelte beeinflusst, da auf der Basis der Anreizregulierungs-Verordnung (ARegV) die Entgelte für den Zugang zu den Strom- und Gasversorgungsnetzen auf der Basis von bundesweiten Durchschnittswerten ermittelt und hierdurch von den tatsächlichen Kosten entkoppelt werden. Für die Gasnetzbetreiber hat bereits zum 1. Januar 2018 die dritte fünfjährige Regulierungsperiode begonnen. Für die Stromnetzbetreiber ist die dritte fünfjährige Regulierungsperiode zum 1. Januar 2019 gestartet. Sowohl die Gasversorgung Dessau GmbH als auch die Dessauer Stromversorgung GmbH gehen auf der Grundlage der beantragten Bescheide bezüglich der Erlösobergrenzen für die Netznutzungsentgelte davon aus, dass sich künftig die Erträge im Netzbereich rückläufig entwickeln werden, insbesondere bedingt durch die sinkende Eigenkapitalrendite. Aufgrund der Erwartung des weiterhin hohen wettbewerbsbedingten Preisdruckes auf dem Energiemarkt werden zur weiteren Kunden- und Marktsicherung kundenorientierte und konkurrenzfähige Produkte im Mittelpunkt stehen, um einer rückläufigen Absatzentwicklung - vor allem bedingt durch den nach wie vor anhaltenden Bevölkerungsrückgang - entgegenzuwirken. Der Auf- und Ausbau weiterer Dienstleistungskompetenzen soll im Rahmen der strategischen Ausrichtung forciert werden. Die Energie-Gesellschaften des DVV-Konzerns beabsichtigen auch zukünftig die Bezugsportfolien aktiv zu managen, um daraus resultierende positive Effekte in die Jahresergebnisse einfließen lassen zu können. Um die Risiken bei der Energiebeschaffung zu begrenzen, ist bei der DVV auf Basis des Energieeinkaufshandbuchs ein Risikomanagement installiert, welches durch geeignete Techniken und Instrumentarien die Marktrisiken begrenzt und somit den langfristigen Unternehmenserfolg sicherstellen soll. Zur Sicherung und Stärkung der Wettbewerbsposition werden die Dessauer Stromversorgung GmbH und die Gasversorgung Dessau GmbH die strukturierte Strom- und Gasbeschaffung weiter qualifizieren. Durch den Kompetenzausbau auf der Beschaffungsseite können Bezugspreisoptimierungen erzielt werden, die Margenverlusten durch sinkende Netznutzungsentgelte entgegenwirken und diese kompensieren können. Die beiden Gesellschaften beabsichtigen, die Aktivitäten innerhalb des Portfoliomanagements weiter auszubauen. Das Management der Preisrisiken soll durch intelligente Eindeckungsstrategien und -produkte weiter verbessert werden. Dadurch können die erwarteten Kostensteigerungen abgeschwächt und Wettbewerbsvorteile gegenüber Marktpartnern erarbeitet werden. Der Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen war bisher ein wichtiger Baustein zur Erreichung klimapolitischer Ziele und wird dies im Kontext der aktuellen Entwicklungen auch langfristig bleiben. Optimierungsmaßnahmen wurden untersucht, um weitere positive Ergebniseffekte erzielen zu können. Schwerpunkt hierbei ist neben dem Einsatz des Wärmespeichers mit Elektroerhitzer im Wesentlichen die Fahrweise der Gasturbine der Fernwärmeversorgungs GmbH. Durch das verlässliche Fahrplanangebot bei Bussen und Straßenbahnen der Dessauer Verkehrs GmbH und entsprechenden Marketingmaßnahmen wird trotz der negativ wirkenden Bevölkerungsentwicklung nur von einem leichten Rückgang des Fahrgastaufkommens ausgegangen. Einen prinzipiell negativen Einfluss auf die Fahrgastzahlen im Einzugsgebiet der Verkehrsgesellschaft haben dabei die sehr fahrradfreundliche Topografie im Stadtgebiet Dessau und die traditionell häufige Nutzung von Fahrrädern insbesondere bei trockenen und warmen Witterungsverhältnissen. Der DVV-Konzern analysiert die sich ändernden Rahmenbedingungen im Energie-, Wasser-, Verkehrs- und Telekommunikationsmarkt fortlaufend, um sicherzustellen, dass alle Tochtergesellschaften, z. B. über flexible Anpassung der Preisstrukturen und kundenorientierte Produkte, innerhalb ihrer Kundensegmente ihre Marktführerschaft bzw. die bisherigen Marktanteile in Dessau-Roßlau auch weiterhin erhalten können. Dem Klimaschutzkonzept der Stadt Dessau-Roßlau entsprechend werden zur Kompensation von Maßnahmen im Bereich des Integrierten Energie- und Klimaschutzes nachhaltige Konzepte erarbeitet und umgesetzt. Ein auf dieser Grundlage erarbeitetes Strategiepapier soll die DVV dauerhaft wettbewerbsfähig und ertragsorientiert im Energiemarkt ausrichten. E. PrognoseberichtDurch die Megatrends Dekarbonisierung, Dezentralisierung, Digitalisierung und Demographie werden neue Geschäftsmodelle entstehen und zunehmend neue Wettbewerber auf den Markt drängen. Die zukünftige Ausrichtung auf veränderte Kundenansprüche ist für den DVV-Konzern Chance und Risiko zugleich. Besonderen Wert legt die DVV nach wie vor auf die starke Fokussierung als regionaler Infrastrukturdienstleister mit verbesserten Serviceleistungen und hoher Kundenbindung, u. a. durch die Dachmarke der Gesellschaft, die durch Produkte aus vielen Unternehmensbereichen untersetzt ist und entsprechend den Bedürfnissen unserer Kunden und den Erfordernissen des Marktes angepasst bzw. erweitert wird. Der DVV-Konzern wird auch zukünftig hohe Anstrengungen zur kontinuierlichen Prozessoptimierung unternehmen, um sowohl Personal- als auch Sachkostenerhöhungen gegenzusteuern und auf einem moderaten Niveau zu halten sowie durch den Ausbau der Dienstleistungskompetenz auch zukünftig zuverlässiger Partner der Kunden in der Region Dessau-Roßlau zu sein. Im Herbst 2022 wurde - unter Berücksichtigung der Anpassung der Energiepreise an die Bezugskostenentwicklung - für das Geschäftsjahr 2023 unter Annahme durchschnittlicher Witterungsverhältnisse ein positives Jahresergebnis in Höhe von rund 3,3 Mio. EUR prognostiziert. Prinzipiell erwartet die Geschäftsführung, dass das geplante Jahresergebnis erzielt wird.
Dessau-Roßlau, den 28. Februar 2023 Höll, Geschäftsführer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben zum KonzernabschlussDer Konzernanhang der Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH - DVV -Stadtwerke (DVV) wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG, des DMBilG und des EGHGB aufgestellt. Das Mutterunternehmen ist unter der Firma Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH - DVV - Stadtwerke (DVV) mit Sitz in Dessau-Roßlau im Handelsregister Stendal unter der Nummer HRB 11940 eingetragen. Besonderheiten der Energie- und Verkehrswirtschaft sind in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung durch Hinzufügen oder weitere Untergliederung einzelner Posten berücksichtigt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Die Energiesteuer auf Strom- und Gaslieferungen an Endverbraucher wird offen von den Umsatzerlösen abgesetzt. II. Konzern- und Beteiligungsverhältnisse sowie KonsolidierungskreisDer Konzernabschluss wurde auf der Grundlage der geprüften Einzelabschlüsse der einbezogenen Unternehmen erstellt. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag der Muttergesellschaft, der DVV, aufgestellt. In den Konzernabschluss werden gem. § 294 Abs. 1 HGB die DVV als Mutterunternehmen und neun Tochterunternehmen mit Sitz im Inland einbezogen. Die Konzernunternehmen sind:
1) Ergebnisabführungsvertrag mit der DVV 2) Wegen untergeordneter Bedeutung (§ 311 Abs. 2 HGB) nicht nach der Equity-Methode bilanziertes assoziiertes Unternehmen. 3) Für diese Gesellschaft wird für das Geschäftsjahr 2022 die Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Bezug auf die Offenlegung in Anspruch genommen. 4) Zahlen aus dem Jahresabschluss 2021 5) vorläufiges Ergebnis 2022 III. KonsolidierungsgrundsätzeDie Abschlüsse der Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss einheitlich nach den bei der DVV geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einbezogen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für die Tochterunternehmen, die bereits vor dem 1. Januar 2010 konsolidiert wurden, nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. durch Verrechnung des Wertansatzes, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des jeweiligen Tochterunternehmens im Erwerbszeitpunkt. Die Kapitalkonsolidierung von Tochterunternehmen wird ab dem 1. Januar 2010 unter Anwendung der Neubewertungsmethode vorgenommen. Da es sich bei der DCK um eine Neugründung (Bargründung) handelte, waren keine stillen Reserven oder Lasten aufzudecken. Ausleihungen und andere Forderungen sowie die Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Umsatzerlöse und andere Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen werden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Die Zwischenergebnisse nach § 304 HGB sind unwesentlich und wurden daher nicht berücksichtigt. IV. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (über eine Dauer von maximal 93 Jahren) bewertet. Geleistete Anzahlungen sind zu Nennwerten bilanziert. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, sofern abnutzbar, vermindert um planmäßige lineare Abschreibung (über eine Dauer von maximal 80 Jahren) und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Es wurde grundsätzlich in Anlehnung an die amtlichen AfA-Tabellen abgeschrieben. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen vorgenommen. Geleistete Anzahlungen sind zu Nennwerten bilanziert. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten mehr als 250,00 EUR und nicht mehr als 800,00 EUR betragen, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- und Herstellungskosten bis 250,00 EUR werden im Jahr der Anschaffung grundsätzlich aufwandswirksam erfasst. Zähler wurden bis 31. Dezember 2012 unabhängig von der Höhe der Anschaffungskosten im Anlagenbestand geführt und über 15 Jahre abgeschrieben. Seit 1. Januar 2013 werden die Zähler den geringwertigen Anlagegütern zugeordnet und im Jahr des Zugangs komplett abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt, sofern keine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt. Für die Bewertung unentgeltlich zugeteilter Emissionsberechtigungen wurde wie in Vorjahren der Ansatz mit dem Erinnerungswert von 0 EUR gewählt. Entgeltlich erworbene Emissionsberechtigungen sind mit den Anschaffungswerten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 4 HGB mit dem Börsen- bzw. Marktpreis zum Bilanzstichtag bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu den durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt; erkennbare Ausfallrisiken wurden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind erhaltene Abschlagszahlungen mit dem abgegrenzten, noch nicht abgelesenen Verbrauch verrechnet, übersteigende Abschlagsbeträge werden unter den erhaltenen Anzahlungen ausgewiesen. Für einen Teil der Forderungen ergibt sich der Ansatz aus einem stetig angewandten Schätzverfahren, wonach hochgerechnete Verbräuche mit den relevanten Tarifen je Kunden bewertet werden. Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Zeitpunkt darstellen. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind Festgeldanlagen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen, mit diesen Verpflichtungen verrechnet worden. Die Bewertung der Festgelder erfolgte zum Nennwert, der dem Zeitwert und den Anschaffungskosten entspricht. Sofern der beizulegende Zeitwert der Festgeldanlagen die Verpflichtung übersteigt, wird erfolgt der Ausweis des übersteigenden Betrags als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. Latente Steuern werden gemäß § 274 Abs. 1 HGB für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der DVV von aktuell 31,58 Prozent. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Da im Zusammenhang mit Konsolidierungsmaßnahmen keine konsolidierungsbedingten Abweichungen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bestehen, war keine Abgrenzung latenter Steuern gemäß § 306 HGB vorzunehmen. Im Konzern ergibt sich ein aktiver Überhang aus temporären Differenzen vorrangig im Bereich der Rückstellungen gemäß Grundbuchbereinigungsgesetz, bzgl. der Rückstellungen für Pensionen, Jubiläums- und Sterbegeldverpflichtungen sowie der sonstigen Rückstellungen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Im Sonderposten für Investitionszuschüsse zur Finanzierung des Sachanlagevermögens werden Zuwendungen der öffentlichen Hand, Zuschüsse von Dritten außerhalb branchenbezogener Anschlusskostenbeiträge sowie die aus Rückstellungen umgebuchten Beträge der Abwasserabgabe gemäß Bescheiden des Landesverwaltungsamtes Halle (Saale) nach § 10 Abs. 4 AbwAG, welche mit Aufwendungen für Anlageninvestitionen verrechnet werden konnten, ausgewiesen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt analog der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagengegenstände. Unter dem Sonderposten für Baukostenzuschüsse werden von den Kunden vereinnahmte Baukostenzuschüsse und Abnehmerbeiträge ausgewiesen. Die ertragswirksame Vereinnahmung in die Umsatzerlöse erfolgt für die bis zum 31. Dezember 2002 vereinnahmten Baukostenzuschüsse in Höhe von 5 Prozent ihres Zuführungsbetrages p. a. und für nach dem 31. Dezember 2002 vereinnahmte Baukostenzuschüsse entsprechend der Nutzungsdauer der Anlagen. Die Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden in Höhe der voraussichtlichen Erfüllungsbeträge angesetzt. Die Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben wurden. Die aus veränderten Zinssätzen resultierenden Effekte werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen wurden aufgrund versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (sogenannte Projected Unit Credit Method) ermittelt. Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck sowie Erwartungen über zukünftige Gehalts-, Preis-, und Kostensteigerungen. Der Renten- und Gehaltstrend beträgt wie im Vorjahr 0 Prozent. Der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre beträgt 1,79 Prozent (31.12.2021: 1,87 Prozent). Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, sowie sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. V. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Einzelnen aus dem Anlagenspiegel des Konzernabschlusses ersichtlich. Neben den planmäßigen Abschreibungen sind im Berichtsjahr außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 199 TEUR enthalten. 2. Vorräte In den Vorräten sind unentgeltliche Emissionszertifikate der Fernwärmeversorgungs-GmbH Dessau enthalten. Der Zeitwert für diese unentgeltlichen Emissionszertifikate beträgt 983 TEUR. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie zum Vorjahresbilanzstichtag eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten auch den abgegrenzten Verbrauch zwischen Ablese- und Bilanzstichtag in Höhe von 68.147 TEUR (31.12.2021: 53.185 TEUR) abzüglich der von den Kunden erhaltenen Abschlagszahlungen in Höhe von 64.143 TEUR (31.12.2021: 50.984 TEUR). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen die Gesellschafterin, die Stadt Dessau-Roßlau, in Höhe von insgesamt 654 TEUR (31.12.2021: 397 TEUR) enthalten. Weiterhin sind in Höhe von 188 TEUR (31.12.2021: 365 TEUR) antizipative Posten für Vorsteuern enthalten, die im Folgejahr abzugsfähig sind. Forderungen gegen das Hauptzollamt sind mit 3.670 TEUR (31.12.2021: 940 TEUR) Bestandteil der sonstigen Vermögensgegenstände. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital im Konzernabschluss entspricht dem Stammkapital der Muttergesellschaft. 5. Sonderposten für Investitionszuschüsse 5.1 Fördermittel Hier werden die bei der Dessauer Verkehrs GmbH realisierten Zuwendungen nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) und nach §§ 23, 44 Landeshaushaltsordnung (LHO) nach den Vorschriften des Regionalisierungsgesetzes 18.908 TEUR; 31.12.2021: 20.694) ausgewiesen. Weiterhin werden hier auch die bei den übrigen im Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften passivierten Zuwendungen der öffentlichen Hand abgebildet. Die Fördermittel werden planmäßig unter Zugrundelegung der angenommenen Nutzungsdauer der geförderten Anlagen ertragswirksam aufgelöst. 5.2 Zuschüsse von Dritten Die Zuschüsse von Dritten sind Finanzierungsbeiträge außerhalb der branchenbezogenen Anschlusskostenbeiträge. Die Auflösung erfolgt analog der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagengegenstände. 5.3 Verrechenbare Abwasserabgabe Der Posten beinhaltet ausschließlich die in der Dessauer Wasser- und Abwasser GmbH aus den Rückstellungen umgebuchten Beträge für Abwasserabgabe gemäß Bescheiden des Landesverwaltungsamtes Halle (Saale) nach § 10 Abs. 4 AbwAG, welche mit Aufwendungen für Anlageinvestitionen verrechnet werden konnten. 6. Sonderposten für Baukostenzuschüsse Unter dem Sonderposten für Baukostenzuschüsse werden von den Kunden vereinnahmte Baukostenzuschüsse und Abnehmerbeiträge ausgewiesen. Die ertragswirksame Vereinnahmung in die Umsatzerlöse erfolgt für die bis zum 31. Dezember 2002 vereinnahmten Baukostenzuschüsse in Höhe von 5 Prozent ihres Zuführungsbetrags p. a. und für nach dem 31. Dezember 2002 vereinnahmte Baukostenzuschüsse entsprechend der Nutzungsdauer der Anlagen. 7. Rückstellungen Bei der Pensionsrückstellung beträgt der Unterschiedsbetrag zwischen dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und dem bisherigen 7-Jahresdurchschnittszinssatz 8 TEUR. Für die Verpflichtungen aus Altersteilzeit wurden 0 TEUR (31.12.2021: 0 TEUR) passiviert. Der Erfüllungsbetrag der Rückstellung (0 TEUR; 31.12.2021: 151 TEUR) wurde mit dem korrespondierenden Wert der Vermögensgegenstände der Deckungsvermögen (0 TEUR; 31.12.2021: 288 TEUR) verrechnet. Der übersteigende Betrag wird als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in der Konzernbilanz ausgewiesen. 8. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 59.585 durch kommunale Ausfallbürgschaften gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Zahlungsverpflichtungen im Zusammenhang mit Lieferungen und Leistungen gegenüber der Infra-Tec Energy GmbH, Dessau-Roßlau. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, der Stadt Dessau-Roßlau, in Höhe von 260 TEUR (Vj.: 409 TEUR) enthalten. 9. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden unverändert vollständig im Inland realisiert. Die Energiesteuer auf Strom- und Gaslieferungen an Endverbraucher wird offen von den Umsatzerlösen abgesetzt. Der ausgewiesene Steuerbetrag von 14.958 TEUR (Vj.: 18.209 TEUR) entfällt auf berechnete und abgegrenzte Verbräuche. In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Mehrerlöse aus Trink- und Abwasser von 552 TEUR (Vj.: Mindererlöse von 125 TEUR) enthalten. Darüber hinaus beinhalten sie periodenfremde Mindererlöse aus Strom mit 191 TEUR (Vj.: Mehrerlöse von 2 TEUR) sowie Fernwärme mit 20 TEUR (Vj.: Mehrerlöse von 25 TEUR). Weiterhin betreffen die Erlösminderungen Gutschriften in Höhe von 3.554 TEUR (Vj.: 2.744 TEUR). 10. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung der Sonderposten zur Finanzierung des Anlagevermögens 3.710 TEUR; Vj.: 3.081 TEUR), periodenfremde Erträge aus dem Forderungsverkauf (59 TEUR; Vj.: 82 TEUR) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen (5.558 TEUR; Vj.: 2.364 TEUR). 11. Materialaufwand Für den unter den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ausgewiesenen Strom- bzw. Gasbezug wurden im Wege der Nettodarstellung Aufwendungen (227.967 TEUR; Vj.: 161.571 TEUR) mit Erlösen (170.716 TEUR; Vj.: 119.512 TEUR) aus Portfoliomanagement saldiert ausgewiesen. 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen Im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen für die Zuführung von Wertberichtigungen auf Forderungen (105 TEUR; Vj.: 81 TEUR). Weiterhin sind periodenfremde Aufwendungen für Zuführungen zur Rückstellung von Rückbaukosten (355 TEUR; Vj.: 2.715 TEUR) und möglicher Rückzahlungsrisiken (656 TEUR; Vj.: 1.290 TEUR) enthalten. VI. Ergänzende Angaben1. Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen für Organe Alleinige Gesellschafterin der DVV ist die Stadt Dessau-Roßlau. Dem Aufsichtsrat gehörten 2022 folgende Mitglieder an:
Die Aufwandsentschädigungen des Aufsichtsrates der DVV beliefen sich auf 27 TEUR (Vj.: 22 TEUR). Vergütungen wurden nicht gezahlt. Geschäftsführer der DVV waren im Hauptberuf:
Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gemäß §§ 314 Abs. 3 i.V.m. 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 2. Belegschaft Die Anzahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende und Geschäftsführer) im Jahresdurchschnitt im Konzern belief sich auf 393 (Vj.: 383), inklusive 10 geringfügig Beschäftigte (Vj.: 7). 3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Mitarbeitern, die das 17. Lebensjahr vollendet haben und eine Wartezeit von 60 Monaten erfüllen, ist eine Zusatzversorgung nach den Regeln der Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst zugesagt. Sie beruht auf der Mitgliedschaft im Kommunalen Versorgungsverband Sachsen-Anhalt. Die Zusatzversorgung umfasst Altersrenten für Versicherte, Erwerbsminderungsrenten für Versicherte und Hinterbliebenenrenten für Witwen, Witwer und Waisen der Versicherten. Die Umlage bemisst sich nach dem zusatzversorgungspflichtigen Entgelt der Mitarbeiter. Es gelten ein Umlagesatz von 1,5 Prozent und ein Zusatzbeitrag 4,8 Prozent. Der Zusatzbeitrag, der zur Hälfte vom Arbeitnehmer zu tragen ist, dient dem Aufbau einer kapitalgedeckten Altersvorsorge. Der von dem DVV-Konzern zu tragende Anteil belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf 586 TEUR. Für diese mittelbare Pensionsverpflichtung wird vom Passivierungswahlrecht des Art. 28 EGHGB kein Gebrauch gemacht. Weiterhin bestehen im Konzern folgende finanzielle Verpflichtungen: Abweichend vom Einzelbewertungsgrundsatz werden schwebende Energieverträge für Zwecke der Bewertung zu Portfolios zusammengefasst. Dabei handelt es sich um physisch zu erfüllende Warentermingeschäfte, die zur Marktpreissicherung für zukünftige Energielieferverträge dienen. Die Zusammenfassung der Portfolios richtet sich dabei nach den Vorgaben des Risikomanagements. Es erfolgt eine Deckungsbeitragsrechnung. Eine zukunfts- und vergangenheitsorientierte Betrachtung kann über Plan-Ist-Vergleichsrechnungen durchgeführt werden. Die Ergebnisse der Deckungsbeitragsrechnung können auf die Gewinn- und Verlustrechnung übergeleitet werden. Im Rahmen des Portfoliomanagements sind die Dessauer Stromversorgung GmbH und die Gasversorgung Dessau GmbH folgende konzernexterne Abnahme- und Lieferverpflichtungen eingegangen:
Im Rahmen von Terminkontrakten der Fernwärmer Versorgungs- GmbH zum Erwerb von Emissionszertifikaten bestehen zum Bilanzstichtag folgende Kauf- und Lieferverpflichtungen:
Finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligo bestehen im Konzern am Bilanzstichtag in Höhe von 16.387 TEUR, davon 7.054 TEUR für Investitionen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Fahrzeugleasingverträgen beliefen sich zum 31. Dezember 2022 auf 707 TEUR. Aus einem von der Dessauer Wasser und Abwasser GmbH abgeschlossenen Trinkwasserbezugsvertrag mit einer Mindestlaufzeit vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2026 bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von rund 1,7 Mio. EUR. 4. Abschlussprüferhonorar Die Gesamtvergütung des Abschlussprüfers der DVV und ihrer Tochterunternehmen betrifft Abschlussprüfungsleistungen von 148 TEUR und andere Bestätigungsleistungen von 23 TEUR. 5. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss der DVV anteilig in Höhe von 1.425.000 EUR an den Gesellschafter auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. 6. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres sind nicht bekannt.
Dessau-Roßlau, den 28. Februar 2023 Höll, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH - DVV - Stadtwerke, Dessau-Roßlau Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH - DVV - Stadtwerke, Dessau-Roßlau, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH - DVV - Stadtwerke für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernla geberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 4. April 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer ppa. Rene Strobach, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2022Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2022 die ihm nach Gesetz, Gesellschaftsvertrag und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen und die Geschäftsführung bei der Leitung des Konzerns, des Mutterunternehmens und der Tochterunternehmen fortlaufend überwacht und beratend begleitet. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für den Konzern, das Mutterunternehmen und der Tochterunternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, laufende Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Konzerns, des Mutterunternehmens und der Tochterunternehmen unterrichtet. Insgesamt fanden im Berichtszeitraum vier ordentliche und zwei außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrates statt. Darüber hinaus wurden im Umlaufverfahren drei Beschlüsse gefasst. Genehmigungen von Beschlussvorlagen der Geschäftsführung erfolgten nach Prüfung umfangreicher Unterlagen sowie intensiver Erörterung mit der Geschäftsführung. Ausschüsse des Aufsichtsrates bestanden im Berichtszeitraum nicht. Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat und im Umlaufverfahren waren: Außerordentliche Sitzung am 28.02.2022
Sitzung am 25.04.2022
Sitzung am 07.07.2022
Sitzung am 15.09.2022
Sitzung am 10.11.2022
Außerordentliche Sitzung am 23.12.2022
Umlaufbeschlüsse 2022
Aufgrund der Beratungen und anhand der von der Geschäftsleitung vorgelegten Berichte und der erteilten Auskünfte hat sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Prüfung des Jahresabschlusses 2022 Die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat die von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen zum 31.12.2022 sowie den Konzernabschluss einschließlich der Lageberichte für das Geschäftsjahr 2022 unter Einbeziehung der Buchführung sowie die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6 b Abs. 3 EnWG geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die zu prüfenden Jahresabschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat vorab zur umfassenden Information übermittelt. Ein Vertreter des Abschlussprüfers hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 20.04.2023 teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung Bericht erstattet. Der Aufsichtsrat hat dieses Ergebnis des Abschlussprüfers ohne Widerspruch zur Kenntnis genommen. Im Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keinen Anlass, Einwendungen gegen die geprüften Jahresabschlüsse und die zugehörigen Lageberichte zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt somit die ihm vorgelegten Jahresabschlüsse sowie den Konzernabschluss einschließlich der zugehörigen Lageberichte. Dem Vorschlag der Geschäftsführung zur Verwendung des Bilanzgewinns stimmt der Aufsichtsrat zu. Der Aufsichtsrat spricht der Geschäftsleitung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre im Geschäftsjahr 2022 geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.
Dessau-Roßlau im April 2023 Dr. Robert Reck, Aufsichtsratsvorsitzender |
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