Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 13042
Eingetragen
5.9.2017
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Geräten aller Art aus Eisen, Metallen und Kunststoffen sowie die Herstellung und der Vertrieb von Maschinen, insbesondere die Herstellung und der Vertrieb, die Wartung und die Erbringung von Serviceleistungen auf dem Gebiet von Tankanlagen und elektronischen Tanksystemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephen Richards
seit 11.4.2025
Geschäftsführer
Delia-Adriana Jahnke
seit 10.1.2025
Geschäftsführer
Dietmar Kreth
seit 5.9.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
GLFD Holdings LLC, eine nach dem Recht des Staates Delaware/USA errichtete Gesellschaft mit dem Sitz in c/o The Corporation Trust Company, Wilmington, Delaware/USAUSA
100.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.533.876 €
99.94%
Germany
883 €
0.06%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gilbarco GmbH

Salzkotten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Gilbarco GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gilbarco GmbH, Salzkotten, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gilbarco GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 28. Juni 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Möbus, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.414.632,90 4.392.867,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 869.438,08 652.171,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 30.748,00 42.936,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.810.269,09 1.485.649,13
2.710.455,17 2.180.756,21
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 11.035.258,99 10.990.445,40
17.160.347,06 17.564.068,91
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.152.992,59 28.482.920,13
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 475.878,93 254.818,72
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 9.301.844,04 7.348.218,59
26.930.715,56 36.085.957,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 29.320.064,42 37.955.678,54
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.948.758,15 3.661.145,97
3. Sonstige Vermögensgegenstände 21.099.658,65 3.588.859,48
63.368.481,22 45.205.683,99
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.834.520,81 11.448.568,39
94.133.717,59 92.740.209,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.8.969,56 17.535.970,20
111.373.034,21 127.840.248,93

Passiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.534.759,00 1.534.759,00
II. Kapitalrücklage 24.083.721,20 24.083.721,20
III. Gewinnvortrag 1.704.021,05 1.704.021,05
27.322.501,25 27.322.501,25
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen 2.107.326,00 2.177.479,00
2. Sonstige Rückstellungen 9.920.178,77 9.058.048,20
12.027.504,77 11.235.527,20
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24.701.755,85 35.770.791,39
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 517.000,00 831.000,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.885.401,63 25.728.450,90
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.234.040,62 25.165.172,45
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.684.830,09 1.786.805,74
davon aus Steuern: EUR 758.139,86 (Vj. EUR 1.034.439,08)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 989,78 (Vj. EUR 34.380,53)
72.023.028,19 89.282.220,48
111.373.034,21 127.840.248,93

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 171.161.868,31 159.057.826,02
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.174.685,66 4.227.458,10
3. Sonstige betriebliche Erträge 209.943,20 280.548,48
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 112.511,36 (Vj. EUR 181.572,75)
173.546.497,17 163.565.832,60
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 117.179.590,36 118.274.370,28
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.290.343,98 7.107.536,36
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 24.313.988,47 20.504.596,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.528.571,20 4.138.904,81
davon für Altersversorgung: EUR 133.231,30 (Vj. EUR 105.023,20)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.332.506,08 787.357,51
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 27.332.880,79 19.427.459,55
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 1.069.961,32 (Vj. EUR 334.118,10)
178.977.880,88 170.240.224,51
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 995.518,31 182.806,14
davon von verbundenen Unternehmen: EUR 995.518,31 (Vj.: EUR 182.806,14)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.086.751,24 828.899,07
davon an verbundene Unternehmen: EUR 335.131,00 (Vj.: EUR 514.821,17) davon Aufwendungen aus der Abzinsung: EUR 45.253,00 (Vj.: EUR 48.864,00)
-1.091.232,93 -646.092,93
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 3.232,57 95.758,77
11. Ergebnis nach Steuern -6.525.849,21 -7.416.243,61
12. Sonstige Steuern 310.150,85 100.720,72
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags übernommene Verluste -6.836.000,06 -7.516.964,33
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Hinweise

Der Jahresabschluss 2023 wurde gemäß den §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Zum 31. Dezember 2023 weist die Gesellschaft die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise in diesem Anhang gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Gilbarco GmbH mit Sitz in Salzkotten im Handelsregister des Amtsgerichts Paderborn unter der Nummer HRB 13042 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und um planmäßige Abschreibungen gemäß der Nutzungsdauer linear vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Abnutzbares Sachanlagevermögen wird um planmäßige Abschreibungen linear vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen werden neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Zinsen für etwaiges Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung eines Vermögensgegenstands verwendet wird, werden nicht angesetzt.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 250,00 EUR sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von 250,00 EUR bis 1.000,00 EUR wurde ein Sammelposten gebildet. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden pauschalierend jeweils 20 Prozent p. a., für dessen Zugänge sie gebildet wurden, und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bilanziert. Gegebenenfalls wird der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Der Ansatz der Vorräte erfolgt zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Gegebenenfalls wird der niedrigere Marktpreis angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit dem durchschnittlichen Einstandspreis oder mit dem niedrigeren Marktpreis bewertet.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten auf Basis von Einzelkalkulationen bewertet. Zu den Herstellungskosten gehören die Materialeinzelkosten, Fertigungslöhne, Sondereinzelkosten der Fertigung sowie die Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Verwaltungskosten werden in die Kalkulation mit einbezogen, soweit sie sich auf die Herstellung der Produkte beziehen. Zinsen werden nicht aktiviert.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Das Prinzip der Vorsicht, der verlustfreien Bewertung und das Niederstwertprinzip werden bei der Bilanzaufstellung beachtet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen werden zum Nennwert angesetzt. Risikobehaftete Forderungen werden durch die Bildung von angemessenen Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für allgemeine Risiken werden Pauschalbeträge angesetzt.

Sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag zum Nennwert angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected-Unit- Credit-Methode" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Rentenanpassungen sind mit 2,25 %. p. a. (Vj. 2,25 % p. a.) eingerechnet. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte, durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,83 % (Vj. 1,79 %) angesetzt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden keine jährlichen Gehaltssteigerungen und Fluktuation berücksichtigt, da die Pensionsrückstellung ausschließlich unverfallbare Anwartschaften ausgeschiedener Mitarbeiter betrifft.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen, angesetzt. Als Abzinsungsfaktor wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte, durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre von 0,99 % (Vj. 0,43 %) angesetzt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit der Altersteilzeitrückstellung verrechnet.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30,8% zugrunde gelegt. Aufgrund des abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags erfolgt der Ausweis beim Organträger.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon- Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres gem. § 284 Abs. 3 HGB ergeben sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel.

Sonstige Ausleihungen

Die sonstigen Ausleihungen bestehen im Wesentlichen aus zwei Darlehen an die Gesellschafterin, die NOGLIA Vermögensverwaltung GmbH, Salzkotten. TEUR 11.035 haben eine Restlaufzeit von einem Jahr.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beinhalten insbesondere den Bestand an Teilen und Vormaterialien einschließlich Stahl für die Produktion der Tankanlagen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 910 (Vj. TEUR 457) berücksichtigt.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 3 (Vj. TEUR 70) enthalten. Diese stammen aus der Verauslagung von Steuern und Dienstleistungen. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Liefer- und Leistungsforderungen.

Sonstige Vermögensgegenstände resultieren im Wesentlichen aus Forderungen aus einer Umgliederung (aufgrund des unbestimmten Zeitraums des Aufwandes) aus den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten für vorausgezahlte Lizenzkosten aufgrund einer Lizenzvereinbarung mit dem globalen Mutterkonzern Vontier in Höhe von TEUR 17.418, Umsatzbonifikationen (TEUR 2.149, Vj. TEUR 3.204), aus Kostenvorschüssen für Lizenzen (TEUR 1.048, Vj. TEUR 0) und aus Guthaben zur Absicherung von Mehrarbeitsansprüchen (TEUR 300, Vj. TEUR 300).

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Die Gilbarco GmbH wurde mit einem Stammkapital von TEUR 1.535 gegründet. Der Differenzbetrag aus der Umwandlung von der Kommanditgesellschaft in eine GmbH wurde als Agio in die Kapitalrücklage (TEUR 24.084) eingestellt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 11 (Vj. TEUR 51).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehenden Rechnungen (TEUR 2.295, Vj. TEUR 2.285), Verpflichtungen aus Gewährleistungsansprüchen (TEUR 3.687, Vj. TEUR 2.089), Bonusansprüche der Distributoren (TEUR 888, Vj. TEUR 1.490), Personalrückstellungen im Zusammenhang mit der Ausgabe von Stock Options durch die Vontier Corporation, Raleigh, USA, für Mitarbeiter der Gilbarco GmbH (TEUR 825, Vj. TEUR 877), Urlaubsansprüche (TEUR 1.247, Vj. TEUR 1.298) sowie für Überstunden, Jubiläumsgelder und Tantiemen gebildet.

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), wurden mit Altersversorgungsverpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen verrechnet. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Wertpapiere; der beizulegende Zeitwert wurde anhand der Börsenkurse zum Bilanzstichtag ermittelt.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 193
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 201
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 137
Verrechnete Aufwendungen 0
Verrechnete Erträge 0

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Verbindlichkeiten umfassen keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (Vj. TEUR 0).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen TEUR 22.234 (Vj. TEUR 25.165) und bestehen in 2023 vollständig aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vj. TEUR 23.828).

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen am Bilanzstichtag im Rahmen von Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 580 (Vj. TEUR 507). Die Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2023 aus Miet- und Leasingverträgen betragen TEUR 232 (Vj. TEUR 233). Die Verträge enden zwischen 2024 und 2027.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Sparten und Regionen:

2023 2022
Umsatzerlöse TEUR TEUR
- nach Sparten
Säulengeschäft 97.847 107.671
E-Mobilität 2.143 3.449
Ersatzteile 13.932 16.515
Bezahlsysteme 12.235 3.162
Automation 41.628 25.771
Sonstige 3.376 2.489
171.162 159.058
- nach Regionen
Inland 34.436 41.059
Übrige EU-Länder 76.379 62.546
Übriges Europa 12.213 16.329
Asien 27.605 21.451
Australien 4.338 8.692
Nordamerika 1.250 2.401
Übrige Länder 14.942 6.581
Umsatzerlöse (UE) 171.162 159.058

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um die Weiterbelastung von Kosten für die PKW Gestellung (TEUR 97, Vj. TEUR 99) und Erträge aus Währungsumrechnung (TEUR 113, Vj. TEUR 182).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten insbesondere Headquarterkosten (TEUR 11.854, Vj.: TEUR 8.287), Dienstleistungs-, Beratungs- und Prüfungskosten (TEUR 2.658, Vj. TEUR 2.649) Garantieaufwand (TEUR 2.925, Vj. TEUR 1.096), Lizenzkosten (TEUR 1.440, Vj. TEUR 714) und Ausgangsfrachten (TEUR 2.744, Vj. TEUR 2.340). Periodenfremde Aufwendungen sind nicht enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 1.706 (Vj. TEUR 265) Zinsenaufwendungen gegen Kreditinstitute.

Ertragsteuern

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im Wesentlichen Gewerbe- und Körperschaftsteuer aufgrund der Beendigung einer Betriebsprüfung für Vorjahre.

Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags übernommene Verluste / abgeführte Gewinne

Der Verlust wird entsprechend dem seit dem 24. März 2020 bestehenden Gewinnabführungsvertrag vollständig von der NOGLIA Vermögensverwaltung GmbH, Salzkotten, übernommen.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer beträgt im Wirtschaftsjahr 2023 369 Mitarbeiter und gliedert sich auf in 249 gewerbliche (Vj. 236) und 120 angestellte (Vj. 111) Mitarbeiter.

Geschäftsführer

Zu Geschäftsführern der Gilbarco GmbH sind bestellt:

 

Herr Dietmar Kreth, Managing Director, Bielefeld

 

Herr Stefan Klose, Global VP Operations, Bückeburg

 

Herr Jörg Tilly, Finance Director, Altenbeken

Die Geschäftsführer sind gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder einem Prokuristen vertretungsberechtigt.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Von der Möglichkeit der Befreiung zur Angabe der Geschäftsführerbezüge gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht, da nur für drei Mitglieder des Geschäftsführungsorgans Bezüge von der Gesellschaft gezahlt werden.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitarbeiter der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 2.107 (Vj. TEUR 2.177). An diesen Personenkreis wurden TEUR 249 (Vj. TEUR 207) laufende Renten ausgezahlt.

Abschlussprüferhonorar

Das Abschlussprüferhonorar beträgt TEUR 77 und umfasst ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind ansonsten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Konzernverhältnisse

Die Anteile an der Gesellschaft werden durch die Gilbarco Verwaltungs GmbH, Salzkotten, gehalten. Diese Gesellschaft ist mittelbare Tochtergesellschaft der Vontier Corporation, Raleigh, North Carolina, USA. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen zur Vontier Corporation, Raleigh, North Carolina, USA, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der Vontier Corporation, Raleigh, North Carolina, USA wird im Internet unter Edgar Company Filings (http://www.sec.gov/edgar/searchedgar/companysearch.html) publiziert.

 

Salzkotten, den 14. Juni 2024

Die Geschäftsführung

Stefan Klose

Dietmar Kreth

Jörg Tilly

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.535.076,18 0,00 19.098,19 5.515.977,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.191.397,59 319.103,92 0,00 1.510.501,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.356.019,20 610,00 92.583,55 1.264.045,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.840.934,33 564.256,72 391.996,90 5.013.194,15
7.388.351,12 883.970,64 484.580,45 7.787.741,31
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 10.990.774,85 44.813,59 0,00 11.035.588,44
23.914.202,15 928.784,23 503.678,64 24.339.307,74
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.142.208,88 978.234,40 19.098,19 2.101.345,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 539.226,51 101.836,92 0,00 641.063,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.313.083,20 12.798,00 92.583,55 1.233.297,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.355.285,20 239.636,76 391.996,90 3.202.925,06
5.207.594,91 354.271,68 484.580,45 5.077.286,14
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 329,45 0,00 0,00 329,45
6.350.133,24 1.332.506,08 503.678,64 7.178.960,68
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.414.632,90 4.392.867,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 869.438,08 652.171,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 30.748,00 42.936,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.810.269,09 1.485.649,13
2.710.455,17 2.180.756,21
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 11.035.258,99 10.990.445,40
17.160.347,06 17.564.068,91

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Der Gegenstand des Unternehmens besteht in der Herstellung und dem Vertrieb von Zapfsäulen, Bezahlsystemen, Tankstellenautomatisierungstechnik und zugehörigen Ersatzteilen. Die Produktlinien Bezahlsysteme und Tankstellenautomatisierungstechnik wurden durch eine Reorganisation der europäischen Produktions- und Distributions-tätigkeiten im Jahr 2022 in den Standort der Gilbarco GmbH integriert.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Wirtschaftliches Umfeld und Branchensituation

Die Anbieterseite für Tankstellenausrüstung wie Zapfsäulen, Tankstellenautomatisierungstechnik und Ersatzteile auf dem für unsere Gesellschaft (im Folgenden auch kurz: Gilbarco) relevanten Markt in der Region EMEA, ASIA & ANZ (Europe, Middle-East, Africa, Asia and Australia, New Zealand) wird bestimmt durch zwei dominierende Anbieter; neben Gilbarco ist dies die Dover Gruppe mit den Marken Wayne und Tokheim. Daneben sind jeweils regional begrenzt weitere kleinere Hersteller tätig. Die Anbieterseite bei den Bezahlsystemen ist dominiert durch global agierende Marktteilnehmer wie z.B. die Firma Diebold Nixdorf. Diese bieten das gesamte Spektrum an Bezahlsystemen für Wirtschaftsteilnehmer an, während sich Gilbarco auf die Bezahlsysteme rund um Tankstelle spezialisiert hat. Auf der Abnehmerseite stehen zuvorderst die multinationalen Ölkonzerne (Multinational Oil Companies, kurz: MOC) sowie die kleineren Vertreter dieser Industrie (National Oil Companies, kurz: NOC, Regional National Oil Companies, kurz: RNOC), Distributoren, die die Zapfsäulen an freie Tankstellen, kleinere Ketten oder andere Endabnehmer weiterreichen, sowie diese Endabnehmer selbst.

Ein wesentlicher Treiber für das Transaktionsvolumen im Markt für Tankstellenausrüstung ist der Rohölpreis. Insbesondere für die selbst Erdöl fördernden MOC, RNOC und NOC bedeutet ein höherer Ölpreis eine höhere Profitabilität und stellt damit einen Anreiz zu weiteren Investitionen dar. Umgekehrt führt ein niedriger Ölpreis zu höheren Absatzmengen an Kraftstoff. Neben diesen mehrdeutigen Auswirkungen eines sich ändernden Ölpreises bestimmen die Lebensdauer der Produkte und die Höhe der Finanzierungskosten das Investitionsverhalten der Kunden.

Weitere Einflussgrößen für den Absatz von Tankstellenausrüstungen sind rechtliche und regulatorische Vorgaben, beispielsweise hinsichtlich Sicherheit, Umweltschutz und Messgenauigkeit bei der Treibstoffabgabe hier exemplarisch die Verdrängung landesspezifischer Regelungen durch EU-weite Regularien (Measuring Instruments Directive - MID). Auch die zunehmende Verbreitung alternativer Kraftstoffe, wie Erdgas, Flüssiggas, Biokraftstoff sowie der Trend zu einem Ausbau der Elektromobilität bzw. dem Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur sind wichtige Einflussgrößen hinsichtlich des Investitionsverhaltens unserer Kunden.

Auf der Anbieterseite ergaben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr keine wesentlichen Änderungen.

Auf den nahezu vollständig verteilten Märkten in den EU-Staaten sind über ein im Allgemeinen moderates Marktwachstum hinaus Marktanteile nur dadurch zu gewinnen, dass der Konkurrenz Anteile genommen werden. Dies erfolgt über die o.g. Umsatztreiber hinaus mittels eines aggressiven Preiskampfs. In den Regionen MEA und Asien ist basierend auf einer im Vergleich zur EU oder Nordamerika geringeren Marktdurchdringung von einem Wachstum des Marktes für Tankstellenausrüstung auszugehen.

2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Vermögenslage:

Die Bilanzsumme ist von 127,8 Mio. EUR in der Vorperiode um 16,5 Mio. EUR auf 111,4 Mio. EUR gesunken. Auf der Aktivseite verringerten sich die Vorräte um 9,2 Mio. EUR. Dies ist vor allem auf den Abverkauf von Rohmaterial, dass im Rahmen der Integration des Distributionsgeschäfts im Jahr 2022 aufgebaut wurde, zurückzuführen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken um 8,6 Mio. EUR, dies vor allem durch ein erfolgreiches Forderungsmanagement in der Region MEA. Die Forderungen gegen- über verbundenen Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um 26,8 Mio. EUR. Hier vor allem durch den Ausweis der Lizenzvorauszahlungen an den Mutterkonzern Vontier als sonstiger Vermögensgegenstand sowie aufgrund der Forderung gegen verbundene Unternehmen aus der Verlustübernahme. Daneben verringerten sich die liquiden Mittel um 7,6 Mio. EUR auf nunmehr 3,8 Mio. EUR. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten sank um 17,5 Mio. EUR. was vor allem durch den Ausweis der Lizenzvorauszahlungen an den Mutterkonzern Vontier in den sonstigen Vermögensgegenständen begründet ist.

Auf der Passivseite sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt um 2,8 Mio. EUR. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen verringerten sich um 0,3 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken um 2,9 Mio. EUR auf 22,2 Mio. EUR. Der Rückgang der Verbindlichkeiten erfolgt parallel zum Abbau des Vorratsvermögens. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken zum Stichtag um 11,1 Mio. EUR. Dies erfolgt parallel zum Rückgang der liquiden Mittel auf der Aktivseite.

Die Anlagenquote steigt aufgrund der Verringerung der Bilanzsumme von 13,7% auf 15,4%. Die Eigenkapitalquote steigt gegenüber dem Vorjahr um 3,1%-Punkte auf 24,5%. Das Verhältnis des langfristig gebundenen Vermögens zum Eigenkapital ist von 64,3% auf 62,8% gesunken.

b) Ertragslage:

Die Ertragslage des Jahres 2023 im Vergleich zum Jahr 2022 kann der nachfolgenden Übersicht entnommen werden.

2023 2022
Umsatzerlöse TEUR TEUR
- nach Sparten
Säulengeschäft 97.847 107.671
E-Mobilität 2.143 3.449
Ersatzteile 13.932 16.515
Bezahlsysteme 12.235 3.162
Automation 41.628 25.771
Sonstige 3.376 2.489
171.162 159.058
- nach Regionen
Inland 34.436 41.059
Übrige EU-Länder 76.379 62.546
Übriges Europa 12.213 16.329
Asien 27.605 21.451
Australien 4.338 8.692
Nordamerika 1.250 2.401
Übrige Länder 14.942 6.581
Umsatzerlöse (UE) 171.162 159.058
2023 2022
TEUR TEUR
in % Gesamtjahr 100% 100%
Materialkosten 121.470 121.154
in % UE 71% 76%
Personalkosten 28.843 24.644
in % UE 17% 15%
Sonst. Aufwand 28.766 20.035
Betriebl. Aufwand 176.903 165.833
Betriebsergebnis -5.742 -6.775
Übriges Ergebnis -1.091 -646
Ertragsteuern 3 96
Ergebnis -6.836 -7.517

Der Umsatz des Jahres 2023 lag mit 171,2 Mio. EUR um 12,1 Mio. EUR bzw. 7,6% über dem des Vorjahres von 159,1 Mio. EUR und damit insgesamt unter unserer Erwartung von ca. 209,1 Mio. EUR. Grund hierfür ist im Wesentlichen, dass einige Großaufträge nicht eingegangen sind, sowie einige Umsätze erst im nächsten Jahr realisiert wurden. Besonders der Umsatz im Bereich Säulengeschäft im Europäischen Raum ist entgegen unserer Erwartung rückläufig gewesen. Bezogen auf das Jahr 2023 generierten die neuen Geschäftsbereiche Bezahlsysteme und Tankstellenautomatisierungstechnik ein Umsatzwachstum von 24,9 Mio. EUR und damit ca. 10 Mio. EUR unter dem Budget. Demgegenüber sank der Umsatz im Bereich Säulengeschäft um 9,8 Mio. EUR bzw. 9,1% auf 97,8 Mio. EUR (Plan ca. +14 Mio. EUR). Der Umsatz im Bereich E-Mobilität sank ebenfalls von 3,4 Mio. EUR auf 2,1 Mio. EUR (Plan ca. +2 Mio. EUR). Der Ersatzteilumsatz lag mit 13,9 Mio. EUR um 2,6 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau. Regional betrachtet konnte im Gesamtmarkt Europe einschließlich Inland ein leichtes Wachstum von 3,1 Mio. EUR oder 2,6% verzeichnet werden. Außerhalb Europas konnte der Umsatz in Summe um 9,0 Mio. EUR bzw. 23% gesteigert werden. Dem Umsatzwachstum standen bezogen auf das Jahr 2022 annähernd unveränderte Materialkosten gegenüber. Die Materialaufwandsquote sank von 76 % im Jahr 2022 auf nunmehr 71%. Dies vor allem durch gesunkene Beschaffungskosten für Elektronik- und Metallkomponenten.

Die Personalaufwendungen verzeichneten einen Anstieg von 17,0%, was vor allem auf den weiteren Aufbau von Personal in den neuen Geschäftsbereichen Bezahlsysteme und Tankstellenautomatisierungstechnik sowie die allgemeine Tariferhöhung zurückzuführen ist. Die Personalaufwandsquote betrug im Jahr 2023 17% verglichen mit 15% im Jahr 2022.

Der sonstige betriebliche Aufwand war im Jahr 2023 um 41% höher als im Jahr 2022. Die Veränderung von 7,9 Mio. EUR resultiert vor allem aus einem Anstieg der Konzernumlagen um 3,7 Mio. EUR, höherem Garantieaufwand um 1,9 Mio. EUR aufgrund eines Sondereffekts, höheren Lizenzkosten für die Fertigung von Bezahlsystemen um 0,7 Mio. EUR, höheren Währungskursverlusten um 0,7 Mio. EUR sowie höheren Frachtkosten um 0,4 Mio. EUR.

Bei betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 176,9 Mio. EUR wurde ein negatives Betriebsergebnis für das Jahr 2023 von -5,7 Mio. EUR erzielt, was eine Verbesserung von 1,0 Mio. EUR im Vergleich zum Jahr 2022 darstellt. Diese Verbesserung ist auf die geringeren Materialkosten bei gleichzeitig gestiegenen Personalkosten und sonstigem betrieblichen Aufwand zurückzuführen.

Das Finanzergebnis bestand im Geschäftsjahr 2023 aus dem Nettozinsaufwand von 1,1 Mio. EUR (i. Vj. 0,6 Mio. EUR).

Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 von -6,8 Mio. EUR wird aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags durch die NOGLIA Vermögensverwaltung GmbH, Salzkotten, ausgeglichen. Insgesamt fällt die Bewertung des finanziellen Ergebnisses durch die Geschäftsleitung gemischt aus. Positivem Umsatzwachstum durch die neuen Geschäftsbereiche stehen gestiegene Personal- und Sachkosten gegenüber. Nichtsdestotrotz wurde das prognostizierte Umsatzwachstum nicht erreicht. Die Umsatzrendite, die nach USamerikanischen Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelt wird (ohne die Berücksichtigung der Headquarterkosten und konzerninterner Weiterbelastungen), sank gegenüber der Vorjahresprognose um 1,9% auf 11,7%. Dies ist vor allem auf die höheren Personal- und Sachkosten zurückzuführen.

c) Finanzlage:

2023 2022
TEUR TEUR
Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung -6.836 -7.517
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen 1.333 787
+/- Veränderung Vorräte 9.155 -22.840
+/- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.636 -18.336
+/- Forderungen verbundene Unternehmen -9.288 1.725
+/- sonstige Vermögensgegenstände -171 2.101
+/- aktive Rechnungsabgrenzung 118 -17.060
+/- Veränderung der Pensionsrückstellungen -70 -107
+/- Veränderung der sonstigen Rückstellungen 862 319
+/- erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -314 780
+/- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -2.843 2.948
+/- Verbindlichkeiten gg. Verb. Unternehmen 3.905 18.095
+/sonstige Verbindlichkeiten -102 788
Cash flow aus laufender Geschäftstätigkeit 4.384 -38.317
Cash flow aus Investitionstätigkeit -929 -6.022
Cash flow aus Finanzierungstätigkeit 0 0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes 3.455 -44.339
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode -24.322 20.017
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes 3.455 -44.339
Finanzmittelbestand am Ende der Periode -20.867 -24.322

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit für das Jahr 2023 fällt bedingt durch die Verringerung des Vorratsvermögens und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 4,4 Mio. EUR positiv aus. Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit beträgt -0,9 Mio. EUR. Diese Entwicklung führt insgesamt zu einer Erhöhung des Finanzmittelbestands um 3,5 Mio. EUR.

3. Chancen- und Risikobericht

a) Risikomanagement

Unser Unternehmen ist bestrebt, künftige Entwicklungen in der Kostenstruktur möglichst frühzeitig zu erkennen, um geeignete Maßnahmen zur Optimierung des Ergebnisses ergreifen zu können.

Das monatliches Berichtswesen auf Basis der US-GAAP Ergebnisse mit besonderem Fokus auf die Entwicklung der Umsatzerlöse, der direkten Marge und insbesondere der Varianzen zu den Standardkosten dient als Frühwarnsystem für die aktuelle Entwicklung. Das Berichtswesen umfasst sowohl eine Rückschau auf den abgelaufenen Monat als auch eine Vorschau auf künftige Perioden.

Als ein zum US-amerikanischen Vontier-Konzern zugehöriges Unternehmen haben wir auch im abgeschlossenen Geschäftsjahr Tests entsprechend den Anforderungen durch den Sarbanes Oxley Act (SOX) durchgeführt. Bei diesen Tests werden Prozesse und Prozesskontrollen in kritischen Geschäftsbereichen auf ihre Funktionsfähigkeit hin untersucht.

Unser Unternehmen wendet die Prinzipien des VontierBusiness Systems (kurz: VBS) in seiner strategischen Ausrichtung und im operativen Geschäft an. Kernpunkte des VBS sind das Streben nach ständiger Verbesserung und nach Eliminierung jeglicher Art von Verschwendung. Durch Anwendung der VBS-Prinzipien versucht das Unternehmen insbesondere, dem marktbedingten Kostendruck zu begegnen und Erlöse zu steigern.

Zur Absicherung gegen Forderungsausfälle ist unsere Gesellschaft in eine konzernweit aufgestellte Inkassoorganisation eingebunden, in der die Zuständigkeiten für den Einzug von Forderungen regional und nach Sprachkenntnissen verteilt sind. Zudem erfolgt eine weitgehende Beschränkung des Verkaufs an Kunden mit guter Bonität. Ein Forderungsverkauf wird nicht vorgenommen.

b) Wesentliche Chancen und Risiken

Auf der Abnehmerseite ist in den vergangenen Jahren unsere Abhängigkeit von einzelnen Großkunden erheblich gesunken. Die Neuausschreibung von Tendern potentieller Großkunden bietet daher die Chance auf Wachstum auf mittlere Sicht. Daneben sehen wir Chancen durch vom Gesetzgeber initiierte regulatorische Veränderungen in einzelnen Märkten, durch die es zu einem Austausch bzw. Upgrade bestehender Infrastruktur kommt. Beispielhaft sei hier die verpflichtende Einführung von Gasrückführungssystemen in Märkten außerhalb Europas genannt.

Allgemeine politische oder Wirtschaftskrisen können sich auf unser Geschäft negativ auswirken, so wie die seit geraumer Zeit anhaltende politische Krise zwischen der EU und Russland. Aktuell ist das Geschäft mit Kunden in Russland und Weißrussland ausgesetzt. Lieferungen in die Ukraine sind ebenfalls gestoppt, da die Risiken hinsichtlich Zahlungsfähigkeit dort aktuell als hoch eingeschätzt werden.

Die Strategie der internationalen Ausrichtung mit einem Fokus auf die wachsenden Märkte außerhalb Kerneuropas gibt uns Spielraum, mögliche Turbulenzen in lokalen Märkten zu kompensieren. Im Verbund mit den Schwestergesellschaften in Großbritannien, Italien und Skandinavien deckt die Gesellschaft das gesamte Produktportfolio an Ausrüstungen für die Tankstelle wie Zapfsäulen, Tankinhaltsmessung, Kassensysteme sowie Service-Dienstleistungen für die EMEA und Asien Märkte ab.

In der Produktentwicklung arbeitet das Unternehmen eng mit den Schwestergesellschaften insbesondere in den Vereinigten Staaten und in Indien zusammen. Dies ermöglicht die Ausnutzung technologischer Kompetenzen, die außerhalb des Unternehmens angesiedelt sind.

Liquiditätsrisiken sind durch die Einbeziehung in den Cashpool der Vontier-Corporation, welcher die Verfügbarkeit liquider Mittel zu günstigen Konditionen sichert, für die Gesellschaft derzeit von untergeordneter Bedeutung.

Fremdwährungsrisiken werden durch die Gesellschaft nicht aktiv abgesichert. Eine Bestandsgefährdung geht von ihnen nicht aus, da die Währung Euro sowohl absatz- als auch beschaffungsseitig vorherrscht.

Forderungsausfallrisiken sind im Kundenkreis der Distributoren und kleineren Endabnehmer wegen der dort gegebenen engeren Profitabilitäts- und Liquiditätssituation von materieller Bedeutung. Dies äußert sich zunächst darin, dass vereinbarte Zahlungsziele teilweise überschritten werden. In Einzelfällen mussten in der Vergangenheit Forderungsausfälle aufgrund von Insolvenzen hingenommen werden. Eine Absicherung gegen diese Risiken wird wie oben unter Punkt a) zur Absicherung gegen Forderungsausfälle beschrieben vorgenommen.

Einkaufsseitig bestehen systematische Preisrisiken hauptsächlich aufgrund des hohen Einsatzes von Stahl in der Herstellung der Zapfsäulen. Veränderungen des Stahlpreises werden nicht durch Zu- oder Abschläge an die Kunden durchgereicht, sondern durch Erhöhungen der Listenpreise. Daneben bestehen Preis- und Beschaffungsrisiken bei Elektronikkomponenten. Diesen begegnet das Unternehmen durch intensive Recherche an den Beschaffungsmärkten und selektiven Einkauf von Schlüsselkomponenten auch zu erhöhten Einkaufspreisen. Im Übrigen besteht aufgrund des starken Konkurrenzdrucks sowie der Marktmacht insbesondere der MOC der Druck, zunehmend aus Regionen mit geringerem Lohnkostenniveau einzukaufen.

4. Prognosebericht

Für das Jahr 2024 erwarten wir in der Planung, insgesamt ca. 46 Mio. EUR höhere Umsätze als im Jahr 2023. Dieses Wachstum ist weiterhin vor allem durch die neuen Geschäftsbereiche Bezahlsysteme und Tankstellenautomatisierungstechnik getrieben. Darauf entfallen ca. 34 Mio. EUR. Im Säulengeschäft erwarten wir einen Umsatzanstieg von ca. 12 Mio. EUR, wobei davon rund 5 Mio. EUR auf einen einzelnen Großauftrag aus Asien entfallen, der im März 2024 realisiert wurde. Im Geschäftsfeld Elektrozapfsäulen erwarten wir einen Anstieg um 2 Mio. EUR.

Während wir für das erste Quartal 2023 noch von einem leichten Umsatzrückgang ausgehen, sehen wir für die Quartale 2 bis 4 jeweils ein Wachstum im niedrigen 2-stelligen Prozentbereich.

Für das Betriebsergebnis des Jahres, erwarten wir eine deutlich steigende Umsatzrendite im Vergleich zum Vorjahr. Maßgeblich dafür ist der permanente Fokus auf die Durchsetzung von Preissteigerungen am Markt einerseits sowie die Kostenoptimierung andererseits. Hier vor allem die weitere Verlagerung des Bezugs von Zulieferteilen in Low-Cost- Regions, die konzernweite Konsolidierung von Einkaufsvolumina, die Reduzierung der Materialkosten durch Engineering Projekte sowie die kontinuierliche Steigerung der Produktivität.

Insgesamt erwarten wir basierend auf dem Umsatzwachstum ein Betriebsergebnis, das signifikant über dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres liegt.

Trotz des positiven Ausblicks auf das laufende Jahr bleiben aber kontinuierliche Anpassungen der Produktstruktur im Zapfsäulengeschäft unumgänglich. Dies betrifft die fortgesetzte Hinwendung hin zu kostengünstigen Modellen unter Beibehaltung unserer hohen Qualitätsstandards sowie die strenge Orientierung an den Anforderungen unserer Kundschaft. Dazu gehört auch vor allem, unser Angebot um Zapfsäulen im Bereich alternative Kraftstoffe wie z.B. Wasserstoff kontinuierlich auszubauen. Ohne das permanente entsprechende Gegensteuern wäre für die Zukunft von einem nachhaltigen Umsatzrückgang auszugehen. Daneben erwarten wir uns positive Einflüsse durch die Aufnahme der neuen Geschäftsbereiche Bezahlsysteme und Tankstellenautomatisierungstechnik, wodurch wir unser Portfolio insgesamt breiter aufstellen.

Unsere Gesellschaft und der Vontier-Konzern sind hinsichtlich der Bilanzstrukturen und der Versorgung mit Liquidität robust aufgestellt. Wir schätzen unsere Geschäftsentwicklung für das Geschäftsjahr 2024 insgesamt positiv ein.

 

Salzkotten, den 14. Juni 2024

Die Geschäftsführung

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