Pfeifer RopeTech GmbH
Dr.-Karl-Lenz-Straße 66, 87700 Memmingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Pfeifer Holding GmbH & Co. KGMemmingen.Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzern-Lagebericht 2022Geschäftsmodell des Konzerns Die Geschäftstätigkeit der PFEIFER-Gruppe besteht in der Herstellung und dem Vertrieb von Seilen und seilverwandten Produkten bis zu seilgetragenen Dachkonstruktionen, von Anschlag- und Zurrmitteln, von Hebezeugen und Lastaufnahmemitteln sowie von Komponenten und Zubehörteilen für die Bau- und Fertigbetonindustrie und umspannt das Spektrum von Handelsgeschäften über Geschäfte mit charakteristischer Herstellungsfunktion bis zu Projektgeschäften und Services. Die Pfeifer Holding GmbH & Co. KG übernimmt die oberste Holdingfunktion für sämtliche Tochterunternehmen der Gruppe, die insgesamt 43 Gesellschaften mit 1.540 Mitarbeitern in 18 Ländern umfasst. Die Berichterstattung des Geschäftes erfolgt im Berichtszeitraum in drei Divisionen: Division Ropes & Services: mit Fokus auf den Markt für Seilanwendungen mit den Geschäftsbereichen:
Division Lifting: mit Fokus auf gebrauchsfähige Produkte für das Heben und Sichern von Lasten mit den Geschäftsbereichen:
Division Structures: mit Fokus auf das Projektgeschäft für leichte Tragwerke mit den Geschäftsbereichen:
Das Executive Board leitet die Geschäfte der gesamten PFEIFER-Gruppe. Ihm gehören die Geschäftsführer der Pfeifer Holding GmbH & Co. KG an. Dem Executive Board obliegt die strategische Leitung aller mittelbaren und unmittelbaren Tochtergesellschaften. Werte, Ziele und Strategie Die PFEIFER-Gruppe ist dem deutschen Modell der Familienunternehmen zuzuordnen. Diese stehen vor allem für eine langfristige, werteorientierte, sozialverantwortliche und nachhaltige Unternehmenspolitik als Teil einer Kulturentwicklung der Menschheit im Ganzen. Die Gesellschafter der PFEIFER-Gruppe sehen sich diesem Modell zutiefst verbunden und dokumentieren dies durch ihre Mitgliedschaft in der in Deutschland tätigen "Stiftung Familienunternehmer", die sich für die wissenschaftliche Erforschung, die Werte und die Stellung der Familienunternehmen in der Gesellschaft einsetzt. Im spezifischen wertekulturellen Kontext des allgemeinen (globalen) Wirtschaftslebens in der Zeit des Beginns des 21. Jahrhunderts versteht sich die PFEIFER-Gruppe darüber hinaus spezifisch als ein Unternehmen, das sich der Realwirtschaft verpflichtet fühlt. Das Geschäftsmodell der PFEIFER-Gruppe orientiert sich an Märkten und Kunden. PFEIFER will in den entsprechenden Märkten und bei den dort vertretenen Kunden mit breitem Leistungsangebot rund um die Kristallisationspunkte:
Eindeckungen und fahrbaren Strukturen präsent sein. Ziel der PFEIFER-Gruppe ist es, durch tiefe Kenntnisse der identifizierten Märkte und der Bedürfnisse der Kunden, einen Kundenmehrwert zu schaffen und somit den Kunden durch exzellente Entwicklungen und Lösungen in den jeweiligen Märkten einen Vorsprung im globalen Wettbewerb zu sichern. Die Geschäftsstrategie der PFEIFER-Gruppe ist darauf ausgerichtet, die Markt- und Wettbewerbsposition in Europa und global relevanten Schlüsselmärkten stetig auszubauen, mit dem Ziel einer langfristigen Unternehmenssicherung auf Basis eines werthaltigen und profitablen Wachstums. Dabei wird vorrangig auf organisches Wachstum gesetzt und dieses fallweise durch Akquisitionen ergänzt. Als langfristig orientierter Arbeitgeber setzt sich PFEIFER dafür ein, an allen Standorten weltweit zum Wohlergehen und zur sozialen Sicherheit der Belegschaft beizutragen, sowie die Ziele eines nachhaltigen Wirtschaftens zu verfolgen. Steuerungssystem Die PFEIFER-Gruppe hat ein detailliertes monatliches Berichts- und Steuerungssystem installiert, das die relevanten Steuerungskennzahlen auf den Ebenen der rechtlichen Einheiten, der Geschäftsbereiche und Divisionen sowie der konsolidierten Gruppenergebnisse zur zielorientierten Unternehmenssteuerung umfasst. Zu den wichtigsten Kennzahlen zählen die Entwicklung der Umsatzerlöse, der Roherträge, das EBITDA jeder Gesellschaft sowie die Eigenkapitalquote bzw. Leverage und Entwicklung des Cashflows. Alle Tochtergesellschaften berichten regelmäßig über ihre wirtschaftliche Situation, insbesondere ihre Ertragslage und ihren Liquiditätsstatus. Monatliche Reviews mit Einzelgesellschaften auf Divisions- und Geschäftsbereichsebene ermöglichen eine zeitnahe Analyse der Entwicklungen und bedarfsweise die Einleitung adäquater Steuerungsmaßnahmen. Jährlich wird für alle Gesellschaften eine 3-Jahres-Planung durchgeführt, die die inhaltlichen und wirtschaftlichen Ziele der Divisionen, Geschäftsbereiche und einzelnen Gesellschaften definiert. Auf Gruppenebene werden die Einzelplanungen zu einer konsolidierten Konzernplanung zusammengefasst, die als Basis für die Unternehmenssteuerung dient. Die 3-Jahres-Planung im Wirtschaftsjahr 2022 wurde im Rahmen des IDW-S6 Gutachtens erstellt und in dieses integriert. Zur Sicherstellung der Liquidität der PFEIFER-Gruppe werden rollierende Liquiditätsrechnungen in den Kerngesellschaften kontinuierlich durchgeführt und zentral überwacht. Dadurch wird sichergestellt, dass die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens nicht gefährdet ist, die Einhaltung der für bestehende Kreditverträge maßgeblichen Covenants gewährleistet ist und die Deckung der Finanzierungsbedarfe nachhaltig umgesetzt werden kann. Forschung und Entwicklung Die Unternehmen der PFEIFER-Gruppe betreiben in der Regel keine originäre Grundlagenforschung. Die Produktmanager und Ingenieure der PFEIFER-Gruppe richten ihre Design- und Entwicklungsarbeiten in allen Geschäftsbereichen auf das Herausbilden anwendungs-spezifischer Produkte und Kundenlösungen aus. Dies geschieht in einem engen Kontakt mit den Kunden, um herauszufinden, wie Lösungen und Produkte einfache und überzeugende Antworten auf deren Herausforderungen darstellen können. Dies geschieht unter anderem durch die konstruktive Überarbeitung und Anpassung von bestehenden Produkten mit der Zielsetzung, Alleinstellungsmerkmale zu schaffen, die den Kunden wichtige Wettbewerbsvorteile in ihren Märkten sichern. Dazu engagiert sich PFEIFER in nationalen und internationalen Fachausschüssen und Verbänden und pflegt enge Kooperationspartnerschaften zu wichtigen Forschungsinstituten, Hochschulen und Universitäten. Die Division Lifting fokussiert ihre Aktivitäten auf den Bereich von internationalen technischen Zulassungen und verstärkt somit konsequent die Basis für eine internationale Vermarktung. Kommend von den Kundenanwendungen wurden bestehende Produktlinien in Bezug auf ihre Leistung, Anwenderfreundlichkeit und Integration in den Kundenprozess optimiert. Im Rahmen der Weiterentwicklung wurde das Produktportfolio des Zugstabsystems standardisiert und auf einen Produktvertrieb in der Fläche ausgerichtet. Des Weiteren erfolgte im Seilschlaufensystem eine europäische Zulassung, die die Grundlage für eine europaweite Vermarktung bildet. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Division Ropes & Services konzentriert sich im Geschäftsbereich Elevator Ropes & Services weiterhin auf die Erweiterung des Aufzugseil-Produktspektrums hinsichtlich Speziallösungen für die Verbesserung des Aufzugkabinenkomforts. Hierbei spielen ein maßgeschneidertes Seildehnungsverhalten, ein geringer Verschleiß sowie eine ausreichende Treibfähigkeit der Seile die entscheidende Rolle und ermöglichen unter anderem den Einsatz der Seile für besonders hohe Hubhöhen bei gleichzeitig langer Lebensdauer. Ferner konnten mit weiterentwickelten Seil-Testeinrichtungen, sowohl während der Produktentstehungsphase als auch während der Serienproduktion, wichtige Informationen über qualitätsrelevante Produkt- und Prozessparameter gewonnen werden. Im Geschäftsbereich Industrial Ropes & Services wird das Produktportfolio durch Eigenentwicklungen, aber auch durch die strategische Kooperation mit Schlüsselpartnern konsequent weiterentwickelt. Zielsetzung ist zum einen die Bereitstellung neuer, noch leistungsfähigerer Produkte, die es den Kranherstellern erlauben, noch leistungsfähigere und kompaktere Kranmodelle zu bauen. Zum anderen werden Produkte entwickelt, die dem Anwender ein noch besseres Preis-/Leistungsverhältnis und reduzierte Total Cost of Ownership bieten. Hierbei liegt der Fokus auf der Steigerung der Performance der Seile in Punkto Lebensdauer in der Anwendung, aber gleichzeitig auch bei der Optimierung der Herstellkosten. Ein weiterer Aspekt der Entwicklungsaktivitäten der Division Ropes & Services liegt aber auch auf der Entwicklung neuer, innovativer Servicekonzepte. Bei der Division Structures hat der weltweite Mangel an Halbleitern zu einem Produktionsstillstand bei den Elektronikkomponenten für die LOADSCAN® Messtechnik geführt. Die Messelektronik musste von Grund auf mit neuen verfügbaren Elektronikkomponenten entwickelt werden. Statt die Version 1 zu kopieren, wurde, basierend auf neuen Halbleitern, eine Messelektronik mit dem Ziel von signifikanter Energiereduzierung auf 1/100, Optimierung beim Packaging, universellen Kabelverbindungen und Kostenreduktion entwickelt. Dies erlaubt die zukünftige Entwicklung einer LOADSCAN® Messtechnik auf Funkbasis. Eine universelle Cloudplattform für das Monitoring von Produkten wie LOADSCAN®, PFEIFER Air Supply Systemen und andere PFEIFER-Anwendungen wie Coil Zangen ist entstanden. Für luftgestützte Kissen- und Dachstrukturen, basierend auf ETFE oder anderen Membranstoffen, sind drei Größen von Luftstützanlagen entwickelt worden. Reibwinden mit standardhochfesten HDPE-Faserseilen sind ohne Erfolg umgesetzt worden. Theorie und Praxis stimmen nicht überein. Neueste Entwicklungen bei HDPE-Faserseil mit TPU-Ummantelungen liefern jedoch beeindruckende erste Ergebnisse bei Verwendung mit Reibwinden. Hier wird enormes Zukunftspotential erwartet, sodass eine weitere Entwicklung in diesem Bereich vorangetrieben wird. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Entwicklung der Weltwirtschaft war im Jahr 2022 maßgeblich durch den Angriffskrieg der Russischen Föderation gegen die Ukraine sowie den Konsequenzen auf die Energie- und Materialpreise geprägt. Parallel wurde die globale COVID19-Pandemie in Europa und Nordamerika weitgehend überwunden, während in der VR China durch das Aufrechterhalten rigoroser Maßnahmen die konjunkturellen Auf- und Nachholeffekte der restlichen Welt nicht möglich waren. Die Weltwirtschaft weist ein Wachstum des BIP von 3,0 % zu Vorjahr aus. In Deutschland steigerte sich das BIP im Vergleich zu 2021 um 1,9 %. Geschäftsverlauf Die PFEIFER-Gruppe konnte in 2022 einen Jahresumsatz von 379,7 Mio. € verbuchen und weist damit eine Steigerung des Umsatzes von 18,3 % zum Vorjahreswert (321,1 Mio. €) aus. Die Geschäftsentwicklung der einzelnen Divisionen wird im Folgenden kurz skizziert. Division Lifting: Die Division Lifting konnte trotz der vielen Herausforderungen in diesem Jahr auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken und erzielte ein Umsatzwachstum von 6,6 % gegenüber Vorjahr. Insbesondere die Märkte in Deutschland und Polen zeigten weiterhin eine sehr gute Entwicklung. Die für unsere Märkte wichtige Baukonjunktur entwickelte sich im Großteil des Jahres stabil trotz der Herausforderungen der Ukraine-Krise und den daraus hervorgegangenen Folgen bei der Materialbeschaffung und Preisentwicklung. Organisatorisch wurde die Vertriebsstruktur und das Produktportfolio auf die Kundensegmente ausgerichtet, so dass eine optimierte Kundenbetreuung möglich ist. In Polen erfolgte eine Neuausrichtung der Vertriebssteuerung. Die bis dato selbständig agierenden Vertriebseinheiten PFEIFER Technika Linowa i Dzwigowa Sp. z o.o und Jordahl & Pfeifer Technika Budowlana Sp.z o.o. wurden Anfang 2023 zu einer marktstarken Vertriebseinheit PFEIFER Polska Sp. z o. o. verschmolzen. So können wir auch im polnischen Markt unsere Kunden optimierter mit dem gesamten PFEIFER Produktsortiment betreuen. Des Weiteren wurden in der Division Lifting Maßnahmen zur Komplexitätsreduzierung durchgeführt. So wurde die inaktive J & P Bautechnik Vertriebs-GmbH auf die Pfeifer Bautechnik GmbH verschmolzen. Zudem wurde im Rahmen eines Share Deals die PFEIFER Isofer AG (Schweiz) verkauft. Das Unternehmen hatte ein großes Sortiment an Produkten, wie Schneeketten und Kleineisenteile, die außerhalb des PFEIFER-Standardsortiments lagen. Division Ropes & Services: Die Division Ropes & Services konnte auch im Geschäftsjahr 2022 ihr Geschäft weiter ausbauen. Zwar haben in China die von der Regierung verhängten Corona-Maßnahmen das Geschäft der Division negativ beeinflusst. So lag der Umsatz dort um 32 % bzw. 8,7 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Die übrigen Gesellschaften der Division konnten in Summe allerdings den Umsatz gegenüber dem Vorjahr sogar um 19,9 % steigern. Damit lag der Gesamtumsatz der Division mit nun 165,1 Mio. € um 10,5 % über dem Wert des Vorjahres. Ein Teil dieser Umsatzsteigerung (ca. 8 %) ist auf die Weitergabe von Kostensteigerungen durch die Auswirkungen des Ukraine-Krieges zurückzuführen. Trotz dieser Preissteigerungen haben insbesondere die zahlreichen Konjunkturprogramme weltweit nach Ende der Corona-Krise zu einem deutlichen Anstieg der Nachfrage nach den Produkten der Division geführt. Division Structures: Die Division Structures war in 2022 von einer Konsolidierung geprägt. Bei den amerikanischen Gesellschaften Pfeifer Structures America LLC und Guard-All Building Solutions Manufactoring fand im Laufe des Jahres ein Asset Deal statt. Ebenfalls wurde in 2022 der Geschäftsbereich Protective Structures verkauft. Der Auftragsbestand verringert sich im Vergleich zum Vorjahr, da das Projekt Mandai Zoo abgeschlossen werden konnte und die amerikanischen Gesellschaften konsolidiert wurden. Durch die verhängten Corona-Maßnahmen kam es in China zu Verzögerungen bei der Abwicklung von Projekten wie auch bei der Vergabe von Projekten. Ertragslage Der konsolidierte Nettoumsatz der Gruppe stieg wie ausgeführt auf 379,7 Mio. €. Aus dem Projektgeschäft ergab sich eine Bestandsminderung von 14,9 Mio. €. Trotz der negativen Einflüsse aus der COVID-19-Pandemie hat PFEIFER damit in 2022 eine Gesamtleistung von 366,5 Mio. € erwirtschaftet, was eine Steigerung zum Vorjahr von rund 9,7 % bedeutet. Das EBITDA beträgt im Berichtsjahr 7,3 Mio. € und liegt damit 5,1 Mio. € über dem Vorjahreswert von 2,2 Mio. €. Die Ergebnissteigerung beruht auf den positiven Effekten aus den im Vorjahr eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen und dem guten Ergebnis des PFEIFER-Kerngeschäfts der Divisionen Ropes & Services und Lifting. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungsgewinne in Höhe von 4,0 Mio. € ausgewiesen, die restlichen Beträge generieren sich aus der Auflösung von Rückstellungen, Wertberichtigungen, Buchgewinnen aus Anlageverkäufen und sonstigen Erträgen. Die Materialeinsatzquote, bezogen auf die Gesamtleistung, hat sich von 55,0 % auf 57,7 % gesteigert, diese Veränderung resultiert vor allem aus Materialpreissteigerungen, Aufwendungen und den noch nicht gegenläufig realisierten Umsätzen aus nahezu fertiggestellten Projekten. Der Personalaufwand wurde durch eingeleitete Transformationsmaßnahmen einerseits reduziert, andererseits durch Personalaufbau insgesamt um 3,6 Mio. € auf 96,4 Mio. € gesteigert. Trotz dieser Kostensteigerung vermindert sich die Personalaufwandsquote, bezogen auf die Gesamtleistung, durch die eingeleiteten Restrukturierungsaufwendungen sowie die Steigerung der Gesamtleistung von 27,8 % auf 26,3 %. Die Abschreibungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 7,6 Mio. € auf 14,2 Mio. €. Diese Steigerung begründet sich fast ausschließlich aus einer außerplanmäßigen Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände auf Grund der veräußerten Aktivitäten der Division Structures in den USA. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhen sich zum Vorjahr um 12,5 Mio. € auf 76,3 Mio. €. Diese Erhöhung begründet sich maßgeblich aus den Beratungsleistungen im Rahmen des PFEIFER-Transformationsprojektes. Die Erhöhung des Aufwands im Finanz- und Beteiligungsergebnis ist im Wesentlichen auf Aufwendungen aus der Refinanzierung zurückzuführen. Das Konzernergebnis vor Steuern beträgt - 13,8 Mio. € und das Konzernergebnis - 19,1 Mio. €. Vermögens- und Finanzlage Die Erhöhung bei den entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten ist im Wesentlichen auf die Aktivierung der SAP-Einführung zurückzuführen. Gegenläufig wirkt bei den immateriellen Vermögensgegenständen die Reduzierung der Geschäfts- und Firmenwerte, insbesondere aufgrund der bereits genannten außerplanmäßigen Abschreibung USA. Der Wert der Sachanlagen liegt auf dem Niveau des Vorjahres. Den Gesamtinvestitionen in Höhe von 5,0 Mio. € standen Anlagenabgänge von 1,0 Mio. € sowie Abschreibungen von 4,4 Mio. € und währungsbedingte Effekte von - 0,1 Mio. € gegenüber. Investitionen in Sachanlagen wurden insbesondere in den deutschen Einheiten zurückgestellt. Die Vorräte liegen mit 62,6 Mio. € um 11,8 % und 6,6 Mio. € über dem Vorjahr. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind stichtagsbezogen mit 56 Mio. € leicht um 1,6 % und 0,9 Mio. € unter dem Vorjahr. Das wirtschaftliche Eigenkapital (unter Einbeziehung von Gesellschafterdarlehen und stiller Beteiligungen) reduziert sich um 21,3 Mio. € auf 35,7 Mio. €. Die Eigenkapitalquote liegt mit rund 17,2 % unter dem Vorjahreswert von 27,6 %. Der Bilanzansatz der Rückstellungen erhöht sich um 5,1 % gegenüber dem Vorjahr. Hier wirken im Wesentlichen Personal- und Vertriebsrückstellungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum Bilanzstichtag 91,8 Mio. € (Vj. 70,4 Mio.€). Unter Berücksichtigung der flüssigen Mittel hat sich die Nettobankenverschuldung zum Stichtag um 16,9 Mio. € auf 74,8 Mio. € erhöht. Die Kapitalflussrechnung des Konzerns weist einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von - 5,7 Mio. € (Vj. 20,8 Mio. €) aus. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von - 1,8 Mio. € (Vj. - 12,4 Mio. €) enthält im Wesentlichen die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen. Beim Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 41,1 Mio. € ist im Wesentlichen ein Zufluss aus der Kreditaufnahme in Höhe von 50,1 Mio. € zu nennen. Die Höhe der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhte sich stichtagsbedingt aufgrund von Verbindlichkeiten aus dem Projektgeschäft sowie Beratungsleistungen aus der SAP-Einführung. Risikobericht Risikomanagementsystem Als weltweit agierendes Unternehmen ist die PFEIFER-Gruppe einer Vielzahl von externen und internen Risiken ausgesetzt, denen durch ein Risikomanagement begegnet wird. Dieses basiert auf einem kennzahlenorientierten Reporting mit Plan- und Istwerten, um kurzfristig erforderliche Maßnahmen einleiten zu können. Dieses Berichtswesen ist sowohl Bestandteil der regelmäßigen Sitzungen des Executive Boards der PFEIFER-Gruppe als auch der in monatlichen Abständen mit den jeweiligen Divisionen bzw. rechtlichen Einheiten durchgeführten Business-Review-Meetings, in denen die jeweilige wirtschaftliche Entwicklung sowie die wichtigsten Finanzkennzahlen und Projekte kritisch überprüft werden. Ebenso werden diese Berichte in gekürzter Form in Sitzungen mit dem Beiratsgremium erörtert und erläutert. Die Liquidität der PFEIFER-Gruppe wird kontinuierlich überwacht, um die Einhaltung der bei bestehenden Kreditverträgen maßgeblichen Covenants und die Deckung der Finanzierungsbedarfe nachhaltig sicherzustellen. Bei sich abzeichnenden Abweichungen zu den vertraglich vereinbarten Covenants, finden Gespräche mit den Finanzierungspartnern statt, um diese - sofern notwendig - zu heilen. Aufgrund des am 30.12.2021 mit den Banken geschlossenen Stillhalteabkommens waren alle Covenants im Jahr 2022 ausgesetzt. Durch permanente Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems werden seine Qualität und Wirksamkeit nachhaltig gesichert. Ein internes Revisionswesen sieht regelmäßige Überprüfung von Unternehmensprozessen und definierten Kontroll-Mechanismen vor. Externe Risiken Das allgemeine Risiko hinsichtlich einer Volatilität von Märkten hat sich in den vergangenen Jahren grundsätzlich erhöht. Die Zugänglichkeit von Vergleichsinformation zu Produkten über elektronische Medien lässt traditionelle Kundenbeziehungen aufweichen. Das Risiko von Effekten aus staatlichen Eingriffen in die Wirtschafts- und Bewegungsfreiheit demonstriert die in 2020 auftretende COVID-19-Pandemie. Hier werden unkalkulierbare Einflüsse auf das gesamte Wirtschaftsleben aus dem Umfeld Gesundheitssicherung der Bevölkerung durch die Politik spürbar, welche sehr schwer planbar und beeinflussbar sind. Das Risiko von unkalkulierbaren Einflüssen aus der Finanzwelt ist weiterhin hoch. Staatliche Verschuldungsquoten, die hohe verfügbare Liquidität sowie die ständig wachsende internationale Volatilität von Kapitalströmen erschwert die Vorausschau unter anderem auch von Wechselkursänderungen. Die wirtschaftspolitischen Situationen weltweit sind weiterhin von zahlreichen Unsicherheiten geprägt. Insbesondere der Ukraine-Russland-Konflikt hat gezeigt, wie schnell internationale Wirtschaftskrisen entstehen können, die enorme Auswirkungen auf die Wirtschaft haben. Insofern können eingeschränkter grenzüberschreitender Waren- und Güterverkehr, geopolitische Verwerfungen zwischen Wirtschaftsregionen und Embargomaßnahmen Marktchancen stark einschränken und Lieferbeziehungen im Extremfall zum Stillstand bringen. Marktrisiken auf der Absatzseite werden durch permanentes Monitoring der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie der relevanten Branchen analysiert. Somit wird versucht, sich abzeichnende Minderumsätze frühzeitig durch verstärkte Aktivitäten in anderen Geschäfts- und Kundensegmenten auszugleichen. Nach langjährigen Konzentrationsprozessen sowohl auf der Kundenseite als auch auf der Lieferantenseite in der Aufzug- und Kranindustrie, führt die zunehmende internationale Wettbewerbsintensität zu einem wachsenden Preis- und Umsatzrisiko. Dieser Entwicklung begegnen wir mit der genauen Analyse von Kundenwünschen, der Herausstellung von möglichen Differenzierungsmerkmalen, Untersuchungen von möglichen Akquisitionen, um unsere Verkaufsposition zu stärken. Dazu gehören auch die kontinuierliche Überprüfung und Überarbeitung der Kostenstruktur sowie die Implementierung einer profitablen Vertriebsstrategie. Zahlungsausfälle stellen in unsicheren Zeiten ein prinzipielles Unternehmensrisiko dar. Der Schwerpunkt des Forderungsmanagements der Gruppengesellschaften liegt in der kontinuierlichen Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklung und des Zahlungsverhaltens unserer Kunden, um eventuell drohende Forderungsverluste frühzeitig erkennen und ihnen entgegen zu wirken. In den Einheiten Pfeifer Seil- und Hebetechnik GmbH und Pfeifer Drako Drahtseilwerk GmbH wird dem durch Nutzung einer Kreditversicherung für den überwiegenden Teil der Kunden entgegengewirkt. Währungsrisiken werden von der Pfeifer Holding GmbH & Co. KG im Rahmen ihrer Führungsfunktion für die Gruppengesellschaften überwacht. Mögliche relevante Auswirkungen von Wechselkursschwankungen, die sich insbesondere aus dem internationalen Projektgeschäft der Division Structures ergeben können, werden projektbezogen durch Abschluss von Hedging-Verträgen oder mit anderen Absicherungsinstrumenten begegnet. Auf der Beschaffungsseite werden Preisrisiken bei einzelnen Rohstoffen über geeignete Maßnahmen wie langfristige Lieferantenrahmenverträge oder in Ausnahmefällen über andere Sicherungsgeschäfte soweit möglich abgedeckt. Dem Risiko von Lieferantenausfällen wird bei erkennbaren Anzeichen für Engpässe in der Versorgung mit kritischen Materialien oder Komponenten nach Möglichkeit mit der Implementierung eines Double Sourcing Ansatzes gegengesteuert. Interne Risiken Qualifizierte Fach- und Führungskräfte, die mit PFEIFER-Produkten technologische Standards setzen, die die Wünsche der Kunden verstehen und umsetzen, sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Risiken im Personalbereich bestehen darin, Schlüsselpositionen nicht entsprechend den Anforderungen besetzen zu können. Hierfür ermitteln die Fachabteilungen in Zusammenarbeit mit den jeweiligen lokalen Personalabteilungen die notwendigen Ressourcen, anstehende Veränderungen und erforderliche Ausbildungsprogramme, um qualifiziertes Personal für die jeweiligen Funktionen zur Verfügung zu stellen. Weitere Risiken können bei Unterauslastung in der zeitnahen und adäquaten Umsetzung von Personalkostensenkungsmaßnahmen bestehen. Hier bieten die mittlerweile in mehreren Ländern verfügbaren Optionen von Kurzarbeitsmodellen ein gutes Instrument, die möglichen Risiken einer Unterauslastung auf die Personalkosten zu begrenzen. Die Wirkung dieser Instrumente wurde in 2022 im Rahmen der COVID-19 Pandemie entsprechend unter Beweis gestellt. Risiken einer zu geringen Maschinenauslastung in den Produktionsstätten kann bei Bedarf durch Insourcing extern vergebener Produktionsschritte begegnet werden. Risiken aus Gewährleistung und Produkthaftung sind, soweit möglich, durch einen angemessenen gruppenweiten Versicherungsschutz abgedeckt, der in einigen Ländern durch lokale Policen ergänzt wird. Erhöhte Risikofaktoren für die Geschäftsaktivitäten der PFEIFER-Gruppe insgesamt bestehen nach unserer Einschätzung nicht. Allerdings können bei Großprojekten der Division Structures besondere Einflüsse oder Bedingungen zu einem vergleichsweise individuellen Risikoprofil führen, dem im Rahmen eines vorausschauenden Risikomanagements und sorgfältigen Projekt-Abwicklungs-Monitorings Rechnung getragen wird. Zur Minimierung von Vertragsrisiken werden im Rahmen der Auftragsklärung und Auftragsabwicklung durch Vorgabe von Richtlinien festgelegte Prüfverfahren durchgeführt. Allgemeine Verkaufs- und Einkaufsbedingungen, sofern länderspezifisch üblich, werden in regelmäßigen Abständen an die Entwicklung von Rechtsvorschriften und Rechtsprechung angepasst. Entsprechendes gilt gruppenweit auch für die besonderen Geschäftsbedingungen für Projekte der Division Structures. Durch effektives IT-Management sowie präventive technische Sicherungssysteme wird potenziellen Systemausfällen oder externen Angriffen, soweit möglich, entgegengewirkt. Risiken im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheit wird gruppenweit durch entsprechende Präventions- und Schulungsmaßnahmen begegnet. Gesamteinschätzung Den im Geschäftsjahr 2022 erkannten und erfassten Risiken wurden, soweit möglich, durch Einleitung entsprechender Maßnahmen entgegengewirkt. Vorhersehbare Risiken wurden auch im Planungsprozess für die Geschäftsjahre 2023 bis 2025 ausreichend berücksichtigt. Die Risiken aus den seit 2020 in unregelmäßigen Abständen auftretenden Wellen der COVID-19-Pandemie (v. a. Volksrepublik China) sind aufgrund der Unvorhersehbarkeit weiterer Maßnahmen einzelner Länder und dem daraus abzuleitenden Verhalten der Kunden schwer zu bewerten aber weniger wahrscheinlich als in den Vorjahren. Zudem ist die Situation im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und entsprechende Auswirkungen auf Energiepreise und Materialverfügbarkeit schwer zu bewerten, nach aktuellem Stand konnte und kann die PFEIFER-Gruppe mit dem Status Quo zufriedenstellend umgehen. Prognose- und Chancenbericht Aufgrund möglicher Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie und dem Ukraine-Russland-Konflikt gibt es keinerlei verlässliche Konjunktur- oder sonstige Prognosen über die Entwicklung der Weltwirtschaft in 2023. Viele Unternehmen fahren weiterhin 'auf Sicht' und versuchen, durch geeignete Maßnahmen den Fortbestand der Märkte und Unternehmen durch diese Krise hindurch sicherzustellen. Flexibilität und die Möglichkeit des kurzfristigen Reagierens bleibt ein wichtiges Instrument. Es ist oberstes Ziel des Executive Boards der PFEIFER Gruppe, das Unternehmen sicher durch die Krisen zu steuern, um anschließend die eigene Marktposition mit einer fokussierten Markt- und Kundenorientierung weiter auszubauen. In der Unternehmensplanung 2023 bis 2025 geht die PFEIFER-Gruppe weiterhin von einer Steigerung der Gesamtleistung und des Umsatzes und einem klar verbesserten Jahresergebnis im Gesamtjahr 2023 aus. Für die Folgejahre wird eine deutliche Umsatz- und Ertragssteigerung erwartet. Division Ropes & Services: Die Division Ropes & Services ist bereits heute einer der globalen Top 3-Systemlösungslieferanten und Supply Chain Partner für Kunden in klar definierten Marktsegmenten mit Seilen als Schlüssel-komponenten. Zudem zeichnet sich die Division dabei durch ein konsequent an den Kundenbedürfnissen und dem Kundennutzen der bearbeiteten Marktsegmente ausgerichteten Produkt-, Lösungs- und Service-angebot aus. Die Produktsortimentsdefinition erfolgt nach "make or buy"-Entscheidungen auf Grundlage der international vorhandenen eigenen Wertschöpfungsstrukturen. Die Division Ropes & Services konzentriert sich auf Zielsegmente, in denen Seile wichtige Schlüsselkomponenten darstellen, die kritisch für die Leistungsfähigkeit der Systeme sind. Als Verschleißteile benötigen sie während des Betriebs eine Überwachung der Ablegereife und einen regelmäßigen Seilwechsel. PFEIFER bietet hier Lösungen für die internationale Versorgung mit einsatzfertigen Seilen und Zubehör, Beratungs- und Entwicklungsleistungen sowie Life Cycle-Services. Das Zielbild der Division Ropes & Services wird unter anderem durch eine Differenzierungsstrategie definiert, welche sich über ein umfassendes Fachwissen und Know-how, ein vollständiges, ertragsstarkes Produktportfolio, globale Supply Chain-Lösungen und mehrwertbietende Seilservices für die Market Units Aufzug, Baumaschinen, Maritim und Industrie begründet. Auch wird eine Differenzierung über Produkte und Services verfolgt, über welche das passgenaueste, Produkt-, Lösungs- und Serviceangebot für alle Seilanwendungen in den Zielsegmenten ("Alles aus einer Hand") mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis, kundengerechten Lieferzeiten und kundenindividuellem Supply-Chain-Management zur Verfügung gestellt wird. Im Bereich Operation und Supply Chain werden durch die optimale Bereitstellung der Produkte und Services zu niedrigsten Kosten nach "make or buy"-Entscheidungen ein wichtiger Beitrag für das Zielbild der Division Ropes & Services geleistet. Hierdurch lässt sich eine bedarfsorientierte internationale Lagerhaltung und Konfektionierung sicherstellen. Der Bereich Vertrieb und Marketing wird durch einen globalen Vertrieb durch eigene Gesellschaften oder geeignete Partner mit höchster Wirtschaftlichkeit weiter optimiert. Zudem kommen hierdurch auch differenzierte Vertriebsmodelle zur Anwendung, welche das Gesamtzielbild der Division Ropes & Services ergänzen. Division Lifting: Die Division Lifting ist Lösungsanbieter und begleitet mit umfassendem Fachwissen und Know-how Kunden bei der Optimierung der Prozesse und erhöhen deren Effizienz. Hierdurch werden Mehrwerte als Kombination aus Produkten, Services und digitalen Angeboten geschaffen. Das Geschäftsmodell der Division Lifting ist robust, was durch die Bearbeitung unterschiedlicher Marktsegmente und die Diversität in den Geschäftsbereichen mit vielfältigen Marktzugängen realisiert wird. Die hohe Innovationskraft und der Grad des Know-Hows der Division Lifting bilden ein im Grundsatz stabiles Geschäftsmodell in den einzelnen Geschäftsbereichen, welches zusätzlich durch rechtliche Vorschriften weiter gewährleistet wird (insbesondere im Bereich Prüfservice). Konjunkturelle Schwanken im Bausektor werden frühzeitig erkannt und mit Einleitung entsprechender Maßnahmen begegnet. Bereits heute ist die klare Segmentierung der Zielkunden und die Hebung der hohen Cross-Selling Potentiale innerhalb der Division Lifting eine Kernelemente des Geschäftsmodells. Das Zielbild der Division Lifting ist dadurch geprägt, dass diese sich europaweit und in ausgewählten Märkten als führender Anbieter von segmentorientierten Produktportfolios (im Bereich Heben, Transportieren, Verbinden und Sichern) positioniert. Durch die systemische und an Segmenten ausgerichtete Marktbearbeitung werden erhebliche Cross-Selling Potenziale gehoben. Der Auf- und Ausbau des Key Account Managements sowie die Einführung durch Neuprodukte im Bereich Bautechnik (z. B. Hybrid Beam) sowie die Intensivierung des Standardgeschäfts im Bereich Hebetechnik resultieren in steigenden Absätzen und Umsätzen. Die interne Transformation der Division Lifting mit profitabilitätssteigernden Maßnahmen (Vertrieb, IT etc.) wird in den Geschäftsbereichen Anschlag- und Zurrtechnik sowie Hebetechnik einen deutlich positiven Beitrag zu gesamten Division Lifting leisten. Die Neukundengewinnung wird durch eine kontinuierliche Digitalisierung der Prozesse und Weiterentwicklung von E-Commerce optimiert und verbessert. Division Structures: Die Division Structures verfügt über einen breiten Marktzugang und einer langjährigen Expertise im Leichtbau, daraus ergeben sich zahlreiche Marktchancen in 2023 und den Folgejahren. So bietet die weltweit erforderliche Weiterentwicklung von Infrastruktur großes Potential im Bereich von Mobilität Hotspots und Brücken. Das Wachstum der Bevölkerung bringt - sicher mit regional unterschiedlicher Intensität und Ausprägung - einen zunehmenden Bedarf sowohl an Sportstätten und Arenen als auch an jede Art von Entertainment- und Event-Facilities mit sich. Aber auch der Bedarf hinsichtlich anderer funktionaler Bauten wie Einkaufszentren, Administrations- und Repräsentationsbauten wird weltweit - aber auch insbesondere im arabischen Raum - wachsen. Durch die große Diversität der Märkte (sowohl geografisch and auch vom Anforderungsprofil der Auftraggeber) hat die Division Structures nur ein überschaubares Klumpenrisiko. Die Sales-Pipeline zeigt eine Vielzahl an Projekten in den kommenden Jahren, sowohl im mittleren wie XL-Projektbereich. Mit eigenen Standorten in den zentralen Märkten Europa, mittlerer Osten, China und Südostasien sowie einem stabilen Partner in den USA ist PFEIFER einer der bekanntesten globalen Anbieter im Leichtbau. Durch die im Jahr 2022 eingeleiteten Maßnahmen (besseres Monitoring der Projekte, kaufmännische Steuerung, lösungsorientiertes Fire-Fighting, neue Angebotsprozesse, konkrete Vorgaben für neue Angebote etc.) ist das Management davon überzeugt, die Profitabilität der Division Structures in 2023 und in den Folgejahren verbessern zu können. Durch die Verbesserungen im Forderungsmanagement besteht ein sehr hoher Fokus sowohl bei den laufenden Projekten als auch bei den Altprojekten (tlw. Rechtsstreitigkeit) auf die Cash In-Situation der Projekte und somit der Division Structures. Dadurch sollten etwaige Abweichungen vom Plan in Zukunft schnell erkannt und mit Gegenmaßnahmen mitigiert werden können.
Memmingen, den 10. Mai 2023 gez. Heiko Stähle gez. Alexander Zanocco gez. Carlos Carranza Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022(Vorjahr zum Vergleich)Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022(Vorjahr zum Vergleich)
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2022(Bruttodarstellung)
Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2022A. Angaben zur Muttergesellschaft
B. Grundlagen und Methoden Konzernabschluss nach HGB Der Konzernabschluss der Pfeifer Holding GmbH & Co. KG auf den 31.12.2022 wird nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Gesellschaft ist nach § 264a i. V. m. §§ 290 ff. HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen. Bilanzstichtag für den Konzernabschluss ist der 31.12., der Abschlussstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Falls Vergütungen für die Tätigkeit der Gesellschafter sowie Zinsaufwendungen oder -erträge für Darlehen der oder an Gesellschafter anfallen, sind sie in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand oder Ertrag erfasst. Im Hinblick auf die vertragliche Haftung der Darlehenskonten der Gesellschafter der Pfeifer Holding GmbH & Co. KG für Konzernverbindlichkeiten weist der Konzern diese Konten in einer gesonderten Position auf der Passivseite direkt im Anschluss an das Eigenkapital aus. Die Bilanz ist unverändert zum Vorjahr nach Verteilung der auf die Kommanditisten der Pfeifer Holding GmbH & Co. KG entfallenden Anteile am Jahresergebnis aufgestellt. In begründeten Einzelfällen wird das gesetzliche Gliederungsschema für den Jahresabschluss erweitert. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze Der Kreis der vollkonsolidierten Konzernunternehmen umfasst neben der Pfeifer Holding GmbH & Co. KG 8 (Vj.: 8) inländische und 32 (Vj.: 33) ausländische Tochterunternehmen. Im Vorjahr wurde noch ein inländisches Gemeinschaftsunternehmen entsprechend § 310 HGB anteilsmäßig konsolidiert. Nach der Equity-Methode werden 2 (Vj.: 3) Beteiligungsgesellschaften einbezogen. Eine inländische Gesellschaft wird aufgrund untergeordneter Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidiert. Die Auswirkungen der Veränderungen im Konsolidierungskreis auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Pfeifer-Gruppe sind von untergeordneter Bedeutung. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für bis zum 31.12.2009 erstkonsolidierte Unternehmen nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte bzw. der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt. Für Erstkonsolidierungen ab 01.01.2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und Schulden der Tochterunternehmen werden dabei unabhängig von der Höhe des Minderheitenanteils mit ihrem vollen beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Aktive Unterschiedsbeträge werden grundsätzlich den Vermögensgegenständen zugeordnet bzw. als Geschäftswert aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Passive Unterschiedsbeträge werden dem Eigenkapital zugeordnet und dort gesondert als Konsolidierungsausgleichsposten unter den Rücklagen ausgewiesen. Die Anteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital der konsolidierten Gesellschaften werden in den Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter eingestellt. Konzerninterne Zwischengewinne und -verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragssteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern gemäß § 306 HGB in Ansatz gebracht. Die Konsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen erfolgt anteilsmäßig nach den gleichen Grundsätzen. Die nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungsgesellschaften werden gemäß § 312 HGB mit ihrem anteiligen Eigenkapital entsprechend der Buchwertmethode angesetzt. Zwischengesellschaftliche Gewinne und Verluste waren bei diesen Gesellschaften unbedeutend. Währungsumrechnung Die Bilanzwerte der Jahresabschlüsse von Gesellschaften aus einem Nicht-Euroland sind mit Ausnahme des gezeichneten Kapitals, Rücklagen und Bilanzgewinn mit Stichtagskursen am Bilanzstichtag in EURO umgerechnet und das Eigenkapital mit historischen Werten, während die Werte der Gewinn- und Verlustrechnung mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet sind. Die Währungsunterschiede, die sich zu den verschiedenen Bilanzstichtagen aus der Umrechnung der Vermögens- und Schuldposten von Konzerngesellschaften mit sich ändernden Devisenkursen ergeben, sind erfolgsneutral den Rücklagen zugeordnet. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung wurden die Eigenkapitalanteile in Fremdwährung mit den historischen Wechselkursen umgerechnet. Die durch Wechselkurseffekte entstandenen Unterschiedsbeträge gegenüber den historischen Kursen sind den Rücklagen bzw. dem Bilanzgewinn zugeordnet. Bilanzierung und Bewertung Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Unwesentlich abweichende Wertansätze bei einzelnen ausländischen Tochtergesellschaften werden aus Vereinfachungsgründen beibehalten. Bei wesentlichen Abweichungen von den einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen wird der Vereinheitlichung im Rahmen von gesonderten Jahresabschlüssen für Konzernzwecke Rechnung getragen. Abweichende Bewertungsmethoden der nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden beibehalten. Entgeltlich von Konzernfremden erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer zeitanteilig linear abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung wird entsprechend § 309 Abs. 1 S. 1 HGB bei Erstkonsolidierung über die voraussichtliche Nutzungsdauer, die sich nach dem Produktlebenszyklus richtet, amortisiert. Kann diese nicht verlässlich geschätzt werden, erfolgt die Abschreibung über zehn Jahre. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten sowie anteilige angemessene Gemeinkosten. Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen erfolgen unter Zugrundelegung der branchenüblichen Nutzungsdauern. Die Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen. Für Zugänge wird die Abschreibung zeitanteilig verrechnet. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 250,00 werden sofort als Aufwand verbucht, solche mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten über € 250,00 bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die bis zum 31.12.2017 gebildeten Sammelposten werden noch regulär mit jeweils einem Fünftel pro Jahr abgeschrieben. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bei Fortfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Auch bei den Finanzanlagen werden Wertaufholungen bis zu den Anschaffungskosten berücksichtigt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten des Fertigungs- und Materialbereichs einbezogen. Großprojekte werden zu Herstellungskosten, den direkt zurechenbaren Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie dem anteiligen Deckungsbeitrag zur sachgerechten Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bewertet. Soweit Bestandsrisiken vorliegen, z. B. bei Ungängigkeit oder Überbeständen, werden angemessene Abschläge vorgenommen. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden zum Nennwert bewertet. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte werden zur sachgerechten Darstellung der Vermögens- und Finanzlage bis zur Höhe des Bestandswertes der Vorräte aktivisch verrechnet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert angesetzt und erkennbare Ausfallrisiken durch individuelle Bewertungsabschläge berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt. Die in den Rechnungsabgrenzungsposten aktivierten Disagiobeträge werden nach der arithmetisch-degressiven Methode abgeschrieben, sonstige Rechnungsabgrenzungsposten werden entsprechend dem Aufwandsverlauf verteilt. Die latenten Steuern werden im Konzernabschluss auf temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in der Handelsbilanz II und den steuerlichen Wertansätzen in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung bzw. -entlastung berücksichtigt. Daneben werden aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt, soweit deren Realisierung hinreichend wahrscheinlich ist. Die latenten Steuern wurden grundsätzlich saldiert ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Dabei kam der nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB durch die Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren von 1,77 % bis 1,79 % (Vj.: 1,87 % bis 1,98 %) p. a. für jeweils eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren zur Anwendung. Ferner wurden jeweils die Heubeck-Richttafeln 2018 G und eine Renten- und Gehaltstrendannahme in der Bandbreite von 1,0 % bis 2,0 % zugrunde gelegt. Die Steuerrückstellungen sowie die Sonstigen Rückstellungen werden nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessenem Umfang. Soweit erforderlich, erfolgt eine Abzinsung. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als Passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen ausgewiesen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Ökonomische Sicherungsbeziehungen zwischen derivativen Finanzinstrumenten und Grundgeschäften nach § 254 HGB werden mittels der Einfrierungsmethode dargestellt. Entsprechend wird auf die Bildung einer Drohverlustrückstellung bei Finanzinstrumenten mit negativem Marktwert verzichtet. C. Angaben und Erläuterungen zur Konzern-Bilanz Anlagevermögen Die Veränderung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist gesondert in der Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt. Bei den in der Bilanz ausgewiesenen Geschäfts- und Firmenwerten handelt es sich wie im Vorjahr ausschließlich um solche aus der Kapitalkonsolidierung. Bei assoziierten Unternehmen beträgt der Unterschiedsbetrag gemäß § 312 Abs. 1 S. 2 HGB T€ - 341 (Vj.: T€ - 1.710). Darin enthalten ist ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von T€ 693 (Vj.: T€ 834) sowie ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 1.030 (Vj.: T€ 1.131). Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen T€ 5 (Vj.: T€ 0) assoziierte Unternehmen. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 15 (Vj.: T€ 2.803) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen ist restricted cash der russischen Tochtergesellschaft in Höhe von T€ 595 (Vj.: T€ 0) enthalten. Rechnungsabgrenzungsposten Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von T€ 8 (Vj.: T€ 14) enthalten. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals ist gesondert im Eigenkapitalspiegel dargestellt. Kapitalanteile der Kommanditisten Die festen Kommanditeinlagen der Gesellschafter der Pfeifer Holding GmbH & Co. KG in Höhe von unverändert T€ 4.051 stellen zugleich deren Haftsummen im Sinne des § 171 HGB dar. Darlehenskonten der Gesellschafter Die Gesellschafterdarlehen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Sonderposten für Investitionszuschüsse Ausgewiesen sind hier Zuschüsse für die Pfeifer Holding GmbH & Co. KG aus regionalen Förderprogrammen des Freistaates Bayern sowie der Regierung von Schwaben. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt parallel zu den Abschreibungen der bezuschussten Wirtschaftsgüter. Der gesonderte Ausweis erfolgt zum Zweck der Sichtbarmachung erhaltener Investitionszuschüsse. Pensionsrückstellung Die grundsätzlich unter den sonstigen Vermögensgegenständen auszuweisende Rückdeckungsversicherung, welche durch Verpfändung an die versicherten Personen anderen Gläubigerzugriffen entzogen ist, wurde mit der entsprechenden Pensionsrückstellung nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB saldiert. Die bilanzierten Anschaffungskosten als auch der nach dem Versicherungswert (Deckungskapital zzgl. Überschussanteile) ermittelte beizulegende Zeitwert beträgt T€ 376 (Vj.: T€ 376) und wird in dieser Höhe mit dem Erfüllungsbetrag der Schulden saldiert. Erträge aus der Verminderung des Deckungskapitals in Höhe von T€ 10 (Vj.: T€ 19) wurden mit Aufwendungen aus dem Zinsanteil der Veränderung der Pensionsrückstellung T€ 8 (Vj.: T€ 17) unter den Zinsaufwendungen saldiert. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beläuft sich zum 31.12.2022 auf T€ 56 (Vj.: T€ 79). Effekte aus Änderungen des Zinssatzes für die Abzinsung von Pensionsrückstellungen sind im Finanzergebnis enthalten. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen, wie im Vorjahr, vor allem ausstehende Lieferantenrechnungen, Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich, insbesondere für Erfolgsbeteiligungen von Mitarbeitern und noch nicht genommene Urlaube sowie für Garantieansprüche, Provisionen und sonstige ungewisse Verpflichtungen. Bei der erstmaligen Erfassung einer langfristigen Rückstellung erfolgt die Abzinsung mit der Bruttomethode. Verbindlichkeiten
* a): Grundpfandrechte
Im Vorjahr teilen sich die Verbindlichkeiten wie folgt auf:
* a): Grundpfandrechte
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen assoziierte Unternehmen in Höhe von T€ 0 (Vj.: T€ 4). Latente Steuern Latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in der Handelsbilanz II und den steuerlichen Wertansätzen in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung bzw. -entlastung berücksichtigt. Daneben werden aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt, soweit deren Realisierung hinreichend wahrscheinlich ist. Latente Steuern entstehen durch Unterschiedsbeträge bei den nachfolgenden Bilanzpositionen:
Der Ermittlung liegen im Wesentlichen ein Steuersatz von rund 11,5 % bzw. 27,6 % (Vj.: 11,5 % bzw. 27,6 %) bei inländischen Gesellschaften sowie landesspezifische Steuersätze bei ausländischen Gesellschaften zugrunde. Die latenten Steuern werden grundsätzlich saldiert ausgewiesen. Die latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:
D. Angaben und Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die Geschäftsfelder wie folgt:
Die Umsatzerlöse entfallen zu rd. 38 % (Vj.: 32 %) auf das Inland. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von T€ 3.952 (Vj.: T€ 3.260) enthalten. Aperiodische Erträge sind in Höhe von T€ 7.528 (Vj.: T€ 4.035) enthalten. Sie betreffen im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen und Gewinne aus Anlagenabgängen. Daneben sind Erträge aus einem Asset Deal in USA in Höhe von T€ 10.233 (Vj.: T€ 0) sowie dem Verkauf des Geschäftsbereiches "Schutzverbauungen" in Höhe von T€ 1.982 (Vj.: T€ 0) enthalten. Abschreibungen In den Abschreibungen ist eine außerplanmäßige Abschreibung auf Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von T€ 6.549 (Vj.: T€ 0) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die angabepflichtigen Beträge nach § 314 Nr. 9 a) HGB belaufen sich auf T€ 216, nach Nr. 9 b) auf T€ 4, nach Nr. 9 c) auf T€ 106 sowie nach 9 d) auf T€ 3, insgesamt auf T€ 329. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kursverlusten in Höhe von T€ 3.918 (Vj.: T€ 2.098) enthalten. Aperiodische Aufwendungen sind in Höhe von T€ 407 (Vj.: T€ 110) enthalten. Hierbei handelt es sich um Verluste aus Anlageabgängen. Daneben sind T€ 11.240 (Vj.: T€ 0) Aufwendungen im Zusammenhang mit Neufinanzierung und für Sanierungsgutachten sowie T€ 2.875 (Vj.: T€ 0) für Interimsmanagement enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Steueraufwand des Berichtsjahres des Pfeifer-Konzerns enthält neben gezahlten oder zusätzlich geschuldeten Steuern einzelner einbezogener Unternehmen mit T€ 1.935 (Vj.: T€ 181) den Aufwand aus der Abgrenzung von latenten Steuern. E. Angaben zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus zum 31.12.2022 bestehenden Miet- und Leasingverträgen betragen insgesamt T€ 16.003 (Vj.: T€ 18.696). Die Verpflichtungen teilen sich wie folgt auf:
Vorteile des Leasings liegen in der Bilanzneutralität sowie Schonung der Liquidität. Allerdings erwirbt der Leasingnehmer kein Eigentum am Leasinggut und hat somit bei Nichtnutzung nur eingeschränkte Möglichkeiten einer Verwertung. Das Bestellobligo aus Investitionsprojekten betrug T€ 642 (Vj.: T€ 1.217). Die Pfeifer-Gruppe hat einen Teil ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wege des echten Factorings an eine Bank verkauft. Zweck des Geschäfts ist primär die kurzfristige Liquiditätsverbesserung, daneben die Verbesserung der Kapitalstruktur. Vorteile bestehen zudem in der Abgabe des Delkredererisikos, wesentliche Risiken sind nicht ersichtlich. Zum Bilanzstichtag waren T€ 7.909 (Vj.: T€ 8.601) sowie TUSD 0 (Vj.: TUSD 262) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an einen Factor verkauft. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden zur Abdeckung von Fremdwährungsrisiken eingesetzt. Die Pfeifer-Gruppe hat zum 31.12.2022 Kurssicherungsgeschäfte über TUSD 0 (Vj.: TUSD 6.234) sowie TGBP 0 (Vj.: TGBP 1.600) abgeschlossen. Der Marktwert betrug T€ 0 (Vj.: T€ - 34). Aufgrund des Realisationsprinzips werden positive Marktwerte in der Bilanz nicht ausgewiesen. Für negative Marktwerte, mit Ausnahme geschlossener Positionen, wurden Rückstellungen gebildet. Die angegebenen Marktwerte der Finanzderivate entsprechen jeweils dem Preis, zu dem ein unabhängiger Dritter die Rechte und/oder Pflichten aus diesem Finanzinstrument übernehmen würde. Bewertungseinheiten nach § 254 HGB Im Berichtsjahr gab es keine Bewertungseinheiten nach § 254 HGB. Im Vorjahr wurde dem Währungsrisiko in Höhe von TUSD 6.234 sowie TGBP 1.600 durch Devisentermin- bzw. Devisenswapgeschäfte im Rahmen von Microhedges Rechnung getragen. Die Grundgeschäfte waren dabei zu 100 % abgesichert und zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Die Wirksamkeit der gebildeten Bewertungseinheiten wird nach der Critical Terms Match-Methode beurteilt. Aufgrund Fristigkeit, Betrags- sowie Währungsidentität der Grund- und Sicherungsgeschäfte und aufgrund der gegenläufigen Bewertungsparameter ist mit einem vollständigen Ausgleich im nächsten Geschäftsjahr zu rechnen. F. Anteilsbesitz zum 31.12.2022
G. Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Das Wirtschaftsjahr 2022 war geprägt von der laufenden Restrukturierung und der damit verbundenen Erstellung des von den Konsortialbanken im Dezember 2021 geforderten IDW S6-Gutachtens. Dieses wurde von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Sanierungsgutachten erstellt. Das Sanierungsgutachten wurde am 16.12.2022 nach Abschluss der Konsortialfinanzierung geschlossen. Hierin wurde die Sanierungsfähigkeit der Pfeifer-Gruppe bestätigt. Diese Einschätzung erfolgt unter der Voraussetzung, dass die Pfeifer-Gruppe die im Gutachten aufgeführten Maßnahmen umsetzt, so dass aufgrund der im Sanierungskonzept beschriebenen Sachverhalte, Erkenntnisse, Maßnahmen und plausiblen Annahmen die Pfeifer-Gruppe bei objektiver Betrachtung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit saniert werden kann und somit zutreffend von einer positiven Fortbestehens- und Fortführungsprognose ausgegangen werden kann, die für die Sanierung geplanten und in Teilen bereits umgesetzten Maßnahmen zusammen objektiv geeignet sind, die Gruppe in überschaubarer Zeit nachhaltig zu sanieren und die Sanierung infolge ihrer bereits in den Anfängen erfolgten Umsetzung ernsthafte und begründete Aussichten auf Erfolg hat. H. Ergänzende Angaben Geschäftsführung PFEIFER Verwaltungs-GmbH, Memmingen, als alleinige Komplementärin, vertreten durch ihre Geschäftsführer
Herr Gerhard Pfeifer und Herr Marcus Brüning waren einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Herren Heiko Stähle, Alexander Zanocco und Carlos Carranza sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die PFEIFER Verwaltungs-GmbH ist mit einem gezeichneten Kapital in Höhe von T€ 26 ausgestattet. Die Bezüge der Geschäftsführung beliefen sich auf T€ 592. Beirat Am Bilanzstichtag setzte sich der Beirat wie folgt zusammen:
Die Bezüge des Beirats beliefen sich auf T€ 661 (Vj.: T€ 61). Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten teilt sich wie folgt nach Gruppen auf:
In der Gesamtzahl 2022 sind wie im Vorjahr keine Mitarbeiter bei Gemeinschaftsunternehmen entsprechend dem Beteiligungsanteil enthalten. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge besonderer Bedeutung aufgetreten. Ergebnisverwendungsvorschlag des MutterunternehmensDer Jahresfehlbetrag des Mutterunternehmens von T€ 19.357 wurde entsprechend den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags den gesondert zu führenden Verlustanteilskonten der Gesellschafter belastet. Befreiende Wirkung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss hat befreiende Wirkung gemäß § 264b HGB unter den dort genannten weiteren Voraussetzungen für die Pfeifer Holding GmbH & Co. KG, Memmingen. Der Konzernabschluss hat gemäß § 264 Abs. 3 HGB befreiende Wirkung für folgende Gesellschaften:
Memmingen, den 10. Mai 2023 Pfeifer Holding GmbH & Co. KG Die Komplementärin PFEIFER Verwaltungs-GmbH vertreten durch ihre Geschäftsführer gez. Heiko Stähle gez. Alexander Zanocco gez. Carlos Carranza Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzern-Eigenkapitalspiegel
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Pfeifer Holding GmbH & Co. KG, Memmingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Pfeifer Holding GmbH & Co. KG, Memmingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Pfeifer Holding GmbH & Co. KG, Memmingen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf Abschnitt G. im Anhang sowie auf Abschnitt "Prognose und Chancenbericht" des Konzernlageberichts, in dem die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass es Voraussetzung für eine weiterhin positive Entwicklung ist, dass durch die bereits eingeleiteten und noch umzusetzenden weiteren Maßnahmen die Liquidität und Ertragskraft der Pfeifer-Gruppe nachhaltig hergestellt wird. Wie in Abschnitt G. dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kempten (Allgäu), den 10. Mai 2023 ATG
gez. Slabon, Wirtschaftsprüfer gez. Vogl, Wirtschaftsprüfer |
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