Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 41518
Eingetragen
7.6.2021
Branche
Herstellung von Sägen und von Maschinenwerkzeugen für die HolzbearbeitungHerstellung von Paletten und anderen Ladungsträgern aus HolzHerstellung von Verpackungsmitteln aus Holz und von Böttcherwaren
Gegenstand
Betrieb eines Sägewerks, namentlich die industrielle Be- und Verarbeitung von Holz sowie Herstellung von Produkten aus Holz im weitesten Sinne, einschließlich Leimholz, Holzabfallproduktion und der Betrieb eines Heizkraftwerks.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Thomas Kienz
seit 26.7.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
HS Timber Industrieinvest GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HS Timber Services GmbH

Kodersdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Gewinn- und Verlustrechnung das Rumpfgeschäftsjahr 2021

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr 2021

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr 2021

Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2017

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HS Timber Services GmbH, Kodersdorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HS Timber Services GmbH, Kodersdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HS Timber Services GmbH, Kodersdorf, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter-falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 23. Mai 2022

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kathleen Hennig, Wirtschaftsprüferin

Sebastian Koch, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 01.04.2021 *
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 52.357,43 75.390,39
2. Geschäfts- oder Firmenwert 228.571,43 250.000,00
280.928,86 325.390,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.070.854,40 17.543.976,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 48.888.383,25 42.251.029,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.993.814,08 3.148.350,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 19.681.777,66 6.069.385,50
89.634.829,39 69.012.742,25
89.915.758,25 69.338.132,64
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.094.069,10 1.520.107,78
2.094.069,10 1.520.107,78
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 762.773,53 0,00
2. Sonstige Vermögensgegenstände 589.168,64 0,00
1.351.942,17 0,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 197.764,37 100.000,00
3.643.775,64 1.620.107,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.102,57 5.829,23
93.568.636,46 70.964.069,65

Passiva

31.12.2021 01.04.2021 *
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 35.452.699,06 10.352.699,06
III. Jahresüberschuss 1.289.232,50 0,00
36.766.931,56 10.377.699,06
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 88.568,32 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 978.142,03 336.769,61
1.066.710,35 336.769,61
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.571.428,58 36.446.562,50
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.080.871,02 924.159,81
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 29.103.876,94 21.000.000,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.978.818,01 1.878.878,67
davon aus Steuern EUR 99.322,79 (Vj. EUR 0,00)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 2.240,00 (Vj. EUR 0,00)
55.734.994,55 60.249.600,98
93.568.636,46 70.964.069,65

*) vom Rechtsvorgänger übernommene Buchwerte im Rahmen der Gründung

Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. Dezember 2021

01.04.2021 bis zum 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 37.143.918,50
2. Sonstige betriebliche Erträge 4.185,97
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 18,06
37.148.104,47
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.036.863,96
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.792.922,44
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.035.617,35
5. Abschreibungen 5.542.903,90
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.600.485,71
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 306,00
35.008.793,36
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 296.467,37
davon an verbundene Unternehmen 83.176,51
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen 15.395,77
296.467,37
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 533.315,32
9. Ergebnis nach Steuern 1.309.528,42
10. Sonstige Steuern 20.295,92
11. Jahresüberschuss 1.289.232,50

Anhang

A. Allgemeine Angaben

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die HS Timber Services GmbH, Kodersdorf (HRB 41518, Amtsgericht Dresden) wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 31. März 2021 gegründet und am 7. Juni 2021 in das Handelsregister eingetragen. Die Gesellschaft ist im Rahmen der Ausgliederung eines Teilbetriebs der HS Timber Productions GmbH, Kodersdorf, entstanden. Die übertragenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden hierbei mit dem Buchwert des Rechtsvorgängers angesetzt.

Die im Rahmen der Ausgliederung übertragenen Vermögensgegenstände und Schulden werden zudem als Eröffnungsbilanzwerte in der Bilanz gezeigt.

Die Rechnungslegung der HS Timber Services GmbH (HSTS) wird nach den Vorschriften zur Rechnungslegung im Dritten Buch des Handelsgesetzbuches (§§ 242 - 288 HGB) und den allgemeinen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Die Gesellschaft wendet für die Gliederung ihrer Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren an.

Das Geschäftsjahr der HSTS ist das Kalenderjahr. Ihr erstes Geschäftsjahr ist ein Rumpfgeschäftsjahr, das am 31. Dezember 2021 endet. Der vorliegende Abschluss enthält daher für alle Stromgrößen keine Vergleichsangaben.

Die HS Timber Services GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB. Wir weisen darauf hin, dass aus rechentechnischen Gründen in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben, usw.) auftreten können.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden die im Folgenden beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet. Bei den Bewertungen ist die Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände, soweit entgeltlich erworben, sind zu Anschaffungskosten bewertet, die gegebenenfalls um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert werden.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen.

Auf das gesamte Anlagevermögen werden, soweit erforderlich, Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Abschreibungsdauer liegt zwischen einem und 25 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250 netto werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst, für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten mit mehr als EUR 250 bis EUR 800 netto wird eine Sofortabschreibung im Jahr der Anschaffung durchgeführt.

Das Vorratsvermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel werden zum Nennwert bewertet. Erkennbare Risiken werden ausreichend durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten).

Auf der Aktivseite werden als Rechnungsabgrenzungsposten Auszahlungen angesetzt, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen. Der Ansatz erfolgt zum Nominalwert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

B. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Der durch die HS Timber Productions GmbH entgeltlich erworbene Firmenwert im Rahmen des Erwerbs eines großen Teils des Anlagevermögens der Klausner Holz Sachsen GmbH, Saalburg- Ebersdorf, wurde teilweise bei der Ausgliederung auf die HS Timber Services übertragen und wird über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wurde anhand der Restnutzungsdauer der erworbenen Gebäude (gewichtet 15,3 Jahre) ermittelt. Der Firmenwert repräsentiert im Wesentlichen das Know-how und die betrieblichen Abläufe sowie weitere nicht aktivierungsfähige Werte. Die Nutzung dieser Werte wird analog dem bestehenden Produktionsablauf gesehen. Die Gebäude stellen somit das sog. Leading Asset dar.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich solche aus Lieferungen und Leistungen und betreffen zudem den Gesellschafter.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Auszahlungen, die zukünftigen Perioden zuzurechnen sind. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Nutzungsgebühren für Software bzw. Wartungspauschalen.

4. Aktive latente Steuern

Die Gesellschaft hat vom Aktivierungswahlrecht bezüglich der aktiven latenten Steuern nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB keinen Gebrauch gemacht. Zum Bilanzstichtag bestehen unwesentliche Aktivüberhänge auf Grund steuerlich abweichender Bewertungsvorschriften für Rückstellungen.

5. Eigenkapital

Die Gesellschaft wurde im Berichtsjahr mit einem Stammkapital von TEUR 25 gegründet. Zudem wurden Vermögensgegenstände und Schulden im Rahmen der Gründung in die Gesellschaft eingelegt und eine Zuzahlung in Höhe von TEUR 25.000 vorgenommen. Die sonstigen Zuzahlungen wurden in der freien Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB erfasst.

6. Rückstellungen

Die Zusammensetzung der Steuerrückstellungen zeigt folgende Tabelle.

Steuerrückstellungen [TEUR] 31.12.2021
Gewerbesteuerrückstellung 53
Körperschaftsteuerrückstellung 36
Summe 89

Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen zeigt die nachfolgende Tabelle.

Sonstige Rückstellungen [TEUR] 31.12.2021
Ausstehende Rechnungen 501
Personalkosten 452
Abschluss- und Prüfungskosten 25
Summe 978

In den Rückstellungen für Personalkosten sind unter anderem Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen enthalten. Die Bewertung dieser richtet sich nach der geltenden Jubiläumsordnung der Gesellschaft. Zudem wurde eine Fluktuationswahrscheinlichkeit in Abhängigkeit der jeweiligen Betriebszugehörigkeit zwischen 7 % und 90 % angenommen. Diese wurde anhand von Erfahrungswerten der HSTP ermittelt. Die Rückstellung wurde mit 1,35 % (15-jähriger Zins) abgezinst. Vom Gesamtbetrag der Rückstellung (TEUR 143) werden voraussichtlich TEUR 6 in 2022 fällig.

7. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitsspiegel 31.12.2021 Werte in TEUR
Restlaufzeit
< 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Insgesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.429 13.714 3.428 20.571
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.081 - - 4.081
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
aus Finanzierungen 29.104 - - 29.104
Sonstige Verbindlichkeiten 1.036 943 - 1.979
Gesamtsumme der Verbindlichkeiten 37.650 14.657 3.428 55.735

Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 20.571 (nebst Zinsen) erfolgt die Sicherung durch Grundschulden, Sicherungsübereignungen von Maschinen und maschinellen Anlagen sowie von Vorräten und die Abtretung von Ansprüchen aus Gebäude- und Zubehörversicherung.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich solche aus der Finanzierung. Hiervon sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 22.604 gegenüber der HS Timber Productions GmbH als alleiniger Gesellschafter. Auf diese besteht ein Rangtritt. Zudem bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.500 gegenüber verbundenen Unternehmen, welche in 2022 vollständig getilgt wurden.

Darüber hinaus bestehen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

8. Haftungsverhältnisse/sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen gemäß § 285 Nr. 3a HGB sonstige vertraglich fest vereinbarte finanzielle Verpflichtungen in folgender Höhe:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen [TEUR] 31.12.2021
a) Mieten und Leasingraten für betriebliche Transportmittel 1.306
b) Weitere Serviceverträge 445
c) Investitionen 11.361

Weitere Haftungsverhältnisse bestehen nicht.

9. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich im Rumpfgeschäftsjahr 2021 wie folgt:

Umsatzerlöse nach Produkten RGJ 2021
in TEUR %
Erlöse aus Lohnveredelung 32.001 86,15
Sonstige Erlöse (davon KWK) 4.889 13,16
Sonstige Erlöse 254 0,68
Summe 37.144 100,00
Umsatzerlöse nach Regionen RGJ 2021
in TEUR %
Inland 37.135 99,98
Ausland 9 0,02
Summe 37.144 100,00

10. Abschreibungen

Im Berichtszeitraum wurden Sofortabschreibungen auf geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von TEUR 57 vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen fanden im Rumpfgeschäftsjahr 2021 nicht statt.

11. Periodenfremdes Ergebnis

Es lagen keine periodenfremden Aufwendungen und Erträge im Rumpfgeschäftsjahr vor.

C. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführer

Geschäftsführer der HS Timber Services GmbH waren im Berichtszeitraum die Herren Mag. Jürgen Bergner, Wilfersdorf/Österreich und Dipl. Ing. Frank Badeda, Pirna/Deutschland, wobei keiner der Geschäftsführer bei der Gesellschaft angestellt ist.

2. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

3. Zahl der Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren nach § 267 HGB 347 Mitarbeiter beschäftigt, davon entfallen auf gewerbliche Mitarbeiter 323 und angestellte Mitarbeiter 25.

4. Honorare des Abschlussprüfers

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 25.

5. Konzernverhältnisse

Die Evergreen Privatstiftung, Wien/Österreich, erstellt einen Konzernabschluss, welcher im österreichischen Firmenbuch unter der Nummer 159520 p hinterlegt wird und in welchen der Abschluss der Gesellschaft einbezogen wird (kleinster und größter Kreis von Unternehmen).

Die Gesellschaft ist Tochtergesellschaft der HS Timber Productions GmbH, Kodersdorf, und hat ihren Sitz in D-02923 Kodersdorf, Industriestraße 1. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Betriebsstätten.

6. Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft hat im Rahmen der Strategie zur Zinssicherung sowie zur Gewährleistung einer hohen Planungssicherheit einen variabel verzinslichen Festzinssatz-Swap mit Nominalwerten von TEUR 5.081 am Bilanzstichtag und Restlaufzeiten bis Dezember 2023 eingesetzt. Zum Bilanzstichtag wies der Zinsswap einen negativen Marktwert in Höhe von TEUR 43 aus. Der Zeitwert wurde dem Marktpreisbestätigungsschreiben der Bank entnommen. Die Bewertung des Zinsswaps gibt die Einschätzung der Bank über den Wert des betreffenden Finanzinstrumentes zum Bilanzstichtag auf der Basis aktueller Marktdaten und unter Verwendung marktüblicher Bewertungsverfahren (mark-to-market) wieder. Der Zeitwert leitet sich nach Angaben der Bank vom indikativen Preis ab, den die Gesellschaft bei vorzeitiger Auflösung der laufenden Verträge zum Bilanzstichtag bzw. beim Rückkauf des Finanzinstrumentes zahlen müsste.

Aufgrund der verfolgten Sicherungsabsicht haben Risiken, die sich aus Marktwertschwankungen des Zinsswaps ergeben, grundsätzlich keinen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die laufenden Zinszahlungen werden im Zinsergebnis erfasst. Aus der Art, dem Umfang und der Struktur der gesamten Geschäfte, d. h. der Risikoexposition, ergibt sich, dass offene, nicht durch konkrete Sicherungsgeschäfte gedeckte Risiken nicht vorhanden sind. Da eine Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB vorliegt, werden negative Marktwerte, wie Reduktionen des Barwertes des abgesicherten Grundgeschäftes, nicht bilanziell berücksichtigt (sog. Einfrierungsmethode).

7. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Weitere Angaben

Ausschüttungsgesperrte Beträge bestehen nicht.

D. Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag fanden nicht statt.

 

Kodersdorf, 29. April 2022

Die Geschäftsführung der HS Timber Services GmbH

Mag. Jürgen Bergner

Dipl. Ing. Frank Badeda

Entwicklung des Anlagevermögens für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. Dezember 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.04.2021 * Zugänge Umbuchungen Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 518.768,18 554,64 0,00 519.322,82
2. Geschäfts- oder Firmenwert 394.736,84 0,00 0,00 394.736,84
913.505,02 554,64 0,00 914.059,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.282.409,45 408.506,52 0,00 22.690.915,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 58.737.117,33 9.074.510,41 1.492.755,38 69.304.383,12
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.763.780,92 1.531.838,60 0,00 8.295.619,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.069.385,50 15.105.147,54 -1.492.755,38 19.681.777,66
93.852.693,20 26.120.003,07 0,00 119.972.696,27
Summe Anlagevermögen 94.766.198,22 26.120.557,71 0,00 120.886.755,93
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.04.2021 * Abschreibungen des Geschäftsjahres Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 443.377,79 23.587,60 466.965,39
2. Geschäfts- oder Firmenwert 144.736,84 21.428,57 166.165,41
588.114,63 45.016,17 633.130,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.738.433,18 881.628,39 5.620.061,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.486.087,35 3.929.912,52 20.415.999,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.615.430,42 686.375,02 4.301.805,44
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
24.839.950,95 5.497.915,93 30.337.866,88
Summe Anlagevermögen 25.428.065,58 5.542.932,10 30.970.997,68
Buchwerte
Stand 31.12.2021 Stand 01.04.2021 *
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 52.357,43 75.390,39
2. Geschäfts- oder Firmenwert 228.571,43 250.000,00
280.928,86 325.390,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.070.854,40 17.543.976,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 48.888.383,25 42.251.029,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.993.814,08 3.148.350,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 19.681.777,66 6.069.385,50
89.634.829,39 69.012.742,25
Summe Anlagevermögen 89.915.758,25 69.338.132,64

*) vom Rechtsvorgänger übernommene Buchwerte im Rahmen der Gründung

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. Dezember 2021

1. Geschäftsbereiche

Mit Stichtag 31. März 2021 ist die Ausgliederung der Sägewerkeinheit der HS Timber Productions GmbH ("HSTP" als übertragende Rechtsträgerin) in die neu gegründete HS Timber Services GmbH ("HSTS" als übernehmende Rechtsträgerin) unter Anwendung des Umwandlungssteuergesetzes (Buchwertfortführung) erfolgt, wobei die HSTP alleinige Gesellschafterin der HSTS ist.

Die HS Timber Services GmbH ist eine Kapitalgesellschaft deutschen Rechts mit Sitz in Kodersdorf mit einem Stammkapital von TEUR 25. Ihre Geschäftsadresse ist Industriestraße 1 in 02923 Kodersdorf. Sie wurde am 7. Juni 2021 in das Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter HRB 41518 eingetragen. Das Geschäftsjahr der HSTS ist das Kalenderjahr. Ihr erstes Geschäftsjahr ist ein Rumpfgeschäftsjahr, das am 31. Dezember 2021 endet. Die Geschäftsführer der HSTS sind Herr Frank Badeda und Herr Mag. Jürgen Bergner, wobei die Organfunktionen der Geschäftsführer auf Ebene der HSTS autonom von jener der HSTP zu werten ist.

Im Zuge der Ausgliederung wurden alle dem Produktionsbereich zurechenbaren aktiven und passiven Wirtschaftsgüter sowie die in diesem Bereich tätigen Mitarbeiter von der HSTP an die HSTS übertragen. Weiter wurden zusätzlich Mitarbeiter des Finanz- und HR Bereichs übertragen, damit neben der technischen auch die kaufmännische Funktionsfähigkeit gegeben ist. Tragender Gedanke für die Ausgliederung ist die Trennung des Bereichs Holzhandel von der anlagen- und personalintensiven Produktion.

Mit dem Wirksamwerden der Ausgliederung traten zwischen der HSTP und HSTS auch zahlreiche vertragliche Beziehungen in Kraft. Die HSTS wird nunmehr für die HSTP im Rahmen eines Veredelungsvertrages (nicht exklusiv) tätig. Weiter werden gewisse konzernübergreifende Zentralfunktionen durch die HSTP als Dienstleistungen an die HSTS erbracht. Ein auf Ebene der HSTS entstehender Finanzierungs- und Liquiditätsbedarf wurde mittels geeigneter Instrumente zur Liquiditätssteuerung sichergestellt.

Es besteht eine umsatzsteuerliche Organschaft zwischen den beiden Gesellschaften, mit der HSTP als Organträgerin. Für körperschaft- und gewerbesteuerliche Zwecke besteht keine Organschaft.

Die HS Timber Services GmbH, Kodersdorf (im Folgenden die Gesellschaft genannt) sowie deren unmittelbarer Alleingesellschafter, die HS Timber Productions GmbH, gehören als Konzernunternehmen der HS Timber Group GmbH, Wien/Österreich, an und werden in den Konzernabschluss der obersten Muttergesellschaft, der Evergreen Privatstiftung, Wien/Österreich, einbezogen.

Die Konzernunternehmen der Evergreen Privatstiftung sind in unterschiedlichen Geschäftsbereichen tätig. Aufbauend auf der Familiengeschichte bildet die Holzindustrie mit drei Sägewerken samt Weiterverarbeitung sowie zwei Vollholzplattenproduktionsstandorten in Rumänien und dem Werk in Kodersdorf den wesentlichsten Teil der industriellen Unternehmenstätigkeit. Die Produktion von Bio-Brennstoffen (Pellets und Briketts) sowie die Erzeugung von Grünstrom in eigenen Kraft-Wärme-Kopplungs- (KWK) Anlagen ergänzen die Aktivitäten an den Sägewerk-Standorten der Gruppe.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft in Kodersdorf besteht im Betrieb eines Holzverarbeitungswerkes, Betrieb einer eigenen KWK-Anlage sowie der Produktion von Pellets. Bei Vollauslastung können 1,2 Mio. fm Rundholz eingeschnitten werden. Darüber hinaus hat das Werk eine Hobelkapazität von 430.000 m 3 und eine Trocknungskapazität von 600.000 m 3 Schnittholz.

Die Gesellschaft ist auf die Verarbeitung von Nadelholz (insbesondere Fichte und Kiefer) spezialisiert. Im Wesentlichen wird der Umsatz durch die Veredelung von Rundholz zu Schnittholz, Holzpellets und der Erzeugung von grünem Strom erzielt. Im Jahr 2021 wurden durch die Inbetriebnahme der zweiten Stufe der Pellets-Produktion für die Fertigung von Bio-Brennstoffen ein weiterer Produktionszweig etabliert.

2. Konjunkturelles Umfeld und Marktstruktur

Das Jahr 2021 war geprägt durch die Einflüsse der Coronapandemie, die ihren Haupteffekt in den Monaten März und April zeigte. In dieser Zeit stiegen die Arbeitslosenquote und die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland und weltweit deutlich. Im Sommer setzte ein Aufwärtstrend und damit ein Erholungsprozess der Wirtschaft ein, der bis in den Herbst hinein anhielt und in Folge einer weiteren Welle der Corona Pandemie zum Jahreswechsel wiederum deutlich abgebremst wurde. Weltweit wurde mit Konjunkturprogrammen auf die Krise reagiert.

3. Umsatz- und Ertragslage

Die Umsatzerlöse beliefen sich im Rumpfgeschäftsjahr April bis Dezember 2021 auf TEUR 37.144 und wurden im Wesentlichen im Bereich der Holzverarbeitung erwirtschaftet. Es wurde rund 784.976 fm Rundholz eingeschnitten.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 2021: TEUR 2.139. Die Umsatzrentabilität (bezogen auf das EBIT) lag 2021 somit bei 5,76 %.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug in 2021 TEUR 7.682.

Das Finanzergebnis beläuft sich im Berichtsjahr auf TEUR -296.

4. Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2021 aufgrund diverser Neu- und Ersatzinvestitionen, speziell der im Jahr 2021 in Betrieb genommenen Holzpelletproduktion, im Saldo um TEUR 20.578 auf TEUR 89.916 erhöht.

Das Umlaufvermögen der HS Timber Services GmbH beträgt zum Stichtag TEUR 3.644 und ist damit um TEUR 2.024 im Vergleich zum Geschäftsjahresanfangswert von TEUR 1.620 gestiegen. Hierin inbegriffen sind im Wesentlichen Forderungen aus Stromsteuerentlastungen nach § 9b und § 10 Abs. 1 StromStG und der Stromeinspeisung.

Die Bilanzsumme der Gesellschaft belief sich per 31. Dezember 2021 auf TEUR 93.569.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Stichtag TEUR 36.767. Gegenüber dem Geschäftsjahresbeginn erhöhte sich die Kapitalrücklage um TEUR 25.000. Die Eigenkapitalquote beträgt 39,29 %.

Weiterhin wird ein bestehendes eigenkapitalersetzendes nachrangiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 22.591 ausgewiesen. Unter Berücksichtigung dieses nachrangigen Gesellschafterdarlehens beträgt die Eigenkapitalquote 63,44 %.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen per 31. Dezember 2021 TEUR 20.571; dem gegenüber stehen liquide Mittel von TEUR 198, womit die Nettoverschuldung zum Bilanzstichtag TEUR 20.374 betrug. Die hohe Nettoverschuldung ist maßgeblich auf weitere Neuinvestitionen zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind alle in EUR, im Wesentlichen langfristiger Natur und variabel verzinst.

Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit betrug im Berichtsjahr TEUR 9.199. Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten belief sich auf TEUR -26.121. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrifft mit TEUR 17.020 eine Eigenkapitalzuführung von TEUR 25.100, Auszahlungen zur Bedienung der Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 15.875 und einer Neuaufnahme von Darlehen in Höhe von TEUR 8.091. Aus operativen Miet- und Serviceverträgen zukünftige Zahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 13.113.

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2021 durchschnittlich 347 Arbeitnehmer.

5. Risiko- und Chancenbericht

Durch die Einbindung in die HS Timber Group profitiert die Gesellschaft von der langjährigen Erfahrung hinsichtlich der Produktion in der holzverarbeitenden Industrie. Den Standort zeichnen im Bundesschnitt relativ günstige Personalkosten aus.

Ein wesentliches Risiko besteht aufgrund des im März 2020 weltweit ausgebrochenen Coronavirus fort. Als Risiken sind hier Einschränkungen im Waren- und Güterverkehr durch die Aufnahme von Grenzkontrollen sowie die Beschränkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit zu nennen. Aufgrund der großen Unsicherheit kann keine Quantifizierung dieser Risiken vorgenommen werden. Ein weiteres Risiko besteht in der aktuellen Entwicklung des Konfliktes in der Ukraine.

Weitere Risiken bestehen in folgenden Bereichen:

5.1. Zinsänderungsrisiko

Die HS Timber Services GmbH ist ausschließlich auf Basis variabler Zinsvereinbarungen mit Kreditinstituten sowie durch Gesellschafterdarlehen finanziert. Zur Absicherung werden zusätzlich Zinsswap-Vereinbarungen abgeschlossen.

5.2. Währungsrisiko

Im Berichtsjahr bestanden keine wesentlichen Währungsrisiken.

5.3. Marktrisiko

Durch laufende Anpassungen und Verbesserungen im Bereich Qualitätssicherung, insbesondere bei der Schnittholzsortierung sowie die regelmäßige Durchführung von Zertifizierungsaudits ist die Gesellschaft in der Lage, auf geänderte Marktbedingungen rasch und zeitnah zu reagieren. Im Bereich der Sägenebenprodukte besteht der Vorteil, dass die Gesellschaft nunmehr neben dem direkten Verkauf die Weiterveredelung zu Holzpellets anbieten kann. So können durch die Aufnahme der Pellets-Produktion am Standort zukünftig die anfallenden Sägenebenprodukte im Falle von nachhaltig schlechten Absatzmöglichkeiten zu Pellets weiterverarbeitet und vermarktet werden.

5.4. Beschaffungsrisiko

Wie in jedem Produktionsbetrieb besteht grundsätzlich die Herausforderung in der Beschaffung von Maschinen und Anlagenteilen, Ersatzteilen sowie Verbrauchsmaterialien.

5.5. Politisches Risiko

Die Gesellschaft ist in der Europäischen Union tätig. Innerhalb der Europäischen Union wird von keinem nennenswerten politischen Risiko ausgegangen.

5.6. Liquiditätsrisiko

In 2021 erhielt die Gesellschaft eine Kapitaleinlage in Höhe von TEUR 25.000 von der HS Timber Productions GmbH. Die Gesellschaft finanziert sich auch über Bankenkredite, welche zum Stichtag TEUR 20.571 betragen. Die Kreditverträge sehen die Einhaltung von Covenants vor, die durch dieses Jahresergebnis eingehalten wurden. Darüber hinaus besteht ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 22.591. Laut geplantem Cashflow ist eine ordnungsgemäße Bedienung der Finanzverbindlichkeiten sichergestellt.

5.7. Ausfallrisiko

Naturgemäß besteht das Risiko des Ausfalls von Maschinenteilen, wodurch es zu erheblichen Behinderungen in der Produktion kommen kann. Um sich gegen dieses Risiko abzusichern, hat die Gesellschaft eine All Risk- und Betriebsunterbrechungsversicherung abgeschlossen.

Darüber hinaus besteht das Risiko des Ausfalls von Kundenforderungen (Debitorenrisiko).

6. Prognosebericht

Für das Jahr 2022 ist ein Einschnitt von 973.167 fm geplant. Durch Erhöhung der Auslastung und Optimierung der Produktion im Bereich Sägewerk und Weiterverarbeitung gehen wir für das nächste Geschäftsjahr von einer höheren Produktionstätigkeit im Vergleich zu den entsprechenden neun Monaten im Jahr 2021 aus.

Diese Prognose wurde unter Berücksichtigung der anhaltenden Coronapandemie erstellt. Darüber hinaus sind negative Einflüsse durch die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine nicht auszuschließen. Aktuell können aufgrund der weiterhin bestehenden großen Unsicherheiten keine genauen Aussagen sowie eine Quantifizierung der Auswirkungen getroffen werden.

 

Kodersdorf, 29. April 2022

Die Geschäftsführung der HS Timber Services GmbH

Mag. Jürgen Bergner

Dipl. Ing. Frank Badeda

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