Hans Huber GmbH & Co. KG
Selbe AdresseMusikverlage
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Franz Anton Theodor Heindl seit 25.2.2026 | Vorstandsmitglied |
Carlo Georg Huber seit 13.7.2009 | Vorstandsmitglied |
Rainer Köhler seit 13.7.2009 | Vorstandsmitglied |
Oliver Dr. Rong seit 13.7.2009 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
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| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hans Huber GmbH & Co. KGBerchingKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022Geschäftstätigkeit Die HUBER-Gruppe entwickelt, fertigt und vertreibt qualitativ hochwertige Maschinen, Anlagen und Edelstahlausrüstungsteile für die kommunale und industrielle Wasseraufbereitung, Abwasserreinigung und Schlammbehandlung. Als international agierende Unternehmensgruppe hat sie sich in den letzten gut 150 Jahren erfolgreich auf dem Markt etabliert. HUBER bietet mit seinen mehr als 60 Tochterunternehmen und Repräsentanzen den weltweiten Kunden effiziente und innovative Lösungen, sowie kompetente Beratung und zuverlässigen Service. Mit mehr als 50.000 installierten Anlagen zählt HUBER zu den bedeutendsten Unternehmen der Branche und trägt so, mit angepassten Verfahren und einem breiten Produktportfolio, zur Lösung der weltweiten Wasserproblematik bei. Darstellung der Lage und des Geschäftsverlaufs Aufgrund der Endkonsolidierung zum 1. Januar 2022 von einem ausländischen im Vorjahr vollkonsolidierten Tochterunternehmen sowie einem im Vorjahr anteilsmäßig einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen sind die Vorjahresangaben nur bedingt mit den Angaben des Geschäftsjahres vergleichbar. Bezüglich der Auswirkungen der Veränderung des Konsolidierungskreises aufgrund oben genannter Endkonsolidierungen verweisen wir auf den Abschnitt "II. Konsolidierungskreis und -stichtag" des Konzernanhangs. Bei den Umsatzerlösen ist ein weiterer, deutlicher Anstieg um TEUR 77.605 (32,6%) auf TEUR 315.431 zu verzeichnen. Die Umsatzerlöse sind mit TEUR 67.416 (21,4%) auf das Inland und mit TEUR 248.015 (78,6%) auf das Ausland verteilt. Der Geschäftsbereich Mechanische Reinigung stellt dabei im Ausland mit TEUR 109.599 die stärkste Einzelposition dar, während im Inland der Geschäftsbereich Schlamm mit TEUR 20.312 führend ist. Die Gesamtkapitalrentabilität (Ergebnis nach Steuern / Gesamtkapital) beträgt im Geschäftsjahr 2022 13,8% (Vorjahr: 11,4%), die Eigenkapitalrentabilität (Ergebnis nach Steuern / Eigenkapital) macht in 2022 einen Prozentsatz von 21,2% (Vorjahr: 17,4%) aus. Die Umsatzrentabilität vor Steuern (Ergebnis vor Steuern / Umsatzerlöse) ist von 12,9% im Vorjahr auf 13,3% im Geschäftsjahr gestiegen. Die HUBER Gruppe konnte insgesamt ihre gute Position auf dem Markt weiter ausbauen. Bei den Materialaufwendungen ergibt sich im Verhältnis zu der Gesamtleistung trotz weiterhin hoher Materialeinkaufspreise eine Abnahme gegenüber dem Vorjahr (4,1%-Punkte), die in erster Linie auf Skaleneffekte, den Produktmix, aber auch auf Produktivitätsverbesserungen zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigen bezogen auf die Gesamtleistung prozentual um 2,3%-Punkte, bei den Personalkosten sinken diese um 1,2%-Punkte. Das Umsatzwachstum geht also mit unterproportionalen Kostensteigerungen beim Materialaufwand und im Personalbereich einher, während es beim sonstigen betrieblichen Aufwand zu leichten Zunahmen kommt. Daraus resultiert ein Anstieg des Jahresüberschusses im Vergleich zum Vorjahr um 31,2% auf TEUR 28.576. Dieser ist aufgrund der sehr guten operativen Geschäftsentwicklung trotz entsprechender Korrekturmaßnahmen durch Abwertungen bei den Finanzanlagen möglich. Der Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit hat im Geschäftsjahr 2022 TEUR 35.826 betragen. Die gesetzlichen Vertreter sehen das erreichte Ergebnis als sehr positiv an. Aufgrund der notwendigen Abschreibungen auf Ausleihungen, welche an ein bislang als Gemeinschaftsunternehmen ausgereicht wurden, weicht das erzielte Ergebnis jedoch von dem prognostizierten Wert ab. Vermögensstruktur Die immateriellen Vermögensgegenstände sinken, v.a. bedingt durch die Abschreibungen auf die Geschäfts- und Firmenwerte, um TEUR 888. Das Sachanlagevermögen steigt in Summe um 3,9% an, was in erster Linie auf die gestiegenen Anzahlungen für Anlagen im Bau zurückzuführen ist. Dies hat seine Hauptursache in der Errichtung weiterer Produktionskapazitäten, sowohl bei der Muttergesellschaft am Standort Berching als auch bei Huber Technology Inc. in USA. Bei den Finanzanlagen erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung auf Ausleihungen in Höhe von TEUR 5.650, welche an ein nunmehr endkonsolidiertes Gemeinschaftsunternehmen im Geschäftsjahr 2022 ausgereicht wurden. Die Vorräte sind dem Ausweis nach im Vergleich zum Vorjahr um den doppelten Wert gestiegen. Tatsächlich sind die echten Vorräte um ca. 9,1% gesunken. Dieser Wert wird allerdings durch niedrigere Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen aufgrund der Saldierungsmöglichkeit überkompensiert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben stichtagsbezogen in Summe aufgrund des weiteren Umsatzwachstums um TEUR 7.309 zugenommen. Die Entwicklung der liquiden Mittel wird in einer Kapitalflussrechnung dargestellt. Aus der Gegenüberstellung von Mittelherkunft und Mittelverwendung lässt sich folgende Kapitalflussrechnung herleiten:
Die Kapitalflussrechnung weist im Geschäftsjahr 2022 einen zahlungswirksamen Abfluss des Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 5.453 und eine Veränderung in Höhe von TEUR 4.478 durch konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen aus. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der einen Mittelzufluss von TEUR 35.826 zeigt, ist - ausgehend vom Periodenergebnis von TEUR 28.576 - von den Veränderungen im Working Capital sowie den Abschreibungen geprägt. Bei den Investitionstätigkeiten ergibt sich ein negativer Cashflow in Höhe von TEUR -24.357. Im Bereich der Finanzierungstätigkeit weist der Cashflow einen Mittelabfluss in Höhe von TEUR -16.922 aus. Kapitalstruktur Beim Eigenkapital ergibt sich eine deutliche Erhöhung um TEUR 8.506, die Eigenkapitalquote liegt damit bei 64,9% (Vorjahr: 65,6%). Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 8.094 gestiegen. Die Erhöhung wird sowohl durch die Steuerrückstellungen, als auch durch die Sonstigen Rückstellungen verursacht. Die Verbindlichkeiten haben in Summe um TEUR 2.142 abgenommen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Sonstigen Verbindlichkeiten sind zurückgegangen, während die Bankverbindlichkeiten aufgrund einer Darlehensaufnahme bei der Huber Technology Inc., für die Finanzierung der neu zu schaffenden Produktionskapazitäten, zugenommen haben. Die Liquiditätssituation der HUBER Gruppe insgesamt ist mit liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 48.051 weiterhin sehr gut. Es wurden alle bestehenden Bankverbindlichkeiten regulär zurückgeführt und neben dem oben beschriebenen neu aufgenommenen Investitionsdarlehen durch die Huber Technology Inc. keine weiteren wesentlichen Darlehen aufgenommen. Zum 31. Dezember 2022 bestanden ausreichende Kreditlinien. Diese mussten im Geschäftsjahr 2022 nicht wesentlich in Anspruch genommen werden. Interne Organisation, Produkte, Märkte Die Corona bedingte angespannte globale Wirtschaftslage hat sich durch den Beginn des Ukrainekrieges Anfang 2022 nochmals deutlich verschlechtert. Die daraus entstandenen politisch gegensätzlichen Strömungen, gerade auch der großen Handelsnationen, sorgen für weitere Verunsicherungen auf den Märkten. Stark gestiegene Haushaltsausgaben wirken sich auf die Umsetzung dringend benötigter Infrastrukturmaßnahmen negativ aus. Die Nachfrage und Projektaktivität im Bereich Wasser und Abwasser war in den ersten Monaten des Jahres ungebrochen hoch. In der zweiten Jahreshälfte war in einzelnen Regionen ein verhalteneres Marktgeschehen spürbar. Stark volatile Materialpreise einhergehend mit teils explodierenden Energiepreisen und stark steigende Lohnkosten sind eine enorme Herausforderung im Angebotswesen und hier speziell für länger laufende Projekte. Eine ähnliche Situation ergibt sich im Auftragsbestand. Hier wurden intensive Verhandlungen und Gespräche mit den Kunden geführt, bei denen jedoch nur teilweise eine Anpassung erzielt werden konnte. Die Anpassung der Verkaufspreise an die immer wieder kurzfristig stark gestiegene Kostensituation erfolgte so zeitnah wie möglich. Diese vorausschauende Handlungsweise zeigte ein gutes Ergebnis in der Nachbetrachtung und bestätigte jeweils die entsprechend getroffenen Maßnahmen. Neben der Kostenentwicklung lagen die Herausforderungen in verschiedenen Logistik- und Kapazitätsthematiken. Auf der Versandseite ist hier speziell die Verfügbarkeit von Transportkapazitäten im See- und Straßenbereich und die Be- und Entladung an den Häfen zu nennen. Damit einhergehend war eine Vervielfachung der Transportkosten zu verzeichnen, die nur zum Teil umgelegt werden konnten. Die verfügbaren Kapazitäten haben sich in der zweiten Jahreshälfte verbessert bei einem nach wie vor hohen Kostenniveau. Speziell die Verfügbarkeit von Elektronikbauteilen sowohl auf Kunden- als auch Lieferantenseite führte vielfach zu Verzögerungen im Projektablauf und damit zu höheren Aufwendungen, die nicht immer kompensiert werden konnten. Das verhaltene Marktgeschehen in den wirtschaftlich schwächeren Märkten hat sich fortgesetzt. Eine leichte Erholung gab es nur in wenigen der betroffenen Märkte. In eher wirtschaftlich starken Märkten ist nach wie vor ein positiver Grundtenor vorhanden. Wo zusätzliche Förderprogramme auf den Weg gebracht wurden, ist eine gute Stimulierung des Marktgeschehens spürbar. Aufgrund der sich rasant veränderten Rahmenbedingungen kann eine klare Aussage über globale Branchenentwicklungen derzeit nicht abgegeben werden. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die Branchenentwicklung sich deutlich stabiler als die Entwicklung der Weltwirtschaft gezeigt hat. Die Geschäftsentwicklung lag über dem Vorjahresniveau. Die im Laufe des Jahres besser werdenden Reisemöglichkeiten, speziell auch für internationale Reisen, wurden intensiv genutzt. Aufgeschobene und ausgesetzte persönliche Treffen mit den verschiedenen Stakeholdern vor Ort sorgten für eine stark verbesserte Kommunikation. Dabei werden die Vorteile der digitalen Kommunikation weiter optimiert eingesetzt. Für die Anwendungen im Bereich der Mechanischen Reinigung konnte die Führungsposition weltweit gehalten werden. Die ausgeführten Projekte reichen von einer Vielzahl von kleinen und mittleren Anlagen bis hin zu sehr großen Abwasseranlagen. Eine kontinuierliche Verbesserung der bestehenden Produktpalette sowie die Entwicklung neuer und innovativer Aggregate und Verfahren gewährleistet die technische und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit. Nach wie vor nimmt die Klärschlammbehandlung einen wachsenden Anteil am Portfolio ein. Die konventionellen mechanischen und thermischen Anlagen zur Klärschlammbehandlung nehmen eine führende Rolle ein. Die Marktpräsenz konnte in vielen Märkten verstärkt werden. Im Bereich Produktion wurden die Optimierungsmaßnahmen der letzten Jahre fortgeführt und ausgeweitet. Es zeigen sich nachhaltig positive Ergebnisse sowohl bei produktspezifischen Verbesserungen als auch bei allgemeinen Effizienzsteigerungen. Im Bereich der Digitalisierung wurden unterschiedliche Themenfelder evaluiert und angestoßen. U.a. wurden weitere Shopfloorboards sowie Logistikprozesse digitalisiert und innovative Werkzeuge im Bereich der Lager- und Kommissionierbereiche eingeführt. Der Kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) wurde in der Fertigung weiter ausgebaut und ist im Tagesgeschäft voll integriert. U.a. werden auch Arbeitsplätze nach der 5S-Methodik optimiert. Daraus resultieren fortlaufende und spürbare Verbesserungen im Bereich der Produkt- und Prozessqualität. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde mit dem Bau einer insgesamt ca. 7.000 m 2 großen neuen Produktionshalle speziell für den Schweißbereich inkl. Sozialbereich u.a. mit Brotzeit- und Besprechungsräumen begonnen. Im Wesentlichen wird mehr Platz in diesem Bereich geschaffen sowie die weitgehende Auflösung der Schichtarbeit ermöglicht. Darüber hinaus werden insgesamt Wachstumsmöglichkeiten auch in vorgelagerten Fertigungsbereichen geschaffen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden in den Gesellschaften in China und den USA die neu errichteten Standorte im Bereich der Produktionsprozesse weiter optimiert und z.T. zusätzliche Produktverlagerungen (USA) umgesetzt. Es findet ein sehr regelmäßiger und intensiver Austausch zwischen den einzelnen Produktionswerken statt. Die Vorort-Besuche wurden ebenfalls wieder stark intensiviert. Bei der Tochtergesellschaft HUBER USA ist die Planung zur Produktionserweiterung erfolgreich fortgeführt und mit dem Bau begonnen worden. Der Spatenstich fand im 3. Quartal 2022 statt. In der Technik sind Neu-Produktentwicklungen nach dem internen HUBER Entwicklungsprozess (HIP) bearbeitet worden. Es konnten einige HIP-Meilensteintermine erreicht, Prototypen gefertigt, getestet sowie Neuheiten im Markt platziert werden. Bei bestehenden Produkten wurden u.a. Konstruktionsmodelle überarbeitet und optimiert (ReDesign). Die Weiterentwicklung der Berechnungswerkzeuge (z.B. FEM-Simulationen) im Bereich der Produktauslegungen ermöglicht umfassende Belastungsanalysen bereits lange bevor der erste Prototyp gebaut und unter realen Bedingungen getestet wurde. Zusätzlich werden immer häufiger für diverse Anwendungsfälle auch verfahrenstechnische Simulationen eingesetzt. Dies reduziert signifikant nachgelagerte produkt- und anwendungsspezifische Probleme. Das Produktdatenmanagement-System PDM ist in allen Unternehmensbereichen und in einer Vielzahl von Gruppengesellschaften im Einsatz. Damit ist eine effiziente, gesellschaftsübergreifende Zusammenarbeit sowohl bei Kundenaufträgen als auch bei Neuentwicklungen und ReDesign-Projekten möglich. Dadurch können Anforderungen unterschiedlicher Märkte noch besser in die HUBER Produkte einfließen und konzernweit Konstruktionskapazitäten besser verteilt und genutzt werden. Es werden im jährlichen Turnus definierte Wertanalyse-Projekte zur Kostensenkung umgesetzt. Es wird gezielt daran gearbeitet, die Wertschöpfung dorthin zu übertragen, wo dies die Unternehmens- und Konzernziele unterstützt. So übernehmen heute vorrangig produzierende Gesellschaften operative, konstruktive Tätigkeiten und erstellen zusätzlich Zeichnungen und Skizzen im Bereich der Angebotserstellung und Anlagenplanung. Im Bereich der Teilebeschaffung (Versorgung) hat sich die Situation im Laufe des Jahres Schritt für Schritt verbessert. So haben sich die Wiederbeschaffungszeiten zwar noch nicht durchgängig, aber doch bei einigen Komponenten spürbar normalisiert. Die steigende Preisentwicklung der Zukaufkomponenten stellte weiterhin eine sehr große Herausforderung dar. Durch individuelle Maßnahmen wurde versucht, diese Auswirkungen für HUBER zu begrenzen. Die Termintreueauswertungen für Lieferanten werden in einem regelmäßigen Turnus mit den Lieferanten diskutiert und bei Abweichungen kurzfristig Maßnahmen eingeleitet. Personal Nachdem die Jahre 2020 und 2021 stark von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt waren, war es ab April 2022 erstmals wieder möglich im größeren Stil Präsenz in den Büros zu zeigen bzw. Meetings in Präsenz abzuhalten. Auch Zusammenkünfte, in denen der berufliche Charakter eine eher untergeordnete Rolle spielte, waren wieder möglich. Exemplarisch seien hier die 150 Jahrfeier, die Jubilarfeiern der langjährigen Mitarbeiter und das Sommerfest genannt. Die Möglichkeit der Präsenz, sowie die das WIR-Gefühl stärkenden Veranstaltungen führten zu Beginn des zweiten Halbjahres 2022 zu einer zunächst leichten, im weiteren Verlauf des Jahres 2022, zu einem deutlichen Rückgang der während der Pandemie gestiegenen Fluktuationsquote. Die Einarbeitung und somit auch die Integration neuer Mitarbeiter war plötzlich wieder in Präsenz möglich, was unweigerlich zu einer größeren Identifikation und somit einer gestiegenen Zufriedenheit der neuen Kollegen führte. Infolge des erfreulichen Geschäftsverlaufes einerseits sowie des immer deutlicheren Arbeitskräfte-/Fachkräfteengpasses, stellte die Mitarbeitergewinnung, vor allem aber deren Bindung, weiterhin eine der größten Herausforderungen für das weitere Wachstum des HUBER Konzerns dar. Mit zielgerichteten Initiativen wurde und wird versucht, die richtigen Antworten auf die demografischen Herausforderungen sowie das sich immer schneller drehende Mitarbeiterkarussell zu finden. Am Standort in Berching wird neben dem Recruiting von Akademikern und Facharbeitern vor allem die Berufsausbildung weiterhin als zentrale Maßnahme gesehen, um den Fachkräftebedarf von morgen langfristig zu sichern. Mit insgesamt neun Ausbildungsberufen und zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten bietet das Unternehmen derzeit 64 jungen Menschen (Vorjahr 59) umfangreiche Perspektiven. 2022 gelang es nach 3-jähriger Durststecke erstmals wieder alle ausgeschriebenen Ausbildungsstellen erfolgreich zu besetzen. Darüber hinaus hat sich das Duale Studium in den Bereichen Umwelttechnik und Wirtschaftsingenieurwesen inzwischen als feste Größe etabliert. Ab Mitte des Jahres 2022 war der Besuch von Recruiting-Veranstaltungen an Hochschulen sowie Ausbildungsmessen endlich wieder möglich. Darüber hinaus wurde an der während der Pandemie initiierten Webinar-Reihe, in welcher Auszubildende und Duale Studenten sowie deren Ausbilder über ihren Alltag berichteten, festgehalten. Der Kontakt und die Zusammenarbeit mit mehreren deutschen Hochschulen hat weiterhin Bestand, insbesondere bei Forschungsansätzen zur Abwasserbehandlung. Aus dieser Zusammenarbeit resultieren verstärkt Praktika sowie Bachelor- und Masterarbeiten. Die Fort- / Weiterbildung der Stammbelegschaft in Form von Präsenzveranstaltungen spielte auch im Jahr 2022 eine eher untergeordnete Rolle. Die Bedeutung von kompakten Webinaren von 1 - 2 Std. Dauer hingegen hatte weiterhin Bestand. Diese Form der Wissensvermittlung wird sich als Ergänzung zu den bisherigen Formen sicherlich nachhaltig etablieren, wenngleich die Rückkehr zu Präsenzveranstaltungen ab 2023 wieder zunehmen dürfte. Das im Jahr 2020 eröffnete Forum, welches zwei Jahre nur eingeschränkt genutzt werden konnte, erfreut sich inzwischen großer Beliebtheit. So konnte die Anzahl der täglich, die Cafeteria nutzenden Kollegen von durchschnittlich 50 Essen am Tag in den Jahren 2020 bis 2022 auf über 80 Essen gesteigert werden. Zudem stoßen wir mit der Kapazität der neuen Besprechungsräume an manchen Tagen bereits wieder an unsere Grenzen. Somit hat sich das Forum in kürzester Zeit als kommunikativer Mittelpunkt für Kundenbesuche, Besprechungen, Schulungen, Verpflegungsstätte und Raum für den interdisziplinären Austausch etabliert. Auch für den im Dezember 2022 erstmals in der Firmengeschichte durchgeführten Weihnachtsmarkt diente die Terrasse des Forums als Zentrum aller angebotenen Attraktionen. Infolge des positiven Geschäftsverlaufes wurde auch im Jahr 2022 die Belegschaft sowohl am Stammsitz in Berching als auch in einigen Ländergesellschaften ausgebaut. Neben dem Stammhaus in Berching (+6,1%) war dies vor allem in den USA (+29%) sowie bei Mena Water (+21%) der Fall. Insgesamt wuchs die Konzernbelegschaft von 1.201 Mitarbeitern Ende 2021 auf 1.285 Mitarbeiter (+7%) Ende des Jahres 2022. Mit der wachsenden Bedeutung einzelner Ländergesellschaften, exemplarisch seien hier die Töchter in den USA und Italien genannt, gewinnt das Heben von Synergien zwischen Mutterkonzern und Tochtergesellschaften eine immer größere Bedeutung. So auch im Bereich Personal. Wo sinnvoll wird versucht beim Mutterkonzern bereits etablierte Prozesse auf die Tochterunternehmen auszurollen bzw. wo möglich mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. So ist für das Jahr 2023 geplant, die US Tochter mit den bei der HSE gemachten Erfahrungen, beim Aufbau eines Vergütungssystems zu unterstützen. Durch die Umsetzung der strategischen Projekte und dem daraus resultierenden, weiterhin sehr erfolgreichen Geschäftsverlauf bleibt die HUBER Gruppe auch über das Jahr 2022 hinaus sowohl national, als auch international ein attraktiver Arbeitgeber. Nachhaltigkeit Nachhaltiges Wirtschaften ist für die HUBER Gruppe ein selbstverständliches Unternehmensziel. Das Handeln von HUBER wird im Hinblick auf Ressourcenverbrauch, Emissionen und soziale sowie gesellschaftspolitische Auswirkungen bewertet. Die kontinuierliche und systematische Analyse externer Rahmenbedingungen sowie die Berücksichtigung von sozialen und ökologischen Aspekten bei Entscheidungen sind wesentliche Elemente unseres Nachhaltigkeitsmanagements. Unserem seit 1997 bei der SE eingeführten Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 und EMAS wurde auch 2022 von einem externen Auditor bestätigt, dass alle Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 eingehalten werden. Mit einem ganzheitlichen Umweltmanagement sind wir kontinuierlich bestrebt, den Ressourcenverbrauch zu optimieren und die Umweltauswirkungen zu minimieren. Es wird angestrebt, die jeweils ökologisch wie wirtschaftlich nachhaltigste Energieressource zu nutzen. Alle Aktivitäten einer nachhaltigen Unternehmensführung der Jahre 2021 und 2022 wurden im HUBER Nachhaltigkeitsbericht 2023 dargestellt. Der Bericht wurde nach GRI 4.0 erstellt und wurde im Juli 2023 veröffentlicht. Er steht allen interessierten Stakeholdern über www.huber.de zur Verfügung. Der nächste HUBER Nachhaltigkeitsbericht für das Jahr 2025 wird nach CSRD im Jahr 2026 veröffentlicht. Risiken Um das Währungsrisiko aller Konzerngesellschaften in der HUBER SE zu konzentrieren und das Wissen bezüglich der Währungsabsicherungsmöglichkeiten in Berching zu bündeln, ist man bemüht, die Absicherung möglichst bei der Huber SE abzuwickeln. Dies wurde bisher bei den Währungen USD sowie GBP größtenteils umgesetzt. Zur Absicherung von Währungsrisiken werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Politische Risiken in einzelnen Ländern versucht man durch eine geographisch breite Aufstellung zu minimieren. Projektrisiken werden durch ein stringentes Projektcontrolling und Risikoanalysen, die bereits in der Angebotsphase beginnen, minimiert. Die Zinsrisiken, soweit im Berichtszeitraum vorhanden, wurden und werden rechtzeitig auf günstigem Niveau und längerfristig abgesichert. Die Gesellschaft hat alle Haftungsrisiken ausreichend versichert und wird keine unkalkulierbaren Wagnisse eingehen. Finanzierungsrisiken sind bei der derzeitigen Finanzlage nicht ersichtlich. Dem Lieferantenrisiko wurde durch die Erstellung von Qualitätssicherungsvereinbarungen sowie die zusätzlich implementierte Bewertungssystematik in dem Bereich Lieferantentermintreue Rechnung getragen. Die Ukrainekrise spiegelt sich neben den allgemeinen, negativen Auswirkungen insbesondere im Marktgeschehen in den direkt beteiligten Ländern wider. Hier wird auch mittelfristig mit keiner Erholung gerechnet. Ausblick und Chancen Es wird mit einem weiteren wesentlichen Anstieg des Umsatzes auch aufgrund der Fertigstellung von Großprojekten gerechnet. Dabei wird trotz angespannter Kostensituation eine stabile Umsatzrentabilität erwartet. Die kundenseitige Verzögerung von Projekten sowohl lang- als auch kurzfristig hat stark zugenommen. Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlicher Natur. Mangelnde Kapazitäten und stark gestiegene Kosten bei anderen Gewerken sowie mangelnde liquide Mittel sind nur einige der uns genannten Gründe. Wir gehen derzeit zumindest von keiner kurzfristigen Verbesserung dieser Situation aus. Die Investitionen in eine höhere Wertschöpfung in dezentralen Standorten ermöglicht eine verbesserte Beteiligung an den lokalen Förderprogrammen und entspricht auch den lokalen politischen Tendenzen. Die verbesserte Versorgungslage innerhalb der Supply-Chain Prozesse wirkt sich leicht positiv aus. Andererseits verzeichnen wir teils stark gestiegene und nur kurze Zeit validierte Preise, die eine solide Angebotslegung erschweren und intensive Verhandlungen sowohl mit den Lieferanten aber auch potenziellen Kunden nach sich ziehen. Gerade im öffentlichen Vergaberecht sind die Möglichkeiten dazu jedoch sehr beschränkt. In allen Märkten sind massive inflationsbedingte Kostensteigerungen zu verzeichnen. Viele Budgets für Projekte im Angebotsstadium wurden jedoch davor erstellt, so dass aktuelle Angebote teils sehr deutlich über dem ursprünglichen Budget liegen. Dies führt mindestens zu Verzögerungen oder Neuausschreibungen, aber auch in einzelnen Fällen zur Einstellung der Maßnahme. Es wird weltweit von einem weiter leicht wachsenden Markt für Produkte und Lösungen im Bereich der Abwasserreinigung, Wasserwiederverwendung und der Schlammbehandlung ausgegangen. Erneuerungsbedarf bei bestehenden Anlagen und neue Regelungen und Gesetzgebungen in bestehenden Märkten sorgen für zukünftige Wachstumspotenziale in einzelnen Märkten. Die Entwicklung neuer und die Anpassung bestehender Produkte wird den Markteintritt in benachbarte Segmente erlauben. Die stark gestiegenen Energiepreise werden die Nachfrage für die vorhandenen Lösungen zur Energiegewinnung und -optimierung leicht ansteigen lassen. Die sich in der Entwicklung befindlichen neuen Anwendungen und Verfahren z.B. im Bereich der 4. Reinigungsstufe, Water Intake und Industrie werden sich in den kommenden Jahren positiv widerspiegeln. Die wirtschaftliche Situation in den Schwellenländern wird beobachtet. Bei Bedarf werden notwendige Maßnahmen zur Anpassung der Vermarktungsstärke eingeleitet. Auch im Prognosezeitraum wird die Belegschaft sowohl am Stammsitz in Berching als auch in einigen Ländergesellschaften leicht ausgebaut. Die gesetzlichen Vertreter sehen die zukünftige Entwicklung im Prognosezeitraum als positiv an. Forschung und Entwicklung Für HUBER ist "Forschung und Entwicklung" das strategische Element für die Sicherung der langfristigen und nachhaltigen Positionierung des Unternehmens auf den internationalen Zukunftsmärkten. Im Zuge der strategischen Unternehmensausrichtung liegt der Fokus auf der Entwicklung innovativer Maschinen- und Verfahrenstechnik als Beitrag zur Lösung aktueller Herausforderungen wie - Klimawandel - Spurenstoff- und Phosphorelimination - Klärschlammentsorgung und -verwertung - Digitalisierung - Ressourceneffizienz und Recycling - Energieeffizienz Folgende geförderte Forschungsprojekte wurden während des Jahres 2022 bearbeitet: RIAS - Ressourcenschonende und Integrierte Aktivkohleherstellung auf Kläranlagen zur Spurenstoffelimination HypoWave+ "Implementierung eines hydroponischen Systems als nachhaltige Innovation zur ressourceneffizienten landwirtschaftlichen Wasserwiederverwendung" In dem Bereich Forschung und Entwicklung sind 46 (Vj. 40) Mitarbeiter beschäftigt.
Berching, den 17. Juli 2023 Gebr. Huber GmbH gez. Georg Huber gez. Johanna Rong KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022AKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Die Gesellschaft ist unter der Firma Hans Huber GmbH & Co. KG mit Sitz in Berching im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter HRA 1635 eingetragen. Der Konzernabschluss der Hans Huber GmbH & Co. KG, Berching, zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff. HGB) aufgestellt. Die Gliederung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt entsprechend den Gliederungsschemata der §§ 266 und 275 HGB. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten sowie sonstige Bilanzvermerke werden im Interesse einer besseren Darstellung der Finanzlage im Anhang angegeben. Der Konzernabschluss der Hans Huber GmbH & Co. KG ist in Euro aufgestellt. II. Konsolidierungskreis und -stichtag In den Konzernabschluss sind neben der Hans Huber GmbH & Co. KG eine inländische und 13 ausländische Gesellschaften einbezogen, bei denen der Hans Huber GmbH & Co. KG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte gem. § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB zusteht. Die bislang als Gemeinschaftsunternehmen einbezogene inländische Gesellschaft sludge2energy GmbH wurde zum 1. Januar 2022 endkonsolidiert. Des Weiteren wurde die bislang vollkonsolidierte ausländische Gesellschaft Huber Environmental (Pty) Ltd., Südafrika, zum 1. Januar 2022 endkonsolidiert, da ab diesem Zeitpunkt der maßgebende beherrschende Einfluss über diese Gesellschaft nicht mehr bestand. Auf Grund der Endkonsolidierungen sind die Vorjahresangaben nur bedingt vergleichbar. Im Wesentlichen sind folgende Effekte aufgrund der Endkonsolidierungen zum 1. Januar 2022 zu berücksichtigen:
Drei inländische sowie elf ausländische verbundene Unternehmen, sowie ein inländisches und ein ausländisches assoziiertes Unternehmen blieben unberücksichtigt, weil deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung nach § 296 Abs. 2 HGB ist. Der Konzernabschluss wurde zum Stichtag des Jahresabschlusses der Hans Huber GmbH & Co. KG aufgestellt. Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens sowie der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist grundsätzlich der 31. Dezember 2022. Konsolidierungsmethoden Die Konsolidierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. 1. Kapitalkonsolidierung Im Konzernabschluss sind die Jahresabschlüsse der Hans Huber GmbH & Co. KG und der einbezogenen Tochtergesellschaften zusammengefasst. An die Stelle der Beteiligungsbuchwerte sind die Vermögens- und Schuldenposten getreten, und zwar mit den in den Handelsbilanzen II der einbezogenen Gesellschaften zum 31. Dezember angesetzten Werten. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bei Erwerb / Gründungen bis zum 31. Dezember 2009 in Anwendung der Buchwertmethode gem. § 301 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 HGB (alte Fassung) durch Verrechnung des Buchwertes der Beteiligungen an den konsolidierten Gesellschaften mit dem Eigenkapital dieser Unternehmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Auch beim Erwerb weiterer Anteile wurde die Buchwertmethode angewandt, soweit die Anteile, die den beherrschenden Einfluss vermittelt haben, vor dem 31. Dezember 2009 erworben wurden. Bei Erwerbsvorgängen nach dem 31. Dezember 2009 erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB. Ein sich ergebender aktiver Unterschiedsbetrag wurde bei der Buchwertmethode den Vermögensgegenständen und Schulden insoweit zugerechnet, als deren Zeitwert vom Buchwert abweicht. Ein danach noch verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Der bei der Verrechnung nach der Neubewertungsmethode verbleibende aktivische Unterschiedsbetrag wird ebenfalls als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte, die sich aus der Konsolidierung ergeben, betragen zum 31. Dezember 2022 TEUR 1.621 (im Vj. TEUR 2.399). Die sich ergebenden passiven Unterschiedsbeträge werden in der Bilanz als technische Unterschiedsbeträge in den Konzerngewinnrücklagen eingestellt, sofern sie auf Gewinnthesaurierungen zurückzuführen sind, die aus der Zeit zwischen der Entstehung des Mutter-Tochter-Verhältnisses und der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss resultieren und demnach die Unterschiedsbeträge einen Eigenkapitalcharakter aufweisen. 2. Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten wurden eliminiert 3. Aufwands- und Ertragskonsolidierung In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden bei den Umsatzerlösen die Erlöse sowie andere Erträge aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. 4. Zwischenergebniseliminierung In den Konzernabschluss übernommene Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise auf Lieferungen oder Leistungen zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, wurden in der Konzernbilanz mit den Konzernherstellungskosten bewertet. Zwischenergebnisse aufgrund von konzerninternen Lieferungen im Anlagevermögen werden nur insoweit eliminiert, wie es gemäß § 304 Abs. 2 HGB für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns notwendig ist. 5. Latente Steuern Die Bildung von aktiven und passiven latenten Steuern erfolgte aufgrund von zeitlichen Differenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen (§ 306 HGB). Bei der Berechnung der latenten Steuern wird analog dem Vorjahr ein konzerneinheitlicher Steuersatz in Höhe von 26,5% angewendet. Aufgrund des zum 31. Dezember 2022 insgesamt bestehenden Überhangs aktiver latenter Steuern auf Ebene § 274 HGB wurde vom Aktivierungswahlrecht auf Konzernebene insgesamt Gebrauch gemacht und auf eine Aktivierung verzichtet. Ebenso wurden keine latenten Steuern auf Verlustvorträge oder Steuergutschriften aktiviert. III. Währungsumrechnung Das Eigenkapital der einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen, deren Landeswährung nicht der Euro ist, wurde mit den historischen Stichtagskursen in Euro umgerechnet. Die übrigen Aktiv- und Passivposten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Folgende Kurse fanden zum 31. Dezember 2022 Anwendung:
Der Jahresdurchschnittskurs fand bei den Aufwands- und Ertragsposten Anwendung; das Jahresergebnis wurde ebenfalls zum Durchschnittskurs angesetzt. Differenzen aus der Währungsumrechnung wurden im Wesentlichen erfolgsneutral behandelt, um eine angemessene Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu gewährleisten, soweit sie nicht im Einzelabschluss eines einbezogenen Unternehmens mit erfolgswirksamen Buchungen verbunden waren. Für die Endkonsolidierung der Huber Environmental (Pty) Ltd., Südafrika zum 1. Januar 2022 wurde der Stichtagskurs zum 31. Dezember 2021 mit 1 EUR = 18,0630 ZAR zugrunde gelegt. IV. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisgrundsätze Der Konzernabschluss wurde nach den Bestimmungen der §§ 290 bis 314 HGB unter grundsätzlicher Beachtung der Standards des Deutschen Rechnungslegungs Standards Commitee e.V. (DRSC) aufgestellt. Der Konsolidierung zugrunde gelegt sind die von den Tochterunternehmen erstellten Jahresabschlüsse, die in deutsches Handelsrecht überführt wurden, und somit den einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen im Sinne des § 308 HGB des Mutterunternehmens entsprechen. Im Einzelnen erfolgt die Bewertung wie folgt: Anlagevermögen Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen; Forschungs- und Entwicklungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand verbucht. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung von Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear abgeschrieben. Firmenwerte werden aufgrund der Stellung im Marktsegment, der bestehenden Kundenkontakte und unter Berücksichtigung der vorhandenen Organisationsstrukturen linear über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 7 bis 20 Jahren abgeschrieben. Liegt eine dauernde Wertminderung vor, wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- und Herstellungskosten zwischen EUR 251 und EUR 800 im Anlagevermögen erfasst und im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Umlaufvermögen Die Vorräte wurden im Wesentlichen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen; Fremdkapitalzinsen blieben unberücksichtigt. Die Ermittlung der Herstellungskosten für Vorräte aus konzerninternen Lieferungen erfolgte aus Anlass der Zwischengewinneliminierung durch retrograde, pauschale Abschläge auf die Konzernpreise. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihren Nominalwerten angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Risiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Unverzinsliche oder unter der marktüblichen Verzinsung liegende Forderungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Fremdwährungsbeträge werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet; Verluste aus Kursänderungen werden erfasst. Gewinne aus Kursänderungen werden bei Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr erfasst. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben zu Beträgen ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Latente Steuern Bei einem insgesamt bestehenden Überhang aktiver latenter Steuern auf zeitliche Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzwerten auf Jahresabschlussebene der einbezogenen Konzernunternehmen sowie aufgrund Anpassungen an die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung wird eine aktive latente Steuerabgrenzung nicht gebildet. Die auf Ebene der Konzerngesellschaften nicht bilanzierten aktivischen Steuerüberhänge resultieren im Wesentlichen aus der Auslagerung von Pensionsverpflichtungen auf einen Pensionsfonds und weiteren sonstigen Rückstellungen sowie aus Bewertungsunterschieden beim Finanzanlagevermögen. Eigenkapital Im Eigenkapital sind Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 3.208 (im Vj. TEUR 2.366) enthalten, die bei der Umrechnung der ausländischen Jahresabschlüsse entstanden sind. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages auf Grund des steuerlichen Gewinns dotiert. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Nachschussverpflichtungen an den Pensionsfonds sowie nicht auf externe Träger ausgelagerte Teile der ehemaligen Altersversorgungsverpflichtungen (Invaliditätsrenten). Die Bewertung erfolgt unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Berechnung des Barwerts der erdienten Anwartschaften in Höhe von 1% berücksichtigt. Für unverfallbar ausgeschiedene Pensionsberechtigte sowie nach Eintritt des Versorgungsfalles wird als Berechnungsmethode der Barwert der künftigen Pensionsleistungen berücksichtigt. Für die Abzinsung wird der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentliche Zinssatz (seit 2016: 10-Jahresdurchschnitt) verwendet. Von dem so ermittelten Verpflichtungsbetrag wird das beim externen Träger vorhandene Vermögen abgezogen. Die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen werden mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck bewertet. Für die Abzinsung wird der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz der vergangenen 7 Jahre verwendet. Für die Bewertung wurde als letztes mögliches Alter der Inanspruchnahme eines Jubiläums das Alter 67 verwendet. Zudem wurden eine Fluktuation sowie Sozialversicherungsbeiträge mit pauschal 20% berücksichtigt. Bei der Bemessung der weiteren sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und sonstigen ungewissen Verpflichtungen unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen Rechnung getragen. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. V. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich vorwiegend um EDV-Software, Patente sowie um aus der Kapitalkonsolidierung stammende Geschäfts- oder Firmenwerte. Letztere entfallen vor allem auf die Tochterunternehmen Mena Water Middle East FZC (Vereinigte Arabische Emirate) TEUR 679, Picatech Huber AG (Schweiz) TEUR 285, Huber Technology Sp. z.o.o. (Polen) TEUR 304 und Rotamat Ltd. (Großbritannien) TEUR 353. Die lineare Abschreibung der Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung beträgt TEUR 778 (Vj. TEUR 794). Bei den Ausleihungen an das Unternehmen sludge2energy GmbH, welches bislang anteilsmäßig in den Konzernabschluss einbezogen wurde, erfolgte auf den Teil des ausgereichten Darlehens in Höhe von TEUR 6.000 (hiervon getilgt im Geschäftsjahr 2022 TEUR 350), welcher nach der Endkonsolidierung zum 1. Januar 2022 des anteilsmäßig einbezogenen Gemeinschaftsunternehmens an die Gesellschaft noch ausgereicht wurde, eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 5.650 aufgrund dauernder Wertminderung. Mit Kauf- und Abtretungsvertrag sind die an das Gemeinschaftsunternehmen ausgereichten Kreditrahmenverträge aus 2019 und 2022 ohne Gegenleistung auf die Käuferin der Anteile an der sludge2energy GmbH - WTE Wassertechnik GmbH - übergegangen. 2. Vorräte Die von den Kunden geleisteten Abschlagszahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen auf nicht konsolidierte verbundene Unternehmen und sind im Wesentlichen durch Lieferungen und Leistungen begründet. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 4. Aktive latente Steuern Der Posten betrifft aktive Steuerabgrenzungen gemäß § 274 HGB (TEUR 0; Vj. TEUR 0) und § 306 HGB (TEUR 474; Vj. TEUR 331), die mit passiven Steuerabgrenzungen gemäß § 274 HGB (TEUR 0; Vj. TEUR 0) saldiert wurden. 5. Eigenkapital Die Position Kapitalanteile Kommanditisten betrifft die in der Hans Huber GmbH & Co. KG, Berching, ausgewiesenen Kommanditeinlagen und gesamthänderisch gebundenen Rücklagen. Der Eigenkapitalspiegel wurde nach den Vorgaben des DRS 22 aufgestellt. Während der Konzernzugehörigkeit thesaurierte Gewinne und bei der Kapitalkonsolidierung entstehende technische passivische Unterschiedsbeträge wurden im Eigenkapitalspiegel als Konzerngewinnrücklage ausgewiesen. Der Ausweis des Konzerneigenkapitals in der Konzernbilanz wurde entsprechend inklusive der Vorjahreszahlen angepasst. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter umfassen die Beteiligungen konzernfremder Dritter am Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen. 6. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Aus der Kapitalkonsolidierung entstanden die nachfolgend aufgelisteten passiven Unterschiedsbeträge, die Eigenkapitalcharakter aufweisen und demnach als technisch entstandene passivische Unterschiedsbeträge in der Konzerngewinnrücklage ausgewiesen werden:
7. Rückstellungen In den Geschäftsjahren 2007 und 2008 wurden die Pensionsverpflichtungen der aktiven und ehemaligen Mitarbeiter der Huber SE gegen Zahlung eines Einmalbetrages auf einen Pensionsfonds übertragen. Für die Nachschussverpflichtung an den Pensionsfonds sowie für die Anwartschaften auf Invaliditätsrenten besteht ein Fehlbetrag (TEUR 3.435; Vj. TEUR 2.695) in Höhe der Differenz zwischen dem Erfüllungsbetrag (TEUR 10.129; Vj. TEUR 9.727) und dem Zeitwert der Anteile am Sicherungsvermögen des Pensionsfonds (TEUR 3.358; Vj. TEUR 4.066) sowie den Anteilen am Vermögen der Unterstützungskasse (TEUR 3.336; Vj. TEUR 2.966). Der Ansatz der Aktivwerte erfolgte entsprechend der Mitteilung des Pensionsfonds bzw. der Unterstützungskasse. Die ermittelte Restverpflichtung deckt zusammengefasst die Nachschussverpflichtung an den Pensionsfonds und die Rückstellung für Anwartschaften auf Invaliditätsrenten ab. Eine Aufteilung der Rückstellung in die beiden Bestandteile ist nicht möglich. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt der Ausweis der Gesamtrückstellung unter den sonstigen Rückstellungen, da der Anteil für Nachschussverpflichtungen überwiegt. Der Ermittlung des Erfüllungsbetrags liegen die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Berechnung des Barwerts der erdienten Anwartschaften mit 1% (Vj. 1%) p.a. berücksichtigt. Der Abzinsungssatz zum 31.12.2022 von 1,78% entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der Deutschen Bundesbank der vergangenen 10 Jahre, der sich für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Erfüllungsrückstand mit dem Zins der vergangenen sieben Jahre unter Berücksichtigung der Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,44% beträgt TEUR 10.854. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Erfüllungsbetrag mit dem 10-jährigen und dem 7-jährigen Durchschnittszins beträgt TEUR 725. Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB. Für die Anteile am Sicherungsvermögen des Pensionsfonds sowie dem Anteil am Vermögen der Unterstützungskasse erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (TEUR 6.694; Vj. TEUR 7.032). Diese Zeitwerte wurden mit der zugrundeliegenden Verpflichtung verrechnet. Der Differenzbetrag zwischen dem beizulegenden Zeitwert und den entsprechenden Anschaffungskosten beträgt TEUR 553 (Vj. TEUR 909) und unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB. Die weiteren sonstigen Rückstellungen setzen sich überwiegend aus Rückstellungen für Mitarbeiterprämien/-tantiemen (TEUR 6.831; Vj. TEUR 4.790), ungewisse Verbindlichkeiten (TEUR 12.555; Vj. TEUR 9.356), technisches Risiko (TEUR 4.409; Vj. TEUR 3.635), Urlaub (TEUR 2.975; Vj. TEUR 2.704), Jubiläumsverpflichtungen (TEUR 3.061; Vj. TEUR 2.240), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 378; Vj. TEUR 415) sowie Drohverlusten (TEUR 0; Vj. TEUR 1.746) zusammen. 8. Verbindlichkeiten Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die handelsüblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den kurzfristigen Zahlungsverkehr. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.304 (im Vj. TEUR 4.667) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit mit einem Betrag von TEUR 449 (im Vj. TEUR 336) enthalten. Restlaufzeiten (Vorjahresangaben in Klammern):
VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unter anderem Währungskursgewinne (TEUR 2.804; Vj. TEUR 2.184), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 325; Vj. TEUR 316), Erträge aus der Entnahme von Leistungen (TEUR 326; Vj. TEUR 312), Erträge aus Anlagenverkäufen (TEUR 304; Vj. TEUR 280), Versicherungsentschädigungen (TEUR 184; Vj. TEUR 158), Provisionserträge (TEUR 133; Vj. TEUR 40) und Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 537; Vj. TEUR 1.054). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 8 (Vj. TEUR 35). 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 64; im Vj. TEUR 1.111), Währungskursverluste (TEUR 2.036; im Vj. TEUR 1.482) und periodenfremde Aufwendungen (TEUR 265; im Vj. TEUR 1). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden die Endkonsolidierungseffekte in Höhe von insgesamt TEUR 1.810 dargestellt, die sich aus dem Abgang des Gemeinschaftsunternehmens und des ausländischen verbundenen Unternehmens ergeben. 4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge / Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen unter anderem Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger Rückstellungen (TEUR 873, Vj. TEUR 528). Die Auf- und Abzinsung sonstiger Rückstellungen (ohne der Rückstellung für Nachschussverpflichtung an den Pensionsfonds) erfolgt mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird. Der Zinssatz beträgt danach zum 31.12.2022 0,52% bei einer Restlaufzeit von zwei Jahren bzw. 1,44% bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren. Die Auf- und Abzinsung der Rückstellung für Nachschussverpflichtung an den Pensionsfonds erfolgt mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird. Der Zinssatz beträgt danach zum 31.12.2022 1,78% bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. 5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Als Ertragsteuern werden im Inland die Körperschaftsteuer und die Gewerbesteuer sowie im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Sie wurden nach den für die einzelnen Gesellschaften maßgeblichen Steuervorschriften ermittelt. Außerdem ist in dieser Position ein saldierter, latenter Steueraufwand von TEUR 149 (im Vj. Latenter Steuerertrag TEUR 272) enthalten. 6. Sonstige Steuern Darunter werden vor allem die Kfz-Steuer sowie die Grundsteuer und vergleichbare ausländische Steuern ausgewiesen. 7. Außergewöhnliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist ein Betrag in Höhe von 1.810 als Endkonsolidierungsaufwand ausgewiesen. Das Endkonsolidierungsergebnis resultiert aus der Endkonsolidierung der sludge2energy GmbH, Berching in Höhe von TEUR 1.805 sowie der Huber Technology (Pty) Ltd., Südafrika in Höhe von TEUR 5. VII. Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung Die Darstellung der Konzernkapitalflussrechnung erfolgt gemäß DRS 21 des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee. Der Finanzmittelfonds ist definiert als Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Die Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden dabei in Abzug gebracht, so dass der Finanzmittelfonds um diesen Betrag von der Bilanzposition "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" abweicht. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.379 resultieren im Wesentlichen aus dem zahlungsunwirksamen Endkonsolidierungsaufwand in Höhe von TEUR 1.810. VIII. Angaben zur Entwicklung des Konzerneigenkapitals Die Darstellung des Konzerneigenkapitalspiegels erfolgt gemäß DRS 22 des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee. Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital unterliegt einer gesetzlichen Ausschüttungssperre nach § 253 (6) HGB in Höhe von TEUR 725 und nach § 268 (8) HGB in Höhe von TEUR 553. IX. Sonstige Angaben 1. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB Zum Abschlussstichtag bestehen laufende Zahlungsverpflichtungen aus außerbilanziellen Geschäften im Sinne dieser Vorschrift ausschließlich in Form branchenüblicher Leasingverträge über Betriebs- und Geschäftsausstattung. Nach den vertraglichen Bedingungen sind die Leasingobjekte dem HUBER-Konzern nicht als wirtschaftliches Eigentum zuzurechnen. 2. Haftungsverhältnisse
Von den Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien entfallen auf verbundene Unternehmen TEUR 4.560. Es ist nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Das Bestellobligo für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 736 (Vj. TEUR 2.905). Für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe bestanden zum 31. Dezember 2022 Abnahmeverpflichtungen in Höhe von TEUR 10.265 (Vj. TEUR 22.450). 4. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden vor allem zur Begrenzung des Währungsrisikos eingesetzt. Es werden Kurssicherungen von grundgeschäftsbedingten Fremdwährungscashflows durchgeführt. Die Wirksamkeit des Absicherungszusammenhangs wird fortlaufend überprüft. Oberster Grundsatz des Derivateeinsatzes ist die Absicherung von Risiken aus Grundgeschäften. Das Währungsrisiko sichert Huber zum Teil über Währungstermingeschäfte ab. Insgesamt sind zum Abschlussstichtag gegenüber dem USD Zahlungen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 3.437) und gegenüber GBP Zahlungen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 0) jedoch keine offenen Derivategeschäfte vorhanden. Damit beträgt der aus den Marktwerten ermittelte beizulegende Wert TEUR 0 (Vj. TEUR 87). 5. Komplementärin Komplementärin (ohne Einlage) ist die Gebr. Huber GmbH, Berching, mit einem Stammkapital von TEUR 30. 6. Personal Die Anzahl der Arbeitnehmer im Konzern betrug im Jahresdurchschnitt:
7. Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen Die HUBER-Gruppe hat mit Mitgliedern des Vorstands, des Aufsichtsrats der HUBER SE und leitenden Angestellten keine wesentlichen Geschäfte vorgenommen. Das gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises. 8. Honorare des Konzernabschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 135 (davon für Vorjahr: TEUR 15) und für sonstige Leistungen TEUR 14. 9. Mitglieder der Geschäftsführung des Mutterunternehmens Die Geschäftsführung obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Gebrüder Huber GmbH, vertreten durch deren Geschäftsführer: - Herrn Georg Huber, Neumarkt, Vorstand - Frau Johanna Rong, Berching, Geschäftsführerin Auf die Angabe der Bezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a und b HGB wird in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 10. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. 11. Befreiende Wirkung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss der Hans Huber GmbH & Co. KG, Berching, befreit die - Hans Huber GmbH & Co. KG, Berching - Huber SE, Berching nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB von der Aufstellung eines Lageberichts sowie Anhangs für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 sowie von der Offenlegung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022.
Berching, den 17. Juli 2023 gez. Georg Huber gez. Johanna Rong Beteiligungsliste der Hans Huber GmbH & Co. KG, Berching, per 31.12.2022 1. Vollkonsolidierte Unternehmen
2. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde ein Gemeinschaftsunternehmen einbezogen.
Endkonsolidiert zum 01. Januar 2022 3. Anteile an verbundenen Unternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden
Die vorgenannten Unternehmen sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. 4. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden
Die vorgenannten Unternehmen sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Die Beteiligungen werden deshalb nicht entsprechend § 311 Abs. 1 HGB unter einem besonderen Posten, sondern unter der Position Beteiligungen ausgewiesen. Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022Hans Huber GmbH & Co. KG, Berching
Bei der Addition können Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- 1 TEUR auftreten. * ohne Berücksichtigung der Aufzinsung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Hans Huber GmbH & Co. KG, Berching Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Hans Huber GmbH & Co. KG, Berching, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Hans Huber GmbH & Co. KG, Berching, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 17. Juli 2023 Rödl
& Partner GmbH
gez. Prof. Dr. Keller, Wirtschaftsprüfer gez. Simon-Kleinort, Wirtschaftsprüferin Biligung des Konzertnabschlusses Datum der Billigung der Konzernabschlusses zum 31 Dezember 2022: 17 Juli 2023 |
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Herstellung von Türen und Fenstern aus Kunststoffen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen