Erbringung von physiotherapeutischen Dienstleistungen (ohne Ergotherapie)
HAIN LIFESCIENCE GmbH
Hardwiesenstraße 1, 72147 Nehren, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Wojciech Kuchnia seit 25.3.2025 | Geschäftsführer |
Enno Lars Björn, Dr. Frehse seit 2.10.2023 | Prokura |
Andreas Dr. Goertz seit 2.10.2023 | Geschäftsführer |
Vera Dr. Allerheiligen seit 12.7.2023 | Prokura |
Friedrich Paul Hirth seit 19.10.2018 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
ELITechGroup GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HAIN LIFESCIENCE GmbHNehrenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva scroll
Passiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023scroll
Anhang zum Jahresabschluss 31. Dezember 2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der HAIN LIFESCIENCE GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht. scroll
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Selbst geschaffene immaterielle Anlagewerte sind mit ihren Herstellungskosten, also den Aufwendungen der Entwicklungsphase, angesetzt, die Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Da die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, wird der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert gem. § 253 Abs. 3 S. 2 HGB über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Anlagen, deren Anschaffungskosten 800 EUR nicht überschreiten, werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich, wird der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Bei der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren kommt das Bewertungsvereinfachungsverfahren des gleitenden Durchschnitts zur Anwendung. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken durch Vornahme entsprechender Einzelwertberichtigungen bewertet. Fremdwährungsforderungen werden bei Zugang mit dem Devisenkurs umgerechnet; die Umrechnung zum Bilanzstichtag erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs. Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Vorauszahlungen, die in zukünftigen Zeiträumen Aufwand darstellen, zeitanteilig abgegrenzt. Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden bei Zugang mit dem Devisenkurs umgerechnet; die Umrechnung zum Bilanzstichtag erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung der Anlagewerte ist dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Im Jahr 2023 wurde eine Anlageninventur durchgeführt. Auf dieser Grundlage erfolgte eine Bereinigung des Anlagevermögens, die im Anlagenspiegel in Form einer Korrekturspalte abgebildet wird. Forschungs- und Entwicklungskosten Die Forschungs- und Entwicklungskosten wurden im Geschäftsjahr 2023 vollständig im Aufwand erfasst. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen. Ausschüttungssperre In der Bilanz sind selbst geschaffene immaterielle Anlagewerte ausgewiesen. Es ergibt sich somit ein für Ausschüttungen gesperrter Betrag gem. § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von TEUR 87. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Passivierungspflichtige Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen und sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und beinhalten insbesondere Rückstellungen für Urlaub (232 TEUR, Vj. 308 TEUR), Zeitguthaben (157 TEUR, Vj. 212 TEUR), Prämien (284 TEUR, Vj. 265 TEUR) und Jahresabschlusserstellung und -prüfung (419 TEUR, Vj. 400 TEUR). Darüber hinaus wurde eine Restrukturierung eingeleitet, welche zu weiteren Rückstellungen in Höhe von 2.028 TEUR (Vj. 0 TEUR) geführt hat. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von 1.127 TEUR (Vj. 2.189 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 40 TEUR enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen scroll
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 56 TEUR (Vj. 244 TEUR) enthalten. Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung in Höhe von 1.117 TEUR (Vj. 0 TEUR) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 82 TEUR (Vj. 279 TEUR) enthalten. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Beschäftigt waren im Berichtszeitraum im Jahresdurchschnitt 131 Arbeitnehmer (davon 77 Arbeitnehmerinnen). Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane Alle derzeitigen oder im Geschäftsjahr oder später ausgeschiedenen Mitglieder des Geschäftsführungsorgans: Geschäftsführer: scroll
Sämtliche Geschäftsführer üben bzw. übten Ihre Geschäftsführertätigkeit hauptberuflich aus. Die Angabe der Gesamtbezüge der Gesellschafter wurde nach § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mindestens 20 % der Anteile scroll
Ergebnisverwendung Der Jahresfehlbetrag 2023 in Höhe von 11.837 TEUR wird auf neue Rechnung vorgetragen. Mutterunternehmen Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an einzubeziehenden Unternehmen aufstellt, ist die Bruker Corporation, Billerica, USA. Der Konzernabschluss steht auf der Webseite des Unternehmens (www.bruker.com) zur Ansicht bereit. Nachtragsbericht Die Konzernleitung hat im Jahr 2024 einen weiteren Unternehmenserwerb, die ELITechGroup, in der Branche Molekulardiagnostik getätigt, mit Hauptsitz in Italien. Der Aufkauf dieser Firma mit ihren Landesgesellschaften weltweit kann es der Hain Lifescience GmbH ermöglichen Synergien zu schaffen, im Kundensektor zu expandieren und voraussichtlich bestehende Kunden mit Vollautomaten in den Laboren zu bedienen, um die Extraktion und Analyse miteinander zu integrieren. Die Hain Lifescience hat im Zuge dessen die deutsche Landesgesellschaft (ELITechGroup GmbH, Berlin) im Dezember 2024 erworben. Darüber hinaus wurde das Produktportfolio um die Systeme und Reagenzien der ELITechGroup erweitert. Des Weiteren wird die HIV/HBV Produktion im Juni 2025 von unserer Tochtergesellschaft Biocentric (Frankreich) zu uns transferiert. Daraus erwächst ein zusätzliches jährliches Umsatzpotential in Höhe von ca. 4 Million EUR. Darüber hinaus hat die Hain Lifescience eine weitere Gesellschaft, Ridom GmbH, Münster, im März 2025 erworben mit 74% Anteile. Dadurch eröffnet sich für die Firma ein neues Marktsegment im Bereich Next Generation Sequencing (NGS) mit Wachstumsraten von über 10% p.a. Ridom-Produkte sind eine ideale Kombination mit dem IR-Biotyper von Bruker und ermöglichen die komplette Abdeckung für Applikationen in den Bereichen Hygienetestung and epidemiologische Studien.
Nehren, den 30.04.2025 Dr. Andreas Görtz, Geschäftsführer Matthias Kuchnia, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023scroll
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Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Unternehmensgegenstand und Darstellung des Geschäftsverlaufs 2023 Der molekularbiologische In-vitro-Diagnostika (IVD) Markt, in welchem die Hain Lifescience GmbH mit Sitz in Nehren tätig ist, ist mehr denn je das Zukunftsfeld in der medizinischen Diagnostik. Die Hain Lifescience GmbH besitzt Eigenentwicklungen, Lizenzen, langfristige Lieferverträge und eine breite Technologieplattform, um moderne und wettbewerbsfähige Diagnostiksysteme im nationalen und internationalen Markt zu vertreiben. Im Inland nutzt die Hain Lifescience GmbH einen eigenen Außendienst. Im Ausland bestehen Kooperationen mit anderen Bruker Gesellschaften in Spanien, Großbritannien und Südafrika. Darüber hinaus existieren langjährige exklusive Vertriebsverträge mit erfolgreichen Distributoren sowie Tochterunternehmen in Kenia und Frankreich. Die Umsätze der Hain Lifescience GmbH teilen sich in a) Produkte aus eigener Herstellung und b) Handelswaren auf. Die Nachfrage nach unseren entwickelten Produkten im Bereich Covid brach ab dem zweiten Quartal 2023 weg, was zu einem deutlichen Umsatzrückgang um 36% im Vergleich zum Vorjahr führte. Dies entspricht dem Rückgang des Gesamtmarkts der IVD- Industrie in Deutschland (gemäß des Branchenverbandes VDGH). Die deutsche Wirtschaft hingegen schrumpfte lediglich um 0,3%. Das Unternehmen wird neben unterschiedlichen abteilungsbezogenen Leistungsindikatoren maßgeblich nach den Umsatzerlösen sowie dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gesteuert. Das Geschäftsjahr 2023 ist aus wirtschaftlicher Perspektive betrachtet eine in keiner Weise zufriedenstellende Periode gewesen. Das Geschäft der Hain Lifescience GmbH zeigte einen weiteren deutlichen Rückgang des Umsatzes und des Jahresergebnisses im Vergleich zum Vorjahr. Negative Auswirkungen auf das Betriebsergebnis (EBITDA) ergaben sich durch den hohen Umsatzeinbruch und einer ab dem vierten Quartal eingeleiteten Restrukturierung sowie einer Abwertung der Finanzanlagen. In der Folge wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 11.837 TEUR (Vj. 85 TEUR) erzielt. B. Lage des Unternehmens Die Bilanzsumme reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 9.103 TEUR auf 37.602 TEUR. Die Sachanlagen sind um 1.097 TEUR auf 9.651 TEUR zurückgegangen. Dies ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die Hain Lifescience GmbH aufgrund der weggebrochenen Nachfrage im Bereich Covid eine außerplanmäßige Abschreibung im Rahmen der Restrukturierung in Höhe von 1.117 TEUR auf eine Maschine vorgenommen hat. Der Beteiligungsbuchwert unserer Tochter Bruker Norway AS in Höhe von 1.369 TEUR war aufgrund einer anhaltend schlechten Ertragslage nicht werthaltig und bedurfte einer vollständigen Wertminderung, was sich in den Abschreibungen auf Finanzanlagen niederschlug. Das Vorratsvermögen ist um 4.252 TEUR auf 9.772 TEUR gesunken. Dies im Wesentlichen auf die Restrukturierung (1.636 TEUR) sowie im Vergleich zum Vorjahr erhöhte Aufwendungen im Zusammenhang mit Verschrottungen und Wertberichtung auf Vorräte in der Folge von Bestandsalterung (1.129 TEUR) zurückzuführen. Zudem spiegelt sich der Umsatzrückgang in der Entwicklung des Vorratsvermögens wider. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen korrespondiert zum Umsatzrückgang. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital in Höhe des Jahresfehlbetrags von 11.837 TEUR auf 14.618 TEUR verringert. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um 1.951 TEUR auf 3.658 TEUR. Ursächlich hierfür ist die Restrukturierung, wofür insgesamt 2.028 TEUR zurückgestellt wurden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind korrespondierend zum Umsatzrückgang um 937 TEUR auf 1.929 TEUR gesunken. Demgegenüber erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 4.308 TEUR auf 16.953 TEUR. Der Anstieg resultiert insbesondere aus höheren Cashpool-Verbindlichkeiten. Die Ertragslage des Unternehmens verschlechterte sich im Vorjahresvergleich aufgrund der ab dem zweiten Quartal weggebrochenen Nachfrage nach Covid-Produkten deutlich. Daher sank der Umsatz im Gesamtjahr um 36 % auf 19.517 TEUR im Vergleich zum Vorjahr. Der Materialaufwand sank um 4.154 TEUR (-39%) auf 6.573 TEUR. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung erhöhte sich im Vorjahresvergleich leicht von 34% auf 35%, was im Wesentlichen auf die höhere Vorratsabwertung zurückzuführen ist. Die Personalaufwendungen sind aufgrund der Restrukturierung um 1.960 TEUR von 10.691 TEUR auf 12.652 TEUR gestiegen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen erhöhten sich um 912 TEUR (40%) auf 3.205 TEUR. Ursächlich hierfür ist insbesondere eine außerplanmäßige Abschreibung von Maschinen im Bereich Covid. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 1.248 TEUR von 7.772 TEUR auf 6.525 TEUR zurückgegangen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Ausgangsfrachtkosten (-231 TEUR) und Lizenzen (-210 TEUR) im Zuge des Umsatzrückgangs gesunken sind. Ebenso reduzierten sich die Aufwendungen für Beratung und Studien (-461 TEUR) sowie für Personalbeschaffung (-243 TEUR) im Vergleich zum Vorjahr. Das EBITDA ist im Wesentlichen aufgrund des Umsatzrückgangs, der Restrukturierung und der erhöhten Vorratsabwertung und Verschrottungen um 9.255 TEUR auf -6.782 TEUR gesunken. Die Zinsaufwendungen erhöhten sich in Folge der im Vorjahresvergleich deutlich gestiegenen Cash-Pool Verbindlichkeiten um 597 TEUR auf 860 TEUR. Unsere Finanzlage ist als gesichert zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement war und ist darauf ausgerichtet, das finanzielle Gleichgewicht unseres Unternehmens ebenso nachhaltig sicherzustellen wie unsere finanzielle Unabhängigkeit, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. C. Bericht über die Forschung und Entwicklung Die eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung als zentrales Herzstück des Unternehmens sichert die Entwicklung innovativer molekulargenetischer Diagnostika. Diese Abteilung zeichnet sich durch hohe Leistungsfähigkeit und Kompetenz aus und verfügt zudem über ein großes internationales Kooperationsnetzwerk, was die schnelle und kompetente Umsetzung der Entwicklungsziele sichert. Alle Entwicklungen werden nach den Vorgaben des Design Control Prozess gemäß ISO 9001/13485 durchgeführt. Dieser Prozess des zertifizierten Qualitätsmanagementsystem ist zudem mit anderen Bruker-Standorten harmonisiert. Durch die Etablierung neuer und verbesserter Prozesse innerhalb der Forschungs- und Entwicklungsabteilung werden das Entwicklungspotential und die Entwicklungsgeschwindigkeit stetig verbessert. In den folgenden Jahren werden kontinuierlich Weiter- und Neuentwicklungen im Bereich der Infektionskrankheiten und genetischer Prädispositionen stattfinden. Im Jahr 2023 wurde die erfolgreiche Entwicklung und Einführung neuer Produkte basierend auf der zuvor eingeführten LiquidArray Technologie in die medizinische Diagnostik weitergeführt. Nach Beendigung einer aufwendigen klinischen Studie wurde die modifizierte Version des FT MTBDR 2.0 Produktes erfolgreich auf den Markt gebracht. Mit dem LiquidArray MTB XDR wurde die Entwicklung eines zweiten auf der LiquidArray Technologie basierenden Produktes für die Tuberkulose-Diagnostik (TB-Diagnostik) abgeschlossen. Es dient zur Resistenzbestimmung gegen Second-Line-Antibiotika von TB infizierten Patienten. Gleichzeitig wurde die Entwicklung eines weiteren LiquidArray Technologie basierten Testverfahren zur Erkennung von nicht-tuberkulösen Infektionen begonnen. Damit wurde an der langfristigen Strategie weitergearbeitet, die bereits seit vielen Jahren auf dem Markt befindlichen DNA-Strip-Technologie basierten Produkte für die TB-Diagnostik auf die weitaus schnellere und innovativere LiquidArray Technologie zu transferieren, um im Anschluss die DNA-Strip-Technologie basierten TB-Produkte durch LiquidArray basierte TB-Produkte im Markt ersetzen zu können. Darüber hinaus wurden WHO-Studien mit den neuen innovativen TB-Produkten fortgeführt. Dabei wird das Ziel verfolgt, für diese innovativen Produkte eine WHO-Empfehlung zu erhalten und somit eine weltweite Marktdurchdringung mit den Produkten generieren zu können. Zudem wurden einige interne und externe Studien mit den SARS-Produkten durchgeführt, um sie entsprechend der Vorgaben der 2023 eingeführten neuen IVD-R-Verordnung registrieren und die Produkte weiterhin auf dem Markt anbieten zu können. Zudem wurden alle 18 verschiedenen Class A-Produkte von Bruker-Hain IVD-R registriert. Außerdem wurde die Entwicklung des ersten Class D-Produktes G-HIV-1 VL 2.0 (höchste Risikoklasse in der IVD-R) beendet und mit den klinischen und analytischen Validierungsstudien des Produktes begonnen. All die erwähnten Produktentwicklungen werden in Kombination mit dem FluoroCycler XT angewendet, so dass sich das Produktportfolio für das Instrument stetig vergrößert. D. Risikobericht 1. Allgemeiner Risikobericht Gegen den Wettbewerb am Absatzmarkt, vor allem gegen bestehende Konkurrenz, wird weiterhin mit Innovation und kontinuierlicher Weiterentwicklung der Produkte erfolgreich vorgegangen. Es wird in neue Technologien investiert, welche die zukünftige Marktposition des Unternehmens weiter festigen werden. Die Auslandsumsätze unterliegen im Vergleich zu den inländischen Umsätzen einer höheren Volatilität, da es sich hauptsächlich um Großaufträge handelt, bei denen Ausschreibungen gewonnen werden müssen. Daraus folgt ein Risiko eines erhöhten Verschrottungsbedarfs vorproduzierter Bestände im Fall, dass eine Ausschreibung wider Erwarten nicht gewonnen wird. Die Gesellschaft ist keinem wesentlichen Währungsrisiko ausgesetzt. Auf der Beschaffungsseite wird auf solide und qualitätsbewusste Produktionsfirmen zurückgegriffen. Wo immer möglich werden Zweit- und ggf. Drittlieferanten bereitgehalten, um mögliche Engpässe zeitnah und gefahrenfrei auszugleichen. Veränderungen im Abrechnungswesen des medizinischen Labormarktes, in Bezug auf die sich verändernden Vergütungen der Krankenkassen an unsere Kunden, gehören zu den wiederkehrenden Herausforderungen des Unternehmens. Wir haben es bisher immer geschafft, diese Lage zum Vorteil für uns und unsere Kunden zu verändern. Einer solchen Situation wird mit gezielten Werbeaktionen und kundenorientiertem Marketing begegnet, um dies in der Zukunft weiterhin zu realisieren. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. 2. Spezieller Risikobericht Die Liquiditätslage hat sich aufgrund der deutlich gesunkenen Umsatzerlöse verschlechtert. Daraus resultiert jedoch in Folge der Anbindung an das konzerninterne Cash-Pooling kein wesentliches Liquiditätsrisiko. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine weitgehend proaktive Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Mahnwesen und Debitorenmanagement. Die Einhaltung von rechtlichen Bestimmungen und internen Regelungen hat für die Hain Lifescience GmbH oberste Priorität. Compliance-Risiken wird mit einem verbindlichen Verhaltenskodex und weiteren Elementen wie Schulungsmaßnahmen sowie einer fortlaufenden Überprüfung des Compliance-Systems begegnet. E. Chancenbericht Der IVD-Markt in Deutschland soll im Jahr 2025 ein Volumen von 3,6 Milliarden Euro erreichen, was einem Anstieg um 55% im Vergleich zu 2023 entspricht. Ferner zeichnet sich die Branche der Molekulardiagnostik durch einen hohen Innovationsgrad aus. Für uns als Unternehmen, das mit Forschungseinrichtungen kooperiert und über eine eigene Entwicklungsabteilung verfügt, erwachsen hieraus Vorteile gegenüber unseren Wettbewerbern, die wir in der Kundenkommunikation gezielt nutzen. Darüber hinaus sehen wir in der steigenden Nachfrage von Schwellenländern nach modernen Diagnostiklösungen weitere Wachstumspotenziale. Die Konzernleitung hat im Jahr 2024 einen weiteren Unternehmenserwerb, die ELITechGroup, in der Branche Molekulardiagnostik getätigt, mit Hauptsitz in Italien. Der Erwerb des Unternehmens mit seinen weltweiten Tochtergesellschaften kann es der Hain Lifescience GmbH ermöglichen, Synergien zu schaffen, im Kundensektor zu expandieren und voraussichtlich bestehende Kunden mit Vollautomaten in den Laboren zu bedienen, um die Extraktion und Analyse miteinander zu integrieren. Die Hain Lifescience hat im Zuge dessen die deutsche Landesgesellschaft (ELITechGroup GmbH, Berlin) im Dezember 2024 erworben. Darüber hinaus wurde das Produktportfolio um die Systeme und Reagenzien der ELITechGroup erweitert. Des Weiteren wird die HIV/HBV-Produktion im Juni 2025 von unserer Tochtergesellschaft Biocentric (Frankreich) zu uns transferiert. Daraus erwächst ein zusätzliches jährliches Umsatzpotential in Höhe von ca. 4 Million EUR. Darüber hinaus hat die Hain Lifescience im März 2025 74% der Anteile einer weiteren Gesellschaft, der Ridom GmbH, Münster, erworben. Dadurch eröffnet sich für die Firma ein neues Marktsegment im Bereich Next Generation Sequencing (NGS) mit Wachstumsraten von über 10% p.a. Ridom-Produkte sind eine ideale Kombination mit dem IR-Biotyper von Bruker und ermöglichen die komplette Abdeckung für Applikationen in den Bereichen Hygienetestung und epidemiologische Studien. F. Prognosebericht Im Jahr 2024 schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in Folge anhaltend hoher Energiekosten und Zinsen sowie einer zunehmenden Konkurrenz für die deutsche Exportwirtschaft auf wichtigen Absatzmärkten um 0,2 %. Für das Jahr 2025 rechnet das Münchner ifo Institut aufgrund der verhaltenen Konjunkturaussichten mit einem Wachstum von 0,2%. Der Umsatz der Hain Lifescience für das Jahr 2024 reduzierte sich geringfügig um 2% auf 19.216 TEUR. Das EBITDA und Jahresergebnis verbesserten sich in Folge der in 2023 durchgeführten Restrukturierung auf -190 TEUR bzw. -3.637 TEUR.1 Für das Jahr 2025 rechnet die Geschäftsleitung mit deutlichen Umsatzsteigerungen und einem positiven Betriebsergebnis im unteren sechsstelligen Bereich. Dies basiert auf zusätzlichem Umsatz aus dem HIV/HBV-Geschäft und gewonnenen Ausschreibungen sowie aus der Erweiterung der Produktportfolios im Zusammenhang mit der ELITech- Akquisition.
Nehren, den 30.04.2025 Dr. Andreas Görtz, Geschäftsführer Matthias Kuchnia, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Hain Lifescience GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hain Lifescience GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hain Lifescience GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 30. April 2025 Baker Tilly GmbH & Co. KG Peter Schill, Wirtschaftsprüfer Jürgen Bechtold, Wirtschaftsprüfer |
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