Stammdaten

Register
Amtsgericht Hildesheim HRB 110002
Eingetragen
13.9.1951
Branche
Herstellung von Wellpapier und -pappe sowie von Verpackungsmitteln aus Papier, Karton und PappeHerstellung von Schreibwaren und Bürobedarf aus Papier, Karton und PappeErbringung von Logistikdienstleistungen
Gegenstand
Herstellen und der Vertrieb von Papierverarbeitungsprodukten, wie z.B. Briefumschläge und ähnliche Erzeugnisse, Dienstleistungen, insbesondere Werbung; Kuvertieren von Waren und Werbematerial; Online-Handelsdienstleistungen; Dateiverwaltung mittels Computer in Computerdatenbanken; verwaltungstechnische Bearbeitung von Bestellungen, Analyse von Kundenbeziehungen; Transport von Waren und Gütern; Verpackung und Lagerung von Waren; sowie logistische Dienstleistungen; Frankieren von Waren; insbesondere Briefen, Paketen, Päckchen, auch online, Zustellung (Auslieferung) von Versandhandelsware; Druckarbeiten; Vervielfachen und Kopieren von Werbematerial, Mailings, Adressetiketten, Visitenkarten, Prospekten, personalisierten Serienbriefen, Briefumschlägen und Mappen; Buchbindearbeiten, Setbindearbeiten und Heften von Prospekten und Mailings sowie Arbeitnehmerüberlassung nach Maßgabe des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG).

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Tobias Salomon
seit 8.5.2023
Prokura
Kirsten Elbers
seit 8.5.2023
Prokura
Jens Pflugmacher
seit 8.6.2015
Geschäftsführer
Michael Wegener
seit 30.1.2006
Geschäftsführer
Eric Jimenez
seit 30.1.2006
Prokura

Beteiligungen

NameAnteil
Q-vert GmbHAufgelöst
0.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AWA Couvert GmbH

Alfeld (Leine)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Firma AWA Couvert GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Wegener Group GmbH. Sie hat ihren Sitz in Alfeld (Leine), Deutschland.

Geschäftsmodell des Unternehmens

AWA Couvert bedient in der Hauptsache große Rechenzentren in Deutschland mit qualitativ hochwertigen Kuvertierumschlägen und Versandtaschen, die höchste Prozesssicherheit bei der Kuvertierung sicherstellen.

Ziele und Strategien

Vorrangiges Ziel ist und bleibt es, in weiter schrumpfenden Märkten die Marktposition zu halten und möglichst in Teilbereichen auszubauen. Die hohe Produkt- und Servicequalität sind Markenzeichen von AWA Couvert. Kundenorientierung, Innovation und Mitarbeiterqualifikation sind die Ziele und Methoden der Unternehmenstätigkeit.

Produkt- und Sortimentspolitik

Erstklassige Produktqualität, verbunden mit umfassender Beratung und Termintreue, sind weiterhin die Markenzeichen von AWA Couvert. Das Angebot erstreckt sich unverändert auf ein vollständiges Briefhüllensortiment. Den Schwerpunkt bildet dabei die für die automatisierte Kuvertierung optimierte Briefhülle „awamatic“. Produziert werden darüber hinaus Versandtaschen, Selbstklebe- und veredelte Standardbriefumschläge, auch in FSC ® - Qualitäten (Papier aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung).

Zur Abrundung des Sortiments werden bei Bedarf weitere Artikel fremdbezogen.

Je nach Kundenwunsch werden die Hüllen in unserem patentierten, platz- und kostensparenden Verpackungssystem „awabloc ®“, in Wellpappschachteln oder Postbehältern geliefert. Eine CO2 -neutrale Produktion ist auf Wunsch ebenfalls möglich. Unser Paketversand erfolgt grundsätzlich CO2 -neutral.

Das Produktsortiment sowie das Dienstleistungsangebot werden regelmäßig auf ihre Aktualität hin überprüft und bei Bedarf entsprechend angepasst.

Umweltschutz / Nachhaltigkeit

Aus der bekannten Einsicht, dass der schonende Umgang mit der Umwelt und der eigenen Arbeitskraft nicht im Widerspruch zu ökonomischen Zielen stehen, wird permanent und auch traditionell an neuen Lösungen zur Verbesserung von Arbeitsabläufen, Optimierung des Materialeinsatzes sowie Vermeidung, Verringerung oder Verwertung von Reststoffen gearbeitet. Dies gilt insbesondere auch für den großen Bereich des Energieeinsatzes.

Auch die Kunden können auf Wunsch in diesen Prozess eingebunden werden, wenn sie sich für Artikel aus den von uns angebotenen Produktlinien nach dem Umweltzeichen RAL UZ 14 (Blauer Engel (Recyclingware)) und/oder FSC®-Papier entschließen.

Obligatorisch für AWA Couvert ist die Einhaltung der Umweltrichtlinien nach der Norm DIN ISO 14001. Dieser Standard wird regelmäßig von unabhängigen Sachverständigen eingehend geprüft.

Die Zertifizierung nach DIN ISO 50001 (Energiemanagementsystem) hat seit 2017, durch zahlreiche umgesetzte Maßnahmen und Investitionen, grundsätzlich zu einer Vermeidung/Verminderung von CO2 geführt.

AWA Couvert bezieht seit Mai 2023 seinen gesamten Strom CO2 -frei. Dabei haben wir Wert darauf gelegt, dass der Strom zu 100 % aus erneuerbaren Quellen besteht (und nicht, wie vielfach angewendet, konventionell erzeugt wird und anschließend die CO2 -Emissionen kompensiert werden).

Forschung und Entwicklung / Qualitätsmanagement / KAIZEN

Das innovative und patentierte Verpackungssystem „awabloc ®“ hat einen Lizenznehmer in den USA. Gemeinsam mit ihm versuchen wir, das Produkt im amerikanischen Markt zu etablieren.

In 2021 wurde ein aufwendiges Retrofit an einer unserer Verpackungsmaschinen durchgeführt, um diese zukunftssicher zu machen. Der Umbau wurde durch eigene Mitarbeiter geplant und durchgeführt und bereits in 2021 abgeschlossen. Zudem wurden in den Jahren 2021 bis 2023 Retrofits an einem Teilbestand unserer Briefumschlagmaschinen durchgeführt. Im November 2023 wurde eine Briefumschlagmaschine nach einem Retrofit in Betrieb genommen und es erfolgte eine Umbuchung aus dem Posten "geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau" in den Posten "technische Anlagen um Maschinen". Zum 31.12.2023 ist eine weitere Maßnahme noch nicht abgeschlossen, es erfolgt ein Ausweis dieser Aufwendungen im Posten "geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau".

Darüber hinaus wurden überwiegend laufende KVP-Vorhaben vorangetrieben oder vollendet. Zusätzlich wurden weitere Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung und Energieeinsparung begonnen und umgesetzt.

Die Audits für DIN ISO 9001, 14001 und 50001 wurden erfolgreich durchgeführt.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand, seit 1. Januar 2023 Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Bruttowertschöpfung im Produzierenden Gewerbe ging zurück, die meisten Dienstleistungsbereiche stützten die Wirtschaft. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

[Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/pm-bip.pdf?__blob=publicationFile; Pressemitteilung 019/24 des Statistischen Bundesamts vom 15.01.2024]

b) Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 war nach Angaben des Verbands der europäischen Briefumschlaghersteller (FEPE) ein negativer Trend bei den Verkaufsmengen in der europäischen Briefumschlagindustrie zu verzeichnen. Die zweistelligen Rückgänge bei den Quartalsmengen scheinen allerdings Geschichte zu sein. Bereits im 4. Quartal 2023 war eine beginnende Veränderung des Marktklimas festzustellen.

Auch der deutsche eCommerce-Verband bevh (Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V.) veröffentlichte aktuelle Zahlen, wonach der Rückgang der Online-Bestellungen in 2023 12,7 % beträgt. Auch der Werbemarkt lag 2023 unter den Erwartungen. Aufgrund der unklaren Wirtschaftslage kürzten viele Unternehmen auch ihre Werbeausgaben und die Agenturen litten unter kleineren Budgets. Im Mailing-Segment sahen wir deutlich sinkende Auftragsgrößen und insgesamt deutlich sinkende Verkaufsmengen. Die Rückgänge in diesem Bereich lagen bei einigen der Mitgliedsunternehmen der FEPE bei 25 % und mehr.

Das Produktionsvolumen im Briefumschlagmarkt schrumpfte 2023 um 5,5 Milliarden Stück. Das Jahr 2023 war für die Branche insgesamt mehr als enttäuschend.

Diese negative Entwicklung betraf fast alle Produktkategorien, darunter auch Kuvertierumschläge, die jedoch insgesamt noch am robustesten waren. Der negative Trend wurde auch in Lieferantenbefragungen bestätigt. Fast alle befragten Lieferanten berichteten von deutlichen Volumenverlusten. Der deutsche Markt war im Vergleich zum Rest Europas sogar noch schwächer, vor allem aufgrund der schwachen Sommermonate.

[Quelle: FEPE news 2024-08]

c) Geschäftsverlauf

Die besonders in 2022 allgegenwärtige Knappheit und wöchentliche Preisanstiege bei wichtigen Rohstoffen normalisierten sich im Laufe des Jahres 2023. Im Jahresverlauf wurde die Verfügbarkeit besser und auch die Papiereinkaufspreise fielen langsam aber stetig. Bis zum Ende 2023 erreichten diese eine Höhe von ca. 150 % (Basis 100 % = Mitte 2021), gegen Ende 2022 hatten diese noch bei bis zu 300 % gelegen.

Durch diese Entwicklung sanken auch die Preise für Briefhüllen nach und nach.

Außerdem stoppten unsere Kunden die noch in 2022 praktizierten Doppelbestellungen, die zu einem erheblichen Aufbau aller Lagerbestände geführt hatten. Stattdessen wurden die vorhandenen Lagerbestände nach und nach verbraucht und die Sicherheitsbestände wieder auf Normalmaß zurückgefahren. Das führte zu weniger Bestelleingang im Vergleich zum Vorjahr und, im Laufe des Jahres, auch zu einem verringerten Umsatz.

Die Maschinenbelegung war im ersten Quartal 2023 noch gut. In den folgenden Quartalen waren die Auswirkungen der wieder besseren Versorgungssicherheit zu spüren.

Mit diesen Entwicklungen hatten wir gerechnet, da es eine logische Reaktion auf den geänderten Markt war und wir bei unserer Einkaufsstrategie ähnlich gehandelt haben.

Das Jahresergebnis ist mit TEUR 637 wie im Vorjahr positiv und im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 nochmals stark um TEUR 350 erhöht. Die Prognose des Vorjahres, die bei deutlich sinkenden Umsätzen nur von einem leicht positiven Jahresergebnis ausging, wurde somit im positiven Sinne übertroffen, war jedoch auch von Unsicherheiten wie einer durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Krisensituation geprägt.

Insgesamt verzeichnete AWA Couvert in 2023 einen Umsatzrückgang von 14,0 % gegenüber 2022. Die Umsatzerlöse reduzierten sich um TEUR 2.373 von TEUR 16.928 in 2022 auf TEUR 14.555 in 2023. Die Materialaufwendungen verminderten sich leicht unterproportional zu den rückläufigen Umsätzen um TEUR 1.441 (13,6 %). Bezogen auf die Betriebsleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen und aktivierter Eigenleistungen), welche sich um TEUR 2.740 auf TEUR 14.671 verringerte, beträgt die Materialaufwandsquote 62,2 % (i.Vj. 60,7 %).

Der reduzierten Betriebsleistung stehen neben den verringerten Materialaufwendungen auch geringere operative Personal- und sonstige Aufwendungen gegenüber, das ordentliche Betriebsergebnis verminderte sich trotz dieser Einsparungen. Im Vorjahr war ein negatives Ergebnis im außerordentlichen Bereich zu verzeichnen, im Wesentlichen bedingt durch Aufwendungen außergewöhnlicher Größenordnung aus der Wertberichtung auf Forderungen im Verbundbereich und Zuführungen zu Pensionsrückstellungen, welche die Hauptursachen der Ergebnisveränderung im Bereich der insgesamt um TEUR 932 gesunkenen Personalaufwendungen und der um TEUR 321 reduzierten sonstigen betrieblichen Aufwendungen darstellen. Im Geschäftsjahr 2023 waren keine wesentlichen Effekte im neutralen/periodenfremden Bereich zu verzeichnen, sodass insgesamt ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 637 (i.Vj. TEUR 287) erzielt wurde.

Beschaffung

AWA Couvert pflegt zu den wichtigsten Zulieferern von Papier, Leim, Folie, Farbe und Logistikdienstleistungen langfristige, strategische und vor allem vertrauensvolle, kontinuierliche Partnerschaften. Dieses zahlt sich nach unserer Meinung besonders auch in schwierigeren Zeiten aus. Es kam zu keinen negativen Folgen durch die im Vorjahr aufgetretene Rohstoffknappheit.

In 2023 wurde diese Strategie fortgesetzt und wir haben, gemeinsam mit unseren Lieferanten, partnerschaftliche Strategien für die geänderte Marktsituation gefunden.

Personal

Die Anzahl der Mitarbeiter:innen (zum Jahresende) betrug 72 Personen.

Wie in jedem Jahr sind einige Personen in Ruhestand gegangen, planvollerweise konnten jedoch alle Arbeitsplätze durch Einstellungen neu besetzt werden oder die Aufgaben umverteilt werden. Gutes und zuverlässiges Personal zu finden, ist weiterhin eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, der wir uns jederzeit gewachsen fühlen.

Die vorhandenen Instrumente bei Beschäftigungsschwankungen (z.B. Kurzarbeit) mussten in 2023 wenig in Anspruch genommen werden.

d) Lage des Unternehmens

Vermögenslage

Das Vermögen der Gesellschaft besteht am 31.12.2023 in Höhe von TEUR 3.071 (41,1 %) aus Vorräten und in Höhe von TEUR 2.207 (29,5 %) aus Anlagevermögen.

Die Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 198 betrafen im Wesentlichen geleistete Anzahlungen und Kosten für die Modernisierung und Erweiterung von Briefumschlagmaschinen (Retrofits) sowie Softwarelizenzen.

Das Forderungsmanagement ist stabil. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich um TEUR 190, bedingt insbesondere durch einen Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Zusammenhang mit rückläufigen Umsatzerlösen. Die flüssigen Mittel erhöhten sich deutlich um TEUR 694, was im Wesentlichen auf einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zurückzuführen ist.

Die Eigenkapitalquote zum 31.12.2023 beträgt 51,8 % (i.Vj. 46,0 %). Der Anstieg resultiert aus dem im Geschäftsjahr erwirtschafteten hohen Jahresüberschuss (TEUR 637) bei gleichzeitig in Summe um TEUR 186 reduzierten Rückstellungen und Verbindlichkeiten.

Das wirtschaftliche Eigenkapital einschließlich der stillen Vermögenseinlagen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt TEUR 4.181 (56,0 % der Bilanzsumme; i.Vj. TEUR 3.510 bzw. 50,0 %).

Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft stellt sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt dar:

TEUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 909
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -173
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -42
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands 694

Die Tilgungsleistung für Kredite belief sich im Berichtsjahr auf TEUR 48.

Zum Jahresende mussten die verfügbaren Kontokorrentlinien nicht in Anspruch genommen werden.

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen termingerecht zu erfüllen.

Ertragslage

Im Berichtsjahr wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 637 (i.Vj. TEUR 287) und ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von TEUR 894 (i.Vj. TEUR 694) erzielt.

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.373 (14,0 %) gesunken. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung von fertigen und unfertigen Erzeugnissen und der aktivierten Eigenleistungen ergibt sich eine um TEUR 2.740 deutlich verminderte Betriebsleistung, nach Abzug der Material- und der übrigen operativen Aufwendungen verbleibt ein gegenüber dem Vorjahr vermindertes Betriebsergebnis von TEUR 860. Das Vorjahr war durch mehrere Ausnahmefaktoren geprägt. Die Papierpreise normalisierten sich in 2023 wieder, während im Vorjahr eine deutliche Verknappung von Papier zu verzeichnen war, die deutliche Preiserhöhungen verursachte. Die Kunden der AWA Couvert GmbH reagierten im Geschäftsjahr 2022 auf die Marktlage mit der Bestellung hoher bzw. zumindest im Vergleich zum Vorjahr gleichbleibender Mengen, obwohl die Verkaufspreise durch die Weiterreichung der stark erhöhten Kosten deutlich angestiegen waren.

Der Personalaufwand verringerte sich um TEUR 932 auf TEUR 2.978 (i.Vj. TEUR 3.910) bei einer konstanten Anzahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter:innen (75, i.Vj. 75). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf im Vorjahr angefallene einmalige Aufwendungen aus der Zuführung zu Rückstellungen für mittelbare Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 629 zurückzuführen, welche dem außerordentlichen Ergebnis zugerechnet wurden. Der operative Personalaufwand (ohne neutrale/periodenfremde Effekte) reduzierte sich zudem durch einen Abbau der Rückstellungen für ungewisse Personalverbindlichkeiten, strukturelle Änderungen in der Zusammensetzung der Entgelte sowie in geringem Maße durch die kurzzeitige Inanspruchnahme von Kurzarbeit.

Weitere neutrale Aufwendungen ergaben sich im Vorjahr aus Wertberichtungen auf Forderungen im Verbundbereich, sodass ein deutlich verbessertes Ergebnis im neutralen Bereich das im Vergleich zum Vorjahr verminderte operative Ergebnis überkompensierte.

e) Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft misst ihren Erfolg insbesondere an den Größen Umsatzerlöse und Jahresergebnis. Die finanziellen Leistungsindikatoren sind in den Darstellungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage enthalten.

3. Chancen- und Risikobericht

In der Briefumschlagbranche bleibt der Wettbewerbsdruck durch vorhandene Überkapazitäten sehr hoch. Die im Vergleich zu 2023 bisher in 2024 geringeren Bestelleingänge mussten von den Herstellern gemeistert werden. Weiterhin schreitet die Digitalisierung weiter stark voran.

Die Papierpreise steigen seit Anfang des 2. Quartals 2024, der Anstieg liegt (jedoch nur) im einstelligen Prozentbereich. Der Kostendruck der Papierhersteller bleibt durch steigende Zellstoffpreise und immer noch hohe Energiepreise hoch. Es bleibt abzuwarten, wie die weitere Entwicklung in den traditionell eher schwachen Sommermonaten fortschreitet. Riesige, kurzfristige Preissprünge wie in den letzten Jahren sind nicht zu erwarten.

Für die Zukunft gilt es, die Markt-/Mengenentwicklung weiter genau zu beobachten, zu bewerten und darauf möglichst schnell zu reagieren, wofür hier jahrzehntelange Erfahrung vorhanden ist, was sich gerade als hervorragende Stärke erweist.

Die Konsolidierung/Kapazitätsreduzierung bei den Briefumschlagherstellern in Europa wird sich daher mittelfristig fortsetzen, wofür wir uns gut gerüstet fühlen.

Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch laufende Überwachung sowie durch regelmäßige Analyse des Forderungsbestands und der Forderungsstruktur kontrolliert. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Insgesamt halten wir die Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie die Risiken aus Zahlungsstromschwankungen für gering. Diese Risiken sind, auch in Krisenzeiten, nicht erkennbar höher, was für die Bonität unserer Kunden und die Wirksamkeit unseres Zahlungsüberwachungssystems spricht.

4. Prognosebericht

Branchenprognose 2024

Im ersten Quartal verzeichnete die europäische Briefumschlagbranche einen Mengenrückgang um 5,7 % gegenüber dem Vergleichszeitraum 2023.

Nach Schätzungen wird die Jahresmenge in Europa bei ca. 34,5 Mrd. Stück liegen (2022: 36,6 Mrd. St., 2023: 31,1 Mrd. St.).

Mit einem Volumen von 8,3 Mrd. Stück war das erste Quartal 2024 aber deutlich besser als das letzte Quartal 2023 mit einem Volumen von 7,7 Mrd. Stück (+ 7,6 %).

Die zweistelligen Rückgänge bei den Quartalsvolumina scheinen Geschichte zu sein. Bereits im 4. Quartal 2023 war eine beginnende Veränderung des Marktklimas zu verzeichnen. Auch der Bundesverband des deutschen Onlinehandels (bevh) veröffentlichte aktuelle Zahlen, die eine leichte Verbesserung des Online-Geschäfts signalisieren. Nur noch 2,7 % betrug der Rückgang der Online-Bestellungen im ersten Quartal 2024, nach einem Minus von 12,7 % im Jahr 2023.

[Quelle: FEPE news 2024-08]

Firmenprognose 2024

Mit der Mengenentwicklung im ersten Halbjahr 2024 sind wir zufrieden. Die Menge im Auftragseingang ging zwar minimal zurück, jedoch war die Absatzmenge dafür höher. Unser Hauptprodukt, die Transaktionshülle für große Rechenzentren, ist nicht so stark von Mengenrückgängen betroffen wie z.B. Mailinghüllen.

Die Daten für Juli liegen bei leicht rückläufigen Umsätzen in der Auftragseingangsmenge und -wert jeweils über dem Vorjahreswert für diesen Monat.

Die Liquiditätskennzahl liegt auf einem sehr guten Niveau.

Der Krieg in Europa und andere aktuelle Krisen sind bisher ohne negative Auswirkungen für AWA Couvert geblieben.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir preisbedingt sinkende Umsätze wie auch Materialaufwendungen, wobei der jeweilige Rückgang geringer ausfallen dürfte als im Geschäftsjahr 2023, verglichen mit dem Vorjahr. Insgesamt wird ein positives Jahresergebnis erwartet, welches sich voraussichtlich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 reduzieren und im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich (in TEUR) bewegen wird.

Angesichts unserer 101-jährigen Erfahrung, auch in allerschwierigsten Zeitperioden, sind wir vor diesem Hintergrund mit gutem Grund optimistisch, dass AWA Couvert auch die weiterhin anspruchsvollen Rahmenbedingungen gut meistern wird.

 

Alfeld (Leine), 12. August 2024

AWA Couvert GmbH

gez. Michael Wegener, Geschäftsführer

gez. Jens Pflugmacher, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.206.687,68 2.156.922,35
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 30.118,00 4.748,00
II. Sachanlagen 1.919.943,68 1.895.548,35
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 997.761,08 1.010.349,08
2. technische Anlagen und Maschinen 340.796,00 288.611,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 483.571,00 531.179,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 97.815,60 65.409,27
III. Finanzanlagen 256.626,00 256.626,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 256.626,00 256.626,00
B. Umlaufvermögen 5.253.273,75 4.851.978,38
I. Vorräte 3.071.432,00 3.173.607,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 773.312,02 962.943,05
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 871,27 18.925,76
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.408.529,73 715.428,33
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.695,90 8.909,28
Bilanzsumme, Summe Aktiva 7.468.657,33 7.017.810,01

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.863.053,62 3.226.471,08
I. gezeichnetes Kapital 837.500,00 837.500,00
II. Kapitalrücklage 5.000,00 5.000,00
III. Gewinnrücklagen 1.296.635,37 1.296.635,37
IV. Gewinnvortrag 1.087.335,71 800.771,97
V. Jahresüberschuss 636.582,54 286.563,74
B. Rückstellungen 2.489.016,78 2.501.459,64
C. Verbindlichkeiten 1.116.586,93 1.289.879,29
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41.408,38 89.613,74
Bilanzsumme, Summe Passiva 7.468.657,33 7.017.810,01

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.799.951,96 6.918.123,45
2. Personalaufwand 2.978.144,41 3.909.935,15
a) Löhne und Gehälter 2.446.131,45 2.737.177,62
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 532.012,96 1.172.757,53
davon für Altersversorgung 18.647,08 687.409,72
3. Abschreibungen 148.573,89 189.394,93
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 148.573,89 189.394,93
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.703.876,91 2.025.052,51
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 391,98 242,34
davon aus Abzinsung 288,26 116,44
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 58.857,97 84.146,56
davon an verbundene Unternehmen 0,00 7.115,07
davon aus Abzinsung 32.195,00 47.787,11
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 257.167,53 407.423,11
8. Ergebnis nach Steuern 653.723,23 302.413,53
9. sonstige Steuern 17.140,69 15.849,79
Jahresüberschuss 636.582,54 286.563,74

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Die AWA Couvert GmbH hat ihren Sitz in Alfeld (Leine) und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hildesheim unter der Registernummer HRB 110002.

2. Angabe der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1. Angaben zur Bilanzierung

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen in ihrer Darstellung und Gliederung den gesetzlichen Regelungen des HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Zugrundelegung der Going-Concern-Prämisse.

2.2. Angaben zur Bewertung

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt.

In die Herstellungskosten werden die Einzel- und Gemeinkosten des Materials und der Fertigung einbezogen.

Die Abschreibungen werden ausschließlich nach der linearen Methode auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 netto werden seit dem 01.01.2018 sofort abgeschrieben.

Für Werkzeuge und Stanzmesser wurde ein Festwert gemäß § 240 Abs. 3 HGB gebildet. Die körperliche Bestandsaufnahme erfolgt alle 3 Jahre.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu den Anschaffungskosten. Bei den Rohstoffen werden für Lieferantenskonti, -boni und für etwaige Lagerschäden pauschale Wertabschläge auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag vorgenommen. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die unfertigen Erzeugnisse werden nach dem Fertigungsgrad zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden Einzel- und Gemeinkosten des Materials und der Fertigung einbezogen.

Die fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden die Einzel- und Gemeinkosten des Materials und der Fertigung einbezogen. Für Erzeugnisse aus Auftragsfertigungen wird der Wertansatz durch Abschläge vom vereinbarten Verkaufspreis (retrograd) ermittelt.

Die Handelsware (ohne Abrufaufträge) wird mit den Anschaffungskosten abzüglich Skonto bzw. dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen werden, soweit erforderlich, Abschreibungen bzw. Wertberichtigungen vorgenommen. Die Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde unverändert gegenüber dem Vorjahr mit 1,5 % auf Netto-Inlandsforderungen und mit 3 % auf Auslandsforderungen ermittelt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für die Pensionsverpflichtungen wurden zum 31.12.2023 nach den Vorschriften der §§ 252 Abs. 1 sowie 253 Abs. 1 und 2 HGB durch versicherungsmathematische Gutachten ermittelt. Es wurde die Ansammlungsmethode (Projected Unit Credit Method - PUCM) auf Basis der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck angewendet.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte mit dem Zinssatz gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB für eine Restlaufzeit von 15 Jahren. Dieser Zinssatz wird gemäß § 253 Abs. 2 HGB für Bilanzstichtage nach dem 31.12.2015 aus dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre berechnet. Nach dieser Regelung ist eine Ausschüttungssperre in Höhe der Differenz der Rückstellungen zu berechnen, die sich auf der Basis des bisherigen 7- und dem neu anzuwendenden 10-jährigen Durchschnittszinssatz ergibt (Gewinn aus Zinssatzänderung).

Die Zinssätze im Dezember 2023 betrugen nach der Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank auf ihrer Internetseite bei 10-jähriger Durchschnittsbildung 1,82 % und bei 7-jähriger Durchschnittsbildung 1,74 %.

Dementsprechend besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe des Differenzbetrages (Gewinn aus Zinssatzänderung) von EUR 16.803,00.

Es wurde eine Preisentwicklung von 1,66 % und ein Rententrend von 1,40 % angenommen.

Die Rückstellungen für Pensionen umfassen insgesamt drei unterschiedliche Personen- und Verpflichtungskreise. Zum einen bestehen unmittelbare Zusagen, die in Höhe des vollen Verpflichtungsumfangs von EUR 936.607,00 ausgewiesen werden. Diese wurden mit dem Aktivwert (Anschaffungskosten) der verpfändeten Rückdeckungsversicherung in Höhe von EUR 344.311,83 saldiert.

Zum anderen ist die Gesellschaft Trägerunternehmen von zwei Unterstützungskassen (mittelbare Pensionszusagen). Die Verpflichtung beträgt zum Bilanzstichtag für die Unterstützungskasse der Firmengruppe August Wegener e.V. EUR 814.158,00. Für die Unterstützungskasse der Neuwieder Couvertfabrik beträgt der Verpflichtungsumfang EUR 29.797,00. Der gesamte Verpflichtungsumfang aus den Verpflichtungen der beiden Unterstützungskassen beträgt somit EUR 843.955,00 und wurde zum 31.12.2023 vollständig passiviert.

Es werden laufende Versorgungsleistungen gewährt. Die Gesellschaft steht dafür ein, dass - unabhängig vom Vermögen und den Einkünften des Unterstützungsvereins - die fälligen Leistungen erbracht werden.

Die Unterstützungskassen verfügen mit Ausnahme einer Forderung gegen ihr Trägerunternehmen nicht mehr über eigenes Vermögen.

Die Rückstellungen beinhalten alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Das Abzinsungsgebot des § 253 Abs. 2 HGB wurde beachtet.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus der gesonderten Aufstellung (Anlagenspiegel), vgl. Anlage III/8.

Im Geschäftsjahr 2021 hat die AWA Couvert GmbH für die Neugestaltung und Erweiterung einer Verpackungsmaschine einen Investitionszuschuss in Höhe von EUR 94.515,64 erhalten, welcher direkt von den Anschaffungskosten dieses Vermögensgegenstandes in Höhe von EUR 222.259,51 abgezogen wurde (Ausweis unter den technischen Anlagen und Maschinen).

3.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 247.871,27 (Vorjahr EUR 294.225,60), auf welche Einzelwertberichtigungen in Höhe von EUR 247.000,00 (Vorjahr EUR 250.000,00) vorgenommen wurden. Zudem wurden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 25.299,84) mit den Forderungen saldiert.

3.3. Kapitalrücklage

Bei der ausgewiesenen Rücklage handelt es sich um das von einem Gesellschafter im Rahmen der Kapitalerhöhung gezahlte Agio im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB.

3.4. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Ertragsteuern.

3.5. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr bestehen zum 31.12.2023 in Höhe von EUR 847.311,77 (Vorjahr: EUR 978.810,92) und mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 269.275,16 (Vorjahr: EUR 311.068,37). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen zum 31.12.2023 wie im Vorjahr nicht. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr bestehen in Höhe von EUR 28.364,80 (Vorjahr: EUR 48.205,36) und mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 13.043,58 (Vorjahr: EUR 41.408,38).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie im Vorjahr vollständig durch Grundschulden besichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von EUR 13.047,19 (Vorjahr: EUR 28.835,94) durch Eigentumsvorbehalte besichert.

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt somit EUR 54.455,57 (Vorjahr EUR 118.449,68; Grundschulden und Eigentumsvorbehalte). Darüber hinaus sind keine, über die im allgemeinen Geschäftsverkehr üblichen, Sicherheiten bestellt.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind EUR 2.903,42 (Vorjahr: EUR 8.000,39) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus Darlehen und Zinsen enthalten.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen den Verkauf von selbst hergestellten Briefumschlägen und Versandtaschen sowie von zugekauften Handelswarenartikeln.

Im Personalaufwand des Vorjahres (Geschäftsjahr 2022) sind im Posten soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung Aufwendungen außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung aus der Zuführung zu Rückstellungen für mittelbare Pensionsverpflichtungen in Höhe von EUR 629.312,04 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Vorjahres (Geschäftsjahr 2022) sind Aufwendungen außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung aus Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von EUR 250.000,00 enthalten.

5. Sonstige Angaben

5.1. Geschäftsführung

Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer sind

• Herr Dipl.-Betriebswirt Michael Wegener, Alfeld (Leine)

• Herr Jens Pflugmacher, Einbeck

Die Angabe zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9a und 9b HGB ist gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

5.2. Personal

Die Gesellschaft hatte während des Geschäftsjahres durchschnittlich folgende Arbeitnehmer beschäftigt:

Gewerbliche Angestellte 58
Verwaltung und Vertrieb 17
75 (darin enthalten 2 Auszubildende)

5.3. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Wegener Group GmbH, Alfeld (Leine), einbezogen (zugleich größter und kleinster Konzernkreis). Der freiwillig aufgestellte Konzernabschluss wird zulässigerweise nicht offengelegt.

5.4. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251, 268 Abs. 7 HGB bestehen nicht.

5.5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben bestehen am Bilanzstichtag in Höhe von EUR 65.000,00 (i.Vj. EUR 137.303,75).

5.6. Beteiligungen

Die Gesellschaft besitzt 53,31 % der Anteile an der Wegener Group GmbH mit Sitz in Alfeld (Leine). Deren Eigenkapital zum 31.12.2022 beträgt EUR 3.013.479,28, das Jahresergebnis 2022 beträgt EUR 180.482,39.

5.7. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführer schlagen der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 636.582,54 zusammen mit dem vorhandenen Gewinnvortrag in Höhe von EUR 1.087.335,71 auf neue Rechnung vorzutragen.

5.8. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung mit direktem Bezug auf die AWA Couvert GmbH haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

 

Alfeld (Leine), 12. August 2024

gez. Michael Wegener, Geschäftsführer

gez. Jens Pflugmacher, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungskosten/ Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 197.337,89 32.605,77 0,00 0,00 229.943,66
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 197.337,89 32.605,77 0,00 0,00 229.943,66
II. Sachanlagen
1. Grundstück, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.534.560,51 0,00 0,00 0,00 4.534.560,51
2. technische Anlagen und Maschinen 10.606.361,50 58.799,29 190.910,71 45.688,02 10.519.938,10
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.878.279,92 28.840,81 0,00 0,00 2.907.120,73
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 65.409,27 78.094,35 0,00 -45.688,02 97.815,60
Summe Sachanlagen 18.084.611,20 165.734,45 190.910,71 0,00 18.059.434,94
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 256.626,00 0,00 0,00 0,00 256.626,00
Summe Finanzanlagen 256.626,00 0,00 0,00 0,00 256.626,00
Summe Anlagevermögen 18.538.575,09 198.340,22 190.910,71 0,00 18.546.004,60
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 192.589,89 7.235,77 0,00 199.825,66
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 192.589,89 7.235,77 0,00 199.825,66
II. Sachanlagen
1. Grundstück, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.524.211,43 12.588,00 0,00 3.536.799,43
2. technische Anlagen und Maschinen 10.317.750,50 52.301,31 190.909,71 10.179.142,10
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.347.100,92 76.448,81 0,00 2.423.549,73
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 16.189.062,85 141.338,12 190.909,71 16.139.491,26
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 16.381.652,74 148.573,89 190.909,71 16.339.316,92
Buchwert
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.118,00 4.748,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 30.118,00 4.748,00
II. Sachanlagen
1. Grundstück, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 997.761,08 1.010.349,08
2. technische Anlagen und Maschinen 340.796,00 288.611,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 483.571,00 531.179,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 97.815,60 65.409,27
Summe Sachanlagen 1.919.943,68 1.895.548,35
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 256.626,00 256.626,00
Summe Finanzanlagen 256.626,00 256.626,00
Summe Anlagevermögen 2.206.687,68 2.156.922,35

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der folgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den aufgestellten und geprüften Jahresabschluss der Gesellschaft. Im Rahmen der Offenlegung wurden Erleichterungen in Anspruch genommen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AWA Couvert GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AWA Couvert GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AWA Couvert GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, 13.09.2024

Anochin, Roters & Kollegen
GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. ppa. Mustafa Bozkurt, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

3 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.