Oetker Digital GmbH
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Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
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Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
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Frische Paradies De Pastre GmbHAufgelöst | 100.00% |
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Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dr. August Oetker KGBielefeldKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Vorwort zum KonzernlageberichtSehr geehrte Damen und Herren, es gibt sie noch, die guten Nachrichten. Zugegeben, es fällt aktuell schwer, innezuhalten und sich auf das Gute zu besinnen. Dies gilt insbesondere angesichts der schwelenden Konflikte auf der ganzen Welt, mit denen wir Tag für Tag über die Medien konfrontiert werden, sei es in der Ukraine, im Nahen Osten oder in Syrien, seien es die massiven Menschenrechtsverletzungen in Afghanistan, im Iran und in vielen anderen Ländern. Zudem nehmen populistische Strömungen in Verbindung mit einer Rückkehr nationalistischer Tendenzen gerade in liberalen Demokratien weiter zu. Und das alles erleben wir vor dem Hintergrund der immer noch nicht aufgearbeiteten Corona-Pandemie, deren Folgen wir im Welthandel, aber auch in gesellschaftlichen Diskursen bis heute spüren. Gerade in diesen Zeiten ist es besonders wichtig, auch Good News "zu Wort" kommen zu lassen, um daraus Motivation zu tanken. Gute Nachrichten kamen 2024 beispielsweise aus dem Gesundheitssektor oder der Ökologie: Es gibt eine Reihe neuer Therapieansätze in der Krebsforschung, auch Impfstoffe gelten als Hoffnungsträger. Eine Künstliche Intelligenz aus Österreich erkennt kleinste Reste von Hirntumoren innerhalb von Sekunden. Maßnahmen zum Schutz mariner Ökosysteme haben dazu geführt, dass die Population der Buckelwale signifikant gestiegen ist. Schweden ist es gelungen, seit 1990 seine Netto-Treibhausgasemissionen um 80 Prozent zu senken - und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum zu verdoppeln. In Deutschland - und das macht mir besonders viel Hoffnung für unsere Demokratie - sind Anfang 2024 Hunderttausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen Populismus und die Verrohung der Gesellschaft zu protestieren. Diese willkürlich gewählten Beispiele belegen, dass es sich lohnt, Fortschritt zu gestalten, auch wenn die Umstände schwierig zu sein scheinen. Eine weitere - für die Oetker-Gruppe nicht unerhebliche - gute Nachricht betrifft die Verbraucherpreise in Deutschland, die sich nach Jahren hoher Inflation stabilisierten. Dennoch war das Konsumklima angesichts der politischen und ökonomischen Unsicherheiten gedämpft. Die Verbraucher sind nach wie vor preissensibel, gleichzeitig leiden Unternehmen unter hohen Erzeugerpreisen. Eine Herausforderung für die Unternehmen der Oetker-Gruppe, weil sich Deutschland, der wichtigste Markt unserer Firmen, weiterhin in einer Rezession befindet. Vor diesem Hintergrund freuen wir uns, dass die Gruppe ihre Umsätze im Geschäftsjahr 2024 um 3 % steigern konnte und alle drei Geschäftsbereiche positive Wachstumsraten verzeichneten. Gleichzeitig erhöhte sie ihre Investitionssumme um insgesamt 13 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Großteil der Investitionen floss in die drei strategischen Säulen Innovationen und organisches Wachstum, Digitalisierung und Effizienzsteigerung sowie Nachhaltigkeit. Meine Hoffnung ist, dass die neue Bundesregierung mit dem Finanzpaket tatsächlich weitere nötige Investitionsanreize schafft, strukturelle Reformen auf den Weg bringt, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands massiv zu erhöhen, und gleichzeitig keinen Schuldenaufbau für kurzfristigen Konsum akzeptiert. Der globale Markt für Lebensmittel wuchs 2024 um gut 3 %. Aufgrund der angesprochenen Krisenherde und der damit verbundenen Unsicherheiten bleiben die externen Rahmenbedingungen für die Lebensmittelbranche jedoch herausfordernd. Das schlägt sich in einem geänderten Konsumverhalten nieder, das insbesondere Discounter und Eigenmarken stärkt. Zwar zeichnet sich eine Stabilisierung des Beschaffungsmarktes ab. Einzelne Rohstoffe, wie zum Beispiel Kakao und Schokolade, sind 2024 allerdings deutlich im Preis gestiegen - ohne Perspektive auf eine Korrektur nach unten. Trotz der Fußball-Europameisterschaft entwickelte sich der Biermarkt 2024 weiter rückläufig - bei gleichzeitig steigender Kostenbelastung. Dies führte zu zahlreichen Insolvenzen und Geschäftsaufgaben in der Branche. Der Radeberger Gruppe ist es erfreulicherweise gelungen, sich in diesem schwierigen Marktumfeld zu behaupten, und profitiert jetzt von ihren sich materialisierenden strategischen Entscheidungen aus der Vergangenheit, weswegen unter anderem auch ein Umsatzwachstum erzielt wurde. Unverändert positiv entwickelte sich die Hotelleriebranche, unter anderem wegen Großereignissen wie der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland oder der Olympischen Spiele in Paris. Ungeachtet dessen profitierte insbesondere das zur Oetker-Gruppe gehörende Hôtel du Cap-Eden-Roc vom ungebrochenen Trend zu exklusivem und unvergleichlichem Luxus in Verbindung mit einzigartigem Service. Das Brenner's Park-Hotel hingegen wurde umfangreich modernisiert und wird im zweiten Quartal 2025 in neuem Glanz bei unverändert herausragender Großzügigkeit erstrahlen. Trotz der renovierungsbedingten Schließung des Haupthauses des Brenner's Park-Hotels konnten die beiden Hotels ihre Umsätze in der Summe leicht steigern. Wie schon in den vergangenen Jahren wuchs der Markt für IT-Outsourcing auch 2024. Besonders ausgeprägt war die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen in den Bereichen Cyber Security und IT-Modernisierung, einhergehend mit Prozesseffizienz und -automatisierung im Zuge der digitalen Transformation. Unter diesen Rahmenbedingungen erzielte OEDIV erneut deutliche Umsatzzuwächse, insbesondere getrieben von dem Bereich Security Services. Künstliche Intelligenz ist nicht nur einer der wichtigsten Technologietrends unserer Zeit, sondern in Verbindung mit der Digitalisierung der Geschäftsprozesse auch ein Schlüsselthema für unsere Gruppenunternehmen. Mit diesen datenbasierten technologischen Möglichkeiten werden wir auch die großen Herausforderungen unserer Zeit meistern: hohe Erzeugerpreise bei gleichzeitiger Konsumzurückhaltung, die Preiserhöhungen massiv erschweren, geopolitische Spannungen mit allen Verwerfungen entlang der Wertschöpfungskette, eine wachsende Anzahl an Naturkatastrophen und den wachsenden Fachkräftemangel. Gerade deswegen bin ich positiv gestimmt und zudem voller Zuversicht. Dazu passend - und da kommen wir wieder zu den guten Nachrichten - haben die rund 29.000 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) der Oetker-Gruppe Umsatzerlöse von 7,1 Mrd. Euro erwirtschaftet. Diese von uns prognostizierte Steigerung, die angesichts unserer Märkte allerdings nicht selbstverständlich ist, gibt uns Rückenwind, zumal unser damit einhergehendes Ergebnis durchaus respektabel und auskömmlich war und deswegen das in der Geschichte der Gruppenfirmen bislang höchste Investitionspaket in die erwähnten Zukunftsthemen ermöglichte. Unsere Effizienz- und Wachstumsprogramme in den Gruppenfirmen zur Minimierung von Preisanpassungen haben im letzten Jahr gegriffen und die Basis für alles Zukünftige gelegt. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir moderate Umsatzsteigerungen, unter anderem getrieben von digitalen Geschäftsmodellen sowie den Konsumgütersparten Nahrungsmittel sowie Bier und alkoholfreie Getränke. Mein aufrichtiger Dank geht an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Oetker-Gruppe, die unsere Unternehmen prägen und für den sehr erfreulichen Geschäftsjahresabschluss gesorgt haben. Ebenso danke ich unseren Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartnern für die insgesamt gute Zusammenarbeit. Mein besonderer Dank gilt unseren Gesellschaftern, den Gesellschaftergremien und dem Beirat der Dr. August Oetker KG für die stets vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. In diesem Sinne und mit den besten Grüßen Ihr Dr. Albert Christmann Die Oetker-Gruppe mit Sitz der Unternehmenszentrale in Bielefeld gehört zu den großen deutschen Familienunternehmen. Mit ihren unterschiedlichen Geschäftsfeldern ist die international agierende Unternehmensgruppe weltweit mit Produktions-, Vertriebs- und Serviceeinheiten vertreten. Insgesamt hat die Gruppe im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 7,1 Mrd. Euro erwirtschaftet. Die Oetker-Gruppe besteht aus den nachfolgenden konsolidierten Geschäftsbereichen:
Geschäftsbereiche Nahrungsmittel Der Geschäftsbereich Nahrungsmittel setzt sich aus den Unternehmensgruppen Dr. Oetker und Conditorei Coppenrath & Wiese zusammen. Beide Unternehmensgruppen haben ihren Hauptsitz in Deutschland und produzieren Nahrungsmittel für End- und Großverbraucher weltweit. Unter dem Dach von Dr. Oetker, mit Hauptsitz in Bielefeld, werden Gesellschaften in über 40 Ländern aller Kontinente geführt und Lebensmittel in mehr als 100 Ländern verkauft. Die verschiedenen Produkte, die das Unternehmen herstellt und vermarktet, werden weltweit in allen wichtigen Distributionskanälen vertrieben. Die Vertriebsaktivitäten von Dr. Oetker sind dezentral aufgestellt und landesspezifisch organisiert, sodass der Vertrieb - ebenso wie die Sortimente - immer an den lokalen Bedürfnissen der Kunden und Konsumenten ausgerichtet ist. Des Weiteren ist der Vertrieb nach den übergeordneten Handelszielgruppen in Endverbraucher und Professional-Kunden getrennt. Im Endverbrauchergeschäft konzentriert sich Dr. Oetker auf die Kategorien Kuchen und Dessert sowie Pizza. Daneben verfügt Dr. Oetker über ein besonderes Angebot für Großverbraucher, das unter der Marke Dr. Oetker Professional entsprechende Gebindegrößen für Großküchen und Kantinen, Krankenhäuser und andere Institutionen umfasst. Die weltweit vertriebenen Produkte von Dr. Oetker werden in den Kernmärkten Europas, in Nord- und Südamerika sowie in Afrika, Asien und Australien produziert und verkauft. Neben der Marke Dr. Oetker führt das Unternehmen in mehreren Ländern weitere starke regionale Marken, die im Markt fest etabliert sind. Innerhalb Europas zählen dazu unter anderem in Italien cameo und Paneangeli, in den Niederlanden Koopmans und in Großbritannien Chicago Town. In Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Portugal und Marokko wird das Markenportfolio um Alsa ergänzt. Zudem hat Dr. Oetker 2023 die Marke Imperial erworben, die in Frankreich, Belgien und den Niederlanden vertrieben wird. Darüber hinaus verfügt die Gruppe mit Mavalério in Brasilien über einen bedeutenden Markenhersteller von Dekorartikeln auf dem südamerikanischen Kontinent. In Mexiko ist Dr. Oetker seit mehreren Jahren mit den starken Marken D'Gari und Rexal vertreten. Den nordamerikanischen Markt bearbeitet Dr. Oetker mit Wilton, der in den USA führenden Marke für Dekor, Backformen und Backzubehör. Die Landesgesellschaften führen neben ausgewählten international vertriebenen Dr. Oetker Produkten vor allem an den jeweiligen landestypischen Geschmack angepasste nationale Artikel. Dr. Oetker bezieht alle Rohstoffe und Fertigungsmaterialien nur von sorgfältig ausgewählten Lieferanten, die regelmäßig überprüft werden, um die hohe Qualität der Produkte sicherzustellen. Die Einhaltung der strengen Qualitätsnormen hat dabei oberste Priorität. Die Verbraucherakzeptanz und das Vertrauen in die Qualität sind der Maßstab für alle Produkte und die kontinuierliche Verbesserung des bestehenden Sortiments. Internationale Teams begleiten die Erzeugnisse während des gesamten Lebenszyklus. Die Conditorei Coppenrath & Wiese ist Marktführerin für tiefgekühlte Torten und Kuchen in Deutschland. Die in Mettingen hergestellten Backwaren werden national und international an den Lebensmitteleinzelhandel unter der Unternehmensmarke Conditorei Coppenrath & Wiese sowie unter Handelsmarken vertrieben. Das Sortiment des Unternehmens umfasst neben Sahnetorten, gebackenen Kuchen, Blechkuchen, Sahnerollen und -schnitten, Strudeln und Minigebäck auch tiefgekühlte Brötchen. Das Geschäftsmodell verfolgt dabei das Credo "Wir bieten die beste Alternative zum Selberbacken" und verbindet klassische Backtraditionen und das Know-how des Konditorhandwerks mit modernen Herstellungsmethoden. Auch bei Coppenrath & Wiese sind die hohen Qualitätsanforderungen an die Backwaren der Maßstab für die Rohwaren- und Leistungsqualität der Lieferanten. Die Beschaffung agiert marktnah und zeichnet sich durch langjährige, enge Lieferantenbeziehungen aus. Bier und alkoholfreie Getränke Die Radeberger Gruppe mit ihrem Hauptsitz in Frankfurt am Main ist nicht nur Deutschlands größte private Brauereigruppe, sondern auch Anbieter von Lösungen rund um Getränke, sei es als Partner der Gastronomie und des Lebensmitteleinzelhandels, dem die Unternehmensgruppe logistische Lösungen rund um Voll- und Leergut bietet, oder als Getränkefachmarktbetreiber für den Endverbraucher. Sie bildet den Geschäftsbereich Bier und alkoholfreie Getränke der Oetker-Gruppe. Als Getränkehersteller bietet Radeberger ein breites Markenportfolio starker internationaler, nationaler und regionaler Marken an, zu dem neben dem namensgebenden Radeberger Pilsner auch andere bekannte und beliebte Biermarken wie Jever Pilsener, Clausthaler Alkoholfrei, Schöfferhofer Weizen, Allgäuer Büble Bier, Ur-Krostitzer, Stuttgarter Hofbräu, Berliner Pilsner und Freiberger gehören. Darüber hinaus ist die Radeberger Gruppe in Deutschland exklusive Vertriebspartnerin für die Marken Guinness, Hop House 13 und Kilkenny aus dem Hause Diageo sowie seit Anfang 2024 für die tschechische Marke Staropramen aus dem Hause Molson Coors. Das Markenportfolio wird durch die Mineralwassermarke Original Selters abgerundet. Außerdem produziert und vertreibt die Radeberger Gruppe im Rahmen einer langfristig angelegten Partnerschaft mit der Firma PepsiCo in Deutschland exklusiv die Marken Pepsi, Schwip Schwap, Schwip Schwap Orange und 7Up im Außer-Haus-Markt sowie in ausgewählten Getränkefachmärkten. Mit ihrem Markenportfolio, das sie regelmäßig um Neuprodukte und Sortimentsergänzungen erweitert und aktualisiert, bedient die Unternehmensgruppe stets die aktuellen Verbraucherwünsche. Der Kernabsatzmarkt der Radeberger Gruppe ist Deutschland. Allerdings finden ihre Produkte auch immer mehr Zuspruch im Ausland: Inzwischen exportiert die Unternehmensgruppe in 70 Länder. Die Radeberger Gruppe hat seit vielen Jahren erfolgreich ihr Geschäft strategisch vertikalisiert. Heute ist sie entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit starken Unternehmen vertreten. Neben dem Marken- und Herstellergeschäft verfügt sie nun über ein zweites unternehmerisches Standbein. Hierzu gehören Getränke Hoffmann, mit knapp 600 Filialen Deutschlands führender Getränkeabholmarktbetreiber, sowie der Drinkport-Verbund, in dem die Radeberger Gruppe ihre Aktivitäten im gastronomieorientierten Getränkefachgroßhandel (GFGH) bündelt. Zusätzlich entwickelt die Unternehmensgruppe sowohl allein als auch im Schulterschluss mit Partnern innovative Plattformmodelle entlang der Supply Chain und für den Außer-Haus-Markt. Hierzu zählen zum Beispiel das Joint Venture Food & Beverage Services (FBS) mit Fokus Gastronomie, im Streckengeschäft das Joint Venture Deutsche Getränke Logistik (DGL) und im Leergutmanagement die H. Leiter GmbH. Weitere Interessen Die flaschenpost SE mit Hauptsitz in Münster ist einer der führenden Getränke- und Lebensmittelsofortlieferdienste in Deutschland und optimiert seit der Gründung im Jahr 2016 die Letzte-Meile-Logistik. Das Unternehmen ist seit Ende 2020 Teil der Oetker-Gruppe. In nahezu allen Metropolregionen Deutschlands vertreten, bietet die flaschenpost mit der Lieferung von Getränken und Lebensmitteln innerhalb von 120 Minuten ein komfortables und effizientes Einkaufserlebnis. Die flaschenpost offeriert ein attraktives Supermarkt-Sortiment: Ein relevantes Angebot an Markenartikeln wird durch qualitativ hochwertige Eigenmarken im Getränke- und zunehmend auch im Lebensmittelsortiment abgerundet. Im Zuge des Wandels zum vollwertigen Online-Supermarkt hat die flaschenpost Geschäftsprozesse entlang der Wertschöpfungskette konsequent weiterentwickelt. OEDIV Oetker Daten- und Informationsverarbeitung ist seit inzwischen fast 30 Jahren Premiumanbieter von Infrastrukturlösungen und Managed Services für den Mittelstand sowie Großunternehmen. OEDIV hat sich in den vergangenen Jahren von einem reinen Inhouse-Dienstleister der Oetker-Gruppe zu einem vor allem am Drittkundenmarkt aktiven IT-Dienstleister gewandelt. Inzwischen beträgt der Drittkundenanteil mehr als 90 % des Kundenumfangs. In den beiden modernen Bielefelder Rechenzentren mit hochverfügbaren, sicheren und skalierbaren Infrastrukturen werden sensible Daten der Kunden verwaltet und geschützt. In Kombination mit der Nutzung globaler Cloud-Dienste wie Microsoft Azure und Google Cloud wird so eine optimale Servicebereitstellung gewährleistet. Der Schwerpunkt liegt im Management zentraler IT-Infrastrukturen und in der Bereitstellung von IT-Services, wie dem Basisbetrieb und dem Datenbankmanagement von SAP-Systemen sowie dem Betrieb von Microsoft-Lösungen. Ergänzend betreibt OEDIV ein weitreichendes Produktportfolio. Hierzu zählen unter anderem hybride Cloud-Szenarien, Human Resource Services (Entgeltabrechnungen) sowie Security-Produkte wie das Security Operations Center (SOC). Aufgrund der wachsenden Anforderungen und des digitalen Wandels erweitert OEDIV kontinuierlich das Leistungsspektrum, auch über Unternehmenszukäufe und strategische Beteiligungen. Seit 2024 verstärkt die neu gegründete Tochtergesellschaft Cyfidelity den Security-Bereich der Gruppe. Mit dem Ziel der Stärkung der Cyberresilienz der Kunden bietet OEDIV so verschiedene Produkte wie das Red Teaming an - eine Methode im Bereich der Cybersicherheit, bei der ethische Hacker simulierte Angriffe auf ein System durchführen, um dessen Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben. Das Hotelportfolio der Oetker-Gruppe umfasst das Brenner's Park-Hotel in Baden-Baden sowie das Hôtel du Cap-Eden-Roc in Antibes, Frankreich. Die beiden Hotels sind einzigartige Grandhotels mit langer Tradition, die das Wohlbefinden ihrer Gäste in den Mittelpunkt stellen. Sie werden nach wie vor im Verbund mit anderen Luxushotels unter dem Markendach Oetker Collection vermarktet. Seit der Gründung im Jahr 2016 unterstützt Oetker Digital die Unternehmen der Oetker-Gruppe aktiv auf ihrem Weg in die digitale Zukunft. Als Partner stärkt Oetker Digital die etablierten Marken der Gruppe und bietet Digitalisierungs- und Datenkompetenz an, die die digitale Leistungsfähigkeit der Oetker-Gruppe nachhaltig verbessern. Die Handelsgesellschaft Sparrenberg (HGS) als spezialisierter Informations- und Beschaffungsdienstleister bündelt das konzeptionelle Beschaffungs-Know-how in der Oetker-Gruppe und unterstützt diese sowie externe Kunden bei der Erschließung neuer strategischer Perspektiven im Einkauf. Die HGS verfügt über langjährige Erfahrung in der Analyse und Nutzung europäischer Beschaffungsmärkte, in der Recherche, Aufbereitung und Interpretation von Markt- und Preisdaten sowie in der Ableitung möglicher künftiger Entwicklungen. Als unabhängiger und serviceorientierter Fourth-Party-Logistics-Partner (4PL) bietet das Unternehmen Roland Transport umfassende Logistikdienstleistungen für den Mittelstand an. Das Unternehmen agiert als 4PL-Dienstleister stets neutral, ohne eigenen Fuhrpark, und optimiert dabei die verschiedenen Dienstleistungsangebote in einem Gesamtpaket. Führungsstruktur Die Vorgabe strategischer Leitlinien durch die Holding bzw. Gruppenleitung ermöglicht eine zentrale Steuerung der Gruppe. Gleichzeitig arbeiten die Unternehmen der Gruppe mit hoher Selbstständigkeit im Markt. Diese Führungsstruktur stellt sicher, dass marktnahe, an den Notwendigkeiten der jeweiligen Branchen orientierte Entscheidungen dezentral und operativ getroffen sowie Ressourcen gleichzeitig zentral gebündelt werden. Gruppenleitungsmitglieder und persönlich haftende Gesellschafter sind Dr. Albert Christmann und Ute Gerbaulet. Der Beirat der Dr. August Oetker KG, der aus Gesellschaftern und nicht zu den Gesellschafterfamilien gehörenden Personen besteht, wird von Rudolf Louis Schweizer geführt. Die in über 130 Jahren Unternehmensgeschichte geprägten Werte, die den Menschen in den Mittelpunkt allen Handelns stellen, werden von den Mitgliedern des obersten operativen Führungsgremiums, der Gruppenleitung, unverändert verkörpert, in den Gruppenunternehmen gelebt und aktiv in die zunehmend digitalisierte Zukunft transferiert. Gesellschafter Beirat Rudolf Louis Schweizer (Vorsitzender) Richard Oetker (stellvertretender Vorsitzender) Anna Maria Braun Ludwig Graf Douglas Dr. Andreas Jacobs Philip Oetker Gruppenleitung Dr. Albert Christmann Persönlich haftender Gesellschafter der Dr. August Oetker KG und verantwortlich für die Bereiche Nahrungsmittel, Bier und alkoholfreie Getränke, Plattformen und Ökosysteme sowie Unternehmenskommunikation. Ute Gerbaulet Persönlich haftende Gesellschafterin der Dr. August Oetker KG und verantwortlich für die Bereiche Weitere Interessen, Finanzen, Treasury, Controlling, Recht, Steuern, Personal, Datenschutz, Cyber Security, Revision und ESG. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2024 agierte die Oetker-Gruppe in einer Welt, die von deutlichen politischen und ökonomischen Veränderungen geprägt war. So stabilisierten sich die Verbraucherpreise in Deutschland nach Jahren hoher Inflation wieder - im Vergleich zum Vorjahr betrug der Anstieg der Verbraucherpreise 2,2 %. In der Folge senkte die Europäische Zentralbank (EZB) 2024 den Leitzins (Einlagesatz) in vier Schritten deutlich von 4,0 % auf 3,0 % und setzte so Anreize für mehr Investitionen, die vor dem Hintergrund der tiefgreifenden klimatischen und technologischen Entwicklungen notwendig sind. Trotz der Stabilisierung der Verbraucherpreise war das Konsumklima in Deutschland weiterhin von erheblicher politischer und ökonomischer Unsicherheit geprägt. Der anhaltende Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten nach dem Überfall der Hamas auf Israel verschärften die Lage. Die Auswirkungen des Umsturzes des Assad-Regimes in Syrien sind für die Region noch nicht absehbar. Gleichzeitig erhöhte China den Druck auf Taiwan, was zu einer Annexion führen könnte, die erhebliche Konsequenzen für die Verfügbarkeit moderner Computerchips hätte. Seit Anfang des Jahres stehen die USA unter der erneuten Präsidentschaft von Donald Trump, dessen außen- und wirtschaftspolitische Initiativen den Handel behindern. Auch in Deutschland wurde 2025 eine neue Regierung gewählt, die auf geo- und handelspolitische Herausforderungen reagieren muss. Die Entwicklungen im Jahr 2024 beeinflussten das Konsumverhalten erheblich. Deutsche Verbraucher erhöhten ihre Sparquote und zeigten beim Konsum weiterhin eine deutliche Preissensibilität. Auch Unternehmen litten unter der großen Unsicherheit, der Konsumzurückhaltung und den nach wie vor hohen Erzeugerpreisen. Das spiegelte sich in der Entwicklung des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) wider, das laut der Frühjahrsprognose des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) trotz rückläufiger Inflations- und Zinsentwicklung um 0,2 % zurückging. Deutschland befindet sich damit weiterhin in einer Rezession, nachdem das BIP im Vorjahr um 0,3 % gesunken war. Das BIP der Eurozone stieg 2024 nach Schätzung des IfW zwar, erhöhte sich mit einem Zuwachs von 0,8 % jedoch nur äußerst moderat und blieb damit deutlich hinter dem BIP-Wachstum der USA von 2,8 % zurück. Insgesamt blickt die Oetker-Gruppe daher erneut auf ein Jahr mit herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zurück. Geschäftsbereichsbezogene Rahmenbedingungen Nahrungsmittel Der globale Markt für Lebensmittel wuchs im Berichtsjahr um 3,4 %. Trotz der nachlassenden Inflation und der schrittweisen Erholung der Kaufkraft, die teilweise durch Lohn- und Gehaltssteigerungen gestützt wurde, blieben die externen Rahmenbedingungen für die Lebensmittelbranche herausfordernd. Die in den Medien allgegenwärtigen multiplen Krisen sorgten weiterhin für Verunsicherung bei den Verbrauchern. Dies führte zu anhaltender Konsumzurückhaltung oder dem Wechsel zu kostengünstigeren Einkaufsstätten. Marktführermarken wurden auch im vergangenen Jahr verstärkt in Promotionen gekauft, während insbesondere schwächere, wenig innovative Marken weiter durch die Eigenmarken des Handels substituiert wurden. Als unmittelbare Folge verstärkte das geänderte Konsumverhalten sowohl auf globaler als auch auf europäischer Ebene das Wachstum der Discounter. Auf dem Beschaffungsmarkt zeichnete sich eine weitere Stabilisierung der Lieferketten ab. Die Preise für viele Lebensmittelrohstoffe, Verpackungsmaterialien und Energie sind von ihren Höchstständen zurückgegangen. Dennoch erreichten sie in keinem der betrachteten Märkte das Vorkrisenniveau von 2020, sondern liegen weiterhin deutlich darüber. Andere Rohstoffe, wie zum Beispiel Kakao, sind im Jahr 2024 deutlich im Preis gestiegen. Ungeachtet der aktuell durch Krisen geprägten Rahmenbedingungen sind die globalen Trends der Digitalisierung und Nachhaltigkeit, einschließlich der Themen rund um einen bewussteren und gesünderen Konsum, ungebrochen. Die Relevanz von Natürlichkeit, Gesundheit und Regionalität bei Lebensmitteln hat sich somit nicht verändert. Bier und alkoholfreie Getränke Nachdem bereits im Vorjahr die Bierproduktion in Deutschland gesunken war, hat sich der Biermarkt 2024 weiter rückläufig entwickelt. Gemäß der offiziellen Statistik des Statistischen Bundesamtes betrug der Absatzrückgang rund 1,2 Mio. hl (-1,4 %). Damit hat sich die langfristige Entwicklung sinkender Absatzzahlen fortgesetzt. Die Preise auf den Beschaffungsmärkten verharrten im abgelaufenen Jahr auf einem sehr hohen Niveau. Besonders bei den für den Bier- und Getränkemarkt relevanten Warengruppen wie Malz, Glas, Kronkorken oder Getränkedosen hat sich die Lage nur punktuell entspannt. Daneben verstärkten die Anhebung des Mindestlohns, die Erhöhung der LKW-Maut sowie die höhere CO 2 -Abgabe den Kostendruck im Bier- und Getränkemarkt weiter. Um dem Kostendruck entgegenzuwirken, reagierten einige Marktteilnehmer mit selektiven Preiserhöhungen. Die Kombination aus einem rückläufigen Markt mit gleichzeitig steigender Kostenbelastung stellt die deutsche Brauwirtschaft vor immer größere Herausforderungen. In der Konsequenz ist die Zahl der Insolvenzen und Geschäftsaufgaben bei den Brauereien gestiegen; die sich seit Jahren abzeichnende Marktkonsolidierung hat weiter zugenommen. Im nationalen Markttrend entwickelte sich insbesondere die Kategorie der alkoholfreien Biere weiter positiv. Die veränderten Konsum- und Lebensgewohnheiten der Menschen sowie das wachsende Gesundheitsbewusstsein erhöhen die Beliebtheit alkoholfreier Biere und Biermischgetränke. Der Markt für alkoholfreie Getränke (AfG) bewegte sich im Jahr 2024 in etwa auf Vorjahresniveau. Das größte AfG-Segment Wasser entwickelte sich dagegen leicht positiv. Das Segment der alkoholfreien Erfrischungsgetränke zeigte auch in der langfristigen Betrachtung eine positive Entwicklung auf. Auch die allgemeine Marktentwicklung im Bereich der Getränkefach- und -abholmärkte war 2024 weiter herausfordernd. Die während der Corona-Pandemie entliehenen Umsätze aus der Gastronomie flossen zum Großteil wieder zurück. Sinkende Realeinkommen der Verbraucher erhöhten die Preissensibilität und verstärkten den wachsenden Trend hin zu Discount- und Eigenmarken. Der klassische Lebensmitteleinzelhandel begegnet dieser Entwicklung zudem mit einer Intensivierung seiner Aktionen. E-Commerce Das Konsumentenverhalten im Online-Bereich für Lebensmittel ist im Vergleich zu anderen Kategorien grundsätzlich positiv zu bewerten, nicht zuletzt aufgrund der verlangsamten Inflation in Deutschland. Dennoch blieben die Verbraucherpreise auf einem hohen Niveau, was weiterhin zu einer hohen Preissensibilität der Konsumenten führte und den Faktor Convenience beeinflusste. Im Vergleich zum Gesamtmarkt und anderen Vertriebsschienen, wie dem Discount-Sektor, konnte der E-Commerce-Bereich jedoch auch im Jahr 2024 deutlich stärker wachsen. Im E-Grocery-Segment bildet sich zunehmend ein Wettbewerb um den relevantesten Konsumentenzugang. Unter den Wettbewerbern entwickeln sich zwei Geschäftsmodelle, die sich jeweils nach Servicelevel und Sortimentsgröße differenzieren lassen. Zum einen versprechen so genannte Quick-Commerce-Anbieter ein kleineres Sortiment mit einer Lieferung innerhalb kürzester Zeit. Dem gegenüber steht die Vollsortimenter-Strategie mit einer Lieferung innerhalb von wenigen Stunden bis hin zu einigen Tagen. Die Tendenzen der Marktkonsolidierung aus dem Jahr 2023 haben sich 2024 fortgesetzt, entsprechend zogen sich einzelne Wettbewerber aus dem deutschen Markt zurück. Die Marktkonsolidierung im Quick Commerce bietet weitere Absatzpotenziale für die flaschenpost mit ihrem Alleinstellungsmerkmal, der Lieferung eines Vollsortiments inklusive schwerer Getränkekisten innerhalb von 120 Minuten. IT-Markt Der deutsche Markt für IT-Outsourcing ist auch 2024 gewachsen und konnte sich damit von den schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen lösen. Besonders ausgeprägt war die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen in den Bereichen Cyber Security und IT-Modernisierung, einhergehend mit Prozesseffizienz und -automatisierung im Zuge der digitalen Transformation. Daneben gilt Künstliche Intelligenz (KI) unter den IT-Dienstleistern als einer der wichtigsten Technologietrends. Data Analytics sowie Cloud-Lösungen spielten ebenfalls eine weiterhin große Rolle im IT-Markt. Vor diesem Hintergrund hält der Ausbau von Kapazitäten in Rechenzentren in Deutschland weiter an. Neben diesen Marktthemen sehen sich vor allem der Mittelstand und der öffentliche Sektor mit regulatorischen Vorgaben und Kostenoptimierungen konfrontiert. Dies führt zu einer Beschleunigung der digitalen Transformation von bisher traditionellen IT-Infrastrukturen, wodurch die Anzahl an IT-Projekten weiter gestiegen ist. Ein großes Hemmnis im IT-Umfeld ist nach wie vor der ausgeprägte Fachkräftemangel. Die digitale Transformation aller Branchen steigert zusätzlich die Nachfrage nach IT-Fachkräften. Hotels Die Hotellerie in Deutschland und Frankreich verzeichnete im Geschäftsjahr 2024 eine positive Entwicklung, unter anderem geprägt von bedeutenden sportlichen Veranstaltungen wie der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland oder den Olympischen Spielen in Paris. Die Durchschnittszimmerraten folgten im abgelaufenen Geschäftsjahr dem allgemeinen Markttrend in Europa. In Frankreich sind die durchschnittlichen Zimmerraten seit 2019 um 49 % gestiegen, in Deutschland betrug der Anstieg im gleichen Zeitraum lediglich 18 %. Im gleichen Zuge blieb die Belegung in den meisten europäischen Ländern unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Dieses Ergebnis wird durch die Entwicklung der internationalen Touristenankünfte bestätigt, die weiterhin weltweit 1 % und in Deutschland sogar 6 % unter 2019 lagen. Frankreich verzeichnete bei den Touristenankünften ein leichtes Wachstum (+1 %) im Vergleich zum Jahr 2019. Geschäftsverlauf Oetker-Gruppe Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Was wir prognostiziert und was wir erreicht haben:
Beurteilung durch die Gruppenleitung:
Konzernumsatz um 2,5 % auf 7,1 Mrd. Euro gestiegen Die konsumgüterorientierten Geschäftsbereiche Nahrungsmittel sowie Bier und alkoholfreie Getränke, die zusammen für rund 90 % der Konzernumsätze stehen, leisteten weiterhin den größten Beitrag zum Wachstum der Oetker-Gruppe. Dr. Oetker Nahrungsmittel und die Conditorei Coppenrath & Wiese steigerten insgesamt ihre Umsatzerlöse um 2,3 % auf 4.240 Mio. Euro. Besonders erfreulich entwickelte sich das Pizza- und Professional-Geschäft, während die Kategorie Kuchen und Dessert leichte Umsatzrückgänge gegenüber dem Vorjahr verzeichnete: Neben Umsatzrückgängen bei Dekorationsartikeln von Dr. Oetker, die in Zeiten der allgemeinen Konsumzurückhaltung temporär vernachlässigt wurden, hat sich das Markengeschäft der Conditorei Coppenrath & Wiese im Inland aufgrund von reduzierten Listungen bei einem wichtigen Handelspartner rückläufig entwickelt. Die Radeberger Gruppe konnte das Geschäftsjahr mit einem Umsatzzuwachs von 3,6 % abschließen, ist damit aber wegen der marktweit rückläufigen Absatzentwicklung hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben. Im Markenportfolio überzeugten vor allem Radeberger Alkoholfrei und Jever Fun mit deutlichen Absatzzuwächsen. Auch bei den nationalen Spezialitäten legte die Radeberger Gruppe gegenüber dem Vorjahr moderat zu. Nach deutlichen Steigerungsraten in den Vorjahren erreichte der Geschäftsbereich Weitere Interessen im Jahr 2024 einen Umsatzanstieg von 1,0 % auf 762 Mio. Euro. Die flaschenpost konnte ihre Umsätze weiterhin steigern, aber in einem etwas geringeren Umfang als noch in den Vorjahren. Deutliche Umsatzzuwächse verzeichnete OEDIV. Auch die Umsatzentwicklung der Hotelsparte war erfreulich: Trotz der Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten im Brenner's Park-Hotel, die eine teilweise Schließung zur Folge hatten, erzielten die beiden Hotels aufgrund der überplanmäßigen Entwicklung des Hotels in Südfrankreich insgesamt eine leichte Umsatzsteigerung.
Umsatzerlöse nach Regionen - Anteil in Deutschland beträgt 56,1 % (Vorjahr: 56,5 %) Der in Deutschland erwirtschaftete Umsatz der Oetker-Gruppe erhöhte sich um 1,9 % auf 3.975 Mio. Euro, im Wesentlichen bedingt durch den Umsatzanstieg im Geschäftsbereich Bier und alkoholfreie Getränke und bei Dr. Oetker Nahrungsmittel. Dem gegenüber stehen die Umsatzverluste der Conditorei Coppenrath & Wiese als Folge der schwierigen Verhandlungen mit Handelskunden sowie rückläufige Umsätze beim Brenner's Park-Hotel. Der Anteil des außerhalb Deutschlands erzielten Umsatzes ist mit 43,9 % des Gesamtumsatzes leicht gestiegen (Vorjahr: 43,5 %). Die zweitstärkste Region der Oetker-Gruppe ist weiterhin die Restliche EU, die mit einer Steigerung von 4,4 % auf 1.515 Mio. Euro ihren Umsatzanteil auf 21,4 % leicht ausbauen konnte (Vorjahr: 21,0 %). Der Umsatzanstieg resultierte vor allem aus höheren Nahrungsmittelumsätzen bei Dr. Oetker und dem deutlichen Wachstum der Hotelumsätze in Südfrankreich. Während die Region Restliches Europa ebenfalls von Umsatzsteigerungen bei Dr. Oetker Nahrungsmittel profitierte und somit einen Zuwachs von 4,7 % auf 606 Mio. Euro erreichte, blieben die Umsätze von Dr. Oetker Nahrungsmittel in der Restlichen Welt stabil auf dem Niveau des Vorjahres. Zum einen belasteten negative Wechselkursentwicklungen, insbesondere in Brasilien, Mexiko und Ägypten, den Geschäftsverlauf in der Berichtswährung Euro. Zum anderen war das Geschäft von Wilton mit Backdekoren weiterhin herausfordernd. Aufgrund der erfreulichen Entwicklung der Conditorei Coppenrath & Wiese in den Vereinigten Staaten stiegen die Umsätze in der Region Restliche Welt insgesamt um 1,1 % auf 989 Mio. Euro.
Anstieg der Investitionen um 13,2 % auf 343 Mio. Euro Nach einem bereits kräftigen Anstieg der Investitionen im Vorjahr hat sich das Investitionsvolumen (ohne Erstkonsolidierungen) in der Oetker-Gruppe weiter auf 343 Mio. Euro erhöht; dies entspricht einem Zuwachs von 13,2 % bzw. 40 Mio. Euro gegenüber dem Niveau des Vorjahres. In allen Geschäftsbereichen wurden die Investitionsausgaben erhöht. Besonders ausgeprägt war der Anstieg in den konsumgüterorientierten Geschäftsbereichen Bier und alkoholfreie Getränke (+18 Mio. Euro) sowie Nahrungsmittel (+13 Mio. Euro). Der Großteil der Investitionen entfiel mit rund 54 % (Vorjahr: 57 %) auf Dr. Oetker Nahrungsmittel. Im Rahmen eines langfristig angelegten Investitionsprogramms wurde in die Zukunftsbereiche Innovationen, Nachhaltigkeit und Digitalisierung investiert. Darüber hinaus ist ein wesentlicher Teil der Investitionen in den Kapazitätsausbau der internationalen Pizzawerke geflossen. Auch die Radeberger Gruppe hat in den Ausbau von Kapazitäten investiert und zudem zahlreiche standortspezifische Veränderungen zur Optimierung der technischen und logistischen Infrastruktur durchgeführt. Mit einem Anstieg von 25,0 % gegenüber dem Vorjahr erreichten die Investitionen 2024 ein Ausgabenniveau von 89 Mio. Euro. Die Investitionen des Geschäftsbereiches Weitere Interessen summierten sich auf 69 Mio. Euro und lagen damit 14,7 % über dem Vorjahreswert (61 Mio. Euro). Der wesentliche Teil der Investitionsausgaben im Jahr 2024 entfiel auf die Hotelsparte anlässlich der umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten im Brenner's Park-Hotel. Darüber hinaus wurde bei der flaschenpost investiert, vor allem zur Elektrifizierung des Fuhrparks und zur weiteren Optimierung der Automatisierung von Lagerprozessen.
Anzahl der Beschäftigten ist mit 28.713 stabil geblieben Für die Oetker-Gruppe waren im Jahr 2024 insgesamt 18.905 Mitarbeiter (Vorjahr: 19.140) in Deutschland und 9.808 Mitarbeiter (Vorjahr: 9.873) im Ausland tätig. Damit ist die in Vollzeitäquivalenten angegebene Anzahl der Beschäftigten mit weltweit 28.713 im Berichtsjahr leicht um 1,0 % gesunken (Vorjahr: 29.013). Nach Bereinigung um Konsolidierungskreiseffekte ergibt sich ein Rückgang um 2,3 %. Wie im Vorjahr waren mehr als die Hälfte der Beschäftigten im Geschäftsbereich Nahrungsmittel tätig, dort erhöhte sich die Anzahl um 0,5 % auf 16.599 Mitarbeiter und blieb damit weitestgehend stabil. Während sich im Ausland, vor allem in der Region Amerika, die Personalzahlen leicht reduzierten, ergab sich im Inland ein Zuwachs von 2,5 %, maßgeblich getrieben durch die ganzjährige Berücksichtigung von Galileo. Bereinigt um diese akquisitionsbedingten Zugänge hat sich die Anzahl der Beschäftigten im Geschäftsbereich Nahrungsmittel insgesamt um 0,6 % reduziert. Die Biersparte verzeichnete einen Personalzuwachs von 3,2 % auf 6.586, der in erster Linie auf die Akquisitionen im Berichtsjahr zurückzuführen ist. Ohne die Veränderungen im Konsolidierungskreis waren die Personalzahlen ebenfalls leicht rückläufig (-0,4 %). Der Personalrückgang um 9,6 % auf 5.528 Mitarbeiter im Geschäftsbereich Weitere Interessen resultierte hauptsächlich aus dem Rückgang bei der flaschenpost. Bedingt durch effizientere Prozesse hat sich dort die Mitarbeiterzahl reduziert. Daneben ergab sich beim Brenner's Park-Hotel ein (temporärer) Personalabbau infolge der teilweisen Schließung anlässlich des Umbaus. Dagegen hat OEDIV im Zuge der strategischen Weiterentwicklung deutlich Personal aufgebaut. Nahrungsmittel Geschäftsverlauf
In einem operativ herausfordernden Umfeld konnte die Oetker-Gruppe im Geschäftsbereich Nahrungsmittel Umsatzerlöse von insgesamt 4.240 Mio. Euro erzielen. Damit erreichten die beiden Nahrungsmittelunternehmen Dr. Oetker und Conditorei Coppenrath & Wiese zusammen ein Wachstum um 2,3 % gegenüber dem Vorjahr, das im Wesentlichen den Erwartungen der Vorjahresprognose entspricht. In der Umsatzkonsolidierung wirkten sich Wechselkurseffekte negativ aus, wobei die Regionen Osteuropa und 3A (Afrika, Asien, Australien) bei Dr. Oetker, hauptsächlich aufgrund der Abwertungen der türkischen Lira und des ägyptischen Pfunds, besonders betroffen waren. Die negativen Währungseffekte konnten durch die nun ganzjährig konsolidierten Umsätze der im Vorjahr akquirierten Marke Imperial sowie die erworbenen Unternehmensanteile an der Galileo Lebensmittel KG größtenteils ausgeglichen werden, sodass sich das organische Wachstum für das Berichtsjahr auf 2,5 % beläuft. Dr. Oetker setzte das in den Vorjahren begonnene Wachstums- und Effizienzprogramm erfolgreich fort. Neben der Verschlankung von Prozessen und der damit einhergehenden Reduzierung nicht wertschöpfender Kosten steht eine krisenresistente Gestaltung von Prozessen im Fokus der Maßnahmen. Dr. Oetker steigerte im Vergleich zum Vorjahr seine Umsatzerlöse um 3,3 % und wuchs organisch um 3,6 %. Dabei konnte Dr. Oetker die Umsatzerlöse der Kategorie Kuchen und Dessert gegenüber dem Vorjahr in den meisten Teilsortimenten geringfügig steigern, während bei Dekorationsartikeln und hier insbesondere bei Wilton, dem Marktführer für Tortendekoration in den USA, eine gewisse Kaufzurückhaltung verzeichnet wurde. Die Kategorie Pizza erzielte ein moderates Umsatzwachstum. Neben erfolgreichen Innovationen wie der neuen Premiumpizza Suprema oder My Pizza Slice im Snackingbereich trugen auch gezielte Promotion-Aktivitäten zu den Absatzsteigerungen bei. Des Weiteren hat Dr. Oetker Konsumenten aus dem Out-of-Home-Sektor hinzugewonnen: Die qualitativ hochwertige Tiefkühlpizza ist eine gute Alternative zum deutlich teureren Restaurantbesuch oder zu Lieferdiensten. Darüber hinaus profitierte Dr. Oetker in Deutschland von dem Ganzjahreseffekt der Galileo-Akquisition im Vorjahr. Das Professional-Geschäft mit kundenorientierten Lösungen für den Gastronomie- und Cateringbereich hat 2024 seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Die Umsätze stiegen im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Insbesondere das Professional-Geschäft in Frankreich sowie das Geschäft mit Schnellrestaurantketten in Indien entwickelten sich überplanmäßig weiter. Auch das erfolgreiche Gastronomie-Lösungsangebot Pizza Perfettissima stimulierte die Umsatzentwicklung. Die Umsatzerlöse in den weiteren Sortimenten lagen insgesamt hinter dem Vorjahr zurück. Einen besonderen Anteil daran hatte die ernte- und wetterbedingt schwächere Einmachsaison in fast allen Ländern, die sich in einem geringeren Absatz von Einkochprodukten entsprechend widerspiegelte. Dr. Oetker verzeichnete in allen Berichtsregionen Zuwächse, wobei die Region Deutschland ein moderates Wachstum erzielte. Nach einem bereits guten Vorjahr verzeichnete auch die Region Westeuropa weiterhin solide Umsatzzuwächse, die vor allem auf die Produktkategorie Kuchen und Dessert entfielen. Osteuropa erreichte ein deutliches Umsatzwachstum, gestützt durch die Türkei, Polen sowie Ungarn und trotz negativer Effekte der türkischen Lira und des ungarischen Forints auf die Berichtswährung Euro. Die Geschäftsentwicklung in der Region Amerika war durch das herausfordernde Geschäft von Wilton mit Backdekoren geprägt. Jedoch gewann Dr. Oetker in Kanada weitere Marktanteile im Pizzamarkt und steigerte seine Umsätze deutlich gegenüber dem Vorjahr. Auch Mexiko und Brasilien verzeichneten ein deutliches organisches Wachstum, dem auch hier negative Währungseffekte entgegenliefen. Insgesamt erreichte Dr. Oetker in der Region dennoch ein stabiles Umsatzniveau. Die Umsätze in der Region 3A erhöhten sich in der Berichtswährung Euro gegenüber dem Vorjahr leicht. Die Umsatzentwicklung war ebenso zum Teil durch negative Wechselkurseffekte belastet, vor allem durch die deutliche Abwertung des ägyptischen Pfunds. Die Conditorei Coppenrath & Wiese verzeichnete im Jahr 2024 einen moderaten Umsatzrückgang. Während im Markengeschäft in Deutschland Listungen bei einem wichtigen Handelspartner reduziert wurden, konnte der Absatz durch ein verstärktes Handelsmarkengeschäft teilweise kompensiert werden. Auch im Exportgeschäft konnte die Conditorei Coppenrath & Wiese ihre Umsätze deutlich steigern; diese erfreuliche Entwicklung ist auch auf Neulistungen zurückzuführen. Die Investitionen im Geschäftsbereich Nahrungsmittel lagen im Jahr 2024 mit 184 Mio. Euro um 13 Mio. Euro über dem hohen Niveau des Vorjahres (171 Mio. Euro). Mit dem hohen Investitionsniveau schaffen die Unternehmen nicht nur die Basis für das Wachstum in den kommenden Jahren, sondern investieren ebenso massiv in Nachhaltigkeitsprojekte gemäß ihrer Sustainability Charter sowie in die zukunftsfähige, datengetriebene Digitalisierung aller Unternehmensprozesse. Ein größerer Teil der Investitionen bei Dr. Oetker entfiel auf den Ausbau von Kapazitäten in den internationalen Pizzawerken. Die Conditorei Coppenrath & Wiese hat im abgelaufenen Geschäftsjahr in nachhaltige Energielösungen wie die Optimierung von Lüftungsanlagen oder der Stromversorgung investiert. Darüber hinaus flossen die Investitionen in die weitere Sanierung und Automatisierung von Fertigungskapazitäten. Die in Vollzeitäquivalenten angegebene Anzahl der Beschäftigten im Geschäftsbereich Nahrungsmittel ist mit 16.599 stabil geblieben (Vorjahr: 16.510). Bereinigt um Veränderungen im Konsolidierungskreis ergibt sich bei den Personalzahlen ein leichter Rückgang um 0,6 %. Die Bereinigungen beziehen sich im Wesentlichen auf die im Jahr 2023 erfolgten akquisitionsbedingten Zugänge bei Galileo. Prognose Für das Jahr 2025 erwartet der Geschäftsbereich Nahrungsmittel ein Wachstum der Lebensmittelmärkte analog zum abgelaufenen Jahr. Wachstumstreiber bleiben weiterhin die Discounter und der E-Commerce. Auf den Beschaffungsmärkten wird grundsätzlich ein moderater Kostenauftrieb erwartet, wobei das Preisniveau für bestimmte Materialpreiskategorien, wie beispielsweise Kakao oder Milchprodukte, weiter stark steigen wird. Dr. Oetker und Conditorei Coppenrath & Wiese erwarten für 2025 ein moderates Umsatzwachstum. Diese prognostizierte Steigerung basiert auf einer stabilisierten Konsumnachfrage, Innovationen und einer gezielten Marktbearbeitung durch Promotion-Aktivitäten im Handel sowie Verbraucheransprachen in allen relevanten Kanälen. Allerdings dürfte das Wachstum in der Berichtswährung Euro wie schon im Berichtsjahr durch insgesamt negative Wechselkurseinflüsse begrenzt werden. Nach dem deutlichen Anstieg der Investitionsausgaben im abgelaufenen Geschäftsjahr plant die Gruppe auch für 2025 eine weitere Erhöhung der Investitionen, die insbesondere für die Zukunftsbereiche Innovationen, Nachhaltigkeit und Digitalisierung zur Verfügung stehen. Daneben werden im Jahr 2025 die üblichen Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen getätigt, die der Sicherstellung, Optimierung und Modernisierung der Produktionskapazitäten dienen. Bier und alkoholfreie Getränke Geschäftsverlauf
Die Radeberger Gruppe hat 2024 im Gegensatz zu den großen nationalen Wettbewerbern eine Preiserhöhung im Handel und in der Gastronomie umgesetzt. Während der Bierabsatz im Inland um 2,0 % zurückgegangen ist, verzeichnete die Radeberger Gruppe trotz Preiserhöhung einen Absatzrückgang von 1,3 % und hat sich damit besser entwickelt als der Gesamtmarkt. Zudem war das Geschäftsjahr 2024 branchen- wie unternehmensbezogen durch das weiterhin hohe Preisniveau bei Energie, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie gestiegene Personalkosten belastet. Darüber hinaus führten inflationsbedingt höhere Tarifabschlüsse sowie die weitere Anhebung des Mindestlohns zu stärkeren Kostenbelastungen für die Radeberger Gruppe. Um dem entgegenzuwirken, wurden unternehmensweit Preiserhöhungen sowie Effizienz- und Kostenmaßnahmen umgesetzt. Die weiter spürbare inflationsbedingte Konsumzurückhaltung prägte auch die Geschäftsentwicklung im Handel und in der Gastronomie. Daneben ergaben sich Einbußen aus der schlechten Wetterlage in den für die Branche wichtigen Sommermonaten. Neben der unbeständigen Witterung war das frühe Ausscheiden der deutschen Mannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft nicht förderlich für den Bierabsatz. Insgesamt konnte die Radeberger Gruppe die Umsätze um 3,6 % im Vergleich zum Vorjahr auf 2.084 Mio. Euro steigern. Dieses erfreuliche Umsatzwachstum ist in wesentlichen Teilen auf die bereits Ende 2023 kommunizierte Preiserhöhung sowie auf Akquisitionseffekte zurückzuführen. Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungseffekte betrug das operative Umsatzwachstum 0,4 % bzw. 8 Mio. Euro. Der Geschäftsverlauf innerhalb der einzelnen Unternehmensbereiche war unterschiedlich ausgeprägt. Im Herstellergeschäft führten vor allem der branchenweit schwache Absatz im Monat Juni sowie eine andauernde Auslistung des PepsiCo-Mehrwegsortiments bei einem wichtigen Handelspartner zu einem leichten Absatzverlust gegenüber dem Vorjahr. Zur Kompensation gestiegener Personal- und Transportkosten wurde eine Preiserhöhung erfolgreich umgesetzt. Getränke Hoffmann sah sich im Jahr 2024 vor allem mit höheren Einstandspreisen konfrontiert. Außerdem sind die Miet- und Personalkosten gestiegen. Zudem haben die allgemeine Konsumzurückhaltung der Verbraucher und eine höhere Preissensibilität bei Getränke Hoffmann akquisitionsbereinigt zu einem Absatz- und Umsatzrückgang geführt. Diese Ergebnisbelastungen konnten nur teilweise durch verbesserte Einkaufskonditionen und höhere Verkaufspreise kompensiert werden. Bei den Drinkport-Betrieben führten die gute Verkaufsentwicklung im Außer-Haus-Konsum und die Maßnahmen zur Kostensenkung in den letzten Jahren zu positiven Ergebnissen. Allerdings belasteten die Schließungskosten eines Standorts zur Optimierung der Logistikkosten das Ergebnis. Die Streckenlogistik, die die Radeberger Gruppe gemeinsam mit der Brauerei C. & A. Veltins über das Joint Venture Deutsche Getränke Logistik (DGL) betreibt, konnte ihre Kostenstrukturen optimieren und notwendige Preiserhöhungen umsetzen. Dies führte in der Summe zu einer Steigerung des Ergebnisses im Jahr 2024. Die H. Leiter GmbH leistete auch im Jahr 2024 einen wesentlichen Beitrag zur Absicherung der Lieferfähigkeit der Radeberger Gruppe. Trotz weiter steigender Aufwendungen für Personal und Personaldienstleister verbesserte das Unternehmen durch die Fokussierung auf margenstärkeres Geschäft das Ergebnis. Das Markenportfolio der Radeberger Gruppe entwickelte sich im abgelaufenen Berichtsjahr im Inland trotz einer solitär im Markt vorgenommenen Preiserhöhung in der Summe besser als der allgemeine Markttrend. Die nationalen Marken verzeichneten insgesamt einen moderaten Absatzzuwachs im Vergleich zum Vorjahr. Dabei entwickelte sich der Absatz von Radeberger Alkoholfrei und Jever Fun deutlich positiv. Dagegen litt die gastronomieorientierte Weizenbiermarke Schöfferhofer mit Ausnahme der alkoholfreien Varianten sowohl unter der allgemeinen Marktschwäche der Kategorie Weizenbiere als auch bei den Weizen-Mixgetränken unter dem teils verregneten Sommer; sie verzeichnete somit Verluste gegenüber dem Vorjahr. Bei den nationalen Spezialitäten erzielten die Hellbiermarke Allgäuer Büble und die junge Marke Oberdorfer ein erfreuliches Wachstum im Vergleich zum Vorjahr. Darüber hinaus verzeichneten die internationalen Marken vor allem durch die im Jahr 2024 neu hinzugewonnene Lizenzmarke Staropramen deutliche Zuwächse gegenüber dem Vorjahr. Das Segment der regionalen Premiummarken war durch die positive Entwicklung der stärksten Marke des Segments, Ur-Krostitzer, geprägt. Die weiteren Marken verzeichneten moderate Verluste, so dass das Segment in der Summe leicht unter dem Vorjahresniveau geblieben ist. Die alkoholfreien Getränke konnten sich im Kerngeschäft weitestgehend stabil entwickeln. In der Summe bewegte sich der Absatz des Segments insbesondere durch eine Sortimentsstraffung bei Selters und PepsiCo leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Die Investitionen der Radeberger Gruppe beliefen sich auf 89 Mio. Euro und lagen damit um 25,0 % über dem Vorjahreswert (71 Mio. Euro). Ein Großteil der technischen Investitionen betraf die Standorte Berlin, Freiberg und Löhnberg. In Berlin wurde in die Erweiterung der Mehrweg-Abfüllkapazitäten, in Freiberg und in Löhnberg jeweils in neue Sortieranlagen investiert. Darüber hinaus gab es weitere standortspezifische Veränderungen zur Optimierung von Produktions- und Logistikprozessen sowie notwendige Investitionen in den Leergutpool der Wachstumsmarken. Im Vertrieb investierte die Gruppe in die Kanäle Gastronomie sowie Fest- und Eventgeschäft. Den Schwerpunkt der Investitionen im vertikalen Geschäft bildete die weitere Modernisierung von Filialen bei Getränke Hoffmann. Im Jahr 2024 lag die in Vollzeitäquivalenten angegebene Anzahl der Beschäftigten mit 6.586 über dem Niveau des Vorjahres (6.385). Bereinigt um die Zugänge im Konsolidierungskreis ergab sich 2024 ein leichter Rückgang bei den Personalzahlen um 0,4 %. Prognose Die Radeberger Gruppe hat für das Jahr 2025 bereits selektive Preiserhöhungen in der Gastronomie kommuniziert. Entsprechende Auswirkungen sind in der Absatz- und Umsatzprognose berücksichtigt. Darüber hinaus erwartet die Gruppe zusätzliche Mengen- und Umsatzsteigerungen in ihren Wachstumssegmenten Hellbiere, alkoholfreie Biere und alkoholfreie Getränke. In einem weiter stagnierenden Marktumfeld prognostiziert die Radeberger Gruppe insgesamt eine leichte Umsatzsteigerung für 2025. Das Investitionsbudget liegt in etwa auf dem Ausgabenniveau des Jahres 2024. Die Investitionsmittel sind für die Aufrechterhaltung und Modernisierung der technischen und logistischen Infrastruktur geplant. Von dem geplanten Investitionsbudget entfällt der Großteil auf die Brauereien. Daneben wird die Gruppe in die Vertriebskanäle Gastronomie und Eventgeschäft investieren, ebenso wie in Projekte für die IT-Infrastruktur und zur weiteren Digitalisierung von Prozessen. Weitere Interessen Geschäftsverlauf
Der Geschäftsbereich Weitere Interessen umfasst die flaschenpost sowie weitere Unternehmen für Beschaffungs- und Logistikdienstleistungen, den IT-Dienstleister OEDIV, die Hotels Brenner's Park-Hotel in Baden-Baden und Hôtel du Cap-Eden-Roc in Antibes, Frankreich, sowie Oetker Digital. Im Hinblick auf die verschiedenen Märkte haben sich die Unternehmen unterschiedlich entwickelt. Insgesamt verzeichnete der Geschäftsbereich 2024 einen Umsatzanstieg um 1,0 % auf 762 Mio. Euro. Während die Umsätze von OEDIV erneut deutlich gesteigert werden konnten, haben sich die Umsätze der Hotelsparte und der flaschenpost leicht erhöht. Bei den übrigen Unternehmen ergab sich in der Summe ein Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr. Die Investitionen im Geschäftsbereich Weitere Interessen betrugen insgesamt 69 Mio. Euro im Berichtsjahr gegenüber 61 Mio. Euro im Jahr zuvor. Der Anstieg um 14,7 % war maßgeblich getrieben durch höhere Investitionsausgaben in der Hotelsparte. Die Zahl der Beschäftigten auf Basis von Vollzeitäquivalenten reduzierte sich von 6.118 im Jahr 2023 auf 5.528, hauptsächlich durch effizientere Prozesse und den in der Folge geringeren Personalbedarf bei der flaschenpost. Die flaschenpost verfügt inzwischen über 32 Standorte und bietet ein attraktives Getränke- und Supermarkt-Sortiment an. Die Gruppe nutzt die Chancen des dynamischen Marktumfelds und partizipiert am Wachstum des Online-Lebensmittelhandels. Die Kaufbereitschaft der Konsumenten in Bezug auf Lebensmittel war im Vergleich zu anderen Kategorien nach wie vor positiv, wenngleich die noch immer hohen Verbraucherpreise mit einem teilweise angepassten Kaufverhalten und einer Konsumzurückhaltung im Bereich Convenience einhergingen. Dennoch hat sich die durchschnittliche Bestellgröße weiter positiv entwickelt und der Umsatz konnte im Jahr 2024 leicht gesteigert werden. Wesentliche Investitionsprojekte hat die flaschenpost 2024 im Bereich des Fuhrparks zur weiteren Elektrifizierung der Fahrzeugflotte durchgeführt. OEDIV erzielte im Geschäftsjahr 2024 erneut deutliche Umsatzzuwächse. Während die positive Geschäftsentwicklung mit Bestandskunden, vor allem bei Security Services, die Erwartungen übertraf, waren die Umsätze mit Neukunden niedriger als im Vorjahr. Die Ausgaben für Investitionen haben das Vorjahresniveau moderat überschritten, im Wesentlichen bedingt durch den Vollausbau des Rechenzentrums am Standort der Gesellschaft. Daneben erfolgten Ersatzinvestitionen in die IT-Infrastruktur. Die beiden Hotels konnten ihre Umsätze leicht steigern und das Geschäftsjahr somit besser als ursprünglich erwartet abschließen. Dies ist vor allem auf die positive Entwicklung des Hôtel du Cap-Eden-Roc zurückzuführen, wo die hohe Auslastung der Vorjahre erneut bestätigt werden konnte. Zusammen mit einer höheren Durchschnittsrate pro Nacht trugen insbesondere die Logiserlöse zu einem Umsatz und Ergebnis deutlich oberhalb der Vorjahreswerte bei. Beim Brenner's Park-Hotel stand das Jahr 2024 im Zeichen der Renovierung und Modernisierung des Hauptgebäudes, das seit dem dritten Quartal 2023 mit seinen rund 80 Zimmern einer kompletten Infrastruktursanierung unterzogen wird. Aufgrund dieser umfangreichen Modernisierungsarbeiten und der eingeschränkten Anzahl an verfügbaren Zimmern lagen die Umsätze erwartungsgemäß deutlich unter dem Vorjahreswert. Prognose Für den Geschäftsbereich Weitere Interessen wird sich die Wachstumsentwicklung auch 2025 fortsetzen. Treiber für die geplante deutliche Umsatzsteigerung ist in erster Linie die flaschenpost. Das Unternehmen geht für das Jahr 2025 davon aus, dass sich die Entwicklung im E-Grocery-Markt positiv von der Gesamtmarktentwicklung des Lebensmitteleinzelhandels abheben wird. Die flaschenpost erwartet weiterhin eine steigende Nachfrage und sieht sich in dem dynamischen Marktumfeld gut positioniert. Entsprechend rechnet die Gruppe mit einem wesentlichen Umsatzwachstum. Dieses wird maßgeblich durch Mengeneffekte getrieben. Neben einem deutlichen Wachstum an bereits etablierten Standorten wird sich die Eröffnung eines weiteren Lagers in Bonn im November 2024 im Geschäftsjahr 2025 positiv auf die Umsatzentwicklung auswirken. Für 2025 wird mit einem deutlichen Anstieg der Investitionen gerechnet. Die geplanten Investitionsausgaben werden sich hauptsächlich auf die Kategorien Fuhrpark inklusive Beladesystemen und Ladeinfrastruktur, Lagerausstattung sowie IT-Equipment konzentrieren. OEDIV rechnet mit einem weiterhin wachsenden Marktvolumen im Bereich IT-Outsourcing in Deutschland. Eine besonders hohe Nachfrage erwartet das Unternehmen bei den Themen Datensouveränität, IT-Modernisierung, Data Analytics und Cyber Security sowie der Entwicklung und Implementierung von Software. Für 2025 prognostiziert OEDIV eine leichte Umsatzsteigerung, die hauptsächlich mit neuen Produkten in den Bereichen Security, SAP RISE und Data & Artificial Intelligence (AI) erreicht wird. Darüber hinaus plant das Unternehmen ein Mengenwachstum, unterstützt durch die Gewinnung neuer Kunden und den zusätzlichen Verkauf von Produkten an Bestandskunden. Die Investitionsvorhaben für 2025 werden nach Abschluss der umfangreichen Maßnahmen an den beiden Rechenzentren wieder unter den Ausgaben des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen und sich hauptsächlich auf betriebsnotwendige Ersatzinvestitionen beziehen. Die beiden Hotels werden im Jahr 2025 in der Summe einen deutlichen Umsatzanstieg erzielen. Das Wachstum wird vor allem durch das Brenner's Park-Hotel getragen werden, das im Jahr 2024 infolge der baulichen Einschränkungen nur relativ geringe Umsätze erzielten konnte. Mit dem erwarteten Abschluss der Modernisierungsarbeiten im zweiten Quartal 2025 werden dann alle Zimmer, Outlets und Veranstaltungsräume wieder zur Verfügung stehen. Das Management rechnet mit einem deutlichen Anstieg bei Belegungs- und Umsatzzahlen, wobei im Jahr der Wiedereröffnung noch nicht der Umsatz des Rekordjahres 2022 erreicht werden kann. Das Hôtel du Cap-Eden-Roc wird - auch durch die Neueröffnung der Villa La Guettière im Juni 2025 mit zwölf zusätzlichen Schlafzimmern - die bisher erfreuliche Entwicklung auch 2025 fortsetzen und die Umsätze erneut steigern können. Das Investitionsvolumen wird sich im kommenden Berichtsjahr wieder deutlich reduzieren, da die Renovierungs- und Sanierungsarbeiten in beiden Hotels abgeschlossen sein werden. Vermögens- und Finanzlage Vermögenslage KONZERNBILANZ (KURZFASSUNG)
Die Konzernbilanzsumme reduzierte sich zum 31. Dezember 2024 gegenüber dem Vorjahresstichtag um 194 Mio. Euro auf 5.207 Mio. Euro. Der Rückgang auf der Aktivseite resultierte in erster Linie aus der planmäßigen Abnahme liquider Mittel, unter anderem infolge von Investitionen und umfangreichen Darlehenstilgungen, sowie aus Veränderungen im Anlagevermögen. Korrespondierend hierzu war die wesentliche Änderung auf der Passivseite die Reduktion der Bankverbindlichkeiten in Höhe von 201 Mio. Euro. Das immaterielle Anlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr um 238 Mio. Euro auf 379 Mio. Euro gesunken. Ursächlich hierfür sind vor allem die nicht zahlungswirksamen Abschreibungen in Höhe von 260 Mio. Euro; davon entfiel der überwiegende Teil auf die planmäßigen Abschreibungen von Geschäfts- und Firmenwerten sowie Markenrechten aus früheren Akquisitionen. Der Buchwert des Sachanlagevermögens betrug zum Bilanzstichtag 1.743 Mio. Euro und lag damit 97 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres (1.646 Mio. Euro). Die Zugänge aufgrund von Investitionen in Höhe von 326 Mio. Euro, davon war 1 Mio. Euro akquisitionsbedingt, übertrafen die Abschreibungen in Höhe von 213 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2024. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen sind um 27 Mio. Euro auf 416 Mio. Euro zum Bilanzstichtag gestiegen. Die Erhöhung des Buchwerts resultierte in erster Linie aus der Equity-Bewertung der S. A. Damm, Barcelona (Spanien), und der Deutschen Getränke Logistik GmbH & Co. KG (DGL). Als weitere wesentliche Beteiligung, die nach der At-Equity-Methode bilanziert wird, zählt die Moers Frischeprodukte GmbH & Co. KG. Die Entwicklung des Working Capital ergab folgendes Bild: WORKING CAPITAL
Der Buchwert der Vorräte betrug 726 Mio. Euro und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,3 % erhöht. Nach Bereinigung um Akquisitionseffekte ergibt sich ein leichter Anstieg von 0,3 %. Während sich die Vorräte im Geschäftsbereich Nahrungsmittel leicht rückläufig entwickelten, verzeichnete der Geschäftsbereich Bier und alkoholfreie Getränke einen moderaten Anstieg. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind operativ bedingt um 29 Mio. Euro auf 901 Mio. Euro am Bilanzstichtag gestiegen. Auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 494 Mio. Euro zum Bilanzstichtag lagen über dem Buchwert des Vorjahres (473 Mio. Euro). Per saldo ergab sich keine wesentliche Veränderung für das Working Capital; somit bezifferte sich dieses zum Bilanzstichtag auf 1.115 Mio. Euro (Vorjahr: 1.100 Mio. Euro). Der Anteil des Working Capital an der Bilanzsumme erhöhte sich - aufgrund der reduzierten Bilanzsumme - von 20,4 % auf 21,4 % zum Geschäftsjahresende. Die sonstigen Vermögensgegenstände waren am Bilanzstichtag mit 284 Mio. Euro nahezu unverändert (Vorjahr: 286 Mio. Euro). Neben Steuererstattungsansprüchen enthält die Bilanzposition unter anderem nicht mit Passivposten verrechnete Ansprüche aus der Rückdeckung von Pensionsverpflichtungen bei der Condor-Versicherungsgruppe, Forderungen aus Leergut und Ähnliches. Das Festkapital der Dr. August Oetker KG ist mit einem Buchwert von 1.125 Mio. Euro konstant geblieben. Die Eigenkapitalquote lag wie im Vorjahr bei 40,0 %. Der Rückgang der Rückstellungen um 54 Mio. Euro auf 1.341 Mio. Euro zum Geschäftsjahresende resultierte unter anderem aus Veränderungen bei den sonstigen Rückstellungen. Diese umfassten am Bilanzstichtag vor allem Beträge für Erlösschmälerungen insbesondere im Nahrungsmittelbereich und Rückstellungen für den Personalbereich, für ausstehende Rechnungen, für Pfandguthaben aus dem Brauereibereich sowie für Drohverluste aus schwebenden Geschäften. Insgesamt reduzierten sich die sonstigen Rückstellungen um 28 Mio. Euro auf 937 Mio. Euro. Die Pensionsrückstellungen betrugen zum Bilanzstichtag 360 Mio. Euro und haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 33 Mio. Euro verringert, da die Inanspruchnahmen höher waren als die Effekte aus der Zuführung und Aufzinsung. Ein Teil der Altersversorgung der Belegschaftsangehörigen ist, wie bisher, durch Direktversicherungsverträge vor allem bei der Condor Lebensversicherungs-AG gedeckt. Die Steuerrückstellungen erhöhten sich um 7 Mio. Euro auf 44 Mio. Euro zum 31. Dezember 2024. Finanzlage Die Finanzen der Oetker-Gruppe werden zentral durch die Holding gesteuert. Auf diese Weise können Finanzierungen sowie Geldanlagen von Tochtergesellschaften innerhalb der Oetker-Gruppe gebündelt werden, damit Optimierungspotenziale und Synergien genutzt werden. Zudem werden auf zentraler Ebene vor allem Währungssicherungen mittels derivativer Finanzinstrumente vorgenommen. Die Finanzlage der Oetker-Gruppe ist durch eine umfangreiche Innenfinanzierung, eine weitgehende Thesaurierung der Ergebnisse und langfristige, festverzinsliche Bankkredite geprägt. Liquidität Am Bilanzstichtag betrugen die Finanzmittel 443 Mio. Euro (Vorjahr: 585 Mio. Euro). Der Rückgang in Höhe von 143 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus Investitionen (343 Mio. Euro) und akquisitionsbedingten Anlagenzugängen (7 Mio. Euro) sowie dem Netto-Rückgang von Finanzschulden um 201 Mio. Euro. Die genannten Transaktionen konnten aus dem Bestand der Finanzmittel und dem laufenden operativen Cashflow finanziert werden. Per saldo verbesserte sich die Netto-Finanzposition von -420 Mio. Euro zum 31. Dezember 2023 auf -362 Mio. Euro zum Ende des Jahres 2024; damit hat sich die Netto-Finanzposition besser entwickelt als ursprünglich geplant. NETTO-FINANZPOSITION
Finanzschulden Die Bankverbindlichkeiten beruhen überwiegend auf Krediten mit mittel- und langfristigen Laufzeiten, die planmäßig bedient wurden. Im Berichtsjahr wurden langfristige Kredite in Höhe von 199 Mio. Euro getilgt. Neue langfristige Darlehen wurden in Höhe von 5 Mio. Euro aufgenommen. Daneben gab es einen Rückgang kurzfristiger Darlehen in Höhe von 7 Mio. Euro. Leasingvereinbarungen und andere außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente haben für die Oetker-Gruppe nur eine untergeordnete Bedeutung.
In der Bilanzstruktur zeigten sich keine wesentlichen Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr. Das langfristige Vermögen der Oetker-Gruppe war weiterhin zu 115,4 % (Vorjahr: 115,4 %) durch langfristige Finanzierungsmittel, bestehend aus Eigenkapital und langfristigen Schulden, gedeckt. Die Eigenkapitalausstattung ist gemessen an der Eigenkapitalquote von 40,0 % (Vorjahr: 40,0 %) nach wie vor komfortabel. Insgesamt verfügt die Oetker-Gruppe unverändert über eine sehr solide Vermögens- und Kapitalstruktur. Sachinvestitionen Die gesamten Zugänge bei den Sachanlagen und immateriellen Anlagewerten beliefen sich auf 350 Mio. Euro (Vorjahr: 405 Mio. Euro). Hiervon entfielen 7 Mio. Euro auf Akquisitionen (Vorjahr: 102 Mio. Euro), die 2024 bei der Radeberger Gruppe getätigt wurden. Die laufenden Investitionen betrugen 343 Mio. Euro (Vorjahr: 303 Mio. Euro) bzw. 4,8 % (Vorjahr: 4,4 %) des Konzernumsatzes. Der Anstieg der Investitionsquote resultierte insbesondere aus höheren Ausgaben beim Brenner's Park-Hotel in Baden-Baden sowie in den konsumgüterorientierten Sparten Nahrungsmittel und Bier. Dort sind die Mittel überwiegend in Sachanlagen investiert worden. Der Großteil betraf technische Anlagen, Anlagen im Bau und Anzahlungen, die überwiegend auf Dr. Oetker entfielen und in erster Linie von den Pizzawerken in Deutschland geleistet wurden. Weitere wesentliche geleistete Anzahlungen stehen im Zusammenhang mit den Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten im Brenner's Park-Hotel in Baden-Baden. Regional betrachtet lag der Fokus erneut auf Investitionen bei Inlandsgesellschaften; der Anteil der Auslandsgesellschaften an den laufenden Investitionen ist von 26,4 % im Vorjahr auf 22,8 % im Jahr 2024 gesunken. Prognosebericht Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Nach einem Jahr mit herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen richtet sich der Blick nach vorne. Das Jahr 2025 wird im Zeichen wirtschaftspolitischer Unsicherheiten stehen. Seit Donald Trumps Amtsantritt als US-Präsident ist bei der US-Regierung eine starke Neigung zur Einführung umfassender Zölle erkennbar. Diese zusätzlichen Zölle werden den globalen Handel und die Produktion weltweit beeinträchtigen und könnten eine Eskalation globaler Handelskonflikte auslösen. Weiterhin große Risiken für die Weltwirtschaft resultieren aus den ungelösten geopolitischen Konflikten: So dauert der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine an. Gleichzeitig erhöht China den Druck auf Taiwan. Unter Berücksichtigung dieser Entwicklungen erwartet das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) in seiner Frühjahrsprognose, dass der globale konjunkturelle Aufschwung weiter auf sich warten lässt. Die Zunahme der Weltproduktion im Jahr 2025 wird sich voraussichtlich auf 3,1 % (3,2 % im Vorjahr) belaufen. Die Konjunkturentwicklung im Euroraum wird mit +1,0 % (Vorjahr: +0,8 %) weiterhin verhalten eingeschätzt. Damit liegt die Eurozone hinter dem erwarteten Wachstum der USA (+2,0 %) und Chinas (+4,5 %). Für Deutschland rechnet das IfW mit einer Stagnation des Bruttoinlandsprodukts; Signale für eine spürbare Aufwärtsdynamik sind demzufolge nicht in Sicht. Nach einem merklichen Anstieg der verfügbaren Einkommen der Privathaushalte im Jahr 2024 geht die Zeit kräftiger Lohn- und Gehaltssteigerung zu Ende. Für 2025 ist keine nennenswerte Steigerung zu erwarten, entsprechend wird der private Konsum in Deutschland keine große Dynamik entfalten. Bei der Inflationsrate unterstellt das IfW für Deutschland einen Anstieg von 2,0 % und für den Euroraum eine Erhöhung der Verbraucherpreise um 2,3 %. Damit ist die Zielmarke der EZB von 2,0 % näher gerückt. Angesichts des fiskalpolitischen Expansionskurses in Deutschland, der voraussichtlich mit EU-weit gelockerten Fiskalregeln einhergeht, wird die EZB in ihrer Geldpolitik vorsichtiger agieren. Daher ist davon auszugehen, dass die EZB nach der erwarteten Zinssenkung auf 2,25 % im Juni die Leitzinsen auf diesem Niveau vorerst belassen wird. Ausblick zum Geschäftsverlauf Der Prognose für den Geschäftsverlauf der Oetker-Gruppe werden die oben genannten Erwartungen und Annahmen zu den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die in den jeweiligen Abschnitten beschriebenen spezifischen Branchenentwicklungen, die für die einzelnen Geschäftsbereiche erwartet werden, zugrunde gelegt. Die Gruppenleitung geht in ihrer Budgetierung für das Geschäftsjahr 2025 davon aus, dass geopolitische Spannungen nicht eskalieren und keine signifikanten Engpässe in den Liefer- und Versorgungsketten bestehen werden. Auf einem stabilen Fundament aufbauend wird die Oetker-Gruppe den eingeschlagenen Wachstumspfad auch künftig erfolgreich beschreiten. Für 2025 beruht die Umsatzplanung in erster Linie auf organischem Wachstum. Insgesamt werden die Umsatzerlöse moderat steigen. Zur weiteren Effizienzverbesserung innerhalb der Gruppenfirmen werden die initiierten Maßnahmen sowie ein striktes Kostenmanagement im Jahr 2025 fortgesetzt. Die Investitionsausgaben (ohne Erstkonsolidierungen) werden 2025 in etwa dem hohen Ausgabenniveau des Vorjahres entsprechen. Damit legt die Gruppe den Grundstein für das weitere künftige Wachstum. Das Investitionsbudget ist Teil eines groß angelegten Plans über mehrere Jahre, mit dessen Hilfe Innovationen sowie der Ausbau von Digitalkompetenzen und Nachhaltigkeitsaktivitäten weiter vorangetrieben werden. Der Großteil der Investitionen entfällt wiederum auf den Geschäftsbereich Nahrungsmittel. Weitere Aspekte der erwarteten Entwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen sind in den jeweiligen Abschnitten beschrieben. Die tatsächliche Entwicklung der Oetker-Gruppe und ihrer Geschäftsbereiche kann aufgrund der nachfolgend erläuterten Chancen und Risiken oder in dem Fall, dass die Erwartungen und Annahmen sich nicht erfüllen, sowohl positiv als auch negativ von den Prognosen abweichen. Chancen- und Risikobericht Der Umgang mit Geschäftsrisiken ist ein wesentlicher Bestandteil der unternehmerischen Führung der Oetker-Gruppe. Übergeordnetes Ziel ist es, für ein ausgewogenes Chancen-Risiken-Verhältnis zu sorgen. In den zwei Konsumgütersparten der Oetker-Gruppe ist insbesondere die Konsumneigung der Verbraucher relevant. Ein diversifiziertes Produktportfolio und stetige Produktinnovationen helfen dabei, Markt- und Konsumentenbedürfnisse zu berücksichtigen. Hierbei wird auch der Trend hin zu mehr Qualitätsbewusstsein und zur verstärkten Nachfrage nach Produkten aus nachhaltiger Herstellung einbezogen. Insgesamt ist die Gruppe mit ihren drei Geschäftsbereichen Nahrungsmittel, Bier und alkoholfreie Getränke sowie Weitere Interessen diversifiziert aufgestellt. Die für die Gruppe relevanten Trends in den unterschiedlichen Branchen werden regelmäßig beobachtet. Dabei ist es zunehmend schwieriger geworden, zukünftige Veränderungen zu antizipieren: In den aktuellen Zeiten geopolitischer Konflikte haben die Herausforderungen in dem sich ohnehin stetig wandelnden Wettbewerbsumfeld deutlich zugenommen. Um möglichst zeitnah auf externe Entwicklungen reagieren zu können, muss stets flexibel unter Berücksichtigung verschiedener Handlungsoptionen geplant werden. Operative Chancen und Risiken Beschaffungsmarktchancen und -risiken Infolge volatiler gewordener externer Einflussfaktoren erweisen sich Prognosen zu künftigen Rohwarenpreisentwicklungen als zunehmend schwierig. Die Oetker-Gruppe erwartet in ihrer Planung für das Jahr 2025, dass sich der Kostenaufrieb auf der Beschaffungsseite verlangsamen wird, aber die Preise für Energie und Rohstoffe auf einem hohen Niveau verbleiben und in einigen ausgewählten Warengruppen noch einmal anziehen. Durch die Streuung über verschiedene Lieferanten und weitere Maßnahmen zur Volumenabsicherung werden sonstige Risiken in der Beschaffung gemindert. Eine enge Verzahnung der Schnittstellen sowie prozessuale Verknüpfungen innerhalb der gesamten Supply Chain ermöglichen ein schnelles Reaktionsvermögen in Bezug auf interne und externe Marktveränderungen. Aufgrund von Verwerfungen auf den Beschaffungsmärkten kann es zu Beeinträchtigungen in den Lieferketten und damit zu Rohstoff- und Produktionsengpässen oder -ausfällen kommen, die sich wiederum negativ auf die Lieferfähigkeit, die Qualität und die Kosten der Produkte und Dienstleistungen der Oetker-Gruppe auswirken können. Umfeld- und branchenbezogene Chancen und Risiken Für die Konsumgütergeschäftsbereiche ist das Konsumklima von entscheidender Bedeutung. Der inflationsbedingte Kaufkraftverlust bei Unternehmen und privaten Haushalten wirkt dämpfend auf das Konsumklima. Eines der Kernrisiken für den Ausblick der Oetker-Gruppe ist, dass sich die Maßnahmen zur Eindämmung der Inflation in einer Konsumzurückhaltung niederschlagen oder sich der Verbrauchertrend zum Kauf preisgünstigerer Eigenmarken (Downtrading) signifikant verstärkt. Angesichts geopolitischer Krisen, Inflations- und Rezessionsrisiken sowie internationaler Handelskonflikte ist die weitere Entwicklung nach wie vor mit entsprechenden Unsicherheiten behaftet. Die Auswirkungen können erheblich zwischen Regionen und Kunden variieren. Das Ausmaß und die Dauer individueller Folgen auf das Geschäft der Oetker-Gruppe sind daher schwer abschätzbar. Darüber hinaus können Eingriffe der nationalen Behörden oder unsichere geopolitische Situationen, wie bereits durch die russische Invasion in die Ukraine oder die militärische Auseinandersetzung im Nahen Osten aufgetreten, großen Einfluss haben. Auch aus anhaltenden Schulden- und Finanzkrisen in einigen Ländern ergeben sich für die Geschäftsbereiche der Gruppe Risiken. Des Weiteren stärken die Händler zunehmend ihre Eigenmarken gegenüber den Markenartikeln, indem sie ihre eigenen, datengetriebenen Primärmarktdaten exklusiv und zielgerichtet für die stetige Verbesserung ihres Angebots nutzen können. Zudem bestehen Risiken durch regelmäßige Preiskonflikte mit dem Lebensmitteleinzelhandel sowie durch zunehmende Konzentrationen von Einkaufsverbünden. Mit der kontinuierlichen Stärkung der Marken, stetigen Produktinnovationen und strategischen Partnerschaften begegnen die Gruppenunternehmen diesen Risiken und generieren dadurch auch neue Chancen. Funktionale Chancen und Risiken Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Die Oetker-Gruppe unterliegt finanzwirtschaftlichen Chancen und Risiken in Bezug auf Liquidität, Währungen und Zinsen. Angesichts nicht gezogener Geldhandelslinien und einer guten Bonität aufgrund der soliden Bilanzstruktur der Oetker-Gruppe wird das Liquiditätsrisiko als gering erachtet. Verbleibende Währungsrisiken werden zum Großteil mit Hilfe von Devisentermingeschäften abgesichert, wodurch potenzielle Verluste limitiert werden. Das Zinsrisiko ist aufgrund der in großen Teilen langfristigen Fremdfinanzierung zu niedrigen Festzinssätzen derzeit überschaubar. Gestiegenen Zinsen in der kurzfristigen Geldaufnahme stehen außerdem erhöhte Chancen bei der Geldanlage gegenüber, wobei die Finanzmärkte aufgrund der geopolitischen Lage volatil sind. Rechtliche und regulatorische Risiken Als weltweit tätiges Unternehmen hat die Oetker-Gruppe eine Vielzahl rechtlicher und regulatorischer Vorgaben zu beachten. Zu ihrer Umsetzung dienen interne Standards, Leitlinien und Verhaltensanweisungen, die regelmäßig überprüft werden. Eine gruppenweit agierende Compliance- und Datenschutzorganisation beobachtet alle relevanten rechtlichen und regulatorischen Anforderungen sowie die Einhaltung des Verhaltenskodex der Oetker-Gruppe. Außerdem wurden branchenübliche Versicherungen zur Abdeckung bestimmter rechtlicher Risiken abgeschlossen. Chancen und Risiken im Bereich IT/Digitalisierung Der Einsatz digitaler Technik ermöglicht eine weitere Vereinheitlichung von Datensystemen und darüber hinaus die Harmonisierung sowie Optimierung von Prozessen. Informationstechnischen Risiken wird durch umfangreiche Investitionen in die Sicherheitsarchitektur der IT-Systeme begegnet. Die Gefahr von Cyberangriffen bzw. Cyberterrorismus hat zugenommen. Insbesondere OEDIV als IT-Unternehmen und Betreiber eigener Rechenzentren ist diesem Risiko ausgesetzt. Das OEDIV-Security-Team ist sensibilisiert und beobachtet die Entwicklungen engmaschig, um die notwendigen Absicherungsmaßnahmen kontinuierlich vorzunehmen und im Falle von Auffälligkeiten sofort reagieren zu können. Die digitale Transformation ist ein unaufhaltsamer Trend, der das Konsumentenverhalten und die Marktteilnehmer beeinflusst. Auch die zunehmende Verlagerung von Unternehmensdaten in verschiedene globale Clouds gefährdet das Geschäftsmodell von OEDIV mit seinem klassischen Rechenzentrumsangebot. Neben Risiken, unter anderem durch den Eintritt neuer Marktteilnehmer, erwachsen hieraus auch neue Angebotsformen (IT-Services) und Geschäftsmodelle, die der Oetker-Gruppe neue Wachstumschancen bieten. Personalchancen und -risiken Der wirtschaftliche Erfolg der Oetker-Gruppe wird wesentlich durch die Leistungsbereitschaft und die Fähigkeiten der Mitarbeiter bestimmt. Die Gewinnung hochqualifizierter Fach- und Führungskräfte und ihre langfristige Bindung an die Oetker-Gruppe sind daher von enormer Bedeutung. Hierfür setzt die Gruppe auf gezielte Maßnahmen zur Mitarbeiterförderung sowie auf leistungsabhängige Anreizsysteme. Ein weiterer Schwerpunkt der Personalarbeit liegt auf dem Gesundheitsmanagement und der Mitarbeiterberatung in verschiedenen Lebensphasen. Umwelt- und Sicherheitsaspekte Die Oetker-Gruppe hat sich dem verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit Ressourcen sowie hohen Umwelt- und Sozialstandards verschrieben. Über Zertifizierungen in den Bereichen Umwelt- (ISO 14001), Energie- (ISO 50001) oder Arbeitsschutzmanagement (ISO 45001) verfolgen viele Standorte kontinuierliche Verbesserungen in diesen Bereichen. Mittlerweile wurden weltweit an über fünfzehn Standorten Photovoltaikanlagen installiert, wodurch sich die Oetker-Gruppe unabhängiger von fossilen Energieträgern sowie externen Energieversorgern macht und gleichzeitig aktiv zum Ausbau erneuerbarer Energien und damit zum Klimaschutz beiträgt. Die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels stellen die Oetker-Gruppe vor Herausforderungen, insbesondere in der Beschaffung von Rohstoffen. Extreme Wetterereignisse wie Dürren oder Überschwemmungen können die Ernteerträge beeinträchtigen und damit die Verfügbarkeit von wichtigen Rohstoffen beeinflussen. Erste Aktivitäten im Bezug von Rohstoffen, die unter Formen der regenerativen Landwirtschaft erzeugt wurden, versprechen nicht nur einen Beitrag zur Verbesserung der Bodengesundheit und Speicherung von Kohlenstoff, sondern auch eine gesteigerte Widerstandsfähigkeit gegenüber Extremwetterereignissen. Chancen ergeben sich durch das veränderte Konsumentenverhalten im Zuge des Klimawandels, insbesondere hinsichtlich Produkten mit verringerten CO 2 -Fußabdrücken. So nutzt die Oetker-Gruppe sich neu ergebende Marktpotenziale beispielsweise mit dem verstärkten Angebot veganer Produkte. Darüber hinaus stärkt die Oetker-Gruppe mit der Umsetzung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes weiter die Menschenrechte im eigenen Geschäftsbereich sowie entlang der vorgelagerten Lieferkette. Trotz der umfangreichen Maßnahmen bleibt die Oetker-Gruppe weiterhin Risiken ausgesetzt. Regulatorische Änderungen, insbesondere im Bereich Umwelt- und Sozialgesetzgebung, könnten zusätzliche Anforderungen und Kosten mit sich bringen. Insgesamt begegnet die Oetker-Gruppe durch diverse Maßnahmen möglichen Risiken frühzeitig und ergreift Chancen, die eine nachhaltige Zukunft für die Oetker-Gruppe und ihre Stakeholder ermöglichen. Logistikchancen und -risiken Die starke Konzentration der Logistikbranche, besonders im Bereich der Tiefkühlkost, hat im Zeitverlauf zu einer Wettbewerbsverschärfung geführt. Um zusätzliche Potenziale in der Logistik auszuschöpfen, sind die Gruppenunternehmen kontinuierlich auf Effizienz und Effektivität in der Supply Chain bedacht. Zusammenfassende Darstellung der Chancen- und Risikolage Risikokonzentrationen in bestandsgefährdendem Umfang liegen weder aufseiten der Kunden noch aufseiten der Lieferanten vor. Auch im Hinblick auf die Länder, in denen die Oetker-Gruppe tätig ist, sind solche Risiken nicht erkennbar. Die Gruppe ist mit ihren unterschiedlichen Geschäftsfeldern Nahrungsmittel, Bier und alkoholfreie Getränke sowie Weitere Interessen gut diversifiziert. Risiken, die zu einer Beeinträchtigung der langfristigen Existenz der Oetker-Gruppe führen könnten, sind auch in anderer Hinsicht nicht erkennbar. Zudem ist in den vergangenen Jahren über die solide Eigenkapitalausstattung ein erhöhtes Risikodeckungsvolumen geschaffen worden. Konzernabschluss KonzernbilanzAKTIVA
PASSIVA
Bielefeld, 7. April 2025 Dr. August Oetker KG Die persönlich haftenden Gesellschafter Dr. Albert Christmann Ute Gerbaulet Konzernanlagenspiegel
Anlage zur Bilanz gemäß § 13 Abs. 3 Satz 2 PublG in Verbindung mit § 5 Abs. 5 Satz 3 PublG TABELLE 4: ANLAGE ZUR BILANZ
KonzernanhangAnwendung der handelsrechtlichen Vorschriften Die Dr. August Oetker KG mit Sitz in Bielefeld, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bielefeld unter HRA 8242, ist als Personenhandelsgesellschaft nach den Vorschriften des zweiten Abschnitts des Publizitätsgesetzes (PublG) verpflichtet, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen und offenzulegen. Dieser Konzernabschluss und Konzernlagebericht, erstellt nach § 13 PublG i. V. m. §§ 294 bis 315 Handelsgesetzbuch (HGB), haben für die in der Anteilsbesitzliste gemäß § 313 HGB gekennzeichneten Unternehmen (veröffentlicht im Unternehmensregister des Bundesanzeigers) befreiende Wirkung im Sinne von § 264 Abs. 4 HGB, § 264 b HGB bzw. § 5 Abs. 6 PublG. Mit Ausnahme der Angaben gemäß § 313 Abs. 2 HGB (Anteilsbesitzliste) entspricht dieser Konzernabschluss den Regelungen des § 13 PublG in Verbindung mit §§ 294 bis 315 HGB. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, auf die die Dr. August Oetker KG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Der Konsolidierungskreis umfasste zum Bilanzstichtag insgesamt 240 Unternehmen (Vorjahr: 243), davon 157 (Vorjahr: 159) deutsche und 83 (Vorjahr: 84) ausländische Unternehmen. Wegen insgesamt untergeordneter Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 HGB wurden 64 Unternehmen nicht vollkonsolidiert (Vorjahr: 68). Daneben wurden sechs Unternehmen at equity bewertet (Vorjahr: sechs). Im Konsolidierungskreis haben sich im Geschäftsjahr 2024 keine nennenswerten Veränderungen ergeben. Nicht mehr im Konsolidierungskreis enthalten sind mehrere kleine und aus Konzernsicht unbedeutende Unternehmen, die fusioniert oder liquidiert wurden. Eine Aufstellung über den Anteilsbesitz wird als Bestandteil des Konzernanhangs im Unternehmensregister veröffentlicht. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden In den für Konsolidierungszwecke erstellten Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wird nach einheitlichen Kriterien nach den Bestimmungen des Publizitätsgesetzes und des Handelsgesetzbuchs auf Grundlage der Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinie der Oetker-Gruppe bilanziert und bewertet (Handelsbilanz II). Die Abschlüsse der at equity einbezogenen Unternehmen sind teilweise an die konzerneinheitlichen Richtlinien angepasst. Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände sind nach Maßgabe des § 253 HGB bewertet. Von dem in § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB geregelten Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird innerhalb der Oetker-Gruppe kein Gebrauch gemacht. Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Bewertungsobergrenze bei den Herstellungskosten bilden die Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB. Investitionszuschüsse werden anschaffungskostenmindernd berücksichtigt. Planmäßig abgeschrieben wird sowohl nach der linearen als auch nach der degressiven Methode (mit Übergang auf die lineare Methode, wenn der hiernach ermittelte Betrag höher ist als der bei degressiver Abschreibung). Im Inland erfolgt die Abschreibung unter weitgehender Verwendung der von der deutschen Finanzverwaltung anerkannten Nutzungsdauern. Dabei werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800 Euro im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Im Ausland wird bei vergleichbaren Sachverhalten ähnlich vorgegangen. Finanzanlagen werden höchstens zu Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht niedrigere Wertansätze geboten sind. Dauernde Wertminderungen im Anlagevermögen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Der Bewertung des Umlaufvermögens liegen die Vorschriften des § 253 HGB und des § 256 HGB zugrunde. Die Herstellungskosten der Vorräte enthalten angemessene Fertigungsgemeinkosten unter Beachtung der Herstellungskostengrenze der Finanzverwaltung; Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Erkennbaren Risiken der Vorratshaltung wird durch verlustfreie Bewertung Rechnung getragen. Ausreichende Einzel- und Pauschalwertberichtigungen decken die Risiken im Forderungsbestand. Fremdwährungsvorgänge werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet, aus Vereinfachungsgründen teilweise auch mit Monatsdurchschnittskursen. Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Pensionsrückstellungen werden nach den Regeln des Teilwertverfahrens unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Hierbei wird die Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB angewendet und mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten Zinssatz für 15-jährige Restlaufzeiten mit dem Stand vom 30. September 2024 und prognostiziert auf den 31. Dezember 2024 gerechnet (1,90 %, Vorjahr: 1,83 %); daneben wurden eine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung von 2,9 % (Vorjahr: 2,8 %) und eine erwartete Rentensteigerung von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) zugrunde gelegt. Die Pensionsverpflichtungen der ausländischen Unternehmen werden nach den jeweiligen nationalen Vorschriften bewertet und sind von untergeordneter Bedeutung. Die Differenz gemäß § 253 Abs. 6 HGB betrug 2 Mio. Euro (Vorjahr: 5 Mio. Euro). Bei den Jubiläumsrückstellungen wird dieselbe Lohn- und Gehaltssteigerung wie bei den Pensionsrückstellungen unterstellt. Der Zinssatz wurde analog ermittelt, allerdings auf der Basis des Durchschnitts aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren; dieser betrug 1,96 % (Vorjahr: 1,75 %). Vermögensgegenstände im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden in Höhe von 27 Mio. Euro mit entsprechenden Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Aufgrund eines Aktivüberhangs bei den latenten Steuern aus Einzelabschlüssen werden latente Steuern ausschließlich nach Maßgabe des § 306 HGB gebildet. Aktive und passive latente Steuern aus Konsolidierungsvorgängen werden miteinander verrechnet, wobei ein Passivüberhang verbleibt. Dieser ist gegenüber dem Vorjahr um 1 Mio. Euro auf 21 Mio. Euro gesunken. Dabei werden die folgenden unternehmensindividuellen Steuersätze je Land zugrunde gelegt: TABELLE 1: STEUERSÄTZE JE LAND
Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB wurden in geringfügigem Umfang gebildet. Hierbei kam die Einfrierungsmethode zur Anwendung. In den Konzernabschluss wird ein Tochterunternehmen mit Sitz in der Türkei, einem Hochinflationsland, einbezogen. Die Inflationsbereinigung erfolgt durch Indexierung der nichtmonetären Bilanzposten mit dem türkischen Verbraucherpreisindex. Hieraus resultierende Bewertungseffekte sind im Zinsergebnis erfasst worden. Währungsumrechnung Die Währungsumrechnung von Fremdwährungsposten in den Bilanzen der einbezogenen Unternehmen richtet sich nach § 256a HGB. Die Bilanzen der ausländischen Tochterunternehmen, sofern nicht bereits in Euro aufgestellt, werden nach der modifizierten Stichtagskursmethode des § 308a HGB umgerechnet. Die Bewegungen im Konzernanlagenspiegel sind zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Konsolidierungsmethoden Die Jahresabschlüsse aller einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Bei der Kapitalkonsolidierung werden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt die Anschaffungskosten bzw. Beteiligungsbuchwerte nach den Grundsätzen der Neubewertungsmethode gegen das anteilige Eigenkapital verrechnet. Die Erstkonsolidierung wird zu dem Zeitpunkt durchgeführt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen wurde. Dabei wird der Zeitwert der erworbenen Vermögensgegenstände, übernommenen Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten in der Regel mittels kapitalwertorientierten Methoden abgeleitet. Die verbleibenden aktivischen Unterschiedsbeträge sind als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und werden in den Folgejahren gemäß § 309 Abs. 1 HGB ergebniswirksam abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt linear, die Nutzungsdauer beträgt fünf Jahre. Analoges gilt für die at equity einbezogenen Unternehmen. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen sind aufgerechnet, aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen stammende Zwischenergebnisse sind eliminiert, ebenso Aufwendungen und Erträge zwischen einbezogenen Unternehmen. Bei ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen sind für Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, latente Steuern berücksichtigt. Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit at equity einbezogenen Unternehmen werden nicht eliminiert. Sonstige Angaben Das in der Konzernbilanz ausgewiesene Festkapital von 1.125 Mio. Euro entspricht dem Festkapital der Dr. August Oetker KG. Die Anteile am Festkapital, die auch den Stimmrechten entsprechen, werden von den Kommanditisten der Dr. August Oetker KG gehalten. Die Verbindlichkeiten betrugen am Bilanzstichtag 1.753 Mio. Euro (Vorjahr: 1.817 Mio. Euro). Nach Restlaufzeiten sind die einzelnen Posten wie in Tabelle 2 zu gliedern. TABELLE 2: VERBINDLICHKEITEN
Es wurden keine angabepflichtigen Sicherheiten für diese Verbindlichkeiten eingeräumt. Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB: TABELLE 3: HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
Risiken aus der Inanspruchnahme bei den Haftungsverhältnissen werden aufgrund der Bonität der jeweiligen Schuldner nicht erwartet. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB betrugen insgesamt 888 Mio. Euro (Vorjahr: 874 Mio. Euro), davon für das nächste Jahr 178 Mio. Euro. Außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB wurden nur in einem für die Finanzlage der Oetker-Gruppe vernachlässigbaren Umfang vorgenommen. Die Dr. August Oetker KG und ihre Tochtergesellschaften unterliegen als international operierende Unternehmen Zins-, Preis- und Währungsrisiken. Um diese Risiken zu begrenzen, hat vor allem die Dr. August Oetker Finanzierungs- und Beteiligungs-GmbH derivative Finanzinstrumente (Termingeschäfte, Swaps und Optionen) abgeschlossen. Am Bilanzstichtag bestanden Devisenterminkäufe/-verkäufe mit einem Transaktionsvolumen von 72 Mio. Euro (Vorjahr: 85 Mio. Euro) und einem beizulegenden Zeitwert von -1 Mio. Euro (Vorjahr: 1 Mio. Euro). Für die nicht in Bewertungseinheiten eingehenden Termingeschäfte, Swaps und Optionen sind keine nennenswerten Rückstellungen gebildet worden. Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente beruht auf bestimmten Annahmen und Bewertungsmodellen, wie zum Beispiel der Barwertmethode. Der Personalbestand der zum Konsolidierungskreis der Oetker-Gruppe zählenden Unternehmen ist im Berichtsjahr um 2,9 % auf durchschnittlich 43.519 Beschäftigte (Vorjahr: 44.802) gesunken. Im Geschäftsbereich Nahrungsmittel ist die durchschnittliche Mitarbeiterzahl mit 17.363 stabil geblieben (Vorjahr: 17.308), während der Geschäftsbereich Bier und alkoholfreie Getränke einen Anstieg um 7,2 % auf durchschnittlich 7.809 Mitarbeiter (Vorjahr: 7.283) verzeichnete. Der Personalbestand im Geschäftsbereich Weitere Interessen ging von 20.210 auf durchschnittlich 18.347 Mitarbeiter zurück. Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB belief sich auf 3.666 Tsd. Euro. Davon entfielen 1.622 Tsd. Euro auf Abschlussprüfungsleistungen, 239 Tsd. Euro auf andere Bestätigungsleistungen, 155 Tsd. Euro auf Steuerberatungsleistungen sowie 1.650 Tsd. Euro auf sonstige Leistungen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 13 HGB wurden nur in unwesentlichem Umfang abgeschlossen. Gewinn- und Verlustrechnung Eine Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 13 Abs. 3 Satz 2 PublG nicht veröffentlicht. In analoger Anwendung des PublG für den Lagebericht werden dort ebenfalls keine Aussagen zur Ertragslage und zu finanziellen Leistungsindikatoren, mit Ausnahme der Umsatzerlöse, getroffen. Die nach § 5 Abs. 5 Satz 3 PublG erforderlichen Angaben werden in einer Anlage publiziert - siehe Tabelle 4. TABELLE 4: ANLAGE ZUR BILANZ
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geografisch bestimmten Märkten und Tätigkeitsbereichen wie in Tabelle 5 gezeigt. TABELLE 5: VERTEILUNG UMSATZERLÖSE
Die Umsatzerlöse haben sich im Berichtsjahr um 175 Mio. Euro auf 7.086 Mio. Euro erhöht. Dabei hatten Veränderungen im Konsolidierungskreis einen positiven Effekt von 102 Mio. Euro; aus wechselkursbedingten Änderungen resultierten insgesamt negative Umsatzeffekte von -50 Mio. Euro. Nach Bereinigung dieser Effekte ergab sich somit ein operativer Anstieg der Umsatzerlöse in Höhe von 122 Mio. Euro. Nachtragsbericht Am 14. März 2025 wurden Veränderungen in der Leitung der Oetker-Gruppe veröffentlicht. Demzufolge wird Herr Dr. Albert Christmann mit Wirkung zum 1. Mai 2025 als persönlich haftender Gesellschafter der Dr. August Oetker KG und als Mitglied der Gruppenleitung ausscheiden. Zum gleichen Zeitpunkt tritt er in den Beirat der Dr. August Oetker KG ein. Carl Oetker folgt am 1. Mai 2025 in der Gruppenleitung Herrn Dr. Christmann und übernimmt als neuer persönlich haftender Gesellschafter der Dr. August Oetker KG die Verantwortung für die Bereiche Nahrungsmittel sowie Unternehmenskommunikation. Mit Herrn Dr. Niels Lorenz tritt am 1. Mai 2025 ein weiteres Mitglied in die Gruppenleitung ein. Er übernimmt von Herrn Dr. Christmann die Verantwortung für den Bereich Bier und alkoholfreie Getränke.
Bielefeld, 7. April 2025 Dr. August Oetker KG Die persönlich haftenden Gesellschafter Dr. Albert Christmann Ute Gerbaulet Anteilsbesitzliste gem. § 313 Abs. 2 HGB
Wiedergabe des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers für den vollständigen KonzernabschlussAn die Dr. August Oetker KG, Bielefeld Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Dr. August Oetker KG, Bielefeld, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Dr. August Oetker KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 14 PublG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den nach § 13 PublG anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 14 PublG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 8. April 2025 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Tim Dieckmann, Wirtschaftsprüfer ppa. Tim Waldert, Wirtschaftsprüfer |
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