Stangl Aktiengesellschaft
Niederndorf 19, 84478 Waldkraiburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Peter Blendowski seit 15.4.2015 | Vorstandsmitglied |
Walter Andreas Scheitzeneder seit 15.4.2015 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stangl AktiengesellschaftWaldkraiburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023STANGL AG, WALDKRAIBURGI. ALLGEMEINES Die Stangl Aktiengesellschaft produziert und vertreibt Betonfertigteile, die überwiegend im Bereich der Außenanlagen und hier insbesondere im Garten- und Landschaftsbau eingesetzt werden. Circa 90 % unserer Produkte sind Sonderanfertigungen, die von Landschaftsarchitekten geplant und entworfen werden und deren Realisierung von der Stangl Aktiengesellschaft erfolgreich umgesetzt wird. In unserem Tochterunternehmen Beton Tesovice in Tschechien produzieren wir außerdem Standardelemente für den Garten- und Landschaftsbau (Blockstufen, Blöcke, Winkelelemente, usw.). II. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschl. des Geschäftsergebnisses 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Im Vergleich zum Jahr 2022 sind die Umsätze im Bauhauptgewerbe zum zweiten Mal infolge real um 5,3 % gesunken. Sorgenkind dabei ist vor allem der weiter rückläufige Wohnungsbau, aber auch die beiden anderen Sparten Wirtschaftsbau und öffentlicher Bau sind rückläufig. Ein Grund dafür ist der sprunghafte Anstieg der Bauzinsen um zeitweise bis zu 3,5 % Punkte, des Weiteren belaufen sich die Material- und Energiekosten auf hohem Niveau. Der nach wie vor andauernde Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine belastet das Baugewerbe zusätzlich, weil man von dort kein Gas und keinen Stahl mehr bezieht. Folglich sind die Preise dafür ebenfalls auf hohem Niveau. Für das Jahr 2024 ist die Stimmung in der Baubranche zurückhaltend bis pessimistisch, es wird mit einem weiteren Sinkflug in der Baukonjunktur gerechnet. Das heißt der Umsatz in der Branche wird etwa um 3 % zurückgehen. Für den Wohnungsbau rechnet man für das kommende Jahr nur noch mit einer Fertigstellung von circa 235.000 Wohnungen, was einem Minus von circa 4 % entspricht. Belastend wirken sich auf die Branche die nicht abgeschlossenen Maßnahmen des Wachstums-Chancen-Gesetzes, wie die degressive Abschreibung von 5 % für den Mietwohnungsbau und die erhöhte Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen, aus. Dringend notwendig ist deshalb die Umsetzung des 14-Punkte-Maßnahmen-Pakets und des Zinsstützungsprogramms auch für die Eigenheim-Nutzer, um der immer schwächer werdenden Auftragslage entgegenzuwirken. Ansonsten wird die Baubranche im Bereich des Wohnungsbaus Personal verlieren. Im Bereich des Wirtschaftsbaus ist eine zweigeteilte Entwicklung zu sehen. Im Wirtschaftshochbau schlägt sich die konjunkturelle Stagnation in Deutschland erkennbar nieder. Auch hier bremsen die Zinsentwicklung und die Energiepreisentwicklung die Investitionen. Anders sieht es im Wirtschaftstiefbau aus, hier sind Projekte der Energiewende aber auch der Mobilitätswende auf dem Markt. Im Berichtsjahr sind in den letzten Monaten Großprojekte im öffentlichen Nahverkehr wie im Stromtrassenausbau in Auftrag gegangen. Auch die Deutsche Bahn investiert weiter in ihr Schienennetz. Dieser Bereich steht kumulativ mit 3 0% im Plus. Im öffentlichen Bereich erreichte man im Hochbau wie im Tiefbau ein nominales Plus, jedoch ist auch dieser Teil der Baukonjunktur real um 2 % leicht gesunken. Im Jahr 2023 ist die Anzahl der Beschäftigten nach einem Jahrzehnt des stetigen Zuwachses im Bauhauptgewerbe um 6.000 Personen auf 930.000 Mitarbeiter gesunken. Für das kommende Jahr wird eine weitere Verringerung der Mitarbeiter von 30.000 Personen erwartet. Hier schlägt sich der Einbruch im Wohnungsbau deutlich nieder. Während insbesondere in den Ausbaubereichen und dem Ingenieur- und Tiefbau weiter Fachkräfte gesucht werden, stellt die Unterauslastung der Kapazitäten im Wohnungsbau die Unternehmen vor große Herausforderungen. Das Bauhauptgewerbe bewegt sich zwischen Fachkräftesuche einerseits und drohender Kurzarbeit und Kündigungen andererseits. Für die Stangl AG ist vor allem die Entwicklung in der Sparte Garten- und Landschaftsbau von außergewöhnlicher Bedeutung, da diese Kunden fast 90 % des gesamten Stangl-Umsatzes generieren. Der Umsatz der Stangl AG im Geschäftsjahr 2023 betrug knapp 23,4 Mio. Euro, was eine Verringerung von 5,9 % bedeutet. Die Auftragsstruktur war gekennzeichnet von 5 Großaufträgen und einer Vielzahl von mittleren bis kleineren Aufträgen. Bedeutsame große und mittelgroße Objekte waren beispielsweise Landesgartenschau Kirchheim bei München, Sendlinger Tor München, BUGA Mannheim, Erkelenz Platzgestaltung, Campus Ost München, Schulzentrum Markt Schwaben, Freiham München. Für das Jahr 2024 rechnet die Baubranche mit einem deutlichen Minus im Bereich des Wohnungsbaus mit einer Fertigstellung von nur noch 225.000 Wohneinheiten anstelle der vor einigen Jahren angedachten 400.000 Wohneinheiten jährlich. Hier fehlen von Seiten der Bundesregierung entsprechende Förderprogramme oder Zinsstützungsprogramme, wo Bauträger und Bauherrn von Einfamilienhäusern mit mehr Sicherheit planen und kalkulieren können. Auch geplante Maßnahmen des Wachstums-Chancen-Gesetzes müssten dringend umgesetzt werden. Zudem belastend sind die nach wie vor hohen Material- und Energiekosten. In den beiden anderen Bereichen Wirtschaftsbau und öffentlicher Bau rechnet man für das Folgejahr mit einem geringen Zuwachs von etwa 1 % bis 3 %, weil in diesen Bereichen der Tiefbau einige Großaufträge zu verzeichnen hat. Positiv zu bewerten ist, dass die Maßnahmen der Corona-Pandemie keinen Einfluss mehr auf die Baubranche haben. Auch die vorhandene Knappheit der Baumaterialien im Baugewerbe hat sich wieder erholt. Der immer noch bestehende Fachkräftemangel ist weiterhin ein Thema, was die Unternehmen belastet und an ihre Kapazitätsgrenzen bringt. Auch die Stangl AG blieb von dem Fachkräftemangel nicht verschont, konnte aber durch den gezielten Einsatz von ausländischen Arbeitnehmern, speziell aus Polen, Rumänien und der Slowakei, diesem Problem entgegenwirken und die vorhandenen Kapazitäten voll ausschöpfen. Zusammenfassend und nur auf die Stangl AG bezogenen Aussichten für das Jahr 2024 erwarten wir trotz benannter Problematiken wieder ein zufriedenstellendes Jahr mit einer Umsatzplanung in Höhe von circa 22 Mio. Euro. Auch bei der Ertragslage gehen wir von einer ähnlichen Entwicklung wie in den letzten Jahren aus. 2. Geschäftsergebnis Der erwirtschaftete Jahresüberschuss 2023 lag bei knapp 3,1 Mio. Euro. Die Kennzahl EBIT beträgt zum 31.12.2023 plus 4,1 Mio. Euro, im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Rückgang um 190 TEUR. 3. Investitionen und Finanzierung Im Berichtsjahr 2023 betrugen die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sowie Instandsetzungsmaßnahmen insgesamt rund 3,2 Mio. Euro. Der Großteil der Investitionen betraf den Bau des neuen Verwaltungsgebäudes und die Einführung unseres neuen ERP-Systems "Navision". Zum Thema Büroneubau können wir berichten, dass das neue Gebäude inklusiv der Außenanlagen fertiggestellt wurde und wir zu Weihnachten eingezogen sind. Zur zweiten großen Investition Einführung des neuen Betriebssystems teilen wir Ihnen mit, dass wir am 01.01.2023 gestartet sind wie geplant und es gut funktioniert. Auch mit der Einführung des ELO-Systems haben wir begonnen. Beide Systeme sollen im Jahr 2024 in weiteren Bereichen eingesetzt werden. Die Instandsetzungsarbeiten betrugen insgesamt 156 TEUR. Hierbei handelt es sich um laufende Instandhaltungsarbeiten auf dem Betriebsgelände. Wie in den letzten Jahren üblich, wurden auch dieses Jahr alle Investitionen aus dem laufenden Cashflow bezahlt. 4. Personal- und Sozialbereich Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Durchschnitt 95 Personen, die sich aus 72 gewerblichen Arbeitnehmer, 22 Angestellten und 1 Auszubildenden zusammensetzen. Insgesamt beliefen sich die Personalkosten auf ca. 6,4 Mio. Euro. Diese beinhalten neben den Löhnen und Gehältern, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und Prämien. Die bereits eingeführte betriebliche Altersvorsorge sowie die Existenzschutzversicherung, die Kranken- zusatzversicherung sowie das Bikeleasing tragen einen nicht unbedeutenden Anteil zu einem positiven Betriebsklima bei. Es wurden interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen für unsere Mitarbeiter eingeleitet, um den sich stetig verändernden Anforderungen gerecht zu werden. 5. Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr Ein weiterhin positiver Aspekt ist die in 2020 erworbene 500 kWp Photovoltaikanlage, mit der wir im Geschäftsjahr 2023 den Strombezug um 38 % senken konnten und zum anderen eine Einspeisevergütung in Höhe von circa 13 TEUR für die Überproduktion als Erlös zum Verbuchen war. III. DARSTELLUNG DER LAGE 1. Vermögenslage Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme ist zum 31.12.2023 deutlich auf 48,9 % angestiegen (i. Vj. 35,9 %). Die Anlagenintensität der Stangl AG resultiert aus dem betrieblichen Grundbesitz nebst aufstehenden Bauten, sowie den erforderlichen maschinellen Anlagen und Maschinen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt 3.435 TEUR (i. Vj. 1.468 TEUR) in das Anlagevermögen investiert. Die im Jahr 2023 und in den Vorjahren durchgeführten Investitionsprojekte im Bereich Fuhrpark, Bürogebäude und Einführung neues ERP-System "Navision" mit Gesamtkosten in Höhe von 749 TEUR in 2020, in Höhe von 554 TEUR in 2021, in Höhe von 1.468 TEUR in 2022 und in Höhe von 3.048 TEUR in 2023 bieten der Stangl AG weiterhin eine langfristig fundierte Geschäftsgrundlage, verursachen aber zugleich eine mittel bis längerfristige Kapitalbindung, da es sich überwiegend um mittel- bzw. langfristig nutzbare Anlagen und Bauten handelt. Aus der hohen Kapitalbindung im Anlagevermögen resultiert im Bereich der abnutzbaren Anlagegüter eine entsprechend hohe jährliche Abschreibung. In diesem Zusammenhang wirken auch noch steuergesetzliche Fördermaßnahmen für Anlageninvestitionen in Form degressiver Abschreibungsmöglichkeit nach, welche für Anschaffungen bis zum Jahr 2010 zulässig waren und damals auch im handelsrechtlichen Jahresabschluss gleichlautend wahrgenommen wurden. Durch die genannten degressiven Abschreibungen, einer in der Vergangenheit vorgenommenen gesetzlichen Übertragung stiller Reserven auf Reinvestitionen sowie durch stetige Instandhaltungsmaßnahmen ist davon auszugehen, dass die im Anlagevermögen vorgenommenen kumulierten Abschreibungen den damit abzubildenden tatsächlichen Werteverzehr übertreffen. Bei den Vorräten ist im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres eine Zunahme in Höhe von 470 TEUR auf 3.264 TEUR (18,1 % der Bilanzsumme) zu verzeichnen (i. Vj. 2.794 TEUR bzw. 16,4 % der Bilanzsumme). Diese beruht im Wesentlichen auf Preissteigerungen im Allgemeinen sowie hochwertige nicht abgerufene Fertigteile. Die Produktion läuft unabhängig von der Witterung wie in den letzten Jahren auf hohem Niveau. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben im Vorjahresvergleich zum Bilanzstichtag überproportional abgenommen (von 1.660 TEUR auf 564 TEUR bzw. 3,1 % der Bilanzsumme). Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstand durch deutlich weniger Auslieferungen in den letzten beiden Monaten gegenüber zum Vorjahresvergleich. Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass sich ein konsequentes Forderungsmanagement im Rechnungswesen der Stangl AG und die eingeräumten Skontierungsmöglichkeiten positiv auf das Zahlungsverhalten der Kunden auswirken. Die liquiden Mittel beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf 4.493 TEUR. Des Weiteren hat die Stangl AG in Höhe von 750 TEUR kurzfristig in Tagesgeld angelegt. Diese geringfügige Abnahme der Gesamtsumme beruht aus den wesentlichen höheren Zahlungen für Investitionen im Berichtsjahr und stellt gegenüber dem Vorjahr 24,9 % der Bilanzsumme dar (i. Vj. 4.774 TEUR bzw. 36,8 % der Bilanzsumme). Die übrigen Posten des Umlaufvermögens inklusive Rechnungsabgrenzungsposten betragen zusammen lediglich 0,9 % (i. Vj. 1,1 %) der Bilanzsumme. Im Anlagevermögen resultieren stille Reserven aus einer im Jahr 2007 vorgenommenen Übertragung einer Reinvestitionsrücklage in Höhe von 205 TEUR auf das Sozialgebäude, das seither einen entsprechend geminderten Restbuchwert ausweist. Verteilt über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 33 Jahren lösen sich die stillen Reserven im Sozialgebäude in Form entsprechend verminderter Abschreibung auf. 2. Finanzlage Der Cashflow errechnet sich nach einer normierten Darstellung für das Geschäftsjahr 2023 wie folgt:
Die Stangl AG hat im Jahr 2023 ein sehr gutes Jahresergebnis erzielt. Die Selbstfinanzierungskraft der Stangl AG liegt weiterhin auf sehr hohem Niveau. Ausgehend von einem Jahresüberschuss von 3.057 TEUR (i. Vj. 3.091 TEUR) ergibt sich ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 5.051 TEUR. Die Veränderungen im Working Capital um 1.505 TEUR auf 8,0 Mio. Euro spiegelt die vorliegende Entwicklung wider. Zum Bilanzstichtag stellen die flüssigen Mittel den größten Posten des Umlaufvermögens dar. Sie verzeichnen im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang in Höhe von 282 TEUR, was unter anderem an den durchgeführten Investitionen, der vorgenommenen Dividendenausschüttung und den Steuerzahlungen liegt. Der hohe Cashflow erlaubte es uns im Jahr 2023 das Investitionsvolumen in Höhe von 3.185 TEUR (i. Vj. 1.468 TEUR) und zahlreiche Instandhaltungsmaßnahmen planmäßig zu bewältigen. Die Aktionäre der Stangl AG erhielten im Berichtsjahr aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2022 eine Ausschüttung in Höhe von 1.920 TEUR (i. Vj. 1.920 TEUR), was einer Quote von 117,3 % auf den rechnerischen Nominalbetrag der Aktien entspricht. Die zum 31. Dezember 2023 vorhandene Liquiditätsreserve bildet unter anderem die Basis für die Vorfinanzierung des betrieblichen Geschäftsvolumens zu Beginn des Geschäftsjahres 2024. Die Investitionsplanung für das Jahr 2024 sieht einen Bedarf an liquiden Mitteln in Höhe von circa 270 TEUR vor. Geplant sind zwei neue Fahrzeuge für unseren Fuhrpark mit Gesamtkosten in Höhe von 120 TEUR und der Abbruch des alten Bürogebäudes mit Kosten von etwa 80 TEUR. Des Weiteren soll gemäß dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2023 ein Betrag in Höhe von 1.920 TEUR (=3,00 Euro pro Aktie) bzw. 117,3 % des rechnerischen Nominalbetrags der Aktien an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Das Betriebsvermögen der Stangl AG ist überwiegend durch Eigenkapital langfristig finanziert. Zum 31. Dezember 2023 ist die Eigenkapitalquote mit 83,8 % (i. Vj. 82,3 %) weiterhin auf sehr hohem Niveau. Das gesamte Anlagevermögen der Stangl AG ist nach wie vor durch Eigenkapital in Form des Grundkapitals, der Gewinnrücklagen und des Gewinnvortrags gedeckt. Die kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag 255 TEUR bzw. 1,4 % der Bilanzsumme (i. Vj. 426 TEUR bzw. 2,5 %). Die Lieferantenverbindlichkeiten wie auch sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten werden regelmäßig zeitnah ausgeglichen. Soweit angeboten, wurden Skontierungsmöglichkeiten genutzt. Die zur Verfügung stehenden Kontokorrentkreditlinien in Höhe von 500 TEUR mussten nicht beansprucht werden. Lediglich zur Vermeidung von Sicherheitseinbehalten bei betrieblichen Aufträgen werden Bankbürgschaften in Anspruch genommen. Die Bürgschaften laufen regelmäßig über einen Zeitraum von fünf Jahren. 3. Ertragslage Die Umsatzerlöse 2023 sind im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um 1,5 Mio. Euro auf rund 23,4 Mio. Euro gesunken. Gegenüber unserer Planung für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 22 Mio. Euro ist dies ein Plus in Höhe von 1,4 Mio. Euro. Diese Steigerung ist auf die Preissteigerungen für unsere Fertigteile und den noch bestandenen Auftragsüberhang aus dem Jahr 2022 zurückzuführen. Unsere Marktstellung und das Ansehen der Firma bei unseren Kunden ist aufgrund der guten Ertragslage als zufriedenstellend zu bewerten, was als wichtiger Punkt in all unseren Aktivitäten zu sehen ist. Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr durch den leichten Umsatzrückgang entsprechend auch etwas gesunken auf 10,1 Mio. Euro (i. Vj. 10,7 Mio. Euro) bzw. ein Minus in Höhe von 5,7 %. Im Personalbereich ist ebenfalls ein leichter Rückgang zu verzeichnen auf 6,4 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr mit 6,6 Mio. Euro. Diese Kostensenkung ist auf altersbedingtes Ausscheiden von ein paar Mitarbeitern zurückzuführen. Die Stangl AG hat im Berichtsjahr eine Lohnerhöhung, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie eine Gewinnbeteiligung für die Mitarbeiter ausbezahlt. Des Weiteren hatte man beim Pensionsgutachten aufgrund der aktuellen Zinspolitik eine leichte Verringerung der Rückstellung zu verzeichnen. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Berichtsjahr ebenfalls eine Verringerung der Kosten gegenüber dem Vorjahr um 238 TEUR auf 2,72 Mio. Euro zu verzeichnen. Die Kosteneinsparungen hat die Firma bei den Frachtkosten und den Gewährleistungen zu verbuchen. Die Abschreibungen sind im Berichtsjahr auf 715 TEUR (i. Vj. 749 TEUR) zurückgegangen. Durch die Aktivierung des neuen Bürogebäudes und des Betriebssystems erwarten wir in den kommenden Jahren eine steigende Abschreibungsquote. Der Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt 5.051 TEUR (i. Vj. 1.155 TEUR). Das Geschäftsjahr 2023 der Stangl AG ist mit einem Jahresüberschuss von 3.057 TEUR (i. Vj. 3.091 TEUR) eines der besten Geschäftsjahre in der Geschichte der Stangl AG. Wir sind mit der Entwicklung zufrieden. IV. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG MIT HINWEISEN AUF WESENTLICHE CHANCEN UND RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG 1. Voraussichtliche Entwicklung Die Stangl AG erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von rund 23,4 Mio. Euro. Dieser Wert entspricht im Vergleich zum Vorjahr eine Verringerung von 5,9 %. Der geplante Umsatz für das Geschäftsjahr 2023 betrug 22 Mio. Euro. Erreicht hatte man zum Jahresende 2023 ein Gesamtumsatz in Höhe von 23,4 Mio. Euro, was ein Plus von 6,4 % entspricht. Im Berichtsjahr 2023 betrug der Jahresüberschuss rund 3,1 Mio. Euro, dies entspricht einer Steigerung von 52,8 % entgegen dem prognostizierten Ergebnis in Höhe von 2 Mio. Euro. In Zahlen ausgedrückt sind es 1.057 TEUR mehr als im Vorjahr prognostiziert. Entgegen der ursprünglichn Erwartungen konnten die Kostensteigerungen am Markt weitergegeben werden, so dass man trotzdem eine stabile Marge erzielt hat. Im Geschäftsjahr 2023 hat die Stangl AG trotz schwächelnder Baukonjunktur mit mehreren Großaufträgen und mittelgroßen Aufträgen nur einen Umsatzverlust in Höhe von 5,9% gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Verschiedene Faktoren wie die fehlenden Beschlüsse von Seiten der Regierung und das hohe Zinsniveau führten dazu, dass die Baukonjunktur, insbesondere der Wohnungsbau, massiv eingebrochen ist, obwohl ein großer Bedarf an Wohnungen im Land vorhanden ist. Die Anzahl der mittelgroßen und großen Aufträge hat sich bei der Stangl AG weiter verstetigt, was dafürspricht, dass die Kunden mit unseren Produkten und der Qualität sehr zufrieden sind. Die Marke "Stangl AG" kennt man mittlerweile in ganz Deutschland und über die Landesgrenzen hinaus in Österreich und den benachbarten Luxemburg und der Schweiz. Im Inland hat die zu Anfang des Berichtsjahres noch relativ gut laufende Baukonjunktur gegen Ende des Jahres deutlich an Fahrt verloren, da der Auftragsüberhang aus 2022 aufgearbeitet war. Die Anzahl der neuen Auftragseingänge ist deutlich rückläufig. Ursächlich hierfür ist beispielsweise der Anstieg des Zinsniveaus sowie die noch immer hohen Material- und Energiekosten, obwohl diese gegenüber dem Vorjahr wieder etwas billiger geworden sind. Die Materialkosten sind zusätzlich getrieben von der CO 2 -Steuer, welche sich im Berichtsjahr wie im nächsten Jahr voll auswirkt. Eine weitere Rolle für die rückläufige Baukonjunktur spielt der Ukraine-Krieg, der hier zu Lande die Menschen auch ein Stück weit verunsichert. Keine Rolle spielt mehr die Corona-Pandemie, weil alle Maßnahmen von Seiten der Regierung ausgelaufen sind und die kompletten Grenzen innerhalb der EU wieder ohne Kontrollen und dergleichen passiert werden können. Die im Vorjahr bestehende Materialknappheit hat sich im Berichtsjahr wieder relativiert. Die Stangl AG blieb von den letzten beiden Punkten in den vergangenen Jahren größtenteils verschont. Aufgrund des guten Auftragsbestandes zum Ende des Berichtsjahres und des milden Winters mit den bereits getätigten Lieferungen in den ersten beiden Monaten des Jahres 2024 sehen wir dem neuen Geschäftsjahr 2024 in der ersten Jahreshälfte optimistisch und der zweiten Jahreshälfte aufgrund der Delle in der Baukonjunktur, insbesondere im Wohnungsbau, eher schwächer entgegen. Zurückhaltend in unseren Prognosen lässt uns der weiter anhaltende Ukraine-Krieg, die Zinssituation und die fehlenden Konjunkturprogramme sowie die andauernde Inflation für den Bau stimmen. Alles in Allem wollen wir für das kommende Jahr etwas vorsichtiger planen und den Umsatz etwa in Höhe von 22 Mio. Euro anstreben. Das heißt konkret, einen geplanten Jahresumsatz in Höhe von ca. 22 Mio. Euro, einen EBIT von etwa 3,3 Mio. Euro und infolgedessen einen Jahresgewinn von rund 2,3 Mio. Euro. Bezüglich der Rahmenbedingungen und wirtschaftlichen Gesamtprognose für 2023 siehe Punkt II. 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft. Insgesamt gesehen gehen wir aufgrund der prognostizierten Delle in der Bauwirtschaft für das Jahr 2024 in Höhe von 3 % real von einer sich weiter abschwächenden Prognose aus. Der im Hause Stangl bestehende Auftragsbestand zum Jahresende ist mit 6,6 Mio. Euro um 1,7 Mio. Euro deutlich höher als im Vorjahr. Dabei ist zu erwähnen, dass durch den frühen Wintereinbruch Anfang Dezember 2023 keine Auslieferungen mehr zu verzeichnen waren und somit ca. 1 Mio. Euro zusätzlich im Auftragsbestand zu verzeichnen ist. Die Auftragshöhe der einzelnen Objekte ist mit mehreren mittelgroßen Aufträgen ähnlich zu vergleichen mit dem Geschäftsjahr 2023, in welcher die Stangl AG trotz schwächelnder Baubranche einen guten Jahresumsatz erzielte. Hier eine kurze Übersicht über einige bedeutsame Objekte: Freudstraße München, Schule Markt Schwaben, Schule Oberwiesenfeld, Campus Ost München, Annex München, Freiham Nord, Feldkirch Österreich und Danuflates Wien. 2. Chancen- und Risikobericht Insgesamt sehen wir keine gravierenden Probleme oder Vorkommnisse bezüglich der Produktion und der damit in Verbindung stehender Lieferfähigkeit. Die technische Ausstattung unseres Betriebes ist bereits auf einem hohen Niveau und wird im kommenden Jahr weiterhin verbessert. Die Stangl AG hat durch die installierte Photovoltaikanlage eine erhebliche Reduzierung des Strombezugs um circa 38 % erreicht. Bei zeitgleicher Direktvermarktung der Überproduktion der PV-Anlage und einem stark gestiegenen Strompreis im Berichtsjahr hatte man die Energiekosten durch die von Seiten der Regierung eingeführte Strompreisbremse weiterhin im Griff. Durch die bisherigen verschiedenen Investitionen der letzten Jahre ist die Stangl AG seit Mitte des Jahres 2021 ein CO 2 -neutrales Unternehmen, was uns im Berichtsjahr und auch zukünftig bei Architekten und Bauherrn in Planungsphasen als nachhaltigen und klimafreundlichen Lieferanten listet. Im Berichtsjahr haben wir unser neues ERP-System Navision in der gesamten Firma in Betrieb genommen, womit wir in vielen Bereichen der Stangl AG die Prozesse im alltäglichen Geschäftsbetrieb optimiert haben. Durch die weitere Einführung des Dokumentenmanagementsystems ELO wurde auch die Digitalisierung vorangetrieben, um einen großen Teil unserer Akten elektronisch zu verwalten. In beide Systemen sollen im Jahr 2024 weitere Funktionen eingeführt und genutzt werden. Nach wie vor sind die Chancen im Vergleich zu den Risiken wesentlich stärker ausgeprägt. Die über Jahre erreichte Flexibilität sowohl in der Gestaltung von Oberflächen wie auch die zuverlässige Lieferfähigkeit sind ein sehr wichtiger Faktor, was die Stangl AG als starken Geschäftspartner auszeichnet. Gerade bei den Planern und Architekten sind diese Zuverlässigkeitsmerkmale sehr gefragt. Die Zusammenarbeit mit den Planern ist somit ein tragendes Element, was die Akquisition von anspruchsvollen Objekten anbelangt. Auch in unserem Zweigwerk in Tschechien haben wir stetige Modernisierungen durchgeführt, um den Anforderungen betreffend engere Liefertermine die nötige Gewichtung zu erreichen. Was die Versorgung der Produktion mit Rohstoffen aller Art anbelangt, dürfen wir erwähnen, dass die Stangl AG über eine ausreichende Versorgung in Form größerer Lagermengen verfügt. Diverse Materialknappheiten in der Baubranche sowie verschiedene Lieferverzögerungen oder Lieferengpässe sind wegen der weltweiten Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs nicht mehr vorhanden. Erwähnenswert und ein wenig problematisch anzusehen sind die nach wie vor hohen Material- und Energiekosten, die unter anderem getrieben sind von der jährlich steigenden CO 2 -Steuer. Zudem werden ab dem Jahr 2024 die Mautgebühren deutlich erhöht, was die Materialien weiter verteuern wird. Ein immer größer werdendes Problem ist der Fachkräftemangel im Land, weil man kaum noch geschultes und gut ausgebildetes Personal findet. Die Stangl AG ist durch die Gewinnung von Arbeitskräften aus dem EU-Ausland durch Personalüberlassungsfirmen gut aufgestellt. Wichtige Länder sind dabei für uns Polen, Rumänien und die Slowakei. Gegen Ende des Berichtsjahres hat die Firma Stangl einen neuen Stromvertrag mit guten Preisen für die nächsten drei Jahre abschließen können, damit die Kosten auch weiterhin kalkulierbar bleiben. Was die Akquise von neuen Aufträgen und die Produktion der Fertigteile angeht, haben wir durch einige Umstrukturierungen unseres Personals und durch die Einführung des neuen ERP-Systems Navision und des ELO-Systems neue Impulse geschaffen. So können zum Beispiel viele Prozesse digitalisiert und optimiert werden, was für eine schnellere Auftragsabwicklung notwendig ist. Noch dazu tragen unsere flexibel agierenden Mitarbeiter positiv dazu bei. Durch die Verstärkung unserer Verkaufsaktivitäten zum Beispiel in Österreich sind wir dort ein wichtiger Mitbewerber in Sachen Außenanlagen geworden. Dies zeigt sich mittlerweile anhand von guten Aufträgen. Mögliche Folgen aus der Ukraine-Krise können zum heutigen Tag nicht abschließend beurteilt werden. Des Weiteren können wir zum heutigen Tage nicht sagen, wie lange die Delle in der Baukonjunktur andauern wird. Noch dazu sind durch die hohe Inflation im EU-Raum die Zinsen stark angestiegen. Bezüglich des Risikos der Energiekosten (insb. Strom) sind wir durch unsere Investitionen in alternative Energiequellen (Photovoltaik) gut aufgestellt. Weitere Risiken im Bereich Rohstoffeinkauf werden wir mit strategischen vorausschauenden Einkaufstätigkeiten begegnen und im Bereich des Fachkräfte- bzw. Arbeitskräftemangels begegnen wir durch Arbeitnehmerüberlassung und Akquisition von Arbeitnehmern aus dem EU-Ausland. Entsprechend gehen wir zum heutigen Stand davon aus, dass es keine deutlichen Auswirkungen auf unsere Produktion geben wird. Abschließend können wir sagen, dass unser Unternehmen durch die genannten Maßnahmen in der Lage ist, alle sich bietenden Möglichkeiten zu ergreifen und weiterhin die Firma auf hohem Niveau zu stabilisieren. Daher kann die Gesellschaft trotz der aktuellen globalen Entwicklung optimistisch in die Zukunft blicken. V. SONSTIGE ANGABEN 1. Bestehende Zweigniederlassungen Als einzige Zweigniederlassung haben wir in der Tschechischen Republik das Betonwerk Tesovice, eine 100% Tochtergesellschaft der Stangl AG. Die Angaben sind in Tausend CZK dargestellt. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2022. Die Gesellschaft machte im Jahr 2022 einen Gewinn in Höhe von 11.184 TCZK. Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 133.000 TCZK. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses der Stangl AG lag nur ein vorläufiger Jahresabschluss des Tochterunternehmens für 2023 vor.
Waldkraiburg, den 20. März 2024 gez. Walter Scheitzeneder, Vorstand gez. Thomas Blendowski, Vorstand BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023STANGL AG, WALDKRAIBURGAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023STANGL AG, WALDKRAIBURGI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die Stangl AG mit Sitz in Waldkraiburg weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gesellschaft wurde mit notarieller Urkunde am 18.04.1962 gegründet und firmiert seit dem 29.04.1982 unter dem Namen Stangl AG mit Sitz in Waldkraiburg. Die Fimierung ist am 11.06.1982 im Handelsregister beim Amtsgericht Traunstein unter HRB 3243 eingetragen worden. Die Bilanz ist nach den Vorschriften des § 266 HGB, die Gewinn und Verlustrechnung nach den Vorschriften des § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Der Jahresabschluss der Stangl AG ist auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzbuches aufgestellt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft umfasst den Zeitraum des Wirtschaftsjahres vom 01. Januar bis 31. Dezember. Für die Gewinn und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Stangl AG wendet ab dem Wirtschaftsjahr 2016 die durch das BilRUG geänderte Definition des § 277 HGB an. Betragsangaben in der Währung Euro sind im Regelfall mit der Kurzform EUR versehen. Soweit Beträge zur Verbesserung der Übersicht in Tausend Euro dargestellt sind, wird dies durch die Kurzform TEUR angegeben. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist im handelsrechtlichen Jahresabschluss mit den, auch nach dem Steuerrecht, aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden für Zugänge nach der linearen Methode vorgenommen. Für sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter wird im handelsrechtlichen Jahresabschluss gleichlautend von den steuerlichen Vereinfachungsregelungen Gebrauch gemacht. Die Zugänge von selbständig nutzbaren Anlagegütern in den Jahren 2008 bis 2012 mit einem Netto-Anschaffungswert von mehr als EUR 150,00 und nicht mehr als EUR 1.000,00 wurden entsprechend den Regelungen in § 6 Abs. 2a EStG im Jahr des Zugangs und in den folgenden vier Jahren zu jeweils einem Fünftel abgeschrieben. Im Jahr 2022 wurden Zugänge von selbständig nutzbaren Anlagegütern mit einem Netto-Anschaffungswert von nicht mehr als EUR 800,00 entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt, vermindert oder vermehrt zu den am Bilanzstichtag entsprechend gültigen Buchwert abgeschrieben oder zugeschrieben. Die Bewertung der Roh, Hilfs und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, wobei für Lager und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen werden. Grundlage für die Bewertung der fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten bilden die aus dem betrieblichen Rechnungswesen übernommenen kalkulatorischen Stückkosten, die auf der Basis der geplanten Normalbeschäftigung ermittelt worden sind. Die kalkulatorischen Stückkosten enthalten Materialeinzel und Materialgemeinkosten, Fertigungseinzel und Fertigungsgemeinkosten sowie Sonderkosten der Fertigung (z. B. Werkzeugkosten). Fremdkapitalzinsen sind nicht in die Bewertung einbezogen. Abwertungen wegen mangelnder Gängigkeit bzw. unzureichender Verwertbarkeit werden im notwendigen und angemessenen Umfang vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden in Form von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr wurde in Höhe von 1 % der nicht einzeln wertberichtigten Forderungen gebildet. Die Bankguthaben und Kassenbestände sind zu Nominalwerten angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden in Höhe der vorverausgabten Aufwendungen, welche eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag betreffen, gebildet. Das Eigenkapital ist mit den Nominalbeträgen ausgewiesen. Die Rückstellungen berücksichtigen insgesamt alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Die Pensionsrückstellungen sind handelsrechtlich seit dem Geschäftsjahr 2010 gemäß den Vorschriften des BilMoG mit dem zukünftigen Erfüllungsbetrag zu bewerten. Für den aufgrund des BilMoG umstellungsbedingten Mehraufwand wird gemäß Artikel 67 Abs. 1 und Abs. 7 EGHGB jährlich ein anteiliger Zuführungsbetrag berücksichtigt, der als außerordentlicher Aufwand unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wird. Für die Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde die modifizierte Teilwertmethode angewandt. Als Grundlage dienten die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck. Es erfolgte eine Abzinsung mit einem Zinsfuß von 1,82 % p. a. (i. Vj. 1,78 p. a.). Zusätzlich wurde (wie im Vorjahr) ein Rentensteigerungstrend von 2,0 % p. a., eine altersabhängige Fluktuationsstaffelung zwischen 0 % und 4,5 % sowie individuelle Lohn- und Gehaltstrends berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen basieren auf der gemäß gesetzlichen Grundlagen berechneten Steuerlast abzüglich der bereits geleisteten Steuervorauszahlungen. Es handelt sich demnach um die voraussichtlich zu leistenden Nachzahlungsbeträge. Die sonstigen Rückstellungen sind mit den voraussichtlichen Erfüllungsbeträgen bzw. den geschätzten Aufwendungen bewertet. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. II. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage A) dargestellt. Für die in den Sachanlagen ausgewiesenen Gebäude und Bauten werden Nutzungsdauern von 20 bis 33 Jahren zu Grunde gelegt. Die Maschinen und maschinellen Anlagen haben regelmäßig eine Nutzungsdauer von 3 bis 21 Jahren. Bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung handelt es sich überwiegend um Gegenstände die verteilt über Nutzungsdauern von 3 bis 13 Jahren abzuschreiben sind. Die im Geschäftsjahr 2022 und in Vorjahren angeschafften beweglichen Sachanlagegüter wurden im handelsrechtlichen Jahresabschluss analog zu den steuerrechtlichen Vorgaben nach der linearen und vereinzelt nach der degressiven Methode abgeschrieben. Für in früheren Jahren (vor 2011) angeschaffte Anlagegüter wird, soweit auch steuerrechtlich zulässig, die degressive Abschreibungsmethode fortgeführt. Bei der linearen Methode erfolgt die Abschreibung zu gleich verteilten Beträgen, während bei der degressiven Methode zu Beginn der Nutzungsdauer vergleichsweise höhere Beträge an Abschreibung anfallen, welche sich mit fortschreitender Dauer stetig vermindern. Sobald die lineare Abschreibung höher ausfällt als die degressive, erfolgt ein Wechsel auf die lineare Methode. Darüber hinaus sind in den sonstigen Vermögensgegenständen Darlehensforderungen ausgewiesen, welche in Höhe von 12 TEUR (i. Vj. 4 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Das Grundkapital in Höhe von 1.637.333,28 EUR (i. Vj. 1.637.333,28 EUR) ist in 640.000 nennwertlose Stückaktien aufgeteilt.
Aus der gesetzlich vorgeschriebenen Änderung der Bewertung der Pensionsrückstellungen resultiert eine zusätzliche Zuführung, welche gemäß Artikel 67 Abs. 1 EGHGB bis spätestens zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel anzusammeln ist. Dieser Betrag an zusätzlicher Zuführung beläuft sich jährlich auf 14.065,00 EUR und wurde erstmals im Geschäftsjahr 2010 den Pensionsrückstellungen zugebucht. Der aufgrund dieser Übergangsregelung in den folgenden zwei Jahren anzusammelnde Restbetrag beläuft sich auf 14.065 EUR (i. Vj. 28.130 EUR). Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 17 TEUR. Dieser Betrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i. H. v. TEUR 11. Die Gewinnrücklagen i. H. v. 1.424 TEUR setzen sich aus den gesetzlichen Rücklagen i. H. v. 164 TEUR und den anderen Gewinnrücklagen i. H. v. 1.260 TEUR zusammen. III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten außerordentliche Erträge in Höhe von 14 TEUR, welche ausschließlich die Aufwendungen aus der ratierlichen Zuführung zu den Rückstellungen für Pensionen, welche aus der Umstellung der Bewertung auf die Regelungen des BilMoG resultieren. Dieser jährliche Zuführungsbetrag ist gemäß Artikel 67 Abs. 7 EGHGB als außerordentlicher Aufwand unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. IV. SONSTIGE ANGABEN Angabe der sonstigen finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverpflichtungen gem. § 285 Satz 1 Nr. 3 HGB:
Angabe der Beteiligungsverhältnisse gem. § 285 Nr. 11 HGB: Zum Abschlusstichtag 31.12.2023 besteht eine 100%ige Beteiligung an der BETON Tesovice spol. s.r.o. in Tesovice, Tschechien. Zum Zeitpunkt der Prüfung lag von der BETON Tesovice spol. s.r.o. der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2022 vor. Im Geschäftsjahr 2022 ergab sich ein Ergebnis i. H. v. 11.184 TCZK und ein Eigenkapital in Höhe von 133.000 TCZK. Angabe des durchschnittlich beschäftigten Personals gem. § 285 Nr. 7 HGB:
Angaben zu den Organen der Gesellschaft gem. § 285 Nr. 10 HGB Vorstand Walter Scheitzeneder, Vorstand für Finanzen und Verwaltung Thomas Blendowski, Vorstand für Vertrieb und Produktion Aufsichtsrat Fritz Zimmermann, Unternehmer und Betontechnologe, Ampfing (Aufsichtsratsvorsitzender) Marcus Jablonski, Werbekaufmann, St.Andrä-Wördern/Österreich (stellvertretender Vorsitzender) Georg J. Mayer, Consultant, Dorfen Peter Philipp Schmidt, techn. Betriebswirt/Landwirtschaftsmeister, Unterreit Günter Regnath, Arbeitnehmervertreter der Stangl AG, Produktionsleiter, Mettenheim Rainer Schenk, Arbeitnehmervertreter der Stangl AG, Personalfachkaufmann, Waldkraiburg Die Vergütungen der Aufsichtsräte betragen 28 TEUR für das Geschäftsjahr 2023. Die Angaben der Vorstandsbezüge unterbleiben unter Bezugnahme auf die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB. Ergebnisverwendungsvorschlag gem. § 285 Nr. 34 HGBVorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, von dem Bilanzgewinn in Höhe von 12.085.549,37 EUR einen Teilbetrag in Höhe von 1.920.000,00 EUR (= 3,00 Euro je Aktie bzw. 93,8 % bezogen auf das Grundkapital) an die Aktionäre auszuschütten. Der Restbetrag von 10.165.549,37 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Vergütung des Abschlussprüfers Das an den Abschlussprüfer geleistete Honorar verteilt sich wie folgt:
V. VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH DEM BILANZSTICHTAG Die seit dem Jahre 2020 herrschende Corona-Pandemie hat inzwischen keinen Einfluss mehr auf das öffentliche Leben und die Baubranche, sprich die von unserer Regierung getroffenen Maßnahmen sind alle ausgelaufen. Dagegen geht der von Russland begonnene Angriffskrieg gegen die Ukraine weiter, was das Baugewerbe schon ein Stück weit belastet, weil man von dort Gas und Stahl bezieht. Folglich sind die Energie- und Materialbeschaffungskosten im Bausektor angestiegen. Ein weiterer belastender Aspekt für die Baubranche sind die stark gestiegenen Finanzierungszinsen, die vielen Kommunen und Bauherrn die geplanten Vorhaben nur schwer bis gar nicht verwirklichen lässt. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf unseren Lagebericht.
Waldkraiburg, den 17. März 2024 gez. Walter Scheitzeneder, Vorstand gez. Thomas Blendowski, Vorstand
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Stangl AG, Waldkraiburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Stangl AG, Waldkraiburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stangl AG, Waldkraiburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Bericht des Aufsichtsrats gem. § 171 AktG. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mühldorf a. Inn, 19. April 2024 Schranner
Beckmann & Kollegen GmbH
gez. Dipl.-Kfm. Max Oelmaier, Wirtschaftsprüfer gez. Dipl.-Kfm. Sven Beckmann, Wirtschaftsprüfer Beschluss des Aufsichtsrats über die Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses und Billigung des Gewinnverwendungsvorschlags des VorstandsBeschluss des Aufsichtsrats der Stangl Aktiengesellschaft mit Sitz in Waldkraiburg Die Mitglieder des Aufsichtsrats: 1. Fritz Zimmermann (Vorsitzender) 2. Marcus Jablonski 3. Georg Mayer 4. Peter Philipp Schmidt 5. Rainer Schenk 6. Günter Regnath fassen folgenden Beschluss: Allen Aufsichtsratsmitgliedern stand der Bericht der Wirtschaftsprüfungskanzlei Schranner Beckmann & Kollegen GmbH, über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Stangl Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 zur Verfügung. Die Berichterstattung wurde mit den Abschlussprüfern durchgegangen und besprochen. Dabei haben die Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat zusätzlich über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Stangl Aktiengesellschaft berichtet; außerdem stand er allen Aufsichtsratsmitgliedern zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Als Zusammenfassung wird festgehalten: Bei Umsatzerlösen von rund 23,4 Mio. EUR erzielte die Stangl AG im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von rund 3 Mio. Euro. Bei der Durchführung der Abschlussprüfung sind gemäß § 321 Abs. 1 HGB keine berichtspflichtigen Unrichtigkeiten oder Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften oder Tatsachen festgestellt worden. Ferner sind keine Tatsachen oder Ereignisse bekannt, die den Bestand der Stangl Aktiengesellschaft gefährden oder ihre Entwicklung wesentlich beeinträchtigen können oder schwerwiegende Verstöße der gesetzlichen Vertreter oder von Arbeitnehmern gegen Gesetz oder Satzung erkennen lassen. Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von 10.948.296,91 Euro wurde die von der Hauptversammlung des Jahres 2023 beschlossene Gewinnausschüttung in Höhe von 1.920.000,00 Euro ausbezahlt, so dass ein Restbetrag von 9.028.296,91 Euro vorzutragen verblieb. Angesichts der aufgestellten Prognose über die erwartete wirtschaftliche Entwicklung für dieses Geschäftsjahr sieht der Vorstand der Gesellschaft kein Erfordernis aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 Beträge für eine weitere Aufstockung der anderen Gewinnrücklagen zu verwenden. Demnach ergibt sich für das Jahr 2023 ein Bilanzgewinn der Stangl Aktiengesellschaft in Höhe von 12.085.549,37 Euro, für den der Hauptversammlung folgende Verwendung vorgeschlagen wird:
Die Mitglieder des Aufsichtsrats halten zur Vorlage an die Hauptversammlung fest: Wir haben den Jahresabschluss der Stangl AG zum 31. Dezember 2023 sowie den Lagebericht geprüft, ebenso den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns. Unrichtigkeiten oder Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften oder Tatsachen, die den Bestand der Stangl Aktiengesellschaft gefährden oder ihre Entwicklung wesentlich beeinträchtigen können oder schwerwiegende Verstöße der gesetzlichen Vertreter oder von Arbeitnehmern gegen Gesetz oder Satzung erkennen lassen, haben wir nicht festgestellt. Nach unserer pflichtgemäß durchgeführten Prüfung sind wir, wie auch die Abschlussprüfer, der Auffassung, dass der Jahresabschluss 31. Dezember 2023 und der Lagebericht der Stangl Aktiengesellschaft insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermitteln. Aus diesem Grund schließen wir uns dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts durch die Abschlussprüfer an. Zu dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung erheben wir keine Einwendungen; wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Stangl Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2023. Damit ist dieser festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes stimmen wir ebenfalls zu.
Waldkraiburg, den 26. April 2024 Für den Aufsichtsrat gez. Friedrich Zimmermann, Vorsitzender des Aufsichtsrats Bericht des Aufsichtsrats an die HauptversammlungAn die Aktionärinnen und Aktionäre der Stangl Aktiengesellschaft Bericht des Aufsichtsrats der Stangl AG für das Geschäftsjahr 2022 Sehr geehrte Damen und Herren, zuerst bedanke ich mich bei den Mitgliedern des Aufsichtsrates und besonders beim Vorstand für die gute Zusammenarbeit. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm durch Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen und sich sowohl in Sitzungen als auch in Einzelbesprechungen durch den Vorstand über die Lage der Gesellschaft unterrichten lassen und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Ferner hat der Vorstand dem Aufsichtsrat aus sonstigen wichtigen Anlässen berichtet. Gegenstände der regelmäßigen mündlichen und schriftlichen Berichterstattungen waren neben der Gesamtlage des Unternehmens auch Einzelfragen von größerer Bedeutung. Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens sowie die Vermögens-, Liquiditäts- und Ertragslage waren ständige Schwerpunkte der Beratungen. Im Geschäftsjahr 2023 fanden 6 Aufsichtsratssitzungen statt. Ständige Tagesordnungspunkte in den Sitzungen waren:
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie der Lagebericht der Stangl AG sind unter Einbeziehung der Buchführung von der Wirtschaftsprüfungskanzlei Schranner Beckmann & Kollegen GmbH geprüft worden. Die Abschlussprüfer haben keine Einwendungen erhoben und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Für das Geschäftsjahr 2023 sind dem Aufsichtsrat gem. § 170 AktG der Jahresabschluss und der Lagebericht des Vorstandes vorgelegt worden. Darüber hinaus lag dem Aufsichtsrat der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses vor. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für die Stangl AG in der Sitzung vom 21. März 2024 in Anwesenheit der Abschlussprüfer beraten. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Er hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 gebilligt, der somit gem. § 172 AktG festgestellt ist. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes an, das heißt, den Bilanzgewinn in Höhe von gesamt 12.085.549,37 Euro wie folgt zu verwenden:
Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand für seinen Einsatz und seine Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Dank gilt auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Waldkraiburg, den 26. April 2024 Für den Aufsichtsrat gez. Friedrich Zimmermann, Aufsichtsratsvorsitzender |
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