Erbringung sonstiger Vermittlungs- und Vermarktungsdienstleistungen für Patente
Frankenfeld Spedition GmbH
Stahlstraße 50, 33415 Verl, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carina Wickemeyer seit 4.1.2024 | Prokura |
Josef Frankenfeld seit 5.11.2003 | Geschäftsführer |
Andreas Theilmeier-Aldehoff seit 5.11.2003 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Frankenfeld Spedition GmbHVerlJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1 Grundlagen des Unternehmens Unsere Gesellschaft als Mitglied der Frankenfeld-Logistikgruppe mit Hauptsitz in Verl im Kreis Gütersloh ist ein inhabergeführter, mittelständischer Spezialist für Transport- und Lagerlogistik mit umfassenden Lösungen bis hin zu komplexen Automotive-Prozessen. Der Fokus der Gesellschaft liegt auf den Branchen Automotive, Konsumgüterindustrie, Maschinenbau, Luftfahrttechnik, Sicherheitstechnik sowie Handel. 1974 gestartet, beschäftigt die Frankenfeld-Gruppe heute an mehreren Standorten rund 170 Mitarbeiter. Regionale, nationale und internationale Kunden profitieren heute von unserer europaweiten Netzwerkanbindung und unserem engagierten Logistikservice. Damit wir auch in Zukunft immer wirksamere logistische Produktions-, Versorgungs- und Distributionsprozesse anbieten können, arbeiten wir eng mit Industrie, Wirtschaft und Verbänden in NRW zusammen. In unseren Leistungsbereichen Transportlogistik und Lagerlogistik realisieren wir für unsere Kunden die zunehmende Vernetzung von unterschiedlichen Prozessen mit variierenden Anforderungen. Die stetige Ausbildung unserer Mitarbeiter, die Weiterentwicklung unserer Logistikstrukturen und der IT garantieren unseren Kunden Effizienz, Versorgungs- und Entsorgungssicherheit sowie Nachhaltigkeit. Wichtiger Bestandteil dieser Lösungen sind unsere leistungsfähigen, regionalen Lager- und Distributionszentren. Vernetzte Logistikprozesse in der Nähe des Produktionsstandortes ermöglichen flexiblere und effizientere Herstellungs- und Vertriebsprozesse. Im Bereich der Transportlogistik bieten wir unseren Kunden ein komplettes Leistungsspektrum - zugeschnitten auf die jeweiligen Sendungsgrößen und -strukturen, dies unter Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen hinsichtlich Laufzeit, Abwicklung und Handling. In der Lagerlogistik haben wir uns auf eine kundennahe und leistungsfähige Lagerlogistik spezialisiert: Fertigwarenlagerung, Produktionsversorgung mit Halb- und Fertigwaren, Konsignationsläger für die Lieferanten unserer Kunden, Value-Added-Services. Hier können unsere Kunden auf verschiedene Bausteine zurückgreifen, die wir - auf die jeweiligen Erfordernisse angepasst - anbieten können. 2 Darstellung zum Geschäftsverlauf Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 ist gekennzeichnet durch eine deutliche Zunahme vieler Unsicherheiten für die Weltwirtschaft und das Leben in unserem Land. Der Ukraine-Krieg tobt mit verbitterter Härte seit 2022 und kein Ende ist abzusehen. Es hat sich ein reiner Abnutzungskrieg entwickelt. Der Nahe Osten ist durch den brutalen Hamas-Überfall und der nicht minder brutalen Reaktion Israels auf den Gazastreifen über Jahrzehnte hinaus weiterhin ein idealer Nährboden für Hass und ideologisch-religiöse Verblendung. China treibt die Aggressionen gegen Taiwan mit immer neuen Provokationen und Militärübungen in immer neue und gefährliche Regionen. Überall auf der Welt toben Kriege und unterschwellige, brutale Konflikte. Zu glauben, dass sich Kern-Europa aus dieser Spirale an Gewalt und Hetze heraushalten kann, klingt schon fast ein wenig kindisch. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland fiel im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes saison- und kalenderbereinigt um 2,0 % auf - 0,1 % im Vergleich zum Vorjahr (+ 1,9 %). "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung kam im Jahr 2023 in einem nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", so Ruth Brand, die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. Das Volkseinkommen erhöhte sich in 2023 auf 3.081,35 Mrd. € (nach 2.890,93 Mrd. € in 2022) und damit auf den bislang höchsten Wert. Das verfügbare Einkommen der Bevölkerung erhöhte sich in 2023 um wiederum rund 6,0 % zum Vorjahr. Der Export fiel leicht auf 1.590 Mrd. € nach 1.594 Mrd. € in 2022, die Importe reduzierten sich auf 1.366 Mrd. € (2022: 1.505 Mrd. €). Der Warenhandel (Ausfuhr) und die Dienstleistungseinnahmen reduzierten sich leicht von 1.989 Mrd. € in 2022 auf 1.974 Mrd. € in 2023. Das Finanzierungsdefizit des deutschen Staates reduzierte sich aufgrund zunehmender Einnahmen (+ 4,1 %) und einem geringen Anstieg der Ausgaben (+ 6,4 %) leicht auf 91,9 Mrd. € (Einnahmen 1.860 Mrd. € zu Ausgaben 1.952 Mrd. €). Die Steuereinnahmen im Jahr 2023 in Höhe von rund 916 Mrd. € stiegen um 2,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Die sehr hohe Inflationsrate am Anfang des Jahres 2023 mit 8,7 % im Januar und Februar reduzierte sich im Laufe des Jahres stark auf nur noch 3,7 % im Dezember. Die Tendenz geht weiter leicht herunter. Der Krieg in der Ukraine zementiert dem politischen Abstand zwischen den USA als führender Nation der westlichen Welt und Russland, aber auch gegenüber China, als wesentlichem Gegenpart zu den Vereinigten Staaten. Hinzu kommen große Unsicherheiten bei den westlichen Partnern der Vereinigten Staaten im Hinblick auf die dort anstehenden Präsidentschaftswahlen zum Ende des Jahres 2024. Eine Wiederwahl von Donald Trump scheint möglich und weckt massive Bedenken hinsichtlich einer Radikalisierung der amerikanischen Außenpolitik und Abwendung von bestehenden westlichen Bündnisstrukturen. Die Materialkosten im Verkehrsgewerbe nehmen aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Situation nur noch leicht zu: die Trailerkaufpreise erhöhten sich im 4. Quartal 2023 im Vergleich zum 4. Quartal 2022 nur noch um + 2,7 %, bei Sattelzugmaschinen beträgt der Anstieg + 0,7 %, nach 6,1 % im Vergleich 2022 zu 2021. Die Personalkosten nehmen aufgrund hoher Lohnabschlüsse weiterhin deutlich zu: + 6,1 % im Vergleich III. Quartal 2023 zum Vergleichsquartal 2022. Die Dieselpreise nahmen im Jahr 2023 tendenziell im Vergleich zu 2022 ab. Im Dezember 2023 betrug der Rückgang der Dieselkosten im Vergleich zum Dezember 2022 12,4 %. Es gibt aktuell keinen nennenswerten Auftragsstau bei LKW und Trailern, sodass mit tendenziell gleichbleibenden Preisen zu rechnen ist. Sorgen bereitet der ifo-Geschäftsklimaindex für den Bereich Güterbeförderung im Straßenverkehr: Das ifo-Geschäftsklima veränderte sich im April 2024 gegenüber April 2023 um - 4,1 %, die ifo-Geschäftslage um - 6,5 % und die ifo-Geschäftserwartungen um - 1,5 %. Dies ist tendenziell zum Vorjahr eine Verbesserung, trotzdem ist die Stimmung im Straßengüterverkehr weiterhin negativ. Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse reduzierten sich im Jahr 2023 über alle Leistungsbereiche um rund 2,5 %. Beschaffungsmarkt In 2023 hat es aufgrund der allgemeinen negativen wirtschaftlichen Entwicklung keine ausgeprägten Laderaum-Verknappungen gegeben. Die Transportmarktpreise blieben weiterhin volatil. Durch den weit verbreiteten Einsatz von Internetportalen ändern sich die Einkaufspreise für Laderaum zum Teil innerhalb weniger Tage weiterhin signifikant und vor allem auch auf regionale Marktsituationen bezogen. Der Dieselpreis reduzierte sich, wie ausgeführt, in 2023 in Teilen deutlich und bleibt auch aktuell noch auf einem nicht so hohen Niveau. Bestehende Dieselfloatervereinbarungen führen hinsichtlich der Dieselpreisentwicklung zu einer Anpassung der vereinbarten Konditionen. Die Vereinbarung von Dieselfloatern ist mittlerweile marktüblich und führt in dieser wichtigen Kostenposition zu automatisierten Preisanpassungen je nach Preisentwicklung. Der Druck auf den Personalmarkt hat sich bei kaufmännischen und gewerblichen Stellen etwas reduziert, Aufgaben mit spezialisierten Kenntnissen sind aber weiterhin nicht einfach zu besetzen. Investitionen Auch im Geschäftsjahr 2023 wurden alle notwendigen Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung durchgeführt, um das Equipment und die technische Ausstattung auf einem guten Niveau zu halten. So erhöhte sich das Anlagevermögen von TEuro 732,2 auf TEuro 931,2. Der gesamte Standort wurde auf eine wesentlich effizientere und verbrauchsreduzierte LED-Beleuchtung umgestellt. Zudem haben wir eine neue digitale Archivlösung angeschafft, die in 2024 in Betrieb geht. Darüber hinaus verfügt unser Unternehmen jetzt über eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher, um den Bezug von externem, immer teurer werdenden Strom zu reduzieren. Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben Es wurde zusätzliches Fremdkapital zur Finanzierung von Nutzfahrzeugen in Anspruch genommen, die im Rahmen eines längerfristigen Dienstleistungs- und Transportvertrages an feste Transportpartner weiterveräußert und mit einem Margenaufschlag für diese finanziert werden. Personal- und Sozialbereich Die Mitarbeiterzahl ist mit einer durchschnittlichen Anzahl von 60 stabil geblieben. Wir werden diese Zahl in 2024 aller Voraussicht nach auf diesem Niveau halten. Unsere Intention geht weiterhin dahin, den Anteil qualifizierter und gut ausgebildeter Stelleninhaber auf einem hohen Niveau zu halten. Wiederum wurden interne und externe Schulungen im kaufmännischen und gewerblichen Bereich durchgeführt. Hier standen vor allem IT-Schulungen aufgrund der Einführung unseres neuen TMS-Systems sowie des digitalen Archivierungssystems im Vordergrund. Umweltschutz und Qualitätssicherung Aufgrund der bereits bestehenden Infrastruktur waren keine maßgeblichen Investitionen im Bereich Umweltschutz zu tätigen. Unser Unternehmen arbeitet seit 2018 nach den Vorgaben der DIN EN 14001:2015 sowie nach DIN EN ISO 9001:2015. Am 21. und 22.11.2023 wurden im Rahmen eines Audits beide Zertifizierungen bestätigt. Das nächste Überwachungsaudit steht bereits zum Ende des Jahres 2024 an. Wichtige Vorgänge des Berichtsjahres Bei gleichbleibender Mitarbeiterzahl erhöhten sich die Personalkosten um 4,2 %. 3 Darstellung der Lage Vermögenslage Die Veränderung der Vermögens- und Kapitalstruktur im Vergleich zum Vorjahr zeigt die folgende Übersicht:
Durch die seit Jahren durchgeführten angemessenen Investitionsmaßnahmen ist kein Investitionsstau entstanden. Nach einer bereits in 2022 steigenden Investitionstätigkeit wurden auch in 2023 wieder verstärkt Investitionen getätigt, um den generell guten Zustand des Anlagevermögens zu erhalten. Das Abschreibungsvolumen erhöhte sich auf TEuro 267,4 (Vj. TEuro 211,1), das Anlagevermögen erhöhte sich von TEuro 732,2 auf TEuro 931,2, somit um TEuro 199,0. Das Umlaufvermögen erhöhte sich von TEuro 3.841,7 auf TEuro 4.780,6 somit um TEuro 938,9. Das Eigenkapital blieb auf dem Niveau des Jahres 2022, die Eigenkapitalquote reduzierte sich von 63,8 % auf 51,0 %. Stichtagsbedingt erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen inklusive Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen deutlich im Vergleich zum Vorjahresniveau. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich leicht. Die liquiden Mittel reduzierten sich zum Stichtag. Die Rückstellungen reduzierten sich zum Vorjahr. Finanzlage Der operative Cash-Flow (vereinfachte Darstellung: Jahresüberschuss zuzüglich der Abschreibungen) hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEuro 955,0 auf TEuro 717,4 verringert. Dies liegt - bei einem leicht steigenden Abschreibungsvolumen - insbesondere an einem geringeren Jahresergebnis. Die Finanzlage ist weiterhin als stabil zu bezeichnen. Ertragslage Die folgende Aufstellung zeigt die Ertragslage im Vorjahresvergleich:
Das Rohergebnis konnte im Vergleich zum Jahr 2022 leicht gesteigert werden. Das Betriebsergebnis reduzierte sich aber. Bei einer leicht-negativen Umsatzentwicklung und spürbaren Personalkostensteigerungen sowie einer verstärkten Investitionstätigkeit musste eine Ergebnisverschlechterung hingenommen werden. Als Folge aller vorgenannten Effekte ergab sich im Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss unter dem Vorjahresniveau in Höhe von TEuro 450,0 - wiederum unter Berücksichtigung der Entwicklung der ergebnisabhängigen Steuern. Damit konnte die Ergebnissituation aus dem Jahr 2022 erwartungsgemäß nicht gehalten werden. 4 Chancen- und Risikobericht - wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Der aktuelle Lagebericht steht weiterhin in besonderem Maße unter dem Einfluss des Ukrainekrieges, aber auch weiterer offener und verdeckter kriegerischer Auseinandersetzungen. Der Krieg in der Ukraine ist zu einem Stellungskrieg mit geringen Geländegewinnen Russlands bei sehr hohen Verlusten geworden. Nach den Vereinigten Staaten von Amerika als dem mit Abstand größten Unterstützer ist Deutschland mittlerweile zweitgrößter Unterstützer der Ukraine geworden. Viele große europäische Länder halten sich noch zurück, aber gerade die kleinen Mitgliedsstaaten aus den ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten des Baltikums zeichnen sich durch sehr große Anstrengungen aus. Sie haben schlicht Angst vor einer weitergehenden russischen Aggression gegen ihre Länder. Die Abhängigkeit von russischer Energie ist in Deutschland drastisch reduziert worden. Auf der ganzen Welt wurden neue Lieferanten gesucht und gefunden - dies führte in vielen Fällen zu deutlich höheren Preisen einhergehend mit dem Verlust der Deutschland eigenen Moral, indem man heute keine Probleme mehr mit Fracking-Gas aus den USA und Schieferöl aus Kanada hat, solange dies nicht in Deutschland passiert und lediglich LNG-Terminals in Rekordzeit aus dem Boden gestampft werden müssen. Die Kohleverstromung darf deutlich zunehmen und es wird weiterhin ungeniert Atomstrom aus der östlichen und westlichen Nachbarschaft eingekauft. Wie schon im letzten Bericht geäußert, muss Sorge bereiten, wie die Trennung in der Bevölkerung immer deutlicher wird. Es wird eine große Müdigkeit und Erschöpfung erkennbar: Leistungsträger fühlen sich ausgenutzt, weil immer weniger Menschen immer mehr Abgaben und Steuern zu tragen haben, die Folgen sind mit stark steigenden Auswanderungszahlen gerade von sogenannten jungen Leistungsträgern schon jetzt erkennbar. Die Überlastung der sozialen Sicherungssysteme, die seit Jahrzehnten bekannt und hochgerechnet worden sind, ist jetzt zum Greifen nah. Weiteres Spaltungspotenzial bietet die weiterhin auf hohem Niveau stattfindende Einwanderung, vor allem von Wirtschaftsflüchtlingen in die Sozialsysteme. Deutschland kommt dauerhaft bei der Integration dieser Flüchtlinge nicht voran, die Beschäftigungsquote der hohen Flüchtlingszahlen aus der Ukraine ist im europäischen Maßstab verschwindend gering. Die Belastungen der öffentlichen Haushalte, aber auch der Menschen vor Ort sind auf einem sehr hohen Niveau. In der politischen Diskussion sorgt die Politik der Regierung für sehr viele Unsicherheiten. Die Ampelkoalition beschäftigt sich in erster Linie mit sich selber, große Würfe zur Beseitigung oder zumindest Eindämmung der größten Problemfelder sind nicht mehr zu erwarten. Unser Unternehmen konnte weiterhin positive Ergebnisse erwirtschaften. Im Jahr 2023 haben wir das genutzt, um größere Mittel in die Modernisierung der Beleuchtung, in die Anschaffung einer Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher und die weitere Digitalisierung unseres Unternehmens aufzuwenden. In unseren Augen ein wesentlicher Beitrag zur Zukunftssicherung. Die Einführung der neuesten Version unseres Lagerverwaltungssystems haben wir aufgrund der Vielzahl anderer Projekte auf das Ende des Jahres 2024 verlegt. Weiterhin sind wir davon überzeugt, dass die genannten Maßnahmen unser Leistungsportfolio deutlich erhöhen, den Kundennutzen verbessern und damit unsere Wettbewerbssituation spürbar erhöhen werden. 5 Prognosebericht Die geschilderten Unsicherheiten und Verwerfungen überall auf der Welt machen Prognosen mit hoher Treffergenauigkeit weiterhin unmöglich. Die langfristige Planung weicht eher einer pragmatischen Betrachtung und Einschätzung des Notwendigen und Sinnvollen. Man darf sich weiterhin nicht aus der Ruhe bringen lassen und muss versuchen, den richtigen Weg für das Unternehmen zu finden. Für uns liegt dieser im Gleichklang von konsequenter technischer Erneuerung, Aufbau und Erhalt einer leistungsstarken und belastbaren Personalstruktur und einer sehr guten, aber bezahlbaren Qualität für unsere Kunden. Wir müssen aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage verstärkt mit Kundenausfällen rechnen, ebenso mit Volumenrückgängen in einzelnen Bereichen. Es wird unsere Aufgabe sein, darauf angemessen und schnell zu reagieren. Unsere Erwartungen, im Jahr 2023 aufgrund der hohen Volatilität und der allgemeinen Wirtschaftslage in eine etwas schwächere Geschäftsentwicklung zu kommen, ist eingetroffen. Trotzdem sind wir weiterhin von unserem Geschäftsmodell überzeugt und haben aus diesem Grund die diversen, bereits geschilderten Maßnahmen ergriffen. Wir sind zufriedenstellend in das Jahr 2024 gestartet, aber die geschilderten Situationen machen es in unseren Augen unmöglich, schon jetzt eine fundierte Einschätzung für das Geschäftsjahr 2024 vorzunehmen. Aus unseren Systemverkehren kann man mit sehr guter Genauigkeit ableiten, dass die wirtschaftliche Entwicklung zumindest nicht weiter absackt, eine deutliche Erholung ist, nicht zuletzt aufgrund der zuletzt veröffentlichten Prognosen nicht zu erwarten. Wir gehen weiterhin davon aus, dass unsere gute, über viele Jahre aufgebaute Substanz dazu beitragen wird, auch diese neuen Herausforderungen gut zu überstehen und hoffen, im Jahr 2024 ein positives Jahresergebnis, vergleichbar mit dem des Vorjahres, zu erzielen. 6 Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB Forschung und Entwicklung Die Konformität unserer Abläufe mit den Vorgaben der Qualitätsnormen der DIN EN ISO 9001:2015 und der DIN EN ISO 14001:2015 bestehen weiterhin, das Re-Audit wurde im November 2023 erfolgreich durchgeführt, im November 2024 steht das nächste Überwachungsaudit an. Die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter werden wir auch im Jahr 2024 nicht zuletzt im Zuge der Einführung eines neuen ERP- und TMS-Systems und der anderen IT-Maßnahmen konsequent weiterführen. Bestehende Zweigniederlassungen Der Standort Verl ist weiterhin der Hauptstandort aller Aktivitäten. Wir greifen allerdings weiterhin auf angemietete, externe Außenlager zurück, um den Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden.
Verl, 28. Mai 2024 Die Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI Allgemeine Angaben Die Frankenfeld Spedition GmbH hat ihren Sitz in Verl. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gütersloh unter HRB 2140 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des GmbH-Gesetzes unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gesellschaft hat als mittelgroße Gesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) die für sie geltenden Vorschriften angewendet. Größenabhängige Erleichterungen (§ 288 HGB) bei der Erstellung des Jahresabschlusses werden in Anspruch genommen. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewandten Gliederungsgrundsätze aufgestellt. Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit ist beachtet. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind beibehalten worden. II Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Software-Lizenzen werden zu Anschaffungskosten bewertet und über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren linear abgeschrieben. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig nach der linearen Methode. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Netto-Anschaffungskosten bis Euro 800,00 i.S.d. § 6 Absatz 2 EStG werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Bei den übrigen Sachanlagen wird eine Nutzungsdauer von 2 bis 14 Jahren zugrunde gelegt. Der Ansatz der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Die Bestände an Vorräten werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Für erwartete Forderungsausfälle werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Vorauszahlungen für künftige Zeiträume werden über den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten zeitanteilig abgegrenzt. Bei Bildung und Bemessung der Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten ausreichend berücksichtigt. Sie werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt mit ihren Erfüllungsbeträgen. Einnahmen für künftige Zeiträume werden über den passiven Rechnungsabgrenzungsposten zeitanteilig abgegrenzt. Beträge in Fremdwährung sind nicht enthalten. III Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Abschreibungen sind aus dem in diesem Anhang wiedergegebenen Anlagespiegel ersichtlich. Die Forderungen haben - wie im Vorjahr - jeweils eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag von TEuro 973 (Vorjahr: TEuro 0) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Die übrigen Beträge haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEuro 365 (Vorjahr: TEuro 6). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten - wie im Vorjahr - ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Im Bilanzgewinn des Geschäftsjahres ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von TEuro 1.434 (Vorjahr: TEuro 1.140) enthalten. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen (TEuro 166) sowie für ausstehende Rechnungen (TEuro 9). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von TEuro 181 (Vorjahr: TEuro 41) eine Restlaufzeit von unter 1 Jahr sowie in Höhe von TEuro 660 (Vorjahr: TEuro 16) eine Restlaufzeit von über 1 Jahr. Die übrigen Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter 1 Jahr. Verbindlichkeiten in Höhe von TEuro 841 sind durch Sicherungsübereignungen gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten - wie im Vorjahr - ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. IV Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Personalaufwendungen enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEuro 16 (Vorjahr: TEuro 16). V Sonstige Angaben Arbeitnehmer Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr 60 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 60). Haftungsverhältnisse Aus von Kreditinstituten gewährten Avalkrediten bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von TEuro 10 (Vorjahr: TEuro 10). Da die Gesellschaft ihren vertraglichen Verpflichtungen in der Vergangenheit jederzeit nachkommen konnte bzw. aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklung aus Sicht der Geschäftsführung auch in Zukunft nachkommen können wird, wird mit einer Inanspruchnahme nicht gerechnet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Mietverträgen für angemietete Grundstücke, Gebäude und Lagerhallen und betragen zum 31. Dezember 2023 TEuro 1.284 (Vorjahr: TEuro 1.266) (davon gegenüber verbundenen Unternehmen: TEuro 968). Ergebnisverwendung Über die Ergebnisverwendung beschließt die Gesellschafterversammlung. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Der Ukraine-Krieg tobt mit verbitterter Härte seit 2022 und ist zu einem Abnutzungskampf geworden. Es ist zu befürchten, dass dieser noch viele Jahre weitergehen wird. Der Nahe Osten ist nach dem Hamas-Überfall und der darauffolgenden israelischen Reaktion weiterhin der Nährboden für Hass und ideologisch-religiöse Verblendung. China treibt im asiatischen Raum seine aggressive, auf Expansion ausgerichtete Politik voran. Europa steht vor wichtigen Wahlen mit unsicherem Ausgang, eine stärkere Fragmentierung der politischen Verhältnisse mit einem damit einhergehenden Rechtsruck ist zu erwarten. Die EU ist nicht so stabil, wie es die aktuelle Lage erfordern würde. Deutschland ist sehr mit sich selbst beschäftigt, wesentliche Weichenstellungen in den Kernthemen werden nicht gesetzt. Die sozialen Sicherungssysteme sind überdehnt und nicht zukunftsfähig. Viele Unternehmen wandern ab oder schließen wegen des Mangels an geeigneten Nachfolgern. Es fehlen erhebliche Auslandsinvestitionen in den Standort Deutschland. Unter diesen Vorzeichen fällt es momentan nicht leicht, positive Entwicklungen für unser Unternehmen abzuleiten. Wir werden weiterhin an einer Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit arbeiten und den eingeschlagenen Weg weitergehen. Wir werden aber auch Kundenverluste erleiden und deren Folgen auffangen müssen. Grundsätzlich sind wir gut in das Geschäftsjahr 2024 gestartet und gehen davon aus, ein Ergebnis auf dem Niveau des Jahres 2023 erreichen zu können. Geschäftsführung Die Geschäftsführung erfolgte im Geschäftsjahr durch Herrn Josef Frankenfeld, Kaufmann Herrn Andreas Theilmeier-Aldehoff, Kaufmann Herrn Martin Abelmann, Kaufmann - jeweils einzelvertretungsberechtigt - Die Geschäftsführer Josef Frankenfeld und Andreas Theilmeier-Aldehoff sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Hinsichtlich der Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung macht die Gesellschaft von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.
Verl, 28. Mai 2024 gez. Josef Frankenfeld gez. Andreas Theilmeier-Aldehoff gez. Martin Abelmann Aufstellungserleichterungen im Sinne der §§ 276 und 288 HGB werden entsprechend der gesetzlichen Regelungen in Anspruch genommen. Die Offenlegung der Bilanz und des Anhangs erfolgt in der gemäß § 327 HGB verkürzten Fassung Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 29.05.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkZu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht der Gesellschaft hat die BWP audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Paderborn, folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - der Frankenfeld Spedition GmbH, Verl geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Frankenfeld Spedition GmbH, Verl, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Paderborn, 28. Mai 2024 BWP
audit GmbH
gez. Jens Dippel, Wirtschaftsprüfer |
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