Moma Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Dr. Steinbach seit 31.1.2023 | Prokura |
Tansel Özdal seit 31.1.2023 | Prokura |
Marcus Butt seit 30.8.2021 | Geschäftsführer |
Michael Draeger seit 11.11.2019 | Prokura |
Dorit Marion Düllick seit 18.7.2019 | Geschäftsführer |
Armin Karl Manfred Dr. Seitz seit 27.2.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
M***** K**** | 3.00% |
Dr. J*** H****** S******** K***** | 3.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 94.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MOLL Marzipan GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023der Firma MOLL Marzipan GmbH, BerlinAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023der Firma MOLL Marzipan GmbH, Berlin
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023der Firma MOLL Marzipan GmbH, BerlinA. VorbemerkungDie MOLL Marzipan GmbH mit Sitz in Berlin, Ballinstr. 12, ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg (HRB 112117 B) eingetragen. Wir haben den Abschluss unserer Gesellschaft nach den geltenden handelsrechtlichen Bestimmungen aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in der Bilanz zum 31.12.2022 wurden unverändert übernommen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren gewählt. B. AngabenI. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Allgemeine Angaben Im Rahmen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden bei den immateriellen Vermögensgegenständen und beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen, im Zugangsjahr unter Ansatz zeitanteiliger Abschreibungen seit Anschaffungsdatum. Die Nutzungsdauer beträgt bei den immateriellen Vermögensgegenständen 3 bis 5 Jahre, bei den Bauten 5 bis 50 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen 3 bis 10 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 17 Jahre. Für Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 wurde in analoger Anwendung der steuerlichen Regelung in § 6 Abs. 2a EStG auch in der Handelsbilanz ein Sammelposten gebildet, der über eine fiktive Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben wird. Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder, soweit geboten, zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. In die Herstellungskosten wurden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Ein niedrigerer Verkehrswert wurde durch Abschreibungen auf den beizulegenden Wert berücksichtigt. Bei den Forderungen ist das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend erfasst. Die "sonstigen Rückstellungen" berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. 2. Besondere Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel als integralem Bestandteil dieses Anhangs ersichtlich. Der Anlagenspiegel weist auch die Aufteilung der Abschreibungen des Geschäftsjahres aus. In die Herstellungskosten wurden Fremdkapitalzinsen nicht einbezogen. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen und den sonstigen Verbindlichkeiten sind keine antizipativen Abgrenzungsposten größeren Umfanges enthalten. Währungskonten bei Kreditinstituten wurden gem. § 254 HGB im Rahmen eines Port-folio-Hedge-Ansatzes mit in die geschlossene Position (Bewertungseinheit) einbezogen und nicht zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei der Passivierung von Archivierungskosten und Dienstjubiläen handelt es sich um Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Rückstellung für Archivierungskosten ist mit dem der Restlaufzeit entsprechenden, durch die Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, bei der Rückstellung für Dienstjubiläen wurden die Zinseffekte durch einen pauschalen Ansatz berücksichtigt. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und deren Absicherung durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel am Ende dieses Anhangs. II. Bestimmte Sachverhalte Das Bestellobligo sowohl aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit als auch aus vorgesehenen Investitionen hält sich im durchschnittlichen Jahresrahmen. Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 98 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) beschäftigt. Davon entfallen auf:
Mit Wirkung seit dem 01.05.2019 besteht ein am 30.10./31.10.2018 abgeschlossener Lagerdienstleistungs- und Transportvertrag mit einem Logistikdienstleister. Die zu leistenden Vergütungen errechnen sich je nach Nutzung, sodass eine quantitative Angabe nicht möglich ist. Geschäftsführer im Geschäftsjahr waren
Hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführung wird auf § 286 Abs. 4 HGB verwiesen. Das Gesamthonorar der bestellten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für Abschlussprüfungsleistungen für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 beträgt T€ 41 einschließlich sämtlicher Auslagen. Andere Leistungen im Sinne des § 285 Nr. 17 lit. b) - d) HGB wurden von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Geschäftsjahr nicht erbracht. Wie schon in der Vergangenheit haben wir auch im Geschäftsjahr 2023 das gesetzlich kodifizierte Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten gem. § 254 HGB ausgeübt. Mit der Bildung von Bewertungseinheiten werden von uns ökonomische Sicherungsbeziehungen mit prägender Bedeutung für das Tagesgeschäft in der gebotenen Art und Weise bilanziell nachvollzogen. Es wird für die Erfassung von Bewertungseinheiten die Methode des so genannten Portfolio-Hedge angewandt, bei dem eine Vielzahl gleichartiger Grundgeschäfte durch mehrere Sicherungsinstrumente abgedeckt sind. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile dieser gebildeten Bewertungseinheiten wenden wir die Einfrierungsmethode an. Ökonomisch motiviert und ausgerichtet ist die Bildung von Bewertungseinheiten durch das Bestreben, Preisschwankungen der für das Geschäftsmodell des Unternehmens wesentlichen Rohstoffe (insbesondere Mandeln und Nüsse) - bei gleichzeitiger Berücksichtigung von in die Bewertungsfrage eingebetteten Fremdwährungsschwankungen - hinreichend gegen Marktpreisschwankungen abzusichern, sofern eine Preisbindung durch das Unternehmen in einer verpflichtenden Form eingegangen wurde. Im Konkreten setzen wir in zwei Bereichen dokumentierte Portfolio-Hedges ein. Von zentraler Bedeutung ist die Bewertungseinheit zur Absicherung von Rohstoffpreisänderungsrisiken bei den Hauptrohstoffen, wobei auch das Währungsrisiko einbezogen ist, soweit es sich um die Auswirkung von Fremdwährungswertveränderungsrisiken bzgl. der Rohstoffe handelt. Hieraus begründete Risiken sind am Abschlussstichtag durch gebildete Bewertungseinheiten in einem Umfang abgesichert, der sich nur durch den Gesamtwert der Summe der Grundgeschäfte einschätzen lässt. Relevante Grundgeschäfte sind dabei Bestände als Rohstoff sowie schwebende Beschaffungsgeschäfte mit Ausrichtung auf diese Rohstoffe gegenüber Lieferanten. Die Addition von Rohstoffbestandswerten in der Bilanz sowie von fertigen und unfertigen Erzeugnissen hinsichtlich ihres enthaltenen Rohstoffäquivalents sowie von offenen Beschaffungsgeschäften bestimmt im Portfolio-Hedge das abgesicherte Gesamtvolumen. Sicherungsgeschäfte zu derartigen Grundgeschäften im gehedgten Portfolio sind vorrangig schwebend unerfüllte Kundenkontrakte gem. der gesetzlichen Sonderregelung lt. § 254 S. 2 HGB. Das damit abgesicherte bzw. vom Eintritt ausgeschlossene Risiko ist insgesamt nicht zuverlässig bewertbar, weil Marktwerte hierfür nicht verfügbar sind und auch kein Zugang zu sinnvollen Bewertungsverfahren für die Bestimmung isolierter Marktwerte von Einzelpositionen des Hedgings, zum Beispiel von Verkaufskontrakten mit Kunden, zugänglich ist. Die benannten Sicherungsgeschäfte sind mit ihren Kontraktpreisen in die wertmäßige Beurteilung der geschlossenen Position eingegangen, mangels geleisteter Anschaffungskosten aber nicht buchmäßig als rein schwebendes Geschäft erfasst. In einem zweiten Bereich formierter Bewertungseinheiten bilden wir aus Fremdwährungskundenforderungen (Grundgeschäfte) und Fremdwährungstermingeschäften (derivative Finanzinstrumente, d.h. hier Sicherungsgeschäft) ein dokumentiertes Modell weitgehend fristenkongruenter Absicherungen mit dem einem Portfolio-Hedging gemeinen Verknüpfungs-zusammenhang. Als derivative Finanzinstrumente werden Devisenterminkäufe zur Begrenzung des Währungsrisikos im Zusammenhang mit der Beschaffung von Rohstoffen im USD-Gebiet eingesetzt. Aus diesen Devisentermingeschäften bestanden am Stichtag Abnahmeverpflichtungen in Höhe von USD 9,8 Mio. Die Kontrakte haben verschiedene Laufzeiten bis längstens zum 20.12.2024. Aus wirtschaftlicher Sicht besteht unter Berücksichtigung der gedeckten Grundgeschäfte eine nahezu vollständige Abdeckung des Risikos, sodass ein erfolgswirksamer Ausweis des negativen Marktwerts überwiegend unterbleiben konnte. Unser Mutterunternehmen ist die Moma Dienstleistungen GmbH & Co. KG. III. Zusammenfassendes Ergebnis nach § 264 Abs. 2 Satz 1 HGB Besondere Umstände von außergewöhnlicher Bedeutung oder einmaliger Art haben sich im Geschäftsjahr nicht gezeigt. IV. Ergebnisverwendung Das Ergebnis wird an die Moma Dienstleistungen GmbH & Co. KG abgeführt. Feststellung des Jahresabschlusses: Mit Beschlussfassung vom 15. November 2024 hat die Gesellschafterversammlung den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt. Verbindlichkeitenspiegel
(2) Es bestehen die üblichen
Eigentumsvorbehalte.
Anlagenspiegel
Berlin, den 15. Oktober 2024 gez. Dr. Armin Seitz gez. Marcus Butt gez. Dorit Düllick Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023der Firma MOLL Marzipan GmbH, Berlin1. Zum Unternehmen Die Firma MOLL Marzipan GmbH, HR-Nummer HR B 112117 beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, wurde am 4.6.2007 in Frankfurt gegründet. Das Hauptgeschäft der Gesellschaft besteht in der Herstellung und dem Vertrieb von Rohmassen, Mandelpräparaten, Haselnusspräparaten und ähnlicher Produkte, vornehmlich für den deutschen und europäischen Markt. 2. Geschäftsverlauf 2023 2.1. Absatzentwicklung Die Verkäufe im Jahr 2023 lagen 10,3 % unter dem Vorjahresniveau. 2023 war für uns ein schwieriges Jahr, da die Kostenexplosion bei Energie und Sachkosten erst in diesem Jahr voll durchgeschlagen ist. Demzufolge haben wir im aggressiven Massengeschäft durch die Bank (seien es Rohmassen oder Präparate) Rückgänge hinnehmen müssen oder diese auch ganz bewusst akzeptiert. Im Rohmassengeschäft verloren wir ca. 11,3 %, im Präparategeschäft ca. 9 %. Nur leichte Verluste hatte das Haselnussgeschäft zu verzeichnen (-2,5 %). Die Absatzverluste fanden fast ausschließlich im margenschwachen Massengeschäft statt, so dass sich die dadurch entstandenen Verluste im Rahmen hielten. Das Jahr 2023 war von starken Disruptionen durch die Auswirkungen des Ukrainekriegs und die damit verbundene Inflation geprägt. Erst in diesem Jahr schlugen die Energiepreise voll durch. Bis 2022 waren wir noch durch längerfristige Energiekontrakte aus den Vorjahren geschützt. Wir mussten zudem eklatante Kostenerhöhungen bei den Sach-, Speditions- und Lagerkosten sowie bei den Personalkosten hinnehmen. Der Tarifabschluss machte im Schnitt mehr als 10 % aus, betraf unsere Kostenposition aber erst ab 01.10.2023. 2.2. Wirtschaftliche Entwicklung Wir konnten das Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebnis vor Steuern in Höhe von T€ 1.692 (Vorjahr T€ 1.650) abschließen. Das Ergebnis wurde über den Gewinnabführungsvertrag an die Moma Dienstleistungen GmbH& Co.KG und über die Garantieausschüttung an die Minderheitsgesellschafter vollständig abgeführt. Im Rohergebnisbereich konnten wir T€ 13.860 erreichen, welches um T€ 989 höher liegt als im Vorjahr. Hier ist negativ zu beachten, dass wir ca. 1.500 Tonnen Absatz verloren haben, aber auf der andren Seite auch wesentliche Fortschritte bei der Effizienz und der Marge gemacht haben. Besonders auffällig sind die wesentlich höheren Energiekosten, welche dadurch begründet sind, dass wir während der Strom-Eindeckung in 2022 für 2023 und folgende Jahre vom Ukraine- Krieg überrascht wurden und nur für 2023, hier aber zu fast doppelten Kosten, decken mussten. Für Wärme/ Dampf hatten wir noch einen Vertrag für 2023 zu günstigen Konditionen, so dass sich insgesamt die Energiekostensteigerung angesichts der Situation noch im Rahmen hielt. Aufgrund der Frachtengpässe und der hohen Nachfrage nach Logistikdienstleistungen sind in diesem Bereich höhere Steigerungen aufgetreten. Auch die restlichen Sachkosten haben aufgrund der allgemeinen Inflation überproportional zugenommen. 3. Finanzierung und Liquidität Im Geschäftsjahr 2023 konnten wir nach den sehr hohen Lagerbeständen (Corona) die Situation wieder normalisieren. Die Lieferketten haben recht gut funktioniert und wir hatten wieder verlässliche Lieferzeiten, so dass wir die Sicherheitsbestände abbauen konnten. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets - falls möglich unter Inanspruchnahme von Skonti - durch fristgerechte Zahlungen erfüllt. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gesichert. 4. Personal Zur Erreichung unserer hochgesteckten Ziele benötigen wir hervorragend ausgebildete und motivierte Mitarbeiter. In Erwartung höherer Produktionsmengen haben wir noch Personal eingestellt und ausgebildet. Der Ausbildungsbedarf beträgt je nach Arbeitsbereich ca. 2-6 Monate. Leider haben sich die Verkaufsmengen nicht wie erwartet entwickelt, so dass wir Anfang 2024 ca. 10% der Mitarbeiter abgebaut haben. Wir unterstützen die Entwicklung unserer Mitarbeiter durch umfangreiche Schulungen, Seminare und ein Gesundheitsmanagement- und Sportprogramm. Diese Programme haben wirwieder auf das Niveau von 2019 hochgefahren. Wir freuen uns über sehr motivierte Mitarbeiter mit guten Effizienzleistungen und einem vergleichsweise niedrigen Krankenstand. 5. Investitionen Im Berichtsjahr haben wir Investitionen (inklusive Anzahlungen) in Höhe von T€ 340 durchgeführt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass wir aufgrund des Baus einer neuen Fabrik die Investitionen am alten Standort sehr restriktiv halten bzw. nur Investitionen die absolut notwendig oder auch in der neuen Fabrik weiterverwendet werden können durchführen. In etwa die Hälfte der Investitionen entfiel auf zwei Dienst-PKW. In ein Dokumenten-Managementsystem investierten wir ca. T€ 42. Der Rest verteilte sich auf einige kleinere Projekte. Ca. T€ 66 fielen bereits als Vorbereitung für unsere neue Fabrik an. Das Investitionsvolumen wird sich 2024 erhöhen, sich jedoch fast vollständig auf die neue Fabrik beziehen. 6. Chancen und Risiken 6.1. Risiken - Die Rohstoffmärkte sind immer volatil. Es kommt darauf an, diese Volatilität durch geeignete Hedgingstrategien zu beherrschen und zu kontrollieren. Wir haben erfahrene Mitarbeiter, die diese Strategien beherrschen und das in der Vergangenheit immer wieder bewiesen haben. Wir haben daher keinen Zweifel, dass uns dies auch in der Zukunft gelingen wird. Wir konnten in 2023 auch wieder Geschäftsbesuche in die Ursprungsländer durchführen, was unsere Datenbasis und das Verständnis der Märkte wieder verbessern konnte. Die Corona-Auswirkungen haben sich inzwischen minimiert, es kommt jedoch immer wieder zu Lieferschwierigkeiten im Rohstoffbereich, die auf Streiks oder auch niedrige Schiffskapazitäten zurückzuführen sind (während Corona wurden Schiffskapazitäten abgebaut, die bisher noch nicht wieder voll ersetzt werden konnten). Es bestehen Engpässe an logistischen Kapazitäten. - Dem zu begegnen haben wir verschiedene Ansätze:
Dieses Bündel von Strategien konnte uns bisher von Lieferengpässen bewahren und wird dies auch in den nächsten Jahren tun. - Insgesamt ist der Wettbewerbsdruck stark, was sich in unseren Absatzverlusten zeigte. Wir haben bewusst auf Niedrigmargengeschäft verzichtet. Offene Kalkulationen mit Hauptkunden erlaubten uns, Kostensteigerungen weiter zu geben. - Die Energiepreise sind seit 2022 sehr stark gestiegen. Wir haben besonders unter stark gestiegenen Strompreisen gelitten, da unsere Verträge Ende 2022 ausgelaufen sind und wir das Pech hatten, die Verlängerung nach Beginn des Ukrainekrieges vornehmen zu müssen. In 2023 haben sich die Märkte wieder normalisiert, allerdings nicht auf dem Niveau von vor 2022. Wir haben die Gelegenheit ergriffen, unsere Festverträge auf Strom und Wärme/ Dampf bis 2026 auf angemessenem Niveau zu verlängern. Konkrete Risiken, die den Bestand der Gesellschaft oder Ihre Entwicklung wesentlich beeinträchtigen könnten, sind nicht ersichtlich. 6.2. Chancen - Wir konnten in der Corona-Zeit zeigen, dass wir ein zuverlässiger Lieferant sind. Immer mehr Kunden honorieren diese Zuverlässigkeit mit einer angemessenen Mehrmarge. - Wir kennen uns sehr gut in den Rohstoffmärkten aus und beraten unsere Kunden dahingehend kompetent, welche Risiken bestehen könnten, Rohstoffursprünge auszuschließen und sich damit drohenden Lieferengpässen auszusetzen. - Die intensive Ausbildung unserer Vertriebsmitarbeiter verbessert die Bestandskundenbindung und die Akquisitionsfähigkeit und damit die Absätze. - Wir haben auch in 2023 mit interner (Verbesserungsvorschläge nach OPTIMOLL) und externer (durch Berater) Hilfe eine Vielzahl von Verbesserungsideen sammeln können. Diese werden nun nach und nach umgesetzt und werden die Entwicklung vieler Unternehmensbereiche positiv beeinflussen. - Wir haben in 2024 einen neuen Standort akquirieren können. Der bisherige Standort ist inzwischen leider zu klein und erlaubt uns nicht mehr, notwenige große Schritte in der Produktionstechnik zu realisieren. Aktuell laufen die Planungen. Wir freuen uns auf viele Möglichkeiten der Effizienz- und Qualitätsverbesserungen. Der Abschluss des Projektes und der Start der neuen Fabrik wird voraussichtlich bis ca. 1. Quartal 2026 dauern. Die Versorgung unserer Kundschaft wird zu jeder Zeit gesichert sein. - Wir sind sehr gut auf den in den nächsten Jahren anstehenden Generationenwechsel vorbereitet. Jeder Abteilungsleiter hat einen festen Stellvertreter, der langsam auf die Nachfolge vorbereitet wird. Der Know-how Transfer ist durch diese Maßnahmen voll gewährleistet. Generell gehen wir davon aus, dass die Risiken durch die Chancen gut kompensiert werden können und wir auch in 2023 und den Folgejahren eine befriedigende Ergebnislage ausweisen können. 7. Aussichten 2024 Das Jahr 2024 lief in den ersten 8 Monaten des Jahres noch ganz gut auf Vorjahresniveau, jedoch zeichnet sich ab, dass die Verkaufsmenge unter die Zahlen 2023 fallen könnte. Dies liegt darin begründet, dass die gesamte Branche Rückgänge zu verzeichnen hat. Die hohen Kakaopreise führen dazu, dass Schokoladenprodukte sehr teuer geworden sind und schlechter verkauft werden können. Schokoladenprodukte enthalten oft Nussanteile, so dass sich auch Nüsse schlechter verkaufen. Wir haben bereits Anfang 2024 umfassend Personal abgebaut. Inzwischen liegt der Personalabbau bei ca. 12 %. Wir insourcen Arbeiten um unsere Belegschaft auszulasten. Das weiter stringente Kostenmanagement und Verbesserungen im Qualitäts- und Effizienzbereich werden dazu beitragen, das Ertragsniveau der Firma zu festigen und zu verbessern. Die Krankenquote ist selbst für unsere Verhältnisse sehr niedrig. Die vorbereitenden Arbeiten für die neue Fabrik laufen gut und planmäßig. Wir gehen davon aus, dass aufgrund der schwächelnden Konjunktur zumindest manche Gewerke wieder kostengünstiger werden. Lieferzeiten haben sich ebenfalls bereits reduziert. Da wir planen, die neue Fabrik komplett auf « nicht fossile » Energieverwendung umzustellen, ergeben sich erhebliche Möglichkeiten bei Fördermitteln. Insgesamt sind wir für 2024 trotzdem verhalten optimistisch, unsere Ziele erreichen zu können. Der Jahresabschluss wurde aufgrund von Erleichterungen gem. § 327 HGB nur teilweise offengelegt. Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MOLL Marzipan GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MOLL Marzipan GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MOLL Marzipan GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grund-sätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetz-lichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 15. Oktober 2024 Westerfelhaus
Audit GmbH
Rogalski, Wirtschaftsprüfer Jelen, Wirtschaftsprüfer |
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