Ivoclar Vivadent Services & Support GmbH
Selbe AdresseForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
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| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Robert Klingel OHGPforzheimKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020"Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Robert Klingel OHG Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Robert Klingel OHG, Pforzheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Robert Klingel OHG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegen stehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Heilbronn, den 25. Mai 2021 Ernst
& Young GmbH
Heller, Wirtschaftsprüfer Hieronymus, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2020
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2020
Konzern-Eigenkapitalspiegel für 2020
Konzernanhang für 2020A. Allgemeine Hinweise Die Robert Klingel OHG ist keine Personenhandelsgesellschaft gemäß § 264a HGB, sondern unterliegt bezüglich der Rechnungslegung den Vorschriften des PublG. Vorliegender Abschluss wurde gleichwohl vollumfänglich nach den Vorschriften gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt, um bei der Offenlegung Befreiungsvorschriften für Tochtergesellschaften in Anspruch nehmen zu können. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. B. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Robert Klingel OHG mit Sitz in Pforzheim im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRA 503689 eingetragen. C. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die in der Anlage B zum Konzernanhang angegebenen Unternehmen. Die in den Konzernabschluss nicht einbezogenen Unternehmen sind in der Anlage C zum Konzernanhang angegeben. Die aufgeführten Unternehmen sind derzeit nicht aktiv tätig oder haben aus Konzernsicht nur ein untergeordnetes Geschäftsvolumen. Sie sind wegen untergeordneter Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen worden. Der Konsolidierungskreis hat sich im Berichtsjahr wie folgt geändert: Mit Wirkung zum 31. Oktober 2020 hat die Gesellschafterin Aktien an der watchline Versand AG, Pforzheim, zum Buchwert von TEUR 1.177 eingebracht. Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurden stille Reserven im Anlagevermögen in Höhe von TEUR 5.903 abzüglich passive latente Steuern in Höhe von TEUR 920 berücksichtigt. Insgesamt ergab sich ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 10.196. Durch die erstmalige Einbeziehung wird insgesamt zum Bilanzstichtag ein um TEUR 5.813 erhöhtes Anlagevermögen ausgewiesen. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurde eine Darlehensverbindlichkeit an die watchline Versand AG in Höhe von TEUR 5.848 eliminiert Aufgrund der Straffung der Organisationsstruktur wurden im Berichtsjahr zahlreiche nicht aktive Gesellschaften auf eine nicht konsolidierte Tochtergesellschaft mit dem Ziel einer späteren Liquidation übertragen. Hierdurch ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr. Im Zusammenhang mit dem Erwerb des B2C-Geschäfts der Schneider Versand/creatrade-Gruppe mit Wirkung zum 30. Juni 2017 hat die Gesellschaft auch die B2B-Aktivitäten der Schneider Versand/creatrade-Gruppe übernommen. Die Übernahme erfolgte durch die hierfür neu gegründete Schneider GmbH & Co. KG, Pforzheim. Der Erwerb des B2B-Geschäfts erfolgte ausschließlich zum Zwecke der Weiterveräußerung. Entsprechend dem Wahlrecht von § 296 Abs.1 Nr.3 HGB erfolgt ein Ausweis der Anteile an der Schneider GmbH & Co. KG im Umlaufvermögen und es erfolgte keine Einbeziehung in den Konzernabschluss. D. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgeblich: Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwertes aus der Erstkonsolidierung von Anteilen sowie der Sach- und Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung von linearen Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den folgenden Jahressätzen verrechnet:
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag bilanziert. Für einen Teilbereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden die Werte mit Hilfe des Lifo-Verfahrens ermittelt. Die Handelswaren (Waren) werden zu Anschaffungskosten, vermindert um Skonti und Boni, oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert, die sich unter Berücksichtigung der Verwendbarkeit und der Altersstruktur ergeben. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit ihren Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren von 2,31 % (Vorjahr: 2,71 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 3,0 % bzw. 1,875 % (Vorjahr: 3,0 % bzw. 1,875 %) berücksichtigt. Eine Fluktuation wurde nicht berücksichtigt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit laufzeitadäquaten Zinssätzen abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen bewertet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Der Berechnung wurden die Steuersätze des jeweiligen Unternehmens zugrunde gelegt (im Wesentlichen 15,58 %). Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 4.928 resultieren im Wesentlichen aus Bilanzierungsdifferenzen bei den Rückstellungen. Sie wurden gesellschaftsbezogen mit passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 161, die insbesondere aus dem Anlagevermögen resultieren, saldiert. Der sich ergebende Aktivsaldo wurde bei den Tochtergesellschaften nicht aktiviert. Der bei einer Tochtergesellschaft bestehende Passivsaldo in Höhe von TEUR 15 wurde in die Konzernbilanz übernommen und mit den passiven latenten Steuern gemäß § 306 HGB zusammengefasst. Weiterhin bestehen steuerliche Verlustvorträge, für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden. E. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Sofern Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen werden, wird dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Ausgenommen hiervon ist das Eigenkapital, welches zu historischen Kursen umgerechnet wurde. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. F. Konsolidierungsgrundsätze Die Abschlüsse sämtlicher einbezogener Unternehmen haben - wie die Muttergesellschaft - den 31. Dezember 2020 als Bilanzstichtag. Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines (Zu-) Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, sofern keine stillen Reserven oder Lasten zu berücksichtigen sind, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Wenn er auf der Passivseite entsteht, wird er unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei Tochterunternehmen, auf deren Einbeziehung bisher gemäß § 296 HGB verzichtet worden war, ist der Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss maßgeblich. Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem Beginn des Geschäftsjahres der BilMoG-Erstanwendung (1. Januar 2010) erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung vorgenommen. Die aus einer erstmaligen Konsolidierung resultierenden aktivischen Unterschiedsbeträge wurden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsatzerlöse sowie Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Da aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr nur unwesentliche Zwischengewinne entstehen, wurde auf eine Eliminierung verzichtet. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen (§ 306 HGB) werden verrechnet angesetzt. G. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in Anlage A zum Konzernanhang dargestellt. Geschäfts- und Firmenwerte werden über einen Zeitraum von 4 Jahren abgeschrieben. Vorräte Das für einen Teil der Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe angewandte Lifo-Verbrauchsfolge- verfahren führte im Vergleich zu einer Bewertung auf der Grundlage der Marktpreise zum Abschlussstichtag zu einem um 10,5 Mio. EUR niedrigeren Bilanzansatz. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
Von den Sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 3.005 rechtlich noch nicht entstanden (noch nicht abziehbare Vorsteuer). Forderungen/Verbindlichkeiten Verbundbereich Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 11.181 das Darlehenskonto des persönlich haftenden Gesellschafters und im Übrigen im Wesentlichen Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen den Liefer- und Leistungsverkehr. Anteile an verbundenen Unternehmen im Umlaufvermögen Im Berichtsjahr wurde unter Berücksichtigung einer Kapitalzuführung in Höhe von TEUR 6.000 eine außerplanmäßige Abschreibung von TEUR 13.000 auf den beizulegenden Wert vorgenommen. Aktive/Passive latente Steuern Aus Bilanzunterschieden aus der Eliminierung von eigenen Werbemitteln resultieren aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 677 (Vorjahr TEUR 880). Aus Bilanzunterschieden durch den Ansatz von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen im Rahmen von Erstkonsolidierungen resultieren passive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.014 (Vorjahr TEUR 190), die mit passiven latenten Steuern aus den Einzelabschlüssen von TEUR 15 (Vorjahr TEUR 121) zusammengefasst wurden. In der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und Ertrag" sind Erträge aus der Aktivierung latenter Steuern von TEUR 203 und aus der Veränderung passiver latenter Steuern von TEUR 201, zusammen TEUR 2 enthalten. Eigenkapital Die Kapitalanteile und die Kapitalrücklage entsprechen den bei der Robert Klingel OHG, Pforzheim, (Muttergesellschaft) ausgewiesenen Bilanzposten. Pensionsrückstellungen Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2.765. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen hauptsächlich Gewerbesteuer- und Körperschaftsteuerzahlungen. Sonstige Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Mahn- und Beitreibungskosten, Abfindungen sowie sonstige arbeits- und sozialrechtliche Verpflichtungen, Rückwaren, Werbekosten sowie Drohverluste aus Wareneinkaufskontrakten gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel nachfolgend im Einzelnen dargestellt.
Als Sicherheiten für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen Grundschulden in Höhe von TEUR 15.711. Passive Rechnungsabgrenzung Ausgewiesen wird im Wesentlichen der pauschal ermittelte Betrag der in den Forderungen aus Warenversand enthaltenen Kreditzuschläge aus Verkäufen mit Ratenzahlungsbedingungen, die erst nach dem Bilanzstichtag erfolgswirksam werden. H. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung des Konzernabschlusses Umsatzerlöse gegliedert nach Sparten
Umsatzerlöse gegliedert nach geografischen Märkten
Periodenfremde Erträge und Aufwendungen/Außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind insbesondere Geldeingänge aus ausgebuchten Forderungen (TEUR 5.599), Erträge aus ausgebuchten Kundenguthaben (TEUR 3.803), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 3.159) enthalten, die überwiegend periodenfremden Erträge darstellen. Währungsdifferenzen Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Teilbeträge aus der Umrechnung von Fremdwährungsverbindlichkeiten. Aus der Gegenüberstellung des durchschnittlichen Devisenkassamittelkurses der Monate November und Dezember 2020 (Zeitraum der Entstehung der Verbindlichkeiten) und dem Devisenkassamittelkurs zum 31. Dezember 2020 ergibt sich bei unserer Konzerngesellschaft, die zentral nahezu den vollständigen Wareneinkauf unseres Konzerns abwickelt, ein Aufwand aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 23. Da die Währungsdifferenzen überwiegend aus dem Warenbezug resultieren, erfolgt der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten Materialaufwand. Aufwendungen für Altersversorgung Der in dem Posten Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung enthaltene Betrag für Altersversorgung beläuft sich auf TEUR 1.984 (Vorjahr: TEUR 2.439). Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.877 (Vorjahr: TEUR 1.468). Erträge aus Beteiligungen Der Ausweis im laufenden Jahr und im Vorjahr resultiert aus verbundenen Unternehmen. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ist ein Betrag von TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 157) aus der Abzinsung von Rückstellungen enthalten. Zinsen von verbundenen Unternehmen sind in Höhe von TEUR 945 (Vorjahr: TEUR 510) enthalten. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Anteile an verbundenen Unternehmen im Umlaufvermögen Der Posten betrifft außerplanmäßige Abschreibungen. TEUR 13.000 (Vorjahr: TEUR 7.000) betreffen Anteile an verbundenen Unternehmen im Umlaufvermögen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ist ein Betrag von TEUR 818 (Vorjahr: TEUR 953) aus der Aufzinsung von Rückstellungen enthalten. Zinsen an verbundene Unternehmen sind in Höhe von TEUR 531 (Vorjahr: TEUR 856) enthalten. I. Sonstiges Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen 1. Haftungsverhältnisse Deckungslücke Unterstützungskasse
Langfristig rechnen wir mit einer nicht unerheblichen Inanspruchnahme. Anteilskauf- und Übertragungsvertrag Rattay Holding GmbH, Hünxe Im Rahmen dieses Vertrages zwischen der K - Invest Beteiligungs GmbH & Co. KG, der Blitz 17-42 GmbH und der Luxempart German Investments S.A. tritt die K - Mail Order GmbH & Co. KG hinsichtlich der Verpflichtungen der K - Invest Beteiligungs GmbH & Co. KG aus diesem Vertrag als Garantiegeberin auf. Wir rechnen nicht mit einer Inanspruchnahme. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
d) Sonstige Rahmenlieferungsvertrag über Strombezug Es besteht ein Rahmenlieferungsvertrag über den Bezug von Strom. Der Aufwand betrug im Ifd. Geschäftsjahr TEUR 2.045. Die unter b) und c) genannten Verträge werden bis zum Ende der Vertragsdauer zur Aufrechterhaltung und Optimierung der Geschäftstätigkeit fortgeführt. Hintergrund des abgeschlossenen Outsourcing-Vertrags ist die Optimierung der Abläufe der ausgelagerten Elemente. Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten sowie Bewertungseinheiten
J. Sonstige Angaben Honorare des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für
Angaben zur Belegschaft Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Geschäftsführung Kohm Commerce GmbH, Pforzheim, vertreten durch die Geschäftsführer
Angaben zu den Organbezügen Die Angabe der Organbezüge unterbleibt in Anwendung der § 314 Abs. 3 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB. K. Nachtragsbericht Im Januar 2021 wurde eine Mehrheitsbeteiligung an der BH businesshemden.com GmbH, Triftern, erworben. Auch das Jahr 2021 steht voraussichtlich noch unter den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Wir verweisen diesbezüglich auf die Ausführungen im Lagebericht ("Chancen und Risikobericht").
Pforzheim, den 29. April 2021 gez. Andreas Kohm, Geschäftsführer der Robert Klingel OHG, Pforzheim gez. Joachim Kohm, Geschäftsführer der Robert Klingel OHG, Pforzheim Entwicklung des Anlagevermögens 2020
In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen
*) Anteile anderer Gesellschafter
In 2020 veräußerte oder liquidierte/durch Verschmelzung oder Anwachsung untergegangene Gesellschaften sind nicht aufgeführt. Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen
Die aufgeführten Gesellschaften sind derzeit nicht aktiv tätig oder haben nur ein unbedeutendes Geschäftsvolumen. Sie sind wegen untergeordneter Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernkreis aufgenommen worden. In 2020 veräußerte oder liquidierte/durch Verschmelzung oder Anwachsung untergegangene Gesellschaften sind nicht aufgeführt. Konzernlagebericht für 2020A. Grundlagen des Konzerns Unser Konzern betreibt im In- und europäischen Ausland Versandhandel mit mehreren Marken über die Kanäle Katalog und E-Commerce überwiegend mit Textilien, weiterhin mit Schmuck, Uhren, Hartwaren, Lebensmitteln sowie Geschenkartikeln. Darüber hinaus verfügen wir insbesondere in Deutschland über mehrere stationäre Einzelhandelsgeschäfte. Nahezu sämtliche Umsätze werden mit Endverbrauchern getätigt. Der Versand erfolgt im Wesentlichen durch eine zentrale Warenlogistik in Pforzheim. B. Wirtschaftsbericht 1. Rahmenbedingungen und Umsatzentwicklung Das Konsumverhalten der Endverbraucher hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung unseres Konzerns. Das Jahr 2020 und damit auch das generelle Konsumklima standen stark unter dem Eindruck der Covid-19-Pandemie. Der Textil-Einzelhandel erlitt durch Kontaktbeschränkungen und Ladenschließungen einhergehend mit Kaufzurückhaltung der Konsumenten starke Einbußen. Das für die Klingel - Gruppe relevante Distanzhandelssegment dagegen konnte nach temporären Nachfrageeinbrüchen zu Beginn der Pandemie Wachstum verzeichnen. Besonders positiv entwickelt haben sich nicht-textile Sortimente rund um Themen wie Haushalt und Living. Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2020 betragen 847,7 Mio. EUR und verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 50,4 Mio. EUR (-5,6 %). Damit lag der Umsatzverlauf im Bereich unserer Erwartungen zum Zeitpunkt der Erstellung des Vorjahresberichts, in dem wir von einem leichten Umsatzrückgang ausgegangen waren. Der Umsatzrückgang wurde vor allem durch das gezielte Abschneiden unprofitabler Aufträge, Kundengruppen und Sortimente ab dem zweiten Halbjahr 2019 verursacht. Seit dem vierten Quartal 2020 konnten die Umsätze der Gruppe kontinuierlich gesteigert werden. Von den Umsatzerlösen betreffen 96,2 % (Vorjahr 95,0 %) Versandhandelsumsätze. Wesentlicher Absatzmarkt mit einem Anteil von 74,0 % (Vorjahr 74,2 %) ist Deutschland. Die Umsatzaufteilung nach Regionen ist im Konzernanhang dargestellt. 2. Ertragslage Im Vorjahresbericht wurde unter dem Eindruck der zum Erstellungszeitpunkt durch die Corona-Pandemie sehr volatilen Geschäftsentwicklung für das Jahr 2020 ein negatives Ergebnis prognostiziert. Entgegen dieser Einschätzung konnte eine deutliche Ergebnisverbesserung erzielt werden. Das Ergebnis vor Steuern betrug 14,0 Mio. EUR. Bereinigt um die im Berichtsjahr notwendig gewordene Abschreibung auf den Beteiligungsansatz der im Umlaufvermögen ausgewiesenen Schneider GmbH & Co. KG in Höhe von 13,0 Mio. EUR konnte das bereinigte Ergebnis vor Steuern auf 27,0 Mio. EUR gesteigert werden (Vorjahr -2,9 Mio. EUR, bereinigt um einmalige Erträge aus Grundstücksverkäufen und Abschreibungen auf den Beteiligungsansatz Schneider GmbH & Co. KG). Das Konzernergebnis ist mit 9,2 Mio. EUR (Vorjahr -0,8 Mio. EUR) deutlich positiv. Neben einer Verbesserung der Rohertragsquote von 64,8% im Vorjahr auf 65,3% wurden alle wesentlichen Kostenpositionen, wie Personalaufwendungen, sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (einschließlich Auszubildende) ist im Geschäftsjahr auf 2.345 Mitarbeiter zurückgegangen (Vorjahr: 2.679 Mitarbeiter). 3. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich leicht um insgesamt 3,5 Mio. EUR (-0,9%) verringert. Auf der Aktivseite steht einem Abbau der Warenbestände und einem Rückgang der Kundenforderungen von zusammen 22,3 Mio. EUR eine Zunahme der Flüssigen Mittel um 29,3 Mio. EUR gegenüber. Die im Jahr 2017 gegründete Schneider GmbH & Co. KG, Pforzheim, die das B2B-Geschäft der in 2017 übernommenen creatrade-Gruppe fortführt, wurde wegen der weiterhin bestehenden Veräußerungsabsicht wie in den Vorjahren gemäß § 296 Abs.1 Nr.3 HGB nicht konsolidiert und im Umlaufvermögen ausgewiesen. Auf der Passivseite steht der Verminderung bei den sonstigen Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung der watchline Versand AG (-24,3 Mio. EUR) eine Zunahme des passiven Unterschiedsbetrags aus der Erstkonsolidierung (+10,1 Mio. EUR) und des Eigenkapitals um 12,0 Mio. EUR gegenüber. Die Erhöhung des Eigenkapitals ist insbesondere Folge des positiven Jahresergebnisses. Daneben hat sich auch die Übernahme des handelsrechtlichen Jahresfehlbetrags im Einzelabschluss des Mutterunternehmens durch Belastung auf dem Darlehenskonto der Gesellschafterin in Höhe von 1,7 Mio. EUR sowie eine Sacheinlage in die Kapitalrücklage in Höhe von 1,2 Mio. EUR erhöhend ausgewirkt. Die Eigenkapitalquote ist auf 43,4 % (Vorjahr: 39,8 %) angestiegen. Insgesamt wird durch den positiven Jahresüberschuss und eine Verringerung des Working Capital mit Mio. EUR 61,0 (Vorjahr 29,2 Mio. EUR) ein deutlich verbesserter Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ausgewiesen. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit betrug -8,7 Mio. EUR (Vorjahr -0,5 Mio. EUR). Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet die Tilgungen von Bankkrediten und die Rückführung eines Darlehens gegenüber nahestehenden Unternehmen und betrug -22,6 Mio. €. Insgesamt bestehen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber mittelbaren Gesellschaftern von 28,4 Mio. EUR (Vorjahr 28,8 Mio. EUR). Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 55,8 Mio. EUR sowie 1,0 Mio. CHF. Davon sind 40,8 Mio. EUR bis zum 30. Juni 2022 gewährt und im Übrigen unbefristet. Aus den Investitionen in eine neue Lagerlogistik in 2015 resultieren zum Bilanzstichtag Bankdarlehen von 14,4 Mio. EUR sowie Leasingverbindlichkeiten von 10,7 Mio. EUR. Insgesamt belaufen sich die Bankverbindlichkeiten auf 15,7 Mio. EUR. C. Chancen- und Risikobericht 1. Chancen Die Zielgruppe der Best-Ager wird auch in den kommenden Jahren im Distanzhandelssegment wachsen. Das Wachstum des Onlinehandels hat durch die Covid-19-Pandemie weiter zugenommen. Durch diese Chancen gepaart mit der digitalen und strukturellen Transformation des Unternehmens erhofft sich die Gruppe in 2021 weitere Wachstumsimpulse. Im ersten Quartal lagen die Umsätze bereits deutlich über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. 2. Risiken Den möglichen unternehmerischen und branchenspezifischen Risiken unserer Gesellschaft wird durch angemessene Maßnahmen begegnet, die es ermöglichen, etwaige Risiken frühzeitig zu erkennen und durch Gegenmaßnahmen in ihren Auswirkungen zu begrenzen. Der Einkauf der Handelswaren erfolgt im In- und Ausland. Zur Absicherung der Währungsrisiken werden für die Beschaffung der Waren Devisensicherungsgeschäfte in ausreichendem Umfang getätigt. Es besteht ein internes Kontrollsystem, aufgrund dessen permanente Kontrollen und Analysen in der Verantwortung der Geschäftsführung vorgenommen werden. Hierdurch wird gewährleistet, dass Planabweichungen frühzeitig erkannt werden und durch entsprechende Maßnahmen in ihren Auswirkungen begrenzt werden. Das Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch notwendige Maßnahmen wie z.B. Scoring und Bonitätsprüfungen in ausreichendem Umfang begrenzt. Durch die Verteilung der Forderungen auf eine Vielzahl von Einzelkunden besteht kein wesentliches Risiko. Durch die Covid-19-Pandemie bestehen Risiken vor allem auf der Beschaffungsseite. Durch die temporäre Schließung von Fertigungsstätten in einzelnen Beschaffungsländern werden Lieferketten unterbrochen und Lieferungen verzögern sich. Die Beschaffungslogistik sowohl im Schiffs- als auch im Luftverkehr verzeichnet knappe Transportkapazitäten und dadurch deutlich steigende Kosten. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken durch ein enges Lieferanten- und Transportmonitoring sowie eine flexiblere, bestandsorientierte Bestückung von Online- und Printwerbemitteln. Lieferverzögerungen oder -ausfälle können aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Auch auf der Absatz- und Umsatzseite bestehen Risiken. Der Bedarf nach textilen Sortimenten und dort insbesondere nach Anlassmode stagniert bzw. ist rückläufig. Der Versandhandel ist hier im Vergleich zu stationärem Handel aber vorteilhaft aufgestellt. Das Unternehmen versucht die Chancen einer stärkeren Onlineverlagerung des Konsums zu nutzen und insbesondere auch die nicht-textilen Sortimente in den Bereichen Hartwaren/ Heimtextil und Gesundheit weiter auszubauen. Durch die mittlerweile erprobten Hygiene- und Sicherheitsregeln sowie der flächendeckend eingeführten mobilen Arbeit ist die erfolgreiche Tätigkeit des Unternehmens auch in Pandemiezeiten stets sichergestellt. Die Liquidität der Unternehmensgruppe wird zentral gesteuert und überwacht. Mit Hilfe einer rollierenden Liquiditätsplanung wird sichergestellt, dass stets ausreichend Liquidität vorhanden ist. Im Rahmen der bestehenden Kreditlinien stehen der Gesellschaft ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht bekannt. D. Prognosebericht Die weitere Geschäftsentwicklung und deren Chancen und Risiken hängen insbesondere vom Konsumverhalten der Endverbraucher ab. Die Klingel-Gruppe wird die Jahre 2021 und 2022 zur weiteren Transformation ihres Geschäftsmodells nutzen. Diese Transformation umfasst zum einen die Optimierung der Systemlandschaft, in der nach der erfolgreichen Einführung der neuen Onlineshops in 2020 die digitale Unterstützung der Geschäftsprozesse insgesamt verbessert und die alte Host-Umgebung abgelöst wird. Daneben werden die Strukturen des Unternehmens zukunftsgerichtet weiterentwickelt. Das Kostenoptimierungsprogramm, das bereits in 2020 in allen wesentlichen Kostenpositionen (insbesondere Rohertrag, Werbekosten und Personalkosten) Verbesserungen erzielen konnte, wird in 2021 fortgeführt. Für das Geschäftsjahr 2021 wird mit Umsatzerlösen und einem Ergebnis über Vorjahr gerechnet.
Pforzheim, 29. April 2021 gez. Andreas Kohm, Geschäftsführer der Robert Klingel OHG, Pforzheim gez. Joachim Kohm, Geschäftsführer der Robert Klingel OHG, Pforzheim Beschluss über die Billigung Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2020 der Robert Klingel OHG, Pforzheim, wurden am 25. September 2021 gebilligt. |
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