Stammdaten

Register
Amtsgericht Gütersloh HRB 12454
Eingetragen
24.9.2021
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieUnternehmensberatungErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
die allgemeine Unternehmensberatung mit den Schwerpunkten System- und Kommunikationsplanung, die EDV-Organisationsberatung, die Erstellung, der Vertrieb und der Betrieb eigener und fremder Software, die Durchführung von Programmierarbeiten, die Durchführung von Ausbildungs- und Schulungsmaßnahmen im EDV-Bereich sowie die Beratung im Bereich Personalwesen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Anna Varga
seit 5.5.2025
Prokura
Maximilian Thiemann
seit 28.8.2024
Prokura
Stefania Corbatto
seit 19.4.2023
Prokura
Tomislav Zorc
seit 2.5.2022
Prokura
Jörg Naruhn
seit 21.4.2022
Prokura
Niclas Volkening
seit 21.4.2022
Prokura
Hubert Dr. Sterner
seit 8.10.2021
Prokura
Roman Goedeke
seit 24.9.2021
Prokura
Thomas Hennig
seit 24.9.2021
Prokura
Armin Dr. Bäumker
seit 24.9.2021
Prokura
Prokura
Thorben Fasching
seit 24.9.2021
Prokura
Vorstandsmitglied
Christian Dr. Gehrke
seit 24.9.2021
Prokura
Alexander Schulz
seit 24.9.2021
Prokura
Kai Uwe Ernst
seit 24.9.2021
Prokura
Lutz Dr. Veldmann
seit 24.9.2021
Prokura

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Reply Deutschland SE

Gütersloh

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Reply ist spezialisiert auf die Konzeption und Implementierung von Lösungen, die auf neuen Kommunikationskanälen und digitalen Medien basieren. Mit einem Netzwerk hoch spezialisierter Unternehmen definiert und entwickelt Reply Geschäftsmodelle, die durch KI, Big Data, Cloud Computing, digitale Medien und dem Internet der Dinge ermöglicht werden. Reply bietet Beratung, Systemintegration und Digital Services für Unternehmen aus den Bereichen Telekommunikation und Medien, Industrie und Dienstleistungen, Banken und Versicherungen sowie öffentliche Verwaltung.

Konjunktur- und Branchenentwicklung

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen (Stand 15. Januar 2024) des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 durch das nach wie vor krisengeprägte Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge weiterhin hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Unternehmenssteuerung

Die Steuerung des Unternehmens erfolgt aufgrund der Kennzahlen Umsatz, EBIT-Marge (Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Beteiligungserträgen bezogen auf die Umsatzerlöse zuzüglich der Bestandsveränderungen) und EBT-Marge nach IFRS. Für die einzelnen Unternehmenseinheiten wiederum sind die Steuerungsgrößen Umsatz (Erreichung des Umsatzziels) und EBT-Marge relevant. Bei der Beurteilung der Reply Deutschland SE ist zu beachten, dass sie Holdingfunktionen im deutschen Netzwerk wahrnimmt, für die die verschiedenen Gruppenunternehmen (Tochter- und Schwesterunternehmen) bis zu 3 % ihres Umsatzes an die Reply Deutschland SE abführen. Schwankungen in der Geschäftstätigkeit der Töchter und Schwestern lösen entsprechende Reaktionen in der Ertragslage der Reply Deutschland SE aus.

Umsatzentwicklung

Der Umsatz der Reply Deutschland SE im Geschäftsjahr 2023 belief sich auf 140,7 Mio. Euro (Vorjahr: 144,1 Mio. Euro). Dieser Anstieg lag leicht unter unseren Erwartungen.

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und sonstige betriebliche Erträge) belief sich auf 172,3 Mio. Euro (Vorjahr: 145,5 Mio. Euro).

Die Ursache der Steigerung der Gesamtleistung liegt im Wesentlichen in dem steigenden Rechnungsservice und der Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen, den die Reply Deutschland SE für seine Tochtergesellschaften übernimmt. Hierbei wird der Vertrag zwischen der Reply Deutschland SE und dem Kunden geschlossen, die Leistung erfolgt aber durch eine Tochtergesellschaft.

Personalentwicklung

Die Mitarbeiterzahl inklusive Vorstand und Auszubildenden der Reply Deutschland SE zum 31. Dezember 2023 ist - gemessen an der Kopfzahl - auf 168 Mitarbeiter gestiegen (Vorjahr: 146). Der durchschnittliche Personalbestand (ohne Vorstand und Auszubildende) im Jahr 2023 betrug 158 (Vorjahr: 134) angestellte Mitarbeiter.

Vermögens, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die Bilanzsumme der Reply Deutschland SE mit 483,3 Mio. Euro (Vorjahr: 440,6 Mio. Euro), im Vergleich zum Vorjahr, um 10 % erhöht. Wesentliche Ursachen für diese Erhöhung waren der Anstieg der Vorräte um 54,4 Mio. Euro auf 94,6 Mio. Euro (Vorjahr: 40,2 Mio. Euro) sowie der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 19,5 Mio. Euro auf 116,0 Mio. Euro (Vorjahr: 96,5 Mio. Euro). Gegenläufig verminderten sich der Anteile an verbundenen Unternehmen um 11,5 auf 257,4 Mio. Euro (Vorjahr: 268,9 Mio. Euro) sowie die liquiden Mittel um 19,0 Mio. Euro auf 9,3 Mio. Euro (Vorjahr: 28,3 Mio. Euro).

Die Anteile an verbundenen Unternehmen reduzierten sich aufgrund der Anpassung der Rückstellung für eine erfolgsabhängige Kaufpreiskomponente. Bzgl. der liquiden Mittel wurde in 2023 eine Cash Pool Vereinbarung mit der Reply S.p.A. mit einem Sockelbetrag geschlossen. Diese Angleichung auf den Sockelbetrag erfolgt tagesversetzt. Zum Jahresende wurde dieser Cash Pool ausgesetzt, so dass er keinen Einfluss auf die liquiden Mittel hatte. Der Rückgang der liquiden Mittel ist somit auf den geschäftlichen Verlauf zurückzuführen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 2,2 Mio. Euro auf 20,5 Mio. Euro (Vorjahr: 18,3 Mio. Euro) und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen um 11,1 Mio. Euro auf mit 81,3 Mio. Euro (Vorjahr: 70,2 Mio. Euro) Auch dieser Effekt resultiert aus dem Rechnungsservice wie oben beschrieben.

Das Anlagevermögen reduzierte sich um 5 % auf 263,1 Mio. Euro (Vorjahr: 275,4 Mio. Euro) durch die Anpassung der oben beschriebenen Anpassung der variablen Kaufpreiskomponente.

Zum 31. Dezember 2023 wurde die Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen überprüft. Die Wertanalysen haben zu keinem Abschreibungsbedarf geführt.

Das Umlaufvermögen zuzüglich der Rechnungsabgrenzungsposten hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 33 % auf nunmehr 220,0 Mio. Euro (Vorjahr: 165,3 Mio. Euro) erhöht und betrug Ende 2023 46 % (Vorjahr: 38 %) der Bilanzsumme.

Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme zum Ende des Berichtsjahres 2023 ist auf 23 % zurückgegangen (Vorjahr: 25 %), was im Wesentlichen auf die signifikante Erhöhung der Bilanzusumme zurückzuführen ist. Absolut gesehen erhöhte sich das Eigenkapital um 5,2 Mio. Euro auf 113,2 Mio. Euro (Vorjahr: 108,0 Mio. Euro).

Die Rückstellungen reduzierten sich um 14 % auf 35,9 Mio. Euro (Vorjahr: 41,7 Mio. Euro) während sich die Verbindlichkeiten um 41,6 Mio. Euro auf 332,4 Mio. Euro (Vorjahr: 290,8 Mio. Euro) erhöhten.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die sich um 27,1 Mio. Euro auf 293,6 Mio. Euro (Vorjahr: 266,5 Mio. Euro) erhöhten sowie dem Anstieg der Erhaltenen Anzahlungen, die sich um 16,2 Mio. Euro auf 36,1 Mio. Euro (Vorjahr: 19,9 Mio. Euro) erhöhten. Beide Entwicklungen resultieren aus dem Anstieg des oben beschriebenen Rechnungsservice für die Tochtergesellschaften der Reply Deutschland SE.

Finanzlage

Insgesamt verringerten sich die liquiden Mittel um 19,0 Mio. Euro auf 9,3 Mio. Euro (Vorjahr: 28,3 Mio. Euro). Das Verhältnis zur Bilanzsumme reduzierte sich auf 2 % (Vorjahr: 6 %). Die Reply Deutschland SE weist keine Bankverbindlichkeiten aus; Finanzierungsbedarfe werden nur aus eigenen Mitteln, d. h. aus dem operativen Cash Flow, bestritten. Die Verbindlichkeiten aus dem Rechnungsservice müssen erst beglichen werden, wenn der Kunde der Reply Deutschland SE bezahlt hat. Hieraus entsteht somit kein Liquiditätsrisiko.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass die Muttergesellschaft, die Reply S.p.A., der Reply Deutschland SE Darlehen gewährt. Per 31.12.2023 bestanden hieraus Darlehen in Höhe von 137,5 Mio. Euro (Vorjahr: 140,0 Mio. Euro).

Ertragslage

Das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Erträgen und Aufwendungen aus den Beteiligungen) belief sich im Jahr 2023 auf -13,1 Mio. Euro (Vorjahr: -13,6 Mio. Euro). Neben einer Erhöhung der Gesamtleistung um 18 % und des Materialaufwands 19 % erhöhte sich der sonstige betriebliche Aufwand um 17 % während der Personalaufwand um 2 % anstieg.

Im Materialaufwand wird im Wesentlichen der Einsatz von Mitarbeitern von Tochterunternehmen bei eigenen Kundenprojekten dargestellt. Hierbei erfolgt die Rechnungsstellung über die Reply Deutschland SE, während die Leistungen zum Teil durch die Töchter erbracht werden. In der Regel werden die Leistungen ohne Marge für die Reply Deutschland SE "durchgereicht". Auch dieser Anstieg resultiert aus dem erhöhten Rechnungsservice wie oben beschrieben.

Der Personalaufwand teilt sich in Löhne und Gehälter sowie soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung auf. Der Anteil der sozialen Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung am gesamten Personalaufwand verminderte sich auf 10 % (Vorjahr: 8 %).

Die Steuerung der operativen Einheiten erfolgt im Wesentlichen über die EBT-Marge (Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Beteiligungserträgen bezogen auf die Umsatzerlöse zuzüglich der Bestandsveränderungen). Bedingt durch die steigende Bedeutung der Beteiligungserlöse ist die EBT-Marge (Ergebnis vor Steuern bezogen auf die Umsatzerlöse zuzüglich der Bestandsveränderungen) für die Beurteilung des Ergebnisses der Reply Deutschland SE grundsätzlich aussagekräftiger. Diese hat sich in 2023 auf 6,1 % verringert (Vorjahr: 15,1 %) und lag damit leicht unter unseren Erwartungen.

Das Finanzergebnis der Reply Deutschland SE betrug im Jahr 2023 23,5 Mio. Euro (Vorjahr: 35,2 Mio. Euro). Wesentlichen Anteil am Finanzergebnis haben die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 41,7 Mio. Euro (Vorjahr: 43,5 Mio. Euro) sowie die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 2,9 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro). Abschreibungen auf Finanzanlagen sind in diesem Jahr nicht notwendig gewesen. Der Rückgang der Erträge aus Gewinnabfühungsverträgen ist auf erhöhte Kosten bei den Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2023 zurückzuführen.

Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 3,2 Mio. Euro (Vorjahr: 11,9 Mio. Euro).

Insgesamt sind die Verhältnisse der Reply Deutschland SE sehr geordnet.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der Mensch steht bei Reply im Mittelpunkt. Die Wertschätzung von Kunden, Mitarbeitern und anderen Geschäftspartnern sind für Reply eine Selbstverständlichkeit.

Daher bemühen wir uns an verschiedenen Stellen, auch außerhalb der finanziellen Unternehmensziele, unsere Mitarbeiter wertzuschätzen.

Wesentlicher Punkt hierbei ist der Führungsstil, der durch Vertrauen und Kollegialität geprägt ist.

Jährlich werden sogenannte Surveys durchgeführt, in denen die Mitarbeiter anonym Feedback zu verschiedenen Fragestellungen geben können. Die Fragen werden in verschiedene Kategorien gebündelt und die Antworten pro organisatorischer Einheit berichtet. Diese Auswertungen werden den Mitarbeitern kommuniziert und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen ergriffen.

In jährlichen Mitarbeitergesprächen werden gemeinsame Ziele definiert und die Zielerreichung des Vorjahrs gemeinsam mit dem Vorgesetzten besprochen. Hierbei ist unerheblich, ob mit diesen Zielen eine variable Vergütung verbunden ist.

Ferner werden in diesen Gesprächen Entwicklungsmöglichkeiten besprochen und notwendige Maßnahmen vereinbart.

Im Rahmen einer Reihe von internen Schulungsmaßnahmen werden die Mitarbeiter in unterschiedlichen Formaten zusammengebracht um gemeinsam Themen zu erarbeiten. Das stärkt neben der inhaltlichen Ausrichtung das Zusammenwachsen der Teams und die Kollegialität zwischen den organisatorischen Einheiten.

Die Muttergesellschaft der Reply Deutschland SE erstellt jährlich einen "Environment Report", in dem die Umweltverträglichkeit über die Reply-Gruppe hinweg analysiert wird. Für die Reply Deutschland SE ist dabei herauszuheben, dass neben finanziellen Kriterien der CO 2 -Ausstoß der Firmenfahrzeuge gedeckelt ist. Fahrzeuge mit einem höheren CO 2 -Ausstoß dürfen nicht bestellt werden.

Mobilität ist wichtig im Beratungsgeschäft. Zur besseren Umweltverträglichkeit wird so häufig wie möglich die Deutsche Bahn genutzt.

In der kompletten Reply-Gruppe existiert ein Ethikcode, mit dem sich sämtlichen Mitarbeiter zu den Grundregeln des menschlichen Miteinanders bekennen.

Darüber hinaus gibt es ein Wertesystem der Reply, das den Umgang mit Kunden, Kollegen und sonstigen Geschäftspartnern definiert.

Die permanente Sicherstellung der Servicequalität ist einer der zentralen Erfolgsfaktoren, der sich der Vorstand verpflichtet fühlt. Derzeit sind fast alle Gesellschaften nach ISO 9001 zertifiziert. Dieser Prozess wird in den Folgejahren weiter fortgesetzt werden.

Chancen- und Risikoberichterstattung

Risikomanagementsystem und rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem.

In der deutschen Reply-Gruppe unterstützt ein systematisches Risikomanagement die Identifizierung und Minimierung von Risiken sowie die Wahrnehmung von Chancen. Reply Deutschland hat alle operativen und zentralen Einheiten inklusive der Tochterunternehmen in das System integriert. Als Teil der Unternehmensstrategie ist die Risikopolitik darauf ausgerichtet, den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern. Der Bestand des Unternehmens ist zu sichern. Außerdem haben der Name und Ruf ebenso wie die Marke "Reply" für das Unternehmen eine herausragende Bedeutung.

Eine systematische Risikostrategie setzt stets eine Bewertung der Risiken und der mit ihnen verbundenen Chancen voraus. In den Kernkompetenzfeldern werden angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst eingegangen und getragen, wenn sie gleichzeitig eine angemessene Wertsteigerung erwarten lassen. Der aggregierte Risikoumfang darf insgesamt die vorhandenen Risikodeckungspotenziale nicht überschreiten.

In Wahrnehmung ihrer Gesamtverantwortung hat die Geschäftsleitung der Reply Deutschland SE durch gruppenweite Vorgaben den Rahmen für ein effizientes Risikomanagement geschaffen. Die direkte Verantwortung zur Früherkennung, Kommunikation und Steuerung der Risiken liegt bei den Partnern als Leiter der operativen Einheiten sowie bei den Leitern der Holdingbereiche. Der Holding obliegen dabei insbesondere die Einschätzung von Querschnittsthemen sowie die Beurteilung möglicher Kumulationseffekte verschiedener Risiken. Unterjährig überwacht die Reply Deutschland ihre Geschäftsziele und Risiken anhand der implementierten Kontrollsysteme, Verfahren und Berichtsstandards.

Teil der implementierten Kontrollsysteme ist das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem. Es dient der vollständigen Abbildung aller Geschäftsvorfälle in den Jahresabschlüssen. Die in allen Prozessbereichen für alle Konzerngesellschaften eingerichteten Kontrollen werden regelmäßig auf ihre Wirksamkeit geprüft und weiterentwickelt. Bei den Kontrollen handelt es sich sowohl um im SAP-System implementierte Kontrollen als auch um manuelle Kontrollen in den Geschäftsprozessen, die durch Mitarbeiter durchgeführt werden. Hierzu gehören die monatlichen Review-Meetings, bei denen auch die kontinuierliche Bewertung der Vertriebspipeline zur Belegung der "anderen Kunden", d.h. noch zu akquirierender Kunden, erfolgt. Hier sind ebenfalls die regelmäßigen Reviews von komplexen und mit besonderen Risiken versehenen Projekten zu nennen. Gegenstand dieser Reviews sind auch die jeweiligen Projektsituationen, der Abgleich der geleisteten mit den geplanten Stunden und die Bewertung der unfertigen Leistungen. Die Monats- und Quartalsabschlüsse sowie der Jahresabschluss werden ebenfalls analytischen Reviews unterzogen. Die Einheitlichkeit der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden innerhalb der deutschen Reply-Gruppe wird durch die Zentralisierung der Buchhaltung für alle Konzerngesellschaften bei der Reply Deutschland SE sichergestellt. Die Ordnungsmäßigkeit der Konzernerstellungsprozesse wird durch strikte Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips gewährleistet.

Die Instrumentarien zum Risikomanagement werden kontinuierlich weiterentwickelt. Sie sind in den laufenden Geschäftsbetrieb eingebettet.

Darstellung der Risikolage

Alles in allem liegen in der deutschen Reply-Gruppe zum Stichtag 31. Dezember 2023 vor dem Hintergrund des vorhandenen Risikodeckungspotentials und der eingeleiteten Risikomanagement-Maßnahmen keine existenzgefährdenden Risiken vor. Diese Aussage gilt auch bei Kumulation der verschiedenen vorhandenen Unternehmensrisiken.

Die deutsche Reply-Gruppe ist mit ihren Aktivitäten typischen Geschäftsrisiken ausgesetzt. Hierzu gehören insbesondere Nachfragerückgänge und Schwankungen der Stundensätze für Beratungsleistungen. Diesen Risiken wird durch Maßnahmen im Bereich der Vertriebs- und Kapazitätssteuerung, auch im Hinblick auf die Steuerung des Einsatzes von Freiberuflern, begegnet. Potentielle Überschreitungen des Budgetrahmens von Festpreisprojekten werden durch ein engmaschiges Projektcontrolling frühzeitig erkannt. Die technologische Weiterentwicklung wird von den Managern der operativen Bereiche eng beobachtet. Sie werden unterstützt durch die Zentralbereiche der Holding, die mit verschiedenen Marktforschungsunter-nehmen zusammenarbeiten.

Die Kompetenzen und das Engagement der Mitarbeiter sind maßgebliche Erfolgsfaktoren für die weitere Entwicklung des Unternehmens. Zur Sicherung und Stärkung dieser Faktoren positioniert sich die deutsche Reply-Gruppe weiterhin als attraktiver Arbeitgeber. Außerdem strebt sie die langfristige Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen an. Zur Personalentwicklung gehören unter anderem attraktive Anreizsysteme, die frühzeitige Identifikation und Förderung von Potenzialkandidaten und die Schaffung von Perspektiven.

Gerichtsverfahren, die einen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der deutschen Reply-Gruppe hätten, sind nicht anhängig oder bekannt. Insofern droht hier keine nennenswerte Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung.

Die gesamtwirtschaftliche Situation in 2024 ist weiterhin durch einige Risiken gekennzeichnet.

Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges Russlands mit der Ukraine sowie aus den Sanktionen gegenüber Russland hatten schwerwiegende Folgen. Wir gehen derzeit davon aus, dass sich diese Situation in 2024 nicht ändern wird.

Die starke allgemeine Inflation des Jahres 2023 wird sich in 2024 voraussichtlich abschwächen. Trotzdem ist der Trend zu einer Erhöhung unserer Kosten ungebrochen. Die Dauer dieses starken Preisanstiegs ist dabei nicht abzusehen, wobei der Fachkräftemangel hier eine entscheidende Rolle spielt.

Es existieren ferner eine Reihe weiterer politischer Risiken, die insbesondere aus dem Krieg Israels mit der Hamas resultieren. Zusätzlich sind die Auswirkungen der Präsidentenwahl in den USA nicht abzuschätzen. In den Beziehungen des Westens zu China ist derzeit Ruhe eingekehrt, was sich aber jederzeit kurzfristig ändern kann.

Sollte ein wesentlicher Teil dieser Risiken eintreten, ist eine Belastung der gesamtwirtschaftlichen Situation wahrscheinlich. Dieses würde auch auf die Branchenkonjunktur im IT-Dienstleistungsbereich ausstrahlen. Die deutsche Reply-Gruppe trägt dem durch eine nachfrageorientierte Personaldisposition Rechnung.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Im finanzwirtschaftlichen Bereich wird die jederzeitige Gewährleistung der Liquidität mit den üblichen Mitteln der Finanzplanung gesteuert. Die deutsche Reply-Gruppe tätigt ihre Geldanlagen bei verschiedenen Kreditinstituten, die einem Einlagensicherungsfonds angehören. Durch den vorhandenen deutschen Cash-Pool bei der Deutschen Bank liegt eine Konzentration der liquiden Mittel bei dieser Bank vor.

Währungsrisiken spielen für die deutsche Reply-Gruppe eine untergeordnete Rolle. In Einzelfällen werden bei Bedarf erwartete Kundenzahlungen oder Beschaffungskäufe in Fremdwährung durch den Abschluss von Devisentermingeschäften oder durch Devisenkäufe auf Fremdwährungskonten gesichert. Zum Bilanzstichtag gab es keine Devisentermingeschäfte.

Im Debitorenbereich unterliegt die Entwicklung der Forderungsbestände einer permanenten Überwachung. Ausfallrisiken sind mit den bestehenden Wertberichtigungen angemessen abgedeckt. Innerhalb der Forderungen besteht eine Risikokonzentration auf einige Großkunden und Branchen. Das Ausmaß des Großkunden- und Branchenrisikos wird fortlaufend überwacht. Risiken sieht die deutsche Reply-Gruppe aufgrund der hohen Zahlungsgeschwindigkeit und der aktuellen Bonität dieser Großkunden nicht.

Einen besonderen Fokus nimmt weiterhin die Überwachung der Wertänderungsrisiken hinsichtlich der Beteiligungswerte ein. Dies gilt insbesondere angesichts der erklärten Strategie der deutschen Reply-Gruppe, ihr Geschäftsportefeuille auch durch den Erwerb weiterer externer Unternehmen zu diversifizieren. Bei diesen Zukäufen besteht die Gefahr, dass die Geschäftsentwicklung hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückbleibt. Dieses Risiko wird zum einen im Rahmen des Projektcontrollings und der monatlichen Review-Meetings adressiert. Zum anderen werden für die wesentlichen Beteiligungen jährliche interne Unternehmenswertermittlungen durchgeführt. Wertberichtigungen im Rahmen der Werthaltigkeitstests waren in 2023 nicht erforderlich.

Der Fortbestand der Reply Deutschland SE ist weder unter Substanz- noch unter Liquiditätsaspekten gefährdet. Der vorhandene Liquiditätsbestand und die Eigenkapitalbasis bilden eine ausreichende Basis für die Umsetzung der strategischen Ziele. Es sind auch keine Risiken erkennbar, die zukünftig eine Bestandsgefährdung darstellen.

Chancen und Ausblick

Laut Zahlen des Digitalverbands Bitkom ist Deutschlands digitale Wirtschaft weiterhin auf Wachstumskurs. Trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfelds erwartet der Bitkom für die Unternehmen der IT und Telekommunikation (ITK) für 2024 ein Umsatzplus von 4,4 Prozent auf 224,3 Milliarden Euro. Der ITK-Sektor würde damit um den Faktor drei bis vier stärker wachsen als die Wirtschaft insgesamt. Im vergangenen Jahr hatten die ITK-Umsätze um 2,0 Prozent auf 215 Milliarden Euro zugelegt. Das Umsatzwachstum hat auch positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Zahl der Beschäftigten in der ITK-Branche soll laut Bitkom im Jahresverlauf 2024 um 36.000 wachsen, auf 1,368 Millionen. Bereits 2023 sind 28.000 neue Arbeitsplätze entstanden.

Die meisten Unternehmen der Bitkom-Branche präsentieren sich krisenfest. Auch unter schwierigen konjunkturellen Bedingungen, geprägt von geopolitischen Krisen und Haushaltskürzungen, legen Umsätze und Beschäftigung zu.

Das Geschäftsklima in der Digitalwirtschaft entwickelt sich gegen den Trend der Gesamtwirtschaft positiv, wie der von Bitkom und ifo Institut erstellte Digitalindex zeigt. Während der ifo Index für die Gesamtwirtschaft im Dezember von minus 9,4 Punkten noch einmal auf minus 11,2 zurückging, legte der Digitalindex von 6,0 auf 9,8 Punkte zu. Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in den Investitionsplanungen der ITK-Unternehmen wider. So wollen 22 Prozent ihre Investitionen 2024 erhöhen und 61 Prozent die Ausgaben konstant halten, 17 Prozent müssen auf die Bremse treten. Dabei wird vor allem in Software sowie Forschung und Entwicklung investiert.

Die Informationstechnik ist dabei der wichtigste Wachstumstreiber. Nach einer leichten Wachstumsdelle im vergangenen Jahr (plus 2,2 Prozent auf 142,9 Milliarden Euro) werden 2024 nach der aktuellen Bitkom Prognose 151,5 Milliarden Euro umgesetzt, das entspricht einem Plus von 6,1 Prozent. Vor allem das Geschäft mit Software legt stark zu (plus 9,4 Prozent auf 45,5 Milliarden Euro). Dabei wachsen die Umsätze mit Plattformen für die Entwicklung, das Testen und die Bereitstellung von Software überdurchschnittlich, und zwar um 12,3 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro.

Deutlich zulegen kann auch das Geschäft mit Software für die Systeminfrastruktur von Unternehmen. In diesem Segment legen die Umsätze laut Bitkom um voraussichtlich 8,1 Prozent auf 10,0 Milliarden Euro zu. Sicherheitssoftware hat daran einen Anteil von 3,9 Milliarden Euro, das entspricht einem Anstieg um 12,7 Prozent. Stark wachsend sind auch die Umsätze mit sonstigen Software-Anwendungen, sie legen um 8,5 Prozent auf 23,2 Milliarden Euro zu. Darin enthalten sind unter anderem Kollaboration-Tools zur Zusammenarbeit und zum mobilen Arbeiten, die überdurchschnittlich um 13,5 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro wachsen.

Die Umsätze mit IT-Dienstleistungen steigen laut Bitkom 2024 um 4,8 Prozent auf 51,7 Milliarden Euro. Besonders kräftig wachsen dabei Dienstleistungen mit Cloud-Bezug, die einen Anteil von 17,7 Milliarden Euro am gesamten IT-Service-Markt haben und um 17 Prozent zulegen.

Der aktuelle Boom rund um Künstliche Intelligenz führt zu einer stark steigenden Nachfrage im deutschen ITK-Markt. Die Ausgaben für KI-Software, -Dienstleistungen und entsprechende Hardware werden in diesem Jahr voraussichtlich auf 6,3 Milliarden Euro steigen. Das ist ein Plus von 32 Prozent verglichen mit 2022, als 4,8 Milliarden Euro für Künstliche Intelligenz ausgegeben wurden. Dies ermittelte der Digitalverband Bitkom auf Grundlage von Daten des Marktforschungsunternehmens IDC mit. Der Start von ChatGPT vor einem Jahr war eine Initialzündung für den KI-Einsatz. ChatGPT hat vielen Menschen erstmals vor Augen geführt, was KI heute schon leisten kann. Den größten Anteil an den KI-Ausgaben in diesem Jahr hat KI-Software (4,1 Milliarden Euro), gefolgt von Dienstleistungen rund um KI (1,3 Milliarden Euro) sowie Hardware (0,9 Milliarden Euro). Im kommenden Jahr wird nach aktuellem Stand ein ähnlich starkes Wachstum erwartet. 2024 sollen die Ausgaben erneut um 30 Prozent auf dann 8,2 Milliarden Euro steigen, 2025 könnte sogar die 10- Milliarden-Euro-Marke übersprungen werden.

Aus dem aktuellen Boom bei Künstlicher Intelligenz und der positiven Entwicklung bei IT-Dienstleistungen mit Cloud-Bezug sowie im Bereich von Sicherheits- und Kollaborations-Tools, ergeben sich für das Jahr 2024 Marktpotenziale für IT-Dienstleister wie Reply, die bereits frühzeitig in innovative Technologien und Lösungen in diesen Bereichen investiert haben und ein Dienstleistungsportfolio am Markt etabliert haben. Herausforderungen bestehen für IT-Dienstleistungsunternehmen weiterhin aus der angespannten Situation am Arbeitsmarkt. Der Mangel an IT- Fachkräften verschärft sich weiter. In den deutschen Unternehmen sind Stand Dezember 2023 149.000 Stellen für IT- Expertinnen und -Experten unbesetzt. Das sind noch einmal 12.000 mehr als vor einem Jahr, als 137.000 Stellen offen waren, so die Ergebnisse der Bitkom-Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte.

Die für 2023 erwartete signifikante Entspannung der Corona-Situation ist eingetreten. Wir gehen nicht von einer erneuten Coronavirus-Pandemie in 2024 aus. Für 2024 geht der Vorstand davon aus, dass der IT-Markt eine über dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 liegende Wachstumsrate zeigen wird. Reply Deutschland SE prognostiziert für 2024 ein auf Marktniveau liegendes Wachstum seiner Geschäftsaktivitäten im hohen einstelligen Prozentbereich. Das Ergebnis vor Steuern soll verbessert werden. Eine separate Planung des HGB-(Einzelabschluss) Ergebnisses existiert nicht. Die "Gruppenplanung" der Reply Deutschland SE, einschließlich sämtlicher Beteiligungen, auf Basis der IFRS Zahlen zeigt für 2024 ein Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich, sowie ein konstantes EBT. Bei Annahme nur geringfügiger HGB-Abweichungen ist somit davon auszugehen, dass sich die Ergebnisse (Umsatz, EBIT-Marge und EBT-Marge) der Reply Deutschland SE in ähnlicher Weise leicht bis mittelstark verbessern werden.

Die Diversifizierung des Geschäftsportfolios der deutschen Reply-Gruppe soll durch weitere Zukäufe weiter vorangetrieben werden. Hierbei wird unverändert größtes Augenmerk auf den Erhalt der Reply Stärken Rentabilität und Liquidität gelegt.

Die Reply Gruppe bietet ihren Kunden zuverlässige und innovative Lösungen in den Bereichen Informationstechnologie und digitaler Medien. Durch die geschickte Verknüpfung von Strategie und Kreativität mit den Möglichkeiten innovativer Spitzentechnologien erzielt Reply von Anfang an konkrete Ergebnisse bei der Umsetzung von Kundenprojekten. Diese Erfolgsfaktoren spielen in jedem Projekt eine zentrale Rolle und ermöglichen beispielsweise die Entwicklung innovativer Lösungen in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Code Automation, Digital Experience und Commerce, Cloud Computing, Internet of Things, Cybersecurity sowie Robotics für eine Vielzahl von Branchen und Themenbereichen.

Die Bedeutung von Anwendungen, die Künstliche Intelligenz (KI) und generative KI einsetzen, nimmt für Unternehmen kontinuierlich zu. Dies ermöglicht die Entwicklung einer neuen Generation von Produkten und Dienstleistungen und führt zu verstärkten Investitionen in KI-basierte Technologien. Unser Hauptaugenmerk auf dem Weg zu einem internationalen Marktführer liegt darauf, das Angebot unserer hochspezialisierten Unternehmen innerhalb des Reply-Netzwerks in Deutschland auszubauen und unsere Kunden bei der Implementierung neuer Technologien zur Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle zu unterstützen.

Abhängigkeitsbericht

Da mit der Alleingesellschafterin kein Beherrschungsvertrag besteht, ist der Vorstand der Reply Deutschland SE zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. In diesem Bericht wurden die Beziehungen zu der Iceberg s.r.l. und den mit der Iceberg s.r.l. verbundenen Unternehmen erfasst. Die Schlusserklärung im Abhängigkeitsbericht lautet wie folgt:

"Der Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 AktG, dass die Reply Deutschland SE bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Andere Maßnahmen wurden im Berichtsjahr nicht getroffen oder unterlassen."

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Über Ereignisse nach dem Bilanzstichtag wird im Anhang berichtet.

 

Gütersloh, 27. März 2024

Reply Deutschland SE

- Vorstand -

Dr. Thomas Hartmann

Dott. Tatiana Rizzante

Giuscardo Pin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Lizenzen 2.134,00 4.982,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 258.718,00 276.478,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.429.608,36 6.175.022,50
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 257.400.774,70 268.903.774,70
263.091.235,06 275.360.257,20
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 58.365.355,10 27.682.634,16
2. Geleistete Anzahlungen 36.279.609,60 12.547.119,08
94.644.964,70 40.229.753,24
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.508.648,03 18.268.272,31
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 81.269.682,01 70.187.717,02
3. Sonstige Vermögensgegenstände 14.257.168,55 8.071.148,30
116.035.498,59 96.527.137,63
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 9.347.251,46 28.338.238,94
220.027.714,75 165.095.129,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 146.876,16 150.116,97
483.265.825,97 440.605.503,98

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 120.000,00 120.000,00
II. Kapitalrücklage 55.726.158,58 53.780.347,86
III. Gewinnvortrag 54.139.684,47 42.240.951,01
IV. Jahresüberschuss 3.189.216,48 11.898.733,46
113.175.059,53 108.040.032,33
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 1.208.513,00 1.147.281,00
2. Steuerrückstellungen 1.162.026,00 192.726,00
3. Sonstige Rückstellungen 33.575.256,47 40.393.480,63
35.945.795,47 41.733.487,63
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen 36.124.899,31 19.904.854,40
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 519.150,53 814.768,10
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 293.607.844,77 266.461.092,42
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.102.463,58 3.576.475,46
davon aus Steuern EUR 2.036.908,51 (Vorjahr EUR 3.472.233,55)
davon aus sozialer Sicherheit EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00)
332.354.358,19 290.757.190,38
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.790.612,78 74.793,64
483.265.825,97 440.605.503,98

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 140.732.346,58 144.081.537,63
2. Verminderung oder Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen 30.682.720,94 -965.567,05
171.415.067,52 143.115.970,58
3. Sonstige betriebliche Erträge 905.235,28 2.416.898,34
davon aus der Währungsumrechnung EUR 642,64 (Vorjahr: EUR 5.222,46)
172.320.302,80 145.532.868,92
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 143.448.222,18 120.067.628,29
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 17.992.079,22 17.870.624,90
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.946.292,76 1.600.406,88
davon für Altersversorgung EUR 116.350,23 (Vorjahr: EUR 115.277,65)
19.938.371,98 19.471.031,78
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlageververmögens und Sachanlagen 1.015.239,68 1.011.755,11
1.015.239,68 1.011.755,11
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 20.992.777,03 18.561.270,33
davon aus der Währungsumrechnung EUR 2.037,83 (Vorjahr: EUR 1.867,46)
davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 66 Abs. 1 bis 5 EGHGB EUR 31.754,00 (Vorjahr: EUR 31.754,00)
185.394.610,87 159.111.685,51
-13.074.308,07 -13.578.816,59
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 41.747.196,52 43.468.145,45
9. Aufwendungen aus Verlustübernahmen -14.255.467,95 -7.296.294,11
10. Erträge aus Beteiligungen 2.878.721,95 977.173,14
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.878.721,95 (Vorjahr: EUR 977.173,14)
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.327.593,08 391.620,03
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.325.244,08 (Vorjahr: EUR 353.398,03)
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 304.455,42
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.192.610,27 2.012.494,44
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 21.206,00 (Vorjahr: EUR 55.224,00)
davon an verbundene Unternehmen EUR 8.171.355,39 (Vorjahr: EUR 1.896.304,70)
23.505.433,33 35.223.694,65
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.226.420,61 9.728.965,41
davon latenter Steuerertrag EUR 0,00 (Vorjahr latenter Steuerertrag: EUR 0,00)
15. Ergebnis nach Steuern 3.204.704,65 11.915.912,65
16. Sonstige Steuern 15.488,17 17.179,19
17. Jahresüberschuss 3.189.216,48 11.898.733,46

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma Reply Deutschland SE mit Sitz in Gütersloh im Handelsregister des dortigen Amtsgerichts unter der Nummer HRB 12454 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes und der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gem. § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei Ansatz einer voraussichtlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 20 Jahren), bewertet.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00, welche im Geschäftsjahr angeschafft wurden, sind grundsätzlich - wie im Vorjahr - im Zugangsjahr voll abgeschrieben worden.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, sofern dieser Wert dauerhaft niedriger als die Anschaffungskosten ist. Im Berichtsjahr waren keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf die Anteile an verbundenen Unternehmen vorzunehmen. Es werden Zuschreibungen vorgenommen, wenn die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen. Wie im Vorjahr waren keine Zuschreibungen auf die Anteile an verbundenen Unternehmen vorzunehmen.

Die Vorräte bestehen ausschließlich aus unfertigen Leistungen und geleisteten Anzahlungen.

Die unfertigen Leistungen sind mit den Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben allen aktivierungspflichtigen Einzelkosten auch Gemeinkosten in Form eines angemessenen Zuschlags auf die Einzelkosten. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden aktiviert.

Die geleisteten Anzahlungen werden zu ihrem Nennwert angesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu Nennwerten bilanziert. Forderungen, deren Eingang zweifelhaft ist, werden in angemessener Höhe einzelwertberichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,5 % der nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Forderungen, deren Eingang zweifelhaft ist werden in angemessener Höhe einzelwertberichtigt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt.

Die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, welche Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen (notwendiger Erfüllungsbetrag) erfolgte gemäß dem Anwartschaftsbarwertverfahren in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften (§ 253 Abs. 2 HGB). Nach Maßgabe der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde eine pauschale Restlaufzeit (mittlere Duration) der Verpflichtungen von 15 Jahren unterstellt. Zum 31. Dezember 2023 betrug der Rechnungszins mit 10-jährigem Durchschnitt 1,83 % (Vorjahr: 1,79 %). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zum Zinssatz mit 7-jährigem Durchschnitt von 1,75 % (Vorjahr: 1,45 %) beträgt TEUR 12 und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Aufgrund von frei verfügbaren Rücklagen greift die Ausschüttungssperre bei der Gesellschaft nicht.

Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes werden im Personalaufwand und Aufwendungen aus der Aufzinsung im Finanzergebnis ausgewiesen. Weiter wurde bei der Ermittlung des maßgeblichen Erfüllungsbetrages ein Rententrend von 2,20 % (Vj. 2,60 %) sowie die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Da die Anwärter nicht mehr aktiv sind, wurden keine Gehaltstrends berücksichtigt. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 64).

Die Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen für die Pensionsverpflichtungen bestehen nicht.

Die Mitarbeiter der Reply Deutschland SE erhalten in Abhängigkeit von der geleisteten Dienstzeit (grundsätzlich unter Anrechnung der vorherigen Dienstzeit bei Konzerngesellschaften) Jubiläumszuwendungen. Die Gesamtverpflichtung wurde unter Zugrundelegung eines Zinsfußes von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) ermittelt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle das abgelaufene Geschäftsjahr betreffenden ungewissen Verpflichtungen, soweit sie bei der Bilanzaufstellung erkennbar waren. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erwarteten Erfüllungsbetrags (d.h. zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Hierbei wurden die Zinsen gemäß der Bundesbank zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, welche Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steueransätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Bei einem aktivischem Überhang wird von dem Ansatzwahlrecht in der Gestalt Gebrauch gemacht, dass dieser nicht in der Bilanz ausgewiesen wird (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB).

Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in ausländischen Währungen werden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus der Anlage zum Anhang ersichtlich. Die Reply Deutschland SE war am Bilanzstichtag direkt oder indirekt an folgenden Gesellschaften beteiligt:

Anteil in % Währung Eigenkapital zum 31.12.2023 Jahresüber-schuss/ -fehl-betrag (-) für 2023
Syskoplan Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 9.712 2.025 *
4brands Reply GmbH & Co. KG, Minden 51 TEUR 3.000 1.879 *
4brands Reply Verwaltungs-GmbH, Minden 51 TEUR 119 3
macros Reply GmbH, München 100 TEUR 330 1.556 *
Cluster Reply GmbH, München 100 TEUR 2.529 2.609 *
Cluster Reply Verwaltungs-GmbH i. L., München 100 TEUR 0 -37
Go Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 186 *
Logistics Reply GmbH, München 100 TEUR 4 -539 *
Reply GmbH, Küsnacht, Schweiz 100 TEUR 97 6
Power Reply GmbH & Co. KG, München 100 TEUR 474 772 *
Power Reply Verwaltungs-GmbH, München 100 TEUR 27 1
Sprint Reply GmbH, München 100 TEUR 25 -490 *
Storm Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 3.879 *
Data Reply GmbH, München 100 TEUR 25 1.211 *
Leadvise Reply GmbH, Frankfurt 100 TEUR 398 489 *
Blue Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 125 407 *
Arlanis Reply AG, Potsdam 100 TEUR 416 2.165 *
Alpha Reply GmbH, Frankfurt 100 TEUR 25 -36 *
Riverland Reply GmbH, München 100 TEUR 3.108 1.559 *
Live Reply GmbH, Düsseldorf 100 TEUR 2.379 1.658 *
Triplesense Reply GmbH, Frankfurt 100 TEUR 167 -669 *
Open Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 4.109 *
Infinity Reply GmbH, Düsseldorf 100 TEUR 25 -305 *
Spark Reply GmbH, München 100 TEUR 25 488 *
TD Reply GmbH, Berlin 100 TEUR -3.493 -1.704 *
T + D marketing consultans Co. Ltd., Beijing, China 100 TRMB -1.270 -333
Concept Reply GmbH, München 100 TEUR 143 2.270 *
Up Reply GmbH, München 100 TEUR 25 822 *
Vanilla Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 200 888 *
Comsysto Reply GmbH, München 100 TEUR 25 -217 *
Comsysto Reply d. o. o., Zagreb, Kroatien 100 TEUR 431 98
Modcomp GmbH, Köln 100 TEUR 2.746 -294 *
Spike Reply GmbH, Köln 100 TEUR 2.319 1.704 *
MCG Systems AG, Köln 100 TEUR 485 14 *
Elbkind Reply GmbH, Hamburg 100 TEUR 3.819 -3.153 *
Canvas Reply GmbH, Hamburg 100 TEUR 1.593 1.494 *
Red Reply GmbH, München 100 TEUR 25 869 *
Laife Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 132 *
Axulus Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 -789 *
Syskoplan IE Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 -425 *
Autonomous Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 -380 *
Liquid Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 -27 *
Vivametric Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 -467 *
Cluster Dynamics Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 2.413 *
Roboverse Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 -543 *
Spike Digital Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 1.743 *
Next Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 -587 *
Neo Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 -422 *
KI Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 -80 *
WM Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 -394 *
Everlo Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 -351 *
Efinance (vormals: Shelf 19) Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 -24 *
Shelf 20 Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 0 *
Shelf 21 Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 0 *
Shelf 22 Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 0 *
Shelf 23 Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 0 *
Shelf 24 Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 0 *
Machine Learning Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 3.346 *
Target Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 806 *
Like Reply GmbH, Gütersloh 100 TEUR 25 478 *
Reply Croatia d.o.o., Zagreb 100 TEUR 25 0 *
Fincon Reply GmbH, Hamburg 100 TEUR 16.797 -2.651 *
Comwrap Reply GmbH, Frankfurt 100 TEUR 216 2.716 *

* Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung / Verlustübernahme / Ergebnisverwendung

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von TEUR 739 (Vorjahr: TEUR 1.997) solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 81.270 (Vorjahr: TEUR 70.188) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 61) und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 81.270 (Vorjahr: TEUR 70.127). Von den sonstigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen TEUR 10.167 (Vorjahr: TEUR 9.877) Darlehensforderungen. Die restlichen Forderungen betreffen in Höhe von TEUR 41.747 (Vorjahr: TEUR 43.468) Forderungen aus bestehenden Gewinnabführungsverträgen, Forderungen in Höhe von TEUR 958 (Vorjahr: TEUR 977) aus Beteiligungserträgen sowie Forderungen in Höhe von TEUR 17.161 (Vorjahr: TEUR 7.788) aus dem mit verbundenen Unternehmen praktizierten Cash Pooling sowie sonstige Sachverhalte in Höhe von TEUR 11.237 (Vorjahr: TEUR 8.017).

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen TEUR 1.083 (Vorjahr: TEUR 429) die Gesellschafterin Reply S.p.A. Diese betreffen mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 1.083 (Vorjahr: TEUR 429) sonstige Forderungen.

Innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Vermögensgegenständen sind wie im Vorjahr keine mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Das Grundkapital der Reply Deutschland SE wurde gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Januar 2021 erhöht. Es beträgt zum 31. Dezember 2023 weiterhin EUR 120.000,00 (Vorjahr: EUR 120.000,00) und besteht aus EUR 120.000,00 auf Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00.

Die Kapitalrücklage betrifft zum einen den das Grundkapital übersteigenden Betrag der Kapitalkonten der seinerzeitigen Reply GmbH & Co. KG, welche im Zuge des Formwechsels in 2015 gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB als Zuzahlung in das Eigenkapital geleistet wurden. Zum anderen betrifft dieser Posten den Gesamtausgabebetrag von EUR 100,00 übersteigenden Teil der Anteile an der Concept Reply GmbH, Portaltech Reply GmbH und der InEssence Reply GmbH, welche mittels Sacheinlage zum 1. Oktober 2016 durch die Reply S.p.A. in die Reply AG (Einbringungsvertrag vom 27. September 2016, Notar Dr. Karsten Kühne, Urkundenrolle Nummer 149/2016) eingebracht sowie den den Gesamtausgabebetrag von EUR 100,00 übersteigenden Teil der Anteile an der Riverland Reply GmbH, Arlanis Reply GmbH, Triplesense Reply GmbH und der Live Reply GmbH, welche mittels Sacheinlage zum 31. Dezember 2015, 24:00 Uhr / 1. Januar 2016, 0:00 Uhr, durch die Reply S.p.A. in die Reply AG (Einbringungsvertrag vom 18. Dezember 2015, Notar Dr. Karsten Kühne, Urkundenrolle Nummer 257/2015) eingebracht wurden. Außerdem betrifft die Kapitalrücklage das im Zuge der Verschmelzung der Lid Reply GmbH auf die Reply Deutschland SE zum 01. Januar 2023 übertragene Vermögen (Verschmelzungsvertrag vom 09. Februar 2023, Notar Dr. Ralph Negelein, Urkundenverzeichnis Nummer N 24 / 2023; § 1, Nr 1.7).

Ausschüttungsgesperrte Beträge ergeben sich aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen, betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 53) und sind durch frei verfügbare Rücklagen gedeckt.

Die Hauptversammlung hatte am 30. August 2023 beschlossen, den Jahresüberschuss des Jahres 2022 auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Jahresüberschuss des Jahres 2023 wird vollständig auf neue Rechnung vorgetragen.

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Personalkosten (im Wesentlichen Tantiemen für leitende Angestellte und Jubiläum) einschließlich Nebenkosten, ausstehende Eingangsrechnungen und variable Kaufpreisvergütungen.

Die Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 332.354 (Vorjahr: TEUR 290.757) haben mit Ausnahme des Darlehens der Gesellschafterin eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

Durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten bestehen wie im Vorjahr nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 94.134 (Vorjahr: TEUR 46.556) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, davon TEUR 2.082 (Vorjahr: TEUR 0) gegenüber der Gesellschafterin und in Höhe von TEUR 199.474 (Vorjahr: TEUR 219.905) sonstige Verbindlichkeiten. Von den sonstigen Verbindlichkeiten betreffen TEUR 47.700 (Vorjahr: TEUR 69.517) das Cash-Pooling der Reply SE Gruppe, TEUR 14.255 (Vorjahr: TEUR 7.296) die Verlustübernahmen aus Ergebnisabführungsverträgen, TEUR 137.500 (Vorjahr: TEUR 140.000) Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Reply S.p.A. sonstige Sachverhalte gegenüber der Gesellschafterin Reply S.p.A. i. H. v. TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.776) und sonstige Sachverhalte in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 316).

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind nachfolgend im Verbindlichkeitenspiegel gegliedert und im Einzelnen dargestellt:

in TEUR 31.12.2023
Restlaufzeit gesichert mit gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehrals 1 Jahr über 5 Jahre
1. Erhaltene Anzahlungen
auf Bestellungen 36.125 0 0 0 36.125
2. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 519 0 0 0 519
3. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 156.108 137.500 0 0 293.608
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.102 0 0 0 2.102
in TEUR 31.12.2022
Restlaufzeit gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr
1. Erhaltene Anzahlungen
auf Bestellungen 19.905 0 19.905
2. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 815 0 815
3. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 126.461 140.000 266.461
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.576 0 3.576

Es werden wie im Vorjahr keine passive latente Steuern ausgewiesen. Es erfolgt grundsätzlich ein Nettoausweis, d. h. aktive und passive Steuereffekte werden saldiert. Hierbei ergab sich per 31. Dezember 2023 wie im Vorjahr ein aktivischer Überhang. Dieser wird in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften (Wahlrecht § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB) nicht ausgewiesen.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR TEUR
Umsatzerlöse
- System Integration 101.583 108.556
- Managed Service 86 85
- Sonstiges/Shared Services 39.063 35.441
140.732 144.082
- nach Regionen
Inland 133.200 138.128
Übrige EU-Länder 6.195 5.504
Übriges Ausland 1.337 450
140.732 144.082

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 852 (Vorjahr: TEUR 158) im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen.

Des Weiteren enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge keine Zuschreibung zu einem in den Vorjahren wertberichtigten Darlehen an eine Tochtergesellschaft (Vorjahr: TEUR 500).

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen enthalten im Berichtsjahr keine Wertberichtigung auf einen Beteiligungsansatz einer Tochtergesellschaft (Vorjahr: TEUR 304).

Die sich durch die Anwendung von Art. 66 und Art. 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB ergebenden außergewöhnlichen Aufwendungen betragen TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 32) und sind im sonstigen betrieblichen Aufwand enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten periodenfremden Steuerertrag von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 282).

V. Sonstige Angaben

Anzahl Mitarbeiter

Der durchschnittliche Personalbestand (ohne Vorstand und Auszubildende) im Jahr 2023 betrug 158 (Vorjahr: 134) angestellte Mitarbeiter.

Er verteilte sich auf Tätigkeitsbereiche wie folgt:

Sonstiges/Verwaltung 158

Mitglieder des Vorstandes der Reply Deutschland SE

Dr. Thomas Hartmann Executive Partner
Dott. Tatiana Rizzante Executive Partner
Guiscardo Pin Executive Partner

Mitglieder des Aufsichtsrats der Reply Deutschland SE

Jozef Mago Vorsitzender des Aufsichtsrates
Dott. Mario Rizzante Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates,
Vorstandsvorsitzender der Reply S.p.A., Turin, Italien
Dott. Daniele Angelucci CFO der Reply S.p.A, Turin, Italien

Bezüglich der Angaben der Bezüge der Vorstände, Aufsichtsratsmitglieder und ehemaligen Organmitgliedern wird von der Befreiungsvorschrift gemäß § 286 8 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Außerbilanzielle Geschäfte/Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus verschiedenen Leasingverträgen (insbesondere EDV-Hardware, PKW) und Mietverträgen bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:

Restlaufzeit TEUR
Bis zu einem Jahr 7.490
Zwischen 1 und 5 Jahren 22.501
29.991

Darin enthalten sind die nachfolgend aufgeführten finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen:

Restlaufzeit TEUR
Bis zu einem Jahr 603
Zwischen 1 und 5 Jahren 75

Eine Anmietung der entsprechenden Vermögensgegenstände erfolgt zur Vermeidung der Kapitalbindung. Aus den Leasingverträgen entstehen keine wesentlichen Risiken. Der Vorteil aus den Leasingverträgen ist eine erhöhte Flexibilität im Vergleich zu einem Kauf und der Entfall späterer Verwertungsrisiken nach Ende der Nutzungsdauer.

Eventualverbindlichkeiten

Es besteht eine Bürgschaft in Höhe von TCHF 61 als Sicherheit für schweizerische Mehrwertsteuer sowie eine Bürgschaft in Höhe von TEUR 2.676 als Sicherheit für Mietverpflichtungen. Risiken aus der Inanspruchnahme sind zum Bilanzstichtag aufgrund der immer fristgerechten Zahlungen sowie der guten Liquiditätssituation der Reply Deutschland SE nicht ersichtlich.

Durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte sonstige finanzielle Verpflichtungen oder Eventualverbindlichkeiten bestehen wie im Vorjahr nicht.

Die Reply Deutschland SE hat zugunsten von zwei verbundenen Unternehmen jeweils eine Patronatserklärung nebst Rangrücktrittserklärung abgegeben, in der sie sich verpflichtet, auf deren erstes Anfordern bis zu einem Höchstbetrag (TEUR 1.000 bzw. TEUR 2.000) die zur Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen. Die Verpflichtung ist zeitlich unbegrenzt, wobei eine der Patronatserklärungen aufgrund der deutlich verbesserten Ertragslage des Tochterunternehmens derzeit obsolet ist. Zugunsten einer weiteren Tochtergesellschaft wurde ebenfalls eine Patronatserklärung abgegeben, in der sie sich verpflichtet, auf deren erstes Anfordern bis zu einem Höchstbetrag (TEUR 4.000) die zur Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen. Es wurden bisher keine Anforderungen an die Reply Deutschland SE gestellt. Aufgrund der bestehenden Cash-Pool-Vereinbarung mit den Gesellschaften sind auch keine direkten Anforderungen an die Reply Deutschland SE zu erwarten. Gegenüber einem weiteren Tochterunternehmen wurde zur Vermeidung drohender Überschuldungen eine qualifizierte Rangrücktritts Erklärung abgegeben. Diese umfasst zum 31. Dezember 2023 u. a. Darlehensforderungen i. H. v. insgesamt TEUR 1.100 (davon TEUR 1.100 bereits wertberichtigt). Die Gesellschaft geht jedoch von einer mittelfristigen Beseitigung der bilanziellen Überschuldung (auch unter Berücksichtigung der genannten Darlehensforderungen) bei der Gesellschaft aus.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Personen oder Unternehmen zu marktunüblichen Konditionen durchgeführt.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden von der Reply S.p.A. Darlehen in Höhe von EUR 140 Mio. im Wesentlichen für eine Aquisition mit einer flexiblen maximalen Laufzeit von 7 Jahren gewährt. Zum 31. Dezember 2023 valutieren diese noch mit EUR 137,5 Mio.. Die Darlehen wurden nicht besichert und der Zinssatz ist als marktgerecht anzusehen.

Konzernzugehörigkeit

Die Reply Deutschland SE, Gütersloh, ist eine 100 %ige Tochter der Reply S.p.A., Turin, Italien. Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen wird von der Reply S.p.A., Turin, Italien, aufgestellt. Dieser wird veröffentlicht und sowohl im Registro delle Imprese di Torino unter der Nummer 97579210011, Partita 08013390011 hinterlegt, als auch im elektronischen Bundesanzeiger in deutscher Sprache offengelegt, weshalb die Reply Deutschland SE von der Verpflichtung zur Erstellung eines eigenen Konzernabschlusses befreit ist. Der Konzernabschluss der Reply S.p.A. wird nach den von der EU übernommenen IFRS aufgestellt.

Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen wird von der Iceberg s.r.l., Turin, Italien, aufgestellt. Der Konzernabschluss der Iceberg s.r.l. wird im Registro delle Imprese di Torino unter der Nummer 07011510018 hinterlegt.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Auf die Angabe des für das Geschäftsjahr berechneten Honorars des Abschlussprüfers wird verzichtet, da es in die Angaben des Konzernabschlusses der Reply S.p.A. einbezogen wird.

Nachtragsbericht

Es liegen keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

 

Gütersloh, 27. März 2024

Reply Deutschland SE

- Vorstand -

Dr. Thomas Hartmann

Dott. Tatiana Rizzante

Guiscardo Pin

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Lizenzen 19.837,50 0,00 0,00 19.837,50
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 370.836,42 0,00 0,00 370.836,42
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.581.363,82 249.217,54 0,00 8.830.581,36
8.952.200,24 249.217,54 0,00 9.201.417,78
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundene Unternehmen 278.219.436,08 240.000,00 11.743.000,00 266.716.436,08
287.191.473,82 489.217,54 11.743.000,00 275.937.691,36
kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Lizenzen 14.855,50 2.848,00 0,00 17.703,50
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 94.358,42 17.760,00 0,00 112.118,42
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.406.341,32 994.631,68 0,00 3.400.973,00
2.500.699,74 1.012.391,68 0,00 3.513.091,42
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundene Unternehmen 9.315.661,38 0,00 0,00 9.315.661,38
11.831.216,62 1.015.239,68 0,00 12.846.456,30
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Lizenzen 2.134,00 4.982,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 258.718,00 276.478,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.429.608,36 6.175.022,50
5.688.326,36 6.451.500,50
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundene Unternehmen 257.400.774,70 268.903.774,70
263.091.235,06 275.360.257,20

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Reply Deutschland SE, Gütersloh

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Reply Deutschland SE, Gütersloh, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Reply Deutschland SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 27. Dezember 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Volker Voelcker, Wirtschaftsprüfer

ppa. Moritz Plate, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung/Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 30. Dezember 2024.

Bericht des Aufsichtsrates

(2023)

Seit der Implementierung des Aufsichtsrats als Überwachungsorgan der Reply Deutschland SE ist der Aufsichtsrat mit größter Sorgfalt seinen Pflichten in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und dem Gesellschaftsvertrag nachgekommen. Er hat den Vorstand regelmäßig beraten und überwacht. Der Aufsichtsrat war direkt und frühzeitig in alle wesentlichen Entscheidungen des Unternehmens eingebunden.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat über alle relevanten Aspekte der Unternehmensplanung und der strategischen Entwicklung, über den Geschäftsverlauf und über die Ausrichtung der Gruppe informiert. Abweichungen der Geschäftsentwicklung von den Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat erläutert und durch den Aufsichtsrat anhand der vorgelegten Unterlagen nachvollzogen. Der Aufsichtsrat hat Entscheidungen zu Geschäftsvorfällen getroffen, die gemäß Geschäftsordnung seiner Zustimmung bedurften. Wann immer es durch Gesetz oder Satzung erforderlich war, hat der Aufsichtsrat den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands nach Prüfung und Beratung zugestimmt.

Außerdem standen der Vorsitzende und die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats außerhalb der ordentlichen Sitzungen im regelmäßigen Kontakt mit dem Vorstand. Sie erhielten unverzüglich Aktualisierungen des Geschäftsverlaufs und der wesentlichen Geschäftsvorfälle.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden 2 ordentliche Sitzungen - am 07. Juli 2023 und am 25.08.2023 - abgehalten. Außerdem hat der Aufsichtsrat 8 Entscheidungen auf der Grundlage von Umlaufbeschlüssen getroffen.

In Anbetracht der Größe der Reply Deutschland SE und des Aufsichtsrats selbst ist entschieden worden, keine Ausschüsse zu bilden. Die Diskussionen in den Aufsichtsratssitzungen haben regelmäßig den Status des Geschäfts innerhalb der Reply Gruppe und seinen verschiedenen Einheiten, sowie die finanzielle Lage und alle Beteiligungen und Investitionen beinhaltet.

In der Sitzung am 25.08.2023 wurde der Jahresabschluss für das Jahr 2022 festgestellt, über die Ergebnisverwendung gesprochen, den Vorstandsmitgliedern Entlastung erteilt und der Hauptversammlung die PwC Bielefeld als Wirtschaftsprüfer für das Geschäftsjahr 2023 vorgeschlagen.

Die Sitzung am 07.07.2023 war geprägt von der Diskussion des operativen Geschäfts. Daneben wurden die seit der ordentlichen Sitzung am 23.12.2022 in Umlaufverfahren getroffenen Beschlüsse bestätigt, sowie der Bericht des Wirtschaftsprüfers für das Jahr 2022 besprochen.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Reply Deutschland SE für das Jahr 2023 wurden von den bestellten Wirtschaftsprüfern der PwC GmbH, Bielefeld, Deutschland, geprüft. Die Wirtschaftsprüfer haben bestätigt, dass der Jahresabschluss aufgrund einer ordnungsgemäßen Buchführung und in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften erstellt und die Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung korrekt im Lagebericht dargestellt wurden. Dies wurde mittels eines uneingeschränkten Prüfvermerks bescheinigt.

Der vom Vorstand erstellte Abhängigkeitsbericht wurde ebenfalls geprüft. Die Wirtschaftsprüfer haben nach Prüfung bestätigt, dass die Informationen des Berichts richtig sind, dass die in dem Bericht erwähnten Rechtsgeschäfte nicht unverhältnismäßig hoch sind und kommen somit für die aufgeführten Aktivitäten zu keinem von dem Vorstand abweichenden Urteil. Nach eigener Prüfung kommt der Aufsichtsrat zu dem Ergebnis, dass der Abhängigkeitsbericht vollständig und korrekt ist und keine Einwände gegen die Beurteilung des Vorstands gemäß § 312 Abs. 3 Aktiengesetz bestehen.

 

Gütersloh, 30.12.2024

Der Aufsichtsrat

Jozef Mago, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Reply Deutschland SE

Auszug Ordentliche Hauptversammlung Extract Ordinary Shareholders' Meeting
in Form einer Vollversammlung under Attendance of all Shareholders
der of
REPLY DEUTSCHLAND SE
mit Sitz in Gütersloh with seat in Gütersloh
(AG Gütersloh, HRB 10184) (local court of Gütersloh, HRB 10184)
(nachfolgend auch die Gesellschaft genannt). (hereinafter also referred to as the Company).
Zu TOP 2: ITEM 2:
Der Vorsitzende gibt den nachfolgenden Ergebnisverwendungsbeschluss für das Geschäftsjahr 2023 bekannt und stellt die Vorschläge zur Abstimmung: The Chairperson disclosed the following result utilization proposal for the business year 2023 and asks for vote on this proposal:
"Der im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete Jahresüberschuss der Gesellschaft von EUR 3.189.216,48 wird vollständig auf neue Rechnung vorgetragen." "The annual profit of the Company for the business year 2023 of EUR 3,189,216.48 shall be completely carried forward on new accounts."
Der Vorschlag wurde von der Hauptversammlung bei einer Präsenz von 120.000 Stimmen mit allen Stimmen angenommen. Der Vorsitzende stellt den gefassten Beschluss fest und verkündet ihn. Zu dem Beschluss wurden keine Widersprüche zur Niederschrift erhoben. The proposal was adopted by the shareholders' meeting with a presence of 120,000 votes with all votes. The Chairperson adopted the resolution passed and pronounced it. No objections to the minutes were raised in regards to the resolution.

 

Gütersloh, 30.12.2024

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