Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 73105
Vorher
Gabriele 50 Vermögensverwaltung GmbH
Eingetragen
8.7.2004
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieUnternehmensberatungPraxen von Wirtschaftsprüferinnen und -prüfern, vereidigten Buchprüferinnen und -prüfern, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Buchprüfungsgesellschaften
Gegenstand
die Durchführung von unabhängigen internen Prüfungen und Risikoberatungsdiensten, um Unternehmen und Organisationen bei der Aufdeckung, der Einschätzung sowie der besseren Bewältigung von Geschäftsrisiken und von technischen Risiken zu unterstützen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Boris Walther
seit 31.7.2020
Prokura
Michael C. Buckley
seit 18.12.2014
Geschäftsführer
Michael K. Waddell
seit 15.8.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Protiviti Inc.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Protiviti Inc.
United States
5.025.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Protiviti GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen

Die Protiviti GmbH ist ein Tochterunternehmen der Protiviti Inc. und gehört zur weltweiten Unternehmensgruppe der Robert Half Inc. (New Yorker Börse: RHI). Die Protiviti Inc. ist ein weltweit tätiges Beratungsunternehmen, das Beratungslösungen in den Bereichen Innenrevision, Risikomanagement, Wirtschaft und Technologie anbietet. Weltweit beschäftigt die Protiviti Inc. 7.000 Mitarbeiter an mehr als 65 internationalen Standorten in über 13 Ländern. In Deutschland betreibt die Protiviti GmbH Büros an den Standorten Frankfurt am Main, München, Düsseldorf, Berlin und Hamburg.

Die Stärke der Protiviti GmbH liegt unter anderem an den Geschäftsbeziehungen mit börsennotierten Großunternehmen (DAX-40 und MDAX) sowie eine Vielzahl namhafter deutscher und internationaler Unternehmen und Einrichtungen der öffentlichen Hand. Zu den aktuellen Megatrends zählen weiterhin die Digitalisierung, ein immer flexiblerer Arbeitsmarkt sowie der steigende Bedarf an Dienstleistungen aus einer Hand (Managed Solutions). Aus diesem Grund wird gemeinsam mit der Schwestergesellschaft Robert Half Deutschland GmbH & Co. KG die Bündelung von Leistungen aus Beratung und Projektmanagement sowie Personaldienstleistung für Fach- und Führungskräfte sehr erfolgreich vorangetrieben.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das reale Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken (Vorjahr: Anstieg um 1,8 %) und hat Deutschland in eine leichte Rezession rutschen lassen. Durch den Krieg in der Ukraine, der anhaltend hohen Inflation (5,9 %; Vorjahr: 6,9 %; Quelle: Statistisches Bundesamt Destatis) sowie gestiegenen Zinsen erholt sich die Wirtschaft in Deutschland nicht wie vorhergesagt.

Diese Entwicklung spiegelte sich in einer negativen Stimmung in der deutschen Wirtschaft wider und zeigte sich in der Entwicklung des Geschäftsklimaindex. Der Jahresdurchschnittswert des ifo Geschäftsklimaindex reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Punkte und lag für das Jahr 2023 bei durchschnittlich 88,9 (Vorjahr: 90,4).

Die Unternehmen beurteilten ihre wirtschaftliche Lage im Geschäftsjahr 2023 und ihre Geschäftserwartungen aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage eher pessimistisch. Der ifo Geschäftsklimaindex wurde bei einem Höchstwert von 93,1 für April 2023 und einem Tiefstwert von 85,9 für September 2023 mit einem Wert von 86,4 für Dezember 2023 ausgewiesen.

Der Arbeitsmarkt konnte sich im Verlauf des Jahres 2023 stabilisieren. Dies machte sich unter anderem in einer leichten Erhöhung der Erwerbstätigkeit und der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen bemerkbar. Im Dezember 2023 waren saisonbereinigt 45,88 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig (Vorjahr: 45,73 Millionen). Dies entspricht einem Anstieg der Erwerbstätigenzahl von 0,48% oder 221.000 Personen gegenüber Dezember 2022 (Quelle: Statistisches Bundesamt Destatis).

Der deutsche Markt für Unternehmensberatung konnte sich den globalen Unsicherheiten und Herausforderungen nicht entziehen. Dies zeichnete sich in der Normalisierung der Wachstumsraten ab. Der Umsatz des Beratungsmarktes erhöhte sich im Jahr 2023 um 7,2% auf € 46,7 Mrd. (Vorjahr: € 43,7 Mrd.). Die Anzahl der Beratungsunternehmen wird in Deutschland auf rund 26.650 geschätzt, davon sind weniger als 1% große Beratungsunternehmen mit einem Jahresumsatz von über T€ 50.000, 14,7% mittelgroße Beratungsunternehmen mit einem Jahresumsatz von T€ 1.000 bis T€ 50.000 und 84,6% kleinere Beratungsunternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu T€ 1.000.

Die Beratungsthemen mit den dynamischsten Wachstumsraten im Geschäftsjahr 2023 waren Nachhaltigkeit (+18,1%), Digitalstrategie (+16,3%), künstliche Intelligenz (+15,4%), Transformationsberatung (+14,2%) sowie Insolvenz- und Sanierungsberatung (+13,3%). Obwohl diese Beratungsthemen weniger als 10% des Gesamtmarktumsatzes von € 46,7 Mrd. repräsentieren, zeigt dies, dass sich Beratungsunternehmen selbst in einem Transformationsprozess mit strategischer Neuausrichtung befinden, um von aktuellen Beratungs- und dynamischen Wachstumsfeldern profitieren zu können.

Die Beratungsfelder mit den größten Umsatzanteilen im Geschäftsjahr 2023 waren Organisations- und Prozessberatung (43,2%), Strategieberatung (25,8%), IT Beratung (21,9%) und Personalberatung (9,1%).

Vier Kundenbranchen waren für 46% des Gesamtmarktumsatzes verantwortlich: Versicherungen (12,4%), Fahrzeugbau (12,0%), Kreditinstitute (11,2%) sowie Non-Profit-Organisationen und öffentliche Institutionen (10,0%) (Quelle: Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen).

2.2. Geschäftsverlauf

2.2.1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Protiviti GmbH sind im Geschäftsjahr 2023 um T€ 13.553 auf T€ 98.113 (Vorjahr: T€ 111.666) gesunken. Dies entspricht einem Umsatzrückgang von 12,1 % (Vorjahr: Umsatzsteigerung um 23,4 %). Der Umsatzrückgang ist maßgeblich auf die rückläufige Geschäftsentwicklung im Bereich "Managed Solutions", ein spezialisiertes Angebot aus Personaldienstleistung und Premiumberatung in Zusammenarbeit mit der Robert Half Deutschland GmbH & Co. KG, zurückzuführen. In der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2023 hat ein Kunde aus dem öffentlichen Sektor ein Großprojekt neu ausgeschrieben und an einen Mitbewerber vergeben. Aus diesem Grund ist die Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verhaltener ausgefallen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf T€ 773 (Vorjahr: T€ 377).

Der Materialaufwand lag mit T€ 51.255 um T€ 9.436 unter dem Vorjahreswert von T€ 60.691. Mit einer Reduzierung um 15,5% ist der Materialaufwand leicht überproportional zu den Umsatzerlösen gesunken. Er besteht aus den Aufwendungen für bezogene Leistungen und beinhaltet die Aufwendungen aus Arbeitnehmerüberlassung der Robert Half und der Dienstleistungserbringung der Protiviti Services GmbH & Co. KG im Rahmen der "Managed Solutions".

Die Personalaufwendungen sind aufgrund der gestiegenen Anzahl an Mitarbeitenden, und der damit verbundenen Erhöhung der Gehaltsaufwendungen, sowie den gestiegenen sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung um 25,9% auf T€ 26.032 (Vorjahr: T€ 20.676) gestiegen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeitenden hat sich um 24,5% auf 239 (Vorjahr: 192) erhöht.

Die planmäßigen Abschreibungen betrugen T€ 926 (Vorjahr: T€ 601). Außerplanmäßige Abschreibungen haben sich im Berichtsjahr nicht ergeben.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich insgesamt um T€ 1.391 bzw. 9,0% auf T€ 16.921 (Vorjahr: T€ 15.530). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf gestiegene Mietaufwendungen (T€ 900) sowie höhere konzerninterne Lizenzgebühren (T€ 204) zurückzuführen.

Nach Abzug des negativen Zinsergebnisses von T€ 424 (Vorjahr: T€ 155) sowie der Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (T€ 1.213; Vorjahr: T€ 4.701) ergibt sich ein um T€ 7.575 vermindertes Ergebnis nach Steuern von T€ 2.115 (Vorjahr: T€ 9.690).

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist mit T€ 3.752 weiterhin positiv (Vorjahr: positiv T€ 14.546), hat sich allerdings gegenüber dem Vorjahr um T€ 10.794 reduziert. Unter Berücksichtigung der sonstigen Steuern (T€ 4; Vorjahr: Ertrag von T€ 2) ergibt sich ein um T€ 7.577 verminderter Jahresüberschuss von T€ 2.111 (Vorjahr: T€ 9.688).

Die im Lagebericht des Vorjahres für das Geschäftsjahr 2023 abgegebene Prognose für die Entwicklung von Umsatz und Ergebnis vor Steuern konnte nicht erreicht werden. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 liegen, wie dargestellt, deutlicher als erwartet unter Vorjahresniveau. Das Ergebnis nach Steuern ist, insbesondere aufgrund höherer Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen, sehr deutlich unter der abgegebenen Prognose geblieben.

2.2.2. Finanzlage

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital hat sich aufgrund des erzielten Jahresüberschusses von T€ 2.111 auf T€ 29.040 erhöht. Die Bilanzsumme hat sich hingegen um T€ 14.588 auf T€ 48.063 reduziert. Dies führte zu einer Eigenkapitalquote von 60,4% (Vorjahr: 43,0%).

Die Rückstellungen haben sich um T€ 10.641 auf T€ 8.018 (Vorjahr: T€ 18.660) vermindert. Dies ist auf den Verbrauch der zum 31. Dezember 2022 vorhandenen Steuerrückstellungen (T€ 10.339) sowie auf die um T€ 302 gesunkenen sonstigen Rückstellungen zurückzuführen. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen ist im Wesentlichen auf geringere Rückstellungen für variable Vergütungszahlungen zurückzuführen. Dem stehen gestiegene Rückstellungen insbesondere für ausstehende Rechnungen und noch nicht genommenen Urlaub gegenüber. Die Rückstellungen sind insgesamt kurzfristig und betragen 16,7% (Vorjahr: 29,8%) der Bilanzsumme.

Die Verbindlichkeiten sind insgesamt um T€ 6.057 auf T€ 11.004 (Vorjahr: T€ 17.062) gesunken. Dieser Rückgang resultiert vorwiegend aus stichtagsbedingt deutlich niedrigeren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (um T€ 7.440), davon entfallen mit T€ 5.550 auf die Protiviti Services GmbH & Co. KG sowie niedrigeren erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (um T€ 584). Diesem Rückgang stehen höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (um T€ 927) und höheren sonstigen Verbindlichkeiten (um T€ 1.040) gegenüber. Die Verbindlichkeiten sind insgesamt kurzfristig. Auf die Verbindlichkeiten entfällt ein Anteil von 22,9% (Vorjahr: 27,2%) an der Bilanzsumme.

Die Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist vorwiegend auf den zum Bilanzstichtag erfolgten Zahlungsausgleich innerhalb des Konzerns zurückzuführen.

Das Anlagevermögen (T€ 1.575) ist, wie im Vorjahr, vollständig durch langfristiges Kapital (Eigenkapital; T€ 29.040) gedeckt.

Investitionen

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 1.040 (Vorjahr: T€ 1.133) getätigt.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betreffen ausschließlich andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Liquidität

Die flüssigen Mittel der Gesellschaft betrugen zum 31. Dezember 2023 T€ 21.284 (Vorjahr: T€ 41.265).

Die Gesellschaft kann - sofern notwendig - zur Aufrechterhaltung der Liquidität auf kurzfristige Darlehen von verbundenen Unternehmen zurückgreifen. Zum Bilanzstichtag und darüber hinaus besteht eine Darlehensvereinbarung mit der Schwestergesellschaft Robert Half B.V., Belgien mit unbestimmter Laufzeit. Zum 31. Dezember 2023 und darüber hinaus hat die Protiviti GmbH dieses Darlehen nicht in Anspruch genommen.

Ergänzend hat die Robert Half Deutschland GmbH & Co. KG der Gesellschaft mit Vertrag vom 12. Juni 2024 eine Kreditlinie in Höhe von T€ 8.000 mit unbefristeter Laufzeit eingeräumt. Die Protiviti GmbH hat die Kreditlinie bisher nicht in Anspruch genommen.

Am 4. September 2024 hat die Gesellschaft eine Liquiditätsausstattungsgarantie von der Protiviti Inc. erhalten. Die Gesellschaft ist somit während der Laufzeit dieser Garantie (zwei Jahre ab Unterzeichnung) jederzeit in der Lage, ihre gegenwärtigen und zukünftigen Verbindlichkeiten gegenüber ihren Gläubigern in vollem Umfang und fristgerecht zu erfüllen.

2.2.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt T€ 48.063 (Vorjahr: T€ 62.651) und hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 14.588 reduziert.

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung hat sich investitionsbedingt um T€ 114 auf T€ 1.575 erhöht (Vorjahr: T€ 1.461). Das Anlagevermögen beträgt 3,3% (Vorjahr: 2,3%) der Bilanzsumme.

Das Umlaufvermögen hat sich um T€ 15.407 von T€ 60.661 auf T€ 45.254 reduziert. Der größte Rückgang entfällt mit T€ 19.981 auf den deutlich niedrigeren Bestand der flüssigen Mittel (T€ 21.284; Vorjahr T€ 41.265). Demgegenüber haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 5.456 auf T€ 18.683 (Vorjahr: T€ 13.226) erhöht. Das Umlaufvermögen, das die Aktivseite der Bilanz dominiert, hat einen Anteil von 94,2% (Vorjahr: 96,8%) an der Bilanzsumme.

Auf die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten entfallen 2,6% (Vorjahr: 0,8%) der Bilanzsumme.

2.3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Steuerung des operativen Geschäfts der Protiviti GmbH erfolgt über ausgewählte finanzielle Kennzahlen nach US GAAP. Zu den wesentlichen operativen Kennzahlen zählen insbesondere der Umsatz und das Ergebnis vor Steuern. Die Prognosen basieren ebenfalls auf US GAAP.

Die weitere Steuerung der Gesellschaft erfolgt anhand einer Bruttomargenbetrachtung und Umsatzwachstum auf Segment- und Niederlassungsebene.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeitende

Die Protiviti GmbH beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2023 in Deutschland 239 Mitarbeitende (Vorjahr: 192 Mitarbeitende).

Wir sichern und entwickeln fortlaufend die fachliche und persönliche Qualifikation unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Verbunden mit persönlichem Engagement und Verantwortungsbereitschaft sind dies die wichtigsten Abgrenzungsmerkmale zum Wettbewerb. Wir suchen Personen, die begeistern, unternehmerisch denken und handeln, Verantwortung übernehmen und durch Kompetenz überzeugen. Um diesen hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, bieten wir unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen eine wettbewerbsfähige Vergütung sowie diverse Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten an.

Kunden

Das maßgebliche Kriterium der Kundenzufriedenheit, und somit der wichtigste Erfolgsfaktor als Beratungsunternehmen, ist die Qualität der Dienstleistung, die durch unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Kundeneinsatz erbracht wird, sowie die nachhaltige und kontinuierliche Kundenorientierung. Insbesondere ist jedoch durch den regelmäßigen direkten Kontakt der Berater und Beraterinnen mit den Kunden sichergestellt, dass die Erwartungen und Anforderungen unserer Kunden kontinuierlich erfasst und umgesetzt werden können.

Abschließende Gesamtaussage

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat zu einer rückläufigen Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr geführt. Aufgrund der deutlich rückläufigen Umsatzerlöse und der deutlich gestiegenen Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen schließt die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2023 mit einem gegenüber dem Vorjahr um T€ 7.577 oder 78,2 % gesunkenen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 2.111 ab.

3. Nachtragsbericht

Aus zwei im Januar 2024 abgeschlossenen Mietverträgen für Büros in Eschborn und Frankfurt am Main mit Laufzeiten bis 2025 ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen von insgesamt T€ 1.283.

In 2024 haben sich die Gesellschaft und ein Kunde entschieden, bereits erbrachte und fakturierte Leistungen näher zu überprüfen. Die Gesellschaft untersucht die Angelegenheit sorgfältig und kooperativ mit dem Kunden. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die gemeinsame Untersuchung noch nicht abgeschlossen.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1. Prognosebericht

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seinem jüngsten "World Economic Outlook" die Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft in 2024 mit 3,1% unverändert zum Vorjahr gelassen. (Quelle: IWF). Für die exportorientierte deutsche Wirtschaft prognostiziert der IWF eine gedämpfte Entwicklung von 0,5%, die Bundesregierung prognostiziert eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts für 2024 in Höhe von 0,2% (Quellen: IWF; Jahreswirtschaftsbericht 2024 der Bundesregierung). Somit wird sich die gedämpfte Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Geschäftsjahr 2024 möglicherweise weiter fortsetzen.

Das kommende Jahr wird weiterhin von Unsicherheit und Zurückhaltung der Marktteilnehmer geprägt sein. Der Konflikt in der Ukraine, bedingt durch anhaltende Lieferengpässe, außenpolitische Unsicherheit sowie hohen Energiepreisen, und das erhöhte Zinsniveau werden zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Entwicklung beitragen.

Der Arbeitsmarkt dürfte, dem Jahreswirtschaftsbericht 2024 der Bundesregierung nach, im Geschäftsjahr 2024 weiter robust bleiben. Der Arbeitsmarktausblick des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bestätigt diese Einschätzung. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer lag im Juli 2024 bei 100,4 Punkten. Es scheint, dass der Arbeitsmarkt dem Sog des Wirtschaftsabschwungs widerstehen kann. Eine mögliche Begründung ist der demografische Wandel, durch den dem Arbeitsmarkt stetig immer mehr Arbeitskräfte entzogen werden. Trotz der leicht negativen wirtschaftlichen Entwicklung wird somit der Fachkräftemangel in vielen Berufsgruppen weiter fortbestehen und zu einer gewissen Arbeitskräftenachfrage führen.

Trotz einer guten und engen Zusammenarbeit mit der Robert Half Deutschland GmbH & Co. KG im Rahmen des "Managed Solutions", ein integriertes Angebot aus Personaldienstleistung und Premiumberatung, blickt die Gesellschaft auf ein herausforderndes Jahr 2024.

Die kumulierten Umsätze der Gesellschaft nach US GAAP befinden sich in den ersten sieben Monaten 2024 deutlich unter dem Niveau des Vergleichszeitraums des Vorjahres, unter anderem bedingt durch den Wegfall eines Großkunden. Der Material- und Personalaufwand sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum ebenfalls deutlich gesunken, so dass die ersten sieben Monate 2024 mit einem gegenüber dem Vorjahreszeitraum moderat negativen Ergebnis vor Steuern abgeschlossen wurden.

Die Geschäftsführung prognostiziert für das Geschäftsjahr 2024, dass die Umsatzerlöse voraussichtlich deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen werden. Das Ergebnis vor Steuern wird voraussichtlich negativ sein und somit deutlich unter dem Vorjahr liegen.

4.2. Chancen- und Risikobericht

Der Umsatz der Beratungsbranche ist in 2023 um 7,2 % auf insgesamt € 46,7 Mrd. gestiegen (Quelle: Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen BDU e.V.). Die Geschäftsführung geht zum jetzigen Zeitpunkt von einer moderaten Steigerung der Branchenumsätze für das Jahr 2024 aus, dies in Anlehnung an die Wachstumsprognose des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberatungen BDU e.V., die eine Erhöhung der Branchenumsätze für 2024 um 10 % auf € 51,4 Mrd. prognostiziert.

Wesentliche Chancen ergeben sich u.a. aus dem wachsenden Bedarf an Unternehmensberatung, Projektleitung und Technologieimplementierung in Deutschland, vor allem in den Bereichen verarbeitendes Gewerbe als auch Finanzdienstleister. Hinzu kommen Projekte aus dem öffentlichen Sektor, bei denen ausgelagerte, operative Unternehmensaufgaben von hochqualifizierten, spezialisierten Fachkräften übernommen werden. Dies stellt einen wesentlichen Wachstumsfaktor der Gesellschaft dar.

Zudem profitiert die Gesellschaft als Mitglied des internationalen Protiviti und Robert Half Netzwerks von der Nutzung von Ressourcen und den internationalen Organisationsstrukturen, so dass bei möglichen Personalengpässen Experten für Beratungsprojekte kurzfristig akquiriert werden können.

Die Gesellschaft profitiert als Teil der Robert Half Gruppe von der Nutzung des Markennamens Protiviti Inc. Die Marke genießt mittlerweile nicht mehr nur im heimischen Markt der USA ein starkes Image als spezialisiertes Beratungsunternehmen, auch in Deutschland konnte sich die Marke in den letzten Jahren deutlich etablieren und genießt in der relevanten Zielgruppe einen hohen Bekanntheitsgrad. Durch gezielte Markenpflege wie bspw. Medien-Kampagnen wird daran gearbeitet, diese Position der Marke zu stärken und weiter auszubauen.

Gemeinsam mit Robert Half, ein Personaldienstleister im Konzernverbund der Robert Half Inc., wird ein integriertes Angebot aus Personaldienstleistung und Premiumberatung ("Managed Solutions") im Markt angeboten. Die Geschäftsführung geht zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass die Geschäftsentwicklung in 2024 entscheidend durch dieses Angebot bestimmt und dies einen positiven Einfluss auf die Umsatzentwicklung und das operative Ergebnis haben wird.

Bedingt durch den Geschäftszweck der Gesellschaft ergibt sich ein stets hoher Bedarf an qualifizierten Fach- und Führungskräften, sowohl in der Kundenberatung als auch bei internen Mitarbeitern. Somit ist es für die laufende Geschäftstätigkeit und die zukünftige Unternehmensentwicklung essenziell, jederzeit über die benötigte Anzahl bzw. über ein umfangreiches Netzwerk an qualifizierten Fach- und Führungskräften zu verfügen. Der vorherrschende Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften verbunden mit sich andeutenden Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie -forderungen birgt ein gewisses Risiko.

Diesen Herausforderungen begegnet die Gesellschaft jedoch intern mit flexiblen Arbeitsbedingungen, marktgerechten Gehältern und Prämien, einer bedarfsgerechten Förderung von Mitarbeitenden sowie attraktiven Zusatzleistungen. Das Risikofeld Personal besitzt einen hohen Stellenwert im Risikomanagement der Gesellschaft.

Die Protiviti GmbH ist weiterhin in einer guten Position, um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein flexibles und hybrides Arbeitsmodell anbieten zu können.

Zu den wesentlichen Risiken der Gesellschaft als Beratungsunternehmen sind allgemeine Konjunktureinbrüche zu zählen, die den Beratungsbedarf negativ beeinflussen können. Durch flexible Vertriebsstrukturen und Diversifizierung versucht die Geschäftsführung auf Schwankungen am Beratungsmarkt zu reagieren.

Allgemeinen Finanzierungsrisiken wie Zahlungsverzögerungen oder Zahlungsausfällen begegnet die Gesellschaft durch Bonitätsprüfungen von Neukunden und einem mehrstufigen Genehmigungsprozess bei der Gewährung von Zahlungszielen über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hinaus. Mögliche Forderungsausfälle können durch ein striktes Forderungs- und Kundenrisikomanagement sowie einen großen Kundenkreis in Grenzen gehalten werden.

Da die Umsatzerlöse der Gesellschaft überwiegend durch eine branchenübergreifende Kundenbasis im Inland erzielt werden, sind die direkten Auswirkungen des Konflikts in der Ukraine durch ausreichend Substitutionsmöglichkeiten eher gering.

Durch ständige Softwareverbesserungen wird die Gesellschaft weiterhin gewährleisten, die zur Verfügung gestellten personenbezogenen Daten auf höchstem Niveau zu schützen. Ein großer Schwerpunkt liegt diesbezüglich auch in der Wahrung der Datenschutzrichtlinien sowie der Sicherheit von eingesetzten IT-Systemen. Somit sind eventuelle IT-Risiken sowie Verstöße gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) derzeit aus unserer Sicht nicht absehbar.

Die Geschäftsführung beurteilt die Risiken und Einflussfaktoren fortlaufend und trifft geeignete Maßnahmen zur Reduktion der Auswirkungen. Dazu gehören die Diversifizierung der Geschäftstätigkeit, Sicherheitsschulungen für Mitarbeitende, eingehende Vertragsprüfungen für Neukunden, die Sicherung zusätzlicher Finanzmittel über die Gruppe sowie dem vollständigen und zeitnahen Forderungseinzug durch das laufende Forderungsmanagement.

Bewertung der derzeitigen Risikoposition

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist die konsolidierte Betrachtung aller Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht der Geschäftsführung und in Anbetracht aller beschriebenen Risiken sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar, insbesondere vor dem Hintergrund der im September 2024 von der Protiviti Inc. erteilten Liquiditätsausstattungsgarantie. Im Laufe des Geschäftsjahres ist kein neues Einzelrisiko identifiziert und in das Risikomanagementsystem hinzugenommen worden.

 

15. Oktober 2024

Protiviti GmbH

Die Geschäftsführung

M. Keith Waddell

Michael C. Buckley

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.575.438,82 1.460.615,88
1.575.438,82 1.460.615,88
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.682.525,02 13.226.271,15
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.172.977,11 3.102.225,72
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.114.133,14 3.067.664,68
23.969.635,27 19.396.161,55
II. Guthaben bei Kreditinstituten 21.283.787,71 41.264.651,25
45.253.422,98 60.660.812,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.234.109,48 529.547,94
48.062.971,28 62.650.976,62

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.025.000,00 5.025.000,00
II. Rücklagen 1.250.000,00 1.250.000,00
III. Gewinnvortrag 20.654.048,37 10.966.492,10
IV. Jahresüberschuss 2.111.157,68 9.687.556,27
29.040.206,05 26.929.048,37
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 10.339.344,33
2. Sonstige Rückstellungen 8.018.274,49 8.320.314,50
8.018.274,49 18.659.658,83
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 794.844,69 1.378.926,76
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 966.045,95 39.457,39
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.608.572,24 15.048.738,47
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.635.027,86 595.146,80
(davon aus Steuern € 1.231.873,12; Vorjahr: € 506.190,90)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 0,00; Vorjahr € 0,00)
11.004.490,74 17.062.269,42
48.062.971,28 62.650.976,62

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 98.112.971,26 111.666.196,62
2. Sonstige betriebliche Erträge 772.927,09 377.227,45
(davon aus Währungsumrechnung € 59.985,00; Vorjahr: € 62.523,79)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -51.255.420,33 -60.690.682,58
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -22.724.581,76 -18.125.309,14
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.306.956,66 -2.550.579,45
(davon für Altersversorgung € 19.602,51; Vorjahr: € 16.963,06)
-26.031.538,42 -20.675.888,59
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -925.599,51 -600.940,48
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -16.921.424,21 -15.530.086,52
(davon aus Währungsumrechnung € 84.250,44; Vorjahr: € 280.300,46)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 85,00 10.676,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -423.770,73 -165.584,75
(davon an verbundene Unternehmen € 423.770,73; Vorjahr: € 164.033,75)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.213.332,00 -4.701.000,00
10. Ergebnis nach Steuern 2.114.898,15 9.689.917,15
11. Sonstige Steuern -3.740,47 -2.360,88
12. Jahresüberschuss 2.111.157,68 9.687.556,27

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

1. Die Gesellschaft erfüllt die Kriterien einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 - 4 HGB. Der Jahresabschluss der Protiviti GmbH wird neben den allgemeinen Bestimmungen unter Berücksichtigung der besonderen Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB und unter Berücksichtigung des GmbH Gesetzes in der jeweils gültigen Fassung sowie unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt.

2. Die Protiviti GmbH wird in den Konzernabschluss der obersten Muttergesellschaft, der Robert Half Inc., Menlo Park, Kalifornien, USA, einbezogen. Der Konzernabschluss ist unter www.roberthalf.com erhältlich.

3. Der formale Aufbau des Jahresabschlusses erfolgte nach den Gliederungsvorschriften der §§ 265 ff. HGB.

4. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

5. Die Gesellschaft firmiert unter dem Namen Protiviti GmbH und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Sie ist mit der Handelsregister-Nummer HR B 73105 beim Amtsgericht Frankfurt am Main eingetragen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

6. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert.

Anlagevermögen

7. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um planmäßige, kumulierte Abschreibungen und um kumulierte Wertminderungsaufwendungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

8. Die Nutzungsdauern für immaterielle Vermögensgegenstände betragen 2 bis 5 Jahre, die für Sachanlagen 3 bis 15 Jahre. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis € 800 (vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag), die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

9. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bewertet bzw. im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Auf fremde Währung lautende Forderungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Guthaben bei Kreditinstituten

10. Bankguthaben und kurzfristige Termingelder bei Kreditinstituten werden mit ihrem Nominalwert bewertet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

11. Als Rechnungsabgrenzung werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Eigenkapital

12. Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

13. Die Rückstellungen berücksichtigen bestehende ungewisse Verpflichtungen und erkannte Risiken. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen, angesetzt und tragen allen erkennbaren Bilanzierungsrisiken Rechnung. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem jeweils fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz (gemäß Deutscher Bundesbank) der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

14. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden unter Verwendung des Devisenkassamittelkurses zum Bilanzstichtag bewertet. Die erhaltenen Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

15. Die Gesellschaft hat ihre kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf ausländische Währung lauten, unter Verwendung des Devisenkassamittelkurses zum Bilanzstichtag (Währungstool: OANDA) nach § 256a HGB umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

16. Die Aufgliederung und Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel, der als Anlage beigefügt ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

17. Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren ausschließlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben mit T€ 3.992 (Vorjahr: T€ 1.398) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und mit T€ 122 (Vorjahr: T€ 1.670) eine Restlaufzeit von über einem Jahr, aber weniger als fünf Jahren.

Eigenkapital

18. Zum Bilanzstichtag beträgt das Stammkapital T€ 5.025 (Vorjahr: T€ 5.025) und ist vollständig eingezahlt.

Rückstellungen

19. Zum Bilanzstichtag ergaben sich keine Ertragssteuerrückstellungen (Vorjahr: T€ 10.339).

20. Die in der Bilanz ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 8.018 (Vorjahr: T€ 8.320) wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen (T€ 4.578; Vorjahr: T€ 4.434), für Prämien (T€ 2.975; Vorjahr: T€ 3.586) und noch nicht genommenen Resturlaub der Mitarbeitenden (T€ 323; Vorjahr: T€ 219) gebildet.

Verbindlichkeiten

21. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 7.609 (Vorjahr: T€ 15.049). Hiervon betreffen T€ 7.021 (Vorjahr: T€ 15.049) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen; im Wesentlichen gegenüber der Protiviti Services GmbH & Co. KG (T€ 6.395; Vorjahr: T€ 12.533).

22. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

23. Die Umsatzerlöse resultieren aus Beratungsleistungen und wurden vorwiegend im Inland erzielt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

24. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023
T€
2022
T€
Miete und Mietnebenkosten 8.813 7.913
Sonstige Aufwendungen für Personal 2.790 3.215
Gebühren für das International Corporate Office (ICO) 1.624 1.211
Aufwendungen für Werbeaufwand 1.018 947
Aufwand für Bewirtungskosten und Reisekosten 672 636
Lizenzgebühren für Software 422 218
Aufwendungen für Leasinggebühren, Fremdreparaturen und Instandhaltung 298 230
Aufwendungen für Kommunikation 168 158
Sonstige andere betriebliche Aufwendungen 1.116 1.003
Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.921 15.530

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

25. Die Gesellschaft haftet für ausgereichte Bankbürgschaften. Das Risiko für Regressforderungen der Bank gegen die Gesellschaft, die sich aus einer Inanspruchnahme der Bankbürgschaften ergeben würden, wird derzeit als sehr gering eingestuft. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend flüssige Mittel, um Ihre Verpflichtungen aus Mietkautionen jederzeit erfüllen zu können.

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Fälligkeit 31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
fällig bis 1 Jahr 7.700 9.070
fällig über 1 Jahr 13.302 3.720
(davon fällig über 5 Jahre) (1.937) (-)
Summe 21.002 12.790

Enthalten sind Miet- und Leasingverträge in Höhe von T€ 21.002 (Vorjahr: T€ 12.790). Der Anstieg resultiert vorwiegend aus einem im Oktober 2023 neu abgeschlossenem Mietvertrag für Büroräume in Düsseldorf (Laufzeit bis 2030).

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Die Miet- und Leasingverträge betreffen sowohl die Nutzung von Gebäuden als auch den Fuhrpark. In allen Fällen handelt es sich um Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wofür es derzeit keine Anzeichen gibt.

Mitarbeitende

26. Die Zahl der durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeitenden beträgt 239 (Vorjahr: 192). Es handelt sich wie im Vorjahr ausschließlich um Angestellte.

Abschlussprüferhonorar

27. Für Leistungen des Abschlussprüfers fielen für das Geschäftsjahr 2023 Aufwendungen in Höhe von T€ 38 an. Es handelt sich ausschließlich um Abschlussprüfungsleistungen.

Konzernverhältnisse

28. Alleinige Gesellschafterin ist die Protiviti Inc., Menlo Park, Kalifornien, USA. Der Jahresabschluss der Protiviti GmbH wird in den Konzernabschluss der Robert Half Inc., Menlo Park, Kalifornien, USA, als oberstes Mutterunternehmen einbezogen, der den kleinsten und größten Konsolidierungskreis darstellt. Der Konzernabschluss ist unter www.roberthalf.com einsehbar.

29. Die Protiviti GmbH ist seit dem 28. März 2022 unbeschränkt haftende Gesellschafterin der Protiviti Services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main.

Nachtragsbericht

30. Aus zwei im Januar 2024 abgeschlossenen Mietverträgen für Büros in Eschborn und Frankfurt am Main mit Laufzeiten bis 2025 ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen von insgesamt T€ 1.283.

31. In 2024 haben sich die Gesellschaft und ein Kunde entschieden, bereits erbrachte und fakturierte Leistungen näher zu überprüfen. Die Gesellschaft untersucht die Angelegenheit sorgfältig und kooperativ mit dem Kunden. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die gemeinsame Untersuchung noch nicht abgeschlossen.

Organe der Gesellschaft

32. Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023:

Herr M. Keith Waddell, President & CEO der Robert Half Inc., Menlo Park, Kalifornien / USA (Geschäftsführer)

Herr Michael C. Buckley, Executive Vice President & CFO der Robert Half Inc., Menlo Park, Kalifornien / USA (Geschäftsführer)

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Eine Geschäftsführervergütung wurde nicht gezahlt.

Ergebnisverwendung

33. Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

15. Oktober 2024

Protiviti GmbH

Die Geschäftsführung

M. Keith Waddell

Michael C. Buckley

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Lizenzen 4.879,23 0,00 0,00 0,00 4.879,23
4.879,23 0,00 0,00 0,00 4.879,23
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.797.485,10 1.040.422,43 0,00 12.098,66 3.825.808,87
2.797.485,10 1.040.422,43 0,00 12.098,66 3.825.808,87
Summe Anlagevermögen 2.802.364,33 1.040.422,43 0,00 12.098,66 3.830.688,10
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Lizenzen 4.879,23 0,00 0,00 4.879,23
4.879,23 0,00 0,00 4.879,23
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.336.869,22 925.599,51 12.098,68 2.250.370,05
1.336.869,22 925.599,51 12.098,68 2.250.370,05
Summe Anlagevermögen 1.341.748,45 925.599,51 12.098,68 2.255.249,28
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Lizenzen 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.575.438,82 1.460.615,88
1.575.438,82 1.460.615,88
Summe Anlagevermögen 1.575.438,82 1.460.615,88

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Protiviti GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Protiviti GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Protiviti GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 15. Oktober 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christiane Lawrenz, Wirtschaftsprüferin

ppa. Roswitha Hees-Brückmann, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 15.10.2024 festgestellt.

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