Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Paul Ostermann von Roth seit 9.12.2025 | Geschäftsführer |
Christoph Johannes Staber seit 16.10.2025 | Prokura |
Sandra Hlavac seit 6.2.2023 | Prokura |
Bernd Kratochwille seit 25.11.2021 | Prokura |
Jürgen Schlagentweith seit 26.10.2021 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 15.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
B.PRO GmbHOberderdingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Die B.PRO GmbH hat ihren Sitz in Oberderdingen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (Reg.Nr. HRB 741623). Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften zur Rechnungslegung für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel und Verbindlichkeitsspiegel) sowie den Lagebericht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Aufwendungen für die sonstigen Steuern (im Berichtsjahr 42 TEUR (i. Vj. 47 TEUR)) werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Auf Grund der wirtschaftlichen Lage hat die Gesellschaft von November bis Dezember 2023 Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit beantragt. Bei den in diesem Zusammenhang geflossenen Zahlungen an Kurzarbeitergeld handelt es sich bilanziell um einen durchlaufenden Posten, der die Gewinn- und Verlustrechnung nicht berührt. Die Nutzung von Kurzarbeit führte zu Ansprüchen auf die Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen, die mit dem Personalaufwand von der Agentur für Arbeit vereinnahmt wurden. Zum Bilanzstichtag bestehen offenen Forderungen i.H.v. 95 TEUR gegenüber der Agentur für Arbeit. Rückwirkend auf den 1. Januar 2023 wurde die B.PRO Kunststofftechnik GmbH auf die B.PRO GmbH verschmolzen. Die Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist hierdurch nicht eingeschränkt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen und werden, soweit sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Anschaffungs- bzw. Herstellungskostenminderungen werden berücksichtigt. Die Herstellungskosten selbst erstellter Vermögensgegenstände enthalten Einzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten. Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie Zinsen für Fremdkapital sind nicht aktiviert. Soweit die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens der Abnutzung unterliegen, werden die Anschaffungsbzw. Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zugänge ab dem 1. Januar 2011 werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Soweit zulässig, wird für bewegliche Sachanlagegüter mit Zugangsdatum vor 2011 die degressive Methode angewandt. Der Übergang zur linearen Abschreibung erfolgt in dem Jahr, für welches die lineare Abschreibung erstmals zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungskosten bis 800 EUR im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern werden für die einzelnen Gruppen der Anlagengegenstände angewendet:
Soweit dauerhafte Wertminderungen für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens vorliegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen und erhöht durch Zuschreibungen, ausgewiesen. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen bzw. den niedrigeren Stichtagspreisen bewertet. In Fällen längerer Lagerdauer wurden entsprechende Abschläge vorgenommen; teilweise wurde der Nutz- oder Schrottwert angesetzt. Grundlage der Bewertung der fertigen Erzeugnisse sind die durch die Vorkalkulation ermittelten Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Gemeinkosten für die einzelnen Artikel. Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie Zinsen für Fremdkapital und Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs sind nicht aktiviert. Die Bestände an Artikeln, bei denen die erzielbaren Verkaufspreise zur Deckung der Kosten nicht ausreichen, wurden retrograd bewertet. Nicht gängige Artikel mit einer längeren Lagerdauer bzw. schlechter Verwertbarkeit wurden entsprechend abgewertet, die Abwertungssätze wurden nach Abstimmung mit der Betriebsprüfung im Geschäftsjahr 2022 angepasst. Auch bei den unfertigen Erzeugnissen dienten die Herstellungskosten der Vorkalkulation als Grundlage. Der bei der Aufnahme festgelegte Fertigungsgrad wurde bei der Bewertung berücksichtigt. Die Aktivierungswahlrechte gemäß § 255 II HGB wurden analog zu den fertigen Erzeugnissen ausgeübt. Handelswaren wurden mit den Anschaffungskosten bewertet; soweit erforderlich, wurden Abschläge vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt, für das erhöhte Ausfallrisiko durch die Corona-Pandemie wurde ein weiter pauschaler Abschlag gebildet. Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerung. Dabei werden Rückstellungen, die voraussichtlich länger als ein Jahr laufen, mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfassen die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die Aufstockungsleistungen. Erfüllungsrückstand und Aufstockungsbetrag werden als Barwert mit einem Rechnungszins von 1,08 % unter Zugrundelegung der Heubeck Richttafeln 2018 G ermittelt. Die Berechnung berücksichtigt einen Gehaltstrend von 3,20 % p.a. Zur Erfüllung der in der Betriebsvereinbarung festgelegten Quote wurden für 8 bestehende Altersteilzeitverträge Rückstellungen gebildet. Nach der IDW-Stellungnahme unterscheidet sich die bilanzielle Behandlung der vom Arbeitgeber zu zahlenden Zuschüsse sowie der zusätzlich zu leistenden Beiträge zur Rentenversicherung danach, ob sie den Charakter einer Abfindung oder einer zusätzlichen Entlohnung haben. Maßgeblich für die Klassifizierung der Aufstockungsbeträge ist der wirtschaftliche Charakter der Vereinbarung je Einzelfall. Die Klassifizierung erfolgt zum ersten Bilanzstichtag nach Zustandekommen der Altersteilzeitvereinbarung. Für die Bewertung der im Geschäftsjahr 2023 neu hinzugekommenen Abschlüsse wurde die Klassifizierung der bestehenden Altersteilzeitvereinbarungen zugrunde gelegt, da die vom Arbeitgeber zu zahlenden Zuschüsse Abfindungscharakter haben. Dabei werden Rückstellungen, die voraussichtlich länger als ein Jahr laufen, mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Rückstellungen für Jubiläumszahlungen berücksichtigen die Zahlungen für zukünftige Verpflichtungen, die über ein Jahr hinausgehen. Die Rückstellungsberechnung wurde auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 1,75 % sowie einer zu erwartenden Fluktuation von 2,50 % berechnet. Des Weiteren wurden ein Lohn- und Gehaltstrend sowie ein Karrieretrend von 3,20 % berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Währungsumrechnung Die Umrechnung der nominal auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden in Fremdwährung erfolgte grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Entstehung. In der Folgebewertung wird gemäß § 256a HGB zwischen zwei Fällen unterschieden: Beträgt die Restlaufzeit der Fremdwährungsposten mehr als ein Jahr, steht ihre Umrechnung unter dem Vorbehalt der allgemeinen Bewertungsgrundsätze, namentlich des Anschaffungskostenprinzips (vgl. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) und des Realisationsprinzips (vgl. § 252 Abs. 1 Nr. 4 2. Halbs. HGB). Andernfalls erfolgt die Umrechnung ohne Rücksicht auf den Ausweis unrealisierter Gewinne zum Devisenkassamittelkurs. Die Erträge und Aufwendungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden mit dem Kurs im Zeitpunkt der Entstehung umgerechnet. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von 0 TEUR (i. Vj. 53 TEUR) vorgenommen. Anteilsbesitz
Umrechnungskurse (Stichtagskurse für Eigenkapital / Durchschnittskurse für Ergebnis) 31.12.2023 1 GBP = 1,15207 EUR / 1 GBP = 1,16117 EUR, 1 CZK = 0,0405787 EUR / 1 CZK = 0,0409016 EUR. 2. Vorräte Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Es wurde im Geschäftsjahr 2023 eine außerplanmäßige Wertberichtigung auf die Rohmaterialien i.H.v. 1.888 TEUR gemacht (i. Vj. 0 TEUR). Durch die Auflösung der Geschäftseinheit Kitchen Assembly Solutions musste Rohmaterial, welches für einen einzelnen Kunde bestimmt war, verschrottet werden. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig, die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (i. Vj. 0 TEUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. 1.988 TEUR (i. Vj. 2.077 TEUR) betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr i.H.v. 269 TEUR und Darlehensforderungen. Alle Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr haben wie im Vorjahr eine Laufzeit kleiner einem Jahr. Die Darlehensforderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag 1.602 TEUR (i. Vj. 1.902 TEUR). 4. Latente Steuern Zum 31. Dezember 2023 errechneten sich künftige Steuerentlastungen, saldiert mit künftigen Steuerbelastungen aus abweichenden Wertansätzen in der Steuerbilanz, im Wesentlichen im Anlagevermögen sowie bei den sonstigen Rückstellungen. Der Berechnung liegt ein Steuersatz von 29,13 % (i. Vj. 29,13 %) zugrunde. Auf Grund des ausgeübten Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 HGB, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern zu verzichten, wurde kein Bilanzposten angesetzt. 5. Eigenkapital Die Gesellschafterversammlung vom 21. März 2023 hat im Rahmen der Beschlussfassung für die Verwendung des Jahresüberschusses 2022 beschlossen den Jahresüberschuss i.H.v. 2.273.508,63 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. 6. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten u.a. Einzelrückstellungen für Altersteilzeit 423 TEUR (i. Vj. 672 TEUR), Urlaubsverpflichtungen und Gleitzeitguthaben 64 TEUR (i. Vj. 595 TEUR), Jubiläumsrückstellungen 746 TEUR (i. Vj. 819 TEUR), Personalmaßnahmen und -restrukturierung 14 TEUR (i. Vj. 64 TEUR) und Gewährleistungen und Garantien 647 TEUR (i. Vj. 649 TEUR). Ferner sind enthalten Rückstellungen für Rechtsvorgänge und Schadenersatz 63 TEUR (i. Vj. 69 TEUR), Rückstellung für Tantiemen und Gratifikationen 202 TEUR (i. Vj. 631 TEUR), Umsatzboni und sonstige Erlösschmälerungen 2.211 TEUR (i. Vj. 2.100 TEUR), Rückstellung für ungewisse Schulden i.H.v. 806 TEUR (i. Vj. 1.510 TEUR). Des Weiteren gibt es ungewisse Schulden für Entsorgung- und Umweltschutzmaßnahmen i.H.v. 631 TEUR (i. Vj. 769 TEUR) und eine Rückstellung für nachträgliche Rechnungseingänge 464 TEUR (i. Vj. 975 TEUR). 7. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr 2.471 TEUR (i. Vj. 4.151 TEUR). Es bestehen keine Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (i. Vj. 47 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen sonstige Verbindlichkeiten 2.379 TEUR (i. Vj. 3.902 TEUR). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen kreditorische Debitoren 156 TEUR (i. Vj. 63 TEUR), noch ausstehende Löhne und Sozialabgaben 16 TEUR (i. Vj. 17 TEUR) sowie Verbindlichkeiten für noch abzuführende Lohn- und Kirchensteuer 128 TEUR (i. Vj. 237 TEUR) enthalten. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Aufteilung der Umsatzerlöse lässt sich für die vergangenen zwei Geschäftsjahre wie folgt darstellen: Die Umsätze entfallen auf Regionen wie folgt:
Die folgende Tabelle zeigt die Umsätze aufgeteilt nach Tätigkeitsbereichen:
Der Rückgang der Sonstigen Erlöse ist auf die Umklassifizierung der Schrotterlöse zurückzuführen. In den Vorjahren wurden Erlöse aus dem Verkauf von Schrott gesammelt unter den sonstigen Erlösen ausgewiesen. Für das Jahr 2023 wurden die Schrotterlöse soweit möglich verursachergerecht auf die Umsatzerlöse der Geschäftseinheiten verteilt. Unter Anwendung der Vorjahreszuordnung entfallen hiervon 1.915 TEUR auf die Geschäftseinheit Catering Solutions, 708 TEUR auf die Geschäftseinheit ENOXX Engineering sowie TEUR 8 auf die Geschäftseinheit Kitchen Assembly Solutions. 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 3.617 TEUR (i. Vj. 1.683 TEUR) beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 2.523 TEUR (i. Vj. 619 TEUR), davon 750 TEUR aus der Auflösung der Rückstellung für die Zahlungsaufforderung für den Earn-Out KUGEL und 647 TEUR aus der Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen zum 31. Dezember 2022. Desweitere gab es im Geschäftsjahr Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung von Forderungen 300 TEUR, (i. Vj. 0 TEUR) sowie der Einzelwertberichtigungen von 204 TEUR (i.Vj. 30 TEUR) und sonstige Sachbezüge von 179 TEUR (i. Vj. 197 TEUR). Im Geschäftsjahr gab es Erträge aus den Währungsumrechnungen i.H.v. 13 TEUR (i. Vj. 566 TEUR). In Folge der Verschmelzung und somit Abgang der Beteiligung an die B.PRO Kunststofftechnik GmbH ist ein Verschmelzungsgewinn i.H.v. 286 TEUR entstanden. Aus Anlagenabgängen ergeben sich Gewinne von 12 TEUR (i. Vj. 25 TEUR). 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen für Konzerndienstleistungen 5.270 TEUR (i. Vj. 5.910 TEUR), Personalleasing 403 TEUR (i. Vj. 1.142 TEUR), Ausgangsfrachten 3.684 TEUR (i. Vj. 3.389 TEUR), bezogene Leistungen u.a. IT 2.371 TEUR (i. Vj. 2.154 TEUR), Werbekosten 853 TEUR (i. Vj. 879 TEUR), Rechts- und Beratungskosten 183 TEUR (i. Vj. 225 TEUR), Provisionen 2.491 TEUR (i. Vj. 2.410 TEUR) sowie Aufwendungen durch den Verlust aus verschrotteten Anlagen 208 TEUR (i. Vj. 0 TEUR). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auch Aufwendungen aus Forderungsabschreibungen i.H.v. 340 TEUR (i. Vj. 0 TEUR), Provisionen 2.491 TEUR (i. Vj. 2.410 TEUR), Währungsverluste i.H.v. 29 TEUR (i. Vj. 137 TEUR) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 27 TEUR (i. Vj. 38 TEUR) enthalten. 4. Erträge und Aufwendungen aus der Ab-/Aufzinsung In den Zinserträgen sind im Geschäftsjahr 2023 Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen i.H.v. 56 TEUR (i. Vj. 0 TEUR) enthalten. Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 46 TEUR (i. Vj. 11 TEUR). 5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Im Geschäftsjahr ergibt sich ein Ertrag für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag i.H.v. 343 TEUR (i.Vj. gab es einen Aufwand i.H.v. 629 TEUR). Dieser beinhaltet im Wesentlichen die Erträge aus Körperschaftssteuer frühere Jahre, Kapitalertragssteuer und Gewerbesteuer Erstattung vergangene Jahre. E. Ergänzende Angaben 1. Angaben zur Belegschaft
*) Anzahl der Arbeitnehmer in
Kapazitätsäquivalenten
Nach Köpfen waren im Geschäftsjahr 2023 im Jahresdurchschnitt folgende Mitarbeiter beschäftigt:
2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat diverse Miet- und Leasingverträge für Lager-, Produktions- und Bürogebäude und Fahrzeuge abgeschlossen. Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden Verträge summieren sich die in den Folgejahren zu zahlenden Beträgen wie folgt:
Die Mietverpflichtungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen, welche innerhalb des nächsten Geschäftsjahres anfallen. Diese Mietverträge sind kurzfristig kündbar. Zum 31.12.2023 besteht ein Bestellobligo in Höhe von 2.988 TEUR. 4. Haftungsverhältnisse Es besteht zum Bilanzstichtag eine Unterdeckung nicht bilanzierter Verpflichtungen aus der AVK-Auxilion Versorgungskasse e.V. zum 31.12.2023 in Höhe von 2.650 TEUR (i. Vj. 2.465 TEUR). Mit der Inanspruchnahme wird derzeit nicht gerechnet, da die Altersstruktur im Unternehmen ausgeglichen ist. 5. Sonstige Angaben Honorar der Abschlussprüfer Das Gesamthonorar für die im Geschäftsjahr 2023 erbrachte Dienstleistung des Abschlussprüfers im Sinne des § 285 Nr. 17 HGB beträgt 36 TEUR. Es handelt sich hier ausschließlich um Leistungen für die Abschlussprüfung. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Es gibt keine bekannten Ereignisse nach dem Abschlussstichtag. Bezüge der Organmitglieder im Geschäftsjahr Geschäftsführer der B.PRO GmbH, Oberderdingen, ist Egon Kofler, Magister (FH), - Vorsitzender. Hinsichtlich der Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nimmt die Gesellschaft die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. Mindestbesteuerung Auswirkungen auf den Steueraufwand 2024 der B.PRO GmbH aufgrund des Gesetzes zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG) sind nicht zu erwarten. Konzern Die B.PRO GmbH wird in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der BLANC & FISCHER Familienholding SE & Co. KGaA, Oberderdingen, (Amtsgericht Mannheim HRB 240477) einbezogen. Dieser befreiende Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Das Mutterunternehmen, die BLANC & FISCHER Familienholding SE & Co. KGaA, Oberderdingen, erstellt den Konzernabschluss für den größten sowie den kleinsten Kreis von Unternehmen.
Oberderdingen, den 14. Februar 2024 Egon Kofler Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des Unternehmens A.1. B.PRO GmbH Die B.PRO GmbH (im Folgenden "B.PRO oder "Gesellschaft") ist die Muttergesellschaft der B.PRO-Gruppe mit Sitz in Oberderdingen/Baden-Württemberg. Die Gesellschaft wurde 2007 aus der 1925 gegründeten BLANCO GmbH + Co KG als eigenständiges Unternehmen ausgegründet; sie gehört heute mehrheitlich zum Konzernverbund der Blanc & Fischer Familienholding SE & Co. KGaA (zuvor: Blanc & Fischer Familienholding GmbH). B.PRO ist ein international tätiges Unternehmen und steht mit der Geschäftseinheit Catering Solutions für Lösungen im B2B-Bereich von Großküchen. Mit der Geschäftseinheit ENOXX Engineering ist das Unternehmen Zulieferer für die Industrie. Die Geschäftseinheit Kitchen Assembly Solution wurde zum 31.12.2023 aufgelöst. Zur B.PRO-Gruppe gehören zudem mehrere rechtlich selbstständige Gesellschaften in Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Österreich und Tschechien sowie das Vertriebsbüro in der Schweiz. In anderen Ländern bestehen Vertriebspartnerschaften. Die B.PRO-Gruppe produziert an den Standorten in Deutschland und Tschechien. Die regionale Ausrichtung konzentriert sich auf Zentraleuropa sowie West- und Teile von Osteuropa mit dem wichtigsten Markt Deutschland. Der Großteil der Umsätze der B.PRO wird im Inland sowie im EU-Ausland erzielt. A.2. Forschung und Entwicklung Grundsätzlich orientieren sich alle Aktivitäten in den Bereichen Innovation sowie Forschung und Entwicklung der unterschiedlichen Geschäftsfelder der B.PRO primär an den jeweiligen spezifischen Anforderungen der Kunden. Dabei spielen Funktionalität, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit unserer Produkte und Dienstleistungen eine zentrale Rolle. Die Geschäftseinheit ENOXX Engineering agiert am Markt als kompetenter Entwicklungspartner und Zulieferer. Dabei stehen immer die Anforderungen der Kunden hinsichtlich deren Produkte und/oder Projekte im Fokus. Die Geschäftseinheit Catering Solutions entwickelt und produziert, auf Basis detaillierter eigener Marktanalysen, Produkte für die professionelle Küche in der Speisenverteilung und Speisenausgabe. Der Schwerpunkt der Entwicklungsarbeit lag 2023 auf der Produkt-, Prozess- und Fertigungsoptimierung der neu eingeführten Geräteserien mit modularer Produktstruktur im Bereich der Speisenverteilung. Dabei konnten Optimierungen in der Fertigung erreicht werden. Ein weiterer Schwerpunkt bestand in der konstruktiven Optimierung und funktionalen Weiterentwicklung bestehender Kühlstationen und deren Verlagerung an den Produktionsstandort Tschechien. Im Rahmen des Strategieprozesses hat die Vorentwicklung eine Vielzahl von möglichen Automatisierungsszenarien erarbeitet. Gemäß Fokus der Strategie 2027+ richteten sich alle Bestrebungen der Entwicklungsabteilung auf die Speisenausgabe und -verteilung, auch das Projektgeschäft wurde intensiv vorangetrieben. B. Entwicklung des Unternehmens B.1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft Neben dem Krieg in der Ukraine sind im Berichtsjahr die geopolitischen Unsicherheiten unter anderem mit dem Überfall auf Israel weiter gestiegen. Außerdem führte die durch Material- und Energiepreissteigerungen angefachte Inflation zu großen Zinserhöhungen durch die Notenbanken, was sich auf private und unternehmerische Investitionen auswirkte. Im Ergebnis blieb die weltwirtschaftliche Erholung verhalten. Pandemiebedingte Einschränkungen waren im Berichtsjahr kein Thema mehr, Lieferketten und Verfügbarkeiten von Materialien normalisierten sich. Abfertigungskapazitäten gingen auf ein normales Maß zurück. Während sich Seefrachtraten wieder auf Vor-Pandemie-Niveau bewegten, schlugen bei Landfrachtraten insbesondere der Fahrermangel und sonstige Kostensteigerungen durch. Anders als noch im Vorjahr, sehen Experten in Deutschland wenig Gefahr für eine nicht ausreichende Gasversorgung im Winter. Das Weltwirtschaftswachstum hat sich nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds im Jahr 2023 auf 3,1 % verlangsamt, nachdem es 2022 noch 3,5 % betragen hatte. Deutschland ist indes in eine Rezession geraten: Das Bruttoinlandsprodukt verschlechterte sich um -0,3 % (im Vorjahr: +1,8 %), nachdem insbesondere export- und investitionsintensive Wirtschaftszweige unter der anhaltenden Investitionszurückhaltung leiden. Die wirtschaftliche Unsicherheit bleibt weltweit hoch.
Quelle: Internationaler Währungsfonds, Schätzungen Januar 2024 Die Inflationsraten blieben hoch, auch wenn sie sich zuletzt behutsam reduzierten. Für die Zentralbanken bestand weiterhin erheblicher Druck, die Geldpolitik zu straffen. Die Europäische Zentralbank hob den Leitzins zwischen Februar und September 2023 in sechs Schritten von 3,0 % auf 4,5 % an. Die US-Notenbank Federal Reserve begegnete der hohen Inflation in insgesamt vier Zinsanhebungen um einen Prozentpunkt auf die Spanne von 5,25 - 5,50 %.
Quelle: Deutsche Bank Januar 2024 Angesichts der stark steigenden Zinsen hat auch das Risiko für hochverschuldete Staatshaushalte zugenommen. Neben den Ausgaben für Sicherheit, Energieversorgung und den sozialen Ausgleich müssen sie wesentliche Zusatzaufwendungen für Refinanzierung in Kauf nehmen und die Investitionszurückhaltung der Geldgeber fürchten. B.2. Entwicklung der Branche Die Branchen, in denen B.PRO tätig ist, entwickelten sich wie folgt: Geschäftseinheit Catering Solutions Der HKI-Branchenbericht weist zum Ende des ersten Halbjahres 2023 eine Marktentwicklung bei den Edelstahlverarbeitern im Großküchenbereich von +2,8% (In- und Ausland) bzw. +1,1% (Inland) zum Vorjahres-Vergleichszeitraum aus. Die B.PRO liegt in dieser Statistik mit einem Umsatzwachstum von +2,1% (In- und Ausland) bzw. - 7,1% (Inland) unter dem Branchendurchschnitt. Die positive Umsatzentwicklung zu Beginn des Jahres setzte sich ab dem 3. Quartal 2023 nicht weiter fort. Die steigende Inflation und stetige Zinserhöhungen führten zu einem deutlichen Rückgang der Auftragseingänge. Neuinvestitionen sowie laufende Projekte im Bereich öffentlicher und privater Träger wurden z. T. zeitlich verschoben oder gänzlich gestrichen. Aufgrund des immer bedeutender werdenden Personalmangels ist die Branche gezwungen, neue Wege zu gehen. Die B.PRO hat erste Ansätze / Pilot-Projekte im Bereich der Automatisierung gestartet und plant gemäß der Strategie 2027+ hiermit ein neues Standbein aufzubauen. Geschäftseinheit ENOXX Engineering Die Geschäftseinheit ENOXX Engineering fokussiert sich mit den Kernkompetenzen Tiefziehen, Kanten, Biegen, Schweißen und der Montage auf Baugruppen im Küchenmarkt und baugruppenbezogen ähnlichen Bereichen, mit Ausnahme der Automobilindustrie. Auch im Bereich ENOXX Engineering gingen die Kundenanfragen /-bedarfe entsprechend der allgemeinen Marktentwicklung im 2. Halbjahr deutlich zurück. B.3. Darstellung der Ertragslage, Umsatzentwicklung Der Umsatz der B.PRO GmbH ging im Geschäftsjahr 2023 um -18,7 % auf 93.186 TEUR (Vorjahr 114.564 TEUR) zurück.
Der Umsatz der Geschäftseinheit Catering Solutions konnte sich gegenüber dem Vorjahr, um 1.148 TEUR (+2,2 %) leicht steigern, was teilweise auf gestiegene Kundenbedarfe sowie die Umklassifizierung der Schrotterlöse zurückzuführen ist. In der Geschäftseinheit ENOXX Engineering war der Umsatz gegenüber Vorjahr um -10.190 TEUR (- 22 %) deutlich rückläufig. Im Wesentlichen war dies dem Bedarfsrückgang eines einzelnen Kunden aus der Automobilbrache sowie dem allgemeinen Marktrückgang zuzuschreiben. Die neue Geschäftseinheit KAS (Kitchen Assembly Solutions) erzielte nur einen Umsatz von 4.274 TEUR aufgrund der Auflösung der Geschäftsbeziehung für die Montage eines Dampfbackofens für einen einzelnen Kunden. Die Geschäftseinheit KAS (Kitchen Assembly Solutions) wurde zum Ende des Jahre 2023 aufgelöst. Der Rückgang der Sonstigen Erlöse ist auf die Umklassifizierung der Schrotterlöse zurückzuführen. Diese werden ab 2023 den jeweiligen Geschäftseinheiten verursachergerecht zugeordnet. B.4. Ergebnisentwicklung Die Umsatzerlöse betragen 93.186 TEUR und sind um 18,7% gegenüber dem Vorjahr gesunken (114.564 TEUR). Auf die Erläuterungen zur Umsatzentwicklung im vorigen Abschnitt wird hingewiesen. Die Gesamtleistung beträgt 91.598 TEUR und liegt um 22.916 TEUR unter dem Vorjahr (114.514 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um 1.934 TEUR auf 3.617 TEUR erhöht (Vorjahr 1.683 TEUR), was im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen (2.523 TEUR) zurückzuführen ist (750 TEUR aus Auflösung "Earn-OUT Kugel" und 647 TEUR aus Auflösung "ausstehende Eingangsrechnungen"). Des Weiteren gab es im Geschäftsjahr Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigungen von Forderungen 300 TEUR, (Vorjahr 0 TEUR) sowie der Einzelwertberichtigungen von 204 TEUR (Vorjahr 30 TEUR) und sonstige Sachbezüge von 179 TEUR (Vorjahr 197 TEUR). In Folge der Verschmelzung und somit Abgang der Beteiligung an die B.PRO Kunststofftechnik GmbH ist ein Verschmelzungsgewinn i.H.v. 286 TEUR entstanden. Aus Anlagenabgängen ergeben sich Gewinne von 12 TEUR (Vorjahr 25 TEUR). Der Materialaufwand ist um 21,4 % auf 51.341 TEUR (Vorjahr 65.335 TEUR) zurückgegangen. Die Materialaufwandsquote sank auf 56,1 % (Vorjahr 57,1 %) bezogen auf die Gesamtleistung. Der Rückgang ist zum einen auf Sondereffekte aus dem Verkauf/ der Verschrottung von Rohmaterial zurückzuführen (Auflösung Geschäftseinheit Kitchen Assembly Solutions), zum anderen auf Veränderungen im Produktmix (Montagetätigkeit Kitchen Assembly Solution hatte einen höheren Materialanteil) sowie auf deutlich gefallen Rohstoffpreise. Der Personalaufwand verringerte sich um 2.466 TEUR auf 21.930 TEUR (Vorjahr: 24.396 TEUR). Dies entspricht einer Personalkostenquote von 23,5 % der Umsatzerlöse (Vorjahr: 21,3 %). Ursächlich für diese Entwicklungen war die Beendigung der Montagetätigkeit in der Geschäftseinheit Kitchen Assembly Solutions und die Aufhebung bzw. der Auslauf der befristeten Verträge sowie Einsparungen aufgrund von Kurzarbeit in den Monaten November und Dezember. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände erhöhten sich um 139 TEUR auf 1.650 TEUR (Vorjahr: 1.511 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich um 2.262 TEUR auf 20.338 TEUR. Ursächlich für diese Entwicklungen ist ein deutlich geringerer Aufwand für Personalleasing (-739 TEUR im Vgl. zum Vorjahr) und Konzerndienstleitungen (-640 TEUR im Vgl. zum Vorjahr). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verschlechterte sich aus den oben beschriebenen Gründen von 2.356 TEUR in 2022 auf -43 TEUR in 2023. Das Finanzergebnis verschlechterte sich um 451 TEUR auf 96 TEUR (Vorjahr 547 TEUR), im Wesentlichen begründet durch weniger Erträge aus Beteiligungen (im Geschäftsjahr 160 TEUR und i. Vj. 875 TEUR). Desweitere durch höhere Zinsaufwendungen von 160 TEUR im Vergleich zum Vorjahr. Im Geschäftsjahr gab es einen Ertrag aus Steuern i.H.v. 343 TEUR (i. Vj. Aufwand 629 TEUR). Der Ertrag setzt sich zusammen aus erhaltene Körperschafts- und Gewerbesteuerzahlungen aus früheren Jahren. Der Jahresüberschuss verschlechtert sich um 1.878 TEUR auf 396 TEUR (Vorjahr: 2.274 TEUR) auf Grund der vorgenannten Effekte. B.5. Darstellung der Finanzlage, Finanzstruktur Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände, Sach- und Finanzanlagen in Höhe von 831 TEUR (Vorjahr 2.382 TEUR) wurden vollständig aus dem Brutto-Cashflow (Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen) finanziert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen die Investitionen um 819 TEUR unter den Abschreibungen. Die Darlehensforderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag 1.602 TEUR (i. Vj. 1.902 TEUR). Die freien Finanzmittel belaufen sich zum Jahresende auf 10.816 TEUR (Vorjahr 15.460 TEUR), davon entfallen 6.732 TEUR (Vorjahr 8.911 TEUR) auf freie Kreditlinien. Das Bestellobligo beträgt zum Stichtag 2.988 TEUR (Vorjahr 3.535 TEUR), für das bereits Anzahlungen geleistet wurden. B.6. Investitionen Investitionen wurden im Jahr 2023 lediglich im Bereich immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 831 TEUR (Vorjahr: 2.382 TEUR) getätigt. Die Investitionen lagen unter den Abschreibungen von 1.650 TEUR (Vorjahr: 1.511 TEUR). Es wurde in die Entwicklung des Produktinformationssystem (79 TEUR), die Neugestaltung der Webseite (224 TEUR) und eine neue Maschine für die B.PROTHERM Kunststoff Fertigung (168 TEUR) investiert. B.7. Darstellung der Vermögenslage Das Immaterielle und Sachanlagevermögen hat sich um 651 TEUR auf 7.275 TEUR verringert. Die Finanzanlagen bleiben unverändert auf 7.174 TEUR. Die Vorräte haben sich um 5.635 TEUR von 18.215 TEUR im Vorjahr auf 12.580 TEUR zum Ende 2023 verringert, im Wesentlichen aufgrund der gesunkenen Einkaufspreise und durch den Verkauf/Verschrottung von Rohmaterialien durch die Auflösung der Geschäftseinheit Kitchen Assembly Solutions, sowie durch allgemeine Maßnahmen zur Bestandsreduktion. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Stichtag bei 9.703 TEUR und somit um 2.080 TEUR im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Dies ist hauptsächlich auf geringere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten zurückzuführen. Die niedrigeren Forderungen spiegeln den zurückgegangenen Umsatz im Geschäftsjahr wider. Des Weiteren wurde ein Darlehen an ein verbundenes Unternehmen i.H.v. 300 TEUR getilgt. Das Eigenkapital der B.PRO GmbH hat sich um 396 TEUR auf 23.467 TEUR erhöht (Vorjahr 23.072 TEUR). Grund hierfür war der laufende Jahresüberschuss. Die Eigenkapitalquote lag per 31. Dezember 2023 bei 57,1 % (Vorjahr 44,2 %). Der Jahresüberschuss soll entsprechend den gesellschaftsvertraglichen Regeln verwendet werden. Im Vergleich zum Vorjahr (9.475 TEUR) haben sich die sonstigen Rückstellungen um 3.130 TEUR auf 6.346 TEUR verringert. Im Wesentlichen sind die Rückstellungen aus bewertetem Urlaub, Gleitzeitguthaben der Mitarbeiter und Rückstellungen für Mitarbeiterboni deutlich geringer als im Vorjahr. Auch die Auflösung der Rückstellung für die Earn-Out Zahlungsaufforderung von KUGEL (750 TEUR) und geringere Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen (um 510 TEUR geringer als im Vorjahr) sind für den Rückgang maßgebend. Die Verbindlichkeiten reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr (19.061 TEUR) um 8.019 TEUR auf 11.042 TEUR per Stichtag 31. Dezember 2023. Ein Darlehen gegenüber Gesellschafter i.H.v. 1.523 TEUR wurde getilgt und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sinken um 3.441 TEUR. Der Rückgang aus den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten und verbundene Unternehmen ist auf den rückläufigen Umsatz zurückzuführen. Zum Bilanzstichtag gab es nur 730 TEUR Anzahlungen auf Bestellungen, das sind 1.230 TEUR weniger als im Vorjahr (1.960 TEUR). B.8. Produktion Bis Mitte des Jahres war die Produktion gut ausgelastet, ab dem 3. Quartal 2023 nahm diese signifikant aufgrund der schwierigen Marktsituation ab. Urlaubsabbau, Stundenabbau sowie Kurzarbeit (ab Nov. 2023) waren die Folge. Zeitarbeitsverträge wurden nicht verlängert, Leasingmitarbeiter wurden abgebaut sowie nicht notwendige Investitionsmaßnahmen verschoben. In der Geschäftseinheit KAS (Kitchen Assembly Solutions) wurde die Montagetätigkeit seitens des Kunden beendet und die Geschäftseinheit zum Jahresende 2023 aufgelöst. B.9. Beschaffung Das konzernweite Beschaffungswesen ist im Zentralbereich Corporate Purchasing gebündelt. Angesichts der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sahen sich die Unternehmen der BLANC & FISCHER-Gruppe im Laufe des Berichtsjahres einem schnellen und deutlichen Nachfragerückgang ausgesetzt. Gleichzeitig verfügten die Unternehmen noch über Abnahmeverpflichtungen und hohe Bestände vor dem Hintergrund der großen Verfügbarkeitsprobleme. Entsprechend mussten Beauftragungen an Lieferanten teils kurzfristig stark gekürzt oder verschoben werden. Die hohen Frachtkosten haben sich je nach Warengruppe und Unternehmensgruppe unterschiedlich entwickelt. Während sich Seefrachtraten mit der Veränderung der konjunkturellen Weltlage wieder auf Vor-Pandemie-Niveau bewegten, schlugen bei Landfrachtraten insbesondere der Fahrermangel und sonstige Kostensteigerungen durch. Durch politisches Eingreifen bei den Strompreisen (zum Beispiel in Deutschland) beruhigte sich der Markt. Absicherungsgeschäfte in Kombination mit gezielten Spotmarktzukäufen ermöglichten deutliche Einsparungen gegenüber den Vorjahres- und Budgetwerten. Gleichzeitig erfolgte die Lieferung von Gas noch weitgehend aus günstigen Altverträgen. B.10. Personal- und Sozialwesen Zum Jahresende (Bilanzstichtag 31.12.2023) waren in der B.PRO GmbH 290 Vollzeitmitarbeiter (Vorjahr 380) beschäftigt. Dies entspricht einem Abbau von 90 Vollzeitmitarbeitern (-24%) im Vergleich zum Vorjahr. Am stärksten hat sich die Beschäftigtenzahl im direkten Bereich reduziert, da die Montagetätigkeit in der Geschäftseinheit KAS (Kitchen Assembly Solutions) eingestellt wurde. Der im Jahr 2020 in Kraft getretene Sanierungstarifvertrag führte auch im Jahr 2023 zu Einschnitten in den Entgeltbestandteilen der Beschäftigten. Das Leistungsentgelt wurde bis 30.06.2023 um 5% und bis 31.12.2023 um 2% Punkte reduziert, Urlaubs- und Weihnachtsgeld wurden jeweils um 50% reduziert, der T-ZUB entfiel komplett. Bei der B.PRO GmbH beendeten 2023 drei Auszubildende und Studierende der dualen Hochschule Karlsruhe erfolgreich ihre Ausbildung bzw. ihr Studium. Drei Auszubildende starteten im September 2023 ihre Ausbildung bei der B.PRO GmbH. B.11. Sonstige wichtige Vorgänge Wesentliche Projekte für 2023 waren die Stabilisierung des operativen Geschäfts sowie die Weiterentwicklung der Strategie 2027+. Die jeweiligen Handlungsfelder wurden weiter spezifiziert und in einem Stufenplan gegliedert, wobei für die erfolgreiche Umsetzung jeweilige Projektteams verantwortlich sind. Schwerpunkt bilden hier die Profitabilität des bestehenden Geschäftes sowie zukünftige Wachstumsoptionen im definierten Playground basierend auf den Markt-/Kundenanforderungen und die Anpassung der Prozesse und Organisationsstrukturen auf die zukünftigen Geschäftsmodelle. C. Chancen und Risiken des Unternehmens C.1. Beschreibung Risikomanagement Ziele des Risikomanagements Unternehmerisches Handeln ist mit Chancen und Risiken verbunden. Aufgrund zunehmender Geschwindigkeit und Komplexität sowie immer volatilerer Märkte ist es zur Sicherung der fortlaufenden Wettbewerbsfähigkeit notwendig, Risiken frühzeitig zu erkennen und bewusst mit ihnen umzugehen. Ziel des ordnungsgemäßen Risikomanagements ist die Sicherung des Vermögens und die Sicherung des Fortbestandes des Konzerns. Gleichzeitig trägt das Risikomanagement dazu bei, strategische und operative Ziele zu erreichen. Beschreibung des Risikomanagement-Prozesses Risikomanagement ist ein ständiger Prozess, der ganzjährig kurzfristige und flexible Reaktionen auf sich ändernde Risikosituationen erfordert. Hierzu ist es notwendig, klare Prozesse und Verantwortlichkeiten zu definieren sowie strukturierte Vorgehensweisen zu etablieren. Das Risikomanagement-System der B.PRO wird im Rahmen der konzernweiten Zusammenarbeit mit den Risikomanagern der BLANC & FISCHER Familienholding schrittweise weiterentwickelt. Hierbei werden die einzelnen Unternehmensbereiche unter Berücksichtigung der bestehenden Organisations- und Berichtsstruktur systematisch mit Hilfe von Risikokategorien und Risikofeldern untersucht und bewertet. Chancen werden ebenfalls erfasst und bewertet. C.2. Risiko- und Chancenbeurteilung Als Zulieferer von Lösungen, Systemen und Produkten für professionelle Küchen ist die B.PRO zahlreichen mittleren und größeren Unsicherheiten und Veränderungen ausgesetzt. Um in diesem anhaltend volatilen Umfeld erfolgreich zu agieren, antizipieren wir mögliche Entwicklungen frühzeitig und erfassen, bewerten und steuern daraus resultierende Risiken und Chancen systematisch. Ein wirksames Risiko-Management-System (RMS) ist daher zentrales Element einer vorausschauenden Unternehmensführung und wird analog der Vorgehensweise von B&F Familienholding umgesetzt. Die Identifizierung von Risiken und Chancen erfolgt kontinuierlich, strukturiert und systematisch im Rahmen der Geschäftsprozesse, um aktuelle, zukünftige, potenzielle und theoretisch denkbare Risiken und Chancen zu erfassen, die sich auf die Zielerreichung auswirken können. Aus derzeitiger Sicht ergeben sich weder aus einzelnen Risiken noch aus der Gesamtheit aller zurzeit bekannten Risiken unter Substanz- und Liquiditätsaspekten eine Bestandsgefährdung der B.PRO GmbH. Ein mögliches Risiko könnte noch aus der Beendigung der Montagetätigkeit für einen Kunden (Auflösung Geschäftseinheit Kitchen Assembly Solutions) aufkommen, jedoch kann derzeit keine Abschätzung zur Substanz der von dem Kunden geltend gemachten Forderungen abgegeben werden. Nachfolgend werden nur die wesentlichen Risiken und Chancen berichtet. Strategie-/Markt-Risiken und Chance Im Jahr 2023 wurde mit der Ausführung einer nachhaltigen Strategie 2027+ begonnen, welche im Jahr 2024 weitergeführt und vertieft wird. Im Fokus stehen Automatisierungslösungen für die professionelle Küche und die Optimierung/Erweiterung des Produktportfolios/-sortiments sowie die Digitalisierung. Die bedeutenden Chancen aus den daraus sich ergebenden Marktpotenzialen sollen konsequent genutzt und umgesetzt werden. Die Nachhaltigkeit unserer Geschäftstätigkeit ist von elementarer Bedeutung für unsere strategische Wettbewerbsfähigkeit und bietet eine gute Chance in der Differenzierung zum Wettbewerb. Durch den fortschreitenden Klimawandel steigt einerseits die Erwartung unserer Kunden in die Nachhaltigkeit unserer Produkte und Prozesse, andererseits sind unsere internationalen Standorte und globalen Lieferketten häufigeren und extremeren Wetterereignissen ausgesetzt. Die politischen Rahmenbedingungen und Berichtsanforderungen erfordern die Anpassung unserer Produkte und Geschäftsprozesse. Mit unserem Rahmenwerk "3P - Planet, People, Performance" steuern wir aktiv diesen Transformationsprozess. Operative Risiken und Chancen Im derzeit deutlich unsicheren und volatilen Marktumfeld bestehen bedeutende Risiken in der Absatz- und Umsatzplanung, geprägt durch Kostensteigerungen und Personalmangel, was zu Verschiebungen oder Ausbleiben von Neuprojekten / Kundenbedarfen führt. Mittlere bis bedeutende Unsicherheiten bestehen im Bereich der Geschäftseinheiten durch starke Abhängigkeit vom Fachhandel bei B.PRO Catering Solutions und vom Projektgeschäft bei ENOXX Engineering. Im Bereich Catering Solutions liegt der Fokus auf Speisenausgabe/-portionierung und Speisenverteilung. Automatisierungslösungen sollen Teil des zukünftigen Businessmodells werden (Organisation + Go-To-Market Strategie muss entwickelt werden). Durch die nachhaltige Bereinigung, Optimierung und Weiterentwicklung des Produktportfolios unter Berücksichtigung der Markttrends (Personalmangel vs. Automatisierung und Cook-to-Serve vs. Cook-to-Chill) sehen wir gute Chancen auf ein nachhaltiges und profitables Wachstum und einer damit verbundenen Stabilisierung des Geschäfts. Zusätzliche gute Chancen sehen wir in der Digitalisierung, welche unterstützend für die strategischen Bereiche agieren soll. In der Geschäftseinheit ENOXX Engineering bestehen schwerwiegende Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Großkunden und dem geplanten mittelfristigen Auslauf von Projekten insbesondere im Automotive-Bereich (der strategisch nicht im Fokus steht), die nicht ersetzt werden können. Umfeld-Risiken und Chancen Angesichts des Angriffskrieges durch Russland auf die Ukraine, dem Angriff auf Israel, Material- und Energiepreissteigerungen sowie der mehrfachen Erhöhung des Leitzinses durch die Europäische Zentralbank (von 3% auf 4,5%) aufgrund der hohen Inflation, hat sich das Wachstum der Weltwirtschaft lt. IWF (Stand 01/2024) im Jahr 2023 auf 3,1% verlangsamt, nachdem es 2022 noch 3,5% betragen hatte. Deutschland ist in eine Rezession geraten. Investitionen wurden zurückgehalten. Das Bruttoinlandsprodukt verschlechterte sich um -0,3% (im Vorjahr +1,8%). Die wirtschaftliche Unsicherheit bleibt weltweit hoch und wird als mittleres Risiko für die B.PRO eingeschätzt. Gemäß Schätzungen des IWF von Januar 2024 soll die deutsche Wirtschaft nur um 0,5 % zulegen, während das globale Wachstum von 3,1% auf schwachem Niveau verharrt. Governance-Risiken und Chancen Risiken durch Cyber-Bedrohungen können nicht vollumfänglich versichert werden; hierdurch ergeben sich mittlere Rest-Risiken. Zur nachhaltigen Verbesserung der präventiven und reaktiven Maßnahmen gibt es ein umfangreiches Informationssicherheitsprogramm auf B&F- Ebene, um diesen mittleren Risiken angemessen zu begegnen. Durch die zunehmende Komplexität im internationalen Geschäft und fortwährenden Änderungen in der Gesetzgebung können bedeutende Compliance-Risiken mit teilweise erheblichem Schadenspotenzial entstehen. Es wurde ein Compliance-Management-System eingeführt und Verantwortliche benannt, die potenzielle Risiken regelmäßig analysieren und bei Bedarf Maßnahmen definieren und nachverfolgen. Die bestehende Compliance-Richtlinie stellt die wesentlichen Grundregeln rechtmäßigen Verhaltens dar und gibt allen Mitarbeitern verbindliche Vorgaben für ein korrektes Verhalten im Tagesgeschäft. Die Mitarbeiter werden über die Inhalte der Compliance-Richtlinie regelmäßig geschult (z.B. Schulung "Code of Conduct"). Aufgrund der internationalen Geschäftsbeziehungen ist die Unternehmensgruppe fortwährend den sich stetig ändernden Steuervorschriften unterschiedlicher Länder ausgesetzt. Daraus resultieren mittlere Steuerrisiken, welchen mit der sukzessiven Implementierung eines Tax Compliance Management Systems entgegengewirkt wird. D. Prognosebericht D.1. Entwicklung wirtschaftliche Rahmenbedingungen Gemäß Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaft (DIW) hat sich der Trend gegenüber September noch einmal verschlechtert. Das Konjunkturbarometer verharrt im negativen Bereich im Oktober 2023 mit 88,1 Punkten unter der 100-Punkte-Schwelle. Die Weltwirtschaft hat ebenfalls an Fahrt verloren und es wird mit einer Verzögerung der Erholung der Wirtschaft gerechnet. Laut IWF (Schätzungen Januar 2024) verschlechterte sich das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um -0,3 % (im Vorjahr +1,8 %). Im Vergleich zum gleichen Quartal im Vorjahr ist das BIP in Deutschland um 0,8 % gesunken. Die Inflationsrate ist weiter zurückgegangen und wird bei ca. 6 % für 2023 erwartet. Der Catering-/Hospitality-Markt ist weiterhin als unsicher einzuschätzen und besitzt eine hohe Volatilität. Die weiterhin steigenden Kosten für Material, Transport/Maut, Zinsen und unsichereren wirtschaftlichen Gesamtbedingungen machen dem Markt weiterhin massiv zu schaffen. Dies schlägt sich negativ auf das Kaufkraftverhalten der öffentlichen sowie privaten Träger nieder und stellt einen Belastungsfaktor für unsere Auftragslage dar. Auch im Gastronomie-Bereich zwingen Produktionsfaktoren sowie der Personalmangel zu Ressourcenmanagement und noch stärkerem betriebswirtschaftlichem Denken. Die Erhöhung der Mehrwertsteurer in diesem Bereich stellt eine große Gefahr einer möglichen Konsolidierung in der Gastronomie dar. Signifikante Neuinvestitionen sind daher fast nicht mehr vorhanden und ein größerer Fokus wird auf Reparaturen gelegt. Themen aus den Bereichen Nachhaltigkeit und Gesundheit werden in den kommenden Jahren die Hospitality-Branche weiterhin prägen. Dies betrifft auch die Anpassung an neue Anforderungen wie z.B. Ganztages-Verfügbarkeit, kleinere dezentrale Versorgung und personalsparende Konzepte. Dabei gilt es für uns, sich strategisch diesen Aspekten zu widmen und uns in diese Richtung zu engagieren. Ein weiterer großer Fokus in unserer Branche wird auf Energie bzw. Energieeffizienz gelegt. Die Geschäftseinheit B.PRO Catering Solutions fokussiert sich zukünftig noch stärker auf die Bereiche Automatisierung, Digitalisierung und Optimierung des Produktportfolios sowie den Auf- und Ausbau von Kooperationen mit Partnern. Bei der Geschäftseinheit ENOXX Engineering sind die Bedarfe weiter rückläufig. Das Automotive-Geschäft ist nicht Bestandteil der Strategie 2027+ und wird daher im Jahr 2024 nicht weiterverfolgt, bestehende Aufträge/Verträge werden noch erfüllt. Die Kundenprojekte im küchennahen Umfeld sind auch im Jahr 2024 durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seitens der Kunden sehr verhalten. D.2. Entwicklung Ertrags- und Finanzlage Ertragslage Für die B.PRO GmbH wird für 2024 ein Umsatz von ca. 87 Mio. EUR und eine leichte Verbesserung des Betriebsergebnisses (EBIT) auf etwa 1% des Umsatzes angenommen. Es sind Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 2,5 Mio. EUR vorgesehen, welche planmäßig aus dem laufenden Cashflow finanziert werden. Im Budget wurden für alle wichtigen Kostenelemente die bekannten Risiken wie Inflation, Probleme mit den Lieferketten und der Energiepreisentwicklung nach interner Beurteilung berücksichtigt. Die Beurteilung und zukunftsbezogenen Aussagen, die auf diesen aktuellen Einschätzungen beruhen, unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die außerhalb der Kontrolle oder präzisen Einschätzungen der B.PRO GmbH liegen. Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den hier getroffenen Aussagen abweichen. Finanzlage Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit erfolgt durch das aktuelle Guthaben bei Kreditinstituten und die Kontokorrentlinie. Die geplante durchschnittliche Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien bewegt sich auch im Planjahr im Korridor der von den Banken am Bilanzstichtag zugesagten Linien.
Oberderdingen, 14. Februar 2024 B.PRO GmbH Egon Kofler Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die B.PRO GmbH, Oberderdingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der B.PRO GmbH, Oberderdingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der B.PRO GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Karlsruhe, den 15. Februar 2024 KPMG
AG
Steffen Feller, Wirtschaftsprüfer Philipp Bormann, Wirtschaftsprüfer |
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