Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 741623
Eingetragen
8.10.2021
Branche
Herstellung von KüchenmöbelnHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von nichtelektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Systemen, Komponenten und Produkten für Catering, Gastronomie und die Industrie, sowie die Montage von Küchengeräten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Prokura
Sandra Hlavac
seit 6.2.2023
Prokura
Bernd Kratochwille
seit 25.11.2021
Prokura
Jürgen Schlagentweith
seit 26.10.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.467.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

B.PRO GmbH

Oberderdingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 244.920,00 485.868,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.509.548,41 3.657.490,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.313.796,00 1.731.099,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 869.833,90 1.137.215,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 581.832,72 7.275.011,03 1.400.647,31 7.926.452,15
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.169.614,41 7.169.614,41
2. Sonstige Ausleihungen 4.252,60 7.173.867,01 4.044,90 7.173.659,31
14.693.798,04 15.585.979,46
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.513.835,59 8.200.817,09
2. Unfertige Erzeugnisse 4.038.861,24 5.580.836,16
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.027.172,70 12.579.869,53 4.432.952,11 18.214.605,36
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.156.991,13 9.491.407,40
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.987.548,99 2.076.712,08
3. Sonstige Vermögensgegenstände 558.951,53 9.703.491,65 215.832,16 11.783.951,64
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.085.662,56 6.548.958,87
26.369.023,74 36.547.515,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 39.221,35 71.560,84
41.102.043,13 52.205.056,17

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.467.000,00 1.467.000,00
II. Kapitalrücklage 11.883.000,00 11.883.000,00
III. Gewinnrücklagen 4.576.100,29 4.576.100,29
IV. Gewinnvortrag 5.145.662,01 2.872.153,38
V. Jahresüberschuss 395.543,96 2.273.508,63
23.467.306,26 23.071.762,30
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 246.800,00 597.123,47
2. Sonstige Rückstellungen 6.345.575,59 9.475.145,65
6.592.375,59 10.072.269,12
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 729.824,94 1.959.651,32
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungskasse B.PRO Zukunftsvorsorge 2.807.667,05 2.730.236,53
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.071.927,18 5.512.832,37
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.899.371,08 8.099.750,93
5. Sonstige Verbindlichkeiten 533.571,03 758.553,60
- davon aus Steuern EUR 325.616,10 (i. Vj. EUR 607.536,96) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 15.580,99 (i. Vj. EUR 15.795,40) -
11.042.361,28 19.061.024,75
41.102.043,13 52.205.056,17

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 93.185.639,21 114.564.053,03
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.659.971,59 -87.354,59
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 72.762,00 37.288,79
4. Sonstige betriebliche Erträge 3.616.592,75 1.683.376,05
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 48.814.974,20 62.676.535,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.526.455,77 51.341.429,97 2.658.180,22 65.334.715,22
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 18.242.319,49 20.606.748,70
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.687.331,91 21.929.651,40 3.789.085,37 24.395.834,07
- davon für Altersversorgung EUR 209.351,00 (i. Vj. EUR 219.946,00)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.649.585,92 1.510.853,90
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 20.337.772,93 22.599.927,33
9. Erträge aus Beteiligungen 160.000,00 875.000,00
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 160.000,00 (i. Vj. EUR 875.000,00) -
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 251.552,88 28.013,53
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 127.540,79 (i. Vj. EUR 8.624,58) -
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 200.000,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 315.848,30 156.107,61
- davon an verbundene Unternehmen EUR 143.850,26 (i. Vj. EUR 18.635,03) -
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 343.257,23 -628.754,71
14. Ergebnis nach Steuern 395.543,96 2.274.183,97
15. Sonstige Steuern 0,00 675,34
16. Jahresüberschuss 395.543,96 2.273.508,63

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die B.PRO GmbH hat ihren Sitz in Oberderdingen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (Reg.Nr. HRB 741623).

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften zur Rechnungslegung für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel und Verbindlichkeitsspiegel) sowie den Lagebericht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Aufwendungen für die sonstigen Steuern (im Berichtsjahr 42 TEUR (i. Vj. 47 TEUR)) werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Auf Grund der wirtschaftlichen Lage hat die Gesellschaft von November bis Dezember 2023 Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit beantragt. Bei den in diesem Zusammenhang geflossenen Zahlungen an Kurzarbeitergeld handelt es sich bilanziell um einen durchlaufenden Posten, der die Gewinn- und Verlustrechnung nicht berührt. Die Nutzung von Kurzarbeit führte zu Ansprüchen auf die Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen, die mit dem Personalaufwand von der Agentur für Arbeit vereinnahmt wurden. Zum Bilanzstichtag bestehen offenen Forderungen i.H.v. 95 TEUR gegenüber der Agentur für Arbeit.

Rückwirkend auf den 1. Januar 2023 wurde die B.PRO Kunststofftechnik GmbH auf die B.PRO GmbH verschmolzen. Die Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist hierdurch nicht eingeschränkt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen und werden, soweit sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Anschaffungs- bzw. Herstellungskostenminderungen werden berücksichtigt. Die Herstellungskosten selbst erstellter Vermögensgegenstände enthalten Einzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten. Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie Zinsen für Fremdkapital sind nicht aktiviert. Soweit die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens der Abnutzung unterliegen, werden die Anschaffungsbzw. Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Zugänge ab dem 1. Januar 2011 werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Soweit zulässig, wird für bewegliche Sachanlagegüter mit Zugangsdatum vor 2011 die degressive Methode angewandt. Der Übergang zur linearen Abschreibung erfolgt in dem Jahr, für welches die lineare Abschreibung erstmals zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungskosten bis 800 EUR im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern werden für die einzelnen Gruppen der Anlagengegenstände angewendet:

• Immaterielle Vermögensgegenstände 4 - 10 Jahre
• Gebäude 9 - 50 Jahre
• Technische Anlagen und Maschinen 2 - 20 Jahre
• Andere Anlagen, BGA 2 - 23 Jahre

Soweit dauerhafte Wertminderungen für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens vorliegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen und erhöht durch Zuschreibungen, ausgewiesen.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen bzw. den niedrigeren Stichtagspreisen bewertet. In Fällen längerer Lagerdauer wurden entsprechende Abschläge vorgenommen; teilweise wurde der Nutz- oder Schrottwert angesetzt.

Grundlage der Bewertung der fertigen Erzeugnisse sind die durch die Vorkalkulation ermittelten Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Gemeinkosten für die einzelnen Artikel. Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie Zinsen für Fremdkapital und Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs sind nicht aktiviert. Die Bestände an Artikeln, bei denen die erzielbaren Verkaufspreise zur Deckung der Kosten nicht ausreichen, wurden retrograd bewertet. Nicht gängige Artikel mit einer längeren Lagerdauer bzw. schlechter Verwertbarkeit wurden entsprechend abgewertet, die Abwertungssätze wurden nach Abstimmung mit der Betriebsprüfung im Geschäftsjahr 2022 angepasst.

Auch bei den unfertigen Erzeugnissen dienten die Herstellungskosten der Vorkalkulation als Grundlage. Der bei der Aufnahme festgelegte Fertigungsgrad wurde bei der Bewertung berücksichtigt. Die Aktivierungswahlrechte gemäß § 255 II HGB wurden analog zu den fertigen Erzeugnissen ausgeübt.

Handelswaren wurden mit den Anschaffungskosten bewertet; soweit erforderlich, wurden Abschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt, für das erhöhte Ausfallrisiko durch die Corona-Pandemie wurde ein weiter pauschaler Abschlag gebildet.

Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerung. Dabei werden Rückstellungen, die voraussichtlich länger als ein Jahr laufen, mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfassen die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die Aufstockungsleistungen. Erfüllungsrückstand und Aufstockungsbetrag werden als Barwert mit einem Rechnungszins von 1,08 % unter Zugrundelegung der Heubeck Richttafeln 2018 G ermittelt. Die Berechnung berücksichtigt einen Gehaltstrend von 3,20 % p.a. Zur Erfüllung der in der Betriebsvereinbarung festgelegten Quote wurden für 8 bestehende Altersteilzeitverträge Rückstellungen gebildet.

Nach der IDW-Stellungnahme unterscheidet sich die bilanzielle Behandlung der vom Arbeitgeber zu zahlenden Zuschüsse sowie der zusätzlich zu leistenden Beiträge zur Rentenversicherung danach, ob sie den Charakter einer Abfindung oder einer zusätzlichen Entlohnung haben. Maßgeblich für die Klassifizierung der Aufstockungsbeträge ist der wirtschaftliche Charakter der Vereinbarung je Einzelfall. Die Klassifizierung erfolgt zum ersten Bilanzstichtag nach Zustandekommen der Altersteilzeitvereinbarung. Für die Bewertung der im Geschäftsjahr 2023 neu hinzugekommenen Abschlüsse wurde die Klassifizierung der bestehenden Altersteilzeitvereinbarungen zugrunde gelegt, da die vom Arbeitgeber zu zahlenden Zuschüsse Abfindungscharakter haben. Dabei werden Rückstellungen, die voraussichtlich länger als ein Jahr laufen, mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Rückstellungen für Jubiläumszahlungen berücksichtigen die Zahlungen für zukünftige Verpflichtungen, die über ein Jahr hinausgehen. Die Rückstellungsberechnung wurde auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 1,75 % sowie einer zu erwartenden Fluktuation von 2,50 % berechnet. Des Weiteren wurden ein Lohn- und Gehaltstrend sowie ein Karrieretrend von 3,20 % berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Währungsumrechnung

Die Umrechnung der nominal auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden in Fremdwährung erfolgte grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Entstehung. In der Folgebewertung wird gemäß § 256a HGB zwischen zwei Fällen unterschieden: Beträgt die Restlaufzeit der Fremdwährungsposten mehr als ein Jahr, steht ihre Umrechnung unter dem Vorbehalt der allgemeinen Bewertungsgrundsätze, namentlich des Anschaffungskostenprinzips (vgl. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) und des Realisationsprinzips (vgl. § 252 Abs. 1 Nr. 4 2. Halbs. HGB). Andernfalls erfolgt die Umrechnung ohne Rücksicht auf den Ausweis unrealisierter Gewinne zum Devisenkassamittelkurs. Die Erträge und Aufwendungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden mit dem Kurs im Zeitpunkt der Entstehung umgerechnet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von 0 TEUR (i. Vj. 53 TEUR) vorgenommen.

Anteilsbesitz

Beteiligungsunternehmen Eigenkapital Anteil Ergebnis
TEUR % TEUR
B.PRO FRANCE S.A.R.L., Sausheim/Frankreich 331 100 133
B.PRO Benelux bvba, Diest/Belgien 132 100 79
B.PRO CZ spol. s r.o., Frydek-Mistek/Tschechien 7.365 100 -475
B.PRO Austria GmbH, Wien/Österreich 198 100 86
B.PRO UK Ltd. St. Albans/Großbritannien 50 100 11
BRIMATO Catering Automation Technology GmbH, Hilter 713 100 -113

Umrechnungskurse (Stichtagskurse für Eigenkapital / Durchschnittskurse für Ergebnis) 31.12.2023 1 GBP = 1,15207 EUR / 1 GBP = 1,16117 EUR, 1 CZK = 0,0405787 EUR / 1 CZK = 0,0409016 EUR.

2. Vorräte

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Es wurde im Geschäftsjahr 2023 eine außerplanmäßige Wertberichtigung auf die Rohmaterialien i.H.v. 1.888 TEUR gemacht (i. Vj. 0 TEUR). Durch die Auflösung der Geschäftseinheit Kitchen Assembly Solutions musste Rohmaterial, welches für einen einzelnen Kunde bestimmt war, verschrottet werden.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig, die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (i. Vj. 0 TEUR).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. 1.988 TEUR (i. Vj. 2.077 TEUR) betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr i.H.v. 269 TEUR und Darlehensforderungen. Alle Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr haben wie im Vorjahr eine Laufzeit kleiner einem Jahr. Die Darlehensforderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag 1.602 TEUR (i. Vj. 1.902 TEUR).

4. Latente Steuern

Zum 31. Dezember 2023 errechneten sich künftige Steuerentlastungen, saldiert mit künftigen Steuerbelastungen aus abweichenden Wertansätzen in der Steuerbilanz, im Wesentlichen im Anlagevermögen sowie bei den sonstigen Rückstellungen. Der Berechnung liegt ein Steuersatz von 29,13 % (i. Vj. 29,13 %) zugrunde.

Auf Grund des ausgeübten Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 HGB, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern zu verzichten, wurde kein Bilanzposten angesetzt.

5. Eigenkapital

Die Gesellschafterversammlung vom 21. März 2023 hat im Rahmen der Beschlussfassung für die Verwendung des Jahresüberschusses 2022 beschlossen den Jahresüberschuss i.H.v. 2.273.508,63 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten u.a. Einzelrückstellungen für Altersteilzeit 423 TEUR (i. Vj. 672 TEUR), Urlaubsverpflichtungen und Gleitzeitguthaben 64 TEUR (i. Vj. 595 TEUR), Jubiläumsrückstellungen 746 TEUR (i. Vj. 819 TEUR), Personalmaßnahmen und -restrukturierung 14 TEUR (i. Vj. 64 TEUR) und Gewährleistungen und Garantien 647 TEUR (i. Vj. 649 TEUR). Ferner sind enthalten Rückstellungen für Rechtsvorgänge und Schadenersatz 63 TEUR (i. Vj. 69 TEUR), Rückstellung für Tantiemen und Gratifikationen 202 TEUR (i. Vj. 631 TEUR), Umsatzboni und sonstige Erlösschmälerungen 2.211 TEUR (i. Vj. 2.100 TEUR), Rückstellung für ungewisse Schulden i.H.v. 806 TEUR (i. Vj. 1.510 TEUR). Des Weiteren gibt es ungewisse Schulden für Entsorgung- und Umweltschutzmaßnahmen i.H.v. 631 TEUR (i. Vj. 769 TEUR) und eine Rückstellung für nachträgliche Rechnungseingänge 464 TEUR (i. Vj. 975 TEUR).

7. Verbindlichkeiten

Stand am 31.12.2023 davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr davon Restlaufzeit von 1 - 5 Jahre davon Restlaufzeit von mehr als 5 Jahre
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 729.824,94 729.824,94 - -
(1.959.651,32) (1.959.651,32) (-) (-)
gegenüber dem Unterstützungsverein 2.807.667,05 - - 2.807.667,05
(2.730.236,53) (-) (-) (2.730.236,53)
Lieferungen und Leistungen 2.071.927,18 2.071.927,18 - -
(5.512.832,37) (5.512.832,37) (-) (-)
gegenüber verbundenen Unternehmen 4.899.371,08 4.899.371,08 - -
(8.099.750,93) (8.099.750,93) (-) (-)
Verbindlichkeiten gegenüber 2.379.196,06 2.379.196,06 - -
(3.901.806,84) (3.901.806,84) (-) (-)
Verbindlichkeiten 533.571,03 533.571,03 - -
(758.553,60) (758.553,60) (-) (-)
- davon aus Steuern 325.616,10 325.616,10 - -
(607.536,96) (607.536,96) (-) (-)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 15.580,99 15.580,99 - -
(15.795,40) (15.795,40) (-) (-)
11.042.361,28 8.234.694,23 - 2.807.667,05
(19.061.024,75) (16.330.788,22) (-) (2.730.236,53)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr 2.471 TEUR (i. Vj. 4.151 TEUR). Es bestehen keine Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (i. Vj. 47 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen sonstige Verbindlichkeiten 2.379 TEUR (i. Vj. 3.902 TEUR).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen kreditorische Debitoren 156 TEUR (i. Vj. 63 TEUR), noch ausstehende Löhne und Sozialabgaben 16 TEUR (i. Vj. 17 TEUR) sowie Verbindlichkeiten für noch abzuführende Lohn- und Kirchensteuer 128 TEUR (i. Vj. 237 TEUR) enthalten.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Aufteilung der Umsatzerlöse lässt sich für die vergangenen zwei Geschäftsjahre wie folgt darstellen:

Die Umsätze entfallen auf Regionen wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
Deutschland 55.119 68.059
EU-Länder (ohne Inland) 30.597 39.920
übriges Europa 4.513 4.466
Amerika 440 511
Asien 1.599 769
Middle East 875 692
Übriges Ausland 43 147
Gesamt 93.186 114.564

Die folgende Tabelle zeigt die Umsätze aufgeteilt nach Tätigkeitsbereichen:

2023 2022
TEUR TEUR
Catering Solutions 52.656 51.507
ENOXX Engineering 35.705 45.895
Kitchen Assembly Solutions 4.274 10.703
Sonstige 551 6.459
Gesamt 93.186 114.564

Der Rückgang der Sonstigen Erlöse ist auf die Umklassifizierung der Schrotterlöse zurückzuführen. In den Vorjahren wurden Erlöse aus dem Verkauf von Schrott gesammelt unter den sonstigen Erlösen ausgewiesen. Für das Jahr 2023 wurden die Schrotterlöse soweit möglich verursachergerecht auf die Umsatzerlöse der Geschäftseinheiten verteilt. Unter Anwendung der Vorjahreszuordnung entfallen hiervon 1.915 TEUR auf die Geschäftseinheit Catering Solutions, 708 TEUR auf die Geschäftseinheit ENOXX Engineering sowie TEUR 8 auf die Geschäftseinheit Kitchen Assembly Solutions.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 3.617 TEUR (i. Vj. 1.683 TEUR) beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 2.523 TEUR (i. Vj. 619 TEUR), davon 750 TEUR aus der Auflösung der Rückstellung für die Zahlungsaufforderung für den Earn-Out KUGEL und 647 TEUR aus der Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen zum 31. Dezember 2022. Desweitere gab es im Geschäftsjahr Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung von Forderungen 300 TEUR, (i. Vj. 0 TEUR) sowie der Einzelwertberichtigungen von 204 TEUR (i.Vj. 30 TEUR) und sonstige Sachbezüge von 179 TEUR (i. Vj. 197 TEUR). Im Geschäftsjahr gab es Erträge aus den Währungsumrechnungen i.H.v. 13 TEUR (i. Vj. 566 TEUR). In Folge der Verschmelzung und somit Abgang der Beteiligung an die B.PRO Kunststofftechnik GmbH ist ein Verschmelzungsgewinn i.H.v. 286 TEUR entstanden. Aus Anlagenabgängen ergeben sich Gewinne von 12 TEUR (i. Vj. 25 TEUR).

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen für Konzerndienstleistungen 5.270 TEUR (i. Vj. 5.910 TEUR), Personalleasing 403 TEUR (i. Vj. 1.142 TEUR), Ausgangsfrachten 3.684 TEUR (i. Vj. 3.389 TEUR), bezogene Leistungen u.a. IT 2.371 TEUR (i. Vj. 2.154 TEUR), Werbekosten 853 TEUR (i. Vj. 879 TEUR), Rechts- und Beratungskosten 183 TEUR (i. Vj. 225 TEUR), Provisionen 2.491 TEUR (i. Vj. 2.410 TEUR) sowie Aufwendungen durch den Verlust aus verschrotteten Anlagen 208 TEUR (i. Vj. 0 TEUR).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auch Aufwendungen aus Forderungsabschreibungen i.H.v. 340 TEUR (i. Vj. 0 TEUR), Provisionen 2.491 TEUR (i. Vj. 2.410 TEUR), Währungsverluste i.H.v. 29 TEUR (i. Vj. 137 TEUR) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 27 TEUR (i. Vj. 38 TEUR) enthalten.

4. Erträge und Aufwendungen aus der Ab-/Aufzinsung

In den Zinserträgen sind im Geschäftsjahr 2023 Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen i.H.v. 56 TEUR (i. Vj. 0 TEUR) enthalten. Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 46 TEUR (i. Vj. 11 TEUR).

5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Geschäftsjahr ergibt sich ein Ertrag für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag i.H.v. 343 TEUR (i.Vj. gab es einen Aufwand i.H.v. 629 TEUR). Dieser beinhaltet im Wesentlichen die Erträge aus Körperschaftssteuer frühere Jahre, Kapitalertragssteuer und Gewerbesteuer Erstattung vergangene Jahre.

E. Ergänzende Angaben

1. Angaben zur Belegschaft

2023 2022
Belegschaft *)
Jahresdurchschnitt
Produktion 233 278
Vertrieb 64 68
Verwaltung 14 14
Entwicklung 24 21
335 381
Bestand Bilanzstichtag 290 380

*) Anzahl der Arbeitnehmer in Kapazitätsäquivalenten

Nach Köpfen waren im Geschäftsjahr 2023 im Jahresdurchschnitt folgende Mitarbeiter beschäftigt:

2023 2022
Belegschaft
Produktion 235 241
Vertrieb 65 58
Verwaltung 13 22
Entwicklung 24 33
337 354

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat diverse Miet- und Leasingverträge für Lager-, Produktions- und Bürogebäude und Fahrzeuge abgeschlossen. Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden Verträge summieren sich die in den Folgejahren zu zahlenden Beträgen wie folgt:

2023
TEUR
(Vorjahr)
Mietverpflichtungen 285
(285)
Leasingverpflichtungen 447
(452)

Die Mietverpflichtungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen, welche innerhalb des nächsten Geschäftsjahres anfallen. Diese Mietverträge sind kurzfristig kündbar.

Zum 31.12.2023 besteht ein Bestellobligo in Höhe von 2.988 TEUR.

4. Haftungsverhältnisse

Es besteht zum Bilanzstichtag eine Unterdeckung nicht bilanzierter Verpflichtungen aus der AVK-Auxilion Versorgungskasse e.V. zum 31.12.2023 in Höhe von 2.650 TEUR (i. Vj. 2.465 TEUR). Mit der Inanspruchnahme wird derzeit nicht gerechnet, da die Altersstruktur im Unternehmen ausgeglichen ist.

5. Sonstige Angaben

Honorar der Abschlussprüfer

Das Gesamthonorar für die im Geschäftsjahr 2023 erbrachte Dienstleistung des Abschlussprüfers im Sinne des § 285 Nr. 17 HGB beträgt 36 TEUR. Es handelt sich hier ausschließlich um Leistungen für die Abschlussprüfung.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Es gibt keine bekannten Ereignisse nach dem Abschlussstichtag.

Bezüge der Organmitglieder im Geschäftsjahr

Geschäftsführer der B.PRO GmbH, Oberderdingen, ist Egon Kofler, Magister (FH), - Vorsitzender.

Hinsichtlich der Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nimmt die Gesellschaft die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

Mindestbesteuerung

Auswirkungen auf den Steueraufwand 2024 der B.PRO GmbH aufgrund des Gesetzes zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG) sind nicht zu erwarten.

Konzern

Die B.PRO GmbH wird in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der BLANC & FISCHER Familienholding SE & Co. KGaA, Oberderdingen, (Amtsgericht Mannheim HRB 240477) einbezogen. Dieser befreiende Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Das Mutterunternehmen, die BLANC & FISCHER Familienholding SE & Co. KGaA, Oberderdingen, erstellt den Konzernabschluss für den größten sowie den kleinsten Kreis von Unternehmen.

 

Oberderdingen, den 14. Februar 2024

Egon Kofler

Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.764.962,42 0,00 0,00 6.235,20 2.758.727,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.349.832,27 0,00 0,00 4.890,34 16.344.941,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.654.610,30 289.235,90 1.115.556,48 67.787,98 27.991.614,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.519.253,91 244.571,01 0,00 324.581,55 14.439.243,37
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.400.647,31 296.741,89 -1.115.556,48 0,00 581.832,72
58.924.343,79 830.548,80 0,00 397.259,87 59.357.632,72
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.955.873,80 0,00 0,00 658.000,00 8.297.873,80
2. Sonstige Ausleihungen 4.044,90 207,70 0,00 0,00 4.252,60
8.959.918,70 207,70 0,00 658.000,00 8.302.126,40
70.649.224,91 830.756,50 0,00 1.061.495,07 70.418.486,34
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.279.094,42 240.948,00 6.235,20 2.513.807,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.692.341,86 147.942,00 4.890,34 12.835.393,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 24.923.511,30 772.617,38 18.309,98 25.677.818,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.382.038,48 488.078,54 300.707,55 13.569.409,47
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
50.997.891,64 1.408.637,92 323.907,87 52.082.621,69
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.786.259,39 0,00 658.000,00 1.128.259,39
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.786.259,39 0,00 658.000,00 1.128.259,39
55.063.245,45 1.649.585,92 988.143,07 55.724.688,30
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 244.920,00 485.868,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.509.548,41 3.657.490,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.313.796,00 1.731.099,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 869.833,90 1.137.215,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 581.832,72 1.400.647,31
7.275.011,03 7.926.452,15
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.169.614,41 7.169.614,41
2. Sonstige Ausleihungen 4.252,60 4.044,90
7.173.867,01 7.173.659,31
14.693.798,04 15.585.979,46

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

A.1. B.PRO GmbH

Die B.PRO GmbH (im Folgenden "B.PRO oder "Gesellschaft") ist die Muttergesellschaft der B.PRO-Gruppe mit Sitz in Oberderdingen/Baden-Württemberg. Die Gesellschaft wurde 2007 aus der 1925 gegründeten BLANCO GmbH + Co KG als eigenständiges Unternehmen ausgegründet; sie gehört heute mehrheitlich zum Konzernverbund der Blanc & Fischer Familienholding SE & Co. KGaA (zuvor: Blanc & Fischer Familienholding GmbH).

B.PRO ist ein international tätiges Unternehmen und steht mit der Geschäftseinheit Catering Solutions für Lösungen im B2B-Bereich von Großküchen. Mit der Geschäftseinheit ENOXX Engineering ist das Unternehmen Zulieferer für die Industrie.

Die Geschäftseinheit Kitchen Assembly Solution wurde zum 31.12.2023 aufgelöst.

Zur B.PRO-Gruppe gehören zudem mehrere rechtlich selbstständige Gesellschaften in Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Österreich und Tschechien sowie das Vertriebsbüro in der Schweiz. In anderen Ländern bestehen Vertriebspartnerschaften. Die B.PRO-Gruppe produziert an den Standorten in Deutschland und Tschechien.

Die regionale Ausrichtung konzentriert sich auf Zentraleuropa sowie West- und Teile von Osteuropa mit dem wichtigsten Markt Deutschland. Der Großteil der Umsätze der B.PRO wird im Inland sowie im EU-Ausland erzielt.

A.2. Forschung und Entwicklung

Grundsätzlich orientieren sich alle Aktivitäten in den Bereichen Innovation sowie Forschung und Entwicklung der unterschiedlichen Geschäftsfelder der B.PRO primär an den jeweiligen spezifischen Anforderungen der Kunden. Dabei spielen Funktionalität, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit unserer Produkte und Dienstleistungen eine zentrale Rolle.

Die Geschäftseinheit ENOXX Engineering agiert am Markt als kompetenter Entwicklungspartner und Zulieferer. Dabei stehen immer die Anforderungen der Kunden hinsichtlich deren Produkte und/oder Projekte im Fokus.

Die Geschäftseinheit Catering Solutions entwickelt und produziert, auf Basis detaillierter eigener Marktanalysen, Produkte für die professionelle Küche in der Speisenverteilung und Speisenausgabe.

Der Schwerpunkt der Entwicklungsarbeit lag 2023 auf der Produkt-, Prozess- und Fertigungsoptimierung der neu eingeführten Geräteserien mit modularer Produktstruktur im Bereich der Speisenverteilung. Dabei konnten Optimierungen in der Fertigung erreicht werden. Ein weiterer Schwerpunkt bestand in der konstruktiven Optimierung und funktionalen Weiterentwicklung bestehender Kühlstationen und deren Verlagerung an den Produktionsstandort Tschechien.

Im Rahmen des Strategieprozesses hat die Vorentwicklung eine Vielzahl von möglichen Automatisierungsszenarien erarbeitet.

Gemäß Fokus der Strategie 2027+ richteten sich alle Bestrebungen der Entwicklungsabteilung auf die Speisenausgabe und -verteilung, auch das Projektgeschäft wurde intensiv vorangetrieben.

B. Entwicklung des Unternehmens

B.1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Neben dem Krieg in der Ukraine sind im Berichtsjahr die geopolitischen Unsicherheiten unter anderem mit dem Überfall auf Israel weiter gestiegen. Außerdem führte die durch Material- und Energiepreissteigerungen angefachte Inflation zu großen Zinserhöhungen durch die Notenbanken, was sich auf private und unternehmerische Investitionen auswirkte. Im Ergebnis blieb die weltwirtschaftliche Erholung verhalten.

Pandemiebedingte Einschränkungen waren im Berichtsjahr kein Thema mehr, Lieferketten und Verfügbarkeiten von Materialien normalisierten sich. Abfertigungskapazitäten gingen auf ein normales Maß zurück. Während sich Seefrachtraten wieder auf Vor-Pandemie-Niveau bewegten, schlugen bei Landfrachtraten insbesondere der Fahrermangel und sonstige Kostensteigerungen durch. Anders als noch im Vorjahr, sehen Experten in Deutschland wenig Gefahr für eine nicht ausreichende Gasversorgung im Winter.

Das Weltwirtschaftswachstum hat sich nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds im Jahr 2023 auf 3,1 % verlangsamt, nachdem es 2022 noch 3,5 % betragen hatte. Deutschland ist indes in eine Rezession geraten: Das Bruttoinlandsprodukt verschlechterte sich um -0,3 % (im Vorjahr: +1,8 %), nachdem insbesondere export- und investitionsintensive Wirtschaftszweige unter der anhaltenden Investitionszurückhaltung leiden. Die wirtschaftliche Unsicherheit bleibt weltweit hoch.

Bruttoinlandsprodukt
Veränderung in % 2022 2023
Welt 3,5 3,1
USA 1,9 2,5
Euro-Zone 3,4 0,5
Deutschland 1,8 -0,3
Frankreich 2,5 0,8
Italien 3,7 0,7
Spanien 5,8 2,4
Japan 1,0 1,9
Großbritannien 4,3 0,5
China 3,0 5,2
Indien 7,2 6,7
Russland -1,2 3,0
Brasilien 3,0 3,1
Mexiko 3,9 3,4

Quelle: Internationaler Währungsfonds, Schätzungen Januar 2024

Die Inflationsraten blieben hoch, auch wenn sie sich zuletzt behutsam reduzierten. Für die Zentralbanken bestand weiterhin erheblicher Druck, die Geldpolitik zu straffen. Die Europäische Zentralbank hob den Leitzins zwischen Februar und September 2023 in sechs Schritten von 3,0 % auf 4,5 % an. Die US-Notenbank Federal Reserve begegnete der hohen Inflation in insgesamt vier Zinsanhebungen um einen Prozentpunkt auf die Spanne von 5,25 - 5,50 %.

Inflationsraten
in % 2022 2023
Welt 8,7 6,9
Euro-Zone 8,4 5,4
USA 8,0 4,1
Deutschland 8,7 6,0

Quelle: Deutsche Bank Januar 2024

Angesichts der stark steigenden Zinsen hat auch das Risiko für hochverschuldete Staatshaushalte zugenommen. Neben den Ausgaben für Sicherheit, Energieversorgung und den sozialen Ausgleich müssen sie wesentliche Zusatzaufwendungen für Refinanzierung in Kauf nehmen und die Investitionszurückhaltung der Geldgeber fürchten.

B.2. Entwicklung der Branche

Die Branchen, in denen B.PRO tätig ist, entwickelten sich wie folgt:

Geschäftseinheit Catering Solutions

Der HKI-Branchenbericht weist zum Ende des ersten Halbjahres 2023 eine Marktentwicklung bei den Edelstahlverarbeitern im Großküchenbereich von +2,8% (In- und Ausland) bzw. +1,1% (Inland) zum Vorjahres-Vergleichszeitraum aus. Die B.PRO liegt in dieser Statistik mit einem Umsatzwachstum von +2,1% (In- und Ausland) bzw. - 7,1% (Inland) unter dem Branchendurchschnitt.

Die positive Umsatzentwicklung zu Beginn des Jahres setzte sich ab dem 3. Quartal 2023 nicht weiter fort. Die steigende Inflation und stetige Zinserhöhungen führten zu einem deutlichen Rückgang der Auftragseingänge. Neuinvestitionen sowie laufende Projekte im Bereich öffentlicher und privater Träger wurden z. T. zeitlich verschoben oder gänzlich gestrichen.

Aufgrund des immer bedeutender werdenden Personalmangels ist die Branche gezwungen, neue Wege zu gehen. Die B.PRO hat erste Ansätze / Pilot-Projekte im Bereich der Automatisierung gestartet und plant gemäß der Strategie 2027+ hiermit ein neues Standbein aufzubauen.

Geschäftseinheit ENOXX Engineering

Die Geschäftseinheit ENOXX Engineering fokussiert sich mit den Kernkompetenzen Tiefziehen, Kanten, Biegen, Schweißen und der Montage auf Baugruppen im Küchenmarkt und baugruppenbezogen ähnlichen Bereichen, mit Ausnahme der Automobilindustrie.

Auch im Bereich ENOXX Engineering gingen die Kundenanfragen /-bedarfe entsprechend der allgemeinen Marktentwicklung im 2. Halbjahr deutlich zurück.

B.3. Darstellung der Ertragslage, Umsatzentwicklung

Der Umsatz der B.PRO GmbH ging im Geschäftsjahr 2023 um -18,7 % auf 93.186 TEUR (Vorjahr 114.564 TEUR) zurück.

Umsatz nach Geschäftseinheit
[in TEUR] 2023 2022
Catering Solutions 52.656 51.507
ENOXX Engineering 35.705 45.895
KAS (Kitchen Assembly Solutions) 4.274 10.703
Sonstiges 551 6.459
Gesamt 93.186 114.564

Der Umsatz der Geschäftseinheit Catering Solutions konnte sich gegenüber dem Vorjahr, um 1.148 TEUR (+2,2 %) leicht steigern, was teilweise auf gestiegene Kundenbedarfe sowie die Umklassifizierung der Schrotterlöse zurückzuführen ist.

In der Geschäftseinheit ENOXX Engineering war der Umsatz gegenüber Vorjahr um -10.190 TEUR (- 22 %) deutlich rückläufig. Im Wesentlichen war dies dem Bedarfsrückgang eines einzelnen Kunden aus der Automobilbrache sowie dem allgemeinen Marktrückgang zuzuschreiben.

Die neue Geschäftseinheit KAS (Kitchen Assembly Solutions) erzielte nur einen Umsatz von 4.274 TEUR aufgrund der Auflösung der Geschäftsbeziehung für die Montage eines Dampfbackofens für einen einzelnen Kunden. Die Geschäftseinheit KAS (Kitchen Assembly Solutions) wurde zum Ende des Jahre 2023 aufgelöst.

Der Rückgang der Sonstigen Erlöse ist auf die Umklassifizierung der Schrotterlöse zurückzuführen. Diese werden ab 2023 den jeweiligen Geschäftseinheiten verursachergerecht zugeordnet.

B.4. Ergebnisentwicklung

Die Umsatzerlöse betragen 93.186 TEUR und sind um 18,7% gegenüber dem Vorjahr gesunken (114.564 TEUR). Auf die Erläuterungen zur Umsatzentwicklung im vorigen Abschnitt wird hingewiesen. Die Gesamtleistung beträgt 91.598 TEUR und liegt um 22.916 TEUR unter dem Vorjahr (114.514 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um 1.934 TEUR auf 3.617 TEUR erhöht (Vorjahr 1.683 TEUR), was im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen (2.523 TEUR) zurückzuführen ist (750 TEUR aus Auflösung "Earn-OUT Kugel" und 647 TEUR aus Auflösung "ausstehende Eingangsrechnungen"). Des Weiteren gab es im Geschäftsjahr Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigungen von Forderungen 300 TEUR, (Vorjahr 0 TEUR) sowie der Einzelwertberichtigungen von 204 TEUR (Vorjahr 30 TEUR) und sonstige Sachbezüge von 179 TEUR (Vorjahr 197 TEUR). In Folge der Verschmelzung und somit Abgang der Beteiligung an die B.PRO Kunststofftechnik GmbH ist ein Verschmelzungsgewinn i.H.v. 286 TEUR entstanden. Aus Anlagenabgängen ergeben sich Gewinne von 12 TEUR (Vorjahr 25 TEUR).

Der Materialaufwand ist um 21,4 % auf 51.341 TEUR (Vorjahr 65.335 TEUR) zurückgegangen. Die Materialaufwandsquote sank auf 56,1 % (Vorjahr 57,1 %) bezogen auf die Gesamtleistung. Der Rückgang ist zum einen auf Sondereffekte aus dem Verkauf/ der Verschrottung von Rohmaterial zurückzuführen (Auflösung Geschäftseinheit Kitchen Assembly Solutions), zum anderen auf Veränderungen im Produktmix (Montagetätigkeit Kitchen Assembly Solution hatte einen höheren Materialanteil) sowie auf deutlich gefallen Rohstoffpreise.

Der Personalaufwand verringerte sich um 2.466 TEUR auf 21.930 TEUR (Vorjahr: 24.396 TEUR). Dies entspricht einer Personalkostenquote von 23,5 % der Umsatzerlöse (Vorjahr: 21,3 %). Ursächlich für diese Entwicklungen war die Beendigung der Montagetätigkeit in der Geschäftseinheit Kitchen Assembly Solutions und die Aufhebung bzw. der Auslauf der befristeten Verträge sowie Einsparungen aufgrund von Kurzarbeit in den Monaten November und Dezember.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände erhöhten sich um 139 TEUR auf 1.650 TEUR (Vorjahr: 1.511 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich um 2.262 TEUR auf 20.338 TEUR. Ursächlich für diese Entwicklungen ist ein deutlich geringerer Aufwand für Personalleasing (-739 TEUR im Vgl. zum Vorjahr) und Konzerndienstleitungen (-640 TEUR im Vgl. zum Vorjahr).

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verschlechterte sich aus den oben beschriebenen Gründen von 2.356 TEUR in 2022 auf -43 TEUR in 2023.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich um 451 TEUR auf 96 TEUR (Vorjahr 547 TEUR), im Wesentlichen begründet durch weniger Erträge aus Beteiligungen (im Geschäftsjahr 160 TEUR und i. Vj. 875 TEUR). Desweitere durch höhere Zinsaufwendungen von 160 TEUR im Vergleich zum Vorjahr.

Im Geschäftsjahr gab es einen Ertrag aus Steuern i.H.v. 343 TEUR (i. Vj. Aufwand 629 TEUR). Der Ertrag setzt sich zusammen aus erhaltene Körperschafts- und Gewerbesteuerzahlungen aus früheren Jahren.

Der Jahresüberschuss verschlechtert sich um 1.878 TEUR auf 396 TEUR (Vorjahr: 2.274 TEUR) auf Grund der vorgenannten Effekte.

B.5. Darstellung der Finanzlage, Finanzstruktur

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände, Sach- und Finanzanlagen in Höhe von 831 TEUR (Vorjahr 2.382 TEUR) wurden vollständig aus dem Brutto-Cashflow (Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen) finanziert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen die Investitionen um 819 TEUR unter den Abschreibungen.

Die Darlehensforderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag 1.602 TEUR (i. Vj. 1.902 TEUR).

Die freien Finanzmittel belaufen sich zum Jahresende auf 10.816 TEUR (Vorjahr 15.460 TEUR), davon entfallen 6.732 TEUR (Vorjahr 8.911 TEUR) auf freie Kreditlinien.

Das Bestellobligo beträgt zum Stichtag 2.988 TEUR (Vorjahr 3.535 TEUR), für das bereits Anzahlungen geleistet wurden.

B.6. Investitionen

Investitionen wurden im Jahr 2023 lediglich im Bereich immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 831 TEUR (Vorjahr: 2.382 TEUR) getätigt. Die Investitionen lagen unter den Abschreibungen von 1.650 TEUR (Vorjahr: 1.511 TEUR). Es wurde in die Entwicklung des Produktinformationssystem (79 TEUR), die Neugestaltung der Webseite (224 TEUR) und eine neue Maschine für die B.PROTHERM Kunststoff Fertigung (168 TEUR) investiert.

B.7. Darstellung der Vermögenslage

Das Immaterielle und Sachanlagevermögen hat sich um 651 TEUR auf 7.275 TEUR verringert.

Die Finanzanlagen bleiben unverändert auf 7.174 TEUR.

Die Vorräte haben sich um 5.635 TEUR von 18.215 TEUR im Vorjahr auf 12.580 TEUR zum Ende 2023 verringert, im Wesentlichen aufgrund der gesunkenen Einkaufspreise und durch den Verkauf/Verschrottung von Rohmaterialien durch die Auflösung der Geschäftseinheit Kitchen Assembly Solutions, sowie durch allgemeine Maßnahmen zur Bestandsreduktion.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Stichtag bei 9.703 TEUR und somit um 2.080 TEUR im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Dies ist hauptsächlich auf geringere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten zurückzuführen. Die niedrigeren Forderungen spiegeln den zurückgegangenen Umsatz im Geschäftsjahr wider. Des Weiteren wurde ein Darlehen an ein verbundenes Unternehmen i.H.v. 300 TEUR getilgt.

Das Eigenkapital der B.PRO GmbH hat sich um 396 TEUR auf 23.467 TEUR erhöht (Vorjahr 23.072 TEUR). Grund hierfür war der laufende Jahresüberschuss.

Die Eigenkapitalquote lag per 31. Dezember 2023 bei 57,1 % (Vorjahr 44,2 %). Der Jahresüberschuss soll entsprechend den gesellschaftsvertraglichen Regeln verwendet werden.

Im Vergleich zum Vorjahr (9.475 TEUR) haben sich die sonstigen Rückstellungen um 3.130 TEUR auf 6.346 TEUR verringert. Im Wesentlichen sind die Rückstellungen aus bewertetem Urlaub, Gleitzeitguthaben der Mitarbeiter und Rückstellungen für Mitarbeiterboni deutlich geringer als im Vorjahr. Auch die Auflösung der Rückstellung für die Earn-Out Zahlungsaufforderung von KUGEL (750 TEUR) und geringere Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen (um 510 TEUR geringer als im Vorjahr) sind für den Rückgang maßgebend.

Die Verbindlichkeiten reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr (19.061 TEUR) um 8.019 TEUR auf 11.042 TEUR per Stichtag 31. Dezember 2023. Ein Darlehen gegenüber Gesellschafter i.H.v. 1.523 TEUR wurde getilgt und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sinken um 3.441 TEUR. Der Rückgang aus den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten und verbundene Unternehmen ist auf den rückläufigen Umsatz zurückzuführen. Zum Bilanzstichtag gab es nur 730 TEUR Anzahlungen auf Bestellungen, das sind 1.230 TEUR weniger als im Vorjahr (1.960 TEUR).

B.8. Produktion

Bis Mitte des Jahres war die Produktion gut ausgelastet, ab dem 3. Quartal 2023 nahm diese signifikant aufgrund der schwierigen Marktsituation ab.

Urlaubsabbau, Stundenabbau sowie Kurzarbeit (ab Nov. 2023) waren die Folge. Zeitarbeitsverträge wurden nicht verlängert, Leasingmitarbeiter wurden abgebaut sowie nicht notwendige Investitionsmaßnahmen verschoben.

In der Geschäftseinheit KAS (Kitchen Assembly Solutions) wurde die Montagetätigkeit seitens des Kunden beendet und die Geschäftseinheit zum Jahresende 2023 aufgelöst.

B.9. Beschaffung

Das konzernweite Beschaffungswesen ist im Zentralbereich Corporate Purchasing gebündelt.

Angesichts der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sahen sich die Unternehmen der BLANC & FISCHER-Gruppe im Laufe des Berichtsjahres einem schnellen und deutlichen Nachfragerückgang ausgesetzt. Gleichzeitig verfügten die Unternehmen noch über Abnahmeverpflichtungen und hohe Bestände vor dem Hintergrund der großen Verfügbarkeitsprobleme. Entsprechend mussten Beauftragungen an Lieferanten teils kurzfristig stark gekürzt oder verschoben werden.

Die hohen Frachtkosten haben sich je nach Warengruppe und Unternehmensgruppe unterschiedlich entwickelt. Während sich Seefrachtraten mit der Veränderung der konjunkturellen Weltlage wieder auf Vor-Pandemie-Niveau bewegten, schlugen bei Landfrachtraten insbesondere der Fahrermangel und sonstige Kostensteigerungen durch.

Durch politisches Eingreifen bei den Strompreisen (zum Beispiel in Deutschland) beruhigte sich der Markt. Absicherungsgeschäfte in Kombination mit gezielten Spotmarktzukäufen ermöglichten deutliche Einsparungen gegenüber den Vorjahres- und Budgetwerten. Gleichzeitig erfolgte die Lieferung von Gas noch weitgehend aus günstigen Altverträgen.

B.10. Personal- und Sozialwesen

Zum Jahresende (Bilanzstichtag 31.12.2023) waren in der B.PRO GmbH 290 Vollzeitmitarbeiter (Vorjahr 380) beschäftigt. Dies entspricht einem Abbau von 90 Vollzeitmitarbeitern (-24%) im Vergleich zum Vorjahr.

Am stärksten hat sich die Beschäftigtenzahl im direkten Bereich reduziert, da die Montagetätigkeit in der Geschäftseinheit KAS (Kitchen Assembly Solutions) eingestellt wurde.

Der im Jahr 2020 in Kraft getretene Sanierungstarifvertrag führte auch im Jahr 2023 zu Einschnitten in den Entgeltbestandteilen der Beschäftigten. Das Leistungsentgelt wurde bis 30.06.2023 um 5% und bis 31.12.2023 um 2% Punkte reduziert, Urlaubs- und Weihnachtsgeld wurden jeweils um 50% reduziert, der T-ZUB entfiel komplett.

Bei der B.PRO GmbH beendeten 2023 drei Auszubildende und Studierende der dualen Hochschule Karlsruhe erfolgreich ihre Ausbildung bzw. ihr Studium. Drei Auszubildende starteten im September 2023 ihre Ausbildung bei der B.PRO GmbH.

B.11. Sonstige wichtige Vorgänge

Wesentliche Projekte für 2023 waren die Stabilisierung des operativen Geschäfts sowie die Weiterentwicklung der Strategie 2027+. Die jeweiligen Handlungsfelder wurden weiter spezifiziert und in einem Stufenplan gegliedert, wobei für die erfolgreiche Umsetzung jeweilige Projektteams verantwortlich sind. Schwerpunkt bilden hier die Profitabilität des bestehenden Geschäftes sowie zukünftige Wachstumsoptionen im definierten Playground basierend auf den Markt-/Kundenanforderungen und die Anpassung der Prozesse und Organisationsstrukturen auf die zukünftigen Geschäftsmodelle.

C. Chancen und Risiken des Unternehmens

C.1. Beschreibung Risikomanagement

Ziele des Risikomanagements

Unternehmerisches Handeln ist mit Chancen und Risiken verbunden. Aufgrund zunehmender Geschwindigkeit und Komplexität sowie immer volatilerer Märkte ist es zur Sicherung der fortlaufenden Wettbewerbsfähigkeit notwendig, Risiken frühzeitig zu erkennen und bewusst mit ihnen umzugehen.

Ziel des ordnungsgemäßen Risikomanagements ist die Sicherung des Vermögens und die Sicherung des Fortbestandes des Konzerns. Gleichzeitig trägt das Risikomanagement dazu bei, strategische und operative Ziele zu erreichen.

Beschreibung des Risikomanagement-Prozesses

Risikomanagement ist ein ständiger Prozess, der ganzjährig kurzfristige und flexible Reaktionen auf sich ändernde Risikosituationen erfordert. Hierzu ist es notwendig, klare Prozesse und Verantwortlichkeiten zu definieren sowie strukturierte Vorgehensweisen zu etablieren. Das Risikomanagement-System der B.PRO wird im Rahmen der konzernweiten Zusammenarbeit mit den Risikomanagern der BLANC & FISCHER Familienholding schrittweise weiterentwickelt. Hierbei werden die einzelnen Unternehmensbereiche unter Berücksichtigung der bestehenden Organisations- und Berichtsstruktur systematisch mit Hilfe von Risikokategorien und Risikofeldern untersucht und bewertet. Chancen werden ebenfalls erfasst und bewertet.

C.2. Risiko- und Chancenbeurteilung

Als Zulieferer von Lösungen, Systemen und Produkten für professionelle Küchen ist die B.PRO zahlreichen mittleren und größeren Unsicherheiten und Veränderungen ausgesetzt. Um in diesem anhaltend volatilen Umfeld erfolgreich zu agieren, antizipieren wir mögliche Entwicklungen frühzeitig und erfassen, bewerten und steuern daraus resultierende Risiken und Chancen systematisch. Ein wirksames Risiko-Management-System (RMS) ist daher zentrales Element einer vorausschauenden Unternehmensführung und wird analog der Vorgehensweise von B&F Familienholding umgesetzt.

Die Identifizierung von Risiken und Chancen erfolgt kontinuierlich, strukturiert und systematisch im Rahmen der Geschäftsprozesse, um aktuelle, zukünftige, potenzielle und theoretisch denkbare Risiken und Chancen zu erfassen, die sich auf die Zielerreichung auswirken können.

Aus derzeitiger Sicht ergeben sich weder aus einzelnen Risiken noch aus der Gesamtheit aller zurzeit bekannten Risiken unter Substanz- und Liquiditätsaspekten eine Bestandsgefährdung der B.PRO GmbH.

Ein mögliches Risiko könnte noch aus der Beendigung der Montagetätigkeit für einen Kunden (Auflösung Geschäftseinheit Kitchen Assembly Solutions) aufkommen, jedoch kann derzeit keine Abschätzung zur Substanz der von dem Kunden geltend gemachten Forderungen abgegeben werden.

Nachfolgend werden nur die wesentlichen Risiken und Chancen berichtet.

Strategie-/Markt-Risiken und Chance

Im Jahr 2023 wurde mit der Ausführung einer nachhaltigen Strategie 2027+ begonnen, welche im Jahr 2024 weitergeführt und vertieft wird. Im Fokus stehen Automatisierungslösungen für die professionelle Küche und die Optimierung/Erweiterung des Produktportfolios/-sortiments sowie die Digitalisierung. Die bedeutenden Chancen aus den daraus sich ergebenden Marktpotenzialen sollen konsequent genutzt und umgesetzt werden.

Die Nachhaltigkeit unserer Geschäftstätigkeit ist von elementarer Bedeutung für unsere strategische Wettbewerbsfähigkeit und bietet eine gute Chance in der Differenzierung zum Wettbewerb. Durch den fortschreitenden Klimawandel steigt einerseits die Erwartung unserer Kunden in die Nachhaltigkeit unserer Produkte und Prozesse, andererseits sind unsere internationalen Standorte und globalen Lieferketten häufigeren und extremeren Wetterereignissen ausgesetzt. Die politischen Rahmenbedingungen und Berichtsanforderungen erfordern die Anpassung unserer Produkte und Geschäftsprozesse.

Mit unserem Rahmenwerk "3P - Planet, People, Performance" steuern wir aktiv diesen Transformationsprozess.

Operative Risiken und Chancen

Im derzeit deutlich unsicheren und volatilen Marktumfeld bestehen bedeutende Risiken in der Absatz- und Umsatzplanung, geprägt durch Kostensteigerungen und Personalmangel, was zu Verschiebungen oder Ausbleiben von Neuprojekten / Kundenbedarfen führt. Mittlere bis bedeutende Unsicherheiten bestehen im Bereich der Geschäftseinheiten durch starke Abhängigkeit vom Fachhandel bei B.PRO Catering Solutions und vom Projektgeschäft bei ENOXX Engineering.

Im Bereich Catering Solutions liegt der Fokus auf Speisenausgabe/-portionierung und Speisenverteilung. Automatisierungslösungen sollen Teil des zukünftigen Businessmodells werden (Organisation + Go-To-Market Strategie muss entwickelt werden). Durch die nachhaltige Bereinigung, Optimierung und Weiterentwicklung des Produktportfolios unter Berücksichtigung der Markttrends (Personalmangel vs. Automatisierung und Cook-to-Serve vs. Cook-to-Chill) sehen wir gute Chancen auf ein nachhaltiges und profitables Wachstum und einer damit verbundenen Stabilisierung des Geschäfts.

Zusätzliche gute Chancen sehen wir in der Digitalisierung, welche unterstützend für die strategischen Bereiche agieren soll.

In der Geschäftseinheit ENOXX Engineering bestehen schwerwiegende Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Großkunden und dem geplanten mittelfristigen Auslauf von Projekten insbesondere im Automotive-Bereich (der strategisch nicht im Fokus steht), die nicht ersetzt werden können.

Umfeld-Risiken und Chancen

Angesichts des Angriffskrieges durch Russland auf die Ukraine, dem Angriff auf Israel, Material- und Energiepreissteigerungen sowie der mehrfachen Erhöhung des Leitzinses durch die Europäische Zentralbank (von 3% auf 4,5%) aufgrund der hohen Inflation, hat sich das Wachstum der Weltwirtschaft lt. IWF (Stand 01/2024) im Jahr 2023 auf 3,1% verlangsamt, nachdem es 2022 noch 3,5% betragen hatte. Deutschland ist in eine Rezession geraten. Investitionen wurden zurückgehalten. Das Bruttoinlandsprodukt verschlechterte sich um -0,3% (im Vorjahr +1,8%). Die wirtschaftliche Unsicherheit bleibt weltweit hoch und wird als mittleres Risiko für die B.PRO eingeschätzt. Gemäß Schätzungen des IWF von Januar 2024 soll die deutsche Wirtschaft nur um 0,5 % zulegen, während das globale Wachstum von 3,1% auf schwachem Niveau verharrt.

Governance-Risiken und Chancen

Risiken durch Cyber-Bedrohungen können nicht vollumfänglich versichert werden; hierdurch ergeben sich mittlere Rest-Risiken. Zur nachhaltigen Verbesserung der präventiven und reaktiven Maßnahmen gibt es ein umfangreiches Informationssicherheitsprogramm auf B&F- Ebene, um diesen mittleren Risiken angemessen zu begegnen.

Durch die zunehmende Komplexität im internationalen Geschäft und fortwährenden Änderungen in der Gesetzgebung können bedeutende Compliance-Risiken mit teilweise erheblichem Schadenspotenzial entstehen. Es wurde ein Compliance-Management-System eingeführt und Verantwortliche benannt, die potenzielle Risiken regelmäßig analysieren und bei Bedarf Maßnahmen definieren und nachverfolgen. Die bestehende Compliance-Richtlinie stellt die wesentlichen Grundregeln rechtmäßigen Verhaltens dar und gibt allen Mitarbeitern verbindliche Vorgaben für ein korrektes Verhalten im Tagesgeschäft. Die Mitarbeiter werden über die Inhalte der Compliance-Richtlinie regelmäßig geschult (z.B. Schulung "Code of Conduct").

Aufgrund der internationalen Geschäftsbeziehungen ist die Unternehmensgruppe fortwährend den sich stetig ändernden Steuervorschriften unterschiedlicher Länder ausgesetzt. Daraus resultieren mittlere Steuerrisiken, welchen mit der sukzessiven Implementierung eines Tax Compliance Management Systems entgegengewirkt wird.

D. Prognosebericht

D.1. Entwicklung wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gemäß Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaft (DIW) hat sich der Trend gegenüber September noch einmal verschlechtert. Das Konjunkturbarometer verharrt im negativen Bereich im Oktober 2023 mit 88,1 Punkten unter der 100-Punkte-Schwelle. Die Weltwirtschaft hat ebenfalls an Fahrt verloren und es wird mit einer Verzögerung der Erholung der Wirtschaft gerechnet.

Laut IWF (Schätzungen Januar 2024) verschlechterte sich das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um -0,3 % (im Vorjahr +1,8 %). Im Vergleich zum gleichen Quartal im Vorjahr ist das BIP in Deutschland um 0,8 % gesunken. Die Inflationsrate ist weiter zurückgegangen und wird bei ca. 6 % für 2023 erwartet.

Der Catering-/Hospitality-Markt ist weiterhin als unsicher einzuschätzen und besitzt eine hohe Volatilität. Die weiterhin steigenden Kosten für Material, Transport/Maut, Zinsen und unsichereren wirtschaftlichen Gesamtbedingungen machen dem Markt weiterhin massiv zu schaffen. Dies schlägt sich negativ auf das Kaufkraftverhalten der öffentlichen sowie privaten Träger nieder und stellt einen Belastungsfaktor für unsere Auftragslage dar. Auch im Gastronomie-Bereich zwingen Produktionsfaktoren sowie der Personalmangel zu Ressourcenmanagement und noch stärkerem betriebswirtschaftlichem Denken. Die Erhöhung der Mehrwertsteurer in diesem Bereich stellt eine große Gefahr einer möglichen Konsolidierung in der Gastronomie dar. Signifikante Neuinvestitionen sind daher fast nicht mehr vorhanden und ein größerer Fokus wird auf Reparaturen gelegt.

Themen aus den Bereichen Nachhaltigkeit und Gesundheit werden in den kommenden Jahren die Hospitality-Branche weiterhin prägen. Dies betrifft auch die Anpassung an neue Anforderungen wie z.B. Ganztages-Verfügbarkeit, kleinere dezentrale Versorgung und personalsparende Konzepte. Dabei gilt es für uns, sich strategisch diesen Aspekten zu widmen und uns in diese Richtung zu engagieren. Ein weiterer großer Fokus in unserer Branche wird auf Energie bzw. Energieeffizienz gelegt.

Die Geschäftseinheit B.PRO Catering Solutions fokussiert sich zukünftig noch stärker auf die Bereiche Automatisierung, Digitalisierung und Optimierung des Produktportfolios sowie den Auf- und Ausbau von Kooperationen mit Partnern.

Bei der Geschäftseinheit ENOXX Engineering sind die Bedarfe weiter rückläufig. Das Automotive-Geschäft ist nicht Bestandteil der Strategie 2027+ und wird daher im Jahr 2024 nicht weiterverfolgt, bestehende Aufträge/Verträge werden noch erfüllt. Die Kundenprojekte im küchennahen Umfeld sind auch im Jahr 2024 durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seitens der Kunden sehr verhalten.

D.2. Entwicklung Ertrags- und Finanzlage

Ertragslage

Für die B.PRO GmbH wird für 2024 ein Umsatz von ca. 87 Mio. EUR und eine leichte Verbesserung des Betriebsergebnisses (EBIT) auf etwa 1% des Umsatzes angenommen. Es sind Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 2,5 Mio. EUR vorgesehen, welche planmäßig aus dem laufenden Cashflow finanziert werden. Im Budget wurden für alle wichtigen Kostenelemente die bekannten Risiken wie Inflation, Probleme mit den Lieferketten und der Energiepreisentwicklung nach interner Beurteilung berücksichtigt. Die Beurteilung und zukunftsbezogenen Aussagen, die auf diesen aktuellen Einschätzungen beruhen, unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die außerhalb der Kontrolle oder präzisen Einschätzungen der B.PRO GmbH liegen. Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den hier getroffenen Aussagen abweichen.

Finanzlage

Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit erfolgt durch das aktuelle Guthaben bei Kreditinstituten und die Kontokorrentlinie. Die geplante durchschnittliche Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien bewegt sich auch im Planjahr im Korridor der von den Banken am Bilanzstichtag zugesagten Linien.

 

Oberderdingen, 14. Februar 2024

B.PRO GmbH

Egon Kofler

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die B.PRO GmbH, Oberderdingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der B.PRO GmbH, Oberderdingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der B.PRO GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlsruhe, den 15. Februar 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steffen Feller, Wirtschaftsprüfer

Philipp Bormann, Wirtschaftsprüfer

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