FW Dienstleistungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Bachmann seit 6.2.2023 | Geschäftsführer |
Matthias Laufer seit 6.2.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FriedWald GmbHGriesheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023A. Wirtschaftsbericht I. Grundlagen des Unternehmens FriedWald ist eine alternative Bestattungsform. Die Asche Verstorbener ruht in biologisch abbaubaren Urnen unter Bäumen, die in einem als FriedWald ausgewiesenen Wald stehen. So eröffnet sich eine natürliche und würdevolle Alternative zu den bislang gewohnten Bestattungsformen. Die Grabpflege übernimmt die Natur. Die FriedWald GmbH bietet seit vielen Jahren diese alternative Bestattungsmöglichkeit in ausgewiesenen Waldgebieten in der ganzen Bundesrepublik an. Zum 31.12.2023 verfügt die Gesellschaft über 87 FriedWald-Standorte in Deutschland und zwei Standorte in Österreich. Erst in Kooperation mit Kommunen oder Kirchengemeinden, Forstverwaltungen und der FriedWald GmbH wird aus einem Stück Wald ein FriedWald. Diese ausgewiesenen und genehmigten Bestattungswälder werden in kommunaler oder kirchlicher Trägerschaft geführt. Mit den Waldeigentümern werden auf Basis eines modularen Konzepts individuelle Kooperationsmodelle vereinbart, die den Bedürfnissen der einzelnen Partner entsprechen. Die Waldpflege sowie die persönliche Betreuung der Kunden und Angehörigen vor Ort übernehmen in der Regel die zuständigen Forstverwaltungen. Die FriedWald GmbH übernimmt in der klassischen Form der Aufgabenteilung den Kundenservice inklusive der terminlichen und verwaltungstechnische Betreuung der Wälder, sowie die gesamte Öffentlichkeitsarbeit für den Standort. Die Marktsituation ist seit einigen Jahren durch Konkurrenzprojekte von Kommunen und Mitanbietern gekennzeichnet. Insgesamt gesehen bewegen wir uns in einer Nische im Bestattungswesen, die allerdings in der letzten Zeit deutlich an Bedeutung gewonnen hat. Durch die aktive Vermarktung bestehender und die Eröffnung neuer Standorte, sowie die Weiterentwicklung der Angebote an unsere Kunden, konnten wir unsere Marktstellung als einer der führenden Anbieter weiter festigen und auch ausbauen. In der Bundesrepublik Deutschland verstirbt jährlich etwas mehr als 1% der Gesamtbevölkerung. Dies bedeutet, dass im Jahr 2023 rund 1.030.000 Sterbefälle den Markt des Bestattungswesens bestimmt haben. Geht man davon aus, dass derzeit etwa 75% der Verstorbenen eingeäschert werden, ergibt sich rein rechnerisch ein Potenzial für die FriedWald GmbH von 772.000 Sterbefällen pro Jahr. In 2023 wurden an allen FriedWald-Standorten rund 25.000 Beisetzungen durchgeführt. Das entspricht rund 3,2 % der Urnenbeisetzungen in Deutschland. Mit der Eröffnung eines weiteren Bürostandortes in Bruchsal, neben den Standorten Griesheim und Kaiserslautern, konnte ein neuer Arbeitsmarkt erschlossen werden. II. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens Längere Schließungen bzw. die Einstellung des Betriebs aufgrund von Schnee, Eis oder sonstigen Wetterextremen mussten im Jahr 2023 in keinem FriedWald Standort angeordnet werden. Unsere wirtschaftliche Lage ist insgesamt als gut zu bezeichnen. Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von 5.065 T€ erzielt. In regelmäßigen durchgeführten Mitarbeiterbefragungen erhebt die Friedwald GmbH einen Kommittmentindex der im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden konnte. Ertragslage Die Umsatzerlöse konnten im Vergleich zum Vorjahr um 8,2% gesteigert werden. Unsere im Vorjahr getroffene Prognose eines Umsatzwachstums von 2-3% wurde damit übertroffen. Die Materialaufwandsquote liegt mit 43,2% unter Vorjahresniveau (44,8%). Das Ergebnis aus der operativen Geschäftstätigkeit wurde, verglichen mit den Planzahlen, überschritten. Es wurden 8 neue Friedwald-Standorte in Betrieb genommen. Der Rohertrag hat sich im Verhältnis zur Erhöhung der Umsatzerlöse um 12,6% gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahr und bezogen als Prozentsatz auf die Umsatzerlöse liegt der Rohertrag um 1,6 Prozentpunkte über dem des Vorjahres. Durch den Umsatzanstieg verbleibt ein um 3.338 T€ erhöhter Rohertrag. Während sich die Personalaufwendungen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen um 4,0% erhöhten, haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 48,4% vermindert. Sie verminderten sich im Verhältnis zu den Umsatzerlösen von 34,7% im Vorjahr auf 16,4% im Geschäftsjahr. Hierbei handelte es sich um den Wegfall der Sondereffekte im Geschäftsjahr 2022, aus dem Ergebnis der Betriebsprüfung für die Kalenderjahre 2018 bis 2020. Das Betriebsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5.551 T€ (136,5%) erhöht. Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses und der Steuern verbleibt ein gegenüber dem Vorjahr um 1.094 T€ höherer Jahresüberschuss von 5.065 T€. Vermögenslage Die langfristigen Verträge des Unternehmens erfordern eine entsprechende finanzielle Vorsorge. Aus diesem Grunde werden die durch die Geschäftstätigkeit erhaltenen Mittel in Finanzanlagen investiert (Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 2.875 T€), soweit diese nicht in den flüssigen Mittel vorgehalten werden. Im Geschäftsjahr wurden erstmalig selbsterschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von 1.397 T€ bilanziert. Durch die Investitionen in die Finanzanlagen sowie die Immateriellen Vermögensgegenstände hat sich das Anlagevermögen insgesamt von 55,8% auf 59,1% der Bilanzsumme erhöht. Absolut betrachtet, hat sich das Anlagevermögen um 4.450 T€ erhöht. Die übrigen Positionen des Vermögens sind durch die flüssigen Mittel von 4,9% und die Rechnungsabgrenzungsposten von 25,6% der Bilanzsumme gekennzeichnet. Wegen der Rechnungs-abgrenzungsposten verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang. Auf der Passivseite hat sich die Eigenkapitalquote im Vergleich zum Vorjahr durch die Erhöhung der Bilanzsumme von 16,2% auf 19,6% erhöht, die sich absolut um 4.748 T€ erhöht hat. Wesentlich auf der Passivseite sind mit 63,5% der Bilanzsumme ansonsten nur noch die passiven Rechnungsabgrenzungsposten. Auf die Erläuterungen im Anhang wird verwiesen. Finanzlage Die Finanzlage ist als sehr solide zu bezeichnen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen, Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Liquiditätsengpässe sind nicht zu erkennen. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 5.579 T€ (Vj. 7.796 T€). Nach Berücksichtigung der Investitionen und Gewinnausschüttungen hat sich die Liquidität gegenüber dem Vorjahr um 2.105 T€ vermindert. Künftige Investitionen von erheblicher Bedeutung über die zu berichten wäre, sind nicht geplant. Die Geschäftsführung war mit der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden. B. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Wir werden die Strategie der letzten Jahre, Wachsen mit Struktur, auch in den nächsten Jahren weiterverfolgen. Unser Ziel ist es weiterhin strategisch wichtige Standorte zu erschließen, um so mit unserem Angebot noch näher an die entsprechenden Kundengruppen zu gelangen. Gleichzeitig soll das Umsatzniveau in bestehenden Standorten mindestens gleichgehalten werden. II. Risiko und Chancenbericht 1. Risikobericht Aus unserer Sicht bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken. Aufgrund der bundesweit stark wachsenden Zahl an Naturbestattungen, einem Bestand von 87 Standorten und langfristigen Verträgen mit unseren Partnern (Kommunen, Privatwaldbesitzern und Kirchen) können mittelfristig keine großen Risiken erkannt werden. Das Risikomanagement wird in Form von Szenario Analysen vierteljährlich durch die Abteilung Controlling und die Geschäftsführung überprüft. Die Szenarien sind mittelfristig auf 5 Jahre (Rückblick und Ausblick) angelegt. Sie umfassen die Entwicklung der Umsätze aus Baumerlösen, die Anzahl der Beisetzungen, die Entwicklung der Mitarbeiterzahl sowie die Entwicklung der Kosten in den einzelnen Fachbereichen. Darüber hinaus können in den regelmäßig durch das Controlling veröffentlichten Quartalsberichten Fehlentwicklungen erkannt und ggf. durch die Unternehmensführung entgegengesteuert werden. Das Risikomanagementsystem bei der FriedWald GmbH soll dazu beitragen, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken. Aus unserer Sicht verfügt die Gesellschaft über ein gut funktionierendes strategisches Controlling, das rechtzeitig Hinweise an die Geschäftsführung zur Lenkung des Unternehmens gibt. Eine ebenfalls regelmäßig durchgeführte Wettbewerbsbeobachtung führt die Gesellschaft in die Lage, den Markt und die damit zusammenhängenden Risiken frühzeitig zu erkennen. Das Unternehmen verfügt über ein effizientes Mahnwesen, welches in Kooperation mit einer Anwaltskanzlei die ausstehenden Forderungen einholt. Durch die Tatsache, dass wir uns mit unserer Geschäftstätigkeit in einem sehr sensiblen gesellschaftlichen Bereich bewegen, sind Forderungsausfälle jedoch eher die Ausnahme. Die Liquiditätslage ist gut. Es sind keine Engpässe zu erwarten. Die Gesellschaft ist jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die FriedWald GmbH unterhält eine 100% Tochtergesellschaft, in der Betriebsvermögen mit breiter Streuung der Titel mittelfristig angelegt ist. Durch die Diversifikation wird gewährleistet, dass mögliche Ausfallrisiken einzelner Investments keine erheblichen oder bestandsgefährdenden Risiken für das Gesamtportfolio darstellen. Aufgrund der Beschränkung der Aktivitäten auf Deutschland und Österreich bestehen für die Gesellschaft keine Währungsrisiken. Der wachsende Wettbewerb durch andere private Anbieter und die vielen kleinen kommunalen Standorte, wird weiterhin durch das Wachstum des relevanten Marktes abgefangen. 2. Chancenbericht Die Chancen für das Unternehmen liegen in dem Markt, der aus unserer Sicht mittel- und langfristig nicht gesättigt sein wird. Dies entnehmen wir zahlreichen Studien sowie eigenen Umfragen zum Thema alternative Bestattungsformen und der Medienbeobachtung, die ein externes Unternehmen täglich für uns durchführt. Weitere Chancen liegen in der Neueröffnung weiterer Standorte, die das Unternehmen in den nächsten Jahren plant. In vielen Projekten befindet sich die Gesellschaft bereits in konkreten Verhandlungen. Durch ein Bündel an digitalen und analogen Marketing- und Vertriebsmaßnahmen soll sichergestellt werden, dass sich FriedWald auch in den nächsten Jahren im Bereich der alternativen Bestattungsformen am Markt erfolgreich behaupten kann und seine führende Stellung weiter ausbaut. III. Prognosebericht Für das Jahr 2024 rechnen wir mit einem Umsatzwachstum aus Baumerlösen und Beisetzungen von 2-3 %. Das Wachstum soll aus den geplanten 5 Neueröffnungen und den bereits bestehenden Standorten generiert werden. Wir planen ein EBIT in Höhe von 4.270 T€ zu erreichen. Eine Arbeitsgruppe, die sich aus Mitarbeitern aus verschiedenen Abteilungen zusammensetzt, arbeitet weiterhin kontinuierlich an neuen Wertschöpfungspotenzialen für die FriedWald GmbH und entwickelt daraus tragfähige Konzepte, die umgesetzt werden sollen. Die zentrale Vorgabe ist es, die entwickelten Ideen konsequent am bestehenden Kerngeschäft auszurichten, bzw. sich daran anzuschließen. Die Arbeit soll sich dabei auf die bestehenden FriedWald Zielgruppen, Vorsorgekunden und Angehörigen konzentrieren. Mit der Entwicklung einer neuen Verwaltungssoftware, soll die Gesellschaft in die Lage versetzt werden, auch weiterhin moderne und effiziente Dienstleistungen anbieten zu können. Die Einführung der für die Gesellschaft entwickelten ERP/CRM Software ist für das Jahr 2025 geplant. Für 2025 planen wir 5 weitere Eröffnungen.
Griesheim, 14. August 2024 Matthias Laufer, Geschäftsführer Michael Bachmann, Geschäftsführer BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die FriedWald GmbH hat ihren Sitz in Griesheim. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter HRB 7950 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der FriedWald GmbH, Griesheim, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu den Vorschriften des HGB wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Angaben, die teilweise in der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Absatz 3 HGB. Der Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. III. Bilanzierungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Im Geschäftsjahr wurden erstmalig selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert angegeben. IV. Bewertungsmethoden Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (Individualsoftware) werden gemäß § 248 Abs. 2 HGB aktiviert. Die Entwicklung der Software ist zum Stichtag noch nicht abgeschlossen. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen bei Nutzungsdauern zwischen 3 und 15 Jahren vermindert. 2. Sachanlagen Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 1.000,00 Euro wurden sofort abgeschrieben. 3. Finanzanlagen Wertpapiere, die dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen, werden in den Finanzanlagen ausgewiesen. Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden zu den Anschaffungskosten angesetzt. 4. Vorräte Die Vorräte wurden zu den Anschaffungskosten angesetzt. 5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken oder niedrigere beizulegende Werte wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden mit dem Nennbetrag angesetzt. 6. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks wurden zum Nennbetrag angesetzt. 7. Rechnungsabgrenzungsposten Kunden der Gesellschaft erwerben mit Vertragsabschluss und Eintragung ins Baumregister das Recht auf Nutzungsüberlassung der FRIEDWALD-Bäume und -Sträucher bis zu 99 Jahre. Die von Kunden auf den Nutzungsanteil entrichtete Vergütung ist entsprechend der vertraglich bestimmten Laufzeit über einen passiven Rechnungsabgrenzungsposten ergebnismäßig zu verteilen. FriedWald GmbH hat, gemäß den mit den Vertragsparteien abgeschlossenen Verträgen, das Recht auf Nutzungsüberlassung an den im Baumregister eingetragenen FRIEDWALD-Bäumen für 99 Jahre erworben. Für die Nutzungsüberlassung ist eine Vergütung zu entrichten. Diese ist spätestens einen Monat nach Eintragung des nutzungsberechtigten Kunden in das Baumregister an den jeweiligen Vertragspartner fällig und zahlbar. FriedWald GmbH erstellt gegenüber den Vertragspartnern hierzu gesonderte Abrechnungen. Entsprechend der vertraglich vereinbarten Laufzeiten werden die geleisteten Zahlungen ergebniswirksam aufgelöst. 8. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. 9. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden nach dem durch vernünftige kaufmännische Schätzung ermittelten notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen beinhalten die bis zum Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen wurden gebildet im Wesentlichen für Nachbetreuungsleistungen, Urlaubsansprüche, Boni Mitarbeiter, Nachforderungen Waldpartner sowie Jahresabschlusskosten. Der Berechnung der Rückstellungen Nachbetreuungsleistungen liegt eine Schätzung des erwarteten Zeitaufwands, der Anzahl der Fälle sowie der Entwicklung der Personalkosten zugrunde. 10. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. 11. Latente Steuern Die Latenten Steuern entstehen durch unterschiedliche Wertansätze in Handels- und Steuerbilanz. Die latenten Steuern werden mit dem Unternehmensindividuellen Steuersatz von 29,83% berechnet. V. Erläuterungen zur Bilanz 1. Ausschüttungsgesperrte Beträge Der ausschüttungsgesperrte Betrag ergibt sich aus der Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von Euro 1.397.029,47, für Software, abzüglich latenter Steuern in Höhe von Euro 416.664,00. Somit ergibt sich ein Ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von Euro 980.365,47. 2. Forderungen In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind außer einer Kaution in Höhe von Euro 142,80 (Vj. Euro 0,00) keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. 3. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind insgesamt innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten solche aus Steuern in Höhe von Euro 150.988,76 (Vj. Euro 266.532,91) und solche im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von Euro 3.912,72 (Vj. Euro 3.567,79). 4. Passive latente Steuern Aufgrund des handelsrechtlichen Wahlrechts zur Aktivierung von Software (siehe hierzu Punkt 1 "Ausschüttungsgesperrte Beträge") waren passive latente Steuern zu bilden. Die Steuern wurden wie folgt gebildet: Selbst geschaffene immaterielle VG Euro 1.397.029 Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer 29,83% Passive Latente Steuern Euro 416.664 V. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen 1. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse i. S. von § 251 HGB liegen nicht vor. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz auszuweisen sind, die für die Beurteilung der Lage des Unternehmens von Bedeutung sind, bestanden am Abschlussstichtag aus: Mietverträge Euro 2.433.303,00 davon bis ein Jahr Euro 563.455,00 ein bis fünf Jahre Euro 1.869.848,00. Leasingverträge Euro 166.052,00 davon bis ein Jahr Euro 36.951,00, ein bis fünf Jahre 129.101,00. VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Im Personalaufwand sind in Höhe von Euro 158.893,25 (Vj. Euro 134.671,44) Aufwendungen für die Altersversorgung enthalten. In den Zinserträgen sind in Höhe von Euro 22.486,11 (Vj. Euro 21.522,22) solche aus verbundenen Unternehmen enthalten. VII. Sonstige Angaben 1. Anzahl der Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 202 Arbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr 171). 2. Organmitglieder Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer für alle Funktionsbereiche sind: Frau Petra Bach (bis 06.02.2023) Herr Michael Bachmann (ab 06.02.2023) Herr Matthias Laufer (ab 06.02.2023) Die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung unterblieb nach § 286 Abs. 4 HGB. 3. Verbundene Unternehmen Das Unternehmen ist als Alleingesellschafter an folgenden Unternehmen beteiligt: FW Dienstleistungsgesellschaft GmbH, Sitz in Griesheim, Stammkapital Euro 25.000,00, Anteil am Stammkapital 100%, Kapitalrücklage Euro 3.079.500,00, vorläufiger Jahresüberschuss 2023 Euro 224.326,97. 4. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das von dem Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar beläuft sich auf € 25 TEUR und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen 5. Ergebnisverwendung Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der von der Geschäftsführung vorgeschlagenen Gewinnverwendung aufgestellt. In den Bilanzgewinn wurde ein Gewinnvortrag in Höhe von Euro 7.389.644,89 einbezogen. 6. Nachtragsbericht Bilanzierungspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten; gleiches gilt für nicht bilanzierungspflichtige Vorgänge.
Griesheim, den 14.08.2024 Matthias Laufer, Geschäftsführer Michael Bachmann, Geschäftsführer Anlagenspiegel zum 31.12.2023FriedWald GmbH, Griesheim
sonstige Berichtsbestandteile
Griesheim, 14. August 2024 Matthias Laufer, Geschäftsführer Michael Bachmann, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 08.10.2024 festgestellt. FriedWald GmbH, Griesheim BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die FriedWald GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der FriedWald GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FriedWald GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Bonn, den 10. September 2024 dhpg
Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte
Benedikt Owerdieck, Wirtschaftsprüfer Dr. Matthias Johnen, Wirtschaftsprüfer |
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