Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 422250
Eingetragen
19.12.2001
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von elektrischen HaushaltsgerätenGroßhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
Der Vertrieb und der Service elektrotechnischer Produkte sowie der Handel mit derartigen Produkten einschließlich aller hiermit zusammenhängenden Geschäfte und Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Grabaum
seit 14.11.2024
Prokura
Philipp Unold
seit 14.11.2024
Vorstandsmitglied
Caroline Unold
seit 14.11.2024
Vorstandsmitglied
Jürgen Ballreich
seit 18.6.2010
Prokura
Michael Unold
seit 29.11.2005
Vorsitzender des Vorstands
Dirk Lotze
seit 29.11.2005
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

UNOLD AG

Hockenheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022/2023

1.) Wirtschaftsbericht

2.) Ertragslage

3.) Finanzlage

4.) Vermögenslage

5.) Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Zu 1.) Wirtschaftsbericht

Der Tätigkeitsbereich der UNOLD AG umfasst den internationalen Import von Konsumgütern im Elektrokleingerätebereich und Zubehör, den Vertrieb dieser Güter in der Bundesrepublik und Österreich, sowie den Export in weitere europäische und internationale Länder und den Service und Kundendienst für diese Produkte.

Geschäftsverlauf des Jahres 2022/2023

- Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft

Für den Berichtszeitraum verringerte sich das BIP leicht um 0,3%. Die weiterhin hohe Inflation (offizielle Angabe bei 5,9% für die 2 Hälfte des Berichtszeitraum) belastete nach wie vor das Verbraucherverhalten und Konsumklima erheblich. Gründe hierfür sind insbesondere der anhaltende Krieg in der Ukraine, was Unsicherheit in der Bevölkerung und damit einhergehend Konsumzurückhaltung zur Folge hatte.

Konträr zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zeigte sich die Elektrokleingeräte- Branche robust und konnte sogar ein leichtes Umsatzwachstum von ca. 1,5% verzeichnen.

- Entwicklung des Unternehmens zur Branche, sowie Umsatz und Auftragsentwicklung

Entgegen dem allgemeinen Brachen-Trend musste das Unternehmen einen weiteren Umsatzrückgang von ca. 3% hinnehmen.

Der Anteil des Exportes am Gesamtumsatz hat sich dabei leicht von 8% auf 7% verringert.

Der größte Einzelkunde erzielte im Zeitraum einen Umsatzanteil von ca. 16%.

Zu den bedeutenden Produktgruppen zählt nach wie vor ESGE-Zauberstab®, Backmeister®, BLITZKOCHER, und Profi-Haushaltseismaschinen.

In den Produktbereichen ESGE-Zauberstabâ, Backmeisterâ, Eismaschinen wird vornehmlich das gehoben Marktsegment angezielt, durch besondere Produkteigenschaften, sowie Premiumqualität. In den restlichen Produktbereichen wird das mittlere Massensegment angezielt, durch im Vergleich günstige Preis-/Leistungsdarstellung, um der Marke einen höheren Bekanntheitsgrad zu verschaffen.

- Umweltschutz

Es werden die vom Gesetzgeber und dem Markt geforderten Umweltschutzmaßnahmen, Grüner Punkt (Recycling Verkaufsverpackungen), sowie Beteiligung an den Entsorgungskosten für Transportverpackungen und die Entsorgung von Elektroaltgeräten (EAR) durchgeführt. Des Weiteren wird ein eigener Kundendienst geführt, um die Entsorgung von Altgeräten möglichst gering zu halten.

- Produkt- und Qualitätssicherheit

Für alle Geräte besteht ein Gerätesicherheitszertifikat, sowie Zertifikate über RoHs und REACH, gemäß den Anforderungen des Gesetzgebers und zur Sicherheit des Endkunden. Darüber hinaus wird zur Sicherung der Produktqualität eine Agentur in Fernost eingesetzt, welche die Produkte auf dem Produktionsband und nach Fertigstellung hinsichtlich technischer Sicherheit überprüft. Dies dient insbesondere der Kundenzufriedeneinheit und der Reduzierung der qualitätsbedingten Retouren.

- Personal- und Sozialbereich

Die Firma ist seit 2001 Mitglied des VDGA (Verband für Dienstleistung, Groß- und Außenhandel Baden Württemberg e.V.

Die Gesamtmitarbeiterzahl zum Geschäftsjahresende 2022/23 verringerte sich auf 31 Mitarbeiter.

Freiwillige Bestandteile der Gehaltszahlungen sind folgende: € 40,-- VL-Leistungen für jeden Arbeitnehmer; teilweise Erstattung der Fahrtkosten (Fahrtkostenpauschale); zusätzliche Erfolgsgratifikation, kostenlose Krankenzusatzversicherung.

Die Firma bietet betriebliche Altersversorgung in der Form an, dass der Arbeitnehmer zwischen Gehaltserhöhung und betrieblicher Altersversorgung wählen kann. Die entsprechenden LV-Verträge werden den Arbeitnehmern bei Ausscheiden aus dem Unternehmen übergeben.

Die Firma kann in den Bereichen, Groß- und Außenhandelskaufmann, Bürokaufmann und Lagerhaltung ausbilden.

Die Firma ist Mitglied der IHK und der Großhandels- und Lagereiberufsgenossenschaft.

Zu 2.) Ertragslage

- Ertragslage

Trotz der im Vorfeld erläuterten, weiterhin angespannten Umsatzsituation konnte das Unternehmen die Ertragslage verbessern.

- Die Umsatzerlöse haben sich um 3% verringert.

- Durch weitere Kostensenkungen und verminderten Wareneinkauf ist der Materialaufwand um 10% gesenkt worden.

- Die Personalkosten haben sich um 11% erhöht, vor allem bedingt durch gestiegene gesetzliche und freiwillige soziale Aufwendungen.

- Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind nahezu unverändert (+3%) geblieben, obwohl die Investitionen für Werbung, Product-Placement und verkaufsfördernde Maßnahmen sogar erhöht wurden.

- Die Zinsaufwendungen haben sich um 9% verringert.

- Der Jahresüberschuss liegt mit 731 TEUR um 40% über dem Vorjahreswert.

Zu 3.) Finanzlage

Investitionen in den Lagerbestand werden durch die Kreditlinien, sowie den Cash-Flow gedeckt. Der Cash-Flow aus der Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen und liegt weiterhin auf ausreichend hohem Niveau.

Die Gesamtkreditlinien aller Banken beliefen sich auf € 3,1 Millionen. Darüber hinaus wurden Sonderkreditlinien für vorübergehende Saisongeschäfte gewährt. Zum Bilanzstichtag wurden aber keine Linien in Anspruch genommen.

Wesentliche Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich gegenüber Lieferanten von fertigen Produkten. Diese sind ausschließlich in den Währungen US-Dollar und Schweizer Franken. Zur Absicherung der Währungsrisiken werden Terminkäufe für das gesamte Geschäftsjahr eingesetzt. Hierbei wird der Währungsbedarf anhand des Vorjahresumsatzes ermittelt und abgesichert. Darüberhinausgehender Währungsbedarf wird unterjährig durch Zukauf weiterer Termingeschäfte abgesichert.

Zu 4 .) Vermögenslage

Die Vorräte zum Bilanzstichtag haben sich um 12% verringert.

Der Kundenforderungsbestand ist im Vergleich zum Vorjahr um 5% gesunken.

Die liquiden Mittel sind deutlich um 66% gestiegen.

Das gesamte Umlaufvermögen ist zum Stichtag leicht um 0,5% gesunken.

Das gesamte Eigenkapital des Unternehmens ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9% gestiegen.

Die Rückstellungen sind erneut um 21% gesunken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber den Lieferanten sind um 35% gesunken.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um 1% erhöht.

Die Bilanzsumme ist zum Vorjahresberichtszeitraum um 1% gesunken.

- Materielle Vermögenswerte

Materielle Vermögensgegenstände bestehen ausschließlich aus fertigen Produkten (Lagerbestand), sowie aus Betriebsausstattung (Betriebseinrichtung, Hardware, Software).

Das Unternehmen verwendet hauptsächlich die Leasingfinanzierung für Investitionen in bewegliche Güter.

- Investitionen

Investitionen werden ausschließlich in neue Produkte getätigt, welche bei verschiedenen Lieferanten ausgesucht, nach Unternehmensvorstellungen adaptiert und importiert werden.

Im Berichtszeitraum wurden hier 6 neue Produkte aufgenommen.

Für die Aufnahme neuer Produkte fallen Investitionen für folgende Maßnahmen an:

- Vorkosten für Verpackungen und Gebrauchsanleitungen (z.B. Photographien, Entwicklung und Reproduktion, Erstellung von Daten zur Herstellung)

- Sonderrabatte zur Markteinführung. Diese Kosten sind in den Abgabepreisen enthalten und können nicht gesondert ausgewiesen werden.

Die laufende Investition in neue Produkte oder Werbemaßnahmen werden aus dem Cash-Flow gedeckt.

- Immaterielle Vermögenswerte

Selbstgeschaffene Immaterielle Vermögenswerte bestehen in den Markenrechten an den Marken UNOLD und Backmeister.

Zu 5 .) Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Durch die weiterhin unwägbare Situation ist mit Risiken für die Geschäftsentwicklung und den zukünftigen Geschäftsverlauf des Unternehmens zu rechnen. Die anhaltend hohe Inflation in der Bundesrepublik wird weiterhin einen negativen Einfluss auf das Konsumverhalten haben. Für den Bereich des Konsums in Elektrokleingeräte ist mit einer Stagnation oder sogar einer Reduktion zu rechnen.

Ein entscheidender Faktor bleibt die Entwicklung des Krieges in der Ukraine. Von einer weiteren Eskalation und Aufrüstung auf beiden Seiten, muss leider weiterhin ausgegangen werden. Embargos und Sanktionen belasten bereits heute zunehmend das Unternehmen mit deutlich erhöhtem bürokratischem Aufwand. So muss mittlerweile z.B. ein Nachweis erbracht werden, dass in importierten Waren aus Fernost kein russischer Stahl verbaut wird. Die im Folgenden, insbesondere durch politische Maßnahmen eingeleitete De-Industrialisierung der Bundesrepublik sorgt für eine zusätzliche Verunsicherung bei Unternehmen und Bürgern, weshalb von keiner Verbesserung des Konsumklima auszugehen ist. Die allgemeine Verunsicherung bedroht vielmehr eine stabile Umsatzsituation und damit eine planbare Basis, hinsichtlich Investition, Personal und Marketingstrategien.

Chancen liegen in der Direktvermarktung an Endverbraucher über diverse Marktplätze. Hier konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits erste gute Erfolge erzielt werden, welche durch eine Erweiterung des E-Commerce Teams, dem Anschluss weiterer Onlinemarktplätze, sowie entsprechenden Investitionen in die IT-Infrastruktur in Zukunft noch skalierbarer werden könnten.

Die genaue Marktbeobachtung und entsprechende flexible und schnelle Umsetzung neuer Produktstrategien wird auch in Zukunft den Erfolg des Betriebs ausmachen und stellt weiterhin die größte Chance für das Unternehmen dar.

Durch den bereits seit Jahren fehlenden, gesetzlichen Schutz lokaler Marken sowie dem steigenden Online- Handel von Produkten aus dem Ausland, wird es, aufgrund des starken Preiskampfes für alle Marken schwierig werden Umsatzzuwächse zu erzielen. Insbesondere die neuen asiatischen Online Direkthändler, die durch Umgehung von Zöllen und dem Import von Waren mit erheblichen Qualitätsmängeln eine neue Dimension von Dumpingpreisen umsetzen, bedrohen die lokalen Marken zunehmend.

In den folgenden Geschäftsjahren 2023/24 und 2024/25 gehen wir von einem gleichbleibenden Umsatz, sowie einer ähnlichen Ertragslage aus.

 

Hockenheim, den 22.07.2024

UNOLD AG

Der Vorstand

gez. Michael Unold

gez. Michael Grabaum

Bilanz zum 30. Juni 2023

Aktivseite

30.06.2023 30.06.2023 30.06.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.763,00 35.317,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1,00 1,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 152.995,00 152.996,00 203.374,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 7.120.077,46 8.071.397,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.292.987,81 3.984.192,18
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.462.114,35 883.391,01
C. Rechnungsabgrenzungsposten 78.164,91 87.777,80
D. Aktive latente Steuern 132.384,00 137.134,00
SUMME AKTIVA 13.267.487,53 13.402.584,27

Passivseite

30.06.2023 30.06.2023 30.06.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.800.000,00 1.800.000,00
II. Gewinnrücklagen 6.500.000,00 5.976.000,00
III. Bilanzgewinn 735.909,08 528.615,24
B. Rückstellungen 1.589.974,75 2.020.256,14
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 511.420,56 571.790,29
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.130.183,14 2.641.603,70 2.505.922,60
- davon aus Steuern in EUR: 536.864,31 (530.934,50)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit in EUR: 0,00 (960,00)
SUMME PASSIVA 13.267.487,53 13.402.584,27

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

2023 2023 2022
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 7.450.986,04 6.839.121,79
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.740.763,08 -1.690.615,18
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -391.403,62 -2.132.166,70 -230.436,79
- davon für Altersversorgung in EUR: -53.669,87 (18.158,31)
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -90.613,24 -113.239,32
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -4.098.407,67 -3.963.462,61
- davon aus der Währungsumrechnung in EUR: 0,00 (-123.488,78)
- davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB in EUR: -3.553,00 (-3.553,00)
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 2,76
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.017,81 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -68.097,15 -74.771,84
- davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in EUR: -8.074,00 (-10.826,00)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -336.425,25 -244.814,12
- davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern in EUR: -4.750,00 (-349,00)
9. Ergebnis nach Steuern 731.293,84 521.784,69
10. Jahresüberschuss 731.293,84 521.784,69
11. Gewinnvortrag aus Vorjahr 4.615,24 6.830,55
12. Bilanzgewinn 735.909,08 528.615,24

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

Allgemeine Angaben

Die Unold AG hat ihren Sitz in Hockenheim und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (Reg.Nr. HRB 422250).

Der vorliegende Jahresabschluss erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und den Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) sowie den einschlägigen Bestimmungen der Satzung.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel, Rücklagenspiegel, Verbindlichkeitenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Angaben Erleichterungen der §§ 276 und 288 (2) HGB in Anspruch.

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung/Erläuterungen zur Bilanz und GuV

Bilanzierung

Die Bilanzierungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben.

Bewertung

Eine Änderung hinsichtlich der Bewertungsmethoden ist gegenüber dem Vorjahr nicht zu verzeichnen.

Die Bewertung erfolgte entsprechend den Bewertungsgrundsätzen des § 252 HGB.

Anlagevermögen

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Die Anschaffungskosten der Zugänge an beweglichen geringwertigen Anlagegegenständen mit Anschaffungskosten im Einzelnen von bis zu 800 € werden als GWG sofort abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Wegen mangelnder Gängigkeit und minderer Beschaffenheit werden Bewertungsabschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der so genannten PUC-Methode bewertet. Als Abzinsungsfaktor wurde durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre verwendet. (§253 (2) HGB).

Die übrigen Rückstellungen (Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen) werden so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert. Sofern die Tageswerte über dem Rückzahlungsbetrag lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Währungsumrechnung

Die Umrechnung der Geschäftsvorfälle in fremder Währung erfolgt mit dem Kurs am Entstehungstag bzw. bei Fremdwährungsforderungen mit dem am Bilanzstichtag höheren Stichtagskurs (Briefkurs) mit der Folge eines niedrigeren und bei Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren Stichtagskurs (Geldkurs) mit der Folge eines höheren Stichtagswerts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagenspiegel (siehe Anhang) dargestellt.

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr Vorjahr davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.767.728,91 0,00 3.959.734,08 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 525.258,90 5.650,00 24.458,10 5.650,00

davon gegenüber Aktionären: € 0,00 (Vorjahr € 0,00)

Eigenkapital

Das Grundkapital der Unold AG beträgt zum 30.06.2023, 1.800.000,00 € und ist in 180.000 auf den Namen lautende Stückaktien im Nennwert von je 10 EUR eingeteilt.

Rücklagen

Gewinnrücklagen

Andere Gewinnrücklagen

Zuführung aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres 524.000,00 €
Ausschüttung während des Geschäftsjahres 0,00 €

Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag enthalten in Höhe von 4.615,24 €

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Verwendung der nachfolgend dargestellten Parameter:

Bewertungsverfahren PUC-Methode
Rechnungszins 1,8 %
Rentendynamik 1,00 %
Rechnungsgrundlagen HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G
Altersgrenzen 65 / 67. Lebensjahr
Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %, (Leistungszusagen)

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht Gebrauch, den notwendigen Zuführungsbetrag aufgrund der BilMoG-Umstellung auf 15 Jahre zu verteilen. Zum Bilanzstichtag beträgt der noch nicht erfasste Zuführungsbetrag (Unterdeckung) 7.106,00 €.

Die Zuführungsbeträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "andere sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.

Die Pensionsverpflichtungen werden in der Bilanz wie folgt erfasst:

30.06.2023
Pensionsrückstellung nach BilMoG 462.400,00 €
Noch nicht zugeführte Beträge aus der BilMoG-Umstellung gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB 7.106,00 €
Pensionsrückstellung nach BilMoG abzüglich des noch nicht zugeführten Übergangssaldos 455.294,00 €
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherung) nach § 253 Abs. 1 HGB 0,00 €
Verrechnung der Pensionsrückstellung mit dem Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 HGB Verbleibende Pensionsrückstellung 455.294,00 €

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zu der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von 19.788,00 €.

Verbindlichkeiten

Mit Restlaufzeit bis 1 Jahr: 2.641.603,70 € (Vorjahr 3.077.712,89 €)

Mit Restlaufzeit über 1 Jahr: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)

Mit Restlaufzeit mehr als 5 Jahre: 0,00 (Vorjahr: 0,00 €)

Zum Bilanzstichtag wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. 511.420,56 € (571.790,29 €) durch Sicherungsübereignung Warenlager, Pfandrecht an Konto-, Spar- und Festgeldern, Grundschulden besichert.

Unter sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären von 471.171,91 € (461.372,48 €) ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:

Jährliche Verpflichtungen in Höhe von EUR 428.466 aus Miet- und Leasingverträgen.

Arbeitnehmer

Am Bilanzstichtag waren im Unternehmen durchschnittlich 31 Mitarbeiter beschäftigt.

Der Mitarbeiterbestand unterteilt sich in 20 Angestellte, 11 gewerbliche Arbeitnehmer.

Gesellschaftsorgane

Geschäftsführung:

Der Vorstand bestand im Geschäftsjahr 2022/2023 unverändert aus:

Herrn Michael Unold, Vorstandsvorsitzender (Vorstand für den Bereich Import, Export und Finanzen)

Frau Yvonne Unold, stellvertretende Vorstandsvorsitzende (Vorstand für den Bereich EDV, Marketing und Personal)

Herr Michael Grabaum (Verkaufsleiter)

Vertretungsbefugt jeweils zusammen mit einem anderen Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen.

Aufsichtsrat:

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2022/2023 wie folgt zusammen:

Frau Claudia Unold, Aufsichtsratsvorsitzende (Oberstudienrätin, Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium, Speyer)

Frau Nikolina Unold, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende (Damenmaßschneiderin, Mannheim)

Herr Philippe Michel Ingold (Product Manager Restaurants, Manor HQ, Gempen, Schweiz)

Ausschüttungssperre

Der zur Ausschüttung gesperrte Betrag nach § 268 Abs. 8 HGB beträgt 152.172 € und setzt sich wie folgt zusammen:

Beträge aus der Aktivierung latenter Steuern 132.384,00 €
Unterschiedsbetrag zu Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB 19.788,00 €

Nachtragsbericht

Die anhaltend hohe Inflation in der Bundesrepublik hat weiterhin einen negativen Einfluss auf das Konsumverhalten. Ein entscheidender Faktor bleibt die Entwicklung des Krieges in der Ukraine. Von einer weiteren Eskalation und Aufrüstung auf beiden Seiten, muss weiterhin ausgegangen werden. Embargos und Sanktionen belasten bereits heute zunehmend das Unternehmen mit deutlich erhöhtem bürokratischem Aufwand. Die im Folgenden, insbesondere durch politische Maßnahmen eingeleitete De-Industrialisierung der Bundesrepublik sorgt für eine zusätzliche Verunsicherung bei Unternehmen und Bürgern, weshalb von keiner Verbesserung des Konsumklimas auszugehen ist. Die allgemeine Verunsicherung bedroht vielmehr eine stabile Umsatzsituation und damit eine planbare Basis, hinsichtlich Investition, Personal und Marketingstrategien. Dies hat Auswirkungen auf die Gesellschaft insofern, dass nicht mit steigenden Umsätzen und einer Verbesserung der Ertrags-, Finanz und Vermögenslage gerechnet werden kann.

Ergebnisverwendung

Der Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses lautet:

Jahresüberschuss 731.293,84 €
+ Gewinnvortrag 4.615,24 €
= Bilanzgewinn 735.909,08 €
Einstellung in die satzungsmäßige Gewinn-Rücklage 730.000,00 €
Gewinnvortrag auf neue Rechnung 5.909,08 €

 

Hockenheim, den 22.07.2024

UNOLD AG

Der Vorstand

gez. Michael Unold

gez. Michael Grabaum

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses 2022/2023 erfolgte am 26.07.2024.

Anlagenspiegel vom 01.07.2022 bis 30.06.2023

Anschaffungskosten/ Herstellungskosten
Stand 01.07.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 30.06.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 252.773,00 6.324,00 259.097,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 252.773,00 6.324,00 259.097,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.472,00 1.472,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.469.148,22 27.356,24 6.379,27 1.490.125,19
Summe Sachanlagen 1.470.620,22 27.356,24 6.379,27 1.491.597,19
Gesamtsumme Anlagevermögen 1.723.393,22 33.680,24 6.379,27 1.750.694,19
Abschreibungen
Stand 01.07.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 30.06.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 217.456,00 12.878,00 230.334,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 217.456,00 12.878,00 230.334,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.471,00 1.471,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.265.774,22 77.735,24 6.379,27 1.337.130,19
Summe Sachanlagen 1.267.245,22 77.735,24 6.379,27 1.338.601,19
Gesamtsumme Anlagevermögen 1.484.701,22 90.613,24 6.379,27 1.568.935,19
Buchwerte
Zuschreibung Wirtschaftsjahr Stand 30.06.2023 Stand 30.06.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.763,00 35.317,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 28.763,00 35.317,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1,00 1,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 152.996,00 203.374,00
Summe Sachanlagen 152.996,00 203.375,00
Gesamtsumme Anlagevermögen 181.759,00 238.692,00

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Unold AG, Hockenheim

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der Unold AG, Hockenheim, - bestehend aus der Bilanz zum 30.06.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Unold AG, Hockenheim, für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.06.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Zur Einschränkung des Prüfungsurteils hat geführt, dass entgegen § 285 Nr. 19 HGB die Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten im Anhang nicht gemacht wurden.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 22.07.2024

KTW Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frank Dell, Wirtschaftsprüfer"

Bericht des Aufsichtsrats

der UNOLD AG gemäß § 171 Abs. 2 AktG und § 19 Absatz 2 der Satzung an die Hauptversammlung

1. Feststellung des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2023

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 26.07.2024 den vom Vorstand aufgestellten, von dem Abschlussprüfer, KTW Treuhand GmbH, Mannheim, geprüften und mit einem Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschluss mit Lagebericht geprüft. Bei der Prüfung war der Abschlussprüfer, vertreten durch Frank Dell, Wirtschaftsprüfer, anwesend und hat Fragen beantwortet und Erläuterungen gegeben. Der Jahresabschluss weist eine Bilanzsumme in Höhe 13.267.487,53 EUR und einen Bilanzgewinn in Höhe von 735.909,08 EUR aus. Der Aufsichtsrat ist mit dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer einverstanden. Gegen den Jahresabschluss und den Lagebericht werden keine Einwendungen erhoben, der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss wird gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss gemäß § 172 AktG und § 19 Absatz 2 der Satzung festgestellt.

2. Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat folgenden Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns vorgelegt:

Auf der Basis des ausgewiesenen Jahresüberschusses in Höhe von 731.293,84 €, sowie dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.615,24 € soll der ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von 735.909,08 € wie folgt verwendet werden:

a. Einstellung in die satzungsmäßige Gewinn-Rücklagen 730.000,00 EUR
b. Gewinnvortrag auf neue Rechnung 5.909,08 EUR

Diesem Vorschlag hat der Aufsichtsrat zugestimmt.

3. Bericht über die Überwachungstätigkeit

In dem Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 hat sich der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen vom 14. Oktober 2022 und 26. Juni 2023 mit der Geschäftsleitung des Vorstandes der UNOLD AG beschäftigt.

Die Sitzung am 14. Oktober 2022 hatte folgende Themen zum Inhalt:

Aktuelle wirtschaftliche Lage der UNOLD AG

Strategien - Perspektiven - Neuheiten

Wahl der neuen AR- Vorsitzenden

Varia

Die Sitzung vom 26. Juni 2023 beinhaltete folgende Tagesordnungspunkte:

aktuelle Lage des Unternehmens

Vermögens-Finanz-Ertragslage

Prognosen

Austausch über die Vorlage des Jahresabschlusses und den Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung

Neuheiten

personelle Veränderungen

Varia.

 

Hockenheim, den 26. Juli 2024

gez. Claudia Unold, Aufsichtsratsvorsitzende

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