PRINTad Verlags - GmbH
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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Adelheid Elisabeth Maria Meister seit 6.2.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 30.09% | |
| 30.09% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 33.90% | |
Dr. Hans Kapfinger Stiftung | 5.92% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mediengruppe Bayern GmbH (vormals: Verlagsgruppe Passau GmbH)PassauKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Anlagen 1. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 3. Konzern-Eigenkapitalentwicklung 4. Konzern-Kapitalflussrechnung 5. Konzernanhang 6. Konzernlagebericht Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Mediengruppe Bayern GmbH, Passau Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Mediengruppe Bayern GmbH, Passau, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Eigenkapitalentwicklung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Mediengruppe Bayern GmbH, Passau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen der Mediengruppe Bayern GmbH, Passau, unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bonn, den 18. Juli 2023 Flick
Gocke Schaumburg GmbH
Schmidt, Wirtschaftsprüfer Leverkus, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzern-Eigenkapitalentwicklung
Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzernanhang für das Konzerngeschäftsjahr 2022I. Allgemeine Erläuterungen Grundlagen Die Mediengruppe Bayern GmbH hat ihren Sitz in Passau und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Passau unter der Nummer HRB 5387 eingetragen. Der Konzernabschluss der Mediengruppe Bayern zum 31. Dezember 2022 wurde gemäß den §§ 290 HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Erhöhung der Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses werden die für einzelne Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung geforderten Zusatzangaben im Konzernanhang gemacht. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der Mediengruppe Bayern GmbH 42 (Vorjahr 46) inländische und ein (Vorjahr 2) ausländische Tochterunternehmen einbezogen, an denen der Mediengruppe Bayern GmbH unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Es wurden 6 (Vorjahr 9) verbundene Unternehmen aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Durch die Veränderungen des Konsolidierungskreises ist die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist eine Pro-Forma- Rechnung für das Geschäftsjahr 2022 durchgeführt worden. In der nachfolgenden Tabelle sind die Werte angegeben, um die sich die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022 geändert hätte, wenn die Ergebnisse des Mittelbayerischen Verlags im Geschäftsjahr 2022 nicht konsolidiert worden wären.
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der Mediengruppe Bayern GmbH nach § 313 Abs. 2 HGB ist als Anhang 2 beigefügt. Konsolidierungsmethoden Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zu dem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen Tochterunternehmen wird. Dabei werden die Vermögensgegenstände und Schulden mit ihren Zeitwerten angesetzt. Danach verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Firmenwert aktiviert und über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Ein verbleibender passiver Unterschiedsbetrag wird nach dem Eigenkapital als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen und in Abhängigkeit von den Ursachen für seine Entstehung ergebniswirksam aufgelöst. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebnisse werden herausgerechnet, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Währungsumrechnung Bei Jahresabschlüssen von Tochtergesellschaften, die nicht in Euro bilanzieren, werden die Vermögensgegenstände und Schulden mit dem Devisenmittelkurs zum Geschäftsjahresende umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten dieser Gesellschaften werden mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Differenzen zwischen dem Stichtagskurs und dem Durchschnittskurs werden im Eigenkapital erfolgsneutral als Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ausgewiesen. Die für die Währungsumrechnung zu Grunde gelegten Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt:
Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet, wenn dies bei Forderungen zu einem niedrigeren oder bei Verbindlichkeiten zu einem höheren Wert führt. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden erfolgswirksam unter den Posten Sonstige betriebliche Erträge bzw. Sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, sofern sie einer Abnutzung unterliegen, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer. Bei einer dauernden Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den beizulegenden Wert. In der Mediengruppe Bayern werden folgende Nutzungsdauern verwendet:
Die Nutzungsdauer der Firmenwerte wurde in Abhängigkeit von der Stabilität des jeweiligen Geschäftsmodells geschätzt. Firmenwerte im Zusammenhang mit Tageszeitungen, die über einen Abonnentenstamm verfügen, werden über 15 Jahre, Firmenwerte im Zusammenhang mit Anzeigenblättern über 10 Jahre und Firmenwerte im digitalen Bereich über 5 Jahre abgeschrieben. Finanzanlagen: Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden - sofern es sich nicht um Anteile von untergeordneter Bedeutung handelt - nach der Equity-Methode bewertet. Die bei der Einbeziehung nach der Equity-Methode entstandenen aktiven Unterschiedsbeträge zwischen Beteiligungsbuchwert und anteiligem Buchwert des Eigenkapitals werden als Firmenwerte linear über die Restnutzungsdauer (5 - 10 Jahre) abgeschrieben. Firmenwerte im Zusammenhang mit Radiobeteiligungen werden über 10 Jahre, ansonsten über 5 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen auf diese Firmenwerte sowie das Ergebnis aus der Veräußerung von Anteilen an assoziierten Unternehmen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Die Jahresabschlüsse der assoziierten Unternehmen werden nicht an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angepasst. Die übrigen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Vorräte: Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Für nicht gängige Bestände werden angemessene Abschläge berücksichtigt. Forderungen: Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch angemessene Wertberichtigungen, dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Rechnungsabgrenzungsposten: Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden geleistete Zahlungen vor dem Abschlussstichtag abgegrenzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag abgegrenzt, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Pensionsrückstellungen: Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden nach dem "Anwartschaftsbarwertverfahren" (Projected-Unit-Credit-Method) unter Verwendung der Heubeck-Richtta- feln 2018 G errechnet. Den Berechnungen liegt ein Rechnungszinsfuß von 1,78 % (Vorjahr: 1,87 %), ein erwarteter Rententrend von 1,5 % bis 2,5 % und eine durchschnittliche Fluktuation von 0,56 % bis 3,0 % zu Grunde. Der Rechnungszinsfuß entspricht dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Deckungsvermögen, das dem Zugriff der Gläubiger entzogen ist und ausschließlich zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dient, wurde mit den Pensionsrückstellungen saldiert. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen sowie die Effekte aus einer Änderung des Rechnungszinsfußes werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen. Andere Rückstellungen: Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle bei Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden sie mit einem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Zinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten: Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern: Latente Steuern werden auf Abweichungen zwischen den Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz der einbezogenen Gesellschaften sowie auf Konsolidierungsvorgänge und Verlustvorträge vorgenommen. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die zum Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften verwendet. Latente Steuern in Deutschland wurden mit einem Steuersatz von 29,3 % bis 29,83 % und in Polen mit 19 % bewertet. Aktive und passive latente Steuern wurden länderspezifisch saldiert. Ein sich dabei ergebender Überhang aktiver latenter Steuern wurde nur insofern angesetzt, als dieser unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips realisierbar erscheint. II. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in Anhang 1 dargestellt. Der Posten Geschäfts- oder Firmenwert enthält ausschließlich Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung. Die Firmenwerte im Posten Beteiligungen an assoziierten Unternehmen haben sich wie folgt entwickelt:
Im Konzernabschluss wurden 4 (Vorjahr 5) Beteiligungen an assoziierten Unternehmen aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht nach der Equity-Methode, sondern zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Vorräte
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten EUR 11,6 Mio. (Vorjahr: EUR 23,6 Mio.) Forderungen gegen Gesellschafter. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: keine) Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Wertpapiere Bei den Wertpapieren handelt es sich um sonstige Wertpapiere. Eigenkapital Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag von EUR 127,3 Mio. (Vorjahr: EUR 130,7 Mio.). Das Konzernergebnis liegt unter dem Ergebnis des Mutterunternehmens. Die Differenz wurde zunächst mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Der danach verbleibende Betrag wurde in dem Posten "Differenzbetrag für das gegenüber dem Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnis" ausgewiesen. Pensionsrückstellungen Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter und deren Hinterbliebene bei deutschen Konzernunternehmen gebildet. Es handelt sich um Leistungszusagen, deren Höhe sich in der Regel nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Vergütung der Mitarbeiter richtet. Im Zusammenhang mit Pensionsrückstellungen wurden folgende Verrechnungen gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB vorgenommen:
Durch die Abzinsung mit dem Marktzinssatz der letzten zehn Jahre wird die Pensionsrückstellung um TEUR 1.765 niedriger ausgewiesen, als wenn die Abzinsung mit dem Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre erfolgt wäre. Sonstige Rückstellungen Im Zusammenhang mit Altersteilzeitrückstellungen wurden folgende Verrechnungen gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB vorgenommen:
Zur Absicherung der Wertguthaben aus Altersteilzeitvereinbarungen wurden Wertpapiere in Höhe von EUR 2,0 Mio. verpfändet. Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von EUR 1,5 Mio. sind besichert durch Grundschulden. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Passive latente Steuern Der bilanzierte Überhang passiver latenter Steuern setzt sich wie folgt zusammen:
Die passiven latenten Ertragsteuern aus temporären Differenzen resultieren vor allem aus Unterschieden zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und des Konzernabschlusses im Sachanlagevermögen durch die Aufdeckung stiller Reserven im Rahmen der Kapitalkonsolidierung. Die aktiven latenten Ertragsteuern aus temporären Differenzen resultieren vor allem aus Unterschieden zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und des Konzernabschlusses bei den Pensionsrückstellungen. Die Veränderung des bilanzierten Überhangs passiver latenter Steuern ergibt sich im Geschäftsjahr 2022 vor allem aus erfolgswirksamen Änderungen sowie aus Anpassungen der Erstkonsolidierung des Mittelbayerischen Verlags. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse wurden in Höhe von EUR 2,0 Mio. (Vorjahr: EUR 3,5 Mio.) nicht in Deutschland erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 2,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, aus Anlagenverkäufen sowie aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Endkonsolidierung von Tochtergesellschaften von EUR 0,9 Mio. Personalaufwand Der Posten soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung enthält Aufwendungen für Altersversorgung von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,3 Mio.). Abschreibungen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen enthalten EUR 4,0 Mio. (Vorjahr: keine) außerplanmäßige Abschreibungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von EUR 0,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,5 Mio.). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 1,3 Mio. enthalten (Vorjahr: keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen). Diese betreffen im Wesentlichen Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen (Abriss Druckgebäude Danzig). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthielten im Vorjahr Aufwendungen aus der Endkonsolidierung von Tochtergesellschaften von EUR 5,6 Mio. Darin enthalten waren Aufwendungen aus der erfolgswirksamen Auflösung einer bislang erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesenen Währungsumrechnungsdifferenz von EUR -16 Mio. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen für die Aufzinsung von EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.). IV. Sonstige Erläuterungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen von EUR 26,3 Mio. (Vorjahr: EUR 31,1 Mio.). Angaben zur Kapitalflussrechnung Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Liquidität umfasst den Bilanzposten Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks. Die Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis bzw. die Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis wurden verrechnet mit den in diesem Zusammenhang ab- bzw. zugehenden liquiden Mitteln. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt aufgrund der Schutzklausel gemäß § 314 Abs. 3 S. 2 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB. Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung Es bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung der Mediengruppe Bayern GmbH, die zum 31. Dezember 2022 mit einem Wert von EUR 1,4 Mio. (Vorjahr EUR 1,4 Mio.) bilanziert sind. Mitarbeiter Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter (ohne Zusteller) setzt sich nach Ländern wie folgt zusammen:
Abschlussprüferhonorar Der Aufwand für Abschlussprüfungsleistungen des Konzernabschlussprüfers beträgt im Geschäftsjahr TEUR 50. Konzernverhältnisse Die Mediengruppe Bayern GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres Ende Mai hat sich die Mediengruppe Bayern von ihren Post-Aktivitäten getrennt, um sich noch stärker auf das verlegerische Kerngeschäft zu konzentrieren. Aufgrund der im Geschäftsjahr 2022 gebildeten Restrukturierungsrückstellungen wird mit keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Ertragslage gerechnet. Befreiung inländischer Gesellschaften von der Offenlegung Für folgende Tochtergesellschaften wurden für das Geschäftsjahr 2022 die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB bzw. des § 264b HGB bezüglich der für diese Gesellschaften ansonsten geltenden Offenlegungsvorschriften in Anspruch genommen:
Passau, den 17. Juli 2023 Simone Tucci Diekmann, Geschäftsführerin Alexander Diekmann, Geschäftsführer Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Aufstellung des Anteilsbesitzes
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022Konzernstruktur Die Mediengruppe Bayern ist ein Medienkonzern, der von der Mediengruppe Bayern GmbH mit Sitz in Passau geführt wird. Seit dem Erwerb des Verlages der Mittelbayerischen Zeitung Ende 2021 umfasst die Gruppe drei Verlagshäuser: die Passauer Neue Presse, das Verlagshaus Donaukurier in Ingolstadt und die Mittelbayerische Zeitung in Regensburg. Dabei erstreckt sich das Verbreitungsgebiet der Passauer Neuen Presse vom nordöstlichen Niederbayern über den Donauraum bis in den östlichen Teil Oberbayerns. Zum Verbreitungsgebiet des Donaukurier gehören neben der Stadt Ingolstadt die Landkreise Neuburg/Schrobenhausen, Eichstätt, Pfaffenhofen sowie Teile der Landkreise Roth, Kelheim und Aichach/Friedberg. Das Verbreitungsgebiet der Mittelbayerischen Zeitung unterteilt sich in die Großräume Regensburg, Kelheim, Schwandorf, Neumarkt und Bayerwald. Kerngeschäft aller Verlagshäuser innerhalb der Mediengruppe Bayern ist die Herausgabe regionaler Abonnement- und Kaufzeitungen sowie anderer Periodika wie kostenloser Sonntagszeitungen, Anzeigenblätter und Zeitungsbeilagen. Hinzu kommen Aktivitäten im Onlinebereich, im Druck von Zeitungen und Werbeprospekten sowie im Bereich der Zustellung von Post- und Werbesendungen. Neben diesem Verlagsgeschäft in Deutschland hält der Konzern mehrere Immobilien in polnischen Metropolen. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft konnte sich im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr trotz der Folgen des Krieges in der Ukraine und insbesondere der in der Folge dieses Krieges ausgelösten extremen Preiserhöhungen auf dem Energiemarkt gut behaupten. Gegenüber dem Vorjahr legte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 1,9 % zu (nach einem Anstieg um 2,9 % von 2021 auf 2020). Das Bruttoinlandsprodukt lag damit um 0,7 % höher als im letzten Vor-Corona Jahr 2019 (Quelle: Statistisches Bundesamt). Auf dem Werbemarkt konnten nach der deutlichen Erholung, die im Jahr 2021 gegenüber dem durch die Corona Pandemie geprägten Jahr 2020 zu verzeichnen war, die Netto- Werbeeinnahmen der Medien in Deutschland im Jahr 2022 nicht weiter gesteigert werden. Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) weist für das abgelaufene Jahr Netto- Werbeeinnahmen in einer Gesamthöhe von 25,7 Mrd. EUR aus. Dies bedeutet einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 0,6 %. Erneut konnte im Bereich Internet ein Anstieg erzielt werden (+1,8 % auf 11,8 Mrd. EUR). Im Printbereich hingegen ergab sich ein Rückgang um 1,3 % auf 7,5 Mrd. EUR, wobei insbesondere auch die Werbeerlöse bei den Tageszeitungen gegenüber dem Vorjahr um 5,6 % zurückgingen (Quelle: Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW e. V.). Die Pressevertriebsmärkte blieben weiter rückläufig. Im 4. Quartal 2022 sank die verkaufte Auflage der Tageszeitungen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresquartal um 9,4 %, speziell bei den Abonnements um 9,8 %. Bei den ePaper Tageszeitungen war dabei ein Plus von 4,7 % zu verzeichnen (Quelle: IVW). Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2022 stand in der Mediengruppe Bayern die Integration des Ende 2021 erworbenen Verlages der Mittelbayerischen Zeitung im Mittelpunkt. Dabei konnten - auch aufgrund der in den vergangenen Jahren bei entsprechenden Prozessen gesammelten Erfahrungen- relativ schnell Fortschritte erzielt werden. In allen drei Verlagshäusern setzte sich im Anzeigengeschäft die Erholung nach der Corona-Krise fort, so dass die Anzeigenumsätze entgegen dem Branchentrend gegenüber dem Vorjahr noch einmal spürbar gesteigert werden konnten. Bei der verkauften Auflage war eine weitere Beschleunigung des Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr zu beobachten. Die Entwicklung war zwar weiterhin besser als im Branchenschnitt, jedoch waren die Rückgänge bei den Printauflagen mit durchschnittlich 6,4% bei den Verlagen der Mediengruppe Bayern auch erheblich. Beim ePaper konnte ein Zuwachs von durchschnittlich 10,6 % erzielt werden. Wie in den Vorjahren konnten die Rückgänge bei den Printauflagen durch Erhöhungen des Bezugspreises kompensiert werden. Auf der Kostenseite waren gegenüber den Vorjahren teilweise enorme Anstiege zu verzeichnen. Bei insgesamt steigender Inflation kam es infolge des Krieges in der Ukraine insbesondere zu einer Verschärfung der Energiekostensituation. Dies wirkte sich auf zahlreichen Beschaffungsmärkten aus und führte unter anderem zu historischen Höchstwerten beim Papierpreis. Auch im Personalbereich stiegen die Aufwendungen als Konsequenz der Inflation etwas an. Insbesondere wirkte sich auch die Anhebung des Mindestlohns von EUR 9,82 zu Jahresbeginn auf EUR 12 (seit dem 1. Oktober) spürbar aus. Die Anstrengungen zur Kosteneinsparung und weiteren Nutzung von Synergiepotentialen wurden unverändert fortgesetzt. Unter anderem konnte nach dem Erwerb in Regensburg der Druckstandort in Ingolstadt geschlossen werden. Insgesamt konnte so das um außerordentliche Effekte bereinigte operative Ergebnis sowohl in der PNP-Gruppe als auch im Donaukurier auf Vorjahresniveau gehalten werden. Einschließlich des 2022 erstmals einbezogenen Ergebnisses der Mittelbayerischen Zeitung lag das operative Ergebnis der Gesamtgruppe bei 42,6 Mio. EUR. Im Vorjahr hatte es 35,0 Mio. EUR betragen. Die Netto-Finanzposition des Konzerns (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich Bankguthaben) konnte noch einmal sehr deutlich verbessert werden und liegt zum Jahresende 2022 bei 14,5 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote der Mediengruppe Bayern ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen und beträgt zum Jahresende 2022 nun 67,1%. Ertragslage
Ein Vergleich der Erträge und Aufwendungen des Geschäftsjahres 2022 mit dem Vorjahr ist maßgeblich davon geprägt, dass die Zahlen des Verlages der Mittelbayerischen Zeitung im Jahr 2022 erstmals in die Konzern-GuV eingingen. Die Außenumsätze des Konzerns lagen im Geschäftsjahr 2022 bei 261,0 Mio. EUR und damit um 88,0 Mio. EUR oder 50,8 % über dem Vorjahresniveau. Eliminiert man den Effekt aus der erstmaligen Einbeziehung der Mittelbayerischen Zeitung, so ist gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg von ca. 2 % zu verzeichnen. Dies beruht sowohl auf einem Zuwachs bei den Anzeigenumsätzen als auch auf infolge von Preiserhöhungen gestiegenen Vertriebserlösen. Von den Umsatzerlösen entfallen 32,5 % auf Anzeigen- und Beilagenerlöse (Vorjahr 32,3 %), 49,7 % auf Vertriebserlöse (Vorjahr 52,0 %) und 3,1 % auf Druckerlöse (Vorjahr 1,6 %). Bei den operativen Kosten stiegen die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen von 34,4 Mio. EUR auf 62,9 Mio. EUR und die Personalaufwendungen von 78,4 Mio. EUR auf 118,4 Mio. EUR. Auch nach Eliminierung des Effekts aus der erstmaligen Einbeziehung der Mittelbayerischen Zeitung ist gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg bei den operativen Aufwendungen zu beobachten - bei den Personalaufwendungen um 1,5 % und beim Materialaufwand aufgrund der enormen Preissteigerungen in einer Höhe von 15,2 %. Die Materialaufwandsquote beträgt 24,1 %, die Personalaufwandsquote 45,4 % (im Vorjahr lagen diese Quoten bei 19,9 % bzw. 45,3 %). Per Saldo ergibt sich ein EBITDA in Höhe von 52,8 Mio. EUR, der um 11,5 Mio. EUR über dem Vorjahreswert liegt. Die Höhe der operativen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen liegt im Geschäftsjahr bei 10,3 Mio. EUR (Vorjahreswert in Höhe von 6,3 Mio. EUR). Darin sind außerplanmäßige Abschreibungen in einer Höhe von 4,0 Mio. EUR enthalten. Die Abschreibungen auf Firmenwerte stiegen gegenüber dem Vorjahr (10,7 Mio. EUR) auf nun 15,1 Mio. EUR. Insgesamt errechnet sich hieraus ein EBIT von 27,5 Mio. EUR. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis beträgt 1,1 Mio. EUR gegenüber -1,1 Mio. EUR im Vorjahr. Dies führt zu einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 28,6 Mio. EUR (Vorjahr 23,3 Mio. EUR). Der Aufwand für Ertragsteuern und sonstige Steuern liegt bei 14,3 Mio. EUR (gegenüber 10,1 Mio. EUR im Vorjahr). Somit ermittelt sich nach Berücksichtigung der Ertragsteuern ein Konzernergebnis in Höhe von 14,2 Mio. EUR (Vorjahr 13,1 Mio. EUR), das vollständig auf die Gesellschafter der Mediengruppe Bayern entfällt. Finanzlage
Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug 39,5 Mio. EUR und liegt unter dem Niveau des Vorjahres (50,3 Mio. EUR). Beim Cashflow aus Investitionstätigkeit ist per Saldo ein Zahlungsmittelzufluss von 21,3 Mio. EUR (im Wesentlichen aus der Rückzahlung einer Forderung gegen ein nahe stehendes Unternehmen) zu verzeichnen gegenüber einem Zahlungsmittelabfluss im Vorjahr von 80,2 Mio. EUR. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Jahr 2022 in einer Höhe von 59,2 Mio. EUR zurückgeführt. An die Gesellschafter der Mediengruppe Bayern wurden 2,1 Mio. EUR ausgeschüttet. Per Saldo ergibt sich eine geringfügige Verringerung des Finanzmittelfonds nach Wechselkurseffekten um 1,0 Mio. EUR. Vermögenslage
Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 42,7 Mio. EUR bzw. 10,9 % auf 349,1 Mio. EUR. Auf der Aktivseite bilden die Firmenwerte mit 147,9 Mio. EUR (42,4 % der Bilanzsumme) durch die Akquisitionen der Vorjahre weiterhin den größten Posten innerhalb der immateriellen Vermögensgegenstände. Die Sachanlagen betragen 74,4 Mio. EUR (21,3 %). Der Wert der Anteile an assoziierten Unternehmen sinkt auf 3,2 Mio. EUR (0,9 % der Bilanzsumme). Die Beteiligungen und sonstigen Finanzanlagen ergeben zusammen 4,6 Mio. EUR (1,3 % der Bilanzsumme). Innerhalb des Umlaufvermögens und der sonstigen Aktiva belaufen sich die Vorräte auf 5,2 Mio. EUR, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen summieren sich auf 10,3 Mio. EUR. Guthaben bei Kreditinstituten sind am Bilanzstichtag in einer Höhe von 5,0 Mio. EUR vorhanden. In Summe ergeben die Sonstigen Vermögensgegenstände (einschließlich Wertpapiere und Rechnungsabgrenzungsposten) 94,9 Mio. EUR. Die aktiven latenten Steuern wurden mit den passiven latenten Steuern verrechnet. Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital von 222,4 Mio. EUR um 11,8 Mio. EUR (5,3 %) auf 234,2 Mio. EUR. Da gleichzeitig beim Fremdkapital ein deutlicher Rückgang um 54,5 Mio. EUR zu verzeichnen war, stieg die Eigenkapitalquote zum Stichtag von 56,8 % am Ende des Vorjahres auf nun 67,1 %. Das Fremdkapital (115,0 Mio. EUR bzw. 32,9 % der Bilanzsumme) umfasst Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt 19,5 Mio. EUR (5,6 %; Vorjahr 78,7 Mio. EUR bzw. 20,1 %). Die Rückstellungen für Pensionen betragen 37,4 Mio. EUR, die Rückstellungen für laufende Ertragsteuern 19,6 Mio. EUR und die sonstigen Rückstellungen 10,7 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 6,6 Mio. EUR, alle übrigen Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten ergeben in Summe 20,4 Mio. EUR. Die passiven latenten Steuern betragen nach Verrechnung der aktiven latenten Steuern 0,8 Mio. EUR. Mitarbeiter Insgesamt waren 2022 in den (vollkonsolidierten) Konzernunternehmen durchschnittlich 1.649 Personen (Vorjahr 1.176) beschäftigt, wie im Vorjahr entfallen davon 6 Personen auf Polen. Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter hat im Konzern hohe Priorität. Die Mediengruppe Bayern sichert sich so ein Angebot an qualifizierten Mitarbeitern und trägt damit gleichzeitig seiner gesellschaftlichen Verantwortung Rechnung. Der Personalaufwand (inkl. Sozialabgaben) im Konzern beträgt 118,4 Mio. EUR gegenüber 78,4 Mio. EUR im Vorjahr. Bei Eliminierung des Effekts aus der erstmaligen Einbeziehung des Verlages in Regensburg ist gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg der Personalaufwendungen um ca. 1,5 % zu verzeichnen. Die Rückstellungen für die betrieblichen Pensionszusagen in Deutschland belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 37,4 Mio. EUR (Vorjahr 40,1 Mio. EUR). In Polen gibt es vergleichbare Verpflichtungen nicht. Risikomanagement Die Überwachung und Steuerung der Risiken erfolgt mit Hilfe verschiedener ineinander greifender Teilsysteme: Im Rahmen der Unternehmenssteuerung werden allgemeine Markt- und Erlösrisiken im Zuge der Überwachung der Entwicklung von Erlösen, Mengen und Kosten in der Planung und im Berichtswesen erfasst und gesteuert. Risiken im Zusammenhang mit Investitionen, Projekten und Akquisitionen werden im Vorfeld im Rahmen der Investitionsprüfung identifiziert, bewertet und im Berichtswesen verfolgt. Für die operativen Prozesse der Früherkennung, Bewertung, Steuerung und Dokumentation der Risiken, der Festlegung und Durchführung geeigneter Gegenmaßnahmen sowie der Kommunikation darüber sind die jeweiligen Bereiche bzw. Konzerngesellschaften zuständig. Darüber hinaus fungieren die Abschlussprüfer als unabhängige Kontrollinstanzen. Finanzwirtschaftliche Risiken bestehen insbesondere aus Zinsänderungs- und Währungsrisiken. Seit dem Abgang des polnischen Verlages haben sich die Währungsrisiken deutlich reduziert. Zum Bilanzstichtag bestehen keine (externen) auf Euro lautenden Finanzierungen ausländischer Tochterunternehmen. Angesichts einer überwiegenden Finanzierung der Verschuldung der Gruppe auf Basis kurzfristiger Geldmarktsätze besteht grundsätzlich ein Zinsänderungsrisiko. In Anbetracht der Höhe der Verschuldung einerseits und der operativen Cash-Flows andererseits wird dieses Risiko jedoch als gering eingeschätzt. Für den kurzfristigen Liquiditätsbedarf sind Kreditlinien in ausreichendem Umfang vorhanden. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag und Ausblick Ende Mai hat sich die Mediengruppe Bayern von ihren Post-Aktivitäten getrennt, um sich noch stärker auf das verlegerische Kerngeschäft zu konzentrieren. Darüber hinaus sind nach Ende des Geschäftsjahres keine Ereignisse oder Entwicklungen eingetreten, die das im vorliegenden Abschluss vermittelte Bild von der Gruppe beeinflussen. Ausblick Der seit dem Einmarsch russischer Truppen im Februar 2022 ausgebrochene Krieg zwischen der Ukraine und Russland hat die gesamtwirtschaftliche Entwicklung spürbar beeinträchtigt. Diese Umstände beeinflussen auch in der Mediengruppe Bayern die Aussichten auf das Geschäftsjahr 2023. Die Erwartungen sind daher von Vorsicht geprägt. Auf der Erlösseite wird sich die Tendenz sinkender Print-Auflagen fortsetzen. Dieser grundsätzliche Trend ergibt sich schon aus dem veränderten Medienkonsum-Verhalten der jüngeren Generation, die sich immer seltener für ein Abonnement der Tageszeitung entscheidet, sondern lieber die frei verfügbaren Informationen in diversen Internetportalen konsumiert. Die aktuell hohe Inflation verstärkt diese Entwicklung noch, weil in vielen privaten Haushalten alle Möglichkeiten zum Einsparen geprüft werden. Auch im Werbemarkt ist mittelfristig ohnehin durch die fortschreitende Verlagerung auf Online-Medien mit Rückgängen zu rechnen, und gleichzeitig abzuwarten, wie sich die Entwicklung der wirtschaftlichen Gesamtsituation auswirkt. In der Planung wird deshalb insgesamt mit rückläufigen Erlösen gerechnet. Auf der Kostenseite ist gegenüber 2022 ebenfalls mit negativen Einflüssen zu rechnen: Die Energiekosten haben gegenüber den Vorjahren ein neues Niveau erreicht, und der für den Konzern bedeutsame Papierpreis ist zum Jahresende 2022 auf historischen Höchstständen angekommen. Es zeichnet sich zwar in den ersten Monaten des Jahres ab, dass sich die extremen Ausschläge wieder deutlich relativieren, aber es ist jedenfalls mit überdurchschnittlichen Materialkosten zu rechnen. Auch im Personalbereich sind als mittelbare Folge der Inflation steigende Kosten zu erwarten. Angesichts dieser schwierigen äußeren Rahmenbedingungen gilt die volle Konzentration der weiteren Verbesserung und Optimierung in allen Bereichen, die im eigenen Einfluss gestaltet werden können. So wurde zum Beispiel zur Jahresmitte 2022 ein Projekt zur Steigerung der Zustellqualität gestartet, das bereits spürbare Fortschritte hervorgebracht hat. Zudem werden weitere Maßnahmen zur Beschleunigung der Digitalisierung ergriffen - sowohl intern hinsichtlich der Abläufe und Prozesse, als auch extern im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Produkte im Online-Bereich und die Erschließung neuer Erlösquellen im Bereich der digitalen Medien. Daneben stehen generell das Bemühen um die Hebung von Synergiepotentialen zwischen den Verlagen und weiterhin strikte Kostendisziplin im Vordergrund. Wesentliche Investitionen sind im Jahr 2023 nicht geplant. Insgesamt ist damit zu rechnen, dass die sehr guten Ergebnisse des Jahres 2022 im Jahr 2023 nicht erreicht werden können. Das Ziel, die Verlage weiterzuentwickeln und ihre hervorragende Marktposition weiter zu stärken, um für die Herausforderungen der nächsten Jahre gut gerüstet zu sein, steht demgegenüber im Vordergrund.
Passau, den 17. Juli 2023 Simone Tucci-Diekmann, Geschäftsführerin Alexander Diekmann, Geschäftsführer |
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