Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 701851
Vorher
encontec engineering & consulting technology GmbH
Eingetragen
20.12.2000
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Beratung und das Engineering bei der Entwicklung und Konstruktion, insbesondere in den Bereichen Feinwerktechnik, Fördertechnik, Sondermaschinenbau, Informationstechnik, Elektrotechnik, Elektronik, Betriebsmittelkonstruktion und allgemeiner Maschinenbau, Prüfstandsbau, Instandhaltung, Einkaufsdienstleistung und Handelsgeschäft sowie die Personalberatung und der Personalservice, insbesondere die Personalbetreuung, die Personalqualifizierung und das Personalmanagement sowie die Arbeitnehmerüberlassung

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Slobodan Puzic
seit 20.4.2021
Prokura
Thorsten Czernik
seit 12.10.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Thorsten Czernik
In den Weingärten 14/1, 73547 Lorch
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

encontec GmbH

Schwäbisch Gmünd

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 01.01.2022 bis 31.12.2022

GLIEDERUNG

A. WIRTSCHAFTSBERICHT

B. BERICHT ÜBER DIE ZUKÜNFTIGE ENTWICKLUNG SOWIE CHANCEN UND RISIKEN DES UNTERNEHMENS

C. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

A Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes

Schwerpunkt Automobilindustrie

Ein starkes Schlussquartal krönte ein außerordentlich erfolgreiches Jahr für die Top-Autokonzerne. Der Umsatz der 16 größten Autohersteller der Welt stieg im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent auf 1,87 Billionen Euro, der operative Gewinn kletterte um 16 Prozent auf knapp 157 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Krisenjahr 2020 hat sich der Umsatz der Autokonzerne damit um knapp ein Drittel erhöht, der Gewinn hat sich sogar verdreifacht. Im vergangenen Jahr 2022 konnten die Autokonzerne damit ein neues Rekordniveau erreichen, obwohl die Zahl der verkauften Neuwagen um ca. 3 Prozent zurückging.

Das vergangene Jahr stand ganz im Zeichen erheblicher Lieferschwierigkeiten und einer gleichzeitig hohen Nachfrage vor allem nach Premium-Fahrzeugen. In China hingegen sank der Neuwagenabsatz der analysierten Unternehmen im vergangenen Jahr um 12 Prozent, die deutschen Hersteller verzeichneten einen Rückgang um drei Prozent. Damit schrumpfte der Anteil Chinas am Gesamtabsatz der drei deutschen Konzerne zum zweiten Mal in Folge und lag nunmehr bei 36,6 Prozent - nach 37,4 Prozent im Jahr 2021.

In den vergangenen Jahren war die Situation im wichtigsten Absatzmarkt geprägt durch die Pandemie, ein schwächeres Wirtschaftswachstum und das Auftauchen neuer Wettbewerber. Mittlerweile ist der chinesische Markt sehr wettbewerbsintensiv und anspruchsvoll geworden, der Faktor Preis spielt eine immer größere Rolle.

Im Allgemeinen wird erwartet, dass sich im laufenden Jahr die Versorgung mit Halbleitern und anderen Vorprodukten weiter verbessern wird und die Pkw-Produktion weiter an Fahrt gewinnen werde. Der weltweite Absatz in diesem Jahr könnte um zehn Prozent steigen, die Herausforderung wiederum für die Autokonzerne wird dann darin bestehen, die Preise hoch zu halten und keine Abstriche bei der Marge zuzulassen. Dies dürfte im Premiumsegment leichter fallen als im Volumen-Segment, da sich angesichts einer zu erwartenden schwachen Konjunktur die Nachfrage voraussichtlich abschwächen wird - die Versuchung wird somit groß sein, darauf mit Preisnachlässen zu reagieren.

Eine zusätzliche Herausforderung sei zudem das Hochfahren der Elektromobilität. Nach aktuellem Stand verdienen derzeit aber die wenigsten Unternehmen mit Elektroautos Geld. Milliarden in die Kasse der Konzerne spülen vor allem Verbrenner-SUV, die so die Transformation in Richtung Elektromobilität finanzieren. Es gilt nun, die Produktion, das Produktportfolio und die Preisgestaltung so anzupassen, dass auch mit Elektroautos hohe Gewinne erzielt werden können.

Schwerpunkt Maschinenbauindustrie

Die exportstarken Maschinen- und Anlagenbauer aus Deutschland haben sich in einem schwierigen globalen Umfeld gut behaupten können. Die Maschinenexporte verzeichneten im vergangenen Jahr 2022 laut vorläufiger Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes einen Zuwachs von nominal 6,1 Prozent zum Vorjahr. Der Exportwert der Branche erreichte damit einen Rekordwert von 192,4 Milliarden Euro, ein Plus von 11,1 Milliarden Euro.

Der von vielen befürchtete starke Rückgang ist 2022 ausgeblieben, so VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.

Auf Jahresbasis zeigte insbesondere das vierte Quartal ein starkes Plus von nominal 9,3 Prozent. Abgesehen von zahlreichen Indikatoren wie gesunkenen Frachtraten belegen die jüngsten Exportdaten, dass sich die Störungen der globalen Lieferketten weiter aufgelöst haben.

Deutsche Maschinenausfuhren 2022. © Statistisches Bundesamt / VDMA

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind weiterhin der wichtigste Exportmarkt für Maschinenlieferungen aus Deutschland. Im vergangenen Jahr wurde der Vorsprung vor China sogar weiter ausgebaut. Dies belegen eindrücklich die Ausfuhren in die USA, die um nominal 20 Prozent auf 24,8 Milliarden zulegten, die Ausfuhren nach China hingegen nahmen um knapp 2,3 Prozent ab. Damit gingen allein 12,9 Prozent aller Maschinenlieferungen aus Deutschland in die Vereinigten Staaten, der Anteil Chinas lag mit 9,8 Prozent zum ersten Mal seit 2016 wieder unter 10 Prozent. Die amerikanische Wirtschaft erwies sich im vergangenen Jahr als recht robust, wohingegen die chinesische Industrie ab dem zweiten Quartal 2022 deutlich an seiner Wachstumsdynamik einbüßte. Zu Gute kam den deutschen Maschinen- und Anlagenbauern der schwache Euro, der die preisliche Wettbewerbsfähigkeit stärkte.

In Europa konnten die Maschinenexporte der deutschen Hersteller vor allem in Italien, Schweiz, Türkei und dem Vereinigten Königreich stark gesteigert werden. Die Exporte in die EU-27 legten um weitere nominal 5.0 Prozent zu, so dass die EU-Partnerländer auf einen Anteil von 43,9 Prozent der deutschen Ausfuhren kommen.

Die Exporte nach Russland wurden im Gegensatz in 2022 mehr als halbiert und sanken auf 2,8 Milliarden Euro. Einen deutlichen Zuwachs verzeichnete dagegen Indien, welches sich mittlerweile auf Platz 14 der Abnehmerländer für Maschinen- und Anlagen aus Deutschland befindet.

Wie Karl Haeusgen, Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) auf der Jahrespressekonferenz der Industrievereinigung am 13. Dezember 2022 deutlich machte, wird die hohe Inflation und der Ukraine-Krieg mit all seinen Folgen die Branche noch lange belasten. Dennoch hätten die Unternehmen ihre Innovationskraft und ihre Anpassungsfähigkeit bewiesen, so dass ein leichtes reales Produktionswachstum erreicht werden wird. Für das Jahr 2023 wird weiterhin mit einem leichten realen Produktionsrückgang um die 2 Prozent gerechnet wird. Als große Chance für den mittelständischen Maschinen- und Anlagenbau bezeichnete der VDMA-Präsident insbesondere das Ziel einer klimaneutralen Wirtschaft. Dies setzt allerdings voraus, dass die Unternehmen auf eine verlässliche und bezahlbare Material- und Energieversorgung bauen können. In der Pflicht sieht der Branchenvertreter die EU und die deutsche Regierung, die gefordert ist, die Märkte offen zu halten und die Versorgung mit möglichst wenig bürokratischem Aufwand umzusetzen. Auch weil eine Gasmangellage verhindert werden konnte, konnten die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus die Risiken der Energieversorgung gut meistern. Umso stärker muss aber laut VDMA-Präsident Haeusgen betont werden, dass die Energiekosten vor allem mittels energieintensiv hergestellter Vorprodukte in der Branche ankommen. Zwar seien die Preisbremsen für Strom, Gas und Fernwärme in der aktuellen Situation absolut sinnvoll, aber durch die europäischen Beihilferegelungen seien diese zu komplex geworden. Daher warnt er davor, dass die ersten Unternehmen trotz hoher Kosten davon absehen, die Hilfen in Anspruch zu nehmen.

2. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die encontec GmbH ist ein Unternehmen mit den Geschäftsbereichen Produktionstechnik, Prüflabor, Instandhaltung sowie Services und konzentriert sich hier auf Engineering-Dienstleistungen entlang der Prozesskette, angefangen von der Konstruktion über die Inbetriebnahme und Erprobung hinweg bis zur Instandhaltung. Die Leistungserbringung erfolgt größtenteils durch qualifizierte Ingenieure und Techniker, die entweder im Rahmen einer Arbeitnehmerüberlassung oder eines Werk- bzw. Dienstvertrages tätig werden.

Der Sitz des Unternehmens ist in Schwäbisch Gmünd. Vertreten ist die encontec GmbH mit insgesamt vier Standorten vor allem im süddeutschen Raum.

Das Kundenspektrum ist sehr vielfältig, erstreckt sich über verschiedene Branchen, allen voran Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Halbleitertechnik, Medizintechnik sowie Luft- und Raumfahrttechnik.

Allgemeine Rahmenbedingungen

Die weiterhin starken Preissteigerungen und die anhaltende Energiekrise belasteten die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr. Dies machte sich insbesondere bei den privaten Konsumausgaben bemerkbar. Nach dem Wegfall von Vergünstigungen wie Tankrabatt und 9-Euro-Ticket gaben die VerbraucherInnen im 4. Quartal 2022 weniger für Konsumzwecke aus als im Vorquartal. Zudem nahmen die Bauinvestitionen preis -, saison - und kalenderbereinigt um knapp 3 Prozent ab.

Die Dynamik der deutschen Wirtschaft hat sich somit zum Jahresende nochmal deutlich abgeschwächt, wenngleich das Bruttoinlandsprodukt in den ersten drei Quartalen trotz weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen noch zulegen konnte. Für das gesamte Jahr 2022 konnte noch ein Wachstum von 1,8 Prozent bzw. 1,9 Prozent kalenderbereinigt im Vergleich zum Vorjahr ausgewiesen werden.

Auch auf dem Arbeitsmarkt haben sich im vergangenen Jahr die Folgen des russischen Krieges gegen die Ukraine - sowie die bereits erwähnten Preisanstiege -, Unsicherheiten, aber auch Fluchtmigration bemerkbar gemacht. Angesichts des Ausmaßes der Belastungen fallen diese nach Aussage der Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, allerdings moderat aus. So war die Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2022 mit 2.418.000 Personen um 195.000 niedriger als im Vorjahr. Dies drückte sich auch in der Arbeitslosenquote aus, die mit 5,3 Prozent um 0,4 Prozent niedriger war.

Ebenso sank die Unterbeschäftigung, das heißt die Anzahl der Personen, die in Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitgezählt werden, ebenfalls relativ stark.

Gestützt wurde der Arbeitsmarkt 2022 auch durch den Einsatz von Kurzarbeit, die Inanspruchnahme hat aber im Vergleich zu der von der Corona-Krise besonders stark betroffenen Jahre 2020 und 2021 deutlich abgenommen. Nach Schätzung der Statistik der Bundesagentur für Arbeit lag die jahresdurchschnittliche Kurzarbeiterzahl 2022 insgesamt bei rund 430.000 Personen, eine deutliche Reduktion im Vorjahresvergleich, der die Anzahl der Kurzarbeiter 2021 bei 1,85 Millionen auswies.

Der sehr robuste Arbeitsmarkt zeigt sich auch durch die hohe Zahl an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Im Jahresdurchschnitt 2022 stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 589.000 auf 45,57 Millionen Personen an, was gleichzeitig einen neuen Höchststand darstellt. Trotz großer wirtschaftlicher und politischer Unwägbarkeiten infolge des Ukraine-Krieges lag die gemeldete Nachfrage nach neuen Mitarbeitern auf einem sehr hohen Niveau, wenn diese auch in der zweiten Jahreshälfte spürbar schwächer wurde.

Branchensituation

Bis in das Jahr 2030 hinein können Entwicklungsdienstleister bei Autoherstellern und Zulieferern nach einer Studie des VDA und des Beratungsunternehmens Stahl Automotive Consulting mit einer guten Auftragslage rechnen. Die entsprechenden Auftragsvolumina werden sich nach dieser Prognose um mehr als ein Drittel erhöhen, wenngleich der momentan spürbare Kostendruck auch vor den F&E-Budgets nicht halt macht. Entwicklungsdienstleister (EDL) sind dennoch ein wesentlicher Teil der automobilen Wertschöpfungskette.

Dennoch ist laut Studie ein langfristiger Trend zu erkennen: Die Entwicklungsdienstleister werden ihre Kompetenzen ausbauen und neue Kooperationsmodelle entwickeln, um den steigenden Wünschen und Anforderungen von OEMs und Mobility Playern gerecht zu werden. Insbesondere durch größer werdende Vergabeumfänge bei der Serienentwicklung und neuen Technologien etwa im Bereich Fahrzeug-Software oder autonomes Fahren sei bis 2030 ein Anstieg des Marktes um 40 Prozent zu erwarten. Allerdings warnt jedoch Udo Jankowski, Vorstand der Tecosim-Gruppe und Leiter des EDL-Arbeitskreises im VDA:

"Die Studie zeigt: Der Markt der Entwicklungsdienstleister wird weltweit wachsen - allerdings ist die Dynamik im Ausland viel größer als in Deutschland, was den Bestand an Engineering-Arbeitsplätzen stark gefährdet". Deutsche Dienstleister könnten vor allem profitieren, wenn es gelinge, die Dienstleistungen an den globalen Markt anzupassen, so der Experte.

"Damit EDL als wichtige Wertschöpfungspartner ihre Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen können, sehen wir drei Strategien: Die Strategie Commodity erfordert hohe Kosteneffizienz, verbunden mit Skaleneffekten und Standortoptimierung. Die Strategie New Tech zielt auf Technologieführerschaft in innovativen Bereichen, während die Strategie Gesamtfahrzeug das sehr breite Leistungsportfolio und die globale Präsenz behandelt", erläutert Nina Leffers, Studienleiterin beim Beratungsunternehmen Stahl Automotive Consulting.

Um Entwicklungsdienstleister am Standort Deutschland zu stärken, sind laut Studie eine zielgerichtete und wettbewerbsfähige F&E-Förderung, umfassendere steuerliche F&E-Förderungen sowie die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit durch gezielte Umqualifizierung und Weiterbildung dringend geboten.

Im vergangenen Jahr erreichten Personaldienstleister im Durchschnitt spürbare Umsatzzuwächse. Insbesondere im Bereich Personalvermittlung kam es mit einer zweistelligen Wachstumsrate zu einer deutlichen Verbesserung des Geschäfts. Laut BAP-Report schmälerten sich allerdings die Steigerungen aufgrund von Verschlechterungen der gesamtwirtschaftlichen Lage.

Laut den Indexdaten von Destatis war der Branchenumsatz im Jahr 2022 um 3,5 Prozent höher als im Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Pandemie.

Für Unternehmen mit dem Tätigkeitsschwerpunkt Personalvermittlung ergibt sich aus den letzten Jahren folgendes Bild.

Wie wichtig ist die Personalvermittlung in Deutschland? Tatsächlich ist diese Dienstleistung sehr viel verbreiteter als allgemein vermutet.

Die Fluktuationsquote in Deutschland und die Anzahl der Stellenwechsel über Personalvermittler steigen weiter an. 2022 wechselten 5,2 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Deutschland das Unternehmen (15,2 %). Das ist ein Anstieg von 2,7 Prozentpunkten gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019. An 30,3 Prozent der Stellenwechsel waren Personaldienstleister beteiligt - das entspricht praktisch jedem dritten Stellenwechsel und insgesamt 1,59 Millionen Vermittlungen im Jahr 2022.

84 Prozent derjenigen, die bereits Kontakt zu einem Personalvermittler hatten, nahmen die Zusammenarbeit als positiv wahr. Eine individuelle Betreuung und Beratung sowie viel Zeit für die Kandidatin beziehungsweise den Kandidaten werden für die Zufriedenheit mit der Dienstleistung als wichtiger erachtet als die Anzahl der Stellenangebote.

Geht es um die Beweggründe für einen Stellenwechsel, so strebt mehr als die Hälfte der Berufstätigen (55,6 %) mit dem Stellenwechsel eine Führungsposition an. Dabei ist mehr Gestaltungsraum fast genauso wichtig wie ein höheres Gehalt. Die gestiegene Inflation sowie die wirtschaftlichen Unsicherheiten haben 2022 hingegen nur eine untergeordnete Rolle gespielt: Nur eine Minderheit (23,6 %) gab an, aufgrund der aktuellen Lage offener für einen Stellenwechsel zu sein. Mehr als die Hälfte der Berufstätigen gab an, deshalb weniger offen für einen neuen Arbeitgeber zu sein.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Umsatzerlöse der encontec GmbH haben sich im Vergleich zu 2021 im vergangenen Jahr um 8,29% auf 17,949 Millionen Euro erhöht (Vorjahr: 16,575 Millionen Euro).

Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich die Anzahl der Mitarbeiter zum Ende des Geschäftsjahres um 19% auf insgesamt 187 Mitarbeiter (Vorjahr: 231).

Die Eigenkapitalquote wird für 2022 mit 57,36% ausgewiesen (Vorjahr: 51,26%).

Es ist unverändert beabsichtigt, auch künftige Gewinne im Unternehmen zu belassen, um die wirtschaftlichen Eigenkapitalverhältnisse weiter zu verbessern.

Die Liquiditätslage der Gesellschaft in 2022 war stets gut.

Investitionen

Durch die gestiegenen rechtlichen Rahmenbedingungen und die Erwartungshaltungen des Marktes hat das Unternehmen auch im vergangenen Jahr einige Investitionen in die unternehmensweite Infrastruktur und die Synergiepotentiale beschlossen. Diese stärken die Position des Unternehmens gegenüber dem Wettbewerb und tragen dafür Sorge, dass das vorhandene Know-how weiter ausgebaut werden kann. Die gestiegenen Projektumfänge bieten dem Unternehmen zudem den Vorteil, Kundenbeziehungen zu vertiefen und sich stetig weiter zu entwickeln.

B Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

1. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die strategischen Projektfelder werden weiterhin stark nachgefragt und sukzessive - je nach Kundenwunsch - ergänzt. Dies ermöglicht eine stabile Geschäftsentwicklung in den etablierten Feldern. Zudem stellen die neu geschaffenen Bereiche ein enormes Potential für die Zukunft dar, die auf dem Markt im Bereich der Prüfstandsaufgaben enorme Nachfrage offenbaren. Durch die Investitionen in diese Bereiche sowie ein effizienteres Projektmanagement sieht sich das Unternehmen weiterhin gut aufgestellt.

Die Kostenstruktur wird im Rahmen eines Frühwarnsystems regelmäßig überprüft, durch die Nähe des Kunden und die vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie das starke Qualitätsbewusstsein der encontec GmbH sieht das Unternehmen noch viele Möglichkeiten, weiteres Wachstum zu generieren.

2. Risikobericht

a. Darstellung der Risiken

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr stabilisiert und konnte ein Wachstum von knapp 2 Prozent aufweisen.

Die im vergangenen Jahr befürchtete Gasmangellage konnte vermieden werden, so dass dieses potentielle Risiko für das laufende Geschäftsjahr gebannt zu sein scheint.

Allerdings konnte die bereits in 2022 bestehende hohe Inflation noch nicht stark genug gebremst bzw. abgesenkt werden, so dass ein weiterhin hohes Zinsniveau zu erwarten ist, weitere Steigerungen nicht ausgeschlossen. Dies hat eine große Wirkung auf die Investitionsbereitschaft innerhalb der Wirtschaft und können zu einer verschärften Rezession führen. Die damit einhergehenden konjunkturellen Risiken lassen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht beziffern, werden aber aller Wahrscheinlichkeit nach ihre Auswirkung auf verschiedene Branchen haben, alles voran die Bauwirtschaft und Consumer-Sparte.

Aufgrund des demografischen Wandels sollten die Auswirkungen auf die Arbeitslosenquote allerdings überschaubar sein.

Negative Konjunkturentwicklungen können sich hierbei auf das Unternehmen auswirken, da der Engineering-Markt frühzyklisch reagiert. Durch eine diversifizierende Kundenstruktur können diese Risiken abgemildert, aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Mit der Ausweitung des Portfolios ist zudem das Eingehen von risikobehafteten Werkverträgen verbunden, die durch das Qualitätsmanagement, Lieferantenmanagement und ein Frühwarnsystem des Controllings eingegrenzt werden.

Der Fokus der Gesellschaft liegt weiterhin auf der Spezialisierung und der Abbildung der wesentlichen Bestandteile der Wertschöpfungskette im eigenen Haus.

Das allgemeine Risiko wird im Vergleich zu den Vorjahren für das Unternehmen encontec als gleichbleibend eingeschätzt.

Grundsätzlich bestehen im Rahmen der Unternehmensgruppe Risiken durch ausgereichte Darlehen mit Rangrücktritt an die Schwester- und Tochtergesellschaften, für die die encontec mithaftet. Ebenfalls bestehen durch Bürgschaften aus Rahmenkrediten für die Schwestergesellschaft finanzielle Risiken in Form einer möglichen Inanspruchnahme.

b) Darstellung der wesentlichen Chancen des Unternehmens

Für das Unternehmen gilt, dass in jeder Krise auch Chancen stecken. Sowohl der Strukturwandel im Automobilsektor als auch eine Rezession bieten Optionen der Weiterentwicklungen, da auch unsere Kunden sich kosteneffizienter aufstellen müssen und werden. Aufgrund der Abbildung entlang der Wertschöpfungskette mit den verbundenen Tochter- und Schwestergesellschaften der encontec-Gruppe ergeben sich auch in Zukunft vielfältige Ansatzmöglichkeiten, deshalb sieht das Unternehmen das Wachstumspotential auch in einem schwierigen Marktumfeld als intakt an.

Neben den genannten Chancen und Risiken sind keine weiteren wesentlichen Chancen und Risiken erkennbar.

3.) Prognose

Allgemeine wirtschaftliche Lage

Die wichtigsten deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute blicken mit wachsender Zuversicht auf die konjunkturelle Lage in Deutschland. Noch im vergangenen Herbst war erwartet worden, dass die Energiekrise in 2022 zu einer Rezession führen könnte. Unterm Strich scheint nun aber ein leichtes Wachstum des BIP zu stehen, da der konjunkturelle Rückschlag im Winterhalbjahr 2022/2023 glimpflicher als befürchtet ausgefallen sein könnte. Angesichts sinkender Energiepreise rechnen die Wirtschaftsforscher nun mit einem minimalen Wachstum von 0,3 Prozent in diesem Jahr. Keine Entwarnung kann allerdings bei den Verbraucherpreisen ausgesprochen werden. Die Inflationsrate dürfte in Deutschland im Gesamtjahr bei immer noch hohen 6,0 Prozent liegen - nach 6,9 Prozent im Vorjahr. Erst im darauffolgenden Jahr sei mit einem spürbaren Rückgang auf 2,4 Prozent im Jahresdurchschnitt zu rechnen. Sowohl staatliche Entlastungsmaßnahmen als auch erwartete Lohnsteigerungen halten den heimischen Preisauftrieb hoch, so die Wirtschaftsforschungsinstitute.

Nach wie vor stabil dürfte sich nach deren Ansicht der Arbeitsmarkt entwickeln. Die im vergangenen Jahr erreichte Höchstzahl an Erwerbstätigen dürfte noch weiter zunehmen. Es wird erwartet, dass diese von rund 45,6 Millionen Beschäftigten auf rund 46,0 Millionen anwachsen dürfte. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte aber aufgrund der großen Zahl an ukrainischen Flüchtlingen von 2,42 Millionen auf 2,48 Millionen leicht anwachsen.

Unterdessen naht nach Einschätzung der Forscher das Ende der lockeren Finanzpolitik. In den Zeiten der Corona-Pandemie waren die Schulden deutlich nach oben geschossen. Bundesfinanzminister Christian Lindner will nun auf einen vorsichtigeren Kurs umschwenken und das angestrebte Ziel eines ausgeglichenen Haushalts noch in der aktuellen Legislaturperiode erreichen.

Unterstützend wirken hier auch die positiven Konjunktursignale hierzulande. Sowohl der wichtigste deutsche Frühindikator, der ifo-Geschäftsklimaindex, stieg im März 2023 den fünften Monat in Folge an, als auch die Anzahl der Neuaufträge aus der deutschen Industrie, die im Monatsvergleich Januar zu Februar um 4,8 Prozent gestiegen sind. Ein Wert, der zuletzt im Juni 2021 erreicht wurde. Dennoch könnten die weltweiten Zinserhöhungen auch die deutsche Wirtschaft noch merklich ausbremsen.

Eine Prognose vor dem Hintergrund der durch viele Faktoren beeinflussbaren Lage der Weltwirtschaft und der unterschiedlichen Entwicklung einzelner Branchen bzw. Kunden ist daher nur mit hoher Unsicherheit möglich zu benennen. Je nach Entwicklung ergeben sich daher für das Unternehmen sowohl Chancen als auch Risiken für das kommende Geschäftsjahr.

Künftige Situation encontec GmbH

Durch die Fokussierung auf strategisch bedeutsame und bereits jetzt erfolgreiche Felder wird sich die encontec weiter gut entwickeln können. Verstärkt durch eine enge Kundenbindung soll die Marktstellung des Unternehmens weiter ausgebaut werden. Durch die bereits in großem Maße bestehenden Investitionen kann die encontec-Gruppe das Produktportfolio weiter entwickeln.

Künftige Ertragslage encontec GmbH

Je nach Entwicklung der beschriebenen Einflussfaktoren wird sich das Unternehmen bei gleichbleibenden oder verbesserten konjunkturellen Rahmendaten positiv entwickeln können. Die bereits erfolgten Korrekturen auf der Kostenseite verbunden mit einer guten Absatzsituation wird das Ergebnis nach aktuellem Stand weiter verbessern und steigern.

Wir erwarten für das kommende Geschäftsjahr einen leicht rückläufigen Umsatz, aber aufgrund der Verbesserung der Kostensituation einen deutlichen Anstieg des Jahresergebnisses.

C Forschung und Entwicklung

Durch die Tätigkeit als Engineering-Dienstleister ist das Unternehmen indirekt wie auch direkt an Entwicklungsprojekten beteiligt. Bedingt durch die Globalisierung wird die Entwicklungsgeschwindigkeit am Standort Deutschland aus Sicht des Unternehmens noch weiter zunehmen, um weiterhin den Standort Deutschland konkurrenzfähig zu halten. Durch den Ausbau des Knowhows und die Ausweitung des Portfolios im Bereich Prüffeld, Prüflabor und Prüfstandsentwicklung sowie die Unternehmensgruppe allgemein sieht die encontec GmbH starke Wachstumspotentiale.

 

Schwäbisch Gmünd, 16. Oktober 2023

Thorsten Czernik, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 4.837.325,43 4.239.167,43
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 36.945,00 64.410,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.945,00 64.410,00
II. Sachanlagen 1.180.380,43 1.409.757,43
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.422,00 16.831,00
2. technische Anlagen und Maschinen 407.869,00 269.966,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 692.965,00 861.697,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 68.124,43 261.263,43
III. Finanzanlagen 3.620.000,00 2.765.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 3.595.000,00 2.740.000,00
B. Umlaufvermögen 2.701.504,07 2.455.774,23
I. Vorräte 172.420,33 335.738,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.240.869,80 2.010.927,42
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 674.398,82 642.856,46
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.566.470,98 1.368.070,96
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 288.213,94 109.108,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 151.006,32 115.266,18
Summe Aktiva 7.689.835,82 6.810.207,84

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 4.411.041,53 3.490.757,52
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 3.465.757,52 3.786.688,50
III. Jahresüberschuss 920.284,01 -320.930,98
B. Rückstellungen 842.203,20 552.095,00
C. Verbindlichkeiten 2.436.591,09 2.708.757,41
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.219.401,50 1.304.651,93
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 50.218,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.217.189,59 1.353.887,48
davon aus Steuern 389.119,00 564.475,32
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.983,43 11.533,49
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 58.597,91
Summe Passiva 7.689.835,82 6.810.207,84

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 14.885.925,39 13.785.287,27
2. Personalaufwand -11.713.802,48 -11.882.278,14
a) Löhne und Gehälter -9.751.917,67 -10.002.311,73
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.961.884,81 -1.879.966,41
3. Abschreibungen -327.966,74 -351.584,59
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -327.966,74 -351.584,59
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.742.294,21 -1.978.709,38
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 140.109,72 137.000,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.421,28 6.025,57
davon sonstige Zinsen und ähnliche Erträge von verbundenen Unternehmen 5.781,15 5.438,51
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -68.061,93 -46.119,73
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -264.050,95 12.317,68
9. Ergebnis nach Steuern 917.280,08 -318.061,32
10. sonstige Steuern 3.003,93 -2.869,66
Jahresüberschuss 920.284,01 -320.930,98

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Ulm Nr. HRB 701851 unter der Firma encontec GmbH eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist in Schwäbisch Gmünd.

Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Angabenerleichterungen des § 288 HGB teilweise in Anspruch.

Die Gesellschaft hat einen Geschäftsführer. Die Gesamtbezüge des Geschäftsführers wurden nach § 286 Abs. 4 HGB nicht offen gelegt.

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu Euro 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag niedrigere Wert angesetzt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagenspiegel dargestellt.

Das Darlehen in Höhe von Euro 3.595.000,00 wird an ein nahestehendes Unternehmen gewährt. Für einen Teilbetrag in Höhe von Euro 2.400.00,00 wurde eine Rangrücktrittserklärung ausgesprochen.

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

Art der Forderung zum 31.12.2022 Geschäftsjahr davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr Vorjahr davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 756.324,41 0,00 543.943,39 0,00
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 674.398,82 0,00 642.856,46 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 810.146,57 0,00 824.127,57 0,00
Summe 2.240.869,80 0,00 2.010.927,42 0,00

Eigenkapital

Das Stammkapital von Euro 25.000,00 ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gleitzeiten- und Urlaubsverpflichtungen, Prämien- und Tantiemenverpflichtungen und Jahresabschlusskosten.

Die zur Sicherung der Ansprüche der Arbeitnehmer aus geleisteten Überstunden angelegten Wertpapiere bei der DEKA Investments wurden in Höhe von Euro 8.438,12 mit der gebildeten Rückstellung für geleistete Überstunden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2022 Geschäftsjahr davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.219.401,50 414.840,27 804.561,23 0,00
Erhaltene Anzahlungen 119.830,89 119.830,89 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 245.095,37 245.095,37 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 852.263,33 800.145,68 52.117,65 0,00
Summe 2.436.591,09 1.579.912,21 856.678,88 0,00
Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2021 Vorjahr davon Restlauf zeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.304.651,93 354.920,54 949.731,39 0,00
Erhaltene Anzahlungen 52.632,82 52.632,82 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 225.076,88 225.076,88 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen 50.218,00 50.218,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.076.177,78 999.283,43 76.894,35 0,00
Summe 2.708.757,41 1.682.131,67 1.026.625,74 0,00

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von Euro 594.401,50 (Vorjahr: Euro 413.488,96) durch Globalzession der Forderungen besichert.

Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden.

Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Forderungen gegen verbundene Unternehmen in der Bilanz mit Euro 674.398,82 (Vorjahr: Euro 642.856,46)

Darin enthalten:

- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Euro 78.834,82 (Vorjahr: Euro 53.073,61)

- Sonstige Vermögensgegenstände mit Euro 595.564,00 (Vorjahr: Euro 589.782,85)

Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in der Bilanz mit Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 50.218,00)

Darin enthalten:

- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 50.218,00)

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG)

Sachverhalte Euro
Forderungen 0,00
Verbindlichkeiten 1.397,14

Die Forderungen und Verbindlichkeiten stellen gleichzeitig solche gegenüber der Geschäftsleitung dar.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden im Rahmen eines laufenden Factoringvertrages an eine Factoringgesellschaft abgetreten. Die Maßnahme stärkt unsere Liquidität und dient der Finanzstruktur.

Zum 31.12.2022 beläuft sich das Nettovolumen der verkauften Forderungen auf € 1,4 Mio. (Liquiditätsvorteil). Wir haften nur für den Bestand, nicht für die Bonität der Kunden. Dem Liquiditätsvorteil stehen die laufenden Finanzierungskosten und die Liquiditätsbeschaffung bei Beendigung des Factorings gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus

Mietverträgen Euro 218.723,03 (Vorjahr: Euro 147.019,39)
Leasingverträgen Euro 408.256,09 (Vorjahr: Euro 500.028,29)

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind folgende Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Euro
aus Avalkrediten von Kreditinstituten 20.498,94
aus Garantiehaftung 150.000,00
aus gesamtschuldnerischer Mithaftung von Kreditrahmen 800.000,00
Summe 970.498,94

Mit einer Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen ist derzeit nicht zu rechnen. Die Gesellschaft, für welche die Verpflichtungen übernommen wurden, ist stets ihren Zahlungsverpflichtungen nachgekommen.

Die gesamtschuldnerische Mithaftung als auch die Garantiehaftung werden für ein nahestehendes Unternehmen gewährt.

Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren, § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Sonstige Angaben

Die im Geschäftsjahr im Jahresdurchschnitt beschäftigte Anzahl der Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer) stellt sich wie folgt dar:

Angestellte 200 (Vorjahr 229)
Leitende Angestellte 2 (Vorjahr 2)

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres lag die Führung der Geschäfte bei Herrn Thorsten Czernik, Master of Science (Wirtschaftswissenschaft).

Anteilsbesitz

An den nachfolgend aufgeführten Unternehmen besteht ein Anteilsbesitz von mindestens 20 Prozent der Anteile:

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital
in Tsd. Euro
Ergebnis
in Tsd. Euro
Geschäftsjahr
MEKON Ingenieurgesellschaft mbH, 73084 Salach 100,0 -663 -70 2022

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen und dem vorhandenen Gewinnvortrag zuzuführen.

 

Schwäbisch Gmünd, den 16. Oktober 2023

Thorsten Czernik

Anlagenspiegel vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

Anschaffungskosten/ Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 169.047,65 7.521,96 161.525,69
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 169.047,65 7.521,96 161.525,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 58.709,26 58.709,26
2. technische Anlagen und Maschinen 517.472,76 4.480,00 55.155,00 239.748,08 706.545,84
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.058.265,58 59.055,36 219.693,75 510,30 1.898.137,49
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 261.263,43 47.119,38 -240.258,38 68.124,43
Summe Sachanlagen 2.895.711,03 110.654,74 274.848,75 2.731.517,02
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
2. sonstige Ausleihungen 2.740.000,00 855.000,00 3.595.000,00
Summe Finanzanlagen 2.765.000,00 855.000,00 3.620.000,00
Gesamtsumme Anlagevermögen 5.829.758,68 965.654,74 282.370,71 6.513.042,71
Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 104.637,65 26.885,00 6.941,96 124.580,69
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 104.637,65 26.885,00 6.941,96 124.580,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 41.878,26 5.409,00 47.287,26
2. technische Anlagen und Maschinen 247.506,76 73.706,08 22.536,00 298.676,84
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.196.568,58 221.966,66 213.362,75 1.205.172,49
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.485.953,60 301.081,74 235.898,75 1.551.136,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Gesamtsumme Anlagevermögen 1.590.591,25 327.966,74 242.840,71 1.675.717,28
Buchwerte
Zuschreibung Wirtschaftsjahr Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.945,00 64.410,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 36.945,00 64.410,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.422,00 16.831,00
2. technische Anlagen und Maschinen 407.869,00 269.966,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 692.965,00 861.697,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 68.124,43 261.263,43
Summe Sachanlagen 1.180.380,43 1.409.757,43
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
2. sonstige Ausleihungen 3.595.000,00 2.740.000,00
Summe Finanzanlagen 3.620.000,00 2.765.000,00
Gesamtsumme Anlagevermögen 4.837.325,43 4.239.167,43

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die encontec GmbH, Schwäbisch Gmünd

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der encontec GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.°Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.°Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der encontec GmbH für das Geschäftsjahr vom 1.°Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

● entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

● vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts

Pflichtgemäß weisen wir darauf hin, dass die Lage der Gesellschaft wesentlich vom Fortbestand des nahestehenden Unternehmens Fritz Präzisionsmaschinenbau GmbH, Weissach i. T., abhängig ist. Die gesetzlichen Vertreter führen diese Risiken auch im Lagebericht aus. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss ist diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

● identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

● gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

● beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

● ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

● beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

● beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

● führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 17. Oktober 2023

DRS SCHWÄGERL DUFFNER & BRASCHEL GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. P. Duffner, Wirtschaftsprüfer

gez. D. Braschel, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 1.12.2023.

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