Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 17338
Eingetragen
20.6.1994
Branche
Großhandel mit Obst, Gemüse und KartoffelnEinzelhandel mit sonstigen Nahrungs- und GenussmittelnGroßhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln a. n. g.
Gegenstand
Groß- und Einzelhandel mit Lebensrnitteln aller Art soweit sie keiner gesetzlichen Genehmigung bedürfen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Emre Kavak
seit 27.7.2023
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kavak GmbH

Lünen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Kavak GmbH, Lünen

1. Grundlagen der Gesellschaft

Rechtliche Rahmenbedingungen und Geschäftstätigkeit

Die Kavak GmbH ist ein Handelsunternehmen für Lebensmittel mit Sitz in Lünen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dortmund unter HRB 17338 eingetragen.

Die Kavak GmbH vermarktet und vertreibt deutschlandweit und in elf weiteren europäischen Ländern verschiedene Reissorten unter den Marken "Tosya Goldkorn", "Basmati Goldkorn“, "Nevsah Baldo“, "Gül Sultan“ und „Osmancik Goldkorn“. Neben unseren bekannten Reis- Produkten verkaufen wir unter unseren Eigenmarken folgende Produkte:

• Konserven und Nudelprodukte (Marke: "Tadim Ankara“),

• Trockenfrüchte, Milchprodukte, Knabberartikel und Brotaufstriche (Marken: "Kavak“ und "Cezzstar“),

• Öliven- und Sonnenblumenöle (Marke: "Hayat Kaynagi“).

Des Weiteren führen wir in unserem Sortiment weitere Handelsprodukte von bekannten Markenherstellern. Wir bieten unseren Kunden ein Sortiment von über 400 Produkten an.

Zu unserem Kundenkreis gehören Groß- und Einzelhändler aus dem ethnischen Handel sowie große Supermarktketten.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,19 Billionen Euro, nominal ist das BIP also kräftig gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession (www.statista.com).

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt (https://www.destatis.de/).

Der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland hat im Jahr 2023 einen Umsatzrekord erzielt und erstmals die Marke von 200-Milliarden-Euro geknackt. Die Händler konnten ihre Erlöse nominal zwar um knapp 5 Prozent auf 204,5 Milliarden Euro steigern. Real, also bereinigt um Preissteigerungen, verzeichneten sie jedoch ein deutliches Minus. Das geht aus Zahlen hervor, die das Handelsforschungsinstitut EHI (EHI Retail Institute) veröffentlicht hat. Das Umsatzplus ist damit niedriger als die Teuerung. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im vergangenen Jahr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um mehr als 12 %. In der Bundesrepublik gab es im vergangenen Jahr laut EHI gut 36.858 Lebensmittelgeschäfte und damit 5 Prozent weniger als 2013. Gezählt wurden zuletzt rund 16.000 Discounter und mehr als 12.200 Supermärkte.

Angesichts der traditionell niedrigen Handelsmargen im Geschäft mit Lebensmitteln versuchen vorgelagerte Lieferanten sowie gewerbliche Abnehmer, den Großhandel als zusätzliche Wertschöpfungsstufe zwischen Industrie und Konsumenten auszuschalten. Auch spezialisierte Logistikdienstleister, die typische Großhandelsfunktionen wie Transport oder Lagerung vermehrt übernehmen, könnten die Branche in Bedrängnis bringen. Zudem ist sie nur bedingt imstande, die steigenden Einkaufspreise auf die nächsten Wertschöpfungsstufen abzuwälzen.

Geschäftsverlauf

Die Kavak GmbH befindet sich in einer harten Wettbewerbssituation, konnte jedoch ihre Marktposition im vergangenen Jahr insbesondere aufgrund von Positionierung und Forcierung der Eigenmarken behaupten. Durch geeignete Marketingmaßnahmen und Sicherung der hohen Produktqualität sind wir weiterhin bestrebt, unseren Stellenwert im Markt zu behaupten.

Im Geschäftsjahr 2023 verzeichneten wir einen Umsatzwachstum von 11,21%. Die Steigerung des Umsatzes ist im Wesentlichen auf eine mengenmäßige Erhöhung der Verkäufe zurückzuführen. Wir haben Umsatzerlöse von T€ 52.631 (Vorjahr: T€ 47.327) erzielt.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass das Geschäftsjahr 2023 für die Kavak GmbH sehr zufriedenstellend verlaufen ist. Das Jahresergebnis der Gesellschaft ist weiterhin auf einem hohen Niveau und beträgt T€ 4.553 (Vorjahr: T€ 5.659).

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 sind die Umsatzerlöse um T€ 5.304 auf T€ 52.631 gestiegen. Dies entspricht einer Erhöhung des Umsatzes von 11,21 % im Vergleich zum Vorjahr.

Der Materialaufwand hat sich um T€ 7.152 auf T€ 44.075 erhöht. Die Materialaufwandsquote beträgt 83,74 % und ist im Vergleich zum Vorjahr (78,02 %) gestiegen. Demzufolge ist Rohgewinn um T€ 1.848 auf T€ 8.556 gesunken. Wir haben uns bewusst dazu entschieden, Preissteigerungen im Einkaufsbereich nur zum Teil an unsere Kunden weiterzugeben, um unsere starke Stellung im Markt weiterhin behaupten zu können.

Die sonstigen betrieblichen Erträge von insgesamt T€ 33 (Vorjahr: T€ 31) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Verrechnung von Sachbezügen für die Kfz-Nutzung von T€ 7, Versicherungserträge von T€ 11 sowie Erlöse aus der Herabsetzung von Verbindlichkeiten von T€ 13.

Die Personalaufwendungen haben sich leicht um T€ 7 auf T€ 1.082 vermindert (Vorjahr: T€ 1.089). Im Berichtsjahr haben sich keine personellen Entscheidungen von größerer Bedeutung ergeben.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um T€ 60 auf T€ 755 (Vorjahr: T€ 815) gesunken. Im Wesentlichen beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Raumkosten von T€ 288, Aufwendungen für Abfallbeseitigungen von T€ 196 sowie Werbe- und Reisekosten von T€ 48.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern ist um T€ 1.652 auf T€ 6.798 (Vorjahr: T€ 8.450) gesunken und beträgt 12,92 % (Vorjahr: 17,85 %) der betrieblichen Gesamtleistung.

Nach Abzug der Ertragsteuern und sonstigen Steuern ist ein Jahresüberschuss von T€ 4.553 verblieben.

Die Steuerquote bezogen auf die Ertragsteuern beträgt für das Berichtsjahr unverändert wie im Vorjahr 33 %.

Die Eigenkapitalrendite nach Steuern beträgt 21,40 % (Vorjahr: 36,24 %).

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr 2023 um T€ 5.411 auf T€ 29.378 erhöht (Vorjahr: T€ 23.967). Die Vorräte erhöhten sich leicht um T€ 100 auf T€ 4.115 im Vergleich zum Vorjahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um T€ 237 auf T€ 2.390 gesunken. Vereinbarte Zahlungsziele wurden von unseren Kunden in der Regel eingehalten.

Auf der Passivseite erhöhten sich die sonstigen Verbindlichkeiten, die nunmehr T€ 1.653 betragen. Die Erhöhung ist ausschließlich auf den Ausweis der Steuerverbindlichkeiten in den sonstigen Verbindlichkeiten anstatt in den Steuerrückstellungen wegen bereits vorliegender Bescheide zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um T€ 333 auf T€ 637.

Die Eigenkapitalquote beträgt nahezu unverändert auf einem sehr hohen Niveau von 87,91 % (Vorjahr: 88,76 %). Das Eigenkapital hat sich von T€ 21.273 auf T€ 25.827 erhöht.

Die Vermögenslage der Kavak GmbH ist weiterhin sehr stabil, das Unternehmen verfügt über sehr hohe Liquiditätsreserven. Der Geldmittelbestand beträgt am Bilanzstichtag T€ 11.156. Wir sind jederzeit in der Lage die Schulden unserer Gesellschaft sofort zu tilgen.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 5.622 (Vorjahr: T€ 3.858) erwirtschaftet werden. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist wie im Vorjahr negativ in Höhe von T€ 40 (Vorjahr: T€ 11.584). Im Geschäftsjahr 2023 ergaben sich keine Vorgänge, die den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit berührten.

Unsere Finanzlage kann im Berichtsjahr als sehr stark eingestuft werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Der vorhandene Geldbestand lässt in der Zukunft keine Liquiditätsengpässe erwarten, so dass auch weiterhin alle vorteilhaften Konditionen bei den Verhandlungen mit Lieferanten ausgenutzt werden können.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmungsteuerung betrachten wir die Deckungsbeiträge der einzelnen Produkte, den Rohgewinn und das Ergebnis vor Steuern. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als sehr gut bezeichnet werden.

Personalwesen

Die Mitarbeiterzahl der Kavak GmbH betrug zum 31. Dezember 2023 18 Personen.

3. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement

Durch die starke Einbindung der Geschäftsleitung in das operative Geschäft der Gesellschaft werden Risiken fortwährend identifiziert, überwacht und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die Eignung und Wirkung der eingeleiteten Maßnahmen werden permanent überprüft und es werden gegebenenfalls Anpassungen vorgenommen.

Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Beschaffungsmarktrisiken bestehen in den von der Gesellschaft nicht beeinflussbaren Ernteergebnissen, die aber in der Regel durch Vereinbarungen mit den Ernteerzeugern beherrschbar sind. Des Weiteren sind wir Marktpreisänderungsrisiken ausgesetzt. Die Risiken aus den Preisschwankungen bei Rohstoffen versuchen wir durch langfristige Liefervereinbarungen möglichst zu verringern. Eine Weitergabe von Rohwarenpreissteigerungen an unsere Kunden ist aufgrund der hohen Bekanntheit und Beliebtheit unserer Produkte insbesondere im ethnischen Handel in der Regel ohne Verluste möglich.

Forderungsausfallrisiken wirken wir durch regelmäßige Kontrollen und einem ausgefeilten Mahnwesen entgegen.

Währungsrisiken bestehen nicht.

Aufgrund der sehr stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Andere bestandsgefährdende Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind zurzeit nicht erkennbar.

Die Kavak GmbH verfügt über Stärken und Möglichkeiten, deren Ausschöpfung zur Ertragssicherung und zukünftig zu Wachstum führen wird: Durch die Erweiterung von Kapazitäten, insbesondere im Segment Reis, ergeben sich für uns neue Möglichkeiten. Die hohe Nachfrage bestätigt unser Vorhaben das Reisgeschäft weiterauszubauen.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Gesamtaussage

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken sehr gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

4. Prognosebericht

Die ersten drei Quartale für das Geschäftsjahr 2024 lassen darauf rückschließen, dass sich die Geschäfte nahezu gleich wie im Vorjahr entwickeln werden. Wir erwarten keine besonderen Veränderungen bei den Umsätzen. Ebenso gehen wird davon aus, dass das Jahresergebnis weiterhin sich auf einem hohen Niveau - vergleichbar wie im Vorjahr - entwickeln wird.

5. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Kavak GmbH nicht unterhalten.

 

Lünen, 22. Oktober 2024

Kavak GmbH

Emre Kavak

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 11.708.566,00 11.737.780,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.588,00 9.063,00
II. Sachanlagen 202.818,00 228.717,00
1. technische Anlagen und Maschinen 58.183,00 62.833,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 144.635,00 165.884,00
III. Finanzanlagen 11.500.160,00 11.500.000,00
B. Umlaufvermögen 17.661.167,71 12.215.940,40
I. Vorräte 4.115.452,16 4.015.292,13
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.389.581,40 2.626.201,48
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.156.134,15 5.574.446,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.125,74 13.043,04
Aktiva 29.377.859,45 23.966.763,44

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 25.826.626,76 21.273.391,13
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Bilanzgewinn 25.801.062,17 21.247.826,54
davon Gewinnvortrag 21.247.826,54 15.589.342,37
B. Rückstellungen 1.075.065,00 1.820.110,00
C. Verbindlichkeiten 2.476.167,69 873.262,31
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.476.167,69 873.262,31
Passiva 29.377.859,45 23.966.763,44

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.588.802,16 10.435.162,93
2. Personalaufwand 1.081.973,05 1.088.807,48
a) Löhne und Gehälter 902.674,45 894.370,77
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 179.298,60 194.436,71
davon für Altersversorgung -15.989,00 -2.598,00
3. Abschreibungen 69.309,20 63.290,97
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 69.309,20 63.290,97
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 754.719,22 814.972,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 158.067,35 23.416,30
davon Erträge aus Abzinsung 120,00 1.520,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 43.211,10 41.298,36
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.241.524,71 2.788.754,23
8. Ergebnis nach Steuern 4.556.132,23 5.661.456,19
9. sonstige Steuern 2.896,60 2.972,02
10. Jahresüberschuss 4.553.235,63 5.658.484,17
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 21.247.826,54 15.589.342,37
12. Bilanzgewinn 25.801.062,17 21.247.826,54

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
in der zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Fassung

Kavak GmbH, Lünen

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Kavak GmbH mit Sitz in Lünen im Handelsregister des Amtsgerichts Dortmund unter der Nummer HRB 17338 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Die Vorräte (Handelswaren) werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Liquide Mittel, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Einzelwertberichtigungen waren nicht erforderlich.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem "Projected Unit Credit-Verfahren" (PUC-Verfahren) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 10 Jahren von 1,82 % (Vj. 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Gehalts- und Rentensteigerungen wurden mit 0,0 % berücksichtigt.

Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Bewertung der Rückstellung für Pensionen dahingehend umgestellt, dass abweichend zum Geschäftsjahr 2015 zur Abzinsung der durchschnittliche Marktzinssatz verwendet wurde, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt (Vj. durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre). Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 32 und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Durch die Anwendung des IDW RH FAB 1.021 mit Passivprimat entspricht der in der Handelsbilanz zu aktivierende Betrag nicht mehr dem steuerlichen Aktivwert.

Durch den neuen IDW RH FAB 1.021 sind Direktzusagen und zur Finanzierung abgeschlossene Rückdeckungsversicherungen kongruent zu bewerten. Die neuen Regelungen sehen einen Vergleich der erwarteten Zahlungsströme aus der Direktzusage und den zugehörigen Rückdeckungsversicherungen vor. So werden im Grundprinzip sogenannte "kongruente Teile" der Verpflichtung bzw. der Rückdeckung in gleicher Höhe auf der Aktiv- und Passivseite der Bilanz angesetzt. Die neuen Regeln wurden erstmals für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 angewendet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche unter dieser Position ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (Vj. TEUR 2.626).

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn beinhaltet einen Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 21.248 (Vj. TEUR 15.589).

Rückstellungen für Pensionen

Aufgrund der vorgenommenen Gesetzesänderungen des § 253 HGB ergaben sich im Jahr 2016 folgende Änderungen für die Berücksichtigung von Pensionsrückstellungen:

• Verlängerung des Ermittlungszeitraums für den bewertungsrelevanten Zinssatz nach § 253 Abs. 2 HGB von bisher 7 Jahre auf nunmehr 10 Jahre

• Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB führt zu einer Ausschüttungssperre und Abführungssperre. Dieser Unterschiedsbetrag beläuft sich gemäß Gutachten der Firma SLPM Schweizer Leben PensionsManagement GmbH zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 auf EUR 7.150,00 (Basis: Rechnungszinsfuß 1,74 % bei 7-Jahres-Durchschnittsbildung für Ermittlung des Unterschiedsbetrags)

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR Vorjahr
TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 803 804
Aktivwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherung 131 137
verrechnete Aufwendungen 6 30
verrechnete Erträge 0 0

Die Pensionsrückstellung resultiert in voller Höhe aus den Verpflichtungen gegenüber einem ehemaligen Geschäftsführer.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Kosten der Erstellung des Jahresabschlusses nebst Steuererklärungen und Abschlussprüfung sowie der Aufbewahrung von Buchhaltungsunterlagen und Beiträgen zur IHK gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR

31.12.2023 31.12.2022
Restlaufzeit Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr von 1 bis 5 Jahre gesamt bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr gesamt
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 187 0 187 36 0 36
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 637 0 637 304 0 304
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.653 0 1.653 533 0 533
- davon aus Steuern 1.643 0 1.643 510 0 510

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 33 handelt es sich im Wesentlichen im Wesentlichenum Erlöse aus dem geldwerten Vorteil der PKW-Nutzung (TEUR 7), Versicherungserträge "SwissLife" (TEUR 11), Erlöse aus dem Abgang von Sachanlagevermögen (TEUR 8) sowie Schadenersatzleistungen (TEUR 13).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 755 handelt sich um Raumkosten (TEUR 288), Werbe- und Reisekosten (TEUR 48), Fahrzeugkosten (TEUR 56), Entsorgungskosten (TEUR 196) sowie übrigen betrieblichen Kosten (TEUR 167).

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von EUR 25.801.062,17 wie folgt zu verwenden:

• Vortrag des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2023 auf neue Rechnung

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für das betrieblich genutzte Grundstück und Gebäude, An der Wethmarheide 25 c, 44536 Lünen, besteht mit Wirkung ab dem 1. Mai 2001 ein Mietvertrag.

Der Mietvertrag wurde ursprünglich auf die Dauer von (mindestens) 10 Jahren abgeschlossen. Mit Nachtrag zum Mietvertrag vom 2. Juni 2014 wurde dieser Mietvertrag auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Wird der Vertrag nicht spätestens 6 Monate zum Jahresende schriftlich gekündigt, so verlängert er sich jeweils um ein weiteres Jahr mit derselben Kündigungsfrist.

Zum 31. Dezember 2023 war der Mietvertrag nicht gekündigt.

Der monatliche Mietzins hieraus (ohne Nebenkosten) beträgt derzeit EUR 20.625,00 zzgl. gesetzlich geschuldeter Umsatzsteuer in Höhe von aktuell 19 %.

Ausschüttungssperre

In Höhe des Unterschiedsbetrags gemäß § 253 Abs. 2 i. V. m. Abs. 6 HGB aus der Passivierung der Pensionsrückstellung ergibt sich eine Entnahmesperre in Höhe von TEUR 7.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren:

bis zum 30. Juni 2023:

Abdurrahman Baha Kavak,

Kaufmann, Lünen (Abberufung mit Gesellschafterbeschluss vom 19. Juni 2023, die entsprechende Eintragung im Handelsregister erfolgte am 27. Juli 2023)

seit dem 1. Juli 2023:

Emre Kavak,

Kaufmann, Lünen (Bestellung mit Gesellschafterbeschluss vom 19. Juni 2023, die entsprechende Eintragung im Handelsregister erfolgte am 27. Juli 2023)

Der Geschäftsführer war/ist gemäß Handelsregister einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Mitarbeiter

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren durchschnittlich während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Angestellte 6
Arbeiter*innen 12
18

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Lünen, den 22. Oktober 2024

Geschäftsführung

gez. Emre Kavak, Geschäftsführer Finanzen und Vertrieb

Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagespiegel) zum 31. Dezember 2023

Kavak GmbH, Lünen

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 53.761,30 1.800,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 53.761,30 1.800,00 0,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 79.727,38 0,00 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 498.024,64 38.135,20 0,00
Summe Sachanlagen 577.752,02 38.135,20 0,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 11.500.000,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 160,00 0,00
Summe Finanzanlagen 11.500.000,00 160,00 0,00
Summe Anlagevermögen 12.131.513,32 40.095,20 0,00
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 55.561,30
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 55.561,30
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 79.727,38
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 536.159,84
Summe Sachanlagen 0,00 615.887,22
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 11.500.000,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 160,00
Summe Finanzanlagen 0,00 11.500.160,00
Summe Anlagevermögen 0,00 12.171.608,52
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 44.698,30 5.275,00 0,00 0,00 49.973,30
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 44.698,30 5.275,00 0,00 0,00 49.973,30
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 16.894,38 4.650,00 0,00 0,00 21.544,38
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 332.140,64 59.384,20 0,00 0,00 391.524,84
Summe Sachanlagen 349.035,02 64.034,20 0,00 0,00 413.069,22
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 393.733,32 69.309,20 0,00 0,00 463.042,52
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 5.588,00 9.063,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 5.588,00 9.063,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 58.183,00 62.833,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 144.635,00 165.884,00
Summe Sachanlagen 0,00 202.818,00 228.717,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 11.500.000,00 11.500.000,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 160,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 11.500.160,00 11.500.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 11.708.566,00 11.737.780,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.11.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kavak GmbH, Lünen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kavak GmbH, Lünen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kavak GmbH, Lünen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame rüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SCHLUSSBEMERKUNG

Wir bestätigen gemäß §321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.

Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses der Kavak GmbH, Lünen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 und des Lageberichts für dieses Geschäftsjahr erstatteten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (Prüfungsstandard des Institus der Wirtschaftsprüfer - IDW PS 450).

Der von uns mit Datum vom 8. November 2024 erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt F. "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks" enthalten.

 

Lünen, den 8. November 2024

ANT Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Anna Trillmann, Wirtschaftsprüferin

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