Alsfelder BIM-Akademie GmbH
Selbe AdresseArchitekturbüros für Hochbau
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Auer seit 4.7.2023 | Vorstandsmitglied |
Michael Völlinger seit 18.4.2023 | Prokura |
Jürgen Dipl.-Betriebswirt Albinger seit 18.4.2023 | Prokura |
Olaf Schmidt seit 18.4.2023 | Prokura |
Ralf Staaf seit 18.4.2023 | Vorstandsmitglied |
Marco Auth seit 18.4.2023 | Vorstandsmitglied |
Patrick Antenbrink seit 18.4.2023 | Prokura |
Sven Böhme seit 18.4.2023 | Prokura |
Uwe Glück seit 18.4.2023 | Prokura |
Friederike Gorka seit 18.4.2023 | Prokura |
Frank Dipl.-Betriebswirt Finster seit 18.4.2023 | Vorstandsmitglied |
Volker Dipl.-Kaufmann Schneider seit 18.4.2023 | Prokura |
Fred Haschler seit 18.4.2023 | Prokura |
Jürgen Dechant seit 18.4.2023 | Prokura |
Frank König seit 18.4.2023 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% | |
ITF GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bickhardt Bau SEKirchheimJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023INHALTSVERZEICHNIS A. Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Bickhardt Bau Aktiengesellschaft I. Bilanz zum 31. Dezember 2023 II. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 III. Anhang für das Geschäftsjahr 2023 IV. Lagebericht V. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers B. Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der Bickhardt Bau Aktiengesellschaft I. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 II. Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 III. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023 IV. Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023 V. Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023 VI. Konzernlagebericht VII. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers C. Bericht des Aufsichtsrats D. Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften I. BILANZ zum 31. Dezember 2023Bickhardt Bau SE, KirchheimAKTIVA
PASSIVA
II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023Bickhardt Bau SE, Kirchheim
III. Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 3. Erläuterungen zur Bilanz 3.1. Anlagenspiegel zum 31.12.2023 3.2. Verbindlichkeitenspiegel 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 5. Sonstige Angaben 6. Ergebnisverwendung und Ergebnisverwendungsvorschlag 6.1. Ergebnisverwendung 6.2. Ergebnisverwendungsvorschlag 7. Angaben nach dem Aktienrecht 1. Allgemeine Angaben Die Bickhardt Bau SE mit Sitz in Kirchheim wird im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Hersfeld unter der Handelsregisternummer HRB 3244 geführt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Ausweis und Bewertung erfolgen nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Soweit erforderlich, wurden zusätzlich die nach dem Aktiengesetz erforderlichen Angaben gemacht. Anlagevermögen Für die Abschreibungen von Gegenständen des Anlagevermögens wurden folgende Abschreibungsmethoden angewandt:
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Sie wurden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. In den Herstellungskosten von selbst erstellten Anlagen wurden neben den direkt zuordenbaren Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Für den Bestand an Spundbohlen wurde ein auf Basis des durchschnittlichen Einkaufspreises ermittelter Festwert angesetzt. Die letzte körperliche Bestandsaufnahme erfolgte am 31. Januar 2024. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Anschaffungswert von EUR 800,00 im Sinne von § 6 Abs. 2 EStG wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Diese steuerliche Abschreibungsmethode wurde unter dem Gesichtspunkt der Wesentlichkeit im handelsrechtlichen Jahresabschluss übernommen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde von der KFW Bank für den Neubau des Verwaltungsgebäudes in Dipperz ein Zuschuss in Höhe von EUR 76.000,00 gewährt. Finanzanlagen Bei den Finanzanlagen wurden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Vorräte Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten am Abschlussstichtag angesetzt. Die Bewertung erfolgte unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen, soweit sie auf die Fertigung entfallen, berücksichtigt wurden. Bei sämtlichen unfertigen Leistungen wurden Fremdkapitalzinsen nicht in die Herstellungskosten einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurde ein Niederstwerttest vorgenommen, indem die bisher abgerechneten Werte aufgrund von Abschlagsrechnungen zu Vertragspreisen mit den Herstellungskosten laut der aktuellen Betriebsrechnung verglichen wurden. Ist der Wert der Abschlagsrechnungen zu Vertragspreisen niedriger als die Herstellungskosten, wurde dieser aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche Forderungen sowie Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden aktiviert und über die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge linear aufgelöst. Rückstellungen Für ungewisse Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei der Bewertung der Rückstellungen wurden Preis- und Kostenänderungen, für die objektive Hinweise vorliegen, berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren abgezinst. Bei der Bewertung der Rückstellungen wurden Preis- und Kostenänderungen, für die objektive Hinweise vorliegen, berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Bewertung der Urlaubsrückstellung für Techniker und Kaufleute von der Individualmethode auf die Durchschnittsmethode umgestellt. Hierbei wurde das gesamte zugrunde zu legende Entgelt durch die Anzahl der regulären Arbeitstage geteilt. Im Anschluss wurde das so ermittelte durchschnittliche Arbeitsentgelt pro Tag durch die Anzahl der Arbeitnehmer geteilt. Dieser Betrag wurde abschließend mit der Summe aller offenen Urlaubstage multipliziert. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Abschlagszahlungen für nicht abgerechnete unfertige Baumaßnahmen wurden aufgrund von Abschlagsrechnungen zu Vertragspreisen bezahlt und werden in der Regel auf der Aktivseite von den Vorräten abgesetzt. Da die Bewertung der Vorräte nicht zu Vertragspreisen, sondern zu Herstellungskosten erfolgt, ist die erhaltene Abschlagszahlung, die zu Vertragspreisen erfolgt, teilweise höher als der Wertansatz der unfertigen Bauleistungen, sodass der Ausweis dieser über den Herstellungskosten liegenden Abschlagszahlungen auf der Passivseite erfolgen muss. Latente Steuern Die Ermittlung der latente Steuern wird anhand des bilanzorientierten Konzepts vorgenommen. Danach werden auf sämtliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern abgegrenzt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren. In Höhe von EUR 1.998,64 besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB. Fremdwährungsrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Entstehungstag umgerechnet. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in der Bilanz sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Mitzugehörigkeit In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 847.735,00 (Vorjahr: EUR 603.127,18) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 40.890.444,99 (Vorjahr: EUR 33.042.714,49) enthalten. In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 433.333,42 (Vorjahr: EUR 77.630,34) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 4.856.952,66 (Vorjahr: EUR 6.769.107,07) enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 628.907,57 (Vorjahr: EUR 350.587,17) sowie Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 42.151.310,27 (Vorjahr: EUR 31.482.912,24) enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 337.995,20 (Vorjahr: EUR 106.758,99) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 10.534,54 (Vorjahr EUR 0,00) enthalten. 3. Erläuterungen zur Bilanz Zur Entwicklung des Anlagevermögens vergleiche die Darstellung auf den folgenden Seiten. 3.1 Anlagenspiegel zum 31.12.2023in Euro
Angaben zum Anteilsbesitz a) Anteile an verbundenen Unternehmen
b) Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Eigene Anteile Die Bickhardt Bau SE hält zum Geschäftsjahresende 2023 eigene Anteile in Höhe von 21 nennbetragslosen Stückaktien mit einem Wert von EUR 1.050,00. Die eigenen Anteile sind zur Weitergabe an Mitarbeiter bestimmt. Der Nennbetrag der eigenen Anteile in Höhe von EUR 1.050,00 wurde im Geschäftsjahr 2023 gemäß § 272 Abs. 1 a HGB offen von dem gezeichneten Kapital abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag wurde mit den frei verfügbaren Gewinnrücklagen verrechnet. Sonstige Rückstellungen Der Posten "Sonstige Rückstellungen" umfasst im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen von TEUR 1.775 (Vorjahr: TEUR 2.066), noch auszuführende Bauleistungen von TEUR 23.374 (Vorjahr: TEUR 24.439), fehlende Eingangsrechnungen von TEUR 5.193 (Vorjahr: TEUR 4.057) und Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub, Weihnachtsgeld und andere Personalaufwendungen von TEUR 3.619 (Vorjahr: TEUR 4.246). 3.2. Verbindlichkeitenspiegel
*) Die in Klammern aufgeführten
Beträge betreffen die Zahlen aus dem Vorjahr.
Besicherung der Verbindlichkeiten Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen folgende Sicherheiten:
Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 und § 268 Abs. 7 HGB wie folgt:
Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit aus den Haftungsverhältnissen schätzen wir als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können nach unserer Einschätzung in allen Fällen erfüllt werden; mit einer Inanspruchnahme ist daher nicht zu rechnen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Leasingverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 376.344,66 (Vorjahr: EUR 1.284.915,01). 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unter anderem den Verbrauch / Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 14.516, Sachbezüge in Höhe von TEUR 1.183 und Versicherungsentschädigungen und Schadenersatzleistungen in Höhe von TEUR 322. Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen insbesondere die Leistungen von Subunternehmern sowie Planungsleistungen, Gerätemieten und Fremdreparaturen. Personalaufwand Der Personalaufwand der Bickhardt Bau SE ist im Geschäftsjahr 2023 in Höhe um TEUR 3.931 auf TEUR 74.772 gestiegen. Abschreibungen auf Finanzanlagen Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen die außerplanmäßige Abschreibung der Gesellschaftsanteile an der Asphaltbau Bürstadt Armbruster GmbH, mit Sitz Bürstadt gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB. Latente Steuern Passive latente Steuern aus temporären Differenzen aus der Umgliederung des Sonderpostens mit Rücklageanteil wurden mit aktiven latenten Steuern aus unterschiedlicher Abzinsung von langfristigen Rückstellungen und der Berücksichtigung zukünftiger Kosten- und Preisänderungen verrechnet. Insgesamt hat sich ein aktiver Saldo ergeben. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurden unternehmensindividuelle Steuersätze herangezogen. Es wurde für Körperschaftsteuer incl. Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer ein Steuersatz in Höhe von 28,0 % angesetzt.
5. Sonstige Angaben Beschäftigte Arbeitnehmer Die Arbeitnehmer gliedern sich im Jahresdurchschnitt wie folgt auf:
Der Beschäftigungsstand per 31. Dezember 2023 beträgt 1.146 Arbeitnehmer (Vorjahr: 1.101 Arbeitnehmer). Mitglieder des Vorstandes:
Mitglieder des Aufsichtsrates:
Die Vergütung des Aufsichtsrates betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 92 (Vorjahr TEUR 92). Vorschüsse oder Kredite an Vorstandsmitglieder oder Aufsichtsratsmitglieder sowie Haftungsverhältnisse zu Gunsten dieser Personen bestehen nicht. Derivative Finanzinstrumente Zinsswaps werden ausschließlich in Verbindung mit einem Grundgeschäft zur Sicherung von Zinsschwankungen bei Bankkrediten eingesetzt. Mit Hilfe von Zinsswaps wird das Zinsänderungsrisiko, das aus Änderungen von Marktzinssätzen für variabel verzinsliche Geldaufnahmen resultiert, begrenzt. Mit Hilfe von Commodity Swaps wird das Risiko steigender Bezugspreise für Dieselkraftstoffe begrenzt. Am Bilanzstichtag bestanden Commodity Swaps mit einem Nominalwert von EUR 2,4 Mio. (Vorjahr EUR 1,5 Mio.). Die Commodity Swaps enden im Zeitraum bis 31. Dezember 2025. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit den Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten erfolgte nach der Einfrierungsmethode. Die Effektivität der Mikro-Hedges ist gegeben, da Grund und Sicherungsgeschäft hinsichtlich der wesentlichen Bedingungen (Referenzzinssatz und Laufzeit) übereinstimmen. Geschäfte mit Nahestehenden Alle Geschäfte mit Nahestehenden sind in der folgenden Tabelle je Personengruppe dargestellt:
Honorar des Abschlussprüfers Bezüglich der Angabe der Honorare des Abschlussprüfers wird auf die Angaben hierzu im Konzernabschluss der Bickhardt Bau SE verwiesen. 6. Ergebnisverwendung und Ergebnisverwendungsvorschlag 6.1. Ergebnisverwendung
6.2. Ergebnisverwendungsvorschlag
Entsprechend § 20 der Satzung gilt der Jahresabschluss als festgestellt, sobald der Aufsichtsrat diesen nach Prüfung billigt. 7. Angaben nach dem Aktienrecht Eigenkapital Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 EUR 10.300.000,00. Zu den ausgegebenen Aktien werden folgende zusätzliche Erläuterungen gegeben (gemäß § 152 Abs. 1 S. 2 AktG):
Die Aktien sind auf den Namen der Aktionäre ausgestellt und werden in einem elektronischen Aktienverzeichnis geführt. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft 21 eigene Aktien (Vorjahr 221). Dies entspricht 0,01 Prozent des gezeichneten Kapitals.
Die Vermögensverwaltung Frielendorf, Nachf. Schmidt GmbH & Co. KG halten zum 31. Dezember 2023 25, 10 % der Anteile an der Bickhardt Bau SE. Angaben zur Kapitalrücklage gemäß § 152 Abs. 2 AktG
Angaben zur Gewinnrücklage gemäß § 152 Abs. 3 AktG
Die Pflichtrücklagen gemäß § 150 Abs. 2 AktG sind satzungsgemäß auf 30 % des Grundkapitals festgesetzt. Steuerliche Verhältnisse Zur Zeit findet eine steuerliche Außenprüfung der Geschäftsjahre 2016 bis 2020 statt. Mit Ergebnissen ist im Geschäftsjahr 2024 zu rechnen. Hauptversammlung Der Aufsichtsrat hat mit Beschluss vom 11. Mai 2023 den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 in der von der HNW Herber Niewelt Witzel GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft testierten Fassung gebilligt. Dadurch gilt der Jahresabschluss gemäß § 172 AktG in Verbindung mit § 20 Abs. 4 der Satzung der Bickhardt Bau SE als festgestellt. Die ordentliche Hauptversammlung vom 30. Juni 2023 hat den festgestellten Jahresabschluss zur Kenntnis genommen und den Mitgliedern des Vorstandes und den Mitgliedern des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2022 Entlastung erteilt. Die vom Vorstand vorgeschlagene Ergebnisverwendung wurde von der ordentlichen Hauptversammlung am 30. Juni 2023 beschlossen.
Kirchheim, 26. April 2024 Bickhardt Bau SE Der Vorstand Dipl.-Betriebswirt Frank Finster, Vorstandsvorsitzender Dipl.-Ing. Marco Auth, Vorstandsmitglied Dipl.-Ing. Michael Auer, Vorstandsmitglied B.A. Betriebswirt Ralf Staaf, Vorstandsmitglied IV. Lagebericht Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Die Bickhardt Bau SE hat durch die solide Unternehmenspolitik auch im Geschäftsjahr 2023 ihre erfolgreiche Entwicklung fortgesetzt und die gute Marktposition gefestigt. 1. Wirtschaftsbericht Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Um 0,3 Prozent ist das Bruttoinlandsprodukt gemäß dem IfW, Kiel im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Maßgeblich geprägt haben diese Entwicklung die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die Flaute im Wohnungsbau sowie geringere Umsätze im Handel. Die Ursachen sind allgemein bekannt. Hohe Inflation, wahrnehmbar in gestiegenen Energie- und Lebensmittelkosten, sowie rasant gestiegene und auf hohem Niveau liegende Zinsen beeinflussten Investitions- und Kaufentscheidungen in Deutschland negativ. Zudem hemmten die Vielzahl an aktiven und brodelnden politischen Konflikten sowie militärischen Auseinandersetzungen die Erholung der nationalen und weltweiten Wirtschaftsleistung. Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr real um 4,4 Prozent. Die reale Umsatzleistung sank um 3,2 Prozent. Die Auftragsreichweite verharrt auf einem niedrigen Niveau und beträgt nur noch 3,6 Monate per Ende Februar 2024. Unverändert heterogen war die Entwicklung in den einzelnen Sparten des Bauhauptgewerbes. Gravierend ist der inzwischen mehrjährige Rückgang im Wohnungsbau. Der reale Umsatzrückgang im Jahr 2023 beziffert sich auf 11 Prozent, während der reale Auftragseingangsrückgang bei knapp 20 Prozent liegt. Der Wirtschaftsbau, getragen von hohen Investitionen durch die Deutsche Bahn, reduzierte sich nur um 0,9 Prozent. Trotz flächendeckender, bundesweiter Investitionsbedarfe, registrierte der Öffentliche Bau einen realen Umsatzrückgang von 1,6 Prozent. Auf die Beschäftigung in der Baubranche hat der erneut spürbare Rückgang des Bauvolumens noch keine Auswirkung gezeigt. Die Anzahl der in der Branche beschäftigten Personen liegt unverändert bei ca. 927.000, wobei deutlich mehr als 20 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus dem europäischen Ausland stammen. Geschäftsverlauf und Lage Bauleistung Die Bauleistung der Bickhardt Bau SE ist im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von EUR 300,4 Mio. auf EUR 304,6 Mio. gestiegen. Die in Arbeitsgemeinschaften erbrachte Bauleistung lag im Geschäftsjahr 2023 mit EUR 55,4 Mio. um EUR 6,8 Mio. über dem Vorjahreswert von EUR 48,6 Mio. Das Volumen der von der Bickhardt Bau SE allein abgewickelten Bauvorhaben verringerte sich von EUR 251,8 Mio. um EUR 2,6 Mio. auf EUR 249,2 Mio. Auftragseingang und Auftragsbestand Der Auftragseingang des Geschäftsjahres 2023 lag mit EUR 359,8 Mio. über dem Niveau des Vorjahres (EUR 294,2 Mio.). Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 erhöhte sich von EUR 273,9 Mio. auf EUR 329,2 Mio. und sichert der Bickhardt Bau SE eine gute Grundauslastung von Personal und Geräten für das Geschäftsjahr 2024. Ertragslage Das EBITDA im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR + 18,8 Mio. lag unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: EUR + 26,4 Mio.). Unter Berücksichtigung von EUR 6,8 Mio. Abschreibungen ergibt sich ein EBIT von EUR + 12,0 Mio. für 2023, das um EUR 9,5 Mio. unter dem Vorjahr (EUR + 21,5 Mio.) lag. Die Bickhardt Bau SE hat in dem schwierigen Marktumfeld des Verkehrswegebaus ihre Ertragskraft in 2023 behaupten können. Der Jahresüberschuss (nach Steuern) der Bickhardt Bau SE lag zum Ende des Geschäftsjahres 2023 mit EUR 10,1 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres von EUR 16,4 Mio. Die GuV-Gesamtleistung verringerte sich um EUR 6,9 Mio. beziehungsweise 2,6 Prozent auf EUR 259,8 Mio. (Vorjahr: EUR 266,7 Mio.). Nicht enthalten sind die anteilig in Arbeitsgemeinschaften erbrachten Leistungen; dies ist der wesentliche Grund für den Unterschied zwischen der GuV-Gesamtleistung und der im Lagebericht ausgewiesenen Bauleistung, die im Geschäftsjahr 2023 bei EUR 304,6 Mio. lag (Vorjahr EUR 300,4 Mio.). Der Anteil der Aufwendungen für Material- und Subunternehmerleistungen sowie für eigenes Personal bezogen auf die GuV-Gesamtleistung erhöhte sich von 83,6 Prozent im Vorjahr auf 90,6 Prozent im Geschäftsjahr 2023. Finanzlage Investitionen Im Berichtsjahr wurden von der Bickhardt Bau SE EUR 17,2 Mio. (Vorjahr: EUR 9,5 Mio.) in Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sowie EUR 1,3 Mio. in Finanzanlagen (Vorjahr: EUR 0,8 EUR Mio.) investiert. Die Investitionen in Sachanlagen dienten der Kapazitätserhaltung, Kapazitätserhöhung einzelner Leistungsportfolien, der Errichtung moderner Büro- und Fertigungsgebäude und der Rationalisierung des Maschinenparks der Bickhardt Bau SE auf qualitativ hochwertigem Niveau. Diese Investitionspolitik hat sich bewährt. Spitzenbelastungen im Geräteeinsatz wurden weiterhin konsequent durch den Einsatz von Mietgeräten und Subunternehmerleistungen abgedeckt. Personal Die Bickhardt Bau SE verfügt über gut ausgebildete, fachlich geschulte Mitarbeiter, die sich mit den strategischen Zielen des Unternehmens identifizieren. Im Baugeschäft ist die Qualität der Mitarbeiter ein entscheidender Erfolgsfaktor, um die Zufriedenheit unserer Kunden zu gewährleisten. Erfolg und Bestand der Bickhardt Bau SE werden dauerhaft dadurch getragen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unternehmerische Verantwortung übernehmen und ein zielorientierter Dialog zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern stattfindet. Die Belegschaft ist von 1.101 Mitarbeitern am 31. Dezember 2022 auf 1.146 Mitarbeiter am 31. Dezember 2023 gestiegen. Die Ausbildungsquote beträgt 12,7 Prozent (Vorjahr 13,6 Prozent). Liquidität Auch im abgelaufenen Jahr entstand durch verzögerte Zahlungseingänge aus Bauvorhaben der öffentlichen Auftraggeber ein Bedarf für Vorfinanzierung. Zur Deckung des Bedarfs hat die Bickhardt Bau SE neben mittelfristigen Darlehen verschiedene voneinander unabhängige kurzfristige Kreditlinien mit mehreren Finanzinstituten vereinbart. Die Finanzierung der laufenden Geschäfte sowie die Durchführung der geplanten Investitionen waren zu jeder Zeit sichergestellt. Zur Abdeckung der Bürgschaftsverpflichtungen durch Ausführungs- und Gewährleistungsbürgschaften gegenüber Auftraggebern stehen der Bickhardt Bau SE dem Bedarf entsprechende AVAL-Linien zur Verfügung. Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2023 wurde das Eigenkapital der Bickhardt Bau SE durch die Zuführung von EUR 10,8 Mio. zu den Gewinnrücklagen weiter gestärkt und erreicht einen Stand von EUR 99,9 Mio. zum Jahresende 2023 nach EUR 93,4 Mio. im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 36,4 Prozent (Vorjahr 36,7 Prozent). Sie ist im Rahmen des Branchenvergleichs Baugewerbe als sehr gut einzustufen. Der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit verringerte sich in 2023 von EUR 21,4 Mio. um EUR 4,7 Mio. auf EUR 16,7 Mio. Die Anlagenintensität beträgt 25,4 Prozent für das Geschäftsjahr 2023 (Vorjahr 23,1 Prozent). Es wurden Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG im Anhang getätigt. 2. Nachtragsbericht Die Bickhardt Bau SE entwickelt sich im laufenden Geschäftsjahr nach Plan. Nach Buchungsschluss und Erstellung der Bilanz sind keine Vorgänge eingetreten, die die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der Gesellschaft maßgeblich beeinflusst haben. 3. Prognose,- Chancen- und Risikobericht Ernüchtert blicken führende Wirtschaftsinstitute auf das Jahr 2024 und gehen bei der Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes von einer Stagnation aus. Erst im Jahr 2025 soll die Wirtschaftsleistung in Deutschland wieder um mehr als 1 Prozent wachsen. Aufgrund der u.a. durch Tarifabschlüsse gestiegenen Realeinkommen sowie der eingetretenen Normalisierung der Inflationsrate wird erwartet, dass der private Konsum wieder auf Normalniveau zurückkehrt. Das ohnehin schwächelnde Verarbeitende Gewerbe soll im ersten Halbjahr weiter rückläufig sein, ehe ein Wachstum durch Exporte am sich erholenden Weltmarkt eintritt. Auch Rüstungsunternehmen erwarten einen Rückgang der Geschäftstätigkeiten. Erneut sinken soll die Wirtschaftsleistung im Bauhauptgewerbe. Über alle Branchen der Bauindustrie wird ein realer Umsatzrückgang von 3,5 Prozent erwartet. Für den Wohnungsbau wird mit einem Umsatzrückgang von 12 Prozent gerechnet. Nachdem beim Bau von Wohnungen im Jahr 2023 ca. 270.000 Wohnungen fertiggestellt wurden, sollen es im Jahr 2024 nur noch ca. 200.000 Wohnungen sein. Beim Wirtschaftsbau wird eine Steigerung des Umsatzes von ca. 2 Prozent prognostiziert. Treiber ist die Sparte Wirtschaftstiefbau, getragen von erheblichen Investitionen der Deutsche Bahn sowie der Stromversorger für die Realisierung großer Stromtrassen. Deutlich rückläufig soll das Baugeschehen im Bereich der Logistikzentren sein. Auch für den Öffentlichen Bau wird mit einer Steigerung des Umsatzes gerechnet. Trotz einer steigenden Kreditaufnahme der öffentlichen Auftraggeber am Kapitalmarkt sowie der zunehmenden Verarmung einzelner Kommunen soll der Anstieg der Umsatzleistung bei 1 Prozent liegen. Im Arbeitsmarkt sind erste Anzeichen einer nachlassenden Nachfrage zu erkennen. Wenngleich das Bestreben der Unternehmen, qualifiziertes Personal vor dem Hintergrund des anstehenden Renteneintritts der Baby-Boomer-Generation zu sichern, ungebrochen ist, so gilt es als sicher, dass das Beschäftigungsniveau in den nächsten Jahren am Zenit angekommen sein wird. Eine vollständige Kompensation der altersbedingt wegfallenden Arbeitskräfte durch Zuwanderung gilt als nahezu ausgeschlossen. Das Bauhauptgewerbe rechnet, geprägt durch den Wohnungsbau, im Jahr 2024 mit einer um ca. 10.000 Personen schrumpfenden Beschäftigung. Als Komplettanbieter im Infrastrukturbau und nahezu ausschließlicher Bautätigkeit in den zumindest kurz- bis mittelfristig mit Wachstumsprognosen versehenen Sparten Wirtschaftstiefbau und Öffentlicher Bau genießt die Einwerbung von gewerblichem Personal für Bickhardt Bau unverändert oberste Priorität. Ziele hierbei sind die Stärkung der regionalen Präsenz, der Ausbau der heimatnahen Beschäftigung und die Kompensation der demografischen Entwicklung. Derzeit laufen die Verhandlungen zum Abschluss eines neuen Tarifvertrages zwischen den Tarifparteien. Bickhardt Bau hofft auf einen Abschluss ohne vorherige Streiks, der einerseits die Attraktivität der Bauberufe steigert, zugleich aber die für 2024 budgetierten Tariflohnsteigerungen nicht maßgeblich übersteigt. Auf Basis dieser Prognosen, speziell für den Wirtschaftstiefbau und den Öffentlichen Bau, gehen wir für den Prognosezeitraum von drei Jahren grundsätzlich von einer erfolgreichen Entwicklung der Gesellschaft aus. EUR 265,7 Mio. Bauleistung aus eigenen Baustellen und Arbeitsgemeinschaften sollen auf Basis einer normalen Auslastung und normalen Witterungsverhältnissen erwirtschaftet werden und ein Jahresergebnis in Höhe von EUR 7,8 Mio. erwarten lassen. Investitionen in Sachanlagen erfolgen auf unverändert hohem Niveau mit dem Ziel der Realisierung von Rationalisierungseffekten durch den Einsatz technologisch modernster Maschinen und Geräte sowie zur Optimierung der CO 2 -Bilanz. Zudem werden an einzelnen Standorten moderne Bürogebäude zur Kapazitätserweiterung, Konsolidierung von Flächen und Verbesserung des Arbeitskomforts errichtet. Mehrere Photovoltaikanlagen auf Neubauten oder Bestandsbauten sind errichtet. Zunehmend mehr kleine und mittelgroße Unternehmen stehen mangels Altersnachfolge zum Verkauf. Hieraus ergeben sich Chancen für Bickhardt Bau durch Unternehmenszukäufe nicht nur den Personalbestand zu erhöhen, sondern auch strategische Leistungsspektren zu stärken. Zu derartigen Chancen gehört auch die Erweiterung von Kapazitäten im Bereich des Stoffstrommanagements zur Aufbereitung von Baustoffen zu Recyclingmaterial. Risikomanagementsystem und Risiken Risiko- und Chancenmanagement ist integraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse. Mit diesem Managementsystem fördert Bickhardt Bau das Risikobewusstsein auf alle Entscheidungsebenen und bei allen Mitarbeitern. Damit sollen Risiken möglichst vermieden, zumindest aber frühzeitig erkannt werden, um daraus resultierende Gefahren für das Unternehmen abzuwenden. Durch die proaktive Behandlung aller Risiken erschließen sich Möglichkeiten zur Wahrnehmung von Chancen. Aufträge mit großem Volumen oder mit besonderen Risiken werden nur angeboten, wenn der Vorstand dies im Einzelfall ausdrücklich genehmigt. Über Finanzierungen, Inanspruchnahme von Kreditlinien und Bürgschaften sowie der Gewährung von Sicherheiten aller Art entscheidet der Vorstand nach Maßgabe der Geschäftsordnungen. Das monatliche Reporting und die Quartalsberichterstattung erfolgen nach Vorgaben des Konzerns und beinhalten die aktuelle wirtschaftliche Lage insgesamt und mit Bezug auf die einzelnen wesentlichen Baumaßnahmen. Hierbei werden IST-Analysen erstellt und mit Planungsdaten abgeglichen. Gegenmaßnahmen werden unmittelbar bei Erkenntnisgewinn eingeleitet, um etwaige negative Auswirkungen frühzeitig zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Der Vorstand der Bickhardt Bau SE hat ein wirksames Compliance Management implementiert. Neben einer gesondert eingerichteten Stabstelle zum Vorstand sind ein Code of Conduct an die Belegschaft kommuniziert und Schulungen durchgeführt worden. Darüber hinaus ist ein Hinweisgebersystem eingeführt und aktiv. Dieses wurde im Jahr 2023 um die Anforderungen zur Implementierung des Lieferkettensorgfaltsgesetzes erweitert. Projektrisiken - Risiken aus unserem operativen Geschäft begegnen wir mit einem ganzheitlichen, klar strukturierten Projektcontrolling, auf das alle Entscheidungsträger bis hin zum Vorstand Zugriff haben. Prozessrisiken - Das Ziel, gerichtliche Auseinandersetzungen nach Möglichkeit zu vermeiden, lässt sich nicht immer erreichen. Für mögliche Gerichts- und Schiedsgerichtsverfahren, deren Ausgang sich naturgemäß nicht mit Sicherheit vorhersagen lässt, sind ausreichend bilanzielle Vorsorgen getroffen. Zudem werden derartige Rechtsstreitigkeiten durch kompetente eigene Mitarbeiter oder externe Kanzleien begleitet. Finanzrisiken - Mit etablierten und bewährten Kontroll- und Steuerungsinstrumenten werden die Finanzrisiken überwacht. Durch tägliche Erfassung der Zahlungsströme und daraus resultierenden Entscheidungen werden etwaige aufkommende kurzfristige Liquiditätsengpässe ausgeschlossen. Die Liquiditätsrisiken werden mittels einer Cashflow-Planung überwacht und gesteuert. Existierende Bankguthaben, der hohe Bestand an kurzfristigen Kreditlinien sowie mittel- und langfristige Finanzierungen gewährleisten die Vorfinanzierung von Bauaufträgen sowie die laufenden Investitionen in Sachanlagen. Sicherungsgeschäfte - Zinsswaps werden ausschließlich in Verbindung mit einem Grundgeschäft zur Sicherung von Zinsschwankungen bei Bankkrediten eingesetzt. Mit Hilfe von Zinsswaps wird das Zinsänderungsrisiko, das aus Änderungen von Marktzinssätzen für variabel verzinsliche Geldaufnahmen resultiert, begrenzt. Mit Hilfe von Commodity Swaps wird das Risiko steigender Bezugspreise für Dieselkraftstoffe begrenzt. Personalrisiken - Durch aktive Personalpolitik begrenzen wir die Personalrisiken, die sich aus Nachwuchsmangel, Fluktuation, Fachkräftemangel, rückläufiger Bereitschaft zur Auswärtstätigkeit und fehlender oder geringer Qualifikation ergeben können. Unsere Personalentwicklung sorgt dafür, dass wir hoch qualifizierte Mitarbeiter gewinnen und soweit möglich, durch Angebote zur Weiterbildung langfristig an das Unternehmen binden. Führungskräfte werden durch ein internes Fortbildungsprogramm entwickelt. Zudem wurde die Anzahl der internen Trainer für Baumaschinen erhöht. IT-Risiken - Um unberechtigte Zugriffe und Datenverluste zu verhindern und die ständige Verfügbarkeit unserer Systeme zu gewährleisten, schützen wir unsere IT-Infrastruktur durch zahlreiche technische und organisatorische Maßnahmen. Vor unberechtigten Zugriffen schützt sich das Unternehmen entlang des Zwiebelmodell mit Maßnahmen wie beispielsweise 2-Faktor-Erkennung und Virenschutzsystemen. Benutzerrechte und Zugriffe werden durch eine zentrale Administration verwaltet. Archivdaten liegen revisionssicher auf gespiegelten mehrfach redundanten Speichereinheiten, wobei sich eine Einheit in einem Backup Rechenzentrum befindet. Die implementierte IT-Infrastruktur steht im Einklang mit den Richtlinien der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Alle Mitarbeiter werden dokumentiert im Rahmen der jährlichen Unterweisung auch zur IT-Sicherheit geschult. Digitalisierung - Eine Reihe umgesetzter Digitalisierungsprojekte in den vergangenen Jahren haben das Risiko von Störungen durch den Verlust von Papierdokumenten in der Verwaltung oder auf der Baustelle auf ein Minimum reduziert und zugleich die Flexibilität und Dynamik in der täglichen Arbeit erhöht. Die Datensicherheit wird über die zuvor beschriebenen Maßnahmen sichergestellt. Nach sorgfältiger Prüfung wurden für das Geschäftsjahr 2023 keine Einzelrisiken festgestellt, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. 4. Zweigniederlassungsbericht Die Bickhardt Bau SE hat neben ihrem Hauptsitz in Kirchheim noch zehn Niederlassungen in Fulda, Meerane, Sangerhausen, Hanau, Neustadt, Mainz, Nürnberg, Paderborn, Kassel und Koblenz. 5. Erklärung zur Unternehmensführung (Angaben zur Frauenquote) Die Chancengleichheit von Frauen und Männern wird durch die Förderung von Frauen in Führungspositionen in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat im Bickhardt Bau Konzern aktiv unterstützt. Für die Bickhardt Bau SE gilt unabhängig vom Geschlecht uneingeschränkt das Prinzip "gleicher Lohn für gleiche oder gleichwertige Arbeit". Alle Geschlechter haben die gleichen Chancen und Möglichkeiten, ihren beruflichen Werdegang bei der Bickhardt Bau SE zu gestalten. Entsprechend der Vorgaben des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen beträgt in unserer Unternehmung der Anteil von Frauen im Aufsichtsrat zwei Aufsichtsratsmitglieder, dies entspricht einer Frauenquote von 33,33 %. Im Vorstand ist für den ersten Zeitraum der festgelegten Zielgröße von 0,00 % entsprochen worden. In der zweiten Führungsebene wird eine Frau beschäftigt. Die Bickhardt Bau SE ist ein tarifgebundenes Unternehmen. Sie unterliegt dem Rahmentarifvertrag des Baugewerbes. Das bedeutet, dass der überwiegende Teil der von der Bickhardt Bau SE beschäftigten Mitarbeiter nach den jeweiligen Tarifstrukturen eingruppiert und bezahlt wird. Im außertariflichen Bereich befinden sich vorwiegend Führungskräfte sowie einzelne Experten und Spezialisten unterschiedlicher Bereiche und Funktionen.
Kirchheim, 26. April 2024 Bickhardt Bau SE Der Vorstand Dipl.-Betriebswirt Frank Finster, Vorstandsvorsitzender Dipl.-Ing. Marco Auth, Vorstandsmitglied Dipl.-Ing. Michael Auer,Vorstandsmitglied B.A. Betriebswirt Ralf Staaf, Vorstandsmitglied V. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Bickhardt Bau SE Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Bickhardt Bau SE - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bickhardt Bau SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fulda, 26. April 2024 Herber
Niewelt Witzel GmbH
Michael Herber, Wirtschaftsprüfer Markus Niewelt, Wirtschaftsprüfer I. KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
II. Konzern Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
III. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben 2. Konzernaufbau und Umfang der Konsolidierung 2.1. Konzernrechnungslegung 2.2. Konsolidierungskreis 2.3. Konsolidierungsgrundsätze 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 4. Erläuterungen zur Konzernbilanz 4.1. Konzernanlagenspiegel zum 31.12.2023 4.2. Konzernverbindlichkeitenspiegel 5. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung 6. Sonstige Angaben 1. Allgemeine Angaben Die Bickhardt Bau SE, als Mutterunternehmen des Bickhardt Bau Konzerns, hat ihren Sitz in Kirchheim und wird im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Hersfeld unter der Handelsregisternummer HRB 3244 geführt. 2. Konzernaufbau und Umfang der Konsolidierung 2.1. Konzernrechnungslegung Die Bickhardt Bau SE ist verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen und zu veröffentlichen (§ 290 HGB). Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde in Übereinstimmung mit dem Handelsgesetzbuch (HGB) aufgestellt. Die Befreiungsvorschriften des Handelsgesetzbuches greifen nicht, da die Größenmerkmale für Konzernrechnungslegungspflichten überschritten (§ 293 HGB) sind. Die Bickhardt Bau SE ist eine große Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3 HGB) 2.2. Konsolidierungskreis Nach § 294 Abs. 1 HGB besteht grundsätzlich eine Pflicht zur Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss, sofern nicht ein Einbeziehungswahlrecht unter den in § 296 HGB genannten Voraussetzungen besteht. Gemäß § 296 Abs. 2 HGB wurde auf die Einbeziehung von im Mehrheitsbesitz der Bickhardt Bau SE stehenden Gesellschaften verzichtet, deren Vermögensgegenstände, Aufwendungen und Erträge für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns - auch insgesamt - nur von untergeordneter Bedeutung ist. In den Konzernabschluss wurden neben der Bickhardt Bau SE sechsunddreißig (Vorjahr: fünfunddreißig) inländische Unternehmen und ein ausländisches Unternehmen einbezogen. Der Jahresabschluss der Bickhardt Bau Polska Sp.zo.o. ist geprüft. Die Umrechnung des Jahresabschlusses für das polnische Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2023 erfolgte gemäß § 308 a HGB. Der Umrechnungskurs der Aufwendungen und Erträge für das polnische Tochterunternehmen für das Jahr 2023 beträgt EUR 0,23020 für jeweils 1 Zloty. Daneben wurden sieben assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode konsolidiert. Einbezogene Unternehmen
*) mittelbare Tochterbeteiligung
Assoziierte Unternehmen
*) mittelbare Tochterbeteiligung
Nicht einbezogene Unternehmen
a) Personengesellschaften
Das Ergebnis der Personengesellschaften wird bei den im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen erfasst.
Auf die Einbeziehung dieser Kapitalgesellschaften in den Konzernabschluss wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB verzichtet. 2.3. Konsolidierungsgrundsätze a) Konzernbilanz Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen vollkonsolidierten Unternehmen ist der 31. Dezember 2023. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt oder zum Stichtag des erstmaligen Einbezugs unter Fortschreibung der Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung. Ab dem Geschäftsjahr 2010 wird die Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt angewendet. Bei der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen mit Verbindlichkeiten gegeneinander aufgerechnet. Bei den Unternehmen, bei denen der Bickhardt Bau SE unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zustehen, wurde grundsätzlich eine Vollkonsolidierung vorgenommen. Jedoch wurde gemäß § 296 HGB in Bezug auf die GOFA Golfplatz GmbH auf die Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss verzichtet. b) Konzerngewinn- und Verlustrechnung Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Aufwendungen und Erträge zwischen konsolidierten Unternehmen wurden aufgerechnet. Zwischenergebnisse wurden gem. § 304 Abs. 2 HGB eliminiert. Weitere Posten sind im Anhang erläutert. Die Aufstellung der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfolgte gem. § 300 HGB grundsätzlich in Form der vollkonsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung. c) Ableitung des Konzernergebnisses Der Konzerngewinn entspricht dem Bilanzgewinn der Bickhardt Bau SE. Die Bilanzergebnisse der einbezogenen Unternehmen wurden in Rücklagen eingestellt. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die im Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der inländischen verbundenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Bickhardt Bau SE aufgestellt. Dabei wird bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen vom Grundsatz der Unternehmensfortführung nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den gesetzlichen Vorschriften, wobei das strenge Niederstwertprinzip des Handelsrechts im Rahmen der Bewertung des Vorratsvermögens beachtet wird. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Sie werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Der bilanzierte Geschäftswert, der aus dem Einzelabschluss eines Tochterunternehmens stammt, wird über eine betriebliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Diese entspricht dem Zeitraum über den aufgrund des abbaubaren Vorkommens der Steinbrüche Erträge erzielt werden können. Für die im Eigentum der Konzernunternehmen befindlichen Abbaugrundstücke erfolgt auf Basis des Verhältnisses der abgebauten Menge zur Gesamtmenge eine Substanzabschreibung. Dabei wird das Gewinnungsrecht linear und das Bergwerkseigentum nach Maßgabe des Substanzverzehrs abgeschrieben. Das übrige Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Anwendung der degressiven Abschreibung bezieht sich nur auf Zugänge im Anlagevermögen, die bis zum 31. Dezember 2009 erfolgt sind. Für alle Zugänge des Anlagevermögens ab dem 1. Januar 2010 wird grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Alle geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. In den Herstellungskosten von selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zuordenbaren Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Beteiligungen an nicht assoziierten Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert und Ausleihungen mit dem Nennwert angesetzt. Im Konzernabschluss sind die Anteile an assoziierten Unternehmen, die bis zum 31. Dezember 2009 zugegangen sind, nach der Buchwertmethode gemäß § 312 Abs. 1 Nr. 1 HGB bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen am Abschlussstichtag angesetzt. Die Bewertung erfolgt unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Als niedrigerer Marktpreis wurden die Wiederbeschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten der Vorräte wurden nach dem Durchschnittsverfahren ermittelt. Unfertige Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend dem steuerlichen Mindestumfang berücksichtigt werden. Bei sämtlichen unfertigen Leistungen werden Fremdkapitalzinsen nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Bei allen Einzelkalkulationen wird verlustfrei bewertet, d. h. es wird ein Niederstwerttest vorgenommen, indem die bisher abgerechneten Werte auf Grund von Abschlagsrechnungen zu Vertragspreisen mit den Herstellungskosten laut der aktuellen Betriebsrechnung verglichen wird. Ist der Wert der Abschlagsrechnungen zu Vertragspreisen niedriger als die Herstellungskosten, wird dieser niedrigere Wert aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten, anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten und den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Wahlrechte zum Ansatz weiterer Kosten wurden nicht ausgeführt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Darüber hinaus wurde zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos eine pauschale Abwertung vorgenommen. Unverzinsliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr betragen zum Bilanzstichtag TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 15). Rechnungsabgrenzungsposten werden aktiviert und über die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge linear aufgelöst. Die Ermittlung der latenten Steuern wird anhand des bilanzorientierten Konzepts vorgenommen. Danach werden auf sämtliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern abgegrenzt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren. Passive latente Steuern aus temporären Differenzen aus der Umgliederung des Sonderpostens mit Rücklageanteil wurden mit aktiven latenten Steuern aus unterschiedlicher Abzinsung von langfristigen Rückstellungen und der Berücksichtigung zukünftiger Kosten- und Preisänderungen verrechnet. Insgesamt hat sich ein passiver Saldo ergeben. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurden unternehmensindividuelle Steuersätze herangezogen. Es wurde für den Bickhardt Bau Konzern ein individueller Steuersatz für Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von 28,1 % (Vorjahr: 28,1 %) zugrunde gelegt unter Berücksichtigung eines landestypischen Steuersatzes in Höhe von 19,0 % für das polnische Tochterunternehmen. Für ungewisse Verbindlichkeiten werden Rückstellungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins aus den vergangenen sieben Jahren abgezinst. Bei der Bewertung der Rückstellungen wurden Preis- und Kostenänderungen, für die objektive Hinweise vorliegen, berücksichtigt. Die Rückstellung für die Langzeitkonten ist mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag zu bewerten. Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurden die Aktivwerte von der Zeitkontenrückdeckungsversicherung (Planvermögen) mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 280 mit dem Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Langzeitkonten in Höhe von TEUR 280 saldiert. Die Rückdeckungsversicherung ist an den Berechtigten verpfändet. Da die Erträge aus dem Langzeitkonto dem Berechtigten zustehen und bereits Arbeitgeberanteile in die Versicherung eingezahlt werden, entspricht der Erfüllungsbetrag der Rückstellung dem Aktivwert von der Zeitkontenrückdeckungsversicherung. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Abschlagszahlungen für nicht abgerechnete unfertige Baumaßnahmen werden auf Grund von Abschlagsrechnungen zu Vertragspreisen bezahlt und werden in der Regel auf der Aktivseite von den Vorräten abgesetzt. Da die Bewertung der Vorräte nicht zu Vertragspreisen sondern zu Herstellungskosten erfolgt, ist die erhaltene Abschlagszahlung, die zu Vertragspreisen erfolgt, teilweise höher als der Wertansatz der unfertigen Bauleistungen, so dass der Ausweis dieser über den Herstellungskosten liegenden Abschlagszahlungen auf der Passivseite erfolgen muss. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie liquide Mittel in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.244 (Vorjahr TEUR 430) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 3.980 (Vorjahr TEUR 5.921) enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 403 (Vorjahr TEUR 27) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr TEUR 79) enthalten. 4. Erläuterungen zur Konzernbilanz 4.1. Konzernanlagenspiegel 4.1. Konzernanlagenspiegel zum 31.12.2023in TEUR
4.2. Konzernverbindlichkeitenspiegel
*) Die in Klammern aufgeführten
Beträge betreffen die Zahlen aus dem Vorjahr.
Besicherung der Verbindlichkeiten Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit Grundschulden in Höhe von TEUR 608 (Vorjahr: TEUR 822) sowie Sicherungsübereignung diverser Maschinen und Geräte in Höhe der jeweiligen für diese Maschinen und Geräte bestehenden Restdarlehen besichert. Es bestehen Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 und § 268 Abs. 7 HGB aus sonstigen Bürgschaften in Höhe von TEUR 3.575 (Vorjahr: TEUR 3.543). Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit aus den Haftungsverhältnissen schätzen wir als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können nach unserer Einschätzung in allen Fällen erfüllt werden; mit einer Inanspruchnahme ist daher nicht zu rechnen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Leasingverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 553 (Vorjahr: TEUR 1.466). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für folgende Verpflichtungen und ungewisse Verbindlichkeiten:
5. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach folgenden Tätigkeitsbereichen auf:
Sonstige betriebliche Erträge/Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen/sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 25) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 109 (Vorjahr: TEUR 35) enthalten. Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen insbesondere die Leistungen von Subunternehmern sowie Planungsleistungen, Gerätemieten und Fremdreparaturen. Personalaufwand Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2023 im Bickhardt Bau Konzern ist beeinflusst durch tarifliche Lohnsteigerungen. Zinserträge / Zinsaufwendungen Die Zinserträge enthalten TEUR 433 (Vorjahr: TEUR 119) aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen. Die Zinsaufwendungen enthalten TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 7) aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen. Beteiligungserträge Die Beteiligungserträge enthalten auf den Konzern entfallende Erträge in Höhe von TEUR 6.081 (Vorjahr: TEUR 5.181) aus positiven Ergebnisanteilen der assoziierten Unternehmen. Latente Steuern
Überleitung von dem auf Basis des handelsbilanziellen Ergebnisses erwarteten Steueraufwand/-ertrag und dem in der Konzern-GuV- Rechnung ausgewiesenen Steueraufwand/-ertrag
6. Sonstige Angaben Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)
Mitglieder des Aufsichtsrates
Angaben zu den Organen Dem Aufsichtsrat wurden Vergütungen in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,1 Mio.) gewährt. Vorschüsse oder Kredite an Vorstandsmitglieder oder Aufsichtsratsmitglieder sowie Haftungsverhältnisse zu Gunsten dieser Personen bestehen nicht. Pensionszahlungen an die Organe der Bickhardt Bau SE sowie der Tochtergesellschaften liegen nicht vor. Es bestehen auch keine diesbezüglichen Zusagen. Derivative Finanzinstrumente Zinsswaps werden ausschließlich in Verbindung mit einem Grundgeschäft zur Sicherung von Zinsschwankungen bei Bankkrediten eingesetzt. Mit Hilfe von Zinsswaps wird das Zinsänderungsrisiko, das aus Änderungen von Marktzinssätzen für variabel verzinsliche Geldaufnahmen resultiert, begrenzt. Am Bilanzstichtag bestanden Zinsswaps mit einem Nominalwert von EUR 2,4 Mio. (Vorjahr EUR 5,2 Mio.). Mit Hilfe von Commodity Swaps wird das Risiko steigender Bezugspreise für Dieselkraftstoffe begrenzt. Am Bilanzstichtag bestanden Commodity Swaps mit einem Nominalwert von EUR 3,5 Mio. (Vorjahr EUR 1,5 Mio.). Die Commodity Swaps enden in einem Zeitraum bis 31. Dezember 2025. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit den Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten erfolgte nach der Einfrierungsmethode. Die Effektivität der Mikro-Hedges ist gegeben, da Grund und Sicherungsgeschäft hinsichtlich der wesentlichen Bedingungen (Referenzzinssatz und Laufzeit) übereinstimmen. Honorare des Abschlussprüfers
Ergebnisverwendung und Ergebnisverwendungsvorschlag Ergebnisverwendung
Ergebnisverwendungsvorschlag
Entsprechend § 20 der Satzung gilt der Jahresabschluss als festgestellt, sobald der Aufsichtsrat diesen nach Prüfung billigt. Angaben nach dem Aktienrecht Eigenkapital Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 EUR 10.300.000,00 Zu den ausgegebenen Aktien werden folgende zusätzliche Erläuterungen gegeben (gemäß § 152 Abs. 1 Satz 2 AktG):
Die Aktien sind auf den Namen der Aktionäre ausgestellt und werden in einem elektronischen Aktienverzeichnis geführt. Zum Abschlussstichtag hält die Gesellschaft 21 eigene Aktien (Vorjahr 221). Dies entspricht 0,01 Prozent des gezeichneten Kapitals.
Die Vermögensverwaltung Frielendorf, Nachf. Schmidt GmbH & Co. KG halten zum 31. Dezember 2023 25,10 % der Anteile an der Bickhardt Bau SE. Angaben zur Kapitalrücklage gemäß § 152 Abs. 2 AktG Kapitalrücklage
Angaben zu den Gewinnrücklagen gemäß § 152 Abs. 3 AktG 1. Gesetzliche Rücklage
Die Pflichtrücklagen gemäß § 150 Abs. 2 AktG sind satzungsgemäß auf 30 % des Grundkapitals festgesetzt. 2. Andere Gewinnrücklagen
Konzernabschluss 2022 Der Aufsichtsrat hat durch Beschluss vom 11. Mai 2023 den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 in der von der HNW Herber Niewelt Witzel GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft testierten Fassung zustimmend zur Kenntnis genommen.
Kirchheim, 30. April 2024 Bickhardt Bau SE Der Vorstand Dipl.-Betriebswirt Frank Finster, Vorstandsvorsitzender Dipl.-Ing. Marco Auth, Vorstandsmitglied Dipl.-Ing. Michael Auer, Vorstandsmitglied B.A. Ralf Staaf, Vorstandsmitglied IV. Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023
V. Konzerneigenkapitalspiegel zum 31.12.2023
* oder abweichend, falls das Geschäftsjahr
nicht gleich Kalenderjahr ist
VI. Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023Der Bickhardt Bau Konzern hat durch die solide Unternehmenspolitik auch im Geschäftsjahr 2023 seine erfolgreiche Entwicklung fortgesetzt und die gute Marktposition gefestigt. Der Unternehmenserfolg bestätigt den von dem Bickhardt Bau Konzern eingeschlagenen Weg einer kontrollierten und ergebnisorientierten Geschäftsentwicklung. 1. Grundlagen des Konzerns Der Bickhardt Bau Konzern umfasst eine Gruppe von sechsunddreißig inländischen Unternehmen und einem ausländischen Unternehmen, die unter der Führung der Bickhardt Bau SE stehen. Der Bickhardt Bau Konzern unterteilt sich in die Unternehmensbereiche Bau, Rohstoffe und Service und Dienstleistungen. 2. Wirtschaftsbericht Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Um 0,3 Prozent ist das Bruttoinlandsprodukt gemäß dem IfW, Kiel im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Maßgeblich geprägt haben diese Entwicklung die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die Flaute im Wohnungsbau sowie geringere Umsätze im Handel. Die Ursachen sind allgemein bekannt. Hohe Inflation, wahrnehmbar in gestiegenen Energie- und Lebensmittelkosten, sowie rasant gestiegene und auf hohem Niveau liegende Zinsen beeinflussten Investitions- und Kaufentscheidungen in Deutschland negativ. Zudem hemmten die Vielzahl an aktiven und brodelnden politischen Konflikten sowie militärischen Auseinandersetzungen die Erholung der nationalen und weltweiten Wirtschaftsleistung. Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr real um 4,4 Prozent. Die reale Umsatzleistung sank um 3,2 Prozent. Die Auftragsreichweite verharrt auf einem niedrigen Niveau und beträgt nur noch 3,6 Monate per Ende Februar 2024. Unverändert heterogen war die Entwicklung in den einzelnen Sparten des Bauhauptgewerbes. Gravierend ist der inzwischen mehrjährige Rückgang im Wohnungsbau. Der reale Umsatzrückgang im Jahr 2023 beziffert sich auf 11 Prozent, während der reale Auftragseingangsrückgang bei knapp 20 Prozent liegt. Der Wirtschaftsbau, getragen von hohen Investitionen durch die Deutsche Bahn, reduzierte sich nur um 0,9 Prozent. Trotz flächendeckender, bundesweiter Investitionsbedarfe, registrierte der Öffentliche Bau einen realen Umsatzrückgang von 1,6 Prozent. Auf die Beschäftigung in der Baubranche hat der erneut spürbare Rückgang des Bauvolumens noch keine Auswirkung gezeigt. Die Anzahl der in der Branche beschäftigten Personen liegt unverändert bei ca. 927.000, wobei deutlich mehr als 20 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus dem europäischen Ausland stammen. Geschäftsverlauf und Lage Umsatz Die Konzernbauleistung erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr von EUR 489,3 Mio. um 4,4 Prozent auf EUR 510,8 Mio. Die Steigerung betraf hauptsächlich den Unternehmensbereich Bau. Die in Arbeitsgemeinschaften erbrachte Bauleistung lag im Geschäftsjahr 2023 mit EUR 98,2 Mio. über dem Vorjahreswert von EUR 71,1 Mio. Auftragseingang und Auftragsbestand Der Auftragseingang des Geschäftsjahres 2023 lag mit EUR 575,4 Mio. über dem Niveau des Auftragseingangs des Vorjahres von EUR 511,0 Mio. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 551,2 Mio. (Vorjahr EUR 486,1 Mio.) sichert dem Bickhardt Bau Konzern eine gute Auslastung von Personal und Geräten für das Geschäftsjahr 2024. Ertragslage Das EBITDA lag mit EUR + 55,6 Mio. unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 (Vorjahr EUR + 60,6 Mio.). Unter Berücksichtigung von EUR 23,5 Mio. Abschreibungen ergab sich ein EBIT von EUR + 32,1 Mio. für 2023, dass unter dem Vorjahr (EUR + 39,7 Mio.) lag. Der Bickhardt Bau Konzern hat in dem Marktumfeld des Verkehrswegebaus seine Ertragskraft in 2023 behaupten können. Der Jahresüberschuss (nach Steuern) des Bickhardt Bau Konzerns lag mit EUR + 23,8 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres von EUR + 29,3 Mio. Die GuV-Gesamtleistung verringerte sich um EUR 4,0 Mio. beziehungsweise 1,0 Prozent auf EUR 441,8 Mio. (Vorjahr EUR 445,8 Mio.). Nicht enthalten sind die anteilig in Arbeitsgemeinschaften erbrachten Leistungen. Der Anteil der Aufwendungen für Material- und Subunternehmerleistungen sowie für eigenes Personal bezogen auf die GuV-Gesamtleistung lag mit 85,0 Prozent über dem Vorjahresniveau (Vorjahr 81,8 Prozent). Finanzlage Investitionen Im Berichtsjahr wurden von dem Bickhardt Bau Konzern EUR 46,2 Mio. (Vorjahr EUR 29,7 Mio.) in Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert. Die Investitionen dienten der Kapazitätserhaltung, Kapazitätserweiterung einzelner Leistungsportfolien und Rationalisierung des Maschinenparks im Bickhardt Bau Konzern auf qualitativ hochwertigem Niveau. Zudem wurde in moderne Büroräumlichkeiten investiert. Diese Investitionspolitik hat sich bewährt. Spitzenbelastungen im Geräteeinsatz wurden weiterhin konsequent durch den Einsatz von Mietgeräten und Subunternehmerleistungen abgedeckt. Personal Der Bickhardt Bau Konzern verfügt über gut ausgebildete, fachlich geschulte Mitarbeiter, die sich mit den strategischen Zielen des Bickhardt Bau Konzerns identifizieren. Im Baugeschäft ist die Qualität der Mitarbeiter ein entscheidender Erfolgsfaktor, um die Zufriedenheit unserer Kunden zu gewährleisten. Erfolg und Bestand des Bickhardt Bau Konzerns werden dauerhaft dadurch getragen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unternehmerische Verantwortung übernehmen und ein zielorientierter Dialog zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern stattfindet. Im Jahresdurchschnitt des Geschäftsjahres 2023 wurden im Bickhardt Bau Konzern 2.035 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 1.961 Mitarbeiter). Aus- und Weiterbildung ist eine wesentliche Investition in die Entwicklung der Belegschaft der Bickhardt Bau Gruppe. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 201 junge Menschen im Bickhardt Bau Konzern ausgebildet. Die Ausbildungsquote beträgt 9,9 Prozent. Liquidität Zur Deckung des Bedarfs an Vorfinanzierungen hat der Bickhardt Bau Konzern verschiedene voneinander unabhängige kurzfristige Kreditlinien mit mehreren Finanzinstituten vereinbart. Die Finanzierung der laufenden Geschäfte sowie die Durchführung der geplanten Investitionen waren zu jederzeit sichergestellt. Zur Abdeckung der Bürgschaftsverpflichtungen durch Ausführungs- und Gewährleistungsbürgschaften gegenüber Auftraggebern standen den Unternehmen des Bickhardt Bau Konzerns dem Bedarf entsprechende AVAL-Linien zur Verfügung. Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2023 wurde das Eigenkapital des Bickhardt Bau Konzerns durch die Zuführung zu den Gewinnrücklagen weiter gestärkt und erreicht einen Stand von EUR 174,1 Mio. nach EUR 154,4 Mio. zum Jahresende 2022. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 44,5 Prozent (Vorjahr 42,7 Prozent). Sie ist im Rahmen des Branchenvergleichs Baugewerbe als sehr gut einzustufen. Der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit verringerte sich in 2023 von EUR 49,9 Mio. um EUR 2,9 Mio. auf EUR 47,0 Mio. Die Anlagenintensität beträgt 41,4 Prozent für das Geschäftsjahr 2023 (Vorjahr 38,1 Prozent). 3. Nachtragsbericht Der Bickhardt Bau Konzern entwickelt sich im laufenden Geschäftsjahr nach Plan. Nach Buchungsschluss und Erstellung der Bilanz sind keine Vorgänge eingetreten, die die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Bickhardt Bau Konzerns maßgeblich beeinflusst haben. 4. Prognose,- Chancen- und Risikobericht Ernüchtert blicken führende Wirtschaftsinstitute auf das Jahr 2024 und gehen bei der Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes von einer Stagnation aus. Erst im Jahr 2025 soll die Wirtschaftsleistung in Deutschland wieder um mehr als 1 Prozent wachsen. Aufgrund der u.a. durch Tarifabschlüsse gestiegenen Realeinkommen sowie der eingetretenen Normalisierung der Inflationsrate wird erwartet, dass der private Konsum wieder auf Normalniveau zurückkehrt. Das ohnehin schwächelnde Verarbeitende Gewerbe soll im ersten Halbjahr weiter rückläufig sein, ehe ein Wachstum durch Exporte am sich erholenden Weltmarkt eintritt. Auch Rüstungsunternehmen erwarten einen Rückgang der Geschäftstätigkeiten. Erneut sinken soll die Wirtschaftsleistung im Bauhauptgewerbe. Über alle Branchen der Bauindustrie wird ein realer Umsatzrückgang von 3,5 Prozent erwartet. Für den Wohnungsbau wird mit einem Umsatzrückgang von 12 Prozent gerechnet. Nachdem beim Bau von Wohnungen im Jahr 2023 ca. 270.000 Wohnungen fertiggestellt wurden, sollen es im Jahr 2024 nur noch ca. 200.000 Wohnungen sein. Beim Wirtschaftsbau wird eine Steigerung des Umsatzes von ca. 2 Prozent prognostiziert. Treiber ist die Sparte Wirtschaftstiefbau, getragen von erheblichen Investitionen der Deutsche Bahn sowie der Stromversorger für die Realisierung großer Stromtrassen. Deutlich rückläufig soll das Baugeschehen im Bereich der Logistikzentren sein. Auch für den Öffentlichen Bau wird mit einer Steigerung des Umsatzes gerechnet. Trotz einer steigenden Kreditaufnahme der öffentlichen Auftraggeber am Kapitalmarkt sowie der zunehmenden Verarmung einzelner Kommunen soll der Anstieg der Umsatzleistung bei 1 Prozent liegen. Im Arbeitsmarkt sind erste Anzeichen einer nachlassenden Nachfrage zu erkennen. Wenngleich das Bestreben der Unternehmen, qualifiziertes Personal vor dem Hintergrund des anstehenden Renteneintritts der Baby-Boomer-Generation zu sichern, ungebrochen ist, so gilt es als sicher, dass das Beschäftigungsniveau in den nächsten Jahren am Zenit angekommen sein wird. Eine vollständige Kompensation der altersbedingt wegfallenden Arbeitskräfte durch Zuwanderung gilt als nahezu ausgeschlossen. Das Bauhauptgewerbe rechnet, geprägt durch den Wohnungsbau, im Jahr 2024 mit einer um ca. 10.000 Personen schrumpfenden Beschäftigung. Als Komplettanbieter im Infrastrukturbau und nahezu ausschließlicher Bautätigkeit in den zumindest kurz- bis mittelfristig mit Wachstumsprognosen versehenen Sparten Wirtschaftstiefbau und Öffentlicher Bau genießt die Einwerbung von gewerblichem Personal für Bickhardt Bau unverändert oberste Priorität. Ziele hierbei sind die Stärkung der regionalen Präsenz, der Ausbau der heimatnahen Beschäftigung und die Kompensation der demografischen Entwicklung. Derzeit laufen die Verhandlungen zum Abschluss eines neuen Tarifvertrages zwischen den Tarifparteien. Bickhardt Bau hofft auf einen Abschluss ohne vorherige Streiks, der einerseits die Attraktivität der Bauberufe steigert, zugleich aber die für 2024 budgetierten Tariflohnsteigerungen nicht maßgeblich übersteigt. Auf Basis dieser Prognosen, speziell für den Wirtschaftstiefbau und den Öffentlichen Bau, gehen wir für den Prognosezeitraum von drei Jahren grundsätzlich von einer erfolgreichen Entwicklung der Gesellschaft aus. EUR 444,6 Mio. Bauleistung aus eigenen Baustellen und Arbeitsgemeinschaften sollen auf Basis einer normalen Auslastung und normalen Witterungsverhältnissen erwirtschaftet werden und ein Jahresergebnis in Höhe von EUR 13,8 Mio. erwarten lassen. Investitionen in Sachanlagen erfolgen auf unverändert hohem Niveau mit dem Ziel der Realisierung von Rationalisierungseffekten durch den Einsatz technologisch modernster Maschinen und Geräte sowie zur Optimierung der CO 2 -Bilanz. Zudem werden an einzelnen Standorten moderne Bürogebäude zur Kapazitätserweiterung, Konsolidierung von Flächen und Verbesserung des Arbeitskomforts errichtet. Mehrere Photovoltaikanlagen auf Neubauten oder Bestandsbauten sind errichtet. Zunehmend mehr kleine und mittelgroße Unternehmen stehen mangels Altersnachfolge zum Verkauf. Hieraus ergeben sich Chancen für Bickhardt Bau durch Unternehmenszukäufe nicht nur den Personalbestand zu erhöhen, sondern auch strategische Leistungsspektren zu stärken. Zu derartigen Chancen gehört auch die Erweiterung von Kapazitäten im Bereich des Stoffstrommanagements zur Aufbereitung von Baustoffen zu Recyclingmaterial. 5. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechungslegungsprozess Risiko- und Chancenmanagement ist integraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse. Mit diesem Managementsystem fördert Bickhardt Bau das Risikobewusstsein auf alle Entscheidungsebenen und bei allen Mitarbeitern. Damit sollen Risiken möglichst vermieden, zumindest aber frühzeitig erkannt werden, um daraus resultierende Gefahren für das Unternehmen abzuwenden. Durch die proaktive Behandlung aller Risiken erschließen sich Möglichkeiten zur Wahrnehmung von Chancen. Aufträge mit großem Volumen oder mit besonderen Risiken werden nur angeboten, wenn der Vorstand dies im Einzelfall ausdrücklich genehmigt. Über Finanzierungen, Inanspruchnahme von Kreditlinien und Bürgschaften sowie der Gewährung von Sicherheiten aller Art entscheidet der Vorstand nach Maßgabe der Geschäftsordnungen. Das monatliche Reporting und die Quartalsberichterstattung erfolgen nach Vorgaben des Konzerns und beinhalten die aktuelle wirtschaftliche Lage insgesamt und mit Bezug auf die einzelnen wesentlichen Baumaßnahmen. Hierbei werden IST-Analysen erstellt und mit Planungsdaten abgeglichen. Gegenmaßnahmen werden unmittelbar bei Erkenntnisgewinn eingeleitet, um etwaige negative Auswirkungen frühzeitig zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Der Vorstand der Bickhardt Bau SE hat ein wirksames Compliance Management implementiert. Neben einer gesondert eingerichteten Stabstelle zum Vorstand sind ein Code of Conduct an die Belegschaft kommuniziert und Schulungen durchgeführt worden. Darüber hinaus ist ein Hinweisgebersystem eingeführt und aktiv. Dieses wurde im Jahr 2023 um die Anforderungen zur Implementierung des Lieferkettensorgfaltsgesetzes erweitert. Projektrisiken - Risiken aus unserem operativen Geschäft begegnen wir mit einem ganzheitlichen, klar strukturierten Projektcontrolling, auf das alle Entscheidungsträger bis hin zum Vorstand Zugriff haben. Prozessrisiken - Das Ziel, gerichtliche Auseinandersetzungen nach Möglichkeit zu vermeiden, lässt sich nicht immer erreichen. Für mögliche Gerichts- und Schiedsgerichtsverfahren, deren Ausgang sich naturgemäß nicht mit Sicherheit vorhersagen lässt, sind ausreichend bilanzielle Vorsorgen getroffen. Zudem werden derartige Rechtsstreitigkeiten durch kompetente eigene Mitarbeiter oder externe Kanzleien begleitet. Finanzrisiken - Mit etablierten und bewährten Kontroll- und Steuerungsinstrumenten werden die Finanzrisiken überwacht. Durch tägliche Erfassung der Zahlungsströme und daraus resultierenden Entscheidungen werden etwaige aufkommende kurzfristige Liquiditätsengpässe ausgeschlossen. Die Liquiditätsrisiken werden mittels einer Cashflow-Planung überwacht und gesteuert. Existierende Bankguthaben, der hohe Bestand an kurzfristigen Kreditlinien sowie mittel- und langfristige Finanzierungen gewährleisten die Vorfinanzierung von Bauaufträgen sowie die laufenden Investitionen in Sachanlagen. Sicherungsgeschäfte - Zinsswaps werden ausschließlich in Verbindung mit einem Grundgeschäft zur Sicherung von Zinsschwankungen bei Bankkrediten eingesetzt. Mit Hilfe von Zinsswaps wird das Zinsänderungsrisiko, das aus Änderungen von Marktzinssätzen für variabel verzinsliche Geldaufnahmen resultiert, begrenzt. Mit Hilfe von Commodity Swaps wird das Risiko steigender Bezugspreise für Dieselkraftstoffe begrenzt. Personalrisiken - Durch aktive Personalpolitik begrenzen wir die Personalrisiken, die sich aus Nachwuchsmangel, Fluktuation, Fachkräftemangel, rückläufiger Bereitschaft zur Auswärtstätigkeit und fehlender oder geringer Qualifikation ergeben können. Unsere Personalentwicklung sorgt dafür, dass wir hoch qualifizierte Mitarbeiter gewinnen und soweit möglich, durch Angebote zur Weiterbildung langfristig an das Unternehmen binden. Führungskräfte werden durch ein internes Fortbildungsprogramm entwickelt. Zudem wurde die Anzahl der internen Trainer für Baumaschinen erhöht. IT-Risiken - Um unberechtigte Zugriffe und Datenverluste zu verhindern und die ständige Verfügbarkeit unserer Systeme zu gewährleisten, schützen wir unsere IT-Infrastruktur durch zahlreiche technische und organisatorische Maßnahmen. Vor unberechtigten Zugriffen schützt sich das Unternehmen entlang des Zwiebelmodell mit Maßnahmen wie beispielsweise 2-Faktor-Erkennung und Virenschutzsystemen. Benutzerrechte und Zugriffe werden durch eine zentrale Administration verwaltet. Archivdaten liegen revisionssicher auf gespiegelten mehrfach redundanten Speichereinheiten, wobei sich eine Einheit in einem Backup Rechenzentrum befindet. Die implementierte IT-Infrastruktur steht im Einklang mit den Richtlinien der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Alle Mitarbeiter werden dokumentiert im Rahmen der jährlichen Unterweisung auch zur IT-Sicherheit geschult. Digitalisierung - Eine Reihe umgesetzter Digitalisierungsprojekte in den vergangenen Jahren haben das Risiko von Störungen durch den Verlust von Papierdokumenten in der Verwaltung oder auf der Baustelle auf ein Minimum reduziert und zugleich die Flexibilität und Dynamik in der täglichen Arbeit erhöht. Die Datensicherheit wird über die zuvor beschriebenen Maßnahmen sichergestellt. Nach sorgfältiger Prüfung wurden für das Geschäftsjahr 2023 keine Einzelrisiken festgestellt, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Bickhardt Bau Konzerns gefährden könnten. 6. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Der Vorstand verfolgt eine konservative Risikopolitik. Mit bewährten Kontroll- und Steuerungsinstrumenten werden die Finanzrisiken überwacht. Durch tägliche Erfassung der Zahlungsströme und daraus resultierenden Entscheidungen werden kurzfristige Liquiditätsengpässe ausgeschlossen. Die Liquiditätsrisiken werden mittels einer Cashflow-Planung überwacht und gesteuert. Kurzfristige Kreditlinien, mittelfristige und langfristige Finanzierungen sichern jederzeit den Liquiditätsbedarf des Bickhardt Bau Konzerns. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt der Bickhardt Bau Konzern über ein integriertes Debitorenmanagement und Mahnwesen.
Kirchheim, 30. April 2024 Bickhardt Bau SE Der Vorstand Dipl.-Betriebswirt Frank Finster, Vorstandsvorsitzender Dipl.-Ing. Marco Auth, Vorstandsmitglied Dipl.-Ing. Michael Auer, Vorstandsmitglied B.A. Betriebswirt Ralf Staaf, Vorstandsmitglied VII. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Bickhardt Bau SE Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Bickhardt Bau SE und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Bickhardt Bau SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fulda, 30. April 2024 HNW
Herber Niewelt Witzel GmbH
Michael Herber, Wirtschaftsprüfer Markus Niewelt, Wirtschaftsprüfer C. Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2023Im Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat vier Aufsichtsratssitzungen durchgeführt. In den Sitzungen hat der Vorstand durch Berichte und Vorlage umfangreicher Unterlagen über die
ausführlich informiert. Dabei konnte sich der Aufsichtsrat von der ordnungsgemäßen Geschäftsführung des Vorstandes überzeugen. Der Aufsichtsrat hat in Wahrnehmung der ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Rechte und Pflichten den Vorstand beraten, überwacht, die in seinen Entscheidungsbereich fallenden Aufgaben unter Wahrung der Interessen der Aktionäre überprüft und zu zustimmungspflichtigen Geschäften die entsprechenden Beschlüsse gefasst. Diese Aussage gilt auch für die Tochter- und Beteiligungsunternehmen. Die vom Aufsichtsrat an den Personal- und Finanzausschuss delegierten Aufgaben wurden in den Ausschüssen in gleicher Verantwortlichkeit wahrgenommen. Darüber hinaus haben der Aufsichtsratsvorsitzende und seine Stellvertreterin sich auch außerhalb von Aufsichtsratssitzungen vom Vorstand über ad hoc anstehende Geschäfte und besondere Geschäftsvorgänge von Bedeutung informieren lassen. Im Konzern wurden in Gesellschafterversammlungen in gleicher Weise wie bei der SE vierteljährliche Berichte der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften entgegengenommen und Beschlüsse zu den zustimmungspflichtigen Geschäften gefasst und über wichtige Vorgänge dem Aufsichtsrat der SE berichtet als auch im Aufsichtsrat erforderliche Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass die nach dem AktG und dem KonTraG eingerichteten internen Überwachungsinstrumente des Risikomanagements-Systems angewandt werden. Wie in § 14 Ziffer 7 der Satzung der SE und in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates festgelegt, werden bis auf die folgenden Bereiche alle Beschlüsse in den Ausschüssen gefasst:
Zu diesen drei Bereichen bereiten die Ausschüsse die Entscheidungen und Beschlüsse des Aufsichtsrates lediglich vor. Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt sechs Ausschusssitzungen durchgeführt, erforderliche Beschlüsse gefasst und in den jeweiligen Aufsichtsratssitzungen darüber berichtet. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 Abs. 1 AktG im Finanzausschuss den Jahresabschluss der Bickhardt Bau SE als auch des Konzerns geprüft. Er ist zu der Feststellung gekommen, dass die Jahresabschlüsse ordnungsgemäß erstellt sind und die Lageberichte alle wesentlichen Fakten, die zur Beurteilung der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und der Einschätzung künftiger Entwicklungsrisiken, die von Bedeutung sind, enthalten. Diese Feststellung des Aufsichtsrates gründet sich neben der eigenen Prüfung und den Prüfungsberichten des Wirtschaftsprüfers auch auf den vierteljährlichen und abschließenden Berichten des Vorstandes in den Sitzungen des Aufsichtsrates und des Finanzausschusses der Jahre 2023 und 2024. In der Sitzung des Finanzausschusses sowie des Aufsichtsrates am 16. Mai 2024 hat der Ausschuss bzw. der Aufsichtsrat am gleichen Tage den Jahresabschluss 2023 der Bickhardt Bau SE mit Lagebericht des Vorstandes und Prüfbericht des Wirtschaftsprüfers HNW Herber Niewelt Witzel GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Fulda eingehend erörtert, beraten, geprüft und den Jahresabschluss 2023 der SE festgestellt. Der Jahresabschluss des Konzerns wurde vom Aufsichtsrat gebilligt. In der personellen Zusammensetzung des Vorstandes hat sich seit der Hauptversammlung am 30. Juni 2023 folgende Veränderung ergeben:
In der personellen Zusammensetzung des Aufsichtsrates hat sich seit der Hauptversammlung 30. Juni 2023 folgende Veränderung ergeben:
Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstandes über die ersten Monate des Geschäftsjahres 2024 erhalten und sieht darin die Budgetplanungen für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Der Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres 2023 und die im I. Quartal 2024 eingeworbenen Bauprojekte sichern bereits durch langlaufende Maßnahmen eine solide Grundauslastung des Folgejahres. Die Bickhardt Bau SE ist als Komplettanbieter im Infrastrukturbau mit seiner Organisation nach Geschäftsbereichen erneut sehr erfolgreich. Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dem Vorstand und allen Führungskräften für die außergewöhnliche Leistung. Der Aufsichtsrat bekennt seinen besonderen Stolz und seine hohe Wertschätzung für alle Menschen im Hause der Bickhardt Bau SE. Der Aufsichtsrat freut sich auf die weitere Entwicklung der Bickhardt Bau SE und der Konzerngesellschaften.
Kirchheim, 16. Mai 2024 DER AUFSICHTSRAT Dipl.-Ing. Ralf Schär, Aufsichtsratsvorsitzender |
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