Lahnpaper GmbH
Auf Brühl 15, 56112 Lahnstein, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kai-Alexander Klein seit 10.3.2026 | Geschäftsführer |
Mathias Dräger seit 12.6.2025 | Prokura |
Thomas Marcus Fuhrmann seit 22.10.2021 | Geschäftsführer |
Sven Räder seit 25.8.2020 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Dr. G****** M*****AW7 GmbH | 4.00% |
P**** M*****AW7 GmbH | 4.00% |
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Kajo Neukirchen GmbHEigenbeteiligung | 62.99% |
Kajo Neukirchen GmbHEigenbeteiligung | 28.97% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lahnpaper GmbHLahnsteinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Amtsgericht Koblenz, HR B 7327BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Grundlagen der Erstellung Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Gliederungsschema der GuV wurde um den Posten "Negative Einlagezinsen auf Bankguthaben" erweitert. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatzmethoden und Bewertungsmethoden werden grundsätzlich stetig angewendet. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und mit Nutzungsbeginn planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. Die Zugangsbewertung von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens erfolgt höchstens zu Anschaffungskosten im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die Folgebewertung des abnutzbaren Sachanlagevermögens ergibt sich aus Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen. Im Jahr des Zugangs erfolgte eine zeitanteilige Ermittlung der Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen der angeschafften Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer bei Gebäuden von 25 bis 40 Jahren, bei technischen Anlagen und Maschinen von 3 bis 15 Jahren und bei Betriebs- und Geschäftsausstattung von 3 bis 14 Jahren linear vorgenommen. Bei geringwertigen Vermögensgegenständen (steuerlich: geringwertige Wirtschaftsgüter) des Sachanlagevermögens bis EUR 800,00 erfolgt zur Vereinfachung der planmäßigen Abschreibungen eine Sofortabschreibung der Anschaffungs- und Herstellungskosten im Jahr des Zugangs. Sofern zum Abschlussstichtag bei den Vermögensgegenständen des Anlagevermögens von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert vorgenommen. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten werden Eingangsfrachten sowie angemessene Abschläge für Boni, Rabatte und Skonti berücksichtigt. Wertabschläge für veraltete, überlagerte bzw. nicht mehr gängige Bestände bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren sind abgesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden bis zum Gewinnrealisationszeitpunkt zu Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten neben den Fertigungs-, Materialeinzelkosten und Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. In den Herstellungskosten nicht enthalten sind angemessene Teile der Kosten für allgemeine Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen. Für unfertige, fertige Erzeugnisse und Waren erfolgte im Rahmen der sog. retrograden Bewertung zum Abschlussstichtag eine Verlustantizipation durch Vergleich des Verkaufserlöses mit dem am Abschlussstichtag beizulegenden Wert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden, soweit sie Anzahlungen auf Vorräte betreffen, offen vom Posten "Vorräte" abgesetzt. Die unentgeltlichen Emissionsrechte (Gesetz über den Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen, TEHG) für die Zuteilungsperiode 2021 bis 2025 wurden im Posten Fertige Erzeugnisse und Waren zum Erinnerungswert von EUR 1,00 angesetzt. Der Zeitwert am Bilanzstichtag beträgt TEUR 634. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennbetrag in Höhe ihrer Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt. Der niedrigere beizulegende Wert wird durch die geschätzte Höhe des mit Wahrscheinlichkeit zufließenden Geldbetrags bestimmt. Uneinbringliche Forderungen werden in voller Höhe ausgebucht. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1,5 % auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand vorgenommen. Bei der Bemessung der Wertberichtigungen wurde berücksichtigt, dass die Forderungen teilweise durch eine Warenkreditversicherung gesichert sind. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgen gem. § 272 HGB. Analog zu dem Ausweis der unentgeltlichen Emissionsrechte zum Erinnerungswert von EUR 1,00 in den Vorräten wurde in selber Höhe ein Sonderposten hierfür gebildet. Die bestehenden Pensionsverpflichtungen werden entsprechend versicherungsmathematischem Gutachten ausgewiesen. Bei der Ermittlung des versicherungsmathematischen Passivierungsbetrags wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der "Heubeck Richttafeln 2018 G" zugrunde gelegt. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrags wurde pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Dieser beträgt im Geschäftsjahr 1,83 % (Vorjahr: 1,79 %). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Zinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 207 (Vorjahr: TEUR 1.016). Der Unterschiedsbetrag unterliegt nach § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % und erwartete Rentensteigerungen mit 2,1 % berücksichtigt. Es wurden übliche Standardwerte zur Bewertung der Fluktuationswahrscheinlichkeit verwendet. Die Zinseffekte aus der Änderung des Zinssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate). Die Rückstellung für Altersteilzeit wird entsprechend den Grundsätzen des IDW RS HFA 3 unter Anwendung eines Zinsfußes von 1,0% p.a. (von der Deutschen Bundesbank veröffentlichter Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren bei einer Restlaufzeit von ungefähr 1 Jahr ergibt) und der Heubeck Richttafeln 2018 G nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Dabei wird eine Einkommensdynamik von 2,5 % unterstellt. Für die Rückstellung der Jubiläumszuwendungen wurde als versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren das Anwartschaftsbarwertverfahren verwendet und ein Rechnungszinssatz von 1,75 % p.a. (von der Deutschen Bundesbank veröffentlichter durchschnittlicher Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt) zugrunde gelegt. Auch hier wird eine Einkommensdynamik von 2,5 % unterstellt sowie die Heubeck Richttafeln 2018 G angewendet. Die Zinseffekte aus der Änderung des Zinssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 31,575 % im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 und Satz 3 HGB. Die wesentlichen Differenzen ergeben sich aus den Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens, den Vorräten, den Pensionsrückstellungen und den Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläum. 2. Grundlagen der Fremdwährungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. B. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage I, Seite 12) dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 3.154 (Vorjahr: TEUR 3.035) haben Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.498 (Vorjahr: TEUR 2.338) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 656 (Vorjahr: TEUR 697) von über einem Jahr. Dabei betreffen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 350 (Vorjahr: TEUR 21) aus Lieferungen und Leistungen. 3. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2023 unverändert TEUR 25,1. Am Bilanzstichtag war das Stammkapital voll eingezahlt. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2023 unverändert TEUR 1.000. 4. Rückstellungen Pensionsrückstellungen Zum Bilanzstichtag ist der Unterschiedsbetrag (Unterdeckung) aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes vollumfänglich angesammelt und beträgt nunmehr TEUR 0. Sonstige Rückstellungen Folgende Rückstellungen von nicht unerheblichem Umfang sind in den sonstigen Rückstellungen enthalten:
Die personalbezogenen Rückstellungen enthalten u. a. Rückstellungen für Altersteilzeit, Resturlaub und Überstunden, Jubiläum sowie Erfolgsbeteiligung. In den sonstigen Rückstellungen werden u. a. Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und für Garantieaufwendungen ausgewiesen. 5. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 10) betreffen in vollem Umfang Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeitenspiegel in TEUR:
C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Unterteilt nach geografischen Gesichtspunkten ergibt sich folgende Zusammensetzung:
2. Erträge, die anderen Geschäftsjahren zuzurechnen sind In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 348 enthalten, die im Wesentlichen aus der Strompreiskompensation für 2022 in Höhe von TEUR 126 sowie aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 167 resultieren. 3. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen Die Herabsetzung der Rückstellungen für Pensionen führte zu einer Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge i.H.v. TEUR 1.127. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten letztmalig die ratierliche Zuführung aus der BilMoG Umstellung in Höhe von TEUR 173. Weiterhin sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sonstige Steuern i.H.v. TEUR 36 ausgewiesen (Vorjahr: TEUR 31). 4. Außerplanmäßige Abschreibungen Im Anlagevermögen wurden weder im Berichts- noch im Vorjahr außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. D. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse Es bestehen keine berichtspflichtigen Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und sonstigen Verträgen in Höhe von TEUR 2.968; davon TEUR 2.106 gegenüber verbundenen Unternehmen. Innerhalb eines Jahres sind TEUR 787, davon TEUR 156 gegenüber verbundenen Unternehmen, fällig. Soweit es sich um Leasingverträge für langfristige Vermögenswerte handelt, ergibt sich hieraus ein Liquiditätsvorteil. Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag Rohstoff-Abnahmeverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.421, denen komplett innerhalb eines Jahres nachgekommen werden wird. 2. Honorare des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangangabe des Konzernabschlusses der Kajo Neukirchen GmbH enthalten. 3. Organe der Gesellschaft Mitglieder der Geschäftsführung Zu Geschäftsführern der Gesellschaft waren bestellt: Thomas Marcus Fuhrmann, Lahnstein CEO Lahnpaper Andreas Ruepp, Weitnau CFO Lahnpaper, bis 31.07.2023 Joachim Schuster, Hamm CFO Lahnpaper, ab 01.01.2024 Von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. Mitglieder des Beirats sind: Herr Frank Düpre, CEO Kajo Neukirchen GmbH Herr Bernd Jürgen Altena, CFO Kajo Neukirchen GmbH Herr Dr. Gunther Martin, CEO Surfactor Group 4. Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 169 Mitarbeiter*innen (Vorjahr: 174) ohne Geschäftsführung und ohne Auszubildende beschäftigt, davon waren 129 (Vorjahr: 136) in der Produktion, 18 (Vorjahr: 17) im Vertrieb, 6 (Vorjahr: 7) in der Forschung & Entwicklung und 16 (Vorjahr: 14) in der Verwaltung. 5. Name und Sitz des Mutterunternehmens Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Kajo Neukirchen GmbH, Eschborn, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der von der Kajo Neukirchen GmbH, Eschborn, auf den 31. Dezember 2023 nach HGB aufgestellte und geprüfte Konzernabschluss ist nach Offenlegung beim Unternehmensregister erhältlich. 6. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. 7. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres Es lagen keine Ereignisse nach dem Schluss des Geschäftsjahres vor, über die zu berichten wäre.
Lahnstein, den 8. April 2024 Lahnpaper GmbH Die Geschäftsführung Thomas M. Fuhrmann Joachim Schuster Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023Grundlagen des Unternehmens Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt weltweit nassgelegte Vliesstoffe, imprägnierte Papiere und Synthesefaserpapiere am Standort Lahnstein. Mit ihren Produkten ist Lahnpaper in verschiedenen Marktsegmenten und Anwendungen tätig. Hauptabsatzgebiet ist Deutschland. Kunden sind Weiterverarbeiter und Händler. Die Marktsegmente sind zusammengefasst in die vier Business Units: Industrial, Print, Security und Wallcovering:
Auf der Absatzseite liefert die Gesellschaft hauptsächlich in zentraleuropäische Märkte. Die Anteile an der Gesellschaft werden zu 63% von der Kajo Neukirchen GmbH, zu 29% von der SURFACTOR GERMANY GMBH (100% Tochter der Kajo Neukirchen GmbH) und zu 8% von der AW7 GmbH gehalten. Die Lahnpaper GmbH ist nach ISO 9001, ISO 14001, ISO 50001 und FSC zertifiziert. 1. Geschäftsverlauf 2023 1.1. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaft Das Wirtschaftsjahr 2023 war geprägt durch einen Rückgang im Auftragseingang und im Umsatz. Hohe Energiepreise und ein allgemein gestiegenes Kostenniveau der Betriebsmittel und externen Dienstleistungen führten zu einem sehr gedämpften Kaufverhalten der Kunden. Betroffen waren davon nahezu alle Märkte und Anwendungsbereiche. Der Gesamtabsatz der deutschen Papierfabriken sank gegenüber dem Vorjahr um 13,8%. Davon entfielen -30,3% auf grafische Papiere, -7,8% auf Papier, Karton und Pappe für Verpackungszwecke und -5,6% auf Papiere u. Pappen f. technische u. spez. Verwendungszwecke. (Quelle: Statistische Kurzinformation Zellstoff- und Papierindustrie in Deutschland - November 2023). Die inländische Wirtschaft sank - gemessen am BIP - im Jahr 2023 um 0,3% und die Inflationsrate lag bei +5,9%. (Quelle: Statistisches Bundesamt). Branche und Wettbewerbssituation Der Gesamtabsatz (in Tonnen) der Lahnpaper GmbH ist in 2023 um 24% gegenüber Vorjahr eingebrochen. Die in 2022 erhobenen Preiserhöhungen in Produktsparten mit höherer Wertschöpfung wurden zwar weitestgehend gehalten, jedoch führte dies zu einer deutlich wahrnehmbaren Kaufzurückhaltung in den Absatzmärkten. Die Wettbewerber der Lahnpaper GmbH kommen aus dem Bereich der klassischen Papierherstellung, aus der Vliesstoff- und Folienherstellung. Darüber hinaus gibt es technologische Trends, die traditionelle Papierprodukte verdrängen, beispielsweise die fortschreitende Digitalisierung. Demgegenüber gibt es aber auch Trends, die mehr Bedarf an Zellstoff basierten Produkten erkennen lassen. Hier ist zum Beispiel der zunehmende Ersatz von Kunststoff mit recyclebaren Zellstoffprodukten in der Verpackungsindustrie zu nennen. Geschäftsverlauf Als finanzielle Leistungsindikatoren dienen der Umsatz und das Ergebnis vor Steuern (EBT). Die Lahnpaper GmbH konnte trotz einer geringen Auslastung ein insgesamt positives Ergebnis ausweisen. Im Umfeld sehr großer konjunktureller Unsicherheiten, einem weiterhin hohen Niveau der Rohstoffpreise und stark steigender Energiepreise befindet sich die Papierindustrie in einem Strukturwandel. Darüber hinaus sind Nachwirkungen aus der COVID-19 Krise und dem Krieg in der Ukraine nach wie vor deutlich zu spüren. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr auf 39 Mio €, das bedeutet einen Rückgang um 18%. Damit wurde das gesteckte Umsatzziel für 2023 um 23% verfehlt. Die Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche stellt sich wie folgt dar:
Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 169 Mitarbeiter (Vorjahr: 174, ohne Geschäftsführung und ohne Auszubildende) beschäftigt, davon waren 61 (Vorjahr: 62) Angestellte und 108 (Vorjahr: 112) gewerbliche Arbeitnehmer. Die Personalaufwandsquote lag bei 27,4% in Relation zum Umsatz und hat sich gegenüber Vorjahr um -1,5 %-Punkte verringert. Wir haben uns verpflichtet, die Fähigkeiten und Fertigkeiten unserer Mitarbeiter kontinuierlich zu verbessern. Daher haben wir für die zweite Managementebene in Schulungen und Fortbildungen investiert, mit dem Ziel, das Führungsverhalten zu stärken und Durchlaufzeiten zu verkürzen. Wir sind bestrebt, unseren Mitarbeitern eine sichere Arbeitsumgebung zu bieten. Im letzten Jahr hatten wir drei meldepflichtige Arbeitsunfälle, dies entspricht in etwa dem Niveau des Vorjahres. Es gibt weiterhin die wöchentlichen "10 min Sicherheit" für alle Mitarbeiter, um das Unfallgeschehen auf Null zu bringen. Fünf Mitarbeiter werden in 2024 Schulungen der Berufsgenossenschaft besuchen, um die Arbeitssicherheit weiter zu verbessern. Darüber hinaus sind Fahrsicherheit-Trainings zu absolvieren. Die wichtigste Kennzahl, anhand derer wir die Zufriedenheit der Mitarbeiter messen, ist die Mitarbeiterfluktuation. Dabei definieren wir diese Kennzahl als die Anzahl der Mitarbeiter, die uns aufgrund einer Eigenkündigung verlassen haben, dividiert durch die Anzahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter. Diese betrug im Berichtsjahr 1,55 % (Vorjahr: 1,5 %). Besondere Ereignisse im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 Kurzarbeit wurde als Instrument der Arbeitsplatzsicherung genutzt, ebenso wurde der Regelbetrieb auf eine 5-Tage-Woche umgestellt. Dies brachte erhebliche Einsparungen bezüglich der Wochenenddienste. Sämtliche laufenden Arbeitsgerichtsprozesse, die sich teils schon über einen längeren Zeitraum hingezogen haben, wurden beendet und abgeschlossen. Ende Oktober wurde das neue Verwaltungsgebäude mit einer Bruttogesamtfläche von ca. 1.000 m 2 bezogen. Auf drei Ebenen sind IT, Controlling, HR, Vertrieb u. Marketing sowie Geschäftsführung in modernster Büroumgebung mit exzellenter Medientechnik nun enger vernetzt und in der Lage, repräsentativer nach außen aufzutreten. Zum Jahresende wurde eine Dividende über 1 Mio. € an die Gesellschafter anteilig der Besitzverhältnisse ausgeschüttet. Zum ersten Januar 2024 hat ein neuer Geschäftsführer (CFO) seine Tätigkeit bei Lahnpaper aufgenommen. 1.2. Ertragslage Der Gesamtumsatz lag mit einem Rückgang von 18,3% gegenüber dem Vorjahr unter den Erwartungen der Geschäftsleitung. Im Berichtszeitraum verzeichnete die Lahnpaper GmbH einen Anstieg der Energieaufwendungen, sowie steigende Rohstoffpreise. Durch eng verhandelte Preisanpassungen bei unseren Produkten, sowie einem Sondereffekt aus der Herabsetzung der Pensionsrückstellungen führten alle Einflüsse und Maßnahmen zum Ergebnis nach Steuern von TEUR +1.057 und lagen somit TEUR 681 unter dem Vorjahr. Die im Geschäftsjahr 2023 getätigten Umsatzerlöse gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:
Der Materialaufwand betrug EUR 18,3 Mio. (Vorjahr: EUR 25,1 Mio.), die Materialquote verbesserte sich aufgrund des Produktmixes um 5,8 % Punkte von 52,8% auf 47,0%. Der Personalaufwand lag bei EUR 11,8 Mio. (Vorjahr: EUR 13,8 Mio.). Für den Rückgang war in erster Linie die Tatsache ursächlich, dass im Berichtsjahr keine Zuführung zu den Pensionsrückstellungen vorgenommen wurde, anders als im Vorjahr als sich dieser Betrag auf EUR 1,1 Mio. belief. Darüber hinaus wurden, aufgrund der geringeren Auslastung, deutlich weniger Aufwendungen für Überstunden und damit im Zusammenhang stehenden Vorgängen bilanziert. Die Personalkostenquote stieg trotz dieser Tatsachen, aufgrund des deutlich zurückgegangenen Umsatzes, auf 30,3% (Vorjahr 28,9%). Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen lagen in 2023 bei EUR 1,4 Mio, (Vorjahr: EUR 1,3 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei EUR 1,6 Mio. (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR), wobei EUR 1,1 Mio. auf die Herabsetzung von Rückstellungen für Pensionen entfielen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen in 2023 bei EUR 5,5 Mio. und somit 0,1 Mio. Euro niedriger als im Vorjahr. Da die Herabsetzung der Rückstellungen für Pensionen in diesem Fall ertragssteuerneutral ist, wurde lediglich eine Erstattung für Ertragssteuern bilanziert (Vorjahr: EUR 1,3 Mio.) 1.3. Finanzlage: Kapitalstruktur und Finanzierung Die liquiden Mittel stiegen zum Bilanzstichtag von TEUR 3.530 auf TEUR 4.254. Diese Veränderung um TEUR 724 setzt sich folgendermaßen zusammen (in TEUR):
Der Cashflow erreichte im Berichtsjahr EUR +0,7 Mio. (Vorjahr -0,2 Mio.). Bereinigt um die Dividende war die Cash Entwicklung weiterhin positiv mit EUR +1,7 Mio. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich im Jahr 2023 um 1,2 % Punkte auf 14,3% gegenüber dem Vorjahr mit 13,1%. Zur Absicherung der Liquidität besteht zudem ein Rahmenkreditvertrag mit einer Bank über EUR 2 Mio., der seit dem Jahr 2019 mit EUR 0,3 Mio. für Avale in Anspruch genommen wurde. Daneben nutzt die Gesellschaft wie im Vorjahr in begrenztem Umfang Leasingverträge als außerbilanzielle Finanzierungsquellen. Leasing-, Options- und andere Finanzierungsverträge, die eine umfangreiche vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung auslösen können, welche für die Liquidität von erheblicher Bedeutung sind, bestehen nicht. Vor dem Hintergrund des abgelaufenen Geschäftsjahrs sieht sich die Geschäftsführung weiterhin großen Herausforderungen ausgesetzt, aufgrund der nicht vorhersehbaren Entwicklung globaler Auseinandersetzungen sowie aufgrund des andauernden Krieges in der Ukraine und der daraus resultierenden Entwicklung für die Weltwirtschaftslage. Darüber hinaus sind aus Deutschland heraus keine Impulse für ein gesteigertes Konsumverhalten zu ersehen. 1.4. Investitionen und Forschung und Entwicklung Das Investitionsvolumen in Sachanlagen im Jahr 2023 betrug insgesamt EUR 0,9 Mio. Für das Jahr 2024 sind Investitionen über EUR 0,8 Mio. geplant. Im Wesentlichen sind die Investitionen für das folgende Wirtschaftsjahr in den Erhalt von Maschinen und Infrastruktur vorgesehen. Die kontinuierliche Entwicklung der gesamten Organisation zur Steigerung der Effizienz und Aufbau von Methodenkompetenz ist für unseren Erfolg ein wesentlicher Baustein. Dabei fokussieren wir uns auf die Etablierung von LEAN Methodiken in der Produktion genauso wie auf die Einführung eines CRM Prozesses im Vertrieb. Ebenso gilt es die kontinuierliche Weiterentwicklung bestehender Produkte zu betreiben, aber auch grundlegend neue Substrate zu entwickeln, um weiterhin erfolgreich in unseren Märkten zu agieren und neue Märkte bzw. Kundengruppen zu erschließen. 1.5. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt zum 31.12.2023 EUR 24,5 Mio. (Vorjahr: EUR 26,3 Mio.). Das Operating Working Capital lag mit 6,8 Mio. EUR um 3,0 Mio. unter dem Vorjahr.
Prognosebericht Die Geschäftsführung betrachtet die momentane Marktlage als schwierig und geht davon aus, dass sich der Markt der Papierherstellung noch weiter konsolidieren wird. Hierbei geht es für Lahnpaper darum die Nischenmärkte konsequenter zu identifizieren und zu beliefern. Dafür werden wir den Vertrieb weiter ausbauen und die Internationalisierung vorantreiben. Umsatzwachstumspotentiale ergeben sich aus der Erschließung neuer geografischer Bereiche sowie einem stärkeren Fokus auf systematische Neukundengewinnung. Sofern die Energieversorgung für das folgende Wirtschaftsjahr gewährleistet ist, erwarten wir nur einen geringen Anstieg im Umsatz von weniger als 5 %. Dabei wird voraussichtlich das Ergebnis vor Steuern absolut auf dem gleichen Niveau verbleiben. Wir erwarten, dass die Mitarbeiterfluktuation im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 stabil verbleibt. Risiko- und Chancenbericht 1.6. Risiko- und Chancenmanagement-Systeme Die im Unternehmen eingesetzten Planungs-, Informations- und Kontrollsysteme erlauben uns eine zeitnahe Identifikation von Chancen und Risiken. In den Planungsprozessen werden konservative Annahmen getroffen und Chancen und Risiken in Betracht gezogen. Budgets und Forecasts werden regelmäßig den Gesellschaftern vorgelegt. Es werden Monatsabschlüsse und darauf basierende umfangreiche Analysen erstellt, die eine zeitnahe Feststellung von signifikanten Plan-Ist-Abweichungen ermöglichen. Aus den Analysen abgeleitete Maßnahmen werden in monatlichen Review-Meetings des Managements erörtert. Ferner bestehen in den einzelnen Abteilungen Berichtssysteme, um Risiken und Chancen zeitnah zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Die Rohstoff- und Energiepreiserhöhungen in 2023 wurden an die Kunden weitergereicht. Die weitere Entwicklung an den Märkten wird durch ein impliziertes Preis Monitoring sowohl auf der Rohstoff- als auch auf der Vertriebsseite permanent überwacht. Für das Jahr 2024 steht im Fokus mit den neuen, verschärften Rahmenbedingungen in Bezug auf Energiepreise, Rohstoffpreise und Rohstoffverfügbarkeit sowie die weltweit schwelenden Konflikte geordnet umzugehen und die Unternehmensstrategie dahingehend neu anzupassen. 1.7. Signifikante Einzelrisiken und -chancen Im Folgenden werden einzelne Risiken und Chancen genauer betrachtet: Währungen Der weitaus größte Teil des Geschäfts der Lahnpaper GmbH wird in EUR abgewickelt. Das Risiko von Währungskursschwankungen ist daher begrenzt und im Wesentlichen einkaufsseitig durch die Schwankungen des USD zum Euro geprägt, wobei rund 22% des Einkaufs im Jahr 2023 in USD getätigt wurden. Auf der Absatzseite wird nur an die Kunden in Großbritannien in Fremdwährung (GBP) fakturiert. Dies stellt ein Risiko von weniger als 5% des Gesamtumsatzes dar. Forderungsmanagement Der überwiegende Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch eine Warenkreditversicherung abgedeckt. Dennoch besteht für einen Teil der Forderungen keine Absicherung. Der Teil, für den keine Versicherung abgeschlossen wurde, wird durch regelmäßige Bonitätsprüfungen und Risikoanalysen überwacht. Teilweise werden Kunden nur gegen Vorauskasse beliefert. Liquidität Die Liquidität der Lahnpaper GmbH wird durch verschiedene Werkzeuge regelmäßig überwacht und gesteuert. Es besteht eine Kreditlinie bei einem Kreditinstitut, die derzeit nur für Avale genutzt wird. Die Finanzierungspolitik ist auf die Sicherstellung von Unabhängigkeit und Ausgewogenheit der Finanzierungsmaßnahmen ausgerichtet. Beschaffungsmärkte Die Versorgungslage für Rohstoffe, auch aus Fernost, hat sich im Jahr 2023 normalisiert. Preise für Rohstoffe aus Asien haben deutlich nachgegeben, vor allem aufgrund Senkung der Frachtraten. Die Effekte daraus stellen sich aufgrund bestehender Kontrakte mit einem gewissen Zeitverzug ein und unterliegen den regionalen Einflüssen bedingt durch die geopolitische instabile Lage im mittleren Osten. Auch europäische Rohstoffe haben im Preisniveau nachgelassen. Unwägbar bleibt die Lage bei den Zellstoffen. Die Preisreduzierungen für Zusatzstoffe und Bindemittel kamen unterjährig in 2023 zum Erliegen, die Preise für Zellstoffe steigen mittlerweile wieder. Ausblick 2024: Lahnpaper wird ab Januar 2024 aufgrund besser verhandelter Rabatt-Staffelungen einen deutlichen Einkaufsvorteil erzielen. Lahnpaper hat den Entschluss getroffen einen NBSK-Zellstoff aus Kanada, British Columbia, nicht mehr einzukaufen. Aufgrund klimatischer Einflüsse hat Süßwassermangel die Schifffahrtsroute durch den Panama-Kanal eingeschränkt. Die zuverlässige Versorgung mit diesem Zellstoff ist damit nicht mehr gewährleistet. Die Bedarfsmenge wurde auf die anderen Zellstoffe aufgeteilt. Absatzmärkte Die Gesellschaft ist durch ein spezielles, kundenindividuelles Produktportfolio, sehr flexible Produktionsmöglichkeiten, eine strukturierte Vertriebsorganisation und durch langfristige Kundenbeziehungen für den weiteren Wettbewerb gut aufgestellt. Grundsätzlich bestehen für alle Business Units Risiken durch einen Nachfrageeinbruch in Folge einer möglichen Weltwirtschaftskrise bzw. Nachfragerückgang aufgrund unsicherer Energieversorgung und der steigenden Preisentwicklung an den Märkten. Chancen sehen wir in unserem tiefgreifenden Produkt-Know-How und der kontinuierlichen Weiterentwicklung bestehender Produkte und damit Individualisierung für spezielle Anwendungen sowie einer eventuellen Nachfragesteigerung aufgrund von Rückverlagerung von Lieferketten (Lokalisierung) bei unseren Kunden. Risiken in der IT-Infrastruktur Die Lahnpaper GmbH hat für die vorhersehbaren IT-Risiken Notfall- und Geschäftsfortführungspläne erarbeitet. Durch eine eigene, qualifizierte IT-Abteilung sehen wir uns auf unerwartete Störungen ausreichend vorbereitet. Gesamtbild der Risikolage des Unternehmens Die Risiken des Unternehmens im Bereich der Währungsgeschäfte sowie der Forderungen sind soweit möglich abgesichert, so dass diese als vertretbar einzustufen sind. Die Risiken am Beschaffungs- und Absatzmarkt werden als relevant eingestuft und bedürfen einer fokussierten, permanenten Betrachtung.
Lahnstein, 8. April 2024 Die Geschäftsführung Thomas M. Fuhrmann Joachim Schuster BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Lahnpaper GmbH, Lahnstein PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der Lahnpaper GmbH, Lahnstein - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lahnpaper GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, 10. April 2024 BDO
AG
Fritz, Wirtschaftsprüfer Schmidt, Wirtschaftsprüfer |
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