Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Eleonore Cornelia Kitzsteiner seit 17.1.2024 | Geschäftsführer |
Anneliese Galinski seit 4.8.2004 | Prokura |
Jürgen Lessmann seit 12.8.2002 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lessmann GmbHOettingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT DER LESSMANN GMBH FüR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023A. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Lessmann GmbH ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit Sitz in Oettingen in Bayern. Dort produziert die Lessmann GmbH mit rund 250 Beschäftigten an hochmodernen Fertigungsanlagen technische Bürsten für die vorwiegend metallverarbeitende Industrie und Werkzeughändler im In- und Ausland. Das Leistungsspektrum der Lessmann GmbH ist über folgende Kernkompetenzen definiert: • Bürsten aller Art für die vorwiegend metallverarbeitende Industrie und Werkzeughändler • Hohe Produktqualität, wie sie von einem Markenwerkzeug "Made in Germany" erwartet wird • Überdurchschnittlicher Kundenservice • Entwicklung neuer Produkte nach Anwenderwunsch 2. Ziele und Strategien Die Lessmann GmbH engagiert sich für eine stabile und langfristige Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten. Das Prinzip der kontinuierlichen Verbesserung und der kontinuierliche Ausbau der Produktpalette sind fest in den betrieblichen Alltag integriert. Die Geschäftsführung verfolgt die Strategie, ihre Zielgruppe und Absatzmärkte kontinuierlich zu erweitern und ihre bestehenden und künftigen Kunden von der Kompetenz und Qualität des Unternehmens zu überzeugen. Dabei stehen die Kunden stets im Mittelpunkt des Handelns. Die Lessmann GmbH möchte mit ihren Produkten und ihrem Innovations- und Unternehmergeist profitabel wachsen und gleichzeitig Wert für die Gesellschaft und Umwelt schaffen. 3. Forschung und Entwicklung Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden projekt- und auftragsbezogen getätigt. Im Geschäftsjahr wurden die Entwicklungstätigkeiten trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds kontinuierlich ausgeweitet. Im Jahr 2023 wurden über 400 neue Artikel entwickelt; über 10% der Umsätze stammen von Artikeln, welche in den letzten 3 Jahren neu hinzukamen. Auch im Jahr 2023 wurden Entwicklungen für neue Produkte und Fertigungsverfahren abgeschlossen, begonnen oder neu projektiert. Durch ZIM und die gesetzliche Forschungszulage konnten dafür Fördermittel generiert werden. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2023 weiter verlangsamt. Insbesondere die hohen Inflationsraten sowie das gestiegene Zinsniveau haben das Wachstum der Weltwirtschaft belastet. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht von einem weltwirtschaftlichen Wachstum von 3,1% für das Jahr 2023 aus, nachdem im Vorjahr die Weltwirtschaft um 3,4% gewachsen war. Die Wirtschaftsleistung in den Industrieländern wuchs 2023 nach aktuellen Prognosen um 1,6% (Vorjahr: 2,7%; Quelle: IWF). Dabei verlief die wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Industrieländern recht heterogen, abhängig von den ergriffenen Maßnahmen der Fiskal- und Geldpolitik als Reaktion auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten sowie der Resilienz der jeweiligen Volkswirtschaften auf das eingetrübte konjunkturelle Umfeld. Während das Bruttoinlandsprodukt in den USA um 2,5% zulegte (Quelle: IWF), zeigte sich das Wachstum in deindustrie- und güterexportorientierten Euro-Ländern stark rückläufig. Das Bruttoinlandsprodukt im gesamten Euroraum legte im Jahr 2022 um 0,5% zu (Quelle: EZB). Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist die Wirtschaftsleistung in Deutschland um 0,3% im Jahr 2023 gesunken, nach einem Zuwachs von 0,9% im Vorjahr. Die eingetrübte Stimmung unter Unternehmen und Haushalten haben die Investitionsbereitschaft sowie Konsumneigung spürbar belastet. Zudem sanken auch die staatlichen Konsumausgaben deutlich, da pandemiebedingte Sonderausgaben wegfielen (Quelle: ifo Institut). Die Arbeitsmärkte haben sich in vielen Regionen im Jahr 2023 gut entwickelt, trotz der Verlangsamung des Wirtschaftswachstums. Im Euroraum lag die Arbeitslosenquote zum Jahresende 2023 bei 6,5% und damit nahezu auf dem Niveau als zwölf Monate zuvor (Quelle: Eurostat). In Deutschland belief sich die Arbeitslosenquote zum Jahresende 2023 auf 5,7% nach 5,4% im Vorjahr (Quelle: Bundesagentur für Arbeit). Die vom Fachverband der Werkzeugindustrie (FWI) für das Jahr 2023 prognostizierten rückläufigen Wachstumsraten in der Werkzeugindustrie haben sich weitgehend bestätigt. Demnach ist dieser Industriezweig zwar gewachsen, jedoch war das Wachstum infolge der geldpolitischen Straffung der Notenbanken, bestehendem Fachkräftemangel sowie erhöhten Rohstoff- und Energiepreisen schwächer als im Jahr 2022. Der Situations- und Tendenzbericht des Fachverbands der Werkzeugindustrie (FWI) untersucht monatlich die Geschäftslage (Situation) sowie die Erwartungen der Mitgliedsfirmen (Tendenz). Je nach Ausprägung dieser beiden Indikatoren wird zwischen Aufschwung-, Boom-, Abschwung- oder Rezessionsphase unterschieden. 2023 war die FWI "Konjunkturuhr" nahezu ganzjährig in der Abschwungphase. 2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft a) Ertragslage Das Jahresergebnis der Lessmann GmbH hat sich in einem herausfordernden Marktumfeld im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 140 auf TEUR 1.500 erhöht und lag damit innerhalb der Erwartungen der Geschäftsführung. Die Steigerung des Ergebnisses resultiert im Wesentlichen aus dem höheren Rohergebnis des Unternehmens, welche die gestiegenen Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen überkompensierte. Das Rohergebnis des Unternehmens konnte im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.204 auf TEUR 22.244 gesteigert werden. Positiv wirkte sich die unverändert robuste Auftragslage des Unternehmens sowie moderat gestiegene Verkaufspreise auf das Rohergebnis aus. Dabei konnten sowohl die Umsätze im Inland, als auch im Ausland gesteigert werden. Die Erhöhung des Personalaufwands im Vergleich zum Vorjahr um 5,8% auf TEUR 13.296 beruht im Wesentlichen auf planmäßig gestiegenen Löhnen und Gehältern sowie der gestiegenen Mitarbeiterzahl des Unternehmens. Die Zunahme ist nahezu proportional zur gesteigerten Geschäftsentwicklung des Unternehmens, weshalb die Personalaufwandsquote nahezu unverändert blieb. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 442 auf TEUR 6.009 erhöht. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen gestiegene Pachtzahlungen (TEUR 161), gestiegene Instandhaltungsaufwendungen (TEUR 94) und gestiegene Energiekosten (TEUR 92). b) Finanzlage Die Finanzlage der Lessmann GmbH kann zum 31. Dezember 2023 als sehr solide bezeichnet werden. Dem Umlaufvermögen von insgesamt TEUR 16.049 (i. Vj. TEUR 14.360) stehen Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von TEUR 5.933 (i. Vj. TEUR 5.320) gegenüber. Der Bestand der liquiden Mittel hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.599 auf TEUR 2.242 planmäßig erhöht. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 66,0 % (i. Vj. 66,5 %). Die Gesellschaft erzielt aus der operativen Tätigkeit ausreichend Zahlungsmittel, mit denen die notwendigen Investitionen finanziert und Zahlungen an die Kapitalgeber bedient werden können. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Vergleich zum Vorjahr planmäßig um TEUR 121 auf TEUR 636 reduziert und machen damit 3,6% der Bilanzsumme aus. Das Unternehmen strebt es an, sein sehr gutes Bankenrating zu halten. c) Vermögenslage Das Gesamtvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.613 auf TEUR 17.467 erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem höheren Forderungsbestand gegen verbundene Unternehmen und Kunden (TEUR 595) sowie einem höheren Bestand an liquiden Mitteln (TEUR 1.599). Demgegenüber haben sich die Vorräte und das Anlagevermögen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 553 bzw. TEUR 98 reduziert. Den Investitionen des Berichtsjahres in Höhe von TEUR 758 stehen Abschreibungen in Höhe von TEUR 776 sowie Anlagenabgänge in Höhe von TEUR 80 gegenüber. Die Zugänge des Berichtsjahres betreffen im Wesentlichen Ersatzinvestitionen in den Maschinenpark sowie in neue EDV-Software. Die Anlagenquote beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 7,8% (i. Vj. 9,2%). d) Gesamtaussage Zusammenfassend stellt die Geschäftsführung fest, dass die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens als sehr solide angesehen werden kann und die zuletzt vorherrschenden globalen Krisen vergleichsweise gut bewältigt werden konnten. 3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Unternehmenssteuerung nutzt die Lessmann GmbH finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. Die monatlichen, vierteljährlichen und jährlichen Veränderungen werden mit Vorjahres- und Planzahlen verglichen und entsprechend gesteuert. Die finanziellen Leistungsindikatoren des Unternehmens sollen das Gleichgewicht zwischen Profitabilität, effizientem Wirtschaften und ausreichender Liquidität wahren. Die Profitabilität der Lessmann GmbH wird mit dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gemessen. Das EBITDA belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 2.938 (i. Vj. TEUR 2.903) und lag damit innerhalb der Erwartungen der Geschäftsführung. Die Gesellschaft fokussiert sich zudem auf nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, wie die Beziehungen des Unternehmens zu Kunden und Mitarbeitern sowie Umweltbelange, und versucht diese Leistungsindikatoren bestmöglich zu entwickeln. Nachhaltiges Wirtschaften steht dabei im absoluten Fokus des Unternehmens. C. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Geschäftsführung aufgrund der veröffentlichten Prognosen renommierter Wirtschaftsforschungsinstitute, dass die Weltwirtschaft in einem ähnlich moderaten Umfang wachsen wird wie im Jahr 2023. So rechnet der IWF in seiner jüngsten Prognose mit einem globalen Wachstum von 3,1%, was der Wachstumsrate des Vorjahrs entspricht (Quelle: IWF). Die im historischen Vergleich unterdurchschnittlichen globalen Wachstumsraten resultieren vornehmlich aus der weltweit nur langsam abebbenden Inflation sowie der deutlich verschärften Geldpolitik der Notenbanken in den vergangenen zwei Jahren. Die Kombination von hoher Inflation und den damit einhergehenden Verlust an Kaufkraft sowie dem hohen Zinsniveau dürften unverändert spürbar auf der Konjunktur 2024 lasten. Hinzu kommt die anhaltende geopolitische Unsicherheit in vielen Teilen der Welt, insbesondere im Nahen Osten. Vermutlich erst im Jahr 2025 dürfte die von vielen Notenbanken als Zielmarke ausgegebene Inflationsrate von 2% erreicht werden, was es den Notenbanken jedoch erlauben sollte, erste Zinssenkungen bereits im Jahresverlauf 2024 in Angriff zu nehmen (Quelle: IWF). Niedrige Inflationsraten dürften die Kaufkraft der Konsumenten stärken und sinkende Zinsen die Investitionstätigkeit unterstützen, weshalb die Konjunktur im weiteren Jahresverlauf an Fahrt gewinnen dürfte. Die Europäische Kommission rechnet für 2024 ebenso mit einer gedämpften Konjunkturdynamik im Euroraum und prognostiziert für 2024 ein Wirtschaftswachstum von 0,9%. Die für 2024 erwartete konjunkturelle Wiederbelebung dürfte zwar gedämpfter ausfallen als ursprünglich erwartet, aber angesichts langsamer steigender Preise, Reallohnzuwächsen und eines robusten Arbeitsmarkts allmählich an Fahrt gewinnen. Für 2025 prognostiziert die Europäische Kommission für den Euroraum Wachstumsraten von 1,5% (Quelle: Europäische Kommission). Für Deutschland erwartet das ifo Institut in seiner jüngsten Prognose für 2024 infolge der schlechten Stimmung unter Unternehmen und Verbrauchern sowie der hohen Unsicherheit lediglich einen Zuwachs der Wirtschaft von 0,2%. Für das Jahr 2025 dürfte die deutsche Wirtschaft dann wieder mit 1,5% kräftiger zulegen (Quelle: ifo Institut). Die Unsicherheiten für den ohnehin gedämpften Wachstumsausblick sind hoch und überwiegend negativ. Die anhaltende geopolitische Unsicherheit in vielen Teilen der Welt und deren Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum sind kaum abschätzbar. Zudem könnte sich die Inflation anders als erwartet entwickeln und bei einem erneuten Wiederaufflammen den Zinssenkungsspielraum der Notenbanken begrenzen bzw. zunichte machen. Die deutsche Werkzeugindustrie steht nach der Auffassung des Fachverbands der Werkzeugindustrie (FWI) weiterhin vor großen Herausforderungen im Jahr 2024. Der Fachverband erwartet für das Jahr 2024 weiter rückläufige Wachstumsraten für die Werkzeugindustrie infolge der geldpolitischen Straffung der Notenbanken, dem bestehendem Fachkräftemangel sowie der planerischen Unsicherheit für viele Unternehmen und der hieraus resultierenden rückläufigen Investitionsbereitschaft. Die aktuelle Auftragslage und die derzeitige Kapazitätsauslastung des Unternehmens entspricht den Erwartungen der Geschäftsführung und kann als sehr solide angesehen werden. Die Geschäftsführung erwartet für das Geschäftsjahr 2024 ein Rohergebnis auf Vorjahresniveau und ein EBITDA zwischen TEUR 2.600 und TEUR 3.000. Aufgrund der anhaltenden gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten ist die Prognose durch eine hohe Unsicherheit geprägt. D. Chancen- und Risikobericht a) Risikomanagementsystem Die Grundsätze, Methoden und Prozesse des Risikomanagementsystems der Lessmann GmbH werden zentral von der Geschäftsführung vorgegeben und finden im Unternehmen Anwendung. Alle wesentlichen Risiken werden nachvollziehbar und systematisch identifiziert, analysiert, bewertet, gesteuert, dokumentiert und überwacht. Dabei nutzt das Unternehmen Instrumente der Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung zur Erkennung und Analyse von Trends und dem Entwickeln von auf diese Trends abgestimmten Handlungsoptionen. Marktentwicklungen und -risiken werden permanent beobachtet. b) Risiken Risiken mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben sich u.a. aus der Unsicherheit über die weitere Entwicklung der globalen Wirtschaft. Insbesondere der weitere Verlauf des Kriegs in der Ukraine sowie weitere wirtschafts- und geopolitische Spannungen in anderen Teilen der Welt, könnten die makroökonomischen Rahmenbedingungen spürbar eintrüben. Auch aus der gestiegenen Verschuldung von Staaten, Ländern und Kommunen infolge der Bekämpfung der wirtschaftlichen Belastungen der COVID-19-Pandemie und des Kriegs in der Ukraine ergeben sich Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Die Geschäftsführung erwartet zudem einen weiteren wachsenden Wettbewerb auf den für die Lessmann GmbH maßgeblichen Märkten aufgrund schlechterer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Eine weitere Verschärfung des Wettbewerbs verbunden mit abnehmenden Margen könnte die Ertragskraft der Gesellschaft nachhaltig schwächen. Die Aufgabe technischer Bürsten ist in vielen Anwendungsbereichen, einen vorgelagerten Produktionsschritt nachzubessern (Entgraten, Entzundern, Entschichten, etc.). Mit der laufenden Verbesserung dieser Fertigungen könnte auch ein Teil der Bürstenanwendungen entfallen, wodurch es mittelfristig zu einer Verschlechterung der Ertragslage der Gesellschaft kommen kann. Die Umstellung von fossilen Brennstoffen auf neue Energieträger, insbesondere die Einführung der Elektromobilität betrifft einen Teil der Kunden in der Automobilindustrie und im Energiesektor (Pipelinebau). Momentan ist nicht abzuschätzen wann sich die Veränderungen auch für die Lessmann GmbH in spürbaren Umsatzrückgängen zeigen. Andererseits birgt diese Transformation auch Chancen für die Wirtschaft im Allgemeinen und die Lessmann GmbH durch das Entstehen neuer Anwendungsgebiete von Oberflächenwerkzeugen im Speziellen. Die Betriebsfähigkeit und Sicherheit der IT-Systeme hat für die Lessmann GmbH einen hohen Stellenwert. Ziel ist es, die IT-Systeme konstant zu betreiben und unberechtigte Zugriffe auf die System- und Datenbestände zu vermeiden. Sollte sich das Risiko des Eindringens Krimineller auf die System- und Datenbestände unseres Unternehmens zum Beispiel durch Cyberangriffe materialisieren, dürfte hierdurch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lessmann GmbH negativ beeinflusst werden. Auf der Einkaufsseite können steigende Rohstoff- und Energiepreise und Lieferengpässe die Ertragslage der Gesellschaft belasten. Ferner sieht die Geschäftsführung im Produktionsbereich durch die zunehmende Verknappung von Fach- und Führungskräften Risiken. Daneben können Ausfälle von Kundenforderungen und Wechselkursschwankungen aus US-Dollar-Geschäften die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft belasten. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem werden die Fremdwährungsrisiken teilweise über Devisentermingeschäfte abgesichert. Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen abgedeckt. c) Chancen Die Lessmann GmbH ist aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit in ihren Märkten gut positioniert. Hierdurch wurde die Basis geschaffen, in den Kerngeschäftsfeldern Werkzeug-Bürsten und Handbürsten zu wachsen und die Profitabilität zu steigern. Bei einer unerwartet schnellen Lösung der derzeitigen geopolitischen Spannungen ist mit einer spürbaren konjunkturellen Belebung der Weltwirtschaft zu rechnen, wodurch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lessmann GmbH positiv beeinflusst werden dürfte. Zudem sieht die Geschäftsführung zahlreiche Chancen auf neuen Absatzmärkten. Dies gilt insbesondere für Nord- und Südamerika, wo die Nachfrage nach Industriebürsten auch in Zukunft wachsen dürfte. Die Firma hat sich in den letzten Jahren einen exzellenten Ruf im Bürstenmarkt erarbeitet, was sich auch in der erfreulichen Auftragslage widerspiegelt. Die Gesellschaft verfügt über modernste Maschinen, welche die Produktion der Bürsten und der Vormaterialen auf höchstem Qualitätsniveau ermöglichen. Flache Unternehmensstrukturen, Kosteneffizienz und ein leistungsstarkes Angebot begünstigen die Umsatz- und Ertragschancen, die auch für das kommende Geschäftsjahr ein moderates Wachstum erwarten lassen. Die Lessmann GmbH arbeitet permanent an der kontinuierlichen Verbesserung ihrer Prozess- und Arbeitsabläufe und investiert kontinuierlich in ihren Maschinenpark sowie in die weitere Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse. Ferner ist die Lessmann GmbH ein attraktiver Arbeitgeber, weshalb die Gesellschaft leistungsfähige und hoch motivierte Mitarbeiter gewinnen und binden kann. Chancen ergeben sich zudem aus einer möglichen generellen Abwertung des Euro. d) Gesamtaussage Die Geschäftsführung erwartet für das Geschäftsjahr 2024 ein Rohergebnis auf Vorjahresniveau und ein EBITDA zwischen TEUR 2.600 und TEUR 3.000. Aufgrund der anhaltenden gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten ist die Prognose durch eine hohe Unsicherheit geprägt. Aus heutiger Sicht sind keine bestandsgefährdenden bzw. die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussenden Risiken erkennbar. Auch unter Zugrundelegung von negativen Szenarien werden nach heutigem Stand keine Liquiditätsengpässe auftreten. E. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs, die Abwendung finanzieller Risiken jeglicher Art sowie die Sicherstellung der Unabhängigkeit des Unternehmens. Beim Management ihrer Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen, langjährigen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme, können jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken. Die Zahlungsfähigkeit und finanzielle Flexibilität sichert die Lessmann GmbH durch angemessene Liquiditätsreserven in Form von Barmitteln und Kreditlinien. Eine regelmäßige Liquiditätsplanung stellt dabei eine ausreichende und fristgerechte Ausstattung des Unternehmens mit finanziellen Mitteln sicher. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird stets die Bonität der Kunden abgefragt. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement und ein effizientes Mahnwesen. Fremdwährungsrisiken werden über den Einsatz von Devisentermingeschäften gesteuert und minimiert. Rohstoffpreisrisiken aufgrund signifikanter Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen sowie Risiken aus der Nichtverfügbarkeit von Rohstoffen werden weitgehend über operative Maßnahmen im Einkaufsbereich kompensiert. Derzeit liegen keine Anhaltspunkte vor, wonach diese Risiken die Profitabilität des Unternehmens nachhaltig beeinträchtigen. Sollten sich jedoch aufgrund der angespannten geopolitischen Lage die Verfügbarkeit sowie die Preise von bestimmten Rohstoffen wieder verschärfen, wird dies die Profitabilität und die Wachstumsdynamik des Unternehmens negativ beeinflussen. Auf die konsequente Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips und auf Beachtung gesetzlicher Compliance-Standards wird geachtet. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass Unregelmäßigkeiten im Finanz- und Rechnungswesen von vornherein verhindert werden. F. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Oettingen, den 28.03.2024 Lessmann GmbH gez. Dieter Lessmann gez. Jürgen Lessmann BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen der Satzung beachtet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gesellschaft ist nach den in § 267 HGB bezeichneten Größenmerkmalen als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die planmäßige Abschreibung erfolgten linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer über drei bis fünf Jahre. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden nicht aktiviert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv über einen Zeitraum von drei bis fünfzehn Jahren vorgenommen. Bei geringwertigen Anlagegütern mit Anschaffungskosten bis 800,00 EUR wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, sie im Zeitpunkt des Zugangs voll abzuschreiben und als Abgang zu zeigen. Die Finanzanlagen (Genossenschaftsanteile) wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte unter Beachtung des Niederstwertprinzips grundsätzlich mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werten. Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die Gesellschaft machte von dem Wahlrecht der Einbeziehung angemessener Verwaltungskosten in die Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB keinen Gebrauch. Die handelsrechtlichen Vorschriften zur verlustfreien Bewertung wurden beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihren Nennwerten unter Berücksichtigung individueller Abschläge für alle erkennbaren Risiken bewertet. Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit den Nennwerten angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 896.438,00 EUR. Die Steuerrückstellungen wurden grundsätzlich in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und wurden jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erscheint. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Jahresabschluss des Vorjahres unverändert geblieben. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt, welcher als Bestandteil dieses Anhangs gilt. Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert Der im Jahr 2019 entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert und entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurden 5 Jahre festgelegt, was jenen Zeitraum widerspiegelt, über den die erworbenen Geschäfte einen positiven Nutzen stiften werden. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr
Sämtliche Forderungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 5.614.750,71 EUR (Vorjahr: 5.235.189,87 EUR). Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von 8.270.364,74 EUR einbezogen. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 21.245,00 EUR. Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das versicherungsmathematische Teilwertverfahren angewendet. Soweit Anwartschaft auf Hinterbliebenenrenten bestehen, wurden diese nach Kollektivmethoden bewertet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Die Pensionsrückstellung wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zum Bilanzstichtag mit dem Erfüllungsbetrag von 1.974.413,00 EUR saldiert mit der an die Arbeitnehmer verpfändeten Rückdeckungsversicherung in Höhe von 1.077.975,00 EUR mit einem Betrag von 896.438,00 EUR ausgewiesen. Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 21.245,00 EUR. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte Die Verbindlichkeiten, gegliedert nach Restlaufzeiten, stellen sich wie folgt dar:
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Die Gesellschaft haftet als Gesamtschuldnerin bzw. aus der Bestellung von Sicherheiten für einen der Firma Lessmann Verwaltungs GmbH & Co. KG zur Verfügung gestellten Kreditrahmen. Zum 31. Dezember 2023 valutierte der Kreditrahmen bei 5.001 TEUR. Die Lessmann Verwaltungs GmbH & Co. KG hat bisher alle finanziellen Verpflichtungen gegenüber den Gläubigerbanken eingehalten und verfügt über eine sehr gute Bonität, weshalb mit keiner Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen zu rechnen ist. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstige finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen Verpflichtungen aus Pachtverträgen in Höhe von 4.833 TEUR. Die Verpflichtung resultiert im Wesentlichen aus dem Pachtvertrag mit der Firma Lessmann Verwaltungs GmbH Co. KG. Dieser verlängert sich jeweils um zwei Jahre, soweit nicht spätestens sechs Monate vor Ablauf der Pachtzeit die Kündigung erfolgt ist. Die Jahrespacht beträgt 1.764 TEUR. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 66.065,15 EUR (Vorjahr: 45.855,40 EUR). Periodenfremde Erträge sind im Geschäftsjahr in Höhe von 146.323,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) angefallen. Im Wesentlichen resultieren diese aus der Gewährung von Forschungszulagen für frühere Geschäftsjahre. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 23.455,67 EUR (Vorjahr: 63.806,68 EUR) enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Zinsaufwand enthält Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 40.411,00 EUR. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 248 zuzüglich 21 Auszubildenden. Namen der Geschäftsführer Die Geschäfte des Unternehmens werden durch folgende Personen geführt:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 9.270.197,31 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
sonstige Berichtsbestandteile
Oettingen, 28. März 2024 gez. Dieter Lessmann Jürgen Lessmann Cornelia Kitzsteiner Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 11.04.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkDer nachfolgend wiedergegebene Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss macht von den Offenlegungserleichterungen gemäß § 327 HGB Gebrauch. Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lessmann GmbH, Oettingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lessmann GmbH, Oettingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
München, 28. März 2024 RING
- TREUHAND GMBH & Co. KG
gez. MAIROSER, Wirtschaftsprüfer gez. MÜLLER, Wirtschaftsprüfer |
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