Volksbank Raiffeisenbank Starnberg-Herrsching-Landsberg eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht München GnR 1013
Eingetragen
27.2.2002
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Ergänzung zu Eintrag Nr. 40: Gegenstand geändert, nun: Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Einlagen; die Gewährung von Krediten aller Art; die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie Durchführung von Treuhandgeschäften; die Durchführung des Zahlungsverkehrs; die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten;die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; der Erwerb und die Veräußerung von Immobilien sowie die Vermietung, Verpachtung und Verwaltung von eigenen Immobilien; die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen, Immobilien und Reisen. Die Genossenschaft kann Zweigniederlassungen errichten und sich an Unternehmen beteiligen. Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebes auf Nichtmitglieder ist zugelassen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Susanne Berchtold
seit 20.6.2025
Prokura
Frank Waibel
seit 14.8.2024
Prokura
Cyrus Ahari
seit 10.1.2024
Vorstandsmitglied
Prokura
Maik Uhlmann
seit 27.10.2023
Prokura
Dominic Pölt
seit 2.3.2023
Prokura
Martin Barth
seit 25.3.2022
Prokura
Katja Funke
seit 6.2.2018
Prokura
Konrad Hallhuber
seit 6.2.2018
Vorstandsmitglied
Markus Raphael
seit 6.2.2018
Prokura
Peter Wunderl
seit 20.9.2013
Prokura
Dirk Setzler
seit 3.1.2012
Prokura
Peter Schwab
seit 16.1.2007
Prokura
Thomas Vogl
seit 10.1.2006
Vorstandsmitglied
Thomas Pilgram
seit 8.7.2002
Prokura
Matthias Gloger
seit 27.2.2002
Prokura

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Volksbank Raiffeisenbank Starnberg-Herrsching-Landsberg eG

Starnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Die Volksbank Raiffeisenbank Starnberg-Herrsching-Landsberg eG ist eine eingetragene Genossenschaft, die der amtlich anerkannten BVR Institutssicherung GmbH und der zusätzlichen freiwilligen Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen ist.

Zweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder. Wir betreiben grundsätzlich alle banküblichen Geschäfte. Im Rahmen des Kundengeschäftes werden insbesondere das Kredit- und Einlagengeschäft sowie im Dienstleistungsbereich die Abwicklung des Zahlungsverkehrs und das Wertpapiergeschäft betrieben. Das Vermittlungsgeschäft erfolgt überwiegend mit unseren Partnern der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Die Immobilien- und Versicherungsvermittlung wird von unserer Tochtergesellschaft, die VR Immobilien & Versicherung StarnbergAmmersee GmbH, durchgeführt. Das Eigengeschäft der Bank wird in erster Linie zur Aussteuerung der Kundeneinlagen einerseits und des Kundenkreditvolumens andererseits betrieben.

Als regional tätige Kreditgenossenschaft umfasst unser Geschäftsgebiet mit 25 Geschäftsstellen und 12 SB-Standorten die Landkreise Starnberg, Landsberg am Lech und Weilheim-Schongau, die Stadt München sowie die direkt angrenzenden Wirtschaftsräume, die im Einzugsgebiet unserer 25 Filialen liegen. Geschäfte mit Kunden außerhalb der Region werden nur in überschaubarem Umfang betrieben. Die Geschäftsstellen mit persönlicher Kundenansprache sind Hauptvertriebskanal. Zudem bieten wir unseren Kunden alle zeitgemäßen technischen Kontakt- und Kommunikationsmöglichkeiten, z.B. mittels unseres telefonischen Kundenservices, Internet oder Smartphone App.

Organe sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Vertreterversammlung.

Im Bankgeschäft sind zum Ende des Berichtsjahres 399 Mitarbeiter beschäftigt.

II. Wirtschaftsbericht

II.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der bayerischen Kreditgenossenschaften

Für das Verständnis der Analyse unseres Geschäftsverlaufs und unserer wirtschaftlichen Lage waren folgende gesamtwirtschaftliche sowie regionale und branchenbezogene Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2023 maßgeblich.

Die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands war im Jahr 2023 geprägt von weiterhin hohen Teuerungsraten und schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Hohe Energiepreise und leere Auftragsbücher sorgten in Deutschland bereits zu Beginn des Jahres für eine Stagnation des Wirtschaftswachstums. Auch zum Jahresende hin blieben konjunkturbelebende Impulse aus. Trotz der Zunahme der Kaufkraft durch die gestiegenen Einkommen rutschte die deutsche Wirtschaft zuletzt in die Rezession. Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz allem weiterhin robust. Nachdem die deutsche Wirtschaft 2022 noch vom Abbau der Auftragsrückstellungen sowie den Nachholeffekten im Dienstleistungssektor nach der Corona-Pandemie profitiert hatte, überwogen im vergangenen Jahr wachstumsdämpfende Faktoren. Im Vergleich zum Vorjahr schrumpfte das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2023 preisbereinigt um -0,3 %.

Besonders stark betroffen war dabei die deutsche Industrie, die ihre Produktion um -2,0 % zurückgefahren hat und damit einem anhaltenden Abwärtstrend gefolgt ist. Das verarbeitende Gewerbe, geprägt von energieintensiven Sparten, litt besonders unter der Teuerung der Energie. Zusätzlich wirkten sich eine schwache Konsumlaune der privaten Haushalte sowie eine verhaltene Auftragsentwicklung belastend aus. Schwach positive Impulse sendeten unterdessen das Baugewerbe sowie die Dienstleistungsbereiche. Ausgehend von einem 10-Jahres-Tiefstand konnte die Bruttowertschöpfung im Baugewerbe preisbereinigt leicht um rund 0,2 % gesteigert werden. Die Bruttowertschöpfung im Dienstleistungssektor nahm um 1,0 % zu. Besonders positiv entwickelte sich dabei der Informations- und Kommunikationssektor mit einem Plus von 2,6 %. Bremsend wirkte vor allem das Handels- und Gastgewerbe mit einem Rückgang um -1,0 %. Die ökonomischen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine blieben für die landwirtschaftlichen Betriebe 2023 ein wichtiges Thema. Angesichts der kriegsbedingt engen Versorgungslage an den globalen Nahrungsmittel- und Rohstoffmärkten kam es kurzfristig in einigen Bereichen zu enormen Preissteigerungen. Da jedoch die Erzeugerpreise allgemein stärker stiegen als die Betriebsmittelpreise, konnten viele Betriebe wieder zur wirtschaftlichen Profitabilität zurückfinden. Auch im gesamten Agrarsektor, zu dem neben der Landwirtschaft die Forstwirtschaft und die Fischerei gezählt werden, hat sich die wirtschaftliche Lage verbessert. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung expandierte um 1,4 %, allerdings begleitet von einem weiteren Rückgang der Erwerbstätigenzahl um 0,5 % auf rund 550.000 Menschen.

Die deutsche Handelsbilanz hat sich 2023 gegenüber dem Vorjahr verbessert. Mit einem Exportüberschuss (Exporte abzüglich Importe) von 209,4 Mrd. Euro war der Außenhandelssaldo mehr als doppelt so groß wie im Vorjahr, verfehlte aber noch immer sein Vorkrisenniveau.

Mit über 45,8 Millionen Personen erreichte die Zahl der Erwerbstätigen 2023 im Durchschnitt einen neuen Höchststand. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einer Zunahme von 0,7 %. Zurückzuführen ist der anhaltende Wachstumstrend auf eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung vor allem im Teilzeitbereich sowie auf die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte. Den stärksten Zuwachs verzeichneten die Dienstleistungsbereiche mit 0,9 %. Im verarbeitenden Gewerbe stieg die Beschäftigungszahl zwar ebenfalls leicht um 0,1 %, verfehlte jedoch ihr Vorkrisenniveau weiter deutlich. Insgesamt zeigt der Arbeitsmarkt trotz steigender Erwerbstätigenzahlen erste Anzeichen der geschwächten Konjunktur. So ist die Arbeitslosenquote 2023 im Jahresmittel von 5,3% auf 5,7 % etwas gestiegen. Ein ähnlicher Trend auf deutlich niedrigerem Niveau zeigt sich für den Freistaat Bayern: Hier stieg die Arbeitslosenquote im Jahresmittel auf 3,4 %, wobei sie 2022 noch 0,3 Prozentpunkte niedriger notierte. Damit hat Bayern aber weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote im bundesweiten Vergleich.

Die Sparquote überstieg 2023 mit 11,3 % ihr Vorjahresniveau leicht, nachdem sie 2022 deutlich gefallen war. Haupttreiber dieser Entwicklung waren trotz anhaltender Preissteigerungen die gestiegenen Zinsen sowie die positive Entwicklung an den Aktienmärkten. Hier preisen Anleger bereits erste Senkungen der Leitzinsen für das Jahr 2024 ein.

Die Inflation, gemessen durch den Verbraucherpreisindex, betrug in der Gesamtjahresbetrachtung 2023 noch immer 5,9 %. Das sind 1,0 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2022. Die Teuerung nahm im Jahresverlauf graduell ab, um im Dezember abermals einen leichten Aufwärtsschritt zu erfahren. Die Ursache war dabei eine staatliche Energiepreissenkung im Dezember 2022 durch die Bezuschussung von Gas- und Wärmerechnungen. Haupttreiber der anhaltenden Teuerung waren nach wie vor Energie und Lebensmittel mit einer jährlichen Preissteigerung von jeweils rund 13,0 %. Die Nettokaltmieten stiegen 2023 um 2,1 %.

Nachdem das globale Wirtschaftswachstum 2022 mit 3,5 % aufgrund geopolitischer Spannungen bereits deutlich an Dynamik verlor, verlangsamte es sich 2023 nur noch ein wenig. Nach aktuellen Schätzungen wird für das Jahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 % gerechnet. Ersteinschätzungen messen die Eintrübung vornehmlich den Industriestaaten bei, deren Wachstum um rund 1,0 Prozentpunkte auf 1,6 % abgenommen haben dürfte. Während die Vereinigten Staaten ihr Vorjahresniveau von 2,1 % halten konnten und China mit 5,0 % die Erwartungen übertraf, verringerte sich das Wirtschaftswachstum vor allem in der Eurozone deutlich. Innerhalb der Europäischen Union war ein heterogenes Bild zu beobachten. Vor allem südeuropäische Länder wuchsen dabei oberhalb des EU-Durchschnitts von 0,6 %, während zentral- und nordeuropäische Staaten wie Österreich oder Schweden geringere oder gar negative Raten auswiesen. Auch Deutschland reihte sich unter den Ländern mit schrumpfender Wirtschaftsleistung ein. Insgesamt hatten die EU-Staaten im vergangenen Jahr mit zahlreichen Widrigkeiten zu kämpfen. Die Folgen des Ukraine-Krieges, steigende Zinsen und die hohe Inflation bremsten das Wachstum - ungeachtet allmählich sinkender Energiepreise und eines starken Arbeitsmarktes - deutlich.

Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahr 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Die größten westlichen Notenbanken, die Europäische Zentralbank (EZB) und die Federal Reserve der USA (Fed), erreichten damit 2023 und binnen unter achtzehn Monaten Erhöhungsphase die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise von 2008; im Falle der EZB die höchsten seit Einführung des Euro. Im Zuge dieser Zinspolitik sanken die konjunkturellen Aussichten der Weltwirtschaft aufgrund der steigenden Finanzierungskosten. Auch die Entwicklung in China trug zur einsetzenden Konjunkturbremsung bei, da das dortige Wachstum durch eine Immobilienkrise und Nachwirkungen der strengen Nullcovidpolitik geschwächt wurde. Geopolitische Unsicherheiten wie der andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der durch den Terrorangriff der Hamas auf Israel intensivierte Nahostkonflikt oder die Rivalität zwischen China und den USA belasteten die Konjunkturaussichten ebenfalls.

Die Zinsschritte der Notenbanken spiegelten sich in den Geldmarktsätzen wider. Der dreimonatige Euribor stieg im Jahresverlauf von knapp 2,2 % Anfang Januar auf 3,9 % Ende Dezember an. Der Rentenmarkt zeichnete 2023 ein weniger eindeutiges Bild. Ausgehend von rund 2,5 % zu Jahresbeginn stieg die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihen bis in den Herbst auf über 3,0 % Anfang Oktober an. Dieser Trend kehrte sich jedoch zum Jahresende um. Per Ende Dezember notierte die Rendite der Wertpapiere noch bei 2,0 %. Die Zinsstrukturkurve, die das Zinsniveau in Abhängigkeit von der Laufzeit zum Beispiel einer Staatsanleihe beschreibt, bleibt auch im Jahr 2023 tendenziell invers. Das bedeutet, dass Anleihen mit kurzer Laufzeit eine höhere Verzinsung haben als länger laufende Ausleihungen. Die Bundeswertpapiere folgten dem Trend am US-Markt. Insbesondere die steigende Unsicherheit über die künftige Zinsentwicklung ließ die Investoren bis in den Herbst vergangenen Jahres immer höhere Risikoprämien verlangen. Die Rendite der zehnjährigen US-Treasury Bonds stieg von 3,9 % Anfang Januar bis auf 5,0 % Mitte Oktober an. Nach den letzten Zinssitzungen der US-Notenbank FED überwiegt bei den Investoren jedoch der Glaube an die Zinswende in 2024, was zu einem Renditerückgang auf 3,9 % Ende Dezember führte.

Der deutsche Aktienmarkt verzeichnete bis in den Sommer hinein einen positiven Trend. Nach einer Schwächephase im Herbst folgte eine ausgeprägte Jahresendrally. Unterm Strich legte der DAX von knapp 14.000 Punkten Anfang 2023 auf rund 16.800 Punkte zu. Das entspricht einem Kursgewinn von etwa 20 Prozent. Insbesondere die Erwartung einer baldigen Zinssenkung in den USA ließ die Aktienkurse in den letzten Wochen des Jahres 2023 steigen. Der europäische Index EuroStoxx stieg im Jahresverlauf ebenfalls an. Von rund 3.800 Punkten zu Beginn des Jahres kletterte das europäische Börsenbarometer auf etwa 4.520 Punkte. Der US-amerikanische S&P 500 schloss das Jahr mit knapp 4.770 Punkten ab. Gegenüber 3.850 Punkten zum Jahresanfang ist dies ein Plus von rund 24 %.

Die europäische Gemeinschaftswährung wertete im Verlauf des Jahres 2023 leicht von 1,07 US-Dollar auf 1,10 US-Dollar auf. Dabei profitierte die Gemeinschaftswährung von der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die ihre Leitzinsen um 200 Basispunkte erhöhte, während die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen um niedrigere 100 Basispunkte anhob. Dies verringerte den Zinsabstand der großen Währungsräume und ließ den Euro als Devise nach einem schwachen 2022 attraktiver werden. Weiterhin profitierte die Gemeinschaftswährung von der insgesamt erfolgreichen Selbstverteidigung der Ukraine gegen Russlands Invasion. Diese ließ Sorgen um ein Übergreifen der russischen Aggression auf andere europäische Staaten stärker in den Hintergrund treten. Der geopolitische Risikoabschlag des Euro gegenüber dem Dollar sank auf das Gesamtjahr gesehen. Dennoch blieb der Euro relativ zum Dollar anfällig und reagierte insbesondere auf Veränderungen der geopolitischen Lage und das Zinsverhalten der EZB. So sank der Euro vom 30. August bis zum 13. Oktober von 1,09 auf 1,05 US-Dollar. In dieser Zeitspanne beendete die EZB einerseits ihre Zinserhöhungen, während andererseits die Hamas mit ihren Terrorangriffen auf Israel einen kriegsähnlichen Konflikt entfachte. Da dieser Konflikt im weiteren Verlauf des Jahres 2023 aber weitgehend isoliert blieb und die Finanzmärkte zum Jahresende für die Fed bereits deutliche Leitzinssenkungen im Jahr 2024 einpreisten, konnte sich der Euro wieder erholen und das Jahr 2023 mit 1,10 Dollar beschließen.

Vor diesem gesamtwirtschaftlich anspruchsvollen Hintergrund können die 637 deutschen Kreditgenossenschaften, darunter 184 in Bayern, auf eine leicht wachsende Geschäftsentwicklung zurückblicken. Die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken blicken in einem von großen Unsicherheiten und Unwägbarkeiten geprägten Umfeld auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück und haben das Jahr 2023 mit einem soliden Ergebnis abgeschlossen. Das Betriebsergebnis stieg von 1,8 Milliarden Euro auf 2,1 Milliarden Euro. Die positive Entwicklung ist auf das nach wie vor stabile Kundengeschäft und eine weitere Verbesserung in der Kosteneffizienz zurückzuführen. Die Ausleihungen stiegen um 2,7 Prozent beziehungsweise 3,7 Milliarden Euro auf 140,5 Milliarden Euro, wobei das hohe Kreditwachstum aus den zurückliegenden Ausnahmejahren jedoch nicht mehr erreicht wurde, da auch bei den bayerischen Genossenschaftsbanken die Zurückhaltung bei Privathaushalten und Wirtschaft spürbar war. Bei den bilanziellen Kundengeldern verzeichneten die Banken ein Plus von 0,4 %. Dabei ist eine deutliche Umschichtung zu beobachten von Sichteinlagen in Einlagen bei festverzinslichen Sparprodukten. Die Termineinlagen legten aufgrund attraktiverer Verzinsung deutlich zu und haben sich mehr als verdreifacht (+216,5 Prozent). Das außerbilanzielle Kundenanlagevolumen stieg wegen gewachsener Bestände im Wertpapier- und Fondsgeschäft. Das ist neben Wertzuwächsen in den Bestandsdepots im Wertpapier- und Fondsgeschäft auch auf reines Neugeschäft zurückzuführen. Die Zinswende wirkt sich positiv auf das Ergebnis der bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken aus. Der Zinsüberschuss stieg um 14 % auf rund 3,6 Milliarden Euro. Die Provisionserträge blieben konstant bei knapp 1,4 Milliarden Euro. Die Betriebskosten stiegen nur leicht um 152 Mio. Euro auf 2,9 Milliarden Euro. Ursachen sind vor allem die Aufwendungen für die Digitalisierung sowie ein leichter Anstieg der Personalkosten. Damit sind die Erträge der bayerischen Genossenschaftsbanken deutlich stärker gestiegen als die Kosten. Die Aufwand-Ertrag-Relation (CIR) ist mit einem Wert von 59,8 (Vorjahr 61,2) erstmals unter 60 gesunken. Zudem konnten die Abschreibungen auf Wertpapiere aus dem Jahr 2022 durch gegenläufige Effekte im Geschäftsjahr vollständig revidiert werden. Das Bewertungsergebnis für Wertpapiere war im vergangenen Jahr positiv mit einem Plus von 330 Millionen Euro. Im Kreditbereich müssen die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken allerdings der allgemein schlechteren Wirtschaftslage sowie den eingetrübten Konjunkturaussichten Rechnung tragen. Daher erhöhten sie ihre Risikovorsorge um 247 Millionen Euro, nach 82 Millionen Euro im Vorjahr. Der Jahresüberschuss stieg damit von 308 Millionen Euro im Jahr 2022 auf 515 Millionen Euro. Das harte Kernkapital beträgt zum 31.12.2023 rund 19,9 Mrd. Euro und ist damit im Vergleich zum Vorjahr spürbar um 2,6 % gestiegen. Die harte Kernkapitalquote liegt bei 16,3 % und konnte damit ebenfalls sichtlich gesteigert werden.

II.2 Leistungsindikatoren

Definition unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen:

- Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext voraussichtlich weiter steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR (aufsichtsrechtlich anrechenbare Eigenmittel des Instituts in Prozent des Gesamtrisikobetrages).

- Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit/Effizienz bzw. Produktivität unserer VR Bank wurde die Cost Income Ratio (nachfolgend "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis der Betriebskosten des Bankgeschäfts zum Zins- und Provisionsergebnis (inkl. laufender Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren) sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen dar; betriebswirtschaftlich neutrale Erfolgsfaktoren und Ertragssteuern bleiben unberücksichtigt.

- Als weiteren Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank haben wir die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme festgelegt. Die Kennzahl misst die Ertragskraft der VR

Bank in Relation zum (bilanziellen) Geschäftsvolumen, gemessen als durchschnittliche Bilanzsumme. Diese finanzielle Leistungskennzahl unterscheidet sich insofern von der Gewinn- und Verlustrechnung. Betriebswirtschaftlich neutrale Erfolgsfaktoren und Ertragssteuern bleiben auch hier unberücksichtigt.

Die drei genannten Leistungsindikatoren finden sich so in unserer sogenannten Strategielandkarte in der Finanzperspektive wieder.

In den nächsten Abschnitten des Lageberichts wird auf deren Entwicklung bei der Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Genossenschaft sowie im Rahmen des Prognoseberichts eingegangen.

Entwicklung unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023

Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar:

Die Gesamtkapitalquote belief sich per 31.12.2023 auf 18,7 % und erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr (15,6 %) um 3,1 %-Punkte. Dieser Anstieg übertraf unsere in der Vorperiode berichteten Prognose und resultiert neben einer Präzisierung der Datengrundlage zur sogenannten risikogewichteten Aktiva insbesondere aus dem erfolgreichen Absatz von Genossenschaftsanteilen/Mitgliedsanteilen.

Die CIR lag im Geschäftsjahr bei 53,8 % und hat sich ggü. dem Vorjahr (65,4 %) deutlich besser entwickelt als unser prognostizierter Wert von 67,7 %. Bei der Analyse und Beurteilung der Ertragslage wird im Detail auf die Entwicklung der CIR eingegangen.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von 0,72 % auf 1,21 % stark verbessert und lag deutlich über unseren Erwartungen. Bei der Analyse und Beurteilung der Ertragslage finden sich detaillierte Ausführungen zur Entwicklung im Geschäftsjahr.

Im Einzelnen stellt sich der Geschäftsverlauf wie folgt dar:

II.3 Geschäftsverlauf der Volksbank Raiffeisenbank Starnberg-Herrsching-Landsberg eG

Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Bilanzsumme 3.190.831 3.221.486 - 30.655 1,0
Außerbilanzielle Geschäfte 532.739 935.322 - 402.583 43,0

Die Bilanzsumme hat sich leicht reduziert. Hauptursächlich hierfür war ein Rückgang kurzfristiger Kundengelder.

Die außerbilanziellen Geschäfte (532.739 TEUR), die sich aus Eventualverbindlichkeiten in Form von Bürgschaften in Höhe von 213.045 TEUR, aus anderen Verpflichtungen (unwiderrufliche Kreditzusagen) in Höhe von 143.526 TEUR und derivativen Geschäften in Höhe von nominell 176.168 TEUR zusammensetzen, haben sich neben Verringerungen der Bürgschaftsverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen insbesondere durch die vorzeitige Auflösung von Zinsderivaten reduziert.

Das betreute Kundenvolumen, welches neben dem bilanziellen Bestand auch das vermittelte Anlage- und Kreditvolumen enthält, erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 0,2 %.

Aktivgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Kundenforderungen 2.154.335 2.140.866 + 13.469 0,6
Wertpapiere 696.773 700.079 - 3.306 0,5
Forderungen an Kreditinstitute 216.935 267.198 - 50.263 18,8

In der Struktur der Aktivseite sind im Berichtsjahr keine wesentlichen Veränderungen zu verzeichnen, lediglich die Forderungen an Kreditinstitute haben sich um 50.263 TEUR reduziert.

Im Berichtsjahr konnte das Kundenkreditgeschäft nicht wie ursprünglich geplant gesteigert werden. Waren wir in der Planannahme noch von einem Wachstum von 3,0 % ausgegangen, so erreichten wir tatsächlich einen Zuwachs von 0,6 %. Ursächlich dafür war der Rückgang sowohl privater Immobilienfinanzierungen als auch gewerblicher Investitions- und Immobilienprojektfinanzierungen. Auch unsere restriktive Risikopolitik hat sicher dazu beigetragen, dass wir unser geplantes Kreditwachstum nicht erreicht haben.

Unsere Wertpapieranlagen in Form von festverzinslichen Wertpapieren und Investmentfonds lagen in etwa auf dem Vorjahresniveau.

Das außerbilanzielle Kundenkreditvolumen, welches die von uns vermittelten Kredite widerspiegelt, reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um rund 5,2 %, vor allem wegen Bestandsrückgängen bei Hypothekenbanken und dem Abbau von Konsortialkrediten. Vom Volumen, das hauptsächlich an die Partner des genossenschaftlichen Finanzverbundes vermittelt wurde, entfiel der größte Anteil auf die Bausparkasse Schwäbisch Hall.

Passivgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 349.382 361.640 - 12.258 3,4
Spareinlagen von Kunden 444.209 558.919 - 114.710 20,5
andere Einlagen von Kunden 2.025.299 1.987.349 + 37.950 1,9

Die Gesamteinlagen unserer Kunden reduzierten sich um TEUR 76.760. Dies ist neben unserer restriktiven Zinspolitik im kurzfristigen Anlagebereich auf einen höheren Liquiditätsbedarf unserer Kunden aufgrund des Anstiegs der Lebenshaltungskosten zurückzuführen. Darüber hinaus wurde ein wesentlicher Teil der Aufstockung unserer Geschäftsguthaben (+ 25,0 Mio. EUR) von den Sicht- und Spareinlagen unserer Kunden und Mitglieder transferiert. Zudem haben unsere Kunden wieder verstärkt in Wertpapiere investiert. Wir blieben mit dieser Entwicklung hinter den Planungen für das Geschäftsjahr 2023 zurück. Dort gingen wir von einem Wachstum der Einlagen insgesamt von 2,5 % aus. Tatsächlich zeigt sich ein Rückgang der gesamten Kundeneinlagen um 3,0 %.

Das außerbilanzielle Kundenanlagevolumen, welches die von uns vermittelten Geldanlagen widerspiegelt, stieg gegenüber dem Vorjahr um 8,1 %. Insbesondere bei den Wertpapieranlagen war ein deutlicher Zuwachs zu verzeichnen, der sowohl auf gestiegene Kurswerte als auch auf vermehrte Wertpapierkäufe unserer Kunden zurückzuführen ist.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 6.866 6.548 + 318 4,9
andere Vermittlungserträge 1.728 2.463 - 735 29,8
Erträge aus Zahlungsverkehr 11.709 9.974 + 1.735 17,4

Die Erträge des Dienstleistungsgeschäftes konnten sowohl beim Wertpapier- und Depotgeschäft als auch beim Zahlungsverkehr nominal gesteigert werden. Das gestiegene Zinsniveau an den Geld- und Kapitalmärkten motivierte unsere Kunden wieder verstärkt in Wertpapieranlagen, insbesondere in festverzinsliche Rentenpapiere zu investieren, so dass wir ggü. dem Vorjahr wieder eine Steigerung von 318 TEUR (4,9 %) erreichen konnten. Dennoch kann das Kundenverhalten bei den Wertpapieranlagen immer noch als zurückhaltend bezeichnet werden. Die sogenannten "anderen Vermittlungserträge" reduzierten sich hingegen. Hauptursächlich dafür war der erneute Rückgang der Gewinnausschüttung unserer Tochtergesellschaft, die VR Immobilien & Versicherung StarnbergAmmersee GmbH. Hier reduzierte sich die Ergebnisabführung ggü. dem Vorjahr (1.027 TEUR) um 221 TEUR auf nunmehr 806 TEUR und lag damit deutlich unter den Planerwartungen. Ursächlich hierfür war insbesondere die weiterhin verhaltene Nachfrage am Immobilienmarkt vor dem Hintergrund hoher Bau- und Finanzierungskosten. Die sonstigen Provisionserträge, insbesondere die Erträge aus Kreditbearbeitung, verringerten sich aufgrund der unerwarteten Rückgänge der privaten Immobilienfinanzierungen als auch der gewerblichen Investitions- und Immobilienprojektfinanzierungen gegenüber dem Vorjahreswert deutlich, so dass sich die Provisionserträge insgesamt auf Vorjahresniveau beliefen.

Immobiliengeschäft

Zur Erzielung von Mieterträgen investierten wir auch im Geschäftsjahr 2023 mit einem Gesamtvolumen von 22,8 Mio. Euro weiterhin in diverse Wohnimmobilien sowie in ein Wohn- und Geschäftshaus.

Insgesamt planen wir für 2024 in einem betriebswirtschaftlich vertretbaren Rahmen ein Investitionsvolumen von rd. 18,3 Mio EUR, je nach Baufortschritt für die in den Vorjahren begonnenen oder fortgesetzten Neubaumaßnahmen bzw. für den Kauf oder den Baubeginn weiterer Immobilien.

Investitionen

Darüber hinaus wurden für die laufende Unterhaltung, Modernisierung und Ausstattung unserer Gebäude insgesamt rd. 1,1 Mio. Euro ausgegeben. Schwerpunkt war dabei die Grundleitungssanierung in unserem Standort Seeshaupt, sowie die Anschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattung, insbesondere von EDV-Geräten wegen der fortlaufenden und sich ausweitenden technischen Modernisierung.

Unser Anspruch, über eine zeitgemäße Ausstattung zu verfügen, die den steigenden und vielfältigen Kundenbedürfnissen entsprechen, sowie der Substanz- und Werterhalt unserer Bestandsimmobilien wird sich auch auf die Investitionen im laufenden Geschäftsjahr auswirken. Dabei werden Gebäudeinstandhaltungsarbeiten und die fortlaufende technische Modernisierung der Gesamtbank aufgrund der weiter fortschreitenden Digitalisierung wiederum ein spürbarer Faktor sein. Insgesamt planen wir hierfür ein Kostenbudget von rd. 2,7 Mio. Euro ein.

II.4 Lage der Volksbank Raiffeisenbank Starnberg-Herrsching-Landsberg eG

II.4.1 Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten unserer Bank haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

Gewinn- und Verlustrechnung Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Zinsüberschuss 1) 59.671 40.894 + 18.777 45,9
Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 2.318 865 + 1.453 168,0
Provisionsüberschuss 2) 19.924 20.018 - 94 0,5
Sonstiges betriebliches Ergebnis 3) -332 2.507 - 2.839 113,2
Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwendungen 29.298 27.919 + 1.379 4,9
b) andere Verwaltungsaufwendungen 14.382 13.884 + 498 3,6
Bewertungsergebnis 4) -3.659 -4.044 + 385 9,5
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 34.572 19.083 + 15.489 81,2
Steueraufwand 8.253 4.723 + 3.530 74,7
Jahresüberschuss 6.019 5.961 + 58 1,0

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV - Posten 2.
2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV - Posten 6.
3) GuV - Posten 8 abzüglich GuV - Posten 12.
4) GuV-Posten 13 - 16

Im Berichtsjahr konnte der Zinsüberschuss ggü. dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Die fortgesetzte Politik der Zinssteigerungen der EZB zur Eindämmung der Inflation ermöglichte uns, unseren Zinsüberschuss auszuweiten. Auch die Planberechnungen für 2023 (Zinsüberschuss Plan 2023: 40,4 Mio EUR) wurden übertroffen. Ursächlich hierfür waren neben höheren Zinserträgen aus variabel verzinslichen Kundenkrediten auch Käufe von höher verzinsten Wertpapieren. Des Weiteren trug auch ein zurückhaltendes Zinsanpassungsverhalten bei unseren Kundeneinlagen zur Steigerung des Zinsüberschusses bei.

Ferner sind im Zinsüberschuss aus Close-Out-Zahlungen für veräußerte Zinsswaps rd. 15,7 Mio. EUR Zinsaufwand und rd. 23,5 Mio. EUR Zinsertrag enthalten, was in Summe einen positiven Beitrag zum Zinsergebnis in Höhe von 7,8 Mio EUR bedeutet. Die fortgesetzte Zinspolitik der EZB veranlasste uns, die Geschäfte in Zinsderivaten zu überprüfen und im Anschluss teilweise vorzeitig aufzulösen.

Der Provisionsüberschuss blieb nahezu unverändert auf Vorjahresniveau, wobei sich sowohl der Provisionsertrag als auch der Provisionsaufwand beim jeweiligen Vorjahreswert bewegte. Insofern blieb das Provisionsergebnis hinter unserer Erwartung einer leichten Steigerung zurück.

Im sonstigen betrieblichen Ergebnis verzeichnen wir zwar einen Rückgang um 2.839 TEUR, dies ist jedoch lediglich eine Normalisierung, da die im Vorjahr ausgewiesene hohe Auflösung einer Drohverlustrückstellung für einen Zwei-Phasen-Swap nicht mehr relevant war. In dieser Position zeichnen sich die sukzessive steigenden Mieterträge unserer Immobilieninvestitionen ab. Zusammen mit der Reduzierung des Aufwands aus der Aufzinsung von Pensions- und anderen Rückstellungen konnten sie die im Berichtsjahr außergewöhnlich hohen Zuführungen zu Rückstellungen für Prozessrisiken und Schadensersatzansprüche weitgehend ausgleichen.

Der Anstieg der Personalaufwendungen ist auf Nachbesetzungen freier Stellen in Verbindung mit einer leichten Erhöhung der Mitarbeiterkapazitäten, einer außerplanmäßigen im Dezember 2023 geleisteten Inflationsausgleichszahlung an unsere Mitarbeiter und einer höheren Zuführung zu den Pensionsrückstellungen zurückzuführen. Darüber hinaus sind in dieser Position auch gestiegene Zuführungen zu weiteren Rückstellungen für Gehaltsverpflichtungen, darunter auch Abfindungszahlungen an Mitarbeiter, enthalten. Damit fiel der Anstieg der Personalaufwendungen höher aus, als von uns geplant. Die sogenannten "anderen Verwaltungsaufwendungen" (Sachaufwendungen) stiegen um 498 TEUR (3,6 %). Ein erheblicher Teil unserer Kostenstruktur ist von fixen, von uns nur bedingt beeinflussbaren Kosten gekennzeichnet. Darunter fallen beispielsweise die Beiträge zu unseren Sicherungseinrichtungen, die Verbandsbeiträge und die Aufwendungen für die Datenverarbeitung, die sich gegenüber dem Vorjahr erhöhten. Aber auch die Auswirkungen der Inflation belasteten unsere Sachkostenpositionen zusätzlich. Zusammengefasst verfehlten wir unseren Planansatz für den gesamten Verwaltungsaufwand um rd. 2,1 Mio EUR.

Trotz der gestiegenen Verwaltungsaufwendungen konnten wir aufgrund unseres gesteigerten Rohüberschusses die Aufwands-/Ertragsrelation (Cost-Income-Ratio, vgl. Abschnitt II.2) verbessern und mit 53,8 % unseren Planwert von 67,7 % deutlich unterschreiten.

Das Bewertungsergebnis entsprach weitgehend unseren Prognosen und ist von folgenden Faktoren gekennzeichnet:

Die Kreditrisikosituation ist auch in einem nach wie vor herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfeld mit konjunkturellen Risiken weiterhin als stabil zu bezeichnen. Im Berichtsjahr ergab sich nach Verrechnung mit dem Aufwand aus der Zuführung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie Direktabschreibungen auf Forderungen insgesamt ein Ertrag aus der Auflösung von Risikovorsorgepositionen von 0,9 Mio EUR.

Im Bereich der Wertpapiere bewegen wir uns mit einem Saldo aus Abschreibungen und Zuschreibungen von minus 4,6 Mio. EUR nahezu auf Vorjahresniveau (VJ: minus 4,4 Mio. EUR). Im Berichtsjahr haben wir uns dazu entschieden, unter Inkaufnahme der Realisation von Kursverlusten Wertpapiere zu veräußern, bei denen wir von der langfristigen Bonität der Emittenten nicht mehr überzeugt waren. Damit wurden Adressrisiken im Wertpapierportfolio abgebaut. Nach wie vor besteht für unsere Wertpapiere im Anlagevermögen Dauerbesitzabsicht und nach wie vor ist das Durchschnittsrating unserer festverzinslichen Wertpapiere mit AA- überdurchschnittlich gut. Wie im Vorjahr wurden die Wertpapiere des Anlagevermögens nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet, was sich positiv auf die Ertragslage ausgewirkt hat. Dadurch wurden negative Wertänderungen in Höhe von 44,7 Mio. EUR (im Vorjahr 64,8 Mio. EUR) vermieden. Diese durch den Restlaufzeiteneffekt und die am Geld- und Kapitalmarkt leicht rückläufigen Zinsen verursachten positiven Entwicklungen bestätigen ebenfalls unsere Einschätzung einer temporären Wertminderung. Eine dauerhafte Wertminderung war auch zum 31.12.2023 bei keinem Wertpapier zu erkennen. Wir verweisen auf die zusätzlichen Ausführungen zu unseren Wertpapieren im Abschnitt II.4.3 Vermögenslage.

Mit rd. 34,6 Mio. EUR erreichen wir ein kräftig gestiegenes Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit, das nach Abzug der Steuerlast für 2023 eine Eigenkapitaldotierung zulässt, die unsere Planung weit übertraf. Zusammenfassend entwickelte sich die Ertragslage insbesondere wegen des höheren Zinsüberschusses - auch ohne des positiven Einmaleffekts der Summe der Close-Out-Zahlungen für veräußerte Zinsswaps - deutlich besser als prognostiziert.

II.4.2 Finanz- und Liquiditätslage

Den Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit konnten wir im Berichtsjahr stets nachkommen. Die vorhandenen liquiden Mittel reichten im Geschäftsjahr aus, um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Mindestreservebestimmungen sowie die Bestimmungen zur Liquiditätsverordnung und der CRR) jederzeit einzuhalten (die regelmäßigen Meldungen der entsprechenden Kennzahlen belegen dies) und bieten ausreichend Freiraum für die Ausweitung des Bankgeschäfts im Rahmen der strategischen Planung. Bei Bedarf stehen diverse Refinanzierungsmöglichkeiten des genossenschaftlichen Finanzverbundes sowie der EZB bzw. Deutschen Bundesbank zur Verfügung. Diese Refinanzierungsmöglichkeiten wurden im Berichtsjahr insbesondere im ersten Halbjahr aufgrund des Abflusses von Kundengeldern genutzt, um liquiditätsmäßige Engpasssituationen zu begegnen bzw. vorzubeugen. Im zweiten Halbjahr konnten die Kundengelder insbesondere durch eine Anpassung unserer Sparbriefverzinsung stabiler in Haus gehalten werden.

Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist auch in den folgenden Jahren nicht zu rechnen.

Weitere Ausführungen finden sich unter IV.2.3 Liquiditätsrisiken.

II.4.3 Vermögenslage

Eigenkapital

Das bilanzielle Eigenkapital stellt sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Eigenkapital Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Gezeichnetes Kapital 41.041 16.008 + 25.033 156,4
Rücklagen 153.913 148.613 + 5.300 3,6

Wesentliche Veränderungen beim Eigenkapital ergaben sich neben der Gewinnthesaurierung aus dem Jahresabschluss 2022 vor allem aus dem Ausbau der Geschäftsguthaben unserer Mitglieder.

Der Anteil der bilanziellen Eigenmittel an der Bilanzsumme hat sich von 8,7 % auf 10,4 % erhöht.

Die harte Kernkapitalquote (hier in der aufsichtsrechtlichen Definition gemessen zum Gesamtrisikobetrag der risikogewichteten Aktiva und nicht zur Bilanzsumme) beläuft sich auf 17,4 % und konnte erhöht werden. Die aufsichtsrechtliche Gesamtkapitalquote erhöhte sich auf 18,7 %. Zu dieser Verbesserung der aufsichtsrechtlichen Kapitalquote trugen die Erhöhung des gezeichneten Kapitals durch den Absatz von Genossenschaftsanteilen, die Gewinnthesaurierung und die datentechnische Präzisierung der Berechnungsgrundlage (risikogewichtete Aktiva) bei.

Die aufsichtsrechtlich geforderten Mindestgrößen wurden jederzeit erfüllt. Eine weitere Stärkung der Eigenmittelausstattung ist weiterhin vorrangiges Ziel der Geschäftspolitik (siehe hierzu auch II.2 Leistungsindikatoren).

Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG als Quotient aus Jahresüberschuss nach Steuern und Bilanzsumme beläuft sich auf 0,2 %. Unter Berücksichtigung der Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken würde sich eine Kapitalrendite von 0,8 % ergeben.

Kundenforderungen

Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme beträgt 67,5 %.

Vom Bruttokundenkreditvolumen (Kundenforderungen und unwiderrufliche Kreditzusagen) entfallen auf Firmenkunden 50,35 % (darunter 2,55 % Kredite an die Öffentliche Hand) und auf Privatkunden 49,65 %.

Branchenschwerpunkte im Kreditbestand liegen bedingt durch die örtliche Kundenstruktur im Grundstücks-und Wohnungswesen sowie im Baugewerbe. Konzentrationen in den sonstigen Branchen sind nicht erkennbar. Ein weiterer Schwerpunkt unseres Kreditgeschäftes liegt bei privaten Immobilienfinanzierungen, die rund 35,2 % gemessen am Gesamtrisikovolumen ausmachen.

Insgesamt zeigt das Gesamtportfolio eine hohe Granularität: Etwa 55,9 % des gesamten Risikovolumens entfallen auf die Größenklasse "kleiner 2,5 Mio. EUR" sowie 40,6 % des Risikovolumen auf die Größenklasse "bis unter 1,0 Mio. EUR". Die Risikoklasse "ohne erkennbare Risiken" enthält 98,6 % des gesamten Risikovolumens. Nahezu 100,0 % des Risikovolumens sind geratet.

Auch die Bonitätsstruktur unseres Kundenkreditportfolios zeigt sich stabil. 85,25 % des Kreditvolumens liegt in den Bonitäten 1 und 2 (Schulnotensystem), 12,44 % in der Bonität 3 und lediglich 2,30 % in den Bonitäten 4 bis 6. Damit sind 98,6 % des Portfolios ohne erkennbare Risiken, 1,05 % zeigen latente Ausfallrisiken und lediglich 0,31 % sind der Ausfallkategorie zugeordnet.

Akute Risiken im Kreditgeschäft sind in voller Höhe durch Einzelwertberichtigungen bzw. -rückstellungen abgedeckt. Erhöhte latente Risiken sind in vollem Umfang durch Pauschalwertberichtigungen und -rückstellungen sowie Vorsorgereserven abgeschirmt.

Zum Bilanzstichtag war keine starke Betroffenheit von einzelnen Kunden, Kundengruppen oder Branchen aufgrund des Russland-Ukraine-Kriegs oder der Auseinandersetzungen im Nahen und Mittleren Osten und deren diverse Auswirkungen auf die Wirtschaft zu verzeichnen.

Die aufsichtsrechtlichen Kreditgrenzen sowie die festgelegten Kreditbeschränkungen nach § 49 GenG wurden im Berichtszeitraum stets eingehalten.

Wertpapiere

Die Wertpapieranlagen unserer Bank setzen sich wie folgt zusammen:

Wertpapiere Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Anlagevermögen 639.229 635.344 + 3.885 0,6
Liquiditätsreserve 57.544 64.735 - 7.191 11,1

Die eigenen Wertpapieranlagen haben insgesamt einen Anteil von 21,8 % an der Bilanzsumme. Hiervon entfällt ein Anteil von 19,7 %-Punkten auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere (Aktiva 5) bzw. von 2,1 %-Punkten auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktiva 6). Die festverzinslichen Anlagen enthalten EUR-Anleihen ausländischer Emittenten in Höhe von 183,7 Mio. EUR. Der Aktivposten 6 besteht aus Anteilen an Investmentfonds. Der Wertpapierbestand enthält überwiegend festverzinsliche Wertpapiere von Emittenten mit sehr guten Bonitäten. 5,8 % der Wertpapiere entfallen auf ein Rating BBB/Baa und 84,4 % auf eine Bonitätseinstufung von A bis AAA. Alle unsere gerateten Wertpapiere befinden sich im sog. Investmentgrade.

Bei den wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren wurden im Geschäftsjahr und in den Vorjahren die Anschaffungskosten über pari durch anteilige Abschreibungen des Agios an den niedrigeren Einlösungskurs angepasst.

Strukturierte Finanzinstrumente sind mit einem Bilanzwert von 405,0 Mio. EUR in Form von Aktienanleihen, von kündbaren bzw. variabel verzinslichen Wertpapieren und in Form von Credit Linked Notes (CLN) im Wertpapierbestand enthalten. Strukturierte Finanzinstrumente werden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert, soweit die eingebetteten derivativen Finanzinstrumente keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Chancen oder Risiken im Vergleich zum Basisinstrument aufweisen. Eine einheitliche Bilanzierung und Bewertung erfolgte auch bei strukturierten Finanzinstrumenten, die nach dem strengen Niederstwertprinzip auf Basis einer Notierung auf einem aktiven Markt bewertet wurden, auch wenn sie durch das eingebettete Derivat neben dem Zinsrisiko und dem Bonitätsrisiko des Emittenten weiteren Risiken (Bonitätsrisiko eines Dritten) unterlagen. Ein Großteil der CLN wird seit 2022 getrennt bilanziert. Aufgrund der dokumentierten Halteabsicht und der daraus resultierenden Zuordnung zum Anlagevermögen werden die getrennt zu bilanzierenden eingebetteten Credit Default Swaps (CDS) als gestellte Kreditsicherheit behandelt.

Derivategeschäfte

Geschäfte mit Derivaten wurden in vertretbarem Umfang im Kundengeschäft und nur in Form von gedeckten Positionen getätigt, so dass hieraus keine nennenswerten Risiken erwachsen können. Eigengeschäfte in Finanzderivaten wurden in Höhe von nominell 172 Mio. EUR ausschließlich zur Steuerung der Gesamtbank-Cash-Flows abgeschlossen. Die Zinsderivate weisen zum Bilanzstichtag saldiert positive Marktwertdifferenzen in Höhe von 14,5 Mio. EUR auf. Diese Derivate werden in die verlustfreie Bewertung des Zinsbuchs miteinbezogen. Im Rahmen der Berechnungen zur verlustfreien Bewertung des Zinsbuchs gemäß IDW RS BFA 3 n. F. zeigt sich, dass das Zinsbuch zum 31. Dezember 2023 nicht mit drohenden Verlusten belastet ist.

Die fortgesetzte Zinspolitik der Zinssteigerungen der EZB veranlasste uns, die Geschäfte in Zinsderivaten zu überprüfen. In diesem Zusammenhang wurden Zinsswaps mit einem Nominalvolumen von 338 Mio. EUR vorzeitig aufgelöst. Dadurch wurden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung positive Marktwertdifferenzen bzw. stille Reserven in Höhe von 7,8 Mio. EUR realisiert.

II.5 Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage

Die Geschäftsentwicklung der Volksbank Raiffeisenbank Starnberg-Herrsching-Landsberg eG verlief insgesamt gut.

Während wir mit der Entwicklung unserer Ertragslage über den Planzahlen lagen, konnten wir die Wachstumsziele sowohl im Kundeneinlagengeschäft als auch beim Kundenkreditgeschäft nicht erreichen. Das erfreuliche Ergebnis im Geschäftsjahr 2023 trägt dazu bei, unsere Eigenmittel weiter zu stärken.

Im Einlagengeschäft waren die Konkurrenzsituation, Umschichtungen in Wertpapieranlagen und der erhöhte Liquiditätsbedarf der Kunden aufgrund gestiegener Lebenshaltungskosten spürbar.

Im Kreditgeschäft trugen die Investitionszurückhaltung sowohl der Privat- als auch der Firmenkunden aber auch unsere fortgesetzt vorsichtige und risikoaverse Kreditpolitik dazu bei, dass die Wachstumsziele verfehlt wurden.

Die Entwicklung der Finanzlage entsprach zusammenfassend und unter Berücksichtigung der nach wir vor herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen im Wesentlichen den in der Vorperiode berichteten Prognosen. Im Rahmen der Vermögens- und Ertragslage wurden unsere in der Vorperiode berichteten Prognosen deutlich übertroffen.

Da wir bei unseren Planungen stets ohne eigene Zinsmeinung steuern und stets ein konstantes Zinsniveau unterstellen, weichen hier die tatsächlichen Entwicklungen von unseren Planzahlen am stärksten ab.

Die Anforderungen an das Eigenkapital und an die Liquidität wurden jederzeit eingehalten.

III. Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht)

III.1 Risikomanagementsystem

Die Ausgestaltung des Risikomanagements ist bestimmt durch unsere Geschäfts- und Risikostrategien, die zugehörigen Zielgrößen und Plandaten sowie die Risikotragfähigkeit der Bank. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur identifizieren, quantifizieren, beurteilen und dokumentieren wir unsere Risiken. Wir legen die für uns wesentlichen Risiken fest und entwickeln entsprechende Risikostrategien.

Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive).

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen, beispielsweise der Kapitalanforderungen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden. Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von fünf Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertig ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen.

Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir unser Gesamtbankrisikolimit sowie Teilrisikolimite fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen.

Im Rahmen einer regelmäßigen Risikoberichterstattung bzw. Ad hoc Berichterstattung werden Vorstand und Aufsichtsrat informiert. Die Funktionsfähigkeit und Angemessenheit aller Risikocontrolling- und Risikomanagement-Aktivitäten werden durch die Interne Revision geprüft.

Die Steuerung unserer Risiken erfolgt insbesondere im Rahmen der ökomischen Risikotragfähigkeit. Aus dem Risikodeckungspotenzial leiten wir unser Gesamtbankrisikolimit ab, welches wir in festgelegte Teilrisikolimite für die wesentlichen Risiken untergliedern.

Nachfolgend stellen wir die Risikotragfähigkeit zum Bilanzstichtag dar:

Risikotragfähigkeit zum 31.12.2023 Ökonomische Perspektive (Werte
in TEUR)
Risikodeckungspotential 304.983
Gesamtbankrisikolimit 259.000
Marktpreisrisiko gesamt 122.609
Davon Zinsrisiko 121.250
Davon Aktienrisiko 1.359
Adressenausfallrisiken 54.549
Davon aus Kundenkreditgeschäft 12.128
Davon aus Eigenanlagen 42.421
Operationelles Risiko 8.985
Sonstige wesentliche Risiken 33.551
Risikopuffer 53.821
Anteil der Risiken am Gesamtbankrisikolimit in % 84,92
Anteil Risiken am Risikodeckungspotential in % 72,03

Unser Stresstestkonzept umfasst die beiden Steuerungsperspektiven der Bank (ökonomische und normative Perspektive) und fokussiert hierbei jeweils die Adäquanz der Kapital- und Liquiditätsausstattung der Bank. Im Rahmen des Stresstestkonzept ermitteln wir regelmäßig und anlassbezogen die Auswirkungen von Stresstests, adversen Szenarien und Sensitivitätsanalysen. Die Reflexion und kritische Würdigung dieser Auswirkungen ist ein zentrales Element unseres Risikomanagements.

Im Folgenden erläutern wir das Risikomanagement unserer wesentlichen Risiken.

III.2 Marktpreisrisiken

Zinsänderungsrisiken

Die Zinsrisiken messen wir monatlich mit dem Software Modul VR-Control Zinsmanagement, wobei ein Konfidenzniveau von 99,9 % zur Anwendung kommt. Die gemessenen Risiken werden in einem Limitsystem dem entsprechenden Teilrisikolimit gegenübergestellt, dessen Überschreiten die Anwendung von Maßnahmen auslöst. Zum Bilanzstichtag liegt das Zinsrisiko innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Teilrisikolimits. Unterjährig wurden im Zuge des dynamischen Marktumfeldes temporäre, unwesentliche Limitüberschreitungen verzeichnet.

Zur Ermittlung der Auswirkungen von Zinsänderungen hat die Bank für die wesentlichen variablen Positionen Ablauffiktionen auf der Grundlage gleitender Durchschnitte ermittelt. Neben der Risikoermittlung im Rahmen der Risikotragfähigkeit werden die Zinsrisiken auch im Kontext des Zinsrisikokoeffizienten sowie der aufsichtlichen Ausreißertests ermittelt. Darüber hinaus wird das Zinsänderungsrisiko im Rahmen der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs betrachtet. In der normativen Perspektive werden zinsinduzierte Kursänderungsrisiken aus festverzinslichen Wertpapieren berücksichtigt.

Auf Basis der barwertigen Risikotragfähigkeit und unserer Geschäftsstruktur ist ein Rückgang des Zinsbuchbarwertes bei steigenden Zinssätzen zu erwarten. Die Bank setzt bei ihrer Zinsrisikosteuerung auf Gesamtbankebene verschiedene Zinssicherungsinstrumente ein. Im Rahmen der Aktiv-Passiv-Steuerung haben wir dazu Zinsswaps abgeschlossen. Mittelfristig führt eine Absenkung oder Inversität der Zinsstrukturkurve zu einem niedrigeren Zinsergebnis.

Als Risikokonzentrationen haben wir neben dem Anteil variabel verzinslicher Passiva auch die Auswirkungen eines Zinsanstiegs auf den Zinsbuchbarwert identifiziert.

Sonstige Marktpreisrisiken

Weitere Marktpreisrisiken bestehen in Form von Aktienrisiken. Diese messen wir in Anlehnung an VaR-Risikokennzahlen und stellen die Risiken einem Teillimit gegenüber.

Währungsgeschäfte mit unseren Kunden sind über entsprechende Gegenpositionen bei unserer genossenschaftlichen Zentralbank gedeckt.

III.3 Adressenausfallrisiken

Forderungen an Kunden

Das Adressenausfallrisiko im Kundengeschäft messen wir mittels des Kreditportfoliomodells Kundengeschäft aus dem Software Modul VR-Control KRM mit einem Konfidenzniveau von 99,9 %. Der Risikoausweis umfasst den unerwarteten Verlust, welcher als barwertig ermittelter Credit Value at Risk (CVaR) ermittelt wird.

Die Überwachung und Steuerung des Kreditgeschäfts erfolgt auf der Basis von Limitierungen sowie Steuerungsvorgaben für das Neugeschäft und die NPL-Quote. Unsere Auswertungen geben Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen, Größenklassen, Sicherheiten und Risikoklassen. Risikokonzentrationen bestehen neben einer Größenklassenkonzentration insbesondere im Branchenschwerpunkt Wohnen und Baugewerbe.

Risikovorsorge wird auf Basis der handelsrechtlichen Vorschriften gebildet.

Das Adressenausfallrisiko bewegte sich im Geschäftsjahr innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Risikolimits.

Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Rahmen der Darstellung von Geschäftsverlauf und Lage.

Eigenanlagen

Für die Identifizierung, Beurteilung und Überwachung der Risiken greifen wir auf die Ratingergebnisse von Ratingagenturen sowie eigene Analysen und Bonitätsüberwachungen der Emittenten zurück.

Die Messung der Adressrisiken bei den Eigenanlagen erfolgt durch das Kreditportfoliomodell für Eigengeschäfte indem das zukünftige Verhalten definierter Risikoparameter auf Basis von Zufallszahlen in einer Monte-Carlo-Simulation abgebildet wird (Konfidenzniveau 99,9 %). Der Risikoausweis umfasst den unerwarteten Verlust, welcher als barwertig ermittelter Credit Value at Risk (CVaR) ermittelt wird.

Diesen Risiken begegnen wir dadurch, dass wir hauptsächlich Eigenanlagen der genossenschaftlichen Finanzgruppe halten und keine Wertpapiere von Emittenten bzw. aus Emissionen, deren Rating von einer anerkannten Ratingagentur mit schlechter als "Investment Grade" beurteilt wurde. Das Ausfallrisiko inländischer und ausländischer Emittenten begrenzen wir durch ein System interner Strukturlimite und Einzellimite.

Das Adressenausfallrisiko bewegte sich im Geschäftsjahr innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Risikolimits.

Als Risikokonzentrationen im Eigengeschäft haben wir neben dem größten Emittenten im Eigengeschäft außerhalb des Verbundes auch den Branchenschwerpunkt auf das Segment Bankanleihen identifiziert.

Für weitere Ausführungen zu den Eigenanlagen verweisen wir auf unsere Darstellungen im Rahmen der Darstellung von Geschäftsverlauf und Lage.

Länderrisiken

Nennenswerte Länderrisiken bestehen im Bereich der Eigengeschäfte nicht. Der weitaus größte Anteil unserer Eigenanlagen ist im EU-Raum investiert.

III.4 Liquiditätsrisiken

Da das Zahlungsunfähigkeitsrisiko aufgrund seiner Eigenart nicht sinnvoll mit Risikodeckungspotential begrenzt und somit nicht in die klassische Risikotragfähigkeit integriert werden kann, haben wir diesbezüglich einen weiteren Prozess (Liquiditätstragfähigkeit) in die Risikosteuerungs- und Controllingprozesse aufgenommen.

Die Überwachung der Liquiditätstragfähigkeit bzw. die Steuerung des Zahlungsunfähigkeitsrisikos erfolgt mit Hilfe entsprechender Liquiditätsablaufbilanzen (LAB), in welchen wir die szenariospezifischen Zahlungsmittelabflüsse den szenariospezifischen Zahlungsmittelzuflüssen an den jeweiligen Zahlungsmittelzeitpunkten gegenüberstellen. Sofern sich hieraus im Zeitverlauf ein kumulierter Zahlungsmittelbedarf entwickelt, prüfen wir, ob dieser mit dem jeweilig definierten Liquiditätsdeckungspotential (LDP) für einen zuvor definierten Zeitraum (Liquiditätshorizont bzw. Überlebenshorizont) im jeweiligen betrachteten Szenario abgedeckt werden kann. Der antizipierte Überlebenshorizont von mindestens 60 Monaten wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten.

Weiter wird zur frühzeitigen Erkennung eines Liquiditätsengpasses die LCR-Kennziffer gemessen und gesteuert. Zum Bilanzstichtag belief sich die Kennziffer auf 190,4 % und lag im Geschäftsjahr stets über dem geforderten Mindestwert von 100,0 %. Zusätzlich haben wir für unser Haus eine Mindestambition in Höhe von 117,0 % definiert. Im Zuge der Eckwertplanung erstellt die Bank einen Refinanzierungsplan für den jeweiligen Planungshorizont. Darüber hinaus wird die Liquidität durch Fälligkeitslisten, Cashflow-Betrachtungen und Mindestliquiditätsschwellen überwacht.

Zur Sicherstellung der mittel- bis langfristigen strukturellen Liquidität beobachten wir regelmäßig die NSFR (Net Stable Funding Ratio). Damit beurteilen wir insbesondere die Abhängigkeit von kurzfristigen Refinanzierungen sowie unsere Stressresistenz insgesamt. Zum Bilanzstichtag lag die NSFR bei 130,0 % und damit über unserer Beobachtungsgrenze von 120,0 % und über der Mindestanforderung von 100,0 %.

Darüber hinaus beobachten wir die Asset Encumbrance (zum Bilanzstichtag 4,6 %).

In Hinblick auf unsere Refinanzierungsquellen verweisen wir auf Abschnitt II.3.2 Finanz- und Liquiditätslage. Das Refinanzierungskostenrisiko wurde im Rahmen der Risikoinventur als wesentlich eingestuft. Das Refinanzierungskostenrisiko berechnen wir regelmäßig auf Basis einer historischen Analyse der Veränderungen des Liquiditätsspreads unseres maßgeblichen Refinanzierungssatzes unter Anwendung eines Konfidenzniveaus von 99,9 %. Das ermittelte Refinanzierungskostenrisiko wird auf das Teilrisikolimit angerechnet.

Eine Risikokonzentration besteht im Rahmen der Produktstruktur auf Sichteinlagen.

In liquiditätsmäßig engen Märkten sind wir nicht bzw. nur in begrenztem Umfang (Immobilienfonds) engagiert. Die Gefahr, dass mangels ausreichender Marktliquidität Verkäufe erschwert werden, schätzen wir aufgrund der Diversifizierung und bewussten Auswahl unserer Investments als gering ein.

Eine Liquiditätsmanagementfunktion wurde mit dem Ziel der Liquiditätssteuerung eingerichtet, um in Phasen eines sich abzeichnenden Liquiditätsengpasses einschließlich eines Stressfalls die Zahlungsfähigkeit zu sichern und eine Unterschreitung der bankaufsichtlichen LCR-Mindestquote zu verhindern. Zudem wurde für den Fall eines Liquiditätsengpasses ein Notfallplan festgelegt. Im Rahmen der Eigenanlagen- und Liquiditätsstrategie streuten wir die Positionen der Liquiditätsreserve über Laufzeiten und Emittenten, um ein hohes Maß an Liquidierbarkeit zu erreichen, damit wir jederzeit kurzfristig auf unerwartete Zahlungsstromschwankungen reagieren können.

III.5 Operationelle Risiken

Wesentliche identifizierte operationelle Risiken werden in einer Schadensfalldatenbank erfasst, analysiert und überwacht. Die operationellen Risiken werden in ihrer Höhe im Rahmen einer Expertenschätzung auf Basis eines Self-Assessments quantifiziert und einem definierten Limit gegenübergestellt.

Den operationellen Risiken begegnen wir mit unterschiedlichen Maßnahmen. Dazu zählen insbesondere Arbeitsanweisungen, die Einhaltung einer ausreichenden Funktionstrennung, die laufende Optimierung der Arbeitsabläufe, Mitarbeiterschulungen, der Einsatz von Sicherheits-, Compliance-, Datenschutz- und Geldwäschebeauftragten, laufende Investitionen in neue DV-Systeme über die von uns beauftragte Rechenzentrale, Backup Einrichtungen, Prüfung der Verfahren und Systeme durch die Interne Revision und Versicherungen (z.B. Diebstahl und Betrugsrisiken). Zusätzlich hat unser Haus eine Notfallplanung erstellt. Dem Rechtsrisiko begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten und geprüften Formulare und Vertragsvordrucken. Bei Rechtsstreitigkeiten nehmen wir anlassbezogen Rechtsberatung in Anspruch.

Eine Risikokonzentration besteht im Kontext mit IT-Risiken.

III.6 Weitere Risiken

Durch den kontinuierlichen Aufbau der Direktinvestitionen in Immobilien einerseits und die Investments in Immobilienfonds andererseits haben wir das Immobilienrisiko als wesentliches Risiko identifiziert.

Das Immobilienrisiko messen wir über pauschale Wertabschläge, die an ein Konfidenzniveau von 99,9 % angelehnt sind, und rechnen es auf das Teilrisikolimit an.

III.7 Gesamtbild der Risikolage

Zusammenfassend ist die Risikolage insgesamt als geordnet einzustufen, da die Risikotragfähigkeit im Geschäftsjahr 2023 unter den definierten Risikoberechnungen stets gegeben war.

Die aufsichtsrechtlich verbindlichen Eigenmittelanforderungen haben wir im Jahr 2023 und zum Bilanzstichtag 31.12.2023 eingehalten. Einer aufsichtlichen Eigenmittelanforderung von 13,2 % bzw. Eigenmittelempfehlung von 14,1 % steht zum 31.12.2023 eine Gesamtkapitalquote von 18,7 % gegenüber.

Die zur Deckung der verbindlichen und empfohlenen Eigenmittelanforderungen vorhandenen Eigenmittel belaufen sich zum 31.12.2023 auf 325,3 Mio. EUR. Wir verweisen hierzu ergänzend auf unsere Ausführungen zur Vermögenslage.

Nach unserer Kapitalplanung und derzeitigem Stand ist die Risikotragfähigkeit im Berichtszeitraum 2024 angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation der Bank voraussichtlich gegeben. Bestandsgefährdende Risiken wurden nicht identifiziert und sind auch aufgrund der Zugehörigkeit zur kreditgenossenschaftlichen Sicherungseinrichtung nicht erkennbar.

IV. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Prognosebericht)

Die Prognosen, die sich auf die voraussichtliche Entwicklung der Volksbank Raiffeisenbank Starnberg-Herrsching-Landsberg eG für das nächste Geschäftsjahr 2024 beziehen, stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen und Planungsrechnungen getroffen haben. Wir weisen darauf hin, dass sich die Prognosen durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können.

Die Darstellung erwarteter Veränderungen unserer prognostizierten Leistungsindikatoren gegenüber dem entsprechenden Ist-Wert des Berichtsjahres erfolgt auf Basis von qualifiziert-komparativen Prognosen (Richtung und Intensität der Veränderung) sowie Punkt-Prognosen. Nachfolgend werden folgende Begriffe zur Darstellung der Entwicklungen unserer prognostizierten Leistungsindikatoren genutzt. Unsere Einstufungen sind wie folgt zu interpretieren:

- deutlich, stark, erheblich sinken bzw. steigen: Abweichung größer - 15 % bzw. größer + 15 %;

- geringfügig, leicht sinken bzw. steigen: Abweichung zwischen - /+ 5 % und - /+ 15 %;

- konstant bleiben, nahezu unverändert: Abweichung zwischen - 5 % und + 5 %

Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der bayerischen Kreditgenossenschaften

Die Prognosen zur Konjunkturentwicklung gehen gemäß BMWK-Jahreswirtschaftsbericht von einem geringen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,2 % aus.

Das geschäftliche Umfeld und die Entwicklung der Kreditgenossenschaften werden nach unseren Einschätzungen weiterhin von geopolitischen Spannungen, der Zinspolitik der EZB, hoher Volatilität an den Kapitalmärkten und den über Jahre angestauten strukturellen Herausforderungen im Hinblick auf den Wirtschaftsstandort Deutschland gezeichnet sein.

Voraussichtlicher Geschäftsverlauf und voraussichtliche Lage

Unsere Eckwertplanung basiert auf folgenden wesentlichen Annahmen:

Es sei vorausgeschickt, dass unserer gesamten Eckwertplanung insbesondere die Annahme eines konstanten Zinsniveaus zugrunde liegt.

In Erwartung einer nach wie vor von Unsicherheit gekennzeichneten gesamtwirtschaftlichen Lage gehen wir von einer weiterhin zurückhaltenden Kreditnachfrage aus und planen für das kommende Geschäftsjahr 2024 lediglich mit einem Wachstum von 1,0 %. Trotzdem halten wir unverändert an unserer bewährten vorsichtigen Risikopolitik fest, was ebenfalls zu unserer verhaltenen Wachstumserwartung beiträgt.

Unser Eigengeschäft im Depot A dient in erster Linie der Anlage überschüssiger Passivgelder incl. der Liquiditätssteuerung. Das Depot A stellt daher kein primäres strategisches Wachstumsfeld dar. Das Depot A-Volumen bzw. dessen Veränderung ergibt sich demnach hauptsächlich als Residualgröße aus Kundeneinlagen und Kreditvolumen.

Im Einlagengeschäft gehen wir von einem deutlichen Wachstum aus. Wir planen hier durch eine gezielte Marktbearbeitung und Kundenberatung mit einem Einlagenwachstum von 5,0 %. Sowohl die strategischen Initiativen zur Bestandskundenbearbeitung als auch zur Einwerbung neuer bzw. unerkannter (Potential-)Kunden sollen unser Wachstumsziel tragen. Auch die personelle und organisatorische Neuausrichtung unserer Individualkundenbetreuung und des Wealth Management dürften zum Erreichen dieses Zieles beitragen.

Im Dienstleistungsgeschäft erwarten wir eine positive Entwicklung aufgrund des nach wir vor gegebenen Beratungsbedarfes unserer Kunden und der bestehenden Potentiale sowohl im vorhandenen Kundenbestand als auch im Geschäftsgebiet.

Wesentliche Investitionen werden wir - neben der fortlaufenden Modernisierung der IT-Infrastruktur - vornehmen im Rahmen der Weiterentwicklung und Aufwertung unseres eigenen Immobilienbestandes. Hier wären vorrangig zu nennen, die Fertigstellung und Inbetriebnahme unseres Wohn- und Geschäftshauses in Erling/Andechs, die Fertigstellung des Mehrfamilienwohngebäudes in Penzberg, die Weiterentwicklung des Neubauvorhabens in Aufkirchen sowie der Baubeginn eines Mehrfamilienhauses in Pöcking.

Nach unserer Eckwertplanung für die Ertragslage ist auch im kommenden Jahr die Entwicklung der Zinsspanne von entscheidender Bedeutung. Wir rechnen auf der Grundlage unserer Eckwertplanung, die von einem konstanten Zinsniveau ausgeht und den Effekt aus der Zinsfreistellung unserer Mindestreservehaltung berücksichtigt, mit einem Zinsüberschuss, der deutlich rückläufig ist. Auch für 2024 müssen wir festhalten, dass je nach tatsächlicher Entwicklung der Einlagenverzinsung und in Abhängigkeit des tatsächlichen Kundenverhaltens Abweichungen - positiv wie negativ - möglich, aber aktuell schwer quantifizierbar sind.

Nach den Ergebnissen unserer Berechnungen auf Basis der Plandaten liegt kein Bedarf einer Drohverlustrückstellung vor. Jedoch kann ein Verlustüberhang in Verbindung mit der verlustfreien Bewertung des Bankbuches für das kommende Jahr - abhängig von Kapitalmarkt- und Geschäftsentwicklung - nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Das Provisionsergebnis soll im Zuge der bereits oben genannten, durch Maßnahmen aus unserer Strategielandkarte unterstützten Potentialausschöpfung bei Bestands- und Neukunden leicht gesteigert werden. Auch hier erwarten wir uns positive Ergebnisbeiträge aus der organisatorischen und personellen Neuaufstellung im Bereich Individualkunden und Wealth Management. Die wichtigsten Provisionserträge sind neben den Erträgen aus dem Zahlungsverkehr, das Wertpapier- und Depotgeschäft, die Kreditbearbeitungsprovisionen (wobei hier die Entwicklung des Bauträger- und Immobilienprojektgeschäfts von entscheidender Bedeutung sein wird), das Auslandsgeschäft und die Gewinnabführung aus unserer Tochter-GmbH, der VR Immobilien & Versicherung StarnbergAmmesee GmbH (hier birgt die Entwicklung des Immobilienmarktes gewisse Unsicherheiten). Erfreulich stellt sich wieder die Entwicklung des Bauspargeschäfts dar.

Die Personalaufwendungen werden nach unseren Planungen gegenüber 2023 nahezu konstant bleiben. Hier werden jedoch die Folgejahre 2025 ff. erhebliche Steigerungen zeigen, da wir tarifbedingte Anpassungen mit einem signifikanten Nachholeffekt bei den Tarifgehältern erwarten.

Bei den Sachkosten rechnen wir mit einer Steigerung von rd. 6,0 % gegenüber den Ist-Kosten von 2023. In dieser Kalkulation sind vor allem Inflationseffekte maßgeblich berücksichtigt.

Im sonstigen betrieblichen Ergebnis rechnen wir mit einem positiven Saldo von rd. 1,1 Mio. EUR und damit mit einer deutlichen Verbesserung gegenüber dem negativen Vorjahreswert, der vor allem von einem hohen Aufwand für Rückstellungszuführungen geprägt war, den wir für 2024 nicht erwarten. Zudem berücksichtigen wir steigende Mieteinnahmen unseres wachsenden wohnwirtschaftlichen Immobilienportfolios.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung wird sich aufgrund der prognostizierten Reduzierung des Zinsüberschusses, welcher in 2023 aufgrund der bereits dargestellten positiven Sondereffekte aus Close-Out-Zahlungen ungewöhnlich hoch ausgefallen ist, deutlich gegenüber dem Vorjahreswert reduzieren. Wir rechnen mit eine Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von 25,6 Mio EUR bzw. 0,8 % der durchschnittlichen Bilanzsumme.

Beim Bewertungsergebnis im Kundenkreditgeschäft haben wir den statistisch ermittelten erwarteten Verlust im Kundenkreditportfolio in etwa verdoppelt und rechnen damit aus Vorsichtsgründen mit Belastungen in Höhe von rund 2,0 Mio. EUR. Im Depot A erwarten wir aufgrund der am Geld- und Kapitalmarkt einsetzenden Zinsrückgänge und aufgrund von Wertaufholungseffekten ein nahezu ausgeglichenes Bewertungsergebnis.

Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist aufgrund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge, ausreichend zur Verfügung stehenden Refinanzierungsmöglichkeiten und der vom Interbankenmarkt weitgehend unabhängigen Refinanzierungsstruktur durch die stabilen Kundeneinlagen auch im Jahr 2024 nicht zu rechnen. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen der CRR und die Bestimmungen der Mindestreserve werden wir auch im folgenden Jahr einhalten.

Erwartete Auswirkungen auf unsere bedeutsamsten Leistungsindikatoren

Vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklungen und Annahmen erwarten wir für das nächste Geschäftsjahr 2024 die nachfolgend dargestellten Auswirkungen auf unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren (vgl. Definition Abschnitt II.2):

Aufgrund unserer Prognose rechnen wir für 2024 mit einer Cost-Income-Ratio (CIR) in Höhe von 65,0 % und liegen damit am oberen Rand unserer strategischen Zielmarke.

Gemäß unserer Kapitalplanung gehen wir aufgrund der prognostizierten Ergebnisentwicklung bzw. Gewinnverwendung und unter Berücksichtigung der Entwicklung der risikogewichteten Aktiva von einer Gesamtkapitalquote von größer 19,0 % aus und liegen damit innerhalb unserer strategischen Zielvorgaben.

In Bezug auf die Entwicklung des Betriebsergebnisses vor Bewertung rechnen wir mit 0,8 % der durchschnittlichen Bilanzsumme. Dies stellt zwar einen deutlichen Rückgang zum Ergebnis 2023 dar, doch dieses war, wie bereits dargestellt, durch den Sondereffekt beim Zinsüberschuss gekennzeichnet.

Gesamtaussage

Insgesamt erwarten wir unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, dass sich der Geschäftsverlauf und die Lage der Volksbank Raiffeisenbank Starnberg Herrsching Landsberg eG stabil und günstig entwickeln werden. Hierbei erwarten wir bei einem bereits beschriebenen deutlich rückläufigen Betriebsergebnis vor Bewertung eine solide Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die jederzeitige Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen an das Eigenkapital und die Liquidität.

Sondereinflüsse können sich insbesondere aus der weiteren Kapitalmarktentwicklung, dem Einlegerverhalten oder einer verschärften Risikolage im Kundenkreditportfolio ergeben (siehe auch Chancen und Risiken).

Die Risikotragfähigkeit der Bank wird voraussichtlich in vollem Umfang gegeben sein.

Risiken

Wesentliche Risiken für die Ertragslage sehen wir im Falle von erneuten Verwerfungen an den Finanzmärkten (Zinsen, Spreads), ausgelöst beispielsweise durch fortgesetzte und/oder neue geopolitische Eskalationen, staatliche Verschuldungseffekte oder politische Veränderungen durch Wahlen in wichtigen Partnerländern. Ebenso könnten global bedeutende Kreditausfallereignisse unsere Ertragslage negativ beeinflussen.

Ein weiterhin zurückhaltendes Kreditgeschäft, ein verändertes Einlegerverhalten in Verbindung mit massivem Wettbewerb um Kundeneinlagen kann deutliche Auswirkungen auf unser prognostiziertes Ergebnis haben.

Auch sehen wir die zunehmenden gesamtwirtschaftlichen Belastungen kritisch. Die derzeit noch vorhandene Resilienz unserer (Kredit-)Kunden ist nicht unbegrenzt. Die Belastungen, die der deutschen Wirtschaft aus zunehmender Planungsunsicherheit, zunehmender Bürokratie, zunehmenden Meldepflichten, sinkender Kaufkraft und Inlandsnachfrage, Fachkräftemangel, anstehenden Tarifverhandlungen und der ggf. schwieriger werdenden Bedingungen auf ausländischen Bezugs- und Absatzmärkten drohen, sehen wir zunehmend kritisch. Sie könnten sich sowohl auf die Investitionstätigkeit unserer privaten und gewerblichen Kunden, als auch auf das drohende Kreditausfallrisiko negativ auswirken.

Nicht unerwähnt soll hier die drohende Verschärfung der Mindestreservevorschriften der Zentralbank bleiben. Sollte die verbal geäußerte Vorstellung einer weiteren Verschärfung tatsächlich realisiert werden, würde dies unser Zinsergebnis nochmal spürbar reduzieren. Belastungen aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen könnten sich aus den Vorschriften des IDW zu den sogenannten Niederstwert-Tests für unsere Immobilien ergeben, wenn die Ergebnisse der regelmäßigen Ertragswertermittlungen aufgrund einer stark veränderten Liegenschafts- oder Bodenwertverzinsung negativ von den bilanzierten Immobilienwerten abweichen.

Chancen

Wesentliche Chancen für den Geschäftsverlauf und die Ertragslage bestünden in einer besseren Konjunkturentwicklung als prognostiziert, beispielsweise ausgelöst durch ein stabiles Eindämmen der Inflationsentwicklung und damit der Aussicht auf ein sinkendes Preis- und Zinsniveau. Dies hätte eine Erholung bzw. Belebung der Kreditnachfrage zur Folge. Insbesondere würden wir dann eine Erholung an den Immobilienmärkten und den damit verbundenen Finanzierungen mit positiven Auswirkungen auch auf unser Bauträgergeschäft und die Baubranche insgesamt erwarten. Würde es der deutschen Politik darüber hinaus gelingen, stimulierende Effekte durch z. B. das Verabschieden eines Wachstumschancen-Gesetzes oder einer Reduzierung/Erleichterung bürokratischer Vorschriften und Hemmnisse zu beschließen, könnten die positiven Effekte noch deutlich stärker ausfallen.

Darüber hinaus könnten sich unsere hausinternen Bemühungen um neue Kundenbeziehungen und damit Kundengelder deutlich besser entwickeln als geplant. Auch eine intensivierte Bestandskundenberatung könnte besser angenommen werden, als geplant und könnte unser Kredit-, Einlagen- und Dienstleistungsgeschäft spürbar nach vorne bringen.

V. Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

 

Starnberg, 28.03.2024

Volksbank Raiffeisenbank Starnberg-Herrsching-Landsberg eG

Der Vorstand

gez. Thomas Vogl, VV

gez. Cyrus Ahari

gez. Konrad Hallhuber

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Entscheidungen. Dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht. Insbesondere auch, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht wurden. Bei zulässigen Nichtprüfungsleistungen lagen die erforderlichen Genehmigungen vor.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden vom Vorstand regelmäßig umfassend über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik, die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die strategische Ausrichtung, das Risikomanagement sowie die wirtschaftliche Ertragsplanung der Bank unterrichtet. In insgesamt 5 gemeinsamen Sitzungen haben Aufsichtsrat und Vorstand die wesentlichen Fragen des Unternehmens erörtert. Zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle und Maßnahmen wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt und einvernehmlich entschieden. Notwendige Beschlüsse wurden gefasst. Der Aufsichtsratsvorsitzende, seine Stellvertreter und die Mitglieder der Ausschüsse standen auch außerhalb der turnusmäßig stattfindenden Sitzungen mit den Mitgliedern des Vorstands in engem Kontakt, um sich über die Geschäftsvorfälle von zentraler Bedeutung sowie wichtige Einzelvorgänge zu informieren und auszutauschen.

Aufgrund der Größe und Struktur der Bank hat der Aufsichtsrat auf die Bildung gesetzlicher Ausschüsse verzichtet. Um seine Aufgaben effizient wahrnehmen zu können, hat der Aufsichtsrat aber von den Bestimmungen der Satzung Gebrauch gemacht und innerhalb seines Gremiums einen Personalausschuss, einen Kreditausschuss und einen Bauausschuss gebildet. Der Personalausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. Wesentliche Themen bildeten die arbeitsvertraglichen Angelegenheiten der Vorstandsmitglieder, die regelmäßig durchzuführende Bewertung des Vorstands, die langfristige Nachfolgeplanung sowie die Überprüfung von möglichen Interessenskonflikten der einzelnen Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Bauausschuss trat im Berichtsjahr einmal zusammen und erörterte alle laufenden und geplanten Baumaßnahmen der VR Bank. Der Kreditausschuss übernahm für den Gesamtaufsichtsrat die Mitwirkung bei der Gewährung zustimmungspflichtiger Kreditvergaben. In den gemeinsamen Sitzungen haben die jeweiligen Ausschussvorsitzenden den Gesamtaufsichtsrat ausführlich über ihre Arbeit und die gefassten Beschlüsse informiert.

Den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und für in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen. Der Genossenschaftsverband Bayern e.V. hat den Jahresabschluss 2023, den Lagebericht und die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung im Rahmen der gesetzlichen Prüfung geprüft. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Das Prüfungsergebnis wurde in gemeinsamer Sitzung mit Vorstand und Aufsichtsrat ausführlich vorgestellt und erörtert. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung gesondert berichtet.

Turnusgemäß scheiden in diesem Jahr die Herren Tosso Geisenberger, Jakob Huber, Wilhelm Knoll, Hubert Rauch und Friedrich Stuffer aus dem Aufsichtsrat aus. Die Herren Huber und Rauch stellen sich nicht mehr zur Wiederwahl. Frau Barbara Scheitz legt Ihr Amt aus persönlichen Gründen nieder. Die Wiederwahl der Herren Geisenberger, Knoll und Stuffer ist möglich und wird vorgeschlagen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der VR Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg eG für die im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich geleistete Arbeit. Ohne sie und ihre guten Leistungen wäre das positive Jahresergebnis zum Wohle der Bank und der Mitglieder nicht zustande gekommen.

 

Starnberg, 30.04.2024

gez. Dr. Thomas Schulz, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Jahresabschluss der Kreditinstitute in der Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft

Bestandteile Jahresabschluss

1. Jahresabschluss (Formblatt 1)

2. Gewinn- und Verlustrechnung (Formblatt 3 - Staffelform)

3. Anhang

1. Jahresbilanz zum 31.12.2023

Aktivseite

Geschäftsjahr
EUR EUR EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 15.130.991,71
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 2.533.877,07
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 2.533.877,07
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00
b) Wechsel 0,00
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 176.512.291,15
b) andere Forderungen 40.422.304,30
4. Forderungen an Kunden
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 1.266.636.118,61
Kommunalkredite 88.781.805,22
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00
ab) von anderen Emittenten 1.033.278,69 1.033.278,69
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 51.214.618,51
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 51.214.618,51
bb) von anderen Emittenten 576.360.076,85 627.574.695,36
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 348.179.103,18
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00
Nennbetrag 0,00
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 20.390.953,98
darunter: an Kreditinstituten 223.840,81
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00
an Wertpapierinstituten 0,00
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 8.122.360,00
darunter: bei Kreditgenossenschaften 8.088.710,00
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00
bei Wertpapierinstituten 0,00
8. Anteile an verbundenen Unternehmen
darunter: an Kreditinstituten 0,00
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00
an Wertpapierinstituten 0,00
9. Treuhandvermögen
darunter: Treuhandkredite 1.695.466,02
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand
einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00
b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.835,53
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00
d) Geleistete Anzahlungen 0,00
12. Sachanlagen
13. Sonstige Vermögensgegenstände
14. Rechnungsabgrenzungsposten
Summe der Aktiva

Passivseite

Geschäftsjahr
EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 595.094,41
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 348.786.544,56
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 444.209.453,57
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 0,00 444.209.453,57
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 1.620.364.748,11
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 404.933.764,07 2.025.298.512,18
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00
darunter: Geldmarktpapiere 0,00
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00
4. Treuhandverbindlichkeiten
darunter: Treuhandkredite 1.695.466,02
5. Sonstige Verbindlichkeiten
6. Rechnungsabgrenzungsposten
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 17.380.754,00
b) Steuerrückstellungen 4.171.453,17
c) andere Rückstellungen 12.202.397,53
8.
9. Nachrangige Verbindlichkeiten
10. Genussrechtskapital
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken
darunter: Sonderposten n. § 340e Abs. 4 HGB 0,00
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 41.040.526,29
b) Kapitalrücklage 313.294,10
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 45.000.000,00
cb) andere Ergebnisrücklagen 108.600.000,00
cc) 0,00 153.600.000,00
d) Bilanzgewinn 2.526.544,64
Summe der Passiva
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 213.044.862,27
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen 0,00
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 143.525.596,59
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 14.993
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 3.988
darunter: bei der Deutschen Bundesbank (3.988)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 17.664.868,78 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar (0)
b) Wechsel 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 177.228
b) andere Forderungen 216.934.595,45 89.970
4. Forderungen an Kunden 2.154.335.372,06 2.140.866
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert (1.170.605)
Kommunalkredite (92.434)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank (0)
ab) von anderen Emittenten 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 74.456
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank (74.456)
bb) von anderen Emittenten 571.246
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank (343.494)
c) eigene Schuldverschreibungen 628.607.974,05 0
Nennbetrag (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 68.164.781,57 54.377
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 20.390
darunter: an Kreditinstituten (222)
an Finanzdienstleistungsinstituten (0)
an Wertpapierinstituten (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 28.513.313,98 8.122
darunter: bei Kreditgenossenschaften (8.089)
bei Finanzdienstleistungsinstituten (0)
bei Wertpapierinstituten (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25
darunter: an Kreditinstituten (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten (0)
an Wertpapierinstituten (0)
9. Treuhandvermögen 1.695.466,02 1.986
darunter: Treuhandkredite (1.986)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand
einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0
b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 48
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0
d) Geleistete Anzahlungen 50.835,53 0
12. Sachanlagen 69.276.418,88 47.254
13. Sonstige Vermögensgegenstände 4.721.880,20 15.725
14. Rechnungsabgrenzungsposten 840.294,92 812
Summe der Aktiva 3.190.830.801,44 3.221.486

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 885
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 349.381.638,97 360.756
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 558.919
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 0
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 1.939.492
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 2.469.507.965,75 47.857
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0
darunter: Geldmarktpapiere (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf (0)
4. Treuhandverbindlichkeiten 1.695.466,02 1.986
darunter: Treuhandkredite (1.986)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.514.848,03 1.837
6. Rechnungsabgrenzungsposten 455.912,94 452
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 16.296
b) Steuerrückstellungen 402
c) andere Rückstellungen 33.754.604,70 10.780
8. 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 2.740.000,00 2.740
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 132.300.000,00 112.000
darunter: Sonderposten n. § 340e Abs. 4 HGB (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 16.008
b) Kapitalrücklage 313
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 43.000
cb) andere Ergebnisrücklagen 105.300
cc) 0
d) Bilanzgewinn 197.480.365,03 2.463
Summe der Passiva 3.190.830.801,44 3.221.486
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 233.471
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 213.044.862,27 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 143.525.596,59 230.329
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 82.882.073,90 38.568
darunter: aus Abzinsung von Rückstellungen 3.528,00 (0)
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 8.602.896,17 91.484.970,07 6.218
darunter: in a) und b) angefallene negative Zinsen 0,00 (177)
2. Zinsaufwendungen -31.814.124,09 59.670.845,98 -3.893
darunter: aus Aufzinsung von Rückstellungen 0,00 (-2)
darunter: erhaltene negative Zinsen 0,00 (1.296)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 2.317.676,08 865
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.303.097,02 1.319
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 3.620.773,10 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 805.969,46 1.027
5. Provisionserträge 22.090.778,90 22.199
6. Provisionsaufwendungen -2.166.289,26 19.924.489,64 -2.181
7. Nettoertrag des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 2.082.219,59 4.202
darunter: aus der Abzinsung von Rückstellungen 45.242,00 (9)
9. 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -23.442.682,07 -21.934
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.855.204,25 -29.297.886,32 -5.985
darunter: für Altersversorgung -1.624.917,59 (-1.971)
b) andere Verwaltungsaufwendungen -14.381.898,92 -43.679.785,24 -13.884
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -1.779.219,06 -1.700
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.414.155,46 -1.694
darunter: aus der Aufzinsung von Rückstellungen -271.007,00 (-1.009)
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -1.274.353,55 -3.392
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -1.274.353,55 0
15. Abschreibungen u. Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere -2.384.892,93 -652
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 -2.384.892,93 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 34.571.891,53 19.083
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -8.196.156,65 -4.668
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen -56.510,48 -8.252.667,13 -54
24a. Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken -20.300.000,00 -8.400
25. Jahresüberschuss 6.019.224,40 5.961
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0
6.019.224,40 5.961
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
6.019.224,40 5.961
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage -1.500.000,00 -1.500
b) in andere Ergebnisrücklagen -1.992.679,76 -3.492.679,76 -1.998
29. Bilanzgewinn 2.526.544,64 2.463

3. Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die Volksbank Raiffeisenbank Starnberg-Herrsching-Landsberg eG, Starnberg, ist beim Amtsgericht München unter der Genossenschaftsregister-Nummer 1013 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Einzelnen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt.

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag.

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden wurden mit den Anschaffungskosten oder mit dem Nennwert ausgewiesen. Unterschiedsbeträge zwischen Auszahlungsbetrag und höherem Nennwert wurden - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten bzw. Unterschiedsbeträge zwischen höherem Auszahlungsbetrag und dem Nennwert in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und zeitanteilig aufgelöst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigem Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die in den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken haben wir durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen in ausreichender Höhe abgedeckt.

Für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft werden Pauschwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 gebildet. Dies betrifft alle nicht akut ausfallgefährdeten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sowie die nach §§ 26, 27 RechkredV unter der Bilanz auszuweisenden Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen (einschließlich widerruflicher und unwiderruflicher Kreditzusagen). Die ermittelten Teilbeträge für die Pauschalwertberichtigung werden von den Aktivposten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden abgesetzt. Die Teilbeträge für das außerbilanzielle Geschäft werden unter den anderen Rückstellungen passiviert und entsprechend von den Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften sowie den unwiderruflichen Kreditzusagen abgesetzt. Die Berechnung der Pauschalwertberichtigung erfolgt auf Grundlage des im Rahmen des internen Risikomanagements ermittelten erwarteten Verlusts über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien (Bewertungsvereinfachungsverfahren). Der erwartete Verlust wird unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt ermittelt.

Zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweiges haben wir ferner Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB im Bestand.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten Wertpapiere (Liquiditätsreserve) wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bewertet.

Bei den wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren wurden im Geschäftsjahr und in den Vorjahren die Anschaffungskosten über pari durch anteilige Abschreibungen des Agios an den niedrigeren Einlösungskurs angepasst.

Strukturierte Finanzinstrumente

Strukturierte Finanzinstrumente werden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert, soweit die eingebetteten derivativen Finanzinstrumente keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Chancen oder Risiken im Vergleich zum Basisinstrument aufweisen. Eine einheitliche Bilanzierung und Bewertung erfolgte auch bei strukturierten Finanzinstrumenten, die nach dem strengen Niederstwertprinzip auf Basis einer Notierung auf einem aktiven Markt bewertet wurden, auch wenn sie durch das eingebettete Derivat neben dem Zinsrisiko und dem Bonitätsrisiko des Emittenten weiteren Risiken (Bonitätsrisiko eines Dritten) unterlagen. Ein Großteil der Credit Linked Notes (CLN) wird getrennt bilanziert. Aufgrund der für diese CLN dokumentierten Halteabsicht und Zuordnung zum Anlagevermögen werden die getrennt zu bilanzierenden eingebetteten Credit Default Swaps (CDS) als gestellte Kreditsicherheit behandelt.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen bzw. degressiven Methode. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientieren. Soweit hierbei Bandbreiten bestehen, wählen wir in der Regel die kürzest zulässige Nutzungsdauer.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sofern die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung früherer Jahre nicht mehr bestehen, erfolgen entsprechende Zuschreibungen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 250 EUR wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über 250 EUR, aber nicht über 800 EUR lagen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nennwert oder zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Passive Steuerlatenzen bestehen insbesondere in der Position Sachanlagen, denen aktive Steuerlatenzen in den Positionen Forderungen an Kunden, Wertpapiere und Rückstellungen gegenüberstehen. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde.

Der Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zum jeweiligen Erfüllungsbetrag.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind u.a. Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt.

Rückstellungen

Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen bzw. drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Den Pensionsrückstellungen, den Rückstellungen für Altersteilzeit, Krankenzusatzversicherung und Jubiläumsgeldverpflichtungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Die Verpflichtungen aus Anwartschaften auf Pensionen werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert. Die Berechnung der Rückstellungen aus Altersteilzeit erfolgte nach dem Barwertverfahren. Es wurden langfristige Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,00 % und zusätzlich eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % zugrunde gelegt. Die Abzinsung der Pensionsrückstellungen erfolgte unter Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) mit 1,83 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre auf Basis einer Prognose des Zinssatzes per Dezember 2023 entsprechend des für die Ermittlung des Rechnungszinses vorgeschriebenen Verfahrens). Im Vergleich zu einer Abzinsung mit einem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von 121.222 EUR. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungssatzes im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen werden analog zum Ab-/Aufzinsungseffekt im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

Bei Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, haben wir die Verpflichtungen mit den ihnen zuzurechnenden Vermögensgegenständen verrechnet. Die Anschaffungskosten der zu verrechnenden Vermögensgegenstände betrugen 10.137.832 EUR. Der beizulegende Zeitwert der zu verrechnenden Vermögensgegenstände (Rückdeckungsversicherungen) wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und betrug 9.858.261 EUR. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden betrug 12.355.083 EUR. Aufzinsungsaufwendungen für Pensionsverpflichtungen wurden mit den aus dem Deckungsvermögen resultierenden Erträgen (Wertsteigerungen, Zinsen, Dividenden) in Höhe von 123.990 EUR verrechnet. Der Saldo ist unter E 12 "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Nach Maßgabe des IDW RH FAB 1.021 werden für die kongruente Bewertung nach dem Primat der Passivseite die Rückdeckungsversicherungsansprüche in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags der korrespondierenden Pensionsrückstellung angesetzt.

Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und für Zuschläge sowie sonstige, über den Basiszins hinausgehende Vorteile für Einlagen, wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebene positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen werden im Wesentlichen Kontoführungsgebühren angesetzt. Gemäß einer internen Erhebung bzw. Schätzung wird der Anteil der Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte an den gesamten Verwaltungsaufwendungen ermittelt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Bei der Bemessung der voraussichtlich noch anfallenden Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte werden Overheadkosten anteilig berücksichtigt.

Individuelle Refinanzierungsmöglichkeiten werden bei dieser barwertigen Betrachtung berücksichtigt. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird.

Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Vermerke unter dem Bilanzstrich

Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit übernehmen wir regelmäßig Bürgschaften und Akkreditive. Dabei ist es für uns erforderlich, Zahlungen an den Begünstigten zu leisten, wenn ein anderer seinen Verpflichtungen nicht nachkommt oder Leistungen nicht vertragsgemäß erfüllt. Der Umfang der übernommenen Verpflichtungen ist aus den Angaben unter dem Bilanzstrich ersichtlich. Die dargestellten Beträge zeigen nicht die künftig aus diesen Verträgen zu erwartenden Zahlungsströme, da die Mehrzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen.

Die unwiderruflichen Kreditzusagen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 143.525.597 EUR entfallen vollständig auf Zusagen von Buchkrediten an Nichtbanken. Wir gewähren unwiderrufliche Kreditzusagen, um den Finanzierungsbedürfnissen unserer Kunden zu entsprechen. Unwiderrufliche Kreditzusagen umfassen die nicht in Anspruch genommenen Anteile der gewährten Zusagen, welche nicht durch uns widerrufen werden können.

Die Kreditzusagen werden mit dem Nominalbetrag gezeigt. Im Falle der Passivierung einer Rückstellung für noch nicht in Anspruch genommene unwiderrufliche Kreditzusagen oder Eventualverbindlichkeiten wird der jeweilige Posten unter dem Strich in Höhe des zurückgestellten Betrags gekürzt.

Die widerruflichen und unwiderruflichen Kreditzusagen werden bei der Überwachung der Kreditrisiken berücksichtigt.

Im Rahmen des Risikomanagementprozesses wird vor dem verbindlichen Eingehen sowie während der Laufzeit einer Verpflichtung das Risiko aus der Inanspruchnahme für Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen eingeschätzt. Dabei ist im Wesentlichen die Bonität des Auftraggebers bzw. Kreditnehmers sowie bei Credit Linked Notes die Bonität des Referenzschuldners ausschlaggebend. Im Falle der Verschlechterung der Bonität, die den Ausgleich der Inanspruchnahme ganz oder teilweise nicht mehr erwarten lässt, werden Rückstellungen gebildet. Den latenten Risiken der Positionen unter dem Bilanzstrich wurde durch die Bildung von Pauschalrückstellungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente (Swapgeschäfte) dienen der Absicherung bilanzieller oder außerbilanzieller Posten gegen das allgemeine Zinsänderungsrisiko. Devisentermingeschäfte wurden zur Absicherung von Währungsrisiken in Bewertungseinheiten eingebunden. Die zur Absicherung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos abgeschlossenen derivativen Geschäfte wurden in die Gesamtbetrachtung des Zinsbuchs einbezogen und waren somit nicht gesondert zu bewerten.

Sicherungsgeberpositionen in getrennt bilanzierten eingebetteten Credit Default Swaps, mit denen ausschließlich Ausfallrisiken übertragen werden und bei denen beabsichtigt ist, sie bis zur Fälligkeit bzw. bis zum Eintritt des Kreditereignisses zu halten, wurden als gestellte Kreditsicherheiten nach den für das Bürgschafts- und Garantiekreditgeschäft entwickelten Grundsätzen behandelt. Bei ernsthaft drohender Inanspruchnahme werden Verbindlichkeitsrückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet.

Zinserträge/Zinsaufwendungen

Im Falle von Zinsswaps werden die Zahlungsströme je Swapvertrag verrechnet und der verbleibende Saldo vorzeichengerecht als Zinsertrag bzw. -aufwand ausgewiesen.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Für die Umrechnung noch nicht abgewickelter Termingeschäfte wurde der Terminkurs des Bilanzstichtages zugrunde gelegt.

Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, werden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt.

Als besonders gedeckt wurden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen.

Die Ergebnisse aus der Währungsumrechnung gleichen sich vollständig aus, so dass im Ergebnis kein GuV-Ausweis erforderlich ist.

C. Entwicklung des Anlagevermögens

(volle EUR)

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen (+/-)
EUR
a) Abgänge b) Zuschüsse
EUR
Anschaffungs-/ Herstellungskosten am Bilanzstichtag
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Immaterielle Anlagewerte 275.448 32.009 0 a) 0 307.457 50.836
b) 0
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 61.623.997 22.859.644 -2.859 a) 50.286 84.430.496 67.060.179
b) 0
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.114.036 972.231 2.859 a) 1.356.397 11.732.729 2.216.240
b) 0
a 74.013.481 23.863.884 0 a) 1.406.683 96.470.682 69.327.255
b) 0
Buchwerte Vorjahr
EUR
Immaterielle Anlagewerte 47.521
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 45.200.925
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.052.619
a 47.301.065
Abschreibungen (kumuliert) 01.01.
EUR
Änderung der kumulierten Abschreibungen aufgrund Zugängen (ohne Abschreibungen Geschäftsjahr) (+)
EUR
Änderung der kumulierten Abschreibungen aufgrund Abgängen (-)
EUR
Änderung der kumulierten Abschreibungen aufgrund Umbuchungen (+/-)
EUR
Immaterielle Anlagewerte 227.927 0 0 0
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 16.423.072 0 0 0
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.061.417 0 1.348.208 0
a 26.712.416 0 1.348.208 0
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Immaterielle Anlagewerte 28.694 0
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 947.245 0
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 803.280 0
a 1.779.219 0
Abschreibungen (kumuliert) am Bilanzstichtag
EUR
Immaterielle Anlagewerte 256.621
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 17.370.317
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.516.489
a 27.143.427
Anschaffungskosten 01.01.
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Schuldscheindarlehen/ Namenspapiere 81.300.000 -29.500.000 51.800.000
Wertpapiere des Anlagevermögens 643.429.661 -7.726.506 635.703.155
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 28.513.314 0 28.513.314
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000 0 25.000
b 753.267.975 -37.226.506 716.041.469
Summe a und b 827.281.456 785.368.724

D. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

In den Forderungen an Kreditinstitute sind 119.817.118 EUR Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis drei Monate
EUR
mehr als drei Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
EUR
mehr als fünf Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b)(ohne Bausparguthaben) 11.678.230 851.005 3.000.000 24.800.000
Forderungen an Kunden (A 4) 47.183.238 163.495.411 471.774.923 1.355.628.178

In den Forderungen an Kunden sind 116.253.622 EUR Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet.

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr 101.371.963 EUR fällig.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von nominal 100.250.000 EUR wurden für GLRG III-Geschäfte mit der Deutschen Bundesbank in Höhe von 20.594.262 EUR als Sicherheit verpfändet.

In den Forderungen sowie Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Forderungen an Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 143.748.994 187.107.465
Schuldverschreibungen u. andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 299.313.677 302.879.070
Forderungen an verbundene Unternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kunden (A 4) 840 375

Die Genossenschaft besitzt folgende Beteiligungen an anderen Unternehmen, mit denen ein Konzernverhältnis besteht:

Name und Sitz Anteil am Gesellschaftskapital Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
% Jahr EUR Jahr EUR
a) VR Immobilien & Versicherung StarnbergAmmersee GmbH, 82319 Starnberg 100,00 2023 25.000 2023 0

Mit dem unter Buchstabea genannten Unternehmen besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 290 Abs. 5 HGB i.V.m. § 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte.

Weitere Beteiligungen wurden aufgrund der untergeordneten Bedeutung gem. § 286 Abs. 3 HGB nicht angegeben.

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig
EUR
börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 628.607.974 526.925.459 101.682.515 512.926.221
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 32.164.948 0 32.164.948 29.999.818

In der Wertpapieraufstellung sind die nicht mit dem Niederstwert bewerteten börsenfähigen Wertpapiere gesondert gekennzeichnet. Die Abgrenzung erfolgte nach längeren Laufzeiten und Wertpapierarten.

Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen in folgendem Umfang (der Buchwert wird im Folgenden mit Stückzinsen dargestellt):

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 512.926.221 EUR haben einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert von 469.684.955 EUR. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind deshalb unterblieben, da für die in Aktivposten 5 enthaltenen festverzinslichen Wertpapiere eine Durchhalteabsicht besteht und die Rückzahlung zum Nennwert erfolgt.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 50.999.750 EUR haben einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert von 49.567.308 EUR. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind bei den Immobilienfonds deshalb unterblieben, da insbesondere aufgrund der künftigen Ertragserwartungen auf Basis der kontrahierten Mietverträge (z. B. Indexierung der Mietverträge) und der damit prognostizierten künftigen Wertaufholung zum Bilanzstichtag keine dauerhafte Wertminderung erkannt wurde.

Im Bilanzposten 'Treuhandvermögen' (A9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen und für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen handelt es sich um Forderungen an Kunden.

In den Sachanlagen sind enthalten: EUR
- Im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzte Grundstücke und Bauten 27.825.816
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.216.240

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind 16.770 EUR Agiobeträge auf Forderungen (Vorjahr: 98.118 EUR) enthalten.

In folgenden Posten und Unterposten der Aktivseite sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten - Unterposten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A 3 Forderungen gegenüber Kreditinstituten 5.057.162 5.052.898
A 5 Festverzinsliche Wertpapiere 20.085.320 16.070.654

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von 23.336.196 EUR enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 328.745.617 EUR Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis drei Monate
EUR
mehr als drei Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
EUR
mehr als fünf Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 14.214.315 30.174.168 146.826.454 157.571.608
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2bb) 182.817.980 134.367.753 87.748.031 0

Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet.

Im Bilanzposten 'Treuhandverbindlichkeiten' (P4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten. Bei diesen handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von 102.468 EUR (Vorjahr: 131.946 EUR) enthalten.

Angaben zum Posten Nachrangige Verbindlichkeiten:

Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen in Höhe von 82.200 EUR an.

Mittelaufnahmen, die 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen, erfolgten zu folgenden Bedingungen:

Betrag Währung Zinssatz Fälligkeit
Nachrangige Verbindlichkeiten 400.000 EUR 3,00 01.12.2029

Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist ausgeschlossen. Die Nachrangigkeit der Verbindlichkeit ist wie folgt geregelt:

Die aufgeführten Verbindlichkeiten sind im Falle der Insolvenz oder der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückzuzahlen. Eine Umwandlung in andere Eigenkapitalformen ist nicht möglich.

Für die nachrangigen Verbindlichkeiten gelten die folgenden wesentlichen Bedingungen: Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeiten getroffenen Nachrangabreden erfüllen die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gemäß Art. 63 CRR. Mit den Gläubigern wurden keine Kündigungsfristen vereinbart. Die Restlaufzeit der nachrangigen Verbindlichkeiten beträgt 6 Jahre. Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind mit einem Zinssatz von 3,00 % ausgestattet.

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 328.745.617 272.859.454
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 738.226 966.833

Die unter dem Passivposten Gezeichnetes Kapital ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

Geschäftsguthaben EUR
a) der verbleibenden Mitglieder 40.292.140
b) der ausscheidenden Mitglieder 735.936
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 12.450
Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile EUR 137.024

Die Ergebnisrücklagen und die Kapitalrücklage haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
Andere Rücklagen
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Stand 1. Januar 2023 43.000.000 105.300.000 313.294
Einstellungen
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 500.000 1.307.320 0
- aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 1.500.000 1.992.680
Stand 31. Dezember 2023 45.000.000 108.600.000 313.294

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss unter Einbeziehung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vorwegzuweisungen in die gesetzlichen Rücklagen (1.500.000,00 EUR) und die anderen Ergebnisrücklagen (1.992.679,76 EUR) wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende auf Geschäftsguthaben von 4,250 % 1.360.803,49
Zuweisung zu den gesetzlichen Rücklagen 500.000,00
Zuweisung zu den anderen Ergebnisrücklagen 665.741,15
Insgesamt 2.526.544,64

In den Schulden und Eventualverbindlichkeiten sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von 49.528.484 EUR enthalten.

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag liegt bei 121.222 EUR.

Die nachfolgende Tabelle weist für jede Art von Grundgeschäften das Volumen der in Bewertungseinheiten einbezogenen Grundgeschäfte - jeweils aufgegliedert nach Risikoarten und Arten von Bewertungseinheiten - aus.

Grundgeschäfte Micro-Hedges
EUR
Portfolio-Hedges
EUR
Macro-Hedges
EUR
Summe
EUR
Schwebende Geschäfte
Devisentermingeschäfte Währungsrisiko 2.085 0 0 2.085
Summe schwebende Geschäfte 2.085 0 0 2.085

Bei den gebildeten Bewertungseinheiten handelt es sich um perfekte Micro-Hedges. Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente stimmen jeweils in allen relevanten Ausstattungsmerkmalen überein ('Critical Term Match'). Daher haben sich die gegenläufigen Wertänderungen in Bezug auf das abgesicherte Risiko am Bilanzstichtag vollständig ausgeglichen. Der Gesamtbetrag der sich ausgleichenden Wertänderungen aus allen Bewertungseinheiten beläuft sich auf 2.085 TEUR. Aufgrund der übereinstimmenden relevanten Ausstattungsmerkmale erwarten wir auch künftig für die festgelegte Dauer der Sicherungsbeziehung einen vollständigen Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen in Bezug auf das abgesicherte Risiko.

Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente Nichthandelsbestand

Zum Bilanzstichtag bestanden noch nicht abgewickelte Devisentermingeschäfte und Zinsswaps des Nichthandelsbestands.

Die Devisentermingeschäfte werden ausschließlich im Kundeninteresse und zur Deckung von einzelnen Kundengeschäften abgeschlossen. Die Zeitwerte gleichen sich grundsätzlich jeweils aus. Die Zinsswaps wurden ausschließlich als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Steuerung der allgemeinen Zinsänderungsrisiken im Bankbuch (Aktiv-/Passiv-Steuerung) abgeschlossen.

In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivategeschäfte des Nichthandelsbestands einschließlich der in Bewertungseinheiten einbezogenen Derivate, die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, zusammengefasst (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Neben der Gliederung nach Produktgruppen wird die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge dargestellt. Die beizulegenden Zeitwerte werden ohne rechnerisch angefallene Zinsen angegeben ('clean prices').

Nominalbetrag Beizulegender Zeitwert Beizulegender Zeitwert
Angaben
in TEUR
Restlaufzeit
bis 1 Jahr üb. 1-5 J. über 5 J. Summe positiv negativ
Zinsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
Zins-Swaps (gleiche Währung) 0,0 40.000,0 132.000,0 172.000,0 16.104,1 1.569,7
Währungsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
Devisentermingeschäfte 4.168,6 0,0 0,0 4.168,6 16,3 12,3

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte bei Zinsswap-Vereinbarungen durch Diskontierung der zukünftigen erwarteten Zahlungsströme auf den Abschlussstichtag. Bei den Devisentermingeschäften wurde der Marktpreis herangezogen. Bei der Ermittlung des Marktpreises wurden Optionspreismodelle sowie sonstige Bewertungsmodelle und - methoden mit aktuellen Marktpreisparametern zugrunde gelegt.

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Zur Sicherheit übertragene Vermögensgegenstände Gesamtbetrag
in EUR
1a. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Abtretung von Forderungen bzw. Sicherheiten 573.211
1b. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Abtretung von Forderungen bzw. Sicherheiten 110.354.942
1b. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verpfändung von bankeigenen Wertpapieren 20.594.262

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Wichtige Einzelbeträge, die für die Beurteilung des Jahresabschlusses bzw. der Ertragslage nicht unwesentlich sind, sind enthalten in den Posten:

Sonstige betriebliche Erträge EUR
Mieteinnahmen 1.309.144
Sonstige betriebliche Aufwendungen EUR
Teilzuführung zu Rückstellungen für Prozessrisiken u. Schadensersatzansprüche 800.000

E. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr beliefen sich die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats auf 109.983 EUR und der früheren Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene auf 1.297.014 EUR.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene bestehen zum 31.12.2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von 22.103.571 EUR.

Am Bilanzstichtag betrugen die gewährten Vorschüsse und Kredite sowie die eingegangenen Haftungsverhältnisse für

EUR
Mitglieder des Vorstands 1.289.701
Mitglieder des Aufsichtsrats 7.029.211

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht als Haftungsverhältnisse anzugeben, jedoch für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (Garantieverbund) in Höhe von 6.988.376 EUR.

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Die Zahl der im Jahr 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiter 224,25 124,50

Außerdem wurden durchschnittlich 16,25 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile
Anfang 2023 26.604 103.093
Zugang 2023 2.000 172.117
Abgang 2023 1.037 5.713
Ende 2023 27.567 269.497
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 25.003.992
Höhe des Geschäftsanteils EUR 150 Höhe der Haftsumme EUR 0

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes:

Genossenschaftsverband Bayern e.V.

Türkenstraße 22 - 24

80333 München

Mitglieder des Vorstands:
Thomas Vogl (Vorsitzender), Geschäftsleiter Bankvorstand Marktbereich Privat Banking und Individualkunden, Innenrevision, Personalwesen und Vorstandsstab (Vorstandsreferat, Unternehmenskommunikation, Digitalisierungs-, Innovations- und Projektmanagement)
Konrad Hallhuber, Geschäftsleiter Bankvorstand Unternehmensplanung-/steuerung, Rechnungswesen, Marktfolge Aktiv und Marktfolge Passiv, Betriebsorganisation und Informationstechnologie, Vorstandsstab (Compliance und Recht, Nachhaltigkeit)
Josef Pölt, Geschäftsleiter (bis 31.12.2023) Bankvorstand Marktbereich Firmen- und Privatkunden, Treasury und Vertriebsmanagement
Cyrus Ahari, Geschäftsleiter (ab 01.01.2024) Bankvorstand Marktbereich Firmen- und Privatkunden, Treasury und Vertriebsmanagement
Mitglieder des Aufsichtsrats:
Dr. Thomas Schulz (Vorsitzender) Jurist, Partner der Noerr PartGmbB, München
Walter Eberl jun. (stv. Vorsitzender) Bauingenieur, Geschäftsführer der Walter Eberl GmbH
Wolfgang Zeitler (stv. Vorsitzender) Dipl.-Kaufmann, geschäftsführender Gesellschafter der Zeitler GmbH, der ZF Generalbau und Grundstücksges. mbH, der ZF Baumanagement u. Consultingges. mbH, der Wohnbau Forstenried Hans Zeitler GmbH & Co. KG, der Leanbox GmbH, der Moosanger Projektentwicklungs-Ges. mbH, der ZF Wohnbau und Verwaltungsges. mbH
Rudolf Albert selbständiger Orthopädie-Schuhmachermeister
Tosso Geisenberger Agraringenieur (FH), Landwirtschaftsamt Fürstenfeldbuck, geschäftsführender Gesellschafter der Geisenberger Grundbesitz GmbH & Co. KG und der Geisenberger Verwaltungsges. mbH
Jakob Huber Bäckermeister, Geschäftsführer der Bäckerei Huber GmbH
Wilhelm Knoll Malermeister, geschäftsführender Gesellschafter und Kommanditist der malerknoll GmbH & Co KG, geschäftsführender Gesellschafter der Wilhelm Knoll Beteiligungs-GmbH
Hubert Rauch selbst. Steuerberater/Wirtschaftsprüfer, geschäftsführender Gesellschafter der Luna Rossa Event GmbH
Barbara Scheitz geschäftsführende Gesellschafterin der Andechser Molkerei Scheitz GmbH, der Andechser Käs-Alm GmbH, der Milchfrischprodukte SBA GmbH, der Andechser Öko Feinkost GmbH, der Andechser Bio-Milch-Beteiligungsges. mbH, der Hof Beer Beteiligungsges. mbH, der Hof Beer GmbH & Co. Immobilienverwaltungs KG, der Andechser Natur GmbH
Rupert Steigenberger Dipl. Ingenieur, staatl. angestellter Baudirektor
Sylvia Steigenberger selbständige Steuerberaterin
Ute Steininger selbständige Steuerfachwirtin (Buchführung und Büroorganisation)
Friedrich Stuffer selbständiger Heizungsbaumeister
Peter Szikora selbständiger staatl. gepr. Bautechniker der Szikora Baubetreuung
Anna-Marie Wunderl selbständige Meisterin der bäuerlichen Hauswirtschaft, Anton und Anna-Marie Wunderl Ferienwohnungen am See

 

Starnberg, 28. März 2024

Volksbank Raiffeisenbank
Starnberg-Herrsching-Landsberg eG

Der Vorstand

gez. Thomas Vogl, VV

gez. Cyrus Ahari

gez. Konrad Hallhuber

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Volksbank Raiffeisenbank Starnberg-Herrsching-Landsberg eG, Starnberg

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank Raiffeisenbank Starnberg-Herrsching-Landsberg eG (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1. Bewertung Kundenforderungen

2. Verlustfreie Bewertung des Bankbuchs

Unsere Darstellung der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

a) Sachverhalt und Problemstellung

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

c) Verweis auf weitergehende Informationen

1. Bewertung Kundenforderungen

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 2.154 Mio. EUR. Dies entspricht 68 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 144 Mio. EUR sowie Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen in Höhe von 213 Mio. EUR.

Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse der Bank derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird. In Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse überzeugt. Hierbei stellen wir auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Bank ab.

Des Weiteren haben wir umfangreiche analytische Prüfungshandlungen bzw. Datenanalysen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Bank in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden u.a. Auswertungen zur Datenqualität bei den Ratings, zu Forbearance-Maßnahmen sowie allgemeinen Auffälligkeiten (z.B. bei den Sicherheiten oder den Konditionen) sowie zu möglicherweise von den wirtschaftlichen Entwicklungen des Geschäftsjahres stark betroffenen Kreditnehmern durchgeführt.

Hierauf aufbauend haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen. Bei der Auswahl haben wir insbesondere Kreditengagements berücksichtigt, die von den rückläufigen Konjunkturaussichten, der Zinsentwicklung sowie der Preisentwicklung (z.B. Energie) und dem damit veränderten Konsumverhalten betroffen sind.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Bank zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthalten.

Darüber hinaus enthält der Lagebericht Ausführungen zu den Kreditstrukturen und Verfahren der Risikoerkennung.

2. Verlustfreie Bewertung des Bankbuchs

a) Sachverhalt und Problemstellung

Mit den Forderungen an Kreditinstitute sowie an Kunden, den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren auf der Aktivseite (insgesamt 3.068 Mio. EUR bzw. 96 % der Bilanzsumme) und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie den nachrangigen Verbindlichkeiten auf der Passivseite (insgesamt 2.822 Mio. EUR bzw. 88 % der Bilanzsumme) gehören wesentliche Teile der Bilanz sowie die zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate mit einem Nominalwert von 172 Mio. EUR zu den Finanzinstrumenten des Bankbuchs der Bank.

Die Finanzinstrumente des Bankbuchs sind im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. von der Genossenschaft verlustfrei zu bewerten. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und vom Differenzbetrag die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang ist eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (Drohverlustrückstellung) zu bilden, die unter den anderen Rückstellungen auszuweisen wäre. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Drohverlustrückstellung zu bilden.

Der Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen einschließlich der zugrundeliegenden Annahmen und Parameter sind in einem hohen Ausmaß ermessensbehaftet. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass wesentliche Annahmen und Parameter nicht sachgerecht berücksichtigt werden bzw. Ermessenspielräume nicht sachgerecht genutzt werden. Daher waren diese Sachverhalte für den Jahresabschluss und insbesondere für die Ertragslage von entscheidender Bedeutung sowie aus unserer Sicht für unsere Prüfung von besonderer Bedeutung.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir uns unter anderem mit den bei der Bewertung zugrunde gelegten Annahmen und Parametern sowie der Abgrenzung des Bankbuchs auseinandergesetzt. Schwerpunkt war die Würdigung der Annahmen zur Schätzung der direkt aus den zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs resultierenden Provisionserträge, der zugrundeliegenden Kostenannahmen, insbesondere im Bereich der Verwaltungskosten, der Standard-Risikokosten im Eigen- und Kundengeschäft sowie der zugrundeliegenden Annahmen für Geschäfte mit unbestimmter Zins- bzw. Kapitalbindung. Des Weiteren haben wir die zutreffende Ableitung der laufzeitadäquaten Zinssätze aus Marktdaten nachvollzogen und haben uns von der Kongruenz der verwendeten Methoden, Steuerungsinstrumente und Parameter zur internen Risikosteuerung überzeugt.

Das Berechnungsschema der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir anhand der einfließenden wesentlichen Annahmen und Parameter einschließlich der Diskontierung nachvollzogen. Dabei haben wir bestimmte von den gesetzlichen Vertretern angewandte Annahmen und Parameter einer Einzelfallprüfung unterzogen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen enthält der Anhang im Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden".

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:

Prüfung des Depot- und Wertpapierdienstleistungsgeschäfts nach § 89 WpHG

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Hans Lenkawa.

 

München, 30. April 2024

Genossenschaftsverband Bayern e.V.

gez. Dr. Alexander Leißl, Wirtschaftsprüfer

gez. Hans Lenkawa, Wirtschaftsprüfer

Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Vertreterversammlung am 14. Mai 2024 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen.

BaFin - Instituts - Nummer: 101483

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023

("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Volksbank Raiffeisenbank Starnberg-Herrsching-Landsberg eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgenden Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank Raiffeisenbank Starnberg-Herrsching-Landsberg eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Volksbank Raiffeisenbank Starnberg-Herrsching-Landsberg eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 86.104 TEUR.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum Jahresende beträgt 320.

Der Gewinn vor Steuern beträgt 34.572 TEUR.

Die Steuern auf Gewinn betragen 8.196 TEUR und betreffen laufende Steuern.

Die Volksbank Raiffeisenbank Starnberg-Herrsching-Landsberg eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

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