Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 21158
Eingetragen
21.6.2006
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugHerstellung von Drahtwaren, Ketten und FedernGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Gegenstand
Der Betrieb einer Drahtzieherei und der Handel mit Draht.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Jan Wagner
seit 25.7.2017
Prokura
Gerd-Uwe Schmidt
seit 21.6.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
49.00%
Christian Grothaus
49.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
300.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AGRO Holding GmbH

Bad Essen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

AGRO Holding GmbH, Bad Essen

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 Struktur und Geschäftsmodell

Die AGRO Gruppe ist ein international tätiger Entwickler, Produzent und Lieferant von Federkernen, Federdrähten und Wellenfedern. Zum Kreis der konsolidierten Konzerngesellschaften gehören alle Gesellschaften, an denen die AGRO Holding GmbH (AH) direkt oder indirekt mit mehr als 50 % beteiligt ist:

a) Drahtzieherei und den Handel mit Draht

a. AGRO Steel Wire GmbH, Deutschland (ASW)

b. Herkules Wire Sp. z o.o., Polen (HW)

b) Herstellung und Verkauf von Federkernen und Wellenfedern für Matratzen und Polstermöbel

c. AGRO International GmbH & Co. KG, Deutschland (AI)

d. Herkules Sp. z o.o., Polen (Herkules)

e. A&S Innersprings USA, LLC., USA (A&S)

c) Vermietung von Wohnungen

AGRO Immobilien GmbH & Co. KG

Die AH betreibt selbst keinen operativen Geschäftsbetrieb. Die Geschäftsbereiche ASW sowie HW verkaufen ihre Produkte überwiegend konzernintern. Die AI vertreibt die Federkerne für Matratzen weltweit. Dabei entfallen 88 Prozent von den Umsatzerlösen der AI auf Kunden mit Firmensitz im Ausland und 12 Prozent auf einen Kundenkreis mit Firmensitz innerhalb der Bundesrepublik Deutschland. Die Abnehmer der A&S kommen ausschließlich aus den USA. Der Kundenstamm der Herkules ist hauptsächlich in Europa ansässig - der überwiegende Teil in Polen.

Assoziierte Unternehmen, die nicht zum Kreis der konsolidierten Konzerngesellschaften gehören sind (a) Subiñas Springs S.L. aus Spanien, die Federkerne herstellt und ihre Produkte überwiegend in Spanien und Portugal vertreibt, sowie (b) die AGRO-BEKAERT Springs S.L., Spanien, deren Tochterunternehmen AGRO-BEKAERT Colombia S.A.S, Kolumbien, Federkerne herstellt und Kunden aus Kolumbien, Mittelamerika und den Karibikstaaten sowie aus Mexiko bedient.

1.2 Forschung und Entwicklung

Wichtiger Aspekt unserer Aktivitäten in Forschung und Entwicklung sind Rationalisierungspotenziale durch Prozessverbesserungen in der Produktion, die Optimierungen laufender Produktionsverfahren, sowie die Qualität und Qualitätsverbesserung. Zudem entwickelt die AGRO Gruppe Produkte und Verfahren stetig weiter, die ihren Kunden eine nachhaltige Produktion inklusive des Recyclings der von AGRO gelieferten Produkte möglich machen. Im Jahr 2022 wird Schritt für Schritt im Federkernbereich auf zirkuläre Federkerne umgestellt und somit ist die AGRO-Gruppe der erste Hersteller in diesem Bereich, der seinen Kunden ein zirkuläres Produktportfolio anbietet. Jedes dieser Produkte kann damit in seine Komponenten getrennt und wieder dem jeweiligen Produktionskreislauf zugeführt werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

nfolge der Corona-Pandemie schrumpfte die Weltwirtschaft im Jahr 2020. Im Berichtsjahr erholte sich diese und wuchs gemäß dem World Economic Outlook Update des Internationalen Währungsfonds um 5,9%. Die mit der Corona-Pandemie einsetzenden Liefer- und Materialengpässe sind zum Teil geblieben und haben in einigen Bereichen sogar weiter zugenommen.

Auch in Deutschland war die konjunkturelle Entwicklung stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen, so dass die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau mit einem Anstieg des BIP um 2,9 % noch nicht wieder erreicht hat.

Die globale Rohstahlproduktion ist im Jahr 2021 nach Angaben der Worldsteel Association insgesamt um 3,7 % (Vj. -0,9 %) gestiegen. Die Erhöhung erfolgte dabei in fast allen Ländern der Welt. China hat hingegen seine Kapazitäten zur Rohstahlproduktion erstmals seit 2015 wieder gesenkt und verzeichnete im Gesamtjahr 2021 verglichen mit dem Vorjahr eine Abnahme um 3,0 %. Hier gab es im Laufe des Berichtsjahres immer strengere Produktionsbeschränkungen durch die lokalen Behörden. Ein Grund dafür war, im Jahr der Olympischen Winterspiele die Umweltemissionen zu reduzieren. Die europäische Rohstahlproduktion stieg im Vergleich zum Vorjahr um 15,4 %. In Deutschland ist 2021 erstmals seit drei Jahren die Rohstahlproduktion mit einem Zuwachs von 12,3 % wieder angestiegen. Dieser Anstieg kann jedoch die Verluste aus den Jahren 2018-2020 noch nicht ausgleichen.

Trotz widriger Rahmenbedingungen hat sich die deutsche Möbelindustrie im Jahr 2021 gut behauptet und erreichte ein Umsatzplus von rund 2 Prozent (Vorjahr: -3,7 %). Neben großen Auftragsüberhängen aus dem Jahr 2020 konnten die pandemiebedingten Schließungen des Möbelhandels im Frühjahr 2021 besser kompensiert werden als zu Zeiten des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020. Das Vor-Corona-Niveau wurde jedoch noch nicht wieder erreicht.

Auch im zweiten Jahr der Pandemie nahm das Thema Wohnen und Einrichten bei den Verbrauchern einen hohen Stellenwert ein. Viele Menschen investierten 2021 in ihr Heim, während Urlaubs- und Freizeitaktivitäten teilweise eingeschränkt blieben. Die erhöhte Nachfrage sowie coronabedingte Störungen stellten gleichzeitig große Herausforderungen dar. So gab es in der Möbelbranche bei vielen wichtigen Vormaterialien Engpässe, Störungen in den Lieferketten sowie eine Verteuerung aller Materialien und Vorprodukte. Der Gesamtmarkt der Matratzenindustrie ist laut der Statistik des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie e.V. im Jahr 2021 um 3,5 % gestiegen (Vorjahr: -3,5 %).

2.2 Geschäftsverlauf und Lage

Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr wie erwartet gesteigert werden. Die Steigerung resultierte im Wesentlichen bei der AGRO International GmbH & Co. KG aus erhöhten Vormaterialpreisen die am Markt weitergegeben werden konnten sowie bei der AGRO Steel Wire GmbH aus Kapazitätserweiterungen und hohen Walzdrahtpreisen, die ebenfalls am Markt weitergegeben werden konnten. So erzielte die AGRO-Gruppe in 2021 Umsatzerlöse in Höhe von 202,8 Mio. €. Damit lag der Konzern 30,9 % über dem Vorjahreswert von 155,0 Mio. €. Im Jahresverlauf fielen gerade in der ersten Jahreshälfte, trotz pandemiebedingten Schließungen des Möbelhandels im Frühjahr, die Umsätze höher als erwartet aus und nahmen dann zum Jahresende ab. Gegenüber dem Vorjahr konnten die Umsätze insgesamt gesteigert werden und lagen im Bereich der Prognose.

Die Materialaufwendungen sind dabei um 32,4 % auf 114,1 Mio. € gestiegen. Die Personalaufwendungen lagen mit 6,4 % über dem Vorjahreswert von 26,9 Mio. € und sind mit dem Anstieg der Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter im Konzern gewachsen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere durch höhere Frachtkosten im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Insgesamt verbesserte sich das konsolidierte Betriebsergebnis aufgrund der gestiegenen Umsätze im Vergleich zum Vorjahr und fiel zudem höher als erwartet aus. Der Jahresüberschuss ist um 13,5 Mio. € gegenüber dem Vorjahr gestiegen und übertraf die Erwartungen an das Geschäftsjahr.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr
Mio. €
Vorjahr
Mio. €
Betriebsergebnis 36,3 18,7
Zinsergebnis 0,0 0,0
Steuerergebnis -9,5 -5,4
Jahresergebnis 26,8 13,3

Durch das gestiegene Betriebsergebnis ergibt sich entsprechend ein im Vergleich zum Vorjahr erhöhter Ertragssteueraufwand.

b) Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 16,8 Prozent erhöht auf 148,9 Mio. €. Der Grund liegt im Wesentlichen in der Erhöhung der Vorräte im Zuge der Erhöhung der Vorratsmengen zur Absicherung der Versorgung und dem Anstieg der liquiden Mittel mit dem gestiegenen Jahresergebnis, dem eine Erhöhung des Eigenkapitals gegenübersteht. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme liegt bei 31,9 Prozent (Vj. 34,4 Prozent) und die Eigenkapitalquote liegt bei 89,5 Prozent (Vj. 85,4 Prozent).

Bilanzstruktur in Prozent in Bezug auf Bilanzsumme von 148,9 Mio. €

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
AKTIVA Mio. € % Mio. € % Mio. € %
Anlagevermögen 47,5 32 43,9 34 3,6 8,2
Vorräte 28,8 19 18,4 14 10,4 56,5
Forderungen LuL 17,3 12 16,2 13 1,1 6,8
Übrige Aktiva 55,3 37 49,0 39 6,3 12,9
PASSIVA            
Eigenkapital 133,3 90 108,9 85 24,4 22,4
Rückstellungen 3,9 3 3,8 3 0,1 2,6
Verbindlichkeiten 11,7 7 14,8 12 -3,1 -20,9

Der Konzern deckt seinen Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow.

Geschäftsjahr
Mio. €
Vorjahr
Mio. €
Cashflow (CF) DVFA/SG 32,4 21,1
CF aus der lfd. Geschäftstätigkeit 19,5 22,1
CF aus der Investitionstätigkeit -11,7 -13,6
CF aus Finanzierungstätigkeit -2,6 -1,6
Zahlungswirksame Veränderung der flüssigen Mittel 5,2 6,9
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 52,1 45,3

Wir verfolgen weiterhin eine ertragsorientierte Dividendenpolitik, bei der sich Ausschüttungen an zukünftigen Ergebnisentwicklungen ausrichten. In 2021 hat der Konzern Investitionen in Höhe von 11,4 Mio. € getätigt und lag damit unter dem Niveau des Vorjahreswertes (14,9 Mio. €). Hauptsächlich wurde in die Ausweitung der geschäftlichen Aktivitäten sowie Maschinen und Gebäude investiert.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

• Umsatzrendite und

• Betriebsergebnis.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite und das Betriebsergebnis heran. Die Umsatzrendite beträgt 17,4 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 Prozentpunkte gestiegen. Das Betriebsergebnis beträgt 36,3 Mio. € (Vj. 18,7 Mio. €). Die geplanten Ziele wurden in Folge der berichteten gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen im Zuge der Corona-Pandemie übertroffen.

4. Mitarbeiter

Die Zahl der durchschnittlich Beschäftigten der AGRO Gruppe betrug 797 Mitarbeiter (Vj. 718) ohne Auszubildende. Der Personalaufwand des Konzerns lag in 2021 dementsprechend mit 28,6 Mio. € über dem Vorjahr (26,9 Mio. €).

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als solide ein.

Die operativen Bereiche der AGRO Gruppe sind gut positioniert und konnten das Jahresergebnis über die Erwartung hinaus steigern. Die Unternehmen haben bisher die Corona-Pandemie gut beherrscht und sich auf die gestörten Lieferketten und Marktverhältnisse gut vorbereitet.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

6. Prognosebericht

Die beschriebenen, zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf Erwartungen und den Einschätzungen. Eine unerwartete Entwicklung der Weltkonjunktur würde dazu führen, dass die Leistungen und Ergebnisse der AGRO Gruppe wesentlich von denen abweichen, die prognostiziert werden.

Die momentanen Entwicklungen, vor allem im Ukraine-Krieg zeigen uns, dass auch wieder in diesem Jahr eine Prognose sehr schwierig sein wird. Die Situation bleibt sehr dynamisch. Vor dem Ukraine-Krieg hat die Corona-Pandemie nun schon zwei Jahre lang die Wirtschaftsentwicklung bestimmt. Ähnlich den Pandemie- bzw. Lockdown-Wellen ist seitdem auch der "Konjunkturverlauf". Für 2022 wurde davon ausgegangen, dass neuerliche Infektionswellen sowie anhaltende Material- und Lieferengpässe das erste Quartal belasten werden. Nach Einschätzung des IWF im Januar wird die weltweite Konjunktur auch 2022 mit etwa 4,4 % wachsen und folglich weniger stark als im Vorjahr. Es bleiben jedoch Risiken, allen voran die weitere Entwicklung des Krieges in der Ukraine, die Auswirkungen der Sanktionen für Russland sowie die Energiekrise. Zudem wird die hohe Inflation in einigen Ländern zu Zinserhöhungen führen und damit die Nachfrage schwächen. Daher korrigierte der IWF bereits im April seine Prognose für die Weltwirtschaft auf 3,2 Prozent Wachstum nach unten. In der Eurozone wird den Prognosen zufolge 2022 mit einem BIP-Wachstum zuletzt von rund 2,8 % gerechnet. Schwächer dürfte das Wachstum in Deutschland ausfallen, mit einem Plus von 1,2 % gemäß letzter Prognose des IWF vom Juli.

Vor Beginn des Ukraine-Krieges war der Verband der Deutschen Möbelindustrie für das Jahr 2022 grundsätzlich optimistisch gestimmt. Die Erwartungen hatten sich laut Ifo-Institut für die Möbelbranche verbessert. Zwar wurden auch hier mit Störungen in den ersten Monaten des Jahres gerechnet und es gab Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Pandemie, jedoch rechnete man weiterhin mit einem hohen Interesse der Verbraucher an den Produkten der Branche. In Bezug auf die Absatzmenge hat die Möbel- und Matratzenindustrie eine Seitwärtsbewegung auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Durch den Beginn des Ukraine-Krieges und der damit verbundenen Verschärfung der Materialknappheiten, verlängerte Lieferzeiten, massive Verteuerung nahezu aller Materialien und Vorprodukte sowie Verknappung der Transportkapazitäten wird nun aber auch die Prognose der Möbelbranche negativ beeinflusst. Bereits die leicht rückgängigen Umsatzzahlen des ersten Quartals 2022 deuten auf ein schwieriges Jahr in der Matratzenindustrie hin.

In der Stahlindustrie wird in den nächsten Jahren die globale Rohstahlproduktion weiter steigen.

Besonders in Asien und im Nahen Osten schreiten Projekte zur Kapazitätserweiterung voran. In China ist jedoch auch nicht mit einem Rekordwachstum wie vor 2021 zu rechnen. Durch Chinas Kapazitätsersatzprogramm müssen alle neu in Betrieb genommene Stahlwerke durch Schließung älterer, stärker umweltbelastender Produktionsanlagen kompensiert werden. Die aktuellen Geschehnisse mit anhaltenden Unterbrechungen der Lieferketten, steigenden Energiepreisen und CO 2-Abgaben sowie eine anhaltende Inflation gefährden jedoch die Erholung im Stahlbereich. Des Weiteren kann es durch Schließungen von Stahlwerken zu einer zusätzlichen Verknappung in diesem Sektor und damit zu Preissteigerungen kommen.

Zu Jahresbeginn sind die Vliespreise zunächst konstant geblieben. Mit Beginn des Ukraine-Krieges wurde die Preiserholung des vierten Quartals 2021 jedoch wieder aufgehoben. Aktuell sprechen die Indizien für eine leichte Verteuerung auch bei den Vliesstoffen.

Aufgrund der angespannten Markt- und Preisentwicklungen nach Beginn des Ukraine-Krieges lässt sich keine qualifizierte Prognose treffen. Momentan gehen wir insgesamt für das Geschäftsjahr 2022 von einem mittleren Mengenrückgang und einem Umsatzrückgang im ein- bis zweistelligen Prozentbereich aus. Wir erwarten, dass das Konzernergebnis und die Umsatzrendite merklich unter dem Vorjahresniveau liegen werden.

7. Chancen- und Risikobericht

Die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Wirtschaft wird maßgeblich vom weiteren Verlauf des Ukraine-Krieges abhängen. Würde es zu einem baldigen Ende der Kampfhandlungen kommen und sich die Situation nicht noch weiter verschärfen, könnten sich im weiteren Jahresverlauf die Energiemärkte wieder etwas entspannen und der Inflationsdruck seitens der Energiepreise würde nachlassen. Insgesamt wird die Lage jedoch angespannt bleiben. Jede weitere Eskalation würde die Bedingungen gegenüber diesen Annahmen weiter verschlechtern. Inbesondere weiter ansteigende Stromkosten könnten das Konzernergebnis über unsere Prognose hinaus negativ beeinflussen. Aktuell wird davon ausgegangen, dass die Corona-Pandemie keinen wesentlichen Einfluss mehr auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage hat. Jedoch können Virus-Mutationen, gerade im Herbst, nochmal die Situation verändern.

Spitzen sich allerdings die Versorgungsengpässe im Ersatzteilbereich zu, insbesondere bei den elektronischen Bauteilen, kann es zu Ausfällen und damit zu Ergebniseinbußen im einstelligen Prozentbereich kommen.

Im Bereich der Produktion erwarten wir Einsparungen durch den Einsatz neuer Produktions- und Verpackungsmaschinen beim deutschen Federkernstandort. Zudem wird weiterhin an der Aufarbeitung unseres Produktionsausschusses zu Wertstoff gearbeitet. Insgesamt könnte das zu einem Ergebniszuwachs im niedrigen Prozentbereich führen.

Ein Risiko besteht in erhöhten Forderungsausfallsrisiken in Folge der Corona-Pandemie und der wirtschaftlichen Entwicklungen. Bei steigenden Preisen erhöht sich das Risiko für die Warenkreditversicherung. Erteilte Limite werden dann geprüft und unter Umständen gekürzt. Das kann dazu führen, dass Limite nicht ausreichen, um die Warenlieferungen bei steigenden Preisen abzudecken. Die Unternehmen stimmten sich dazu eng mit den Kunden ab. Insgesamt führen umfangreiche Bonitätsbeurteilungen im Neukundengeschäft sowie ein laufendes Reporting unserer Stammkunden zu einem erheblich reduzierten Risiko von Forderungsausfällen und Bonitätsrisiken. Der Ausfall der Umsätze mit Kunden, die von den Sanktionen betroffen sind und Kunden aus der Ukraine haben keinen Einfluss auf das Ergebnis.

Als Auslöser von Produktionsunterbrechungen kommen vermehrt auch IT-Störungen in Betracht. Durch die Implementierung von passenden Maßnahmen wird der Bedrohung von gezielten Cyberangriffen entgegengewirkt, die zur Beschädigung von Fertigungsanlagen und damit zu längeren Ausfalldauern und hohen Schadenswerten führen könnten. Neben Bedrohungen in Form von Cyberattacken und physischen Eingriffen können Informationen und Daten auch durch fehlendes Risikobewusstsein und Fehlverhalten gefährdet sein. Unmittelbare Folgen wären im Wesentlichen negative Auswirkungen auf der Umsatzseite, wiederum Ausfälle in der Produktion oder Reputationsschäden. Aktuell durchlaufen die Nutzer daher ein Schulungsprogramm, dass das Risikobewusstsein und einen transparenten Umgang mit Risiken erhöht und durch ein hohes Sicherheitsverständnis die Gefährdung reduziert. Insgesamt schätzen wir das Risiko daher als gering ein.

Wir überwachen regelmäßig die weltweit agierenden Konzerngesellschaften, die im Rahmen ihrer geschäftlichen Aktivitäten verschiedenen Risiken ausgesetzt sind, die mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die Firmen begegnen diesen Risiken durch Berichtssysteme und Kommunikationsprozesse, die Bestandteil der Geschäftsprozesse und wesentliche Elemente der unternehmerischen Entscheidungen sind. Auf diesem Weg wird gewährleistet, dass mögliche Gefahren frühzeitig im Entscheidungsprozess Berücksichtigung finden und Steuerungsmaßnahmen zur Risikobewältigung rechtzeitig eingeleitet werden können.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen könnten.

Konzernbilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 47.543.264,32 43.857.832,69
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 318.906,25 221.019,67
1. EDV-Software 85.520,75 172.123,90
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 48.895,77
3. geleistete Anzahlungen 233.385,50 0,00
II. Sachanlagen 42.118.355,96 38.541.067,59
1. Grundstücke und Bauten 17.945.385,84 17.863.136,99
2. technische Anlagen und Maschinen 14.545.397,51 11.130.498,14
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.830.833,62 3.370.480,18
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.796.738,99 6.176.952,28
III. Finanzanlagen 5.106.002,11 5.095.745,43
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 5.106.002,11 5.095.745,43
B. Umlaufvermögen 100.870.120,58 82.985.111,89
I. Vorräte 28.836.442,00 18.420.274,79
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.912.530,90 10.405.479,95
2. unfertige Erzeugnisse 52.200,55 55.722,04
3. fertige Erzeugnisse und Waren 15.927.916,61 8.307.133,96
4. geleistete Anzahlungen 4.873,54 11.484,59
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -61.079,60 -359.545,75
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 19.910.905,62 19.228.811,09
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.257.405,77 16.217.282,12
2. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 350.028,33 393.780,08
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.303.471,52 2.617.748,89
III. Wertpapiere 5.601.085,80 3.893.006,25
1. sonstige Wertpapiere 5.601.085,80 3.893.006,25
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 46.521.687,16 41.443.019,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten 239.249,08 128.884,53
D. Aktive latente Steuern 286.836,02 522.025,84
Bilanzsumme, Summe Aktiva 148.939.470,00 127.493.854,95

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 133.317.238,33 108.871.248,02
I. Gezeichnetes Kapital 2.300.000,00 2.300.000,00
II. Gewinnrücklagen 18.351,31 18.351,31
1. andere Gewinnrücklagen 18.351,31 18.351,31
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -195.358,52 -329.141,17
IV. Konzernbilanzgewinn 130.497.979,86 106.655.804,79
V. Nicht beherrschende Anteile 696.265,68 226.233,09
B. Rückstellungen 3.872.354,15 3.799.892,63
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 836.595,00 828.288,00
2. Steuerrückstellungen 1.381.882,17 939.079,05
3. sonstige Rückstellungen 1.653.876,98 2.032.525,58
C. Verbindlichkeiten 11.345.540,01 14.820.214,30
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.812.253,14 11.287.856,28
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.533.286,87 3.532.358,02
D. Rechnungsabgrenzungsposten 5.015,00 2.500,00
E. Passive latente Steuern 399.322,51 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 148.939.470,00 127.493.854,95

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Umsatzerlöse 202.814.809,03 154.983.707,78
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 6.170.875,05 2.011.368,59
3. sonstige betriebliche Erträge 6.423.623,17 3.051.617,54
4. Materialaufwand 114.098.931,54 86.167.220,85
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 112.512.492,74 84.449.403,73
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.586.438,80 1.717.817,12
5. Personalaufwand 28.631.594,60 26.900.765,40
a) Löhne und Gehälter 24.016.089,60 22.726.233,85
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.615.505,00 4.174.531,55
6. Abschreibungen 7.512.355,84 7.131.374,72
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 7.512.355,84 7.131.374,72
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 28.779.369,13 21.052.629,69
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 119.048,87 56.929,11
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 10.256,68
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 65.733,27 60.771,70
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag 9.566.975,45 5.412.246,60
12. Ergebnis nach Steuern 26.873.396,29 13.368.357,38
13. sonstige Steuern 63.328,48 86.978,99
Konzernjahresüberschuss 26.810.067,81 13.281.378,39

Ergebnisverwendung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Konzernjahresüberschuss 26.810.067,81 13.281.378,39
2. Nicht beherrschende Anteile -467.892,73 2.098,55
3. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 104.155.804,78 93.372.327,85
4. Konzernbilanzgewinn 130.497.979,86 106.655.804,79

Konzernkapitalflussrechnung

AGRO Holding GmbH, Bad Essen

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021

Konzernkapitalflussrechnung nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21)

Gliederungsschema II ("Indirekte Methode")

2021
TEUR
2020
TEUR
1. Periodenergebnis 26.810,1 13.281,4
2. Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 7.502,1 7.141,6
3. Zunahme / Abnahme der Rückstellungen -370,3 547,0
4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -1.541,6 185,9
5. Cashflow nach DVFA/SG (Summe aus 1 bis 4) 32.400,3 21.155,9
6. Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -11.711,3 -6.225,1
7. Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.271,6 2.523,1
8. Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -73,9 600,0
9. Zinsaufwendungen / Zinserträge -53,3 3,8
10. Ertragsteueraufwand / -ertrag 9.567,0 5.412,2
11. Ertragsteuerzahlungen -7.315,8 -1.325,4
12. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Summe aus 5 bis 11) 19.541,4 22.144,5
13. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -305,3 -53,4
14. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 423,7 333,6
15. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -11.954,9 -8.849,1
16. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0,0 -5.096,4
17. Erhaltene Zinsen 119,0 56,9
18. Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 13 bis 17) -11.717,5 -13.608,4
19. Gezahlte Zinsen -65,7 -60,8
20. Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -2.500,0 -1.500,0
21. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 19 und 20) -2.565,7 -1.560,8
22. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds    
(Summe aus 12, 18, 21) 5.258,2 6.975,3
23. Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 1.528,6 -337,5
24. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 45.336,0 38.698,2
25. Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 22 bis 24) 52.122,8 45.336,0
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:    
Zahlungsmittel - Wertpapiere des Umlaufvermögens, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 52.122,8 45.336,0
  52.122,8 45.336,0

Konzerneigenkapitalspiegel

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnets Kapital
EUR
andere Gewinnrücklagen
EUR
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
EUR
Bilanzgewinn / Gewinnvortrag
EUR
Stand am 31. Dezember 2019 2.300.000,00 18.351,31 242.032,43 94.872.327,25
Ausschüttung/Dividende 0,00 0,00 0,00 -1.499.999,40
Währungsumrechnung 0,00 0,00 -571.173,60 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 13.283.476,94
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2020 2.300.000,00 18.351,31 -329.141,17 106.655.804,79
Ausschüttung/Dividende 0,00 0,00 0,00 -2.500.000,01
Währungsumrechnung 0,00 0,00 133.782,65 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 26.342.175,08
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2021 2.300.000,00 18.351,31 -195.358,52 130.497.979,86
Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
EUR
Eigenkapital Mutterunternehmen
EUR
Stand am 31. Dezember 2019 0,00 97.432.710,99
Ausschüttung/Dividende 0,00 -1.499.999,40
Währungsumrechnung 0,00 -571.173,60
Sonstige Veränderungen -13.283.476,94 0,00
Konzernjahresüberschuss 13.283.476,94 13.283.476,94
Stand am 31. Dezember 2020 0,00 108.645.014,93
Ausschüttung/Dividende 0,00 -2.500.000,01
Währungsumrechnung 0,00 133.782,65
Sonstige Veränderungen -26.342.175,08 0,00
Konzernjahresüberschuss 26.342.175,08 26.342.175,08
Stand am 31. Dezember 2021 0,00 132.620.972,65
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
EUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne / Verluste
EUR
Eigenkapital
EUR
Konzerneigenkapital
EUR
Stand am 31. Dezember 2019 329.197,60 -105.913,12 223.284,48 97.655.995,47
Ausschüttung/Dividende 0,00 0,00 0,00 -1.499.999,40
Währungsumrechnung 0,00 5.047,16 5.047,16 -566.126,44
Sonstige Veränderungen -105.913,12 105.913,12 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 -2.098,55 -2.098,55 13.281.378,39
Stand am 31. Dezember 2020 223.284,48 2.948,61 226.233,09 108.871.248,02
Ausschüttung/Dividende 0,00 0,00 0,00 -2.500.000,01
Währungsumrechnung 0,00 2.139,86 2.139,86 135.922,51
Sonstige Veränderungen 2.948,61 -2.948,61 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 467.892,73 467.892,73 26.810.067,81
Stand am 31. Dezember 2021 226.233,09 470.032,59 696.265,68 133.317.238,33

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

AGRO Holding GmbH, Bad Essen

I. Allgemeine Angaben

Die Firma AGRO Holding GmbH hat ihren Sitz in Bad Essen. Sie ist beim Registergericht Amtsgericht Osnabrück unter der Nummer HRB 20382 eingetragen.

II. Konsolidierungskreis

Zum Kreis der vollkonsolidierten Konzernunternehmen gehören grundsätzlich alle Gesellschaften, an denen die AGRO Holding GmbH direkt oder indirekt mit mehr als 50 % beteiligt ist. Es handelt sich neben der AGRO Holding GmbH um 6 inländische und 4 ausländische Konzerngesellschaften.

AGRO Holding GmbH hält zum 31.12.2021 unmittelbar Anteile an folgenden Gesellschaften:

Anteil
in %
Vollkonsolidierte Tochterunternehmen:  
AGRO International GmbH & Co. KG, Bad Essen 100,0
AGRO International Management GmbH, Bad Essen 100,0
AGRO Steel Wire GmbH, Bad Essen 100,0
Herkules Sp. z o.o., Jastrowo (Polen) 100,0
Herkules Wire Sp. z o.o., Jastrowo (Polen) 100,0
Herkules Polsterfederungen Geschäftsführungsgesellschaft mbH, Bad Essen 100,0
AGRO Holding USA Inc., Delaware (USA) 100,0
AGRO Immobilien GmbH & Co. KG, Bad Essen 100,0
AGRO Immobilien Verwaltung GmbH, Bad Essen 100,0
Assoziierte Unternehmen:  
Subiñas Springs S.L., Mungia (Spanien) 50,0
AGRO - BEKAERT Springs, S.L., Burgos (Spanien) 50,0

Die AGRO Holding USA Inc. hält 90 % an der A&S Innersprings USA, LLC, Windsor, Connecticut.

Die AGRO International GmbH & Co. KG und die AGRO Steel Wire GmbH erfüllen die Voraussetzungen der §§ 264 b, 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Offenlegungspflichten.

III. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte zu Unternehmensfortführungswerten.

Angaben, die wahlweise in der Konzernbilanz, in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang gemacht werden können, sind insgesamt im Konzernanhang aufgeführt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F.. Die Verrechnung erfolgt auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss. Bei Erwerb weiterer Anteile bereits in den Konzernabschluss einbezogener Tochterunternehmen erfolgte die weitere Konsolidierung auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile. Die Kapitalkonsolidierung der ab 2016 neu einbezogenen Tochterunternehmen erfolgte gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der ausländischen Tochtergesellschaften, der Herkules Sp. z o.o., Polen, der Herkules Wire Sp. z o.o., Polen, der AGRO Holding USA Inc., Delaware, sowie der A&S Innersprings USA, LLC, Windsor, Connecticut, wurden gemäß § 308a HGB in die Währung der Muttergesellschaft (EUR) umgerechnet. Die Posten der Bilanz wurden mit Ausnahme des Eigenkapitals zum Devisenkassamittelkurs zum 31. Dezember 2021 umgerechnet. Das Eigenkapital wurde zu historischen Kursen umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zum Durchschnittskurs des Berichtsjahres umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen wurden erfolgsneutral in Höhe von TEUR -195,4 (Vorjahr: TEUR -329,2) erfasst und unter dem Bilanzposten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" auf der Passivseite ausgewiesen. Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr beträgt TEUR 133,8.

Beim Anlagevermögen, bei den Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie den Ertrags- und Aufwandsposten wurden die zwischen den einbezogenen Gesellschaften entstandenen Geschäftsvorfälle im Rahmen der Schuldenkonsolidierung nach § 303 HGB, der Zwischenergebniseliminierung nach § 304 HGB sowie der Aufwands- und Ertragskonsolidierung nach § 305 HGB herausgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden ergebniserhöhend in Höhe von TEUR 245,4 berücksichtigt.

Soweit Konsolidierungsmaßnahmen zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen führen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, wird eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuer und eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuer in der Konzernbilanz angesetzt.

Auf die assoziierten Unternehmen wurde die Equity-Methode angewandt. Der Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss ist der Zeitpunkt zu dem die Gesellschaften assoziierte Unternehmen geworden sind. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital beträgt zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung TEUR 495,6, es handelt sich dabei in voller Höhe um Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Amortisation erfolgt über 10 Jahre, der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 396,4.

Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften und des Mutterunternehmens wurden nach den folgenden einheitlichen Grundsätzen aufgestellt:

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Abnutzbare Gegenstände wurden nach ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear und degressiv abgeschrieben. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Der im Einzelabschluss der A&S Innersprings USA, LLC, Windsor, ausgewiesene, in 2017 entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwert wird linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren, letztmalig in 2021, abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden zu Anschaffungskosten bewertet, oder, sofern erforderlich, zum niedrigeren Marktwert angesetzt. Bestehende Bestandsrisiken wegen Ungängigkeit, Lagerreichweite sowie Marktpreisentwicklung wurden ausreichend berücksichtigt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen das Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten, die nach den Bestimmungen des Handelsrechts aktivierungspflichtig sind. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Allen Bestandsrisiken wurde ausreichend Rechnung getragen. Geleistete Anzahlungen sind mit dem Nennwert bilanziert. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte werden von diesen offen abgesetzt. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen sind für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gebildet worden. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Die als uneinbringlich eingeschätzten Forderungen wurden abgeschrieben. Fremdwährungsforderungen wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum 31. Dezember 2021 bewertet.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten, oder soweit notwendig, zum niedrigeren Kurswert am Bilanzstichtag angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die flüssigen Mittel enthalten Barmittel und kurzfristige liquide Anlagen mit einer Fälligkeit von ursprünglich bis zu drei Monaten (Termingelder).

Die Pensionsrückstellung wurde entsprechend den Bestimmungen des § 249 HGB i.V.m. §§ 252 bis 255 HGB nach der Methode der laufenden Einmalprämien unter Zugrundelegung eines Rechnungszinses von 1,87 % und eines Rententrends in Höhe von 2,00 % berechnet. Es wurde mit einer Fluktuationswahrscheinlichkeit gemäß der Heubeck-Richttafeln-GmbH gerechnet. Die Abzinsung der Rückstellung erfolgte entsprechend der Rückstellungsabzinsungsverordnung für eine Restlaufzeit von 15 Jahren.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich war, um alle erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend zu berücksichtigen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB nach der Nettomethode mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt, Fremdwährungsverbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

IV. Spezielle Angaben zum Konzernabschluss

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem Anlagespiegel, der dem Konzernanhang als Anlage beigefügt ist. Die Gliederung entspricht den handelsrechtlichen Vorschriften.

Aus der Erstkonsolidierung der AGRO Steel Wire GmbH ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 31,5, der in 2003 vollständig abgeschrieben wurde. Bei der Konsolidierung der Herkules Sp. z o.o., Polen, ergibt sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 2.197,4, der in Höhe von TEUR 568,6 auf stille Reserven der technischen Anlagen und Maschinen verteilt und in Höhe von TEUR 1.628,8 als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen wird. Die Abschreibung erfolgte linear jeweils über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren. Die Unterschiedsbeträge sind vollständig abgeschrieben.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 3,5 (Vorjahr: TEUR 16,1) ausgewiesen.

Durch die Eliminierung von Zwischengewinnen in Höhe von TEUR 885,1 ist gemäß § 306 HGB eine Abgrenzung Aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 265,5 bei einem durchschnittlichen Steuersatz von 30 % vorgenommen worden.

Durch Abweichungen zwischen den Wertansätzen der Handelsbilanz und Steuerbilanz in den Einzelabschlüssen der Herkules Sp. z o.o. und der Herkules Wire Sp. z o.o. in Höhe von TEUR 112,2 bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, fertigen Erzeugnissen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den liquiden Mitteln, den sonstigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten werden im Saldo aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 21,3 bei einem Steuersatz von 19 % gebildet. Die Aktiven latenten Steuern haben sich von TEUR 522,0 im Vorjahr auf TEUR 286,8 zum 31. Dezember 2021 um TEUR 235,2 verringert. Wenn sich in den Einzelabschlüssen der inländischen Gesellschaften aufgrund steuerlicher Bewertungsunterschiede ein aktiver Saldo an latenten Steuern ergibt, wird dieser gemäß dem Wahlrecht nicht aktiviert.

Bei der Kapitalkonsolidierung der Herkules Wire Sp. z o.o. ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2,9 und bei der AGRO Holding USA Inc. in Höhe von TEUR 171,1. Die beiden Gesellschaften sind durch Bargründung in 2016 durch die AGRO Holding GmbH neu gegründet worden. In den nachfolgenden Jahren wurden Zuführungen zur Kapitalrücklage geleistet. Der Beteiligungsansatz entspricht dem Eigenkapital der Tochtergesellschaften, so dass die Differenzen ausschließlich aus der Währungsumrechnung entstandenen sind und erfolgsneutral unter dem Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ausgewiesen werden. Bei der Konsolidierung der Herkules Posterfederungen Geschäftsführungs GmbH ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 18,4, der unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen wird.

Der Konzernbilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

TEUR
Konzernbilanzgewinn zum 1. Januar 2021 106.655,8
Gewinnausschüttung -2.500,0
Ergebnisanteil Minderheitsgesellschafter -467,9
Jahresüberschuss 2021 26.810,1
Konzernbilanzgewinn zum 31. Dezember 2021 130.498,0

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge beläuft sich auf TEUR 339,5. Die Ausschüttungssperre beruht damit auf dem Ausweis der aktiven latenten Steuern sowie dem Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB (TEUR 52,7).

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis 2021 der AGRO Holding GmbH auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden anhand eines versicherungsmathematischen Gutachtens unter Verwendung der Richttafeln 2018G ermittelt. Die Pensionsrückstellung beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 836,6. Der Zinsaufwand aus der Anpassung der Pensionsrückstellung beträgt TEUR 19,1 und der Aufwand aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes TEUR 40,1 so dass TEUR 59,2 unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen werden. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 52,7 und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr insgesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.549,2 (Vorjahr: TEUR 1.430,3) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 227,6 (Vorjahr: TEUR 162,4) ausgewiesen.

Durch Abweichungen zwischen den Wertansätzen der Handelsbilanz und Steuerbilanz in Höhe von TEUR 1.335,8 im Einzelabschluss der AGRO International GmbH & Co. KG bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den Guthaben bei Kreditinstituten und den sonstigen Rückstellungen und im Einzelabschluss der AGRO Holding GmbH in Höhe von TEUR 1.403,6 bei der Bewertung der Wertpapiere, der liquiden Mittel, der Pensionsrückstellung, der sonstigen Rückstellungen und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei einem Steuersatz von rd. 30 % Passive latente Steuern in Höhe von TEUR 399,3 gebildet. Im Vorjahr wurden keine Passiven latenten Steuern ausgewiesen.

Zum Bilanzstichtag hat die AGRO Holding GmbH Bürgschaften für die Herkules Wire Sp. z o.o., Jastrowo (Polen) in Höhe von TEUR 600,0 abgegeben. Risiken aus der Inanspruchnahme aus den Bürgschaften drohen nicht, da die Tochtergesellschaft bisher ihren Zahlungsverpflichtungen immer nachgekommen ist.

Zum Bilanzstichtag hat die AGRO Holding GmbH Bürgschaften für die AGRO-BEKAERT Colombia S.A.S (Kolumbien) in Höhe von TUSD 1.500,0 abgegeben. Risiken aus der Inanspruchnahme aus den Bürgschaften drohen nicht, da die Gesellschaft bisher ihren Zahlungsverpflichtungen immer nachgekommen ist.

Im übrigen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.

V. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

51 % des Konzernumsatzes wurden mit Kunden aus der Europäischen Gemeinschaft, 12 % mit Kunden im Inland und 37 % mit Kunden aus dem Ausland erzielt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 3.546,6 (Vorjahr: TEUR 446,8) enthalten.

Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung betreffen TEUR -50,9 (Vorjahr: TEUR -51,3) Aufwendungen für Altersversorgung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 841,4 (Vorjahr: TEUR 1.812,4).

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind TEUR 59,2 (Vorjahr: TEUR 60,6) Zinsaufwendungen aus der Anpassung der Abzinsung von Rückstellungen.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung aktiver und passiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 634,5 (Vorjahr: TEUR 304,8) enthalten.

Nachfolgend wird die Überleitung vom erwarteten Steueraufwand zum ausgewiesenen Steueraufwand gezeigt. Die Berechnung des erwarteten Steueraufwands erfolgt durch Anwendung des deutschen Körperschaftsteuersatzes (einschließlich Solidaritätszuschlag) zuzüglich des effektiven Gewerbesteuersatzes auf das Ergebnis vor Ertragsteuern. Der daraus resultierende kombinierte Ertragsteuersatz betrug 29,13 % für die Geschäftsjahre 2021 und 2020.

2021
in TEUR
2020
in TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern (Handelsbilanz) 36.377,1 18.693,6
Berechneter erwarteter Ertragsteueraufwand 10.594,8 5.444,6
Erhöhung/Minderung der Ertragsteuern durch:    
abweichende ausländische Steuerbelastung -373,7 -297,3
steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen, steuerfreie Erträge -268,7 17,3
Ertragsteuern für Vorjahre 0,0 -5,2
nicht angesetzte aktive latente Steuern in Ausübung des Aktivierungswahlrechtes -6,0 302,4
Abweichung durch Bemessungsgrundlage Gewerbesteuer -0,1 -29,8
steuerliche Verlustvorträge -379,3 -19,8
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 9.567,0 5.412,2
Effektiver Steuersatz in % 26,3 29,0

VI. Sonstige Angaben

1. Konsignationslagervertrag

Die Konzerntochter AGRO Steel Wire GmbH hat mit einem Lieferanten für Walzdraht einen Konsignationslagervertrag abgeschlossen. Die wesentlichen Vorteile liegen darin, dass keine Engpässe in der Beschaffung von Walzdraht entstehen und dass die Preisentwicklung besser ausgenutzt werden kann. Außerdem kann eine bessere Planung der Produktion vorgenommen werden.

2. Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 797 (Vorjahr: 718) Mitarbeiter (ohne Auszubildende) beschäftigt, die sich wie folgt gruppieren:

Angestellte: 104
gewerbliche Arbeitnehmer: 681
Aushilfen: 12

3. Honorar des Konzernabschlussprüfers

Im Geschäftsjahr 2021 sind an den Abschlussprüfer HDT Hartmann Hillebrenner Husmann Partnerschaft (mbB), Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, insgesamt Honorare in Höhe von TEUR 59,0 für erbrachte Dienstleistungen als Aufwand erfasst worden: davon TEUR 54,4 für Abschlussprüfung, TEUR 3,6 für andere Bestätigungsleistungen und TEUR 1,0 für sonstige Leistungen.

4. Geschäftsführung und Vertretung

Als Geschäftsführer waren bestellt:

Herr Diplom-Volkswirt Wolfgang Grothaus, Bad Essen,

Herr Dipl.-Kfm. Jan Wagner, Georgsmarienhütte,

Frau Diplom-Volkswirtin Sabine Grothaus, Bad Essen.

Der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung. Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Aus Datenschutzgründen wurde auf die Angabe der Organbezüge (§ 285 Nr. 9 Buchstabea und b HGB) gem. § 314 Abs. 1 Nr. 6 in sinngemäßer Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Seit dem 24. Februar führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Auch in Deutschland wird dies aller Voraussicht nach zunehmend zu Folgen und deutlichen Einschnitten im Wirtschaftsleben und in der Gesellschaft führen. Die konkreten Auswirkungen auf die Möbelbranche können noch nicht verlässlich abgeschätzt werden. Von einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage durch steigende Energie- und Materialpreise ist aber auszugehen. Die ohnehin schon fragilen Lieferketten werden zusätzlich schwer beeinträchtigt. Die Versorgungssituation mit Vormaterialien und Komponenten wird weiter erschwert, mit Auswirkungen auf die Lieferzeiten und Kosten.

 

Bad Essen, den 26. Juli 2022

AGRO Holding GmbH

Geschäftsführung

gez. Wolfgang Grothaus

gez. Jan Wagner

gez. Sabine Grothaus

Konzernanlagespiegel

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1. Januar 2021
Euro
Währungsdifferenzen
Euro
Zugänge
Euro
Umbuchung
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. EDV-Software 1.422.103,93 1.256,94 71.956,35 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.904.795,71 20.398,42 0,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 233.385,50 0,00
  3.326.899,64 21.655,36 305.341,85 0,00
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 32.625.613,11 12.120,84 753.622,67 212.349,77
2. technische Anlagen und Maschinen 105.183.788,03 245.209,62 969.627,64 7.928.685,95
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.627.330,35 12.117,28 1.380.916,46 207.825,71
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.176.952,28 1.862,43 7.978.867,51 -8.348.861,43
  156.613.683,77 271.310,17 11.083.034,28 0,00
III. Finanzanlagen        
Anteile an assoziierten Unternehmen 5.106.002,11 0,00 0,00 0,00
  165.046.585,52 292.965,53 11.388.376,13 0,00
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Abgänge
Euro
31. Dezember 2021
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. EDV-Software 0,00 1.495.317,22
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1.925.194,13
3. geleistete Anzahlungen 0,00 233.385,50
  0,00 3.653.896,85
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 60.734,62 33.542.971,77
2. technische Anlagen und Maschinen 1.783.168,00 112.544.143,24
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 266.872,76 13.961.317,04
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.081,80 5.796.738,99
  2.122.857,18 165.845.171,04
III. Finanzanlagen    
Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 5.106.002,11
  2.122.857,18 174.605.070,00
Abschreibungen
1. Januar 2021
Euro
Währungsdifferenzen
Euro
Zugänge
Euro
Zuschreibung
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. EDV-Software 1.249.980,03 803,18 159.013,26 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.855.899,94 18.513,78 50.780,41 0,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  3.105.879,97 19.316,96 209.793,67 0,00
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 14.762.476,12 2.657,94 832.451,87 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 94.053.289,89 116.605,39 5.421.514,76 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.256.850,17 5.395,18 1.048.595,54 0,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  118.072.616,18 124.658,51 7.302.562,17 0,00
III. Finanzanlagen        
Anteile an assoziierten Unternehmen 10.256,68 0,00 0,00 10.256,68
  121.188.752,83 143.975,47 7.512.355,84 10.256,68
Abschreibungen
Abgänge
Euro
31. Dezember 2021
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. EDV-Software 0,00 1.409.796,47
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1.925.194,13
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
  0,00 3.334.990,60
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 0,00 15.597.585,93
2. technische Anlagen und Maschinen 1.592.664,31 97.998.745,73
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 180.357,47 10.130.483,42
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
  1.773.021,78 123.726.815,08
III. Finanzanlagen    
Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00
  1.773.021,78 127.061.805,68
Restbuchwerte
31. Dezember 2021
Euro
31. Dezember 2020
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. EDV-Software 85.520,75 172.123,90
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 48.895,77
3. geleistete Anzahlungen 233.385,50 0,00
  318.906,25 221.019,67
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 17.945.385,84 17.863.136,99
2. technische Anlagen und Maschinen 14.545.397,51 11.130.498,14
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.830.833,62 3.370.480,18
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.796.738,99 6.176.952,28
  42.118.355,96 38.541.067,59
III. Finanzanlagen    
Anteile an assoziierten Unternehmen 5.106.002,11 5.095.745,43
  47.543.264,32 43.857.832,69

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.12.2022 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AGRO Holding GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der AGRO Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der AGRO Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

• holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

• beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, den 2. August 2022

H D T Hartmann Hillebrenner Husmann Partnerschaft (mbB)
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hartmann, Wirtschaftsprüfer

Hillebrenner, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

9 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.