DUBROSIS GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Herbert Dr. Durach seit 20.8.2014 | Geschäftsführer |
Michael Durach seit 20.8.2014 | Geschäftsführer |
Stefan Klaus Heribert Durach seit 20.8.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 49.00% | |
| 49.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Develey Management GmbHUnterhachingKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernbilanz zum 31.12.2023AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzernanhang zum Konzernabschluss per 31. Dezember 2023(1) Allgemeine Grundsätze Die Develey Management GmbH mit Sitz in Unterhaching ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter HRB 213556 eingetragen. Sie erstellt einen für die im nachstehenden Konsolidierungskreis aufgelisteten Tochterunternehmen befreienden Konzernabschluss gemäß §§ 264, 291 HGB. Der Konzernabschluss ist entsprechend der Vorschriften erstellt worden, die für den entfallenden Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Unternehmen, die ihrerseits Mutterunternehmen sind, maßgeblich gewesen wären. Der Konzernabschluss der Develey Management GmbH, Unterhaching, wird zur Offenlegung beim Unternehmensregister eingereicht. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Develey Management GmbH ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. (2) Konsolidierungskreis Neben der Develey Management GmbH werden die nachfolgend genannten Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:
1) Diese Unternehmen nehmen die Befreiung des
§ 264 Abs.3 und 4 HGB in Anspruch
Nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns die Gesellschaften Snico Hungaria Kft., Budapest, Ungarn (Anteil am Kapital 100 %), OOO Kinto-Ukraine, Kiew, Ukraine (Anteil am Kapital 100 %), Dyer Mills LLC, Dyersburg, USA (Anteil am Kapital 100 %), die KOCHs Meerrettich & Feinkost GmbH, Pfarrkirchen, Deutschland (Anteil am Kapital 100%), Curtice Brothers GmbH, Wien, Österreich (Anteil am Kapital 100%) und Curtice Brothers Deutschland GmbH, München, Deutschland (Anteil am Kapital 100%). Die Culinary Solutions sp. Z o.o., Warschau, Polen, wurde im Geschäftsjahr liquidiert und folglich entkonsolidiert. Hierdurch ergeben sich Einschränkungen hinsichtlich der Vergleichbarkeit der Angaben für das Jahr 2023 zum Vorjahr. Die liquiden Mittel und die Gewinnrücklagen veränderten sich um jeweils TEUR 4. (3) Konsolidierungsgrundsätze Nach dem Inkrafttreten des BilMoG wird für die Erstkonsolidierungen die ab diesem Zeitpunkt vorgeschriebene Neubewertungsmethode angewendet. Dabei werden die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden Eigenkapitalanteil, der auf Basis der beizulegenden Werte für die Vermögensgegenstände und Schulden ermittelt wird, zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss verrechnet. Soweit nach der Verrechnung aktivische Unterschiedsbeträge verbleiben, werden sie als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über deren Nutzungsdauer abgeschrieben. Passive Unterschiedsbeträge werden grundsätzlich unter der Bilanzposition Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Technische passive Unterschiedsbeträge werden im Eigenkapital berücksichtigt. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Konzerninterne Umsatzerlöse und andere konzerninterne Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Anteile anderer Gesellschafter werden unter einem entsprechenden Ausgleichsposten, in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital, in der Bilanz unter der Position Eigenkapital ausgewiesen. Ebenso wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der den anderen Gesellschaftern zuzurechnende Anteil am Gewinn oder Verlust gesondert ausgewiesen. (4) Währungsumrechnung Die in den Einzelabschlüssen enthaltenen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Soweit die Restlaufzeit weniger als ein Jahr beträgt, stellen die Anschaffungskosten keine Wertobergrenze dar und Gewinne sind ertragswirksam zu berücksichtigen. Die in den Konzernabschluss einbezogenen, auf Fremdwährung lautenden Jahresabschlüsse von zu konsolidierenden Tochterunternehmen werden grundsätzlich nach der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Ein eventuell entstehender Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung wird dabei erfolgsneutral unter der Position "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" innerhalb des Konzern-Eigenkapitals ausgewiesen. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung sich ergebende Währungsdifferenzen werden ebenfalls erfolgsneutral behandelt. Die Währungsumrechnung von Fremdwährungsabschlüssen aus Hochinflationsländern erfolgt gemäß DRS 25. Hierbei werden nach Inflationsbereinigung durch Indexierung von nichtmonetären Vermögensgegenständen und Schulden, sämtliche Posten mit dem Devisenkassamittelkurs zum Konzernabschlussstichtag umgerechnet. Insoweit ergibt sich keine Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung. (5) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten erfasst und werden ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend abgeschrieben. Aktivierte derivative Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden planmäßig über deren Nutzungsdauer bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung auch außerplanmäßig abgeschrieben. Die Schätzung der jeweiligen Nutzungsdauer basiert auf im Zusammenhang mit den Unternehmenskäufen erstellten Produktions- und Vertriebskonzepten. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und - soweit abnutzbar - vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Zur Anwendung kommt je nach Verlauf des Wertverzehrs des jeweiligen Vermögensgegenstandes die lineare oder die degressive Abschreibungsmethode. Bei Zugängen von beweglichen Anlagegütern wird die Abschreibung pro rata temporis vorgenommen. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Soweit den Vermögensgegenständen des Anlagevermögens am Abschlussstichtag ein niedrigerer Wert beizulegen ist, der auf voraussichtlich dauernden Wertminderungen beruht, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Fremdwährungsabschlüssen aus Hochinflationsländern werden nichtmonetäre Vermögensgegenstände und somit insbesondere das Anlagevermögen entsprechend DRS 25 indexiert. Insoweit wird von der einheitlichen Bewertung abgewichen. Aufgrund der Indexierung erhöhen sich die Grundstücke und Bauten um TEUR 9.754, die technischen Anlagen und Maschinen um TEUR 1.993, die anderen Anlagen und die Betriebs- und Geschäftsausstattung um TEUR 230 und die geleisteten Anzahlungen auf Sachanlagen um TEUR 25. Hierdurch ergeben sich Einschränkungen hinsichtlich der Vergleichbarkeit der Angaben für das Jahr 2023 zum Vorjahr. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Anschaffungskosten werden grundsätzlich nach dem Durchschnittsverfahren ermittelt. Nicht gängige Bestände werden entsprechend dem Niederstwertprinzip abgewertet. Neben dieser grundsätzlichen Methode zur Ermittlung der Anschaffungskosten findet - sofern die Voraussetzungen dafür gegeben sind - in geringem Umfang das Festwertverfahren gemäß § 240 Abs. 3 HGB Anwendung. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden grundsätzlich zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens. In den Herstellungskosten wurden keine Fremdkapitalzinsen einbezogen. Bei Fremdwährungsabschlüssen aus Hochinflationsländern werden die Vorräte als nichtmonetäre Vermögensgegenstände entsprechend DRS 25 indexiert. Insoweit wird von der einheitlichen Bewertung abgewichen. Aufgrund der Indexierung erhöhen sich die Vorräte im Berichtsjahr um TEUR 284. Hierdurch ergeben sich Einschränkungen hinsichtlich der Vergleichbarkeit der Angaben für das Jahr 2023 zum Vorjahr. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist in Form ausreichender pauschaler Abschläge Rechnung getragen. Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag bewertet. Liquide Mittel sind zu Nennwerten angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nennwerten aktiviert. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) auf der Basis eines Rechnungszinssatzes von 1,82 % (10-Jahres-Durchschnitt) und wird unter zugrunde legen der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck ermittelt. Der Rechnungszinssatz wird dabei anhand der Veröffentlichung der Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung unter Unterstellung einer pauschalen Laufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren festgelegt. Der Zinsanteil aus der Veränderung der Pensionsrückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Zinsen im Finanzergebnis ausgewiesen. Bei der Berechnung wurde von einem Rententrend von 2,00 % ausgegangen. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen unter Verwendung des 7-Jahres-Durchschnittzinssatzes von 1,74 % ergibt eine Rückstellung in Höhe von 4.958.051,01 Euro. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt 24.862,00 Euro. Die Steuerrückstellungen entsprechen der voraussichtlichen Inanspruchnahme. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zur Konzernbilanzerstellung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Die Dotierung erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Latente Steuern werden gemäß den §§ 306, 298 Abs. 1 i. V. m. § 274 HGB für zeitliche und quasi-permanente Differenzen, die sich in künftigen Jahren voraussichtlich mit steuerlicher Wirkung auflösen, berechnet. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Bewertungsansätzen in den immateriellen Vermögensgegenständen, den Sachanlagen, den Vorräten, hier insbesondere aus Rohstoffen, fertigen- und unfertigen Erzeugnissen, den Pensionsrückstellungen, den sonstigen Rückstellungen, hier insbesondere Personalrückstellungen, den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Verlustvorträgen (von deren Verrechnung innerhalb der nächsten fünf Jahre auszugehen ist). Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Bewertungsansätzen in den immateriellen Vermögensgegenständen, den Sachanlagen, hier insbesondere Gebäude, den Vorräten, hier insbesondere fertige und unfertige Erzeugnisse, den sonstigen Rückstellungen sowie sonstigen Posten. Soweit steuerliche Latenzen in den einzelnen Gesellschaften entstehen, wird für die Berechnung der unternehmensindividuelle Steuersatz der Konzernunternehmen verwendet. Die latenten Steuern wurden unter Zugrundelegung der folgenden durchschnittlichen Ertragssteuersätze ermittelt:
Die folgende Tabelle zeigt die latenten Steuersalden vor Saldierung. Außerdem werden die Veränderungen der latenten Steuersalden im Laufe des Geschäftsjahres und die latenten Steuersalden am Ende des Geschäftsjahres dargestellt. Etwaige nach Saldierung verbleibende aktive latente Steuern werden nicht ausgewiesen.
Die Veränderung im Berichtsjahr beruht auf der Entstehung und Auflösung temporärer Differenzen. Angaben zur Bilanz (6) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist für den Konzern aus dem Anlagespiegel, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist, zu entnehmen. (7) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich nach Restlaufzeit wie folgt zusammen:
(Die Darstellung enthält rundungsbedingte Differenzen) (8) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten setzen sich nach Restlaufzeit und Besicherung wie folgt zusammen:
(Die Darstellung enthält rundungsbedingte Differenzen) Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 23.643 (Vorjahr: TEUR 24.274) sind TEUR 1.534 (Vorjahr: TEUR 2.097) durch Pfandrechte und ähnliche Rechte besichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Betrag von TEUR 55.855 (Vorjahr: TEUR 61.670) enthalten, der Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern betrifft. Bei den restlichen Verbindlichkeiten bestehen im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. (9) Sonstige finanzielle Verpflichtungen / nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Es bestehen folgende nach § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB anzugebende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung / notwendig sind.
Die sonstigen Haftungsverhältnisse stammen aus Bürgschaften. Nicht marktübliche Geschäfte sind nicht zustande gekommen. Nach Beurteilung der jeweiligen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass hinsichtlich der Haftungsverhältnisse von einer Inanspruchnahme auszugehen ist, da die diesbezüglichen Verbindlichkeiten gem. den bestehenden Unternehmensplanungen aus dem Cashflow zu bedienen sind. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung (10) Umsatzerlöse Die Aufgliederung der Umsatzerlöse gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB stellt sich nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt dar:
(Die Darstellung enthält rundungsbedingte Differenzen) (11) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, der Ausbuchung von Verbindlichkeiten, dem Eingang von ausgebuchten Forderungen und aus den Abgängen des Anlagevermögens in Höhe von insgesamt TEUR 7.725 (Vorjahr: TEUR 1.863). Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen mit TEUR 2.284 (Vorjahr: TEUR 3.455) Währungserträge berücksichtigt. (12) Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 2.142 (Vorjahr: TEUR 3.089) ausgewiesen. (13) Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. außergewöhnlicher Bedeutung In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Inflationsverluste im Zusammenhang mit der Inflationsbereinigung bei der türkischen Konzerngesellschaft in Höhe von TEUR 1.273 enthalten. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen mit TEUR 700 eine im Berichtsjahr erworbene und nicht-konsolidierte Tochtergesellschaft. (14) Zinsen In dem Posten sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sind Zinserträge aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. In dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Zinsaufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 87) enthalten. (15) Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 15.060 (Vorjahr: TEUR 11.179) enthält Bankguthaben in Höhe von TEUR 14.795 (Vorjahr: TEUR 11.072) und Kassenbestände in Höhe von TEUR 264 (Vorjahr: TEUR 107). Die zahlungsunwirksamen Geschäftsvorfälle betreffen im Wesentlichen die transitorischen Abgrenzungsposten, Wertberichtigungen im Bereich der Forderungen, die Auflösung des Sonderpostens für Zuschüsse und Zulagen und die Währungsumrechnungsdifferenzen. Sonstige Angaben (16) Mitarbeiter Getrennt nach Gruppen stellt sich die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer wie folgt dar:
(17) Prüfungshonorare Die nachstehende Tabelle zeigt die von unseren Abschlussprüfern abgerechneten Honorare für das Geschäftsjahr 2023 in den folgenden Kategorien:
(18) Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung des Wechselkursrisikos wurden zwei Devisentermingeschäfte, zehn Devisenswapgeschäfte und sechzehn Devisenoptionen abgeschlossen.
Für die vorhandenen Risiken aus den negativen Marktwerten wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 464 (Vorjahr: TEUR 867) gebildet. Die Berechnung der Marktwerte erfolgt nach der "Mark to market" Methode. (19) Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die eine wesentliche Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Develey-Gruppe haben können, sind nicht eingetreten. (20) Ergebnisverwendung Gemäß Beschluss der Geschäftsführung des Mutterunternehmens wird der Jahresüberschuss mit dem bestehenden Ergebnisvortrag verrechnet und mit dem verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorgetragen.
Unterhaching, 19.12.2024 Develey Management GmbH Dr. Herbert Durach, Geschäftsführer Michael Durach, Geschäftsführer Stefan Durach, Geschäftsführer Entwicklung des Konzern - Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
*) Abschreibungen des Geschäftsjahres auf
immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
in Höhe von 19.797.736,42 EUR sowie
Inflationsanpassung der kumulierten Abschreibungen in
Höhe von 4.925.670,81 EUR (vgl. Anhang) und
Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von
705.484,61 EUR.
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Konzerns 1.1 Geschäftsmodell Die Develey Management GmbH (im Weiteren: Develey-Gruppe) beschäftigt sich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Nahrungsmitteln, insbesondere von Senf, Essig, Feinkost, Sirup und feinsauren Delikatessen. Während sich die Bereiche "Senf" und "feinsaure Delikatessen" weitestgehend selbsterklären, deckt der Bereich "Feinkost" andere Aktivitäten ab. Dazu gehören Tomatenketchup, Grillsaucen, Salatdressings sowie einige Vertriebsmarken. Dabei positioniert sich die Develey-Gruppe national wie auch international mit einem regionalen Markenportfolio. Die Marken z.B. im Senfbereich, verfügen alle über starke regionale Wurzeln und unterscheiden sich sowohl sensorisch als auch in der Verpackung. Dies stellt den strategischen Gegenpol zu den (inter-)national ausgerichteten Wettbewerbern dar. (Inter)nationale Lizenz- und Vertriebsmarken in entwickelten Nischenmärkten runden das eigene Portfolio ab. Die Develey-Gruppe ist sowohl in Deutschland als auch in sieben Ländern der EU sowie in drei Ländern außerhalb der EU tätig. Insgesamt verfügt die Unternehmensgruppe über sechs Produktionsstandorte in Deutschland und elf Produktionsstandorte im Ausland. 1.2 Ziele und Strategien Der Konsumgütermarkt im Bereich Lebensmittel ist ein Massenmarkt, der hinsichtlich der Warengruppen der Develey-Gruppe polypolistisch mit Tendenz zum Oligopol strukturiert ist. Die unterschiedlichen Märkte sind geprägt von Verdrängungswettbewerb. Marktanteile können nur durch hohe Investitionen und kontinuierliche Marktbearbeitung verändert werden. Innerhalb des Marketingmix kommt deshalb der Sortimentsgestaltung und den differenzierenden Produktkonzepten eine große Bedeutung zu. Ziel ist es Beispiellieferant für Qualität, Entwicklung, Schnelligkeit, Service und Kommunikation zu werden und somit weiterhin den hohen Anforderungen der Kunden auch zukünftig in vollem Umfang gerecht zu werden. Hierzu zählt neben der hohen Flexibilität, schnell auf Veränderungen der Konsumentenwünsche einzugehen, auch die Kernkompetenzen der Develey-Gruppe, Authentizität, Regionalität und höchste Qualität zu bewahren und zugleich Produkte zu einem fairen Preis anbieten zu können. Darüber hinaus steht die Zuverlässigkeit der Develey-Gruppe gegenüber dem Kunden, trotz stetig steigendem Komplexitätsgrad des Marktes, an erster Stelle. 1.3 Forschungs- und Entwicklungstätigkeit Zur Sicherung einer führenden Position in einem starken Wettbewerbsumfeld sind kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie neue Technologien notwendig. Der Konzern unterhält diverse F&E-Abteilungen. Dort wird an der Verbesserung der bestehenden Erzeugnisse, Fertigungsverfahren und an der Entwicklung neuer Produkte und Verpackungen gearbeitet. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Am 24. Februar 2022 begann Russland einen Krieg gegen die Ukraine. Mit dem Krieg in der Ukraine veränderten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa signifikant. Vor allem die reduzierten Gaslieferungen aus Russland führten zu deutlich höheren und volatileren Rohstoff- und Energiepreisen sowie außergewöhnlich hohen Unsicherheiten, speziell im Hinblick auf die Gasversorgung in den Jahren 2022 und 2023. Um die Befüllung der Gasspeicher in Deutschland sicherzustellen, wurden die gesetzlich vorgesehenen Füllstände erweitert. Die aktuell geltenden gesetzlichen Vorgaben schreiben einen Füllstand zum 1. Oktober von 85% und zum 1. November von 95% vor. Beide Stichtage wurden im Jahr 2023 deutlich früher erfüllt. Bereits im Juli 2023 waren die Speicher zu 85% gefüllt und erreichten am 4. November 2023 einen Füllstand von 100%. Im Januar 2024 waren die Gasspeicher wie im Vorjahr zu 91 Prozent gefüllt, was eine gewisse Sicherheit für die restlichen Wintermonate bietet. Trotzdem bleibt die Befüllung der Gasspeicher wegen der verbleibenden Unsicherheiten der deutschen Gasversorgung auch im Jahr 2024 eine Herausforderung. Ungeachtet der angespannten Lage sind die Gaspreise im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Das durchschnittliche Preisniveau des Day-Ahead-Preises lag 2023 bei 41 Euro/MWh. Im Jahr 2022 bewegte es sich mit durchschnittlich 127,1 Euro/MWh deutlich höher. Zu Beginn des Jahres 2024 pendelte es um die 30 Euro/MWh. Die Gründe für die gefallenen Gaspreise werden in den gut gefüllten Gasspeichern, der milden Witterung, sowie den Einsparungen in Industrie, Gewerbe und Haushalte gesehen. Die infolge der Energiekrise explodierende Inflation im Jahr 2022 hatte bei den Notenbanken eine radikale Zinswende veranlasst. In den USA stiegen die Leitzinsen von 0,25% zu Beginn des Jahres 2022 auf 4,5% zum Jahresende, im Euroraum etwas langsamer von 0% auf 2,5%. Die EZB hat den Leitzins auch im Jahr 2023 weiter erhöht und am Ende des Jahres 2023 lag dieser bei 4,5%. Trotz großer Belastungen hat sich die Weltwirtschaft im abgelaufenen Jahr als widerstandsfähig erwiesen: Das Wachstum des weltweiten realen BIP im Jahr 2023 betrug 3,1%. Die Inflation ist in den meisten Ländern auf dem Rückzug. Potenzielle Risiken sind vor allem in eskalierenden Konflikten zu sehen. Zudem könnte ein langsamer Rückgang der Inflation die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen verschlechtern und zu steigender Zinsbelastung führen. Die Entwicklung der für die Unternehmensgruppe wichtigen Währungen gegenüber dem Euro stellt nachfolgende Tabelle dar.
2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Rahmenbedingungen blieben auch im Jahr 2023 für die Ernährungsindustrie herausfordernd. Geopolitische Konflikte, zunehmender Protektionismus sowie ein anhaltend hohes Preisniveau stellten die Lebensmittelhersteller vor anhaltende Probleme. Über alle Teilbranchen hinweg wurde im Jahr 2023 ein Umsatz von 232,6 Milliarden Euro erwirtschaftet. Nachdem der Export bereits im Jahr 2022 einen preisbereinigten Umsatzverlust hinnehmen musste, verringerte sich dieser im Jahre 2023 um 2,5 Prozent. Im Inland gab der preisbereinigte Umsatz um 1,1 Prozent nach. Bei steigenden Verkaufspreisen im Ausland von 6,9 Prozent sowie im Inland von 8,8 Prozent stiegen die nominalen Umsätze um 4,3 Prozent (Ausland) beziehungsweise 7,7 Prozent (Inland). Die Exportquote stand bei 35,1 Prozent. Dementsprechend standen die Hersteller bei einem stark konzentrierten Lebensmitteleinzelhandel als wichtigster Absatzkanal vor der Herausforderung, die Kostensteigerungen auszugleichen. Der hohe Ertragsdruck der hier entsteht, hemmt vor allem das Investitions- und Innovationspotenzial der klein- und mittelständisch geprägten Branche. Dabei ist eine hohe Investitionsquote unerlässlich für die Transformation der Branche, gerade wenn die ambitionierten Nachhaltigkeitsziele bis 2030 erreicht werden sollen. Zu diesen bekennt sich die Ernährungsindustrie nach wie vor. Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) ist der größte Absatzkanal für die Branche. Die große Mehrheit der Lebensmittel gelangt über den stationären Handel zum Endverbraucher. Dabei herrscht im deutschen LEH eine hohe Konzentration: Rund drei Viertel des Umsatzes entfallen auf vier Großunternehmen. Für die Lebensmittelhersteller bedeutet das einen intensiven Wettbewerb um die begrenzten Plätze auf den Listungen der Handelsunternehmen. Dies führt zu einem Preiswettbewerb, bei dem gleichzeitig die Wünsche der Konsumenten an Qualität und Sicherheit der Produkte berücksichtigt werden müssen. Dadurch wird die Verhandlungsposition des LEH gestärkt und die Bedingungen der Handelsunternehmen müssen akzeptiert werden, um die Listung und damit den Kundenkontakt nicht zu verlieren. Preisanpassungen aufgrund steigender Produktionskosten sind dagegen kaum möglich und müssen meist von den Unternehmen selbst getragen werden. Hier entsteht eine deutliche Belastung für die Lebensmittelhersteller. Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) erzielte 2023 ein Umsatzplus von +7,4 % im Vorjahresvergleich und konnte somit das Umsatzwachstum weiter ausbauen. Die Gewinner auf Ebene der Vertriebsschienen waren im Jahr 2023 die Drogeriemärkte und die Discounter. Die Discounter haben ihren Umsatz gegen- über dem Vorjahr um +10,3 % Prozent gesteigert und damit um mehr als ein Drittel stärker als beispielsweise die LEH Food-Vollsortimenter (+6,2%). Mit einem Umsatzanstieg um +11,5 % haben die Drogeriemärkte den höchsten Mehrumsatz gegenüber dem Vorjahr erzielt. Der stationäre Fachhandel schließlich war der Verlierer des Jahres 2023. Vor dem Hintergrund von einem Umsatzminus von -9,4 % im Vorjahr, war der Zuwachs von 0,3 Prozent in 2023 nicht nur absolut für die Vertriebsschiene, sondern auch relativ zu den Wettbewerbern schwach. Die Sortimentsentwicklung der Fast Moving Consumer Goods (FMCG) stieg bei Nahrung und Getränken im Jahre 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 Prozent. Dabei entwickelte sich der Bereich Nahrungsmittel (plus 8,3 Prozent) deutlich besser als die Sparte Getränke (plus 1,9 Prozent). In beiden Bereichen ging das stärkere Wachstum im Jahr 2023 ausschließlich auf die drastisch gestiegenen Preise zurück. Die Kategorie Obst/Gemüse schloss das Jahr 2023 mit einem Umsatzwachstum von 8,5 Prozent gegenüber Vorjahr ab und performte damit stärker als der FMCG-Gesamtmarkt. Auch die Kategorie Brot/Backwaren erzielte ein Umsatzwachstum und lag mit 12,7 Prozent deutlich über der Entwicklung von Food Gesamt. Einen Mehrumsatz von 6,0 Prozent für 2023 konnte ebenso das Segment Fleisch/Wurstwaren verzeichnen. Die Molkereiprodukte erreichten in beiden Linien hohe Umsätze und zeigten im Vergleich zum Vorjahr ein preisgetriebenes Umsatzplus über FMCG-Niveau. Die weiße Linie schloss das Gesamtjahr 2023 mit einem Plus von 10,2 Prozent ab, bei der gelben Linie lagen die Umsätze um 13,7 Prozent über denen von 2022. Ein kräftiges, zweistelliges Umsatzwachstum von 11,5 Prozent konnte man auch bei der Kategorie Tiefkühlkost/Eis beobachten. Die Segmente Süßwaren und sonstige Nahrungsmittel erzielten ebenfalls eine positive Entwicklung und wuchsen im Umsatz um 11,5 Prozent beziehungsweise um 4,9 Prozent. 2023 war für den Außer-Haus-Markt in Deutschland ein Jahr voller Herausforderungen und dennoch bemerkenswerter Leistungen. Der gesamte Außer-Haus-Markt erzielte ein Umsatzwachstum von 11,5 Prozent, wobei der Umsatz von etwa 76 Milliarden Euro auf 84,5 Milliarden Euro anstieg. Bei der individuellen Außer-Haus-Versorgung hat sich seit der Corona-Pandemie vieles verändert: Die jährlichen Besucherzahlen reichten mit 8,79 Milliarden Besuchen noch nicht wieder an den Wert von 2019 mit 9,8 Milliarden Besuchen heran. Dass die Umsätze dennoch gestiegen sind, erklärt sich dadurch, dass die Gäste pro Besuch mehr ausgeben haben. Der Durchschnitts-Bon lag 2023 bei 10,21 Euro pro Besuch - im Vergleich zu 9,64 Euro 2019. Anstelle der Bedien- und Hotelgastronomie, die 2019 noch den Markt anführte, erzielte die Schnellgastronomie im Jahr 2023 mit 32,74 Milliarden Euro den größten Marktanteil und erreichte dabei eine Umsatzsteigerung von 16,1 Prozent. Zu den wesentlichen Gründen zählen der anhaltende Trend zu Home-Office und die Nutzung von Lieferservices, die gestiegene Preissensibilität der Verbraucher und der Arbeitskräftemangel, der sich vor allem in der bedienorientierten Gastronomie negativ bemerkbar macht. Nichtsdestotrotz konnte die traditionelle Gastronomie mit Service einen Umsatz von 29,9 Mrd. Euro und somit ein Plus von 9,5 % erwirtschaften, was ihre weiterhin große Rolle unterstreicht. Interessant ist auch das Wachstum in der Erlebnisgastronomie, die mit 12,7 Mrd. Euro und einem Anstieg von 14,4 % auf dem Vormarsch ist. Das deutet darauf hin, dass die Deutschen zunehmend Wert auf besondere, einzigartige Gastronomieerlebnisse legen. 2.3 Geschäftsverlauf Die im Konzernlagebericht und Konzernabschluss enthaltenen Prozentzahlen beziehen sich auf die exakten Beträge, nicht auf die gerundeten Beträge. Aufgrund von Auf- bzw. Abrundung ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren lassen. Der anhaltende Ukraine-Krieg und seine wirtschaftlichen Folgen haben auch bei der Develey-Gruppe ihre Auswirkungen gezeigt. Dies spiegelt sich vor allen in den, im Vergleich zum Vorjahr, deutlich gestiegenen Kosten wider. In diesem Zusammenhang sind insbesondere die weiterhin hohen Beschaffungskosten zu nennen. Dennoch konnte das Geschäftsjahr 2023 mit einem zufriedenstellenden Ergebnis beendet werden, was auf die positive Entwicklung der Umsätze der Develey-Gruppe, die sich im Berichtsjahr von EUR 760,8 Mio. auf EUR 886,8 Mio. erhöhten, zurückzuführen ist. Bei den konsolidierten Gesellschaften lagen die Umsätze im Tätigkeitsbereich für Senf mit einem Anstieg von 27,2 %, für Feinkost mit einem Anstieg von 14,1 % und für feinsaure Delikatessen mit einem Anstieg von 15,0 % jeweils deutlich über dem Vorjahresniveau. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Umsatzrendite von 2,9 % auf 7,2 %. 2.4 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.4.1 Ertragslage Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse) der Develey-Gruppe lag im Berichtsjahr mit EUR 895,8 Mio. um EUR 123,6 Mio. höher als im Vorjahr. Davon betrafen EUR 886,8 Mio. die Umsatzerlöse und EUR 9,0 Mio. die Bestandserhöhung an unfertigen und fertigen Erzeugnissen. Im Verhältnis zum Gesamtumsatz lagen die Inlandsumsätze mit 38,2 % (Vorjahr: 38,6 %) unter den Auslandsumsätzen mit 61,8 % (Vorjahr: 61,4 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich mit EUR 14,4 Mio. um EUR 6,9 Mio. höher als im Vorjahr. Der Materialaufwand lag bei EUR 481,3 Mio., was 53,7 % der Gesamtleistung entsprach. Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Rohertrag (ohne sonstige betriebliche Erträge) von EUR 346,9 Mio. auf EUR 414,5 Mio. Mit einem Personalaufwand von EUR 126,2 Mio., lag die Personaleinsatzquote in Bezug auf die Gesamtleistung bei 14,1 % und somit leicht unter dem Vorjahresniveau von 15,0 %. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände verringerten sich im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr von EUR 23,0 Mio. auf EUR 19,8 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von EUR 176,9 Mio. im Vorjahr auf EUR 191,2 Mio. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg der Vertriebsaufwendungen um EUR +6,9 Mio. und dem Anstieg der Betriebsaufwendungen um EUR +4,5 Mio. Das Finanzergebnis beträgt im Berichtsjahr EUR -0,8 Mio. gegenüber EUR -0,4 Mio. im Vorjahr. Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag errechnet sich ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von EUR 65,1 Mio. (Vorjahr: EUR 22,7 Mio.). Nach Berücksichtigung der sonstigen Steuern ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss von EUR 64,4 Mio. (Vorjahr: EUR 22,3 Mio.). 2.4.2 Finanzlage Das Finanzmanagement wird grundsätzlich durch die Develey Management GmbH gesteuert und hat das Ziel, die Develey-Gruppe nachhaltig mit ausreichend Liquidität zu versorgen sowie die finanzwirtschaftlichen Risiken aus den Schwankungen von Währungen und Zinsen zu begrenzen. Wie im Vorjahr war die Develey-Gruppe jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Kennzahlen zur Liquiditätslage der Gesellschaft:
Die flüssigen Mittel lagen im Berichtszeitraum bei EUR 15,1 Mio. (Vorjahr: EUR 11,2 Mio.). Bei den wechselkurs- und bewertungsbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 167 handelt es sich um Währungsdifferenzen aus der Umrechnung der Fremdwährungsbankguthaben zum Devisenkassamittelkurs. Bei den konsolidierungskreisbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR -4 handelt es sich um Änderungen im Zusammenhang mit der Entkonsolidierung der Culinary Solutions sp. Z o.o., die im Berichtsjahr liquidiert wurde. Die Entwicklung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen ist aus dem Konzernanhang ersichtlich. 2.4.3 Vermögenslage Die Vermögenslage der Develey-Gruppe kann aus der nachstehenden Strukturbilanz entnommen werden:
(Etwaige Rechnungsabgrenzungsposten bzw. latente Steuern sind dem Umlaufvermögen bzw. Fremdkapital zugeordnet.) Im Berichtsjahr ist die Bilanzsumme um TEUR +77.814 von TEUR 386.104 auf TEUR 463.918 gestiegen. Das Anlagevermögen erhöhte sich im Berichtsjahr um insgesamt TEUR +14.975 auf TEUR 126.565. Die Zugänge im Berichtsjahr resultieren unter anderem aus der Inflationsanpassung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen der konsolidierten türkischen Konzerngesellschaft und aus dem Zukauf eines Marktteilnehmers. Im Umlaufvermögen erhöhten sich die Vorräte um TEUR +7.094 sowie die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR +51.594. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um TEUR +74.045 auf TEUR 269.077 erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich von 50,5 % im Vorjahr auf 58,0 % im Berichtsjahr verbessert. Die Rückstellungen sind um TEUR +5.247 von TEUR 42.404 auf TEUR 47.651 gestiegen, was auf den Anstieg der Steuerrückstellungen aufgrund des verbesserten Jahresergebnisses zurückzuführen ist. 2.4.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche Bausteine einer zukunftsweisenden Positionierung im Wettbewerb werden, nach Überzeugung der Develey-Gruppe, neben den finanziellen Kennzahlen, maßgeblich durch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestimmt. Sie betreffen die Beziehungen des Unternehmens zu Kunden und Mitarbeitern sowie die nachhaltige Ausrichtung der Unternehmensgruppe. Als Familienunternehmen in der vierten Generation besitzt die Develey-Gruppe ein stark geprägtes und gelebtes Wertegerüst, deren Basis Nachhaltigkeit und langfristiges Handeln und Denken bilden. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Realisierung einer wachstumsorientierten Unternehmensstrategie sind hochqualifizierte Mitarbeiter. Die kontinuierliche, gezielte Weiterentwicklung/-bildung der Mitarbeiter in allen Bereichen und auf allen Ebenen steht bei der Develey-Gruppe stark im Fokus. Eine systematische Förderung der Kompetenzentwicklung auf der Basis einer (Bildungs-)Bedarfsanalyse, die wiederum im Einklang steht mit der Develey Unternehmensstrategie, dient der Unterstützung eines nachhaltigen Erfolges der Unternehmensgruppe. Nachhaltigkeit bedeutet für die Develey-Gruppe die Sicherung der Grundlagen zur Nahrungsmittelproduktion nachfolgender Generationen. Für die Develey-Gruppe spielt die ökonomisch, ökologisch und sozial verantwortungsvolle Lebensmittelproduktion auch mit Blick auf die eigene Wettbewerbsfähigkeit eine wichtige Rolle. Nachhaltigkeit betrifft nicht nur alle Unternehmensbereiche, sondern gestaltet über das Unternehmen hinaus die Beziehungen in den Liefer- und Wertschöpfungsketten. Ziel ist das Erreichen von "Null" CO 2 -Emissionen bis Ende 2033 in Deutschland und bis Ende 2038 international durch den konsequenten Ausstieg aus fossilen Energien. Des Weiteren hat sich die Develey-Gruppe folgende Ziele im Sinne der Nachhaltigkeit gesetzt:
Die Develey-Gruppe ist sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Daher orientiert sie sich bei der Umsetzung des Nachhaltigkeitskonzepts an den Entwicklungszielen der Vereinten Nationen, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Ziele vereinen. Folgende Ziele für nachhaltige Entwicklung - die Sustainable Development Goals - sind für den Konzern von besonders großer Bedeutung:
Die Erreichung der Ziele wird bei jährlichen externen Nachhaltigkeits-, Umwelt- und Energieaudits von unabhängigen Auditoren geprüft. Alle Unternehmen der Develey-Gruppe bekennen sich darüber hinaus zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Ausdruck ist der persönliche Einsatz von Geschäftsführung und Mitarbeitern in einer Vielzahl von wohltätigen Projekten. 3. Auftragslage Die Auftragslage bei der Develey-Gruppe fiel im abgelaufenen Geschäftsjahr positiver aus als im Vorjahr. Da die Geschäftstätigkeit der Develey-Gruppe aus mehreren Geschäftsbereichen besteht, die in unterschiedlichen Märkten tätig sind, hat eine Konsolidierung der Reichweite der Auftragsbestände der verschiedenen Geschäftsbereiche der Develey-Gruppe nur begrenzte Aussagekraft. 4. Nachtragsbericht Die ausführliche Beschreibung der Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, die eine wesentliche Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Develey-Gruppe haben können, sind gegebenenfalls im Konzernanhang enthalten. 5. Prognosebericht Nach einem Jahr mit herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen richtet sich der Blick nach vorne. Auch 2024 wird von geopolitischen Konflikten geprägt sein: So dauert der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine weiter an, ebenso wie die militärische Auseinandersetzung im Nahen Osten zwischen Israel und der Hamas. Die Angriffe der Huthi-Rebellen auf Schiffe im Roten Meer als Reaktion auf Israels Vorgehen gegen die Hamas bedrohen die erst kürzlich an Stabilität gewonnenen Lieferketten. Ein ganz erhebliches Risiko für die globale wirtschaftliche Entwicklung stellt darüber hinaus eine militärische Eskalation des Konflikts zwischen China und Taiwan dar. Auch unter Berücksichtigung dieser Entwicklungen erwartet das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) für Deutschland ebenso wie für die Eurozone eine Inflationsrate von 2,3 % in 2024. Die Preissteigerungen der letzten Jahre, die von den Gewerkschaften verhandelten Tarifabschlüsse sowie die erwarteten Preissteigerungen für 2024 bergen zudem das Risiko einer Lohn-Preis-Spirale, die auch mittelfristig zu Inflationsraten in Deutschland oberhalb der Zielmarke der EZB von 2,0 % führen könnte. Das erhöhte Zinsniveau führt zu einer steigenden Zinslast und erschwert die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen. Weiterhin hohe Erzeugerpreise, ein von der Inflation belastetes Konsumklima sowie die Erwartung eines sich verhalten entwickelnden Welthandels infolge zunehmender Spannungen zwischen den USA und der Europäischen Union einerseits und China andererseits wirken zusätzlich belastend auf das antizipierte Wirtschaftswachstum. Insgesamt erwartet das IfW für Deutschland, dass die Stagnation in 2024 noch anhält und das Bruttoinlandsprodukt nur sehr leicht zulegen wird (0,1 %). Damit liegt Deutschland hinter dem erwarteten durchschnittlichen Wachstum der Eurozone von 0,7 % sowie hinter dem erwarteten Wachstum der USA (2,1 %) und Chinas (4,4 %). Der Blick in die Zukunft der deutschen Ernährungsindustrie zeigt, dass die Nahrungsmittelhersteller weiter von zwei Seiten unter Druck stehen. Zum einen durch hohe Kosten für Energie und Rohstoffe auf der Beschaffungsseite, die höchstens zeitversetzt an die Partner im Lebensmitteleinzelhandel weitergegeben werden können und zum anderen durch die weiterhin schwächelnde Inlandsnachfrage. Seit dem Sommer 2024 werden zwar sinkende Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte und Energierohstoffe verzeichnet, allerdings beleibt das Preisniveau deutlich höher als das "Vorkrisenniveau". Für das Jahr 2024 werden keine wesentlichen Umsatzsteigerungen in der Ernährungsindustrie erwartet. Der private Konsum befindet sich seit längerem auf einem tiefen Niveau und die steigenden Produktionskosten sind schwer beim Handel durchzusetzen. Für das Geschäftsjahr 2024 der Develey-Gruppe ist mit einer geringen Steigerung der Umsatzerlöse zu rechnen. Durch die im Vergleich zum Berichtsjahr leicht sinkenden Rohstoffpreise ist von einer Verbesserung des Rohertrags auszugehen. Somit kann trotz des Anstiegs der weiteren betrieblichen Kosten für 2024 mit einem Ergebnis auf Niveau des Berichtsjahres gerechnet werden. Die im Vorjahr prognostizierte leichte Erhöhung der Umsatzerlöse sowie die Vorjahresprognose für das Jahresergebnis im Berichtsjahr wurden deutlich übertroffen. 6. Chancen- und Risikobericht 6.1 Risikobericht 6.1.1 Risikomanagement Der Develey-Gruppe bieten sich zahlreiche wirtschaftliche Chancen; sie ist dadurch aber auch Risiken ausgesetzt. Für das Unternehmen ist es daher essenziell, Chancen - aber auch potenzielle Risiken - frühzeitig zu identifizieren, um umgehend und angemessen darauf reagieren zu können. Mit dem Einsatz unseres Risikomanagementsystems sind wir in der Lage, Gefahren rechtzeitig zu erkennen, sie zu bewerten und ihnen zu begegnen. Das Risikomanagementsystem wird vom Controlling koordiniert und regelmäßig auf seine Wirksamkeit und Angemessenheit überprüft. Zur Früherkennung der Risiken setzen wir ein Berichts- und Meldewesen ein. 6.1.2 Risiken im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit • Risiken auf der Beschaffungsseite Schwankende Rohstoffpreise an den Weltmärkten aufgrund sich verändernder Angebots- und Nachfragestrukturen, beeinflusst durch Witterung und Ernteerträge sowie durch eine steigende Nachfrage infolge einer wachsenden Weltbevölkerung sind für Lebensmittelhersteller eine Herausforderung, der sie sich in ihrer täglichen Arbeit stellen. Die Develey-Gruppe ist im Rahmen ihrer Produktion auf den Bezug von zahlreichen Rohwaren von externen Lieferanten angewiesen. Die Unternehmensgruppe kauft diese Rohwaren bei zahlreichen Lieferanten in Deutschland, im übrigen Europa und der restlichen Welt ein. Die Höhe der Bezugspreise für diese Rohwaren hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, insbesondere den allgemeinen Marktschwankungen, die u. a. durch das jeweilige Anbauvolumen, die Verfügbarkeit dieser Rohwaren auf den jeweiligen Märkten sowie den Nachfrageumfang ausgelöst werden. Die Bezugskosten für Rohwaren und Packstoffe machen einen bedeutenden Anteil an den Herstellungskosten aus. Das Unternehmen versucht, durch einen vorausschauend geplanten Bezug von Rohwaren, abhängig von der jeweiligen Produktnachfragemenge der Kunden und der Kundenvertragslaufzeiten, Produktionskostensteigerungen aufgrund von Preissteigerungen für die im Rahmen der Produktion benötigten Rohwaren zu minimieren. Ferner versucht das Unternehmen Preissteigerungen für Rohwaren an ihre Kunden in Form von höheren Absatzpreisen weiterzugeben. Üblicherweise werden bei neuen Lieferkontrakten oder bei der Verlängerung bestehender Kontrakte im Handelsmarkensegment die relevanten Rohwaren für den Kontraktzeitraum gedeckt, um so die Rohwarenrisiken zu minimieren. Dennoch kann nicht sichergestellt werden, dass eine Weitergabe von Preissteigerungen für bezogene Rohwaren immer und in vollem Umfang gelingt. Selbst wenn es den Unternehmen der Develey-Gruppe gelingen sollte, Kostensteigerungen mittels Preiserhöhungen an die Kunden weiterzugeben, geschieht dies regelmäßig nur mit zeitlichen Verzögerungen oder Beschränkungen (turnusgemäße Verhandlungen mit den Lebensmitteleinzelhändlern). Die Develey-Gruppe hat mit konzernexternen Lieferanten Bezugsverträge für die Belieferung mit verschiedenen Rohwaren abgeschlossen. Sollten wichtige Zulieferverträge nicht verlängert werden können, und sollte es der Gruppe nicht gelingen, Lieferverträge mit entsprechend geeigneten anderen Dienstleistern zu wirtschaftlich akzeptablen Bedingungen abzuschließen, könnte es zu Lieferengpässen und damit zu Produktionsunterbrechungen bzw. einer Einschränkung des Produktangebotes kommen. • Risiken im Rahmen der Produktion, des Transports sowie des Vertriebs von Waren Die Develey-Gruppe nutzt bzw. betreibt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit technische Anlagen und Einrichtungen. Das Unternehmen könnte als Folge von Betriebsstörungen und damit verbundenen Produktionsausfällen und -unterbrechungen erhebliche Umsatzeinbußen erleiden oder zu Schadenersatzleistungen an Kunden verpflichtet sein. Um das Risiko zu minimieren, wurden entsprechende Ausfallversicherungen abgeschlossen. Zudem können durch technische Mitarbeiter und der Bevorratung mit technischen Ersatzteilen Störungen an den Produktionsanlagen kurzfristig behoben werden. Die Develey-Gruppe ist auf den Transport der in ihrer Lebensmittelproduktion hergestellten Produkte zu den Zwischenhändlern bzw. Endkunden angewiesen. Dieser Transport wird neben eigenen Lastkraftwagen auch durch die Beauftragung von konzernfremden Transporteuren durchgeführt. Steigende Frachtraten und Mineralölpreise wirken sich nachteilig auf die Transportkosten aus. • Risiken auf der Absatzseite Die abgesetzte Produktmenge wird erheblich durch den Umfang der Nachfrage der Kunden beeinflusst. Durch exogene Einflüsse, auf deren Eintreten oder Ausbleiben die Unternehmensgruppe in aller Regel keinen Einfluss hat, kann die Nachfrage nach den Produkten der Develey-Gruppe auf den relevanten Absatzmärkten zurückgehen. Zu diesen exogenen Faktoren zählen etwa Konjunkturschwankungen, die Höhe des frei verfügbaren Einkommens der Endverbraucher, eine bewusste Kaufzurückhaltung der Kunden des Unternehmens, sowie gesetzliche Regelungen und Vorschriften. Eine nachteilige Änderung eines oder aller dieser Faktoren, die in der Folge zu Nachfrageschwankungen oder zu einem geänderten Nachfrageverhalten führt, kann sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Develey-Gruppe auswirken. Die Nachfrage nach Produkten der Develey-Gruppe unterliegt saisonalen Schwankungen. So ist beispielsweise der Absatz von Salatdressings, Grillsaucen und Ketchup in der sommerlichen Grillsaison besonders hoch. Der Absatz von Senfprodukten ist zur Oster- und Weihnachtszeit wesentlich höher als in den anderen Monaten des Jahres, da die hergestellten Produkte zu diesen Jahreszeiten in besonders hohem Maße konsumiert werden. Aufgrund des Wettbewerbs durch zahlreiche Lebensmittelproduzenten und der zunehmenden Marktkonsolidierung bei den Handelsketten herrscht ein hoher Preisdruck insbesondere bei unter Handelsmarken vertriebenen Produkten. Darüber hinaus ist der Trend zu beobachten, dass bei klassischen Lebensmitteleinzelhändlern Produkte verstärkt unter den von ihnen genutzten Handelsmarken angeboten und vermarktet werden. Eine Fortsetzung oder Verstärkung dieses Trends könnte dazu führen, dass die Develey- Gruppe in Zukunft weniger Markenprodukte absetzen kann. Die Gruppe vertreibt in ihren Geschäftsbereichen eine Vielzahl von Produkten. Trotz hoher zertifizierter Qualitätsstandards und umfassender automatisierter und manueller Überprüfungsverfahren kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass in Einzelfällen Produkte unterhalb der üblichen Qualitätsstufe ausgeliefert werden. Sollten ein oder mehrere von der Develey-Gruppe verkaufte Produkte dem Vorwurf mangelnder Qualität oder Hygiene ausgesetzt sein oder sollten von Develey im Rahmen der jeweiligen Produktion verarbeitete oder zum Verzehr angebotene Lebensmittel mit einer negativen Medienberichterstattung belastet sein, könnte dies aufgrund des daraus resultierenden Reputationsschadens nachteilige Auswirkungen auf den Absatz der Produkte haben. Die europäische Union beabsichtigt voraussichtlich ab 2025 ein Verbot von Einwegverpackungen für Einzelportionen für Lebensmittel, die im Gastgewerbe vor Ort verzehrt werden (Proposal for a REGULATION OF THE EUROPEAN PARLIAMENT AND OF THE COUNCIL on packaging and packaging waste, amending Regulation (EU) 2019/1020 and Directive (EU) 2019/904, and repealing Directive 94/62/EC - PPWR) zu erlassen. Damit besteht das Risiko einen signifikanten Teil des Geschäfts im Foodservice- und Gastronomiebereich zu verlieren. Ansonsten bleibt nur die Möglichkeit, Ersatzlösungen zu finden, die mit erheblichen Investitionskosten in Gebäude und Maschinen verbunden sind. 6.1.3 Finanzielle Risiken • Risiken aus Kreditverträgen Die Develey-Gruppe verfügt über eine hohe Eigenkapitalbasis; insofern sind die Risiken aus den Kreditverträgen sehr begrenzt. • Zinsänderungsrisiken Die hohen Marktzinssätze können sich insbesondere auf die Höhe der Zinszahlungen bei Finanzverbindlichkeiten bei notwendigen Prolongationen nachteilig auswirken. Sollte es dem Unternehmen nicht gelingen, Zinsschwankungen durch geeignete Sicherungsgeschäfte aufzufangen, oder aus der operativen Geschäftstätigkeit ausreichende Mittel zu generieren, um vorübergehend oder dauerhaft erhöhte Zinsaufwendungen auszugleichen, oder alternative Finanzierungsinstrumente zu angemessenen Konditionen abzuschließen, könnte sich dies negativ auf die Ertragslage der Develey-Gruppe auswirken. • Währungsrisiken Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bedient sich das Unternehmen derivativer Finanzinstrumente, die die Kalkulationskurse abdecken, z.B. durch den Abschluss von grundgeschäftbezogenen Fremdwährungssicherungsgeschäften in Form von Termingeschäften oder in sich geschlossenen Währungsoptionen. Hierbei besteht trotz alldem das Risiko von Wertverlusten aufgrund einer nachteiligen Änderung von Währungskursen. Die Develey-Gruppe ist bestrebt, einen Zeitraum von 12 Monaten abzusichern. • Investitionsrisiko Die konsolidierten Unternehmen mit Sitz in Russland sind im gewissen Umfang von den Sanktionen betroffen. Die Folgen aus dem derzeitigen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sind aktuell jedoch nicht verlässlich bestimmbar. Daher verfolgt die Gesellschaft die weitere Entwicklung sehr genau und wird ihre Risikoeinschätzung kontinuierlich überprüfen. 6.1.4 Personelle Risiken Der wirtschaftliche Erfolg der Develey-Gruppe hängt in beträchtlichem Umfang von der Erfahrung und der Kontinuität der jeweiligen Geschäftsführungen und weiterer Führungskräfte ab. Kompetenz und Engagement der Mitarbeiter der Develey-Gruppe sind wichtige Faktoren für die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens. Gleichzeitig ist es für den zukünftigen Erfolg essenziell, hochqualifizierte Mitarbeiter zu rekrutieren und zu binden. Der Fachkräftebedarf in der Branche ist hoch und wird auch in Zukunft steigen. Speziell die Themen Industrie 4.0 und Digitalisierung erfordern in der modernen, nachhaltigen Lebensmittelherstellung geschultes Personal und Fachkräfte, um eine Produktion nach höchsten Standards zu ermöglichen. Der Verlust von wichtigen Führungskräften und von qualifizierten Mitarbeitern oder ein Mangel geeigneter Neueinstellungen könnte dazu führen, dass die Aufrechterhaltung des heutigen Produktions- und Absatzniveaus und die Umsetzung der weiteren Strategie des Unternehmens beeinträchtigt werden. 6.1.5 Risiken aus dem Einsatz von IT-Systemen Die zunehmende Vernetzung der Informationssysteme und die Notwendigkeit ihrer permanenten Verfügbarkeit stellen hohe Anforderungen an die eingesetzten Informationstechnologien. Fehlfunktionen und Störungen des IT-Systems und der Software, könnten zu Betriebsstörungen und -unterbrechungen führen. Des Weiteren stellen Angriffe von außen z.B. durch kriminelle Hacker oder schädliche Software ein realistisches und nicht zu vernachlässigendes Risiko dar. Diesen Risiken wird durch umfangreiche Investitionen in die Sicherheitsarchitektur der IT-Systeme begegnet. 6.2 Chancenbericht 6.2.1 Chancenmanagement Die systematische Identifikation und Kommunikation von Chancen ist integraler Bestandteil des Managementsystems der Develey-Gruppe. Bei Chancen kann es sich um interne oder externe Ereignisse und Entwicklungen handeln, die die Geschäftsentwicklung positiv beeinflussen können. Grundsätzlich strebt das Unternehmen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken an. Dazu werden Markt-, und Wettbewerbsanalysen ausgewertet. Zudem befasst sich die Gruppe mit ihren kritischen Erfolgsfaktoren und relevanten Kostentreibern. Die daraus abgeleiteten Markt- und Geschäftschancen sowie Effizienzsteigerungspotenziale konkretisiert die Geschäftsleitung im Rahmen der kurz- und mittelfristigen Planung. 6.2.2 Darstellung der Chancensituation Grundsätzlich stehen den oben genannten Risiken immer auch Chancen gegenüber, so dass sich die genannten Einflussfaktoren in eine für das Unternehmen vorteilhafte Richtung entwickeln können. Die Develey-Gruppe hat so vielfältige Chancen für eine künftige nachhaltig positive Geschäftsentwicklung. Diese ergeben sich vor allem daraus, dass sich Develey konsequent auf die Bedürfnisse seiner Kunden und der Endverbraucher ausrichtet. Das zentrale Ziel ist es, Kundenmehrwert zu schaffen und dabei selbst positive Erträge zu realisieren. Dazu werden Marktentwicklungen analysiert und die erforderlichen Entscheidungen getroffen, um Chancen in der Zukunft gezielt zu nutzen. • Chancen aus der Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Nach aktuellen Meldungen des Statistischen Bundesamtes steigt die Wirtschaftsleistung seit Anfang 2024 in Deutschland an. Dem Anstieg in der Pharma- und Nahrungsmittelindustrie standen Produktionsrückgänge in Branchen wie dem Maschinenbau und vor allem der Automobilindustrie gegenüber. Von einer verbesserten Wirtschaftslage könnte die Develey-Gruppe bei Umsatz und Ergebnis profitieren. • Branchenspezifische Chancen Die Ernährungs- und Nahrungsmittelbranche ist grundsätzlich eine wirtschaftlich stabilere Branche als andere. Sie ist nicht in dem Maße konjunkturabhängig und unterliegt nicht so großen Schwankungen wie andere Branchen. Von einer stabilen Wachstumsrate der Deutschen Wirtschaft würde auch die Nahrungsmittelbranche mittelbar durch die sich verbessernde Binnennachfrage und höheren Konsumausgaben profitieren. Trotzdem ist es notwendig, den Blick nach vorne zu richten und die übergreifenden Branchentrends, aus denen sich künftige Absatz- und Ertragschancen ableiten lassen, nicht aus den Augen zu verlieren. Die IKB sieht insbesondere folgende Themen, die die Branche auf dem Weg in die nächsten Jahre begleiten werden: Nachhaltigkeit Das Thema ist in den vergangenen Jahren zum zentralen Erfolgsfaktor für die gesamte Konsumgüterindustrie geworden und wird dies auch auf absehbare Zeit bleiben. Ganz besonders für die Lebensmittelindustrie bieten sich vielfältige Anknüpfungspunkte. Angefangen bei der Frage des Tierwohls über regionale Produkte bis hin zu nachhaltigen Verpackungslösungen. Das Thema betrifft Produzenten und Händler gleichermaßen und ist ein bedeutendes Differenzierungsmerkmal. Das Lieferkettensorgfaltsgesetz wurde im 2024 erfolgreich verabschiedet. Es kristallisiert sich zunehmend heraus, dass langfristig nur Erfolg haben wird, wer transparent und glaubhaft nachhaltig auf allen Wertschöpfungsstufen agiert. Die Regulatorik setzt neben dem Konsumentenverhalten entsprechende Rahmenbedingungen, die Geschäftsmodelle in den kommenden Jahren strategisch auszurichten. E-Food Im Vergleich zu anderen Branchen, etwa dem Modehandel, ist die Online-Penetration im Bereich der Fast Moving Consumer Goods (FMCG), also Lebensmittel und Drogerieartikel, noch gering. Spätestens seit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 ist der Online-Handel mit FMCG jedoch aus der Nische getreten. Aus zunächst offensichtlichen Gründen öffnete die Pandemie auch weniger online-affine Verbraucher für Lieferkonzepte von "Picnic", "Flaschenpost", "Bringmeister" & Co. Wer sich einen Slot zur Lieferung seines Einkaufs sichern wollte, musste in der Hochphase teils mit deutlichem Vorlauf bestellen, um beliefert werden zu können. Die Akzeptanz steigt auch im Land der preissensiblen deutschen Verbraucher und der Discountkonzepte. Gesundheit Liquid Evolution, High Protein, Low Carb, zuckerreduzierte Produkte. Die Liste mit Schlagwörtern zum Thema gesunde Ernährung lässt sich beliebig fortführen. Die Quintessenz ist, dass Verbraucher zunehmend Wert auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung legen und sich bewusst über Inhaltsstoffe und Nährwerte informieren. In der Folge gewinnen beispielsweise alkoholfreie und zuckerreduzierte Getränke oder mit Proteinen angereicherte Molkereierzeugnisse Marktanteile mit zweistelligen Wachstumsraten. Ein aktuelles Beispiel in der Schnittmenge von Nachhaltigkeit und Gesundheit ist das sogenannte Plant-Based-Food. Lange fristeten pflanzliche Alternativen zu Fleisch- und Molkereiprodukten ein Schattendasein. Inzwischen sind sie fester Bestandteil des Angebots im LEH. Der Blick auf die genannten strukturellen Trends zeigt, dass sich Möglichkeiten bieten, Geschäftsmodelle weiter zu entwickeln, Veränderungen zu forcieren und Chancen zu ergreifen, um an ertragreichem Wachstum zu partizipieren. • Chancen im Zusammenhang mit unserer Geschäftstätigkeit Erweiterung unserer Geschäftstätigkeit Convenience-Produkte und der außer Haus Verzehr von Lebensmitteln ist ein anhaltender Trend. Als leistungsfähiger Systemlieferant bieten sich Chancen, weitere Kunden in diesem Segment zu beliefern, sowohl im In- als auch im Ausland. Zwar wächst das Exportgeschäft, ist aber nach wie vor im Markensegment nicht auf dem Niveau auf welchem es sein könnte. Hier bieten sich weiterhin zahlreiche Potentiale ein profitables Auslandsgeschäft zu etablieren. Zukäufe von Marktteilnehmern werden weiterhin analysiert und kritisch geprüft. Neue Technologien / Digitalisierung Der internationale Wettbewerbsdruck und die Verbraucheranforderungen an Lebensmittel steigen, die Ernährungsindustrie muss Produkte und Prozesse in immer kürzeren Zyklen optimieren und Kosten senken. Die Digitalisierung im Betrieb und der Lieferkette umzusetzen, ist eine der großen Herausforderungen, vor denen Lebensmittelproduzenten daher heute stehen. Sie ist aber auch eine große Chance für mehr Qualität und Nachhaltigkeit. So können intelligente Industrie-4.0-Lösungen beispielsweise Echtzeitinformationen in eine zeitgenaue und ressourcensparende Qualitätsproduktion umgesetzt und die lückenlose Rückverfolgbarkeit der Lebensmittel sichergestellt werden. Auch können vernetzte Systeme dabei helfen, den Energieverbrauch, die Fertigung, die Chargenverfolgung oder den Rohstoffeinsatz zu optimieren sowie produktionsbezogene Kennzahlen für das Management zu generieren. Durch neue Technologien ist es gelungen einige Kostensenkungspotentiale zu heben. Nicht nur die Instandhaltungskosten veralteter Technik, sondern auch die hohen energetischen Betriebskosten lassen sich durch neue Technik deutlich senken. Auch der Einsatz von technischen Maßnahmen bei der Reduzierung von Ausschuss ist zukünftig noch stärker als Chance zu begreifen. Die Nutzung des Biomülls als Energieträger (Strom) ist ein chancenreiches Betätigungsfeld für zukünftige Einsparungspotentiale. Des Weiteren wird die derzeit laufende Implementierung eines neuen ERP-Systems dazu führen, dass die Prozesse in der Develey-Gruppe vereinheitlicht und effizienter gestaltet werden können und damit zur weiteren Kostenoptimierung beitragen. Insgesamt wird die fortschreitende digitale Transformation das Konsumentenverhalten und die Marktteilnehmer beeinflussen. Hieraus werden neue Angebotsformen und Geschäftsmodelle, die auch der Develey-Gruppe neue Wachstumschancen bieten, erwachsen. Interne Organisation und Prozesse Durch die Optimierung der ablauforganisatorischen Prozesse, insbesondere durch IT gestützte Tools, bieten sich noch vielseitige Chancen die Prozesse noch effizienter und kostengünstiger zu gestalten. 6.3 Beurteilung der Gesamtrisiken und Chancen Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, hohen Produktions- und steigenden Lohnkosten und dem im Vergleich deutlich unterproportional steigenden Preisniveau auf der Absatzseite. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Nach den uns bekannten Informationen bestehen keine Risiken, die den Fortbestand der Develey-Gruppe gefährden könnten.
Unterhaching, 19.12.2024 Develey Management GmbH Dr. Herbert Durach, Geschäftsführer Michael Durach, Geschäftsführer Stefan Durach, Geschäftsführer Kapitalflussrechnung zum Konzernabschluss per 31. Dezember 2023der Develey Management GmbH zum Konzernabschluss per 31. Dezember 2023nach DRS 21
Die Aufstellung enthält rundungsbedingte Differenzen. Eigenkapitalspiegel zum Konzernabschluss per 31. Dezember 2023Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals gibt die nachstehende Tabelle, die analog DRS 7 des Deutschen Standardisierungsrates erstellt wurde, wieder:
Die Aufstellung enthält rundungsbedingte Differenzen.
*) Die sonstigen Veränderungen des
Konzernbilanzergebnisses resultieren aus einer
Entkonsolidierung.
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Develey Management GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Develey Management GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Develey Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Regensburg, 19. Dezember 2024 MHP
REVISION GMBH
Dr. Stefan Schmidt, Wirtschaftsprüfer Sven Fischer, Wirtschaftsprüfer |
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