Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRB 31552
Vorher
schattdecor SE
Eingetragen
27.12.2022
Branche
Herstellung von Maschinen für die Papiererzeugung und -verarbeitungHerstellung von TapetenHerstellung von Papier, Karton und Pappe
Gegenstand
Herstellung, Vertrieb und Handel von und mit bedrucktem Dekorpapier, imprägnierten und lackierten Papieren und Folien sowie deren Vorprodukten, ebenso Entwicklung von Dekoren und Herstellung von Druckzylindern

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Swantje Scholz
seit 25.11.2025
Prokura
Robert Vuga
seit 7.8.2024
Vorstandsmitglied
Claus Neuffer
seit 16.1.2024
Vorstandsmitglied
Derick Dr. Beitel
seit 11.1.2023
Vorstandsmitglied
Claudia Küchen
seit 27.12.2022
Vorstandsmitglied
Marco Verhasselt
seit 27.12.2022
Prokura
Michael Then
seit 27.12.2022
Vorstandsmitglied
Klaus Müller
seit 27.12.2022
Prokura
Markus Volkmer
seit 27.12.2022
Prokura
Andreas Bruckbauer
seit 27.12.2022
Prokura
Christian Zaha
seit 27.12.2022
Prokura
Markus Höhn
seit 27.12.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Retis Holding GmbH
Germany
20.000.000 €
94.12%
Ursula und Walter Schatt Stiftung
Germany
1.250.000 €
5.88%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Retis Holding GmbH

Rohrdorf OT Thansau

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen des Konzerns

Die Retis Holding GmbH, die ihren Sitz und ihre Verwaltung in Rohrdorf-Thansau hat, ist die Dachgesellschaft der Retis Holding Gruppe, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 1985 im Familienbesitz befindet.

Die Hauptaktivität innerhalb der Retis Holding Gruppe findet sich im Teilkonzern Schattdecor SE wieder, der sich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Oberflächenprodukten (bedruckte Dekorpapiere, Imprägnierung und Lackierung von Möbelfolien) für Kunden aus der Holzwerkstoff- und Möbelindustrie befasst. Die Schattdecor SE, welche am 27.12.2022 durch einen Formwechsel aus der schattdecor AG hervorging, ist eine global tätige Unternehmensgruppe mit Beteiligungen im In- und Ausland.

Die Retis Holding GmbH fungiert als Dachgesellschaft, die zudem im Wesentlichen eine Diversifikationsstrategie in den Bereichen Immobilien und sonstige Unternehmensbeteiligungen verfolgt.

Die Retis Holding GmbH legt die Strategie für die Unternehmensgruppe fest, deren Erreichung durch verschiedene operative Ziele und geschäftsspezifischer Kennzahlen überwacht wird. Zudem verantwortet sie zusammen mit den operativen Geschäftsführungen der Beteiligungsunternehmen das Führungs-, Steuerungs- und Kontrollinstrumentarium einschließlich des Risikomanagements, wobei die rechtliche Selbstständigkeit und die eigenständige unternehmerische Tätigkeit der Konzerngesellschaften gewahrt bleibt. Die Leitungsorgane dieser Gesellschaften führen ihre Unternehmen im Rahmen der jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen, Satzungen und Geschäftsordnungen sowie nach den Regeln der konzernweit geltenden Grundsätze zur Unternehmensführung.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der Weltwirtschaft war im Geschäftsjahr 2022 durch multiple Krisen geprägt - dazu zählen die Auswirkungen der Corona-Pandemie, der Krieg Russlands in der Ukraine, Inflation und massive Energiekostensteigerungen sowie Energieversorgungsengpässe. Der Rückgang des Wachstums in China, bedingt durch die dortige Immobilienkrise und die strikte Corona-Politik, dämpfte das Wirtschaftsgeschehen ebenfalls.

Im World Economic Outlook des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom April 2023 wurde trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,4 % für das Jahr 2022 festgestellt, was unter dem im April 2022 prognostizierten Wachstum von 3,6 % lag. Die weltweite Inflationsrate für 2022 wurde mit 8,8 % errechnet.

Unter den Oberflächenspezialisten konnten - wie auch im Teilkonzern Schattdecor SE - trotz rückläufiger Mengenentwicklung, aufgrund gestiegener Verkaufspreise, Umsatzanstiege beobachtet werden. Darüber hinaus besteht in der Branche Dekordruck und Oberflächenveredelung weiterhin ein Verdrängungswettbewerb aufgrund weltweit vorhandener Überkapazitäten.

2.2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Retis Holding Gruppe konnte in einem schwierigen Umfeld im Bereich Dekordruck ihre Position behaupten.

Trotz Rückgängen in der Betriebsleistung für Druckerzeugnisse auf 90.778 t (Vorjahr 119.418 t) sowie bei Melaminfilmen und Finishfolien (Vor-/Post-Imprägnate) auf 695 Mio. m 2 (Vorjahr 849 Mio. m 2 ) konnte der Konzernumsatz im Jahr 2022 deutlich auf 957,5 Mio. EUR (Vorjahr 880,4 Mio. EUR) gesteigert werden.

Die übrigen Investments konnten sich trotz des gesamtwirtschaftlichen Hintergrunds ebenfalls gut behaupten:

Im Bereich der Immobiliengesellschaften konnte die stabile Entwicklung der Mietumsätze fortgeführt werden. Die Akquisition einer Immobilie in München wurde Mitte des Jahres 2022 erfolgreich abgeschlossen. Zudem wurde im Verlauf des Jahres 2022 in drei weitere Immobilienprojekte investiert.

Im Bereich der sonstigen Unternehmensbeteiligungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr in zwei bestehende Beteiligungen im Rahmen von Finanzierungsrunden investiert, neue Unternehmensbeteiligungen wurden nicht abgeschlossen. Mögliche Neuengagements von Unternehmensinvestitionen werden fortlaufend geprüft.

Im Bereich der Wertpapiere konnte ein im Marktvergleich zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden.

Insgesamt sind die Umsatzerlöse im Berichtsjahr 2022 um 8,8 % angestiegen und belaufen sich nun auf 957,5 Mio. EUR (Vorjahr 880,4 Mio. EUR). Wachstumstreiber war - wie bereits im Vorjahr- die Entwicklung der Auslandsumsätze, die um 79,3 Mio. EUR auf 906,8 Mio. EUR angestiegen sind.

Die für das Geschäftsjahr 2022 abgegebene Prognose zu den Umsatzerlösen, die von einem Anstieg im unteren zweistelligen Bereich ausging, wurde damit knapp verfehlt.

Vor dem Hintergrund geopolitscher Ereignisse und Widrigkeiten kann das abgelaufene Geschäftsjahr 2022 als bedingt zufriedenstellend bezeichnet werden.

2.3 Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Umsatz- und Ergebnissituation der Gesellschaften der Unternehmensgruppe werden fortlaufend analysiert. Darüber hinaus lenkt und steuert die Geschäftsführung die Retis Holding GmbH auf Basis von finanziellen Leistungsindikatoren.

2.3.1 Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2022 auf 1.099,6 Mio. EUR (Vorjahr 1.068,6 Mio. EUR).

Der Rückgang bei den immateriellen Vermögensgegenständen stammt im wesentlichen aus einer außerplanmäßigen Abschreibung eines Firmenwerts eines Konzernunternehmens, die aufgrund einer überarbeiteten Mehrjahresplanung vorgenommen wurde.

Die Investitionstätigkeit in Sachanlagen der Unternehmensgruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr wieder sichtbar zugenommen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (52,6 Mio. EUR) wurden im Jahr 2022 insgesamt 104,9 Mio. EUR in Sachanlagen investiert.

Als größte Einzelprojekte können die Investitionen in ein Immobilienprojekt in München, die Fortführung des Baues eines neues Verwaltungsgebäudes am Sitz der Konzernzentrale in Rohrdorf-Thansau, der Umzug und Ausbau des Standorts in Lexington, USA, mit Installation einer neuen Lackieranlage und die Fertigstellungen eines Imprägnierkanals in Brasilien und einer weiteren Lackieranlage in Polen genannt werden.

Der Anstieg der Finanzanlagen beruht überwiegend auf Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (+ 5,2 Mio. EUR).

Um möglichen Störungen in der Lieferkette proaktiv zu begegnen, wurde weiter auf eine erhöhte Bevorratung von Rohstoffen gesetzt. Neben dieser Maßnahme haben aber auch gesteigerte Anschaffungs- und Herstellungskosten zu einem insgesamten Anstieg des Vorratsvermögens um 8,6 % auf 225,2 Mio. EUR geführt.

Die Vorratsintensität 1 erhöhte sich aufgrund der gestiegenen Vorräte im Verhältnis zur Bilanzsumme auf 20,5 % (Vorjahr 19,4 %).

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen konnte nach dem Anstieg im Vorjahr nun wieder ein Abbau von 5,9 Mio. EUR auf 167,4 Mio. EUR festgestellt werden.

Die Eigenkapitalquote stieg von 71,1 % auf 71,6 % leicht an.

Die Steuerrückstellungen reduzierten sich aufgrund der Ergebnissituation der Gruppe um 51,0 % auf 4,4 Mio. EUR. Ebenso gingen die Sonstigen Rückstellungen von 27,7 Mio. EUR auf 21,3 Mio. EUR zurück, wobei sich hier die Entwicklung der erfolgsabhängigen Prämien und Tantiemen weitestgehend verantwortlich zeigte.

Durch die gesteigerte Investitionstätigkeiten in der Gruppe erhöhten sich auch die Bankverbindlichkeiten um 53,1 Mio. EUR auf 175,1 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten dagegen auf 57,6 Mio. EUR abgebaut werden (Vorjahr 72,7 Mio. EUR).

2.3.2 Finanzlage

Die Finanzlage der Unternehmensgruppe stellt sich zum Abschlussstichtag aufgrund der hohen Eigenkapitalausstattung und der vorhandenen liquiden Mittel weiterhin positiv dar.

In einigen, für die Unternehmensgruppe relevanten Ländern, insbesondere in Brasilien, Russland und in der Türkei, waren die Devisenmärkte von anhaltenden volatilen Verläufen im abgelaufenen Geschäftsjahr geprägt. Es wird erwartet, dass die Schwankungsbreite anhaltend hoch bleiben könnte. Den Fremdwährungsschwankungen im operativen Geschäft wird weiterhin im Wesentlichen durch sog. Natural Hedging 2 in der Beschaffungs- und Absatzpolitik entgegengewirkt.

Die unterjährig verfügbaren Kontokorrentguthaben werden grundsätzlich in Tages- und Festgeldkonten überführt, wenn es wirtschaftlich sinnvoll erscheint. Hierbei steht neben der Zinsperspektive auch eine zeitnahe Verfügbarkeit der Mittel im Vordergrund.

Sofern wirtschaftlich sinnvoll und unter Betrachtung des jeweiligen Zinsniveaus und möglicher Fremdwährungsentwicklungen, werden bei Bedarf Darlehen von Kreditinstituten aufgenommen.

Am Ende des Jahres beliefen sich die liquiden Mittel auf 91,1 Mio. EUR (Vorjahr 100,5 Mio. EUR). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war maßgeblich vom Rückgang des Periodenergebnisses auf 32,1 Mio. EUR geprägt (Vorjahr 92,7 Mio. EUR). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit liegt mit 103,2 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahreswert von 114,9 Mio. EUR, wobei sich im abgelaufenen Geschäftsjahr die Investitionen in das Sachanlagevermögen hierfür ursächlich zeigen. Der Ausbau der Finanzverbindlichkeiten (+ 40,5 Mio. EUR) hatte den größten Effekt auf den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (41,1 Mio. EUR).

2.3.3 Ertragslage

Im Vorjahresvergleich stieg der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Konzernumsatz um 8,8 % auf 957,5 Mio. EUR. Währungskursbereinigt wären Umsatzerlöse in Höhe von 933,6 Mio. EUR zu verzeichnen gewesen, was einem Anstieg zum Vorjahr um rd. 6,0 % entsprochen hätte. Trotz rückläufiger Absatzmengen konnte der Umsatz durch die teilweise gelungene Weitergabe von Preiserhöhungen bei Rohstoffen, Energiekosten u.a. im Vergleich zum Vorjahr nochmals gesteigert werden.

1 Vorräte / Bilanzsumme
2 Reduzierung Wechselkursrisiken bei Forderungen und Verbindlichkeiten in einer gegebenen Währung.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (54,1 Mio. EUR) lagen um 17,0 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau. Diese beinhalten - wie bereits im Vorjahr - im Wesentlichen realisierte und unrealisierte Währungskurserträge, deren Anstieg mit ausschlaggebend für die Veränderung waren.

Bedingt durch den Umsatzanstieg erhöhten sich auch die Materialaufwendungen in der Gruppe. Daneben trugen mehrmalige, unterjährig durchgeführte Preiserhöhungen auf der Beschaffungsseite für Rohstoffe zu dem Anstieg der Materialkosten bei. Das Rohergebnis 3 verringerte sich um -6,4 Mio. EUR auf 400,7 Mio. EUR.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 1,1 Mio. EUR auf 114,5 Mio. EUR. Der durchschnittliche Personalbestand ist von 2.554 auf 2.694 Mitarbeiter angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 27,8 % bzw. 34,0 Mio. EUR auf 156,3 Mio. EUR an. Wesentlich zum Anstieg beigetragen haben hier die Veränderungen bei den Aufwendungen für Energie (+ 15,8 Mio. EUR) und bei den Frachtkosten (+ 1,9 Mio. EUR). Neben den gestiegenen Marktpreisen bei diesen beiden Positionen ist das Wachstum der Geschäftstätigkeit ursächlich für die Kostenentwicklung.

Das Finanzergebnis veränderte sich von -1,5 Mio. EUR auf -1,6 Mio. EUR.

Zusammengefasst ergibt sich für das Geschäftsjahr 2022 ein Konzernjahresüberschuss von 32,1 Mio. EUR nach 92,7 Mio. EUR im Vorjahr. Nachdem das Ergebnis des Geschäftsjahres 2021 als bisheriges Rekordjahr stark von verschiedenen Sondereffekten positiv profitierte, war das Ergebnis für das Jahr 2022 von gestiegenen Beschaffungspreisen an den Rohstoff- und Energiemärkten sowie einer außerplanmäßigen Firmenwertabschreibung geprägt.

Das EBITDA 4 beläuft sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 129,9 Mio. EUR (Vorjahr 171,4 Mio. EUR).

2.3.4 Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung der Unternehmensgruppe die Geschäftsentwicklung aufgrund der rückläufigen Nachfrage, der weltweiten Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage in Folge des Ukraine- Konflikts und dem sich verändernden Zinsniveau als verhalten. Trotz einem rückläufigen Jahresergebnis vor Steuern gegenüber dem Vorjahr war die Finanzlage der Firmengruppe im Berichtszeitraum aufgrund der hohen Eigenkapitalausstattung und liquiden Mittel unverändert positiv.

2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsleitung definiert die Umsatzerlöse und das Konzernjahresergebnis als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren und hat sich zum Ziel gesetzt, hier ein stetiges und nachhaltiges Wachstum zu erreichen.

Dabei wurde bei den Umsatzerlösen ein Wachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich angestrebt, während für das Konzernjahresergebnis ein Rückgang zwischen zehn und zwanzig Prozent erwartet wurde. Die Umsatzerlöse konnten im Geschäftsjahr 2022 um 8,8 % gesteigert werden und das Konzernjahresergebnis (nach Steuern) ging um 60,6 Mio. EUR (- 65,4 %) zurück. Somit wurde das Ziel bei den Umsatzerlösen nur knapp verfehlt, während die Zielsetzung beim Konzernjahresergebnis, auch aufgrund eines außerplanmäßigen Sondereffekts bei den Abschreibungen, nicht erreicht wurde.

3 Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderungen + andere aktivierte Eigenleistungen + sonstige betriebliche Erträge - Materialaufwand
4 Konzernjahresüberschuss vor Abzug von Zinsergebnis, Steuern und Abschreibungen.

2.4.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Neben den vorrangigen quantitativen Leistungsindikatoren Umsatz und Ergebnis wird die Unternehmensgruppe auch anhand nachrangiger qualitativer Größen gesteuert. So beschäftigt sich die Geschäftsführung fortlaufend mit dem Ausbau in den Bereichen Personal, Nachhaltigkeit und Umweltschutz und treibt deren Entwicklung aufgrund Erfahrung und unternehmerischen Grundsätzen positiv voran.

Grundsätze der Unternehmensführung

Für den Erfolg der Unternehmensgruppe ist ein gemeinsames Verständnis des unternehmerischen Handelns Voraussetzung. Das Leitbild der Unternehmensgruppe gibt seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit die Richtung und die Ziele vor.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Ein entscheidender Faktor für den Geschäftserfolg sind die Mitarbeiter der Unternehmensgruppe.

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl in der Gruppe erhöhte sich im Berichtsjahr um 140 Mitarbeiter auf 2.694. Am Stichtag belief sich die Mitarbeiterzahl im Konzern auf 2.659 (Vorjahr 2.610).

Die Mitarbeiter leisten einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg des Unternehmens. Täglich bringen sie sich mit ihren Vorstellungen und Ideen in die jeweiligen Tätigkeiten und Arbeitsprozesse ein und tragen damit wesentlich zu Verbesserungen und Innovationen bei. Ziel ist es, weltweit die besten und fähigsten Mitarbeiter zu gewinnen, zu fördern und sie an das Unternehmen zu binden.

Die Personalentwicklungsmaßnahmen "JOBFIT" mit den drei Bereichen "LERNEN" für spezifische Fachqualifizierungen und methodische Kompetenz, "PRODUKT&PROZESS" für Wissen über Produkte, Prozesse und Strukturen, sowie "AKTIV&GESUND" für Gesundheitsförderung und persönliche Entwicklung konnten nach der Pandemie in den meisten Standorten bereits wieder starten.

Nachhaltigkeit

"Environmental, Social, Governance" oder kurz "ESG" ist die erstrebenswerte Balance zwischen wirtschaftlichem Erfolg, Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Diese Grundeinstellung ist schon seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Unternehmenskultur und spiegelt sich auch in den Unternehmenswerten der Unternehmensgruppe wider. Den Unternehmenswerten kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu; als Leitbilder geben sie Orientierung bei konkreten Entscheidungen im Arbeitsalltag und sind damit die Grundlage für das Handeln und einen langfristigen Unternehmenserfolg, der auf klaren Wertvorstellungen beruht.

Nachhaltiges Wirtschaften führt zum Erfolg der strategischen Prioritäten und trägt damit zum langfristigen Wachstum der Unternehmensgruppe bei. Nach innen stärkt verantwortliches und nachhaltiges Wirtschaften die Identifikation der Mitarbeiter mit der Unternehmensgruppe und ihre Motivation. In Zukunft wird das Thema auch ein wesentlicher Vorteil im Wettbewerb um neue Mitarbeiter sein.

Entsprechend dem Selbstverständnis als ein verantwortliches Mitglied der Gesellschaft, leistet die Unternehmensgruppe in den Bereichen Soziales, Umwelt, Bildung, Gesundheit und Sport finanzielle Unterstützung für eine Vielzahl von Projekten.

Umweltschutz

Der konsequente Schutz natürlicher Ressourcen sowie der stets wertschätzende Umgang gegenüber Mensch, Natur und Umwelt gehören seit der Gründung im Jahr 1985 zu den zentralen Unternehmenszielen. Ihre Umsetzung wird als wichtige Investition in die Zukunft verstanden. Daher werden beispielsweise ausschließlich umweltverträgliche Druckfarben und Harze eingesetzt. Sie sind praktisch lösungsmittelfrei und schonen die Gesundheit der Mitarbeiter sowie die Umwelt. Die Produktionsstandards der Unternehmensgruppe orientieren sich dabei weltweit an den hohen deutschen Umweltstandards.

Bereits heute verfügt jeder Produktionsstandort über einen eigenen Energiebeauftragten. Dieser Verantwortungsbereich wird bis zum Jahr 2024 konsequent durch interne und externe Schulungen um die Belange Umwelt und Nachhaltigkeit erweitert. Eine eigene Organisationseinheit wird gruppenweit die Zielerreichung koordinieren, die gewonnenen Erkenntnisse zusammentragen und mithilfe von regelmäßigen Meetings kommunizieren.

Im Bereich Abfallwirtschaft stehen die Vermeidung und die umweltgerechte Entsorgung von Abfällen im Vordergrund. Für jeden Stoff gilt es, stets die ökologischste und ökonomischste Verwertungsmöglichkeit zu finden. Die Verwertung und Beseitigung erfolgt dabei immer gemäß den Grundsätzen der Nachhaltigkeit und unter Einhaltung der gültigen Gesetze.

3. Zweigniederlassungsbericht

Gesellschaft (Hauptsitz) Zweigniederlassung Mitarbeiterzahl (31.12.2022) Geschäftstätigkeit
schattdecor Sp. Z o.o., Tarnowo Podgórne, Polen Głuchołazy, Polen 244 Lackierung von unbedrucktem und bedrucktem Dekorpapier
OOO schattdecor, Tschechow, Russland Tjumen, Russland 71 Imprägnierung von unbedrucktem und bedrucktem Dekorpapier
schattdecor Inc., Maryland Heights, USA Lexington, USA 39 Lackierung von unbedrucktem und bedrucktem Dekorpapier

Die Zweigniederlassung in Gtuchotazy, Polen trug im Jahr 2022 einen konsolidierten Umsatz von 92,2 Mio. EUR bei; das Werk in Tjumen, Russland 25,5 Mio. EUR sowie der Standort Lexington 19,1 Mio. EUR.

4. Chancen- und Risikoberichterstattung

4.1 Risikobericht

Risikomanagement

Das Risikomanagement der Unternehmensgruppe ist integraler Bestandteil sämtlicher Planungs-, Controlling- und Berichterstattungssysteme sowohl in den einzelnen Gesellschaften als auch auf Konzernebene. Dies umfasst die systematische Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken. Eine entsprechende Dokumentation wird jährlich überarbeitet und spiegelt eine konservative Risikopolitik wider.

Ein Compliance-Management-System wurde in Zusammenarbeit mit externen Beratern entwickelt, ein Compliance-Leitfaden wurde an jedem Standort in der jeweiligen Landessprache an alle Mitarbeiter ausgereicht. Ergänzend wird dieser Bereich bei vielen Gelegenheiten kontinuierlich thematisiert.

Durch die weltweite Präsenz der Unternehmensgruppe gelingt es, mögliche Risiken auf den Märkten frühzeitig zu erkennen und, falls notwendig, zielgerichtete Maßnahmen umgehend einzuleiten, um diese für den Konzern zu minimieren.

Beschaffung und Absatz

Die Unternehmensgruppe sieht sich im Bereich Beschaffung von Rohstoffen Risiken aufgrund von Lieferengpässen sowie Preissteigerungen ausgesetzt. Im Bereich Absatz sieht die Gruppe vor allem Risiken im Zusammenhang mit Produktionsausfällen durch den Ausfall von Mitarbeitenden oder Störungen in den Lieferketten, Absatzschwierigkeiten auf einzelnen Märkten aufgrund der sich rasch ändernden geopolitischen Rahmenbedingungen wie Handelskriegen, politischen Machtverschiebungen, des sich verschärfenden Klimawandels sowie nicht berechenbaren Naturkatastrophen und Pandemien.

Die Risiken von Lieferengpässen und dem damit verbundenen Mangel an Rohstoffen, werden aufgrund der Versorgungssicherheit mit Farbe und Rohpapier durch eigene Konzerngesellschaften sowie einer umfangreichen Lagerreichweite als gering angesehen. Durch die Rohstoffversorgung über viele Speditionsunternehmen wird die Funktionalität der Lieferkette als belastbar eingestuft.

Risiken auf dem Beschaffungsmarkt aufgrund von Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie sieht die Gruppe ebenfalls als moderat an. Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite werden erkannt und, wo möglich, zeitnah in den Absatz integriert. Durch Schließung von Märkten aufgrund der Corona-Pandemie oder militärischen Aktivitäten wird der Eintritt eines Absatzrückgangs als hoch eingeschätzt. Durch die globale Präsenz der Gruppe können die finanziellen Auswirkungen jedoch durch Konzentration auf andere Märkte kompensiert, und das Risiko von Mindermengen im Absatz dadurch minimiert werden.

Produktionsausfälle durch Ausfall von Mitarbeitenden werden grundsätzlich für realistisch gehalten, dem wird durch eine detaillierte Arbeitsplanung entgegengesteuert, sowie kurzfristige Engpässe durch externe Ressourcen kompensiert.

Kreditrisiko (Adressenausfallrisiko)

Unter dem Kreditrisiko (Adressenausfallrisiko) wird die Gefahr verstanden, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur teilweise nachkommt.

Für das Kreditrisiko aus Forderungen wird ein aktives Monitoring betrieben. Forderungen werden soweit wie möglich über einen Kreditversicherer gedeckt. Darüber hinaus werden interne Limits festgelegt und deren Einhaltung laufend überwacht, so dass eine bewusste Steuerung des Kreditrisikos durch die Geschäftsführung möglich ist. Besteht kein Versicherungsschutz und kann auch ein internes Limit nicht eingeräumt werden, so werden vom Kunden Vorauszahlungen gefordert. Das Risiko eines Ausfalls von Forderungen wird daher als begrenzt angesehen.

Im Bereich der Immobilien werden die offenen Forderungen durch die jeweiligen Hausverwaltungen laufend überwacht und gegebenenfalls angemahnt. Vor Abschluss eines Mietvertrages werden wirtschaftliche Selbstauskünfte von den künftigen Vertragspartner angefordert und durch die beauftragten Hausverwaltungen überprüft. Forderungsausfälle in diesem Bereich werden dadurch ebenfalls als begrenzt bewertet.

Organisation und Prozesse (operationelles Risiko)

Das operationelle Risiko bezeichnet die Möglichkeit von Verlusten, die durch Unangemessenheit oder Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden.

In der Organisation des internen Kontrollsystems nimmt die Geschäftsleitung der Retis Holding GmbH zusammen mit den Geschäftsführungen der Beteiligungsgesellschaften eine übergreifende Zuständigkeit auf Konzernebene wahr.

Die Firmengruppen-Strukturen sind so aufgestellt, dass in allen Bereichen bei Geschäften, Prozessen und Dienstleistungen die gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben, die Einhaltung von Sanktionsvorgaben, die Prävention von Geldwäsche kontrolliert und aufgedeckt werden können. Rechtliche und wirtschaftliche Risiken sehen wir dadurch minimiert.

Das durchgehend etablierte Vieraugenprinzip wird sowohl intern als auch extern angewendet und minimiert unsere Prozessrisiken. Durch entsprechende organisatorische Maßnahmen in Verbindung mit der Begrenzung von Zugriffsberechtigungen, stellen wir in den Rechnungslegungssystemen eine Aufgabentrennung zwischen Eingaben von Vorgängen sowie deren Prüfung und Freigabe sicher. Prozessdokumentationen der operativen Abschlussprozesse gewährleisten, dass wichtige Aufgaben - etwa die Abstimmung von Forderungen und Verbindlichkeiten durch Saldenbestätigungen - klar zugeordnet sind. Strikte Zeichnungsberechtigungen im Rahmen der Autorisierung von Verträgen, Gutschriften und Ähnlichem werden angewendet.

Finanzen

In der Unternehmensgruppe werden keine Finanz- oder Sicherungsinstrumente eingesetzt, die nach Art und Umfang zu einem Risiko für die Unternehmensgruppe führen könnten.

Die Liquiditätslage der Beteiligungsunternehmen wird regelmäßig überwacht, zum einen durch einen wöchentlich festgestellten Liquiditätsstatus, zum anderen durch eine regelmäßig aktualisierte Finanzplanung. In Zeiten der Pandemie wurden die bestehenden Kontrollinstrumente um eine 10-Wochen-Vorschau erweitert, welche mögliche Liquiditätsrisiken erkennen lässt.

Grundsätzlich sieht sich die Unternehmensgruppe mit Risiken aus Währungskursschwankungen konfrontiert, denen mit dem reduzierten Einsatz von Fremdwährungen im Ein- und Verkauf, der Verwendung von Natural Hedging in der Beschaffungs- und Absatzpolitik sowie dem Vorhalten nur geringer Fremdwährungspositionen begegnet wird.

Durch die laufende Beobachtung der Devisenkursverläufe, einer engen Abstimmung der Finanzverantwortlichen in der Unternehmensgruppe und durch kontinuierliche Analysen externer Währungsprognosen verfolgen wir stetig die Währungskursschwankungen und sind dadurch in der Lage, kurzfristig auf Veränderungen zu reagieren.

Die Unternehmensgruppe ist darüber hinaus keinen nennenswerten Forderungsausfall-, Liquiditätsrisiken oder Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ausgesetzt.

4.2 Chancenbericht

Produkt- und Serviceportfolio, Internationalisierung, Arbeitskultur und Prozesse sind die vier Säulen der Gruppenstrategie. In diesem Bewusstsein wird auch in Zukunft eine optimale Arbeitsstruktur, ein breitgefächertes Produktportfolio, globales Wachstum und effiziente Strukturen angestrebt.

Im Rahmen der bereits Ende des Geschäftsjahres angelaufenen Initiative "Save Smart" konnten schon Einzelmaßnahmen für weite Teile des Konzerns identifiziert werden, um Höhe und Struktur der Kosten in der Unternehmensgruppe zu optimieren. Neben administrativen Kosteneinsparungen werden weitere Chancen durch Energieeffizienz und Nutzung regenerativer Energiequellen, in der Reduzierung von Makulaturkosten und dem strategischen Einkauf von Rohstoffen gesehen. Durch die weltweite Präsenz der Retis Holding Gruppe besteht die Möglichkeit, Trends in den einzelnen Absatzmärkten schnell zu erkennen und mittels nachhaltiger Entwicklungsarbeit zu bedienen.

Darüber hinaus wird im Rahmen der Teilnahme an der internationalen Branchenmesse "interzum" in Köln 2023 erwartet, wieder neue Kontakte und Aufträge akquirieren zu können, die sich im Auftragsbestand und damit auch in künftigen Umsatzerlösen niederschlagen werden. Über das Kalenderjahr 2023 hinaus werden sich daraus zukünftige Folgeaufträge versprochen.

Insgesamt stehen die Produkte der Retis Holding Gruppe immer vor dem Hintergrund der Qualitätsführerschaft auf dem Gebiet des Dekordrucks, was unserer Ansicht nach unsere Position am Markt weiterhin festigen und stärken wird.

Der unverändert steigende Bedarf an Wohnfläche bestätigt die bisherige strategische Ausrichtung im Sektor Immobilien. Ankaufsobjekte und Investitionsmöglichkeiten werden fortlaufend geprüft.

4.3 Gesamteinschätzung der Chancen und Risiken

Die Unternehmensgruppe legt Wert auf ein ganzheitliches Risikomanagementsystem und stellt die Überwachung sowie eine frühzeitige Erkennung und Steuerung der Risiken sicher.

Das Geschäftsjahr 2022 der Retis Holding Gruppe wurde von multiplen Krisen (Pandemie, Störungen der Lieferkette, Ukraine-Krieg, Inflation, Energieversorgungsengpässe und Energiekostenanstieg sowie Fachkräftemangel) negativ beeinflusst. Aufgrund der hiermit verbundenen dynamischen Entwicklung, kann das Risiko für die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage nach wie vor nicht abschließend beurteilt werden. Gesellschafter, Geschäftsführung und Mitarbeiter werden weiterhin alles in ihrem Einfluss Mögliche umsetzen, um die Risiken soweit wie möglich vom Unternehmen als auch von sich selbst abzuwenden.

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes sind außer den vorgehend beschriebenen Risiken keine weiteren Risiken im Zusammenhang mit der zukünftigen Entwicklung erkennbar, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten.

5. Prognosebericht

In seinem World Economic Outlook vom April 2023 sieht der Internationale Währungsfonds (IWF) die Aussichten für die Weltwirtschaft leicht eingetrübt. Nach einem Plus von 3,4 % im vergangenen Jahr wird sich nach der neuen Konjunkturprognose das globale Wachstum in diesem Jahr auf 2,8 % verlangsamen.

Während der IWF für die Industrienationen nur ein geringes Wachstum von 1,3 % prognostiziert, sieht es bei den Schwellen- und Entwicklungsländern mit einem vorhergesagten Wachstum von 3,9 % deutlich besser aus.

Die steigenden Zinsen, Inflation, Handelskriege, politische Machtverschiebungen und der sich verschärfende Klimawandel werden uns weiter herausfordern.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor bleibt daher weiterhin, vorhandene Kernkompetenzen zu nutzen und wichtige Impulse zu setzen, um die wirtschaftlichen Einbußen in einer konjunkturell und politisch volatilen Zeit abzumildern. Die vier Säulen der Gruppenstrategie in Verbindung mit der Unternehmenskultur sind ein starkes Fundament für eine erfolgreiche Zukunft der Unternehmensgruppe.

Die Retis Holding Gruppe wird dabei, gestärkt durch die besonderen Erfahrungen aus den vergangenen - durch Krisen geprägten - Jahren, auch im Jahr 2023 mit Leidenschaft und Ideengeist neue unternehmerische Meilensteine erreichen. Dabei baut die Unternehmensführung gleichwohl auf die Disziplin als auch die Flexibilität ihrer Mitarbeiter.

Die verschiedenen Weltregionen werden aufgrund der genannten globalen Herausforderungen bis auf weiteres unterschiedlich stark beeinflusst bleiben. Trotz alledem wird von einem Umsatzanstieg für das Jahr 2023 im unteren einstelligen Prozentbereich ausgegangen. Für das Konzernjahresergebnis wird dagegen mit einem Anstieg im niedrigen zweistelligen Bereich gerechnet.

 

Rohrdorf-Thansau, den 25. August 2023

Die Geschäftsführer der Retis Holding GmbH

gez. Walter Schatt

gez. Anja Schatt-Steiner

gez. Sonja Schatt-Fritsch

gez. Herbert Keilhammer

gez. Hartmut Auer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 Vorjahr
TEUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 35.711 62.441
II. Sachanlagen 506.188 457.017
III. Finanzanlagen 72.635 66.255
614.534 585.713
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 225.213 207.477
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 167.416 173.355
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 91.118 100.498
483.747 481.330
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.361 1.514
1.099.642 1.068.557

Passiva

31.12.2022 Vorjahr
TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.100 1.100
II. Kapitalrücklage 383.710 383.710
III. Gewinnrücklagen 158.819 140.191
IV. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung -71.753 -75.298
V. Konzernbilanzgewinn 311.000 306.100
VI. Nicht beherrschende Anteile 3.975 3.975
786.851 759.778
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 13.598 24.248
C. Rückstellungen 25.617 36.647
D. Verbindlichkeiten 271.772 242.899
E. Rechnungsabgrenzungsposten 156 130
F. Passive latente Steuern 1.648 4.855
1.099.642 1.068.557

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 Vorjahr
TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 957.477 880.364
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 12.892 27.801
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.648 1.672
4. Gesamtleistung 972.017 909.837
5. Sonstige betriebliche Erträge 54.057 37.031
6. Materialaufwand -625.378 -539.786
7. Rohergebnis 400.696 407.082
8. Personalaufwand -114.483 -113.377
9. Abschreibungen -79.870 -56.975
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -156.290 -122.264
11. Ergebnis vor Finanzergebnis 50.053 114.466
12. Finanzergebnis -1.593 -1.473
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -13.851 -17.451
14. Ergebnis nach Steuern 34.609 95.542
15. Sonstige Steuern -2.545 -2.873
16. Konzernjahresüberschuss 32.064 92.669
17. Nicht beherrschende Anteile am Ergebnis -225 -225
18. Konzerngewinnvortrag 279.161 213.656
19. Konzernbilanzgewinn 311.000 306.100

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

(1) Allgemeine Angaben

Die Retis Holding GmbH (kurz: "Retis Holding") erstellt als Mutterunternehmen für die in Anlage B zu diesem Anhang aufgeführten verbundenen Unternehmen einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2022.

Das Mutterunternehmen, die Retis Holding GmbH, wird unter der Nummer HRB 14155 des Amtsgerichts Traunstein geführt. Sitz der Gesellschaft ist in Rohrdorf-Thansau.

Der Konzernabschluss der Retis Holding GmbH zum 31. Dezember 2022 ist nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB sowie unter ergänzender Beachtung des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Einzelne Posten in der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden zusammengefasst, um die Klarheit der Darstellung zu verbessern. Diese Posten sind im Konzernanhang gesondert ausgewiesen.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung stellen wir nach dem Gesamtkostenverfahren auf.

Alle Angaben erfolgen - soweit nicht gesondert vermerkt - in Tausend Euro (TEUR).

(2) Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden neben der Retis Holding GmbH acht (Vorjahr: acht) deutsche Tochterunternehmen und elf (Vorjahr: elf) ausländische Tochterunternehmen im Sinne des § 290 HGB einbezogen.

Alle einbezogenen Tochterunternehmen stehen unter dem beherrschenden Einfluss der Retis Holding GmbH, die direkt oder indirekt über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt.

Die Beteiligungsunternehmen Huanggang Saintdecor Co., Ltd., Wuhan/China ("Saintdecor"), Kingdecor (Zhejiang) Co. Ltd., Quzhou/China ("Kingdecor"), Fine Decor GmbH, Oelde ("Fine Decor") und RHS Immobilien GmbH, Bielefeld ("RHS") wurden, wie im Vorjahr, gem. § 310 HGB entsprechend der Beteiligungsquote von 50 % in den Konzernabschluss einbezogen.

Der Konzern beinhaltet drei (Vorjahr: drei) assoziierte Unternehmen nach § 311 Abs. 1 HGB.

Ein Tochterunternehmen (Vorjahr: eins) wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidiert. Darüber hinaus wurde ein weiteres Gemeinschaftsunternehmen (Vorjahr: eins) sowie drei (Vorjahr: drei) assoziierte Unternehmen gemäß § 311 Abs. 2 HGB nicht at-Equity einbezogen, da sie jeweils für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. Sie sind zu Anschaffungskosten im Finanzanlagevermögen enthalten. Auf die Angaben nach § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB bezüglich Eigenkapital und Ergebnis des letzten Geschäftsjahres dieser Unternehmen wurde in Anwendung des § 313 Abs. 3 Satz 3 HGB verzichtet.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Retis Holding Konzerns ist diesem Konzernanhang als Anlage B beigefügt.

(3) Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach § 301 Abs. 1 HGB durch Neubewertung und Verrechnung mit Anteilen der Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten und Schulden der Tochterunternehmen mit dem Zeitwert zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Daraus ergab sich ein Passivischer Unterschiedsbetrag, welcher aufgrund seines Ursprungs teilweise in die Kapitalrücklage eingestellt wurde.

Die stillen Reserven, die bei der Ermittlung der Zeitwerte des Teilkonzerns der Schattdecor SE (vormals schattdecor AG) im Rahmen der Neubewertung per 31. Dezember 2012 erstmalig aufgedeckt wurden, sowie die passiven latenten Steuern auf diese aufgedeckten stillen Reserven, entwickelten sich wie folgt:

31.12.2022 31.12.2021
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 TEUR 5.752 TEUR
Sachanlagen 17.869 TEUR 25.754 TEUR
Passive latente Steuern auf aufgedeckte stille Reserven 4.271 TEUR 7.615 TEUR

Zwischenergebnisse, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen voll- und quotenkonsolidierten Gesellschaften werden eliminiert.

Die nicht beherrschenden Anteile betreffen die auf konzernfremde Gesellschafter entfallenden Anteile am Eigenkapital.

(4) Währungsumrechnung

Bei Jahresabschlüssen von Tochterunternehmen in Fremdwährung erfolgt die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Das Eigenkapital, mit Ausnahme des Jahresergebnisses, wird zu historischen Kursen umgerechnet.

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Aufwendungen und Erträge sowie das Jahresergebnis mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

( 5 ) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden nach den einheitlichen Regelungen für die Bilanzierung und Bewertung des Retis Holding Konzern zum Bilanzstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt.

Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt über Zeiträume zwischen drei und fünfzehn Jahren. Die individuelle Nutzungsdauer bestimmt sich insbesondere nach der erwarteten Lebensdauer der Produkte sowie der Wachstumsraten der Oberflächenveredelungsbranche in den jeweiligen Märkten. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Die Nutzungsdauern der Firmenwerte entsprechen dem zum Anschaffungszeitpunkt geschätzten Nutzen der Transaktionen. Diese Einschätzung wird jährlich überprüft; zum Abschlussstichtag sind keine objektiven Gründe bekannt geworden, welche dieser Beurteilung entgegenstehen. Die Restnutzungsdauern der bilanzierten Firmenwerte liegen zwischen sieben und neun Jahren.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung der SD Brasilien, SD Inc. (Niederlassung Lexington), SD Malaysia, Fine Decor und der RHS wurden in den Vorjahren und im aktuellen Geschäftsjahr Geschäfts- und Firmenwerte gebildet und betragen zum Stichtag TEUR 25.129. Die Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte sind im als Anlage A beigefügten Konzern-Anlagespiegel dargestellt.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen gemäß ihren betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, die zwischen 3 und 33 Jahren liegen. Die Anschaffungskosten enthalten den Anschaffungspreis, die Nebenkosten sowie gegebenenfalls Kostenminderungen. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen beinhalten auch angemessene Teile der Gemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen bzw. der Anlagen im Bau erfolgte zum Nominalwert bzw. zu Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Von der Möglichkeit der Vollabsetzung der geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 800 wird Gebrauch gemacht.

Die Finanzanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. die darin enthaltenen Ausleihungen zum Nennwert angesetzt. Ausleihungen in fremder Währung werden darüber hinaus zum Bilanzstichtag mit dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder - unter Beachtung des Niederstwertprinzips - zu niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet. Soweit erforderlich, erfolgten Absetzungen für Verwertungsrisiken. Unterwegs befindliche Waren sind im Zeitpunkt des Eigentumsübergangs mit ihren Anschaffungskosten angesetzt worden.

Die Herstellungskosten bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen umfassen gemäß § 255 Abs. 2 HGB neben Fertigungs- und Materialeinzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Sofern erforderlich, werden Abschreibungen auf den niedrigeren Markt- bzw. Verkaufspreis oder beizulegenden Wert vorgenommen. Fremdkapitalzinsen werden nicht mit einbezogen.

Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte zum Nominalwert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch individuelle Bewertungsabschläge einbezogen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen berücksichtigt, deren Prozentsatz auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruht.

Forderungen in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Der Ansatz der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert, Fremdwährungsbestände werden mit dem Devisenkassamittelkurs unter Berücksichtigung des § 256a HGB angesetzt.

Die Posten der aktiven Rechnungsabgrenzung sind in der Höhe, in der Ausgaben des Berichtsjahres nachfolgenden Geschäftsjahren zuzurechnen sind, angesetzt.

Passiva

Der unterhalb des Eigenkapitals ausgewiesene Passivische Unterschiedsbetrag, der sich aus den im Erstkonsolidierungszeitpunkt des Teilkonzerns Schattdecor SE aufgedeckten stillen Reserven auf vermögensgegenstände abzüglich der darauf gebildeten passiven latenten Steuern ergab, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 10.649 (Vorjahr: TEUR 10.558) erfolgswirksam aufgelöst. Er wird in den Folgejahren weiterhin planmäßig aufgelöst werden.

Steuerrückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages passiviert.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2022 je nach Restlaufzeit zwischen 0,43 % p.a. (1 Jahr) und 1,54 % p.a. (25 Jahre).

Rückstellungen für Vorruhestandsregelungen werden maschinell und unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze sowie des BilMoG berechnet. Dabei wurden als Rechnungszins 0,59 % p.a. gemäß RückAb- zinsV (Restlaufzeit 3 Jahre), für künftige Gehaltssteigerungen 0,00 % p.a. sowie die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Auf eine entsprechende Abzinsung bei der Ermittlung der Rückstellung wurde verzichtet, sofern im Einzelfall die Restlaufzeit der Altersteilzeitverpflichtung zum Bilanzstichtag nicht länger als 12 Monate beträgt.

Die Bildung der Jubiläumsrückstellungen erfolgt für 10- bzw. 25-jährige Dienstjubiläen. Die Berechnung erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen, wobei eine langfristige Gehaltssteigerungsrate von 1,0 % p.a. zu Grunde gelegt wurde. Der langfristige Anteil der Verpflichtungen wird mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank gemäß RückAbzinsV ermittelt und bekannt gegeben worden sind. Der durchschnittlich verwandte Zinssatz lag bei den 10-jährigen Dienstjubiläen bei 0,80 % p.a., bei den 25-jährigen Dienstjubiläen bei 1,20 % p.a.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten in fremder Währung sind gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag passiviert.

Im Konzernabschluss werden latente Steuern auf sich im Zeitablauf umkehrende Ergebnisunterschiede aus der Zwischenergebniseliminierung sowie auf temporäre Unterschiede aus der Bewertung nach konzerneinheitlichen Standards und steuerlichen Grundsätzen gebildet. Für die Berechnung wird der Durchschnitt (23,6 %; Vorjahr: 23,9 %) der landesspezifischen Steuersätze des jeweiligen konsolidierten Unternehmens zugrunde gelegt (gem. § 306 Satz 5 i.V.m. 274 Abs. 2 HGB). Der bei der Retis Holding GmbH unterstellte Unternehmenssteuersatz nach § 274 Abs. 2 HGB betrug zum 31. Dezember 2022 26,33 %. Aktive und passive latente Steuern nach § 274 und § 306 HGB werden in der Konzernbilanz zusammengefasst und saldiert ausgewiesen.

Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse werden bei Auslieferung der Waren beziehungsweise bei Erbringung der Leistungen realisiert. Sie werden zum beizulegenden Zeitwert der Gegenleistung bemessen. Risiken aus der Rücknahme von Waren und aufgrund von Gewährleistungen oder sonstigen Reklamationen werden zum Bilanzstichtag pauschal in Bezugnahme der Betriebsleistung zurückgestellt.

Zinsen, sonstige betriebliche Aufwendungen und sonstige betriebliche Erträge werden zeitanteilig mit dem Betrag, der auf das Geschäftsjahr entfällt, als Aufwand bzw. Ertrag erfasst.

(6) Bilanzerläuterungen

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage A zum Konzernanhang dargestellt.

Umlaufvermögen

Vorräte

31.12.2022 Vorjahr
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 112.021 106.150
Unfertige Erzeugnisse 8.898 9.228
Fertige Erzeugnisse und Waren 102.846 89.376
Geleistete Anzahlungen 1.449 2.723
225.214 207.477

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2022 Vorjahr
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 132.025 143.144
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2 0
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 538 65
Sonstige Vermögensgegenstände 34.851 30.146
167.416 173.355

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind langfristige Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 72 enthalten (Vorjahr: TEUR 288).

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 1.018 (Vorjahr: TEUR 374) eine Restlaufzeit von über einem Jahr; sie betreffen zum Abschlussstichtag Kautionen und Steuerforderungen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Retis Holding GmbH beträgt TEUR 1.100 und ist vollständig einbezahlt.

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt.

Bei den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Gewinnrücklagen handelt es sich um andere Gewinnrücklagen der Retis Holding GmbH. Diese setzen sich aus den Ergebnissen aus Vorjahren der Retis Holding GmbH abzüglich erfolgter Gewinnausschüttungen in Vorjahren an die Gesellschafter der Retis Holding GmbH zusammen.

Rückstellungen

31.12.2022 Vorjahr
TEUR TEUR
Steuerrückstellungen 4.359 8.901
Sonstige Rückstellungen 21.258 27.746
25.617 36.647

Der Rückgang der Steuerrückstellungen betrifft hauptsächlich die Schattdecor SE sowie Kingdecor. Der Großteil der zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Steuerrückstellungen betrafen im Vorjahr bei der Schattdecor SE passivierte Rückstellungen für zu erwartende Steuernachzahlungen aus der Betriebsprüfung.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen (hauptsächlich Sondervergütungen, Urlaubs- und Jubiläumsverpflichtungen), Reklamationen und Gewährleistungen sowie sonstige Risiken.

Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten
1 Jahr 1-5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
- 31.12.2022 87.416 29.084 58.596 175.096
- Vorjahr 81.791 32.936 7.242 121.969
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
- 31.12.2022 3.680 - - 3.680
- Vorjahr 5.355 - - 5.355
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1
- 31.12.2022 58.896 - - 58.896
- Vorjahr 75.007 - - 75.007
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
- 31.12.2022 12.668 - - 12.668
- Vorjahr 15.101 751 - 15.852
Sonstige Verbindlichkeiten
- 31.12.2022 18.896 2.536 - 21.432
- Vorjahr 23.288 4 1.424 24.716
davon: aus Steuern
- 31.12.2022 (6.471) (-) (-) (6.471)
- Vorjahr (228) (-) (-) (228)
davon: im Rahmen der sozialen Sicherheit
- 31.12.2022 (1.960) (-) (-) (1.960)
- Vorjahr (2.357) (-) (-) (2.357)
Verbindlichkeiten gesamt
- 31.12.2022 181.556 31.620 58.596 271.772
- Vorjahr 200.542 33.691 8.666 242.899

1 Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten in Höhe von TEUR 1.316 (Vorjahr: TEUR 2.343) Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen.

Passive latente Steuern

Die zum Abschlussstichtag per saldo angesetzten passiven latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Bewertungsansätzen. Diese betreffen im Wesentlichen unterschiedliche Wertansätze beim Vorrats- und Anlagevermögen, bei den Rückstellungen und bei den Forderungen. Daneben sind latente Steuern auf die Unterschiede aus erfolgswirksamen Konsolidierungsvorgängen sowie auf Anpassungen an die konzerneinheitliche Bewertung in den Jahresabschlüssen von Tochterunternehmen enthalten. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

31.12.2022 Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Aktive latente Steuern 3.011 3.196 -185
Passive latente Steuern 4.660 8.050 -3.390
Saldo 1.649 4.854 -3.205

Die zum Konzernabschlussstichtag ausgewiesenen passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der Aufdeckung stiller Reserven in Höhe von TEUR 4.271 im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der Schattdecor SE zum 31. Dezember 2012. Sie werden im Zeitverlauf analog der Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände aufgelöst, auf welche die stillen Reserven entfallen sind.

( 7 ) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Netto-Umsatzerlöse (inkl. Erlösschmälerungen) werden wie in den Vorjahren überwiegend in dem Geschäftsfeld "Druck und Papier" erzielt und verteilen sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt:

2022 Vorjahr
TEUR TEUR
Fernost 252.590 219.070
Übrige EU-Länder 213.817 217.863
Sonstiges Europa 158.866 152.067
Südamerika 122.560 100.621
Nordamerika 75.721 68.697
Naher/Mittlerer Osten 69.382 50.100
Deutschland 50.635 52.834
Australien 8.736 12.616
Afrika 5.170 6.495
Total 957.477 880.363

Sonstige betriebliche Erträge

Periodenfremde Erträge ergaben sich aus Auflösungen von Rückstellungen und Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.231 (Vorjahr: TEUR 451). Ferner fielen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 28.436 (Vorjahr: TEUR 18.522) an, davon sind TEUR 11.666 den unrealisierten Erträgen aus der Währungsumrechnung (Vorjahr: TEUR 10.531) zuzuordnen.

Aus der planmäßigen Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung entstanden Erträge in Höhe von TEUR 10.649 (Vorjahr: TEUR 10.558).

Materialaufwand

2022 Vorjahr
TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 623.529 537.625
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.849 2.161
625.378 539.786

Personalaufwand

2022 Vorjahr
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 95.233 94.760
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 18.439 17.671
Aufwendungen für Altersversorgung 810 946
114.482 113.377

Abschreibungen

Aufgrund einer überarbeiteten Mehrjahresplanung, die einen zeitlichen Versatz bei der Umsetzung unserer Planziele würdigt, kam es zu einer außerplanmäßigen Abschreibung eines Firmenwerts um TEUR 15.000.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden im Wesentlichen Frachtkosten, Instandhaltungsaufwendungen, Kosten für Energie sowie Vertriebsaufwendungen ausgewiesen. Aus der Währungsumrechnung resultieren Aufwendungen in Höhe von TEUR 22.893 (Vorjahr: TEUR 18.328).

Finanzergebnis

2022 Vorjahr
TEUR TEUR
Erträge aus Beteiligungen 509 2.314
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 627 603
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.835 715
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 -736
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.564 -4.369
-1.593 -1.473

Hierin sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 850 (Vorjahr: TEUR 734) und Erträge aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: Aufwendungen in Höhe von TEUR 48) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten per saldo einen Steuerertrag aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 3.609 (Vorjahr: TEUR 5.653).

( 8 ) Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Bürgschaften bestehen am Bilanzstichtag - wie zum Vorjahresstichtag - keine Eventualverpflichtungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen bis zu den jeweiligen Vertragsbeendigungen insgesamt in Höhe von TEUR 4.377 (Vorjahr: TEUR 2.140). Im Wesentlichen sind Verpflichtungen aus einem Mietvertrag für einen Teil des Betriebsgrundstückes der Schattdecor SE mit TEUR 3.622 in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Laufzeit bis 31. Dezember 2027) enthalten.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Hinsichtlich der Verwendung des Jahresüberschusses des Mutterunternehmens zum 31. Dezember 2022 von EUR 37.624.000,00 wird der Gesellschafterversammlung vorgeschlagen, diesen vollständig auf neue Rechnung vorzutragen.

Mitarbeiter

Die nachfolgende Tabelle zeigt die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende):

2022 Vorjahr
Angestellte 1.075 1.053
Gewerbliche Arbeitnehmer 1.619 1.501
2.694 2.554

Von diesen Mitarbeitern sind bei den anteilsmäßig konsolidierten Unternehmen Kingdecor, Saintdecor, Fine Decor und RHS beschäftigt:

2022 Vorjahr
Angestellte 56 50
Gewerbliche Arbeitnehmer 362 323
418 373

Diese Zahlen entsprechen 50 % der Gesamtzahl der Arbeitnehmer von Kingdecor, Saintdecor, Fine Decor und RHS.

Honorar des Konzernabschlussprüfers

Für den Konzernabschlussprüfer Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, sind im Geschäftsjahr 2022 folgende Aufwendungen angefallen:

2022
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 117
Sonstige Beratungsleistungen 273

Nachtragsbericht

Es sind nach dem Stichtag 31. Dezember 2022 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Gesamtbezüge

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 890.

Angaben nach § 264 Abs. 3 HGB

Die Tochterunternehmen Schattdecor SE, Rohrdorf-Thansau, und Pyrus Panels GmbH, Bad Aibling, machen für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 von den Erleichterungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch und sind daher insbesondere von der Verpflichtung zur Offenlegung ihres Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 befreit.

Angaben nach § 264b HGB

Die Tochterunternehmen Cardona Immobilien GmbH & Co. KG, Servator Immobilien GmbH & Co. KG, Tesoro Immobilien GmbH & Co. KG, Gaisberg Immobilien GmbH & Co. KG, Pyrus GmbH & Co. KG und Grießenbach Immobilien GmbH & Co. KG, alle mit Sitz in Rohrdorf, machen für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 von den Erleichterungsvorschriften des § 264b HGB Gebrauch und sind daher insbesondere von der Verpflichtung zur Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2022 befreit.

Geschäftsführung:

 

Herr Walter Schatt, Neubeuern

Kaufmann

 

Frau Anja Schatt-Steiner, Neubeuern

Diplom-Betriebswirtin (FH)

 

Frau Sonja Schatt-Fritsch, Neubeuern

Diplom-Kauffrau

 

Herr Herbert Keilhammer, München

Kaufmann

 

Herr Hartmut Auer, Riedering

Diplom-Kaufmann (FH)

 

Rohrdorf-Thansau, den 25. August 2023

Die Geschäftsführer der Retis Holding GmbH

gez. Walter Schatt

gez. Anja Schatt-Steiner

gez. Sonja Schatt-Fritsch

gez. Herbert Keilhammer

gez. Hartmut Auer

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

in TEUR

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand am 1.1.2022 Währungsdifferenzen Zugänge
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 78.796 653 291
2. Firmenwerte 66.967 757 -
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände - - -
145.763 1.410 291
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 375.898 3.602 46.737
2. Technische Anlagen und Maschinen 297.648 2.134 23.948
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.778 197 5.349
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 31.112 963 28.832
Sachanlagen 744.436 6.896 104.866
Zwischensumme 890.199 8.306 105.157
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25 - -
2. Beteiligungen 7.897 - 941
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 35.279 - 600
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 10.886 - 5.161
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 10.751 - 553
6. Sonstige Ausleihungen 1.417 187 318
Finanzanlagen 66.255 187 7.573
Anlagevermögen 956.454 8.493 112.730
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 35.268 124 44.596
2. Firmenwerte - - 67.724
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände - - -
35.268 124 112.320
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 1.203 3.872 428.906
2. Technische Anlagen und Maschinen 46.983 13.653 290.400
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.020 2.168 45.472
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.965 -19.817 35.125
Sachanlagen 56.171 -124 799.903
Zwischensumme 91.439 - 912.223
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - 25
2. Beteiligungen - - 8.838
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 454 - 35.425
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - 16.047
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 460 - 10.844
6. Sonstige Ausleihungen 466 - 1.456
Finanzanlagen 1.380 - 72.635
Anlagevermögen 92.819 - 984.858
ABSCHREIBUNGEN
Stand am 1.1.2022 Währungsdifferenzen Zugänge
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 61.192 10 7.997
2. Firmenwerte 22.130 327 20.138
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände - -
83.322 337 28.135
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 76.129 688 11.475
2. Technische Anlagen und Maschinen 192.136 889 34.206
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.154 249 5.802
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - -
Sachanlagen 287.419 1.826 51.483
Zwischensumme 370.741 2.163 79.618
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - -
2. Beteiligungen - - -
3. Anteile an assoziierten Unternehmen - - -
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - -
5. Wertpapiere des Anlagevermögens - - -
6. Sonstige Ausleihungen - - -
Finanzanlagen - - -
Anlagevermögen 370.741 2.163 79.618
ABSCHREIBUNGEN
Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 35.268 83 34.014
2. Firmenwerte - - 42.595
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände - - -
35.268 83 76.609
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 96 5 88.201
2. Technische Anlagen und Maschinen 45.231 -88 181.912
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.603 - 23.602
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - -
Sachanlagen 46.930 -83 293.715
Zwischensumme 82.198 - 370.324
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - -
2. Beteiligungen - - -
3. Anteile an assoziierten Unternehmen - - -
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - -
5. Wertpapiere des Anlagevermögens - - -
6. Sonstige Ausleihungen - -
Finanzanlagen - - -
Anlagevermögen 82.198 - 370.324
BUCHWERTE
Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 10.582 17.604
2. Firmenwerte 25.129 44.837
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände - -
35.711 62.441
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 340.705 299.769
2. Technische Anlagen und Maschinen 108.488 105.512
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.870 20.624
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 35.125 31.112
Sachanlagen 506.188 457.017
Zwischensumme 541.899 519.458
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25 25
2. Beteiligungen 8.838 7.897
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 35.425 35.279
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 16.047 10.886
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 10.844 10.751
6. Sonstige Ausleihungen 1.456 1.417
Finanzanlagen 72.635 66.255
Anlagevermögen 614.534 585.713

Konsolidierungskreis der Retis Holding GmbH zum 31.12.2022

Der Konsolidierungskreis umfasst zum 31.12.2022 die Retis Holding GmbH sowie acht inländische und elf ausländische Tochterunternehmen, bei denen die Retis Holding GmbH unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Zudem sind zwei inländische und zwei ausländisches Gemeinschaftsunternehmen mit Prozentquoten konsolidiert.

Vollkonsolidierte Unternehmen Sitz Anteil am Kapital in % Währung
Unmittelbar
Schattdecor SE, Rohrdorf-Thansau Deutschland 94,12 EUR
Cardona Immobilien GmbH & Co. KG, Rohrdorf Deutschland 100,0 EUR
Servator Immobilien GmbH & Co. KG, Rohrdorf Deutschland 100,0 EUR
Tesoro Immobilien GmbH & Co. KG, Rohrdorf Deutschland 100,0 EUR
Pyrus Panels GmbH, Bad Aibling Deutschland 100,0 EUR
Gaisberg Immobilien GmbH & Co. KG, Rohrdorf Deutschland 100,0 EUR
Pyrus GmbH & Co. KG, Thansau Deutschland 100,0 EUR
Grießenbach Immobilien GmbH & Co. KG, Rohrdorf Deutschland 100,0 EUR
Mittelbar
Schattdecor s.r.l., Rosate Italien 100,0 EUR
Schattdecor Sp. z o.o., Tarnowo Polen 100,0 PLN
OOO Schattdecor, Tschechov Russland 100,0 RUB
Schattdecor do Brasil Industria e Comércio Ltda., Sao José dos Pinhais Brasilien 100,0 BRL
Schattdecor (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai China 100,0 CNY
Schattdecor Holding Inc., St. Louis USA 100,0 USD
Schattdecor Inc., St. Louis USA 100,0 USD
Schattdecor Dekoratif Kağit Baskı San. ve Tic. Ltd. Ști., Gebze/Istanbul Türkei 100,0 TRY
Schattdecor (Zhejiang) Co. Ltd., Quzhou China 100,0 CNY
Schattdecor Pte. Ltd., Singapur Singapur 100,0 SGD
Schattdecor Sdn. Bhd., Bestari Jaya Malaysia 100,0 MYR
Quotenkonsolidiertes Unternehmen Sitz Anteil am Kapital in % Währung
KINGDECOR (Zhejiang) Co., Ltd., Quzhou China 50,0 CNY
Huanggang Saintdecor Co., Ltd., Wuhan China 50,0 CNY
Fine Decor, Oelde Deutschland 50,0 EUR
RHS Immobilien GmbH, Bielefeld Deutschland 50,0 EUR
Assoziertes Unternehmen Sitz Anteil am Kapital in % Währung
collaboration Factory AG, Neubeuern Deutschland 40,0 EUR
Tricosol AG, Waldstatt Schweiz 48,1 CHF
GLT Bearings GmbH, München Deutschland 30,7 EUR
Gemäß § 296 HGB nicht konsolidiertes Unternehmen Sitz Anteil am Kapital in % Währung
Kingdecor New Energy Co., Ltd. Quzhou China 50,0 CNY
Zhejiang Minjie Supply Chain Management Co. Ltd., Quzhou China 29,0 CNY
SASH Immobilien Verwaltungs GmbH, Rohrdorf Deutschland 100,0 EUR
Quzhou Hegang Environment Co., Ltd., Quzhou China 25,0 CNY
Moldtec Metal Technology (Changzhou), Co., Ltd., Changzhou China 20,0 CNY
Fine Decor Plastik Sanayi ve Ticaret Ltd. Ști., Istanbul Türkei 50,0 TRY

Devisenkassamittelkurse zum 31.12.2022

PLN 4,6808
RUB 75,6553
BRL 5,6386
CNY 7,3582
TRY 19,9649
USD 1,0666
SGD 1,4300
MYR 4,6984

Jahresdurchschnittskurse 2022

PLN 4,6861
RUB 72,7657
BRL 5,4399
CNY 7,0788
TRY 17,4088
USD 1,0530
SGD 1,4512
MYR 4,6279

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 Vorjahr
TEUR TEUR
Periodenergebnis 32.064 92.669
Abschreibungen/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 79.870 56.975
Zunahme/Abnahme (-) der Rückstellungen -5.855 7.271
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge (-) -8.998 -10.396
Zunahme (-)/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -15.977 -75.097
Zunahme/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -25.952 27.204
Zinsaufwendungen/Zinserträge (-) 2.729 3.654
Sonstige Beteiligungserträge -509 -2.313
Ertragsteueraufwand/-ertrag (-) 13.851 17.451
Ertragsteuerzahlungen (Saldo) -16.593 -14.919
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 54.631 102.499
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -291 -609
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 7.589 2.009
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -104.866 -52.550
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 1.380 3.550
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -7.573 -8.495
Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 0 -3.260
Auszahlungen (-) für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0 -57.902
Erhaltene Zinsen 45 3
Erhaltene Dividenden 509 2.314
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -103.208 -114.940
Auszahlungen (-) für Tilgungen/Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten (Saldo) 52.409 10.008
Sonstige Ausschüttungen -11 -399
Sonstige Eigenkapitalveränderungen 0 6.894
Gezahlte Zinsen -2.774 -3.657
Ausschüttungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens -8.300 -12.225
Ausschüttungen an Fremde Dritte -225 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 41.100 621
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -7.477 -11.820
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds -1.902 -9.958
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 100.498 122.276
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 91.118 100.498
Davon Bestände von quotal einbezogenen Unternehmen 5.440 15.704
Davon Bestände, die Verfügungsbeschränkungen unterliegen 0 0

Der Finanzmittelfonds besteht zum 31. Dezember 2022, wie im Vorjahr, ausschließlich aus liquiden Mitteln.

Konzern-Eigenkapitalspiegel

in TEUR

Mutterunternehmen
Geschäftsjahr 2021 Gezeichnetes Kapital/Geleistete Einlagen Kapitalrücklage §272 Abs. 2 Nr. 1 HGB Gewinnrücklagen Konzernbilanzgewinn Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung
1.1.2021 1.100 383.710 139.350 226.896 -86.761
Konzern-Jahresüberschuss 2021 - - - 92.444 -
Einstellungen - - 13.240 -13.240 -
Sonstige Veränderungen - - -399 - 137
Ausschüttungen - - -12.000 - -
Veränderung Konsolidierungskreis - - - - -
Währungsumrechnung - - - - 11.326
31.12.2021 1.100 383.710 140.191 306.100 -75.298
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Geschäftsjahr 2021 Kapital kumuliertes übriges Konzernergebnis Eigenkapital Gesamt
1.1.2021 3.750 225 3.975 668.270
Konzern-Jahresüberschuss 2021 - 225 225 92.669
Einstellungen - - - -
Sonstige Veränderungen - - - -262
Ausschüttungen - -225 -225 -12.225
Veränderung Konsolidierungskreis - - - -
Währungsumrechnung - - - 11.326
31.12.2021 3.750 225 3.975 759.778
Mutterunternehmen
Geschäftsjahr 2022 Gezeichnetes Kapital/Geleistete Einlagen Kapitalrücklage §272 Abs. 2 Nr. 1 HGB Gewinnrücklagen Konzernbilanzgewinn Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung
1.1.2022 1.100 383.710 140.191 306.100 -75.298
Konzern-Jahresüberschuss 2022 - - - 31.839 -
Einstellungen - - 26.939 -26.939 -
Sonstige Veränderungen - - -11 - -362
Ausschüttungen - - -8.300 - -
Veränderung Konsolidierungskreis - - - - -
Währungsumrechnung - - - - 3.907
31.12.2022 1.100 383.710 158.819 311.000 -71.753
Nicht beherrschende Anteile
Geschäftsjahr 2022 Kapital kumuliertes übriges Konzernergebnis Eigenkapital
1.1.2022 3.750 225 3.975
Konzern-Jahresüberschuss 2022 - 225 225
Einstellungen - - -
Sonstige Veränderungen - - -
Ausschüttungen - -225 -225
Veränderung Konsolidierungskreis - - -
Währungsumrechnung - - -
31.12.2022 3.750 225 3.975
Konzerneigenkapital
Geschäftsjahr 2022 Gesamt
1.1.2022 759.778
Konzern-Jahresüberschuss 2022 32.064
Einstellungen -
Sonstige Veränderungen -373
Ausschüttungen -8.525
Veränderung Konsolidierungskreis -
Währungsumrechnung 3.907
31.12.2022 786.851

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Retis Holding GmbH, Rohrdorf-Thansau

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Retis Holding GmbH, Rohrdorf-Thansau, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Retis Holding GmbH, Rohrdorf-Thansau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 25. August 2023

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Hager, Wirtschaftsprüfer

gez. Mainka-Klein, Wirtschaftsprüfer

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