Parat GmbH Institut für Hygiene
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Blanz seit 24.1.2020 | Vorstandsmitglied |
Gökhan Kula seit 24.1.2020 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ALPS Family Office AGDietmannsriedJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen und Geschäftsmodell der ALPS Family Office AG Die ALPS Family Office AG wird seit 2015 in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft geführt. Seit 2020 hat die Gesellschaft Ihren Sitz in Dietmannsried. Gegenstand der Gesellschaft ist die Erbringung von Finanzdienstleistungen, die Beratung und Betreuung von Inhabern großer Privatvermögen bei der Analyse, Organisation, Überwachung und Steuerung Ihrer Vermögen. Dabei bietet die Gesellschaft Family Office Dienstleistungen, individuelle Vermögensverwaltung und als Asset Manager die Beratung von Investmentfonds an. Zum Kundenkreis gehören Unternehmer, Stiftungen und vermögende Privatpersonen. Als Manufaktur für institutionelle Kunden werden innovative Investmentstrategien entwickelt und sowohl im Fondsmantel als auch in Mandaten angeboten. ALPS Family Office AG ist ein unabhängiges Wertpapierinstitut im Sinne des § 2 Abs. 1 WpIG. Die Gesellschaft verfügt über die Erlaubnis gemäß § 15 WpIG für das Erbringen der folgenden Wertpapierdienstleistungen:
Die Gesellschaft darf sich bei der Erbringung der genannten Wertpapierdienstleistungen nicht Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapiern von Kunden verschaffen; sie darf bei der Erbringung der genannten Wertpapierdienstleistungen Finanzinstrumente auf eigene Rechnung weder anschaffen noch veräußern. Die Vermögenswerte werden stets bei Drittinstituten (Depotbanken und Verwahrstellen) gehalten, bei ALPS Family Office AG werden in den genannten Wertpapierdienstleistungen nach WpIG weder Konten noch Depots für Kunden geführt. Mit einem klaren und transparenten Gebührenmodell wird ALPS Family Office AG unserer Ansicht nach dem Anspruch der Kunden nach einer fairen und für beide Seiten gewinnbringenden Partnerschaft gerecht. Ziel der Unternehmenspolitik ist
2. Entwicklung der Kapitalmärkte und gesamtwirtschaftliches Umfeld Ein herausforderndes Kapitalmarktjahr ist mit erfreulichen Zuwächsen erfolgreich zu Ende gegangen. Die weltweiten Kapitalmärkte haben sich den unzähligen Belastungsfaktoren gegenüber überraschend robust gezeigt und viele Marktanalysten und Kapitalmarktexperten erneut eines Besseren belehrt. Die ausgerufene Zeit der "Polykrisen" haben wir auch im täglichen Leben selbst gemerkt, sei es die nicht zu bändigende Inflation mit anhaltend starken Preissteigerungen, sei es die gestiegenen Zinsbelastungen, welche verschuldete Unternehmen und Konsumenten stark belasten. Der russische Angriffskrieg setzt sich vor unseren Haustüren weiter fort, dazu sind die Eskalationen im Nahen Osten und die jüngsten Angriffe der Huthi-Rebellen zur Schließung der Meeresstraße durch das Rote Meer hinzugekommen. Vor diesem Hintergrund verwundert es auf den ersten Blick, dass die weltweiten Aktienmärkte sich so stark entwickelt haben - sowohl in den USA als auch in Europa. Hauptsächlicher Treiber dieser positiven Wertentwicklung ist die Aussicht darauf, dass die Zinsen ihr hoch gesehen haben und die Inflationsentwicklung sich doch schlussendlich abschwächt. 3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Das Jahresergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr hat sich positiv entwickelt. Im Vergleich zum 31.12.2022 sind die Assets under Management (AUM) / Administration aufgrund eines erfolgreichen Jahres gestiegen. Im Bereich der individuellen Vermögensverwaltung (IVV) konnten sowohl neue Kunden gewonnen werden, als auch der positive Kapitalmarkt haben zum erfolgreichen Verlauf beigetragen. Das betreute Geschäftsvolumen (Assets under Management) hat sich im Bereich IVV deutlich vom Stand Ende 2022 erholt. Das Unternehmen setzte auch im abgeschlossenen Jahr seinen Wachstumskurs fort. Insbesondere der Bereich IVV und der Bereich Manufaktur haben im abgelaufenen Jahr einen positiven Beitrag geliefert. Im Bereich Asset Management / Manufaktur konnte vor allem der MYRA Solidus Global Fonds mit seiner defensiven Multi-Asset-Strategie auch in 2023 im Vergleich zu den anderen betreuten Fonds einen sehr guten Verlauf zeigen, nachdem bereits die Vorjahre mit einer sehr erfreulichen Outperformance gegenüber der Vergleichsgruppe abgeschlossen werden konnte. Der Fonds wird mittlerweile durch Morningstar mit der Höchstbewertung von 5* Sternen beurteilt. Auch bei den Fondsbewertungsportalen Fondsweb und MMD wurde der Fonds durch die richtige Eingruppierung mit der Höchstbewertung eingestuft. Die Wachstumsstrategien wie der The Original Platform Fund bzw. der MYRA European Equity Fund haben im Gegenzug eine Underperformance zur Vergleichsgruppe gezeigt. Die Gesellschaft will weiterhin Wachstumschancen nutzen und den Wachstumskurs fortsetzen. Ertragslage Die drei wesentlichen Ertragssäulen sind weiterhin die Family Office Dienstleistungen, die individuelle Vermögensverwaltung und die Anlageberatung von Fonds bei Kapitalverwaltungsgesellschaften. Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresergebnis von 30.234,28 EUR (Vorjahr: 25.655,74 EUR) ab. Die Provisionserträge betrugen im Berichtszeitraum 1.549.671,83 EUR. Im Vorjahr 2022 wurde demgegenüber ein Be trag von 1.336.337,93 EUR ausgewiesen. Das entspricht einer Erhöhungsrate von 15,96 %. Der Anstieg resultiert vor allem aus dem Bereich Vermögensverwaltung. Die Löhne und Gehälter 2023 betrugen 986.121,32 EUR gegenüber 822.308,60 EUR im Vergleichszeitraum 2022. Die absolute Veränderung beträgt damit 163.812,72 EUR. Dies ergibt eine Erhöhungsrate von 19,92 %. An sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung fielen im Berichtsjahr 2023 an: 115.551,35 EUR. In 2022 belief sich der entsprechende Wert auf 86.767,96 EUR. Der Betrag der absoluten Veränderung beläuft sich auf 28.783,39 EUR. Dies entspricht einer Erhöhungsrate von 33,17 %. Die Umsatzrentabilität betrug 1,95 %. Im Vorjahr 2022 lag dieser Wert bei 1,92 %. Das Ergebnis liegt aufgrund der positiven Entwicklung vor allem in der Vermögensverwaltung über der Erwartung für dieses Jahr. Der Gewinn stärkt als Gewinnrücklage das Eigenkapital der ALPS Family Office AG. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme beträgt im Geschäftsjahr TEUR 917 (im Vorjahr TEUR 764). Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 412 (Vorjahr TEUR 382). Die Eigenkapitalquote liegt damit bei 45 % (Vorjahr 50 %). Die Liquiditätsreserve beträgt zum Geschäftsjahresende rund TEUR 256,1 (Vorjahr TEUR 152) und betrifft täglich fällige Bankguthaben. Hinzu kommen Provisionsforderungen an Kunden in Höhe von TEUR 509 (Vorjahr TEUR 476). Die liquiden Mittel und bestehenden Forderungsbestände machen 83 % (Vorjahr 82 %) der Bilanzsumme aus und decken sämtliche zum Abschlussstichtag vorhandenen Verbindlichkeiten und Rückstellungen. Somit war die Gesellschaft in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachzukommen. Im Ergebnis entwickelte sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Jahr 2023 wie geplant, dass vor allem auch durch die steigenden Erträge im Bereich individuelle Vermögensverwaltung getragen wurde. Auch die Bereiche Family Office Dienstleistungen und Asset Management / Fondsadvisory konnten zum positiven Ergebnis beitragen. Durch die Kostenkontrolle, steigende Erträge und die gute Performance konnte erneut ein Überschuss erreicht werden. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Nicht finanzielle Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die höchstmögliche Qualität der Leistungserbringung, die das Kundenvertrauen stärken sowie eine umsichtige Auswahl der eingesetzten Finanzinstrumente. Unterstützt wird dies durch die regelmäßige Teilnahme an Schulungen und der Verpflichtung zur Einhaltung des VuV-Ehrenkodex. 4. Risikomanagement Der Vorstand ist verantwortlich für die Steuerung der Risiken des Institutes. Das Institut definiert folgende Risiken und Steuerungsmechanismen für die entsprechenden Risiken: • Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko hat für das Institut eine geringe Bedeutung, da kein Einlagengeschäft betrieben werden darf und auf der Grundlage des Geschäftsmodells keine langfristigen Aktiva und Passiva aufgebaut werden. Zur Steuerung der Liquiditätsrisiken achtet der Vorstand auf eine stets fristenkongruente Finanzierung der Gesellschaft sowie eine kostendeckende Ertragssteuerung. Die Überwachung der Liquidität erfolgt regelmäßig durch Überwachung des Geschäftskontos sowie der monatlichen betriebswirtschaftlichen Auswertungen. ● Adressenausfallrisiko Das Institut legt seine Eigenmittel nur bei Einlagenkreditinstituten mit herausragender Bonität an. Sofern Risiken hinsichtlich der Bonität einer Adresse bekannt werden, wird der Vorstand unverzüglich über Umschichtungen entscheiden. Die Forderungen gegenüber Kunden werden durch das Forderungsmanagement des Vorstandes überwacht. Zur Reduzierung des Adressenausfallrisikos werden offene Provisionsforderungen kontinuierlich überwacht. • Marktpreisrisiko Das Institut geht keine bedeutenden Markpreisrisiken ein, da Geschäfte in Finanzinstrumenten für eigene Rechnung nach der Geschäfts- und Risikostrategie nicht getätigt werden. Da der Schwerpunkt der Gesellschaft im Family Office Bereich, der Vermögensverwaltung und der Beratung institutioneller Kunden liegt, besteht ein bedeutendes mittelbares Marktpreisrisiko vor dem Hintergrund, dass die künftige Entwicklung der Gesellschaft wesentlich von der Kapitalmarktentwicklung beeinflusst werden wird. Durch die regelmäßige Überwachung der Geschäftsentwicklung durch den Vorstand können bei Bedarf kurzfristig Kostensenkungsmaßnahmen ergriffen werden. • Operationelle Risiken Zur Steuerung der operationellen Risiken ist die Beachtung der Compliance-Vorgaben entscheidend. Eine Compliance-Funktion ist im Institut eingerichtet und ergibt sich aus den entsprechenden Beschlüssen und Entscheidungen des Vorstandes. Der Vorstand hat ein Unternehmenshandbuch erstellt, in dem die Organisations- und Ablaufprozesse - soweit erforderlich - definiert sind. ● Operationelle Risiken aus dem Geschäftsmodell Es besteht das Risiko, dass die Dienstleistungen oder Produkte des Instituts nicht mehr nachgefragt werden und das bestehende Geschäftsmodell somit nicht mehr marktfähig ist. Weiterhin besteht auch das Risiko, dass die entwickelten Investmentstrategien in bestimmten Marktphasen nicht funktionieren oder eine Underperformance liefern. Auch könnte der Vorstand wesentliche Entwicklungen und Trends im Wertpapierdienstleistungsbereich nicht rechtzeitig erkennen oder falsch einschätzen. Durch die regelmäßige Überwachung der Geschäftsentwicklung durch den Vorstand können bei Bedarf kurzfristig Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen werden. 5. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Risiken: Die Risiken der künftigen Entwicklung der Gesellschaft liegen weiterhin in den Unwägbarkeiten der Kapitalmärkte. Auch die Rotation von aktiv gemanagten Fonds in passiv verwaltete Instrumente (ETF's) wird uns die nächsten Jahre vor allem im institutionellen Vertrieb stärker beschäftigen. Mit dem Fokus auf Family Office Kunden und den Ausbau dieses Bereiches ist auch das sog. "Klumpenrisiko" und die Abhängigkeit von einigen wenigen Kunden bzw. Familienverbänden gestiegen. Das Wachstum in den anderen Unternehmensbereichen (Vermögensverwaltung, Asset Management) bleibt daher zukünftig genauso wichtig. Derzeit wird das Risiko aber aufgrund der unterschiedlichen Geschäftsbereiche und der bestehenden Kundenstruktur als gering eingestuft. Das Thema Personalmangel in der Finanzbranche beschäftigt uns weiterhin. Die Suche nach passenden Kundenberatern gestaltet sich sehr schwierig. Wir hoffen, dass wir mit hoher Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen eine geringe Personalfluktuation haben und mit neuen Kundenberatern unser Wachstum zusätzlich stärken können. Insgesamt halten wir die Risiken der künftigen Entwicklung für überschaubar und uns für flexibel genug, um auf veränderte Rahmenbedingungen rechtzeitig zu reagieren. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor und sind nicht bekannt. Chancen Chancen der künftigen Entwicklung sehen wir im Bereich der Family Office Dienstleistungen, der individuellen Vermögensverwaltung und im Bereich Asset-Management. Weitere Wachstumschancen könnten sich im Bereich von neuen Mitarbeitern und bei Aufgabe bzw. Zusammenschluss von Vermögensverwaltungen geben. Bei der Vermarktung von unseren aktiv gemanagten Fonds sehen wir wieder mittelfristig bessere Chancen, da die Auszeichnungen beim MYRA Solidus Global Fund die guten Leistungen bestätigen und uns auch im Vertrieb helfen könnten. 6. Ausblick 2024 Für das Jahr 2024 rechnen wir erneut mit einer positiven Entwicklung unseres Unternehmens. Die Provisionseinnahmen sind bereits seit dem Geschäftsjahr 2019 jedes Jahr gestiegen. Aufgrund der hohen Kundenzufriedenheit, der daraus resultierenden Weiterempfehlungsquote von Bestandskunden, der hohen Zufriedenheit der Mitarbeiter und unserer Netzwerkpflege gehen wir von einem stabilen Kundenstamm und leicht steigenden Assets under Management insbesondere durch die Bereiche Family Office und Vermögensverwaltung aus. Durch die geplanten Neueinstellungen von neuen KundenberaternInnen und den zum Teil auch inflationsbedingt gestiegenen Kosten rechnen wir im laufenden Geschäftsjahr 2024 mit einem ähnlichen Gewinn nach Steuern, wie im Vorjahr. Wir werden auch im laufenden Jahr 2024 in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachzukommen.
Dietmannsried, 19. April 2024 ALPS Family Office AG Vorstand BILANZ zum 31. Dezember 2023ALPS Family Office AG, DietmannsriedAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für 2023ALPS Family Office AG, Dietmannsried
ANHANG zum 31.12.2023ALPS Family Office AG, Dietmannsried Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die ALPS Family Office AG mit dem Sitz in Dietmannsried, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Kempten (Allgäu) unter der Nummer HRB 15062, ist ein Wertpapierinstitut i.S.d. § 2 Abs. 1 WplG und hat gem. § 340 Abs. 4a HGB die Vorschriften zur Rechnungslegung von Kreditinstituten anzuwenden. Unabhängig von Größe und Rechtsform haben Rechnungslegung und Jahresabschluss den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften zu entsprechen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV), den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) sowie des Wertpapierinstitutsgesetzes (WplG) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gemäß den Vorschriften der RechkredV. Die Bilanz ist in Kontoform, die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Abweichungen in der Form der Darstellung oder in der Gliederung sind nicht vorgekommen. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bilanzierung und Bewertung erfolgten gem. §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie 340 ff. HGB i.V.m. Abschnitt 2 bis 4 RechKredV. Abweichungen von den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sind nicht vorgekommen. Auf fremde Währung lautende Posten sind nicht enthalten. Forderungen an Kreditinstitute sowie an Kunden wurden zum Nennwert angesetzt, soweit erforderlich, werden Wertberichtigungen für erkennbare Risiken berücksichtigt. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zinsen für Fremdkapital sind nicht angefallen. Planmäßige Abschreibungen erfolgten nach § 253 Abs. 3 HGB linear und pro rata temporis nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Im Geschäftsjahr angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden in voller Höhe abgeschrieben. Sonstige Vermögensgegenstände wurden mit Ihrem Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden entsprechend der Verursachung der Aufwendungen gebildet. Sie enthalten vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben, die erst nach dem Stichtag als Aufwand zu erfassen sind. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen beinhalten für das Geschäftsjahr und Vorjahre betreffende, noch nicht veranlagten Steuern. Die anderen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Das Eigenkapital wurde zum Nennbetrag bilanziert. Es setzt sich aus dem satzungsmäßigen Grundkapital, der Kapitalrücklage, der gesetzlichen Rücklage sowie dem Bilanzgewinn zusammen. Angaben zur Bilanz Forderungen an Kreditinstitute und Kunden Risiken über die Werthaltigkeit der Forderungen waren bis zum Bilanzstichtag nicht erkennbar. Entsprechend waren Wertberichtigungen nicht erforderlich. Die Forderungen an Kreditinstitute (Bankbestand) in Höhe von TEUR 256,13 (Vj. TEUR 151,95) sind wie im Vorjahr täglich fällig. Die Forderungen an Kunden von TEUR 509,16 (Vj. TEUR 476,25) haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von weniger als 3 Monaten. Im Posten Forderung an Kunden sind keine Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. In den Forderungen an Kunden sind Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 75,42 (Vj. TEUR 115,18) enthalten. Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Aufgliederungen der in der Bilanz ausgewiesenen Anlagepositionen und ihrer Entwicklung im Geschäftsjahr wird wie folgt dargestellt: Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert Bei dem im Posten Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesenen Betrag handelt es sich um einen entgeltlich erworbenen Kundenstamm. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt 5 Jahre. Sonstige Vermögensgegenstände In den Sonstigen Vermögensgegenständen befinden sich Steuerrückforderungen in Höhe von TEUR 63 (Vj. TEUR 48). Wie im Vorjahr liegt eine Laufzeit von bis zu einem Jahr vor. Sonstige Verbindlichkeiten Die ausgewiesenen sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Sie enthalten hauptsächlich Verbindlichkeiten aus Steuern TEUR 13 (Vj. TEUR 14) sowie aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 18 (Vj. TEUR 12). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind zudem Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 5) enthalten. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und betreffen insbesondere Personalkosten. Bis auf die Rückstellung für Aufbewahrungspflichten haben alle Rückstellungen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Rückstellung für Aufbewahrungspflichten (171 EUR) hat eine Laufzeit von mehr als 5 Jahren. Grundkapital Bei den im Grundkapital ausgewiesenen Aktien handelt es sich um nennwertlose Namensstückaktien mit je einem Stimmrecht und einem rechnerischen Wert in Höhe von EUR 1,00. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 100 und hat sich wie folgt entwickelt:
Der Vorstand ist durch die Satzung vom 20. Januar 2015 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 24. Januar 2021 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 50.000,00 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (genehmigtes Kapital). Von dieser Ermächtigung wurde bis zum Abschlussstichtag kein Gebrauch gemacht. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Aufgliederung der Erträge nach geographischen Märkten unterbleibt, da die Erträge ausschließlich innerhalb der Europäischen Union erzielt werden, die als einheitlicher geographischer Markt gilt. Provisionserträge Die Provisionserträge beinhalten hauptsächlich Erträge aus Anlageberatung, Family Office Dienstleistungen sowie Finanzportfolioverwaltung im Rahmen der individuellen Vermögensverwaltung. Provisionsaufwendungen Die Provisionsaufwendungen beinhalten hauptsächlich weiterzuleitende Beratungsvergütungen und weitergeleitete Abschlussprovisionen. Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns Gem. § 170 Abs. 2 AktG legt der Vorstand folgenden Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns vor: Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 300.256,76 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Sonstige Angaben Namen der Mitglieder der Unternehmensorgane Der Geschäftsführung gehörten an:
Die Bezüge des Vorstandes beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 473. Vorschüsse und Kredite an den Vorstand wurden nicht gewährt. Haftungsverhältnisse zugunsten des Vorstandes wurden nicht eingegangen. Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierte Vergütungen wurden nicht ausgegeben. Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:
Die Bezüge des Aufsichtsrates betrugen für das Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 3. Vorschüsse und Kredite an Aufsichtsratsmitglieder wurden nicht gewährt. Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern wurden nicht eingegangen. Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierte Vergütungen wurden nicht ausgegeben. Personal Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2023 neben dem Vorstand durchschnittlich 9 Mitarbeiter, davon 3 in Teilzeit und 6 in Vollzeit. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 zu erwartende Gesamthonorar beträgt TEUR 10 und entfällt i.H.v. TEUR 7 auf die Prüfung des Jahresabschlusses und i.H.v. TEUR 3 auf andere Bestätigungsleistungen. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft haben könnten, haben sich nicht ergeben. Unterschrift der Geschäftsführung
Dietmannsried, den 19. April 2024 Michael Blanz Gökhan Kula Türkay Onuk BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ALPS Family Office AG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ALPS Family Office AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ALPS Family Office AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pieeine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Bad Hersfeld, 8. Mai 2024 B
+ H Deutsche Revisionsgesellschaft mbH
Johanna Bolender, Wirtschaftsprüferin Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand Der Aufsichtsrat hat während des Berichtsjahres 2023 die ihm laut Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich durch regelmäßige Berichte und in zwei Sitzungen am 25. Mai 2023 und 23. November 2023 (ordentliche Sitzungen) eingehend mündlich und schriftlich über die allgemeine Geschäftsentwicklung sowie über grundlegende Fragen der Geschäftsführung informiert. Der Aufsichtsrat erörterte gemeinsam mit dem Vorstand ausführlich die nationale und internationale Finanzmarktsituation und die damit verbundenen Konsequenzen für die ALPS Family Office AG, mit Fokus auf die Risiko- und Ertragslage des Unternehmens. Dabei wurde unter anderem über Initiativen und Strategien hinsichtlich der Geschäftsaktivitäten, der Organisation und der Kostensteuerung beraten. Personal Im Berichtsjahr 2023 gab es nachfolgende Personalveränderungen Frau Alexandra Rau hat uns zum 31.03.2023 verlassen Herr Arnd Neumann hat uns zum 31.12.2023 verlassen Herr Christian Fähnle ist zum 01.08.2023 eingetreten und hat uns zum 30.09.2023 wieder verlassen. Frau Jasmin Breitkreuz ist seit 16.10.2023 neu bei ALPS. Herr René Recla ist seit 01.12.2023 neu bei ALPS. Jahresabschluss 2023 Der aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sind von der B + H Deutsche Revisionsgesellschaft mbH, Bad Hersfeld, geprüft worden, die von der 11. ordentlichen Hauptversammlung der Aktionäre am 25. Mai 2023 als Abschlussprüfer bestellt wurde. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Prüfbericht des Jahresabschlusses und der Lagebericht wurden dem Aufsichtsrat nach der Aufstellung vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis dem Aufsichtsrat zusätzlich in der Aufsichtsratssitzung vom 23. Mai 2024 mündlich erläutert und Fragen des Aufsichtsrats beantwortet. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen geprüft. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss, der damit festgestellt ist und schließt sich dem Vorschlag für die Gewinnverwendung an. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern der ALPS Family Office AG für ihre geleistete Arbeit und ihren Einsatz im Geschäftsjahr 2023.
Dietmannsried, im Mai 2024 Prof. Dr. Stefan Erfried Mittnik, Aufsichtsratsvorsitzender Hr. Thomas Johann Brandt, Aufsichtsratsmitglied Hr. Werner Heinrich Korte, Aufsichtsratsmitglied |
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