ESTEXO GmbH
Industriestraße 20, 97947 Grünsfeld, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Laura Barbara Deubel seit 3.2.2025 | Prokura |
Torsten Georg Seubert seit 3.2.2025 | Geschäftsführer |
Andreas Collin seit 3.2.2025 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ESTEXO GmbHGrünsfeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023ESTEXO GmbH, GrünsfeldI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Unser Unternehmen wurde am 25.07.2014 als Nachfolge der Firma Laura Deubel e. K. gegründet. Wir sind in dem Bereich "Internetversandhandel/E-Commerce" tätig. In diesem Fachbereich bieten wir unseren vorwiegend privaten Kunden ein breit gefächertes Sortiment verschiedener Warengruppen in mehreren europäischen Ländern an. Der Verkauf findet über unsere eigene Homepage und diverse E-Commerce-Plattformen statt, darunter marktführende Plattformen wie eBay, Amazon, Kaufland und ManoMano. 2. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft tätigt in Zusammenarbeit mit den Lieferanten eigene Produktentwicklungen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Nachfrage im Online-Handel von Endverbrauchern in Deutschland sowie dem übrigen europäischen Raum ist 2023 im Vergleich zum Vorjahr erneut eingebrochen. Laut der Studie "Interaktiver Handel in Deutschland 2023" von "bevh" gab es in 2023 ein Warenvolumen im E-Commerce in Höhe von 79,7 Mrd. €, ein Verlust gegenüber dem Vorjahr um 11,8 %. Dies bedeutet auch das zweite Jahr in Folge einen Verlust beim Warenvolumen seit mehreren Jahren. 2. Geschäftsverlauf Unser Geschäftsverlauf für 2023 liegt erneut deutlich unter den Erwartungen. Im Berichtsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von T€ 14.605 erzielt, im Vorjahr betrugen sie T€ 15.113, das entspricht einem Rückgang von T€ 508 (- 3,4 %). Nach zwei guten Jahren 2020 und 2021, in denen die Nachfrage nach unseren Produkten hauptsächlich durch die Corona-Pandemie branchentypisch außergewöhnlich hoch war, hat der Kriegsbeginn in der Ukraine und die damit verbundene allgemeine Verunsicherung, die hohe Inflation und die Energiekrise auch im Jahr 2023 sehr deutliche Auswirkungen auf das gesamte Marktumfeld gezeigt. Die Lieferketten aus Asien waren teilweise immer noch massiv gestört, die Preise für die Containerabwicklung blieben in 2023 überwiegend auf dem extrem erhöhten Niveau des Jahres 2022. Darüber hinaus war das Geschäftsjahr 2023 geprägt von einem deutlichen Anstieg der Kosten der Warenabgabe. Insbesondere die Ausgangsfrachten haben sich infolge gestiegener Transportkosten und eingeschränkter Kapazitäten im Logistiksektor erheblich verteuert. Diese Entwicklung führte zu einer spürbaren Belastung unserer Margen im Onlineversandhandel. Zusätzlich wirkte sich das deutlich gestiegene Zinsniveau negativ auf unsere Finanzierungskosten aus. Die Zinswende der Europäischen Zentralbank hat zu höheren Belastungen bei der Zwischenfinanzierung und der Betriebsmittelkreditlinie geführt. Insgesamt hat sich das Marktumfeld für unser Geschäftsmodell damit weiter eingetrübt. 3. Lage 3.1 Ertragslage Nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zusammengefasst ergeben sich für 2023 im Vorjahresvergleich folgende Ertragskennzahlen:
Die Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 % gesunken. Die Materialaufwendungen zeigten mit T€ 7.616 gegenüber T€ 8.207 im Vorjahr einen überdurchschnittlichen Rückgang (- 7,2 %) auf. Da die erhöhten Beschaffungspreise immer noch nicht in allen Fällen an die Endkunden weiterverrechnet werden konnten, lag das Rohergebnis mit T€ 7.203 gegenüber T€ 7.124 im Vorjahr nur auf fast gleichem Niveau. Die Ø Mitarbeiteranzahl ist in 2023 von 22 (2022) auf 20 zurückgegangen. Die Personalaufwendungen sind dadurch von T€ 967 auf T€ 920 gesunken. Die Abschreibungen liegen mit T€ 886 um T€ 724 deutlich über dem Vorjahr (T€ 162). Grund hierfür ist im Wesentlichen eine unüblich hohe Warenwertabschreibung im Vorratsvermögen aufgrund deutlich gesunkener Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag sowie aufgrund von Sortimentsbereinigungen. Die Abschreibungen auf Anlagevermögen liegen bei T€ 64 (Vj. T€ 93). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um T€ 470 (+ 7,9 %) auf T€ 6.424 bei niedrigerem Umsatz überproportional stark angestiegen. Grund hierfür sind insbesondere die deutlich gestiegenen Raumkosten (+ T€ 91) sowie Kosten der Warenabgabe (+ T€ 208) aufgrund der teuren Ausgangsfrachten. Unter Berücksichtigung des negativen Finanzergebnisses in Höhe von T€ -193 (Vj. T€ -140) sowie der Ertragssteuererstattung in Höhe von T€ 36 (Vj. T€ 14) und der sonstigen Steuern in Höhe von T€ 1 (Vj. T€ 1) hat sich das Jahresergebnis von T€ -85 im Vorjahr auf T€ -1.184 im Berichtsjahr weiter vermindert. Das Ergebnis 2023 hat sich um T€ 1.099 verschlechtert und lag damit deutlich unter unseren Erwartungen. 3.2 Vermögenslage Für die Vermögenslage ergeben sich folgende Kennzahlen im Vorjahresvergleich:
*) kurzfristiges Vermögen (operativ) abzüglich kurzfristiger Schulden (operativ) Das Eigenkapital ist in Höhe des Jahresfehlbetrags 2023 gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.184 auf T€ 729 (Vj. T€ 1.913) gesunken. Die Bilanzsumme ist von T€ 10.439 zum Vorjahresstichtag 31.12.2022 auf T€ 7.325 zum 31.12.2023 deutlich um T€ 3.114 (- 29,8 %) gesunken. Grund hierfür ist auf der Aktivseite der Rückgang der Vorräte um T€ 3.212, der korrespondierend über die Zahlungsziele bei den Lieferanten auf der Passivseite zu einem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 1.729 führte. Das Anlagevermögen ist mit T€ 174 (Vj. T€ 190) um T€ 16 zurückgegangen, ebenso die sonstigen Aktivposten um T€ 83. Die flüssigen Mittel sind dagegen im Berichtsjahr um T€ 105 und die Kundenforderungen um T€ 91 stichtagsbedingt angestiegen. Auf der Passivseite stellen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach wie vor mit T€ 3.982 (Vj. T€ 4.041) die größte Position dar. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um T€ 55 auf T€ 130 angestiegen. Dagegen sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 132 und die Rückstellungen um T€ 58 gesunken. Die Eigenkapitalquote liegt mit 10,0 % im Berichtsjahr unter dem Wert des Vorjahres (18,3 %). Das geringere Eigenkapital und die zurückgegangene Bilanzsumme führten zu einer Verminderung der Eigenkapitalquote im Vorjahresvergleich. 3.3 Finanzlage Die Mittelzu- und -abflüsse des Geschäftsjahres 2023 stellen sich wie folgt dar:
Trotz Verlustsituation konnte im Berichtsjahr 2023 durch den Abbau von (Net-)Working-Capital in Höhe von T€ 1.332 operativ ein Mittelzufluss der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 392 (Vj. T€ 18) erwirtschaftet werden, obwohl der Cashflow i. e. S. (Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen) des Geschäftsjahres mit T€ -298 (Vj. T€ +77) deutlich negativ ist. Dies ist vor allem durch den starken Abbau an Vorräten (T€ 3.212) auf der Aktivseite der Bilanz begründet. Gegenläufig hat sich vor allem der Abbau der Lieferantenverbindlichkeiten (T€ 1.729) auf der Passivseite ausgewirkt. Neben den flüssigen Mitteln T€ 150 (Vj. T€ 45) steht der Gesellschaft bei der Volksbank Neckar Odenwald Main Tauber eG ein Kreditlimit von T€ 2.500 zur Verfügung, das zum Stichtag in Höhe von T€ 2.500 in Anspruch genommen wurde. Eine Gefährdung der Liquidität der Gesellschaft ist derzeit nicht vorhanden. Die bestehenden Verbindlichkeiten werden grundsätzlich innerhalb der Zahlungsfristen mit Skonti beglichen und die Finanzbuchhaltung ist darauf ausgerichtet, Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Geschäftsleitung ist mit der Finanzlage des Unternehmens aufgrund der positiven Mittelzuflüsse unter Berücksichtigung der Verlustsituation noch zufrieden. 3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung vor allem die Gewinnmarge, Umsätze, Tagesumsätze und Lagerumschlagshäufigkeit heran. Diese Kennzahlen werden monatlich aktualisiert und zeigen wie in der Branche allgemein einen nicht zufriedenstellenden Verlauf. 3.5 Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 war insgesamt als unbefriedigend zu bewerten. Durch die anhaltend hohe Inflation wurde das zurückhaltende Kaufverhalten der Kunden aus dem Jahr 2022 auch im Jahr 2023 beibehalten. Die von uns für 2023 geplante Steigerung des Umsatzes und Verbesserung des Rohergebnisses konnte dadurch leider nicht erreicht werden. Die Ertragslage ist in 2023 weiterhin negativ und spiegelt die anhaltenden Belastungen durch gestiegene Kosten, Margendruck im Sortiment sowie das insgesamt schwierige Marktumfeld in 2023 wider. Vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der weiterhin bestehenden Unsicherheiten hinsichtlich Konjunktur sowie der allgemeinen Kostenentwicklung und dem Konsumverhalten bleibt die wirtschaftliche Situation in der Bundesrepublik Deutschland auch weiterhin angespannt. Die Gesellschaft arbeitet mit Nachdruck an Maßnahmen zur Verbesserung der Ergebnis- und Liquiditätslage und geht bei bereits eingeleiteten internen Umstrukturierungsmaßnahmen in der Warenbeschaffung und bei den Sach- und Personalkosten bei geringerem Geschäftsvolumen künftig von einer deutlichen Ergebnissteigerung aus. Die Liquiditätslage war im Geschäftsjahr 2023 nach wie vor stabil. Allen Zahlungsverpflichtungen konnte jederzeit fristgerecht nachgekommen werden. Die Vermögenslage zeigt - trotz eines bilanziellen Verlusts für 2023 - eine weiterhin geordnete Struktur. Vor dem Hintergrund der in 2024 erwirtschafteten Roherträge und einem positiven Jahresergebnis sowie unter Berücksichtigung einer positiven Fortführungsprognose auf Basis einer detaillierten Planungsrechnung für 2025 f. bewertet die Geschäftsleitung die Fortführung der Gesellschaft als ausreichend gesichert und erwartet für die kommenden Jahre eine schrittweise Stabilisierung der wirtschaftlichen Verhältnisse und Verbesserung der Profitabilität des Unternehmens. III. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Leistungswirtschaftliche und Branchenrisiken Die Gesellschaft ist als Onlineversandhändler in hohem Maße von funktionierenden globalen Lieferketten abhängig, insbesondere von der zuverlässigen und planbaren Warenbeschaffung aus Asien. Anhaltende logistische Störungen, verlängerte Transportlaufzeiten sowie nach wie vor erhöhte Frachtkosten stellen ein wesentliches leistungswirtschaftliches Risiko dar. Zusätzlich bestehen Risiken in Bezug auf Qualitätsabweichungen, Zollabwicklungen und politische Spannungen im asiatisch-pazifischen Raum, die sich negativ auf die Lieferfähigkeit und Kalkulationssicherheit auswirken können. Branchenweit ist ein erhöhter Wettbewerbsdruck durch große Online-Marktplätze und Preistransparenz für Endkunden festzustellen. Gleichzeitig führt ein verändertes Konsumverhalten, insbesondere infolge wirtschaftlicher Unsicherheit und hoher Inflation, zu einer Kaufzurückhaltung bei Endverbrauchern. Diese Entwicklungen erhöhen das Absatzrisiko und können sich negativ auf Umsatz, Lagerumschlag und Ertragslage auswirken. Die Gesellschaft beobachtet diese Entwicklungen fortlaufend und passt ihre Sortiments- und Preisstrategie entsprechend an. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der derzeit Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation bestehen aus heutiger Sicht keine akuten Liquiditätsrisiken. Zur Absicherung kurzfristiger Zahlungsbedarfe im Tagesgeschäft wurden mit der Hausbank vertraglich vereinbarte Kreditlinien eingerichtet, die bei Bedarf in Anspruch genommen werden können. Die Finanzierung des Unternehmens ist damit im aktuellen Geschäftsumfeld stabil. Währungsrisiken ergeben sich im Wesentlichen aus dem Einkauf von Waren in US-Dollar, da ein Großteil der Beschaffung aus dem asiatischen Raum über diese Leitwährung abgewickelt wird. Diese Risiken sind derzeit als moderat einzustufen, da der Zeitraum zwischen Vertragsabschluss und Zahlung regelmäßig kurz ist und aktuell nicht mit signifikanten Wechselkursvolatilitäten zu rechnen ist. Die Gesellschaft beobachtet die Entwicklungen auf den Devisenmärkten fortlaufend und prüft bei Bedarf Absicherungsmaßnahmen. Entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Risiken (unter Berücksichtigung der Fortführungsannahme) In den vergangenen zwei Geschäftsjahren hat die Gesellschaft jeweils negative Jahresergebnisse erwirtschaftet. Diese wiederholte Verlustsituation stellt ein wesentliches Risiko für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung dar und führte im Rahmen der Abschlussaufstellung zu einer vertieften Prüfung der Fortführungsannahme. Die Geschäftsleitung hat auf die erkennbare Bestandsgefährdung mit einem umfassenden Maßnahmenpaket reagiert, um die Profitabilität der Gesellschaft nachhaltig zu verbessern. Zu den eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen zählen insbesondere die Verkleinerung des Unternehmens bei konsequenter Kostenreduktion - vor allem im Bereich Personal- und Raumkosten - sowie eine strategische Neuausrichtung der Sortimentspolitik mit Fokus auf deckungsbeitragsstarke Artikel. Im Geschäftsjahr 2024 zeigen sich bereits spürbare Verbesserungen im operativen Ergebnis. Auf Basis aktualisierter Unternehmensplanungen ist auch für das Geschäftsjahr 2025 und darüber hinaus mit einer weiteren Stabilisierung und positiven Ergebnisentwicklung zu rechnen. Die Planungen wurden unter Einbeziehung realistischer Annahmen erstellt. Ab März 2025 ist bereits eine deutliche Verbesserung der Deckungsbeiträge zu beachten, die im "Ist" leicht über den Planwerten für das 1. Quartal 2025 liegen. Darüber hinaus konnte Ende 2024 ein großer Warenposten aus einer Insolvenzmasse zu sehr geringen Preisen erworben werden. Die ganzjährig vermarktbare Ware wird seit Januar 2025 stetig in das Warensortiment aufgenommen und soll ab Mitte 2025 auf den bereits genutzten Onlineplattformen vertrieben werden. Die Gesellschaft erhofft sich aufgrund der geringen Einkaufspreise erhebliche Margenverbesserungen. Vor dem Hintergrund dieser Maßnahmen und der erkennbaren Ergebnisverbesserung kommt die Geschäftsleitung nach pflichtgemäßer Beurteilung zu dem Ergebnis, dass die Fortführung der Unternehmenstätigkeit im Prognosezeitraum überwiegend wahrscheinlich ist. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung bestehen daher keine akuten bestandsgefährdenden Risiken im Sinne des § 289 Abs. 1 HGB. 2. Chancenbericht Unseren hohen Qualitätsansprüchen im Sinne einer hervorragenden Kundenbewertung werden wir durch interne und externe Ablauf- und Qualitätskontrollen gerecht. Dem Wettbewerb im Online-Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität und Termintreue begegnen. Die lang- und mittelfristigen Marktchancen sieht ESTEXO nach wie vor durch das Konsum- und Kaufverhalten der Endverbraucher, der allgemeinen guten Entwicklung im E-Commerce und ein weiterhin vielfältiges, attraktives und wachsendes Warenangebot, das den Qualitätsansprüchen unserer Kunden entspricht. IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten, Guthaben bei Kreditinstituten und erhaltene Anzahlungen. Die Gesellschaft hat aufgrund des Geschäftsmodells des Onlineversandhandels, dass sich im Wesentlichen der Vorauskasse bedient, keine Bonitätsrisiken im Kundenbereich. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft mittels Eigen- und Fremdmittel sowie Lieferantenkrediten. V. Prognosebericht Für die deutsche Wirtschaft bestehen nach wie vor große Unsicherheiten: der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und der wirtschaftlichen Folgen, die schwache Entwicklung der Weltwirtschaft, die anhaltend hohen Energie- und Verbraucherpreise, die Sicherstellung der Energieversorgung und der Fachkräftemangel sowie der Investitionsrückstau und die staatliche Bürokratie wirken sich entsprechend negativ aus. Nach der Konjunkturprognose der Deutschen Bundesbank wird für die deutsche Wirtschaft mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) + 1,2 % im Jahr 2024 gerechnet. Für das Jahr 2023 wird eine Inflationsrate in Deutschland von über 3,0 % erwartet. Trotz der enttäuschenden Ergebnisse der abgelaufenen Geschäftsjahre 2022 und 2023 aufgrund schwieriger gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen und Sondereinflüsse durch die Coronapandemie und des Ukrainekrieges gehen wir aufgrund der bereits realisierten positiven Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2024 und den Sanierungsmaßnahmen der Geschäftsleitung von einer wieder deutlich verbesserten wirtschaftlichen Lage für das Unternehmen aus. Die Gesellschaft erwartet in 2024 einen Umsatz unter 2023, bei einem besserem Rohergebnis sowie niedrigeren Personal- und Sachkosten. Die Entwicklung des Unternehmens wird somit für 2024 und die Folgejahre optimistisch beurteilt. Die Geschäftsführung geht aufgrund der beschriebenen Maßnahmen, davon aus, dass im Geschäftsjahr 2024 trotz hoher Zinsbelastungen wieder ein leicht positives Jahresergebnis in Höhe von circa T€ 15 erwirtschaftet wurde. Für 2025 wird mit einem Jahresüberschuss in Höhe von circa T€ 80 gerechnet. Die Anzahl der Mitarbeiter wird in 2024 und 2025 leicht zurückgehen. Auf Basis der bestehende Kreditmittel sowie der Eigenmittel und der Finanzierung durch Lieferantenkredite gehen wir für 2024 und die Folgejahre davon aus, dass wir unverändert in der Lage sein werden, unseren Zahlungsverpflichtungen jederzeit fristgerecht nachzukommen. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält keine weiteren Niederlassungen. An den Standorten in Gemünden und Boxberg werden Pufferläger betrieben.
Grünsfeld, den 19. Mai 2025 ESTEXO GmbH gez. Torsten Seubert, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf. Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, der Regelungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Die Darstellungsstetigkeit hinsichtlich der Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gegenüber dem Vorjahr ist gewahrt. Die gesetzlichen Postenbezeichnungen wurden - falls erforderlich - an den tatsächlichen Posteninhalt angepasst. Größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden - sofern gesetzlich zulässig - überwiegend in Anspruch genommen. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nicht anders bestimmt. Das Saldierungsverbot des § 246 Abs. 2 HGB wurde beachtet. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB gebildet. Rechnungsabgrenzungskosten wurden unter der Voraussetzung des § 250 HG angesetzt. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Es wurde vorsichtig bewertet. Namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden waren, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne wurden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert waren. Aufwendungen und Erträge wurden im Jahr der wirtschaftlichen Zugehörigkeit berücksichtigt, unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Davon abweichend werden geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungs- oder Herstellungskosten von bis zu € 250,00 aus Vereinfachungsgründen direkt als Aufwand verrechnet. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten von über € 250,00 und bis € 800,00 werden als Zugang zum Anlagevermögen erfasst und im jeweiligen Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Die Warenvorräte wurden unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. In allen Fällen wurden die Vorräte verlustfrei bewertet. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte wurden zum Nennbetrag angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Das Ausfallrisiko wurde durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Allgemeine Ausfall-, Skontier-, Mahn- und Zinsrisiken wurden durch eine pauschale Wertberichtigung berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Das Eigenkapital wurde zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen beinhalten sämtliche erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden gem. § 253 Abs.1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Dabei werden die voraussichtlichen Kostensteigerungen bis zum jeweiligen Erfüllungstag berücksichtigt. Soweit die Restlaufzeit von Rückstellungen am Bilanzstichtag mehr als ein Jahr beträgt, erfolgt eine Abzinsung nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB bzw. für Pensionsrückstellungen nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB. Verbindlichkeiten wurden inklusive erhaltene Anzahlungen zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden auf unterschiedliche Wertansätze in der Handels- und Steuerbilanz gerechnet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die Wertansatzdifferenzen resultieren aus der unterschiedlichen Fremdwährungsumrechnung von Anzahlungen und Verbindlichkeiten in der Handels- und Steuerbilanz. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein Steuersatz von 28,43 % (für Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer) zugrunde. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden wie folgt bewertet: Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. 3. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz sind aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen stellen sich wie folgt dar:
Forderungen gegenüber Gesellschaftern Forderungen gegen Gesellschafter bestehen nicht. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 49), Personalrückstellungen (T€ 36), Rückstellungen für Verwaltungskosten (T€ 30) und Gewährleistung (T€ 10). Verbindlichkeiten inkl. Sicherungsrechte
Als Sicherheiten bestehen die Sicherungsübereignung von Inventar und Warenlager, Globalzession A - Z der Außenstände sowie Bürgschaften der Gesellschafter. Sämtliche Sicherheiten betreffen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern von € 77.741,67 (Vj. € 47.034,07) und im Rahmen der sozialen Sicherheit € 1.835,95 (Vj. € 0,00). Latente Steuern Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt € 4.300,00.
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von jährlich € 516.416,00 sonstige finanzielle Verpflichtungen für Miet-, Leasing- und Lizenzverträge. 4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 129.410,20 (Vj. € 164.230,29) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 86.904,88 (Vj. € 44.783,80) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von € 2.560,75 (Vj. € 4.079,70) enthalten. Innerhalb der Abschreibungen sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von € 821.430,64 (Vj. € 69.000,00) für Abschreibungen auf Warenvorräte enthalten. Diese Abschreibungen resultieren aus der Anwendung des Niederstwertprinzips aufgrund von zum Stichtag gesunkener Wiederbeschaffungskosten sowie Sortimentsbereinigungen im Warenbestand. 5. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Frau Laura Deubel, Kauffrau, Grünsfeld. Diese ist einzelvertretungsberechtigt. Mit Wirkung zum 02.12.2024 wurde Frau Laura Deubel als Geschäftsführerin abberufen. Gleichzeitig wurde Herr Torsten Seubert, Kaufmann, Grünsfeld, mit Wirkung zum 02.12.2024 zum neuen einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführer bestellt. Organbezüge Hinsichtlich der Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführer gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Es gibt keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, den Jahresfehlbetrag mit dem bestehenden Gewinnvortrag zu verrechnen und den Bilanzgewinn zum 31.12.2023 in Höhe von 654.470,17 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Grünsfeld, den 19. Mai 2025 ESTEXO GmbH gez. Torsten Seubert, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 19.05.2025 festgestellt. BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERSAn die ESTEXO GmbH, Grünsfeld Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ESTEXO GmbH, Grünsfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ESTEXO GmbH, Grünsfeld, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Karlstadt, den 20. Mai 2025 Mainfränkische
Treuhand GmbH
gez. Alexander Mark, Wirtschaftsprüfer |
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