Herbrand Holding GmbH & Co.KG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Richard Diethard Lacek-Herbrand seit 10.7.2007 | Geschäftsführer |
Sven Josef Ewald Holtermann seit 23.3.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
R****** L************* | 24.75% |
I******* L************* | 24.75% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Herbrand GmbHKevelaerJahresabschluss zum 31.12.2023LageberichtGeschäftsverlauf und Rahmenbedingungen Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Im Geschäftsjahr 2023 setzte die Herbrand GmbH ihre erfolgreiche, inzwischen über 90-jährige Partnerschaft als "Autorisierter Mercedes-Benz Verkauf und Service" mit den Herstellern von Mercedes-Benz AG und Daimler Truck AG fort; seit 1934 am Niederrhein und seit 2003 im Westmünsterland. Im Unternehmen sind insgesamt 456 Mitarbeiter/innen an neun Standorten in neun modernen Centern für Kunden und Interessenten rund um das Auto tätig. Die Herbrand GmbH ist einer der großen Ausbildungsbetriebe in der Region. Jährlich sind rund 82 junge Menschen in der Ausbildung. Das Leistungsangebot umfasst das Mercedes-Gesamtprogramm; den Vertrieb, d. h. die Vermittlung von Neufahrzeugen (Personenwagen und Nutzfahrzeugen), den Eigenhandel von Gebraucht-, Vorführ- und Geschäftsfahrzeugen, den Service sowie die Reparatur von Fahrzeugen, den Ersatzteilehandel, die Vermittlung von Finanzdienstleistungen und die Vermietung von Mercedes-Benz CharterWay-Fahrzeugen. Im Jahr 2023 wurde die Weltwirtschaft stark durch die Kriege in der Ukraine und in Nahost sowie durch die hohen Inflationsraten beeinflusst. So führte insbesondere der russische Krieg in der Ukraine zu hohen Rohstoffpreisen und zu einer deutlichen Steigerung der Lebenshaltungskosten. Die Notenbanken in Nordamerika und Europa reagierten darauf mit einer deutlichen Erhöhung der Leitzinsen, was sich wiederum konjunkturell bremsend in vielen Ländern auswirkte. Weltweit betrug die Inflation in 2023 6,9 % nach 8,7 % im Vorjahr. Die chinesische Wirtschaft hat sich noch immer nicht von den Auswirkungen der Pandemie erholt. Auch wenn die Wirtschaft mit 5,2 % in 2023 wuchs, zählt es zu der schwächsten Entwicklung in den vergangenen 30 Jahren. Die fehlende globale Nachfrage, ein kriselnder Immobilienmarkt, eine Rekord-Jugendarbeitslosigkeit und eine schwache Binnennachfrage belasteten die Entwicklung der Volkswirtschaft. In der Eurozone waren die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine auch im Jahr 2023 spürbar. In der zweiten Jahreshälfte wuchs die Konjunktur kaum noch, so dass das Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr nur noch um 0,5 % zulegte. Die Inflation verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr - blieb jedoch auf einem hohen Niveau von rd. 5,9 %. Auch die deutsche Wirtschaft war in 2023 stark geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine, was zu einer weiterhin im Jahresdurchschnitt hohen Inflation führte. Diese schwächte sich im Verlauf des Jahres jedoch ab. Die Geldmarktpolitik der Europäischen Zentralbank führte zu einem Anstieg des Leitzinses auf 4,5 %, was in der Folge einen merklichen Abschwung der deutschen Volkswirtschaft mit sich brachte. Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,12 Billionen Euro. Preisbereinigt schrumpfte das deutsche Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. Der Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe schrumpfte im Jahr 2023, so dass sich die Bruttowertschöpfung um 1,9 % zum Vorjahr verringert. Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der konjunkturellen Schwächephase robust; die Erwerbstätigkeit nahm im Jahresverlauf weiter zu (+0,7 %) und erreichte im Jahresdurchschnitt 2023 einen historischen Höchststand von knapp 46 Millionen Personen. Ebenfalls positiv ist die Entwicklung der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte zu werten, die im Jahr 2023 um +5,9 % spürbar zunahmen. Sowohl die Arbeitnehmerentgelte (+6,7 %) als auch die Unternehmens- und Vermögenseinkommen (+6,5 %) lagen dabei deutlich im Plus. Gestützt wurde die Einkommensentwicklung neben Lohnsteigerungen auch von staatlichen Entlastungsmaßnahmen zur Abmilderung des inflationsbedingten Kaufkraftverlustes wie den Energiepreisbremsen, der Möglichkeit zu steuerfreien Inflationsausgleichsprämien und der Erhöhungen der Sozialleistungen. Der private Konsum ist im vergangenen Jahr preisbereinigt um 0,8 % zurückgegangen. Ursachlich für diese Entwicklung waren nachwirkende Kaufkraftverluste und eine allgemeine Kaufzurückhaltung, auch im Zuge der erhöhten Unsicherheit infolge der geopolitischen Konflikte. Damit lag der Privatkonsum immer noch etwas unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019. Die oben beschriebenen Rahmenbedingungen prägten auch die Entwicklung des weltweiten Automobilmarkts im zurückliegenden Jahr. Eine stückweite Normalisierung der weltweiten Automobilproduktion sowie zum Teil noch vorhandene Auftragspolster sorgten jedoch dafür, dass sich der Automobilmarkt von der gesamtwirtschaftlichen Verlangsamung abkoppeln konnte. Die Absatzzahlen im weltweiten Pkw-Markt bewegten sich in diesem Umfeld deutlich über dem Vorjahresniveau. Der europäische Absatzmarkt erholte sich in 2023 spürbar und gewann zum Vorjahr um +14 % dazu. Der US- amerikanische Markt für Pkw und als leichte Nutzfahrzeuge zugelassene Vans und SUVs lag etwa 12 % über dem Vorjahresniveau. Der chinesische Markt verzeichnete ebenfalls einen leichten Zuwachs von rund 6 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die Transporter-Absatzmärkte wurden in 2023 von den genannten Einflussfaktoren geprägt. In Europa verzeichneten alle für Mercedes-Benz Vans relevanten Segmente des Transportermarktes einen signifikanten Marktanstieg zum Vorjahr. Der US-amerikanische Markt für große Transporter bewegte sich ebenfalls deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Auch in China legten die Verkaufszahlen im Segment der mittelgroßen Transporter im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu. Im Geschäftsjahr entwickelten sich die wichtigen Lkw-Absatzmärkte sehr positiv. In Nordamerika wuchs der Markt für schwere Lkw um 7 %. Ebenfalls sehr dynamisch zeigte sich der Absatz in der Region EU30 (Europäische Union, Vereinigtes Königreich, Schweiz und Norwegen), wo das Marktvolumen um 15 % auf 342.000 Einheiten gesteigert werden konnte. Der Absatz in Japan und China legte ebenfalls merklich um 24 % bzw. 36 % zu, wohingegen der brasilianische Markt einen Rückgang von 17 % verzeichnete. Die Absatzmärkte für schwere Busse entwickelten sich im Berichtsjahr ebenso erfreulich. Zwar lag das Marktvolumen in der Region EU30 noch unter dem Vor-Pandemie-Niveau, stieg zum Vorjahr allerdings um 20 % an. Mercedes-Benz Cars konnte den Absatz zum Vorjahr leicht auf 2.044.100 (2022: 2.040.700) Einheiten steigern. Der Absatz von Mercedes-Benz Cars in Europa ist im Vergleich zum Vorjahr angestiegen und es wurden 659.600 (2022: 618.900) Fahrzeuge als berechnete Lieferungen auf den Markt gebracht. In Deutschland nahm der Absatz um 9 % zu und lag bei 234.300 (2022: 215.600) Einheiten. In den übrigen Absatzmärkten blieb der Absatz stabil. So lag der Absatz in China bei 737.200 (2022: 753.900) Einheiten und in Nordamerika bei 339.500 (2022: 344.200) Fahrzeugen. Im dortigen Hauptmarkt, den USA, blieb der Absatz mit 298.000 (2022: 300.800) Einheiten auf dem Vorjahresniveau. Der Absatz in der Top-End-Kategorie belief sich im Jahr 2023 auf 16 % des Gesamtabsatzes und lag mit 328.300 Einheiten auf dem Vorjahresniveau von 328.200 Einheiten. Haupttreiber waren dabei die AMG-Modelle, gefolgt von der S-Klasse, dem GLS, der G-Klasse sowie dem Mercedes-Maybach. In der Kategorie Core sank der Absatz um 2 % auf 1.096.900 (2022: 1.116.600) Fahrzeuge. Damit liegt der Anteil am Gesamtportfolio bei 54 %. Der Absatz der C-Klasse stieg um 10 % auf 334.400 Limousinen, T-Modelle, Coupés und Cabriolets (2022: 303.000 Fahrzeuge). Trotz des Modellwechsels erreichte die E-Klasse mit 309.100 (2022: 302.700) Einheiten einen Zuwachs von 2 %. Aufgrund von Lieferengpässen lag der Absatz des GLC bei 297.400 Einheiten und der des GLE bei 219.100 Einheiten. Insgesamt erzielte Mercedes-Benz Cars einen Anteil elektrifizierter Fahrzeuge von 20 % (2022: 16 %) am Gesamtabsatz. Dies entspricht 401.900 (2022: 333.500) Einheiten und einer Steigerung um 21 %. Der Absatz vollelektrischer Fahrzeuge (BEV) konnte um 61 % auf 240.600 (2022: 149.200) Einheiten gesteigert werden. Wesentliche Absatztreiber waren die Modelle EQA, EQB, EQE Sedan und EQE SUV. Der Verkauf der Plug-in-Hybrid Vehicle (PHEV) Modelle lag bei 161.300 (2022: 184.300) Einheiten. Mercedes-Benz Vans erreichte mit einem Absatz von 447.800 (2022: 215.300) Fahrzeugen einen Bestwert. Zum Absatzwachstum trugen alle Baureihen bei, wobei den großen Transportern (Sprinter/ eSprinter) mit 237.400 (2022: 217.400) die größte Bedeutung zuzuschreiben ist. In der Kernregion Europa lag der Absatz mit 279.400 (2022: 259.400) Einheiten deutlich über dem Vorjahr. Dabei wurden in Deutschland 114.000 (2022: 113.200) Fahrzeuge abgesetzt. Der Absatz elektrifizierter Vans stieg zum Vorjahr auf 22.700 (2022: 15.000) Fahrzeuge. Zum Jahresende 2023 verzeichnete das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Mobility mit 135,0 Mrd. € ein Vertragsvolumen an Leasing- und Finanzierungsverträgen, welches leicht über dem Vorjahr liegt (31.12.2022: 132,4 Mrd. €, +2 %; wechselkursbereinigt +4 %). Mercedes-Benz Mobility schloss im Jahresverlauf 1,4 Mio. neue Finanzierungs- und Leasingverträge im Wert von insgesamt 62,0 Mrd. € ab. Damit lag der Wert aller Neuverträge leicht über dem Niveau des Vorjahres (+7 %; wechselkursbereinigt +10 %). Ausschlaggebend für die positive Entwicklung waren ein höheres Finanzierungs-/ Leasingvolumen pro Vertrag sowie ein höherer Anteil an elektrifizierten und Top-End-Fahrzeugen im Neuwagengeschäft. Im deutschen Markt blieb das Neugeschäft mit 10,4 Mrd. € auf dem Niveau des Vorjahrs (+2 %). Das Vertragsvolumen sank dabei auf 24,5 Mrd. € (2022: 25,3 Mrd. €). Daimler Truck hat den Absatz in 2023 auf 526.053 (2022: 520.291) Fahrzeuge gesteigert. Das Segment Mercedes-Benz verzeichnete hingegen einen leichten Absatzrückgang. Im Jahr 2023 wurden 158.511 (2022: 166.369) Einheiten verkauft. In der Region EU30 stieg der Absatz, trotz Engpässen der Zulieferer, um 9 % auf 94.001 Einheiten an. Der Absatz des Segments Daimler Busses lag im Jahr 2023 mit 26.168 Einheiten (+9 %) über dem Vorjahresniveau. Der Absatzanstieg resultierte im Wesentlichen aus der Erholung des europäischen Reisebusmarktes. Der Auftragseingang von Mercedes-Benz Cars lag zum Jahresende 2023 auf dem Niveau des Vorjahres. Auf der Produktseite hat dazu insbesondere die E-Klasse positiv beigetragen. Der Auftragseingang von Mercedes-Benz Vans verzeichnete zum Jahresende abnehmende Auftragseingänge im Vergleich zu 2022. Die Auftragslage befindet sich, nach dem durch positive Sondereffekte geprägten Vorjahr, auf einem Normalniveau. Der Umsatz der Mercedes-Benz Group lag im Jahr 2023 mit 153,2 Mrd. € (2022: 150,0 Mrd. €) leicht über dem Vorjahreswert. Der Anstieg war im Besonderen auf gestiegene Absätze bei gleichzeitig verbesserter Preisdurchsetzung der Mercedes-Benz Vans zurückzuführen. Das Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragssteuern (EBIT) lag im Jahr 2023 mit 19,7 Mrd. € (2022: 20,5 Mrd. €) leicht unter dem Vorjahr. Der Umsatz des Daimler Truck-Konzerns lag im Jahr 2023 mit 55,9 Mrd. € deutlich über dem Vorjahresniveau von 50,9 Mrd. €). Der Umsatzanstieg resultiert im Wesentlichen aus einer verbesserten Preisdurchsetzung der Fahrzeugsegmente sowie aus positiven Volumen- und Struktureffekten des Absatzes. Das Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern (EBIT) lag im Geschäftsjahr 2023 mit 5,2 Mrd. € deutlich über dem Vorjahreswert von 3,5 Mrd. €. Die PKW-Neuzulassungen stiegen in Deutschland im Jahr 2023 um 7,3 % auf 2,84 Mio. (2022: 2,65 Mio.) zugelassene Einheiten an. Dabei waren rund 48,5 % und 1,38 Mio. PKW mit einem alternativen Antrieb wie Elektro (BEV), Hybrid und Plug-in-Hybrid ausgestattet. Einen deutlichen Zuwachs zum Vorjahr konnte erneut das Segment der SUVs verzeichnen (+10,0 % zum Vorjahr), gefolgt von der Kompaktklasse (+10,0 % zum Vorjahr) und den Kleinwagen (+2,6 % zum Vorjahr). Mehr als die Hälfte aller Neuzulassungen entfielen auf die Segmente SUVs (30,1 %), Kompaktklasse (16,3 %), Kleinwagen (11,9 %), Geländewagen (11,4 %) und Mittelklasse (10,5 %). Die Oberklasse Fahrzeuge verzeichnen, mit einem Zuwachs von +12,9 % zum Vorjahr, den deutlichsten Anstieg in der Jahresbilanz. Der Anteil benzinbetriebener Pkw (978.660 / +13,3 %) lag mit 34,4 % über dem Vorjahresniveau (32,6 %); der Anteil dieselbetriebener Pkw (486.581 / +3,0 %) wies in der Jahresbilanz 17,1 % (Vorjahr: 17,8 %) aus. Die Anteile der alternativen Antriebsarten entwickelten sich 2023 unterschiedlich. 840.304 hybridangetriebene Pkw (+1,6 %) erreichten einen Anteil von 29,5 %, darunter bildeten 175.724 Plug-in-Hybride (-51,5 %) einen Anteil von 6,2 %. 524.219 Elektro-Pkw (BEV) wiesen mit einem Anteil von 18,4 % eine Steigerung von +11,4 % auf. Die CO 2 -Emission der Pkw stiegen in 2023 um +4,9 %, im Durchschnitt auf 114,9 g/km (Vorjahr: 109,6 g/km). Die Nutzfahrzeuge schlossen 2023 ausschließlich mit positiven Vorzeichen ab. Die Neuzulassungen für Sattelzugmaschinen verzeichneten einen Zuwachs zum Vorjahr von +30,1 %. Die Kraftomnibusse (+12,5 %), Lastkraftwagen +14,5 %), Zugmaschinen insgesamt (+8,4 %) und die sonstigen Kraftfahrzeuge (+0,3 %) schlossen in der Jahresbilanz ebenfalls positiv ab. 6,03 Millionen Pkw wechselten im Laufe des Jahres die Halterin beziehungsweise den Halter. Die Jahresbilanz 2023 schloss mit rund 7,02 Millionen umgeschriebenen Kfz (+5,7 %) und 414.785 Kfz-Anhängern (-1,2 %). In der Bundesrepublik Deutschland ist die Marke Mercedes-Benz erneut auf Rang 2 der Zulassungs-Statistik des Kraftfahrtbundesamtes positioniert und konnte die Zulassungsstatistik in 2023 mit einem Plus von 13,7 % zum Vorjahr abschließen. Der Marktanteil erhöhte sich von 9,2 % im Vorjahr auf 9,8 % in 2023. Audi erreichte einen Marktanteil von 8,7 %, BMW 8,2 %. Damit bleibt die Marke Mercedes-Benz mit einem leichten Absatzplus vor den Herstellern Audi und BMW in Deutschland sehr erfolgreich. Trotz schwieriger wirtschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen ist der Umsatz im Kfz-Gewerbe im Jahr 2023 über alle drei Geschäftsbereiche (Neuwagen, Gebrauchtwagen und Service) um 11,9 % auf 207,3 Milliarden Euro gestiegen (Vorjahr: 185,2 Mrd. €). Laut Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) ist das Umsatzplus durch die gestiegenen Stückzahlen im Fahrzeugverkauf und gleichzeitig höheren Preisen begründet. Der Umsatz mit fabrikneuen Pkw im Markenhandel ist im Jahr 2023 um 2,6 % auf 66,6 Mrd. € angestiegen. Ursächlich für diese Entwicklung sind die höheren Neuwagenpreise, bessere Lieferfähigkeiten und die Umweltprämien für E-Fahrzeuge bis Dezember 2023. Im Durchschnitt investierten die Verbraucher 44.630 Euro (2022: 42.790 €) für ein neues Fahrzeug. Damit liegt der Wert erneut über dem Wert des Vorjahrs. Die Zahl der Pkw-Besitzumschreibungen lag in 2023 insgesamt bei 6,03 Mio. Einheiten und damit über dem Wert von 2022 (5,64 Mio. Einheiten). Einen weiteren Anstieg erfuhren dabei die Preise für Gebrauchtwagen im Markenhandel aufgrund des bisherigen Höchststandes des durchschnittlichen Fahrzeugpreises mit Ø 26.170 €. Das Geschäftsfeld Service und Reparatur verzeichnet im Jahr 2023 ein Umsatzwachstum von 17,7 % auf etwa 33,8 Mrd. € im Vergleich zu 2022. Die Gründe für diesen Zuwachs sind in den gewachsenen Fahrzeugbeständen, der höheren Zahl der Wartungen mit gestiegenen Kosten (+8,5 % pro Wartung) sowie den 15,3 % höheren Kosten je Unfallreparatur begründet. Umsatz- und Auftragsentwicklung Mit dem Verlauf des Jahres 2023 ist die Geschäftsführung zufrieden. Das gesetzte Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2023 konnte deutlich übertroffen werden. Der absolute Gross Profit, d. h. Brutto-Umsatz inkl. der vermittelten Umsätze abzüglich der Erlösschmälerungen und Wareneinsätze liegt um 25,5 % über dem Plan und 17,5 % über dem Vorjahr. Der erwirtschaftete Jahresüberschuss (Net Profit after Tax) liegt um 15,9 % über den Erwartungen aus der Jahresplanung von 2023. Der Gross Turnover, d. h. Brutto-Umsätze inkl. der vermittelten Umsätze, liegt dabei rd. 29,4 % über dem Wert des Vorjahres und um 26,3 % über Plan. Insbesondere die Umsätze aus den Fahrzeuggeschäften mit Gebrauchtfahrzeugen im Pkw und Nfz-Bereich liegen deutlich über den Erwartungen aus der Planung. Der relative Gross Profit, d. h. Brutto-Umsatz inkl. der vermittelten Umsätze abzüglich Erlösschmälerungen und Wareneinsatz in Relation zum Net Revenue, entwickelte sich mit einem Wert von 17,7 %, über den Erwartungen des Plans (17,3 %), jedoch unter dem Vorjahr (19,0 %). Insbesondere in den Bereichen Vertrieb Gebrauchtfahrzeuge ist die Gross Profit Marge zum Vorjahr merklich gesunken, während die Gross Profit Margen im Pkw Neufahrzeugvertrieb und Service zum Vorjahr leicht gesteigert werden konnten. Die Sparte Pkw Neu- und Vorführfahrzeuge erwirtschaftete mit einem Absatz von 945 Fahrzeugen, inklusive der vermittelten Umsätze, einen um 9,5 % höheren Gross Turnover im Vergleich zum Plan. Das Ergebnis liegt dabei ebenfalls über dem Vorjahresniveau. Der Absatz ist zu 2022 um 83 Fahrzeuge gestiegen. Die, zum Vorjahr gestiegene Lieferfähigkeit der Neufahrzeuge führte im Jahr 2023 dazu, dass die Auftragsbestände aus den Vorjahren abgebaut wurden. Neben dem höheren Absatz tragen auch die höheren Neufahrzeugpreise zu der positiven Umsatzentwicklung bei. Der Gross Profit stieg um 20,3 % zum Vorjahr und entwickelte sich deutlich stärker als in der Planung prognostiziert (+ 33,0 %). Der relative Gross Profit lag um rd. 27,1 % über Plan und um 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahresergebnis. In der Sparte Pkw Gebrauchtfahrzeuge lag der Gross Turnover um etwa 27,8 % über dem Vorjahreswert (+28,4 % zur Planung). Die Absatzmenge lag mit 2.107 Fahrzeugen um 31,4 % über der Vorjahresabsatzmenge und um 507 Einheiten über der Planung. Der Gross Profit erhöhte sich zur Planung um 45,0 %. Die Qualität der Geschäfte, gemessen an der Gross Profit-Marge, sank dabei zum Vorjahr um 0,97 Prozentpunkte auf rd. 10,0 %. Trotz der leicht gesunkenen Gross Profit Marge zeigt die Ergebnisentwicklung in der Sparte Pkw Gebrauchtfahrzeuge, dass die in Zahlung genommenen und teils selektiv zugekauften Fahrzeuge für unsere Kunden adäquate Ware darstellen. Bei den neuen Lkw konnte der Bruttoumsatz um 94,7 % zum Vorjahr und um 58,6 % zur Planung gesteigert werden. Der Fahrzeugabsatz ist dabei deutlich auf 323 Fahrzeuge gestiegen. Ursache für die deutliche Absatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr und der Planung ist die bessere Lieferfähigkeit von Bauteilen, weshalb auch für das Folgejahr vorgesehene Auslieferungen in das Berichtsjahr vorgezogen wurden. Der relative Gross Profit stieg ebenfalls leicht um 0,2 % in diesem Jahr zum Plan, verlor zum Vorjahresergebnis allerdings um 8,6 %. Der Gross Turnover aus Geschäften mit Transporter Neufahrzeugen nahm im Jahr 2023 zur Planung um 27,2 % zu. Zum Vorjahr stieg der Gross Turnover aufgrund von höheren Fahrzeugpreisen und bei einer gleichbleibenden Absatzmenge um 12,2 %. Die Gross Profit Marge verringerte sich gleichzeitig zum Vorjahr um 0,45 Prozentpunkte und liegt zum Jahresende bei 12,1 %. Der Umsatz aus dem Geschäft mit gebrauchten Nutzfahrzeugen nahm gegenüber dem Vorjahr um 44,1 % und um 44,6 % gegenüber den Erwartungen zu. Der Absatz ist um rd. 43,6 % zum Vorjahr und um 39,7 % zum Plan gestiegen. Gleichzeitig sank der relative Gross Profit zum Vorjahr auf 16,9 %, was einem Rückgang von -4,4 Prozentpunkten entspricht. Aufgrund des deutlichen Absatzanstieges konnte das Spartenergebnis, trotz der gesunkenen Gross Profit Marge, zum Vorjahresergebnis und zu den Erwartungen aus der Planung merklich gesteigert werden. Die Sparte Service inklusive des werkstatteigenen Teilegeschäfts verzeichnete in 2023 im Gross Turnover zum Vorjahr und zum Plan einen Anstieg der Umsätze im Werkstattbereich (+18,2 % zum Vorjahr, +16 % zum Plan). Die Umsätze im Teilegeschäft konnten ebenfalls um 14 % zum Vorjahr und um 11,8 % zur Planung gesteigert werden. Der relative Gross Profit stieg dabei im Werkstattbereich zum Vorjahr um 0,5 Prozentpunkte, verfehlte das Ziel aus der Planung allerdings leicht um 0,6 Prozentpunkte. Der Gross Profit aus dem Teilegeschäft nahm zum Plan um 0,7 Prozentpunkte zu und bewegt sich auf dem Vorjahresniveau aus dem Jahr 2022. Insgesamt stieg die Gross Profit Marge in der Sparte Service zum Vorjahr und der Planung auf 56,3 % an. Im Bereich des Teilegeschäfts mit fremden Werkstätten stieg der Gross Turnover um rd. 23 % zum Vorjahr und um rd. 18 % zur Planung, wobei die Gross Profit Marge um 0,7 Prozentpunkte zum Vorjahr sank. Absolut konnte der Gross Profit zum Vorjahr um 18,6 % gesteigert werden. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Bestand an Vorführwagen stichtagsbezogen im Vergleich zum Vorjahr leicht verringert und trägt damit zu einem Rückgang im Anlagevermögen bei. Um die Kundennachfrage adäquat zu bedienen, ist ein hinreichend großer und über sämtliche Baureihen vertretener Mix an Vorführfahrzeugen Voraussetzung für den Erfolg im Pkw Neuwagengeschäft. Darüber hinaus wurde in 2023 neben der Erstausstattung des Standorts Rhede sowie der turnusmäßigen Erneuerung der Ausrüstung in den Werkstätten, vor allem in die IT-Infrastruktur, investiert. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres In 2023 gab es auf Ebene der Geschäftsführung und Spartenleitung keine personellen Veränderungen zu verzeichnen. Kontinuierlich wird an einer weiteren Professionalisierung der einzelnen Sparten, z. B. durch zusätzliche Unterstützung im Bereich von Prozessoptimierung und Digitalisierung, gearbeitet, um den zusätzlichen Anforderungen aus den Produktneuerungen gerecht zu werden sowie dem zunehmenden Wettbewerbsdruck entgegenzuwirken. Erläuterung zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Ertragslage Die externen Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 21,1 % gestiegen. Dieser Anstieg rührt sowohl aus positiven Entwicklungen im Vertrieb als auch im Service, wobei insbesondere die Provisionserlöse Pkw und Nfz für Neufahrzeuge deutlich um 36 % zum Vorjahr anstiegen. Die Erlöse im Verkauf Gebrauchtfahrzeuge Pkw und Nfz stiegen insgesamt um 32 %. Die Erlöse für Instandhaltung, Wartung und Garantie nahmen um 16 % zum Vorjahresergebnis zu. Konträr dazu entwickelten sich die Erlöse aus dem Vermietgeschäft (-15 %), welche insbesondere aus einem Umsatzrückgang aus dem CharterWay-Mietgeschäft resultieren. Der Materialaufwand ist - ohne die Aufwendungen für bezogene Leistungen, im Vergleich zum Vorjahr um 21,8 % angestiegen. Insgesamt ist die Rohertragsmarge leicht um 0,6 Prozentpunkte auf 27,9 % gesunken. Absolut erhöhte sich der Rohertrag um 7,95 Mio. Euro. Der Personalaufwand hat sich um 13,5 % zum Vorjahr erhöht. Bezogen auf die höhere Gesamtleistung reduziert sich der Anteil des Personalaufwandes um 0,8 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 12,9 %. Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 38,7 % gestiegen. Der Aufwandsanstieg ist auf höhere Abschreibungen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsfahrzeuge zurückzuführen. Die Abschreibungen beinhalten unter anderem eine zusätzliche Aufwandsposition für Nischen- und Elektromodelle, bei denen aufgrund der Marktentwicklung mit Verlusten in der Zukunft zu rechnen ist. Die Verwaltungsaufwendungen stiegen im Geschäftsjahr, im Vergleich zu 2022 um 16,2 % an. In Bezug auf die Gesamtleistung betragen diese 2,7 % (Vorjahr: 2,8 %). Der Anstieg resultiert insbesondere aus höheren Kosten für die IT-Infrastruktur und Software-Entwicklung sowie höheren Kosten für Buchhaltung, Personalwesen und sonstige administrative Tätigkeiten, die als Dienstleistung von der gruppeneigenen Verwaltungsgesellschaft erbracht werden. Die Vertriebsaufwendungen sind in diesem Jahr um 18 % zum Vorjahr angestiegen und betragen 2,8 % der Gesamtleistung (Vorjahr: 2,9 %). Der Aufwendungsanstieg ist im Wesentlichen auch höhere Kosten für das Fertigmachen und Ablieferungskontrollen im Zuge des gestiegenen Fahrzeugabsatzes zurückzuführen. Die übrigen Betriebsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 34,5 % gestiegen. Sie betragen 4,8 % der Gesamtleistung (Vorjahr: 4,3 %). Die wesentlichen Kostenpositionen sind dabei die Pacht für die Betriebsstätten, Energie- und Entsorgungskosten, Instandhaltungsaufwendungen sowie die Kosten für Betriebsfahrzeuge. Das neutrale Ergebnis, gebildet aus dem Saldo aus neutralen Erträgen und Aufwendungen ist zum Vorjahr um ca. 1,04 Mio. Euro gesunken. Damit übersteigen die Aufwendungen erneut die Erträge. Ursache hierfür ist insbesondere die gebildete Leasingrückstellung. Aufgrund des gestiegenen Personalaufwandes bei gleichzeitig gestiegenen Abschreibungen und erhöhten sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerte sich das Betriebsergebnis (inklusive neutralem Ergebnis), trotz des gestiegenen Rohertrags, um 14,5 % und absolut 0,7 Mio. Euro. Das Finanzergebnis hat sich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Ursache hierfür sind die deutlich zugenommenen Erträge aus den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen zum Vorjahr. Damit gewinnt das Finanzergebnis aufgrund der höheren Finanzierungskosten an Bedeutung. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (inklusive neutralem Ergebnis) im Verhältnis zur Gesamtleistung bewegte sich im Jahr 2023 mit 2,6 % um 0,7 Prozentpunkte unter dem Niveau des Vorjahres. Nach der Berücksichtigung der Steuern liegt der Jahresüberschuss in Höhe von rund 2,74 Mio. Euro um 560 Tsd. Euro unter dem Vorjahresergebnis. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich um ca. 8,6 % und absolut um ca. 6,01 Mio. Euro erhöht. Auf der Aktivseite ist dies im Wesentlichen auf am Bilanzstichtag deutlich gestiegene Forderungen gegen nahestehende Unternehmen zurückzuführen. Auf der Passivseite ist der Anstieg im Wesentlichen auf deutlich gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückzuführen. Ebenfalls gestiegen sind die sonstigen Rückstellungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen. Die Eigenkapitalquote bewegt sich im Vergleich zu anderen Marktbegleitern weiterhin auf einem sehr guten Wert und liegt im Jahr 2023 bei 45,6 % (Vorjahr: 47,8 %). Der leichte Rückgang der Eigenkapitalquote ist insbesondere auf die gestiegenen Bestände im Umlaufvermögen zurückzuführen. Finanzlage Das Jahresergebnis fällt um rund 0,6 Mio. Euro niedriger aus als im vorherigen Jahr. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist in diesem Jahr leicht positiv. Wesentliche Auswirkungen haben die Veränderung der Forderungen und Verbindlichkeiten gegen nahestehende Unternehmen, der Debitoren und der Bankverbindlichkeiten. Deutlich negativ fällt der Cashflow aus der Investitionstätigkeit aus. Ursächlich sind im Wesentlichen die Investitionen in den Vorführwagenbestand. Der leicht positive Cashflow aus Finanzierungstätigkeit entstand aus der Inanspruchnahme von Betriebsmittellinien vermindert um Gewinnausschüttungen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Am Ende des Geschäftsjahres 2023 liegt der Finanzmittelfonds auf dem Niveau des Vorjahres. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens kann insgesamt positiv bewertet werden. Grundsätzlich besteht unterjährig der Freiraum für zusätzliche Investitionen, der in Zukunft auch weiterhin genutzt werden soll. Risiko- und Chancenbericht Unter einem Risiko versteht das Unternehmen die Gefahr, dass Ereignisse, Entwicklungen oder Handlungen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens bzw. die Realisierung der Unternehmensplanung negativ beeinflussen oder den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Als Chance bezeichnet das Unternehmen die Möglichkeit, aufgrund von Ereignissen, Entwicklungen oder Handlungen die geplanten Ziele des Unternehmens zu sichern oder zu übertreffen. Das Unternehmen bewertet in regelmäßig stattfindenden Geschäftsleitungssitzungen die Marktbedingungen und bespricht Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit. In Bezug auf Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens in Frage stellen könnten, liegen keine Erkenntnisse vor. Die Größe des Unternehmens, die Veränderungsbereitschaft und Anpassungsfähigkeit von Strukturen und Prozessen sind erhebliche Stellgrößen, um den sich stetig verändernden Marktbedingungen auf der Angebots- und auch Nachfrageseite sowie neu entstehenden Geschäftsmodellen und Marktbegleitern zu begegnen. Um potenzielle Risiken frühzeitig erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können, wird ein präzises Controlling-Instrumentarium unterhalten. Es werden tägliche, wöchentliche und monatliche Auswertungen erstellt und analysiert. Zu den Routinen zählen auch die monatlichen Ergebnisanalysen und -kommentierungen, die alle Verkaufssparten, den Service und das Ersatzteilegeschäft umfassen. Zusätzlich beschäftigt sich die Abteilung "Controlling" permanent mit Sonderanalysen, um verschiedenste Sachverhalte auf Detailebene auszuwerten. In 2023 wurde gruppenweit ein neues BI-System implementiert, welches neue technologische Möglichkeiten zur Verknüpfung der unterschiedlichsten Datenquellen bereithält. Mit einer sehr starken Verkaufssteuerung über die Kennzahl "Standtage von Bestandsfahrzeugen" überwacht das Herbrand Controlling z. B. das Gebraucht- und Vorführwagenportfolio des Unternehmens, um etwaigen Marktentwicklungen, u. a. in der Antriebstechnologie oder in der Ausstattung, zeitnah begegnen zu können. Risiken der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die Zukunft der deutschen Wirtschaft für das Jahr 2024 in seinem aktuellen Word Economic Outlook (WEO) vom April 2024 negativer als noch im letzten Gutachten aus dem Januar 2024. Demnach könnte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr lediglich um 0,2 % wachsen. Im Januar hatte der IWF für 2024 ein Wachstum der Wirtschaftsleistung um 0,5 % vorausgesagt und die aktuelle Prognose damit um 0,3 Prozentpunkte nach unten revidiert. Deutschland bleibt auch mit dieser neuen Prognose weiterhin das Schlusslicht in der Reihe der stärksten Volkswirtschaften der Welt. Für 2024 rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) in seiner Prognose zum Jahresbeginn 2024 mit einem weltweiten Wachstum von 3,1 %. Diese Wachstumserwartung wurde in der Stellungnahme von April 2024 nahezu bestätigt. Den IWF-Projektionen zufolge dürfte sich das Wachstum im Euroraum von 0,5 % im Jahr 2023 auf 0,9 % (2024) und 1,7 % (2025) erholen. Es wird erwartet, dass der Aufschwung durch einen stärkeren Konsum der privaten Haushalte getragen wird, da die Auswirkungen des Schocks bei den Energiepreisen nachlasse und die Inflation sinke, was das Wachstum der Realeinkommen unterstütze. In ihrer Frühjahrsprojektion erwartet die deutsche Bundesregierung für das Jahr 2024 eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 %. So lägen zum Zeitpunkt der Prognose die Preise von Strom und Gas an der Börse in etwa auf dem Niveau vor dem Energiepreisschock, wovon die Industrie profitiere. Seit Jahresbeginn 2024 ging es auch mit der Produktion "spürbar bergauf". Durch die gesunkenen Energiepreise ginge ein Rückgang der Inflation einher, was die Kaufkraft der Menschen stütze. Für 2025 rechnet die Bundesregierung mit einem realen Bruttoinlandsprodukt-Wachstum von 1,0 %. Der Arbeitsmarkt ist laut Bundesregierung trotz der wirtschaftlichen Schwächephase von Engpässen an Fachkräften geprägt. Im Zuge der schrittweisen Belebung dürfte sich, so die Schätzung der Bundesregierung, der Beschäftigungsaufbau wieder etwas deutlicher fortsetzen und auch die Arbeitslosigkeit allmählich zurückgehen. Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt auch während der hohen Phase der Inflation als äußerst robust. Die Verbraucherpreise dürften sich nach einer Rate von 5,9 % im vorangegangenen Jahr weiter deutlich auf 2,4 % im Jahr 2024 verringern. Hier wirken sich tendenziell inflationsdämpfende Faktoren wie Preisrückgänge auf vorgelagerte Wirtschaftsstufen aus. Ihnen stehen temporär erhöhende Effekte u.a. durch das Auslaufen der Absenkung der Umsatzsteuersätze auf Gas und Fernwärme und ein Basiseffekt aus der Einführung des 49-Eurotickets gegenüber. Im Jahr 2025 dürfte die Inflationsrate mit 1,8 % wieder unter dem EZB-Zielwert von 2,0 % liegen. Aufgrund der gesunkenen Teuerungsrate wird im Jahresverlauf 2024 mit einer leichten Lockerung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank gerechnet, die allerdings später einsetzen dürfte als zunächst angenommen. Die EU-Kommission hat ihre Wachstumserwartungen für 2024 deutlich gesenkt. Nach der im Februar 2024 vorgestellten Winter-Wirtschaftsprognose rechnet Brüssel für 2024 nur noch mit einem Wachstum von 0,8 % im Euroraum und 0,9 % in der EU. Das sind jeweils 0,4 Prozentpunkte weniger als vor drei Monaten vorhergesagt. Deutschland sieht die EU-Kommission mit 0,3 % leicht im Plus. Damit dürfte die Wirtschaft in Deutschland so langsam wachsen wie in keinem anderen Euro-Land. Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben mit Blick auf 2024 weiterhin von außergewöhnlicher Unsicherheit geprägt. Neben der weiterhin stagnierenden oder nur langsamen Verbesserung der makroökonomischen Entwicklungen vor allem im Europäischen Wirtschaftsraum, können insbesondere aus geopolitischen und handelspolitischen Ereignissen Unsicherheiten für die Weltwirtschaft, die hiesige Volkswirtschaft und die Geschäftsentwicklung der Autohausgruppe im deutschen Markt entstehen. Neben dem andauernden Russland-Ukraine-Krieg und dem seit Oktober 2023 hinzugekommenen Nahost-Konflikt sind bei der Risikobetrachtung auch die anhaltenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China sowie eine weitere Eintrübung der politischen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und China zu nennen. Wie in den vergangenen Jahren festzustellen war, können Konflikte und Kriege große Störungen der weltweiten Lieferketten hervorrufen und damit die Wirtschaftsleistung in der Folge von fehlenden Bauteilen, Preissteigerungen usw. massiv beeinträchtigen. Aus Sicht der Wirtschaft können nach wie vor zu hohe Energie- und Rohstoffpreise und das anhaltend hohe Zinsniveau sowie eine noch nicht stabile Kaufkraft der Endkonsumenten Einfluss auf Risiken und Chancen haben. Ursachen für einen möglichen rückläufigen Absatz von Fahrzeugen ergeben sich insbesondere aus dem zum Teil instabilen makroökonomischen Umfeld sowie im Kontext politischer oder wirtschaftlicher Unsicherheiten. Die anhaltend hohe Inflationsrate mit Auswirkung auf den zugrundeliegenden Bankzins für Leasing- und Finanzierungsgeschäfte sowie der Wegfall von Förderprämien für Elektrofahrzeuge im deutschen Markt wirken sich bisweilen negativ auf die Nachfrage im automobilen Sektor aus. Insbesondere ist zu Beginn des Jahres 2024 die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen im deutschen Markt massiv eingebrochen. Laut Konsumentenbefragungen werden deutlich höhere Preise für ein elektrifiziertes Neufahrzeug im Vergleich zu einem ähnlich großen und ausgestatteten Fahrzeug mit einem Diesel- oder Benzinaggregat, die Unsicherheit bezüglich der Langlebigkeit und Reichweite der Batterien sowie die für viele Verbraucher nicht vorhandene oder zugängige Ladesäuleninfrastruktur zusammengefasst im DAT-Report 2024 als wesentliche Ursachen für die Kaufzurückhaltung genannt. Niedrigere Preise sowie niedrigere Leasing- und Finanzierungsraten sind mittelfristig, auch durch den Markteintritt chinesischer Automobilhersteller, zu erwarten. Cyberrisiken Auch das Risiko durch Cyber-Attacken negativ in der Geschäftstätigkeit beeinträchtigt zu werden, hat sich in den vergangenen Monaten nicht abgeschwächt. So sind seit dem Krieg zwischen Russland und Ukraine deutlich stärkere Attacken auf die kritische Infrastruktur, öffentliche Hand und auf die Wirtschaft festzustellen. Cyberangriffe können zur Spionage, d. h. zum Ausspähen von Daten, zur Einflussnahme z. B. durch Desinformation sowie zur Sabotage, also zum Stören von Abläufen, genutzt werden. Energiepreisrisiken Die teils enorm gestiegenen Energiepreise haben sich in Deutschland seit Jahresbeginn 2024 weiter abgeschwächt. Der milde Winter und ein daraus hoher Füllstand der Gasspeicher sowie die Umsetzung von Maßnahmen der Bundesregierung zur Stabilisierung der Energieversorgung wirkten sich preissenkend aus. Die Herbrand Gruppe hatte in 2022 ihren Strom- und Gasbedarf für 2024 bereits zugekauft und damit für einen planbaren Energiepreis gesorgt, der jedoch deutlich über den Preisen je KWh im Vergleich zu den Vorjahren und dem aktuellen Marktniveau liegt. Höhere Energiekosten wirken sich spürbar im sonstigen betrieblichen Aufwand des Autohauses aus. Um diesem Anstieg entgegenzuwirken hat die Herbrand-Gruppe bereits Mitte des Jahres 2022 ein breit angelegtes Energieeinsparprogramm aufgesetzt, dessen Umsetzung sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren erstreckt. Zu den Maßnahmen zählen u. a. die Ausweitung der Eigenstromproduktion mittels Photovoltaik, der Einsatz von Mess- und Regelungstechnik für eine effiziente Verbrauchssteuerung, der Einsatz von LED-Technik, eine Flächenkonsolidierung sowie die Absenkung der Raumtemperatur im Bereich der Werkstatt und Verwaltung insbesondere in den Wintermonaten. Dieses Bündel an Maßnahme hat auch im Jahr 2023 zu einer wiederholt deutlichen Senkung des Gas- (-17 %) und Stromverbrauchs (-16 %) in der Unternehmensgruppe im Vergleich zum Vorjahr geführt. Auch wurden die Mitarbeiter fortlaufend auf das Ziel der Umsetzung zahlreicher Energieeinsparmaßnahmen sensibilisiert. Im Jahr 2023 ging mit der Eröffnung des KfW 55 Neubaus in Rhede auch die Inbetriebnahme einer 250 Kilowattpeak Photovoltaikanlage in Betrieb. Zudem wurde der Standort in Straelen mit einer Photovoltaikanlage für den Eigenverbrauch ausgestattet. Durch das Aufsetzen eines innovativen Bilanzmodells, bei dem der eigens produzierte Strom auch für andere Standorte der Unternehmensgruppe wirtschaftlich eingesetzt wird, kann die hinzugewonnene Energieproduktion effizient in der Unternehmensgruppe genutzt werden. Für 2024 und 2025 sind Dachsanierungen in Goch und in Kevelaer geplant, so dass sich in der Folge weitere Photovoltaikanlagen umsetzen lassen. Hohe Energie- und Verbraucherpreise sind wesentliche Treiber der zuletzt außergewöhnlich hohen Inflation in Deutschland. Im Gesamtkontext einer hohen Inflation entstehen Risiken der Absatzentwicklung in den Verkaufssparten der Autohausgruppe. Die Markt-, Absatz- und Bestandsentwicklung wird vom Controlling der Herbrand Gruppe kontinuierlich analysiert und überwacht; gegebenenfalls werden spezifische Marketing- und Vertriebsprogramme aufgesetzt. Technologische Risiken Die Entwicklung der Branche ist im Service stark geprägt von der Antriebstechnologie, die zur Anwendung kommt. Der Anteil an Fahrzeugen mit Elektroantrieb gewinnt weiterhin - wenn gleich in 2024 etwas abgeschwächt, auch durch die konsequente Ausrichtung der Automobilen Hersteller auf die Antriebstechnologie "Elektro", an Bedeutung. Massive Veränderungen sind kurzfristig noch nicht zu erwarten, jedoch sind langfristige Auswirkungen absehbar. So muss mit einem weiteren Rückgang an Werkstatt- und Ersatzteileumsätzen aufgrund von niedrigeren Wartungsintervallen und, im Falle von Elektrofahrzeugen, verschleißärmeren und schmierstofffreien Motoren gerechnet werden. Mit dieser Entwicklung wird langfristig eine Reduzierung der Serviceumfänge und damit der Umsätze je Fahrzeugdurchlauf einhergehen. Zahlreiche Studien rechnen mit einer deutlichen Reduktion des Werkstatt- und Teileumsatzes in den kommenden 5 bis 10 Jahren. Die Herbrand GmbH begegnet dieser Entwicklung zum einen durch eine kontinuierliche Stärkung der Kundenbindung - z. B. durch zusätzliche Rabatte und gezielte Angebote für das Segment 2 und 3 im Aftersales (Baureihen älteren Alters) und zum anderen durch eine konsequente Digitalstrategie im Service. Die, ab 2021 durch eine Gruppengesellschaft entwickelte, Software "Workshop Control" wurde bereits in 2022 an allen Mercedes-Benz Servicestandorten ausgerollt. Damit ist ein durchgängig bruchloses, digitales und papierloses Arbeiten im Werkstattprozess möglich. Neben dem Wegfall von Druckern und größerer Chargen an Papier, ergeben sich Effizienzgewinne sowie eine, im papierhaften Prozess nicht vorhandene Transparenz und eine bessere Steuerung der Fahrzeugdurchläufe im Werkstattablauf. Obendrauf lassen sich durch Automatisierung und Zentralisierung Optimierungen im Backoffice vornehmen. Der Kunde erhält zunehmend die Möglichkeit, die Werkstattarbeiten digital zu buchen, Auftragserweiterungen digital freizugeben oder auch die Werkstattrechnung kontaktlos zu bezahlen. Damit wird das digital agierende Kundensegment besser bedient, denn es führt dort zu einem, von anderen Branchen, gewohnten Serviceerlebnis bei gleichzeitiger Unabhängigkeit der Serviceleistungen von den Öffnungszeiten im Autohaus. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung des Produkts "Workshop Control" und den Einsatz ergänzender Technologien wie Robotik Prozess Automation konnten in 2023 weitere Effizienzgewinne, beispielsweise durch das automatisierte Vorschreiben von Werkstattaufträgen, realisiert werden. Vertriebsrisiken Während der Phase von der Informationssuche bis zum Autokauf unternimmt die Autokäuferin bzw. der Autokäufer intensive Online- und Offline-Recherchen. Gemäß Umfrage des DAT in 2023 hat die Bedeutung des Händlers als Informationsquelle weiterhin einen hohen Stellenwert. Im Gebrauchtfahrzeugkauf steht der Austausch mit Kollegen, Verwandten und Freunden bei den Befragten an erster Stelle als Offline-Informationsquelle (70 %) dicht gefolgt von der Probefahrt mit 68 %. Auch im Neuwagenbereich hat die Probefahrt einen hohen Stellenwert. Um Bestandskunden und Interessenten adäquat mit Informationen rund um das Thema Auto, Service und Mobilität zu versorgen, unterhält die Herbrand GmbH ein umfangreiches CRM-Management. Hier gilt es, Gewerbe- und Privatkunden über den Lebenszyklus des Automobils zu begleiten und zielgerichtet Verkaufschancen zu nutzen. Generell ist das Vertriebsumfeld geprägt von einem hohen Wettbewerbsdruck im Neu- und Gebrauchtwagensegment. Schlanke und effiziente Prozesse und ein hoher Professionalisierungsgrad, gerade auch in Bezug auf den Fahrzeugeinkauf, werden damit essenziell. Durch die Bündelung von zentralen Funktionen, den Einsatz und die kontinuierliche Weiterentwicklung eines eigens hergestellten Verkaufs-ERP-Systems zur Automatisierung von Prozessen und Steigerung der Abwicklungsqualität und einen übergreifenden Leadprozess wirkt die Herbrand GmbH den geringen Margen im Verkaufsumfeld entgegen. Die Möglichkeiten zahlreicher Online-Marktplätze werden ebenfalls genutzt, um den stetig wachsenden Internetverkauf für Gebrauchtwagen weiter auszubauen und den eigenen Bestand auf den Plattformen der Fahrzeugbörsen zu präsentieren. Diese Internetmarktplätze werden als Online-Informationsquelle für die Gebrauchtwagensuche von rund 82 % der Käufer in 2023 genutzt. Insgesamt haben die Gebrauchtwagenkäufer in 2023 in 95 % der Fälle mindestens eine Online-Quelle vor dem Fahrzeugkauf genutzt. Zum 31. Mai 2023 hat die Mercedes-Benz AG im Rahmen des Projekts "Vertrieb der Zukunft" (kurz: VdZ) das bisherige Vertriebsmodell auf ein echtes Agenturmodell umgestellt. In diesem Kontext werden im Pkw und Van Neuwagenvertrieb individuelle Rabatte, bisweilen gewährt durch das Autohaus, für Endverbraucher künftig ausgeschlossen und die Preise zentralseitig durch die Mercedes-Benz AG gesteuert. Dies soll dazu führen, den Preisdruck im Neuwagensegment innerhalb der Marke und an den Marktgebietsgrenzen zu beseitigen, so dass schlussendlich die Beratungs- und Dienstleistungsqualität als Differenzierungsmerkmal im Handel zählt. Der Vertrieb für Neuwagen Pkw und Transporter wird im Rahmen des echten Agenturmodells über die Online-Plattform der Mercedes-Benz AG gesteuert. Personalrisiken Der zunehmende Fachkräftemangel in Deutschland beeinflusst auch immer deutlicher die Kfz-Branche. Offene Stellen bleiben deutlich länger unbesetzt und der Mangel an Arbeitskräften macht sich auch im Bereich des Lohn- und Gehaltsniveaus bemerkbar. Ein starkes, strategisch und regional ausgelegtes Employer Branding im Sinne einer starken Arbeitgebermarke sind wichtige Antworten bezüglich der Attraktivität eines Arbeitgebers auf Dauer. Durch umfangreiche Maßnahmen im Bereich der Aus- und Weiterbildung, z.B. frühzeitige Gewinnung von Auszubildenden im Rahmen von Schulpraktika, zahlreiche Ausbildungs- und Studienangebote für den Nachwuchs sowie Schul-, Hochschul- und Vereinskooperationen, ein neu aufgelegtes Talenteprogramm für Potentialträger und Benefits über den Arbeitsvertrag hinaus, entgegnet die Unternehmensgruppe dem gestiegenen Fachkräftemangel. Außerdem werden die Social-Media-Kanäle kontinuierlich ausgebaut, um zielgruppenspezifisch um Fachkräfte werben zu können. Um für die Zukunft technologisch gut aufgestellt zu sein, hat die Unternehmensgruppe auch in 2023 umfangreiche Investitionen in die IT-Infrastruktur vorgenommen. Die in 2022 erworbene Serverinfrastruktur sowie das Backup-System wurden in 2023 in Betrieb genommen. Gesamtwirtschaftliche Lage und Branchenrisiken Zu Beginn des Jahres 2024 rechnete der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) mit Zulassungszahlen für das Gesamtjahr von insgesamt rd. 2,65 Mio. Neufahrzeugen und damit mit einem Rücklauf zum Vorjahr. Begründet werden die prognostiziert niedrigeren Zulassungszahlen mit den durchgängig niedrigeren Auftragseingängen im Jahr 2023, welche sich negativ in 2024 auswirken dürften. Belastend zeigten sich auch gestiegene Rohstoffpreise, die zu höheren Anschaffungskosten der Fahrzeuge führten. Der zum Jahresende abgeschaffte Umweltbonus hätte ebenfalls zur Verunsicherung der Verbraucher in Hinblick auf den Kurs der Bundesregierung bei der Verkehrs- und Klimapolitik geführt. Ähnlich beurteilt der DAT die Vorzeichen für den Automobilen Markt in 2024 für Deutschland. Die von der Politik gesetzten Rahmenbedingungen und Prozesse hätten "zurückblickend zu einer Reduzierung der Investitionsdynamik in Elektrofahrzeuge" geführt. Die in 2023 beendete Förderung und das Abstellen auf den Zulassungstermin und nicht auf den Bestellzeitpunkt als Stichtagskriterium der Förderwürdigkeit anzusetzen, wirkte sich laut DAT "kontraproduktiv" aus. Der DAT stellt in seinem für 2024 vorgestellten Jahresreport wiederholt auf die weiterhin hohe Bedeutung der individuellen Mobilität der Verbraucherinnen und Verbraucher ab. Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine führte auch im vergangenen Jahr zu einer enormen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit - auch an den Finanzmärkten. Hinzu kam der Nahostkonflikt im vierten Quartal des Jahres. Die mit den geopolitischen Unsicherheiten einhergehende hohe Inflation sank zwar im Vergleich zum Vorjahr, blieb jedoch im Jahresdurchschnitt mit 5,9 % deutlich über den Inflationszielen i.H.v. 2,0 % der Europäischen Zentralbank. Zum Jahresende nahm die Inflation insbesondere durch die wieder gesunkenen Energiepreise ab und erreichte im Dezember 2023 einen Wert von 3,7 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Als Instrument der Gegensteuerung zur hohen Inflation, erhöhte die Europäische Zentralbank in mehreren Zinsschritten den Leitzins auf schlussendlich 4,5 % im September 2023, was in der Herbrand Gruppe zu deutlich gestiegenen Zinskosten im Bereich der Lang- und Kurzfristfinanzierung führte. Die in den Vorjahren durch Corona und Krieg in der Ukraine gestörten Lieferketten, bewegten sich im Verlauf des Jahres 2023 wieder Richtung Normalmaß. Auftragsbestände, die sich in den Jahren 2021 und 2022 aufbauten, konnten im Verlauf des Jahres abgebaut werden. Die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage beurteilt das Bundesministerium für Wirtschaft in seinem Jahresauftaktbericht zum Jahreswechsel 2023/2024 als "sehr schwach". Die Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, die Kaufkraftverluste, die schwache weltweite Entwicklung, die geopolitischen Krisen und die geldpolitischen Straffungen belasten demnach die deutsche Wirtschaft. Mit 60.680.636 registrierten Kraftfahrzeugen (Kfz) lag der Fahrzeugbestand in Deutschland am 1. Januar 2024 um +0,9 % über dem Vorjahreswert. Der Bestand an Fahrzeugen liegt laut KBA bei rund 49,1 Mio. Pkw in Deutschland. Dabei wurde der Bestand durch 2,8 Mio. Pkw Neuzulassungen im Jahresverlauf verjüngt und im selben Zeitraum erfolgten 6,0 Mio. Pkw Besitzumschreibungen. Dabei dominiert im Pkw-Bestand laut DAT-Report 2024 vor allem der Verbrenner mit einem Anteil von 62 % bei der Antriebsart Benziner, gefolgt von 29 % bei der Antriebsart Diesel. Der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge liegt bei 5 % (3 % BEV und 2 % PHEV). Bei seiner Prognose für den Gebrauchtwagenmarkt geht der ZDK für das Jahr 2024 von einem weiterhin wachsenden Gebrauchtwagenmarkt auf einem Niveau von rund 6,2 Mio. Besitzumschreibungen aus. Das Gebrauchtwagensegment biete für viele Menschen "bezahlbare Mobilität", so der ZDK. Laut DAT-Report 2024 mussten private Neuwagenkäufer im Jahr 2023 rein rechnerisch rund 80 % ihres Jahreshaushaltsnettoeinkommens aufwenden, um sich einen fabrikneuen PKW leisten zu können. Vor 50 Jahren lag dieser Anteil noch bei unter 40 %. Dem zu Folge bleibt die Mobilität für viele Menschen, aufgrund der sehr hohen Listenpreise im Neuwagensegment, nur im Bereich der Gebrauchtwagen erschwinglich. Positiv blickt der ZDK auch in 2024 auf das Werkstattgeschäft. 85 % der Betriebe prognostizieren eine "sehr gute" bis "neutrale" bzw. gleichbleibende Auftragslage. Ähnlich ist die Erwartungshaltung bei den Autohäusern mit 83 %. Für den deutschen Markt rechnet der VDA für 2024 ebenfalls mit 2,8 Mio. Einheiten. Das ist ungefähr ein Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Dabei geht der VDA von einem niedrigeren Absatz von Elektro-Pkw aus (-9 % auf 635.000 Einheiten). Beim Absatz von Plug-In-Hybriden (PHEV) rechnet der Verband mit einer Steigerung um 5 % auf 185.000 Einheiten, wohingegen bei den rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) von einem Rückgang von 14 % auf 451.000 Einheiten ausgegangen wird. In 2023 lag der Anteil an elektrifizierten PKW laut DAT-Report 2024 bei 18 % für BEV und 6% für PHEV. Im Jahresverlauf 2024 wurden per April rund 11 % weniger BEV abgesetzt als im Vorjahresvergleich. Die Stagnation bei den neu zugelassenen BEV sieht das ZDK als Folge einer weiterhin vorhandenen Verunsicherung bei vor allem privaten Kundinnen und Kunden bezugnehmend auf die Frage, ob ein Wechsel hin zur rein batterieelektrischen Mobilität zurzeit sinnvoll sei. Im den ersten vier Monaten dieses Jahres sind laut dem KBA rund 938.000 neue Pkw und damit 7,8 % mehr Fahrzeuge zugelassen worden als im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres. Auch der Gebrauchtwagenmarkt konnte zulegen. Mit 581.359 Besitzumschreibungen lag der Wert mit plus 27,5 % deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahres. In den ersten vier Monaten dieses Jahres wechselten über 2,2 Mio. Pkw die Besitzer, das waren 12,4 % mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Unter den deutschen Marken erreichte bei den Zulassungszahlen im April 2024 Porsche mit +48,9 % die deutlichste Zulassungssteigerung, der Anteil betrug 1,7 %. Zweistellig fiel das Plus der Neuzulassungen bei VW (+37,4 %/20,9 % Anteil) und BMW (+25,3 %/8,9 % Anteil) aus, einstellige Zuwächse verzeichneten Mercedes (+7,5 %/9,3 % Anteil), Audi (+4,7 %/7,7 % Anteil) und Ford (+1,5 %/3,4 % Anteil). Rückläufig waren die Neuzulassungszahlen bei MAN (-41,4 %/0,1 % Anteil), Mini (-31,1 %/1,0 % Anteil), Opel (-18,4 %/3,9 % Anteil) und Smart (-1,8 %/0,6 % Anteil). VW war mit 20,9 % die anteilstärkste deutsche Marke. Bei den Importmarken mit mehr als 2.000 Neuzulassungen im April 2024 legte Volvo mit +88,2 % am deutlichsten zu, der Anteil betrug 2,3 %, gefolgt von Citroën (+84,5 %/2,2 % Anteil) und Peugeot (+58,8 %/2,2 % Anteil). Per April 2024 erreicht VW bei den Neuzulassungen einen Marktanteil von 19,3 % gefolgt von Mercedes-Benz mit 9,1 % und BMW mit 8,0 %. Das Segment der SUV erreichte im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Plus von 18,5 % und war im April mit einem Anteil von 28,2 % erneut das stärkste Segment. Neuwagen der Kompaktklasse erreichten mit +52,2 % den stärksten Zuwachs und kamen auf einen Anteil von 19,6 %. Zweistellige Zuwächse erreichten ebenfalls die Segmente Sportwagen (+29,5 %/1,5 % Anteil), Wohnmobile (+24,5 %/3,8 % Anteil), Großraum-Vans (+22,7 %/2,0 % Anteil), Geländewagen (+20,2 %/11,0 % Anteil), Obere Mittelklasse (+19,0 %/3,2 %), Kleinwagen (+14,4 %/11,5 % Anteil) und die Mittelklasse (+10,3 %/10,4 % Anteil). Die Elektroautos (BEV) verzeichneten mit 29.668 Neuzulassungen im April 2024 einen Zulassungsrückgang von -0,2 %, ihr Anteil betrug 12,2 %. 75.182 Pkw und damit +26,4 % mehr als im Vergleichsmonat waren Hybride, darunter 15.135 Plug-in-Hybride, deren Anzahl um +28,4 % über dem Ergebnis des Vorjahresmonats lag, und einen Anteil von 6,2 % ausmachte. 90.729 Pkw waren mit Benzinantrieb ausgestattet und damit +18,6 % mehr als im April des Vorjahres. Ihr Anteil betrug 37,3 %. 46.317 neu zugelassene Diesel-Neuwagen bewirkten ein Plus von 28,2 % und einen Anteil von 19,1 %. Es kamen 1.160 flüssiggasbetriebene Pkw zur Neuzulassung (+28,5 %/0,5 % Anteil) und 26 Pkw mit Erdgasantrieb (-83,0 %/0,0 % Anteil). Der durchschnittliche CO 2 -Ausstoß stieg im April 2024 leicht an und betrug 124,8 g/km. Im April 2023 waren es 123,3 g/km. Am Nutzfahrzeugmarkt stiegen die Neuzulassungen bei den Lastkraftwagen um +37,2 %. Die Sattelzugmaschinen gingen um -5,5 % zurück, so dass die Zugmaschinen im Berichtsmonat April 2024 insgesamt mit +5,4 % bilanzierten. Im Gesamtjahr 2024 wird ein spürbares Absatzwachstum im Bereich von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen u. a. durch die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs in Europa und Nahost und den damit verbundenen volkswirtschaftlichen Einschränkungen beeinflusst. Aber auch die nach wie vor hohe Inflation und eine damit verbundene Kaufzurückhaltung wirken sich dämpfend auf die Entwicklung aus. Gleichzeitig zeigt sich die Robustheit des Servicegeschäfts, welches nach unserer Erwartung zu einer hohen Auslastung in den Werkstätten führen dürfte. Risiken in Bezug auf den Fortbestand des Unternehmens sind im Kontext mit der gesamtwirtschaftlichen Situation sowie Branchenlage zu sehen. Anhand von umfangreich vorliegenden Reports und Kennzahlen bewertet die Geschäftsleitung die wirtschaftliche Situation des Unternehmens kontinuierlich neu und steuert mit entsprechenden Maßnahmen bei Abweichungen zu Planwerten und Benchmarks entgegen. Langfristig ist die Strategie des Unternehmens auf einen hohen Digitalisierungsgrad von Prozessen bei einer gleichzeitig hohen Bindung und Zufriedenheit von Mitarbeitern und Kunden ausgelegt. Liquiditätsrisiko Derzeit ist, aufgrund der ausreichenden Ausstattung an Betriebsmittellinien von Banken und Herstellerbanken, keine Situation absehbar, in der sich ein Liquiditätsengpass ergeben würde. Das Unternehmen unterhält ein täglich verfügbares Liquiditätsreporting, monitort die Bestandsentwicklung von Fahrzeugen und Ersatzteilen, steuert die Fahrzeugankäufe in der Gruppe über eine eigens darauf spezialisierte Einkaufsabteilung, überwacht die offenen Posten in festgelegten Zyklen und erstellt rollierend Liquiditätsprognosen für die Zukunft. Prognosebericht Im Jahr 2024 rechnet die Geschäftsleitung insbesondere im Verkaufsbereich mit einem starken Ergebniseinfluss durch geplante Bestandsbereinigungen und Auswirkungen durch die Umstellung auf das echte Agenturmodell "Vertrieb der Zukunft" im vergangenen Jahr. Zusätzlich wird davon ausgegangen, dass der Förderstopp auf Elektrofahrzeuge Einflüsse auch die Bestelleingänge elektrifizierter Fahrzeuge haben wird. Nach Abschluss des ersten Quartals 2024 lässt sich diese prognostizierte Entwicklung im Neufahrzeugverkauf bestätigen, jedoch ist der erwartete Umsatzeinbruch zum Vorjahr nicht in der erwarteten Höhe eingetreten. Im Service wird mit einem ähnlich guten Ergebnis wie in Vorjahr gerechnet. Grund für diese Annahme ist die gute Auftragslage bei gleichzeitig steigenden Umsatzerlösen pro Fahrzeugdurchlauf. Der Fokus wird in 2024 verstärkt auf das Thema Mitarbeiterbindung und Mitarbeiterentwicklung gelegt. Dadurch entstehende Kosten wurden in der Jahresplanung berücksichtigt. In den ersten drei Monaten des Jahres 2024 entwickeln sich die Umsatzerlöse (Gross Turnover) über alle Sparten betrachtet, leicht über dem Vorjahr. Die Erträge im Gross Profit sowie die Deckungsbeiträge liegen über den Erwartungen aus der Planung. In der Sparte Pkw Neu- und Vorführwagen liegt die Herbrand GmbH beim Umsatz inklusive der vermittelten Umsätze, nach Ablauf der ersten drei Monate, um 2,2 % unter dem Vorjahresergebnis. Der relative Gross Profit liegt mit 7,8 % um 2,9 Prozentpunkte unter dem Vorjahr und um 0,4 Prozentpunkte unter den Erwartungen aus der Planung. Für das Jahr 2024 plant die Verkaufsleitung einen Bestandsabbau im Vorführwagenbereich. Daraus kalkulierte Verluste sind in der Spartenplanung berücksichtigt. Seit dem Start von "Vertrieb der Zukunft" in 05/2023 werden die Neufahrzeugkonditionen von der Mercedes-Benz AG vorgegeben. Die damit einhergehenden Preiserhöhungen wurden ebenfalls als Herausforderung in die Jahresplanung mit aufgenommen. Für die Abteilung Pkw Gebrauchtfahrzeuge verliefen die ersten drei Monate in 2024 beim Absatz stärker als erwartet und auch die Umsätze liegen auf einem hohen Niveau. Die Qualität der Geschäfte, gemessen am relativen Gross Profit, sinkt dabei jedoch um 1,3 Prozentpunkte zum Vorjahr und liegt nach dem ersten Quartal 2024 bei 8,8 %. Bezogen auf das Gesamtjahr 2024 rechnet die Unternehmensleitung mit einem ähnlichen Absatz wie im Vorjahr. Gleichzeitig wird mit einer leicht sinkenden Marge gerechnet. Diese Annahme bestätigt sich nach Ablauf des ersten Quartals 2024. Im ersten Quartal in 2024 entwickelt sich der Bereich Lkw Neuwagen über dem Plan für das Geschäftsjahr (Gross Turnover +20,4 %). Der absolute Gross Profit verzeichnet per März ein Delta von +27,9 % zum Plan, liegt jedoch um rund 24,8 % unter dem Vorjahresergebnis. Zum Vorjahr ist der Absatz im ersten Quartal um 23 Einheiten gesunken. Für 2024 wird, insbesondere aufgrund der zunehmenden Konkurrenzsituation, auch im Hinblick auf neue Antriebsarten, mit einem Spartenergebnis unter dem Ergebnis des Vorjahres gerechnet. Im Bereich Transporter Neuwagen geht die Geschäftsführung von sinkenden Umsätzen in 2024 aus. Diese Annahme bestätigt sich nach Ablauf der ersten drei Monate. Die Absatzzahlen und Umsatzerlöse liegen leicht unter dem Vorjahresergebnis. Die Gross Profit Marge entwickelt sich hingegen positiv und liegt per Q1/2024 um +1,0 Prozentpunkt über dem Vorjahr und +5,1 Prozentpunkte über den Erwartungen aus der Planung. Für den Bereich Nfz Gebrauchtfahrzeuge wird für das Gesamtjahr 2024 mit einem Absatz- und Umsatzniveau leicht unter dem Vorjahresniveau gerechnet. Ebenso wird mit einem Rückgang der Gross Profit-Marge um 2,7 Prozentpunkte zum Vorjahr gerechnet. Die Annahmen bestätigen sich nach Ablauf der ersten Monate allerdings nicht. Der Bruttoumsatz liegt um 14,6 % über Plan. Auch die Qualität der Geschäfte, welche sich anhand der Gross Profit-Marge messen lässt, liegt 2,4 Prozentpunkte über den Erwartungen. Der Bereich Service plant für das Geschäftsjahr 2024 im Bereich Werkstatt und Ersatzteile mit einer Erlössteigerung um etwa 9,5 % zum Vorjahr. Nach dem ersten Quartal in 2024 sind die Umsätze im Werkstattbereich insgesamt 8,0 % besser als im Vorjahr und liegen um 2,7 % über dem Plan. Auch im Ersatzteilgeschäft sind die Umsätze zum Vorjahr gestiegen und liegen 4,1 % über Plan. Der relative Gross Profit des Geschäfts mit Werkstattleistungen und Ersatzteilen liegt nach Ablauf der ersten drei Monate knapp unter den Erwartungen aus der Planung und unter dem Vorjahr. Im Bereich Teilehandel-Großkundengeschäft wird für 2024 mit einer Umsatzsteigerung von 11,0 % gerechnet. Per März konnte der Umsatz zum ersten Quartal des Vorjahres um 15,3 % gesteigert werden und liegt ebenfalls um 4,1 % über den Erwartungen aus der Planung. Der relative Gross Profit liegt mit 17,4% um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahr, allerdings um 0,7 Prozentpunkte über der Planung für das erste Quartal. Nach Ablauf der ersten drei Monate in 2024 wird für das Gesamtjahr mit einem Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr von rd. 13 % gerechnet. Der absolute Gross Profit wird sich dabei voraussichtlich ebenfalls unter dem Niveau von 2023 bewegen. Auf Jahresebene rechnet die Geschäftsleitung insbesondere durch eine geringere Anzahl an Neufahrzeuggeschäften und steigenden Kostenpositionen, jedoch einem gleichzeitig guten Ergebnis im Servicebereich mit einem Jahresergebnis knapp unterhalb des Ergebnisses aus 2023. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Amtsgericht Kleve, HRB 3714 Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren. Die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Abschreibungsmethoden berücksichtigen alle erkennbaren Risiken; sie sind im Einzelnen bei der Erläuterung der Bilanzposten dargestellt. Als nahestehende Unternehmen werden Gesellschaften der Herbrand-Gruppe bezeichnet, mit denen keine gesellschaftsrechtliche Verbindung besteht (JoHe GmbH & Co. KG, Herbrand Niederrhein GmbH & Co. KG, Herbrand Fichtenhain GmbH & Co. KG, Herbrand Goch KG sowie Herbrand Holding GmbH & Co. KG und deren Tochtergesellschaften). II. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten sowie der Wertberichtigungen aller Positionen des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die immateriellen Vermögensgegenstände sind, soweit entgeltlich erworben, zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Der Restbuchwert besteht aus EDV-Software, die über eine Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben wird. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Bauten auf fremden Grundstücken werden über 5 bis 20 Jahre, technische Anlagen und Maschinen in längstens 20 Jahren, Vorführwagen überwiegend über 6 Jahre (Pkw) bzw. 9 Jahre (Lkw), andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über 2 bis 15 Jahre (Ausnahme: Tresore) abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen und, soweit zulässig, auch nach der degressiven Methode. Auf die lineare Abschreibungsmethode wird übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. In 2020 bis 2022 wurde bei beweglichen Sachanlagen die steuerlich mögliche degressive Abschreibung auch handelsrechtlich angewendet. Der zusätzliche Aufwand im Jahr 2023 hieraus beläuft sich auf ca. T€ 182. Der Betrag für unmittelbar aufwandswirksam zu erfassenden Anschaffungskosten geringwertiger Anlagegüter liegt bei Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00. Finanzanlagen Der Beteiligungsbesitz zum 31. Dezember 2023 betrifft ausschließlich eine 0,7 %-ige Beteiligung an dem TEUR 742 betragenden gezeichneten Kapital der TECHNO-EINKAUF GmbH, Norderstedt. Die Beteiligung ist zu Anschaffungskosten angesetzt. Die sonstigen Ausleihungen betreffen Geschäftsanteile an zwei Genossenschaftsbanken zum Nennwert. Vorräte Die Bestandsermittlung erfolgte für Gebraucht- und Vorführwagen durch körperliche Aufnahme im Rahmen einer permanenten bzw. für unfertige Werkstattleistungen einer ausgeweiteten Stichtagsinventur und bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen durch vorgezogene Stichtagsinventuren mit mengen- und wertmäßigen Bestandsfortschreibungen in den EDV-geführten Lagerbüchern. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu durchschnittlichen fortgeschriebenen Einstandspreisen bzw. niedrigeren Wiederbeschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet. Bestandsrisiken, die sich aufgrund längerer Lagerdauer oder des Alters der Bestände ergeben, wurde durch Wertabschläge Rechnung getragen. Die Herstellungskosten der unfertigen Werkstattleistungen sind im Lohnbereich ausgehend von den am Abschlussstichtag vorliegenden, zu Verkaufspreisen bewerteten Werkstattaufschreibungen retrograd durch entsprechende Abschläge ermittelt. Die enthaltenen Ersatzeile sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Gebraucht- und Vorführwagen sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten gemäß DAT-Bewertung oder bis zur Abschlussaufstellung tatsächlich erzielten Verkaufspreisen abzüglich noch anfallender Kosten und eines Gewinnabschlags bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nominalwerten angesetzt, wobei auf Lieferforderungen neben notwendigen Einzelwertberichtigungen eine Pauschalwertberichtigung von 1,0 % vorgenommen wurde. Valutaforderungen lagen an beiden Abschlussstichtagen nicht vor. Unter den Forderungen gegen nahestehende Unternehmen sind unter Verrechnung von analogen Verbindlichkeiten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 11.775 ausgewiesen. Forderungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr bestehen nicht. Aktive latente Steuern Das Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern wurde nicht in Anspruch genommen. Die bei einem kombinierten Ertragsteuersatz von 31 % ermittelten aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.305 resultieren ausschließlich aus unterschiedlichen Bewertungsansätzen in der Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Rückstellungen. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital beträgt DM 500.000,00. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellung betrifft zum Abschlussstichtag eine Anwartschaft. Die Bewertung erfolgte auf Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens zum Erfüllungsbetrag. Hierbei wurde die sogenannte PUC-Methode angewendet, hinsichtlich der biometrischen Annahmen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutsche Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,83 %. Aus der Bewertung mit dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten 10 Jahre für eine Laufzeit von 15 Jahren anstelle einer Bewertung mit dem Durchschnittszins der letzten 7 Jahre ergibt sich für die Pensionsrückstellung ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 5, der ausschüttungsgesperrt ist. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 2 % bei den Renten ausgegangen. Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 457, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Aus der Saldierung verbleibt ein als Rückstellung auszuweisender Betrag in Höhe von TEUR 363. Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherung) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung). Im Geschäftsjahr wurde ein Ertrag aus der Erhöhung des Aktivwertes der Rückdeckungsversicherung von TEUR 4 vereinnahmt, die Erhöhung der Pensionsverpflichtung belief sich auf TEUR 130. Steuerrückstellungen Die gebildeten Steuerrückstellungen betreffen Gewerbe- und Körperschaftsteuer aus dem laufenden Jahr und aus dem Vorjahr. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen, die nachfolgend hinsichtlich ihrer Größenordnung in absteigender Reihenfolge aufgeführt sind, enthalten im Wesentlichen Beträge für Verluste aus Rückkaufverpflichtungen aus Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge, verschiedene Posten des Personalbereichs (Tantieme, ausstehende Provisionszahlungen, ausstehender Urlaub, Überstunden, Jubiläen, Abfindungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge), Garantie-, Kulanz- und Nachsorgeleistungen, für die gesetzliche Aufbewahrungsverpflichtung von Geschäftsunterlagen, Drohverluste aus Energieverträgen, ausstehende Rechnungen, Jahresabschlusskosten sowie Prozessrisiken. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Valutaverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über einem Jahr bestanden zum Abschlussstichtag nicht. Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Vereinbarungen über Sicherheitsabtretungen in Höhe von TEUR 6.363. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen bestehen mit TEUR 395 aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, welche anteilig mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verrechnet wurden. Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt:
Auf die Aufgliederung nach geographischen Märkten wird mit Hinweis auf § 285 Nr. 4 i. V. m. § 286 Abs. 2 HGB verzichtet. Personalaufwand Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird mit Hinweis auf § 285 Nr. 9 a i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Periodenfremde Erträge/Periodenfremde Aufwendungen Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen periodenfremden Erträge betragen insgesamt TEUR 131 und resultieren aus der Ausbuchung von Guthaben Dritter und Lieferantenverbindlichkeiten nach Eintritt der Verjährung (TEUR 76), aus Erträgen aus abgeschriebenen Forderungen (TEUR 6), der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 36) und der Erstattung von Vorjahreskosten (TEUR 12). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 134 enthalten, die im Wesentlichen aus Korrekturen von Forderungen (TEUR 105), aus Forderungsverlusten (TEUR 24), und aus nachträglichen Zahlungen an Kunden (TEUR 5) bestehen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen enthalten in Höhe von TEUR 30. Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen TEUR 18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen im Wesentlichen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. III. Angaben zu Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften Für ein an die JoHe GmbH & Co. KG ausgezahltes Bankdarlehen in Höhe von TEUR 8.904 bürgt die Herbrand GmbH in Höhe von TEUR 3.100. Ebenfalls für ein an die JoHe GmbH & Co. KG bisher anteilig ausgezahltes Darlehen über TEUR 7.500 bürgt die Herbrand GmbH in voller Höhe. Ferner bürgt sie für Banklinien der Herbrand-Jansen GmbH (Stichtagsinanspruchnahme TEUR 4.947, Haftung begrenzt auf TEUR 6.000, und der Herbrand Niederrhein GmbH & Co. KG zusammen mit der Herbrand Fichtenhain GmbH & Co. KG (Stichtagsinanspruchnahme TEUR 4.439, Haftung begrenzt auf TEUR 5.000). Das Risiko einer Inanspruchnahme wird aufgrund der Bonität der Gesellschaften jeweils als gering eingestuft. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen bestehende Pachtverpflichtungen, Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen sowie Verpflichtungen zum Rückkauf von Fahrzeugen aus Darlehens- und Leasingverträgen.
Zusätzlich bestehen Pachtverpflichtungen für die Standorte in Kevelaer, Geldern, Xanten, Emmerich, Kleve, Bocholt (2 Betriebsstätten), Borken sowie in Straelen, die auf unbestimmte Zeit geschlossen und nur aus wichtigem Grund kündbar sind. Die Pacht für das Geschäftsjahr 2023 belief sich insgesamt auf TEUR 2.850. Ferner wurde ein Dienstleistungsvertrag über verschiedene Distributionsdienstleistungen abgeschlossen, welcher variabel vergütet wird und halbjährlich kündbar ist. Der Aufwand im Geschäftsjahr 2023 betrug hieraus TEUR 4.660. Verträge über derivative Finanzinstrumente bestehen nicht. IV. Sonstige Angaben Beschäftigte Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl betrug:
Darüber hinaus wurden in 2023 durchschnittlich 81 Auszubildende beschäftigt, davon 50 technische und 31 kaufmännische Auszubildende. Organe Geschäftsführung Richard Lacek-Herbrand, Kaufmann, Düsseldorf, Geschäftsführer Service und Verwaltung Sven Holtermann, Kaufmann, Düsseldorf, Geschäftsführer Vertrieb Geschäfte mit nahestehenden Personen Durch die Herbrand GmbH wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen vorgenommen, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind. Gesamthonorar des Abschlussprüfers
ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 von EUR 2.742.326,79 zusammen mit dem Gewinnvortrag von EUR 18.962.809,27 unter Berücksichtigung der Ausschüttung über EUR 1.500.000,00 als neuen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 20.205.136,06 auf neue Rechnung vorzutragen.
Kevelaer, den 14. Juni 2024 Die Geschäftsführung Richard Lacek-Herbrand Sven Holtermann Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023
BestätigungsvermerkAn die Herbrand GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Herbrand GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Herbrand GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ̶ entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und ̶ vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut für Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Darüber hinaus sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ̶ identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. ̶ gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. ̶ beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ̶ ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. ̶ beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. ̶ führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Krefeld, den 14. Juni 2024 dhpg
GmbH
Katrin Steinecke, Wirtschaftsprüferin Paul Berger, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung des Jahresabschlusses durch die Gesellschafter erfolgte im Rahmen der Gesellschafterversammlung vom 16.08.2024. |
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