Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 25562
Vorher
BACKER-BAU GmbH BauunternehmungFUCHS Bau GmbH
Eingetragen
19.1.2010
Branche
Bau von BahnverkehrsstreckenSpezialisierte Bautätigkeiten im TiefbauRohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau
Gegenstand
Hoch- und Tiefbau, insbesondere Ingenieurund Brückenbau, Industriebau und Bauwerksanierung

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nikolai Michailenko
seit 8.12.2023
Prokura
Torsten Baldauf
seit 6.7.2023
Geschäftsführer
Herbert Koch
seit 1.10.2020
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
40.00%
40.00%
Dipl.-Ing. R******* F****
10.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FUCHS Bau Ost GmbH (vormals: FUCHS Bau GmbH)

Hainichen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.448,54 48.543,85
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
32.449,54
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 28.815,25 42.049,62
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 112.846,25 152.978,35
141.661,50
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 51.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 56.000,00 0,00
2. In Ausführung befindliche Bauaufträge 5.806.709,61 39.392.052,85
3. Erhaltene Anzahlungen -4.917.918,67 -36.340.323,45
944.790,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.065.331,64 8.040.984,24
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 276.131,37 474.402,73
- davon gegen Gesellschafter € 179.259,97 (Vj. € 0,00)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 799.299,54 1.375.247,18
6.140.762,55
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.559.829,44 5.502.968,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 56.718,85 69.802,38
12.876.212,82 18.809.707,74

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnvortrag 4.907.626,02 4.557.835,73
III. Jahresüberschuss 534.518,97 349.790,29
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 7.921,00 414.194,00
2. Sonstige Rückstellungen 4.213.718,15 6.272.619,40
4.221.639,15
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.624.288,62 2.879.357,89
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 2.429.650,89
- davon gegen Gesellschafter € 0,00 (Vj. € 2.425.896,01)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 588.140,06 906.259,54
- davon aus Steuern € 130.789,27 (Vj. € 429.327,81) 2.212.428,68
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 79.092,50 (Vj. € 50.769,38)
12.876.212,82 18.809.707,74

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
1. Umsatzerlöse 96.534.518,26 85.699.107,64
2. Erhöhung / Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -33.585.343,24 18.252.344,85
3. Sonstige betriebliche Erträge 740.350,18 885.872,31
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 12.372.478,44 26.891.754,73
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 38.941.353,29 65.580.119,80
51.313.831,73
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.884.530,37 6.423.012,65
b) Soziale Abgaben u. Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 2.662.972,08 2.476.038,69
- davon für Altersversorgung € 0,00 (Vj. € 0,00) 8.547.502,45
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 106.957,08 117.279,15
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.529.510,84 2.993.368,21
8. Erträge aus Beteiligungen
- davon von verbundenen Unternehmen € 0,00 Vj. € 632.400,00) 0,00 632.400,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.713,01 6.666,67
- davon von verbundenen Unternehmen € 11.015,47 (Vj. € 0,00)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.592,41 2.901,64
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 365.345,77 550.466,85
12. Ergebnis nach Steuern 548.189,47 441.449,75
13. Sonstige Steuern 13.670,50 91.659,46
14. Jahresüberschuss 534.518,97 349.790,29

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die FUCHS Bau GmbH mit Sitz in Hainichen ist im Handelsregister Abteilung B des Amtsgerichts Chemnitz unter der Nummer HRB 25562 eingetragen.

Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs nach § 288 Abs. 2 HGB werden teilweise in Anspruch genommen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches in der Fassung des BilRUG unter Beachtung der Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Es wurden die handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet.

Gemäß § 264 Abs. 1 HGB haben die gesetzlichen Vertreter einer Kapitalgesellschaft den Jahresabschluss um einen Anhang zu erweitern, der mit der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung eine Einheit bildet. Der Jahresabschluss hat unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu vermitteln. Führen besondere Umstände dazu, dass der Jahresabschluss dieses Bild nicht vermittelt, so sind im Anhang zusätzliche Angaben zu machen.

Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und die allgemeinen Bewertungsgrundsätze des § 252 Abs. 1 HGB wurden beachtet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr weitestgehend unverändert angewandt. Die Darstellung der Umsatzsteuerschuld erfolgt auf Grund der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Muttergesellschaft unter den Forderungen gegen Verbundunternehmen.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauerschätzung basiert auf einer entsprechenden Fortführung von Auftrags- und Kundenbeziehungen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten- bzw. Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände ermittelt.

Vermögensgegenstände, die bis zum 31.12.2021 angeschafft wurden und deren Anschaffungskosten mehr als EUR 250,00 und bis zu EUR 1.000,00 betragen, wurden gemäß § 6 Abs. 2 und 2 a EStG in einem Sammelposten erfasst und werden über fünf Jahre aufgelöst. Seit 01.01.2022 werden Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Anschaffungsjahr bis auf EUR 1,00 abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die ebenfalls im Umlaufvermögen ausgewiesenen in Arbeit befindlichen Bauaufträge wurden zu Herstellungskosten nach dem bisherigen Fertigungsgrad und unter Berücksichtigung der noch anfallenden Kosten der jeweiligen Aufträge bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten die Material- und Fertigungskosten sowie die aktivierungsfähigen Gemeinkosten.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden vom Posten Vorräte offen abgesetzt. Insoweit die erhaltenen Anzahlungen im Einzelfall die angesetzten Werte der in Arbeit befindlichen Bauaufträge übersteigen, wurde der übersteigende Betrag auf der Passivseite unter dem Posten erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennbetrag angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Dritte wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %) Rechnung getragen.

Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Bewertung erfolgt zum Nennwert.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zum Jahresabschluss

A) Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederungen und Entwicklungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind aus dem diesem Anhang gesondert beigefügten Anlagenspiegel (Anlage 3a) zu entnehmen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von TEUR 179,3 (Vj. TEUR 428,9) um sonstige Vermögensgegenstände. Eine Wertberichtigung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist nicht notwendig.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Liquiditätszuschüsse gegenüber drei Arbeitsgemeinschaften in Höhe von insgesamt TEUR 530,4 (Vj. TEUR 506,2) enthalten. Der Einschuss in eine der drei Arbeitsgemeinschaften ist mit TEUR 165,2 wertberichtigt. Nach Abschluss der jeweiligen Bauprojekte werden die Liquiditätszuschüsse zurückgezahlt. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen zudem Forderungen an Sozialkassen für Urlaub in Höhe von TEUR 79,8 (Vj. TEUR 82,3) und Forderungen an Sozialkassen für Überstunden in Höhe von TEUR 128,2 (Vj. TEUR 0,0).

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 1.000,0 und ist in voller Höhe erbracht. Es besteht aus einem Geschäftsanteil.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen von insgesamt TEUR 4.213,7 (Vj. TEUR 6.272,6) betreffen in Höhe von TEUR 3.588,2 (Vj. TEUR 5.577,0) Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, in Höhe von TEUR 235,0 (Vj. TEUR 345,0) Personalrückstellungen und in Höhe von TEUR 279,2 (Vj. TEUR 116,0) Rückstellungen für Gewährleistungen.

Die Steuerrückstellungen für Gewerbesteuern betragen 7,9 TEUR (Vj 198,0 TEUR).

5. Verbindlichkeiten

Art, Höhe und Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel:

Bezeichnung Stand 31.12.2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit > 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
(Vorjahr)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.624,28 667,40 956,88 0
(Vorjahr) (2.879,4) (2.005,3) (874,1) 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
(Vorjahr) (2.429,6) (2.429,6) 0 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 588,13 588,13 0 0
(Vorjahr) (906,3) (906,3) 0 0
Summe 2.212,41 1.255,53 956,88 0
(Vorjahr) (6.215,3) (5.341,2) (874,1) 0

6. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter

Auf Grund der umsatzsteuerlichen Organschaft bestehen gegenüber der Gesellschafterin Forderungen aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 179,3.

B) Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erlöse aus dem Verkauf von Projektgesellschaften in Höhe von TEUR 356,9 (Vj. TEUR 0,0) sowie Versicherungsentschädigungen und Schadensersatzleistungen in Höhe von TEUR 170,3 (Vj. TEUR 44,8) enthalten.

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für die Einstellung von Wertberichtigung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 275,2 (Vj. TEUR 227,2) enthalten.

3. Zinserträge

In den Zinserträgen sind Zinserträge von der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 11,0 (Vj. TEUR 6,7) enthalten.

IV. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Aus der Bilanz nicht ersichtliche Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen zum Abschlussstichtag für bestehende Bürgschaften diverser Kreditversicherer (Vertragserfüllung und Gewährleistung) in Höhe von insgesamt TEUR 18.811,3 (Vj. TEUR 20.243,8). Auf Grund unserer Befähigung, Nachbesserungen durchzuführen, sehen wir die Gefahr einer Inanspruchnahme als gering an.

Weiterhin bestehen gegenüber Banken zwei Bürgschaften zu Gunsten verbundener Unternehmen in Höhe von TEUR 700.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber der FUCHS Hainichen Besitz GmbH & Co.KG, Berching. Diese betreffen den jährlich kündbaren Pachtvertrag. Von 01. Januar 2023 bis 30. Juni 2023 betrug der monatliche Aufwand TEUR 106,5. Von 01. Juli 2023 bis 30. September 2023 betrug der monatliche Aufwand TEUR 115,0. Ab 01. Oktober 2023 erfolgte die Anpassung auf monatlich TEUR 101,0.

3. Angaben zu Arbeitnehmern

Im Berichtsjahr 2023 waren ohne Geschäftsführer und Auszubildende bzw. Studenten durchschnittlich 137 (Vj. 141) Mitarbeiter beschäftigt, davon 73 gewerbliche Mitarbeiter und 64 Angestellte (inkl. angestellte Poliere).

4. Geschäftsführer

Herr Torsten Baldauf, Dipl.Ing. (FH) (seit 01.06.2023)

Herr Conrad Fuchs, Dipl.-Ing. (FH), gleichzeitig Geschäftsführer der FUCHS & Söhne Holding GmbH, Berching

Herr Michael Altmann, Dipl.Ing. (bis 31.07.2023)

5. Gesamtbezüge der Organe der Gesellschaft

Betreffend der Angabe von Bezügen hat die Gesellschaft von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, da jeweils nur ein Geschäftsführer sein Gehalt von der Gesellschaft bezieht.

6. Konzernzugehörigkeit

Mutterunternehmen ist die FUCHS & Söhne Holding GmbH, Berching, die 100 % der Anteile an der Gesellschaft hält. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft für den größten Kreis von Unternehmen einbezogen und im Bundesanzeiger veröffentlicht.

8. Beteiligungen an Arbeitsgemeinschaften

FUCHS Bau GmbH ist an drei ARGEN beteiligt. Dabei handelt es sich um die Arbeitsgemeinschaft A7 Rhüden Ingenieurbau (Anteil FUCHS Bau GmbH: 50 %) mit Sitz in 09661 Hainichen, Dorstener Str. 1, die Arbeitsgemeinschaft EU B 241 Northeim (Anteil FUCHS Bau GmbH: 50 %) mit Sitz in 39114 Magdeburg, Berliner Chaussee 106-112 und um die Arbeitsgemeinschaft S 177 OU Wünschendorf (Anteil FUCHS Bau GmbH: 68 %) mit Sitz in 09661 Hainichen, Dorstener Str. 1 . Bei allen drei ARGEN handelt es sich jeweils um eine GbR.

9. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung wird dem Gesellschafter vorschlagen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 534.518,97 mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 4.907.626,02 zu verrechnen und den Gesamtbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

10. Nachtragsbericht

Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.

 

Hainichen, 21.06.2024

Dipl.-Ing. (FH) Conrad Fuchs, Geschäftsführer

Dipl.-Ing. (FH) Torsten Baldauf, Geschäftsführer

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 89.610,57 0,00 0,00 0,00 89.610,57
2. Geschäfts- oder Firmenwert 175.000,00 0,00 0,00 0,00 175.000,00
264.610,57 0,00 0,00 0,00 264.610,57
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 132.810,30 0,00 0,00 0,00 132.810,30
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 429.193,33 37.495,30 0,00 0,00 466.688,63
562.003,63 37.495,30 0,00 0,00 599.498,93
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 51.000,00 0,00 51.000,00 0,00 0,00
51.000,00 0,00 51.000,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 877.614,20 37.495,30 51.000,00 0,00 864.109,50
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 41.066,72 16.095,31 0,00 57.162,03
2. Geschäfts- oder Firmenwert 174.999,00 0,00 0,00 174.999,00
216.065,72 16.095,31 0,00 232.161,03
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 90.760,68 13.234,37 0,00 103.995,05
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 276.214,98 77.627,40 0,00 353.842,38
366.975,66 90.861,77 0,00 457.837,43
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 583.041,38 106.957,08 0,00 689.998,46
Buchwert
31.12.2023 01.01.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.448,54 48.543,85
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
32.449,54 48.544,85
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 28.815,25 42.049,62
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 112.846,25 152.978,35
141.661,50 195.027,97
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 51.000,00
0,00 51.000,00
Summe Anlagevermögen 174.111,04 294.572,82

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

erstellt am 03.05.2024

Fuchs Bau GmbH

Hainichen

Gliederung Lagebericht

1. Darstellung der Geschäftstätigkeit

2. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

b. Bauspezifische Rahmenbedingungen

c. Geschäftsverlauf der Fuchs Bau GmbH im Geschäftsjahr 2023

d. Analysierende Darstellung der Vermögens-, Finanz und Ertragslage

3. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung und Ausblick 2024

4. Berichterstattung über das Risikomanagement betreffend Finanzinstrumente

1. Darstellung der Geschäftstätigkeit

Die FUCHS Bau GmbH (vormals Backer Bau GmbH Bauunternehmung), Hainichen (im Folgenden auch kurz "FUCHS Bau" oder "Gesellschaft" genannt) wurde 1991 gegründet und agiert als modernes Bauunternehmen im gesamten Bundesgebiet. Seit dem 1. Juni 2019 firmiert die Gesellschaft unter dem Namen FUCHS Bau GmbH.

Die Kernkompetenzen des Unternehmens liegen in der Umsetzung des schlüsselfertigen Hoch- und Industriebaus, kommunalen Hochbaus, Ingenieurbaus sowie der Bauwerks- und Brückeninstandsetzung.

Der Wirkungsbereich von FUCHS Bau ist überregional geprägt. Aktuell verteilen sich die Bauprojekte auf die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Niedersachsen sowie Bayern. In der Auftragsbeschaffung liegt der Fokus vor allem auf den Regionen Bayern und Sachsen. Je nach Notwendigkeit ist eine Ausdehnung auf andere Regionen in Deutschland ohne weiteres möglich.

Die FUCHS Bau GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der deutschen Familienholding FUCHS & Söhne Holding GmbH im bayerischen Berching und agiert kooperativ mit den Schwesterfirmen des umfangreichen Firmenverbundes. Neben dem Kompetenzaustausch mit dem Bauunternehmen FS Fuchs Systembau GmbH und dem Projektentwicklungsunternehmen FUCHS Systemgebäude GmbH besteht mit den Fertigteilwerken und anderen ausführenden Unternehmen des Verbundes ein aktiver Austausch und Unterstützung.

Dies ermöglicht dem Unternehmen, weit über die übliche Leistungsbreite eines Bauunternehmens hinaus, dem Kunden sicher und effektiv umfassende Projekte anbieten und umsetzen zu können.

2. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland stellte sich im Jahr 2023 aufgrund der Nachwirkungen der geopolitischen Krisen und Konflikte als weiterhin schwach dar. Hierzu zählten im Wesentlichen erhebliche Kaufkraftverluste als Folge des Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, weiterhin verschärfte Material- und Lieferengpässe, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen sowie der andauernde Fachkräftemangel.

Somit konnte die deutsche Wirtschaft die Erholung nach dem Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht fortsetzen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist gegenüber dem Vorjahr 2022 um 0,3% gesunken. 1

Die Verbraucherpreise wurden im Jahr 2023 wie im Vorjahr von der Kriegs- und Krisensituation beeinflusst. Insgesamt lag die Inflationsrate in Deutschland im Jahresdurchschnitt bei 5,9% und somit unter dem historischen Höchststand aus dem Jahr 2022 (6,9%). Entlastungsmaßnahmen bei den Energiepreisen milderten den Anstieg der Teuerungsrate. 2

Im internationalen Vergleich mit Industrienationen schneidet die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 schlecht ab. Neben USA (+2,5%) und China (+5,2%) lag das BIP der Eurozone bei +0,5%. Die deutsche Wirtschaft erholt sich insgesamt im Vergleich daher auffällig langsamer. 3

Mit einer zügigen konjunkturellen Erholung zu Beginn des Jahres 2024 ist zunächst nicht zurechnen. Das Wachstum der deutschen Wirtschaft wird für 2024 mit +0,9% erwartet. Die Inflation wird laut Prognosen zwischen 2,2% und 2,7% wieder deutlich sinken, was dem zwei-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) wieder näher kommt. 4

1 Quelle: Statistisches Bundesamt (2024)

2 Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (2024)

3 Quelle: statista (2024)

4 Quelle: ifo-Institut (2024)

Neben den weiterhin herausfordernden Bedingungen für die Weltwirtschaft und der unsicheren geopolitischen Lage spielt auch die angespannte Situation des Bundeshaushalts und deren Umgang für die Folgejahre eine Rolle.

b. Bauspezifische Rahmenbedingungen

In den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief die Bruttowertschöpfung in 2023 unterschiedlich. Das Baugewerbe erreichte preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2%. Vor allem im Hochbau machten sich neben hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die schlechten Finanzierungsbedingungen bemerkbar. 5

Im Geschäftsjahr 2023 wurde im Wohnungsbau ein deutlicher Einbruch verzeichnet. Die Wohnungsbauunternehmen klagen über Behinderungen in ihrer Bautätigkeit aufgrund von Auftragsmangel. Die hohen Unsicherheiten hinsichtlich politischer Entscheidungen sowie den hohen Bau- und Zinskosten motivieren die privaten und gewerblichen Hausbauer nicht zu investieren.

Demgegenüber wird im Wirtschaftsbau eine leicht positive Entwicklung erwartet. Insgesamt hat der Wirtschaftsbau 2023 positiv abgeschnitten. Im Wirtschaftstiefbau konnte der Auftragseingang um 17% zulegen. Für den Hochbau wurde jedoch ein Minus von 8% verzeichnet.

Auch der öffentliche Bau hat 2023 besser abgeschnitten als prognostiziert. Die überdurchschnittlichen Baumaterial- und somit Baupreissteigerungen führten allerdings dazu, dass der Umsatz für alle Betriebe immer noch um 1,5% unter dem Vorjahresniveau lag. Für das laufende Geschäftsjahr wird im öffentlichen Bau ein leichtes reales Umsatzplus von 1% erwartet, was nicht reichen wird, um den Investitionsrückstand bei der öffentlichen Infrastruktur zu schließen.

5 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024

Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe wird, nach einer Stagnation im Vorjahr um 10.000 auf 918.000 Beschäftigte zurückgehen. Viele Bauunternehmen planen, Personal abzubauen. Um den Abgang in die Rente auszugleichen, müssen - trotz des geschätzten Beschäftigungsrückgangs - immer noch neue Mitarbeiter eingestellt werden.

Die Abschwächung der Baukonjunktur und die Preisberuhigung einzelner Baumaterialien seit Mitte 2022 haben die starken Preissteigerungen deutlich gedämpft. Von August bis Dezember 2023 haben die Preise für Bauleistungen - im Durchschnitt - nur noch leicht zugelegt (+0,5%). Für das Jahr 2024 wird ein Preisrückgang von 1% prognostiziert. 6

c. Geschäftsverlauf der Fuchs Bau GmbH im Geschäftsjahr 2023

Die Fuchs Bau GmbH konnte das Geschäftsjahr 2023 unter den gesamtwirtschaftlichen Krisenbedingungen solide abschließen und sich einen Auftragsvorlauf sichern, der durch in Verhandlung befindliche Projekte und durch weitere Auftragsakquisitionen die Auslastung für das Geschäftsjahr 2024 sicherstellen wird. Der Wettbewerb im öffentlichen als auch im privaten Bereich ist herausfordernder geworden. Hier ist die FUCHS Bau GmbH, gekennzeichnet durch die aktuelle erfolgreiche Gewinnung von neuen Aufträgen, gut aufgestellt. Das Unternehmen kann, bei der Mitwirkung zur Konzepterstellung bis hin zur schlüsselfertigen und funktionalen Bauausführung im Wettbewerb, zusätzlich zur breiten Vernetzung mit langjährigen Kunden und Partnern und seiner tiefen Wertschöpfungskette, auf umfassende Kompetenzen im eigenen Haus sowie in der Firmenfamilie zurückgreifen.

Des Weiteren profitiert das Unternehmen von der breiten Aufstellung, die neben dem Wohn- und Gewerbebau, den Ingenieurbau und die Bauwerksinstandsetzung umfasst. Diese Produktbereiche sind von den negativen gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen auch für das Geschäftsjahr 2024 wesentlich weniger betroffen.

Die Geschäftstätigkeit führte in 2023 zu Umsatzerlösen von 96,5 Mio. EUR, bei einer Bestandsveränderung von in Ausführung befindlichen Bauaufträgen von insgesamt -33,6 Mio. EUR.

6 Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V., Bau-Telegramm Konjunktur Ausgabe 16 vom 27.02.2024

Die Gesamtleistung für 2023 liegt bei 63,0 Mio. EUR und somit um 9,3 Mio. EUR unter dem geplanten Wert in Höhe von 72,3 Mio. EUR. Ursächlich hierfür sind der Wegfall von geplanten Bauaufträgen, Auftragsstornierung sowie Leistungsverschiebungen in das Jahr 2024.

d. Analysierende Darstellung der Vermögens-, Finanz und Ertragslage

Zum Stichtag 31.12.2023 liegt das Ergebnis vor Steuern (EBT) mit 169,2 TEUR deutlich unter dem Planwert in Höhe von 786,0 TEUR. Das EBT wurde durch die geringere Gesamtleistung und die anteiligen Fixkosten spürbar gedrückt. Zudem resultiert das geringere Ergebnis aus Projekten mit Festpreisvereinbarung gegenüber dem Auftraggeber. Hier konnten wir die gesetzten Budgets gegenüber unseren Nachunternehmern und Lieferanten nicht durchsetzen.

Im Jahr 2023 betrugen die Abschreibungen 107,0 TEUR, was im Vergleich zum Vorjahr eine Minderung von 10,3 TEUR darstellt. In 2023 wurden Investitionen in Höhe von 37,5 TEUR vorgenommen.

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um 5.933,5 TEUR gesunken auf 12.876,2 TEUR. Die Eigenkapitalquote beträgt 50,1% (Vorjahr: 31,4%).

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beläuft sich im Geschäftsjahr auf 641,5 TEUR (Vorjahr: 467,1).

Aufgrund eines im gesamten Jahresverlaufs soliden Liquiditätsniveaus, war das Unternehmen jederzeit in der Lage, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Dabei ist auch die gute Abdeckung der unfertigen Leistungen durch erhaltene Anzahlungen zu erwähnen.

3. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung und Ausblick 2024

Die Herausforderungen für das nächste Jahr liegen in den steigenden Zinsen für Finanzierungen, den stark gestiegene Bau- und Materialpreisen sowie der hohen Inflation. Des Weiteren ist die angespanntere Lage der Fremdfinanzierung der Auftraggeber von stärkerer Bedeutung, der durch entsprechende vertraglich abgesicherter Sicherheiten Rechnung getragen werden muss.

Die höheren Zinsen treffen insbesondere den Wohnungsbau. Zusammen mit den steigenden Bau- und Materialpreisen sowie der veränderten Liefersituation stellt dies das größte Risiko dar.

Die mittlerweile großen Bauprojekte erfordern daher eine veränderte und intensivere Baustellenorganisation und ein Baustellencontrolling. Dies ist bereits langjährig in die Unternehmensstruktur implementiert und wird durch die permanente Erweiterung des ERP-Systems und digitale Abbildung der Unternehmensprozesse optimiert. Eine sorgfältige technische und kaufmännische Risikobewertung von mittleren und großen Aufträgen begleitend zur Abwicklung ist in der heutigen Zeit umso mehr erforderlich und kontinuierlich möglich. So können und werden negative Auswirkungen auf die Liquidität und das Unternehmensergebnis frühzeitig erkannt, reduziert bzw. vermieden.

Neben dem bisherigen projektbegleitenden monatlichen Controlling durch Baukaufleute erfolgt durch die kaufmännische Standortleitung, die zudem im intensiven Austausch mit den Bereichs- und Projektleitern sowie der dienstleistenden FUCHS & Söhne Service GmbH steht, eine regelmäßige Revision. Hierbei ist neben der stichtagsbezogenen, monatlichen Leistungsmeldung die Verfolgung und Plausibilisierung der Ergebnisprognose zum Bauende aber vor allem auch das Monitoring von Projektchancen und -risiken im Fokus. Dies setzt voraus, dass alle dafür notwendigen Daten in bestmöglicher Qualität im ERP-System gepflegt sind. Des Weiteren wird regelmäßig eine kurz- und mittelfristige Finanz- und Liquiditätsplanung fortgeschrieben.

Die Notwendigkeit einer gemeinsamen IT-Struktur mit einem bauspezifischen ERP-System wurde auch firmenübergreifend im Firmenverbund erkannt und befindet sich aktuell in der Umsetzung und Weiterentwicklung. Die Zentralisierung von Teilbereichen wird in der FUCHS & Söhne Service am Standort Wegscheid gebündelt und über einen Servicevertrag abgesichert. In Arbeitsgruppen und Workshops wird kontinuierlich an der Weiterentwicklung und Verbesserung technischer und kaufmännischer Prozesse gearbeitet.

Neben der Prozesssicherheit erfolgt mit der Implementierung von RIB iTWO als ERP die Weiterentwicklung der übergeordneten firmenübergreifenden Ziele: Harmonisierung und Transparenz in den Unternehmensprozessen.

Bezüglich der Auftragsakquise werden die Angebote insofern abgesichert, das unternehmensfremde Leistungen zunehmend auf Basis entsprechender Voranfragen für Liefer- und Werkleistungen bzw. auf Basis von aktuell in der Abwicklung befindlichen Referenzen bewertet werden. Somit findet die aktuelle Kostenentwicklung in der jeweiligen Angebotsabgabe ihre Berücksichtigung.

Gegenüber den Auftraggebern besteht grundsätzlich ein Forderungsausfallrisiko, welchem durch eine vorherige Bonitätsbeurteilung unserer Vertragspartner entgegenwirkt bzw. dies in der Vertragsgestaltung berücksichtigt wird. Eine weitere Absicherung unserer Leistungsansprüche erfolgt durch entsprechende Sicherheiten oder Zahlungsbürgschaften, sowie umfangreiche Anzahlungen.

Mögliche Risiken, die sich aus Gewährleistungsverpflichtungen ergeben können, werden bewertet und durch Rückstellungen in der Bilanz abgebildet. Der hohe Anteil aus Nachunternehmerleistungen, vor allem im Bereich des schlüsselfertigen Bauens, und die damit verbundenen Haftungsansprüche an den Nachunternehmer, minimieren das Haftungsrisiko für das Unternehmen erheblich.

Durch die breite Aufstellung im Hochbau vom klassischen Rohbau bis hin zu Generalübernehmerprojekten ist die FUCHS Bau GmbH auf die aktuell herausfordernde Situation im Bausektor eingestellt. Ergänzt wird das Leistungsspektrum durch den Ingenieurbau und die Bauwerksinstandsetzung.

In der Bündelung als "Kernsegment Bau" innerhalb der Firmenfamilie werden aktuell zunehmend Synergien geschaffenen, die auf Standardisierung, Systematisierung, Automatisierung und Digitalisierung fußen. Diese bilden ein gemeinsames Fundament, um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben und in unseren Produktbereichen eine starke Position im Markt zu sichern.

Wir sind als breit diversifiziertes Bauunternehmen positioniert, um unseren Kunden ein individuelles Gesamtpaket - im Sinne eines Baukastenprinzips - anzubieten.

Aufgrund des guten Auftragsbestandes zum Jahresende wurde für 2024 die Planleistung mit 53,6 Mio. EUR angesetzt. Insgesamt planen wir eine diversifizierte Gesamtleistung aus Systembau sowie Fertigteil-lastigem Rohbau. Dies gibt uns die Möglichkeit, flexibel am Markt zu agieren.

Wir halten die Umsatzerwartungen für gerechtfertigt, da wir uns in den letzten Jahren in unserer Branche einen guten Namen erarbeitet haben. Durch unsere Struktur und dem Knowhow in der FUCHS Bau sehen wir uns in der Lage, auch weiterhin größere Baustellen selbst abzuwickeln.

Das erwartete Ergebnis vor Steuern in Höhe von 581,2 TEUR sehen wir angesichts der herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingung als realistisch an.

4. Berichterstattung über das Risikomanagement betreffend Finanzinstrumente

Die Gesellschaft betreibt Risikovorsorge hinsichtlich der Vermeidung des Ausfalls von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bauverträge werden erst nach Einholung einer positiven Auskunft über die Bonität des Auftraggebers abgeschlossen. Die Bauverträge mit den jeweiligen Auftraggebern beinhalten Regelungen über feste Zahlungstermine. Die nachfolgenden Fälligkeitstermine gestalten sich entsprechend dem Baufortschritt.

 

Berching, den 22. Juni 2024

Conrad Fuchs, Geschäftsführer

Torsten Baldauf, Geschäftsführer

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die FUCHS Bau GmbH, Hainichen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FUCHS Bau GmbH, Hainichen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FUCHS Bau GmbH, Hainichen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

München, den 24. Juni 2024

MSW PARTNERS GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Markus Münch, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbes. auf § 328 HGB hin.

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