Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 640530
Eingetragen
21.7.1982
Branche
BeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Betrieb einer internationalen Spedition, die Durchführung von Schwertransporten und die Ausführung von Kraftfahrzeug-Reparaturen. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art übernehmen, vertreten und sich an solchen Unternehmen beteiligen und Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tim Bohnet
seit 21.10.2021
Prokura
Agatha Kohler
seit 8.1.2008
Prokura
Peter Helmut Bohnet
seit 6.3.2007
Prokura
Peter Helmut Bohnet
seit 14.8.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Peter Helmut Bohnet
88453 Erolzheim
251.200 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bohnet GmbH

Kirchdorf an der Iller

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023

Lagebericht

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Lage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

2. Chancenbericht

3. Gesamtaussage

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Bohnet GmbH ist ein internationaler Anbieter von multimodalen Schwer- und Spezialtransporten auf der Straße sowie im See- und Binnenschiffsverkehr.

Aufgrund unserer 55-jährigen Erfahrung im Bereich Schwertransporte, unseres großen Know-hows sowie der Flexibilität, auf individuelle Kundenanforderungen eingehen zu können, sind wir in der Lage, maßgeschneiderte Logistikkonzepte zu entwerfen und selbst hochkomplexe Transportaufträge professionell und erfolgreich abzuwickeln.

Mit einer großen Palette an hochmodernen Spezialfahrzeugen und Anhängern, der regionalen Streuung unserer Standorte sowie unseren hervorragend ausgestatteten Lagerhallen und Werkstätten sind wir befähigt, mit einem Hochmaß an Flexibilität die Wünsche und Anforderungen unserer Kunden umzusetzen.

Als eine von Europas führenden Projektspeditionen mit eigenem Fuhrpark ist die Bohnet GmbH mit dem Hauptsitz in Kirchdorf sowie einer Niederlassung in Erfurt vertreten.

Als Full-Service-Logistikdienstleister übernehmen wir die komplette Abwicklung der Transporte.

Zu unseren Kunden zählen bedeutende Hersteller im Bereich Maschinen- und Brückenbau sowie Projektspeditionen.

2. Forschung und Entwicklung

Branchenbedingt gibt es keinerlei Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Die hohen Verbraucherpreise sowie ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen dämpften die konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2023. Die Exporte sind im Jahr 2023 um 2,0% im Vergleich zum Vorjahr gesunken und auch die Importe reduzierten sich um 10,1%.

Der europäische Logistikmarkt hat laut einer Studie des Frauenhofer-Instituts im Jahr 2023 auf dem Niveau des Vorjahres stagniert.

Die Logistikbranche setzte im Jahr 2023 in Deutschland rund 327 Milliarden Euro um und ist somit gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Die Logistik ist in Deutschland der größte Wirtschaftsbereich nach der Automobilwirtschaft und dem Handel.

Die Güterverkehrsleistung hat nach Aussage des Bundesamts für Logistik und Mobilität im Jahr 2023 einen hohen Rückgang zum Vorjahr zu verzeichnen.Der Straßengüterverkehr verzeichnete einen Rückgang von rund 5,7% im Binnenverkehr und im grenzüberschreitenden Verkehr.

Der Hauptmarkt für Großraum- und Schwertransporte liegt weiterhin in den Exporten. Davon wird ein Großteil der Transporte vom In- und Ausland zu den großen internationalen Seehäfen durchgeführt. Nach wie vor betreuen wir Projekte, welche vom Hersteller bis zum Endabnehmer abgewickelt werden.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2022/2023 ist in den ersten Monaten gut angelaufen und es konnten die geplanten monatlichen Umsatzziele erreicht werden. In den Monaten Februar bis April 2023 gab es einen merklichen Rückgang an Transportaufträgen auf dem Markt bevor sich ab Mai die Auftragslage wieder normalisierte. Mit einem Umsatz von 13,1 Mio. Euro wurde im Wirtschaftsjahr 2022/2023 das selbst gesteckte Umsatzziel von rund 13 Mio. Euro erreicht.

Viele Kunden mussten sich an die neuen Gegebenheiten mit steigenden Preisen und schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anpassen und geplante Aufträge wurden teilweise auf spätere Zeiträume verschoben. Die gesamten Umstände erschwerten die Planung und Durchführung einzelner Transportaufträge.

Aufgrund von eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen sowie auskömmlicheren Margen konnte für das Geschäftsjahr 2022/2023 eine Ergebnisverbesserung erzielt werden. Es ergibt sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 90,4 TEuro, nachdem im Vorjahr noch ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 466,4 TEuro erzielt wurde. Die Situation des Unternehmens hat sich daher im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verbessert.

Die Neustrukturierung der Vertriebsaktivitäten zeigte erste Erfolge und es konnten Neukunden akquiriert werden. Bei der Auftragsannahme wurde auf das Erreichen von auftragsdeckenden Margen besonderen Wert gelegt.

Der Hauptmarkt für unsere Großraum- und Schwertransporte liegt weiterhin europaweit in den Importen und Exporten. Davon wird ein Großteil der Transporte vom Inland zu den großen europäischen Seehäfen durchgeführt.

Die Kostenstruktur für Fremdleistungen und Transportbegleitung ist durch die hohe Anzahl bestehender Baustellen und längerer Umwegstrecken wegen Brückenbelastungen/-sanierungen weiterhin angespannt.

3. Lage

a) Ertragslage

Geschäftsjahr
TEuro
Vorjahr
TEuro
Veränderung
TEuro
%
Betriebsergebnis/EBIT 215 -325 540 n/a
Finanzergebnis -284 -123 -161 -130,9
Steuerergebnis -21 -18 -3 -16,7
Jahresergebnis -90 -466 376 80,7

Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um 6,5% gesteigert werden.

Unsere Aufwendungen für die Fremdleistungen und Transportbegleitungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um rd. 9,7% reduziert.

Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund Änderungen im Personalbestand um rund 4,8% reduziert. Unsere Beschäftigungslage ist als zufriedenstellend zu bezeichnen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 314,8 TEuro erhöht. Dies einspricht einer Steigerung um ca. 9,6%.

Das negative Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 161,8 TEuro verschlechtert.

Das Jahresergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund 376,0 TEuro verbessert, was sich im Wesentlichen durch die Verbesserung der Rohertragsmarge und Kosteneinsparungen ergibt.

b) Finanzlage

Unsere Kapitalstruktur hat sich durch das negative Jahresergebnis leicht verschlechtert. Das Eigenkapital ist durch das Jahresergebnis gesunken. Die Eigenkapitalquote liegt bei 3,5% (Vorjahr: 4,3%).

Das Fremdkapital gliedert sich in lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten. Die mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 22,1% der Bilanzsumme (30,7% im Vorjahr).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 24,5% (Vorjahr: 28,5%) der Bilanzsumme.

Die Gesamtinvestitionen im Geschäftsjahr 2022/2023 belaufen sich auf 135,5 TEuro. Für die Zukunft sind lediglich Ersatzinvestitionen geplant.

c) Vermögenslage

Wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr
TEuro
Vorjahr
TEuro
Veränderung
TEuro
%
Aktiva
Anlagevermögen 6.659 7.137 -478 -6,7
Vorräte 145 319 -174 -54,5
Kurzfristige Vermögenswerte 2.052 1.912 140 7,3
Liquide Mittel 156 102 54 52,9

Passiva

Eigenkapital 319 409 -90 -22
Rückstellungen 506 413 191 46,3
Mittel- und langfristige Verbindl. 2.385 4.505 -2.120 -47,1
Bilanzsumme 9.011 9.471 -460 -4,9

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 460 TEuro auf 9.011 TEuro verringert. Gleichzeitig liegt die Eigenkapitalquote bei 3,5%.

Das Anlagevermögen hat sich um 478 TEuro verringert. Die Abschreibungen lagen mit 614 TEuro über den im Geschäftsjahr getätigten Investitionen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

- Umsatzentwicklung

- Betriebsergebnis

- Personalentwicklung

Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den Cash flow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen.

Die Umsatzrendite bezogen auf das EBIT beträgt im Geschäftsjahr 1,6% (Vorjahr -2,7%). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt 523 TEuro (Vj. 149 TEuro).

Unser Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2022/23 hat sich gegenüber dem vorhergehenden Geschäftsjahr deutlich verbessert, war aber noch negativ.

Insgesamt kann unsere wirtschaftliche Lage als noch befriedigend bezeichnet werden.

Zum Bilanzstichtag waren 33 Arbeitnehmer beschäftigt. Hiervon waren 18 Angestellte und 15 gewerbliche Arbeitnehmer. Im Jahresdurchschnitt waren 33 Arbeitnehmer beschäftigt.

III. Prognosebericht

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind aufgrund des fortdauernden Ukraine-Russland-Konfliktes und der hohen Preissteigerungen schwierig, was auch den wirtschaftlichen Aufschwung in Europa und Deutschland belastet. So wird auch für das Jahr 2024 von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland ausgegangen.Als Speditionsunternehmen wirken sich insbesondere die gestiegen Personalkosten und die Spritpreissteigerungen als Kostenfaktoren aus.

Aufgrund der nicht absehbaren weiteren Entwicklung des Ukraine-Russland-Kriegs besteht eine Unsicherheit, die eine Aussage zur weiteren Geschäftsentwicklung schwierig macht.

Für das Jahr 2024 gehen die Experten von einer leichten Steigerung der Wirtschaftsleistung im Straßengüterverkehr aus.

Es wurde bereits ein Kosteneinsparprogramm in Form von Reduzierungen der Ausgabebudgets in die Wege geleitet und Maßnahmen zur Verbesserung der Rohertragsmargen ergriffen.

Unter Berücksichtigung dieser Ausgangslage wird für das Geschäftsjahr 2023/24 ein geringfügiger Rückgang des Umsatzes erwartet. Das operative Ergebnis 2023/24 sollte deutlich über dem des Geschäftsjahres 2022/2023 liegen. Für die Folgejahre gehen wir von leicht positiven Jahresergebnissen sowie konstanten bis leicht zunehmenden Umsatzerlösen aus.

Auf Grundlage unserer Planung und unter Berücksichtigung der eingeräumten Kreditlinien wird die Gesellschaft auch zukünftig in der Lage sein, den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Hierfür wird ein rollierender Liquiditätsplan erstellt.

Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Gechäftspolitik geplant. Unser Augenmerk liegt weiterhin in der Festigung von Transporten im Stahl- und Maschinenbau sowie im Energie- und Brückensektor. Um die Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir weiter die Kundenakquise forcieren.

IV. Chancen- und Risikobericht

2. Risikobericht

Branchenspezifische und Ertragsorientierte Risiken

Für die Bohnet GmbH bestehen als europaweit agierendes Speditionsunternehmen gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken.

Die durch den Einmarsch von Russland in der Ukraine verhängten restriktiven Maßnahmen der Europäischen Union und weiterer Länder gegenüber Russland beeinträchtigen den Welthandel erheblich. Höhere Energiepreise, eine hohe Inflation und steigende Finanzierungszinsen beeinträchtigen die wirtschaftliche Entwicklung weltweit.

Die schwierigen politischen Rahmenbedingungen können auch die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen negativ beeinflussen. Daraus könnten für uns Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Branchenspezifisch liegen die Risiken vor allem in deutlichen Kostensteigerungen durch Mautgebühren und steigende Energie- und Kraftstoffpreise und in den seit Jahren bestehenden Kapazitätsenpässen der Verkehrsinfrastruktur. Es wird zu wenig in die Substanzerhaltung bzw. Erneuerung der Straßen investiert, was teilweise größere Umwege erfordert.

Zudem bestehen Kostenbelastung mit sog. externen Kosten des Güterverkehrs, wie Luftverschmutzung und Lärm. Die Lkw-Maut wird nach den EuroSchadstoffklassen und Achs- und Gewichtsklassen ermittelt; darüber hinaus werden die Kosten für die Lärmbelastung angerechnet.

Ein hohes Risiko für die Wettbewerbsfähigkeit stellt der anhaltende Mangel an Fachkräften dar. Dies betrifft nicht nur Berufskraftfahrer, sondern auch das Kommissionier-Personal und Fachkräfte für (komplexe) Logistikprojekte.

Die fortschreitende Liberalisierung und Internationalisierung des Transportverkehrsmarktes erhöhen den Wettbewerbs- und Kostendruck weiter. Die Konkurrenz durch vergleichsweise kostengünstigere Transportunternehmen aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa hat zu Überkapazitäten und ruinösen Preiskämpfen geführt. Insofern bestehen insbesondere für deutsche kleine und mittlere Betriebe unter Umständen nur wenige Chancen, an dem durch die EU-Erweiterung entstandenen Marktwachstum in größerem Maße zu partizipieren. Niedrige Markteintrittsbarrieren insbesondere im reinen Transportgeschäft haben eine hohe Anziehungskraft auf die ausländische Billigkonkurrenz.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Ein wesentliches Risiko der künftigen Entwicklung betrifft die Liquiditätssituation, die aufgrund der in den letzten Jahren angefallenen Verluste angespannt ist. Zur Verbesserung der Ertragslage wurde im November 2023 eine Sale-and-Mietkauf-back-Finanzierung mit Schwerlastmodulen abgeschlossen. Zudem ist beabsichtigt, nicht notwendiges Betriebsvermögen zu veräußern.

Aus der Liquiditätsplanung ergibt sich, dass die bestehenden Verbindlichkeiten aus den vorhandenen Mitteln und den geplanten Zahlungseingängen bedient werden können. Die Umsetzung der geplanten Maßnahmen reduzieren die Verbindlichkeiten deutlich und stärken die Liquiditätslage des Unternehmens.

Ein Hauptaugenmerk der Geschäftsleitung wird im Jahr 2024 weiterhin in der Liquditätssicherung und der Verbesserung der Umsatzentwicklung und der Rohertragsmargen liegen.

Aufgrund von Forderungsausfällen könnte sich die Liquiditätslage unseres Unternehmens negativ entwickeln. Hierfür müsste auf vorhandene Kreditlinien zurückgegriffen werden und gegebenenfalls neue Darlehen aufgenommen werden.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Langfristig finanziert sich die Gesellschaft über Bankkredite bei zwei regionalen und einer überregionalen Geschäftsbank. Zu den regionalen Banken bestehen langjährige Geschäftsbeziehungen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine durchaus kon servative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

2. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch neue Zugmaschinen und Fahrwerke sowie durch gut geschultes Fachpersonal durch.Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unse rem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Die Digitalisierung der Logistik bietet nach wie vor sehr gute Chancen, zum einen mit dem zunehmenden Einsatz intelligenter Verkehrssysteme zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, Steigerung der Verkehrseffizienz und Verringerung von negativen Umweltauswirkungen des Güterverkehrs, zum anderen mit der Digitalisierung der Geschäftsprozesse entlang der Wertschöpfungskette und der damit verbesserten Transparenz der Supply Chain.

3. Gesamtaussage

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wird nach vorläufigen Zahlen ein geringfügiger Umsatzrückgang und ein Jahresüberschuss von ungefähr 140 TEuro erwartet. Für die Folgejahre gehen wir von leicht positiven Jahresergebnissen sowie konstanten bis leicht zunehmenden Umsatzerlösen aus.Durch eine verbesserte Akquise konnte die Kundenstruktur breiter aufgestellt werden und durch interne Maßnahmen die Auftragsmargen verbessert werden.

Gleichwohl besteht bei unerwarteten Ereignissen wie z.B. dem Ausbleiben von Aufträgen grundsätzlich das Risiko eines Liquiditätsengpasses, der den Bestand des Unternehmens gefährden könnte.

Wir gehen aktuell davon aus, dass die bestehenden Risiken den Bestand und die Fortführung des Unternehmens nicht gefährden werden. Ein Hauptaugenmerk liegt auf der Liquiditätssituation des Unternehmens. Durch weitere Maßnahmen, z.B. Sale-and-Lease-Back, soll die Liquidität im Unternehmen weiter gestärkt werden.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

6. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

7. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

8. Das vom Rechnungswesen monatlich aufgestellte Reporting stellt im Rahmen der Information der Geschäftsführung sicher, dass Abweichungen vom Plan zeitnah festgestellt werden und Maßnahmen kurzfristig eingeleitet werden können. Zudem wird ein rollierender Liquiditätsplan erstellt, so das ein eventuell eintretender Liquiditätsengpass frühzeitig erkannt werden kann.

9. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unterneh mens gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

10. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden in Erfurt und in Salzburg (Österreich) unterhalten. Die Niederlassung in Salzburg wurde zum 31. Oktober 2016 ruhend gemeldet.

 

Kirchdorf/Iller, 11.11.2025

Bohnet GmbH

Peter Bohnet

Bilanz

Aktiva

31.10.2023
EUR
31.10.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.658.678,20 7.137.259,76
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4,00 4,50
II. Sachanlagen 6.538.564,24 7.023.628,24
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.586.608,74 3.769.393,74
2. technische Anlagen und Maschinen 1.400.407,50 1.508.440,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.551.548,00 1.745.794,00
III. Finanzanlagen 120.109,96 113.627,02
1. Beteiligungen 89.233,62 88.763,02
2. Sonstige Finanzanlagen 30.876,34 24.864,00
B. Umlaufvermögen 2.331.546,59 2.310.050,44
I. Vorräte 145.394,06 319.157,82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.030.654,91 1.889.037,86
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 155.497,62 101.854,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten 21.198,15 23.389,40
Summe Aktiva 9.011.422,94 9.470.699,60

Passiva

31.10.2023
EUR
31.10.2022
EUR
A. Eigenkapital 318.687,97 409.145,59
I. Gezeichnetes Kapital 251.200,00 251.200,00
II. Gewinnrücklagen 132.793,00 132.793,00
III. Gewinnvortrag 25.152,59 491.459,34
IV. Jahresfehlbetrag 90.457,62 466.306,75
B. Rückstellungen 603.501,66 412.497,71
C. Verbindlichkeiten 8.089.233,31 8.649.056,30
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.699.577,52 4.169.195,07
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 221.628,29 213.420,07
3. sonstige Verbindlichkeiten 4.168.027,50 4.266.441,16
Summe Passiva 9.011.422,94 9.470.699,60

Gewinn- und Verlustrechnung

1.11.2022 - 31.10.2023
EUR
1.11.2021 - 31.10.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.391.811,27 5.637.184,45
2. Personalaufwand 1.959.708,99 2.059.370,59
a) Löhne und Gehälter 1.603.916,75 1.685.354,52
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 355.792,24 374.016,07
davon für Altersversorgung 16.551,06 18.656,56
3. Abschreibungen 613.775,28 615.068,38
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 613.775,28 615.068,38
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.602.924,71 3.288.060,19
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 248,71
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.296,00 4.903,47
davon Erträge aus Abzinsung 1.200,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 286.800,49 127.861,01
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -0,77
9. Ergebnis nach Steuern -69.102,20 -448.022,77
10. sonstige Steuern 21.355,42 18.283,98
11. Jahresfehlbetrag 90.457,62 466.306,75

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Bohnet GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Kirchdorf an der Iller
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Ulm
Register-Nr.: HRB 640530

Der Jahresabschluss der Bohnet GmbH wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regeln des GmbH-Gesetzes beachtet.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, werden, soweit nicht in der Bilanz aufgeführt, im Anhang erläutert.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen - mit Ausnahme der unten geschilderten Abweichungen bei den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen im Bereich sonstige Vermögensgegenstände und sonstige Rückstellungen - mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet:

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Eventuelle Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 150,00 Euro wurden im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand behandelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen 150,01 Euro und 800,00 Euro wurden im Erwerbsjahr aktiviert und sofort abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt, soweit eine dauerhafte Wertminderung vorlag.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem beizulegenden Wert am Abschlussstichtag liegt, wurden außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Die in den Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen wurden rückgängig gemacht, sofern die Gründe hierfür nicht mehr bestanden.

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Vorräte wurden sowohl nach Festwerten als auch unter Anwendung des Verbrauchsfolgeverfahrens Fifo bewertet. Unfertige Leistungen werden entsprechend ihres Fertigungsgrads mit anteiligen Herstellungskosten, die fertigen Leistungen zu Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Soweit der Marktwert unter den Anschaffungskosten liegt, wurde dieser angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung mit 1 % von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angesetzt.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages ermittelt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wurden nicht abgezinst.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, wurden (nur) eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Im Vorjahr noch unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Mietkaufdarlehen wurden wegen ihrer längeren Fristigkeit in die sonstigen Verbindlichkeiten umgegliedert. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst.

Im Vorjahresabschluss wurden Versicherungsansprüche für Kraftfahrzeughaftpflichtschäden und Transportschäden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen waren, obwohl der Anspruch gegenüber der Versicherung am Abschlussstichtag noch nicht anerkannt oder anderweitig rechtskräftig festgestellt war. Stattdessen hätte bei den gleichzeitig für die Schäden gebildeten sonstigen Rückstellungen eine Nettobilanzierung erfolgen, d.h. die Rückstellungen kompensatorisch bewertet werden müssen. Im Berichtsjahr 2022/2023 erfolgt eine kompensatorische Bewertung der Rückstellungen. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend korrigiert. Die sonstigen Vermögensgegenstände und die sonstigen Rückstellungen haben sich dadurch in der Vorjahresspalte jeweils um TEUR 213,9 reduziert.

Im Vorjahresabschluss waren in den sonstigen betrieblichen Erträgen TEUR 99,6 ausgewiesen, die den Umsatzerlösen zuzurechnen waren. Im Jahresabschluss 2022/2023 wurde der Vorjahresausweis korrigiert.

Im Vorjahresabschluss waren in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 158,7 ausgewiesen, die den bezogenen Leistungen im Materialaufwand zuzurechnen waren. Im Jahresabschluss 2022/2023 wurde der Vorjahresausweis korrigiert.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Einzelnen im Anlagespiegel dargestellt. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Betreffend den Grundbesitz in Erfurt wurde im Geschäftsjahr ein Kaufvertrag abgeschlossen. Der Übergang von Nutzen und Lasten hat zum Bilanzstichtag noch nicht stattgefunden und ist für das folgende Geschäftsjahr beabsichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Art der Forderung zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.10.2023 TEuro bis 1 J.
TEuro
1 bis 5 J.
TEuro
größer 5 J.
TEuro
aus Lieferungen und Leistungen 1.848,3 1.848,3 0,0 0,0
(Vorjahr) 1.680,1 1.680,1 0,0 0,0
sonstige Vermögensgegenstände 182,4 154,5 27,9 0,0
(Vorjahr) 208,9 179,8 29,1 0,0
Summe 2.030,7 2.002,8 27,9 0,0
(Vorjahr) 1.889,0 1.859,9 29,1 0,0

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 69.238,89 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro).

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Personal in Höhe von 161,7 TEuro und für noch nicht in Rechnung gestellte Aufwendungen in Höhe von 246,6 TEuro sowie 97,9 TEuro für Drohverlustrückstellungen enthalten.

Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.10.2023 TEuro bis 1 J.
TEuro
1 bis 5 J.
TEuro
größer 5 J.
TEuro
gegenüber Kreditinstituten 3.699,6 1.709,0 1.479,5 511,1
(Vorjahr) 4.169,2 1.257,9 2.055,2 856,1
aus Lieferungen und Leistungen 2.209,2 2.209,2 0,0 0,0
(Vorjahr) 2.697,2 2.428,8 268,4 0,0
gegenüber Gesellschaftern 221,6 0,0 0,0 221,6
(Vorjahr) 213,4 0,2 0,0 213,2
sonstige Verbindlichkeiten 1.958,8 1.958,8 0,0 0,0
(Vorjahr) 1.569,3 457,2 1.074,7 37,4
Summe 8.089,2 5.877,0 1.479,5 732,7
(Vorjahr) 8.649,1 4.144,1 3.398,3 1.106,7

Der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 3.262 TEuro durch Grundpfandrechte, Sicherungsübereignungen sowie Forderungszession besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind in Höhe von 200 TEuro durch Sicherungsübereignungen besichert.

Aus den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Betrag in Höhe von 1.486 TEuro durch Sicherungsübereignungen besichert.

Der Gesamtbetrag der am Bilanzstichtag bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besichert sind, beträgt 4.948 TEuro.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten 155,50 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro) an Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus laufenden Miet- und Leasingverhältnissen in Höhe von 843 TEuro.

Außerbilanzielle Geschäfte

Es bestehen Leasingverträge über Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens. Der Zweck ist die Verbesserung der Liquiditätslage und Erhöhung der Eigenkapitalquote.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung.

Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Erträge in Höhe von 1,85 Euro (Vorjahr: 42,36 Euro).

Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Aufwendungen in Höhe von 151,56 Euro (Vorjahr: 27,27 Euro).

Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Aus dem Grundstücksverkauf Erfurt wurde im Geschäftsjahr 2022/2023 ein Drohverlust in Höhe von 97,9 TEuro in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen verbucht.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Anzahl
Angestellte 15
gewerbliche Arbeitnehmer 17
Gesamt 32
davon Teilzeitbeschäftigte / Aushilfen 2

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Peter Helmut Bohnet, Speditionskaufmann, geführt. Auf die Angabe der Bezüge wurde unter Anwendung der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Zum Abschlussstichtag beliefen sich die von der Gesellschaft an den oben genannten Geschäftsführer ausgereichten Vorschüsse und Darlehen auf 69.238,89 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro). Die Kredite sind mit 2,0 % über Basiszinssatz zu verzinsen und werden auf einem Verrechnungskonto geführt. Im Geschäftsjahr wurden 4.215,11 Euro zurück bezahlt.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält 0,94 % der Anteile an der Allgäu Airport GmbH & Co. KG, Memmingerberg. Das Eigenkapital der Allgäu Airport GmbH & Co. KG zum 31.12.2022 beträgt 17.701.319,57 Euro, der Jahresüberschuss 105.000,00 Euro.

Die Gesellschaft hält 40 % der Anteile an der Universal Project & Logistics GmbH, Hamburg. Das Eigenkapital der Universal Project & Logistics GmbH zum 31.12.2022 beträgt 272.918,23 Euro, der Jahresüberschuss 59.228,54 Euro.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Zur Stärkung der Liquiditätsausstattung wurde im November 2023 eine Sale-and-Mietkauf-back-Finanzierung mit Schwerlastmodulen über eine Größenordnung von rund 370 TEuro abgeschlossen.

Der in Geschäftsjahr 2022/2023 beurkundete Verkauf des Grundstücks in Erfurt in einer Größenordnung von 1.500 TEuro wurde im Geschäftsjahr 2023/2024 wirtschaftlich wirksam. Mit dem Erlös wurde die Fremdfinanzierung verringert.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, waren nicht zu verzeichnen.

Liquiditätssituation

Ein wesentliches Risiko der künftigen Entwicklung betrifft die Liquiditätssituation, die aufgrund der bislang aufgelaufenen Verluste angespannt ist.

Die Entwicklung der Jahresergebnisse zeigt, dass die von der Geschäftsleitung eingeleiteten Maßnahmen zu erheblichen Verbesserungen der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage beigetragen haben, wobei weiteres Potential besteht. Durch den Verkauf des Grundstücks in Erfurt und Sale-and-Mietkauf-back-Maßnahmen konnte insbesondere die Liquiditätslage bzw. die Finanzierungsstruktur verbessert werden. Der zukünftige Kapitaldienst wird sich erheblich verringern. Dadurch sollte sich insbesondere auch das Finanzergebnis wieder verbessern. Zudem ist beabsichtigt, nicht notwendiges Betriebsvermögen zu veräußern.

Obwohl das Unternehmen Maßnahmen eingeleitet und sich die Gesamtsituation des Unternehmens deutlich verbessert hat, könnte eine anhaltend negative wirtschaftliche Entwicklung den Bestand des Unternehmens gefährden. Damit besteht eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Das Unternehmen ist daher möglicherweise nicht in der Lage, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf seine Vermögenswerte zu realisieren sowie seine Schulden zu begleichen.

Die Geschäftsführung geht von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag beträgt 90.457,62 Euro. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages in Höhe von 25.152,59 Euro ergibt sich ein Betrag von -65.305,03 Euro, der zu verwenden ist.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Kirchdorf an der Iller, den 11. November 2025

Bohnet GmbH

Peter Helmut Bohnet

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.11.2022
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.10.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 73.621,75 21.205,02 52.416,73
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 73.621,75 21.205,02 52.416,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.748.382,97 2.223,73 5.746.159,24
2. technische Anlagen und Maschinen 1.973.409,14 12.500,00 34.775,14 1.951.134,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.048.258,88 116.983,28 628.002,89 7.537.239,27
Summe Sachanlagen 15.770.050,99 129.483,28 665.001,76 15.234.532,51
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 110.000,00 110.000,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 59.304,00 6.012,34 37.500,00 27.816,34
3. Genossenschaftsanteile 3.060,00 3.060,00
Summe Finanzanlagen 172.364,00 6.012,34 37.500,00 140.876,34
Summe Anlagevermögen 16.016.036,74 135.495,62 723.706,78 15.427.825,58
kumulierte Abschreibung 01.11.2022
Euro
Abschreibung Geschäftsjahr
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibung 31.10.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 73.617,25 21.204,52 52.412,73
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 73.617,25 21.204,52 52.412,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.978.989,23 182.033,00 1.471,73 2.159.550,50
2. technische Anlagen und Maschinen 464.968,64 120.533,00 34.775,14 550.726,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.302.464,88 311.209,28 627.982,89 5.985.691,27
Summe Sachanlagen 8.746.422,75 613.775,28 664.229,76 8.695.968,27
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 21.236,98 21.236,98
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 37.500,00 37.500,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 58.736,98 37.500,00 21.236,98
Summe Anlagevermögen 8.878.776,98 613.775,28 722.934,28 8.769.617,98
Zuschreibung Geschäftsjahr
Euro
Buchwert Geschäftsjahr 31.10.2023
Euro
Buchwert Vorjahr 31.10.2022
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4,00 4,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 4,00 4,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.586.608,74 3.769.393,74
2. technische Anlagen und Maschinen 1.400.407,50 1.508.440,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.551.548,00 1.745.794,00
Summe Sachanlagen 6.538.564,24 7.023.628,24
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 470,60 89.233,62 88.763,02
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 27.816,34 21.804,00
3. Genossenschaftsanteile 3.060,00 3.060,00
Summe Finanzanlagen 470,60 120.109,96 113.627,02
Summe Anlagevermögen 470,60 6.658.678,20 7.137.259,76

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 12.11.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der folgende Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss macht von den Offenlegungserleichterungen gemäß § 327 HGB Gebrauch.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bohnet GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Bohnet GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Bohnet GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Oktober 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Ich verweise auf die Angabe im Anhang im Abschnitt "Liquiditätssituation" sowie die Angaben in den Abschnitten IV. 1. und IV. 3. des Lageberichts, in denen ausgeführt wird, dass sich die Gesellschaft aufgrund der aufgelaufenen Verluste in einer angespannten Liquiditätssituation befindet. Obwohl Maßnahmen ergriffen wurden und bereits zu einer Verbesserung der Gesamtsituation des Unternehmens geführt haben, könnte eine anhaltend negative wirtschaftliche Entwicklung den Bestand des Unternehmens gefährden. Wie in Anhang und Lagebericht dargelegt, deuten diese Umstände auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Geretsried, den 11. November 2025

Franz Stöger, Wirtschaftsprüfer

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