Diehl Verwaltungs-Stiftung
NürnbergStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Schuler seit 29.11.2022 | Vorstandsmitglied |
Jens Böhlke seit 13.1.2022 | Vorstandsmitglied |
Horst Dieter Landgraf seit 9.4.2021 | Vorstandsmitglied |
Jürgen Bernhard Reimer seit 24.9.2020 | Vorstandsmitglied |
Helmut Rauch seit 4.11.2019 | Vorstandsmitglied |
Christof Dr. Bosbach seit 9.10.2018 | Vorstandsmitglied |
Markus Diehl seit 31.7.2018 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Diehl Verwaltungs-StiftungNürnbergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht Geschäftsjahr 2023Konjunkturelle RahmenbedingungenIm Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung wird festgestellt, dass die wirtschaftliche Entwicklung 2023, wie schon im Vorjahr, wesentlich bestimmt wurde durch die Auswirkungen der Energiepreiskrise in Verbindung mit einer ausgeprägten weltwirtschaftlichen Schwäche und den zunehmend spürbaren Effekten der restriktiveren Geldpolitik. Hinzu kamen ein außergewöhnlich hoher Krankenstand, der das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen dämpfte. All dies belastete die deutsche Wirtschaft anhaltender als zu Beginn des vergangenen Jahres angenommen und verzögerte die wirtschaftliche Erholung. Im Ergebnis nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % ab (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung 2024, Seite 20). Deutschland habe mit der Corona-Pandemie und der Energiepreiskrise infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zwei außergewöhnliche und sich überlappende Krisen erlebt, auf die die Bundesregierung mit umfassenden Stabilisierungsmaßnahmen reagiert habe. Insbesondere seien befristete Entlastungen schnell und zielgerichtet bereitgestellt worden, auch um Erwartungen zu stabilisieren und so die Übersetzung angebotsseitiger Störungen und hoher Unsicherheit in einen sich selbst verstärkenden Einbruch der Nachfrage zu verhindern (Quelle: ebd Seiten 21/22). In der Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zum Jahresbeginn 2024 wird hervorgehoben, dass sich die schlechte Stimmung der deutschen Wirtschaft insgesamt weiter verfestige. Der Umfrage zufolge gehen mehr als ein Drittel der Betriebe von einer Verschlechterung in den kommenden zwölf Monaten aus, nur 14 % rechnen mit Besserung. Der Saldo der Geschäftserwartungen bleibt damit auf niedrigem Niveau fast konstant. Entgegen diesem trüben Stimmungsbild entwickeln sich die Erwartungen von Unternehmen etwas besser, die vom internationalen Geschäft profitieren können. Zwar sei es ein typisches Muster, dass auslandsaktive Betriebe meist zu besseren Einschätzungen gelangen würden, derzeit würde der Abstand zwischen internationalem und überwiegend nationalem Geschäft aber besonders deutlich. Allerdings werde auch sichtbar, dass gerade bei den großen Unternehmen die wirtschaftspolitischen Risiken am größten seien (Quelle: Konjunkturumfrage der DIHK im Februar 2024). Geschäftliche Entwicklung der Diehl-GruppeAuf Konzernebene bilden die wesentlichen Steuerungsgrößen für die Geschäftsentwicklung sowohl Umsatz als auch Ergebnis (EBIT). Das Unternehmen Diehl hat sich trotz der gesamtwirtschaftlich schwierigen Situation im Berichtsjahr wieder gut behauptet und mit anhaltender Energie den Aufwärtstrend weiter fortgesetzt. Der Konzernumsatz stieg auf 3.882,6 Mio € an und lag damit um 376,9 Mio € oder 10,8 % über dem Wert des Vorjahres (3.505,7 Mio €). Das EBIT konnte mit einem Zuwachs um 91,1 Mio € auf 257,6 Mio € deutlich gesteigert werden. Damit lag das Wachstum des Unternehmens 2023 etwa auf gleicher Höhe wie im Jahr zuvor und steht für ein weiteres gutes Jahr unter herausfordernden Bedingungen. In der Betrachtung nach Teilkonzernen ragt Diehl Defence mit seinem Wachstum klar hervor, allerdings ist hervorzuheben, dass alle Einheiten über die verschiedenen Krisen der letzten Jahre das am Markt mögliche erreicht haben. Damit hat sich wieder einmal die breite Aufstellung der Diehl-Gruppe bewährt, um das Unternehmen anhaltend stabil auch durch schwierige Umfeldbedingungen zu führen. Die Ziele im Berichtsjahr wurden weitgehend erreicht; der Umsatz entspricht den Erwartungen, bei einem über der Prognose liegendem Ergebnis. Der Teilkonzern Metall konnte die insgesamt erfolgreiche Entwicklung der Vorjahre nicht in allen strategischen Geschäftsfeldern fortsetzen, und auch der TK Controls verzeichnete bedingt durch den anhaltenden Rückgang der Konsumneigung im Home Appliance Markt sowie der Zurückhaltung der Kunden im Wärmepumpenmarkt deutliche Umsatzeinbußen. Diehl Defence konnte aufgrund der anhaltenden Nachfrage vor allem für bodengebundene Luftverteidigungssysteme und Munition weiteres deutliches Wachstum verzeichnen. Auch Diehl Aviation konnte angesichts anhaltend steigender Volumina im Berichtsjahr eine weitere deutliche Verbesserung der Geschäfte verzeichnen. Erstmals seit der Luftfahrtkrise gelang es dem Teilkonzern damit, wieder einen Umsatz von über 1 Milliarde Euro zu erzielen. Bei Diehl Metering setzte sich die positive Entwicklung der letzten Jahre auch im Berichtsjahr fort und übertraf die gesteckten Umsatzziele. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich im Stichtagsvergleich um 1.115 Personen oder 6,7 % auf jetzt 17.665 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Aufbau fand aufgrund des anhaltend steigenden Geschäftsvolumens insbesondere in den Teilkonzernen Defence (582) und Aviation (443) statt. Vermögens- und FinanzlageFür die Bilanz der Diehl-Gruppe standen die Zeichen im Geschäftsjahr 2023 auf Wachstum. Bedingt durch die erhöhte Nachfrage in den Teilkonzern Defence und im Geschäftsfeld Elektromobilität stiegen die Sachanlagen in Folge geplanter Investitionen um 115,4 Mio €. Das Anlagevermögen wuchs insgesamt um 122,0 Mio €. Bei den Vorräten ohne erhaltene Anzahlungen verstärkte sich der Anstieg des Vorjahres noch einmal um 323,8 Mio €, von 1.286,2 Mio € auf insgesamt 1.610,0 Mio €. Diesem Aufbau standen erheblich gestiegene erhaltene Anzahlungen von 670,9 Mio € auf 2.245,3 Mio € gegenüber. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen blieben mit einem Anstieg von 29,5 Mio € im Wesentlichen auf dem Niveau des Vorjahres, da das deutlich gestiegene Geschäftsvolumen zum großen Teil vorfinanziert wurde. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital, hauptsächlich bedingt durch das nahezu verdreifachte Jahresergebnis in Höhe von 174,0 Mio €, um 140,6 Mio € auf 667,8 Mio €. Die Eigenkapitalquote sank durch die liquiditätsbedingte Erhöhung der Bilanzsumme um 971,8 Mio € von 2.331,4 Mio € auf 3.303,2 Mio €, von 22,6 % auf 20,2 %. Die Rückstellungen der Diehl-Gruppe verzeichneten einen Anstieg um 104,5 Mio € auf 1.299,5 Mio €, der hauptsächlich auf Vorsorgen aus dem gestiegenen Geschäftsvolumen sowie für Strukturanpassungen zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich auf Grund der Vorfinanzierung durch Kunden unterproportional um 81,7 Mio € auf 380,8 Mio €. In den um 29,1 Mio € gestiegenen passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Zuschüsse für Investitionen im Anlagevermögen enthalten. Die liquiden Mittel stiegen auf Grund der Zahlungseingänge aus erhaltenen Anzahlungen im Geschäftsjahr 2023 deutlich um 1.391,0 Mio € auf 1.645,9 Mio € und ergaben abzüglich der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten von 22,3 Mio € einen Finanzmittelbestand von 1.623,6 Mio € gegenüber 233,3 Mio € 2022. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 1.390,3 Mio €. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg, bedingt durch den Zuwachs bei den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, um 1.370,9 Mio € von 287,2 Mio € auf 1.658,1 Mio €. Nach Abzug des negativen Cash-Flows aus Investitionstätigkeit von 192,7 Mio € ergab sich ein Free Cash-Flow von 1.465,4 Mio €. Aus dem Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit flossen im Berichtsjahr 74,5 Mio € ab. VorleistungenDer Gesamtwert der Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen beträgt im Berichtsjahr 230,2 Mio € (Vorjahr: 128,8 Mio €) und erreicht damit einen neuen Höchststand. Die größten Investitionen erfolgten bei der Diehl Defence KG, Diehl Brass Solutions, Diehl Metal Applications (DMA) und Diehl Controls Polska. So hat Diehl Metall bei der Diehl Brass Solutions mit weiteren strategischen Großprojekten im Bereich der Infrastruktur und neuen hocheffizienten Produktionsanlagen die Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen. Bei der DMA in Teltow wurde ein neues Produktionsgebäude in Betrieb genommen. Am Standort im chinesischen Wuxi wurde die erste Stanzpresse erfolgreich aufgebaut, zwei weitere sind im Zulauf. Bei Controls standen neben der Eröffnung des neuen Werkes im chinesischen Quingdao und der Grundsteinlegung für ein weiteres neues Werk in Brasov (Rumänien) vor allem der Anlauf von Neuprojekten insbesondere bei Diehl Controls Polska im Vordergrund. Im Bereich Aviation wurde im Berichtsjahr mit den Planungen für einen neuen Produktionsstandort in Mexiko begonnen und insgesamt verschiedene Projekte zu Optimierungen der Produktion vorangetrieben. Die Investitionstätigkeit bei Defence umfasste im Zuge des allgemeinen Wachstums vor allem Bautätigkeiten für Kapazitätserweiterungen an allen Standorten, insbesondere in Überlingen, Röthenbach und Nonnweiler. Bei Metering wurden angesichts der kontinuierlich steigenden Nachfrage die weltweiten Produktionskapazitäten mit Hilfe eines zusätzlichen Sonderinvestitionsprogramms weiter ausgebaut. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung lagen 2023 mit 342,5 Mio € über dem Vorjahr (321,1 Mio €). Wie in den Vorjahren beruhen die Ausgaben im Wesentlichen auf Entwicklungen in den Teilkonzernen Defence und Aviation. Gesellschaftsrechtliche VeränderungenIm Berichtsjahr gab es folgende gesellschaftsrechtliche Veränderungen: Die Gründung der Diehl Röthenbach Immobilien GmbH & Co. KG trägt den umfangreichen Bauarbeiten am Defence-Standort in Röthenbach Rechnung. Zum Konsolidierungskreis der Gruppe hinzugekommen ist außerdem die Diehl Nürnberg Facility Verwaltungs GmbH, die durch die Verschmelzung der Pyrotechnischen Fabrik (PYF) GmbH mit der Neubrandenburger Fahrzeugwerke GmbH entstand. Im November des Berichtsjahres wurde die Diehl Defence Military Equipments LLC durch Diehl Defence gegründet. Kurz vor Ende des Berichtsjahres wurde schließlich die Übernahme von Betriebsteilen der Allweier Produktionsteile GmbH in Überlingen durch Diehl Defence vereinbart. Die Geschäftstätigkeit wird seit dem Jahreswechsel unter der Firmierung DD Präzisionsteile GmbH & Co KG fortgeführt. Zur Erweiterung der internationalen Präsenz und Verbesserung der Kundennähe des Teilkonzerns Diehl Aviation wurde die Diehl Aviation Operation Support Service (Tianjin) Co. Ltd im chinesischen Tianjin gegründet. Der Teilkonzern Metering hat sich über die Diehl Ventures GmbH mehrheitlich an der Stackforce GmbH beteiligt, ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Embedded Software für die Kommunikation von IoT-Geräten und damit verbundenen Anwendungsfällen spezialisiert hat. Metall Der Teilkonzern Metall konnte im Berichtsjahr die insgesamt erfolgreiche Entwicklung der Vorjahre nicht in allen strategischen Geschäftsfeldern fortsetzen. Während Diehl Metal Applications und Diehl Advanced Mobility im Bereich "Progressive Metal" zwar ihre Umsatzziele erreicht haben, blieben die erwarteten überdurchschnittlichen Ergebniszuwächse aus. Diehl Brass Solutions und Diehl Metal Forgings im Bereich "Classic Metal" konnten mit ihren Basisprodukten im Messing-Bereich hingegen stabile Ergebnisse erzielen. Für 2024 ist davon auszugehen, dass die beiden Geschäftsfelder im Bereich "Classic Metal" diesen Kurs fortsetzen werden, während sich die beiden Geschäftsfelder im Bereich "Progressive Metal" schneller an die besonderen Anforderungen ihrer Märkte anpassen müssen. Einen positiven Effekt auf das Geschäft zeigt die Schärfung der jeweiligen Verantwortungsbereiche in der internen Organisation des Teilkonzerns, um auf die Herausforderungen in den strategischen Geschäftsfeldern effektiver und zielgerichteter reagieren zu können. Das Berichtsjahr war für das strategische Geschäftsfeld (SGF) Diehl Brass Solutions als Hersteller von Messinghalbzeugen sehr herausfordernd. Bereits zum Ende des Vorjahres kam es in der gesamten europäischen Messingbranche zu deutlichen konjunkturellen Einschränkungen, die im Wesentlichen auf die massiven Rückgänge in der Bauindustrie und im Sanitärsektor zurückzuführen waren. Auch darüber hinaus wirkte sich die nachlassende Konjunktur deutlich auf die Geschäfte aus, sodass Diehl Brass Solutions konsequent die Kapazitäten anpassen und mit Kurzarbeit auf die Situation reagieren musste. Damit konnte das Unternehmen seine Position als verlässlicher Pfeiler im Geschäft des Teilkonzerns weiter behaupten. Vor allem die strategische Ausrichtung auf bleifreie Anwendungen zeigt die Innovationskraft des Unternehmens deutlich. In diesem Zusammenhang konnte Ende des Berichtsjahres mit der Marke eZeebrass eine neue bleifreie Standardlegierung eingeführt werden, die vielversprechende Marktaussichten bietet. Weitere wichtige Grundlagen für künftiges Wachstum wurden auch durch strategische Großprojekte in der Infrastruktur geschaffen, die sowohl eine CO 2 -Reduktion als auch den umfassenden Anspruch nachhaltigeren Produzierens (Circular Economy) umfassen und durch die Planung neuer effizienter Produktionsanlagen ergänzt werden. Das SGF Diehl Metal Forgings hat in der globalen Betrachtung ein erfolgreiches Berichtsjahr hinter sich und konnte den Umsatz gegenüber Vorjahr erneut steigern. Hervorzuheben ist, dass die wesentlichen Ziele in allen operativen Einheiten erreicht wurden, insbesondere in China wurden sie sogar noch deutlich übertroffen. Europa mit den relevanten Märkten ist weiterhin stark belastet durch Kostensteigerungen auf breiter Ebene, die nicht allein durch verbesserte Effizienz kompensiert werden können. Der Geschäftsverlauf in Brasilien und Indien zeigte sich dafür erwartungsgemäß robust und stabil. Um die Abhängigkeit vom klassischen Verbrennungsmotor im SGF weiter zu verringern, konnte im Berichtsjahr die Wertschöpfung im Bereich der Messing-Umformteile durch einen höheren Anteil bearbeiteter Bauteile im Produktportfolio deutlich gesteigert werden. Dieser erfolgreiche Kurs soll auch 2024 fortgesetzt werden. Im SGF Diehl Metal Applications wurde im zweiten Quartal 2023 das neue Produktionsgebäude in Teltow für den Produktbereich "Sensorhousings" in Betrieb genommen. Am chinesischen Vertriebs- und Produktionsstandort Wuxi nahm die erste Stanzpresse erfolgreich die Produktion auf, zwei weitere sind im Zulauf. Auch im Berichtsjahr waren im SGF insbesondere die deutschen Standorte von den hohen Kosten und dem anhaltenden Facharbeitermangel stark betroffen. Auswirkungen hatte auch der merkliche Rückgang von Aufträgen hauptsächlich aus dem Industriebereich ab August. Trotz umfassender Maßnahmen ist es dem Geschäftsfeld im Berichtsjahr nicht gelungen, hier entscheidend gegenzusteuern. Robust zeigte sich hingegen die Entwicklung an den französischen Standorten, die mit ihrer konstanten Entwicklung zur Stabilität im Geschäftsfeld beitrugen. Das SGF Diehl Advanced Mobility war 2023 mit dem Kernprodukt Zellkontaktiersysteme für Elektro- und Hybridantriebe den besonderen Anlaufproblemen (Ramp-Up) im Bereich der Elektromobilität ausgesetzt. Zwar konnte das Geschäftsfeld den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr trotz dieses Umfelds weiter ausbauen, allerdings lagen die sogenannten Ramp-Up Kosten nicht auf dem geplanten Budgetniveau und führten damit in der Folge zu einem geringeren Betriebsergebnis. Der Teilkonzern Metall mit seinen strategischen Geschäftsfeldern im Bereich Classic Metal und Progressive Metal hat 2023 wichtige strategische Weichenstellungen für eine erfolgreiche Zukunft vorgenommen. Allerdings werden die trüben Konjunkturaussichten für 2024 alle Beteiligten weiter stark fordern. Dass dennoch im laufenden Jahr mit einem Anstieg bei Umsatz und Ergebnis gerechnet wird, ist der Innovationskraft des Teilkonzerns in Kombination mit der konstant hohen Einsatzbereitschaft und Motivation der Belegschaft geschuldet. Controls Bedingt durch den anhaltenden Rückgang der Konsumneigung in den wesentlichen Märkten verzeichnete Diehl Controls im Berichtsjahr deutliche Umsatzeinbußen. Das eigentlich auf Basis der Kundeninformationen geplante Wachstum konnte aufgrund beträchtlicher Stückzahlreduzierungen sowie Verschiebungen von Neuanläufen deshalb nicht erreicht werden. Der bereits seit Ende 2022 andauernde Auftragsrückgang stabilisierte sich im Bereich Home Appliances erst gegen Ende des Berichtsjahres auf niedrigem Niveau. Hinzu kam, dass der grundsätzlich vielversprechende Markt für Wärmepumpen in Zentraleuropa eine überraschende Vollbremsung erlebte, die bei Diehl Controls nur anfänglich durch die Abarbeitung von Auftragsbeständen aufgefangen werden konnte. Die Kombination aus gestiegenen Zinsbelastungen und regulatorischer Unsicherheit führt in diesem Sektor zu unerwarteten Verwerfungen, die einer ökologisch nachhaltigen Entwicklung des europäischen Heizsektor zumindest temporär entgegenlaufen. Diehl Controls setzt ungeachtet dessen weiterhin auf die unbestreitbaren Vorteile und den langfristigen Erfolg der Wärmepumpe. Diehl Controls konnte auch im Berichtsjahr neue Kunden und wichtige Projekte im Zukunftsmarkt der Wärmepumpen gewinnen. Die strategische Neuausrichtung des Teilkonzerns, die neben dem bisher dominierenden Zuliefergeschäft für Home Appliances auch eine führende Rolle in der Belieferung der europäischen und globalen Hersteller für Heating, Ventilation, Air Conditioning und Refrigeration (HVAC/R-Industrie) mit Human Machine Interface-Komponenten (HMI) und Frequenzumrichtern vorsieht, wurde damit erfolgreich fortgesetzt. Wichtige Erfolge konnten auch bei Kunden im Bereich Home Appliance und Professional Appliance erzielt werden. Die globale Ausrichtung des Unternehmens und die verstärkte Präsenz nahe an den Kunden wurde mit der Eröffnung eines neuen Werkes in Qingdao (China) und der Grundsteinlegung für das im Jahr 2024 anlaufende Werk in Brasov (Rumänien) unterstrichen. Der für Diehl Controls in Asien wichtige chinesische Markt zeigte im Berichtsjahr leider nicht die erwartete Erholung. So dominierten Bestandskorrekturen auf der Kundenseite die erste Jahreshälfte, während nachlassenden Bauaktivitäten wie auch eine zeitweise Eintrübung des Konsumklimas den weiteren Verlauf des Jahres prägten. Das Geschäft im HVAC/R-Bereich entwickelte sich hingegen erfreulich. In Nordamerika profitierte das Geschäft in der zweiten Jahreshälfte von dem leichten Rückgang der Inflation und dem Ausbleiben erwarteter Leitzinssteigerungen. Die Stückzahlreduzierungen der Kunden fielen dementsprechend geringer als in den anderen Regionen aus. Die Verschiebung von Produktanläufen eines wichtigen Kunden konnte durch die kurzfristige Akquisition eines Neukundengeschäftes mit Produktionsanlauf noch im Jahr 2023 nahezu kompensiert werden. Wie in den vergangenen Jahren liefen auch im Berichtsjahr eine Reihe neuer Produkte für die globalen HVAC/R- und Appliance-Märkte an den Standorten Deutschland, Polen, China und Mexiko an. Mit der Einführung der komplett neuen siebten Invertergeneration wird den Kunden aus dem Wärmepumpenmarkt künftig eine führende Technologie mit erneut erhöhtem Wirkungsgrad angeboten. In größeren Stückzahlen liefen ebenfalls Produkte für den neuerschlossenen Markt von elektronischen Bedienfeldern für Wasserboiler an, die insbesondere in Asien mit immer aufwendigerem Design gefertigt werden. Der Fokus von Diehl Controls richtet sich verstärkt darauf, Produkte für Märkte und Kundenlösungen anbieten, die die Dekarbonisierung von Industrie und Gesellschaft unterstützen und das Thema Nachhaltigkeit damit weiter in das Zentrum der eigenen Ausrichtung rücken. Bereits heute tragen die effizienten Antriebssteuerungen von Diehl Controls dazu bei, hunderttausende Tonnen von CO 2 -Emissionen durch den Betrieb von Haushaltsgeräten einzusparen. Die Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr verdeutlicht, dass sich der Markt für Produkte von Diehl Controls nachhaltig verändert hat. Ein Trend, der auch die kommenden Jahre anhalten wird. Steuerungssysteme für Haushaltsgeräte können nicht mehr zu wettbewerbsfähigen Preisen in Deutschland produziert werden, denn die Haushaltsgeräte-Hersteller entwickeln selbst Steuerungen und branchenfremde Elektronikzulieferer treten in den hart umkämpften Markt ein. Dies zwingt Diehl Controls in eine Transformation des Geschäfts und zu einer Anpassung der heutigen Personalkapazitäten. Dazu ist 2024 ein sozialverträglicher Personalabbau am Standort Wangen geplant. Insgesamt wird sich Diehl Controls noch stärker von einem deutschen Unternehmen mit internationalen Standorten zu einem global vernetzt agierenden Unternehmen weiterentwickeln. Mit dieser offensiven und langfristig orientierten Zukunftsstrategie will Diehl Controls mittelfristig wieder strategisch und nachhaltig als bewährter Innovations- und Entwicklungspartner für Kunden aus dem Bereich der Home Appliances und der HVAC/R-Märkte in Wangen und allen anderen Standorten wachsen. Defence Für Diehl Defence war das Berichtsjahr geprägt durch die fortlaufenden Auswirkungen der Zeitenwende, die durch den Ukraine-Krieg im Vorjahr ausgelöst wurde. Diese gravierenden Veränderungen führten insbesondere in den europäischen NATO-Staaten zu einer Priorisierung der jeweiligen Landes- und Bündnisverteidigung, die einen anhaltend erhöhten Ausrüstungsbedarf zur Folge haben. Vor allem Deutschland überprüft sehr intensiv seine Verteidigungsfähigkeit und damit auch den erforderlichen Umfang von Beschaffungen von Rüstungsgütern. In den Kundenländern von Diehl Defence ist daher insgesamt auf absehbare Zeit mit steigenden Verteidigungshaushalten und einer ebenfalls tendenziell höheren Verfügbarkeit von Mitteln zur Beschaffung von Rüstungsgütern zu rechnen. Der deutsche öffentliche Auftraggeber verstärkte im Berichtsjahr seine Beschaffungsanstrengungen, was sich in Vertragsabschlüssen vor allem für bodengebundene Luftverteidigungssysteme und Munition sowie einer Nachbeschaffung von IRIS-T-Flugkörpern bei Diehl Defence niederschlug. Vor diesem Hintergrund sieht sich Diehl Defence mit seinem Produktportfolio gerade im Bereich der bodengebundenen Luftverteidigung bestens positioniert, um die Nachfrage des deutschen Kunden und exportrechtlich gleichgestellter Länder bedienen zu können. Der davon getriebene Wachstumskurs, auf dem sich Diehl Defence seit einigen Jahren befindet, führte wiederum zu steigenden Umsätzen und einer hohen Zahl von Neueinstellungen. Zur nachhaltigen Umsetzung des Wachstums, das für eine Dauer von mehreren Jahren prognostiziert wird, hat Diehl Defence deshalb ein Change-Programm aufgesetzt, das die Organisation für die laufenden und kommenden Herausforderungen schaffen soll und die Aufstellung von Diehl Defence als führendes Systemhaus für Luftverteidigung und Munition weiter verbessert. Neben den Vertriebserfolgen für Systeme zur bodengebundenen Luftverteidigung (Ground-Based Air Defence, GBAD) trugen vor allem Vertragsabschlüsse für Lenkflugkörper und Munition erheblich zum Auftragsbestand der Diehl Defence GmbH & Co. KG bei. Zu den Programmhöhepunkten für das GBAD-System IRIS-T SLM gehörten im Berichtsjahr die Auslieferungen von zwei weiteren Feuereinheiten an die Ukraine sowie der Vertragsabschluss zur Lieferung von Systemen an die Bundeswehr ab 2024. Weiteres Potential ergibt sich durch Beschaffungen von Kundenstaaten im Rahmen der European Sky Shield Initiative (ESSI), das die deutsche Bundesregierung angeregt hat. Mit Estland und Lettland konnte Diehl Defence im Berichtsjahr bereits erste Kunden im Rahmen von ESSI gewinnen. Mit der Deutschen Luftwaffe vertiefte Diehl Defence die Zusammenarbeit für bodengebundene Luftverteidigung durch Schaffung eines gemeinsamen Ausbildungszentrums in Todendorf an der Ostsee. Einen weiteren Vertriebserfolg mit dem deutschen Kunden erzielte Diehl Defence durch die Unterzeichnung eines Rahmenvertrags für die Beschaffung von 155mm-Artillerie-Munition. Für die Zukunft von Bedeutung ist ebenso ein weiterer Erfolg im IRIS-T-Programm, nämlich der erfolgreiche Erstverschuss eines Lenkflugkörpers vom Kampfflugzeug KF-21, das sich bei Korean Aerospace Industry (KAI) derzeit in der Entwicklung befindet. Die AIM Infrarot-Module GmbH konnte im Berichtsjahr sowohl Umsatz, Auftragseingang als auch Auftragsbestand erheblich steigern, wozu insbesondere Produkte für die Programme IRIS-T, RAM und SMart-Munition beitrugen. Dem prognostizierten Wachstum folgend, sind im Berichtsjahr Maßnahmen angelaufen, um die Produktion von Detektoren für IRIS-T, SMart und AIM-9X-Kühlern zu steigern. Auch die JUNGHANS Microtec GmbH verzeichnete Steigerungen bei Umsatz, Auftragseingang und Auftragsbestand um etwa ein Drittel. Die DynITEC GmbH konnte ihren Umsatz sogar verdoppeln. Das anhaltende Wachstum des Geschäfts in allen strategischen Geschäftsfeldern erfordert hohe Investitionen zur Kapazitätserhöhung an allen Standorten des Teilkonzerns. Insbesondere in Überlingen, Röthenbach und Nonnweiler schlug sich das im Berichtsjahr in anlaufenden Bautätigkeiten nieder, die auch in den Folgejahren anhalten werden. Für die DynITEC wird weiter eine Erweiterung des Standortes in Troisdorf mit der lokalen Politik verhandelt. In Überlingen konnte 2023 die Erweiterung des Standortes mit der Stadt Überlingen vertraglich abgeschlossen werden. Zu den zukunftsweisenden Technologieprojekten der kommenden Jahre wird neben dem Future Combat Air System (FCAS) vor allem HYDEF (Hypersonic Defence Interceptor Study) gehören, in deren Rahmen sich Diehl Defence in einem Konsortium mit der Entwicklung zur Abwehr von Hyperschall-Waffen beschäftigt. Im Berichtsjahr unterzeichnete das HYDEF-Konsortium mit der europäischen Beschaffungsbehörde OCCAR den entsprechenden Entwicklungsvertrag, nachdem HYDEF im Vorjahr bereits als erstes europäisches Programm zur Abwehr von hypersonischen Bedrohungen ausgewählt worden war. Diehl Defence wird als integraler Teil des familiengeführten Technologiekonzerns auch weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Sicherheits- und Verteidigungsvorsorge leisten. Dies geschieht insbesondere durch die Stärkung der eigenen Marktposition im Kerngeschäft, dem konsequenten Ausbau der Stellung als Systemanbieter im Bereich bodengebundener Luftverteidigung, bei Flugkörpern sowie Munition und durch die langjährig bewährte Strategie produktspezifischer Kooperationen mit ausgewählten starken Partnern auf internationalen Märkten. Aviation Im Berichtsjahr konnte Diehl Aviation angesichts anhaltend steigender Volumina eine weitere deutliche Verbesserung der Geschäfte verzeichnen. Erstmals seit der Luftfahrtkrise gelang es dem Teilkonzern damit, wieder einen Umsatz von über 1 Milliarde Euro zu erzielen. Sowohl Luftfahrzeughersteller als auch Airlines haben einen steigenden Bedarf an Produkten und Leistungen von Diehl Aviation, das betrifft die Erstausrüstung ebenso wie das Aftersales-Geschäft. Damit setzt die Luftfahrtindustrie ihren Steigflug weiter fort und lässt die Zäsur der Corona-Pandemie weitestgehend hinter sich. Im Berichtsjahr erreichten die Passagierzahlen mittlerweile das Vorkrisenniveau. Diese positive Entwicklung basiert vor allem auf dem Inlandsflugverkehr in den großen Binnenmärkten, bei dem Kurz- und Mittelstreckenflieger eingesetzt werden. Vor allem in diesem Segment konnten die großen Luftfahrzeughersteller 2023 wieder umfangreiche Bestellungen verzeichnen - darunter den bisherigen Rekordauftrag von 500 Maschinen des Typs Airbus A320neo durch die indische Fluggesellschaft Indigo. Auch der internationale Flugverkehr, insbesondere mit Langstrecken- und Großraumjets, verzeichnet eine positive Entwicklung, allerdings wurde hier noch nicht vollständig das Niveau vor der Krise erreicht. Luftfahrzeughersteller verzeichneten in diesem Segment ebenfalls zunehmende Bestellungen, besonders während bedeutender Branchenveranstaltungen wie der Paris Air Show und der Dubai Air Show. Die Airlines profitieren von der kontinuierlich steigenden Nachfrage und rüsten sich für das erwartete Wachstum der gesamten Branche. Dies spiegelt sich nicht nur in neuen Flugzeugkäufen wider, sondern auch in umfassenden Kabinen-Upgrades bestehender Flotten, um den Passagieren eine verbesserte Attraktivität zu bieten. Hierzu zählen auch die Upgrades für Maschinen vom Typ des Airbus A380, dessen Ausmusterung eigentlich schon vor der Krise beschlossen war. Im zurückliegenden Geschäftsjahr wurde Diehl Aviation vom Großkunden Airbus mit der Entwicklung und Produktion von besonders geräumigen Staufächern für den Airbus A220 beauftragt. Die Gepäckfächer bieten 20% mehr Stauraum und deutlich mehr Komfort für die Passagiere. Auch im Bereich der Flug-Taxis konnte das Unternehmen seine Kundenbasis erweitern. Verschiedene Anbieter vertrauen bereits auf die Kompetenzen von Diehl Aviation vor allem im Bereich der Flugsteuerung aber auch bei der Kabinenausstattung. Hier sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt, um vom Wachstumsmarkt der Advanced Air Mobility (AAM) zu profitieren. Mit Blick auf seine militärische Expertise wurde der Teilkonzern mit der Entwicklung des Waffenrechners Tiger Armament Computer (TAC) samt Betriebssystem für das zukünftige Tiger-Programm beauftragt. Angesichts der positiven Entwicklungen im zurückliegenden Geschäftsjahr gilt es nun, den Hochlauf der Luftfahrzeughersteller in beinahe allen Flugzeugprogrammen gleichzeitig abzusichern. Dass Diehl Aviation solche Ramp-Ups erfolgreich begleiten kann, hat das Unternehmen in der Vergangenheit schon mehrfach unter Beweis gestellt und im Berichtszeitraum dazu organisatorisch die notwendigen Weichen gestellt, beispielsweise mit Projekten zur Verbesserung der Operational Excellence. Um mittelfristig die Internationalisierung des Unternehmens zu verbessern, wurde 2023 die Gründung eines neuen Produktionsstandorts in Mexiko vorbereitet. Mit diesem Schritt sollen insbesondere die Kundennähe auf dem amerikanischen Doppelkontinent und insgesamt die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gestärkt werden. Der Standort soll im laufenden Jahr eröffnet werden. Eine größere Kundennähe und eine stärkere internationale Präsenz schafft Diehl Aviation auch durch die Eröffnung eines Customer Collaboration Space nahe Seattle, in dem Kunden der Airlines und Luftfahrzeughersteller Produkte und Lösungen von Diehl Aviation vor Ort erleben können. Darüber hinaus hat das Unternehmen zwei neue Vertretungen seines On-Site Supports und Customer Services im chinesischen Tianjin und in Peking eröffnet - auch dies zwei wichtige Schritte zur Erweiterung der internationalen Präsenz und Erhöhung der Kundennähe. Nachhaltigkeit in der Luftfahrt spielt eine immer stärkere Rolle. Als Leichtbau- und Elektronikspezialist konnte Diehl Aviation in diesem Bereich zahlreiche Innovationen voranbringen und damit seine Marktposition stärken. Darunter fallen Produkte für elektronisch betriebene Luft-Taxis ebenso wie alternative, recyclefähige Materialien. So hat der Teilkonzern beispielsweise spezielle Luftauslässe aus Partikelschaum entwickelt, die als gewichtssparende und recyclebare Alternativen bereits ausgeliefert werden und aktuell schon zur Reduzierung von CO 2 -Emissionen beitragen. Weiter vorangetrieben wurden auch die Arbeiten am Grey Water Reuse System, bei dem das Handwaschwasser an Bord zur Toilettenspülung wiederverwendet wird. Auch die Entwicklungen zur vernetzten Kabine der Zukunft wurden weiter vorangetrieben, etwa als Verbundführer im Forschungsprojekt i+s Cabin 2.0 bei dem Luftfahrzeughersteller, Airlines, Zulieferer und Hochschulen eng zusammenarbeiten. So werden Lösungen und Standards für zukünftige Anwendungen geschaffen, die völlig neue Möglichkeiten bei der Erfassung und Nutzung nützlicher Kabinendaten ermöglichen. Im Berichtszeitraum stand Diehl Aviation vor zahlreichen Herausforderungen. Allen voran zählte dazu die Stabilisierung der Lieferkette. Lieferengpässe bei den eigenen Zulieferern, knappe Verfügbarkeiten von Komponenten, Inflation, hohe Energie- und Transportkosten gestalteten die wirtschaftliche Beschaffung notwendiger Materialien oftmals problematisch. Hinzu kamen auch die negativen Auswirkungen des Fachkräftemangels, der selbst die Luftfahrtbranche allerorts betrifft. Angesichts der von Experten prognostizierten Verdoppelung der weltweiten Flugzeugflotte bis etwa 2040 sieht sich Diehl Aviation als innovativer und zuverlässiger Zulieferer mit seinem breiten Portfolio gut aufgestellt, um an diesem Wachstum erfolgreich teilzuhaben. Dazu wird das Unternehmen seine internationale Präsenz weiter ausbauen, um auf diese Weise eine noch engere Kundennähe zu schaffen und seine Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Parallel dazu wird weiter intensiv an einer kontinuierlichen Optimierung der Operational Excellence gearbeitet. Auch die Gewinnung neuer Fachkräfte gerät zunehmend stärker in den Fokus. Trotz dieser zahlreichen Herausforderungen blickt der Teilkonzern optimistisch in die Zukunft und erwartet für das laufende Jahr anhaltendes Umsatzwachstum. Metering Diehl Metering konnte die positive Entwicklung der letzten Jahre auch im Berichtsjahr fortsetzen und die gesteckten Umsatzziele sogar deutlich übertreffen. Dies hängt nicht nur mit der Entspannung der Weltwirtschaft und besseren Verfügbarkeit von Rohmaterialien zusammen, sondern lässt sich vor allem auf die verstärkte Ausrichtung von Diehl Metering an veränderte Kundenanforderungen zurückführen. Insbesondere in den Bereichen Wasser- und Wärmezähler, Konnektivität und IoT-Lösungen konnten Marktwachstum und steigende Nachfrage registriert werden. Der weltweite Bedarf an Softwarelösungen zur Datenverarbeitung und Analyse von Zählerdaten nimmt im Rahmen der Digitalisierung von Städten und Kommunen weiter zu. Dank der von Diehl Metering dazu entwickelten innovativen Technologie- und Softwarelösungen sieht sich das Unternehmen für diese Nachfrage bestens positioniert. Auch wurde die Zusammenarbeit mit den Kunden durch die Einführung eines Customer-Relationship-Management-Tools (CRM) weiter intensiviert und die weltweiten Produktionskapazitäten im Rahmen eines zusätzlichen Sonderinvestitionsprogramms ausgebaut. Das Berichtsjahr war gekennzeichnet durch erfolgreich gewonnene oder umgesetzte Kundenprojekte in zahlreichen Ländern weltweit. So wurden in den USA mehrere Projekte gewonnen, bei denen sich die Kunden aufgrund seiner metrologischen Fähigkeiten und der Konnektivität für den Ultraschall-Wasserzähler HYDRUS 2.0 von Diehl Metering entschieden haben. In Italien wurde der Teilkonzern als Komplettlösungsanbieter für ein mioty® Netzwerk mit Hydrus 2.0 Wasserzählern, Gateways sowie Analyseapplikationen ausgewählt. In Schweden unterstützt Diehl Metering Kommunen bei der Digitalisierung ihrer Wassernetzwerke und in Saudi-Arabien wurden die Smart Metering Lösungen des Unternehmens beim Aufbau eines innovativen Smart City Projekts ausgewählt. Ein besonderer Fokus lag bei allen umgesetzten Projekten auf der Fähigkeit, bestehende Netzwerke beliebig zu erweitern und neben Wasser- und Wärmezählern auch andere Sensoren in einem System zu vereinen. Der Ausbau zu einer Smart City ist in vielen Großstädten, aber mittlerweile auch in kleineren Gemeinden ein wichtiges Thema. Bei der Umsetzung bietet die von Diehl Metering mitentwickelte mioty® Funktechnologie entscheidende Vorteile bei Multi-Konnektivität, Reichweite und Robustheit. Das vom Teilkonzern zum Jahresende vorgestellte IZAR IoT GATEWAY Premium kann alle gängigen Funktechnologien empfangen. Gleichzeitig ist es offen für zukünftige Technologien wie beispielsweise OMS5. Mit einem IZAR IoT GATEWAY Premium können bis zu 100.000 Sensoren verbunden werden, dadurch wird sichergestellt, dass Smart City Netzwerke im Rahmen von Digitalisierungsprojekten problemlos erweitert und wichtige Ressourcen und Arbeitskraft auf Seiten des Versorgers eingespart werden können. Mit der Weiterverarbeitung der gesammelten Daten, vor allem aus Wasserzählern, befasst sich die 2022 neugegründete Geschäftseinheit "Analytics & Services". Eine eigens von Diehl Metering entwickelte Softwarelösung "Water Loss Management" ermöglicht die Optimierung von Wassernetzen sowie die frühzeitige Erkennung von Wasserverlusten als Folge von Leckagen. Durch die Nutzung der Software können Versorger Schäden im Wassernetz schneller beheben und den Anteil an Non-Revenue-Water signifikant senken. Erste Projekte mit Kunden in Europa und anderen Regionen helfen dabei, das Tool weiter zu optimieren und wichtige Einblicke in die Bedürfnisse und Herausforderungen der Branche zu gewinnen. Gleichzeitig trägt diese Softwarelösung dazu bei, nachhaltiger mit der immer knapper werdenden Ressource Wasser umzugehen, um sie den Endkunden so verlässlich und qualitativ hochwertig wie möglich zur Verfügung zu stellen. Auch unternehmensintern spielt Nachhaltigkeit bei Diehl Metering eine anhaltend wichtige Rolle. In diesem Rahmen werden bestehende Prozesse regelmäßig überprüft und das Produktportfolio laufend verbessert, um so den CO 2 -Fußabdruck an allen Standorten weltweit zu senken. Ziel ist es, die CO 2 -Neutralität zu erreichen. Ein wichtiger Meilenstein dazu wurde mit der Einführung einer neuen Generation des ALTAIR-Wasserzählers erreicht, dessen Produktlebensdauer und Abnutzungsanfälligkeit durch das neue Eco-Design deutlich verbessert wird. Im Rahmen des vom Teilkonzern unterzeichneten Global Compact der Vereinten Nationen werden die definierten Ziele und das 7-Punkte-Programm mit großer Aufmerksamkeit weiterhin verfolgt, um die Nachhaltigkeit zu fördern. Dabei wurden im Berichtsjahr wichtige Meilensteine erreicht: Alle Standorte von Diehl Metering können mindestens die Bronze-Medaille im ECOVADIS-Rating vorweisen. Besonders hervorzuheben ist der Standort Saint-Louis in Frankreich, der inzwischen den Gold-Status erreicht hat. Diehl Metering wird das Produkt- und Softwareportfolio unter diesen selbstgesteckten Rahmenbedingungen kontinuierlich weiterentwickeln und insgesamt noch stärker auf die spezifischen Kundenbedürfnisse eingehen. Unter diesen Vorzeichen blickt der Teilkonzern 2024 zuversichtlich auf die weitere Geschäftsentwicklung und die angestrebte Fortsetzung des eingeschlagenen Wachstumskurses. Chancen, Risiken und AusblickDie Bundesregierung sieht die deutsche Volkswirtschaft zu Beginn des Jahres 2024 weiterhin in einem schwierigen Fahrwasser (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung 2024, Seite 156). Die wieder steigenden Reallöhne und die robuste Arbeitsmarktentwicklung dürften eine binnenwirtschaftliche Erholung im Jahresverlauf befördern, wohingegen die Perspektive für den Außenhandel angesichts vielfältiger geopolitischer Krisen und Spannungen sowie der nachwirkenden, wachstumsdämpfenden Effekte der geldpolitischen Straffungen bei wichtigen Handelspartnern verhalten bleibt. Hinzu kommen neue, nationale Herausforderungen, wie die aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts resultierende Notwendigkeit zur Anpassung bzw. Priorisierung der Finanzplanung des Bundes. Dennoch geht die Bundesregierung davon aus, dass die belastenden Einflüsse im Jahresverlauf 2024 tendenziell nachlassen werden und die positiven, binnenwirtschaftlichen Faktoren zunehmend zum Tragen kommen. Für das Gesamtjahr 2024 wird ein leichter Zuwachs des preisbereinigten BIP um 0,2 % erwartet (Quelle: ebd). Auch die DIHK-Konjunkturumfrage beschreibt die Geschäftserwartungen der Unternehmen als weiterhin düster, die Verunsicherung bleibe groß. Eine schwache Konjunktur im Inland und strukturelle Probleme wie Fachkräftemangel, steigende Arbeitskosten und weiterhin hohe Energie- und Rohstoffpreise bereiteten den Unternehmen große Sorgen (Quelle: DIHK-Konjunkturumfrage vom Februar 2024). Allerdings würden größere Unternehmen besonders von der erstaunlichen Resilienz der Weltkonjunktur profitieren, was neben optimistischen Exporterwartungen auch zu insgesamt besseren Geschäftserwartungen als bei kleineren und mittleren Betrieben führe (Quelle: ebd). Mit dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz der Bundesregierung (seit 01.01.2023 in Kraft) übernehmen die deutschen Unternehmen mehr Verantwortung für ihre Zulieferer. Der notwendige Aufwand wird als ausgesprochen hoch empfunden. Neben dem bürokratischen Aufwand entstehen erhebliche zusätzliche Kosten durch zusätzliches Personal bzw. externe Dienstleister sowie dem nochmaligen Ausbau des Compliance-Bereichs. Als international aufgestelltes und breit diversifiziertes Unternehmen hat die Diehl-Gruppe die verschiedenen Krisen der letzten Jahre mit ihren vielfältigen Auswirkungen hinter sich gelassen und konzentriert sich nun auf weiteres profitables Wachstum. Angesichts der anhaltend trüben Konjunkturaussichten sieht sich Diehl insbesondere in den Bereichen Controls und Metall beeinträchtigt, wohingegen Aviation und Metering durch den Trend zu nachhaltigen Technologien und Produkten mit ihrem entsprechenden Produktportfolio deutlich wachsen können. Defence wird auf einem hohen Niveau verbleiben. Deutliche Auswirkungen auf die Geschäfte in nahezu allen Teilkonzernen haben nach wie vor die hohen Energiepreise, während sich die Problematik der angespannten Lieferketten durch eine bessere Verfügbarkeit von Rohmaterialien etwas entspannt hat. Durch den Krieg in der Ukraine ist es in Europa und darüber hinaus zu einer Neubewertung der Verteidigungsanstrengungen gekommen, in deren Folge nun in vielen Ländern massiv in die Landesverteidigung investiert wird, darunter auch in Deutschland. Dies wird langfristige Auswirkungen auf Art, Umfang und Geschwindigkeit von Beschaffungsmaßnahmen der Streitkräfte sowohl in Deutschland als auch bei anderen NATO-Partnern haben. Die bewährte Ausrichtung der Diehl-Gruppe als Konglomerat wird unter diesen Vorzeichen weiterhin eine stabilisierende Wirkung zeigen. Das im Unternehmen praktizierte Risikomanagementsystem lässt Risiken konjunktureller Art rechtzeitig erfassen und bewerten, damit zeitnah gegengesteuert werden kann. Diehl verfügt über eine umfassende Strategie zur Aufrechterhaltung und Sicherstellung der IT-Systeme (Back-up-Lösungen, Notfallrechenzentren) als auch zur Absicherung von vertraglichen Lieferverpflichtungen. Das zentrale CISO-Office stellt in enger Zusammenarbeit mit den IT-Spezialisten in allen Bereichen sicher, dass die digitalen Anwendungen und Systeme im Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt und durch zusätzliche Tools weiter stringent abgesichert werden. Trotz aller getroffenen und im Ernstfall zu treffenden Maßnahmen besteht naturgemäß noch ein verbleibendes Risiko vorübergehender Geschäftsunterbrechungen mit möglichen Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis der Gruppe. Neben den oben dargestellten Risiken zeigen die Tätigkeitsbereiche der Gruppe eine Reihe von Besonderheiten: Traditionell ist etwa die Hälfte des Geschäftsvolumens im Teilkonzern Metall von den Marktpreisen für Kupfer und Zink abhängig. Hohe Volatilität führt hier zu Schwankungen im Umsatz, die jedoch keinen Effekt auf die Beschäftigungssituation haben. Daher sind Umsatzprognosen für Diehl Metall grundsätzlich schwierig zu treffen. Dies gilt insbesondere dann, wenn angesichts der komplexen Rahmenbedingungen für die Metallindustrie, zu denen neben den Herausforderungen der bezahlbaren Energieversorgung auch der anhaltende Fachkräftemangel gehört, große konjunkturelle Unsicherheiten hinzukommen. So wird den Prognosen zufolge (Quelle: M+E-Konjunkturbericht Februar 2024) die Industrieproduktion 2024 weiter zurückgehen, was zur Folge hat, dass sich die im internationalen Vergleich weit unterdurchschnittliche Wirtschaftsentwicklung in Deutschland fortsetzt. Diehl Metall mit den strategischen Geschäftsfeldern im Bereich Classic und Progressive Metal sieht sich jedoch auf gutem Weg, den veränderten Anforderungen der Märkte erfolgreich begegnen zu können. Das Unternehmen setzt dabei weiterhin auf den gesellschaftlich gewünschten Wandel vom klassischen Verbrennungsmotor hin zu umweltfreundlichen und klimaschonenden Antrieben. Als Automobilzulieferer mit langjähriger großer Entwicklungskompetenz ist Diehl Metall dabei kompetenter Partner der internationalen Automobilindustrie bei der Entwicklung zukunftsweisender Lösungen, zu denen beispielsweise Komponenten für Kühlsysteme und Leistungsmodule sowie Teile für die Sensorik bis hin zu Kontaktsystemen für Batteriespeicher zählen. Umweltbezogenes Denken und Handeln sind dabei elementare Bestandteile der Unternehmenspolitik, um so einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Zukunft leisten zu können. Für Diehl Controls wird auch 2024 ein herausforderndes Jahr werden. Steuerungssysteme für Haushaltsgeräte können nicht mehr zu wettbewerbsfähigen Preisen in Deutschland produziert werden. Die Schwäche des Marktes zwingt Diehl Controls in eine Transformation des Geschäfts und zu einer Anpassung der heutigen Personalkapazitäten. Um wieder nachhaltig profitabel zu werden, muss sich der Teilkonzern noch stärker von einem deutschen Unternehmen mit internationalen Standorten zu einem global vernetzt agierenden Unternehmen weiterentwickeln. Die Standorte in Polen, China und Rumänien gewinnen im Rahmen dieser Strategie zunehmend an Bedeutung. Mittelfristig will Diehl Controls als bewährter Entwicklungspartner für Kunden aus dem Bereich der Home Appliances und insbesondere der HVAC/R-Märkte wieder wachsen. Aufgrund der seit Beginn des Ukrainekrieges veränderten europäischen Sicherheitslage sieht sich Diehl Defence einer weiter steigenden Nachfrage ausgesetzt. Als Partner der Bundeswehr seit deren Gründung wird Diehl Defence auch weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Sicherheits- und Verteidigungsvorsorge in Deutschland und im NATO-Bündnis leisten. Dies gilt für nationale Beschaffungsvorhaben ebenso wie für Entwicklungsanteile an internationalen Kooperationsvorhaben. Das Wachstum des Unternehmens und der hierfür notwendige Kapazitätsaufbau in den Bereichen Personal, Infrastruktur und Lieferanten ist eine nachhaltige Chance, stellt aber für die kommenden Jahre auch eine große Herausforderung dar. Der Aufbau von eigenen Kapazitäten sowie die Stärkung der Lieferkette werden in der nächsten Zukunft im Fokus der Wachstumsanstrengungen von Diehl Defence liegen. Für Diehl Aviation als einer der großen Zulieferer für den Markt der Langstreckenflieger sind die Auswirkungen der Luftfahrtkrise weiterhin wahrnehmbar, da sich die Nachfrage in diesem Bereich langsamer als der Bedarf an Maschinen für den Inlandsflugverkehr entwickelt. Zur Verbreiterung der Kundenbasis werden derzeit weitere mögliche Felder der Zusammenarbeit mit den großen Flugzeugherstellern Boeing, Embraer und Bombardier geprüft. Dazu dient auch der weitere Ausbau der internationalen Präsenz, um auf diese Weise eine noch engere Kundennähe zu schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu verbessern. Zu den anhaltenden Herausforderungen des Teilkonzerns zählt weiterhin insbesondere die Stabilisierung der Lieferkette. Hinzu kommen Lieferengpässe bei den eigenen Zulieferern; auch knappe Verfügbarkeiten von Komponenten, Inflation sowie hohe Energie- und Transportkosten haben Einfluss auf die wirtschaftliche Beschaffung notwendiger Materialien. Angesichts der prognostizierten Verdoppelung der weltweiten Flugzeugflotte bis etwa 2040 sieht sich Diehl Aviation als innovativer und zuverlässiger Zulieferer mit seinem breiten Portfolio indes gut aufgestellt, um an diesem Wachstum erfolgreich teilzuhaben. Der Umsatz bei Diehl Metering ist von 2022 auf 2023 um rund 20% gewachsen und der Trend zeigt weiter nach oben. In vielen Märkten in Europa und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist Metering mit seinen Produkten Marktführer und das Unternehmen setzt darauf, sich weiter in Richtung eines Lösungsanbieters zu entwickeln und digitale Geschäftsmodelle aufzubauen. Der Kern der Aktivitäten soll dabei das Zähler- und Connectivity-Geschäft bleiben, das durch Analytics- und Service-Aktivitäten zunehmend an Verstärkung gewinnt. Auch in Zukunft wird der Teilkonzern das Produktangebot weiterentwickeln und seine Kunden beim Aufbau von Netzwerken sowie Smart Cities unterstützen. Einen zentralen Schwerpunkt aller Aktivitäten bildet dabei die Nachhaltigkeit. Nachdem für die weltweiten Kunden des Unternehmens ökologische, wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit im Mittelpunkt aller Entscheidungen stehen, sieht sich Diehl Metering mit seinem langjährigen Selbstverständnis, das im Unternehmensclaim "Empower a Sustainable Future" deutlich wird, und seinen innovativen Produkten dazu gut positioniert. Allerdings gilt es auf diesem Weg nicht nachzulassen, denn die Anforderungen zu mehr Nachhaltigkeit in allen Bereichen erfordern stetige Anstrengungen in der Produktentwicklung beispielsweise zur Verbesserung der Lebensdauer oder der Abnutzungsanfälligkeit. Ein anhaltend wichtiges Thema für die Diehl-Gruppe und alle Teilkonzerne ist das Thema Nachhaltigkeit. Als international agierendes Familienunternehmen legt Diehl seit jeher viel Wert auf nachhaltiges und wirtschaftliches Handeln und verbindet dabei in bewährter Weise Tradition mit Innovation. Explizit sichtbar wird dies auch im Leitbild des Unternehmens: "Führende Technologien für eine sichere und nachhaltige Zukunft". Die übergreifende Koordination der vielfältigen Nachhaltigkeits-Aktivitäten der Diehl-Gruppe wird durch eine gruppenweit verankerte Nachhaltigkeitsorganisation sichergestellt, damit auf diese Weise entsprechende Aspekte als wichtiges Querschnittsthema in alle wesentlichen Entscheidungen einbezogen werden können. Dazu wurde im Berichtsjahr erstmals ein komplettes Lagebild aus verfügbaren Kennzahlen und Managementansätzen als wichtige Grundlage zum Verständnis der wesentlichen Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit geschaffen und in Form eines ersten Nachhaltigkeitsberichtes der Diehl-Gruppe zusammengefasst. Die Diehl-Gruppe hat eine sehr gute Perspektive, durch breites Wachstum den Umsatz in den kommenden Jahren deutlich zu steigern. Das gilt insbesondere für Diehl Defence und Diehl Metering und in einem anspruchsvolleren Marktumfeld auch für Diehl Aviation und Diehl Metall. Es gilt allerdings, auf diesem Weg zahlreiche Hürden zu nehmen, denn ob Hochlauf, Restrukturierung oder weitere Stärkung der Ertragskraft, jeder Veränderungsprozess verlangt den Beteiligten viel ab. Hinzu kommen anhaltende Unsicherheiten in den Planungen aufgrund der hohen Energiepreise im Zuge des Kriegs in der Ukraine. Auch die weiterhin schwächelnde Weltkonjunktur, die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und China, der weitere Verlauf der kriegerischen Ereignisse im Nahen Osten und das Ergebnis der Wahlen in den USA wirken sich auf die Märkte aus. Die Diehl-Gruppe blickt ungeachtet dessen jedoch weiterhin optimistisch in die Zukunft. Nachdem die sich überlappenden Krisen der Vergangenheit gut bewältigt werden konnten, setzt das Unternehmen nun darauf, den eingeschlagenen Wachstumskurs weiter auszubauen. Dazu zählen insbesondere die vorbehaltslose Überprüfung aller Aktivitäten auf ihre langfristigen Perspektiven und der weitere Ausbau des Technologie- und Produktportfolios. Die dezentrale Aufstellung der Gruppe als maßgebliches Erfolgsrezept für Diehl wird dabei ebenso eine weitere Stärkung erfahren wie der gruppenübergreifende Blick auf entscheidende Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Die in den Teilkonzernen bestehenden Risiken werden aufgrund des etablierten Risikomanagementsystems aus Sicht der Diehl-Gruppe als moderat eingestuft. Angesichts anhaltend schwieriger Rahmenbedingungen wird 2024 für die Diehl-Gruppe ein weiteres herausforderndes Jahr werden. Angesichts der bewährten breiten Aufstellung der Diehl-Gruppe und des ausbalancierten Portfolios der fünf Teilkonzerne überwiegt in der Abwägung von Chancen und Risiken weiterhin die Zuversicht auf anhaltendes und nachhaltiges Wachstum. Diehl erwartet für das laufende Jahr eine deutliche Umsatzsteigerung auf rund 4,8 Mrd. € und eine leichte Verbesserung des Ergebnisses.
Nürnberg, den 2. April 2024 Diehl Verwaltungs-Stiftung Dr. Klaus Richter Jürgen Reimer Jens Böhlke Dr. Christof Bosbach Dieter Landgraf Helmut Rauch Dr. Jörg Schuler Carsten Wolff KONZERNBILANZ ZUM 31.12.2023DER DIEHL VERWALTUNGS-STIFTUNGAktiva
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1.1. BIS 31.12.2023DER DIEHL VERWALTUNGS-STIFTUNG
Konzernanhang Geschäftsjahr 2023der Diehl Verwaltungs-StiftungI. Allgemeine ErläuterungenDie Diehl Verwaltungs-Stiftung mit Sitz in Nürnberg ist im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter der Nummer HRA 11756 eingetragen. Der Konzernabschluss der Diehl Verwaltungs-Stiftung ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind einheitlich nach den in der Diehl-Gruppe geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Bei ausländischen Gesellschaften wird die Bilanzierung an die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angepasst, soweit es für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Bedeutung ist. II. Konsolidierungskreis und assoziierte UnternehmenIn den Konzernabschluss werden neben der Diehl Verwaltungs-Stiftung 47 inländische und 25 ausländische Unternehmen einbezogen, auf die die Diehl Verwaltungs-Stiftung unmittelbar oder mittelbar beherrschenden Einfluss ausüben kann. Erweitert wird der Kreis der vollkonsolidierten Konzerngesellschaften ab dem Geschäftsjahr 2023 durch die Gründung von Diehl Röthenbach Immobilien GmbH & Co. KG, Röthenbach a. d. Pegnitz, Diehl Röthenbach Immobilien Verwaltungs GmbH, Röthenbach a. d. Pegnitz und DD Präzisionsteile GmbH & Co KG, Überlingen. Verschmolzen wurden die Gesellschaften Pyrotechnische Fabrik (PYF) GmbH, Röthenbach a. d. Pegnitz mit der Neubrandenburger Fahrzeugwerke GmbH, Nürnberg. Die Gesellschaft firmiert nun unter dem Namen Diehl Nürnberg Facility Verwaltungs GmbH, Nürnberg. Es wurden 5 inländische Beteiligungen als assoziierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurden 14 Gesellschaften nicht konsolidiert. Zwei Gesellschaften sind gemäß § 296 Absatz 1 Nr. 1 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da das Vermögen auf den jeweiligen Gesellschaftszweck beschränkt ist. Die Übersicht über den Anteilsbesitz und den Konsolidierungskreis findet sich in einer Anlage zum Anhang. III. KonsolidierungsgrundsätzeFür Tochterunternehmen erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Hierbei werden die Vermögensgegenstände und Schulden zum vollen Zeitwert angesetzt und der Anschaffungswert der Beteiligung mit dem anteiligen Zeitwert des Eigenkapitals zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Ein nach Verrechnung auf der Aktivseite verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden entsprechend den Vorschriften der Equity-Bilanzierung weiterentwickelt. Die Einbeziehung erfolgt zum Erwerbszeitpunkt nach der Buchwertmethode. Zwischenergebnisse, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen im Verhältnis zu assoziierten Unternehmen wurde verzichtet, da der Einfluss auf das Gesamtbild der Verhältnisse von untergeordneter Bedeutung ist. Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen vorgenommen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, WährungsumrechnungFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1. Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige oder außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Als Nutzungsdauer werden grundsätzlich 3 Jahre zu Grunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum, z. B. aufgrund der Laufzeit von Nutzungsrechten, ergibt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige oder außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen für Neuinvestitionen linear. Den planmäßigen Abschreibungen liegen bei Gebäuden und Gebäudeteilen, je nach Beanspruchung, Nutzungsdauern zwischen 3 und 50 Jahren zu Grunde. Bei technischen Anlagen und Maschinen wie auch bei anderen Anlagen sowie Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung liegen die Nutzungsdauern im Bereich von 1 bis 25 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800 € werden im Inland im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für Werkzeuge und Vorrichtungen wird mitunter ein Festwert gebildet. Außerordentlichen Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Der Wertansatz der Anteile an assoziierten Unternehmen wird entsprechend den Grundsätzen der Equity-Bilanzierung, ausgehend vom Buchwert, weiterentwickelt. Verzinsliche Ausleihungen werden mit den Nennwerten, unverzinsliche mit ihren Barwerten bilanziert. Wertpapiere des Anlagevermögens werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. 2. Umlaufvermögen Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen bewertet. Im Falle der Bewertung von Metallvorräten nach dem Niederstwertprinzip finden, soweit entsprechende Verkaufskontrakte zum Bilanzstichtag bereits vorliegen, die für den Metallanteil vertraglich vereinbarten Absatzpreise Berücksichtigung. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Sie enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten für Material und Fertigungslöhne auch anteilige Gemeinkosten. Abwertungen für Lagerbestands- und Verwertbarkeitsrisiken werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Soweit im Zeitpunkt der Bilanzerstellung Abwertungserfordernisse wegen im Erlös nicht voll gedeckter Selbstkosten erkennbar sind, werden zur verlustfreien Bewertung entsprechende Abschläge vorgenommen. Geleistete und erhaltene Anzahlungen sind mit dem Nennwert bilanziert. Erhaltene Anzahlungen werden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel werden grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Daneben werden bei Forderungen erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen und allgemeine Kreditrisiken sowie Kosten der Einziehung von Forderungen durch Pauschalwertberichtigungen in angemessenem Umfang berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen, die voraussichtlich erst nach einem Zeitraum von 12 Monaten eingehen, werden mit dem Barwert angesetzt. Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten, zum niedrigeren Börsenkurs oder zu Rücknahmewerten bilanziert. 3. Rückstellungen / Verbindlichkeiten Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem versicherungsmathematischen modifizierten Teilwertverfahren bewertet. Den Berechnungen werden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Bei der Bewertung werden Annahmen über die zukünftigen Entwicklungen bestimmter Parameter berücksichtigt. Als Lohn- und Gehaltstrend wird eine Steigerung von 3,3 % p.a. verwendet. Die Rentendynamik wird mit 2,15 % p.a. angenommen. Die Abzinsung erfolgt entsprechend dem von der Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren festgesetzten Zinssatz von 1,83 % p.a. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und alle erkennbaren Risiken. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Abzinsung erfolgt entsprechend der Restlaufzeit der Rückstellung mit dem von der Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren. Soweit zwischen Metalleinkaufskontrakten und dem Metallanteil von Verkaufskontrakten keine Bewertungseinheiten gebildet werden, unterliegen diese Positionen einer Überprüfung hinsichtlich drohender Verluste. Alle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 4. Währungsumrechnung Bewertungsstichtag für die Umrechnung fremder Währungen ist bei Anlagegütern grundsätzlich der Tag der Anschaffung, bei Forderungen und Verbindlichkeiten der Entstehungstag. Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit unter einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips bewertet. Bilanzpositionen von Fremdwährungsabschlüssen werden zu Bilanzstichtagskursen umgerechnet. Die Umrechnung der einzelnen Eigenkapitalpositionen erfolgt zu historischen Kursen, das Jahresergebnis wird zum Durchschnittskurs des Jahres umgerechnet. Die Umrechnung der Positionen der Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt zum Durchschnittskurs des Jahres. Differenzen zwischen Stichtagskurs, historischen Kursen und Durchschnittskursen werden ergebnisneutral im Kapital des Teilkonzerns Diehl Stiftung & Co. KG oder in den Anteilen übriger fremder Gesellschafter ausgewiesen. Differenzen gegenüber der Vorjahresumrechnung werden erfolgsneutral berücksichtigt. Im Rahmen einer konzerneinheitlichen Risikomanagementstrategie werden Währungsrisiken grundsätzlich abgesichert. Bewertungseinheiten werden entsprechend § 254 HGB gebildet und dokumentiert. Bei Deckung mit Termingeschäften erfolgt die Bewertung mit den entsprechenden Sicherungskursen. Forderungen und Verbindlichkeiten in gleicher Währung und mit annähernd gleicher Laufzeit werden, soweit sie sich betragsmäßig decken, zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet. Der ineffektive Teil wird nach dem Imparitätsprinzip bilanziert. Dies hat zur Folge, dass positive Marktwerte in der Bilanz nicht ausgewiesen werden und für negative Marktwerte nur dann eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet wird, wenn sich aus der gebildeten Bewertungseinheit ein Negativüberhang ergibt oder bei einer offenen Position ein Verlust entsteht. V. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt. In der Spalte "Veränderungen" werden alle Veränderungen des Anfangsbestandes aufgrund der Zu- und Abgänge des Konsolidierungskreises und aufgrund von Währungsumrechnungsdifferenzen ausgewiesen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den jeweiligen Posten haben folgende Beträge eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr:
3. Aktive und passive latente Steuern Steuerabgrenzungsposten (aktiv und passiv) ergeben sich aufgrund von Bewertungsunterschieden in Handels- und Steuerbilanz, steuerlichen Verlustvorträgen sowie Konsolidierungsmaßnahmen, sofern sich die Differenzen in Zukunft ausgleichen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt für inländische Gesellschaften mit Steuersätzen von 12 % - 15 % (Personenhandelsgesellschaften) oder 15 % - 33 % (Kapitalgesellschaften). Bei ausländischen Tochtergesellschaften werden die individuellen landesrechtlichen Steuersätze (11 % - 34 %) herangezogen. Der aktive Steuerabgrenzungsposten in Höhe von 174.399 T€ ergibt sich im Wesentlichen durch die Bildung latenter Steuern auf unterschiedliche Bewertungsansätze in der Handels- und Steuerbilanz (Pensionsrückstellungen, unterschiedliche Bewertungsansätze sowie Abschreibungsmethoden oder -dauern in Anlage- und Umlaufvermögen, Drohverlustrückstellungen sowie sonstige Rückstellungen), steuerliche Verlustvorträge sowie durch Zwischenergebniseliminierungen in Anlage- und Vorratsvermögen. Die passiven latenten Steuern in Höhe von 13.637 T€ resultieren im Wesentlichen aus steuerlichen Sonderabschreibungen, unterschiedlichen Bewertungsansätzen in der Handels- und Steuerbilanz sowie dem nur steuerlich zulässigen Ansatz von Rücklagen (z.B. § 6b EStG).
4. Eigenkapital Das Kapital des Teilkonzerns Diehl Stiftung & Co. KG setzt sich zusammen aus dem haftenden Kommanditkapital der Diehl Stiftung & Co. KG und den Rücklagen der Diehl Stiftung & Co. KG. Der Eigenkapitalspiegel wird nach den Grundsätzen des DRS 22 erstellt. 5. Rückstellungen Wertpapiere des Anlagevermögens, welche der Finanzierung von Lebensarbeitszeitkonten dienen, wurden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den entsprechenden Rückstellungen in Höhe von 10.187 T€ saldiert (Verrechnung Planvermögen). Die Anschaffungskosten betrugen 8.417 T€. Deckungskapital zur Insolvenzsicherung von Lebensarbeitszeitkonten in Höhe von 4.882 T€ wurde mit den entsprechenden Rückstellungen in Höhe von 6.067 T€ verrechnet. Forderungen gegen Rückdeckungsversicherungen für Deferred Compensation wurden mit korrespondierenden Pensionsrückstellungen für rückgedeckte Deferred Compensation verrechnet (Verrechnung Planvermögen). Die historischen Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert der verrechneten Forderungen gegen Rückdeckungsversicherungen betragen 13.093 T€. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsrückstellung für rückgedeckte Deferred Compensation entspricht dem Aktivwert aus der Rückdeckungsversicherung (13.093 T€). Aufwendungen und Erträge wurden in Höhe von 269 T€ verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistung, für ausstehende Rechnungen, für drohende Verluste aus Auftragsbestand, für Tantiemen und Gratifikationen, für Gleitzeitüberhänge, für Langzeitkonten und für Vertragstrafen. 6. Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten und die Aufgliederung der einzelnen Verbindlichkeitsposten nach ihrer Restlaufzeit sind in einer Anlage zum Anhang dargestellt. Die Gesamtsumme der gewährten Sicherheiten für eigene Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt 3.970 T€, in Form verpfändeter Konten und Grundschulden. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf:
7. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Für ihre Geschäftstätigkeit setzt die Diehl-Gruppe Terminkontrakte ein, um Risiken im Zusammenhang mit Währungs- und Metallpreisschwankungen zu bewältigen, die sich zwischen dem Abschluss- und dem Erfüllungsdatum ergeben. Die Devisentermingeschäfte schließen die Gesellschaften mit der Diehl Stiftung & Co. KG ab. Diese wiederum schließt geeignete, im Wesentlichen betrags- und fristengleiche Kontrakte mit Banken. Der Einsatz dieser Kontrakte erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt internen Kontrollen und bleibt auf die Absicherung der Geschäftsvorfälle in Fremdwährung beschränkt. Das Nominalvolumen und die Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:
Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Der Marktwert von Devisen- und Warentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Terminwertes für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Terminwert (Mark-to-Market-Methode). Zur Absicherung von Geschäftsvorgängen in Fremdwährung werden Devisentermingeschäfte eingesetzt und Bewertungseinheiten gebildet, die Risiken zum Bilanzstichtag in Höhe von 70 Mio € abdecken. Die Bewertung von Fremdwährungspositionen erfolgt im Rahmen von Mikro-, Makro- und Portfoliohedges. In die Bewertungseinheiten werden Fremdwährungsforderungen (232,0 Mio €), liquide Mittel (33,8 Mio €), Fremdwährungsverbindlichkeiten (27,0 Mio €), noch nicht in der Bilanz enthaltene fest kontrahierte Geschäfte (546,4 Mio €) sowie mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen (1.197,8 Mio €) einbezogen. Die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen betreffen hauptsächlich erwartete Aufträge oder Beschaffungsvorgänge. Gegenläufige Wertänderungen und Zahlungsströme dieser Grund- und Sicherungsgeschäfte werden sich im Wesentlichen bis September 2026 voraussichtlich in voller Höhe ausgleichen. Die in den Bewertungseinheiten zusammengefassten Geschäfte unterliegen demselben Risiko. Entsprechend ist zu erwarten, dass sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der Zukunft für das jeweils gesicherte Risiko vollständig ausgleichen. Die prospektive Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag überwiegend mittels der Critical-Terms-Match-Methode festgestellt. Dabei wird sichergestellt, dass die wertbestimmenden Faktoren (Nominalwert, Laufzeit, Währung) bei Grundgeschäft und Sicherungsinstrument übereinstimmen. Die einzelnen Hedge-Beziehungen werden daher jeweils über die gesamte Sicherungsperiode als wirksam eingestuft. Gleiches gilt für die rückwirkende Ermittlung der bisherigen Wirksamkeit, auch hier wird überwiegend mittels Critical Terms Match nachgewiesen, dass alle wertbestimmenden Faktoren zwischen dem abgesicherten Teil der Grundgeschäfte und dem absichernden Teil der Sicherungsinstrumente übereinstimmen. In diesen Fällen kann keine bilanziell relevante Unwirksamkeit bezogen auf die Bewertungseinheiten entstehen. Die Metallpreisrisiken aus Metallbeschaffungs- und Metallabsatzverträgen (schwebende Geschäfte) resultieren aus der Veränderung der Preise für Primärmetalle, Schrotte und erstellter Halbzeuge zwischen Kontrahierungs- und Erfüllungszeitpunkt. Ein- und Verkaufskontrakte, die nicht durch physische Gegengeschäfte abgedeckt sind, werden mit entsprechenden Börsenpositionen gesichert. Zur Absicherung der Metallpreisrisiken (schwebende Geschäfte) werden Rohstofftermingeschäfte (Futures und Forwards) abgeschlossen. Im Rahmen der Bewertung werden sowohl Mikro- als auch Portfoliohedges gebildet. Die in den Portfoliohedges zusammengefassten Grundgeschäfte weisen hochgradig homogene Risiken auf. Bei den Sicherungsgeschäften wird die Vertragsmenge jeweils so gewählt, dass sie mit der Vertragsmenge der Grundgeschäfte - bezogen auf die jeweiligen Primärmetallinhaltsanteile - übereinstimmt. Grund- und Sicherungsgeschäfte werden mit den folgenden Marktwerten (Terminwert zum Bilanzstichtag im Vergleich zum kontrahierten Terminwert) in die Bewertungseinheiten einbezogen:
Für die Bewertungseinheiten sind die Wertänderungen der schwebenden Absatz- und Beschaffungsgeschäfte über einen Zeitraum von bis zu 12 Monaten gesichert. Die gegenläufigen Wertänderungen dieser Grund- und Sicherungsgeschäfte werden sich über die nächsten 12 Monate voraussichtlich in voller Sicherungshöhe ausgleichen. Die Messung der Effektivität der gebildeten Bewertungseinheiten erfolgt mit Hilfe der "Dollar-Offset-Methode" in kumulierter Form unter Berücksichtigung vorgegebener Risikolimits. Bei der "Dollar-Offset-Methode" werden die kumulierten Marktwertänderungen der Grundgeschäfte mit den kumulierten Marktwertänderungen der Sicherungsgeschäfte ab dem Designierzeitpunkt in absoluten Geldbeträgen miteinander verglichen. Der "Dollar-Offset-Test" wird zu jedem Abschlusstermin durchgeführt. Zum Bilanzstichtag wurden Rückstellungen in Höhe von 100 T€ gebildet. Die Höhe der mit Mikro bzw. Portfoliohedges abgesicherten Risiken beträgt 2,6 Mio €, d.h. in dieser Höhe wurden zum Abschlussstichtag negative Wertänderungen vermieden. In die Bewertungseinheiten wurden mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen im Volumen von 5,2 Mio € einbezogen. 8. Haftungsverhältnisse Zum Stichtag bestehen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von 23,8 Mio € (Vj. 40,4 Mio €) sowie aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von 27,3 Mio € (Vj. 30,9 Mio €). Gegenüber assoziierten Unternehmen bestanden zum Stichtag Haftungsverhältnisse in Höhe von 17,1 Mio € (Vj. 33,2 Mio €). Aufgrund der bisherigen Geschäftsentwicklung der einzelnen Gesellschaften, zu deren Gunsten die Haftungsverhältnisse bestehen, ist mit einer Inanspruchnahme aus den ausgewiesenen Haftungsverhältnissen nicht zu rechnen. Mittelbare Pensionsverpflichtungen werden nicht in der Konzernbilanz ausgewiesen. Der entsprechende Fehlbetrag gegenüber verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen ist in den Haftungsverhältnissen (Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen) in Höhe von 2,2 Mio € (Vj. 2,4 Mio €) enthalten. 9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus längerfristigen Verträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 405,2 Mio €. Diese betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus preislich noch nicht fixierten Mengenkontrakten für Metall (Einkauf), Miet- und Leasingverträgen, Verpflichtungen aus Warentermingeschäften (Metall), Verpflichtungen aus Bestellobligo, Rückzahlungsverpflichtungen von Entwicklungskostenzuschüssen sowie Offsetverpflichtungen. Gegenüber assoziierten Unternehmen bestanden zum Stichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 0,9 Mio € (Vj. 0,3 Mio €). VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
Der Auslandsumsatz wird überwiegend im europäischen Ausland, in Nordamerika sowie in China erzielt. 2. Sonstige betriebliche Erträge Enthalten sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 23,8 Mio € (Vj. 13,4 Mio €). 3. Abschreibungen Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund dauerhafter Wertminderung erfolgten in Höhe von 2,5 Mio € (Vj. 0,4 Mio €). Davon betroffen ist hauptsächlich der Posten Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in der Gewinn- und Verlustrechnung. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 9,1 Mio € (Vj. 12,4 Mio €) sowie sonstige Steuern in Höhe von 5,7 Mio € (Vj. 5,5 Mio €) enthalten. 5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge / Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Posten sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthält Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 6,6 Mio € (Vj. 2,0 Mio €). Im Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 14,2 Mio € (Vj. 21,7 Mio €) enthalten. 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Hierunter ausgewiesen sind die Körperschaftsteuer, die Gewerbeertragsteuer, latente Ertragsteuern sowie vergleichbare ausländische Ertragsteuern. Bis zum Abschlussstichtag wurde das Mindeststeuergesetz entsprechend der Vorgaben der OECD ("Säule 2-Gesetzgebung") erlassen. Das Mindeststeuergesetz wird zum 01.01.2024 anwendbar. Der Konzern hat die Auswirkungen dieses Steuergesetzes auf die betroffenen Gesellschaften analysiert und rechnet hieraus mit geringen Auswirkungen. 7. Periodenfremde Erträge / Aufwendungen Periodenfremde Erträge entstanden in Höhe von 79,3 Mio €. Diese resultieren überwiegend aus Erträgen aus Auflösung nicht in Anspruch genommener Rückstellungen. Wesentliche periodenfremde Aufwendungen waren nicht enthalten. 8. Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung Von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 24,5 Mio € die Bildung von Rückstellungen für Strukturanpassungen enthalten. VII. Sonstige Angaben1. Angaben zu den Organen der Stiftung Vorstand
Aufsichtsrat
2. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wird nach den Grundsätzen des DRS 21 in Form der indirekten Methode erstellt. Der Finanzmittelbestand besteht aus Kassenbeständen und Bankguthaben nach Abzug jederzeit fälliger Verbindlichkeiten. Die Auszahlungen an Gesellschafter enthalten Ausschüttungen an fremde Anteilseigner sowie die im Wesentlichen im Rahmen der Steuerveranlagung der Gesellschafter der Diehl Stiftung & Co. KG erfolgten Entnahmen. 3. Mitarbeiter
4. Angaben zu Abschlussprüferhonoraren
5. Nachtragsbericht Zwischen dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 und dem 2. April 2024 sind bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens gehabt hätten. 6. Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands belaufen sich im Berichtsjahr auf 8.519 T€. Die Bezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen betragen 963 T€, die Pensionsrückstellungen gegenüber diesem Personenkreis betragen 14.589 T€. Die den Mitgliedern des Aufsichtsrats gewährten Vergütungen betragen 700 T€. 7. Gewinnverwendungsvorschlagder Diehl Verwaltungs-StiftungDer Vorstand schlägt vor, zur realen Erhaltung des Stiftungsvermögens einen Betrag von 47 T€ der Kapitalerhaltungsrücklage zuzuführen. 8. Besondere Vorschriften für Personenhandelsgesellschaften Folgende Personenhandelsgesellschaften sind durch den Einbezug in den Konzernabschluss und durch die Offenlegung des Konzernabschlusses von der Offenlegungspflicht ihrer Jahresabschlüsse gemäß § 264b HGB befreit: Diehl AKO Stiftung & Co. KG, Wangen im Allgäu, Diehl Brass Solutions Stiftung & Co. KG, Röthenbach a. d. Pegnitz, Diehl Defence GmbH & Co. KG, Überlingen, Diehl Metall Stiftung & Co. KG, Röthenbach a. d. Pegnitz, Diehl Röthenbach GmbH & Co. KG, Nürnberg, Diehl Röthenbach Immobilien GmbH & Co. KG, Röthenbach a. d. Pegnitz und Diehl Stiftung & Co. KG, Nürnberg.
Nürnberg, den 2. April 2024 Diehl Verwaltungs-Stiftung Dr. Klaus Richter Jürgen Reimer Jens Böhlke Dr. Christof Bosbach Dieter Landgraf Helmut Rauch Dr. Jörg Schuler Carsten Wolff ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS DES KONZERNS (T€)
ANTEILSBESITZ DES KONZERNS ZUM 31. DEZEMBER 2023
RESTLAUFZEITEN DER VERBINDLICHKEITEN DES KONZERNS ZUM 31. DEZEMBER 2023
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitalsder Diehl Verwaltungs-Stiftung
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Diehl Verwaltungs-Stiftung, Nürnberg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Diehl Verwaltungs-Stiftung, Nürnberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Diehl Verwaltungs-Stiftung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 2. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Thorsten Dzulko, Wirtschaftsprüfer ppa. Harald Hofmeister, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsWährend des Jahres 2023 wurde der Aufsichtsrat regelmäßig vom Vorstand über den Geschäftsgang und die Lage der Unternehmensgruppe sowie über bedeutsame einzelne Geschäftsvorfälle unterrichtet. Die sich aus der Berichterstattung ergebenden Fragen und Entscheidungen sind in Sitzungen umfassend erörtert worden. Insbesondere befasste sich der Aufsichtsrat mit der Ausrichtung der Unternehmensgruppe und der Teilkonzerne am Markt sowie der Finanz- und Ertragslage. Zu diesen Fragen konnte der Aufsichtsrat wiederum auf den geschätzten Rat des Beirats zurückgreifen. Dem Beirat gehören an:
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Diehl Verwaltungs-Stiftung wurden von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Von dem Prüfungsergebnis hat der Aufsichtsrat Kenntnis genommen. Dem Beirat, dem Vorstand, den Betriebsräten und allen Mitarbeitern der Unternehmensgruppe spricht der Aufsichtsrat für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit seinen Dank aus.
Nürnberg, den 02. Mai 2024 Für den Aufsichtsrat Markus Diehl, Vorsitzender Der Konzernabschluss zum 31.12.2023 wurde am 02.05.2024 gebilligt. |
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