NEUE SIEDEREI Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Anton Alois Achatz seit 27.3.2025 | Geschäftsführer |
Jessica Schneider seit 24.10.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
STATKRAFT MER HOLDING AS | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mer Germany GmbH (vormals: Mer Solutions GmbH)MünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlage des Unternehmens Geschäftsmodell Die Mer Germany GmbH ist eine Gesellschaft des Statkraft-Konzerns (Statkraft AS, Oslo/Norwegen), Europas größtem Erzeuger erneuerbarer Energien. Der Konzern entwickelt, baut und betreibt Wasser-, Wind-, Solar-, Gas- und Fernwärmekraftwerke und ist zudem ein bedeutender Akteur an den europäischen Energiehandelsbörsen mit besonderer Expertise auf dem Gebiet des physischen und finanziellen Energiehandels sowie im bilateralen Strommarkt. Die Mer Germany GmbH bietet Dienstleistungen im Bereich der Elektromobilität innerhalb der Geschäftsbereiche Public (öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur) und Private (Ladeinfrastrukturlösungen für Flottenkunden) an. Neben der Errichtung und dem Betrieb eines Schnellladenetzes sind dies der Verkauf von Hyperchargern sowie Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Betrieb von Ladestationen im Kundeneigentum. Für Betreiber von Firmenfahrzeugflotten werden Ladekarten zum Laden im öffentlichen Bereich sowie Ladelösungen auf dem Firmengelände oder Wallboxen für das Laden zu Hause für Fahrer von Firmenfahrzeugen angeboten. Kunden sind Fahrer von Elektrofahrzeugen (B2B und B2C), Verkäufer von Ladestrom, Besitzer von Ladestationen sowie Betreiber von Firmenfahrzeugflotten. Das Ziel der Mer-Gruppe ist es, ein führender europäischer Anbieter für Ladelösungen in unterschiedlichen Segmenten zu werden, mit kundenzentrierten Lösungen, die eine smartere und bessere Zukunft schaffen. Neben dem Kernmarkt Deutschland wurde auch der Markt Österreich erschlossen. Es wurde die Mer Austria GmbH mit Sitz in Wien als 100%ige Tochtergesellschaft im Jahr 2023 gegründet. Zur Bündelung der Ressourcen am deutschen Markt und zum einheitlichen Auftreten gegenüber Kunden und Lieferanten wurde die Mer Germany GmbH, Teisnach, auf die Mer Solutions GmbH, München, verschmolzen. Die Mer Solutions GmbH wurde anschließend in Mer Germany GmbH umbenannt. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die europäischen Inflationsraten befinden sich auf einem Rekordniveau seit 1992. In der Folge hat die Europäische Zentralbank den Zinssatz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte von 2,5 % auf 4,5 % erhöht. Die Strompreise für industrielle Abnehmer bewegten sich mit im Schnitt 24,5 Cent pro kWh auf einem niedrigeren Niveau als 2022 (43,2 Cent pro kWh), jedoch immer noch deutlich über dem Niveau vor dem Russland-Ukraine Krieg (18,4 Cent/kWh im Jahr 2019). Am Strommarkt konnte im Verlauf des Jahres 2023 ein Rückgang der Preise beobachtet werden; so sank der mittlere jährliche Spotpreis an der Leipziger Strombörse von über 220 EUR/MWh im Jahr 2022 auf unter 100 EUR/MWh im Jahr 2023. Der Europäische Green Deal (EGD) stellt das Klima an die Spitze der Agenda der Europäischen Kommission. Der beispiellose Umfang des EGD zielt darauf ab, die europäischen Volkswirtschaften und Gesellschaften so zu verändern, dass diese nachhaltig werden, ohne ihre Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen. Das vorgeschlagene Ziel für 2030, die CO 2 -Emissionen um 55 % gegenüber 1990 zu senken, sowie das Ziel, Klimaneutralität im Jahre 2050 per Gesetz zu verankern, setzen den Rahmen für die künftige Entwicklung aller europäischen politischen Leitlinien. Zusätzlich zu Null-Emissionen hat das EGD die Erreichung von Null-Umweltverschmutzung sowie einen großen Fokus auf Biodiversität zum Ziel. Nach dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 29. April 2021 und mit Blick auf das europäische Klimaziel für das Jahr 2030 hat die Bundesregierung am 12. Mai 2021 das geänderte Klimaschutzgesetz vorgelegt. Im Bereich der Ladeinfrastruktur will der Bund mit dem Deutschlandnetz "für ein flächendeckendes, bedarfsgerechtes und nutzerfreundliches Schnellladenetz in ganz Deutschland" sorgen. "Die mehr als 1.000 Standorte mit rund 9.000 Schnellladepunkten schließen noch verbliebene weiße Flecken auf der Ladelandkarte. Das Deutschlandnetz stellt sicher, dass der nächste Schnellladepunkt überall in Deutschland in wenigen Minuten zu erreichen ist.", siehe Nationale Leitstelle für Ladeinfrastruktur des BMDV. Die geänderten Förderungsschwerpunkte führten zu einer Absenkung des Umweltbonus zum 31. Dezember 2022 und zu einem schrittweisen Auslaufen des Umweltbonus im Jahr 2023. Hierdurch traten Vorzieheffekte beim Kauf von Elektrofahrzeugen auf, die zu einem Rückgang des Absatzes zu Beginn des Jahres 2023 führten. Ab September 2023 lief die Förderung für vollelektrische Flottenfahrzeuge aus, zum Ende des Jahres 2023 auch die Förderung für Privatfahrzeuge. Als Folge des Auslaufens der Förderung sowie der gestiegenen Leasingraten war ein Rückgang der Zulassung von Personenkraftwagen mit alternativen Antrieben von 833.487 im Jahr 2022 auf 700.206 im Jahr 2023 zu beobachten. Bei den vollelektrischen Fahrzeugen war ein geringeres Wachstum der Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen (2021: +83 % 2022: +32 % 2023: +11 %) zu beobachten. Instrumente der indirekten Förderung wie die Treibhausminderungsquote führten nicht zu den notwendigen Impulsen, um den Rückgang zu kompensieren. Der Markt zeichnet sich durch zahlreiche Marktteilnehmer unterschiedlicher Interessen und Zugänglichkeit zu Standorten aus. Durch den schnellen Ausbau des Ladenetzes in Deutschland ist die Akquise neuer Standorte durch einen zunehmenden Wettbewerb geprägt. Die Sicherung attraktiver Standorte und die Zusammenarbeit mit größeren Standortpartnern ist daher entscheidend für den Ausbau eines profitablen Schnellladenetzes. Die Novellierung der Ladesäulenverordnung, welche ab Juli 2023 eine kontaktlose Zahlungsart mittels gängiger Debit- und Kreditkarten vorschreibt, führte im Geschäftsjahr zu Mehrkosten für Ladestationen. Geschäftsverlauf Das Jahr 2023 war im Geschäftsbereich Public geprägt vom Anstieg der Lademengen durch den Ausbau der Ladeinfrastruktur und den gewachsenen Bestand an Elektrofahrzeugen in Deutschland (+161 Schnelladepunkte) und Österreich (+142 Schnelladepunkte). Die Mer Germany GmbH setzte sich erfolgreich im Vergabeverfahren des Deutschlandnetzes mit seinem zukunftsfähigen Konzept durch und übernimmt den Aufbau und die Ausstattung von insgesamt 700 Schnellladepunkten an 83 Standorten im urbanen, suburbanen und ländlichen Raum ab 2024. Darüber hinaus konnte mit IKEA ein Partner mit attraktiven Standorten und über 1.000 zu installierenden Ladepunkten in den nächsten drei Jahren gewonnen werden. Der Geschäftsbereich Private wurde vom Rückgang der Bestellungen von Heimladelösungen für Flottenkunden als Folge der gesunkenen Förderungen und gestiegenen Zinsen und somit höherer Leasingraten geprägt. Trotz stetig steigendem Umsatz fiel das Umsatzwachstum geringer aus als erwartet. Die Gründung der Mer Austria GmbH trägt dem Ausbau in Österreich Rechnung (+142 Schnellladepunkte). Insgesamt ergibt sich bei einem Rohergebnis von 10,4 Mio. Euro ein Jahresfehlbetrag von 14,7 Mio. Euro. Die Gesellschaft befindet sich weiterhin in der Aufbauphase und konnte im Geschäftsjahr noch nicht kostendeckend wirtschaften. Die Neuabschlüsse von Verträgen werden jedoch in Zukunft zu höheren Umsätzen führen. In Summe kann die Lage der Gesellschaft als zufriedenstellend beurteilt werden. Gesamtlage des Unternehmens Alle nachfolgenden Kennzahlenvergleiche beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2023 pro forma. Hierbei handelt es sich um die konsolidierte Darstellung der Gesellschaften Mer Germany GmbH, Mer Solutions GmbH und Mer Services GmbH. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die für die Mer Germany GmbH bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, das Jahresergebnis sowie das Investitionsvolumen. Der wesentlichste nichtfinanzielle Leistungsindikator ist der Build-out, d.h. die Anzahl der installierten Ladepunkte mit einer Leistungsabgabe von 50 kW und darüber. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 23,3 Mio. Euro in das Anlagevermögen investiert. Der Build-out von 303 Schnellladepunkten (Vorjahr: 136) ist für rund 2/3 der Investitionen in Höhe von 15,7 Mio. Euro (Vorjahr: 8,8 Mio. Euro) begründend. In Summe beträgt nun das Anlagevermögen der Gesellschaft 39,7 Mio. Euro (Vorjahr 22,8 Mio. Euro). Die Lieferung von Hyperchargern im 4. Quartal führte zu einem starken Anstieg der Vorräte auf 19,5 Mio. Euro (Vorjahr 6,1 Mio. Euro). Diese sind zum Verkauf vorgesehen. Die zu Beginn des Jahres 2024 anstehenden Zahlungen insbesondere an den Lieferanten der Hypercharger sind in der Erhöhung der flüssigen Mittel auf 19,0 Mio. Euro (Vorjahr 4,0 Mio. Euro) im Rahmen einer Kapitalerhöhung im November (15,5 Mio. Euro) vorweggenommen. Die Rückstellungen in Höhe von 5,2 Mio. Euro (Vorjahr 1,8 Mio. Euro) bestehen zu rund der Hälfte aus ausstehenden Rechnungen für Lieferungen von Hyperchargern unmittelbar vor dem Stichtag. Auch der Anstieg der Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen den genannten Lieferungen für Vorräte und Anlagevermögen geschuldet. Der Umsatz ist um rund 17,0 Mio. Euro gestiegen und beträgt für das Geschäftsjahr 2023 37,0 Mio. Euro; er besteht im Wesentlichen aus 25,1 Mio. Euro im Geschäftsbereich Public (Vorjahr 13,4 Mio. Euro) und aus 11,9 Mio. Euro im Geschäftsbereich Private (Vorjahr 5,2 Mio. Euro). Im Geschäftsbereich Public sind der Ausbau der Ladesäulen und die größere Anzahl an Fahrzeugen und somit auch mehr Ladevorgänge der wesentliche Umsatztreiber. Die Langfristigkeit der Verträge im Flottengeschäft (3 bis 4 Jahre) im Geschäftsbereich Public führen zu einem stetigen Umsatzwachstum auf Basis der jeweiligen Neuinstallationen. Der um 106 % höhere Materialaufwand ist dem verstärkten Ausbau und höheren Energiekosten geschuldet. Der um 28 % höhere Personalaufwand ist im Wesentlichen auf Neueinstellungen sowie Lohn- und Gehaltssteigerungen zurückzuführen. Die Abschreibungen haben sich insbesondere aufgrund der Investitionen in öffentliche und private Ladeinfrastruktur um EUR 1,5 Mio. Euro erhöht. In Summe führt dies zu einem Jahresergebnis von -14,7 Mio. Euro (Vorjahr -11,3 Mio. Euro). Insgesamt wurde das Eigenkapital der Gesellschaft in fünf Kapitalerhöhungen um 52,8 Mio. Euro erhöht. Aufgrund des Jahresergebnisses stieg das Eigenkapital jedoch nur von 30,2 Mio. Euro auf 68,3 Mio. Euro. Der Cash-Bedarf wurde im Geschäftsjahr und im ersten Halbjahr 2024 über die Konzernmutter durch Kapitaleinlagen gedeckt. Die Gesellschaft befindet sich sowohl im öffentlichen Laden- als auch im Flottengeschäft in zwei Wachstumsmärkten, in denen es entscheidend ist, jetzt zu investieren. Bei öffentlichen Ladestationen müssen die attraktiven Standorte gesichert werden, da diese entscheidend sein werden für die zukünftige Rentabilität. Im Flottengeschäft gilt es, Flotten zu gewinnen, mit denen dann an der wachsenden Elektrifizierung partizipiert werden kann. Umweltschutz Das Ziel der CO 2 -Neutralität, welches wir bereits 2023 erreicht haben, stellt für uns nur ein Teilziel im Bestreben dar, als Industrieführer den Bereich Nachhaltigkeit voranzutreiben. Die CO 2 -Neutralität wurde durch die Unterstützung von Projekten externer Partner erreicht. Die Mer Germany GmbH strebt Net-Zero bis 2030 an, das heißt die vollständige Minimierung aller vermeidbaren CO 2 -Emissionen entlang der Wertschöpfungskette. Die Mer-Gruppe misst den ökologischen Fußabdruck aller Aktivitäten mit einer CO 2 -Bilanz. Dabei werden Scope 1, 2 und 3 des GHG-Protokolls (direkt und indirekt erzeugte Emissionen sowie Emissionen, die durch unsere Lieferketten entstehen) berücksichtigt. Die Mer Germany GmbH arbeitet an einer nachhaltigen Lieferkette. Bei der Heimladelösung arbeitet die Mer- Gruppe seit 2023 ausschließlich mit der KEBA Green Edition, welche CO 2 -neutral ist. Die Mer Germany GmbH reduziert die Fahrten unserer Technikerinnen und Techniker, indem wir unseren Installationsprozess digitalisieren. Prognosebericht Der Verband der deutschen Automobilindustrie geht von einem Rückgang der Neuzulassungen um 14 % auf 451.000 batterieelektrische Fahrzeuge im Jahr 2024 aus. Dies bedeutet, dass das Wachstum der Mer Germany GmbH auch im Jahr 2024 - in Bezug auf die Planung des Vorjahres - verlangsamt sein wird. Sowohl beim öffentlichen Laden als auch im Bereich der Flottenlösungen baut jedoch das Geschäftsmodell insbesondere auf bestehende Verträge bzw. den Fahrzeugbestand auf. Es wird daher mit einer weiteren Umsatzsteigerung im unteren zweistelligen Prozentbereich gerechnet. In 2023 betrug der Umsatz 37,0 Mio. Euro. Auf Grund der allgemeinen Preissteigerung und der mit dem Ausbau steigenden Abschreibung wird sich das Jahresergebnis leicht verschlechtern (2023: -14,7 Mio. Euro). Die geplanten Standorte, insbesondere für das Deutschlandnetz und für die für IKEA geplanten Standorte, werden zu einem deutlichen Ausbau der Infrastruktur führen. Das Investitionsvolumen wird vorrausichtlich stark steigen und sich auf ca. 32 Mio. Euro (2023: 15,7 Mio. Euro) deutlich erhöhen. Es wird im Wesentlichen auf der Basis der vorgenannten Projekte mit einem Build-out von 300 Ladepunkten (in 2023: 303 Ladepunkte errichtet) gerechnet. Mit dem Partner IKEA werden wir im Laufe von drei Jahren über 1.000 Ladepunkte realisieren. Die Mer Germany GmbH befindet sich noch in der Start-Up-Phase und plant die Erreichung des Break-Even für spätere Geschäftsjahre. Seit der Gründung hat die Gesellschaft Verluste in Höhe von insgesamt TEUR 41.851 ausgewiesen. Entsprechend befindet sich die Mer Germany GmbH aktuell in einer signifikanten Verlustsituation. Die Gesellschaft geht bei ihren Planungen für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 unverändert von der Fortführung ihrer Geschäftstätigkeit aus. Zur weiteren Entwicklung des Geschäftsmodells sind weitere Investitionsmaßnahmen geplant, für die weitere liquide Mittel benötigt werden. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über Einzahlungen in die Kapitalrücklage durch die Gesellschafterin. Im Jahr 2024 wurden bereits 24,0 Mio. EUR eingezahlt. Chancen und Risiken Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem der Mer-Gruppe eingebunden. Zu den Risiken der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zählen insbesondere bestandsgefährdende Risiken, regulatorische Risiken und operative Risiken. Die Gesellschaft befindet sich in der Aufbauphase und konnte bisher keine ausreichenden, kostendeckenden Umsätze erzielen. Zur weiteren Entwicklung des Geschäftsmodells sind zudem weitere Investitionsmaßnahmen geplant, so dass weitere liquide Mittel benötigt werden. Diese Situation wird sich voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Jahre nur in geringem Maße ändern. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass im Rahmen der geplanten Finanzierungsmaßnahmen durch den Gesellschafter in Zukunft weiter ausreichend liquide Mittel zur Verfügung gestellt werden. Bei Wegfall dieser Finanzierungen kann ein bestandsgefährdendes Risiko entstehen. Gleichzeitig ist der Bestand der Gesellschaft von der erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzeptes abhängig. Hierzu zählen der Ausbau der geplanten Standorte, die Neugewinnung von Kunden und die Minimierung von Kosten. Regulatorische Änderungen im Bereich der Elektrizität können eine starke Auswirkung auf die Gesellschaft haben. So wird die zum 1. Januar 2024 beschlossene verpflichtende netzdienliche Abschaltung von Wallboxen in Abhängigkeit von den noch zu definierenden Standards mittelfristig zu höheren Installationskosten führen. Nachdem sich die Schwerpunkte der Förderung von Fahrzeugen hin zu Ladeinfrastruktur verlagert haben, kann z.B. die geplante Ausschreibung eines LKW-Schnellladenetzes eine Chance zum weiteren Ausbau bieten. Momentan kann eine höhere Verfügbarkeit von Ladeeinrichtungen als in den Vorjahren am Beschaffungsmarkt beobachtet werden, wobei abzuwarten ist, wie sich der Ausbau des Deutschlandnetzes auf die Verfügbarkeit und die Preise wesentlicher Komponenten wie Hypercharger oder Transformatoren auswirkt. Für das Jahr 2024 ist die Gesellschaft zu einem hohen Grad mit den benötigten Hyperchargen bevorratet und hat für die geplanten Standorte die entsprechenden Transformatoren gesichert. Die Verfügbarkeit von Netzanschlüssen stellt ein Risiko dar, dass trotz vorausschauender Planung nicht vollständig mitigiert werden kann. Der Strompreis ist zum jetzigen Zeitpunkt kaum vorherzusehen. Insbesondere der Einfluss der aktuellen Spannungen zwischen Israel und dem Iran und etwaiger Engpässe bei der Lieferung von Erdöl und Erdgas kann zu starken Schwankungen führen. Durch den vorausschauenden Energieeinkauf auf Basis der erwarteten Stromverkäufe versucht die Mer Germany GmbH, die Risiken zu minimieren. Im Gegenzug besteht die Chance auf niedrigere Strompreise. Risikomanagement Risiken werden von der Geschäftsführung identifiziert und bewertet. Für jedes identifizierte Risiko werden geeignete Maßnahmen definiert und überwacht. Eventuellen Risiken im Finanzbereich wird durch Beachtung und Einhaltung interner Regelungen vorgebeugt. Es bestehen keine Währungsrisiken. Risiken im Bereich der Informationstechnik - unberechtigter Datenzugriff bzw. Datenmissbrauch - wird durch ein von der zentralen Mer-IT-Abteilung implementiertes Sicherheitskonzept Rechnung getragen. Flächendeckend ist ein Schulungskonzept implementiert, das mit einer Mischung aus Theorie und praktischen Testfällen die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter schult. Dem Risiko steigender Beschaffungskosten oder fehlender Materialverfügbarkeit wird durch ein aktives Lieferantenmanagement und entsprechende Vertragsgestaltungen begegnet. Des Weiteren ist in der Gesellschaft ein internes Kontrollsystem installiert, mit dessen Hilfe die Geschäftsführung die Einhaltung von Richtlinien und die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung nach den konzerneinheitlichen Vorgaben überwacht.
München, den 29. August 2024 Günter Fuhrmann Otto Loserth Jessica Schneider Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Mer Germany GmbH erfüllte zum 31.12.2023 die Größenkriterien für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 267 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff., 264 ff. HGB und des GmbH-Gesetzes unter (teilweiser) Beachtung der Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Zum 1.01.2023 wurden zum einen die Tochtergesellschaft Mer Services GmbH (Sitz: München, Amtsgericht München HRB 250510) und zum anderen die Mer Germany GmbH (Sitz: Teisnach, Amtsgericht Deggendorf HRB 3831) rückwirkend auf die Gesellschaft verschmolzen. Bei erstgenannter Verschmelzung handelte es sich um einen sogenannten Up-Stream-Merger, bei der zweitgenannten um einen Side-Stream-Merger. Im Rahmen der zweiten Verschmelzung wurde die Firma von Mer Solutions GmbH in Mer Germany GmbH geändert. Aus der Verschmelzung der Mer Services GmbH ergibt sich aus der Differenz des Buchwerts der untergehenden Anteile und des Buchwerts des übernommenen Reinvermögens nach § 24 UmwG kein Unterschiedsbetrag, da die Anteile im Vorjahr auf den Wert des Reinvermögens abgewertet wurden. Der wesentliche Teil des Vermögens entfällt auf Liquide Mittel. Im Rahmen der Verschmelzung der Mer Germany GmbH, Teisnach, hat der übernehmende Rechtsträger in Ausübung des Wahlrechts nach § 24 UmwG abweichend von den tatsächlichen Anschaffungskosten die Buchwerte aus der Schlussbilanz des übertragenden Rechtsträgers als Anschaffungskosten angesetzt (Buchwertverknüpfung). Durch die Verschmelzung ergeben sich Einschränkungen der Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr. In dem Zusammenhang wird auf die Drei-Spalten-Bilanz verwiesen. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bei der Bewertung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wurde von einer positiven Fortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen. Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit keine Jahresüberschüsse erzielt. Es handelt sich hierbei um erwartete Verluste, die sich durch die Markteinführung und das Wachstum des jungen Unternehmens ergeben. Bei Annahme der Going-Concern-Prämisse wurde davon ausgegangen, dass im Rahmen der geplanten Finanzierungsmaßnahmen durch den Gesellschafter in Zukunft weiter ausreichend liquide Mittel zur Verfügung gestellt werden. Gleichzeitig ist der Bestand der Gesellschaft von der erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzeptes abhängig. Insofern besteht eine wesentliche Unsicherheit über die Fähigkeit des Unternehmens zur Unternehmensfortführung. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Logo-Nutzungsrecht wird über 15 Jahre und die Lizenzen bzw. Software werden über 3 Jahre abgeschrieben. Vom Aktivierungswahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wird Gebrauch gemacht. In den Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Ladestationen, Elektroarbeiten, Installationsmaterial sowie Kosten der Inbetriebnahme werden im Rahmen der Herstellungskosten aktiviert und über eine Nutzungsdauer von sechs Jahren abgeschrieben. Der Aktivierungszeitpunkt und der Beginn der Abschreibungen bestimmen sich nach der Inbetriebnahme; in der Vergangenheit erfolgte dies unabhängig davon, wann die Ladestation für den Kunden nutzbar war. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten 800,00 EUR nicht überschreiten, werden sofort als Aufwand gebucht. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Bei dauerhafter Wertminderung wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Vorräte wurden einzeln zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Sofern die Wiederbeschaffungspreise am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nominalwert angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird im Einzelfall durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nennwerten angesetzt. Für Ausgaben des Geschäftsjahres, welche Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, ist ein Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite der Bilanz gebildet worden. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag, der nach kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Es bestehen zu berücksichtigende Verlustvorträge. Durch die Aktivierung der Entwicklungskosten für die Software als immaterielle Vermögensgegenstände in Entwicklung ergeben sich passive latente Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für Einnahmen des Geschäftsjahres, welche Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, ist ein Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite der Bilanz gebildet worden. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.207 (Vorjahr: TEUR 145). Eigenkapital Im Rahmen der Verschmelzung der Mer Germany GmbH, Teisnach, auf die damalige Mer Solutions GmbH wurde der positive Differenzbetrag des übernommenen Reinvermögens in Höhe von 20,7 Mio. EUR der Mer Germany GmbH, Teisnach, in die Kapitalrücklagen der Mer Solutions GmbH eingestellt. Mit den Beschlüssen vom 26.01.2023, 15.03.2023, 30.05.2023, 04.07.2023 und 15.11.2023 wurde die Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe von insgesamt TEUR 52.800 beschlossen. Die Kapitalerhöhungen sind in voller Höhe einbezahlt. Verbindlichkeiten Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr liegt bei TEUR 14.277 (Vorjahr: TEUR 2.932). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beläuft sich auf TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Die bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Latente Steuern Die latenten Steuerschulden am Ende des Geschäftsjahres betragen TEUR 71 und verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr dementsprechend um TEUR 22. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Aufwendungen Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 10.756 (Vorjahr: TEUR 5.232) handelt sich im Wesentlichen um Management Fees, Mieten, Fremdleistungen, Rechtsberatungskosten und den Carbon Credit Offset. Sonstige Angaben Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 9.293 (Vorjahr: TEUR 1.860) sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen i.W. für die Standorte für die öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur mit Laufzeiten bis zu 15 Jahren. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Mer AS, Oslo/Norwegen, zum 31.12.2023 einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis). Der größte Konsolidierungskreis, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird, ist der Konzernabschluss der Statkraft SF, Oslo/Norwegen. Der Konzernabschluss der Mer AS ist erhältlich beim Registergericht (Regnskapsregisteret) in Oslo/Norwegen unter der Registernummer 925 882 127. Der Konzernabschluss der Statkraft AS ist erhältlich beim Registergericht (Regnskapsregisteret) in Oslo/Norwegen unter der Registernummer 987 059 69. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 149 (Vorjahr: 59). Organe der Gesellschaft Geschäftsführer der Gesellschaft sind: - Anton Achatz, Teisnach (bis 12.06.2023 Geschäftsführer der übertragenden Mer Germany GmbH, Teisnach) - Günter Fuhrmann, Freimehring - Otto Loserth, München (bis 12.06.2023 Geschäftsführer der übertragenden Mer Germany GmbH, Teisnach, seit 12.06.2023 Geschäftsführer der übernehmenden Mer Germany GmbH, München) - Jessica Schneider, Zorneding (Geschäftsführer seit 17.10.2023) Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Geschäftsjahr betrugen EUR 508.240. Die Angabe der Bezüge von ehemaligen Geschäftsführern nach § 285 Nr. 9 b HGB unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. Nachtragsbericht Im Geschäftsjahr 2024 erfolgten gemäß Beschlüssen vom 26.02.2024 und vom 22.04.2024 weitere Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von insgesamt EUR 24.000.000,00. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben, sind nicht eingetreten. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresfehlbetrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Unterschrift der Geschäftsführung
München, 29. August 2024 Günter Fuhrmann Otto Loserth Jessica Schneider Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Abschreibungen
Buchwerte
Feststellung des JahresabschlussesAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 29. August 2024 festgestellt. ErgebnisverwendungsbeschlussIn der Gesellschafterversammlung vom 29. August 2024 wird beschlossen, dass dem Ergebnisverwendungsvorschlag gefolgt wird und der Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorgetragen wird.
München, 29. August 2024 Günter Fuhrmann Otto Loserth Jessica Schneider Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersFür Zwecke der Offenlegung sind Erleichterungen in Anspruch genommen worden. Der folgende Bestätigungsvermerk bezieht sich aber auf den vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. An die Mer Germany GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Mer Germany GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mer Germany GmbH. München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften [und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB] geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben unter "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" im Anhang sowie die Angaben unter "Prognosebericht" und "Chancen und Risiken" im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass eine positive Fortführungsprognose von der Bereitstellung weiterer liquider Mittel durch die Gesellschafterin sowie einer erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzepts abhängig ist. Die Gesellschaft befindet sich in der Aufbauphase und konnte bisher keine ausreichenden, kostendeckenden Umsätze erzielen. Zur weiteren Entwicklung des Geschäftsmodells sind zudem weitere Investitionsmaßnahmen geplant, so dass weitere liquide Mittel benötigt werden. Hierzu zählen der Ausbau der geplanten Standorte, die Neugewinnung von Kunden und die Minimierung von Kosten. Diese Situation wird sich voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Jahre nur in geringem Maße ändern. Wie im Anhang und Lagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 29. August 2024 Deloitte
GmbH
gez. Dr. Benedikt Brüggemann, Wirtschaftsprüfer gez. Niklas Polster, Wirtschaftsprüfer |
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