Stammdaten

Register
Amtsgericht Hagen HRB 9778
Vorher
Andreas Scharfe Nachf. GmbH
Eingetragen
19.9.2014
Branche
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit Werkzeugen und Kleineisenwaren
Gegenstand
Groß- und Einzelhandel mit Metallen aller Art sowie deren Recyclling.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Pauline Heckmann
seit 19.11.2024
Prokura
Marco Brinkmann
seit 2.8.2022
Prokura
Prokura
Jörn-Eike Tromm
seit 19.9.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Jörn-Eike TrommTromm Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Andreas Scharfe GmbH

Schwerte

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023 (01.10.2022 bis 30.09.2023)

Dieser Lagebericht wird zusammen mit dem Jahresabschluss der Andreas Scharfe GmbH veröffentlicht. Die Informationen beziehen sich auf den nach den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschluss.

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Grundlagen und Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die 1987 durch Herrn Andreas Scharfe gegründete und 2014 durch den aktuellen Geschäftsführer Herrn Jörn-Eike Tromm übernommene Andreas Scharfe GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen, welches sich auf das Recycling von NE-Metallen und deren Handel spezialisiert hat. Der Einkauf erfolgt sowohl von Schrotthändlern und Entsorgern wie auch von Produktionsbetrieben und Entfallstellen. Die Abnehmer der recycelten Metalle sind europäische Schmelzwerke und Gießereien, Exporteure und andere Großhändler.

Das Unternehmen betreibt sein Geschäft zum Stichtag 30.09.2023 an drei Standorten. Der Hauptsitz ist Schwerte mit den Adressen "Auf der Hofestatt 5" und "Auf der Hofestatt 7" in 58239 Schwerte (Lagerflächen und Sitz der Verwaltung). Daneben existieren der Standort Dortmund mit seiner Lagerfläche an der Adresse Werkstr. 2a, 44267 Dortmund und der Standort Hagen mit seiner Lagerfläche an der Adresse Elseyer Str. 47 - 51, 58119 Hagen.

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) betrug das globale Wirtschaftswachstum in 2023 2,5 %, während im Vorjahr noch ein Zuwachs von 3,4 % zu verzeichnen war. Der Krieg in der Ukraine beeinflusst nach wie vor in allen Regionen das Wachstum. Insbesondere die gegen Russland erwirkten Sanktionen stören weiterhin die weltweiten Wertschöpfungsketten und erhöhen den Inflationsdruck. Der negative Einfluss auf Konsum und Bauwirtschaft nimmt zu.

Die deutsche Wirtschaftsleistung schrumpfte 2023 entgegen dem globalen und europäischen Trend um 0,3 % nach einem preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,8 % in 2022. Sie ist weiterhin durch die Folgen des Ukrainekrieges insbesondere den damit ausgelösten hohen Energiepreisen belastet. Zudem wirken sich zunehmend der Fachkräftemangel und die weiterhin hohe Inflation auf das Wachstum aus.

Die Entwicklung im Kalenderjahr 2023 verlief dabei für alle Branchen gleichbleibend. Nach der Abnahme von Nachholeffekten durch die Aufhebung von Corona-Schutzmaßnahmen konnte der Einzelhandel seinen Umsatz nicht weiter steigern. Er verminderte sich real um 3,3 %. Ebenso gesunken ist die Produktion im produzierenden Gewerbe (4,8 %) und der Industrie (4,4 %). Der Auftragsbestand sowie die Baugenehmigungen nahmen im gleichen Zeitraum ebenso ab. Insgesamt verminderten sich die in 2023 erteilten Baugenehmigungen um 26,7 %.

Ähnlich stellte sich die Entwicklung in der Außenwirtschaft 2023 dar. Laut dem Statistischem Bundesamt reduzierten sich die Exporte um 2,0 % und die Importe um 10,1 %.

Die Verbraucherpreise sanken gegenüber dem Vorjahr nur leicht im Jahresdurchschnitt auf 5,9 % (Vorjahr 6,9 %). Der Rückgang verläuft jedoch verhalten und uneinheitlich. Während die Verbraucherpreise für Energie im Euro-Raum etwas gesunken sind, schwächt sich die Inflation der restlichen Güter- und Dienstleistungspreise nur langsam ab. Insbesondere der Wegfall einzelner Entlastungsmaßnahmen sowie Lohnerhöhungen wird einer weiteren Minderung entgegenwirken.

Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vorjahr von 5,4 % auf 5,7 % gestiegen. Ursächlich für den Anstieg ist die Erfassung ukrainischer Geflüchteter. Laut dem statistischen Bundesamtes waren im November 2023 saisonbereinigt 22.000 Personen mehr erwerbstätig als im zu vergleichenden Vorjahresmonat.

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr 2023 deutlich abgekühlt. Besonders die produzierende Industrie und die Baubranche leiden unter Auftragsmangel aufgrund der hohen Inflation und der hohen Zinsen.

Branchenumfeld

Nach den starken Wachstumsjahren 2021 und 2022 hat sich der Altmetallmarkt merklich abgekühlt. Aufgrund der nachlasssenden Baukonjunktur sowie der anhaltenden Konjunkturschwäche in der Automobilindustrie hat die Rohstahlerzeugung in Deutschland 2023 um 3,9 % abgenommen. Die inländische Nachfrage nach recycelten Metallen ist somit insbesondere in den ersten drei Quartalen 2023 zurückgegangen. Die Folge waren rückläufige Preise im Schrotthandel bei gleichzeitig steigenden Preisen im Bereich Logistik und Transport.

3. Geschäftsverlauf der Andreas Scharfe GmbH in 2022/23

Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft in 2022/23 war insbesondere in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres durch rückläufige Absatzpreise infolge der nachlassenden Baukonjunktur sowie Kostensteigerungen aufgrund der Auswirkungen des Ukrainekrieges geprägt. Insoweit konnte das besonders starke Geschäftsjahr 2021/2022 im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2022/ 2023 noch fortgesetzt werden, während im 2. Halbjahr die Geschäftslage nicht mehr zufrieden stellen konnte.

Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2022/2023 einen Umsatz i. H. v. 87,56 Mio. € was im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 5,67 Mio. € (6,08 %) bedeutete. Diese Entwicklung ist auf die gesunkenen Rohstoffpreise zurückzuführen. Die gehandelte Tonnage war nahezu identisch (WE 22/23 18608 Tonnen, WE 21/22 18936 Tonnen).

Seit April 2023 waren die Preise der Rohstoffe deutlich gefallen, viele Produktionsbetriebe haben weniger hergestellt, wodurch auch weniger Schrotte angefallen sind und auch der Absatz war aufgrund der geringen Nachfrage sehr schwer. Insbesondere der Auftragsrückgang in der Baubranche ist ein Problem, weil hier Abbruchschrotte entstehen und viele Metalle (Steckdosen, Kabel, Armaturen etc.) verbaut werden.

Im 3. Quartal sind die Mengen deutlich zurückgegangen, was aber durch eine intensive Kundenakquise nahezu ausgeglichen werden konnte. Im 4. Quartal 2023 hat die Andreas Scharfe GmbH so viele Tonnen Material gekauft wie in keinem Quartal zuvor.

Aufgrund des Absatzes und der gefallenden Preise, sind die Roherträge deutlich niedriger als in den 2 Geschäftsjahren zuvor. Die Roherträge in den GJ 2020/ 2021 und 2021/ 2022 waren außerordentlich hoch (21/22 ca. 350 Euro/ Tonne), wogegen sich der Rohertrag im GJ 2022/ 2023 (ca. 250 Euro/ Tonne) wieder normalisiert hat und vergleichbar ist mit den Roherträgen 2014-2020 (210-260 Euro/ Tonne).

II. Darstellung der Lage

1. Ertragslage des Unternehmens

Die Betriebsleistung der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr um 5.667 T€ bzw. 6,08 % angesichts der Absatzschwäche am Schrottmarkt gesunken. Das Rohergebnis sank im Geschäftsjahr um 1.658 T€ auf 4.874 T€ (Vorjahr 6.532 T€). Ursächlich für den Rückgang sind die gesunkenen Roherträge.

Ferner sind aufgrund weiterer Wachstumsinvestitionen und Erweiterungspläne der Aufwand für bezogene Leistungen um 353 T€ gestiegen. Zudem konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entgegen der Reduzierung der Gesamtleistung aufgrund der Erweiterungsmaßnahmen nicht entsprechend gesenkt werden. Sie stiegen um 224 T€ auf 1.924 T€ (Vorjahr 1.700 T€). Insgesamt betrugen die Kosten im Geschäftsjahr 2022/ 2023 ca. 430.000 Euro/ Monat. Diese konnten aber mittlerweile wieder deutlich reduziert werden (ca. 330.000 im Monat). Ein Rechtsstreit mit einem ehemaligen Prokuristen, welcher ebenfalls zu hohen Rechts- und Beratungskosten geführt hatte, konnte in einem Vergleich beendet werden.

Die Abschreibungen sind infolge der getätigten Investitionen um 102 T€ auf 468 T€ gestiegen.

Die Personalkosten waren im GJ 2022/ 2023 sehr hoch, was mit vielen Einstellungen in den Jahren zuvor und auch Kündigungen und Entlassungen im Nachgang zu tun hat. Die Fluktuation war zu hoch, hat sich nun aber komplett stabilisiert. Insgesamt betrugen sie 2022/23 2.134 T€ und lagen damit um 171 T€ leicht unter dem Vorjahreswert. Im Vorjahr waren die grundsätzlichen Personalkosten geringer, sind aber aufgrund hoher Tantiemen und Mitarbeitergratifikationen, weil es sich um ein sehr erfolgreiches Jahr gehandelt hat, gestiegen.

Die Firma Scharfe verfügt nun über eine gute Mannschaft und konnte die Personalkosten im aktuellen GJ 2023/ 2024 im Vergleich zum GJ 2022/ 2023 deutlich senken (ca. 40.000 im Monat).

Alle großen Investitionen (Aufbau Lager Hagen) sind komplett abgeschlossen und das Unternehmen verfügt nun über einen modernen Fuhrpark und neue Maschinen, wodurch die Abschreibungen in den nächsten Jahren wieder deutlich sinken werden.

Das Betriebsergebnis sank um 1.813 T€ von 2.161 T€ in 2021/22 auf nunmehr 348 T€ in 2022/23. Hauptursache ist der überproportionale Rohergebnisrückgang und die nicht adäquat gesunkenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie die erhöhten Abschreibungen.

2. Vermögenslage des Unternehmens

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist 2022/23 durch ein Bilanzvolumen von 14,9 Mio. € (Vorjahr 17,1 Mio. €) gekennzeichnet. Die Minderung beruht auf verschiedene Faktoren.

Im Geschäftsjahr 2022/23 kam es zu weiteren Investitionen im Zusammenhang mit dem neuen Standort in Hagen. Hier wurden diverse Vermögensgegenstände angeschafft und bauliche Veränderungen durchgeführt. Das Anlagevermögen erhöhte sich um 39 T€ auf 1.378 T€.

Die Vorräte i.H.v. 5.760 T€ (Vorjahr 6.034 T€) sind aufgrund fallender Preise gesunken.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen zum Ende des Geschäftsjahres 7.477 T€ (Vorjahr 8.156 T€). Dabei sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 765 T€ auf 6.806 T€ gesunken.

Vom Bilanzvolumen entfallen 3.882 T€ auf das Eigenkapital. Infolge einer Ausschüttung von 250 T€ dem ein Jahresüberschuss von 52,7 T€ gegenüberstand, verringerte sich das bilanzielle Eigenkapital um 197 T€. Die Eigenkapitalquote entspricht insoweit 26,1 % (Vorjahr 23,9 %). Die Veränderung der Eigenkapitalquote basiert im Wesentlichen auf der Minderung der Bilanzsumme durch den Abbau der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der erfolgten Gewinnausschüttung.

Die Steuerrückstellungen von 1.253 T€ (Vorjahr 1.341 T€) umfassen die ausstehenden Veranlagungen für 2021 und 2022. Sonstige Rückstellungen bestehen in Höhe von 290 T€. Sie reduzierten sich um 151 T€ und entfallen auf Personalkosten sowie Aufbewahrungskosten und Prüfungskosten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 3.003 T€ (Vorjahr 3.714 T€). Sie umfassen die Inanspruchnahme kurzfristiger Kontokorrentlinien und dienen im Wesentlichen der Finanzierung des Vorratsvermögens.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen stichtagsbezogen um 1.121 T€ auf 5.453 T€ ab.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um 67 T€ auf 1.014 T€ gestiegen. Sie beinhalten unter anderem vom Geschäftsführer durchgeleitete Darlehen zur Finanzierung des Anlagevermögens und sich im Umlauf befindende Schecks.

3. Finanzlage des Unternehmens

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 396 T€. Im Vorjahr betrug der operative Cash Flow -2.754 T€. Die überproportionale Zunahme im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Abbau der Vorräte.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr investierte die Andreas Scharfe GmbH insbesondere in die bereits im Vorjahr begonnene Betriebserweiterung. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit betrug - 465 T€ (Vorjahr - 752 T€).

Durch die Gewährung weiterer Betriebsmittelkredite betrug der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 950 T€ (Vorjahr 555 T€).

Insgesamt hat sich die Liquiditätslage somit um 881 T€ auf 264 T€ verbessert. Ferner bestanden zum Geschäftsjahresende zugesagte, jedoch nicht vollends ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 6,25 Mio. €. Zum Bilanzstichtag betrugen die offenen Kreditzusagen 3,25 Mio. €. Die Andreas Scharfe GmbH war insoweit jederzeit in der Lage, seinen Verpflichtungen termingerecht nachzukommen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsleitung, bestehend aus dem Geschäftsführer und den Prokuristen, greift zur Unternehmenssteuerung auf unterschiedliche Kennziffern und Kontrollgrößen zurück. Den Rahmen für die operative Entwicklung, für Personalmaßnahmen und Investitionen innerhalb der Andreas Scharfe GmbH setzt eine vom Management erstellte und gemeinsam verabschiedete Jahresplanung dar.

Im Rahmen eines regelmäßigen Reportings erhält die Geschäftsleitung mindestens monatliche betriebswirtschaftliche Auswertungen zur Führung des Unternehmens. Diese Informationen werden durch die Geschäftsleitung ausgewertet. Die Erkenntnisse aus dem Berichtswesen werden zwischen der Geschäftsleitung und den zuständigen Betriebsleitern der Standorte in mindestens quartalsweisen Gesprächen vor Ort analysiert und im Hinblick auf den Zielerreichungsgrad ausgewertet. Dabei werden Handlungsoptionen auf Chancen und Risiken zusammen erörtert, um auf Änderungen der aktuellen Begebenheiten kurzfristig reagieren zu können.

Wichtigste Steuerungsgrößen sind die Tonnagen, der Rohertrag und das EBIT.

Das Unternehmen ist zertifiziert nach ISO 9001 und Entsorgungsfachbetrieb.

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Umweltschutz

Im Selbstverständnis der Andreas Scharfe GmbH ist die Verpflichtung auf den Umweltschutz und das Recycling auch über gesetzliche Vorgaben und Auflagen hinaus fest verankert. Dies gilt für den eigentlichen Handel von Rohstoffen ebenso wie für den konsequenten Einsatz elektrisch betriebener Fahrzeuge. Doch nicht nur die zu handelnden Rohstoffe sind unter Umweltaspekten relevant, auch bei Baumaßnahmen sowie bei Investitionen in den Maschinen- und Anlagenpark werden energetische Aspekte berücksichtigt, um Folgekosten und Emissionen zu senken.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Zum Bilanzstichtag waren in der Andreas Scharfe GmbH über 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, was 30 Vollzeitstellen entspricht.

6. Gesamtaussage 2022/23

Insgesamt ist die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage geordnet.

Der starke Rückgang des Schrotthandels im zweiten Geschäftshalbjahr bei nicht adäquaten Kostenminderungen hat zu einem Einbruch des Jahresergebnisses geführt.

III Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Prognosebericht

Nach aktuellem Stand sind keine weitreichenden und wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik zu erwarten.

Das erste Quartal des GJ 2023/ 2024 war vom Absatz her schwer, aber von der Wareneingangstonnage gut. Die Monate Januar bis März 2024 waren sehr gut.

Die Rohstoffpreise sind seit Mitte Februar wieder deutlich gestiegen.

Somit ist die Andreas Scharfe GmbH für das Geschäftsjahr 2023/ 2024 sehr optimistisch. Die Produktionsmengen der meisten Kunden steigen wieder auf ein normales Niveau und die Aussicht auf Zinssenkungen geben positive Impulse für die Wirtschaft und die Rohstoffpreise.

Langfristig gesehen wird dem Recycling von NE-Metallen eine große Bedeutung zukommen. Dies liegt an der Kombination aus Rohstoffversorgung und Umweltschutz. Die Nachfrage nach NE-Metallen wird weltweit deutlich zunehmen.

Und dennoch agiert die Andreas Scharfe GmbH in einem globalen Markt, welcher sich immer durch unvorhersehbare Ereignisse positiv, aber auch negativ entwickeln kann.

2. Chancen- und Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Durch die weltweit weiterhin angespannte Lage (Russland-Ukraine-Konflikt, Gaza-Israel- Konflikt) und den daraus resultierenden Schwankungen der Roh Stoffpreise am Markt wird eine hervorsehbare Entwicklung immer herausfordernder. Daher werden die Metallpositionen bei der Scharfe GmbH regelmäßig ermittelt und durch Back-to-Back Geschäfte oder Hedging abgesichert.

Ertragsorientierte und finanzwirtschaftliche Risiken

Die Andreas Scharfe GmbH ist von keinem Kunden oder Lieferanten abhängig und weiterhin bestrebt durch neue Akquise das Netzwerk und somit die Beschaffungs- und Absatzmärkte weiter auszubauen.

Der Eintritt in den Abbruchverband und Vorträge bei anderen Verbänden (Federnverband, Verband der Stanzereien) soll neue Beschaffungsquellen eröffnen oder Bestehende erweitern.

Weiterhin konnten für 2024 diverse neue Kunden und Lieferanten gewonnen werden.

Durch die hohen Zinsen für die KK-Linien und Geldmarktkredite sind die Kosten der Andreas Scharfe GmbH gestiegen, haben aber wohl ihren Höhepunkt erreicht und werden aller Wahrscheinlichkeit in 2024 zurückgehen.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen verwendeten Finanzinstrumenten zählen neben dem Guthaben und den Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten auch Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten bzw. Kunden.

Weiter sind die Forderungen der Andreas Scharfe GmbH grundsätzlich zu 90% durch Warenkreditversicherungen abgesichert.

Chancenbericht

Der weltweite Bedarf an Rohstoffen und die zunehmende Fokussierung auf den Einsatz von Schrotten und Sekundärrohstoffen ist eine enorme Chance für die Andreas Scharfe GmbH und die gesamte Recyclingbranche.

Durch ein über Jahrzehnte aufgebautes Netzwerk an Kunden und Lieferanten, ein enormes know how bei der Belegschaft und optimierte Prozesse in einem mittelständischen Unternehmen ist die Scharfe GmbH sehr gut aufgestellt und die für die Anforderungen in der Zukunft gerüstet.

Der Fokus auf den Handel mit Kupfer- und Kupferlegierungen ist ein Nischengeschäft mit guten Roherträgen, welches weiter ausgebaut werden soll.

Bilanz zum 30. September

der Firma Andreas Scharfe GmbH, Schwerte

AKTIVA

30.09.2023 30.09.2022
Euro Euro Euro Euro
AKTIVA
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 27.987,00 1,00
II. Sachanlagen 1.350.293,76 1.338.832,76
1.378.280,76 1.338.833,76
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 5.760.195,00 6.033.674,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.476.534,22 8.156.446,54
III. Schecks, Kasse, Bankguthaben 266.662,01 1.561.259,89
13.503.391,23 15.751.380,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12.495,00 6.545,00
14.894.166,99 17.096.759,19

PASSIVA

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Bilanzgewinn 3.729.124,01 2.662.287,55
III. Jahresüberschuss 52.664,27 3.881.788,28 1.316.836,46 4.079.124,01
B. Rückstellungen 1.543.322,67 1.782.391,02
C. Verbindlichkeiten 9.469.056,04 11.235.244,16
14.894.166,99 17.096.759,19

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Oktober 2022 bis 30. September 2023

2023 2022
Euro Euro
1. Rohergebnis 4.873.919,83 6.532.135,36
2. Personalaufwand 2.133.725,72 2.304.651,74
3. Abschreibungen 467.979,13 365.971,54
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.924.356,64 1.700.605,38
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.135,00 6.874,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 263.525,96 170.183,22
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 42.523,11 674.344,02
8. Ergebnis nach Steuern 54.944,27 1.323.253,46
9. Sonstige Steuern 2.280,00 6.417,00
10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 52.664,27 1.316.836,46

Anhang zum 30. September 2023

Allgemeines

Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Andreas Scharfe GmbH mit Sitz in Schwerte ist beim Handelsregister Hagen unter HRB 9778 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 30. September 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Sie hat ihre Bilanz nach dem Gliederungsschema des § 266 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (going concern; § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet. Eine Folgebewertung erfolgt im Falle dauerhafter Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die beweglichen Anlagegegenstände werden linear und degressiv entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer wird auf die betrieblichen Erfahrungen abgestellt, die sich weitgehend mit den Angaben der steuerlichen Abschreibungstabellen decken. Eine Folgebewertung erfolgt im Falle dauerhafter Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll als Aufwand erfasst worden. Geringwertige Anlagegüter zwischen einem Netto-Einzelwert von Euro 250,00 und einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt mit einem gewogenen Durchschnittswert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bewertet.

Für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag sind, werden aktive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag anzusetzen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag anzusetzen.

Erläuterungen zu den Posten des Jahresabschlusses

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist Anlagespiegel dargestellt.

ANLAGENSPIEGEL Andreas Scharfe GmbH, Schwerte zum 30. September 2023

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.10.2022 Zugänge 2022/2023 Abgänge 2022/2023 Anschaffungs-, Herstellungskosten 30.09.2023
Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 38.750,00 0,00 38.750,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 750.000,00 0,00 0,00 750.000,00
750.000,00 38.750,00 0,00 788.750,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstück 31.135,99 0,00 0,00 31.135,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 54.168,00 0,00 0,00 54.168,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.771.382,95 509.702,13 121.255,71 3.159.829,37
Summe Sachanlagen 2.856.686,94 509.702,13 121.255,71 3.245.133,36
Summe Anlagevermögen 3.606.686,94 548.452,13 121.255,71 4.033.883,36
kumulierte Abschreibungen 01.10.2022 Abschreibungen Geschäftsjahr 2022/2023 Abgänge 2022/2023 kumulierte Abschreibungen 30.09.2023
Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 10.764,00 0,00 10.764,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 749.999,00 0,00 0,00 749.999,00
749.999,00 10.764,00 0,00 760.763,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstück 26.468,46 1.303,00 0,00 27.771,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.771,00 5.925,00 0,00 12.696,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.484.614,72 449.987,13 80.229,71 1.854.372,14
Summe Sachanlagen 1.517.854,18 457.215,13 80.229,71 1.894.839,60
Summe Anlagevermögen 2.267.853,18 467.979,13 80.229,71 2.655.602,60
Buchwert 30.09.2023 Buchwert 30.09.2022
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.986,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
27.987,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstück 3.364,53 4.667,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 41.472,00 47.397,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.305.457,23 1.286.768,23
Summe Sachanlagen 1.350.293,76 1.338.832,76
Summe Anlagevermögen 1.378.280,76 1.338.833,76

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit zum 30.09.2023 Gesamtbetrag Davon mit einer Restlaufzeit
Kleiner 1 J. 1 bis 5 J. Größer 5 J.
T-Euro T-Euro T-Euro T-Euro
Gegenüber Kreditinstituten 3.003,0 2.003,0 0,0 1.000,0
aus Lieferungen und Leistungen 5.452,6 5.309,0 143,6 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.013,5 447,1 519,6 46,8
Summe 9.469,1 7.759,1 663,2 1.046,8

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für Miete in Höhe von T€ 298 p.a. und Leasing in Höhe von T€ 200 p.a.

Sonstige Angaben

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung: Jörn-Eike Tromm, Bochum, Betriebswirt

Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Im Geschäftsjahr wurden Durchschnittlich 44 Mitarbeiter beschäftigt, 13 Angestellte und 31 gewerbliche Arbeitnehmer

Ergebnisverwendung

Gewinnvortrag 01.10.2022 3.979.124,01
Ausschüttung 250.000,00
Jahresüberschuss 52.664,27
Bilanzgewinn 3.781.788,28

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Schwerte im Januar 2024

Jörn-Eike Tromm

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Andreas Scharfe GmbH, Schwerte

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Andreas Scharfe GmbH, Schwerte - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Andreas Scharfe GmbH, Schwerte, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Papenburg, 4. Mai 2024

PBG Nordwest GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Pieper, Wirtschaftsprüfer

Kleine Steinkamp, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

Hinweis nach § 328 Absatz 1 Satz 3 HGB

Wir weisen darauf hin, dass der beiliegende Jahresabschluss aufgrund der Inanspruchnahme von zulässigen Erleichterungen nur teilweise offen gelegt wird, während sich der ebenfalls beiliegende Bestätigungsvermerk auf den vollständigen Jahresabschluss bezieht.

Beschlussfassung über die Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 25. Mai 2024 in der vorliegenden Fassung festgestellt.

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