Evos Deutschland Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Niels Christiaan Unger seit 16.3.2026 | Geschäftsführer |
Sabrina Pawlewicz seit 16.3.2026 | Prokura |
Klaus Meiring seit 16.3.2026 | Prokura |
André zum Hingste seit 9.8.2024 | Prokura |
Jörg Bargest-Sabellek seit 9.7.2020 | Prokura |
Jens Gerundt seit 4.5.2011 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Evos Finance B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Evos Hamburg GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Geschäftstätigkeit Die Evos Hamburg GmbH, Hamburg, ("die Gesellschaft") hat ihren Sitz in Hamburg und ist über die Evos Deutschland Holding GmbH Teil der Evos-Gruppe. Die Evos-Gruppe wurde 2019 gegründet und wird von der Evos B.V. geleitet, die sich im Besitz von Investmentfonds befindet, die von Igneo Infrastructure Partners, einem langfristig orientierten Vermögensverwalter für Infrastruktur, verwaltet werden. Igneo verwaltet diese Fonds über seine Gesellschaften First Sentier Investors (Luxembourg) EDIF II GP S.a.r.l. und First Sentier Investors (Luxembourg) EDIF III GP S.a.r.l. (zusammen die General Partners). Die persönlich haftenden Gesellschafter halten keine wirtschaftliche Beteiligung an der Gesellschaft, und es gibt keine natürliche Person unter den persönlich haftenden Gesellschaftern, die mehr als 25 % der Stimmrechte ausüben oder anderweitig als beherrschend angesehen werden kann. Igneo ist Teil von First Sentier Investors und gehört der Mitsubishi UFJ Financial Group Inc. Die Evos Hamburg GmbH befindet sich mit einer Lagerkapazität von ca. 670.000 Kubikmetern, die in erster Linie für die Lagerung von Mineralölprodukten genutzt werden, im Hamburger Hafen und verfügt über fünf Brücken für Seeschiffe und Tankleichter. Darüber hinaus werden Tankwagen sowie Kesselwagen (Ganzzüge) be- und entladen. Das Terminal ist mit einer angrenzenden Raffinerie über eine Pipeline verbunden. Das Terminal bietet neben den vorhandenen Lagermöglichkeiten auch spezialisierte Umschlagseinrichtungen sowie den Zugang zu dem angrenzenden Straßen- und Schienennetz. Auf dem Terminal werden die Lagerung und der Umschlag von flüssigen Mineralölen, Biokraftstoffen und Pflanzenölen angeboten. Zu den maßgeblichen Tätigkeiten gehören nicht nur die Lagerung und der Umschlag, sondern auch das Heizen, Blenden oder die Additivierung der Produkte sowie weitere individuelle Zusatzleistungen. In Norddeutschland steht Evos Hamburg insbesondere im Wettbewerb mit Tanklägern in deutschen Seehäfen. Die Evos-Gruppe verfügt über einen Corporate-Compliance-Rahmen einschließlich eines Verhaltenskodex, der für alle ihre Tochtergesellschaften einschließlich der Gesellschaft gilt. Zwischen der Evos Hamburg GmbH und der Evos Deutschland Holding GmbH besteht seit dem 1. Oktober 2019 ein Ergebnisabführungsvertrag. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Darstellung des Geschäftsverlaufs Die Nachfrage nach Tankraum war im Jahr 2023, wie bereits im Jahr 2022, geprägt durch eine hohe Nachfrage nach Tankraum für Mineralölprodukte. Der Bedarf an Lagerkapazitäten im Geschäftsjahr 2023 ist gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben. Die anhaltende Nachfrage unserer Kunden führte auch im Geschäftsjahr 2023 zu einer nahezu vollständigen Auslastung unserer Kapazitäten. Auch die Umschlagsaktivitäten unserer Kunden sind weiterhin auf einem hohen Niveau und im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Die Umsatzerlöse erhöhten sich von 48,9 Mio. EUR um rund 7,2 Mio. EUR auf 56,1 Mio. EUR. Die Steigerung ist im Wesentlichen im Produktbereich "Fueloil", als auch im "Diesel- und Biokraftstoffbereich" erzielt worden und resultiert sowohl aus neuen Kundenverträgen als auch inflationsbedingten Ratenanpassungen, wobei sich der Umschlag insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres hielt. Bestehende Kundenverträge wurden, zum Teil über einen Zeitraum von mehreren Jahren, verlängert. Zudem konnten neue Kundenverträge abgeschlossen werden. Die Vorjahresprognose mit einer erwarteten Umsatzsteigerung von 8% ist mit 15% übertroffen worden. Auf Grund des Abschlusses eines neuen Vertrages im Fueloilbereich als auch höherer Umschlagsaktivitäten insbesondere im Dieselbereich wurden die Erwartungen weit übertroffen. Die Prognose eines Jahresergebnis vor Gewinnabführung auf Niveau von 2022 wurde um 2,7 Mio. EUR mit 8,9 Mio. EUR deutlich übertroffen. Der Anstieg in den Umsatzerlösen konnte die deutlich angestiegenen Energiekosten sowie den inflationsbedingten Anstieg der Kosten in den betrieblichen Aufwendungen aus Zuführungen für Rückstellungen und Konzernumlagen auffangen. Zudem konnte das Zinsergebnis verbessert werden, so dass auch beim Ergebnis vor Ergebnisabführung eine deutliche Erhöhung gegenüber unserer Vorjahresprognose eingetreten ist. Finanzielle Leistungsindikatoren Die finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Terminals innerhalb der Evos-Gruppe sind im Wesentlichen die Umsatzerlöse, der Cashflow sowie das Terminal-EBITDA nach Evos Group Accounting Policies, die auf den IFRS basieren. Für handelsrechtliche Zwecke leiten wir daraus die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Jahresergebnis vor Ergebnisabführung ab. Der im Vorjahr im Lagebericht aufgeführte nicht finanzielle Leistungsindikator Sicherheit auf dem Terminal ist nicht weiter relevant für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Bedeutung der Lage. Deshalb wird dieser Leistungsindikator hier nicht weiter fortgeführt. Ertragslage Im Geschäftsjahr hat die Evos Hamburg GmbH ein Ergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von TEUR 8.920 erzielt, während im Vorjahr ein Gewinn in Höhe von TEUR 6.201 realisiert wurde. Hierbei spielten insbesondere folgende Effekte eine Rolle: Im Geschäftsjahr konnten mit TEUR 56.122 (Vorjahr: TEUR 48.899) die Umsätze um TEUR 7.224 gesteigert werden. Die Steigerung der Umsatzerlöse wurde im Wesentlichen in dem Produktbereich "Fueloil" erzielt. Die Ursache für die Umsatzsteigerung im Bereich "Fueloil" liegt in einem neu gewonnenen Kunden sowie höheren Raten von Bestandskunden im Vergleich zum Vorjahr, die sich in allen Produktbereichen widerspiegeln. Die sonstigen betrieblichen Erträge mit TEUR 960 (Vorjahr: TEUR 1.949) sanken um TEUR 989. Der Unterschied resultiert im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen im Jahr 2022 zur Fortschreibung der beiden langfristigen Rückstellungen für zukünftige Abbruchkosten bzw. Rückbauverpflichtungen sowie Bodensanierung. Die Aufwendungen in Höhe von TEUR 49.063 (Vorjahr: TEUR 44.963) haben sich im Geschäftsjahr um TEUR 4.100 erhöht. Die Aufwendungen setzen sich aus dem Materialaufwand von TEUR 7.910 (Vorjahr: TEUR 6.771), den Personalaufwendungen von TEUR 14.409 (Vorjahr: TEUR 13.371), den Abschreibungen von TEUR 8.335 (Vorjahr: TEUR 8.290), den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 17.158 (Vorjahr: TEUR 14.763) sowie den Zinsen und sonstigen Steuern von TEUR 1.251 (Vorjahr: TEUR 1.768) zusammen. Der Mehraufwand von TEUR 1.139 im Materialaufwand resultiert im Wesentlichen aus höheren Energiekosten und Fremdleistungen. Die höheren Personalaufwendungen von TEUR 1.039 sind auf gestiegene Aufwendungen für Löhne und Gehälter aufgrund eines im Jahr 2023 neu abgeschlossenen Tarifabschlusses einer Teilauszahlung der Inflationsprämie sowie gestiegene Zuführungen für Personalrückstellungen zurückzuführen. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 2.395 hat ihre Ursache hauptsächlich in den angefallenen Zuführungen zur Rückstellung für zukünftige Abbruchkosten bzw. Rückbauverpflichtungen sowie der Bodensanierung aufgrund zukünftig höher zu erwartender Inflationsraten. Zudem sind die Konzernumlagen gegenüber dem Vorjahr deutlich höher ausgefallen. Weiterhin konnte das im Jahr 2022 projektbedingt gestiegene Instandhaltungsprogramm aufgrund längerer Lieferzeiten und Genehmigungsverfahren nicht vollständig fortgesetzt werden, so dass die Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr geringfügig gesunken sind. Dem gegenüber stehen gestiegene Reise- und Werbekosten sowie ein niedrigerer Bedarf an Rechts- und Beratungsaufwendungen. Die Verminderung der Zinsaufwendungen von TEUR 515 hängt mit gesunkenen Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie langfristigen Verbindlichkeiten zusammen. Darüber hinaus trugen auch gesunkene Zinskosten im Zusammenhang mit einem Gesellschafterdarlehen aufgrund von vorgenommenen Tilgungen im Geschäftsjahr sowie der Wegfall von Negativzinsen zur Verminderung bei. Der Anstieg der sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen auf TEUR 434 (Vorjahr: TEUR 0) ist auf Zinserträgen aus der Abzinsung von Rückstellungen zurückzuführen. Aus dem Zinsergebnis resultiert somit insgesamt eine Verbesserung des Ergebnisses von TEUR 949. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt TEUR 104.966 (Vorjahr: TEUR 122.493). Die Reduzierung der Bilanzsumme findet auf der Aktivseite der Bilanz ihre Ursache im Bereich der Guthaben bei Kreditinstituten aufgrund einer im Vorjahr vorhandenen Doppelzahlung einer Forderung aus der für die Kunden zu verauslagenden Einfuhrumsatzsteuer. Das Anlagevermögen von TEUR 77.242 (Vorjahr: TEUR 79.238) ist im Betrachtungszeitraum um TEUR 1.996 gesunken. Der Rückgang resultiert vorrangig aus höheren Abschreibungsbeträgen im Geschäftsjahr 2023 im Verhältnis zu geringeren Fertigstellungen von Investitionsprojekten im Geschäftsjahr. Ein zu erwartender Zuschuss für den im Jahr 2018 fertiggestellten Bau einer Hochwasserschutzwand i. H. v. TEUR 6.988 ist beantragt, aber bisher rechtlich noch nicht entstanden und wurde aufgrund des Vorsichtsprinzips weiterhin noch nicht im Abschluss berücksichtigt. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.982 ist zum einem auf Ratenerhöhungen als auch zum anderen auf höhere Abrechnungen von nicht erfüllten Umschlagsgarantien zum Jahresende zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 13.700 (Vorjahr: TEUR 4.894) sind im Betrachtungszeitraum um TEUR 8.806 gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem stichtagsbedingten Anstieg für Forderungen aus verauslagten Einfuhrumsatzsteuern und Zöllen. Die liquiden Mittel haben sich im Geschäftsjahr um TEUR 25.108 auf TEUR 6.792 (Vorjahr: TEUR 31.900) reduziert. Die Reduzierung der Bilanzsumme findet auf der Passivseite der Bilanz seine Ursachen in den Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus einem Gesellschafterdarlehen und den sonstigen Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen haben sich im Berichtszeitraum auf TEUR 25.606 (Vorjahr: 24.996) um TEUR 610 erhöht. Der Anstieg resultiert insbesondere aus einer Erhöhung der sonstigen Rückstellungen um TEUR 746. Diese ist im Wesentlichen im Bereich der Rückstellungen für zukünftige Abbruchkosten bzw. Rückbauverpflichtungen sowie die Bodensanierung aufgrund künftig höherer Inflationsannahmen zu verzeichnen. Im Bereich der Verbindlichkeiten TEUR 65.687 (Vorjahr: TEUR 83.812) resultiert die Reduzierung um TEUR 18.125 hauptsächlich aus den Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin um TEUR 5.257 auf TEUR 31.393 (Vorjahr: TEUR 36.650). Hier resultiert die Reduzierung im Wesentlichen aus den im Geschäftsjahr getätigten Darlehenstilgungen. Hinzu kommt eine Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 13.536 auf TEUR 32.763 (Vorjahr: TEUR 46.299) aus der Veränderung der Verbindlichkeit aus für die Kunden zu verauslagenden Einfuhrumsatzsteuer-/Energiesteuerabgaben und Zollabgaben an die Zollbehörde aufgrund der Doppelzahlung eines Kunden im Jahr 2022. Darüber hinaus ist eine Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 523 auf TEUR 1.386 (Vorjahr: TEUR 863) festzustellen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 13,0% (Vorjahr: 11,2%). Das Anlagevermögen ist zu rund 17,7% (Vorjahr: 17,2%) durch Eigenkapital finanziert. Finanzlage Bei einer Analyse der Liquiditätslage ist zu berücksichtigen, dass die Forderungen gegen verbundene Unternehmen kurzfristig verfügbar sind. Der Anteil liquider Mittel zuzüglich kurzfristig realisierbarer Mittel beträgt ca. 19,0% der Bilanzsumme (Vorperiode: 31,0%). Hierbei sind insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nicht berücksichtigt. Die Finanzierung der Gesellschaft ist weiterhin durch ein Gesellschafterdarlehen gesichert. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages veränderte sich das Eigenkapital der Gesellschaft im Berichtszeitraum nicht. Die Eigenkapitalquote stieg in der Folge durch die gesunkene Bilanzsumme um 1,8%-Punkte auf 13,0%. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung der EVOS Hamburg GmbH positiv verlaufen. Chancen und Risiken Das Risikomanagementsystem der Evos Hamburg GmbH ist in das Risikomanagementsystem der Evos B.V. integriert. Die Unternehmensrisiken werden quartalsweise erfasst, bewertet und an die Evos-Gruppe berichtet. Zusammengefasst ergeben sich daraus die folgenden Risiken und Chancen: Das Management ist aktiv mit der Suche nach Erweiterungsmöglichkeiten für den laufenden Geschäftsbetrieb beschäftigt. Die Ergebnisse daraus fließen in die Geschäftsstrategie ein, die periodisch aktualisiert wird. Die lange Präsenz des Terminals am Markt sorgt für ein sehr gutes Netzwerk, das vom Unternehmen vor Ort aufgebaut wird. In Verbindung mit der engen Anbindung an die Industrie wird dies auch in Zukunft der Fall sein. Das Geschäft der Evos Hamburg GmbH basiert auf einem ausgewogenen Kunden- und Produktportfolio und reduziert damit die Abhängigkeit von einzelnen Kunden oder Produktgruppen. Das Unternehmen bewertet bei seinen Entscheidungen die Wahrscheinlichkeit, die Auswirkungen und den Zeitpunkt von Chancen und damit verbundenen Risiken. Die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten sind im Folgenden dargestellt. Die allgemeine Risikobereitschaft des Unternehmens in Bezug auf diese Risiken ist gering:
Das Unternehmen überwacht aktiv seine Risiken in Bezug auf betriebliche Aktivitäten, die einen großen Einfluss auf das Unternehmensergebnis haben könnten. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens und die Schwere der Auswirkungen wurden durch die eingeführten Abhilfemaßnahmen verringert. Darüber hinaus wendet das Unternehmen einen sorgfältigen Wartungs- und Reparaturzyklus an, um die Integrität der Anlagen zu gewährleisten. Das Unternehmen hat Maßnahmen zur Identifizierung und Bewältigung von Risiken und Ungewissheiten ergriffen, die in regelmäßigen Abständen aktualisiert und dem Vorstand und dem Aufsichtsrat von Evos berichtet werden. Im Zuge des Klimawandels werden sich Märkte und Industrien im Laufe der Zeit auf neue, kohlenstoffärmere Produkte verlagern, von denen einige heute von Evos bedient werden (Ethanol, Methanol, Bio- und erneuerbare Kraftstoffe). Andere Märkte für Produkte der Energiewende werden länger brauchen, um sich zu entwickeln (Wasserstoff und Ammoniak). Das Tempo und die Schwere des Klimawandels sowie die begleitende Regierungspolitik und die Energiewende werden sich auf die buchhalterischen Schätzungen des Unternehmens in den Jahresabschlüssen auswirken, u.a. auf die Nutzungsdauer von Anlagevermögen, Wertminderungsüberlegungen und/oder Umweltrückstellungen. Daher unterliegen diese einer ständigen Überprüfung und Überwachung. Die erwarteten Auswirkungen auf das Ergebnis und die Finanzlage im Falle des Eintretens von Risiken und Ungewissheiten werden unter Berücksichtigung der eingeleiteten Abhilfemaßnahmen als moderat eingestuft, wobei die im Abschnitt "Ausblick" genannten wirtschaftlichen Ungewissheiten die Ergebnisse negativ beeinflussen könnten. Es gibt keine Risiken und Ungewissheiten, die einen wesentlichen Einfluss auf das Geschäftsjahr und die daraus resultierenden Folgen für das Unternehmen hatten. Auswirkungen der Ukraine/Russland Krise Die Entwicklung der geltenden Exportkontroll- und Sanktionsgesetze und -vorschriften in Bezug auf Russland wird von der Evos-Gruppe genau überwacht. Transaktionen mit (potenziell) aus Russland stammenden Produkten und/oder Parteien werden von Evos Group Compliance überprüft. Darüber hinaus führt die Evos-Gruppe weiterhin proaktiv eine Risikobewertung an den Terminals durch, um russische Kunden, Kunden mit russischen direkten und indirekten (Mehrheits-)Anteilseignern und nicht-russische Kunden zu identifizieren, die Öl- und Gasprodukte aus Russland beziehen. Evos Hamburg hat keine direkten russischen Kunden und im Berichtsjahr auch keine Kapazitäten an Kunden mit russischem Endbegünstigten vermietet. Andere Kunden, die im Vorjahr noch Ölprodukte aus Russland bezogen haben, beziehen diese aus anderen Regionen, so dass es im Jahr 2023 keine negativen Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf gab. Das aktuelle Embargo für russische Ölprodukte und die damit einhergehenden neuen Lieferketten haben sich positiv auf den Lagerbedarf ausgewirkt. Allerdings hat der Russland- Ukraine-Krieg signifikante Auswirkungen auf die allgemeine Wirtschaft, was sich auch auf Evos Hamburg durch die hohe Inflation und Verfügbarkeit von Produkten aufgrund von Unterbrechungen der Lieferketten und steigenden Kosten insbesondere im Energiesektor ausgewirkt hat. Der anhaltende Russland-Ukraine-Krieg und die internationalen Sanktionsregelungen in Bezug auf Rohöl und bestimmte Erdölprodukte aus Russland machen die Marktlage volatil und unsicher. Ausblick Evos Hamburg hat aufgrund der hohen Inflation im Jahr 2023 einen erheblichen Anstieg seiner Kostenbasis hinnehmen müssen. Die Energie- und Versorgungskosten scheinen sich zu stabilisieren, liegen aber immer noch auf einem höheren Niveau als vor 2023. Wir rechnen im Jahr 2024 auch weiterhin mit einer hohen Nachfrage nach Tanklagerkapazitäten in Hamburg und haben durch den Abschluss lang- und mittelfristiger, strategischer Verträge die Voraussetzungen für eine stabile Erlössituation in der Zukunft geschaffen. Infolge der vorstehend genannten Situation erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 eine Umsatzsteigerung von 3%. Bei weiterhin steigenden Betriebskosten rechnen wir mit einem Jahresergebnis vor Gewinnabführung, das sich auf dem Niveau von 2023 bewegen wird. Die für 2024 erwartete Umsatzsteigerung resultiert im Wesentlichen aus höheren inflationierten Ratenanpassungen sowie dem Abschluss neuer Kundenverträge im Diesel- und Fueloilbereich mit gegenläufigem Effekt von leicht rückläufigen Umschlagsaktivitäten.
Hamburg, 28. Juni 2024 Evos Hamburg GmbH Michael Lübke BILANZ zum 31. Dezember 2023Evos Hamburg GmbH, HamburgAktiva
Passiva
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Evos Hamburg GmbH, Hamburg
Handelsregisternummer: HRB 52548 (Handelsregister Hamburg)Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20231. Allgemeine Hinweise Der Jahresabschluss der Evos Hamburg GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH- Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs.3 und 4 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden gegenüber dem Vorjahr unverändert fortgeführt. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, entsprechend ihrer Nutzungsdauer von 5 bis 10 Jahren um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und grundsätzlich um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Hierbei werden die planmäßigen Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauern der jeweiligen Vermögensgegenstände von 3 bis 40 Jahren bemessen. Erhaltene Investitionszuschüsse werden von den Anschaffungskosten abgesetzt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden im Jahr des Zugangs in einen Sammelposten eingestellt, der im Jahr des Zugangs und den folgenden vier Jahren aufgelöst wird. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Marktwerten am Bilanzstichtag angesetzt. Für die Vorräte ist ein Festwert gemäß § 240 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 256 S. 2 HGB gebildet worden. Der Festwert ist aufgrund der planmäßigen Inventur zuletzt im Jahr 2021 vollständig angepasst worden, jedoch erfolgte im Geschäftsjahr eine Anpassung bei der Heizölkennzeichnungsfarbe, aufgrund gesetzlicher Vorgaben zur Verwendung einer neuen Farbe. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zum Nennwert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen werden in Höhe der nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G der entsprechend der "projizierten Einmalbeitragsmethode" (projected unit credit method) ermittelt. Als Rechnungszins (10 Jahresdurchschnitt) wurden 1,82% p.a. (Vj.: 1,78% p.a.) berücksichtigt, die erwartete zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerung wurde mit 3,25% angenommen. Die sonstigen Rückstellungen tragen allen ungewissen Verpflichtungen und erkennbaren Risiken angemessen Rechnung und sind in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Bundesbank ermittelten Zinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die verauslagte Energiesteuer sowie Zoll- und Einfuhrumsatzsteuerausgaben werden nicht offen von den Umsatzerlösen abgesetzt gezeigt. Entsprechende Forderungen aus verauslagter Energiesteuer sowie Zoll- und Einfuhrumsatzsteuerausgaben werden in den sonstigen Vermögensgegenständen dargestellt. 3. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. 3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen zum Stichtag TEUR 12 (Vj.: TEUR 12) und bestehen ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin betragen zum Stichtag TEUR 0 (Vj.: TEUR 1.949). Die Vorjahresforderungen gegen die Gesellschafterin resultierten aus der Verlustübernahme 2021 und wurden im Berichtsjahr vollständig ausgeglichen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen noch nicht fällige Forderungen aus für Kunden verauslagten Einfuhrumsatz-/Energiesteuern und Zollabgaben in Höhe von TEUR 13.162 (Vj. TEUR 198). 3.3 Aktive Rechnungsabgrenzung Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betragen zum Stichtag TEUR 844 (Vj.: TEUR 225) und resultieren im Wesentlichen aus Zahlungen für Versicherungsaufwendungen die das Folgejahr betreffen. 3.4 Eigenkapital Das voll eingezahlte Stammkapital der Evos Hamburg GmbH beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 5.000 und wird von der alleinigen Gesellschafterin, Evos Deutschland Holding GmbH, Hamburg, gehalten. 3.5 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsrückstellungen wurden entsprechend der "projizierten Einmalbeitragsmethode" (projected unit credit method) unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82% p.a. (Vj.: 1,78%). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,25%, Rentensteigerungen von jährlich 2,25% und Steigerungen der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung von jährlich 3,40% zugrunde gelegt. Der nach § 253 Abs. 6 HGB zu ermittelnde Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 8 (Vj.: TEUR 41). Zudem ist die Gesellschaft Trägerunternehmen der Unterstützungskasse der HANSMATEX e.V., Hamburg, die den ehemaligen Mitarbeitern und deren Angehörigen Pensionen gewährt. Der Erhöhungsbetrag für die seinerzeitige Anpassung an die Richttafeln 1998 wurde auch für die mittelbaren Verpflichtungen aus der Unterstützungskasse ermittelt und anteilig zurückgestellt. Die Haftung für einen nicht passivierten Fehlbetrag der Unterstützungskasse ist unter den Haftungsverhältnissen aufgeführt. Darüber hinaus unterhält das Unternehmen eine Unterstützungskasse, die als Alte Leipziger Unterstützungskasse e.V. bei der Alte Leipziger Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit geführt wird. 3.6 Sonstige Rückstellungen Von den sonstigen Rückstellungen entfallen TEUR 8.667 (Vj.: TEUR 8.325) auf Abbruch- und Wiederherstellungsverpflichtungen. Weiterhin wurde eine Rückstellung für die Entsorgung von kontaminiertem Erdreich bezogen auf das Ende der Mietlaufzeit in Höhe von TEUR 10.849 (VJ.: TEUR 10.184) berücksichtigt. Die "personalbezogenen" Rückstellungen betragen insgesamt TEUR 1.312 (Vj.: TEUR 1.110). Der Betrag setzt sich im Wesentlichen aus Boni, ausstehendem Urlaub, Überstunden und Rückstellungen im Zusammenhang mit Arbeitnehmerjubiläen zusammen. Für ausstehende Rechnungen und noch zu erbringende Leistungen wurden insgesamt TEUR 3.119 (Vj.: TEUR 3.602) berücksichtigt. Die Rückstellungen für Abbruchkosten und für die Entsorgung von kontaminiertem Erdreich wurden in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse bei einer durchschnittlichen Preisentwicklung von 3,20% (Vj.: 2,50%) gebildet. Ihnen liegen zu einem wesentlichen Teil Berechnungen eines Sachverständigen zugrunde. Aufgrund des langfristigen Charakters für den wesentlichen Teil der Rückstellung erfolgte eine Abzinsung mit dem für die jeweilige Restlaufzeit von der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB veröffentlichten Zinssatz (7-Jahresdurchschnitt) von 1,69% (Vj.: 1,43%) bei einer angenommenen Restlaufzeit von 14 Jahren. 3.7 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betragen TEUR 31.393 (Vj.: TEUR 36.650) und davon haben TEUR 22.400 (Vj.: TEUR 30.351) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin resultieren aus sonstigen Verbindlichkeiten, die Finanzierung betreffend und aus dem gemäß Ergebnisabführungsvertrag abzuführenden Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 8.920 (Vorjahr: TEUR 6.201). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten mit TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 0) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden erhaltene Abschlagszahlungen für einen Zuschuss aus einem noch nicht final geprüften Förderprogramm der Freien und Hansestadt Hamburg als noch nicht übertragene Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 5.193 (Vj: TEUR 5.193) ausgewiesen. Der Gesamtbetrag der sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt TEUR 11.913 (Vj.: TEUR 11.913) und betrifft im Wesentlichen Leasingverbindlichkeiten. 3.8 Passive Rechnungsabgrenzung Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Zahlungen von Kunden sowie erhaltene Zuschüsse als Förderung für elektrisch betriebene Leasingfahrzeuge (Umweltbonus), die über die jeweilige Vertragslaufzeit realisiert werden. 3.9 Latente Steuern Aufgrund des mit der Gesellschafterin bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wurden für temporäre Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen, soweit gesetzlich erforderlich, latente Steuern in der Bilanz der Gesellschafterin angesetzt. Die wesentlichen Bewertungsunterschiede bestehen im Anlagevermögen, bei Rückstellungen für Pensionen, Abbruchkosten und Bodenentsorgungskosten. 3.10 Haftungsverhältnisse Aufgrund der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts haftet die Gesellschaft als Trägerunternehmen für die Erfüllung der derzeitigen und zukünftigen Verpflichtungen einer Unterstützungskasse. Hieraus ergibt sich unter Berücksichtigung des Verpflichtungsumfanges, ermittelt nach der "projizierten Einmalbeitragsmethode" (projected unit credit method) und unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G, einem 10-jährigen durchschnittlichen Rechnungszins in Höhe von 1,82% p.a. (Vj.: 1,78%) sowie erwarteten, zukünftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 3,25% sowie Rentenanpassungen in Höhe von 2,25% zum Bilanzstichtag ein Haftungsvermerk aufgrund eines nicht passivierten Fehlbetrages in Höhe von TEUR 8.999 (Vj.: TEUR 8.696). Die Geschäftsführung rechnet in der jetzigen Situation nicht mit einer Inanspruchnahme der Gesellschaft aus dem Haftungsverhältnis. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird kleiner 25% geschätzt. Die bei der ING Bank, Frankfurt a.M., und BNP Paribas, Frankfurt a.M., geführten Geschäftsbankgirokonten sind beide verpfändet. Der verpfändete Betrag richtet sich nach dem Kontostand. Dieser beträgt zum Stichtag bei der BNP Paribas TEUR 1.672 (VJ: TEUR 31.900) und bei der ING Bank TEUR 5.119 (VJ: TEUR 0) Die Geschäftsführung rechnet in der jetzigen Situation nicht mit einer Inanspruchnahme des Pfandrechts. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird kleiner 25% geschätzt. 3.11 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt TEUR 40.080 (Vj.: TEUR 45.971) und setzen sich wie folgt zusammen:
Die jeweiligen Beträge betreffen überwiegend die Mietverträge für die Tanklagergrundstücke Neuhof und Hohe Schaar sowie die Verpflichtungen aus Gestattungsverträgen im Zusammenhang mit dem Zutritt, der Anbindung einer Verladebrücke im Blumensandhafen und einem Vertrag über Rangierfahrten und Umschlagsdienstleistungen per Bahn. 3.12 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt TEUR 56.122 (Vj.: TEUR 48.899) wurden mit TEUR 48.889 (Vj.: TEUR 43.626) im Produktbereich "Petroleum" (einschließlich "Diesel"), mit TEUR 3.340 (Vj.: TEUR 2.692) im Produktbereich "Chemicals" und mit TEUR 3.893 (Vj.: TEUR 2.581) in den übrigen Produktbereichen erzielt. 3.13 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 960 (Vj.: TEUR 1.949), hiervon entfallen TEUR 33 (Vj.: TEUR 1.702) auf die Auflösung von Rückstellungen. 3.14 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Kosten für Unterhalt und Instandsetzung der betrieblichen Anlagen in Höhe von TEUR 6.031 (Vj.: TEUR 6.311) wurden wesentlich durch das Tankinspektions- und Sanierungsprogramm beeinflusst. 3.15 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 396 (Vj.: TEUR 0) sowie Zinserträge aus verbundenen Unternehmen aus einer Einlagenvereinbarung in Höhe von TEUR 38 (Vj.: TEUR 0) enthalten. 3.16 Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 24 (Vj.: TEUR 199) enthalten. 4. Sonstige Angaben 4.1 Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen für das Geschäftsjahr beträgt TEUR 93 (VJ: TEUR 83) und entfällt wie im Vorjahr vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen. 4.2 Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft ist:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4.3 Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
4.4 Konzernzugehörigkeit Die Evos Hamburg GmbH gehört als Tochterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 2 HGB zum Teilkonzern der Evos Deutschland Holding GmbH, Hamburg. Ein Konzernabschluss der Evos Deutschland Holding GmbH, Hamburg, wird mit Verweis auf den befreienden Konzernabschluss der Evos B.V., Amsterdam, Niederlande, nicht aufgestellt. Die Gesellschaft wird seit dem 1. Oktober 2019 in den Konzernabschluss der Evos Finance B.V., Amsterdam, Niederlande, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Gesellschaften aufstellt. Zudem wird die Gesellschaft ebenfalls in den Konzernabschluss der Evos B.V. einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen darstellt. 5. Nachtragsbericht Es haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach dem Stichtag ergeben. Zu den aktuellen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die Gesellschaft verweisen wir auf den Abschnitt Chancen und Risiken im Lagebericht.
Hamburg, 28. Juni 2024 Evos Hamburg GmbH Michael Lübke ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023Evos Hamburg GmbH, Hamburg
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Evos Hamburg GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Evos Hamburg GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Evos Hamburg GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungs-grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen
Hamburg, den 28. Juni 2024 Deloitte
GmbH
Frank Bertram, Wirtschaftsprüfer Lilli Liebig, Wirtschaftsprüferin
Hamburg, 09. August 2024 Evos Deutschland Holding GmbH vertreten durch Michael Lübke |
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