Rosenium
GmbH
Neureichenau
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
ROSENIUM GMBH, NEUREICHENAU LAGEBERICHT FÜR DAS
GESCHÄFTSJAHR 2023
I. Grundlagen des Unternehmens
1. Geschäftsmodell des Unternehmens
Die Rosenium GmbH bietet moderne Pflege dort an, wo
die Menschen zuhause sind. Ambulant in der eigenen Wohnung
oder stationär in einem Pflegeheim direkt im
Heimatort.
Die kleinen Häuser, allesamt regional im
südostbayerischen Raum gelegen, bieten den
Bewohnern ein überschaubares, familiäres
Zusammenleben mit liebevoll für sie sorgenden
Menschen.
Eine wirtschaftliche Betriebsführung ist die
Grundlage zur Sicherung der qualitativ hochwertigen
und bezahlbaren Pflegeplätze. Zudem ermöglicht
sie auch die Schaffung von neuen Arbeits- und
Ausbildungsplätzen in der ländlich geprägten
Region.
Unser zentrales Geschäftsfeld ist die
stationäre Seniorenpflege, eingebettet in ein Netzwerk
aus ambulanter Pflege, Kurzzeit- und Verhinderungspflege,
Tagespflege, Tagesbetreuung, Pflegekurse für
Angehörige sowie Essen auf Rädern. Zur
Sicherstellung des Fachkräftenachwuchses wird mit
Partnern eine Pflegeakademie betrieben.
Die Rosenium GmbH ist zu 100 % an der Rosenium
Service GmbH, Neureichenau, der Rosen-ium Ambulante Pflege
GmbH, Neureichenau, der Rosenium Mobilitäts GmbH,
Freyung, und zu 60 % an der Pflegeakademie Bayerischer Wald
gGmbH, Grafenau, beteiligt.
Im Geschäftsjahr 2023 fanden keine Forschungs-
und Entwicklungstätigkeiten statt.
Zum Bilanzstichtag verfügt die Rosenium GmbH
über 21 Pflegeheime. Die Verwaltung der
Gesellschaft erfolgt sowohl zentralisiert über
ein Büro in Freyung als auch dezentralisiert am
jeweiligen Standort der Einrichtung.
II. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland
war in 2023 - auch im europäischen Vergleich -
stockend. Das krisengeprägte Umfeld führte zu
einem Rückgang des preisbereinigten
Bruttoinlandprodukts um 0,3 %, kalenderbereinigt betrug der
Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Ein nach
wie vor hohes Preisniveau und steigende Zinssätze
dämpften die Konjunktur und verhinderten eine
weitere Erholung der deutschen Wirtschaft von den
Einbrüchen während der Corona-Pandemie und des
Ukraine-Kriegs.
Dabei verlief die Entwicklung der
Bruttowertschöpfung in den einzelnen
Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Während das
produzierende Gewerbe aufgrund der schwierigen
Marktbedingungen ein negatives Wachstum verzeichnete,
stützten die Dienstleistungsbetriebe die
gesamtwirtschaftliche Entwicklung und konnten ihre
wirtschaftlichen Aktivitäten im
Vorjahresvergleich ausweiten.
Die Nachfrage nach Pflegeleistungen ist seit dem
Abklingen der Pandemie 2022 / 2023 wieder steigend. Die
alternde Gesellschaft wird zudem bis 2055 zu einem Anstieg
der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland um
ca. 37 % führen, womit die Nachfrage nach
Pflegeleistungen weiter ansteigen wird. Für eine
nachhaltige Versorgung der Einrichtungen mit qualifizierten
Mitarbeitern sind Investitionen in die Ausbildung und
Arbeitsbedingungen von Fachkräften
unerlässlich.
2. Geschäftsverlauf
Der Rosenium GmbH ist es in 2023 gelungen, die
Auslastung ihrer Einrichtungen auf deutlich über 85 %
zu stabilisieren. Besonderer Wert wurde weiterhin auf die
Steigerung der Qualität in der digitalen Pflegeplanung
und Pflegedokumentation gelegt.
Großes Augenmerk wurde auch in 2023 auf die
Nachwuchsgewinnung und Anwerbung von Fachkräften
gelegt. Die ab September 2022 an den öffentlichen
Dienst angepassten Löhne in der Pflege
begünstigten zahlreiche Neueinstellungen. Dadurch
konnte gegen den allgemeinen Trend die in der
Pflegepersonalverordnung für die Erfüllung
unserer Aufgaben vorgesehene Anzahl an Beschäftigten
eingehalten werden.
Enorme Anstrengungen waren ab Spätsommer 2022
notwendig, um den Betrieb unserer Einrichtung in
Wiesenfelden fortzuführen. Anfang des Jahres 2023 war
es jedoch nicht mehr möglich, die gesetzlich
vorgesehene Fachkraftquote in der Pflege sicherzustellen.
Der Betrieb der Einrichtung wurde seitens der Rosenium GmbH
im Jahr 2023 eingestellt und die Bewohner in anderen
Einrichtungen der Rosenium GmbH untergebracht.
Mit tatkräftiger Hilfe der Rosenium GmbH konnte
im Herbst 2023 die Rosenium Ambulante Pflege GmbH eine
moderne Station zur Tagespflege am Standort Freyung
eröffnen.
3. Wirtschaftliche Lage
Die wirtschaftliche Lage unseres Unternehmens ist als
sehr gut zu bewerten.
a) Ertragslage
Die konstant steigende Auslastung unserer Häuser
und eine Erhöhung der Pflegesätze zum 1. August
2022 führten zu einer Steigerung der Umsatzerlöse
um 11,8 % auf TEUR 37.024. Der Wegfall der Leistungen des
Corona-Rettungsschirms in 2023 bedingte jedoch, dass die
Gesamtleistung im Vorjahresvergleich nur um 2,2 % anstieg.
Die Personalkosten entwickelten sich leicht
unterproportional im Verhältnis zu den
Umsatzerlösen. Diese stiegen um 11,0 % im
Vorjahresvergleich aufgrund deutlicher Gehaltssteigerungen
im Bereich der Pflege sowie einer höheren Auslastung
der Pflegeheime.
Die Materialkosten entwickelten sich weiterhin
unterproportional im Verhältnis zu den
Umsatzerlösen. Der Anstieg um 8,0 % im
Vorjahresvergleich ist in Preissteigerungen sowie einer
höheren Belegung begründet. Hierbei zeigten
sich die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und die damit
verbundene Inflation insbesondere im Bereich der
Energiekosten (Anstieg um 23,7 % im Vorjahresvergleich),
während die Lebensmittelkosten nach einer deutlichen
Steigerung im Vorjahr eher geringfügig
angestiegen sind (+ 0,6 % im Vorjahresvergleich).
Der Jahresüberschuss betrug TEUR 2.433; ein
Wert, mit dem wir sehr zufrieden sind. Der Rückgang im
Vergleich zum Vorjahr liegt im Wesentlichen am Wegfall der
Leistungen des Corona-Rettungsschirms.
Nach wie vor resultieren über 98 % unserer
Erträge aus der stationären Altenpflege.
Einkünfte aus Betreuungsleistungen, Essen auf
Rädern und betreutem Wohnen sind demgegenüber nur
in geringem Umfang an unserem Ergebnis beteiligt.
b) Finanzlage
Unsere Gewinne verbleiben zum größten Teil
im Unternehmen.
Unsere Liquiditätslage ist sehr gut. Die
Bankguthaben und Kassenbestände sowie unser
Wertpapierbestand beliefen sich zum Jahresende 2023
auf TEUR 8.827. Das Umlaufvermögen betrug zum
Bilanzstichtag TEUR 4.340. Dies entspricht einem Anteil an
der Bilanzsumme von 13,8 %. In das Sachanlagevermögen
wurden in 2023 Investitionen in Höhe von TEUR 1.094
getätigt. Dies betrifft unter anderem bewegliche
Ausstattung in den einzelnen Einrichtungen (TEUR 409) sowie
Geschäftsgrundstücke (TEUR 255) und den Fuhrpark
des Unternehmens (TEUR 224).
c) Vermögenslage
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände weisen zum Bilanzstichtag
einen Saldo von TEUR 1.805 aus. Der Anstieg um TEUR
389 ist vor allem durch einen Anstieg der Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 273) sowie einer
Steuerrückforderung (TEUR 195) begründet.
Die Eigenkapitalquote liegt zum Bilanzstichtag bei
65,4 %.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten
weiterhin Rückstellungen für Unwägbarkeiten
bezüglich der Rückforderung erhaltener
Leistungen in Höhe von TEUR 470 (Vorjahr: TEUR 1.580).
Der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten an der Bilanzsumme hat sich im
Vorjahresvergleich um 2,9 Prozentpunkte verringert. Die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hatten nur
einen geringen Anteil an der Bilanzsumme, der im
Vorjahresvergleich um 0,2 Prozentpunkte gestiegen ist.
Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet,
Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu
begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu
vereinnahmen.
4. Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Geschäftsführung orientiert sich bei
der Steuerung ihrer Geschäftsaktivitäten vor
allem an den finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und
Ergebnis nach Steuern. Diese beiden stellen die
bedeutendsten Leistungsindikatoren der Gesellschaft dar.
Als nichtfinanzieller Leistungsindikator dient die
Belegung, die für alle Einrichtungen täglich
erfasst wird.
III. Prognosebericht
Die im Unternehmen vorhandene Pflegebettenzahl wurde
2023 nicht gesteigert.
Weiterhin liegt unser zentrales Augenmerk auf der
Wiedergewinnung des Vertrauens der Bevölkerung in
die Leistungsfähigkeit und den gesellschaftlichen
Nutzen der stationären Seniorenpflege. Der
hervorragende Ruf unseres Unternehmens in der Region ist
dabei sehr hilfreich.
Die Gewinnung zusätzlicher Mitarbeiter wird auch
zukünftig mit großem Nachdruck betrieben werden
müssen. Die verpflichtende Einführung von
Tarifverträgen in der Pflege zum 1. September 2022 mit
partieller Refinanzierung durch staatliche Leistungen und
die damit beabsichtigte Angleichung der Löhne aller
beruflich Pflegenden auf hohem Niveau wird die
Rekrutierung von neuen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern aus den Einrichtungen der caritativen und
öffentlichen Hand begünstigen.
Für 2024 gehen wir von steigenden Umsätzen
aus. Im Rahmen der Pflegesatzverhandlungen wurden steigende
Lohnkosten berücksichtigt, die durch eine weiterhin
hohe Auslastung refinanziert werden. Entsprechend
rechnen wir mit einem konstanten Ergebnis nach Steuern.
IV. Chancen und Risikobericht
1. Risikobericht
Das Risikomanagement der Gesellschaft beinhaltet die
kontinuierliche Aufrechterhaltung einer hohen
Pflegequalität, das frühzeitige Erkennen von
Belegungsrückgängen und das zeitnahe Ergreifen
zielgerichteter Gegenmaßnahmen.
Weiterhin wird für unser zentrales Aufgabenfeld
belastbares und gut ausgebildetes Pflegepersonal
benötigt. In der aktuellen Marksituation stellt sich
trotz Verbesserungen die Anwerbung weiterhin als schwierig
dar. Die Erfüllung der gesetzlich vorgeschriebenen
Personal- und Fachkraftquoten wird zukünftig nicht
immer gelingen, Regressforderungen der Pflegekassen sind
daher nicht mehr auszuschließen.
Ein zusätzliches Risiko stellen die
Verhandlungen bei Pflegesätzen und Investitionskosten
dar, welche durch restriktives Verhalten der Pflegekassen
und Sozialhilfeträger geprägt sind.
Die demografische Entwicklung und damit Alterung der
Gesellschaft wirken sich zwar positiv auf die Nachfrage
nach stationären Pflegeplätzen aus, ein
steigendes Angebot ambulanter Lösungen kann
jedoch zu einer erhöhten Wettbewerbsintensität
führen.
Weiterhin bestehen die üblichen Risiken auf
betrieblich operativer Ebene. Insbesondere Risiken in
Zusammenhang mit unbefugtem Zugriff auf sensible
elektronische Unternehmensdaten sowie auf die
mangelnde Verfügbarkeit der Systeme als Folge von
Störungen und Katastrophen stehen hier im Vordergrund.
Insgesamt ist eine Gefährdung der Rosenium GmbH
durch die genannten Risiken aber als gering anzusehen.
2. Chancenbericht
Unsere Unternehmensphilosophie sichert uns nach wie
vor eine ausgesprochen starke Stellung im Wettbewerb
der Pflegeeinrichtungen. Wir versuchen dabei auch
weiterhin, unser Netzwerk stationärer
Einrichtungen so eng zu knüpfen, dass Mitbewerber
keine Marktchancen erhalten.
Die Zunahme der Anzahl der Pflegebedürftigen
führt zu mittelfristig guten Perspektiven für die
Rosenium GmbH. Durch den Verbund von 21 Häusern
besteht die Möglichkeit, Synergie und Skaleneffekte zu
nutzen. Dies kann sich beispielsweise durch die
Bündelung von Einkaufsvolumina in der
Kostenstruktur positiv auswirken, andererseits kann durch
die zentrale Administrative eine effiziente Verwaltung
der Häuser erreicht werden
3. Gesamtaussage
Externe Qualitätskontrollen bescheinigen uns
eine herausragende Stellung im Bereich der
stationären und ambulanten Pflege. Unsere
Einrichtungen werden von der Bevölkerung als sehr gut
eingeschätzt und auch gut nachgefragt. Dies alles sind
die besten Voraussetzungen dafür, dass auch in Zukunft
unter Berücksichtigung der demographischen Entwicklung
mit einer guten Nachfrage nach unseren Leistungen zu
rechnen ist.
V. Förderung weiblicher
Führungskräfte
Am 1. Mai 2015 trat das "Gesetz für die
gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an
Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im
öffentlichen Dienst" in Kraft. Aufgrund der
Größe der Rosenium GmbH fällt unsere
Gesellschaft in den Wirkungskreis dieser gesetzlichen
Regelung. Der Geschäftsführer hat
gemäß den gesetzlichen Vorgaben in § 36
GmbHG Zielgrößen für den Frauenanteil
in der Geschäftsführung und auf den beiden
Führungsebenen unterhalb der
Geschäftsführung beschlossen. Diese liegen bei 50
% für den Frauenanteil. Diese Zielgrößen
wurden im Geschäftsjahr 2023 übererfüllt.
VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von
Finanzinstrumenten
Zu den im Unternehmen verwendeten Finanzinstrumenten
gehören im Wesentlichen Forderungen,
Verbindlichkeiten, Guthaben bei und Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten sowie Wertpapiere des
Anlagevermögens.
Durch ein strukturiertes Forderungsmanagement wird
dem Risiko von Forderungsausfällen begegnet.
Für erkennbare Einzelrisiken und das allgemeine
Kreditrisiko werden selbstschuldner-ische
Bürgschaften, dingliche Sicherheiten und ggf.
Wertberichtigungen in erforderlichem Umfang
vorgenommen.
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
26.995.025,28 |
21.457.945,70 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
1.589,50 |
5.990,50 |
| 1.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
1.587,50 |
5.988,50 |
| 2.
Geschäfts- oder Firmenwert |
2,00 |
2,00 |
| II.
Sachanlagen |
19.361.952,25 |
19.291.175,19 |
| 1.
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte
mit Betriebsbauten einschließlich der
Betriebsbauten auf fremden Grundstücken |
16.417.698,28 |
16.767.540,28 |
| 2.
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte
ohne Bauten |
445.704,44 |
250.338,91 |
| 3.
Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge |
2.023.661,50 |
2.127.382,00 |
| 4.
Fahrzeuge |
268.585,00 |
145.914,00 |
| 5.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
206.303,03 |
0,00 |
| III.
Finanzanlagen |
7.631.483,53 |
2.160.780,01 |
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
208.793,40 |
155.001,00 |
| 2.
Wertpapiere des Anlagevermögens |
6.422.690,13 |
2.005.779,01 |
| 3.
sonstige Ausleihungen |
1.000.000,00 |
|
| B.
Umlaufvermögen |
4.339.933,87 |
10.035.830,72 |
| I.
Vorräte |
130.850,64 |
138.552,39 |
| 1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
130.850,64 |
138.552,39 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
1.804.767,68 |
1.415.376,53 |
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
1.066.128,35 |
793.001,35 |
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
37.730,29 |
53.820,33 |
| 3.
sonstige Vermögensgegenstände |
700.909,04 |
568.554,85 |
| III.
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und
Schecks |
2.404.315,55 |
8.481.901,80 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
19.013,88 |
24.793,80 |
| D.
Aktive latente Steuern |
158.745,61 |
138.338,84 |
| Aktiva |
31.512.718,64 |
31.656.909,06 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
20.605.658,92 |
18.672.815,03 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
700.000,00 |
700.000,00 |
| II.
Gewinnvortrag |
17.472.818,80 |
13.860.825,05 |
| III.
Jahresüberschuss |
2.432.840,12 |
4.111.989,98 |
| B.
Rückstellungen |
2.107.560,00 |
2.745.960,00 |
| 1.
Steuerrückstellungen |
0,00 |
112.100,00 |
| 2.
sonstige Rückstellungen |
2.107.560,00 |
2.633.860,00 |
| C.
Verbindlichkeiten |
8.799.499,72 |
10.238.134,03 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
7.778.386,93 |
8.723.718,84 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
56.876,50 |
|
| 2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
537.084,12 |
476.332,95 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
537.084,12 |
476.332,95 |
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
29.605,55 |
37.197,04 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
29.605,55 |
37.197,04 |
| 4.
Sonstige Verbindlichkeiten |
429.083,01 |
984.057,24 |
| davon
aus Steuern |
113.118,76 |
768.850,26 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
429.083,01 |
984.057,24 |
| 5.
Verwahrgeldkonto |
25.340,11 |
16.827,96 |
| Passiva |
31.512.718,64 |
31.656.909,06 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Erträge aus ambulanter, teilstationärer und
vollstationärer Pflege sowie aus
Kurzzeitpflege |
26.071.215,72 |
22.532.106,82 |
| 2.
Erträge aus Unterkunft und Verpflegung |
5.579.242,48 |
5.149.507,88 |
| 3.
Erträge aus Zusatzleistungen und
Transportleistungen |
137.754,65 |
85.019,88 |
| 4.
Erträge aus gesonderter Berechnung von
Investitionskosten gegenüber
Pflegebedürftigen |
4.812.495,45 |
4.775.232,31 |
| 5.
Umsatzerlöse nach § 277 Absatz 1 des
Handelsgesetzbuchs, soweit nicht in den Nummern 1 bis
4 enthalten |
423.581,23 |
563.878,48 |
| 6.
Sonstige betriebliche Erträge |
2.800.659,45 |
5.871.066,28 |
| 7.
Materialaufwand |
4.641.319,41 |
4.297.201,07 |
| a)
Lebensmittel |
1.486.779,91 |
1.478.402,76 |
| b)
Aufwendungen für Zusatzleistungen |
99.439,41 |
101.530,44 |
| c)
Wasser, Energie, Brennstoffe |
1.026.166,45 |
829.551,05 |
| d)
Wirtschaftsbedarf/Verwaltungsbedarf |
2.028.933,64 |
1.887.716,82 |
| 8.
Personalaufwand |
24.907.184,82 |
22.441.802,11 |
| a)
Löhne und Gehälter |
20.415.055,40 |
18.606.401,62 |
| b)
Sozialabgaben, Altersversorgung und sonstige
Aufwendungen |
4.492.129,42 |
3.835.400,49 |
| davon
für Altersversorgung |
204.959,73 |
206.558,00 |
| 9.
Aufwendungen für zentrale Dienstleistungen |
49.396,55 |
38.265,75 |
| 10.
Steuern, Abgaben, Versicherungen |
1.708.553,47 |
2.092.366,93 |
| 11.
Mieten, Pacht, Leasing |
3.993.650,99 |
3.911.281,13 |
| 12.
Abschreibungen |
1.024.886,66 |
1.016.962,15 |
| a)
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände und Sachanlagen |
1.024.886,66 |
1.016.962,15 |
| 13.
Aufwendungen für Instandhaltung und
Instandsetzung |
609.777,77 |
535.547,35 |
| 14.
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
367.947,95 |
338.845,60 |
| 15.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
73.663,64 |
233,81 |
| 16.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
163.054,88 |
192.783,39 |
| davon
an verbundene Unternehmen |
22.500,00 |
36.500,00 |
| 17.
Jahresüberschuss |
2.432.840,12 |
4.111.989,98 |
Anhang
ROSENIUM GMBH, NEUREICHENAU ANHANG FÜR DAS
GESCHÄFTSJAHR 2023
A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Die Rosenium GmbH hat ihren Sitz in Neureichenau. Sie
ist im Handelsregister des Amtsgerichts Passau unter
HRB 3192 eingetragen.
B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des
Jahresabschlusses
Dem Jahresabschluss der Gesellschaft liegen die
deutschen Rechnungslegungsvorschriften des
Handelsgesetzbuches (HGB) für große
Kapitalgesellschaften zugrunde.
Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn und
Verlustrechnung erfolgt nach dem Schema der
Pflege-Buchführungsverordnung.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden
grundsätzlich unverändert zum Vorjahr
beibehalten. Im Vergleich zum Vorjahr wurde eine
Veränderung des Ausweis der Leiharbeiter von den
Personalaufwendungen (§ 275 Abs. 2 Nr. 6a HGB) zu den
Materialaufwendungen (§ 275 Abs. 2 Nr. 5a HGB)
vorgenommen (TEUR 434, Vorjahr: TEUR 455).
C. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Die entgeltlich erworbenen immateriellen
Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu
Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um
zeitanteilige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen
erfolgen linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen
Nutzungsdauer in Anlehnung an die steuerlichen
Abschreibungstabellen. Dabei werden die zulässigen
Höchstsätze herangezogen.
Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens
bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr der
Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw.
mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder zu
niedrigeren Tageswerten angesetzt.
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände,
liquide Mittel, Rechnungsabgrenzungsposten und Eigenkapital
werden zum Nennwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen
werden soweit erforderlich durchgeführt. Dem
allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird bei den
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine
Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.
Die aktiven latenten Steuern resultieren aus
unterschiedlichen Abschreibungen des
Anlagevermögens sowie aus der abweichenden
Bewertung der Beteiligungen und der Rückstellungen in
der Handels- und Steuerbilanz. Die Bewertung erfolgte mit
einem Steuersatz von 15,83 %.
Bilanzposten Differenz Art
in TEUR
Sachanlagen -379 aktive latente Steuer
Finanzanlagen -360 aktive latente Steuer
Rückstellungen 264 aktive latente Steuer Die
Rückstellungen tragen den erkennbaren Risiken und
ungewissen Verpflichtungen Rechnung und werden mit dem
nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem
Erfüllungsbetrag passiviert.
D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Anlagevermögen
Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den
Anlagenspiegel (Beiblatt zum Anhang) verwiesen. Unter den
Finanzanlagen werden folgende Anteile von mehr als 20 v.H.
ausgewiesen:
Nr.
|
Firma
|
Anteil
|
Eigenkapital
Ergebnis
|
|
|
%
|
TEUR TEUR
|
1.
|
Rosenium Ambulante
Pflege GmbH, Neureichenau
|
100
|
462* - 80*
|
2.
|
Rosenium Service GmbH,
Neureichenau
|
100
|
29* - 15*
|
3.
|
Rosenium Mobilitäts
GmbH, Freyung
|
100
|
1* -1*
|
4.
|
Pflegeakademie
Bayerischer Wald gGmbH,
|
|
|
|
Grafenau
|
60
|
630* - 49*
|
* aus dem Jahresabschluss 2023
Vorräte
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu
Einkaufspreisen abzüglich erforderlicher
Abschläge angesetzt.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen
verbundene Unternehmen sind in Höhe von TEUR 38
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR
54).
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind
keine Forderungen gegen Gesellschafter (Vorjahr: TEUR 3)
enthalten.
Alle Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände weisen eine Restlaufzeit von
bis zu einem Jahr auf.
Eigenkapital
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt
unverändert TEUR 700.
Der aufgrund der Aktivierung latenter Steuern zur
Ausschüttung gesperrte Betrag beträgt TEUR 159.
Rückstellungen
Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen
die nachfolgenden Rückstellungsarten:
Rückstellungen für Personalkosten (TEUR
1.193) und für Unwägbarkeiten bezüglich der
Rückforderung erhaltener Leistungen (TEUR 720),
Kosten für die Abschlusserstellung und -prüfung
(TEUR 28), Archivierungsverpflichtungen (TEUR 22) sowie
eine Rückstellung für drohende Verluste (TEUR
38).
Verbindlichkeiten
|
Gesamtbetrag 31.12.2023
EUR
|
Davon mit einer
Restlaufzeit
|
|
|
|
|
bis zu einem
Jahr
EUR
|
von mehr als
einem Jahr
EUR
|
von mehr als
fünf Jahren
EUR
|
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
537.084,12
|
537.084,12
|
0,00
|
0,00
|
Vorjahreswerte
|
476.332,95
|
476.332,95
|
0,00
|
0,00
|
|
|
|
|
|
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
|
7.778.386,93
|
978.169,85
|
6.800.217,08
|
3.846.152,66
|
Vorjahreswerte
|
8.723.718,84
|
978.646,16
|
7.745.072,68
|
4.469.059,30
|
Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen
|
29.605,55
|
29.605,55
|
0,00
|
0,00
|
Vorjahreswerte
|
37.197,04
|
37.197,04
|
0,00
|
0,00
|
Sonstige
Verbindlichkeiten
|
429.083,01
|
429.083,01
|
0,00
|
0,00
|
Vorjahreswerte
|
984.057,24
|
984.057,24
|
0,00
|
0,00
|
Verwahrgeldkonto
|
25.340,11
|
25.340,11
|
0,00
|
0,00
|
Vorjahreswerte
|
16.827,96
|
16.827,96
|
0,00
|
0,00
|
Gesamt
|
8.799.499,72
|
1.999.282,64
|
6.800.217,08
|
3.846.152,66
|
Vorjahreswerte
|
10.238.134,03
|
2.493.061,35
|
7.745.072,68
|
4.469.059,30
|
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
sind in voller Höhe durch Grundschulden,
Forderungsabtretungen, Verpfändung eines
Aktivsparkontos sowie durch
Sicherungsübereignungen von Fahrzeugen gesichert.
Der Gesamtbetrag der gesicherten Verbindlichkeiten
beträgt TEUR 7.778.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 37).
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten keine
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.
Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse
unterteilen sich in folgende Tätigkeitsbereiche:
|
|
Ertrag aus
|
TEUR
|
Pflegeleistungen
(vollstationär / Kurzzeitpflege)
|
26.071
|
Unterkunft und
Verpflegung
|
5.579
|
Zusatzleistungen
|
138
|
Investitionskosten
|
4.813
|
Sonstige
Umsatzerlöse
|
423
|
|
37.024
|
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im
Wesentlichen Einnahmen aus Zuschüssen des
Pflegeausbildungsfonds (TEUR 1.252; Vorjahr: TEUR 1.259)
und der Bundesagentur für Arbeit (TEUR 348; Vorjahr:
TEUR 232) sowie Einnahmen aus dem
Corona-Maßnahmen-Paket der Bundesregierung (TEUR 197;
Vorjahr: TEUR 3.185) zur Deckung von Mehraufwendungen.
Die periodenfremden Erträge belaufen sich auf
TEUR 43.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind
periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 46
enthalten. Diese betreffen Nebenkostenabrechnungen und
Endabrechnungen des Pflegeausbildungsfonds.
Steuern, Abgaben, Versicherungen
Aufwendungen aus Ertragssteuern belasten im Umfang
von TEUR 478 (Vorjahr: TEUR 771) das Jahresergebnis.
E. Sonstige Angaben
Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von
Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten
Zur Absicherung der Mietzahlungen betreffend vierer
Häuser hat die Gesellschaft mit dem
Darlehensgeber des Vermieters Forderungsabtretungen
vereinbart. Die Forderungsabtretung umfasst jeweils
alle bestehenden und künftig entstehenden
Ansprüche gegenüber den Heimbewohnern und
Sozialhilfeträgern auf Zahlung der
Investitionskostenpauschale. Das Risiko einer
Inanspruchnahme ist gering, da der Darlehensnehmer bislang
seinen Zahlungsverpflichtungen zuverlässig
nachgekommen ist. Zudem bestehen weitere Sicherheiten des
Darlehensnehmers in Form von Grundschulden.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
An finanziellen Verpflichtungen aus laufenden
Verträgen bestehen als Gesamtbetrag zum 31. Dezember
2023:
|
Art
|
TEUR
|
| Mieten |
32.555 |
|
Leasing
|
59 |
|
32.614 |
Die Laufzeiten der Verträge betragen zwischen einem
und fünfundzwanzig Jahren.
Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (ohne
Geschäftsführer und zur Berufsausbildung
Beschäftigte) beträgt 809 Mitarbeiter.
Dabei kann die durchschnittliche Mitarbeiterzahl in
folgende Arbeitnehmergruppen unterteilt werden:
| Pflege |
776 |
| Verwaltung |
33
|
|
809 |
Honorar des Abschlussprüfers
Das Honorar des Abschlussprüfers für
Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 14.
Weitere Leistungen wie Bestätigungs-, Steuerberatungs-
und sonstige Leistungen bestanden nicht.
Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane
Geschäftsführer: Dr. Siegfried
Schmidbauer, Chirurg
Bezüglich der Angaben über die
Geschäftsführerbezüge wird die Schutzklausel
des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.
Angaben über die Mitglieder des
Gesellschafterausschusses
Der Gesellschafterausschuss besteht aus
folgenden Personen:
Herr Sepp Schmidbauer, Diplom-Pädagoge,
Vorsitzender des Gesellschafterausschusses
Herr Josef Strobl, Bauunternehmer Herr Walter
Feuchter, Bankkaufmann Bezüglich der Angaben über
die Gesamtbezüge wird die Schutzklausel des § 286
Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.
Ergebnisverwendungsvorschlag
Die Geschäftsführung schlägt vor,
einen Betrag von EUR 500.000,00 an die Gesellschafter
auszuschütten. Der verbleibende Jahresüberschuss
in Höhe von EUR 1.932.840,12 soll auf neue Rechnung
vorgetragen werden.
Neureichenau, 28. Juni 2024
Dr. Siegfried Schmidbauer Geschäftsführer
sonstige Berichtsbestandteile
Neureichenau, 28. Juni
2024
gezeichnet
Dr. Siegfried Schmidbauer, Geschäftsführer
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 16.07.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Rosenium GmbH, Neureichenau
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Rosenium GmbH,
Neureichenau, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember
2023 und der Gewinn‑ und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs‑ und Bewertungsmethoden geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rosenium
GmbH, Neureichenau, für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die
Erklärung zur Unternehmensführung nach §
289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt
V. im Lagebericht enthalten ist, haben wir nicht inhaltlich
geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss
in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens‑ und
Finanzlage der Gesellschaft
zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter
sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur
Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB
(Angaben zur Frauenquote)
.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und
Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen
Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein
Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von
Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir
die Verantwortung, die oben genannten sonstigen
Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die
sonstigen Informationen
- wesentliche Unstimmigkeiten zum
Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften
Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung
erlangten Kenntnissen aufweisen oder
- anderweitig wesentlich falsch dargestellt
erscheinen.
Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des
Gesellschafterausschusses für den Jahresabschluss und
den LageberichtDer gesetzliche Vertreter ist
verantwortlich für die Aufstellung des
Jahresabschlusses, der den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche
Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen,
die er in Übereinstimmung mit den deutschen
Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der
gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat
er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem ist der gesetzliche Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter
verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Der Gesellschafterausschuss ist verantwortlich
für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses
der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und
desLageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des
LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende
Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss
als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen
aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist,
und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von
der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen
wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den
bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang
steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht
und die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen
Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken
wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung
des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von dem
gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden
sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die
Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt
des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der
Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens‑,
Finanz‑ und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts
mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das
von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den
von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehen wir dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Deggendorf, 28. Juni 2024
Dr. Kittl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Karl Schröder
|
Andreas Schwarzhuber
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Wirtschaftsprüfer
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Wirtschaftsprüfer
|
|