JESCHKE MULANSKY Treuhandgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Kunath seit 10.11.2016 | Geschäftsführer |
Antje Gollnick seit 19.8.2013 | Geschäftsführer |
Stefan Ruthenberg seit 8.3.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 70.00% | |
| 20.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
mindline GmbH Institut für Kommunikations- und MarketingforschungHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Amtsgericht Hamburg, HRB 83042Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen wurde teilweise Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird aufgestellt nach dem Gesamtkostenverfahren. Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, sind im Anhang zu finden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aus dem Jahresabschluss des Vorjahres wurden mit folgender Ausnahme unverändert übernommen.
AKTIVSEITE Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear über die erwartete Nutzungsdauer von drei bis dreizehn Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer angesetzt. Dabei werden die Zugänge pro rata temporis linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis einschließlich EUR 800 werden entsprechend den steuerlichen Möglichkeiten gemäß § 254 HGB i. V. m. § 6 Abs. 2 EStG abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr (Brutto-Anlagenspiegel) sind im Anschluss dargestellt. Entwicklung des Anlagevermögens
Umlaufvermögen Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten eingerechnet. Zinsen für Fremdkapital werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen werden retrograd ausgehend von dem geplanten Rohergebnis unter Anwendung des bis zum Bilanzstichtag erreichten Fertigstellungsgrades sowie unter Abzug eines Abschlags für Gewinn und Vertriebskosten bewertet. Der Abschlag beträgt 15% des Rohergebnisses (Vorjahr: 5%). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen. Forderungen in fremder Währung werden mit dem Kurs für den Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Sie werden gegebenenfalls mit dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Sämtliche Forderungen im Umlaufvermögen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Von den sonstigen Vermögensgegenständen entfällt ein Teilbetrag von TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 106) auf Steuern. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen TEUR 527 (Vorjahr: TEUR 1) auf solche aus Lieferungen und Leistungen. PASSIVSEITE Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag EUR 50.000,00. Rückstellungen Rückstellungen werden zu den Beträgen erfasst, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung anzusetzen sind. Die sonstigen Rückstellungen entfallen insbesondere auf Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (TEUR 165; Vorjahr: TEUR 173), gegenüber Dritten (TEUR 33; Vorjahr: TEUR 0) sowie gegenüber Sozialversicherungsträgern (TEUR 13; Vorjahr: TEUR 31). Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zu Erfüllungsbeträgen erfasst. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs für den Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Sie werden gegebenenfalls mit dem niedrigeren Devisenkassakurs am Bilanzstichtag angesetzt. Folgende Übersicht stellt die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten dar:
Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1) und auf Verbindlichkeiten aus Steuern TEUR 376 (Vorjahr: TEUR 361). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 214 (Vorjahr: TEUR 0) auf solche aus Lieferungen und Leistungen. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Von den sonstigen betrieblichen Erträgen entfällt ein Teilbetrag von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 0) auf die Auflösung von Rückstellungen und ein Teilbetrag von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 0) auf die Auflösung von Verbindlichkeiten. Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfällt ein Teilbetrag von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 76) auf Abschreibungen auf Forderungen. Aufwendung für Altersversorgung Von den Personalaufwendungen entfallen auf Altersversorgung TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 85). Zinsertrag und -aufwand verbundene Unternehmen und Gesellschafter Von den Zinserträgen entfallen auf verbundene Unternehmen TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 18) und auf Gesellschafter TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 3). Darlehensforderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschafter werden marktüblich verzinst. Von den Zinsaufwendungen entfallen auf verbundene Unternehmen TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0) und auf Gesellschafter TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 8). Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschafter werden marktüblich verzinst. SONSTIGE PFLICHTANGABEN Sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen finanzieller Art, die nicht aus der Bilanz hervorgehen und für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung sind (§ 285 Nr. 3 HGB), bestehen wie folgt:
Mitarbeiter 2023 wurden durchschnittlich 88 Arbeitnehmer (Angestellte) im Unternehmen beschäftigt. Ferner waren drei Geschäftsführer beschäftigt. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, das Jahresergebnis in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäftsführer Jeweils alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der mindline GmbH Institut für Kommunikations- und Marketingforschung waren im Berichtsjahr:
Von der Darstellung der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird im Berichtsjahr unter Bezug auf § 286 Absatz 4 HGB abgesehen. Zum Bilanzstichtag bestanden Darlehen an Mitglieder der Geschäftsführung von insgesamt TEUR 134 (Vorjahr TEUR 220). Die Darlehen werden mit 2% p.a. verzinst und regelmäßig getilgt. Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB Die Unternehmen, an denen die mindline GmbH Institut für Kommunikations- und Marketingforschung wesentliche Beteiligungen hält, sind aus der folgenden Übersicht ersichtlich:
1 31.12.2022
Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ereignet.
Hamburg, den 26. Februar 2024 Antje Gollnick Jörg Kunath Stefan Ruthenberg Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Wirtschaftsbericht 1.1. Geschäftstätigkeit Die Geschäftstätigkeit der mindline GmbH Institut für Kommunikations- und Marketingforschung (nachfolgend auch: mindline) besteht in der Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Markt- und Meinungsforschung. Die mindline führt hierbei komplexe Primärforschung mithilfe anerkannter quantitativer und qualitativer Methoden der empirischen Sozialforschung durch, die bei Bedarf angereichert werden mit allgemein zugänglichen Sekundärdaten. Dabei ist die mindline ein sogenanntes Full Service-Institut. Sie bietet für ihre Kunden sämtliche Leistungen zur Entscheidungsfindung aus einer Hand. Im Einzelnen sind das die Bestimmung des Informationsbedarfes, die Auswahl der Untersuchungsmethoden, die Erhebung, die Verarbeitung und die Auswertung der Daten bis hin zur Ergebnispräsentation. Die Kunden der Gesellschaft sind überwiegend Unternehmen aus der Konsumgüterproduktion, der Telekommunikation, der Textilindustrie, der Lebensmittelindustrie, der Süßwarenindustrie und des Handels. Des Weiteren verfolgt die mindline das strategische Ziel, über spezialisierte Tochterunternehmen weitere Branchen bedienen zu können. So wurde frühzeitig die mindline energy GmbH und mindline media GmbH gegründet, deren Schwerpunkte auf Marktforschung im Energiebereich bzw. Medienbereich liegen. Die mindline finance GmbH erweiterte das Marktforschungsangebot für die Bereiche Banken und Versicherer. Mit der Gründung der mindline healthcare GmbH Ende 2023 wird das Marktforschungsportfolio auch im Bereich Gesundheitswesen erweitert. Auch im Bereich der qualitativen Marktforschung und im Umgang mit komplexen Techniken hat die mindline ein Angebot aufzuweisen. Das Tochterunternehmen mindline explore GmbH ist ein Spezialist im Bereich der qualitativen Marktforschung. Die mindline analytics GmbH wird für komplexe technische Aufgaben herangezogen. Dies sind bspw. die Entwicklung und fortwährende Optimierung von Analyse-Tools, die intelligente Verdichtung und Nutzbarmachung umfangreicher Datensätze sowie die technische Unterstützung komplexer Forschungsprozesse. 1.2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft blieb in 2023 trotz anhaltender Krisen wie dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und dem Nahostkonflikt zwischen Israelis und Palästinensern sehr robust. Das Wachstum gegenüber dem Vorjahr betrug weltweit 3,1% in 2023. 1 Damit lag das Wachstum auf ähnlichem Niveau wie in 2022 (3,2%). Das Wachstum in 2023 war wieder stark durch die Schwellenländer geprägt - allen voran China mit 5,2% und Indien mit 6,7%. Die Industrienationen wuchsen mit insgesamt 1,6% und waren dabei stark getrieben durch die 2,5% Wachstumsrate der USA. Die Eurozone wuchs dabei nur mit 0,5% - dabei schrumpfte Deutschland als Schlusslicht mit -0,3%. Die Inflation im Euroraum betrug insgesamt 2,8% - dabei verteuerten sich Lebensmittel mit 5,7% während die Energiepreise um 6,3% fielen. Für die Eurozone wird in 2024 insbesondere wegen weiter fallender Energiepreise von einer sinkenden Inflation ausgegangen. Der IWF geht wegen der dadurch steigenden Reallöhne von einem steigenden Konsum des privaten Sektors aus, welches maßgeblich für das Wachstum in 2024 verantwortlich sein wird. So wurden zwar die Schätzungen zum Wachstum im Vergleich zu früheren Schätzungen weiter nach unten korrigiert - jedoch liegen die Wachstumsaussichten weiter über den Werten für 2023. Demnach liegen die Wachstumsraten für die Eurozone in 2024 bei 0,9% und für 2025 bei 1,7%. Für Deutschland gehen die Schätzungen des IWF davon aus, dass nach dem Rückgang des BIP in 2023 um -0,3% im laufenden Jahr 2024 mit 0,5% ein leichtes Wachstum stattfinden wird. In 2025 geht der IWF von einer weiteren Erholung aus - das Wachstum wird mit 1,6% erwartet und liegt damit nahezu beim Durchschnittswert der Eurozone (1,7%). Die Berechnungen des IWF fanden dabei jedoch im Januar 2024 statt. Neuere Prognosen aus dem März 2024 sehen die Entwicklung bereits pessimistischer für das laufende Jahr. So reduzieren bereits mehrere Wirtschaftsinstitute ihre Prognosen - beispielsweise schätzt die Bundesregierung im März 2024 nur noch ein Wachstum von 0,2% für das laufende Jahr bzw. 1,0% für das Jahr 2025, das IfW: Institut für Weltwirtschaft Kiel senkt sogar die Prognosen auf 0,1% für 2024 bzw. 1,2% für 2025. 2
1
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/03/10-globalewachstumsperspektive.html
Der deutsche Markt für Markt- und Meinungsforschung ist sehr heterogen. Er ist charakterisiert durch wenige große und eine Vielzahl von sehr kleinen Marktteilnehmern. Der Markt entwickelte sich seit Jahren rückläufig. Konnte sich der Markt in 2021 und 2022 zwischenzeitlich noch leicht erholen, gab er in 2023 erneut nach. Die Top 50 der Marktforschungsunternehmen in Deutschland, welche nahezu den Gesamtmarkt repräsentieren, wiesen in 2023 zusammen mit 1,67 Mrd. EUR Jahresumsatz einen Rückgang von 4% gegenüber dem Vorjahr aus (1,74 Mrd. EUR in 2022) . Die Gruppe der 25 umsatzstärksten Unternehmen - welche ca. 95% dieses Gesamtmarktes entsprechen determinieren diese Richtung nahezu vollständig. Lag der Umsatz innerhalb dieser Gruppe in 2022 noch bei 1,65 Mrd. EUR, reduzierte sich dieser in 2023 um ca. 4,2% auf 1,58 Mrd. Der Marktführer GfK gehört mittlerweile zur Nielsen IQ-Gruppe, nachdem kartellrechtliche Auflagen im Vorfeld den Verkauf von Teilen an einen anderen Marktteilnehmer notwendig werden ließen. So erwarb das britische Marktforschungsinstitut YouGov den europäischen Kunden-Panel der GfK, was den Weg für den Zusammenschluss mit NielsenIQ dann frei machte. In 2023 erreichten der ehemalige GfK-Teil geschätzt einen Umsatz von 950 Mio. EUR, was einem Rückgang von 20 Mio. EUR bzw. -2,1% entspricht. Die Bedeutung der deutschen GfK- NielsenIQ ist dabei nach wie vor erheblich - erwirtschaftet dieses Unternehmen nach wie vor mehr Umsatz als alle weiteren Unternehmen im deutschen Markt zusammen. In diesem Umfeld hielt die gesamte mindline-Gruppe ihr Umsatzniveau aus dem Vorjahr von ca. 22 Mio. EUR. Damit belegt die mindline-Gruppe in 2023 Platz 7 (Vorjahr Platz 9) der umsatzstärksten Marktforschungsunternehmen in Deutschland. 3 1.3. Geschäftsverlauf 2023 haben wir kräftig ins Finanzanlagevermögen investiert: Durch die Gründung der Tochtergesellschaft mindline healthcare haben wir unsere Aktivitäten auf den Gesundheitsmarkt ausgeweitet; verschiedene Darlehen wurden erhöht oder neu ausgereicht, um die Stellung unserer Tochterunternehmen zu festigen. Stichtagsbedingt sind die Forderungen zum Jahresende stark gestiegen und die liquiden Bankbestände gesunken. Im Verlauf des Jahres 2024 hat sich diese Entwicklung wieder relativeiert. Die Zuwächse im Finanzanlagevermögen, beim Vorratsvermögen (unfertige Leistungen) und bei den Forderungen waren insgesamt stärker als die Verringerung der liquiden Mittel. Die Bilanzsumme legte mithin um TEUR 207 oder 2,7% zu. Das Anlagevermögen macht Ende 2023 fast 40% des Vermögens aus nach knapp 25% im Vorjahr. Das Umlaufvermögen entwickelte sich spiegelbildlich. Weil es 2023 keine Ausschüttungen gab, erhöhte sich das Eigenkapital um TEUR 478 und macht bei gleichzeitig steigender Bilanzsumme nun deutlich mehr als 40% des Vermögens aus und deckt das Anlagevermögen deutlich. Bankverbindlichkeiten wurden weiter getilgt. Langfristige Verbindlichkeiten und das Eigenkapital übersteigen das Anlagevermögen trotz dessen Zuwachs noch immer. 2023 wurde die Liquidität strapaziert. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit entstand trotz hohem Jahresüberschuss ein Liquiditätsbedarf von fast EUR 1,5 Mio., da hohe Zuwächse im Umlaufvermögen (Forderungen, Vorräte) zu finanzieren waren. Die zusätzlichen Darlehensfinanzierungen im Finanzanlagevermögen führten - trotz Tilgungen - zu einem zusätzlichem Cashflow-Bedarf aus der Investitionstätigkeit von etwa 1,3 Mio EUR. Etwas mehr als TEUR 200 waren schließlich für die Tilgung eigener Bankdarlehen aufzuwenden. Der - trotz allem immer noch positive - Liquiditätsbestand sank vor diesem Hintergrund TEUR 3.298 um TEUR 3.005 auf TEUR 294. Die Gesellschaft konnte in 2023 das Vorjahresniveau der erbrachten Leistung nicht ganz erreichen. Dabei nahm die Gesamtleistung um TEUR 249 auf 12,9 Mio. EUR (- 1,9%) gegenüber dem Vorjahr ab. Die angestrebten Ziele in der Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2023 wurden erreicht. Insbesondere die Profitabilität stieg. Insbesondere die Personalaufwendungen sanken in 2023 um 0,1 Mio. EUR auf 5,4 Mio. EUR. Dies zusammen mit weiteren Einsparungen im Bereich der Infrastrukturkosten ließen das Jahresergebnis von 0,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 0,5 Mio. EUR in 2023 ansteigen. 1.4. Personal In 2023 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 88 Mitarbeiter, davon 8 Mitarbeiter in der Niederlassung Berlin. Es handelte sich ausschließlich um kaufmännische Arbeitnehmer. Gesundheits- und Arbeitsschutz sind organisatorisch fest in die Abläufe eingebunden. Vorgesetzte und Mitarbeiter werden regelmäßig geschult und unterwiesen. Die Entlohnung erfolgt gemäß betrieblicher Übung unter Berücksichtigung von Betriebszugehörigkeit und Qualifikation. Die Gesellschaft hat sich keinem Tarifvertrag angeschlossen. 2. Prognose- sowie Risiko- und Chancenbericht 2.1 Prognosebericht Die Gesellschaft hat für 2024 bisher einen ähnlich hohen Auftragseingang wie im Vorjahreszeitraum. Dies wertet die Geschäftsführung in einem leicht rückläufigen Markt gepaart mit der momentan negativen wirtschaftlichen Grundstimmung als Erfolg. Aufgrund der eher negativen wirtschaftlichen Lage besteht nach wie vor ein Einsparungsdruck bei bestehenden Kunden. Daraus resultiert eine Tendenz zur Durchführung von Projekten im kleineren Umfang verbunden mit höheren durchschnittlichen Umsatzkosten. Das sehr gute Ergebnisniveau des Berichtsjahres wird voraussichtlich in 2024 nicht vollumfänglich erreicht. Hinsichtlich Profitabilität rechnet die Gesellschaft daher in 2024 mit einem positiven Ergebnis, welches jedoch geringer als das Ergebnis des Berichtsjahres erwartet wird. 2.2 Risikobericht Die konjunkturelle Lage in Deutschland und Europa hat sich in den letzten Monaten deutlich verschlechtert. Gegenüber Schätzungen aus dem Herbst 2023 und März 2024 gingen die Wachstumsaussichten um 1,1% für 2024 bei der Bundesregierung nach unten. Auch die meisten Wirtschaftsinstitute haben ihre Wachstumsaussichten um ähnliche Werte nach unten korrigiert. Dieser Rückgang innerhalb eines so kurzen Zeitraumes ist besorgniserregend insbesondere, weil weiter nachlassende Energiepreise und Lieferketten-Normalisierungen die Inflation weiter senken und so eigentlich positive Impulse zu erwarten wären. Die Verunsicherungen in der Gesellschaft bleiben hoch, was nach wie vor zur Zurückhaltung in der Wirtschaft beiträgt. Es bestehen in Deutschland weiterhin Stabilitätssorgen aufgrund des anhaltenden russischen Angriffskrieges in der Ukraine sowie aufgrund des neu hinzugekommenen Nahostkonflikts. Aber auch Probleme innerhalb unserer Ampel-Regierung behindern die notwendige Vertrauensbildung und wirken damit zusätzlich hemmend auf die Wirtschaft unseres Landes. Wurden im letzten Jahr die konjunkturellen Risiken bei unserer Gesellschaft noch als gering eingestuft, bewertet wir diese Risiken insgesamt aktuell etwas höher und stufen diese als mittleres Risiko ein. Marktrisiken Die mindline schätzt das vom Absatzmarkt ausgehende Risiko zurzeit als mittelhoch ein. Dies ist eine leichte Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr. Die rückläufige Inflation hellt die Wirtschaft nicht - wie noch vor einiger Zeit erwartet - stark genug auf. Die Unsicherheiten aus den beiden oben erwähnten geopolitischen Krisenherden kombiniert mit der innenpolitischen Schwäche wiegen zurzeit stärker, was unserer Einschätzung mittelfristig nach wie vor Risiken birgt. Die pandemiebedingten Veränderungen in den aufbau- und ablauforganisatorischen Prozessen bei der mindline schätzen wir weiterhin als nachhaltig ein. Die Einschätzungen zu den strategischen Marktrisiken haben sich gegenüber dem Vorjahr leicht verschlechtert - da der Markt für Marktforschung in 2023 nach 2 stabilisierenden Jahren 2022 und 2021 wieder nachgab und die Aussichten keine wesentliche Trendumkehr erwarten lassen. Im Markt ging - wie oben erwähnt - der Konsolidierungsprozess weiter voran. Im Sommer 2023 verkaufte die GfK den europäischen Konsumenten-Panel an die britische Marktforschungsfirma YouGov. Der Verkauf dieser Sparte an einem unabhängigen Marktteilnehmer war kartellrechtliche Auflage für den Zusammenschluss von Nielsen IQ mit der GfK. 4 In einem insgesamt eher stagnierenden Markt würden langfristige Kostenvorteile aus solchen Zusammenschlüssen entstehen, die Preisdruck im Markt ausüben. Die Marktforschung unterliegt Veränderungsprozessen, bei denen das Risiko sich beschleunigender Änderungsdynamiken besteht. Das in den letzten Jahren zunehmende Insourcing von Markforschungsleistungen setzt sich fort. Die sogenannte "do it yourself"-Marktforschung (DIY-Marktforschung), bei dem Unternehmen selbst mit Hilfe von Softwaretools Aussagen aus Daten generieren, erweist sich in der Praxis zunehmend als problematisch, was die Qualität der Aussagen angeht. Je komplexer die Themengebiete werden, desto mehr braucht es fachliche Unterstützung bei der Interpretation von Daten. Tendenzen am Markt zeigen, dass zu dem DIY zusätzliche Marktforschungsleistungen als Hybrid-Lösung benötigt werden. Diese Kombination ist auch als DIT-Marktforschung - do it together - bekannt. Die mindline- Gruppe ist hier gut aufgestellt und besitzt mit der selbst entwickelten Software "smoove" in Kombination mit starkem Marktforschungs-Knowhow Lösungen für diesen Bereich. Eine weitere starke Entwicklung erfährt die Mitarbeiterbefragung in Unternehmen. Grund hierfür ist das zunehmende Erkennen von Unternehmen, dass die Verringerung der Fluktuation von qualifiziert ausgebildetem Personal zu einen der wichtigsten Aufgaben wird, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Abwandern von Mitarbeitern - insbesondere in einem momentan angespannten Personalmarkt - kostet den Unternehmen viel Geld und drückt negativ auf die Qualität ihrer Leistungen. Die mindline bietet auch hierfür eine Lösung am Markt an. Finanzielle Risiken Die Liquidität des Unternehmens kann für die Jahre 2024 und 2025 als gesichert angesehen werden. Auch für die Folgejahre bestehen zur jetzigen Zeit keine finanziellen Risiken für die Gesellschaft. Von der Gesellschaft werden folgende Finanzinstrumente eingesetzt: reverse Factoring mit Großkunden, Kontokorrentkredite von Geschäftsbanken, mittelfristiges Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau im Rahmen der COVID-19-Hilfsprogramme, langfristige Gesellschafterdarlehen sowie einzelne kurzfristige Firmendarlehen. Weiterhin besitzt die Gesellschaft eine solide Eigenkapitalquote. Kurssicherungsmaßnahmen wurden nicht vorgenommen, da Zahlungsströme in Fremdwährungen bislang für das Unternehmen keine wesentliche Rolle spielen. Personelle Risiken Wie bei vielen Dienstleistungsunternehmen hängt der Erfolg von mindline stark davon ab, qualifiziertes Personal zu finden und an sich zu binden. Verliert das Unternehmen Personal in Schlüsselfunktionen, besteht die Gefahr, dass Planungsziele nicht erreicht werden können. mindline ist es bislang gelungen, die wesentlichen Mitarbeiter im kaufmännischen Bereich im Unternehmen zu halten. Jedoch ist es - wie für viele Unternehmen - schwieriger geworden, Fachkräfte zu finden und zu binden. Die personellen Risiken werden somit als moderat eingeschätzt. 2.3 Chancenbericht Die Gesellschaft sieht sich durch ihr umfassendes Knowhow im quantitativen, qualitativen sowie im immer wichtiger werdenden technisch unterstützenden Bereich marktseitig sehr gut aufgestellt, um sich mittel- bis langfristig als Dienstleister weiter zu behaupten und noch weitere Geschäftsfelder zu erschließen. Das Erkennen von Veränderungen im Markt begegnet die Gesellschaft mit der Überprüfung und Erweiterung ihres Produktportfolios - so sind die oben erwähnten Entwicklungen der Produkte in den Bereichen DIT-Marktforschung und Mitarbeiterbefragungen Beispiele dafür, um auch zukünftig gut aufgestellt zu sein. Auch der hohe Anteil von Mitarbeitern mit langer Berufserfahrung in Schlüsselpositionen, die ständige Bereitschaft neue Tendenzen am Markt zu erkennen stellt für die Gesellschaft eine Chance dar. Als Mittelständler können wir darüber hinaus flexibel und zeitnah auf neue Situationen reagieren.
Hamburg, den 3. März 2024 Die Geschäftsführer Stefan Ruthenberg Antje Gollnick Jörg Kunath Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: An die mindline GmbH Institut für Kommunikations- und Marketingforschung Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der mindline GmbH Institut für Kommunikations- und Marketingforschung - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der mindline GmbH Institut für Kommunikations- und Marketingforschung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Hamburg, den 17. Mai 2024 Dr. Dröge, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 07. Juni 2024. Das Ergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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