WPG German Holdco GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Renate Schmidt-Bonsack seit 20.3.2024 | Prokura |
Maximilian Bandel seit 4.7.2023 | Geschäftsführer |
Patrick van Laer seit 4.7.2023 | Prokura |
Matteo Storchi seit 28.12.2021 | Geschäftsführer |
Norbert Fielenbach seit 21.1.2010 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Comer Industries S.P.A. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Walterscheid GmbHLohmarJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20221. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell Die Walterscheid GmbH ist eine 100%-ige Tochter der WPG German HoldCo GmbH in Lohmar und hat ihren Standort ebenfalls im nordrheinwestfälischen Lohmar. Die Walterscheid Powertrain Group (WPG), in welche die Gesellschaft WPG German HoldCo GmbH integriert ist, wurde mit Wirkung zum 01.12.2021 von Comer Industries S.p.A. gekauft. Comer Industries S.p.A., der neue Mehrheitseigentümer der WPG, hat seinen Sitz in Reggiolo, Italien, und ist an der Mailänder Börse gelistet. Die Walterscheid GmbH ist in einen Ergebnisabführungsvertrag mit der WPG German HoldCo GmbH eingebunden. Die Walterscheid GmbH ist ein Hersteller von Gelenkwellen, hauptsächlich für die Landmaschinenindustrie. Weitere Eigenfertigungsprodukte sind Dreipunktkuppler für Front- und Heckanbau an Traktoren und Kuppelsysteme für Traktoranhänger. Hauptabnehmer sind regionale und globale Hersteller der Landmaschinen- und Traktorenindustrie. Ein kleiner Teil des Absatzes im Ersatzteilbedarf wird über verbundene Service-Schwesterunternehmen vertrieben. Die Hauptabsatzmärkte der Gesellschaft sind Europa , Nord- und Südamerika. 1.2. Forschung und Entwicklung Der Schwerpunkt der Aktivitäten der Walterscheid GmbH im Bereich Gelenkwelle lag auf Kundenprojekten und Neuentwicklungen. Damit war die Walterscheid GmbH bei Kundenprojekten als kompetenter Systempartner im Bereich Vorsatz-, Pressen- und Schwaderantriebe von der Projektierung bis zur Serienführung gefragt. Im Bereich Traktoranbausysteme waren die Schwerpunkte auf Kundenprojekte, speziell auch Plattformprojekte, gerichtet. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wurden in enger Abstimmung mit der Walterscheid Powertrain Group (WPG) durchgeführt. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2022 4,4 Mio. EUR (Vorjahr 4,9 Mio. EUR) für Forschung und Entwicklung bei der Walterscheid GmbH aufgewendet. Die Gesellschaft beschäftigt insgesamt 36 (Vorjahr 38) Mitarbeiter im Bereich der Forschung und Entwicklung. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2022 ist das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um 1,9% gegenüber dem Vorjahr gestiegen 1. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 gut behaupten. Das BIP 2022 war im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, um 0,7% höher. Die Entwicklung der Landtechnikindustrie ist maßgebend für den Business Stream "Agriculture", weshalb der Geschäftsklima-Index CEMA für die Walterscheid GmbH relevant ist. Der Index der CEMA war seit 2020 stetig gestiegen und hatte sich in 2021 zunächst auf einem hohen Level stabilisiert, bevor er dann im Sommer 2022 erst eine Seitwärtsbewegung zeigte und sich im Herbst/Winter gut erholt hatte und bei 30 Punkten im Dezember abschloss 2.
1
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html
2.2. Geschäftsverlauf Die Umsatzerlöse der Walterscheid GmbH stammen aus der Herstellung und dem Verkauf, sowie der Entwicklung von Gelenkwellen und Traktoranbausystemen für die Landmaschinenindustrie. Die Gesamtumsatzentwicklung der Gesellschaft folgte dem allgemein steigenden Markttrend in der Landtechnikbranche. So war im abgelaufenen Geschäftsjahr ein deutlicher Anstieg der Umsatzerlöse auf 197,2 Mio. EUR (+14,6% im Vergleich zum Vorjahr mit 172,0 Mio. EUR) zu verzeichnen. Im Ersatz- und Nachrüstungsgeschäft belief sich der Umsatz im Jahr 2022 auf 22,9 Mio. EUR und war damit 0,91% niedriger als im Vorjahr (23,1 Mio. EUR). Die für die Gesellschaft typische saisonale Jahresumsatzverteilung der Umsatzerlöse brachte mit 52,3% und 103,2 Mio. EUR ein stärkeres erstes Halbjahr, gefolgt von 47,7% und 94,0 Mio. EUR im zweiten Halbjahr, hervor. Im gesamten Geschäftsjahr wurde der SIOP Prozess (Sales Inventory Operations Planning) angewendet. Basierend auf einer vorausschauenden Kundenbedarfsanalyse wurden frühzeitig Schwankungen identifiziert und die Kapazitäten des Werkes zeitnah angepasst. Im Ergebnis konnten im Geschäftsjahr erfolgreich die Materialbeschaffung und die Produktionskapazität den im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegenen Kundenbedürfnissen angepasst werden und damit die termingerechte Belieferung der Kunden sichergestellt werden. Auch im Jahr 2022 wurde weiterhin verstärkt an der Umsetzung der Strategie für den Standort gearbeitet, die Investitionen in Kerntechnologien sowie den strategischen Aufbau von Lieferanten vorsieht. Ebenso ist in 2022 die Investitionsstrategie weitergeführt und die gestarteten Projekte aus 2021 sind weitergeführt worden. Insgesamt kann das Geschäftsjahr auf der Umsatzseite als erneut überaus erfolgreich eingestuft werden. Im Zuge des branchenüblichen Aufschwungs konnte die signifikant gestiegene Kundennachfrage, trotz der gestiegenen Herausforderungen im Marktumfeld, termingerecht befriedigt werden. Es ist aber auch zu erkennen, dass die Kompensierung der inflationären Entwicklungen, hauptsächlich in dem Bereich Material, einen Mehrjahreszeitraum benötigen wird. 2.3. Ertragslage Die Umsatzerlöse stiegen auf 197,2 Mio. EUR und bedeuten einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 25,2 Mio. EUR (+ 14,6%). Die Gesamtleistung erhöhte sich um 21,2 Mio. EUR gegenüber dem Jahr 2021 (175,4 Mio. EUR) auf 196,5 Mio. EUR. Die Gesamtleistung wurde durch den leichten Bestandsabbau an unfertigen Erzeugnissen von 0,7 Mio. EUR beeinträchtigt. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr (11,6 Mio. EUR) um 4,2 Mio. EUR auf 15,9 Mio. EUR gestiegen. Grund dafür sind hauptsächlich die Erträge aus Weiterbelastungen innerhalb der Gruppe von 12,0 Mio. EUR. Die Weiterbelastungen umfassen vornehmlich IT- und Managementaufwendungen sowie Projekt- und Beratungskosten. Der Materialeinsatz, gemessen an der Gesamtleistung n Umsatzerlösen, lag begründet im Kunden- und Artikelmix sowie aufgrund steigender Materialpreise bei 52,9%, damit um ca. 2 Prozentpunkte über dem Vorjahr (51,0%). Der Personalaufwand ist von insgesamt 65,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 68,9 Mio. EUR, demnach um 3,0 Mio. EUR, gestiegen. Maßgeblich für die Erhöhung sind die zusätzlichen Aufwendungen zur Altersvorsorge. Im Jahr 2022 entsprachen sie 13,01 Mio. EUR und stiegen demnach um 4,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr 8,4 Mio. EUR). Die Aufwendungen sind beeinflusst durch eine Reduktion des Marktzinssatzes auf 1,79% (Vorjahr 1,87%) und dem inflationsbeeinträchtigten Rententrend, der mit 2,25% berücksichtigt wurde (Vorjahr 1,75%). Die Personalaufwandsquote hingegen verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Prozentpunkte auf 34,9% (38,3% in 2021). Die Abschreibungen blieben in Etwa auf dem Vorjahresniveau. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen war ein Anstieg von 6,1 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr auf 24,2 Mio. EUR zu verzeichnen (Vorjahr 18,1 Mio. EUR). Diese resultieren aus Beratungs- und IT-Fremdleistungsaufwendungen verbunden unteranderem mit dem SAP-Implementierungsprojekt und der Zuführung zu Garantierückstellungen in Höhe von 3,4 Mio. EUR. Die Steueraufwendungen in Höhe vom ca. 60 TEUR betreffen gezahlte Quellensteuern in Brasilien für die Erträge aus Weiterbelastungen an die brasilianische Schwesterngesellschaft. Das Jahr 2022 war für die Branche der Landtechnik in Deutschland ein weiteres Rekordjahr und stieg um 2,3 Mrd. EUR gegenüber 2021 auf einen Umsatz von 16,8Mrd. EUR an. Der Umsatzanstieg übertraf mit fast 15% gegenüber dem Vorjahr die geplanten 11%. Das operative Ergebnis der Gesellschaft war mit 11,8 Mio. EUR stabil im positiven Bereich und deutlich besser als Vorjahr (Vorjahr 10,0 Mio. EUR, bzw. +1,8 Mio. EUR). Das Jahresergebnis vor Steuern und Gewinnabführung war mit 10,2 Mio. EUR positiv (Vorjahr +8,1 Mio. EUR). Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wurde der Gewinn von 9,6 Mio. EUR (Vorjahr 6,2 Mio. EUR) abgeführt. Die Eigenkapitalrendite stieg von 21,0% im Vorjahr auf 32,5% im Jahr 2022. Die Gesamtkapitalrendite stieg auf 6,4% gegenüber dem Vorjahr 4,6%. 2.4. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug 178,2 Mio. EUR und lag damit 0,3 Mio. EUR unter dem Vorjahr. Das Anlagevermögen stieg um 0,1 Mio. EUR auf 63,4 Mio. EUR leicht an (Vorjahr 63,3 Mio. EUR) und stellt 35,6% des Gesamtvermögens dar (Vorjahr 35,5%). Die Finanzanlagen sind aufgrund eines Beteiligungserwerbes um 0,6 Mio. EUR gestiegen. Das Umlaufvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mio. EUR gesunken. Die Vorräte sind um 1,9 Mio. EUR auf 29,7 Mio. EUR (Vorjahr 27,8 Mio. EUR) bedingt durch die gute Auftragslage gestiegen. Die Forderungen sind insgesamt um 2,3 Mio. EUR auf 84,9 Mio. EUR (Vorjahr 87,2 Mio. EUR) gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hingegen sind um 4,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr auf 17,2 Mio. EUR gestiegen und vornehmlich dem Umsatzzuwachs geschuldet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 6,7 Mio. EUR auf 64,8 Mio. EUR (Vorjahr 71,5 Mio. EUR) gesunken. Verantwortlich hierfür war die Verrechnung des abzuführenden Gewinns des aktuellen Jahres und des Vorjahres. Das Eigenkapital entsprach dem Vorjahreswert von 29,4 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote entspricht bei, gegenüber 2021, unverändertem Eigenkapitalstand und fast unveränderter Bilanzsumme (178,2 Mio. EUR gegenüber 178,5 Mio. EUR 2021) wie im Vorjahr 16,5%. Die Verbindlichkeiten sind um 9,7 Mio. EUR auf 23,6 Mio. EUR (Vorjahr 33,3 Mio. EUR) gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen auf Grund der stark gestiegenen Bezugspreise für Rohstoffe um 3,4 Mio. EUR auf 19,4 Mio. EUR (Vorjahr 16,0 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 13,0 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR gesunken (Vorjahr 15,5 Mio. EUR) aufgrund der Rückzahlung eines Darlehens einerseits und der Verrechnung der Gewinnabführung aus dem Vorjahr. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 11,3 Mio. EUR auf 108,0 Mio. EUR. Grund hierfür sind Rentenanpassungen und der niedrigere Diskontierungszins. Die sonstigen Rückstellungen entsprachen mit 17,1 Mio. EUR dem Vorjahreswert und resultierten hauptsächlich aus der zu erwartenden Konzernumlage. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt aus Eigen- und Konzernmitteln, über das konzernweite Cash-Pool-Verfahren mit täglichem Clearing. Das Cash-Pool-Verfahren ist an Kreditrahmen der Walterscheid Powertrain Group gekoppelt, wodurch positive Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit in gleicher Höhe die Inanspruchnahme des Kreditrahmens reduzieren. Das Cash-Pool-Guthaben entsprach zum Ende des Jahres 8,7 Mio. EUR. Der vereinfacht ermittelte Cashflow (Jahresergebnis vor Gewinnabführung zuzüglich Abschreibungen) beträgt 13,0 Mio. EUR (Vorjahr 9,1 Mio. EUR). Das entspricht einer Verbesserung von 33,5% gegenüber 2021 und ist Zeichen der wirtschaftlichen Stabilität und Finanzierungskraft. Das Investitionsvolumen der Gesellschaft lag im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 3,5 Mio. EUR (Vorjahr 5,7 Mio. EUR) hinter dem Vorjahr. Wichtige Investitionen waren:
2.5. Nicht-finanzielle KPIs (Key Performance Indicator) Neben den unter Punkt 2.1. bis 2.6. genannten Kennzahlen verwendet das Unternehmen eine Vielzahl weiterer Kennzahlen zur Steuerung. • Personal Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl (ohne Auszubildende und Geschäftsführung) betrug in 2022 insgesamt 700 Mitarbeiter (Vorjahr 657). Die Gesamtzahl der Mitarbeiter unterteilte sich in 158 Angestellte (Vorjahr 160) und 542 gewerbliche Mitarbeiter (Vorjahr 497). Die Zahl der Auszubildenden reduzierte sich im Jahresschnitt leicht auf 24 (Vorjahr 27). Darüber hinaus wurden durchschnittlich 41 Leiharbeitskräfte (Vorjahr 47) beschäftigt. • Aus- und Fortbildung Die Aus- und Fortbildung hat bei der Walterscheid GmbH einen hohen Stellenwert. Die durchschnittliche Zahle der Auszubildenden ist mit 24 in 2022 auf etwa gleicher Höhe wie in 2021 (27). In 2022 wurden wie auch in den Vorjahren, interne Schulungen und die Teilnahme an externen Lehrgängen den Mitarbeitern angeboten. • Arbeitssicherheit / Energie und Umweltschutz Die Entwicklung im Bereich Arbeitssicherheit stellt sich anhand der Kennzahlen Accident Frequency Rate (AFR - Anzahl der Unfälle bezogen auf 1000 Mitarbeiter) und der Accident Severity Rate (ASR - Anzahl der Ausfalltage durch Unfälle bezogen auf 1000 Mitarbeiter) wie folgt dar und ist mit 12 Unfällen (Vorjahr 13) und 90 Ausfalltagen durch Unfälle (Vorjahr 99 Tage) gegenüber dem Vorjahr gesunken und auf einem normalen Niveau.
Zur Verbesserung der Arbeitssicherheit wurden über die gesetzlich geforderten Maßnahmen hinaus zahlreiche Konzern- und standorteigene Programm umgesetzt. So fanden neben den Unterweisungen der Mitarbeiter, der Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilungen und der Durchführung vierteljährlicher Arbeitsschutzausschusssitzungen (ASA) regelmäßige Begehungen sowie umfangreiche interne und externe Audits statt. Das Meldewesen für Kleinstverletzungen und Beinaheunfälle wurde weiter verbessert und konsequent angewendet. • Qualitätsmanagement Ein weiterer wichtiger Punkt für den Geschäftserfolg ist das Qualitätsmanagement. Durch interne Audits wird die Angemessenheit der Unternehmenspolitik bewertet, um Schwachstellen in Geschäftsprozessen zu erkennen, zu dokumentieren und permanent zu verbessern. Die Walterscheid GmbH stützt sich auf ein integriertes Managementsystem, das folgende Standards berücksichtigt:
Nach diesen Standards wird gearbeitet und diese werden auch von externer Seite regelmäßig zertifiziert, darunter auch nach den Richtlinien des Kraftfahrt-Bundesamts. Die Walterscheid GmbH sichert den Unternehmenserfolg durch ständige Verbesserung ihrer Geschäftsprozesse, der Qualität, des Umweltschutzes inklusive dem mehr an Bedeutung gewinnenden Energiemanagement und der Arbeitssicherheit, um die Erwartungen ihrer Interessengruppen über die Anforderungen hinaus zu übertreffen. Die Einhaltung der geltenden rechtlichen Verpflichtungen, Kundenanforderungen und anderer Anforderungen stellte dabei Mindestanforderungen dar. Es werden höchste Anforderungen an die Produkt- und Servicequalität gestellt. Sollten dennoch Probleme festgestellt werden, ist die Qualitätssicherung unmittelbar mit der Fehleranalyse und -beseitigung betraut. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Ausblick 2023 und 2024 Der Markt für Antriebsstrangprodukte, in dem die Gesellschaft tätig ist, profitierte im Jahr 2022 und in der ersten Hälfte des Jahres 2023 von der Erholung der Nachfrage - sowohl in der Landwirtschaft als auch in der Industrie - nach den Covid-Jahren und dem allgemeinen Preisanstieg, der nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine und dem Anstieg der Rohstoff- und Energiepreise auf globaler Ebene eintrat. Die OECD-Wirtschaftsprognose für 2024, die im November 2023 veröffentlicht wurde (https://www.oecd.org/economic-outlook/november-2023/), erwartet eine Verlangsamung des weltweiten Wirtschaftswachstums, das von 2,9% im Jahr 2023 auf 2,7% im Jahr 2024 sinken dürfte, um dann im Jahr 2025 wieder auf den Wachstumspfad zurückzukehren (+3%), sowie eine Inflation, die nach dem 2022 erreichten Höchststand allmählich zurückgeht. Für Europa wird für 2023 ein leichtes Wachstum von 0,6% auf 0,9% erwartet, wobei für Deutschland nach einem Rückgang im Jahr 2023 (-0,1%) mit einem leichten Wachstum von 0,6% gerechnet wird. Amerika dürfte eine weiche Landung hinlegen und sein Wachstum von +2,4% auf +1,5% abschwächen. Die Erholung des chinesischen Marktes ist auch nach dem Platzen der Immobilienblase noch schwierig (+4,7% für 2024). Im Bereich der Antriebsstrangprodukte, erwarten die Hauptakteure nach dem starken Wachstum in den Jahren 2021, 2022 und in der ersten Hälfte des Jahres 2023 einen Rückgang der Nachfrage. Der Konsumindex CEMA , des Europäischen Verbands der Landmaschinenindustrie in Europa, verdeutlicht ebenfalls den erwarteten Rückgang:
John Deere als wichtiger Kunde prognostiziert in seinem Jahresausblick für das Jahr 2024 eine Verlangsamung des landwirtschaftlichen Marktes für "große" Traktoren zwischen -10% und -15%.
Was den Markt für industrielle Landmaschinen betrifft, so sind die Erwartungen des Kunden Volvo etwas positiver: Für Amerika wird ein Wachstum zwischen 0% und 10% erwartet, für Europa zwischen -5% und +5%, während für China weiterhin ein Rückgang zwischen 0% und -30% erwartet wird.
In Anbetracht des globalen makroökonomischen Kontextes, der durch eine allgemeine Verlangsamung gekennzeichnet ist, erwartet die Geschäftsleitung einen Rückgang der Nachfrage in den beiden Sektoren (Landwirtschaft und Industrie), in denen sie tätig ist. Der Landtechnikbereich ist mit ca. 90% der Hauptmarkt der Walterscheid GmbH. Regional werden ca. 90% der Umsätze in Europa getätigt. Der Landtechnikmarkt in Europa wird nach vielen Jahren mit signifikantem Wachstum in 2024 zurückfallen. Es gibt zahlreiche Gründe für diesen zu erwartenden Marktrückgang. In einigen Ländern in Europa nehmen die staatlichen Subventionen in die Landtechnik ab. Darüber hinaus sprechen aufgrund der sehr guten Vorjahre von einem gesättigten Markt. Nicht überraschen sollte eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft der Landwirte und Lohnunternehmer aufgrund der gestiegenen Investitionskosten. Es ist weiterhin davon auszugehen, dass in der gesamten "supply chain" in den ersten Monaten des Jahres 2024 Bestände abgebaut werden. Die aktuellen Auftragseingänge für 2024 sind deutlich geringer als noch im 1. Halbjahr 2023 oder in 2022. Unsere Kunden und auch der VDMA (Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbauer) sprechen von überdurchschnittlichen Händlerbeständen, was die Auftragseingänge weiter bremst. Im Geschäftsjahr 2023 konnten Umsatzerlöse von Mio. EUR 193 erzielt werden. Das vorläufig ermittelte Ergebnis vor Ergebnisabführung beträgt Mio. EUR 25 basierend auf dem IFRS Abschluss zum 31.12.2023. Verlässliche Prognosen sin aktuell sehr schwierig, insbesondere für das 2. Halbjahr 2024. Auch unsere Kunden tun sich mit verlässlichen Aussagen aktuell sehr schwer. Aus den benannten Gründen gehen wir aktuell für 2024 von einem Umsatzrückgang von ca. 14% gegenüber 2023 bei konstantem Ergebnis für die Walterscheid GmbH in Lohmar aus. 3.2. Chancen- und Risikobericht Chancen bestehen durch die Nutzung von Synergieeffekten durch die Einbindung in das Konzernumfeld der Comer Industries. Als wesentliche Risiken sind in der Reihenfolge Ihrer Bedeutung zu nennen: • Steigende Energiepreise Die europäische Wirtschaft steht weiterhin vor großen Herausforderungen aufgrund der laufenden und geplanten Embargos für russische Kohle und Öleinfuhren und die sinkenden Gaslieferungen Russlands für den europäischen Markt. Ein Hauptrisiko in diesem Zusammenhang ist der damit verbundene Anstieg der Energiepreise, der als viel anhaltender anzunehmen ist als angenommen. • Straffung der Geldpolitik Es besteht ein wachsendes Risiko, dass rasch steigende Zinsen, strengere globale Finanzbedingungen und eine erhebliche Neubewertung von Vermögenswerten die seit langem bestehenden finanziellen Schwachstellen in den fortgeschrittenen und aufstrebenden Volkswirtschaften aufdecken. Steigende Schuldendienstbelastungen des privaten Sektors und geringere Liquidität auf den Anleihemärkten sind die Hauptrisiken in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. (Quelle: OECD Leitzins, November 2022) • Finanzinstrumente Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente unterliegen grundsätzlichen Ausfall und Zinsänderungsrisiken. Dem Ausfallrisiko der Forderungen wird durch ein entsprechenden Forderungsmanagement entgegen getreten. Zinsänderungsrisiken werden derzeit nicht gesichert. 4. Erklärung zur Unternehmensführung Für die Zusammensetzung des Aufsichtsrates wurden durch die Gesellschafterversammlung vom 01.06.2017 Frauenquoten festgelegt, die unverändert fortbestehen. Für den Aufsichtsrat wurde eine Frauenquote von mindestens 17% festgelegt, die bis zum 30.06.2022 zu erreichen war, demnach eine Frau von sechs Mitgliedern. Seit dem 31.12.2021 entspricht die Quote unverändert 33% (demnach zwei Frauen von sechs Mitgliedern. Das Ziel ist demnach eingehalten. Mit Beschluss vom 03.12.2021 wurde von der Geschäftsführung die Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung sowie den beiden Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung festgelegt. Für die Geschäftsführung wurde eine Frauenquote von 0% festgelegt, die am 31.12.2022 erreicht war. Die Walterscheid GmbH hat laut Gesellschaftsvertrag zwei Geschäftsführer zu bestellen, wobei die Qualifikation hierbei im Vordergrund steht und daher eine Zielquote nicht sinnvoll erscheint. Für den Frauenanteil in der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung wurde eine Zielgröße von 10% festgelegt, die bis zum 31.12.2022 zu erreichen war. Die Zielgröße wurde zum Ende des Geschäftsjahres 2022 mit 11% übererreicht.
Lohmar, 20.03.2024 gez. Matteo Storchi, Geschäftsführer gez. Maximilian Bandel, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022Angaben zur Gesellschaft Die Walterscheid GmbH hat ihren Sitz in der Hauptstraße 150, 53797 Lohmar. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Siegburg (HRB Nr. 479) eingetragen. Angewendete Vorschriften Auf den Jahresabschluss 2022 wurden die Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und die ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes angewendet. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Formale Darstellung Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden Posten in der Bilanz zusammengefasst; sie sind in diesem Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Sachanlagen werden auf der Grundlage der Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten umfassen außer den Einzelkosten für Material und Lohn auch Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Werkzeuge werden im Festwertverfahren geführt. Technische und wirtschaftliche Wertminderung wird durch planmäßige lineare Abschreibungen erfasst. Zugänge des beweglichen Sachanlagevermögens werden pro rata temporis abgeschrieben. Planmäßige Abschreibungen werden nach der linearen AfA-Methode geschätzt. Es werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Gebäude 20 - 33 Jahre, Grundstückseinrichtungen 5 - 20 Jahre, Betriebsvorrichtungen 10 - 25 Jahre, technische Anlagen und Maschinen 4 - 15 Jahre, andere Anlagen 3 - 25 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände werden sofort im Jahr des Zugangs abgeschrieben und im Folgejahr als Abgang gezeigt. Für alle selbständig nutzbaren Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der linear über fünf Jahre mit jeweils 20 % abzuschreiben ist gem. § 6 Abs. 2 a EStG. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an Beteiligungen zu Anschaffungskosten angesetzt, wobei auf der Grundlage von Werthaltigkeitsprüfungen Abschreibungen auf den beizulegenden Wert vorgenommen werden; bei voraussichtlicher vorübergehender Wertminderung wird das Wahlrecht zur Abschreibung nicht ausgeübt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind mit den Anschaffungskosten aktiviert. Unterjährig liegen Standardbeschaffungspreise (durchschnittlich zu erwartende Einkaufspreise je Artikel) zugrunde, bei denen zum Jahresende nach dem strengen Niederstwertprinzip ein Abgleich mit dem letzten Einkaufspreis erfolgt sowie ein zusätzlicher Abgleich mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten. Erzeugnisse und unfertige Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet; sie beinhalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Fremdkapitalkosten werden nicht einbezogen. Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte wurden im gebotenen Umfang vorgenommen. Dem allgemeinen Lagerhaltungsrisiko, insbesondere dem der Ungängigkeit, wird bei der Vorratsbewertung durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bestehen pauschale Abschläge. Wenn die zivilrechtlichen Voraussetzungen für das Bestehen der Aufrechnungslage gegeben sind, werden Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit Verbindlichkeiten gegenüber demselben Unternehmen miteinander verrechnet. Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Abzinsung der Rückstellung für Pensionen erfolgt gemäß § 253 Abs. 2 HGB pauschal mit dem veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Gesellschaft hat aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages den Jahresabschluss ohne Berücksichtigung einer Ausschüttungssperre aufgestellt. Sonstige Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet und mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Verpflichtungsüberschuss bewertet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die unter den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläum erfolgen unter Zugrundelegung eines geschätzten Rechnungszinssatzes, welcher sich aus der Entwicklung der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätze der vergangenen sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren herleitet, auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr liegen nicht vor. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus der Anlage zu diesem Anhang ersichtlich. (2) Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 14.592.731,60, aus Lizenzforderungen € 589.850 und aus Darlehen € 9.150.000. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin resultieren aus Cash-Pool-Guthaben € 56.253.582,67 vermindert um die Gewinnabführung € -15.739.975,90. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (3) Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital von Mio DM 35,0 (= Mio € 17,9) ist voll eingezahlt. Alleinige Gesellschafter der Gesellschaft sind nach Maßgabe der zuletzt zum Handelsregister aufgenommenen Gesellschafterliste vom 26. Juni 2019 (i) die im Handelsregister des Amtsgerichts Siegburg unter HR B 156 07 (vormals im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter HR B 114 329) eingetragene WPG German Holdco GmbH. Die Gesellschaft ist Konzernunternehmen der WPG German Holdco GmbH, Lohmar, die ihrerseits zusammen mit ihren Konzernunternehmen in den Konzernabschluss der im italienischen Unternehmsregister Reggio Emilia unter der Nummer 07210440157 eingetragenen Comer Industries S.p.A., Reggiolo/ Italien, die den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen wird. (4) Gewinnrücklagen Sie betreffen ausschließlich andere Gewinnrücklagen. (5) Rückstellungen
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen zum 31. Dezember 2022 unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes über die vergangenen zehn Jahre von 1,79% sowie des durchschnittlichen Marktzinssatzes über die vergangenen sieben Jahre von 1,45% beläuft sich auf € 5.898.425 und ist grundsätzlich zur Ausschüttung gesperrt. Die sonstigen Rückstellungen enthalten weitere arbeits- und sozialrechtliche Verpflichtungen, u. a. noch abzugeltende Verpflichtungen aus Urlaubsansprüchen € 815.673, Mehrarbeit € 1.903.390, Jubiläum € 2.175.221, erfolgsabhängige Prämie € 2.390.448 und Altersteilzeit € 2.176.296. Außerdem wurde Vorsorge getroffen für Gewährleistungsverpflichtungen € 3.612.590, für ausstehende Eingangsrechnungen € 1.444.009 und Drohverluste € 309.836. (6) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr € 2.155.989,06 und aus Altersteilzeitverpflichtung € 380.000. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, auch die gegenüber verbundenen Unternehmen, haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Pfandrechte oder ähnliche Rechte als Sicherheiten bestehen nicht. (7) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag an sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf € 2.749.027 (Vorjahr € 2.774.555) und umfasst das Bestellobligo aus zum 31. Dezember 2022 erteilten Bestellungen von Investitionsgütern in Höhe von € 1.369.221 (Vorjahr € 1.162.330) sowie Verpflichtungen aus Miet-, Leasing-Verträgen in Höhe von € 738.675 (Vorjahr € 952.225) und einem Erbpacht-Vertrag in Höhe von € 641.131 (Vorjahr € 660.000). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (8) Umsatzerlöse
(9) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen € 1.157.721 (Vorjahr € 683.000) und aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen € 289.245 (Vorjahr € 337.101) sowie Gewinne aus der Veräußerung von Anlagevermögen € 7.500 (Vorjahr € 3.500). Des Weiteren sind im Wesentlichen Kostenumlagen an verbundene Unternehmen in Höhe von € 11.976.007 (Vorjahr € 8.803.856) und Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von € 11.766 (Vorjahr € 12.200) enthalten. (10) Personalaufwand / Mitarbeiter Die Zahl der Beschäftigten ohne Auszubildende betrug im Jahresdurchschnitt:
(11) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Die Jahresabschreibungen sind aus der Zugangsspalte zu den Wertberichtigungen in der Entwicklung des Anlagevermögens (Anlage zum Anhang) ersichtlich. (12) Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den periodenfremden Aufwendungen sind Kosten i.H.v. € 106.223 für das Projekt SAP Hana gebucht, das nicht realisiert wurde. (13) Sonstige Angaben Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers in Höhe von € 63.386 (Vorjahr € 86.000) betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Nachtragsbericht Es sind keine Sachverhalte mit Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zum Bilanzstichtag bekannt. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Auf eine Angabe der Bezüge für Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Aufsichtsrat
Für Bezüge des Aufsichtsrats sind € 6.590 zu Lasten des Jahresüberschusses zurückgestellt.
Lohmar, den 20.03.2024 Walterscheid GmbH Geschäftsführung Matteo Storchi Maximilian Bandel Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Aufstellung des Anteilsbesitzes
(1) Entsprechende EURO-Werte ergeben sich durch
Multiplikation des Fremdwährungsbetrages mit dem
Devisenkurs.
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Walterscheid GmbH, Lohmar Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Walterscheid GmbH, Lohmar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Walterscheid GmbH, Lohmar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 9. April 2024 Deloitte
GmbH
Frank Hoffsteter, Wirtschaftsprüfer Michael Erben, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats an die Gesellschafterversammlung der Walterscheid GmbH ("Gesellschaft")Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2022 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, insbesondere die Geschäftsführung überwacht. Im Geschäftsjahr 2022 hat der Aufsichtsrat sich in den Sitzungen am 15. Juni 2022 und 15. November 2022 über die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und seiner japanischen Beteiligung, über die beabsichtigte Geschäftspolitik sowie grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, einschließlich der Finanz-, Investitions-, und Personalzahlen beraten und sich über den Gang der Geschäfte durch die Geschäftsführung berichten lassen. In der Zusammensetzung der Geschäftsführung der Gesellschaft hat es im Geschäftsjahr 2022 Änderungen gegeben. Matteo Storchi wurde mit Wirkung zum 28.12.2021 zum Geschäftsführer ernannt. Des Weiteren bestand die Geschäftsführung aus Wolfgang Lemser. Andreas Kaufmann hat sein Amt als Geschäftsführer niedergelegt. In der Zusammensetzung des Aufsichtsrats hat es im Geschäftsjahr 2022 keine Veränderungen gegeben. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats in 2022 war wie folgt:
Die Mitglieder des Aufsichtsrats und die Geschäftsführung haben Erklärungen zur Erfassung von Geschäften mit "nahestehenden Unternehmen und Personen" und zu "Verstößen" für den Jahresabschluss der Walterscheid GmbH 2022 abgegeben. Der Aufsichtsrat erhebt nach seiner abschließenden Prüfung des Jahresabschlusses keine Einwendungen zum Jahresabschluss. Er billigt den Jahresabschluss 2022 unter Vorbehalt der Prüfung des HGB-Abschlusses durch die Wirtschaftsprüfer.
Lohmar, den 29. November 2023 Walterscheid GmbH Der Aufsichtsrat Wolfgang Lemser, Vorsitzender |
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